Eine tierische Tradition – Eine beschwerliche Reise

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Tetsuya Kokoro, 19. Nov. 2013.

  1. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    Das Reich der Erde… Als Kirinin war Daisuke in seinem Leben nicht allzu oft in dieser Landschaft unterwegs gewesen. Die Umgebung in der Nähe von Iwagakure war schon etwas speziell und nicht zu vergleichen mit den anderen Reichen, in denen er schon unterwegs war. Es war bergig, felsig und dennoch nicht trocken, aber vielleicht teilweise ein wenig warm. Zwischen den Hügellandschaften und den höheren Bergen gab es immer mal dichte Wälder und trotz der unwahrscheinlichen Größe dieser Landschaft traten hier und da dicht besiedelte Dörfer oder große Orte auf.
    Gestern schon war der Tetsuya mit einem Zeppelin am Landepunkt nahe Iwagakure angekommen. Dass Soragakure bekannt für seine Technologie war, war für den Chuunin nichts Neues, aber mit diesen technischen Wunderwerken zu reisen, war schon immer noch etwas ganz Besonderes. Sogar der etwas ältere Shinobi war vor diesen Reisen noch ein wenig aufgeregt. Ganz anders verhielt es sich gegenüber seiner Mission. Bisher klang das alles recht angenehm und gut durchführbar für den Chuunin. Nachdem er sich auf der letzten Mission mit einer Aufgabe geplagt hatte, die seinem Konzept von den guten Taten eines Ninjas komplett widersprachen, war dies wieder eine Aufgabe, die mehr nach seiner Nase ging. Nicht einschleichen, Leute quälen und strafen… Nein! Bei dieser heroischen Aufgabe galt es ein Dorf zu retten! Mehr oder weniger vor ihrer eigenen Dummheit offenbar, aber das war erst einmal zweitrangig. Daisuke freute es schon genug darüber, dass er mit seinem Team die Aufgabe haben würde etwas Gutes zu tun! Da war es egal mit welchem Hintergrund. Das konnte doch nur gut ausgehen!
    Apropos Team… Hin und wieder kam es doch tatsächlich mal vor, dass sogar der erfahrene Teamleiter mal wieder ein paar neue Gesichter mit sich auf die Reise nahm. Abgesehen von Ookami Yumi, die ihn ja schon mehr als oft genug begleitet hatte und die er ja auch persönlich gut kannte, waren da noch zwei andere Damen. Ohja, Ladys Night… Wären sie nicht alle viel zu jung… Sakkaku Asahina und Sumiya Saki waren ihre Namen… Schon komisch. Die eine junge Dame war definitiv aus einem Clan, allerdings hatte Daisuke nicht viel Ahnung davon und wusste fast ausschließlich, dass es ein Clan aus Amegakure war… Nicht einmal ihre Spezialisierung hatte er sich einprägen können. Also war es bestimmt auch nichts Cooles gewesen…
    Ihre Reise jedenfalls würde sie, sobald die Kunoichi alle an ihrem Treffpunkt angekommen waren, in ein Dorf führen, dass nicht einmal wirklich nahe war. Es nannte sich Hokuto und war nicht einmal auf der Karte zu finden gewesen, weshalb Daisuke es sich von der Dorfverwaltung hatte einzeichnen müssen. Das war wirklich plump … Allerdings hatte man dem Tetsuya mit auf den Weg gegeben, dass er sich dort so ordentlich wie möglich verhalten sollte, da es sich wohl um ein recht konservatives Dörfchen handelte. Was hieß noch mal konservativ? Wie auch immer. Er würde schon nichts Falsches sagen. Hoffentlich seine Genin auch nicht… Diese hatten im Übrigen vor wenigen Tagen Post von ihm gekommen. Dort waren Tickets für den Zeppelin enthalten, für eine Fahrt, die in wenigen Minuten ihr Ende finden würde. Der Chuunin holte seine Ladys natürlich vom Ankunftsort ab und würde sie dann nach Hokuto eskortieren. An sich klang das doch noch recht entspannt, nicht? Er hatte nicht viel über die Mission geschrieben, abgesehen davon, dass sie eine recht beschwerliche Reise vor sich haben könnten und man sich deshalb entsprechend kleiden sollte. Außerdem hatte er gesagt, dass es zu Kämpfen kommen könnte, weshalb auch Waffen und Ähnliches nicht unangebracht wären. Alles andere war erst einmal nicht so wichtig… Der Chuunin rechnete mit motivierten Kunoichi, die bereit waren die Welt zu retten! … Na wenn er sich da mal nicht irrte.
  2. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Member

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    Mit eine Gesichtsausdruck, der schon aussagte, das Saki absolut keinen Bock auf diese Reise hatte, blies sich das Mädchen eine ihrer blauen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Wieso hatte man sie nur wieder für eine Mission eingeteilt und dann auch noch am A... der Welt. Iwagakure, als wolle dort wirklich jemand leben. Berge, Höhlen und wilde Tiere. Nun mit den Tieren konnte Saki wenigstens etwas anfangen und wenn es in den Wäldern Kräuter gab, die man in Soragakure nicht anbauen konnte, wäre diese Reise nicht absolut zwecklos. Dennoch sah die junge Kunoichi diesem Unterfangen nicht gerade freudig entgegen. Wie auch, die Anreise selbst war bereist absolute Langeweile in Perfektion. Das Luftschiff sollte sie in die Nähe Iwagakures bringen, doch es gab absolut nichts zu tun. Aus diesem Grund tat Saki eigentlich nicht viel, sondern saß fast die gesamte Reise über auf ein paar Kisten auf dem Frischluftdeck des Zeppelins und zeichnete. Sie tat dies weniger zur Unterhaltung, als mehr zur Übung. Denn vor kurzem hatte die junge Kunoichi gelernt Tiere ebenso, wie sie es bereist mit ihren Doppelgängern tat, Leben einzuhauchen. Um im Kampf nicht völlig hilflos zu sein, musste sie deswegen Übung, auch wenn Saki es lieber vermeiden würde, zu kämpfen, aber seit wann hatte das Mädchen schon eine Wahl, immerhin saß sie hier gerade auf einem gottverdammten Zeppelin ins Nirgendwo. Frustriert zerknüllte sie die letzte Zeichnung, die sie angefertigt hatte und warf das Stück Papier einfach über Bord. Das kleine Stückchen Papier flatterte noch unruhig im Wund und entfaltete sich wieder langsam. Die Zeichnung eines Greifen offenbarte sich. Wie bereits mehrfach hatte Saki probiert mytische Kreaturen zu zeichnen, aber bisher war sie daran gescheitert sie zu erwecken. Ein Löwe war kein Problem, aber sobald ein Teil nicht mehr dem Originaltier gehörte wurde es schwieriger. Neben einem Greifen hatte Saki auch Zeichnungen von Drachen, Feenwesen und einem Ent um sich ausgebreitet. Keine dieser Zeichnungen reagierte auf das Chakra des Mädchens und irgendwie war sie etwas enttäuscht. Sicher, es war bereits eine Leistung gewesen überhaupt Tiere, also etwas, das ihr nicht so ähnlich war, wie sie selbst, zu rufen, aber irgendwie packte Saki schon der Ehrgeiz. Aber heute würde sie wohl nicht mehr dazu kommen an ihrer Kunst zu feilen, der Zeppelin begann nämlich gerade zu sinken. Damit hieß es wohl zusammenpacken. Auf ins Abenteuer, auch wenn Saki alles ausstrahlte nur keine Begeisterung.
    Auf der Rampe, die vom Zeppelin führte drängele sich das unhöfliche, kleine Mädchen an allen vorbei, so gut es ging. Einmal umrundete sie sogar die Planke mittels des Baumlaufes, weil eine fette Frau sich nicht die Mühe machte schneller zu gehen. Sogar rollen wäre schneller gewesen. Sie wollte den ganzen Kram hier nur so schnell, wie möglich hinter sich bringen, rein raus und wieder nach Hause. Aber sicher würde es anders laufen, das Schicksal hatte dieses merkwürdige Talent es allen immer schwer machen zu wollen. Das hieß aber nicht, dass sich Saki damit abfinden wollte, auch wenn sie sich erst mal geschlagen gab. Aber nur fürs erste. Außerdem musste sie ja, bevor sie wieder nach hause konnte ihr Team finden, aber in dem Gedränge konnte das kompliziert werden, Saki war eindeutig zu klein für eine Suchaktion in einer Menschenmenge. Dann musste sich Saki eben anders einen Überblick verschaffen. Ninjutsu? Nein, das wäre zu früh, sie hatten ja noch nicht begonnen und jetzt schon mit Chakra um sich zu werden würde sicherlich nicht helfen. Dann blieb ja nur noch das altmodische Fragen übrig … absolut nicht Sakis Stil. Sie bevorzugte die unhöfliche Variante, Leute solange beobachten, bis ihr jemand mit Sora, Kiri, Iwa oder Amesymbol auffiel. Nicht effektiv, aber das kümmerte Saki wenig. Ungestüm und ohne vorher darum zu bitten von irgendjemandem durchgelassen zu werden, schob sie Saki zwischen einigen Männern durch und merkte dann, wie sie vor einem neuen Hindernis stehen bleiben musste. Eine deutlich größere Gestalt mit langem Zweihänder auf dem Rücken blockierte den Weg. 'Muss hier eigentlich jeder im Weg stehen?' Ohne lange darüber nachzudenken ging das Mädchen auf die Knie und schob sich zwischen den Beinen des Kerls durch. Gerade als ihr Kopf zwischen den Beinen des Mannes hervorlugte, blickte sie nach oben und erkannte das Symbol, das an seinem Schwert befestigt war. Kirigakure. Verlegen kicherte Saki leise, bevor sie sich an den Kerl wandte. „Hi.“ Musste irgendwie komisch sein plötzlich eine Stimme zwischen seinen Beinen zu hören. Um die Situation so schnell wie möglich aufzulösen, Peinlichkeit hin oder her, zog sich das Mädchen aus den Beine des Kirinins und stellte sich vor ihm hin. Irgendwie wirkte sie immer noch viel zu klein. „Was glotzt du so, du standest im Weg.“
  3. Sakkaku Asahina

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    Eigentlich hatte Asahina beschlossen, diese Mission voller Energie, Elan und Begeisterung anzutreten. Sie hatte sich vorgenommen, am besprochenen Treffpunkt aufzulaufen und allen zu zeigen, wie unglaublich toll es doch war, dass die anderen nun eine Sakkaku in ihrem Team haben würden. Ja, genau das war der Plan gewesen und die Braunhaarige hatte sich schon unwahrscheinlich gefreut, ihn in die Tat umzusetzen. Sie war also sehr früh am Morgen aufgestanden, hatte sich in ihre hübschesten Ninjaklamotten geschmissen, ihr Stirnband in einer festen Geste um ihren Arm geknotet, ihrer Schwester im Flur kein Bein gestellt um anschließend hämisch zu lachen und war dann, nach dem Frühstück, in aller Frühe aufgebrochen, um als pflichtbewusste Kunoichi ihrer Arbeit nachzugehen. Schließlich war sie eine Sakkaku und die hatten sich vor allem bei Ausgang von ihrer allerbesten Seite zu zeigen, so hatte ihr Vater doch immer recht eindrucksvoll verkündet.
    Leider war es jedoch auch kein allzu großes Geheimnis, dass sich Hinas Laune relativ einfach und vor allem schnell manipulieren ließ, weshalb es wohl auch keinerlei Überraschung war, dass das Mädchen nicht wirklich begeistert war, als sich ihr Transportmittel doch tatsächlich als Zeppelin herausstellte und damit jegliche Euphorie mit einem einzigen Schlag davon pustete. Nun gut, fairer Weise musste man wohl dazu sagen, dass die Sakkaku im Grunde nichts für ihre leicht ausgeprägte Höhenangst konnte und daher nicht die Schuld an ihrer miesen Laune trug. Allerdings hätte die Vierzehnjährige den kleinen Flug wohl eventuell im Voraus erahnen könnten, waren dem Brief, der sie an diesen Ort geführt hatte, doch auch noch das Ticket für eben jenes Höllengefährt beigefügt worden. Nun gut, man musste Situation nun einmal nehmen wie sie kamen, weshalb die Dunkelhaarige ihre aufkommenden Tränen mit aller Kraft hinunter schluckte und dem Ticketkontrolleur in einer möglichst unbekümmerten und selbstbewussten Geste ihren Flugschein vorzeigte. Dieser ließ die Kunoichi mit einem einfachen Nicken passieren und nahm dem Mädchen damit jegliche Hoffnung auf eine Flucht in letzter Sekunde. Natürlich stimmte alles mit ihrem Ticket, es war naiv etwas anderes anzunehmen. Sicherlich hatte ihr Missionsleiter alles vollkommen perfekt geplant und Hina war nun diejenige, die mit den Konsequenzen seiner guten Arbeit leben musste. Ein leises, wehleidiges Murren entwich der Sakkaku, während sie sich bis zu einem freien Platz kämpfte und anschließend wie ein schwerer Mehlsack auf dem dem weichen Material landete. Sie durfte sich nicht aufregen und eine Szene machen, irgendwo in diesem Flugobjekt waren schließlich noch der Rest des Teams und vor dem wollte sie sich mit Sicherheit nicht schon in den ersten Minuten blamieren. Sie war Asahina Sakkaku und würde diesen lächerlichen Flug mit Leichtigkeit hinter sich bringen.
    Leider sollte sich Hina auch in diesem Punkt irren, denn als der Zeppelin schließlich an ihrem Ziel ankam, war die ohnehin schrecklich blasse Haut des Mädchens von einem leichten Grünschimmer überzogen, während sie beinahe schwankend den Weg zur Tür suchte, um anschließend ins Freie zu stolpern. Eines stand fest, sie würde mit Sicherheit nie wieder in einem Zeppelin mitfahren. Mussten sich ihre Kollegen halt einen anderen Weg suchen, wie sie nach Hause kam, aber sie würde mit dem furchtbaren Teil sicher nicht zurück fliegen. Einen Augenblick stand Asahina noch unbeweglich am Rande der Zeppelinrampe, darauf wartend zu ihrem Gleichgewicht und einer regelmäßigen Atmung zurückzufinden, dann versuchte sie sich daran zu erinnern, was genau auf dem Brief gestanden hatte, den man ihr per Post hatte zukommen lassen. Soweit sie das richtig verstanden hatte, sollte sie hier von ihrem Teamleiter abgeholt werden. Sanft saugte das Mädchen ihre Unterlippe zwischen ihren Zähnen ein, während sie ihre Augen über die Ansammlung der Menschen schweifen ließ, auf der Suche nach jemandem, der in etwa auf die Gestalt eines Ninjas passen würde.
    Selbstverständlich war auf den ersten Blick niemand zu finden, weshalb sich die Sakkaku mit einem leicht gereizten Stirnrunzeln vom dicht bedrängten Ausgang entfernte und einige Meter lief, ehe ihr jemand ins Auge fiel, der ungefähr auf die Beschreibung eines Ninjas passen würde. Groß, breit und ein riesiges Schwert auf dem Rücken, nah wenn das nicht nach Kampf schrie. Und selbst wenn sie sich irrte, fragen kostete schließlich nichts. Die wenigen Meter zu ihrer Zielperson waren relativ schnell überwunden und als sie sich schließlich genau vor ihm befand, konnte sie auch das kleine Mädchen zwischen seinen Beinen ausmachen, welches gerade dabei war sich aufzurichten. Ob das wohl seine Geliebte war? Obwohl...ein bisschen jung vielleicht. Seine Schwester? Dann war er vielleicht doch der Falsche...Naja, was hatte sie schon zu verlieren. "Sakkaku Asahina, bist du Tetsuya-....san?" Schon irgendwie doof, wenn man so zu ihm hochblinzeln musste...und dann dieses nervige Suffix...
    Zuletzt bearbeitet: 20. Nov. 2013
  4. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Obwohl Ookami Yumi normalerweise mit extrem wenig Enthusiasmus an eine neue Mission heranging, war es in diesem Falle ein wenig anders. Man mochte beinahe auf verkehrte Welt tippen, aber sie hatte sich richtig gefreut, als Daisuke ihr das Ticket gegeben hatte. Die anderen hatten es wahrscheinlich per Post bekommen, aber es wäre durchaus reichlich albern gewesen, wenn jemand, der mit ihr im selben Haus wohnte, es ihr per Post zugeschickt hätte. Dies war eine Mission, so schien es, welche genau das zum Ziel hatte, was sie anstrebte: Sie würden Menschen helfen können! Sie half sehr gerne, wenn man ihr die Möglichkeit ließ und das war sowieso viel schöner, als anderen Angst zu machen oder sie zu verletzen. Zwar hatte diese gute Neuigkeit den bitteren Beigeschmack gehabt, dass es sehr wahrscheinlich zu Kämpfen kommen würde, aber solange diese einem guten Zweck dienten, würde sie ganz bestimmt gut damit auskommen! Sie hatte ihr Kodachi geschnappt und es um ihre Hüfte gebunden, wobei sie den Stacheln am Griff einen beinahe entrüsteten Blick zugeworfen hatte, nach dem Motto, warum diese denn immer noch nicht das Weite gesucht hatten. Danach hatte sie sich Brote geschmiert und Daisuke gleich noch welche mit und war aus dem Kiri-Ryokan herausgewatschelt. Am heutigen Tage hatte sie ein wunderschönes, orange-rotes Oberteil angezogen, welches, das musste sie wohl zugeben, sicherlich ein wenig großzügiger mit Stoff hätte versehen sein können. Allerdings hatte sie von xxx gelernt, dass man sich nicht unter Stoff verstecken sollte, weil man Unsicherheit auch durch meterdicke Lagen bemerkte - und da sie eigentlich ein wirklich hübsches Mädchen war, wäre es falsch, wenn sie das immerfort verstecken würde. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie gut drauf war und sich darauf freute, Menschen helfen zu können! Der Rang der Mission passte ihr so weit auch gut in den Kram, weil sie ohnehin nicht Wert darauf legte, sich in besonders gefährliche Aktionen zu stürzen, also war sie rundum glücklich und zufrieden.
    Auch die Fahrt mit dem Zeppelin empfand sie als angenehm. Sie hatte sich ein schönes Buch mitgenommen und verbrachte die Stunden damit, über Seiten dahin zu schmelzen, auf denen sich Damen und Herren in den Armen lagen, Liebesschwüre säuselten und einander dann doch wieder betrogen, ehe sie mit bedauernswerten Mienen angekrochen kamen und um Verzeihung baten. Nicht immer fiel die Reaktion darauf gleich aus und auch wenn Yumi Happy Ends gerne mochte, konnte sie gut verstehen, warum es nicht immer eines geben konnte. Wenn man sie so schändlich betrogen hätte - oh! Sie hätte nicht nur ebenso viele Tränen vergossen, sie hätte der Übeltäterin sicherlich eine schallende Ohrfeige verpasst und dafür gesorgt, dass diese nicht in Vergessenheit geraten würde! Bei dem Gedanken zogen sich ihre Augenbrauen leicht zusammen und sie ballte in der Geschichte vertieft die Hand. Wenn sie jemandem mit aller Kraft und allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln einen Schlag versetzte, war das wirklich gefährlich, also sollte sie es vielleicht doch besser lassen... die Heroine ihres Romans verzichtete schließlich auch darauf, ihren ehemaligen Geliebten zu erstechen und begnügte sich mit dem Ausdruck vollkommener Aufgabe auf seinem Gesicht, ehe sie sich in die dunkle Nacht verabschiedete. Inzwischen war nicht nur das Buch, sondern auch die Fahrt zu Ende, also verließ sie das Luftschiff mit den anderen Passagieren zusammen und kam als eine der letzten am Landepunkt an, weil sie den anderen den Vortritt gelassen hatte. Im Grunde genommen hatte sie es nicht eilig, was man von einigen anderen Mitreisenden nicht behaupten konnte. Da war sogar ein kleines Mädchen mit blauen Haaren, das sich per Baumlauf eine Abkürzung sicherte... wahrscheinlich würde diese ebenfalls in ihrem Team sein, denn normal war es sicher nicht, dass Shinobi hier herumliefen. Dafür war dieser Ort viel zu klein.
    Yumi traf also als Letzte bei der Gruppe ein, die sich um Daisuke gebildet hatte. Es war einfach gewesen, ihn zu finden, da sie ihn kannte und er die längste Zeit seines Lebens klein gewesen war. Schlussendlich hatte er auch noch dieses große, gruselige Schwert, das ja nun eindeutig nach Shinobi stank... die Ookami rückte ihr eigenes Stirnband, welches sie an der Tasche um ihren Oberschenkel befestigt hatte, zurecht und ging auf die drei zu. Sie hatte recht gehabt, die Blauhaarige war wirklich dabei. "Guten Tag, Daisuke-san! Hallo ihr beiden!", strahlte sie und ließ ihr Buch in ihrer Tasche verschwinden, damit sie nicht noch eine der beiden jungen Damen auf falsche Ideen bringen würde. Erst kürzlich hatte sie wahrscheinlich einen jungen Mönch verdorben... so etwas passierte so schnell! "Mein Name ist Ookami Yumi!", stellte sie sich den beiden Damen vor und lächelte breit. Hach, was war es doch für ein schöner Tag!
  5. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

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    Natürlich wusste der Tetsuya nicht was ihn erwartete, aber bisher war der Chuunin immer davon ausgegangen, dass es nichts mehr gab, was ihn hätte überraschen können. Immerhin kannte er ja sich selbst aus seiner eigenen Zeit als Genin, von daher konnte es kaum noch viel geben, was dies toppen konnte. Er war immer respektlos und vorlaut gewesen, während er darauf bestand, dass man ihn wie die Prinzessin auf der Erbse behandelte. Wie konnte das also noch schlimmer werden? Wenn jemand mit der „Jugend von heute“ anfing, reagierte Daisuke immer recht unberührt. Schon er hatte es faustdick hinter den Ohren gehabt und seine bisherigen Erfahrungen hatten gezeigt, dass die meisten Shinobi und Kunoichi deutlich erträglicher und erzogener waren als er…
    Nun stand er da also und wartete geduldig und gut gelaunt auf seine drei Mitstreiterinnen. Wären sie doch nur etwas älter, dann wäre der Tag perfekt. Aber nein, das Schicksal meinte es nicht immer allzu gut mit ihm. Und während er ein wenig nachdachte, dauerte es einen ganzen Moment, bis der riesige Chuunin überhaupt bemerkte, dass sich etwas zwischen seinen Beinen hervor kämpfte. Es war ein langer blauer Schopf, der offenbar einem zierlichen, sehr kleinen Mädchen angehörte, welches sich seinen Weg zwischen seine Beine hindurch wagte. War das ihr ernst? Daisuke zog ein wenig irritiert die Augenbraue hoch, als nach einem verlegenen Kichern eine kurze, sehr plumpe Begrüßungsfloskel folgte. Er blinzelte einige Male und war dazu verleitet sich selbst in die Wange zu kneifen, weil er das nicht hatte glauben können. Einige Sekunden später richtete sich das zierliche, kleine Ding ihm gegenüber auf. Sie war wirklich winzig. Um genau zu sein, war sie genau so groß, wie Daisuke es in ihrem Alter gewesen war. Jemanden auf seine Größe hinab zu stufen, würde dem Chuunin jedoch niemals in den Sinn kommen, da er selbst das zu genüge hatte erleben müssen. Jetzt war er größer als die meisten und so musste das Kind fast seinen Kopf in den Nacken legen um ihn überhaupt anzusehen. Ja, alles hätte Daisuke ihr verziehen… Doch der folgende Satz löste eine Kurzschlussreaktion bei ihm aus. Er begann zu grinsen, wirkte selbstzufrieden und absolut nicht gereizt… Dann packte er Saki jedoch am Kragen, riss ihr den Boden unter den Füßen weg hinauf zu ihm auf Augenhöhe und grinste ihr ins Gesicht: „Du solltest ein wenig mehr Respekt vor deinem Vorgesetzten haben Sumiya Saki. Beim nächsten Mal spare ich mir die Worte und verpasse dir ohne weitere Vorwarnung direkt eine Kopfnuss.“ Ja, Saki hatte die Grenze seiner unendlichen Gutmütigkeit schon mit dem ersten Satz übersprungen. Und eine Kopfnuss von Daisuke war nicht schmerzfrei. Das konnte sicher auch ein Fremder auf den ersten Blick erkennen. Er ließ sie wieder hinunter und es wäre wirklich besser für sie, wenn sie ihren Mund erst einmal verschlossen hielt. Das mit der Kopfnuss war nämlich kein Bluff…
    Naja! Immerhin war der Chuunin nicht nachtragend. Das entsprach absolut nicht seiner Natur. Eine weitere weibliche Stimme erklang, gerade als er das Kind herunter gelassen hatte. Es war ein bekannter Name, der sich da vorstellte. Als er sich umblickte, stand da ein durchschnittlich großes, recht hübsches Mädchen und blickte ihn aus ihrer Höhe heraus an. „Hey Asahina. Ja, ich bin Daisuke und es reicht auch wenn du mich so nennst.“ Er warf einen Blick auf seine Uhr und zu dem Luftschiff, auf dem rege Arbeiten losgingen, um die baldige Abreise vorzubereiten. Wo war Nummer drei? Ach, auf Yumi musste man nicht lang warten. Da war der Chuunin sich sicher. Kaum hatte sie die anderen mit ihrer strahlenden Art begrüßt, grinste auch der Weißhaarige ihr entgegen. „Hallo Yumi-chan!“ Man konnte definitiv erkennen, dass der stupide Riese eine gutmütige Persönlichkeit war. Ob sie wohl lieber einen grimmigen, autoritären Teamleiter hätten? Das konnte er auch, aber es war ihm lieber nicht so zu sein. „Ich hoffe ihr hattet eine gute Reise bis hierher und seid gut vorbereitet. Hm… Ein paar Minuten habt ihr Zeit um euch auf den Weg vorzubereiten, dann würde ich auch schon gern losgehen. Wir haben einiges vor uns und sollten nicht unnötig trödeln. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, die euch auf der Zunge liegen, nur raus damit.“ Er grinste noch immer so fröhlich und entspannt. Und das obwohl Saki ihn eben so gereizt hatte… Naja, wenn es nicht noch einmal jemand wagte ihm blöd zu kommen, wurde das sicher eine entspannte Mission!
  6. Sumiya Saki

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    Unvermittelt verlor das blauhaarige Mädchen den Boden unter den Füßen. Sie war von dem weißhaarigen Kirinin am Kragen des etwas ausgeleierten T-Shirts gepackt worden und hing nun etwa vierzig Zentimeter über dem Boden, genau auf Höhe der Augen des Größeren. Trotzig verschränkte das Mädchen die Arme und blickte den Shinobi an, dabei funkelte ihr Blick wütend. Zum Glück löste sich die Situation schnell auf, als das nächste Teammitglied eintraf. Ein Mädchen namens Asahina fragte den Ninja, ob er der Teamleiter war. Deswegen zog sie nun die Aufmerksamkeit des Chuunin fast völlig auf den Neuankömmling, was Saki wiederum die Möglichkeit gab sich wieder einmal schlecht zu benehmen. Direkt hinter dem größeren Ninja baute sich das Mädchen auf und streckte ihm die Zunge heraus. Sehen konnte er es nicht, aber die Geste war eher für sich selbst, vielleicht auch Asahina gedacht. Zusätzlich klappte Saki ihre rechte Hand, wie bei einer Handpuppe, auf und zu, um Daisukes Rüge von eben nochmals tonlos an ihn zurück zu schicken. Gerade war Saki wirklich nur ein Kind, keine Spur von einer Kunoichi oder Professionalität im Allgemeinen. Aber das war Saki auch richtiggehend egal. Sollten sie doch denken, was sie wollten.
    Schnell stieß auch die letzte Kunoichi der Gruppe zu ihnen, eine gewisse Yumi, weswegen der Teamleiter nun damit begann sie offiziell zu begrüßen. Als würde das Sakis Bild von dem Kerl irgendwie ändern oder ihr plötzlich Respekt vor dem Typen lehren. Das wäre ja noch schöner. Dennoch würde Saki noch nichts machen, was den Chuunin ärgern würde, immerhin hatte er sie eben mit einer Hand locker hochheben können, da wollte sie nicht sofort eine Kopfnuss riskieren. 'Moment Mal. Wenn ich die einzige Person hier bin, die mit Medizin umgehen kann und davon gehe ich hier mal aus, kann der Kerl mich doch nicht einfach ausknocken. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert oder in diesem Fall heilt.' Ganz schön von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt die Kleine. Dennoch, riskieren würde sie nichts, dafür war sei zu reif … okay, das konnte man vergessen, sie hatte aber sicherlich noch bessere Chance Daisuke zu nerven, denn das, so hatte sie eben den Entschluss gefasst, würde ihre heutige Sidequest für diese Mission sein. Ob das intelligent war oder sonst irgendwie hilfreich, stand auf einem ganz anderen Blatt.
    Als Daisuke ihnen für die nächsten paar Minuten ... 'Wie großzügig, Volltrottel!' … frei gab, ging Saki ohne auf die anderen zu achten in Richtung von ein paar Kisten und setzte sich auf diese drauf. Sie musste sich nicht vorbereiten, das hatte sie bereits daheim erledigt und wirklich Zeit, um zum Beispiel in einer Apotheke oder einem Kräuterladen zu stöbern, hatte sie ja überhaupt nicht. Daher wartete das Mädchen einfach bis es los ging, so lange konnte es ja nicht mehr dauern. Kaum hatte sich das Mädchen einigermaßen bequem hingesetzt, begann sie in ihrem Beutel zu wühlen. Ihr Ziel waren Pinsel, Tinte und eine leere Schriftrolle. Wenn sie schon nichts anderes tun konnte, ein zwei Zeichnungen, eher eine, wenn sie diese auch noch versiegeln wollte, würde sie schon hinbekommen. Mit geschmeidigen Bewegungen trug Saki die Tinte auf der Schriftrolle auf und dachte daran immer wieder Chakra in das Papier zu leiten. Schnell hatte sie den Wolf, den sie zeichnen wollte, skizziert und füllte nun die wichtigen Bereiche sanft aus, Schatten, Details im Fell und natürlich die Versiegelungszeichen, die verhinderten, dass die Zeichnung, wenn die Rolle zum Beispiel zusammengerollt wurde, verwischte und somit nutzlos machte. Als sie damit fertig war, verstaute das Mädchen die Shriftrolle wider in ihrem Beutel und stand mit einem kräftigen Gähnen auf. So schnell langweilte sie sich.
  7. Sakkaku Asahina

    Sakkaku Asahina Active Member

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    So sehr sich Asahina auch innerlich über den Suffix geärgert hatte, desto mehr freute sie sich über das Angebot, ihren Teamleiter beim Vornahmen nennen zu dürfen. Daisuke klang gleich viel weniger förmlich und wer die Sakkaku kannte, der wusste, das sie ohnehin niemand war, der fremden Personen sonderlich gerne und bereitwillig Respekt und Anerkennung entgegen brachte. Natürlich befand sich der Weißhaarige als Leiter der Mission allein im Rang über ihr, was schließlich auch der Hauptgrund für ihr so wundervoll gedehntes Anhängsel an seinen Nachnamen gewesen war, doch das bedeutete noch lange nicht, dass ihr das auch gefallen musste. Nun, sie konnte wohl von Glück reden, dass sie diese Einstellung nicht laut geäußert hatte, denn so wie Saki wollte sie mit Sicherheit nicht enden, schien Daisuke doch stark genug, auch sie ohne Probleme am Kragen hoch zu heben und anschließend eventuell auch noch durch die Luft zu werfen. Asahina war vielleicht stolz, jedoch die meiste Zeit über kein Dummchen und würde sich hüten, ihren neuen Missionsleiter zu sehr zu verärgern. Schließlich wollte sie am Ende auch noch sicher nach Hause kommen und da würde es sich wohl nicht allzu sehr anbieten, dem Weißhaarigen direkt beim ersten Eindruck zu vergraulen. Yumis Ankunft hingegen entlockte der Sakkaku ein zuckersüßes Lächeln, als sie sich zu der Rosahaarigen umdrehte und sie beinahe täuschend lieb und zuvorkommend angrinste. "Hallo Yumi-chan, es freut mich dich kennen zu lernen.", zwitscherte sie wie ein heiteres Vögelchen, nicht einmal in betracht ziehend, dem Mädchen den selben Respekt zukommen zu lassen, den Daisuke wenige Augenblicke zuvor von ihr bekommen hatte. Das sowohl das Lächeln, als auch die fröhliche Stimme ein wenig zu süßlich waren, um tatsächlich echt zu sein, würde man wohl nur bemerken, wenn man die Brünette ein wenig länger kannte oder gut genug war, Personen derart geschickt und genau zu analysieren. Denn Hina mochte noch so schlecht im Tarnen und Verstecken ihrer waren Gefühle sein, das arrogante Prinzesschen lag ihr dennoch mit einer beinahe verstörenden Selbstverständlichkeit auf den Lippen und in der Mimik.
    Als Daisuke schließlich ihre kleine Pause vor dem Aufbruch ankündigte, wusste die Kunoichi für einen kurzen Augenblick nicht, was genau sie nun tun sollte. Es wunderte sie ohnehin, dass der Weißhaarige ihnen noch Zeit gab, letzte Vorbereitungen zu treffen, hatte sie doch erwartet, dass solche Dinge vor dem Aufbrauch zu erledigen waren. Daher hatte sie alles Wichtige bereits zu Hause eingepackt und konnte nun auch ohne weitere Zeit ganz einfach loslaufen. Dementsprechend unzufrieden war die Vierzehnjährige auch, als sie mit einem Stirnrunzeln die Arme verschränkte und beinahe ungeduldig mit dem Fuß auf dem Boden tippte. Asahina mochte es nicht, zu warten und noch weniger konnte sie es leiden, wenn unnötig Zeit verschwendet wurde. Musste dieser Zwischenstop überhaupt sein? Schließlich war dieses ganze Debakel ja vollkommen unnötig, wenn sie alle schon genau das hatten, was sie brauchten und im Prinzip jeder Zeit aufbrechen konnten. Nun, wenigstens Saki schien sich die Minuten mit etwas Sinnvollem zu vertreiben, wie Hina einige Meter entfernt feststellen konnte, denn das blauhaarige Mädchen, von dem sie sich mittlerweile sicher war, dass sie nicht Daisukes Schwester oder Freundin war, schien für die Zeit eine mehr als interessante Beschäftigung gefunden zu haben. Kurz spielte die Sakkaku mit dem Gedanken, sich anzuschauen was genau das Mädchen da zeichnete, schließlich hatte sie eine kleine Leidenschaft für Kunst jeder Art, dann verließ sie jedoch schlagartig wieder das Interesse und ein weiteres ungeduldiges Seufzen verließ ihren Mund. Saki war vermutlich ohnehin nicht gut genug, als das sich die Strecke bis zu ihrer Kiste und der anschließende Blick auf die Schriftrolle auch wirklich lohnen würde. "Ich finde es vollkommen überflüssig hier noch lange zu warten und mir ist langweilig.", jammerte die Brünette schließlich ungeduldig und kurz war sie sogar versucht, ungeduldig mit dem Fuß auf den Boden aufzustampfen. Asahina war in Trotzlaune und sie wollte, dass jetzt alles ganz genau so ablief, wie sie es sich vorstellte. Denn sollte dem nicht der Fall sein, dann würde sie sich nur wieder selbst in Rage reden und das war etwas, was wohl keiner der anderen Ninja wirklich erleben wollte. Nicht, dass sie auf längeren Zeitraum um diesen Umstand herum kommen würden, doch vielleicht würde man wenigstens den Rest der Reise ohne einen übermäßigen emotionalen Zusammenbruch des Mädchens hinter sich bringen können.
  8. Ookami Yumi

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    Natürlich biss Yumi nicht in irgendwelche Hände, aber dennoch kam man nicht umher, festzustellen, dass Daisukes Hände ganz besonders kräftige Exemplare waren. Außerdem war ebenso bekannt, dass er ganze Zwei Stück davon besaß und man konnte ziemlich sicher sein, dass er selbst mit einer einzigen noch gut zurecht kommen würde. Vielleicht hielt es der Weißhaarige anders und kaute durchaus ab und an auf einer kleinen Hand herum, vor allem, wenn er sie nicht brauchte - und die Frage, wann Daisuke schon einmal die Hilfe einer kleinen Geninheilerin brauchte, war durchaus gerechtfertigt. Sie kannte Daisuke und hatte ihn als freundlichen jungen Mann in Erinnerung, der aber sehr ärgerlich werden konnte, wenn man ihn reizte. Auch der Gutmütigste wurde irgendwann zum Monster, wenn man ihn nur genug triezte, da war der Start für ein Mädchen, das ihm gefühlt bis zum Bauchnabel ging, sicherlich sehr gewagt.
    Die andere Person machte Yumi ebenso ein wenig stutzig. Es wäre gelogen, zu behaupten, dass sich ihre Menschenkenntnis verbessert hätte und sie Falschheit sofort erkennen würde (denn selbst wenn sie einen schlechten Tag hätte, so würde Asahina sie wohl immer noch belügen können), aber bei näherem Hinsehen ähnelte das Mädchen einer Person, die sie kannte - und die sie nicht leiden konnte. Zur Erklärung sollte man anmerken, dass Yumi jedem Menschen einen Vertrauensvorschuss gab und daher bereits mit einem gewissen Grundrespekt an andere heranging. Da sie durchaus etwas naiv und bereit war, Fehler zu vergeben, war es schwer, sich diesen zu verspielen, aber eine Kunoichi hatte das durch ihre gemeine, lügnerische und falsche Art geschafft: Yamamoto Tora. Diese Fuutonninjutsuka mit ihrem Fächer aus schwarzem Stahl regierte die Hassliste der kleinen Kunoichi, was allein deswegen nicht schwer war, weil die die einzige darauf war. Hass war eine so schlimme Emotion, dass sie diese zu vermeiden suchte, aber bei Tora hatte das nicht geklappt. Dummerweise sah die Sakkaku ein wenig so aus wie die betreffende Dame - doch das war nichts, wofür Yumi sie etwa verurteilen würde! Dafür konnte sie ja nichts, wahrscheinlich war sie ganz nett und total toll! Bestimmt... und deswegen lächelte sie auch, als sie sie begrüßte und stapfte ihr auch hinterher, als sie scheinbar ohne Beschäftigung herum stand. Sie selbst hatte bereits alle Vorbereitungen getroffen, also konnte sie die Zeit dazu nutzen, ihre Teamkameradinnen besser kennen zu lernen! Die Ookami bekam daher den langeweileinduzierten Ausbruch des Mädchens mit, aber bewertete diesen nicht weiter negativ. Stattdessen griff sie in die Tasche und zog eine kleine, gelbe Blume aus der Tasche. Sie war etwa so groß wie ihr Daumen und offenbar aus Glas gefertigt - tatsächlich war sie allerdings ein Produkt von Yumis Langeweile und daher aus hartem Kristall gefertigt, der sicherlich nicht so einfach kaputt gehen würde. Auch Tora hatte sie damals eine Blume geschenkt... blieb zu hoffen, dass es sich Asahina besser als sie überlegte. "Die schenk' ich dir!", sagte sie daher und streckte der kleineren Kunoichi das Kunstwerk entgegen.
    Zuletzt bearbeitet: 1. Dez. 2013
  9. Tetsuya Kokoro

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    Wo wir es gerade von Sturheit hatten… Gerade der Tetsuya war ein Musterbeispiel eines Dickkopfes und wenn ihm etwas nicht nach der Nase ging, dann konnte er das, trotz aller Professionalität, nicht ganz nach hinten schieben. Vor allem wenn sich vor ihm ein kleines, blauhaariges Mädchen auftürmte, das kaum groß genug war ihren Kopf in seinen Hintern zu stecken. Daisuke hatte viel Verständnis für Genin, vor allem weil er selbst einmal jemand gewesen war, der es unbewusst immer dazu trieb anderen das Leben schwer zu machen, damit er mit dem Kopf durch die Wand kann. Nichtsdestotrotz wusste der Chuunin auch, dass er dafür so manche Strafe kassiert hatte… Gegen diese war eine Kopfnuss von ihm fast noch richtig harmlos. Mit dieser Warnung sollte es getan sein. Dass sie ihm hinter seinem Rücken Grimassen schnitt, blieb vermutlich besser im Verborgenen. Daisuke bluffte selten … Wenn Saki wüsste was für einen Chuunin sie da vor sich hatte, hätte sie sicher nicht geglaubt, dass sie ihm in irgendeiner Art medizinisch helfen musste. In der Regel verletzte Daisuke niemand! Und selbst wenn, war der Tetsuya doch sehr hart im Nehmen… Außerdem ziemlich stolz. Von einem verzogenen Genin, der ihn noch verärgerte, würde er sich sicher nicht helfen lassen. So viel zum Dickkopf…
    Der Chuunin fand auf jeden Fall etwas, um die Zeit zu nutzen, die er auch den Mädchen gegeben hatte. Dafür hatte er seine Schriftrolle herausgeholt und war alles noch einmal durchgegangen. Danach warf er einen Blick in seine Karte, die sie zu dem Dorf führen würde. Das würde sicherlich ein anstrengender Weg werden. Zu guter Letzt schnürte der Chuunin seine Schuhe fest zu und blickte dann zu den Damen. Saki hatte gezeichnet und Yumi hatte der quengelnden Asahina ein Geschenk angeboten. Auch wenn der Ausdruck von Asahinas Langeweile nur zwei Bedeutungen haben konnte, aber das war nicht so wichtig. Jedenfalls schafften es doch alle Mädchen, trotz jeglicher Unmutsäußerungen, am Ende die Zeit bis zum Aufbruch zu überbrücken. Auch Daisuke hatte alles erledigt, was er vor dem Aufbruch noch getan haben wollte…
    Dann machte er mit einem Pfiff auf sich aufmerksam. „Die Vorbereitungszeit ist vorüber. Der Weg ist lang und nicht gerade einfach, deshalb erwarte ich, dass ihr euch eure Kräfte einteilt, aber übernehmt euch nicht. Wäre ein wenig unpassend, wenn wir ankommen und ihr nicht arbeiten könnt…“ Ihm machte das sicher nichts aus, aber die Damen sahen alle drei nicht so kräftig aus. Von Yumi wusste er, dass sie auch ein wenig körperlich aktiv sein könnte, aber weder Asahina noch Saki sahen sehr sportlich aus. Mit einem Seufzen blickte auf die Karte und rollte kurz mit den Augen. „Ich weiß, dass das nervig ist, aber wir müssen auch den üblichen Text durchgehen…“ Wie oft hatte er das schon gesagt? Er konnte es gar nicht mehr zählen. „Erzählt mir etwas über eure Fähigkeiten, damit ich weiß wie ich euch einsetzen soll.“ So viel dazu. Der Chuunin bewegte sich mit schnellem Schritt voran. Dann ging es wohl nun los…

    [Ooc: Sorry, dass es so lang gedauert hat. Ich hatte ne harte Woche... ^^"]
  10. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Member

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    So schnell war die Pause bereits vorüber. Nur kurz, nachdem sich Saki gesetzt und ihren Wolf fertig gezeichnet hatte, musste der Chuunin seine Klappe aufreißen und das Team zu sich rufen. Genervt seufzte das Mädchen und begann damit die letzten Linien zu ziehen, der Chuunin würde sonst nur noch wütender. Hastig kritzelte das Mädchen anschließend die Siegel, die nötig waren, um den Wolf haltbar zumachen, um die Zeichnung und schob die Rolle in ihre Beintasche, wo sie jeder Zeit abrufbar war. In einem Kampf oder einer gefährlichen Situation konnte Saki es sich ja nicht leisten in ihrem Beutel herum zu kramen. 'Dämlicher Daisuke. Spricht von Pause und macht nach drei Minuten schon wieder Schluss. Ich hätte ja nicht mal auf die Toilette gehen können.' Innerlich fluchte Saki, als sie sich von den Kisten erhob und auf den Chuunin zusteuerte. Wieso nahm er sich das Recht heraus, sie herumzukommandieren? Na klar, er war Chuunin und ihr eigentlich übergeordnet, aber anders herum musste man auch sagen, dass Saki nicht freiwillig Kunoichi geworden war. Es ging ihr nur um die medizinische Ausbildung, die sie so erhalten konnte. Daher war es kein Wunder, dass sich Saki nur widerwillig irgendwelchen Befehlen unterordnete.
    Als sich die Gruppe versammelt hatte, meinte Daisuke, dass es doch von Vorteil wäre, wenn sie ihre Fähigkeiten Preisgeben würden, damit sie Strategien entwickeln konnten und wussten, mit wem sie zusammen arbeiten würden. 'Was auch immer.' Man musste nicht mal wissen, was Saki dachte, um ihr Begeisterung mitzubekommen, ihr Gesicht sprach Bände. „Da scheinbar niemand anfangen will, mach ich das mal. ...Dann hab ich den Schachsinn auch schnell hinter mir. Also, ich bin Medic-Nin. Ich bin niemand, der gerne oder gut kämpft, weswegen ich erstens letzte Reihe und Support stehe. Sollte ich doch mal kämpfen müssen,lasse ich es lieber meine Zeichnungen tun.“ Damit zog sie die Wolfszeichnung aus ihrer Tasche und entrollte die Schriftrolle. „Mittels meines Chakras kann ich die Zeichnung zum Leben erwecken und für den Kampf nutzen.“ Und schon verschwand die Rolle wieder in ihrer Tasche, denn Saki stand weder der Sinn nach Demonstrationen, noch würde diese Chakraverschwendung irgendwo gut ankommen. Sollten die anderen es unbedingt sehen wollen, mussten sie wohl einen oder zwei Räuber auftreiben, die Saki angriffen. Ab er das würde ja nicht passieren … oder?
    Auf jeden Fall ging es los. Daisuke hatte nicht mal wirklich gewartet, als Saki gesprochen hatte, nein, sie musste ihm sogar nachlaufen. War das die Zuwendung, die sie erwarten konnte von diesem Möchtegernteamleiter? Na dann Prost Mahlzeit. Dennoch hatte Saki, wie man ja mitbekommen hatte, ihre Fähigkeiten erläutert und danach die Schnute verzogen. Sie hatte jetzt schon so absolut keinen Bock mehr, das konnte man sich gar nicht vorstellen. 'Nerviger Teamleiter, große Muskeln und kein Hirn oder wie jetzt?' Scheinbar hatte Saki wirklich einen Narren an Daisuke gefressen,ob ihm oder ihr das gut bekommen würde? Fraglich, aber darüber machte sich Saki jetzt keine Gedanken, sie plante lieber einen Streich für den Chuunin, das hatte er sich doch verdient. 'Vielleicht ein paar gezeichnete Würmer in der Hose und wenn er nachsehen will, löse ich sie auf.' Kindisch, aber was erwartete man, Saki war zwölf und das auch nicht lange.
  11. Ookami Yumi

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    Yumi hatte bereits genug Missionen mitgemacht, um das Ritual des einander Vorstellens in- und auswendig zu kennen, aber dennoch empfand sie es nicht wie Daisuke als nervig. Sicher, sie log den anderen jedes Mal dasselbe vor, aber es war dennoch interessant, die Spezialgebiete ihrer Kumpanen zu hören. Natürlich konnte sie nicht wissen, ob sie sich über- oder unterschätzten, ob sie gar schummelten, aber das taten sie in den seltensten Fällen, weil es dumm war. Wenn man die Mission möglichst gut voran bringen und vor allem überleben wollte, dann wäre es mehr als dumm, nicht das anzugeben, was man wirklich tat, weil man dann nicht effektiv genug eingesetzt werden konnte und am Ende vielleicht mit einer Gefahr dastand, die man nicht überwinden konnte. Yumi schummelte dennoch bereits seit ihrer ersten Mission und es hatte noch niemandem geschadet, weil sie sich sowieso nur schwächer machte, als sie eigentlich war. Da sie inzwischen sogar ein wenig Taijutsu gelernt hatte, war es auch nicht mehr allzu falsch, wenn sie dies als ihr Steckenpferd ausgab, weil sie im selben Satz schon wieder erklärte, wie schlecht sie doch darin war. Es hatte ihr noch nie schwer gefallen, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen, weil man es nie von dort entfernt hatte. Ihre gesamte Akademielaufbahn über hatte man ihr vorgehalten, wie dumm und lernunfähig sie doch war, also machte es ihr inzwischen auch nichts mehr aus, dasselbe von sich zu behaupten. Sie hatte ganz klar andere Stärken und gar nicht den Ehrgeiz, ein toller Ninja zu werden, da das überhaupt nicht ihr Ding war. Also blickte sie stattdessen gespannt Saki an, die zu ihrer großen Überraschung verkündete, dass sie ein Medicnin war.
    Yumi war begeistert. Sie hatte das kleine, freche Mädchen überhaupt nicht so eingeschätzt, aber wenn sie wirklich heilen konnte, dann war das absolut toll! Sie hatte Heilkundige stets bewundert, weil ihr das wie ein sinnvoller Chakraverbrauch vorgekommen war und oft versucht, es ihnen nachzutun, war aber immer daran gescheitert. Ihr großes Vorbild, Sayuri-sama, war ebenfalls ein Medicnin, sogar noch zusätzlich einer, der das Mokutonbluterbe besaß, was sie zu der tollsten Kombination machte, die sie sich vorstellen konnte. Statt Holz schien sich Saki eher mit Tinte auszukennen, denn sie beschrieb Jutsu, die sie zuvor noch nie gesehen hatte. Auch diese klangen irgendwie sehr cool, weswegen Yumi sich ein "Wie toll!", nicht verkneifen konnte. Da war kein Stückchen Ironie mit im Spiel, das war bitterster Ernst. Als Saki geendet hatte und sie Daisuke folgten, ergriff sie das Wort, weil sich das dritte Mädchen im Bunde noch nicht geäußert hatte, "Ich bin Taijutsuka. Ich kann zwar Genjutsus lösen, aber nicht super gut und was Ninjutsus angeht, bin ich leider eine totale Niete..." Sie klopfte mit der Hand auf das Kodachi an ihrer Seite, welches eigentlich schon zuvor hätte anzeigen sollen, welche Art des Kampfes sie ausübte. "Ansonsten kann ich aber auch fester zuschlagen, als man glauben würde!", schob sie ein wenig stolz hinterher, denn immerhin hatte sie es fertig gebracht, ihre herausragende Chakrakontrolle sinnvoll in ihren Taijutsustil einzubinden. Da das Ganze noch nicht in Ninjutsu, sondern in Taijutsu fiel, hatte sie beschlossen, dass sie diese Technik ohne Sorge vor Entdeckung anwenden konnte, also sollte sie auch darüber informieren. Gerne würde sie diese anwenden, um Saki zu schützen, wenn diese ihre Heiljutsus praktizierte... denn das wäre ja ebenfalls eine sehr sinnvolle Tätigkeit, nicht wahr?

    ooc: Sorry, irgendwie war in meinem Kopf nicht angekommen, dass Asahina abgemeldet ist...
  12. Sakkaku Asahina

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    Langeweile war etwas, womit man Sakkaku Asahina nicht sonderlich lange oder oft konfrontieren sollte, denn aus ihr wurden die meisten Stimmungsschwankungen des Mädchens geboren. Wenn die Vierzehnjährige nichts zu tun hatte, dann bedeutete das automatisch auch, dass sie Zeit hatte sich Gedanken zu machen und das war etwas, was kluge Leute in den meisten Fällen zu verhindern versuchten, steigerte sich die Brünette doch sonst in alle möglichen Dinge herein und wurde zudem zu einem einzigen Nervenbündel, mit dem sich niemand sonderlich lange und intensiv auseinandersetzen wollte. Daher tat Yumi mit ihrem Geschenk genau das Richtige, denn sie gab dem Mädchen damit eine Beschäftigung, welche sich in diesem Fall auf das Betrachten der zierlichen Blume bezog. Niemals zuvor hatte ihr eine fremde Person einfach etwas geschenkt, weshalb die Sakkaku das zierliche Gebilde beinahe ehrfürchtig betrachtete und behutsam mit ihrem Zeigefinger über das glatte Material strich. "Die ist...hübsch...", meinte sie schließlich und schaffte es nicht, den verblüfften Ton aus ihrer Stimme zu verbannen. Dann schlich sich jedoch doch ein Lächeln auf ihre Lippen und diesmal war es nicht einmal gezwungen, sondern tatsächlich natürlicher und fröhlicher Natur. "Danke, Yumi-chan.", zwitscherte sie und kurz darauf hatte sie auch schon kurzerhand die Arme um die Rosahaarige geschlossen und diese in einer beherzten Geste an sich gedrückt. So wenig sie selbst es auch mochte berührt zu werden, so gerne fasste sich auch andere Menschen an und zeigte so, dass sie sich nicht sonderlich vor Körperkontakt scheute. Als sie von der Ookami schließlich wieder abgelassen hatte und mit deutlich besserer Laune erst Daisuke und dann Saki lauschte, verzog sich ihre Stirn vor allem bei den Worten Letzterer zu einem missbilligen Stirnrunzeln. Asahina war kein sonderlicher Fan von medizinischen Shinobi, was vor allem an ihrem Widerwillen berührt zu werden lag und der Tatsache, dass sie ungerne von anderen Menschen abhängig war. Daher huschten ihre roten Augen nun auch reichlich kritisch über die zierliche Erscheinung des Mädchens und gerade wollte ein wenig freundlicher Kommentar ihren Lippen entschlüpfen, da kam Yumi ihr zuvor und zog die Aufmerksamkeit der Vierzehnjährigen auf sich. Die konnte also zuschlagen, wenn man ihren Worten Glauben schenken durfte. Nun, damit gehörte sie wohl zu der einfacheren Sorte von Ninja, was Asahina im Grunde recht gelegen kam. Yumi war nett, süß und wohl offensichtlich nicht sonderlich talentiert, was sie zu keiner Gefahr für die Sakkaku machte. Nicht, dass diese bezweifelte, dass das Mädchen auch allein mit Taijutsu stärker als sie war, doch die Dunkelhaarige maß wert anders als andere Menschen und sah vor allem im Genjutsu die größte Kunst aller Shinobi Fähigkeiten begründet. Daher zögerte sie auch nicht lange, ehe sie von ihren eigenen Fähigkeiten zu erzählen begann. "Mhh, ich schätze man kann mich als Genjutsuka bezeichnen, ganz einfach weil beim Kämpfen dort mein Schwerpunkt gesetzt ist. Körperlich kann ich eigentlich wenig ausrichten und Ninjutsu selbst sind wirklich alles andere als mein Fachgebiet.", meinte sie dann und schwieg einen Augenblick, in welchem sie überlegte, ob es vielleicht sinnvoll wäre, von ihrem Bluterbe und den damit verbundenen Fähigkeiten zu berichten. Schließlich entschied sie sich jedoch dagegen, denn wer wusste schon, wie lange diese Shinobi hier wirklich ihre Verbündeten waren und im Falle eines Verrates wäre es doch töricht, von ihrem Doujutsu zu berichten. Außerdem würde es Vater bestimmt nicht gefallen, wenn sie mit der Geheimwaffe des Clans derart hausieren ging, weshalb sie sich dafür entschied ihren Teamkollegen ein süßliches Lächeln zu schenken und anschließend brav wie ein Hündchen Daisuke hinterher zu trotten, welcher die Gruppe wohl nun führen würde. Er wusste schließlich als einziger, wohin die Reise genau ging und war zudem noch Teamleiter, da würde sie seinem Beispiel besser folgen, wenn sie nicht wie Saki mit den Füßen über dem Erdboden baumeln wollte. Er sah aber auch was gefährlich aus, mit dem großen Schwert das er da spazieren führte...
  13. Tetsuya Kokoro

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    Es kostete ihnen kaum sonderlich viel Zeit und es zeigen sich schon vereinzelt die ersten Bäume, welche den dichten, dunklen Wald ankündigten, den sie bald betreten würden. Noch waren sie klein, schmal und traten vereinzelt auf, doch je weiter sie gingen, desto häufiger traten die grünen Riesen in ihr Blickfeld. Daisuke machte keine Anstalten deutlich zu machen, dass er nicht viel Zeit verschwenden wollte. Er war sich sicher, dass der Weg beschwerlich war, aber wenn jemand etwas zu meckern hatte, würde er es sicher tun und wer nicht mehr laufen wollte, konnte sich auch der Scham hingeben auf den Schultern des Hünen getragen zu werden. Nein, Daisuke war kein herzloser Teamleiter, aber er wusste worum es bei dieser Mission ging und dass man nicht ganz so viel Zeit verlieren sollte. Bisher klang es nach einer unfassbaren Hinterwäldlergeschichte, aber man wusste ja nie wie viel hinter Gerüchten steckte. Der Chuunin war jemand, der da lieber auf Nummer Sicher ging. Doch nun ging es erst einmal nicht um die Mission, sondern um die Kunoichi an der Seite des Hünen…
    Zum einen wäre da das freche, kleine Biest, welches sich als Saki vorgestellt hatte. Daisuke konnte sie schon nach kurzer Zeit nicht sonderlich leiden. Das lag nicht etwa an ihr selbst, denn wäre er nicht selbst so ein freches, verzogenes Balg gewesen, könnte er vermutlich besser damit umgehen, wenn ihm so jemand gegenüber tritt. Allerdings war er nicht sonderlich selbstkritisch gewesen als junger Bursche und stur und ungeduldig war er ohnehin. Daher hatte Saki nicht sonderlich gute Chancen auf viel Gnade bei ihm zu stoßen… Vor allem nachdem sie sich schon den ersten Strike abgeholt hatte. Ihre Art zu reden, nervte ihn auch. Sie verhielt sich respektlos und leger, was man seiner Meinung nach auf einer Mission nicht tun sollte. Er würde schon aufpassen, dass sie keine Aufgaben mit viel Kontakt zu andere bekam… Vielleicht mit irgendwelchen Tieren, die konnte sie ja vollquatschen… Erstaunlicherweise schien sie hinter der großen Klappe doch zumindest etwas Talent zu besitzen. Das Erbe, welches sie besaß, kannte der Chuunin ein wenig von einem Kollegen der anderen Fraktion, dem er zum Teil seinen Rang zu verdanken hatte. Dementsprechend sah er das Künstlererbe als eine gute Fähigkeit an. Es war eben typisch für den stupiden Daisuke von einer Person auf seine Fähigkeiten zu schließen. Auch Heilen war eine nützliche Sache, die man sicher gebrauchen könnte. Aber wenn sie sich ohnehin viel hinten aufhielt, musste er sich keine Sorgen machen, dass ihre große Klappe ihnen Ärger einbringen könnte…
    Yumi brauchte er nicht wirklich zuhören, da er das Mädchen ja persönlich recht gut kannte. Er hatte sie schon auf einige Missionen begleitet und auch trainieren sehen. Dennoch war er ziemlich gespannt darauf wie sich ihre Fähigkeiten entwickelt hatten. Ihr Schwerpunkt lag ja auf derselben Ebene wie sein eigener. Deshalb erinnerte er sich auch gut daran wie unsicher sie mit dem klobigen Kodachi umgegangen war. Sie wirkte aber allein von den Erzählungen her deutlich sicherer, weshalb er sich kaum Gedanken darüber machte, dass sie nicht zurechtkommen würde. Schon allein, dass sie so stolz von ihren Fähigkeiten berichtete, sprach sehr für sie. Tatsächlich schätzte er Yumi sogar von all den anwesenden Damen hier am fähigsten ein… Das würden die anderen Damen sicherlich nicht zu erkennen wissen…
    Zu guter letzt folgte das eher ruhigere, aber offenbar freundliche Mädchen namens Asahina. Sie war eine Sakkaku und Daisuke konnte diesen Clan grob einordnen. Vielen Menschen fiel nicht einmal auf, dass sich hinter diesem Namen eine Familie befand, doch als Mitglied einer adligen Familie wurde man sehr darauf getrimmt bedeutende oder auf weniger bedeutende Familien kennenzulernen… Außerdem hatte in seiner Laufbahn den Namen irgendwo schon einmal gehört… Dementsprechend war es keine Überraschung, dass sie sich den Genjutsu verschrieben hatte. Was interessant war, war die Tatsache, dass sie Ninjutsu weiter hinten anstellte als Taijutsu. Normalerweise hatten Genjutsuka meist Ninjutsu in der Hinterhand, aber das schien bei ihr, auch wenn sie von wenig körperlichen Fähigkeiten sprach, nicht so zu sein. Das konnte doch tatsächlich interessant werden… So oder so machte er sich bei den beiden Damen wenig Sorgen, dass man sie nicht auf die Menschen loslassen konnte. Sie wirkten beide so, als würden sie sich über das was sie sagten Gedanken machen, obwohl er sich dabei Yumi deutlich sicherer war…
    Während er den Damen zugehört hatte, waren sie ein ganzes Stück vorangekommen. Wo zuvor nur vereinzelt zunehmend mehr Bäume aufgetreten waren, hatten sie sich nun ein Stück weit in den Wald hineinbegeben. Mit jedem Schritt wurde es dunkler um sie herum, da die dichten Baumkronen das Sonnenlicht von ihnen abschirmten. Allerdings hörte man langsam ein paar mehr Tiere. Einige Vögel und auch immer wieder andere, schwer definierbare Geräusche kamen auf dem Wald. Doch nun erst einmal zu Daisuke… „Na das ist doch eine gute Mischung.“, begann der Chuunin die Stille in der Gruppe wieder zu durchbrechen. Sicher war es ein recht ausgeglichenes Team, was schon mal angenehm war. In wieweit sie kämpfen werden müssten, war noch fragwürdig, aber das würde man sehen. „Ich persönlich lasse meist meine Fäuste sprechen, wobei ich nur in Ausnahmefällen zu Waffen greife. Außerdem kann ich gut mit Feuer und Erde umgehen, aber im Wald wird es wohl bei letzterem bleiben. Sollte es zu einem Kampf kommen, sprecht euch ordentlich ab und helft einander… Sehe ich jemanden auf einem Egotrip, gibt’s Ärger.“ So viel dazu… Daisuke stieg über einige größere Wurzeln am Boden und blickte in Richtung der Mädchen hinter sich: „Und passt hier auf wo ihr hintretet. Hier ist alles verwurzelt und mit Moos bedeckt. Da kann man leicht ausrutschen oder fallen.“ Dann mal auf durch den wunderschönen Wald … oder so.
  14. Ookami Yumi

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    Eigentlich mochte Yumi die Natur ja. Sie war fasziniert von Pflanzen, Pilzen und all den friedlichen Tieren, die sich in diesem Habitat aufhalten konnten. Genauso mochte sie auch die Parkanlagen von Soragakure, weil man dort ganz schnell vergessen konnte, dass man sich auf einer künstlich angelegten, schwebenden Stadt befand. Nicht, dass etwas an der generellen Vorstellung falsch wäre, aber sie litt doch irgendwie ein bisschen unter Höhenangst und wenn sie dauernd darüber nachdenken würde, dass sie so schnell so tief fallen könnte, würde sie sicherlich deutlich weniger entspannt sein. Auch züchtete Yumi Blumen im Garten des Wohnheims, das sie mit Daisuke bewohnte. Eigentlich war es ja eine alte, verlassene Villa, aber das kam aufs selbe heraus, weil diese zu einem Heim für Kirinin umgebaut worden war. Sie konnte stundenlang in ihren Beeten knien und sich um ihre Schützlinge kümmern, Unkraut rupfen und sie gießen, umsetzen und derlei Dinge tun. Wälder waren aber immer ein bisschen wilder, weniger domestiziert, weniger hübsch und doch wohnte ihnen stattdessen eine Kraft inne, die bei manchen Exemplaren erschreckend mächtig sein konnte. Sie schüchterte Yumi ein, drückte ihre Stimmung und ließ sie unwillkürlich den Kopf einziehen, als sie unter das Blätterdach tauchten. Es kam ihr vor, als tuschelten die mächtigen Gewächse über die Eindringlinge, als stießen sie raschelnde Flüche über die kleinen Menschen aus, die sich in die Tiefe des Waldes vorwagten. Die Kirinin hatte zwar keine Axt dabei und auch nicht gerade vor, den Wald anzuzünden, aber dafür das Gefühl, dass man ihr hier genau das zutraute. "Dieser Wald ist irgendwie unheimlich...", befand sie leise und sah sich vorsichtig um, nur um im nächsten Moment über eine Baumwurzel zu stolpern und sich gerade noch so fangen zu können. Wahrscheinlich benahm sie sich hier einfach albern und ihre einzige Sorge musste ihr fehlendes Geschick sein! Sie waren hier doch alle Profis und so, da sollte sie den wahrscheinlich etwas jüngeren Mädchen ein Vorbild sein und sich nicht verrückt machen lassen... auch wenn das irgendwie schwer war. Sie konnte sich richtig gut vorstellen, wie so ein alter Wald einen Pakt mit einem gewaltigen Bären schloss, um sich zu beschützen. Ein schwarzer, krallenbewehrter, unkontrollierter Gigant... dem sie hoffentlich nicht begegnen würden. Tiere waren toll, solange sie süß und harmlos waren, aber wenn sie groß und böse wurden, dann jagten sie ihr ganz schön Angst ein. Außerdem war sie sich ja nie so sicher, ob sie all ihre Handlungen bewusst planten und wenn man davon ausgehen würde, dass sie dazu gar nicht befähigt waren, durfte man ihnen eigentlich auch nicht weh tun. Dennoch müsste sie sich verteidigen, wenn so ein Vieh sie attackieren würde und sie würde auch nicht zögern, es zu tun. Ihr Leben war ihr zwar nicht unbedingt wichtiger als das eines anderen unschuldigen Menschen, aber wenn sie zwischen sich und einem Tier entscheiden musste, dann zog das zweite ganz klar den Kürzeren. Es konnte sich hierbei aber auch nicht um ein normales Exemplar handeln, sonst hätte man keine Ninja losgeschickt... oder?
  15. Sumiya Saki

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    Mit den Augen rollend sprang Saki über eine der nächsten Wurzeln und bedachte Daisuke mit einem genervten Blick. Sie wusste verdammt nochmal, wie man sich in einem Wald bewegte. Es möchte ja sein, dass Soragakure nicht mit natürlicher Wildnis aufwarten konnte, aber das hieß nicht, dass sie oder auch die beiden anderen Mädchen, wobei diese von Saki gedanklich ausgeklammert wurden, zu dumm wären in einem Wald zu gehen. Der große Chuunin sollte lieber aufpassen, dass er nicht mit seinem hohlen Schädel gegen einen Ast oder so marschierte. 'Sonst platzt der Ballon noch.' Keineswegs lustig, entlockte dieser Gedanke Saki ein leises Kichern. Sie war nun einmal noch ein und und in manchen Angelegenheiten mehr, als in anderen. Gerade als Saki über eine kleinere Wurzel hüpfte und im weichen Laub auf der anderen Seite landete, hörte sie, wie Yumi meinte, dass der Wald irgendwie unheimlich wäre. Was sollte hier unheimlich sein? Sicher, das Sonnenlicht war gedämpft und die Geräusche unterschieden sich frappierend von denen in der großen Stadt, aber das war doch kein Grund Angst zu haben. Leise seufzte Saki deswegen, war das nicht eine ältere und erfahrenere Kunoichi? Wie konnte sie sich nur so ins Hemd machen? Saki hatte selbst generell nie Angst und wenn doch, dann würde sie es nicht zugeben. Immerhin musste sie das Image der toughen und frechen Genin aufrecht erhalten, das sie nach außen hin repräsentierte, da wäre es hinderlich wegen einem Wald zu schlottern. Aus dem Augenwinkel beobachtete das Mädchen dann auch noch, wie Yumi über eine Wurzel stolperte. 'Also haben wir doch jemanden hier, der nicht einmal gehen kann, klasse.' Sollte man dem Mädchen wirklich im Kampf vertrauen können? Nicht, dass sie, bevor sie einen etwaigen Feind traf schon ihr halbes Team mit dem Schwert, das an ihrer Hüfte baumelte, zerschnetzelt hatte. Saki auf jeden Fall mochte sich lieber im Ganzen, mit allem vorhanden, was nötig war. Vielleicht interpretierte die junge Kunoichi auch nur zu viel in das kurze Stolpern hinein, immerhin hatte sich Yumi sofort wieder gefangen, aber dennoch, Saki vertraute dem Ganzen nicht.
    Der Wald schien kein Ende zu nehmen, es wurde immer nur dunkler und der Dickicht noch dichter. An manchen Stellen, wo sich der Pfad etwas wand, waren kaum zwanzig Meter Sichtweite geblieben und auch die Seiten schienen sich zu verdichten. Wie bei einer Höhle naja, fast jedenfalls. Sicher konnten sie locker durch die Büsche und Zweige durchbrechen, besonders mit Daisuke als Pflug, aber irgendwie war der Pfad dennoch angenehmer. Außerdem war es ja nicht so, als warte hinter der nächsten ecke ein Mörder oder eine wilde Bestie. Ein kleiner Busch neben Saki begann zu rascheln und gerade, als das Mädchen an ihm vorbei gehen wollte, brach ein kleiner Rotfuchs aus den Blättern und erstarrte erschrocken, angesichts der vier Menschen, die ihn störten. Blitzschnell drehte er sich wieder um und verschwand hinter einem schmalen Baum in einem großen Farn. Irgendwie hatte Saki das Gefühl so etwas sagen zu müssen, wie; Siehst du, die Tiere haben mehr Angst vor uns, als du vor ihnen, Yumi. Aber Saki beherrschte sich noch. Noch. Trotzdem hatte auch Saki langsam genug, sie mussten doch bald das Dorf oder so erreichen, wie lange marschierten sie denn schon? 'Eine Uhr wäre nicht schlecht, kann ich mir aber nicht leisten, vielleicht nach der Mission.'
  16. Tetsuya Kokoro

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    Ein Wald? Pah. Als würde Daisuke sich von einem bisschen Holz und grünem Gewächs aus der Ruhe bringen lassen. Der Hüne hatte kein Problem mit einem solchen Wald. Ganz egal wie dunkel und unheimlich er werden würde. Diese merkwürdigen, schwer definierbaren Geräusche, die man aus dem Dickicht heraus wahrnehmen konnte, waren vielleicht ungewöhnlich, aber nicht beunruhigend. Der Chuunin war schon auf einigen Missionen gewesen und hatte daher die verschiedensten Arten von Gruselwäldern erlebt. Es war nahezu klischeehaft und gehörte zu jeder zweiten Mission… Diese Geräusche waren allerdings neu. Waren sie nur ihm aufgefallen? Es war merkwürdig, klang ein wenig wie ein Tier, doch dieses konnte er absolut nicht benennen, weil er diese Laute noch nicht gehört hatte. Wenn er es jedoch richtig einschätzte, war es relativ weit weg. Und je weiter sie gingen, desto dunkler wurde es um sie herum. Man konnte die eigene Hand vor Augen kaum noch erkennen, so bewachsen war dieser Wald mittlerweile. Dass Yumi da stolperte, wunderte den Chuunin herzlich wenig. Sie war groß und schmächtig und solche Menschen waren meist ein wenig ungeschickt, wenn es die Körperkoordination anbelangte, vor allem wenn man sich nicht ganz wohl fühlte. Daisuke konnte sich vorstellen, dass dies hier nicht das traumhafte Territorium für die niedliche Ookami war. Die anderen beiden Damen hingegen verhielten sich jedoch erstaunlich ruhig und schienen keinerlei Probleme mit dem Terrain zu haben. Daisuke hatte mit allem gerechnet und das war erst der Anfang. Da ging es ihnen doch noch richtig gut!
    Allerdings wurde es wirklich dunkel so langsam… Dagegen ließ sich etwas tun. Der Chuunin zog eine Schriftrolle aus seiner Tasche und entsiegelte etwas daraus. Wenige Sekunden später hielt er eine Laterne in den Händen, welche er mit eigenen Händen entzündete, nachdem er das Papier zurückgesteckt hatte. Feuerchakra war wirklich so nützlich manchmal. Ihm war durchaus bewusst, dass Licht irgendwelche Tiere anlocken konnte und wenn die Mädchen darauf kamen und ihn darauf aufmerksam machen sollten, würde er sie damit beruhigen, dass es kein Tier in diesem Wald gab, was es mit ihm aufnehmen könnte. Und dazu musste er sie nicht einmal anfassen… Feuer würde reichen um die meisten Tiere in die Flucht zu schlagen. Als er die Laterne senkte, entdeckte der Chuunin wenige Meter weiter vorn ein Schild auf dem groß und deutlich in fetten Buchstaben der Name „Hokuto“ geschrieben stand. Das war das Dorf, welches sie die ganze Zeit suchten… Das pfeilförmige Schild deutete tatsächlich in die richtige Richtung… So ein schlechter Navigator war der Chuunin also widererwartend doch nicht gewesen. Doch wie lang würde das wohl noch dauern? Der Tetsuya deutete grinsend auf das Schild und erklärte seinen Begleiterinnen: „Seht mal, so weit kann es ja wohl kaum noch sein!“ Da war er sich zwar nicht wirklich sicher, aber er wollte ein paar aufbauende Worte verlieren. Sie liefen nun schon eine ganze Weile durch einen düsteren, unheimlichen Wald… Und die merkwürdigen Tiergeräusche wurden so langsam lauter. War ihnen etwas auf den Fersen? Von diesem Gedanken ließ sich der nach außen hin völlig gelassene Chuunin nichts anmerken. Sollte doch jemand kommen und versuchen sein Team zu attackieren… Die würden ihn erstmal kennenlernen… Wie spät es wohl war? Hier war es so dunkel, dass man kaum einschätzen konnte welche Tageszeit gerade war. Ob das die Leute im Dorf nicht störte? Daisuke war ziemlich gespannt was es mit all dem auf sich hatte… Doch noch ein wenig Marsch hatten sie vor sich in diesem fragwürdigen Wald… Hoffentlich ging es schnell zu Ende, denn irgendwie wurde das Wandern so langsam richtig langweilig… Und diese feuchtkalte Luft machte das nicht viel angenehmer…

    [Ooc: Entschuldigt bitte die Wartezeit, aber aufgrund meiner Krankheit hat sich das etwas gezogen. Ab jetzt geht's wieder schneller voran!]
  17. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

    Beiträge:
    371
    Alter:
    14 Jahre
    Größe:
    175 cm
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
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    Sicherlich gab es einiges in diesem Wald, was mehr Angst vor Yumi haben sollte, als Yumi vor ihm, aber die Frage, inwiefern diese Angstverteilung auch wirklich der Wahrheit entsprach, blieb wohl offen. Im Falle des Mädchens aus Kirigakure konnte man nur sehr selten von offensichtlichen Zusammenhängen sprechen, weil ihr größter Feind in ihr selbst lauerte. Viele ihrer Kollegen strebten danach, einem Konkurrenten eines Tages als ebenbürtig gegenüber zu treten; viele gaben sich Mühe, lernten dazu und verbesserten sich stetig. Man merkte es ihnen so sehr an, dass man sich nicht wunderte, wenn sie irgendwann in höhere Ränge aufstiegen, weil sie es verdient hatten. Das Fähigkeitenlevel der meisten Shinobi ließ sich mit ihrer Selbstdarstellung abgleichen - mit zwei Ausnahmen: Zum einen waren da Angeber und Aufschneider, die sich für so perfekt hielten, dass sie sich trotz mangelnder Fähigkeiten und zum anderen war da Yumi. Würde sich die Ookami zusammen reißen können, würde man ganz schnell damit aufhören, sie zu unterschätzen, aber da das nicht geschah... musste man sich fragen, ob eine Kunoichi, die bereits so lange im Dienst war, nicht mal langsam über dieses Niveau hinweg sein musste, dass ein Wald ihr Angst machte. Vor allem, wenn man bedachte, dass sie den Wald wahrscheinlich roden könnte. Daher war es auch sehr praktisch, dass sie Sakis Gedanken nicht lesen konnte, denn dann wäre sie sicherlich sehr niedergeschlagen gewesen. Klar, Saki hatte nicht den gleichen Status wie Tora, was ihren Charme anging, aber dennoch hatte sie ja nichts direkt gegen das kleine Mädchen. Es würde sie bedrücken, wenn sie feststellte, dass dieses sie für unfähig hielt, sogar ihre Füße zu koordinieren, obgleich diese Vermutung so ihre Berechtigung hatte. Yumi war einfach nicht besonders geschickt, egal, was sie auch versuchte, sie hatte sich seit ihrer Zeit in der Akademie auch nicht besonders darin verbessert. Das war auch der Grund, weswegen sie trotz anstrengendem Taijutsutraining so ihre Probleme mit ihrem Stil hatte, der vor allem auf Eleganz und Geschick setzte. Mit in wenig Glück würde sie allerdings gar nicht kämpfen müssen, dann würde das bestimmt nicht auffallen!
    Yumi war sehr froh, als sie das Schild entdeckte, das erklärte, dass sie doch nicht ganz in die falsche Richtung losgestiefelt waren, denn es bedeutete ihrer Ansicht nach, dass sie nicht mehr besonders viel Zeit hier verbringen mussten. Ein begeistertes "Jawohl!" auf Daisukes Feststellung war daher wohl vollkommen verständlich, zumal sie damit ihre wachsende Nervosität vorteilhaft überspielte. Die Hintergrundgeräusche wurden nämlich immer lauter und ihre Hand geisterte wie von selbst in Richtung ihres Schwertes. Man mochte es ihr nicht anmerken, aber sie hatte durchaus schon einiges an Missionserfahrung, die zusammengefasst vor allem aussagte, dass man sich niemals überrumpeln lassen durfte... Menschen hatten eine gewisse Reaktionszeit, die sie nicht unterschreiten konnten und wenn sie dann erst noch nach ihrem Kodachi greifen musste, war es wahrscheinlich zu spät. Und wer wusste, vielleicht würde ein Biest aus dem Unterholz brechen, das Saki attackierte und sie könnte es verhindern, indem sie schnell reagierte? Besser man passte auf!
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