Die traurige Prinzessin II - Weg nach Iwa

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 7. Apr. 2013.

  1. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    => Die traurige Prinzessin


    Ein Mann, ein Wort – und alles folgte diesem Wort. Yami hatte die Zügel in der Hand, wenn es um die Organisation dieser kleinen Karawane ging, das hatte die eben stattgefundene Aktion mehr als deutlich gezeigt. War doch gut so, nicht? In einem anderen Falle wäre diese Mission nicht einmal mehr in den Händen der Shinobi gewesen, das hätte alles nicht nur komplizierter, sondern auch ein gutes Stück schwieriger gemacht. Ware, die den Vermutungen nach nur ungern ausgeliefert wurde. Schauspielerei, die verhinderte, einfach offen von allen Seiten die Karren bewachen zu können. Die Ungewissheit eines kommenden Angriffs von Banditen. Und dann auch noch irgendein fremder Bediensteter, der den Ton angab? Bitte, nicht. Während die Gesellschaft sich fortbewegte, wurde Mari fast überrascht von dem Gefühl, in einer Sänfte getragen zu werden. Sie war mit viel Geld aufgewachsen, in einer angesehenen Familie – irgendwie in einer adeligen Familie – doch in einer Sänfte war das Mädchen logischerweise noch nie transportiert worden. Hyuuga waren Taijutsuka, die ihren Körper trainierten. Da wären Sänften, die gerade dazu einluden, ein wenig zu viel Speck anzusammeln, einfach nur hinderlich. Aber eines musste sie dennoch zugeben: Es war Luxus. Und es lud gar zu hochnäsigem Verhalten ein, wenn man – entgegen aller anderen Anwesenden – keinen Fuß vor den anderen setzen musste, in Kissen gehüllt war und auch noch von oben auf alle herabblicken konnte. Sie konnte fast verstehen, wie viele reiche Säcke dieser Verlockung nicht widerstehen konnten und dann zu dem wurden, was sie eben waren. Man erinnere nur an Shigeo-dono, den Fettwanst, dem Mari schöne Augen hatte machen müssen. Widerlicher Kerl, auch in Sänfte unterwegs. Seine Standhaftigkeit war wohl nicht so stark gewesen – offensichtlich nicht. „Natürlich, Yami.“ Zu einem kurzen Kommentar lies sich das Mädchen dennoch hinreißen, als der Kollege damit auftrumpfte, dass er sich um jeden ihrer Wünsche kümmern würde. Ihr Wohlergehen sei gesichert. Lud das nicht geradezu dazu ein, ihn ein wenig hin und her zu schicken? Wären die beiden gerade auf einem einfachen Job, bei dem ohnehin nicht schiefgehen konnte – ohne Frage, Mari hätte es ohne mit der Wimper zu zucken gemacht. Einfach, um ihren Spaß zu haben. Aber leider handelte es sich um keinen Job, sondern eine Mission, die so einige Gefahren und wahrscheinlich auch noch die ein oder andere Komplikation mit sich brachte. Würde sie Hei nun auch noch als Diener ausnutzen, um ihr eigenes Vergnügen zu sichern, wäre sie nicht nur eine schlechte Kollegin, sondern auch eine allgemein schlechte Kunoichi. Einschätzen können, wann Späße auch wirklich spaßig waren und wann nicht, hieß hier die Devise. Daher blieb die Hyuuga stumm und beließ es bei der Kenntnisnahme, dass der Suna-Nin bei potenziellen Bedürfnissen – wie sich dies anhörte – anwesend war.

    Es wurde später, die Umgebung veränderte sich zunehmend und während Mari sich gelegentlich erlaubte, mithilfe ihres Byakugans – versteckt unter einem Henge, versteht sich – einen Blick in die hinteren Reihe der Karawane zu werfen, begutachtete sie natürlich auch die veränderte Natur. Die riesigen Bäume verloren an Größe, bis der Pfad die Gesellschaft in einen dem Gefühl nach gewöhnlichen Wald führte. Zuerst äußerst dicht und grün bewachsen, ließ auch dieses Bild immer mehr nach, die Bäume wurden kahler, der Wald weniger dicht und die grüne Farbe ging immer weiter zurück. Sie kamen näher an das Reich der Erde? Bingo, das konnte sich sogar die Braunhaarige denken, die persönlich nie im Feindesland gewesen war, doch die hier vorzufindenen Bildnisse ganz den Beschreibungen in den Büchern glichen. Gekennzeichnet von Felsen, rauen Landschaften, Bergen und Schluchten – es sah ganz danach aus, als wolle die Umgebung sich Stück für Stück diesen Erzählungen angleichen. Ein merkwürdiges Gefühl. In der Akademie war den Kindern bereits eingetrichtert worden, dass es sich beispielsweise beim Erdreich um das Land Soragakures handelte. Rivale Shiros, nicht gut zu sprechen also auf Ninja aus dieser Fraktion. Und nun waren sie persönlich hier, wenn auch nicht offiziell ausgeschildert als Shinobi aus Konoha und Suna. Eigentlich konnte also dementsprechend nichts schiefgehen, woher sollten Iwa-Nin wissen, dass sich ein paar Shiros eingeschlichen hatten, wenn diese nicht einmal ihre Stirnbänder trugen und allgemein zum gegebenen Zeitpunkt weniger den Eindruck von Ninja machten – man beachte bitte die Kleidung und die Tatsache, dass Mari hier in einer Sänfte transportiert wurde. Es wurde dunkler und die momentan grünen Augen erhaschten einen Blick in den kommenden Nachthimmel. Ein bis zwei Stunden wollte Hei also die Truppe noch weiterführen? Solange es bis dahin nicht vollkommen finster war – denn dies würde es umso schwerer machen, ein Lager aufzuschlagen. Natürlich, es sollte nichts allzu großes werden – aber ein paar Zelte, vor allem für die angebliche Mei, wurden mit Bestimmtheit aufgebaut. Dazu noch Organisation der Nachtwache, denn die wertvollen Gegenstände konnte man ja nicht stundenlang unbewacht lassen. Ohne auch nur ein Widerwort zu geben, zogen sich die Personen weiter voran, die Karren ratterten lautstark über den steinigen Boden und endgültig hatten sie das Erdreich in seiner vollen Pracht erreicht. Sie befanden sich geradewegs umgeben von riesigen Hügeln, Bergen und trockener Umgebung. Nichts erinnerte hier noch an die Gegebenheiten im Feuer- oder Grasreich, hier herrschten die schroffen Begebenheiten der Erde. Schließlich wurde es noch dunkler, doch die klare Nacht und der seichte Mond boten weiterhin ein wenig Beleuchtung – sodass nach Befehl Heis in Ruhe das Nachtlager aufgeschlagen werden konnte.

    Am Fuße des ersten wahrhaft majestätischen Berges, den es zu bewältigen gab, machte die Gesellschaft Rast. Die Karren wurden angehalten, die wenigen mitgebrachten Zelte ausgepackt. Hier und da besaß Yami die Aufgabe, die Organisation der gesamten Aktion zu übernehmen, doch Alles in Allem konnte gemerkt werden, dass zu dieser Reise Personen mitgeschickt wurden, für die der mehrtägige Transport von Ware kein Neuland war. Auch die Sänfte Mei-donos wurde vorsichtig zu Boden gelassen und die junge Dame stieg elegant aus dieser heraus – und musste den Drang unterdrücken, zusammenzuzucken. Mari merkte, dass sie es nicht gewohnt war, so lange in einer Position zu sitzen und einfach... nichts selbst zu machen. Ihre Beine fühlten sich einen Moment wie Wackelpudding an, die Taijutsuka war nicht dafür gemacht, andere für sich arbeiten zu lassen. War doch eigentlich eine gute Eigenschaft – nur bei dieser Mission nicht von Vorteil. „Yami, wo bleibt das Zelt?“, erkundigte sich die junge Tochter des Händlers in ihrem üblich überlegenen Ton, allerdings machte Mari dies gerade eher, um ihre eigenen unsicheren Beine vor der gesamten Belegschaft zu verdecken. Ein paar Anweisungen später war besagte Unterkunft im Aufbau, diese Gelegenheit nutzte die Hyuuga, um sich ein Stück näher an den Kollegen zu stellen – da Mei und Yami ohnehin nur nah zusammen gesehen wurden, war dies auch nicht weiter auffällig. „Yami und Mei sind brav bei der Karawane geblieben“, raunte sie ihm im leisen Ton zu, wollte ihn damit in Kenntnis setzen, dass sie bisher nicht den Eindruck gemacht hatten, die Mission in irgendeiner Weise zu gefährden. Auch als die grünen Augen sich in sonstiger Weise umsahen, machte nichts den Anschein, dass der mögliche Frieden gestört werden könnte. Ob die Reise wirklich ohne jegliche Komplikationen verlaufen könnte? Den Tag besser nicht vor dem Abend loben. Just in diesem Moment gaben einige Bediensteten ein Raunen von sich, was Mari aufhorchen lies. Sie sah zu ihnen hinüber, doch anstatt dort erkennen zu können, was die Aufregung verursacht hatte, sahen die Anwesenden nach oben. Die grünen Seelenspiegel folgten diesem Beispiel und mussten blinzeln. Der klare Himmel, der strahlende Mond und vor diesem Hintergrund glitzerte ein feiner Staub und tänzelte über die einzelnen mächtigen Berge. „Der Felsregen“, murmelte einer der Bediensteten, der sich anhand der Stimme eindeutig als der echte Yami herausstellte. Auch er sah hinauf zu dem glitzernden Staub, der – so ungern Mari dies auch zugab – einen wirklich magischen Anblick vor dem strahlenden und von keiner Wolke unterbrochenen Mond darstellte. „Der Wind, der aus dem Norden über das Land fliegt, weht die feinen Steine über die Berge hinweg, bis hin in die angrenzenden Länder. Ein Naturphänomen im Erdreich.“ Die in ihrem Kimono gekleidete 15-Jährige sah kurz zu Yami, danach zu dem Tatsumaki. Ob er von diesem Phänomen wusste? Sie sah erneut in den Himmel, jedes Land besaß wirklich seine ganz eigenen Spezialitäten, was?
    Zuletzt bearbeitet: 7. Apr. 2013
  2. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Schließlich war es soweit: Das Nachtlager würde aufgeschlagen werden. Und all das, ohne dass Hei besonders viel machen musste. Yami musste so etwas wie der 'Vorstand' oder so der Diener sein, um diese Privilegien gestattet bekommen zu haben. Alle anderen machten ihre Arbeit und bauten die Zelte auf, die Karren waren in eine Kreisformation gefahren worden und in deren Mitte wurden die Zelte errichtet. Sehr praktikabel, besonders weil man so einen relativ effektiven Erstschutz hatte - im Falle des Falles. Hei sah währenddessen einmal kurz zu den Bergen hinauf, die sie erklimmen mussten, und strich sich nachdenklich über das Gesicht. Dagegen waren die Steinsformationen in Suna ja wirklich nichts; Klein und unbedeutend. Aber sicherlich mit genauso viel Geschichte. Problem momentan war: Sie würden mit den Karren noch länger brauchen, um diese Berge zu erklimmen, immerhin waren die an einen richtigen Weg und vor allen Dingen bestimmte Befestigungen gebunden. Aber offensichtlich waren die Leute hier alle unterrichtet - jedenfalls über den Weg. Und unerfahren auch nicht - die Zelte wuchsen schnell in die Höhe, und in der Mitte ein besonders großes, in dem man sogar bequem stehen konnte, wenn man denn wollte. Hei grinste heimlich, als er Mari betrachtete, die die ganze Zeit in einer einzigen Position gesessen hatte - und jetzt anscheinend Schwierigkeiten hatte, sich wieder an ihre Beine zu gewöhnen. Niemand anderes würde das sehen, aber er kannte seine Kameradin eben schon ein wenig besser als die ganzen Mit'bringsel' hier. "Verzeiht, Herrin, bitte geduldet Euch noch einen winzigen Augenblick", erwiderte Hei und verbeugte sich unterwürfig. "Es wird gleich bereit stehen, damit Ihr ein möglichst angenehmes Nachtlager Euer Eigen nennen könnt." Das musste erst einmal dafür reichen, und während die Diener sich noch mehr beeilten, das Zelt aufzustellen, rückte Mari näher an den Suna-nin heran und unterrichtete ihn darüber, dass Yami und Mei brav gewesen waren - nun, das war schon einmal ein guter Anfang. Hei hatte eigentlich auch nicht die Befürchtung, dass die Beiden einfach abhauen würden, wussten sie doch, dass es nicht viel zu gewinnen gab - nicht gegen Ninja. Vielleicht steckte ja noch etwas anderes dahinter. "In Ordnung. Danke.", murmelte er leise, verzog dabei allerdings keine Miene. Jetzt war es weiterhin erst einmal wichtig, die Fassade zu wahren. Das Raunen der Menschen im Tross ignorierte Hei erst einmal gekonnt, war kurz davor, Mari wieder als Herrin anzusprechen und zu ihrem Zelt zu geleiten, ließ sich dann aber doch dazu hinreißen, einmal nachzusehen, was los war - immerhin war er ja der Anführer des zugs. Irgendwie. Aber anstatt, dass ein wilder Wolf, oder irgendein Tier irgendwas bedrohte, war es nur irgendwas im Himmel... seufzend sah der junge Mann nach oben und blinzelte leicht ungläubig. Was glitzerte denn da so? Zugegeben, es war schön, aber erklären konnte es sich der junge Mann nicht und wissen tat er nichts davon. Yami ließ es sich nicht nehmen, sie aufzuklären, und jetzt wurde doch ein Schalter in Heis Kopf umgelegt - irgendwo hatte er davon schon einmal gelesen, jedenfalls glaubte er das. Einen Moment sah er fasziniert nach oben, schloss dann die Augen, um zu spüren, ob er die glitzernen Steinchen zu fassen bekam - wurde aber leider enttäuscht. Sie waren generell zu weit weg, aber auch um einiges zu groß. Das war mit seinen Kräften leider nicht kompatibel... sonst hätte 'Yami' seiner Herrin praktisch das Glitzern vom Himmel holen können. Fast wie Sterne, nicht? Schade, dass das nicht in sein Fähigkeitenspektrum fiel. Aber man konnte ja genießen; selbst wenn man nichts damit anfangen konnte. Hei lächelte zufrieden: Damit war sein Bedürfnis danach, besondere Dinge zu sehen und in seinen Erinnerungen festzuhalten, befriedigt worden - jedenfalls erst einmal. Obwohl diese Berge an sich schon etwas besonderes waren, das fand der junge Mann jedenfalls. Man sah nicht tagtäglich solche gewaltigen Felsbrocken.

    Nachdem die 'Sternchen' sich in Richtung Süden verabschiedet hatte, verneigte sich Hei leicht. Wirklich ein schönes Phänomenen, das musste er zugeben, aber die Atmosphäre wurde dadurch nicht einfacher zu handhaben - jedenfalls für ihn. Es war sowieso schon schwer genug, Mari die ganze Zeit so ansehen und -sprechen zu müssen, irgendwie - vor allen Dingen, weil da immer noch diese ungeklärte Sache in Heis Kopf herumgeisterte. "Herrin, wollt Ihr Euch in Euer Zelt zurückziehen? Bitte, hier entlang." Sanft lotste er Mari in Richtung des Zeltes; so, wie es Yami eben machen würde. Vermutete er. Mei war in Echt sehr befehlsgewohnt, aber vermutlich auch nicht wirklich komplett auf sich alleine gestellt. Deshalb gab es ja den jungen Yami, der für sie da war, nicht? Schließlich beim Zelt angekommen, öffnete Hei es und musste schmunzeln - es war wirklich sehr behaglich gemacht. Das Bett war zwar nur eine Art zusammengesetztes Holzgestell - aber bitte. In der Wildnis... 'nur'? Das war Luxus pur. Auch ein Futon hatte seinen Weg hierhin gefunden und bescherte Mari so einen wirklich ausgesprochen ausgefallenen Schlafplatz. Hei sah sich kurz um und murmelte dann zwischen den Zähnen. "Du hast wirklich Glück, dass nicht Yami derjenige ist, der verheiratet werden soll." Grinsend verneigte er sich, sprach etwas lauter. "Ich hoffe, es ist zu Ihrer vollen Zufriedenheit." Im Lager schien jetzt sogar eine der Männer Essen zu kochen - nichts besonderes, aber nach so einem Tag war es natürlich besonders wichtig, etwas zu essen. Ein deftiger Eintopf sollte diese Aufgabe übernehmen, jedenfalls roch es danach. Nun, das war doch wirklich alles ganz wunderbar, oder? So konnte es weitergehen - und würde es hoffentlich auch. Nur ein paar Minuten später kam der eine Diener heran und gab ihm zwei Schüsseln - eine großzügig, die andere weniger weit gefüllt - und verschwand sofort wieder. Offensichtlich war es Gang und Gebe, Yami und Mei alleine zu lassen. Jedenfalls weitestgehend. Seufzend schlüpfte Hei wieder in das große Zelt und überreichte dem Mädchen die volle Schüssel. "Lass...t es Euch schmecken." Hei war noch nicht ganz gewöhnt an die Tatsache, diese förmliche Ansprache zu wählen, vor allen Dingen nicht, wenn sie alleine waren. Aber die Zeltwände waren nun einmal nicht aus Holz oder Beton, also passt das schon. Man musste sich den Gegebenheiten ja durchaus anpassen, dazu waren sie als Shinobi ja erzogen worden. Schweigend und etwas nachdenklich löffelte Hei seine Suppe aus, fragte sich, ob er überhaupt zu Schlaf kommen würde. Wahrscheinlich nicht... eher würde er die ganze Nacht im Eingang des Zeltes sitzen und auf 'Mei' aufpassen, einfach, um den Schein zu waren. Kein besonders einfaches Leben, nicht? Aber es gab eben einen solchen Klassenunterschied. Eigentlich verdeutlichte die momentane Situation nur, in welcher Beziehung Mari und Hei sonst zueinander standen... irgendwie. "Hm", murmelte Hei nachdenklich, fast mehr zu sich selbst, aber irgendwie in der Hoffnung, die Hyuuga könnte ihm Antworten geben. "Was haben die nur vor? Irgendwie fühlt sich dieser 'Frieden' viel zu einfach an..."
  3. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Der Felsregen war durchaus ein beachtliches Naturphänomen. Mari konnte sich vorstellen, dass die Bewohner des Erdreiches sicherlich stolz darauf waren, eine solche Besonderheit ihr Eigen nennen zu können. Jedes Land besaß schließlich seine Eigenheiten, die es ausmachten, zu etwas Außergewöhnlichem werden ließen und sie sich deshalb darauf stützten. Die zurzeit grünen Seelenspiegel verfolgten die Steinchen – innerlich fasziniert – und es war fast traurig, als sie Richtung Süden verschwanden und ausschließlich den gewöhnlichen Himmel zurückließen. Es war ein merkwürdiges Gefühl, doch bisher mochte die Hyuuga dieses Land. Mit der rauen Landschaft, den majestätischen Bergen, dem klaren Nachthimmel und wegen solcher Dinge wie diesem Felsregen. Das Mädchen wusste, dass sie eigentlich eine angeborene Antipathie gegenüber Iwagakure besitzen müsste. Nicht nur, dass es der Sora-Fraktion angehörte, die ohnehin Rivalen Shiros waren, auch hatte das Erdreich bereits in ferner Vergangenheit stets im Krieg mit Konoha, ihrer Heimat, gestanden. Doch auch, wenn sie dies nicht öffentlich zugab oder gar ihren Kollegen darauf ansprach – sie mochte das Erdreich. Bisher. Schlussendlich wurde das große Zelt – für Mei persönlich ausgesucht – aufgebaut, und als sie zusammen mit ihrem Kollegen jenes betrat, entdeckte der Blick sogleich ein provisorisch aufgebautes Bett mit Futon. Wenn das Mal nichts war, keine Ahnung, ob die echte Mei sich hierüber beschwert hätte, doch Mari wusste es zu schätzen. Sie glaubte kaum, dass sie sich während einer Mission, bei der es jederzeit zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen konnte, einfach in den Tiefschlaf begeben würde – doch um den Schein zu wahren, musste sie Wohl oder Übel zumindest die Nacht in dem Zelt verbringen. Gelegentlich mithilfe des Byakugans nach draußen sehen, das konnte ihr zum Glück niemand nachweisen. Sie musste sich ein Grinsen unterdrücken, als der Kollege sie – indirekt – auf den ihr gegebenen Luxus ansprach. Und auf die Tatsache, dass er die schlechtere Karte von beiden gezogen hatte. Wirklich? Vielleicht war dies auch nur Ansichtssache. Die Braunhaarige nickte ihrem 'Diener' zu, hob ihre Nase in die Höhe und tat so, als würde sie die Umgebung inspizieren. „Es wird seinen Dienst schon tun“, verkündete sie ihre Antwort auf Heis Frage, hatte dabei die Hand in die Hüfte gestemmt. Das durfte sie sich erlauben, die echte Mei hatte exakt dieselbe Geste schließlich zuvor im Anwesen zum Besten gegeben. Daher dürfte dies – obwohl es auch typisch für Mari war – kein weiteres Aufsehen erregen. Als Nächstes wurde der Prinzessin noch ein ordentlicher Teller voller Suppe gegönnt, die diesen auch sogleich entgegennahm, es sich aber nicht nehmen ließ, ihn noch einmal akribisch zu mustern. Yami hatte eine kleinere Portion bekommen, dennoch von der gleichen, guten Qualität. Mei und er teilten wohl wirklich alles. Als die Ge'nin alleine waren, suchte sich auch die Hyuuga einen Platz auf einem der provisorisch aufgestellten Stühle, nahm einen Löffel der Suppe und bemerkte unweigerlich, dass sie wirklich hungrig war. Kein Wunder, den gesamten Tag nicht wirklich etwas gegessen und dann auch noch dieses Nichtstun – das war für die 15-Jährige gefühlt anstrengender, als die Strecke auf Händen zu bewältigen. „Dieser 'Frieden'? Schon einmal von der Ruhe vor dem Sturm gehört?“ Die Hoffnungen des Tatsumaki waren erhört worden, während Mari ihre Suppe löffelte, ging sie auf das Gespräch ein. Half schließlich auch, die eigenen Gedanken zu ordnen und wenn sie sich mit einer Person über die Geschehnisse unterhalten konnte, dann mit Hei. Der Rest durfte ja nicht einmal wissen, dass Mei in Wirklichkeit nicht Mei war – und so. „Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis wi-..“

    „JIROU!“ Der grelle Schrei einer Frau unterbrach Mari in ihrer Aussage, die sogleich von ihrem Platz aufsprang und dabei den Stuhl unachtsam umriss. Wenn man vom Teufel sprach. War es das, worauf sie gewartet hatten? Sie wechselte nur einen kurzen Blick mit ihrem Kollegen, danach rannte das Weißauge ohne zu warten aus dem Zelt, aktivierte auf dem Weg ihr Byakugan – unter dem Henge nicht zu sehen – und fing dank dieser Fähigkeit mit der Hand einem Pfeil ab, der direkt am Eingangstor des Zeltes vorbeiflog. „Jirou..“ Die unechte Mei sah zur Seite, dort kauerte eine Frau vor dem reglosen Körper eines Mannes – einen Pfeil in der Brust. Für den kam wohl jede Hilfe zu spät. Bei genauerer Betrachtung fiel erst auf, in was einer Aufruhr sich der gesamte Zug befand. Pfeile schossen durch die Gegend, trafen Tiere, Menschen oder blieben reglos in irgendeinem Karren hängen. „Oh, Mei-dono.. so schön, wie die Beschreibungen es hatten vermuten lassen. Würden Sie uns.. begleiten?“ Ein dreckiger Kerl mittleren Alters trat auf die junge Dame zu, hielt sein Schwert über der Schulter – so als wolle er der angeblichen Prinzessin ein wenig Angst einjagen. Mit einem schiefen Grinsen im Gesicht trat er näher, doch Mari hatte nun wirklich keine Zeit, sich mit einem einzelnen Banditen herumzuschlagen – hier liefen noch um einiges mehr herum. Natürlich ohne, dass der Mann es hatte erwarten können, schellte das Mädchen einen Schritt nach vorne und rammte ihm zuerst ihre flache Hand in die Brust – Jyuuken – nur um ihm dann noch einen Stoß mit dem Ellbogen in den Nacken zu verpassen. Er fiel zuckend zusammen. „Sieh nach Mei und Yami, sie waren vorhin noch am Ende des Zuges!“ Hier war gerade solch ein Chaos, dass ohnehin keiner auf den Anderen achtgab. Daher kümmerte sich Mari auch nicht weiter darum, dass sie prinzipiell ihre Tarnung auffliegen lies, während sie dem Tatsumaki dies zugerufen hatte – hörte ohnehin niemand zu. „Die Tochter ist dort hinten!“, brüllte plötzlich eine weitere Stimme quer über das aufgestellte Lager und sogleich bewegten sich einige Banditen, bewaffnet mit Schwertern, Dolchen oder aber auch Speeren auf die Hyuuga zu. Sie hatten es in erster Linie auf Mei abgesehen, die Schätze schienen vollkommen zweitrangig zu sein. Hm. Na, umso praktischer, somit konnte die Braunhaarige das ganze Chaos auf sich selbst bündeln – und somit verhindern, dass noch weitere Außenstehende unnötig verletzt wurden. Blöd, dass dieser Kimono und das gesamte Outfit wirklich nicht zum Kämpfen ausgelegt worden waren, doch für ein paar einfache Banditen reichte auch dies aus. Das Mädchen bewegte sich von ihrem Zelt fort, positionierte sich ein Stück weit entfernt von der Karawane – so, dass sie noch nicht die nächste Erhöhung im Rücken, also Bewegungsfreiheit, hatte. „Mei-dono, weglaufen wird Ihnen auch nichts nützen~“ Die grünen Seelenspiegel sahen um sich – nicht nur war sie von einigen Banditen umzingelt worden, es standen auch noch eine gute Zahl auf den umliegenden Erhöhungen, bewaffnet mit Pfeil und Bogen. „Seht es doch ein, gebt einfach auf. Oder wollt Ihr, dass wir Sie erst ernsthaft verletzen müssen?“ Ein seichtes Grinsen bildete sich auf den Zügen Maris, die in die für ihren Clan typische Kampfposition wechselte. Diese Kerle waren ohnehin zu ungebildet, um überhaupt zu erkennen, dass sie es hier nicht mit der richtigen Frau zu tun hatten. „Tzz. Wollt ihr es versuchen?“ Der sprechende Mann schien zuerst verwundert über diese Antwort, verzog das Gesicht dann jedoch zu einer angewiderten Grimasse. „Müssen wir Euch wohl von eurem hohen Ross herunterbringen, häh? Los!.. Notfalls kriegen wir auch noch für ihre Leiche Geld..“ Er hob die Hand an und sogleich wurden die einzelnen Bögen gespannt und ein wahrer Pfeilregen schoss auf die Hyuuga hinab. Und sie? Sie grinste – genau das hatte sie geplant. „Hakkeshō... Kaiten!“ Aus ihrem Körper strömte das pure Chakra, ihre Hände richtete sie nach außen und von einem zu dem anderen Moment begann sich die angebliche Mei rasant schnell um ihren eigenen Körper zu drehen. Die Pfeile, die in einem wahren Regen auf sie niedergesaust waren, prallten nicht nur an der entstandenen Chakrawand ab – sie wurden auch in jegliche Richtungen zurückgeschleudert. Schlau, dass die Banditen Mari so umzingelt hatten. Nun bohrten sich die Pfeile nicht nur in die Körper der Banditen, die von erhöhten Plätzen aus mit den Pfeilen geschossen hatten – und sogleich herabstürzten – sondern auch in die Gauner, die am Boden standen und versucht hatten, die 15-Jährigen mit ihren Schwertern zu bedrohen. Sie bildeten eine natürliche Wand, damit keine Menschen aus der Karawane verletzt wurden, fielen selbst jedoch getroffen um wie die Fliegen. Na, wenn das Mal nicht gut geklappt hatte.
  4. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    "Die Ruhe vor dem Sturm?", fragte Hei nach und schmunzelte leicht. Das wäre wirklich Ironie, nicht? Aber so etwas gab es doch eigentlich nur in Geschichten... dass man mit einem falschen Gedanken genau das heraufbeschwor, was man nicht gewollt hatte, oder? Ein Schrei unterbrach Mari und riss die beiden Genin aus ihrer relativ entspannten Haltung. Offensichtlich nicht? Hei stöhnte genervt auf - das konnte doch nicht sein, oder? Ein seltsames Gefühl bildete sich in seiner Magengegend, als er Mari hinterherhetzte und diese sofort einen Pfeil abfing. Das war jetzt wirklich nicht mehr normal; Und dass er auf diesem Weg grad die erste Leiche unter seiner Schutzmacht ansehen musste, machte es auch nicht wirklich besser. Der junge Mann knirschte mit den Zähnen und sah zu dem Mann, der ihnen entgegen kam und Mari... mitgehen lassen wollte? So hätte man es wohl ausdrücken können. Beinahe hätte er den Mann einfach in Flammen aufgehen lassen, aber Mari hatte die schnellere Lösung bevorzugt und streckte den Dreckigen mit einer einzigen Bewegung nieder. Respekt, das musste man ihr lassen. Was hatte jetzt Priorität? Klar, Yami und Mei, darauf machte ihn Mari auch sofort aufmerksam - er sollte nachsehen. Gesagt, getan - Hei nickte. Jetzt ging es nicht mehr ums Pläne schmieden, sondern ums Handeln. Und das hatte er jetzt vor - eine gute Sache hatte das Ganze. Es war dunkel, und die Dunkelheit verschaffte Shinobi einen Vorteil. Die Stimmungslage im Lager wies eindeutig darauf hin, dass sich der Hautteil der Männer, die den Tross bedrohten, auf Mari konzentrieren wollten. Es waren also nicht die wertvollen Güter, sondern das Mädchen, auf das sie es abgesehen hatten? Während Hei durch die Zelte stürzte, wirke er ohne ein Fingerzeichen ein schnelles Henge, welches seine komplette Haut der Nachtfarbe anpasste, um so möglichst unsichtbar zu werden. Er konnte nicht jeden der Angreifer erledigen, wenn er erst einmal die Schüzlinge finden sollte. Hektisch sah er sich um, sah aber niemanden. Das war zu chaotisch, zu wenig übersichtlich - was also tun? Auf einen der Wagen! Hei hopste mit einem großen Satz auf einen der Wagen, wartete, bis er einen vernünftigen Stand hatte und sah sich wenig gewissenhaft, aber schnell um. Viele Feinde, soviel stand fest. Viele Feinde, aber immerhin lebten viele der Diener noch, nur ein paar waren wirklich schwer verletzt worden. Ein weiteres Indiz dafür, dass es sich hier um einen geplanten Angriff handelte, um Mei habhaft zu werden, nicht, um das Gold zu klauen - richtig? Vermutlich. Aber diese Angreifer sahen gelinde gesagt zu stupid aus, um wirklich etwas mit der Tochter anfangen zu können... wer stand dahinter? Egal, Mei und Yami! Der Tatsumaki erschrank und zuckte zusammen, als er merkte, dass ein Pfeil an seinem Ohr vorbeizischte. Verdammt, in seiner Konzentration auf etwas anderes hatte er sein Henge vergessen und wurde von einer angreifenden Truppe bedroht, die den Hügel herunterstürmte und genau auf ihn zukam. "Na wartet...", grummelte er. Schnell schloss er einige Fingerzeichen, und eine große Menge Chakra durchlief seinen Körper, erhitzte sich - mit dem Byakugan konnte man diese Chakraeruption vielleicht sogar sehen - und wurde schließlich in dem Mund des Genin gesammt. "Katon: Kayru Endan!" Mit diesem Ausruf spuckte der Wüstensohn den Angreifern einen glühenden, heißen und hellen Feuerstrahl entgegen, der den ersten zumindest Verbrennungen dritten Grades zufügte, und den anderen ging es auch nicht besser. "Pfuh.", machte Hei, bließ ein paar Flammen in die Luft, um das Restchakra wegzubekommen, und hüpfte schnell wieder ins Lager - dort hatte er einen Diener unter einem zusammengebrochenem Zelt kauern sehen. Vielleicht wusste der ja was. "Bitte tut mir... Yami-sama! Bitte rettet uns!!", bettelte der Mann, und verkroch sich noch weiter unter dem Zelt. "Keine Sorge, Mann. Wo sind die zwei Diener, die immer zusammen herumgelaufen sind? Der Mann und die Frau, beide jung und ziemlich verhüllt." "Ah, ihr meint die beiden Neuen... die sind weggelaufen! In den Wald, aber ich glaube, niemand hat sie verfolgt! Vielleicht sind sie ja in Sicherheit!" Hei stampfte unzufrieden auf den Boden, nickte aber. "Danke. Versteck dich unter dem Karren, Narr, das Zelt wird dich nicht schützen.", knurrte der Suna-nin, wandt sich dann wieder in die Richtung, aus der er gekommen war. Mari schien zu kämpfen... er wollte ihr zu Hilfe kommen, aber Mei und Yami waren verschwunden. Heis Kopf verwarf und erstellte mindestens drei Variationen der Möglichkeiten, die er hatte - unter anderem in die Luft zu fliegen und von dort zu suchen - aber das hatte alles keinen Sinn. Die beiden Turteltauben hatten dunkle Kleidung angehabt, glaubte er sich zu erinnern, und würden in dem Wald allgemein nicht zu finden sein. Nicht so. Was war die beste Lösung für so ein Dilemma...? Richtig! Eine Hyuuga. Wie gut, dass er eine hatte, sozusagen, und machte sich zurück auf den Weg; Notfalls konnte er ihr den Rücken decken, während sie suchte, aber jetzt musste er erst einmal zu Mari. Keine ganz einfache Aufgabe, herrschte doch immer noch blankes Chaos - vor allen Dingen, weil die Banditen offensichtlich mehr waren, als erst angenommen. Hei sprang über ein kaputtes Zelt, sah sich um - wo war Mari hin? Verdammt, er war in die falsche Ecke des Lagers gegangen. Auf der anderen Seite hatte sich der Kampf - in den die Hyuuga mutmaßlich verwickelt war - ein wenig verlagert, fast außerhalb des Lagers hin. Aber auch auf dieser Seite gab es noch einige weitere Banditen, um die sich der junge Mann kümmern musste. Einige Fingerzeichen und einen großen, breit gefächerten Feuerstrahl später war auch dieses Problem erst einmal weitestgehend erledigt. Hei hustete leise, während er sich jetzt wieder umwandt und improvisierte: "Sabaku Fuyu!", murmelte er, konzentrierte den Sand unter seinen Füßen und benutzte diesen mit Rückstoß als Katapult, um einmal quer über das Lager zu 'fliegen' - eher zu stürzen. Aber er kam an: In der Ferne sah er Mari gegen... einen Haufen Banditen kämpfen? Nein. Da war jemand anderes... Und irgendwas lief schief.
  5. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Mehr hatten die nicht zu bieten? Mari warf ihren Kopf nach hinten, was ihren Haaren einen ordentlichen Schwung verpasst hätte, wären sie nicht in der strammen hochgesteckten Frisur verpackt worden. Sie sah sich um, doch die Banditen, die zuvor noch mit angespanntem Bogen darauf gewartet hatten, weitere Opfer zu finden, waren selbst zu den Opfern geworden. Heruntergestürzt, blutend auf der Stelle kauernd oder geflohen. Selbst Schuld, wenn man dachte, sich mit einer Hyuuga anlegen zu müssen – ach ja, das hatten sie ja nicht ahnen können. Egal, verdient hatten diese Gauner es dennoch und selbstverständlich hatte die Braunhaarige nicht das geringste Mitleid oder bereute, was sie mit ihrem Kaiten angestellt hatte. Wäre auch noch schöner gewesen. Mit dem aktivierten Byakugan machte sie eine große Ansammlung von Chakra aus, sah sofort in besagte Richtung – doch glücklicherweise stellte es sich nur als der Tatsumaki heraus, der seinerseits mit einer gekonnten Katon-Technik den Weg freiräumte. Das Mädchen musste unweigerlich lächeln, die beiden Ge'nin ergänzten sich gut und sie konnte sich blind auf ihn verlassen. Der Schwarzhaarige würde sich um Mei und Yami kümmern – dass diese geflohen waren, daran dachte Mari in diesem Getümmel noch nicht. Wer würde auch solch ein Szenario dafür nutzen, die eigenen Liebeleien auszuleben, hier waren schließlich Menschen gestorben. Die Kunoichi setzte einen Fuß nach vorne, wollte Hei zur Hilfe kommen – doch eine Stimme in ihrem Rücken stoppte sie in diesem Vorhaben. „Mei-dono, Sie kommen mir wirklich sehr bekannt vor.“ Die 15-Jährige haperte nicht lange, drehte sich auf dem Absatz um und blieb in ihrer Kampfposition, sicher, dass es sich um einen übriggebliebenen Banditen handeln musste. Doch was sie dort sah, ließ Mari abrupt verstummen. Das war der Kerl aus Kusa, bevor sie im Anwesen des Auftraggebers aufgetaucht waren! Was macht der bitteschön hier, im Reich der Erde, eine ganze Tagesreise von dort entfernt? Auch sein Aufzug hatte sich verändert, nun trug er keine zerschlissenen Klamotten mehr, ein ordentlicher schwarzer Anzug zierte seinen Körper, nur das Grinsen im Gesicht war dasselbe. „Ah, komme ich das?“ Die junge Hyuuga hatte wirklich keine Zeit, um sich mit diesem Kerl abzugeben, hier liefen noch genügend Banditen herum – egal, ob sie bereits verletzt waren, Gefahr stellten sie immer noch dar. Also gehörte er auch zu diesen Gaunern, kein Wunder. Solch einen Eindruck hatte er bereits in Kusagakure gemacht. Die Kunoichi schellte nach vorne, konzentrierte Chakra in ihrer Hand und holte aus – doch der Kerl verschwand, stand plötzlich hinter dem Mädchen. „Hyuuga-Techniken, hm, meine Vermutungen werden immer größer~“ Mari drehte sich um die eigene Achse, holte mit der Hand aus, wobei der Fremde nun nur noch haarscharf auswich. In der linken Hand sammelte sie nun ebenfalls eine größere Menge an Chakra, schlug erneut zu – und traf den Mann mit einem ordentlichen Hieb in der rechten Gesichtshälfte. Sein Kopf flog zur Seite, mit einem Schritt musste er sich halten – und verschwand von der Stelle, bevor die Hyuuga auch noch mit dem nächsten Schlag einen Volltreffer landete. Einige Meter vor ihr tauchte er wieder auf, wischte sich das Blut aus dem Gesicht. „Ich zeige dir gleich noch ganz andere Techniken..“ Mari konnte selbst nicht sagen, warum, doch sie hegte bereits jetzt eine unglaubliche Abneigung gegen diesen Kerl. Ihre Hände ballten sich zu Fäußten, die bläuliche Chakraansammlung wurde größer, noch größer – bis zwei riesige Pantherköpfe um ihre Hände erschienen. Sie setzte zu voller Geschwindigkeit an, sprang los.. doch noch ehe sie den Fremden erreicht hatte, traf sie etwas im Nacken, wodurch sie die Kontrolle über ihre Beine verlor, ihr konzentriertes Chakra sich in Luft auflöste und der Körper der Kunoichi über den steinigen Boden fiel, bis sie vor den Füßen des Kerls liegenblieb, noch schwach blinzelte. „Ein andermal, wenn ich Lust auf einen Kampf empfinde.“ Der Mann sah nach oben, gab ein Handzeichen zu einer Frau, die dort stand und ein Zielrohr in ihren Händen hielt. „Was zum-?!“ Die Hyuuga konnte ihren Körper nicht mehr bewegen, ihre Lider wurden zunehmen schwerer – bis ihr Augenlicht vollends in der Dunkelheit verschwand. Der Mann richtete seinen Hut, trat wie bei einem Stück totem Vieh mit der Schuhspitze gegen den unbewegten Körper Maris, nickte dann und hob die 15-Jährige über die Schulter. „Schöne Träume“, murmelte er, streckte seine Hand in den Himmel. Es musste ein ausgemachtes Geheimsignal gewesen sein, denn sogleich verschwanden die restlichen Banditen von ihren erhöhten Plätzen, die zu Boden waren soweit bereits von Hei und Mari ausgeschaltet worden. Die grünen Augen des Mannes sahen noch einmal zum Lager – dann verschwand auch er von der Stelle. Und mit ihm die Hyuuga.
  6. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Es war wie in einem schlechten Buch, aber Hei konnte jetzt nachvollziehen, warum so viele Schriftsteller auf den Ausdruck 'in Trance sah er zu...' zurückgreifen musste. Das war allerdings nichts gutes in dieser Situation und noch weniger war es zu seiner Unterhaltung gut, sondern der Tatsumaki musste machtlos zusehen, wie Mari von dem komischen Kerl abtransportiert wurde, der sie in Kusa bedroht hatte. Verdammt! Verdammt!! Wieso war er hier? Wieso dieser Überfall und wieso nahm er Mari mit? Hei war beinahe Opfer einer Überreaktion geworden, aber in letzten Moment hielt er sich zurück und zwickte sich sogar in die Wange. Er durfte jetzt nicht komplett sinnlos hinterher hetzen, nur um selbst ein Opfer dieser Leute zu werden. Mari musste gerettet werden, nicht zuletzt, weil sie die beiden im Wald verschwundenen suchen musste. Aber eigentlich war das auch nur eine Ausrede für Hei; Er fühlte, dass sich ein furchtbares Schuldgefühl breit machte, weil er schon wieder zu spät gekommen war. Wie damals bei der ersten Mission... das konnte er so nicht stehen lassen. Er stand auf einem Karren und sah in die Richtung, in die die Banditen verschwunden waren, biss sich auf die Lippen und schloss kurz die Augen. Der Wüstensohn wusste, dass er nicht mehr so schwach war, wie damals... er würde die Hyuuga retten. Er vermutete, dass sie betäubt worden war. "Gut, jetzt darfst du beweisen, ob dein Verstand wirklich so gut funktioniert.", brummte er, sammelte sich und sprang in die Mitte des Lagers. "Hergehört! Alle, die noch leben, kommen her und bringen die Verletzten mit sich!" Während sich die Leute wieder trauten, unter den Wagen hervorzukriechen und sich zu zeigen, glühte der Kopf des Tatsumaki förmlich. Mari, Mei, Mei, Yami, Mari, Banditen, Kerl aus Kusa; Angriff während der Nacht, Mei und Yami verschwanden als hätten sie es gewusst; Mari entführt, allerdings mit der Information, dass der Kerl Hyuuga auf den Tod nicht ausstehen konnte. Der junge Mann konnte daraus nur ein einigermaßen sinnvolles Puzzle zusammensetzen: Mei und Yami hatten von dem Überfall gewusst, ihn vielleicht sogar in irgendeiner Form organisiert. Weiterhin war es nicht so ganz gekommen, wie es gewollt war: Der eigentliche Entführer hatte sich der Hyuuga bemächtigt, auch weil er wusste, dass sie eben das war, was sie war. Aber... wie passten die Banditen da rein? Hatte der Kerl etwa eigenmächtig beschlossen, den 'Plan' über den Haufen zu werfen? Was war das Motiv, dass die Banditen in das Gesamtbild passen ließ? Hei grübelte, aber da musste er schon wieder achtsam sein; Die Leute waren zusammengekommen. "Yami-sama. Was sollen wir jetzt tun? Sie haben Mei-dono entführt und die Hälfte von uns sind verletzt." Hei sah den Mann an, der sich unter den Wagen verkrochen hatte, und lächelte leicht. "Hört mir gut zu. Es ist wichtig, dass ihr genau das tut, was ich euch sage, denn sonst wird die ganze Unternehmung hier ins Nichts führen." Der Wüstensohn gab sich keine Mühe, besonders unterwürfig zu klingen - die Leute waren geschockt genug, dass sie es eh nicht mitbekamen. Und selbst wenn - es war egal. Es ging um Mari, jetzt gerade. "Als erstes: Wie viele von den Wachen leben noch?" "Alle.", antwortete einer. "Aber einer ist verletzt und muss sich verarzten lassen und sich ausruhen, ansonsten wird es sich verschlimmern." Gut... also hatte er in diesem Falle drei weitere Personen, auf die er zurückgreifen konnte. Er musste sich jetzt auf die Fähigkeiten der Leute verlassen. "Geht in die Richtung, in die die Banditen verschwunden sind. Seid besonders wachsam und kommt zurück, wenn ihr auch nur die Vermutung habt, wo sie hingegangen sind, um ihr Lager aufzuschlagen. Ich werde dann später dorthin gehen und... Herrin Mei zurückholen. Geht kein Risiko ein!" Mit einer Handbewegung schickte Hei die Männer los, die tatsächlich widerspruchslos gehorchten. Jetzt vertrauen diese Menschen darauf, dass er sie vor der Gefahr beschützte. Irgendwie. "Fahrt die Karren möglichst so, dass ihr noch geschützter seid. Die Zelte werden umfunktioniert, baut ein gesamtes, großes. Dort werden die Verwundeten behandelt, drei Leute stehen immer Wache, der Rest schläft, wenn alles andere erledigt ist. Die Leichen schafft außerhalb des Karrenkreises, um die können wir uns noch nicht kümmern." Der Tatsumaki leckte sich über die Lippen. Hörte sich nicht schön an, aber was sein musste, musste eben sein. "Hopp, hopp!", machte er und scheuchte die Leute durch die Gegend, während er selbst auf einem Karren stand, der bereits gut stand. Jetzt musste das Ganze wie eine geölte Maschine funktionieren... und er, der Ninjutsuka aus Suna, hatte noch einige Vorbereitungen zu treffen, um sicherzugehen, dass nach seiner dramatischen Rettungsaktion auch niemand mehr da war, der sie verfolgen würde. Er erklärte einem Mann, dass er bis zu einer Stunde wegsein konnte und schritt ein wenig in den Wald hinein - glücklicherweise war dort eine große Lichtung, die sich hervorragend eignete, um den Männern, die ihn höchstwahrscheinlich verfolgen würden, eine kleine Falle zu stellen... und obwohl die Sorge nach der Hyuuga an ihm nagte, machte er sich an die schwierige Aufgabe, den Boden und die Gegebenheiten optimal an seinen Plan anzupassen. Ein, zwei, drei Fingerzeichen, auf die er sich konzentrierte, während er sich damit abfand, dass die Hyuuga vermutlich jetzt von seinen Kräften erfahren würde. Nun... für sie würde er einiges machen, das verstand er mittlerweile. Auch riskieren, dass ein Auftrag in den Sand gesetzt wurde... wortwörtlich. Aber das musste die Hyuuga ja nicht unbedingt wissen. Wichtig war jetzt erst einmal, dass alles passte. Er holte seine Schriftrollen aus den Taschen und auch einen kleinen Bündel an Papieren, die für Explosionssiegel wie gemacht waren. "Gut... dann wollen wir mal...", murmelte er leise, während sein Kopf fiebrig weiterarbeitete.
    Zuletzt bearbeitet: 8. Apr. 2013
  7. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Dunkelheit umgab den Körper der Kunoichi, ein merkwürdig wohliges Gefühl, welches ihre Sinne betäubte. Schlief sie? Wohl eher, warum schlief sie?... Die Gedanken des Mädchens wollten nicht funktionieren, auch ihre Muskeln nicht arbeiten, sie bemerkte ausschließlich das Gefühl, dass sie irgendwo lag. Stimmen? Was waren das für Stimmen? Das Gehör schaltete sich wieder ein, zwar noch nicht zu voller Leistung fähig, doch gemurmelte Worte drangen bis in das Gehirn Maris vor, selbst wenn sie unfähig war, genaue Zusammenhänge daraus schließen zu können. Erneut sammelte die Hyuuga ihre Kraft – und ihre Finger begannen zu zucken. Wie in Trance hoben sich die Lider der 15-Jährigen, zuerst nur ein Stückchen. Sie sah verschwommen. Weder wusste sie, wo sie hier gelandet war, noch aus welchen Gründen. Eindeutig war es nicht das Anwesen ihrer Familie, der Boden war steinig, der Wind zog unsanft an ihr vorüber. Just in diesem Moment traf es Mari wie ein Schlag, sie riss ihre Augen auf. Der Kerl aus Kusa! Die Erinnerungen überfielen im rasanten Tempo das Hirn der Ge'nin, die Banditen, ihr Kaiten, der Fremde, der sie bedroht hatte. Doch was war danach passiert? Alles war nach Plan gelaufen, ein ordentlicher Schlag hatte gefehlt, danach wäre dieser Typ nicht einmal mehr fähig gewesen, zu atmen. Doch diese Taubheit, die ihren Körper übermannt hatte, bevor sie ihn hatte erreichen können. Mari biss die Zähne zusammen, musste sich kontrollieren, um nicht irgendetwas in ihrer Umgebung in seine Bestandteile zu zerschlagen. Sie musste betäubt worden sein, dieser verdammte Feigling. Nicht einmal zu einem anständigen Kampf war er fähig. Plötzlich riss sie ihren Kopf nach oben, war der Tatsumaki ebenfalls hier? Bei dem Versuch, aufzustehen, bemerkte die Braunhaarige erst, dass ihre Hände auf dem Rücken festgebunden worden waren. Tzz. Sie schaffte es auch so, sich in eine sitzende Position zu bringen – so viel Körperbeherrschung konnte sie dann mittlerweile doch ihr eigen nennen – und sah sich um. Nein, der junge Mann war nicht in Sicht. Beruhigt über diese Erkenntnis musste Mari ausatmen, zumindest war eine Person übrig, die sich um Mei und Yami kümmern konnte. Und er konnte sie sicher in Iwa abliefern und den Auftrag beenden, solange diese Banditen glaubten, mit der Hyuuga die echte Tochter des Händlers in Gefangennahme zu haben. Aber halt, war da nicht noch etwas? Mari erinnerte sich daran, was der Kerl aus Kusa ihr gesagt hatte. Offensichtlich war sie bei ihm als Angehörige ihres Clans enttarnt worden, nicht als Mei... dennoch hatte er sie mitgenommen. Was genau wurde hier eigentlich für ein Spiel gespielt?! Die Seelenspiegel Maris sahen sich um, sie wollte sich ein Bild machen, wo sie sich überhaupt befand. Das hier war.. eine Höhle. Sie befand sich in einem kleinen Hohlraum, sie vermochte es nicht zu sagen, ob dieser sich nun tief in irgendeinem der Berge befand, oder bereits um die Ecke der Ausgang wartete. Die Hyuuga war im Inbegriff, ihr Byakugan zurate zu ziehen – doch Schritte hallten von den Steinwänden zurück, drangen an das Ohr des Mädchens, die sofort aufhorchte. Am Eingang zu dem Hohlraum erschien der Kerl im Anzug, seine braunen Haare ordentlich zur Seite gestrichen, der Hut ruhte in einer Perfektion auf seinem Schädel, dass man nicht glaubte, er habe sich jemals selbst die Hände wirklich schmutzig machen müssen. Das Einzige, was dieses anständige Bild unterbrach, war die aufgeplatzte Lippe und die krumme Nase – Überreste von dem Schlag der 15-Jährigen? „Dornröschen ist aufgewacht?“ Er kam einige Schritte näher auf Mari zu, die mittlerweile in ihrer sitzenden Position an der Steinwand in ihrem Rücken lehnte. Sie schwieg, sicherte ihr nüchternes Gesicht und erwiderte den Blick des Mannes. Dieser hob mit seinem typischen Grinsen die Hände zu einer abwehrenden Geste. „Yare Yare, dieser Blick kann ja töten. Schenkt mir doch ein Lächeln, da seid Ihr schon so schön gekleidet.“ Er verbeugte sich gespielt, kam mit einer federnden Bewegung wieder zum Stehen. Die Hyuuga hingegen zuckte mit keiner Wimper, behielt den erwidernden Blick aufrecht. „Was soll das hier eigentlich werden?“ Sie hob das Kinn an, trotz der zurzeit wirklich nicht prickelnden Situation, versuchte das Mädchen immer noch, ihren Stolz zu präsentieren. Vielleicht auch, um die eigene Unsicherheit zu überspielen? „Was das hier werden soll? Ist das nicht offensichtlich, Mei-dono?“ Was das Gute daran war, an einer Felswand zu lehnen? Sie war rau, steinig und perfekt, um ein dünnes Seil, das die Hände verband, nach und nach aufscheuern zu lassen. Es hatte die Kunoichi nicht viel Zeit gekostet, die Handgelenke zu befreien, sie hatte nur auf den rechten Moment gewartet, um in die Offensive zu gehen. Der Plan war recht einfach, ein gezieltes Hakke Hasangeki und das Fleisch von diesem Kerl würde bei lebendigem Leibe zerfetzt werden. Sie verlor keine Worte mehr, sprang von ihrer sitzenden Position auf und konzentrierter mit nach vorne gerichteter Handfläche ihr Chakra – doch es passierte nichts. Verwundert über diese Tatsache, riss die Hyuuga ihre Augen weiter auf, doch der Fremde nutzte die Gelegenheit des Überraschungseffektes, umgriff das Handgelenk, zog sie mit einem kräftigen Ruck näher zu sich und rammte ihr das Knie in die Magengrube. Der Mund der 15-Jährigen öffnete sich zu einem stummen Schmerzensschrei, danach warf er den leichten Körper in einer einzigen Bewegung über die Schulter und schmetterte ihn auf den steinigen Boden zurück – wo er vorerst auch liegen blieb. „Aber, aber. Nicht so stürmisch.“ Das dreckige Grinsen in dem Gesicht des Mannes wurde breiter. „Na? Ist da irgendetwas nicht ganz nach Plan gelaufen? Es sind ja nur reine Spekulationen, aber es sah ganz so aus, als wolltest du ein wenig mit den ach so tollen Künsten deiner Familie um dich werfen.“ Er lies das Handgelenk Maris los, die eines ihrer Augen öffnete und Husten musste. „Sieht ganz so aus, als hätte dieses Betäubungsmittel mehr gemacht, als dich nur ins Reich der Träume zu schicken, hm? Die weißen Augen lassen darauf deuten.“
  8. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Hei stand in der Luft, den Mond im Rücken, und sah auf das Lager der Banditen herab. Offensichtlich war dort Mari hinverschleppt worden - und jetzt musste er sie da irgendwie rausholen. Möglichst so, dass er seinen Plan umsetzen konnte... das hatte ja vorerst höhste Priorität. Aber da gerade dieser seltsame Entführer da war, konnte Hei noch einmal seine Gedanken auf den Plan und auf die Dinge, die darum geschehen waren, richten. Während er seine Vorbereitungen abgeschlossen hatte, waren die Menschen im Lager fleißig gewesen und hatten einen robusten Unterschlupf geschaffen, in dem sie die Verwundeten notverarzten konnten. Entsprechend gab es relativ wenig Opfer, allgemein - nur eben die, die schon tot gewesen waren, nachdem der Angriff vorbei gewesen war, konnten nicht mehr gerettet werden. Das war ein Vorteil - so würden sie die Reise notfalls jederzeit weiterführen können, wenn auch ein wenig langsamer als vorher. Als der Tatsumaki zurückgekommen war, begrüßten ihn schon die Ersten und fragten nach Befehlen oder Wüsnchen, aber er hatte abgewinkt - es war jetzt nicht mehr die Zeit, sich zu entspannen. Logisch. Viel wichtiger war, dass die Menschen vom Tross auch ihren benötigten Schlaf bekamen, ansonsten würden sie hier nie mehr wegkommen. Aber als die Wachen zurückkamen - erst zwei, dann der letzte - musste der junge Mann diese noch einmal verhören. Sie sagten, sie hätten etwas gefunden, hunderte Meter entfernt - ins Landesinnere hinein. Es war noch felsigeres Gebiet und wenig sinnvoll für Hei, dort zu kämpfen - das war ihm klar. Also war es gut gewesen, seine Vorbereitungen zu treffen, ansonsten wäre es schwer gewesen, diesen Kerl außer Gefecht zu setzen. Die Wachen hatten das angebliche Lager der Banditen ausgemacht und erklärten sich nach kurzer Rücksprache auch bereit, ihm behilflich zu sein, 'Mei-dono' aus ihrer Patsche zu helfen. Sie waren treue, mutige, gut ausgebildete Männer - zum Glück war der Vater von Mei was das anging sich nicht zu billig gewesen. Nachdenklich ließ sich der junge Mann jetzt, der eben noch mit wehenden Haaren auf seiner Sandwolke gestanden hatte, nieder in einen Schneidersitz und übte sich in Geduld, während das Chakra durch den Flug hundert Meter über dem Erdboden förmlich aus ihm heraus floss. Nun, nicht unbedingt ein Problem, Hei hatte noch genug Reserven, um Stunden in der Luft zu bleiben - aber man sollte es ja nicht überstrapazieren. Auf dem Flug und bei der Suche nach dem besagten Lager - es waren zugegebenermaßen wenig Banditen übrig, die sich offensichtlich aber erfreuten, weil durch ihre toten Kameraden mehr an Entlohnung für sie abfiel... was für ein Abschaum... - war sich Hei klargeworden, was er von Mari wollte, jedenfalls in irgendeiner Weise. Es war bezeichnend, dass er nicht einmal daran denken konnte, die Mission weiterzuführen, ohne die Hyuuga aus den sprichwörtlichen Fängen dieses Mannes zu befreien. Völlig undenkbar. Hei schmunzelte leicht, während seine hellen Augen weiterhin beobachten, was dort vor sich ging. Durch sein Äußeres war die Wahrscheinlichkeit praktisch gleich null, dass ihn jemand sah, weshalb er sich darum keine Sorgen machen musste. Also: er hatte nicht vor, einfach weiterzumachen, und das Mädchen hierzulassen. Das war ihm auf seiner ersten Mission sauer aufgestoßen und jetzt wollte er sich so auch irgendwie wieder selbst ins Reine bringen. Abgesehen davon spürte er eben, dass er Mari nicht einmal, wenn er es gewollt hätte, alleine lassen konnte.

    Ein leises Lachen. Wahrscheinlich war er ein wirklich schlechter Shinobi, oder? Mari hätte wahrscheinlich weitergemacht. Erst die Mission, dann der Mensch, der sie ausführte, das war ja bisher immer ihre Devise gewesen. Aber der Wüstensohn dachte nicht einmal im Entferntesten daran, diese Haltung auch anzunehmen und flog ein kleines Stückchen tiefer, ein wenig nach Westen, um mit dem dunklen Nachthimmel zu verschmelzen. Die 'unwichtigen' Personen, die Räuber, brieten sich irgendein Wild über einen großen Feuer und feierten den gelungenen Feldzug. Idioten. Glaubten die wirklich, er würde nicht hinterherkommen, nur weil sie ein paar Kilometer entfernt ein 'Versteck' hatten? Von oben war das Ganze zu einfach einzusehen. Nachdenklich schloss der Tatsumaki die Augen, fühlte, wo sich seine zwei Doppelgänger gerade aufhielten. Ah, wunderbar; Genau vor dem Lager. Wenn es soweit war, würden sie die Banditen ablenken, zusammen mit den drei verbliebenen Wachen. Hei hatte sie nicht in Gefahr bringen wollen, aber er alleine konnte auch keinen offensichtlich starken Mann (der sich vielleicht sogar mit Shinobi-Techniken auskannte) und einen Haufen schlecht bewaffneter, aber kampferfahrener Männer aufnehmen. Seufzend dachte Hei an Zuhause. Die Wüste war so schön übersichtlich und voll mit Sand... das war hier sein Hauptproblem. Der Sand, den er vorhin erschaffen hatte, war zum einen Teil für die Bunshins, zum anderen aber auch für seine Vorbereitungen draufgegangen. Der Sand, den er als Wolke benutzte, war ausnahmslos sein eigener; Das war weitaus effizienter. Und einfacher. Der Tatsumaki atmete tief durch, damit er nicht unruhig wurde. Er wollte da jetzt sofort rein, Mari retten, wieder raus, die Kerle erledigen, zum Tross, schlafen, und Mission weitermachen. Aber er musste sich beruhigen und warten. Auf den einen, günstigen Augenblick. Den er sich zum Teil selbst erschaffen, andererseits aber auch abwarten musste. Der Wüstensohn knirschte mit den Zähnen. Wenn er stärker wäre, müsste er nicht so rumschleichen... Was Mari wohl gerade durchmachen musste?
  9. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Weiße Augen? Hätte Mari nicht gerade eben einen ziemlich heftigen Schlag einstecken müssen, wäre sie aufgesprungen, anstatt untätig am Boden zu liegen. Und sie hätte überprüft, was der Kerl mit seiner Aussage meinte. Das Problem dabei war allerdings, dass das Mädchen gerade nichts von ihrem Chakra spüren, es weder konzentrieren noch sammeln konnte. Somit fielen nicht nur ihre Jutsu und somit so ziemlich alle ihre Angriffe flach, sie konnte auch nicht mehr kontrollieren, ob das Henge – welches ihre Seelenspiegel in einem strahlenden Grün hatten erleuchten lassen – noch immer aufrechterhalten worden war. So wie der Mann sprach... zweifelte die Hyuuga jedoch daran. „Verstehst du es langsam? Ich muss sagen, es ist ein wirklich wirksames Mittelchen.“ Er breitete seine Arme aus, zeigte seine Zähne. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, in welch einer Zahl dieses Mittel während der Kriege in Kusa eingesetzt worden ist. Um Gefangene zu machen, die sich nicht mehr wehren können. Um sie auszuquetschen und danach problemlos beseitigen zu können. Eine wahrhaft atemberaubende Erfindung.“ Seine Hände behielt er einen Augenblick in der Position, sah nach unten auf die Braunhaarige – die nicht mehr als einen abwertenden Blick für diese Erklärung übrig hatte und schwieg. Nicht hustete, sich nicht verkrampfte, einfach nur still dort lag. Es war zum Haareraufen. Nicht nur, dass ihr Körper ihr noch nicht in voller Leistung gehorchte, dieser Typ hatte auch noch recht – es war ein verdammt wirksames Mittel, welches ihr eingeflößt worden war und zumindest vom Gefühl her ihr Chakra irgendwo im Nirwana hatte verschwinden lassen. Und es graute ihr davor zu erfahren, wie lange es wirkte. Ob es überhaupt wieder aufhörte zu wirken? Maris Vater hatte schon von so einigen Geschichten von Kriegswaffen erzählt, nach denen ein Shinobi danach für immer kampfuntauglich gemacht worden war. Wie wahrscheinlich war es, dass dieser Fremde an solch ein Medikament herangekommen war? Mit einer Geschwindigkeit, der Mari in ihrem aktuellen Zustand nicht folgen konnte, traf sie ein Tritt in der Seite. Es kostete Selbstbeherrschung, nicht irgendwelche Laute von sich zu geben. „Hmm? Immer noch zu stolz, um auf meine Aussagen zu antworten?!“ Er setzte zu einem weiteren Tritt an, wurde in diesem Vorhaben jedoch von einer hinzugekommenen Stimme unterbrochen. Die 15-Jährige hob ihre Lider mit aller Kraft wieder an, brauchte einen Moment, um klar sehen zu können. Laut der Kleidung musste dies in jedem Falle einer der Banditen sein, etwas mehr bewaffnet als der Rest, auch ein wenig kräftiger. Allem Anschein nach kein gewöhnlicher Gauner, vielleicht der Anführer? Der in irgendeiner Weise mit diesem Irren, der Mari hier festhielt, zusammenarbeitete? „Shuji, verdammt. Du hast mir immer noch nicht gesagt, was wir mit dieser verdammten Niete anfangen sollen!“ Mit dem Breitschwert in seinen Händen deutete er auf die verschandelte Hyuuga am Boden. Ihre hochgesteckte Frisur war nicht mehr glanzvoll, hing zum Großteil in dicken Strähnen aus den stramm drapierten Haaren, völlig durcheinander. Der edle Kimono war nicht nur dreckig, sondern wies einige Risse an den Enden auf. Nein, die ehrenwerte Mei-dono hätte sich so wahrscheinlich niemals blicken lassen. „Als du hier angekommen gesehen hast, dass sie weiße Augen besitzt, hätten wir uns gleich auf die Suche nach der echten Mei machen müssen! Die Anderen denken noch immer, wir hätten den großen Fang gemacht, während dieser in Wirklichkeit wahrscheinlich fast in Iwa angekommen ist!“ Der blonde Bandit sah auf Mari herab, musterte sie, sammelte unter einem unschönen Geräusch das nötige Material in seinem Mund und spuckte vor dem Mädchen aus. Er zog sein Schwert zurück, steckte es ein und fixierte sich nun vollends auf den Kerl – der anscheinend Shuji hieß. Dieser atmete schwer aus, vollendete nun endlich den Tritt, den er vor dem Erscheinen des Banditen hatte ausführen wollen und während die Hyuuga sich gerade von diesem Schlag hatte erholen wollen, griff er sie plötzlich am Hals, hievte sie nach oben und drückte sie gegen die steinige Wand. Die Braunhaarige war ohnehin nicht die größte, daher war es nicht schwer für den Mann, sie ein Stückchen höher zu halten, wodurch ihr ein fester Stand vorenthalten blieb. „Niete? Du bist ein verdammter Narr!“ Der Griff um den Hals der Kunoichi wurde ein Stück fester, ihr Mund öffnete sich zu einer stummen Erwiderung. „Diese Augen bedeuten das echte Gold. Hast du eine Ahnung, was dieser verdreckte Clan für ein Vermögen bezahlt, um das Mädchen hier wiederzubekommen? Nur wegen dieser Augen.“ Er strich die Strähnen, die Mari in die Stirn gefallen waren, zur Seite. Tippte dann mit der freien Hand darauf. „Siehst du das? Kein Siegel. Das bedeutet, diese schönen Augen sind auch nach dem Tod der Kleinen noch zu gebrauchen – es ist also sogar völlig egal, was wir mit ihr anstellen. Es geht nur um ihren Körper, nur er wird dem Clan wichtig sein.“ Hörte sich wirklich bitter an, es so auszusprechen, doch so ungern Mari dies auch zugegeben hätte – auch in diesem Punkt log der Fremde nicht. Das Byakugan war das größte Geheimnis der Hyuuga, selbst wenn der Besitzer bereits verstorben war, würden die Ältesten des Clans ein Vermögen aufbringen, wenn dessen Geheimnis somit weiterhin geschützt werden könnte. Just in diesem Augenblick bildete sich wieder dieses dreckige Grinsen in den Zügen Shujis. „Da kommt mir doch glatt eine Idee, die noch grandioser ist...“ Er verfiel in seine Gedanken, der anwesende blonde Bandit hatte die Arme verschränkt. Er dachte wohl darüber nach, was ihm gerade gesagt worden war, grinste schlussendlich ebenfalls. „Gut. Beim Profitdenken warst du noch nie zu schlagen. Reiche Gören wie Mei gibt es noch zu genüge. Allerdings solltest du der restlichen Gruppe dann gefälligst von dem neuen Plan erzählen, sie sind schließlich bereits am feiern.“ Er hatte die letzten Worte nicht mehr gehört, die Shuji von sich gegeben hatte – vielleicht hatte er sie auch bewusst überhört – jedenfalls wandte er sich um und bedeutete mit ein paar letzten Worten, dass Shuji es ihm gefälligst gleichtun sollte. Als er verschwunden war, wurde Mari erneut gegen die Steinwand gestoßen. Sie war zuerst benommen, dann riss jedoch die Augen auf, als sie bemerkte, dass die Finger des Kerls immer näher kamen. „Wenn der Clan schon solch ein Vermögen für ein funktionierendes Byakugan ausgeben würde... wie sieht es dann erst mit einem anderen Land aus? Wenn wir es beispielsweise an Soragakure verkaufen.“ Der Blick Shujis wechselte nach und nach in das eines völlig Irren, das Grinsen unterstützte dies und tatsächlich landeten seine Finger um das rechte Auge der Braunhaarigen. Sie drückten sich tiefer hinein, während Mari handlungsunfähig an die Wand gepresst wurde. Wenn es einen Augenblick im Leben der 15-Jährigen gab, in dem sie das pure Entsetzen gemischt mit völligem Schock erlebt hatte, dann war es genauer dieser, in der ein völlig Irrer dabei war, ihr ihre Augen zu stehlen – bis ein Raunen und Ausrufe außerhalb der Höhle ertönten und Shuji stoppten. Die bereits recht tief gedrungene Hand wurde zurückgezogen, der Hals Maris freigegeben, wodurch sie in sich zusammenfiel und auf dem Boden in einem Hustenreiz erging. „Verdammt, haben die denn gar keine Geduld?!“ Shuji holte mit dem Fuß aus und trat auf den vor ihm liegenden Arm Maris, was ein unschönes Geräusch verursachte und dieser einen pochenden Schmerz durch das Gehirn jagte. „Du bleibst hier. Ach was, selbst wenn du es versuchen würdest – viel weiter als vor die Höhle würdest du ohnehin nicht kommen.“ Der Mann richtete seinen Hut, strich sich über den Anzug – und verließ ebenfalls den Hohlraum. Die Braunhaarige für ihren Teil lag weiterhin auf dem Boden, kämpfte mit ihrem Husten, den Schmerzen aus ihrem Arm und vor allen Dingen mit dem Entsetzten, ein paar verfluchte Finger in ihrer Augenhöhle gehabt zu haben. Oft genug, bereits als kleines Kind, hatte sie Geschichten gehört, dass es schon versuchte Diebstähle aufgrund des Kekkei Genkais ihrer Familie gegeben hatte. Horrorgeschichten waren es gewesen, die von Raubfällen bei lebendigem Leib berichtet hatten. Hätte dieser Shuji es wirklich durchgezogen? Mit der unverletzten rechten Hand tastete Mari ihr geschlossenes Auge ab. Sie wollte es nicht wissen, es hatte ihr gereicht, diesem Horror begegnet zu sein. Wieder biss sie die Zähne zusammen, sie musste verdammt noch mal versuchen, hier herauszukommen. Aber wie? Ihr Chakra arbeitete nicht, die betäubende Wirkung des Medikamentes war noch nicht vollkommen verzogen und hinzukommend hatte der Kerl sie zugerichtet, dass sie nicht einmal ohne Schmerzen aufstehen konnte. Vor der Höhle wartete neben besagtem Shuji noch die restliche Bande an Gaunern. Es sah wirklich nicht gut aus, die Hyuuga musste sich etwas überlegen. Auf Hilfe von Seiten Heis wollte sie weder hoffen, noch sich darauf verlassen. Der Auftrag stand schließlich noch aus und in Iwa waren sie so schnell sicherlich nicht angekommen, geschweige denn er hatte in dieser Zeit die Strecke zurück zu diesem Versteck zurückgelegt. Die Ge'nin schloss die Augen, ihr Hirn ratterte. Aber ohne jedwede Technik und Chakrakontrolle wollte ihr keine Lösung einfallen.
  10. Tatsumaki Hei

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    Zum Glück für den Tatsumaki dauerte es nicht lange, bis die Situation eintrat, auf die er gewartet hatte; Am Eingang dieser kleinen Einbuchtung im Felsen zeigte sich ein Mensch, der auf die Entfernung sehr ähnlich dem Mann sah, der Mari entführt hatte. Oder jedenfalls war es vielleicht der Anführer der Banditen. Jedenfalls hieß das, dass dort die Hyuuga versteckt sien musste; Und dass er jetzt nur noch eine Aufruhr starten musste. Seine Bunshin würden ihm sicherlich gute Hilfe leisten. Gut... das war schon einmal ein guter Anfang, jedenfalls theoretisch. Jetzt musste nur noch alle so laufen, wie er es geplant hatte. Hei war natürlich nicht unvorsichtig und hatte sich durchaus einen Plan B zurechtgelegt, aber die waren alle eher... theoretischer Natur, weshalb schwer auszuführen. Der junge Mann seufzte leise, strich sich die langen schwarzen Haare aus dem Gesicht, holte aus eine Tasche ein schwarzes Band, dünn und fest, um seine Haarpracht ein wenig zu bändigen; Aus dem wild herumflatternden Haarschopf wurd ein gebändigter, fester Zopf, mit dem sich weitaus weniger anfangen ließ als sonst. Nur dass er dieses Mal vermutlich keinen Idioten damit einen Peitschenhieb würde verpassen können. Der Tatsumaki beendete sein Werk, erhob sich wieder aus seiner sitzenden Position. Jetzt galt es wohl, seine erste Situation zu bewältigen, in der er wirklich etwas leisten musste. Der Wüstensohn atmete einen Moment durch, konzentrierte sich; Das war kein Spaß mehr, sondern bitterer Ernst. Hoffentlich hatte er nichts falsch gemacht; hoffentlich nichts falsch geplant oder gar falsch eingeschätzt. Das wäre vermutlich so eine Art Super-GAU, und er hatte wenig Lust der Dorfleitung und den Hyuugas erklären zu müssen, warum nicht nur ein sehr versprechender Sprössling und Genin des Dorfes verschwunden oder getötet worden war, sondern auch noch seine Auge geklaut war. Und was der Vater von Mari mit ihm anstellen würde, wollte er schon einmal überhaupt nicht wissen... außerdem war da noch diese Sache mit seinem Gewissen. Mari war im Prinzip gefangen genommen worden, weil er nicht schnell genug gewesen war, um sie zu unterstützen. Immerhin gehörte zu diesem Team nicht nur sie, sondern auch er. Der junge Mann kniff sich in die Wange, achtete wieder auf die Realität und gab seinen Sanddoppelgängern den Befehl, sich zu zeigen und Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die braunen Zwillinge von Hei marschierten wie auf Befehl, ein arrogantes Lächeln auf dem Gesicht, zum Lager - natürlich im Schatten gedeckt von den Wachen, die sich aber noch versteckt hielten. Der erste Bunshin ballerte ein Sandgeschoss in das Feuer, welches die Banditen angezündet hatten, und so wurde es schlagartig dunkler; Nur noch die Fackeln, die das Lager rindsum einschlossen, gewährten noch Licht. Hei grinste. Es hatte sich gelohnt, den Bunshins ein wenig mehr Masse mit auf den Weg zu Geben. Die Banditen reagierten prompt, zogen ihre Waffen und stießen bedrohliche, aber auch erstaunte Ausrufe aus. Sie waren vermutlich nicht gewohnt, Sand zu bekämpfen. Aber das konnte ihnen ja niemand vorwerfen, wohnten sie hier zwischen Berg und Baum; Sand war da etwas, was einen Fremdkörper darstellte. Hei schloss ein Fingerzeichen, und der Sand unter seinen Füßen verwandelte sich in eine Art fließende Plattform, nicht mehr die etwas behäbige Wolke. So würde er aerodynamischer sein; Ein Vorteil, logischerweise. Der Tatsumaki kniff die Augen zusammen, während er immer tiefer sank, aber eher in Richtung des Berges abdriftete. Die Banditen schienen auf Befehle zu warten... denn die Bunshins hatten in dem Sinne noch nichts getan. Auch logisch, gehörte natürlich zum Plan; Er wollte erst einmal jeden von der Hyuuga weghaben. Vor allen Dingen, weil auch die Bunshins noch eine... Überraschung auf Lager haben, die sich gewaschen hatte.

    Endlich! Hei, der mittlerweile über der anderen Seite des Lagers schwebte, nickte zufrieden. Der Kerl stürmte endlich aus der Höhle heraus, und würde vermutlich jeden Moment seine Bunshins in den Boden stampfen. So schwer war das zugegebenermaßen auch nicht, aber Hei würde die Lunte eh bald anzünden. Jetzt gab es nur noch eine einzige Sache zu tun; er flog so nah an das Lager heran, wie es möglich war, ließ seinen Sand ein Stück Papier umschließen, den er nach unten in die Höhle schickte, wo er Mari vermutete. Wenn sie den Zettel lesen würde, würde sie wissen, was sie zu tun hatte... wenn das nicht funktionierte, würde der Tatsumaki eben mit brutalster Gewalt vorgehen müssen. Auch dafür war er vorbereitet, aber erst einmal machten sich die Sandkörner auf den Weg, den Zettel zu überbringen... währenddessen waren schon Kampfgeräusche zu hören. Die menschlichen Kämpfer taten ihr Bestes, die Banditen in Schach zu halten und die Suna-Bunshins noch zu beschützen, aber langsam wurden sie zurückgedrängt und konnten die sandigen Doppelgänger nicht mehr vor den Angriffen beschützen. Schwerter konnte den Sanddoppelgängern zum Glück nicht viel Schaden zufügen, aber schon folgte der Mann, der Mari erledigt hatte, auf den Fuß. Mittlerweile sollte der Zettel bei Mari angekommen sein, auf dem stand: Wenn du die Explosionen hörst, versuche aus der Höhle zu kommen und strecke einen Arm in die Luft. Hei. Der junge Mann hoffte wirklich, dass ihm die Hyuuga vertraute, ansonsten würde das Ganze furchtbar schief gehen. Jetzt wurde es aber höchste Zeit. Wieder ein schnelles Handzeichen, und die Suna-Bunshins gingen förmlich in Flammen auf. Der Sand fiel zu Boden, das Jutsu löste sich auf, und die etlichen in deren Körpern verborgenen Explosionssiegel kamen zum Vorschein. "Jibaku Fuda: Kassei!" Hei hatte sich Mühe gegeben, sogar entgegen seiner Gewohnheit relativ schön geschrieben. Jetzt traten die beiden Bunshins in zwei gewaltigen Explosionen, durch nicht weniger als dreißig Explosionstags, die direkt hintereinander gezündet worden waren, ab und hinterließen so eine Chance für die Wächter, zu entkommen. Und für Mari das Signal, zu handeln.
  11. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Die folgenden Momente erschienen der Hyuuga wie eine Ewigkeit. Sie lag noch immer auf dem Rücken, hatte es aufgeben, ihren linken Arm bewegen zu wollen. Der fiel für die kommende Zeit wohl aus, was wirklich unvorteilhaft war, bedachte man, in was für einer Lage das Mädchen sich gerade befand. Dieser Irre von Shuji hatte den Hohlraum, in dem sich Mari befand, zwar verlassen, doch seine Gier, ihr ihre Augen zu stehlen – wie absurd es sich einfach anhörte – war noch immer vorhanden. Und es war keine Frage, dass er früher oder später wiederkommen würde, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Bis es dazu kam, musste das Hirn der Kunoichi etwas ausgebrütet haben, irgendetwas und vor allem musste sie es bis dahin geschafft haben, sich wieder aufzurichten. Die weißen Augen der Hyuuga waren geschlossen, der rechte Arm wie zum Schutze darüber gelegt. Es war ein Versuch, sich für die Überlegungen von den Geschehnissen um sich herum abzuschirmen, um somit Klarheit zu schaffen. Zumindest hatte Mari sich inzwischen einigermaßen von dem Schock, ein paar dreckige Finger in der Augenhöhle gehabt zu haben, erholt. Auch wenn sie hiervon – sollte ihr eine solche Gelegenheit noch gegeben werden – mit Sicherheit noch den ein oder anderen Alptraum haben würde. Dann drangen die Geräusche von aufeinanderprallendem Metall an das Ohr der Braunhaarigen, die überrascht zuckte, danach ruhig liegenblieb und erneut lauschte. Wieder. Es hörte sich nach einem Kampf an – aber was, warum und vor allem.. wer kämpfte da? Hatte es einen Zwist zwischen Shuji und dem Anführer der Banditen gegeben? War die Gruppe doch unzufrieden mit dem neuen Plan, den Körper der Hyuuga an ihren Clan oder gar Soragakure zu verkaufen? Mari löste den Arm von ihren Augen, die Lider hoben sich an, enthüllten das inaktive Byakugan. Verdammt, wenn sie ihr Kekkei Genkai einsetzen könnte, würde es eine Sekunde dauern, um Klarheit zu bekommen. Doch bei dem Versuch, ihr Chakra zu konzentrieren, griff die Ge'nin erneut ins Leere. Sie spürte ihren Chakrafluss nicht mehr, genau das gleiche Problem wie vor ein paar Minuten. Die Geräusche des Kampfes wurden lauter, das Mädchen biss die Zähne zusammen. Vielleicht war dies eine Gelegenheit, um eine Flucht zu starten. Die einzige, die es so schnell noch geben würde – viel zu verlieren hatte sie wirklich nicht mehr. Sie bewegte sich, wollte aufstehen, doch ein pochender Schmerz, der ihr ins Gehirn gejagt wurde, erinnerte sie daran, wie es um ihren linken Arm und an sich den ganzen Körper bestellt war. Die Atmung wurde schmaler, die Augen ein Stück zusammengezogen, als die rechte Hand sich Halt an der Steinwand suchte, festhielt und unter zusammengepressten Lippen den Körper der Hyuuga in eine sitzende Position zog. Gut, der erste Schritt geschafft. Als sich die Lider Maris erneut hoben, sie sich gar zu einem zufriedenen Grinsen hinreißen konnte, wurde dieses schlagartig unterbrochen, als sie einen Zettel bemerkte, der vor ihr auf den Boden fiel. Wo kam der her? Zuerst inspizierte die Braunhaarige das Stück Papier skeptisch, griff dann zaghaft mit der unverletzten Hand danach, wobei ihr ein paar wenige kleine Steinchen auffielen, die aus dem zusammengefalteten Zettel rutschten. Sandkörner? Hei... Die weißen Äuglein lasen die Unterschrift und ließen den Namen noch einen Augenblick in der Gedankenwelt widerhallen. Just in diesem Moment nahm Mari wieder die Geräusche des Kampfes wahr, war der Suna-Nin verantwortlich hierfür? Aber was zum Teufel tat er hier, wer kümmerte sich um Mei und Yami? Ein ungläubiges Lächeln zog sich über die Lippen der Ge'nin, die den Zettel wieder faltete, die Augen schloss. War es die Erleichterung, nicht völlig im Stich gelassen worden zu sein, die gerade den Körper der Hyuuga überflutete? Es fühlte sich leichter an.. zu wissen, nicht mehr vollkommen auf sich alleine gestellt eine Lösung für dieses Problem finden zu müssen. War Mari dabei nicht die Art Mensch gewesen, die stets Schwierigkeiten damit gehabt hatte, sich helfen zu lassen? Die unverletzte rechte Hand ballte sich zur Faust, die Augen öffneten sich wieder. Es blieb der Kunoichi gar nichts anderes übrig, als dem Schwarzhaarigen vollends zu vertrauen, er war ein kluges Köpfchen, er hatte sich sicherlich etwas überlegt. Aber von was für Explosionen sprach er bitte?!

    Der daraufhin ertönende Lärm, der unverkennbar eine Detonation ersten Grades war, dröhnte auch noch innerhalb der Höhle in verstärkter Lautstärke und wie auf Befehl rieselten einige Steinchen und ähnlicher Dreck von der Höhlendecke. Leider hatte Mari sich aus Reflex nur ein Ohr zuhalten können – ein Arm war noch immer verletzt – weshalb sie die Explosion in vollem Umfang mitanhören hatte müssen. Hiervon hatte der Tatsumaki gesprochen. Ohne weitere Überlegungen darüber anzustellen, was nun eigentlich alles außerhalb des Höhleneingangs geschah, konzentrierte sich die Hyuuga darauf, den Anweisung Heis nachzukommen. Die rechte Hand griff sich erneut in der steinigen Wand fest und mit angehaltener Luft hievte sich die 15-Jährige auf ihre gesunden Beine. Der linke Arm hing schlaff an ihrer Seite herab, machte weiterhin mit Schmerzen auf sich aufmerksam, doch dies schob Mari nun in den Hintergrund ihrer Gedanken. Es gab wichtigeres und damit, dass sie aufgestanden war, hatte sie den schwersten Teil bewältigt. Sie wollte keine Zeit verlieren, sondern setzte sofort ein Bein vor das andere, hielt sich vorerst noch an der Steinwand fest, um somit ein schnelleres vorankommen zu sichern. Ihr Gang war bei Weitem nicht mehr so sicher und elegant, wie man es für üblich von der Braunhaarigen gewohnt war, dies bemerkte auch die Hyuuga selbst bei dieser Gelegenheit. Sie versuchte zu ignorieren, dass es gegen ihre Privilegien verstieß, sich so angeschlagen und offensichtlich geschwächt zu zeigen, ihr Stolz musste heute eben einmal heruntergeschraubt werden, wenn sie Heil aus der Geschichte herauskommen wollte. Schnell machte sich bemerkbar, dass die Höhle wirklich nicht mehr als ein Hohlraum in einem der Berge gewesen war, kaum war die angeschlagene Kunoichi um eine Ecke gebogen, traf sie der kühle Hauch des wehenden Windes und sie konnte den Mond am dunklen Himmel erkennen. Nun löste sich Mari von ihrem sicheren Halt an der Wand, vollführte zuerst einen Gleichgewicht suchenden Schritt, nickte innerlich, als sie jenen gefunden hatte. Die letzten Schritte wurden zielsicher vollführt und mit einem Seitenblick erkannte sie das völlig zerstörte Lager, das wohl durch die gehörte Explosion in seine Einzelteile zerlegt worden war. Noch ehe die Braunhaarige sich gestattete, nach irgendeinem Shuji zu sehen, der sie gleich von irgendeiner Seite aus zurück ins Nirwana schicken würde, hob sie ihren rechten Arm in die Höhe, während der übriggebliebene kraftlos an ihrer Seite hingen blieb. Was der Tatsumaki wohl jetzt machen würde?
  12. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Jetzt galt es, Ruhe zu bewahren und sich zu konzentrieren. Als die Bunshins in einer Explosion, die sich sehen lassen konnte, hochgingen, wurden einige Banditen weggeschleudert und eine Staubwolke erhob sich. Das sorgte sichtlich für Verwirrung, und der Tatsumaki konnte den Entführer Maris ausmachen, wie er sich umsah und vermutlich nach weiteren Angreifern suchte. Aber er fand nichts; Genauso hatte Hei es auch geplant. Guter Anfang, wenn alles so lief, wie man es gewollt hatte. Einen Moment später krüppelte Mari auch schon aus der Höhle, offensichtlich verletzt und nicht fähig, große Aktionen zu unternehmen. Was sie ihr wohl angetan hatten? Der junge Mann hätte sich nicht verzeihen können, wenn es bleibende Schäden gewesen wären, aber erstmal war das Leben der Taijutsuka wichtiger als irgendetwas anderes. Mit dem höchsten ihm möglichen Tempo rauschte der Tatsumaki heran, als die junge Frau die Hand in die Luft streckte. Sehr gut, die Nachricht hatte sie also erreicht. Problematisch war, dass der Entführer Hei jetzt offensichtlich doch bemerkte und zu Mari rannte, wohl um sie wieder zurück in die Höhle zu befördern. Ohne es groß dramatisch zu beschreiben: Hei war schneller - um einige Meter nur - griff sich im Vorbeiflug die Hand der Hyuuga und vertraute darauf, dass sie durchtrainiert genug war, um von dem Ruck nicht irgendwas abgerissen zu bekommen. Sofort stieg der Tatsumaki einige Meter in die Luft auf, rupfte Mari nach oben auf seine Wolke und rauschte ohne Erklärung ab - verfolgt von Shuji, der verdammt schnell war. Hei strengte sich noch ein wenig mehr an, flog ein Stück höher, so, dass jetzt das komplette Panorama ohne Probleme sichtbar war und der Verfolger sie sicherlich nicht mehr erreichen konnte. Der Mann hatte wohl an die Überlebenden Banditen Anweisung gegeben, auch zu folgen, nur waren sie natürlich nicht schnell genug - sie fielen weit zurück, der Mann jedoch war nur unwesentlich langsamer als Hei auf seiner Wolke und würde sie auch auf lange Sicht wahrscheinlich nicht aus den Augen verlieren. Der junge Mann knirschte mit den Zähnen - wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn er ihn einfach hätte abhängen können. So musste er noch einmal einen Zahn zulegen. "Halt dich fest.", brummte er der Hyuuga zu, verjüngte seine Wolke zu einem Brett-artigem Gebilde, was zuließ, dass er noch ein wenig schneller flog. Bald da... bald war er an der Stelle angekommen, an der er seine kleine Überraschung für die Banditen/Entführer vorbereitet hatte. Während er auf dem Weg war, schielte er ab und zu zu der lädierten Hyuuga hinüber. Ihr einer Arm hing ziemlich nutzlos an ihrer Seite herunter, den anderen schien sie noch benutzen zu können. Aber auch um ihre Augen ließen seltsame Spuren erkennen, dass dort jemand am Werk gewesen war. Hei biss sich unauffällig auf die Unterlippe - und er hatte gewartet! Er hätte früher handeln sollen... gut, dass da noch alles in Ordnung war. Das war wirklich kurz vor knapp gewesen; Wenn es noch ein wenig weiter gegangen wäre, hätte spätestens Hyuuga Shirou ihm den Garaus gemacht. Und das wäre im Zweifel äußerst, äußerst unschön, vermutete er.

    Schließlich waren sie da. In einem eleganten Bogen machte Hei den Landeanflug, landete auf der Seite der Lichtung, auf der der Verfolger nicht auftauchen würde. "Ist sonst alles in Ordnung?", fragte der Wüstensohn seine braunhaarige Kollegin. Ihm war aufgefallen, dass sie nicht das Byakugan benutzt hatte... vielleicht lag das ja aber auch daran, dass sie ihre Kräfte schonte? "Ich werde mir den Arm später ansehen, wenn du erlaubst", bot er an, sah mit leicht hochgezogener Augenbraue zu, wie Mari - zwar standfest, aber lange nicht so elegant wie sonst - dastand und kratzte sich am Kopf. "Ich bin froh, dass du einigermaßen heil bist. Entschuldige, dass ich mich nicht um den Auftrag kümmern konnte... leider ist es wieder einmal so, dass ich ohne deine Fähigkeiten nicht weiterkomme... Ich erkläre es dir später." Und ich habe mir Sorgen gemacht. Das letzte dachte er natürlich nur, sagte es aber nicht. Das Mädchen sollte nicht den Eindruck gewinnen, es mangele ihm an Professionalität. Aber das Mädchen kannte ihn im Grunde gut genug, um zu merken, dass er erleichtert war, sie in einem Stück zu sehen. Sie hatten allerhöchstens noch eine halbe Minute, dann würde Shuji auftauchen und ihnen die Suppe versalzen. Etwas nervös leckte sich der Tatsumaki über die Lippen, nickte dann aber. "Überlass das hier jetzt bitte mir. Dafür musst du dich nicht anstrengen." Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf seinen Lippen, während er noch einen schnellen Blick auf ihren Arm warf, der ziemlich blau anlief. Unschön. Hoffentlich nicht gebrochen. Aber Hei war noch nicht versiert genug in Medizin, um das so einfach zu sehen. Aber nun... war die Zeit um. Shuji sprang auf die Lichtung, immer noch perfekt gekleidet, sogar der Hut saß. "Ihr seid weit gekommen, kleine Ratten. Aber ihr denkt doch nicht wirklich, dass ihr mir so einfach entkommen könnt?" Er lachte und verbeugte sich elegant. "Es wäre wirklich das Beste für dich, wenn du sie einfach herausgibst. Weißt du, die Droge macht sie nutzlos, aber ihre Augen... sind so wertvoll! Vielleicht kommen wir ja zu einer gemeinsamen Basis? Du rückst sie aus und bekommst einer der Augen." Der Mann zwinkerte Hei zu, der sich langsam von Mari zu Shuji umgedreht hatte. "Komm schon~ wer will diese Augen nicht?" Was für ein unwiderstehliches Angebot! Hei musste natürlich sofort zustimmen!... nicht. Der Wüstensohn fragte sich eher, ob sein Gegenüber es ernst meinte oder ob er Zeit schinden wollte, um die Banditen noch heranholen zu können. Möglich wäre es... und in schon einiger Entfernung konnte man hören, wie sich die Männer durch die Büsche schlugen. Auch höchstens noch ein paar Minuten... dann hätte er mehr als nur einen Gegner. Zehn, zwanzig vielleicht. Aber das war in der Form, in der er vorhatte, hier vorzugehen, egal. Wichtig war nur, dass der Hauptgefahrenfaktor, Shuji, ausgeschaltet wurde.
  13. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Shuji war im Anmarsch? Tja, war ja nicht so, als hätte Mari mit dieser Tatsache nicht gerechnet, doch da sie gegen den eventuellen Schlag des Mannes im Augenblick ohnehin nicht viel hätte unternehmen können, verzichtete sie darauf, sich auch nur näher in der Umgebung nach ihm umzusehen. Was sie hoffte? Moment, falscher Ausdruck. Wovon sie viel eher ausging, war, dass Hei auftauchen würde, noch etwas in die Luft jagte oder meinetwegen auch nur irgendeine Falle aktivierte, damit dieser Plan doch noch aufging. Ihre rechte Hand wurde gen Himmel gehoben, die lädierten Augen sahen starr nach vorne – einen stoischen Gesichtsausdruck gesichert. Und dann geschah etwas, womit sie doch wieder nicht gerechnet hatte. Nicht von rechts, von links oder gar von hinten war sie gepackt und hier weggebracht worden... ihr Handgelenk wurde umgriffen und noch ehe die weißen Augen in die entsprechende Richtung hatten sehen können, zog ein starker Ruck ihre Füße vom sicheren Boden, sie schwebten in der Luft und hoben sich immer weiter in den Himmel ab. Aus Reflex packte das Mädchen mit ihrer gesunden Hand fester zu, sah überrascht hinab, legte den Kopf danach in den Nacken. Der Tatsumaki? Konnte.. fliegen? Mit einem kräftigen Zug wurde die Braunhaarige nun aus der Luft und auf die Sandwolke befördert, direkt hinter dem Suna-Nin kniend. Sand? Ungläubig, sich gerade in der Luft auf ein paar kleinen Sandkörnern zu befinden, kratzte einer der Finger der Hyuuga über die Oberfläche der Wolke. Langsam setzte sich das Puzzle im Köpfchen Maris zusammen. Wie war der Zettel befördert worden? Wie hatte der junge Mann in Suna mit solch einer Leichtigkeit über den sandigen Boden gehen können? Sogar an die merkwürdigen Geschehnisse mit Shin musste sie denken. Gab es irgendeine weitere Erklärung des Schwarzhaarigen? Seine Stimme riss die angeschlagene Kunoichi zwar aus ihrer Starre, doch es war nur eine kurze Anmerkung, sie solle sich festhalten. Ein stummes Nicken Maris, die mit einem Mal um einiges ruhiger den Rücken Heis musterte. Noch war sie sich nicht sicher, was sie von all den Dingen halten sollte, wie sie zu reagieren hatte. Sie war eine Frau – man durfte demnach spannend erwarten, was am Ende so herauskommen würde.

    An einer Lichtung angekommen stoppte die wilde Tour der beiden Ge'nin, der Tatsumaki landete in einem weiten Bogen und gab der Hyuuga damit wortwörtlich den sicheren Boden unter den Füßen zurück. Sie stand recht fest und war gedanklich zufrieden, dass sie nicht völlig auf die Hilfe des jungen Mannes angewiesen war. Sie schraubte ihren Stolz gerade schon zurück, doch nicht einmal alleine stehen zu können – zum Glück war Shuji so weit nicht gegangen. Oder war auch einfach nicht dazu gekommen, es so weit zu treiben. Die braunen Haare Maris hatten sich mittlerweile vollkommen aus der starren Frisur befreit, sie hingen zerzaust und in ungleiche Strähnen verteilt ihre Schultern herab. Der Entführer würde gleich auftauchen, darüber war sich auch die Hyuuga bewusst. Was meinte Hei damit, dass er ohne die Fähigkeiten des Mädchens aufgeschmissen war? Sie öffnete ihren Mund zu einer Erwiderung, doch noch ehe sie diese hatte herausbekommen können, erkannte sie die offensichtliche Erleichterung des jungen Mannes, sie zu sehen. Noch in einem Stück und ohne Verluste. Trotz ihres angeschlagenen Äußeren brachte dies doch glatt ein leichtes Lächeln auf die Lippen der Kunoichi, die es sich zwar nicht hatte gestatten wollen zu zeigen, jedoch ebenfalls bereits jetzt eine große Last von ihren Schultern genommen verspürte. Ohne ihren Kollegen wäre sie aufgeschmissen gewesen.. sie war glücklich, dass er sie nicht im Stich gelassen hatte. Sie wusste, dass er es auch nicht gemacht hätte, wenn er ohne ihre Fähigkeiten zurecht gekommen wäre – selbst wenn sie noch immer nicht genau wusste, worauf er mit dieser Aussage eigentlich anspielte. „Tatsumaki-kun, ich..“ Sie hatte ihn gerade darüber aufklären wollen, dass sie unfähig war, ihr Chakra zu konzentrieren, dass sie nicht nur körperlich vollkommen nutzlos war, sondern auch alle restlichen Fähigkeiten unterbunden worden waren. Doch da wandte sich der Suna-Nin bereits von sich aus an das Mädchen, sagte ihr, sie solle sich in dem folgenden Kampf zurückhalten. Okay, das war wirklich äußerst ungewohnt. In ihrer bisherigen Bekanntschaft hatte es keine Situation gegeben, in der Mari Hei für sich hatte kämpfen lassen. So gesehen hatte sie ihn bisher nicht einmal wirklich agieren sehen, was dies anbelangte. Und plötzlich dachte sie wieder an die Sandwolke, biss die Zähne zusammen. Sie war naiv gewesen, sich nie weiter über die Fähigkeiten des jungen Mannes Gedanken zu machen. Wie selbstverständlich war sie davon ausgegangen, dass er ein üblicher Katon-User war, mit einer guten Portion Intelligenz ausgestattet, aber nicht mehr. Was hatte er hier vor? Shuji war schnell.. und wenn er einen traf, dann war auch eine ordentliche Wucht in seinen Schlägen und Tritten. Dies hatte die Braunhaarige am eigenen Leib erfahren dürfen. Und wenn man vom Teufel sprach – da tauchte der Fremde bereits auf, setzte in einer adretten Bewegung auf dem Erdboden auf, brachte sich in eine gerade Haltung und löste die Hand von seinem geliebtem Hut. Mari stand hinter dem Tatsumaki, sah an ihm vorbei und musste bei der Aussage des Mannes gleich wieder an die Finger denken, mit denen er ihr beinahe das Byakugan gestohlen hätte. Die Erinnerung jagte ihr einen kalten Schauer über den Rücken, doch sie riss sich zusammen, sich dies nicht anmerken zu lassen, biss die Zähne zusammen und wahrte ihr nüchternes Gesicht. Dieses Angebot, das er dem Suna-Nin unterbreitete, bestätigte endgültig, dass bei diesem Kerl mehr als nur eine Schraube locker war. Natürlich hatte die Hyuuga keine Zweifel daran, dass ihr Kollege hierauf nicht eingehen würde, deshalb nahm sie es nur am Rande wahr, konzentrierte sich viel eher auf die bald ebenfalls auftauchenden Banditen. Er schindete Zeit? Erneut konzentrierten sich die weißen Augen auf den Schwarzhaarigen, der sich nun dem Gegner zuwendete. Sie sollte ihm nicht helfen – sie musste zugeben, dass sie in ihrem derzeitigen Zustand ohnehin nichts Sinnvolles hätte unternehmen können, eher ein Problemfaktor werden würde – doch noch immer war sich Mari nicht sicher, was Hei geplant hatte. Zusehen, gespannt sein und vor allen Dingen in die Fähigkeiten des Tatsumaki vertrauen, hieß es nun wohl. Dass er Shuji nicht auf die leichte Schulter nehmen würde, war sich die Kunoichi sicher.

    „Soll ich dein Schweigen als eine Verneinung deuten? Ganz sicher?“ Shuji grinste, sah mit einem Seitenblick zu der Hyuuga. Sie stellte keine Gefahr mehr dar, was für ihn sehr gut war. Blieb nur noch dieser Bengel übrig. „Du willst den ehrenhaften Retter spielen, ich verstehe. Aber weißt du, es ist wirklich nicht klug, dich mit mir anzulegen. Ihre Unterstützung besitzt du auch nicht mehr.“ Er deutete mit einer ausschweifenden Bewegung der rechten Hand auf die lädierte Hyuuga, die schwieg und es hinnahm, dass sie als nutzlos betitelt wurde. Wenn man es denn so übersetzen wollte. Die Geräusche der Banditen wurden lauter, die Hand der 15-Jährigen schloss sich zur Faust, als hinter Shuji zuerst nur vereinzelt, dann jedoch eine ganze Gruppe dreckiger und völlig überdrehter Gauner auftauchte. Sie fuchtelten mit allerlei Waffen um sich, in denen sie aller Vermutung nach nur mäßig begabt waren, es jedoch Nichts daran änderte, dass sie schwere Wunden zufügen konnten. Als hätten die Banditen hinter Shuji nicht schon gereicht, tauchten auch noch einige rechts und links von den beiden Ge'nin auf, stürzten bereits in Richtung Mari – und zugleich natürlich auch in Richtung des Suna-Nin. Doch nach einer kurzen Handbewegung des Entführers der Braunhaarigen stoppten sie noch einmal, dieser hob das Kinn an. „Gut, ich respektiere deine Entscheidung.“ Er sah zu dem Tatsumaki, sah den ersten Augenblick vollkommen ernst aus, doch dann verzog sich sein edles Gesicht erneut zu der schadenfrohen Maske. Es war nicht die Schadenfreude, die Mari gerne einmal zeigte. Sie hatte etwas überheblich Verrücktes in sich. „Wir haben für dich keine Verwendung. Heldenspielerei wird mit dem Tode bestraft.“ Shuji zuckte mit den Schultern, sah nur noch mit einem Auge zu dem jungen Mann, hatte das andere für diese Aussage geschlossen – und verschwand von seinem Platz. Wohin er verschwunden war? Gute Frage, doch viel eher interessierten nun die Banditen, die – Hei und Mari umzingelt – nach vorne stürmten und hinzukommend noch einige Pfeile, stammend aus den herumliegenden Bäumen, geschossen wurden. Dort waren also auch noch einige dieser Kerle gewesen? Die Hyuuga hob ihre gesunde Hand aus Gewohnheit zu ihrer Jyuuken-Technik an, doch nicht nur, dass sie sich sofort wieder gewahr darüber wurde, dass ihr dies nichts brachte – Hei hatte diesen Kampf übernehmen wollen. Die weißen Augen sahen zu ihrem Partner. Wenn er einen Plan hatte, dann war es nun an der Zeit, ihn zu zeigen. Wenn dass hier doch noch gut ausgehen sollte.
  14. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Hei war, zugegeben, etwas nervös. Alles, was er geplant hatte, musste klappen, damit er nicht von einem Pfeil durchbohrt, einem Schwert zerschnitten oder von dem Entführer körperlich geplättet wurde. Es war grad weitaus weniger wichtig was Mari davon dachte, dass er dem Sand gebieten konnte, sondern viel mehr, zu überleben - richtig? Hei atmete tief durch. Zwei der drei Techniken, die er hier anwenden wollte, hatte er so noch nie am 'lebenden Objekt' getestet. Die andere hatte er nur kurz ausprobieren können und das nur in einem weniger großem Maßstab, aber hier würde er viel mehr Chakra brauchen, wie mehr Präzision und vor allen Dingen noch eine gehörige Portion Glück. Eigentlich hätte er nichts dagegen, wenn Mari einfach übernehmen würde und die Gegner plättete, aber so wie sie aussah, ging das im Moment nicht so einfach. Abgesehen von ihrem kaputten Arm war die Hyuuga irgendwie... zurückhaltender als sonst. Vielleicht hatten sie ihr ja noch irgendeine Droge gegeben, mit der sie vorerst nicht mehr fähig war, Chakramengen zu konzentrieren... oder so. Anders konnte er sich nicht erklären, warum die doch sonst durchaus aufbrausende Hyuuga dem Kerl nicht das Gesicht zermanschte. Allerdings war es insofern ganz gut, dass er offensichtlich unterschätzt wurde. Hei lächelte ein dünnes Lächeln, musste aber zugeben, dass es immer noch nicht einfach war, sich darauf zu konzentrieren, jetzt wirklich lebendig oder tot aus dieser Situation herauszukommen. Es war so surreal... eben noch entspannt den Diener spielend und viele Jobs machend, dann jetzt in einer lebensgefährlichen Situation. Wieso war das Ganze auch einfach so... kompliziert? Aber es gab jetzt wahrlich keine Zeit mehr zum Nachdenken; Der Tatsumaki hatte auch nicht vor, seinem Gegner seinen Plan zu verraten oder ihn darauf aufmerksam zu machen, wie schwerwiegend es war, einen Gegner immer zu unterschätzen. Vor allen Dingen, wenn der das Kampffeld gewählt hatte... Heis Augen weiteten sich leicht, als Shuji verschwand. Damit hatte er schon gerechnet. Er konnte ihn nicht einmal sehen, also würde er wohl einen einstecken müssen. Solange sich der Kerl jedoch nicht dazu herabließ, sich selbst die Finger schmutzig zu machen, waren die Banditen erst einmal fällig. Und da Hei ja offensichtlich eine Sympathie für Explosionssiegel entwickelt hatte... machte er einfach da weiter, wo er aufgehört hatte. "Jibaku Fuda: Kassei!", stieß er aus, ein Fingerzeichen formend. Ohne Vorwarnung schienen plötzlich überall in den Bäumen um die Lichtung herum kleine Fackeln aufzuleuchten... beim genaueren Hinsehen aber waren es duzende, wenn nicht hunderte Explosionssiegel. Ja, es hatte ziemlich viel Zeit gebraucht, diese anzubringen, aber jeder Baum um die Lichtung herum hatte so viele Tags an sich kleben, wie es benötigt war, um ihn zu Fall zu bringen und alles im Umkreis von zwei bis drei Metern in die Luft zu jagend. Eine Sekunde später fing die Kettenreaktion an; Erst explodierten die Siegel hinter Mari und Hei, um sich dann rasend schnell um die Lichtung auszubreiten. Der Lärm war ohrenbetäubend und überhaupt nichts für den Tatsumaki, aber diesen Lärm hatte er immer noch lieber als anderen. Das Geräusch von Gegnern, die von Bäumen fielen, mit Bäumen vielen oder darunter zerquetscht wurden... das war doch etwas, womit er sich anfreunden konnte. Es war schwer genug gewesen, diese Arbeit zu machen. So machte es sich bezahlt. Die Bogenschützen waren ausgeschaltet, und das innerhalb kürzester Zeit. Sofort schloss Hei weitere Fingerzeichen, um zwei Sanddoppelgänger erscheinen zu lassen, die sich gemächtlich aus dem Boden erhoben. Sie wandten sich den Banditen hinter Mari und Hei zu und fingen an, mit Sand, der seltsamerweise einfach da zu sein schien, um sich zu schießen und einen Banditen nach dem anderen außer Gefecht zu setzen. Diese waren noch leicht überrumpelt von den Explosionen - Heis Glück. Oder Unglück.

    Ein harter Schlag traf den jungen Mann im Gesicht und ließ ihn einige Meter zurückschleudern. Shuji hatte entschieden einzugreifen und hatte ihm einen Schlag verpasst. "Ah ah ah, sei kein böser Junge. Ich sagte doch, du sollst mit dem Tod bestraft werden. Nicht, dass du dich wehren sollst. Ts, ts." Er rückte seinen Hut zurecht. "Stehst du nun auf oder bleibst du liegen wie ein Feigling? Selbst die kleine Hyuuga-Schlampe hat sich mehr gewehrt. Meine Finger waren trotzdem tief in ihr~" Hei betastete seine Nase, aus der wohl ein wenig Blut lief. Wie uncool... aber das war ja gewollt gewesen, irgendwie. Anders hätte er den Mann nie zu fassen bekommen. Und die Provokationen wirkten unglücklicherweise sogar ein bisschen. Ein, zwei, drei Fingerzeichen, und plötzlich schloss sich Sand um Shujis Beine - sehr starker, fester Sand, der seine Beine quetschte und nicht mehr loslassen wollte. "Glaubst du, du kannst mich damit festhalten?", witzelte Shuji und begann, seine Beine freizukämpfen. Hei knirschte mit den Zähnen - mit einem simplen, ein-viertel Wüstensarg konnte er ihn wirklich nicht festhalten. Dafür war der Mann ihm körperlich zu weit überlegen. "Das brauche ich nicht.", brummte er, sprang auf, trat vor Mari und grinste. Er hatte den Mann nur einmal festgesetzt gebraucht... und die anderen Banditen, die sich jetzt mittlerweile anders formiert hatten und gemeinsam auf den Feind losgehen wollten, anstatt von vielen Seiten anzugreifen - was ja schief gegangen war - waren auch in der Schusslinie. Wunderbar. Jetzt kam es drauf an. Hei biss sich auf die Unterlippe. Es musste klappen. Der Wüstensohn atmete durch, suchte festen Stand, legte die Handflächen aneinander und konzentrierte... viel zu viel Chakra. Das fiel ihm aber erst zu spät auf - jetzt war es nämlich schon zu spät. Er musste dieses Chakra in die Kunst pressen, sonst hatte er nicht mehr genug. Das Chakra, welches er konzentriert hatte, sickerte in die Erde, ließ sein Haar ein wenig nach hinten fliegen und... plötzlich begann die Erde zu beben und Sand brach aus ihr hervor. Sorgsam schon vorher angelegt, um es weniger kompliziert zu machen. Deshalb war es auch so einfach gewesen, die Sandjutsus hier zu wirken. "Ryusa... Bakuryu!", grummelte Hei, während seine Hände Fingerzeichen um Fingerzeichen formten. Eine riesige Wand aus Sand formierte sich und stürzte auf die Angreifer hernieder. Es war übertrieben, Hei hatte übertrieben, aber es war trotzdem effektiv. Der Sandtsunami hatte die Wucht einer Abrisskugel und fegte die Banditen und Shuji einfach weg - genau, wie große Teile des dahinter liegenden Waldes. Die Ausläufer der Kunst griffen sich die Banditen, die versuchten, an der Oberfläche Luft zu schnappen, und zogen sie wieder in die Tiefen. Schließlich, langsam, beruhigte sich die Umgebung und vor dem jungen Mann war... praktisch eine Wüste entstanden. Wieder atmen. Das pochende Herz beruhigen. Das war verdammt viel des kostbaren Rohstoffs Chakra gewesen. Aber eine Sache musste er noch erledigen... Shuji dürfte jetzt lädiert genug sein, um ihn mit einem Wüstensarg zu kontrollieren. "Sabaku Kyū!" Hei schloss noch einmal die Fingerzeichen, die er vorhin angefangen hatte, vervollständigte sie aber und langsam hob sich, geführt von seiner offenen Hand, ein Sandgebilde aus der Wüste, aus dessen oberer Seite ein Hut ragte. Er sah zu Mari, und eine seiner Augenbrauen zuckte. "Was soll ich tun?"
  15. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Explosionen. Viel mehr nahm Mari nicht mehr wahr, als sowohl hinter ihr, vor ihr, zu beiden Seiten, meinetwegen gefühlt sogar von unten und oben Explosionssiegel entzündet wurden und das Gebiet in einen nicht zu übertönenden Lärm hüllten. Die Haare des Mädchens flogen in alle Richtungen, die weißen Augen wurden reflexartig ein gutes Stück geschlossen und wäre da nicht ihr verletzter Arm gewesen, dann hätte sie diesen zum Schutz ihres Kopfes auch noch angehoben. Das brachte bei einer Explosion nicht viel? Gut möglich, nur wie gesagt, das wären Reflexhandlungen gewesen. Die Banditen, die zuvor noch versucht hatten, die Ge'nin zu attackieren, fielen wie die Fliegen zu Boden. Manche – die, die sich auf den Bäumen versteckt hatten – wurden von dem umgefallenen Laub- und Nadelgewächs mitgerissen. Die Leute am Boden wurden ein- oder sogar zerquetscht, überrascht von Stämmen, die aufgrund der Wucht gen Erde geschleudert wurden. Die Hyuuga musterte den Kollegen, der für dieses Szenario verantwortlich war. Er hatte das gesamte Kampffeld für diese Aktion vorbereitet, Siegel verteilt und sich Gedanken gemacht, wie er diese perfekt einsetzen konnte. Ganz bewusst hatte der Tatsumaki dieses Kampffeld gewählt – hatte er noch mehr vorbereitet? Mit inaktiviertem Byakugan musterte Mari die Sanddoppelgänger, die mit Geschossen auch noch die letzten Banditen von den Beinen hievten. Sand? Mit ihrem Bluterbe wäre es einfacher gewesen, den von Hei vorbereiteten Trick zu durchschauen, doch in ihrer momentanen Lage, war es für die Braunhaarige nicht möglich, dies zu tun. Dieses Medikament – oder was auch immer es gewesen war – wirkte noch immer. Weder spürte die Kunoichi ihr Chakra, noch konnte sie es konzentrieren, ganz gleich, wie oft sie es auch versuchte. Sie biss die Zähne zusammen. So nutzlos zu sein war ein grauenhaftes Gefühl, vor allem für eine stolze Person, wie Mari es war. Irgendwann, irgendwie, würde sie dies wieder gut machen. Weniger für den Suna-Nin, mehr für ihr eigenes Gewissen. Wie dies geschehen sollte? Gute Frage, das würde sich dann ergeben müssen. Aber hey, bevor man sich darüber Gedanken machte – zuerst musste aus der aktuellen Situation lebend herausgekommen werden.

    Nachdem der erste Teil der Gauner niedergemetzelt worden war, tauchte Shuji wieder auf und traf mit einem ordentlichen Schlag Hei – der sogleich ein gutes Stück nach hinten flog. Mari hatte den Bewegungen des ordentlich Gekleideten nur gerade so folgen können, doch auch sie wäre getroffen worden, hätte er auf die Kunoichi gezielt. Die weißen Augen folgten dem Kollegen und sofort bewegte sich das Mädchen wieder in eine Kampfposition, biss sich auf die Unterlippe. Sie würde nicht viel ausrichten können, das wusste sie. Doch sie würde sicherlich nicht einfach zugucken, ohne etwas zu unternehmen, wenn der Tatsumaki von einem körperlich überlegenen Mann zu Boden geschleudert wurde. Shuji schenkte der Braunhaarigen nur kurz seine Aufmerksamkeit, denn Hei stand wieder auf und sowohl die Hyuuga wie auch der Fremde sahen wieder zu ihm. Die Ge'nin sichtlich erleichtert – sie hatte nicht einschätzen können, welche Wucht in dem Schlag des Entführers gelegen hatte – und der andere Anwesende mehr genervt, noch weiterhin die seiner Meinung nach unnötige Fliege namens Hei an der Backe zu haben. Nun folgte eine wahre Provokation von Seiten des Mannes, die nicht nur den Schwarzhaarigen traf, sondern auch die Braunhaarige. Tief in ihr drin? Der angewiderte Gesichtsausdruck Maris verhärtete sich, die Augenbraue hob sich automatisch an und die geballte Faust drückte die Finger fest zusammen. Ehrlich, wäre Hei nicht anwesend gewesen und hätte er nicht gesagt, sie solle ihm die Angelegenheit überlassen – ohne Rücksicht auf Verluste, ohne irgendeinen klaren Gedanken zu fassen, wäre die Hyuuga auf ihren Entführer losgegangen. Doch der Suna-Nin war schneller, Sand schloss sich nach wenigen Fingerzeichen um das Bein Shujis. Schweigend verfolgte die Ge'nin diese Jutsu, die sie in solch einer Art noch nie in ihrem Leben gesehen hatte. Weitere Fingerzeichen folgten, was kam nun? Die weißen Augen weiteten sich. Auch ohne Byakugan konnte Mari die unheimliche Menge an Chakra spüren, die geradezu aus dem Tatsumaki herausströmte. Was dann passierte, ging fast zu schnell. Die Erde begann förmlich zu beben, die weißen Augen sahen sich zu allen Seiten um, fixierten schlussendlich vollkommen verwundert – überrascht – den vor sie getretenen Kollegen. Was auch immer er gerade anwendete, das war keine stinknormale C-Rang Jutsu. Es war etwas Mächtigeres, diese ungeheure Menge an Chakra... und dann formierte sich eine Wand aus Sand vor den beiden Jugendlichen. Keine Gewöhnliche, sondern ein wahrhafter Riese, sodass die Hyuuga ihren Kopf in den Nacken legen musste, um die gesamten Ausmaße erahnen zu können. Hei hatte übertrieben, keine Frage, doch die Gedankenwelt Maris war in diesem Augenblick viel zu leer, um dies wirklich wahrzunehmen. Sprachlos verfolgte sie die Szenerie, in der die Wand auf die Gegner niedersauste und unter sich begrub. Auch der letzte Versuch der Rettung wurde verhindert, denn stets, wenn der Kopf eines Banditen an die Oberfläche gelangte, schlang der Sand ihn wieder hinab in die Tiefe, raubte den Gaunern das letzte Lüftchen zum Atmen. Erst nach und nach beruhigte sich die Jutsu, der Sand blieb an Ort und Stelle liegen – es sah aus, wie im Windreich. Vor den Ge'nin war eine Wüste entstanden, der von Hei ausgesandte Sand hatte das Waldstück unter sich begraben und anstelle des fruchtigen Grüns dominierte nun die Farbe Braun. Braun, wie Sand es eben war. Mari schloss ihren leicht geöffneten Mund, schüttelte für sich selbst den Kopf. Fassung bewahren, Mädel! Der Schwarzhaarige schloss ein weiteres Fingerzeichen und aus der Wüste erhob sich ein Gebilde, an dessen Spitze der Hut Shujis ragte. War er dort drinnen? Der Kerl, der die Hyuuga so zugerichtet hatte. Die weißen Augen erwiderten den Blick des Tatsumakis, sie beobachtete seine zuckende Augenbraue. Wenn er noch Chakra übrig hatte, dann konnte es nicht mehr allzu viel sein. Sicherlich hatte diese Kunst eine Menge Anstrengung gekostet. „Die Frage ist..“ Die Kunoichi schloss die Augen, beruhigte sich wieder und trat danach auf den jungen Mann zu, blieb neben ihm stehen. „..was du machen kannst.“ Sie musterte den Hut, danach sah sie wieder zu dem Partner. Hoffentlich reichte das Chakra noch ein wenig, ohne aktiviertes Byakugan schlecht einzuschätzen. „Shuji scheint keiner Gruppierung anzugehören, die in irgendeiner Weise weitere Gefahr darstellen könnte. Er arbeitete mit den Gaunern zusammen, um sowohl Geld zu machen, wie auch sich an meinem Clan zu rächen.“ Ein innerlicher Schauer. Diese Finger. Ihre Augen. Der Blick der Ge'nin festigte sich, dann sah sie zu Hei. „Er stellt nicht nur für die momentane, sondern auch kommende Missionen einen Gefahrenfaktor dar. Wenn es dir möglich ist, töte ihn.“ Sie konzentrierte sich auf den Blick des jungen Mannes. Shuji musste verschwinden – mal ganz davon abgesehen, dass irgendwo noch Mei und Yami auf sie warteten.
  16. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Hei atmete deutlich hörbar; Das Ganze hatte ihm durchaus Anstrengung abverlangt. Eine A-Rang-Jutsu dieser Ausmaße war einfach nicht etwas, was man mal eben ausführen konnte, ohne irgendwelche Auswirkungen zu spüren. Sein Chakrahaushalt war noch nicht erschöpft, er hatte noch genug Chakra übrig, um die Jutsus noch einige weitere Male anwenden zu können. Aber so ein plötzlicher ‚Entzug‘, den er so noch nie gehabt hatte, hinterließ eben Spuren. Mal ganz abgesehen davon, dass er diese Jutsu in diesem Sinne noch nicht einmal irgendwo angewandt hatte… war es doch viel mehr Chakra gewesen, als er gedacht hatte. Vielleicht ein Viertel, sogar ein Drittel seines gesamten Chakras. Die blauen Augen des Tatsumaki musterten die weißen der Hyuuga, schweigend, abwartend. Es lag nicht in seiner Hand und es lag nicht daran, dass er sich vor der Verantwortung drücken wollte oder auch nur auf die Idee gekommen wäre, der jungen Frau diese Bürde aufzutragen. Es ging viel eher darum, von seiner Missionsleiterin einen Befehl zu bekommen. Er würde nicht töten oder eine Entscheidung fällen, ohne den Befehl, denn Mari hatte in diesem Falle Entscheidungsgewalt. „Hm.“, machte der junge Mann, sah zu dem Sandsarg. Sie hatte deutlich Recht. Der Mann stellte eine Gefahr dar und es war mehr als legitim, ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Das war es nun einmal, was es hieß, ein Shinobi zu sein. Töten oder getötet werden. Ansonsten würde Shuji sich ihnen vielleicht noch einmal nähern und dann in seinem Wollen erfolgreich sein. Dann wäre Hei im Zweifel tot und Mari würde nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Augen verlieren. Beides Szenarien, die Hei nie erleben wollte und es auch nicht vorhatte, es so weit kommen zu lassen. Aber es war nicht so einfach, wie es sich anhörte, jemanden zu töten. Hei hatte noch nie einem Menschen das Leben genommen – wenn auch anzunehmen war, dass die Banditen hier und jetzt nicht mehr lange überleben würden – auch keinem, der ihn so bedroht hatte. In seiner Hand lag das Leben dieses Mannes – und zwar ging es dieses Mal nicht mehr einfach nur darum, sich ein paar Banditen zu erwehren, die in irgendwelche Jutsus hineinliefen und größtenteils und vor allen Dingen sehr wahrscheinlich überlebten. Hier ging es darum, mit einem Sandsarg den Entführer der Hyuuga zu… nun, zerquetschen. Mit Haut und Haar. Nicht nur in den Geschichten über den Kazekage Gaara war dieses Jutsu in seiner Gewalt brutal, sondern auch reell war es weder schön anzusehen – vermutete er – noch freundlich sanft im weitesten Sinne. Die Bäume, an denen er diese Kunst bereits ausprobiert hatte, hatten allesamt nicht überlebt – und das sollte schon etwas bedeuten, Bäume waren nun mal um einiges standfester als Menschen. „Das ist kein Problem.“, erwiderte der Schwarzhaarige einfach auf den Hinweis, was er machen sollte, wäre es ihm möglich. Das Ganze übrigens selbstsicherer, als er sich fühlte. Der Tatsumaki strich sich mit der freien Hand die Haare aus dem Gesicht und merkte, dass er ein wenig schwitzte. Ja, auch das lange Halten des Sargs war nicht einfach. Er musste jetzt seine Entscheidung treffen, zögerte nur noch kurz und nickte dann entschlossen. „Du hast Recht.“ Hei gab sich nicht mehr lange damit ab; Je länger er darüber nachdachte, was für ein Terror es eigentlich sein musste, bewegungslos in so einem Wüstensarg zu verharren, desto eher war er geneigt, Shuji einfach eine Lektion zu erteilen und freizulassen. Aber das konnte er nicht mehr – schon gar nicht, weil Mari ihm einen Befehl – irgendwie – erteilt hatte und weil der Wüstensohn wusste, was er der jungen Frau hatte antun wollen. Er senkte den Sarg, ließ ihn wieder in die kleine Wüste, die er erschaffen hatte, eingliedern und atmete tief durch. Das hier war sozusagen der Gipfel der Zerstörungskraft, die das Bluterbe erzeugen konnte. Der junge Mann spürte, wie Shuji in den Tiefen des Sandgefängnisses versuchte, zu entkommen, aber spätestens jetzt war es zu spät. Hei resignierte gleichzeitig wie er sich entschloss, es zu Ende zu bringen. Langsam drückte er seine Hand zu einer Faust zusammen, spürte kurz einen Widerstand. „Wüstenbegräbnis.“, murmelte er, und ein leiser, dumpfer Laut, ein Quetschen und Knirschen unter dem Sand wies darauf hin, dass von dem Mann jetzt nichts mehr als Blut übrig war. Über der Stelle, wo der Entführer versunken war, breitete sich eine blutrote Lache aus, eine letzte Pfütze, die von ihm zeugte.

    Abgesehen davon wurde es jetzt still, furchtbar still, und Hei atmete noch einmal tief durch, drehte sich um und sah Mari in die Augen. „Er ist tot und wird niemanden mehr bedrohen. Das bisschen Rot ist alles, was übrig ist. Der Sand stellt wohl ein passendes Grab dar.“ Er strich sich die Haare aus dem Gesicht, beruhigte sich erst langsam. Das Ganze hatte ihn doch etwas mehr aufgewühlt, als gedacht – aber das war jawohl irgendwie auch nachvollziehbar, oder? Ohne sich noch einmal den Tatort anzusehen, drehte er sich um und sah in Richtung des Lagers, dass die Überlebenden des Zuges errichtet hatten. Es war zwar noch ein paar Minuten zu Fuß entfernt, aber diese Zeit hatten sie nicht mehr. Sie mussten Yami und Mei finden, die beiden Ausreißer, die sich aus dem Staub gemacht hatten als andere für sie gestorben waren – beziehungsweise wenigstens für sie gekämpft hatten. Hei, der sich lieber darauf konzentrieren wollte als auf den Blutmatsch, sah in die weißen Augen der Hyuuga. „Es war vorhin zwar nicht die ganze Wahrheit, aber gelogen war es auch nicht: Ich brauche deine Hilfe. Yami und Mei sind verschwunden; Sie haben vermutlich die Verwirrung genutzt, um sich aus dem Staub zu machen. In dem dunklen Wald habe ich keine Möglichkeit, sie zu finden. Dafür ist er zu groß und zu unübersichtlich. Ich habe gedacht, dass es besser wäre, dich erst aus den Klauen dieser… Typen zu befreien. Du bist deutlich eher darauf ausgelegt, verschwundene Leute zu finden, als ich.“, erklärte der Tatsumaki unabhängig davon, dass er immer noch ziemlich froh war, alles glatt über die Bühne gebracht zu haben und die Hyuuga jetzt hier wieder bei sich haben zu können. „Ich kann dich herumfliegen, damit du einen noch besseren Überblick hast.“, bot er an. „Aber so wie ich den Kerl verstanden habe, kannst du im Moment nicht wirklich etwas tun? Wenn es irgendeine Art Gift ist: Versuch so schnell wie möglich soviel wie möglich zu trinken. Dein Körper wird den Übeltäter dann... entfernen. So oder so.“ Nachdenklich kratzte sich der junge Mann am Kinn, sah wieder zu der Hyuuga. Außerdem war da noch die Sache mit ihrem Arm… „Ich bin dafür, dass wir uns erst einmal in das Lager zurückziehen und die beste Strategie zurechtlegen. Außerdem kann ich mir dann noch einmal deine Verletzung…en? ansehen. Ich habe mir die Grundlagen der Medic-nin beibringen lassen, aber erwarte keine vollständige Sofortheilung.“ Der Wüstensohn schmunzelte und formte einige Fingerzeichen. Sofort erhob sich ein wenig des Sandes, der hier ja mittlerweile überall herumlag, und formte sich zu einer gemütlichen Wolke, die zwar nicht so schön weiß war wie die Wolke 7, aber durchaus seinen Zweck erfüllte. Dieser Sand hatte eine leicht andere Farbe als der hier sonst verteilte; Das lag einfach daran, dass dieser Sand der Kern von Hei’s Künsten war. Der größte Teil stammte noch aus der Wüste Sunas selbst. Er sprang auf den wabernden Sand und streckte seine Hand der Hyuuga hin. „Kommst du? Ich will hier nicht unbedingt bleiben müssen. Und Yami und Mei warten vermutlich auch nicht.“
    Zuletzt bearbeitet: 3. Mai 2013
  17. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Töten war das Geschäft, auf das man sich als Shinobi einlassen musste. Leider waren sich einigen Akademisten, die geblendet waren von dem strahlenden Bild des Helden, nicht darüber bewusst, was es bedeutete, das Leben eines Menschen wortwörtlich in den Händen zu halten. Egal wie sehr man es auch versuchte, ihnen beizubringen, die Kinder sahen nur das Lob, das man erhielt, sobald eine Mission erfolgreich erfüllt war. Doch der Weg dorthin, nicht immer ohne Opfer geprägt, erschien in ihrer Gedankenwelt höchstens ansatzweise, doch bei Weitem nicht so, dass sie sich über die wirkliche Tragweite bewusst wurden. Die Hyuuga hatte bereits im Kindheitsalter viele Geschichten ihres Vaters gehört, hatte daher früh versucht, sich auch auf die negativen Seiten der Shinobiwelt vorzubereiten. Doch ehrlich gesagt hatte auch sie einige Probleme gehabt, als sie das erste Mal mit einer Situation konfrontiert worden war, in der sie über Leben und Tod hatte entscheiden müssen. Wann dies gewesen war? In der Wüste Sunagakures, in der sie sich dafür entschieden hatte, zwei Banditen, die Shika, Hei und sie angegriffen hatten, doch tatsächlich am Leben zu lassen, anstatt die Last mit einem schnellen Streich loszuwerden. Es war keine kluge Entscheidung gewesen, selbst wenn sie mit Glück gut gegangen war, darüber war sich Mari bewusst geworden. Daher hatten sich ihre Ansichten auch geändert und – wie man an dem Gemetzel der Banditen am Lager hatte sehen können – auch ihre eigene Vorgehensweise. Weniger Mitleid, wenn es offensichtlich Fehl am Platz war. Allerdings – das musste man dem Tatsumaki auch zugute halten – befand er sich just in diesem Augenblick immer noch in einer anderen Situation, als in jener, in der die Braunhaarige zuletzt gewesen war. Die Banditen waren während dem Laufe des Gefechts gestorben, doch dieses Gefecht, gegen Shuji, war im Prinzip bereits vorbei. Der letzte Schritt geschah unabhängig von den vorherigen Ereignissen. Die weißen Augen der Hyuuga musterten den Suna-Nin, egal was er versuchte, Mari merkte, dass einiges in ihm vorzugehen schien. Sie hatte den Befehl erteilt, Shuji zu töten, sie würde gleichermaßen die Schuld tragen. Nur Hei war es, der es auszuführen hatte. Sie schwieg, als er ihr nüchtern in ihrer Entscheidung zustimmte. Er schwitzte, das war unverkennbar, diese Jutsu aufrechtzuerhalten musste einiges an Kraft kosten, was die Kunoichi allerdings gar nicht verwunderte. So mächtig, wie sie war, einfach einen Menschen in sich gefangen zu halten, der sicherlich nicht untätig abwartete, was mit ihm geschehen würde. Der Sandberg, der soeben noch aus der kleinen Wüste herausgestochen hatte, senkte sich nach einer kurzen Bewegung des Tatsumakis wieder in den restlichen Sand, verschwand darin. Mari hatte niemals diese Art von Technik bestaunen dürfen, sie dann gleich in ihrer vollen Macht zu sehen, lies auch sie nicht kalt. Der männliche Kollege murmelte eine weitere Jutsu, doch die Hyuuga konzentrierte sich nicht mehr auf ihn, sondern ganz und gar auf den Fleck, in den der Sandberg, der Shuji beinhaltet hatte, verschwunden war. Ein dumpfer Laut, mehr ertönte nicht, doch auch ohne Byakugan konnte das Mädchen eins und eins zusammenzählen, konnte verstehen, was soeben passiert sein musste. Eine Blutlache bestätigte Mari in ihrer Vermutung, sie bewahrte ihr nüchternes Gesicht. Das Kapitel Shuji war abgeschlossen und damit auch der versuchte Raub ihrer Augen. Doch eine gute Sache hatte die Begegnung mit diesem Entführer gehabt. Er hatte der Braunhaarigen klar gemacht, wie begehrt das Kekkei Genkai ihres Clans wirklich war und dass mehr als nur Gruselgeschichten hinter den Diebstählen steckten. Sie musste besser aufpassen. Und eine größere Vorsicht walten lassen. Nicht noch einmal musste sie irgendwelche Finger in ihren Augen spüren.

    „Sie sind.. abgehauen?“ Das konnte der Tatsumaki doch jetzt nicht ernst meinen. Die Hyuuga vergaß alles, was gerade geschehen war, zumindest für den Augenblick. Denn nun war die Verbindung zu der eigentlichen Mission wiederhergestellt und Mari konnte nicht glauben, was sie da hörte. Vieles hatte sie dieser Mei und diesem Yami zugetraut, hatte besondere Vorsicht bei deren Bewachung walten lassen. Aber das? Irgendetwas braute sich in dem Mädchen zusammen, doch sie schluckte es herunter. Es gab Wichtigeres und sich von den eigenen Emotionen überfallen zu lassen, endete niemals gut. Die weißen Seelenspiegel wurden ein Stück schmaler, sie wandte den Blick für einen Moment ab. „Wenn ich wüsste, was es genau war, wäre ich ein gutes Stück weiter. Es muss in dem Betäubungsmittel vermischt gewesen sein.“ Sie hob ihre rechte Hand ein Stück an, schloss die Augen und versuchte, ihren Chakrakreislauf zu spüren. Nichts. Der Blick lag nun wieder in den blauen Augen Heis, während sie nüchtern weitersprach. „Da ich zurzeit sowieso nicht wirklich zu etwas zu gebrauchen bin, ist das Lager vorerst der beste Vorschlag. Was meine Verletzungen angeht, würde ich mir nicht allzu viele Gedanken machen.“ Sie musterte ihren herunterhängenden Arm. „Das wird wieder, wenn auch ohne besagte Sofortheilung. Mein Chakra macht mir da mehr Gedanken.“ Es sprach nichts dagegen, sich die Verletzungen anzusehen. Sie hatte auch nicht wirklich ein Problem damit, wenn fürs Erste der Tatsumaki dies übernehmen würde, denn alleine mit den Grundlagen eines Mediziners wusste er mehr, als Mari es von sich hätte behaupten können. Schweigend verfolgte sie das Fingerzeichen des jungen Mannes, woraufhin sich eine Wolke aus Sand in die Luft erhob. Dachte sie sich hierzu etwas? Wenn ja, dann lies sie es zumindest nicht wörtlich anklingen. Sie nickte nur einmal, gab ihre Zustimmung und umfasste mit ihrer unbeschädigten Hand jene des Suna-Nins, um sich ebenfalls auf die Wolke zu begeben. Mari war skeptisch, was man ihrem Blick auch ansah. Aber trotzdem bekam sie einen festen Stand auf dem Stück Sand, weshalb der Reise fort von diesem blutbeschmierten Platz nichts mehr im Wege stand.

    Die Hyuuga hatte es irgendwie bereits erwartet gehabt. Das Lager sah nicht mehr so aus, wie zu dem Zeitpunkt, als die entführt worden war. Es hatte sich ein Zentrum gebildet, die Karren waren zu einer Art Mauer umfunktioniert worden, die um ein großes Zelt positioniert waren. Ob dies auf die Anleitung des Schwarzhaarigen hin geschehen war? Mari ging davon aus. „Mei-dono ist zurück!“ Der Tatsumaki hatte seine Wolke ein Stückchen von dem Lager entfernt gen Boden segeln lassen, damit die angeschlagene Kunoichi und er zu Fuß den Leuten entgegentreten konnten. „Sie ist verletzt!“ Sofort machte die Nachricht seine Runde und die ersten Soldaten kamen auf die angebliche Mei zugelaufen, doch vor ihr zum Stehen gekommen, stutzten sie. „Mei-dono? Was ist mit Euren Augen geschehen?“ Die Hyuuga fasste sich an die Stirn, senkte ihre Lider. Das Schauspiel weiter aufrechterhalten? Unter den Bewohnern Kusagakures, die ihr Dorf vermutlich niemals in Richtung Konoha verlassen hatten, war sie noch nicht ertappt worden. Das Beste war es wohl, die ganze Angelegenheit einfach noch ein wenig aufzuschieben. Also weder zugeben, noch abstreiten. Dafür hatte die Kunoichi ehrlich gesagt ohnehin gerade keinen Nerv übrig. „Lange Geschichte. Bringt mir genügend zu trinken und gebt mir eine ruhige Ecke in dem Zelt, damit sich um meinen verletzten Arm gesorgt werden kann.“ Da alles Chaos von dem zuvor geschehenen Überfall der Banditen beseitigt worden war, glaubte Mari nicht, sich dahingehend noch einmal erkundigen zu müssen. Hier war bisher gute Arbeit geleistet worden. Den Wünschen der angeblichen Mei wurde auch sofort nachgekommen und Hei wie auch sie wurden in einen abgegrenzten Teil des Zeltes geführt. Auf dem Weg dorthin hatte die Hyuuga die vielen Verletzten gesehen, um die sich in dem großen Zelt gekümmert wurde. Zumindest schienen sie auf den ersten Blick alle in keiner Lebensgefahr zu schweben. Vielleicht nicht mehr? Die Ge'nin setzte sich auf einen Hocker, löste mit der rechten Hand auch die letzte Spange in ihrem Haar – die hielt sowieso keine einzige Strähne mehr fest – und trank einige gierige Schlücke von dem Wasser, was ihr bereits auf den gegenüberliegenden Tisch gestellt worden war. Mari war nicht nur angeschlagen, sondern auch ausgetrocknet, wie sie in diesem Zusammenhang bemerkte. Stille erfüllte den Raum. „Das Wissen um dein Bluterbe wäre bei der Mission in Sunagakure eine wertvolle Information gewesen. Nicht nur für mich als Teamleiter, sondern im Zusammenspiel der ganzen Gruppe“, merkte das Mädchen dann wie beiläufig an.
  18. Tatsumaki Hei

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    Der skeptische Blick der Hyuuga verriet, dass sie nicht allzuviel von den Sicherheitsvorkehrungen hielt, die auf seiner Sandwolke vorherrschten. Beziehungsweise: Vermutlich war es ihr einfach nicht geheuer, auf einer Sandwolke allgemein zu stehen. Sand hatte im Kopf der Hyuuga vermutlich auf den Boden zu gehören und dort auch zu bleiben; Jedenfalls stellte der junge Suna-nin es sich so vor. Aber er war halt nicht ganz so normal, sein Sand... und er natürlich auch nicht. Was Mari jetzt in vollem Glanze, sozusagen, erleben hatte dürfen. Glanz im negativen Sinne, vielleicht. Hei war nie ein Mensch gewesen, der mit Fähigkeiten um sich schmiss oder gar damit angab, geschweige denn auch noch jeder lang und breit zu erzählen, was er genau konnte, und was nicht. Die Ausführungen der Hyuuga zu ihrem nicht mehr steuerbaren (?) Chakra gefielen dem jungen Shinobi überhaupt nicht, aber was konnte er schon machen? Leider kannte er sich in Medizin nicht genug aus, um eine Heilung auch dessen vorzunehmen. Es war wirklich eine Schande und Hei nahm sich vor, diesen Missstand bei nächster Möglichkeit auszumerken - aber das war im Moment nicht möglich, ergo erstmal nicht wichtig. Während er und die Hyuuga sich von dem Platz - fliegenderweise - entfernten, überlegte sich der Tatsumaki, wie er der Hyuuga am ehesten erklären konnte, dass Yami und Mei schon weggewesen waren, als er angekommen war? Sie hatte wirklich... enttäuscht geklungen? Nein, nicht ganz. Es war etwas anderes und sie hatte einen Moment auch nicht ihr typisches Lächeln getragen (was im Moment wohl eh eingeschränkt war), sondern eben einen anderen Ausdruck. Na, egal. Würde schon nichts zu bedeuten haben... hoffte Hei jedenfalls. Er wollte es sich mit der Hyuuga ja unter keinen Umständen verscherzen, nicht? Kaum waren sie im Lager angekommen, wurden sie schon von den aufgescheuchten Männern des Trecks entdeckt und begrüßt, in gewissem Sinne. Das Maris Augen ja nicht einmal mehr die Farbe von Mei hatten, hatte er nicht einmal mehr beachtet, aber anscheinend waren alle viel zu aufgeregt und auch erschöpft von den Geschehnissen als das sich jemand ernsthaft Gedanken darum machte. Der abgegrenzte Bereich im Zelt war genug abgeschottet, dass sie offen reden konnten, aber nicht so, dass sie allzu laut reden Informationen austauschen konnten - sonst hätten sie sich wohl verraten. Auch, wenn sich einige der Menschen aus dem Lager sicherlich Gedanken machen, warum die Augenfarbe von Mei-dono sich plötzlich verändert hatte. Schweigend war der Tatsumaki seiner Herrin gefolgt, beobachtete, wie sie gierig die Flüssigkeit in sich aufnahm und nickte zufrieden. Das war schon einmal ein Anfang. Eigentlich war das noch lange nicht genug, aber ein guter Anfang. Was folgte, war viel weniger angenehm: Stille. Hei war es zwar gewohnt, von Mari angeschwiegen zu werden, aber nicht so. Der dann doch folgende Satz ließen seine Alarmglocken schrillen - irgendwie jedenfalls. Er hatte keine Ahnung, was er dazu sagen sollte. Aber er wusste, dass die 'beiläufige' Anmerkung Maris nicht so beiläufig war, wie sie daher kam. Das war vielmehr eine Art Mischung aus einer Art hinterfragen und Zweifel. Wie auch immer; Der Tonfall gefiel Hei nicht wirklich. Und der Wüstensohn wusste, dass er sich die Antwort genauer überlegen musste und dieses Mal sicherlich nicht mit seinen politisch korrekten Antworten auskommen würde. Sich um den heißen Brei zu reden, half eben nicht immer, vor allen Dingen nicht, wenn man sich dem Menschen, mit dem man kommunizierte, irgendwie verpflichtet fühlte. Lügen wollte er nicht. Aber wieso hatte er eigentlich nichts gesagt? War er einfach nur eitel gewesen?

    Hei seufzte leise, nachdem er einige Zeit ruhig gewesen war und die Gedanken in seinem Kopf hin und her geschoben hatte. Langsam musste er etwas dazu sagen, aber er wusste nicht wie. Es waren viele Gedanken in seinem Kopf, die aber unausgesprochen blieben - so war es schon immer gewesen. Diese dann doch in einen Satz zu packen, war schwerer als es sich anhörte. Hei war nicht so klug, dass er alles, was er sich jemals gedacht hatte, in drei Sätze quetschen konnte und die Situation beilegen konnte. "Wäre es", gab er zu. Fast ein wenig kleinlaut, aber nicht unterwürfig. Hei wusste, das Mari zu einem gewissen Grad Recht hatte. "Nachträglich kommt es mir sehr blöd vor, dir nichts erzählt zu haben", fuhr er fort, langsam, fast als würde er jedes der Worte noch einmal kauen. "Aber irgendwie hat er mir schon immer widerstrebt, davon zu sprechen. Ich mache das nicht gerne. Prahlen liegt mir fern und es schien mir nicht passend... abgesehen davon hatte ich in der Wüste noch nicht diese Fähigkeiten. Dort war ich nicht einmal halb so stark, wie ich es jetzt bin." Kurz schwieg er, überlegte, ob Mari sich überhaupt noch für Einzelheiten interessierte, was sein Innerstes anging. Aber der Tatsumaki entschied, dass sie es wohl musste. Denn man konnte nicht verstehen, warum er schwieg, wenn man nicht wusste, wieso er das tat. Logisch. "Ich habe schon viele Ninja getroffen, die durch ihre angeborenen Fähigkeiten unter Druck stehen, dem ich niemals gewachsen wäre. Dazu gehören du, aber - beispielsweise - auch ein Aburame-Sprössling, mit dem ich bekannt bin. Mit dieser Kraft würde ich andauernd mit dem Kazekage Gaara verglichen werden, der wohl der bekannteste Anwender ist. Obwohl ich mir sicher bin, dass ich nicht der Einzige bin." Nachdenklich strich er die Haare aus dem Gesicht, nahm sich ein Tuch, kippte ein wenig Wasser hinauf und wusch sich das Gesicht, welches sich danach um einiges frischer anfühlte. "Ich will meine Fähigkeiten entwickeln, um etwas damit zu erreichen. Nicht, um unter Druck Dinge tun zu müssen, die ich nicht kann. Und unglücklicherweise bin ich noch lange nicht das, was ich gerne wäre", ergänzte er, schwieg dann und hoffte, dass diese Erklärung reichte. Die Braunhaarige konnte ihn jetzt als absoluten Weichling und Versager darstellen oder aber seine Argumentation nachvollziehen. Beides war ihm Recht. Das war er eben. "Aber wie gesagt, verzeih' bitte.", brummte er und seufzte noch einmal. "Solange dein Körper gegen die Droge kämpft... dürfte ich mir deinen Arm ansehen? Ich will nur sichergehen, dass alles an seinem Platz ist..." Nachdenklich zurrte er seine Haare wieder in eine Form, die ihn nicht störte. Mei und Yami mussten warten. Dem Byakugan konnten sie sowieso nicht entkommen. Und Mei war ein verwöhntes Adelsmädchen - die konnte nicht weit laufen. Jedenfalls war das ziemlich wahrscheinlich, nicht?
  19. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Der große Tatsumaki Hei, Herrscher der Wüste und des Sandes, holte also tatsächlich zu einer Erklärung aus. Nun, fast. Nachdem die Hyuuga ihren Kommentar in den Raum gestellt, noch einige Schlucke weiterer Flüssigkeit die Kehle hinunter gespült hatte, folgte erneutes Schweigen. Aha, wollte er etwa nicht? Die weißen Seelenspiegel sahen nicht zu dem jungen Mann, das Lächeln auf den Lippen fehlte Mari. Diese ganze Situation beinhaltete ein großes Problem – nämlich, dass Hei und sie sich schon eine ganze Weile kannten und er ihr nicht vollkommen egal war. Auf irgendeiner Mission mit irgendeinem Partner hätte die Braunhaarige die Informationen über das Bluterbe einfach aufgenommen, wäre dankbar gewesen, dass es vorhanden war und fertig. Doch im Bezug auf den Tatsumaki war es anders, denn dies war nicht der erste Auftrag, den sie zusammen ausführten. Und es war vor allem nicht der erste Auftrag, in der das Wissen um die Kontrolle des Sandes einiges gebracht hätte. Oh, aber was war denn das? Hei öffnete seinen Mund und lies seine Stimme erklingen. Welch Ehre. Nun wandte sich das nüchterne Gesicht der jungen Dame doch wieder zu ihrem Partner und schweigend lauschte sie seiner Erklärung. „Prahlen?“ Egal wie still die 15-Jährige sonst auch sein konnte, dass sie Dinge eher im Raum stehen ließ, als sich direkt mit einer Person darüber zu unterhalten – hier ging es nicht anders. Sie hatte über die Worte des Suna-Nins nachgedacht, doch so manche Formulierung von ihm missfiel ihr deutlich. Und – fast eine weitere Ehre für den jungen Mann – dies ließ sich Mari auch deutlich im Gesicht ablesen. Die Augenbraue war hoch angezogen und – irgendwie – waren ihre Züge verkrampfter als sonst. Sie strahlte keine freundliche Gleichgültigkeit mehr aus. „Wenn du auf den Trainingsplatz der Akademie gehst und dort mit deinen Sandgeschossen jede Trainingspuppe in Grund und Boden stampfst, das bezeichnet man als Prahlen. Doch wenn man am Anfang einer Mission steht, dann hat man seine Fähigkeiten, egal wie ausgereift sie bisher sind, weder vor dem Team noch dem Teamleiter zu verstecken. Erschwerend kommt noch hinzu, wenn man mit Feindkontakt rechnen kann und die Mission an einen Ort geht, auf den dein Bluterbe ausgelegt ist. Mysteriöse Geheimnistuerei bringt in diesem Fall dir vielleicht etwas, aber der restlichen Gruppe?“ Mari war es nicht gewohnt, das hier war für sie eine vollkommen neue Art von Situation, das merkte sie auch selbst. Weder hatte sie sich in ihrem bisherigen Leben irgendwie so gefühlt, als müsse sie jemanden – wie sollte man es nennen – belehren, noch hatte sie sich jemals selbst als erfahren genug dafür angesehen. Sie trank noch ein paar weitere Schlucke, schließlich wollte sie dennoch der Aufforderung des Schwarzhaarigen nachkommen. Irgendwie musste sie ja wieder fähig werden, ihr Chakra zu konzentrieren. Und wenn das hier die einzige eventuelle Möglichkeit war, dann würde sie diese auch wahrnehmen. „Es ist schön, dass du versuchst, dem Druck zu umgehen.“ Nachdem Mari den letzten Schluck beendet hatte, sah sie wieder in die blauen Augen des Tatsumakis. Sie blieb sitzen, daher musste sie ein Stück hinauf sehen, was jedoch nicht die Ernsthaftigkeit in ihren Zügen verschwinden lies. „Vielleicht sollte ich das auch so machen? Einfach ein Henge auf meine Augen legen und bei jedem Auftrag so tun, als besäße ich gar kein Byakugan. Damit der Teamleiter gar nicht erst meine Fähigkeiten, die er vielleicht viel zu hoch einschätzt, mit einplanen kann.“ Sie sah zur Seite, dachte nach. War da nicht irgendwo ein gutes Beispiel vorhanden? „Auf meiner ersten Mission wäre das wirklich gut gewesen. Mein Byakugan konnte noch fast nichts, dennoch lastete im Prinzip die gesamte Mission auf meinen Schultern. Ich hätte meine Augen verdecken sollen. Zwar wäre der Auftrag dadurch für das gesamte Team um einiges schwerer gewesen, wenn er denn überhaupt zum Erfolg geführt hätte, aber es wären keine Erwartungen an mich gestellt worden, denen ich eventuell nicht hätte gerecht werden können. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen?“ Die weißen Seelenspiegel schlossen sich einen Moment, sie atmete durch. Wieder ein Schluck des Wassers, danach wurde das Glas abgestellt. Wollte sie noch etwas sagen? Ja, eine Kleinigkeit lag ihr noch auf den Lippen. Hatte Mari sich bisher größte Mühe gegeben, mit ihrem schauspielerischen Talent jeglichen vorwurfsvollen Unterton zu verdrängen, ließ sie ihn nun in vollem Maße mitschwingen. „Ich hätte dich nicht so eingeschätzt, muss ich zu meiner Schande zugeben. Merkst du etwas? Mit deiner Denkweise denkst du ganz allein nur an dich, nicht einmal im Ansatz an das Team, mit dem du zusammenarbeiten sollst. Ich habe mittlerweile begriffen, dass mein Vater mir in mancher Hinsicht falsche Dinge beigebracht hat. Oder anders ausgedrückt, Dinge, die ich in dieser Art und Weise einfach nicht ausführen kann. Aber in einer Hinsicht hatte er recht und wird es auch immer haben. Es geht nicht um das eigene Wohl, sondern um das des Teams. Und ohne gegenseitiges Vertrauen ist jeder Auftrag zum Scheitern verurteilt.“ Danach beendete auch Mari endlich ihre Ausführungen, wunderte sich selbst, was so alles aus ihr herausgekommen war. Wie man mittlerweile wusste, hatte auch das Mädchen die Veranlagung, viel sprechen zu können – nur nutzte sie es seltener als so manch anderer Vertreter ihres Geschlechts. Und eben nicht vor jeder fremden Person, die sie seit fünf Minuten kannte. Sie sah zu ihrem Arm, der immer noch eine ungesunde Farbe vorzuweisen hatte. Sollte sich wohl wirklich einmal drum gekümmert werden, hm? „Kannst du. Ich selbst verstehe nicht wirklich etwas von Medizin“, stellte sie klar und stimmte gleichzeitig zu, dass der junge Mann sie untersuchen konnte. Doch irgendetwas war anders in der Stimme der Hyuuga. Erneut distanzierter vielleicht?
  20. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Schweigend hörte der Tatsumaki sich den Vortrag an. Nein, den Vorwurf. Nein, die Vorwürfe. Und - wie er ja schon oft mitbekommen hatte - Mari hatte natürlich wieder einmal Recht. Jedenfalls in den meisten Dingen, die sie ansprach, aber das war Hei ja auch so schon klar gewesen; Nur hatte er wirklich nicht mit dieser Reaktion gerechnet. Natürlich, vielleicht mit einer Art Schelte oder so etwas, aber Mari hatte ihm nicht wie der Typ für Standpauken geschienen. Aber was war das denn hier sonst? Eigentlich vermutlich sogar noch etwas schlimmeres als eine Standpauke. Aber in dem Tatsumaki regte sich gleich Widerstand - nein, Mari hatte nicht verstanden. Nicht wirklich jedenfalls - sie hatte nicht verstanden, dass er und sie grundverschiedene Typen waren, etwas anzugehen. Sie, der verwöhnte Hyuugasprössling - ob es nun Erfolg oder Geld war - und er, Hei, der Sohn der Wüste, der prinzipiell schon sein ganzes Leben in der Wüste ums Überleben gekämpft hatte. Man lernte, dass es dort nicht immer nur darum ging, andere zu retten - vor allen Dingen nicht, wenn man damit, sich selbst zu helfen, auch anderen helfen konnte. Nein, Mari lag nicht komplett richtig, aber das konnte er ihr so nicht sagen - weil der Großteil trotzdem stimmte und das nur wie ein letztes Zucken wirken würde. Aber die Augen des jungen Mannes verengten sich ein wenig, als ihm bewusst wurde, dass die junge Frau auch nicht so schnell verstehen würde. Gleichstellung funktionierte in der Shinobiwelt trotz allem nur begrenzt - jeder bekam für eine Mission das gleiche Geld, hatte den gleichen theoretischen Stand inne und wurde bürokratisch gleich behandelt. Aber wer sagte, dass das auch reell so war? Beinahe hätte er gelacht. Er dachte nur an sich selbst? Blödsinn. Aber wie konnte er ihr das sagen, ohne sich tatsächlich auch noch einen Feind zu machen? Wie bereits erwähnt hatte er nicht vor, es sich mit der Hyuuga zu verscherzen, aber er konnte auch keine Ungerechtigkeit auf sich sitzen lassen. Fakt war, dass Hei fair war - er war sich über Fehler im Klaren. Vor allen Dingen über seine. Aber die Hyuuga war auch nicht von Zweifeln befreit. Sie erlaubte ihm, den Arm anzusehen, aber Hei wusste nicht einmal, ob er das gerade wollte. In ihm war es gerade garnicht so ruhig, wie er es gewohnt war. Normalerweise konnte man seine Gedankenwelt durchaus mit der Wüste vergleichen - es war ruhig und nicht besonders aufregend, wenn man nicht wusste, was es dort zu finden gab. Aber man konnte eben auch nicht wissen, dass unter manchen Steinen Skorpione lauerten, die durchaus Gift in sich trugen. Der Tatsumaki ballte die Faust, drehte sich um und entfernte sich einige Schritte, kam zurück, ging noch einmal weg und kam wieder zurück. Es fiel ihm sichtlich nicht einfach, zu sprechen - oder sich zurückzuhalten? Tatsächlich war es so ziemlich beides. Schön blöd, wenn beide Sachen so aufeinandertrafen, oder? "Ich habe einen Fehler gemacht. Vielleicht auch einige mehr, wenn du alle Missionen und Jobs zählst... aber ich lasse mir nicht sagen, dass ich selbstsüchtig bin. Weder dein Vater noch du musste in der Wüste aufwachsen. Wer hat dich zurückgetragen, als du kaum Chakra mehr hattest, weil du dein Byakugan überlastet hattest? Nur wer sich selbst helfen kann, kann auch anderen helfen, das ist das Prinzip, was die Leute in Suna leben. Und ich wurde so erzogen." Er verschränkte die Arme, schüttelte den Kopf. "Ich hatte nie vor, es absichtlich geheim zu halten. Wenn du gefragt hättest, hätte ich es dir gesagt. Wenn eine brenzlige Situation entstanden wäre, hätte ich alles, was ich gehabt habe, dem Feind entgegen geworfen. Außerdem habe diese Kraft in Suna bereits benutzt... ich habe es nur nicht allzu offensichtlich gemacht." Er schnaubte leise. "Das soll keine Ausrede sein, nur eine Klarstellung. Nur, weil dein Vater sagt, das Wohl des Teams steht über dem des Einzelnen, heißt das nicht gleich, dass man sich selbst aufopfern muss. Diese Weisheit kann verschiedene Ausprägungen haben. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß... und ich habe immer nach besten Wissen und Gewissen gehandelt - wie ich gesagt habe, ich sehe ein, dass es anders besser gewesen sein kann. Aber nicht, weil damit eine Mission einfacher gewesen wäre oder jemand damit hätte rechnen können. Sondern weil ich verstehe, dass Vertrauen wichtig ist. Man kann seine Augen nicht überall haben."

    Der Wüstensohn seufzte leise, krempelte seine Ärmel hoch und zog einen Stuhl an Mari heran. Er hatte sich ein wenig beruhigt und seine Hände wieder im Griff. Er war wütend, aber mittlerweile mehr auf sich selbst - das Wissen, dass ein Satz am Anfang der Bekanntschaft mit der Hyuuga diese unangenehme Situation hätte verhindern können, wurmte seinen Verstand. Der analytische Teil seines Hirns schrie ihm förmlich entgegen, dass es wohl am sinnvollsten wäre, Zeitreisen zu erfinden... oder war das der emotionale Teil? Tatsächlich, die analytische Hälfte fand Hei im Moment prinzipiell nur ein wenig abstoßend. Aber so war das halt, nicht? Der Wüstensohn besah sich den Arm der jungen Frau, strich darüber. Sie hatte wirklich kühle Haut - seine Finger fühlten sich dagegen beinahe heiß an. Aber so war das schon immer gewesen... er strahlte Wärme aus, wie kalt es draußen auch war. Seine Mutter war der Meinung gewesen, dass das sein 'inneres Feuer' war. Hei war einfach der Vermutung, sein Körper produzierte viel zu viel Wärme, um die kühle Luft zu kompensieren. Oder so. Einmal hier gedrückt, einmal dort gedrückt - er wusste nicht, ob es wehtat, aber die Hyuuga sagte nichts. Offensichtlich nicht allzu schlimm, der Knochen war nicht gebrochen. Wohl aber hatte er Schaden abbekommen und Mari würde nicht drum herum kommen, ihn zu schonen. Der junge Mann verband den Arm mit einem festen Verband, der alles an Ort und Stelle hielt. "Du musst deinen Arm schonen. Selbst, wenn du wieder kannst, leite die nächsten Tage kein Chakra für ein Jutsu hinein oder ähnliches. Der Knochen ist angegriffen." Nach dieser wissenschaftlich einwandfreien Analyse rutschte der Tatsumaki nach hinten, nahm den Stuhl gleich mit und ging wieder auf eine gewisse Distanz. So war die Distanz, die Mari in ihre Stimme gelegt hatte, auch räumlich da. "..." Hei biss sich leicht auf die Unterlippe. Das war doch scheisse - salopp ausgedrückt. "Trotz allem... müssen wir Yami und Mei finden", meinte er leise. "Trink möglichst noch mehr. Kann gut sein, dass du bald anfängst, die Fremdkörper auszuschwitzen."