Flüstern im Dunkeln

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Nezumi Rikku, 23. Juni 2013.

  1. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Wieso sich Rikku immer wieder hinter ihrer Kapuze versteckte? Wieso verkriechen sich Schnecken stetig in ihrem Haus? Wieso rollen sich Igel zusammen? Wieso stechen sich Stachelschweine beim zusammen sein? Es war einfach so und so sollte es auch sein. Also gut, Rikku brauchte sich zwar nicht wirklich jederzeit und zwangsläufig hinter ihrer Jacke zu verstecken, doch fürchtete sich das Mädchen schon etwas vor der Außenwelt, sodass einzig und allein oft nur noch die vermummende Kapuze dem Mäuschen ein schützendes Haus bot, in der sie nicht weiter in Kontakt mit der Umgebung kam, als sie selbst es eingehen wollte. Es war für einen zurückgezogenen Menschen nun mal nicht leicht, sich so sehr zu öffnen, wie es die Schlange im Fischteich gerne wollte. Darum konnte Rikku auch nicht einfach frei raus Antworten, selbst wenn sie es gerne gewollte hätte. Aber ohne die Kapuze waren die roten Augen, die auf ihr lasteten, einfach zu sehr wie Feuer und Flamen, die ihren Mut verbrannten um den waghalsigen Geist der Auflehnung zu zerquetschten. Da kam die grüne Paste gerade richtig, das kochende Mädchen wusste natürlich genau, was Wasabi ist und hatte selbst frischen zu Hause, den sie zeitweise Mal gerne in ihren eignenden Gerichten mit einband. Und obwohl es zwar teilweise nicht sonderlich wichtig war, aber das Mädchen mochte an sich nun mal gerne scharfes Essen, das sich wärmend auf die Zunge legte und ihr innerstes in Hitze umgab. Also griff Rikku flink ohne große Worte - die sie eh nicht sprechen konnte - einfach nach dem grünen Feuer, um es sich schnell auf das Sushi zu schmieren, das sich augenblicklich in ihrem Mund verlor. Doch nicht genug mit dem Glück, es war allerhöchsten ebenso zufällig erfreulich, dass auf bald schon eine Kellnerin zu ihnen kam und dem Team eine Speisekarte [FONT=Verdana, sans-serif][FONT=Verdana, sans-serif]servierte[/FONT][/FONT]. Das war nicht etwa so schön, weil Rikku gerne mal schauen wollte, was es hier noch so für ein Angebot gab, nein viel eher, weil eben jene Karte sich als perfektes Schild anbot, das ihr nicht nur die räuberische Schlange auf Abstand hielt, sondern dem Mädchen auch noch ein Dach vor den Augen spendierte, welches sie nicht als komisches Kapuzenmädchen erscheinen ließ. Du weißt ..., weißt du Hebi-kun, ich bin nicht wirklich die mutigste Person und fühle mich darum auch nicht sonderlich sicher, wenn ich den Menschen direkt ins Gesicht blicken muss. Es ist zwar nicht so, das..., dass ich unfreundlich zu ihnen sein will, aber wenn ich angestarrt werde, verunsichert mich das ziemlich arg. Es waren schwere Worte, die dem Mädchen über die Seele liefen und die sie schon lange keinen mehr erzählt hatte, doch fühlte sich Rikku in Hebis Nähe bislang so sicher, dass er sie wohl hoffentlich verstehen würde. Das Mäuschen holte wenigstens erst mal einen tieferen Atemzug, der vielleicht sogar etwas von einer Erleichterung in sich trug - wie als ob ihr ein Stein vom Herzen gefallen war -, als sie nach einer geringen Pause erneut zum Gespräch ansetzte. [FONT=Verdana, sans-serif]Sel..., selbst in einer so kaum belebten Gesellschaft wie hier, ist es für meine Verhältnisse ziemlich unnormal, ich kenne hier fast nichts und vieles kommt mir neu vor. Sogar meine Anwesenheit ist nur deinem Vorschlag zu verdanken, so..., sonst würde ich wohl bis morgen meine Zeit nur im Hotelzimmer verbringen. [/FONT]Rikku stammelte noch ein paar unverständliche Worte weiter, bis sie es dann gut sein lies, um ihren Missionspartner zu Wort kommen zu lassen. Vielleicht hatte Hebi sogar Verständnis für ihr recht komplexes Problem, da das Mäuschen bislang in allen Gesprächen immer auf die Schlange irgendwie bauen konnte. Eventuell würde er ja auch einen guten Vorschlag machen, wie es weitergehen sollte, sich nur zu unterhalten, weitergehen oder wieder das Hotel aufzusuchen, um die Mission am nächsten Morgen fortzusetzen - alles wäre Rikku recht, solange es ihre derzeitige Situation nicht verschlimmerte.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 29. Aug. 2013
  2. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    [Out: Ihr werdet auf dieser Mission noch mit dem alten Hebi zu tun haben, also mit dem Izaya-Hebi; nicht wundern, wenn ihr den Post lest. ^^]

    Allem Anschein nach hatte Rikku tatsächlich starke Probleme mit sich selbst oder ihrer Außenwelt. Sie schaute Hebi nicht einmal an, während sie mit ihm sprach und versteckte sich hinter der Karte. Wenn es nach ihm ginge, hätte er ihr das Ding einfach aus der Hand gerissen und sie somit dazu gezwungen, ihm in die Augen zu schauen, während sie mit ihm sprach. Aber das würde wohl eher das Gegenteil bewirken: Am Ende wäre sie noch sauer, weil er so handelte, ohne sie wenigstens mental kurz vorher darauf vorbereitet zu haben. Warum machte er sich eigentlich so einen Kopf darum? Konnte es ihm nicht egal sein, wie sie sich fühlte? Er war doch sonst nicht so und kümmerte sich darum, ob jemand ihn mochte oder nicht. Die Wege eines Menschen waren einfach unergründlich. Vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass sie ein Mädchen war – ein hübsches Mädchen – und er sich diesen gegenüber schon immer etwas netter gab. Wer wusste das schon? Manchmal findet selbst er es schwer, zu wissen, was er von diesen und jenen Situationen eigentlich hält. Jetzt strengte er sogar kurz mal sein Hirn an, um über Möglichkeiten nachzudenken, die dem Mäuschen helfen könnten, sich zu überwinden und ein normales Leben zu führen, auch wenn jeder für sich selbst wissen sollte, was er als „normal“ definierte. Sie jetzt einfach so unquittiert da sitzen zu lassen, nachdem sie sich so öffnete, fand er auch gerade ziemlich unpassend, genau wie der Wechsel des Themas sie wohl sicherlich vor den Kopf stoßen würde, da er sich gut vorstellen konnte, dass sie sich dann fühlte, als würde es ihn nicht die Bohne interessieren. Er stützte seinen Ellenbogen auf dem Tisch auf, lehnte anschließend seinen Kopf schief in die nun etwas erhobene Hand und schaute sie direkt an. „Für mich klingt das jetzt alles so, als würdest du dir viel zu viele Gedanken darüber machen, was die Menschen um dich herum über dich denken.“ Er stützte nun beide Ellenbogen auf legte seinen Kopf in die von den Händen geschaffene Mulde und begann leicht zu grinsen. „Das ist der größte Fehler, den du machen kannst, Rikkulein. Menschen haben einfach immer – wirklich immer – Vorurteile. Keiner wird ohne diese geboren und wer sagt, er hätte sie nicht, den würde ich sofort der Lüge bezichtigen. Es mag zwar sein, dass solche Leute dennoch offen auf andere zugehen, dennoch bildet man sich immer anhand des Äußeren sofort einen ersten Eindruck, ergo: Ein Vorurteil.“ Er wedelte ein wenig mit der rechten Hand herum, während er sprach, zum Punkt gekommen ist er allerdings noch nicht. Er kannte die Spezies Mensch nur allzu gut. Da könnte er also Stunden mit dem Erzählen darüber zubringen. Er versuchte sich allerdings dabei knapp zu bemessen, schließlich wollte er sie auch nicht zulabern. Allerdings benötigten seine Vorschläge und alles andere auch einen kleinen Teil seiner Meinung. „Das alles weißt du sicher bereits, dennoch will ich dir nicht damit sagen, dass du somit allen Grund hast, den Kopf hängen zu lassen – im Gegenteil: Gerade jetzt solltest du dir eigentlich 'Fuck this shit' denken und einfach darauf scheißen, was die Leute denken, vor allem weil du eben nichts daran ändern kannst, was sie im ersten Moment von dir halten. Und was sollen sie dir schon tun, wenn du ihnen in die Augen schaust? Mehr als umbringen können sie dich nicht und nur, weil du sie nicht anschaust, werden sie das auch nicht gleich machen und mit Fackeln auf dich stürmen. Ich weiß, das ist alles leichter gesagt als getan, aber wenn man etwas ändern möchte, muss man einfach seinen Schweinehund überwinden und Sachen machen, die völlig entgegen des eigenen Verhaltensmusters sind.“ Er verzettelte sich im Moment ein wenig, wollte aber nun endlich zum Punkt kommen, nämlich zu den Besserungsvorschlägen. „Ich weiß nicht, wie weit deine … Augenphobie geht oder deine Schüchternheit direkt, wenn du nicht gerade im Sinne einer Mission gezwungen bist, mit jemandem zu reden, aber … Lass die Kapuze doch einfach mal ab und wenn du mit deinen Kollegen sprichst, schau ihnen nur bis zur Nase, bis du dir auch die Augen zutraust.“ Zumindest wäre das ein gute Rezept, seinem Kekkei zu entkommen, also konnte es Rikku bei ihren Problemen ja vielleicht auch helfen. „Und was das Reden an sich angeht.. Sprich auf offener Straße doch einfach mal ein paar vorbeigehende Leute an. Du musst keine ellenlange Texte reden, sondern vielleicht auch nur mit der Frage nach der Uhrzeit anfangen – passieren kann ja nichts wirklich Schlimmes, oder?“ Beim letzten Satz begann er wieder, sie freundlich anzugrinsen. Er war heute eine ganz schöne Laberbacke, aber wann verstand man sich schon einmal so gut mit seinem Missionspartner? Er hatte recht selten das Vergnügen, also musste er es doch auskosten.
    In der Zwischenzeit verschwanden dann auch diese komischen Typen aus Hebis Blickwinkel und die beiden Genin hätten nun freie Bahn, die Bedienung oder den Ladenbesitzer zu fragen, wer sie überhaupt waren. Also rief er zumindest den Kellner heran und kam ohne Umschweife zur Fragstellung: „Wer waren die? Der Dicke schien ja 'nen ziemlich großes Tier gewesen zu sein.“ So als ob die Männer noch da waren, blickte der Mann Richtung Tür, aus der sie vor ein paar Sekunden verschwunden waren. „Ach, das war nur unser Ladenbesitzer, Herr Higurashi, und ein paar andere Angestellte, die sich für eine Party schick gemacht haben. Die wenigsten halten ihn für den Besitzer des Ladens, hehe.“ „Hm. Okay. Danke.“ Na toll, hatten Hebi und Rikku wohl falsch interpretiert. Wenigstens war das Sushi absolute Weltklasse. Konnte man nicht meckern. „Wäre ja auch zu einfach gewesen.“, dachte sich der Sakkau und schlang dann auch schon das letzte Teil seines Sushis herunter. Er bestellte sich auch noch was zum Mitnehmen, da er keinen Proviant für unterwegs mitgenommen hatte, als er sich von zu Hause aus zur Mission losmachte und das Geld somit als gut investiert ansah. Wenn Rikku dann fertig war, könnten sie nun die Heimreise ins Hotel antreten. Auch für den Sakkaku wurde es langsam spät und er wollte nur noch schlafen. Nicht, dass ihn der Tag mit Rikku ausgelaugt hätte, weil sie so eine anstrengende Person war, es war nur mittlerweile kurz vor Mitternacht und sie mussten morgen früh raus. Außerdem waren sie seit heute Früh unterwegs und hatten sich ein schönes, warmes Bett ja wohl regelrecht verdient. Also gingen sie zurück in ihre Absteige. Auf dem Weg dorthin trafen sie diesmal nicht so viele Leute, wie ein paar Stunden zuvor. Die Straßen schienen sogar ziemlich leer, fast wie eine Geisterstadt. Kleine Mädchen würden bestimmt Angst bekommen, sollten sie alleine hier lang laufen. Doch zum Glück war Hebi keines und Rikku hatte einen starken Beschützer an ihrer Seite, wenn sie sich gerade nicht selbst wehren konnte.
    Im Hotel angekommen, mussten die Beiden feststellen, dass das Fenster die ganze Zeit über offen war und die nächtliche Kälte sich im ganzen Raum ausgebreitet hatte. Na toll. Frieren bei Nacht – was Besseres konnte man sich doch gar nicht vorstellen, oder? Natürlich hätte Hebi auch die Option gehabt, sich einen Pullover, Socken und Shirts anzuziehen, aber so konnte doch kein Mensch ordentlich schlafen. Deswegen beließ er es auch bei seiner grünen Boxershorts und einem einfachen weißen Tshirt, nur um dann mit Frieren zu beginnen, sobald Ruhe einkehrt war und sie sich im Bett befanden. Es war Totenstille im Zimmer und man konnte auch kaum etwas sehen, wenn da nicht die Fenster ohne Rollos gewesen wären.
    „Rikku-chaaa~n? Bist du wach?“ Egal, ob sie es war oder nicht, Hebis Reaktion würde so oder so gleich ausfallen. „Mir ist kalt. Mach was.“ Kaum hatte er das gesagt, rückte er einfach an sie heran und legte einen Arm um sie. Körperwärme war einfach was Feines. Stellte sich nur die Frage, was Rikku nun machen würde. Schlief sie tief und fest und würde nicht einmal mitbekommen, dass er sich an sie kuschelte oder war sie wach, kommentierte das Ganze und schubste ihn von sich weg? Dass sie wach war und nichts machte, war natürlich auch eine Möglichkeit. Ach, einfach abwarten. Hebi war ein großer Junge und würde schon mit allem fertig werden.
  3. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Tja, da kann man nun mal nichts machen, Rikku war eben schon immer eine Person, die sich zu sehr um andere Menschen Gedanken machte, mit unter auch, wie sie wohl von ihnen wahrgenommen wird, und empfand dementsprechend diese bestimmt Furcht vor ihren Reaktionen auf sie. Das konnte man nicht einfach wie einen Schalter an und ausknipsen. Aber das würde ein Partner wie Hebi wohl kaum verstehen, - da er sich augenblicklich zu gesellig gab, um es mit Rikkus schwerer Einstellung zu begreifen - Schüchternheit ist leider eine komplizierte Krankheit, die sich selbst mit den besten Gegenmaßnahmen nur unter Kontrolle bringen lies, aber keinesfalls auslöschen. Na ja, es gab zwar wirksame und schnell helfende Medikamente dagegen, die aber noch im Experimentalstadium waren und da das Mäuschen eh schon keinen Alkohol mochte - den sie mal heimlich stibitzen konnte - kamen ihr solche Drogen schon lange nicht in die Tüte, mal abgesehen davon, dass Rikku auch noch die komischen Nebenwirkungen eventuell befürchten musste. Denn locker in der Öffentlichkeit umher zu wandeln war wirklich leichter daher gesagt, wenn man es konnte, aber als absolut schüchternes Mädchen, das jeden einzelnen Satz aus sich raus quetschen musste fast unmöglich. Hatte Hebi denn schon mal Rikku ohne ihre Kapuze oder ein anderes Versteck reden gehört? Wohl kaum, somit konnte er auch nicht wirklich verstehen, wie fürchterlich sich das Mäuschen eigentlich zu Wort meldete. Menschen, die nur im Lichte wandeln, kennen den Schatten nicht un... und selbst das Zwielicht ist kein Vergleich dazu. Es wäre um einiges leichter, sich mit Hebi vernünftig über das Thema zu unterhalten, wenn Rikku doch bloß nicht so gehemmt wäre. Somit blieb ihr keine andere Wahl übrig als ein paar gestammelte Sprachergüsse irgendwie rauszuzwingen. Denn selbst das Rotauge müsste mittlerweile doch schon erkannt haben, wie häufig das Mäuschen über einen gesprochenen Stolperstein fiel und das würde sogar noch schlimmer enden, wenn die junge Kunoichi kein Versteck finden würde. Klar wollte sich Rikku nicht gezwungenermaßen verstecken, aber es ging bei ihr einfach schlecht anders und auch das Sprachtraining, welches ihr Hebi großzügig vorschlug, kannte das Mädchen schon seit Langem. Es war einfach nur immer so frustrieren keine Level up zu erhalten, wenn man es ausnahmsweise mal schaffte, die Uhrzeit in Erfahrung zu bringen. Und sich einfach bei Ninjakollegen in der Nähe trainieren zu lassen war genau so keine schöne Option, wenn man niemanden mit seinen Privatproblemen behelligen wollte. Wei... weißt du eigentlich Hebi-kun, wie ..., wie verdammt schwer es ist, mit wildfremden Leuten zu reden und nicht zu wissen, was sie über dich als Maus denken? Und selbst wenn diese Hürde überwunden werden kann, is..., ist von meiner Lautstärke und Verständlichkeit no..., noch immer nicht die Rede. Sich mit Tieren zu unterhalten ist nun mal viel leichter als es mit realem Menschen aufzunehmen, vor allem weil man echte Unterhaltungen nur gut im Feldversuch üben kann und dem Mäuschen dazu einfach das passende Feedback fehlte, um sich selbst zu verbessern.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Während sich Rikku innerlich mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzte, löste sich ein anderer Schandfleck praktisch fast von selbst in fette Luft auf. Na ja, die Bezeichnung Schandfleck war vielleicht etwas hart, aber das Mädchen war eben kein Fan von solch schmierigen Geldsäcken - ein Glück, dass sein Reichtum nicht anfing zu müffeln, sonst wäre der Laden ratzfatz wie leer gefegt. Solle der Typ im weißen Anzug doch hingehen, wo der Pfeffer wächst, somit konnte Hebi wenigstens endlich fragen, was es mit dem verschobenen Gespann auf sich hatte ... Also hieß der Mann jetzt Herr Higurashi und nicht Tokugawa, obwohl alles an den Kerl förmlich danach schrie? Als ob ich dem Glauben schenken würde - wohl kaum, die Augen der Kellnerin verraten eine Lüge, unsere Bedienung weiß mehr als sie zugibt. Besser sag ich Hebi draußen bescheint, sobald ich meine Jacke angezogen hab. Es war wohl besser die hektisch auf den Schreibblock tippende Frau in ruhe zu lassen, nicht dass sie nachher noch wegen Unruhestiftung aus der Stadt gejagt werden, nur weil sie eine hilflose Kellnerin zu sehr bedrängt haben. Komm Hebi-kun lass uns gehen, es wird langsam spät - sagte die vermummte Person unter der Jacke. Es war schon wirklich dunkel draußen vor den Laden geworden, wenigstens hätte es Rikku so nie erahnen können. Der Unterschied zwischen den mit Rollläden verdeckten Fensterscheiben im Leuchtröhren durchfluteten Essbereich war zum tatsächlichen Mondlicht extrem auffallend. Die Stimmung hier auf den Straßen wirkte kurz nach Mitternacht höchstens nahezu gespenstisch auf das Mädchen, doch Angst hatte sie keine. Einerseits, weil das Mäuschen schon zu viele leere Straßen in der Nacht kannte, um da noch einen eisigen Schauer zu verspüren, andererseits, weil auch Hebi dabei war und er Rikku sicherlich schützen würde, selbst wenn es an sich eigentlich überflüssig war. Ähm äh ... Hebi-kun ich weiß nicht genau, wie ich es sagen soll, aber äh, ich glaube die Frau aus dem Restaurant hat uns über ihren Chef angelogen. Ich weiß zwar nicht wa..., warum aber ihre Aussage wirkte auf mich höchstens nicht sehr glaubhaft. Mit dem Ende dieses Satzes nahm Rikku ihre Kapuze ab und lehnte ihren Kopf auf die Schulter vom Rotäugigen, während sie sich leicht an seinem Arm festhielt - sie Straße war mehr als frei genug. Ich b... bin echt mü..., mü..., müde. [/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Im Zimmer selbst war es schön angenehm kühl - Rikku war nie so ein Fan von Hitze, gegen die Kälte konnte man sich wenigstes dicker anziehen - nur gut, dass sie das Fenster offengelassen hatte. Also zog sich Rikku fix auf der Toilette um, da sie sich zwar nicht für ihren nackten Körper schämte, dafür aber wenigstens Hebi kein Blut Vergießen musste - wenn er wie in einem Manga auf Ecchi reagieren sollte. Nun trug Rikku höchstens einen zweiteiligen Schlafanzug in Braun mit kleinen grauen Mäuschen drauf, der zwar vielleicht etwas unpassend mit ihrer Frisur harmonierte, dafür aber zum Schlafen gehen mehr als nur reichte. Hauptsache es war für das Mädchen in extra Schlafklamotten viel bequemer ins Bett zu gehen, anstatt nur in Unterwäsche zu schlafen, die bestenfalls schon den ganzen Tag über am Körper hing - igitt. Doch weiter im Text, nachdem das Mäuschen sich umgezogen hatte, wollte sie eigentlich das Bett auseinanderziehen, so als würde sie denken, die Betten standen nur als platztechnischen Gründen nebeneinander, bis sie nach etwas ziehen bemerkte, - falsch gedacht - dass das Bettengestell eins war - sie würde in einem Doppelbett direkt neben Hebi schlafen. Ich kann mich gerade keinesfalls dagegen äußern. Wie verdammt unpassend, vielleicht sollte ich meine Matratze herausnehmen und dann auf den Boden schlafen ..., aber besser erst, nachdem ich mich etwas ausgeruht habe. Ich bin so verdammt müde, hoffentlich wecke ich Hebi-kun nachher nicht auf, wenn ich das Bett etwas frei mache. Doch es war zu spät, lange bevor Hebi ins Bett ging, berührte Rikkus Kopf schon das Kissen und die Decke den Hals - das Mädchen schlief wie ein Stein, leise und tief. Und merkte darum natürlich nichts von Hebis zärtlicher Annäherung in der Nacht. Höchstens ganz im Gegensatz zu ihrem Haustier Nesrin, das vor lauter Schreck über das unbekannte paar Hände einfach mal die Pranken attackierte, während das braunhaarige Mädchen zwischen den Beiden friedlich weiterschlief.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 6. Sep. 2013
  4. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Hebi wusste nicht, ob sich dieses „Menschen die nur im Lichte wandeln“ direkt auf ihn bezog, fühlte sich aber dennoch angesprochen, als Rikku darüber sprach. Bisher kannte sie nur seine nette Seite und schien keinen blassen Schimmer zu haben, wer er eigentlich war. So gesehen war er wohl eine der Personen, die sie verabscheuen würde, wenn nicht sogar sonst mit dem Arsch anschaute, wenn sie ihn kannte. Doch mit dem, was sie glaubte über ihn zu wissen, lag sie wohl etwas falsch: Hebi wusste genau, wie sich die Menschen fühlten, die mit ihrer extremen Schüchternheit zu kämpfen hatten. Für den Sakkaku waren solche Leute die mit Abstand leichtesten Opfer, wenn ihm mal nach einem Lebenszerstörungsquickie war. Es brauchte nicht lange, sie zu brechen, weil sie im Grunde alle nur darauf ausgelegt waren, sofort loszuflennen und an sich selbst zu zweifeln, wenn man sie auch nur ganz leicht und kurz kritisierte oder gar richtig beleidigte. Mittlerweile war er derer überdrüssig, die solche Verhaltensmuster an den Tag legten und ließ sie weitestgehend in Ruhe – Zeitverschwendung war noch nie etwas, von dem er allzu viel hielt, dennoch ließ sich nicht absprechen, dass er sie fertig machen würde, wenn sie ihm im Weg stünden. Die Prioritäten waren also so klar und strikt verteilt, dass sie niemand wieder umordnen und nach seinem Bild formen könnte. Der Junge war viel zu verkorkst, um sowas zuzulassen. Er antwortete auch gar nicht mehr auf die Sache mit dem Zwielicht und wandte sich dann dem zu, was sie noch hinzufügend anmerkte. Er wusste nicht, wie schrecklich es war, nicht mit anderen Menschen reden zu können und hatte auch noch nie darüber nachgedacht, da er einfach auf sie zuging und ihnen ein Gespräch an die Backe heftete. Was man von ihm hielt, war ihm egal. Menschen sind einfach scheiße und an Dinge, die scheiße sind, sollte man keinen einzigen Gedanken verschwenden. Das konnte Hebi ihr allerdings schlecht sagen, immerhin war es in keinster Weise förderlich für ihre momentane Situation; sie mit Samthandschuhen anfassen wollte er aber auch nicht mehr. „Nein, weiß ich nicht. Willst du wissen warum?“ Er runzelte die Stirn und hob dabei die rechte Augenbraue an. „Weil ich da drüber stehe. Ich gebe anderen nicht die Genugtuung, zu wissen, dass es mich interessiert, welches Urteil sie über mich gefällt haben – welches mich im Übrigen tatsächlich nicht einmal peripher tangiert.“ Das war sicher nicht das, was sie hören wollte, doch egal – es war an der Zeit, dass sie sich ein paar Eierstöcke wachsen lassen musste. „Du kommst auf jeden Fall nicht weiter im Leben, wenn du dich immer nur nach Anderen richtest und versuchst, ihnen alles recht zu machen, nur um ihnen zu gefallen. Die Hürde mit der Lautstärke und Verständlichkeit... Ist alles nur eine Frage der Zeit. Wer will, der schafft auch, was er sich vorgenommen hat. Einfach nur 'ich kann nicht' zu sagen ist nichts weiter als eine billige Ausrede für mich, es gar nicht erst versuchen zu wollen.“ Ob sie sich nun beleidigt fühlte? Hebi hatte sie damit nicht einmal direkt gemeint, sondern wolle nur verdeutlichen, dass man seinen Arsch hochbekommen müsste, um seine Probleme bewältigen oder lösen zu können. Wie sie es auffasste, wusste nur sie selber … und er, wenn sie ihn darüber aufklären würde. „Außerdem sind Mäuse niedlich.“ Thema beendet.

    Ein verwunderter Blick fand sich auf seinem Gesicht wieder, als die Yamashi ihm erklärte, dass die Frau die beiden Shinobi angelogen hätte. War sie ein wandelnder Lügendetektor? Naja, einfach nicht darüber nachdenken. Er machte sich jedenfalls keine Gedanken, ob die Aussagen des Personals Richtigkeit besaßen oder nicht – er wollte ins Bett, schlafen. Wenn sie etwas in Erfahrung bringen wollten, konnten sie das auch morgen noch tun, ihnen rann ja nichts weg.
    Als sie sich dann die Kapuze abnahm und bei ihm anlehnte, musste er leicht schmunzeln. Na, wurde da vielleicht doch jemand offener? Gut, das Stottern schien schlimmer zu werden, aber sie versuchte wenigstens sich zu bessern. Ein großer Fortschritt also. „Frag mal. Zum Glück sind wir gleich da.“, antwortete er ihr und gähnte laut. Sich danach ins Bett zu legen, war das Schönste seit Langem. Fast schon hatte er die Vorzüge eines weichen und komfortablen Schlafplatzes vergessen – welch Unding. So komfortabel war es allerdings nicht, denn da kratzte ihn irgendetwas, als er sich bei Rikku Wärme holen wollte. Hatte er das nur geträumt? Der Sakkaku wusste es nicht, zuckte aber sofort mit den Händen zurück und drehte sich um. „Dann eben nicht.“ Bereits im Halbschlaf tat er es als komischen Traum ab und ratzte dann trotz der Kälte vollkommen ein. In der Nacht und im Tiefschlaf steckend, klaute er Rikku die Decke oder zog zumindest stark genug daran, um sie ihr wegnehmen zu können, wenn sie nicht gerade auf ihr lag oder sie festhielt. Scheinbar sagte ihm sein Unterbewusstsein, dass ihm immer noch kalt war, juhu. Von alldem bekam er jedoch nichts mit und wachte dann pünktlich durch den Eintritt des Klingelns vom Wecker auf. Total unausgeschlafen und immer noch fertig. Weil er keine Lust hatte, jetzt schon aufzustehen, drehte er sich noch einmal um, um noch ein paar Minuten dösen zu können. „Geh du zuerst ins Bad, ich schlaf' noch 'ne Runde.“ Mit dem Gesicht im Kissen versunken, sprach er zu Rikku, die ihm somit etwas mehr Zeit schinden sollte. Hoffentlich kam sie dem nach und würde ihn nicht zwingen, jetzt schon aufzustehen. War doch klar, dass man erst einmal rumliegen musste, um richtig wach zu werden!
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2013
  5. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Ob Rikku wirklich ein menschlicher Lügendetektor war, konnte sie nicht beantworten, doch hatte sie einst mal wegen ihrer Sozialphobie das eine oder andere Buch über verräterische Körpersprache gelesen und fand dort insbesondere die Anzeichen für eine Lüge interessant. Gut das schüchterne Mädchen ist sicherlich keine Expertin darin die Mimik von ihren Mitmenschen zu lesen, - unter anderen, weil sie den direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit für gewöhnlich scheute - doch offensichtliche Flunkereien erkannte sie im Handumdrehen, da die Kellnerin förmlich ein Sammelsurium an unverkennbaren Anzeichen war. Und wenn Hebi das nicht gemerkt hatte, hatte er entweder nicht die Körpersprache gesehen oder er kannte sich mit dem Thema allgemein nicht so gut aus wie das Mäuschen, bzw. könnte er die Frau aber auch bloß nicht richtig angesehen haben oder er interessierte sich einfach mehr für ein paar andere Körperteile der Serviererin, die außer Wippen keine großartigen Bewegungen von sich gaben. Wie auch immer, Rikku war sich zumindest mehr als über sechzig Prozent sicher, dass ihre Bedienung ihnen dreist ins Gesicht gelogen hatte, doch konnte sie es ja nur schlecht beweisen, ohne den angeblichen Besitzer selbst zu fragen.[/FONT]

    [FONT=Verdana, sans-serif]Als Rikku im gemütlichen Bett schlief, merkte sie eher weniger etwas von der komischen Tortur, in der sie durch Hebis Hand geschickt wurde, viel mehr kam es in der Nacht nur mit einem Male plötzlich so vor, als hätte man die Matratze mit samt ihres Körpers in ein Kühlhaus gefahren und es dann hinter sich abgesperrt. So unerwartet kalt wurde es wenigstens, bis das Mädchen mehr im verträumten Halbschlaf als wirklich ansatzweise auch nur wach, neben sich packte und etwas, was sie für die abhandengekommene Decke hielt griff, um ihren frierenden Körper darin einzuwickeln. Am Morgen lag sie höchsten wieder nur im Schlafanzug bekleidet auf dem Bett und mit was auch immer sie sich zudecken konnte war verschwunden oder wurde wieder zurück geklaut. Der Punkt ist höchstens der, dass das Mäuschen fast aus dem Bett gefallen wäre, als sie durch das nervtötende Geräusch vom Wecker aus dem Reich der Träume gerissen wurde und Hebi direkt neben ihr lag. Hatten sie etwa sie ganze Zeit über in einem Bett geschlafen? Die Aufforderung der Schlange zuerst ins Bad zu gehen, lies sich das überrascht schockierte Mädchen höchstens nicht zweimal sagen, auch wenn sie unter normaleren Umständen gerne etwas weiter geschlafen hätte. Als Missionsleiterin musste sie einfach ein leuchtendes Vorbild sein, mal ganz davon angesehen, dass sie nicht einfach weiterhin neben Hebi liegen bleiben konnte. Hauptsache sie kam am Ende frisch und sauber geduscht mit einem Handtuch über den Kopf, für die nassen Haare, wieder ins Schlafzimmer um Hebi zu wecken, als es unerwarteterweise an der Zimmertür klopfte - wer mochte das nur sein.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Draußen vor der Tür stand ein uniformierter Herr, der augenscheinlich zum Hotelpersonal gehört, wenn man seiner Kleidung glauben schenken wollte. Doch was hatte er hier zu suchen? Rikku hatte das Zimmer ganz sicher bis morgen Abend hin gebucht gehabt, insofern konnte es schon mal kein Rausschmiss sein. Also öffnete das Mädchen einfach die Tür um den Mann fragend zu begutachten, was er wohl für ein Anliegen an die Zimmergenossen hätte und wurde dabei überrascht. Das Team bekam einen Brief, der an die Kunochi ausgehändigt wurde und mit freundlichen Grüßen vom Bürgermeister unterzeichnet war, bevor das Personal wieder verschwand. Jetzt rätselte das Mäuschen irgendwie überrascht und schaute darum vorerst einige verwirrte Sekunden ratlos auf die ungeöffnete Nachricht, ohne etwas damit etwas anzufangen zu wissen - woher wusste man bloß, wo sie waren? Doch langsam dämmerte ihr ein Lichtlein und die anfängliche Verwunderung aus morgendlicher Träumerei, wich plötzlich der klaren Gewissheit, dass sie gestern nach der Zimmerreservierung die Rezeption auch noch darum gebeten hatte, denn Bürgermeister von ihrer Ankunft in Kenntnis zu setzen. Immerhin handelte es sich bei ihrem Auftraggeber um eine wichtige Amtsperson vom Dorf und da kann man nicht einfach mit einem "Hey wie geht's" reinstürmen, ohne sich vorher anzumelden. Um so größer wurde dahingegen aber die Verwunderung, als das Mädchen feststellen musste, dass im Umschlag neben der Einladung von Bürgermeister selbst auch noch ein anderer kleiner Brief lag, der nicht vom Amtsträger stammte, sondern von der Personalabteilung in Soragakure - was wollte die Missionsaufsicht wohl von den Zweien? Hebi-kun wa... wach auf, uns wurde noch ein neu... neues Teammitglied zugeteilt.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 8. Sep. 2013
  6. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Man lag richtig, wenn man der Annahme war, dass Hebi einfach nur nicht auf die Mimik und Gestik achtete, als man ihm erklärte, die Speckschwarte sei eigentlich jemand ganz anderes. Man konnte es auch zu einem gewissen Grad unprofessionell nennen, aber der Sakkaku hatte nun echt Besseres zu tun, als sich mit irgendwelchen einfältigen Angestellten auseinanderzusetzen. Zumal er sich auch fragte, welchen Grund man gehabt haben muss, um die beiden Shinobi anzulügen. Dass sie Ninja waren, sah man zumindest Hebi in keinster Weise an. Sein Stirnband trug er nie so öffentlich zur Schau, dass es jeder hätte sehen können. Es ruhte ruhig in einer seiner großen Jackentaschen – neben Kaugummi und dem ein oder anderen zusammengeknüllten Notizzettel, von Ordnung war hier also nicht gerade die Rede. Außerdem fand er es reichlich dämlich, jemanden bezüglich einer Mission etwas zu fragen, der verdächtig schien, während man auch noch gut erkennbar jedermann symbolisierte, welcher Beruf hier von ihm ausgeübt wurde, schließlich waren sie hier nicht in einem ihrer verbündeten Länder. Aber nun gut, ein Tag brach an, an dem sie der Sache noch einmal auf den Grund gehen könnten.
    Es war sehr, sehr gut, dass Rikku keine Anstalten machte und tatsächlich vor ihm ins Bad ging. So konnte er noch eine Mütze Schlaf abbekommen, auch wenn dieser vielleicht einmal 20 Minuten lang andauerte. Schlaf, der fehlte, war kein guter Schlaf, also wusste er jede einzelne Sekunde zu schätzen, die er friedlich schlummernd im Hotelbett verbringen konnte. Richtig weg war er allerdings nicht, er döste nur ein wenig, um richtig wach zu werden. Wenn man ihn nicht gerade aus dem Nest prügelte, brauchte er immer eine gewisse Zeit, um ordentlich auf den Damm zu kommen und auch alles zu realisieren, was um ihn herum passierte. Also konnte man eher sagen, dass er mit dem Kissen kuschelte, während sich die Yamashi im Bad zurechtmachte. Zuerst hatte er sie gar nicht beachtet, da er mit der Blickrichtung zur entgegensetzten Seite lag und sie somit schlecht sehen konnte – dass seine Augen nach wie vor geschlossen waren, spielte wohl auch ein zentrale Rolle, sofern sie vor ihm herumgetänzelt wäre.
    Dass es an der Zimmertür klopfte, versuchte er so gut es ihm möglich war zu ignorieren, hatte aber keine Chance und hörte alles mit an. Man hatte Rikku einen Brief in die Hand gedrückt? Noch immer lag Hebi da im Bett herum und hatte die Augen geschlossen, machte also keine Anstalten, mal aufzustehen. Vielleicht war sie ja noch gar nicht fertig und musste doch noch einmal ins Bad? Das wäre der totale Jackpot gewesen. Allerdings kam es natürlich anders als zuvor erhofft und sie weckte ihn mit den Worten, dass den Beiden ein neues Teammitglied zugeteilt worden wäre. Der Sakkaku war darüber überrascht, dass man ihnen jetzt noch jemanden hinterherschickte, beziehungsweise jetzt schon. Die Mission an sich hatte ja noch gar nicht so richtig begonnen und erst die Hinreise zum Reich der Erde hatten sie hinter sich gebracht. Warum schickte man den Knaben oder das Mädel nach, wenn er/sie von Anfang an hätte dabei sein können? „Muss ich nicht verstehen.“, dachte er sich und richtete sich dann die Augen reibend im Bett auf. Auch wenn er wach war, seit der Wecker klingelte, ließ sich nicht verleugnen, dass er aussah, als hätte man ihn vor einer Minute erst geweckt. Seine zu Schlitzen geformten Augen wanderten auf der Suche nach seiner Leiterin im Raum umher und fanden sie dann schlussendlich. Er gähnte einmal laut, streckte sich in alle Richtungen und fuhr sich mit der rechten Hand direkt danach durch die volle, braune Haarmähne. „Ein neues Teammitglied?“ Er beförderte die Decke von seinen Beinen herunter, stand auf und begab sich in die Mitte des Raumes, wo man seine Boxershorts natürlich wunderbar begutachten konnte, schließlich handelte es sich um kein normales Grün, sondern um eines, das sofort in die Augen stach. Seine weißes Shirt lenkte also so gut wie gar nicht ab. „Steht auch da, wer oder was zu uns stoßen wird? Vielleicht kennt einer von uns das neue Gesicht ja. Was ist eigentlich überhaupt alles in dem Brief geschrieben?“ Hebi schätzte jetzt einfach mal, dass sie diese Informationen bezüglich des neuen Kollegen dem Brief entnommen hatte und fragte deswegen einfach mal nach. Jemand Bekanntes wäre natürlich klasse. „...wobei, nein. Bis auf Ingvi fiele mir keiner ein, der mir nicht auf die Eier gehen würde.“ Alleine zu bleiben wäre also doch etwas angenehmer, konnte sich der Braunhaarige nämlich nicht vorstellen, dass sie gerade seinen Kumpel zu ihnen schicken würden. „Ich spring dann mal unter die Dusche und seh' zu, dass ich zurechnungsfähig werde.“ Gesagt, getan. Sofort drehte er sich um und lief Richtung Bad, nur um sich dort dann den kleinen Zeh an der Badewanne zu stoßen. „Verdammt!“ Es waren höllische Schmerzen, die man mit einem Tritt auf einen Legostein vergleichen könnte. Diese wollte somit also niemand gerne haben. Das Rotauge ließ sich dadurch jedoch nicht verunsichern und ging dann einfach duschen. Nur mit einem Handtuch um die Hüfte bekleidet und mit den 'dreckigen' Sachen in der Hand, kam er dann wieder heraus, legte die Klamotten vor das Bett und kramte dann aus seiner Tasche eine frische Boxershorts heraus. Babyblau, wie wunderbar. Das Handtuch ließ er selbstverständlich drüber, bis er im Sitzen die Unterwäsche an sich angebracht hatte und es dann auf den Boden warf. Sich eine Hose überstreifend, drehte er sich dann zu Rikku hin und schaute sie direkt an. „Willst du dann eigentlich gleich los?“
  7. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Warum sollte man ein scheinbar ahnungsloses Team von unbeteiligten Leuten im Bezug auf eine scheinbar unwichtige aber dennoch auffällige Person im unklaren lassen? Tja, um es mit den Worten eines relativ bekannten Doktors aus dem Fernsehen zu sagen "jeder Mensch lügt". Und selbst wenn Rikku durchaus kein Grund einfiel, warum sie vielleicht angelogen wurden, ging sie von sich aus immer schnell vom schlimmsten Szenario aus und glaubte darum auch, dass mehr hinter dieser Sache stecken musste, als es zu sein schien. Vielleicht deckte die Kellnerin nur jemanden der mit dem Anzug-Typen im Bunde stand oder sie hatte einfach nur Schulden bei ihm und sollte darum so Handel - doch was wusste das Mäuschen schon garantiert? Das Mädchen war nun mal nur bewandet darin Lügen zu entdecken und nicht um ihren Hintergrund offenzulegen - dafür müsste man doch sicherlich ein Psychologe sein oder so. Und da Hebi und Rikku nicht gerade die Video Game Charaktere Phoenix Wright und Maya Fey waren, gab es für die Beiden auch sicherlich keinen Spiel-Trick um die inneren Barrieren von Gesprächspartnern zu entdecken.[/FONT]

    [FONT=Verdana, sans-serif]Na ja, der Textbestand der kurzen Botschaft gab nicht gerade wirklich viel her, Rikku wusste zwar überhaupt nicht, was man so alles an einer Brieftaube befestigen konnte, doch etwas mehr als nur den Namen "Ueda Kyuusowa" und ein Foto vom Weißhaarigen wäre schon echt nett gewesen. Typisch Bürokraten, für das praktische Arbeiten total ungeeignet, doch wenn es ums Geld geht, stehen sie gleich mit offener Hand auf der Matte. Sie hätten wenigstens einen Treffpunkt ausmachen können oder mir mehr Informationen über das neue Teammitglied geben können. Aber nein lieber stoßen sie mich ins kalte Wasser und hoffen, dass ich schwimmen kann. Das Mäuschen konnte nicht gerade zugeben, besonders begeistert von dieser plötzlichen Wendung der Ereignisse gewesen zu sein. Doch gab es hier sicherlich einen Grund, warum man ihnen wie aus heiterem Himmel noch ein Anhängsel auf den Hals hetzen musste. Im besten Fall wäre der zusätzliche Mann hoffentlich überflüssig, da Rikku und Hebi das Ding sicherlich auch allein geschaukelt hätten. Doch in der schlimmsten Möglichkeit wusste die Missionsleitstelle vielleicht sogar schon mehr als das ausgeschlafene Team und schickte darum Verstärkung nach - wer weiß, wer weiß. Hi... hier Hebi-kun das ist unser Mann. Sie zeigte ihm das Foto zusammen mit den Namen und rief dann zum Abschluss, bevor das Rotauge im Bad verschwand, noch etwas hinterher. Ach ja ähm..., das Wasser hier ist etwas kalt pass also auf. Rikku hatte sich heute Morgen jedenfalls erschrocken, als es ihr plötzlich kalt den Rücken runter lief - Bergwasser eben. Doch wenigstens aber gab ihr Hebis jetzige Abwesenheit nun die Möglichkeit sich in aller Ruhe um die Haartrocknung zu kümmern, da das Mädchen durchaus vorhatte direkt nachdem dich sich Schlange gehäutet hatte loszuziehen und ihr deshalb nasse Haare nicht gut ins Gemüt passen würden. Sich einfach nur frische Sachen aufzuziehen wäre gegen die Frisur eine leichte Angelegenheit gewesen, da diese Tätigkeit kaum Zeit in Anspruch nahm - während das Haar schon etwas komplizierter zusammengestellt war. Höchstens nachdem sich Hebi umgezogen hatte, war auch das Mäuschen bereit und so konnten sie losziehen zum Eingangstor der Stadt, da Rikku die Ankunftszeit - wenn sie sich nicht total verhunzt hatte oder sich am Plan etwas geändert haben sollte - so einschätzte, dass man dort wohl am besten das neue Teammitglied abpassen könnte.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 14. Sep. 2013
  8. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Er war durch die kalte Dusche zwar nun mehr oder weniger richtig wach, schien aber nicht realisieren zu wollen, dass sie ein neues Teammitglied bekämen, das sie auf ihrer Mission begleiten würde. Das lag daran, dass er fest davon ausging, eine schlimme Nervensäge an die Backe geklebt zu bekommen, die erst dann Ruhe gäbe, wenn er ihr mit einem gezielten Schlag das Nasenbein zertrümmerte – anders lernten es solche Leute ja scheinbar irgendwie nicht, denn zumindest die Erfahrung lehrte, dass solche Handlungen Besserung verschufen. Allgemein war jedoch zu sagen, dass er immer noch nicht wusste, was er von der Sache halten sollte. Traute man ihm und Rikku etwa nicht zu, die Mission alleine hinter sich zu bringen, dass es noch eine dritte Person verlangte? Hebi wollte gar nicht wissen, was in den kranken Köpfen der Verwaltung vor sich ging, also beließ er es vorerst bei dem Gedanken, dass man die Beiden einfach nur ärgern wollte.
    Den Brief gelesen, stellte er fest, gar nichts festgestellt zu haben. „Ueda Kyuusowa also?“, dachte er sich im Stillen und zog eine Augenbraue nach oben. „Kenn' ich nicht, ist also unwichtig.“ Mit dieser geistigen Notiz am Namen, schaute er sich dann auch das Bild des zukünftigen Kollegen an. Hm, weiße Haare mit einer schwarzen Strähne. „Entweder ist der schwul oder ein Emo. Vielleicht aber auch ein schwuler Emo?“ Er blieb also dabei, dass Kyuusowa ein unwichtiges Anhängsel sei und machte sich weitestgehend fertig, was das Umziehen und Haarstyling anging. Seinen Rucksack mit dem gestrigen Sushi und ein paar Ninjasachen gepackt, konnte es auch schon losgehen.
    Da es früh am Morgen war und sie praktisch mitten im Arbeitsverkehr steckten, waren die Straßen dementsprechend voll, wahrscheinlich sogar noch voller, als sie es gestern Abend waren, als sich die beiden Shinobi auf dem Weg zum Restaurant befanden. Dies bedeutete, dass es diesmal auch Hebi sichtlich schwer fiel, sich irgendwie durchzurangeln, weswegen er beschloss, die Leute, die ihm im Weg standen, einfach beiseite zu schubsen. Glücklicherweise war hier niemand so gewalttätig, dass es auf einen Kampf hinauslief, dennoch flog die ein oder andere wüste Beschimpfung durch die Straßen, die den Sakkaku allerdings keineswegs juckte. „Ahh, diese ganzen Leute sind echt so zum Kotzen! Was müssen die alle gerade jetzt unterwegs sein?“, sagte er genervt zu Rikku und stellte dabei fest, dass das bisher ein eher beschissener Start in den Tag war. Wenn man die unfreiwillige kalte Dusche hinzuzog, war dieser Menschenauflauf und die Tatsache, eine neues Teammitglied zu bekommen, nichts, was den Sakkaku erfreuen könnte. Im Gegenteil: Sowas pisste ihn nur im besonders hohen Maße an. Auch bei den Toren angekommen, nahm die Menschenmasse nicht ab und die ganzen Leute strömten wie Ameisen in das Dorf hinein. „Wie sollen wir ihn hier finden? Sollten wir uns vielleicht mitten in den Weg stellen? Wenn wir einfach an der Seite stehen bleiben, könnten wir ihn noch übersehen.“ Es war einfach zum Verrücktwerden. Hoffentlich trödelte Mister Unwichtig so langsam ein und sie konnten die Mission endlich starten – je eher er hier weg war, umso besser. Aber.. was machen sie eigentlich, wenn sie ihn verpassen und er ungesehen an ihnen vorbeikam? Den ganzen Tag würde Hebi hier sicher nicht stehen wollen, genauso wie er wenig Lust hatte, das ganze verkackte Dorf nach diesem Trottel abzuklappern.
    Zuletzt bearbeitet: 14. Sep. 2013
  9. Ueda Kyuusowa

    Ueda Kyuusowa New Member

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    Es war zum Haare raufen. Jetzt bekam er eine Mission und weniger Informationen, als bei seinem letzten Job. Mochten die Leute an oberster Stelle es etwa, wenn man ihn ihm Dunkeln tappen ließ? Er bekam lediglich die Informationen, dass er sich im Dorf mit zwei Kollegen zu treffen hatte und eine wichtige Mission zu erledigen hatte. Eigentlich war er ja gar kein schlampiger Typ, aber hatte er vielleicht etwas vergessen, überlesen oder verbummelt und deshalb so wenig Information erhalten? Möglich war es durchaus, vielleicht hatte Daiki den Rest gegessen und kein Wort darüber verloren. Vielleicht hatte seine Handpuppe die Informationen zerrissen und es ihm verschwiegen. Er war es langsam leid, etwas auf seiner Hand sitzen zu haben, worauf er keinen Einfluss hatte. Zumindest dachte er sich das so.

    "Heilige Scheiße, hier ist es ja voller als auf dem Markt, wenn es Sonderangebote gibt!", bemerkte Daiki und Kyuusowa seufzte nervös. Die Massen, die hier ein und aus gingen, waren schon jetzt viel zu viel für ihn. Wollte man ihn quälen, indem man ihn auf Missionen schickte, wo Körperkontakt mit mindestens hundert verschiedenen und fremden Menschen nicht zu vermeiden war? Der junge Ueda nickte und stimmte seinem kleinen Freund damit zu. Dabei war es noch gar nicht mal so spät am Tage, um genau zu sein, war es sogar noch recht früh und er fragte sich, wo die ganzen Menschen herkamen und was sie hier verloren hatten. So toll war es hier doch gar nicht ...
    "Sieh mal, da sind Shinobi!", wies die Nervensäge ihn auf drei junge Leute mit Stirnbändern hin. Es waren eindeutig Soranin, die er nicht kannte. Vielleicht waren das seine Kollegen? "Das sind drei. Einer zu viel.", murmelte der Weißschopf. Immerhin wusste er, dass es sich bei seinen Kollegen um lediglich zwei Shinobi handelte. Er hoffte inständig, dass es sich um bekannte Gesichter handelte, was jedoch herzlich schwer war. Er kannte lediglich drei Shinobi von hunderten, von tausenden. "Heul doch nicht, du Waschlappen." Seine Handpuppe begann zu lachen, als die beiden von mehreren Personen angerempelt wurden. Man konnte ihm deutlich ansehen, dass es ihm hier überhaupt nicht gefiel und dass er so schnell, wie nur möglich, von hier verschwinden wollte. Er hoffte, dass die eigentliche Mission nicht mit so vielen Menschen zu tun hatte. Hoffentlich sind und bleiben wir nur zu dritt, dachte er sich. RUMMS! Seine Handfläche und sein Kinn begann zu bluten. Seine andere Handfläche war von seiner Puppe verschont worden. Er rappelte sich rasch wieder auf, um nicht ein paar Fußabdrücke auf dem Rücken zu bekommen. Er wischte sich das Blut aus dem Gesicht und wischte sich schließlich auch die Hand an dem Mantel ab. Auf dem Weiß seiner Kleidung konnte man das Blut nur zu gut erkennen. Es schmerzte etwas, da Dreck in die leichten Wunden gekommen waren. Verdammt!

    Nun stand er am Rande des Tors und hielt Ausschau nach Shinobi, die zu zweit herumliefen und danach aussahen, als würden sie nach jemandem suchen. Vielleicht kannten sie ja wenigstens seinen Namen und hatten Informationen über ihn erhalten. Vielleicht hatten die Typen ja wenigstens das hinbekommen.
  10. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Die Rückreise zum Tor war eher nervig um es noch gelinde auszudrücken, denn eigentlich war es die absolute Hölle für das Mädchen Rikku. Es gab hier einfach viel zu viele Menschen auf zu wenig Raum - wo kamen die alle nur her und wo wollten sie bloß hin? Denn feststand nur, dass sich das schüchterne Mäuschen nicht so leicht freiwillig aus dem Haus getraut hätte, wenn ihr nicht Hebi an ihrer Seite stehen würde, an dem sie sich gut festhalten konnte und der das zurückhaltende Mädchen durch Schubsen und Drängeln den Weg freiräumte ganz so, dass sie problemloser durch den Personenverkehr kamen als vermutet. Unterwegs rief Rikku ihrem Partner war auch noch so was zu wie "Hebi-kun wa..., warum springen wir als Ninjas nicht von Dach zu Dach um..., um an unser Ziel zu kommen?", doch hörte es die Schlange wohl scheinbar nicht, und da das Mäuschen alleine in der Menge zu schüchtern war, als dass sie auf eigener Faust handeln würde, tat sie es auch nicht. Also kamen sie vom rüpelhaften Verhalten etwas gestresst auch so an - sie mussten ja ankommen, das waren leider ihre Befehle.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Bei den Toren selbst war es sicherlich genau so übervoll wie in der Stadt, wenn nicht sogar noch voller und innerlich jubelte Rikku sogar schon förmlich darüber, dass sie problemlos schon gestern Abend ankommen konnten, anstatt erst heute Morgen - mit dem neuen Teammitglied, dass sie dann getroffen hätten, hin oder her. Denn so überfüllt, wie es hier gerade war, hätte Rikku nun nie im Leben die Zeit gefunden, sich noch die Lage des Dorfes wenigstens grob zu merken, wozu es wenigstens gestern bei der Stadtkarte am Torposten problemlos die Möglichkeit gab. Ähm... äh, viel..., vielleicht haben wir ja eine bessere Chance unseren Partner zu finden, wenn wir uns in einer höheren Position begaben, we..., wenigstens würden wir dadurch deutlich sichtbarer werden, und da dieser Ueda Kyuusowa eine etwas ausgefallenere Haarfarbe hat, könnten wir ihn auch unter den ganzen Leuten hier sehen. Da das Mäuschen nicht wusste, ob Hebi ihren Plan auch richtig verstanden hatte - es war durch die ganzen Menschen hier ziemlich Laut - führte sie schnell eine kleine Charkakonzentration durch, um mit dem "Kinobori" die nächstbeste Wand am Wachposten hochzusteigen, bis oben an die Spitze. Rikku [FONT=Verdana, sans-serif]ahnte [/FONT]zwar nicht, ob ihr das Rotauge durch seine Fähigkeiten folgen konnte oder folgen würde, - vielleicht war es ihm ja einfach zu dumm und er blieb deshalb lieber unten stehen - doch egal was die Schlange auch vorhatte, das Mädchen würde hier nur maximal freiwillig bis zum Mittag warten und dann abhauen, ohne ihren neuen Partner mitgenommen zu haben. Das war ihre harte Entscheidung als Gruppenleiterin wenn sich ihr Partner nicht finden lies, müsste eben gehandelt werden und da die Mission nun mal wichtiger war als ein großes Ninja-Kätzchen zu suchen, - für das schon keine Welt untergehen würde, nur weil es mal trotz Missionsaufstellung nicht mitgenommen wurde - konnte dieser Ueda Kyuusowa sicherlich auch allein zurück nach Soragakure zurückfinden. [FONT=Verdana, sans-serif]Ich ..., ich weiß nicht Hebi-kun siehst du unseren Mann hier irgendwo? [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Es war in der Tat viel voller als es sich Rikku erhofft hatte und trotz der besseren Übersicht war kaum eine durchkommen, wobei ihr dann auch ein entschiedener Fehler im Plan einfiel - was wäre eigentlich, wenn Kyuusowa einen Hut oder eine andere Kopfbedeckung tragen sollte? [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Dann müsste uns Kyuusowa-kun wohl selbst finden, ich nehme höchstens an, dass ein Shinobi der auf einem Tor stehend genug auffällt, um mal zu fragen, ob man nicht der gesuchte Missionspartner sei - schätze ich hoffnungsvoll wenigstens.[/FONT][/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 15. Sep. 2013
  11. Sakkaku Hebi

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    Rikku hatte Recht: Durch Kyuusowas weißen Haare würde man ihn wohl schnell ausfindig machen können, aber man wusste einfach nie, was dem menschlichen Augen entgehen könnte. Auf die Dächer zu steigen und von dort aus zu erspähen, wo sich das zukünftige Teammiglied befand, war ebenfalls keine schlechte Idee, dennoch entschied sich der Sakkaku dafür, auf dem Boden zu bleiben. Nicht, weil er sich zu cool dafür war, Jutsus zu benutzen – er fand es einfach nur besser, wenn jemand von oben aus schaute, während sich ein zweites Augenpaar am Boden befand. „Okay, dann geh du hoch. Ich bleib hier unten und halte Ausschau. Man weiß ja nie...“, sagte er ihr, noch bevor sie sich auf den Weg nach oben machte und blickte dabei abwesend in die Menschenmassen. Irgendwie war es ja schon komisch, dass es so überfüllt war. Dermaßen viele Arbeiter konnte es hier doch gar nicht geben, oder? Naja, egal – er kannte diese Stadt nicht wirklich und hatte jetzt keinen Kopf dafür, sich auch noch darum Gedanken machen zu müssen.
    Hebi schaute noch eine ganze Weile suchend durch die Reihen der Passanten und stellte dabei fest, dass das so keinen Sinn haben würde. Man müsste den Großteil Leute erst aus dem Weg räumen, ehe man hier nur im Entferntesten nach jemandem gucken konnte. So beschloss der Sakkaku, nicht länger einfach nur tatenlos herumzustehen und ging los, in Richtung des großen Tores. Allerdings kam er nicht unbedingt weit, da er angerempelt wurde, wo es nur ging. Jetzt reichte es ihm wirklich langsam so allmählich. Was zu viel war, war zu viel und seine Geduld wurde hier ja ohnehin schon genug auf die Probe gestellt.
    Es war kein einfaches Rempeln oder mal kurzweiliges Aneinanderstoßen, nein. Hebi benutzte die gesamte Kraft, die ihm zur Verfügung stand dazu, um diese hässlichen Menschen einfach von sich weg zu schubsen. Nicht mehr so harmlos, wie er es auf dem Hinweg tat. Jetzt flog der eine oder andere sogar auf sein hässliches Maul. Die Kinder, die er dabei erwischte, schrien laut auf, weil der Sturz nicht gerade unsanft war. Das alles war dem Rotauge aber sowas von egal. Selbst Schuld, wenn sie da rumstanden, wo er hinwollte. Vielleicht begriffen die anderen Leute dann ja auch, dass sie ihre 'Formation' eventuell etwas auflockern sollten und machten direkt Platz für den ramboartigen Hebi, der auch kein Problem damit hätte, jemandem das Gesicht einzutreten, der ihm hier auch noch blöd käme. Zum Glück der Anderen wagte es sich aber niemand, da sie sonst zu spät zur Arbeit kommen würden. Außerdem erblickte er da weiße Haare, die bei der Musterung nach unten zu dem Jungen führten, der auf dem Foto abgebildet zu sein schien.
    „EY!“, schrie er in einer unhöflichen und unmöglichen Tonlage zu ihm herüber, sodass man den Sakkaku nur schlecht hätte überhören können. Sofort ging er zu ihm herüber und platzierte sich stillstehend vor dem vermeintlichen Ueda. Jetzt wurde dieser auch von Nahem noch einmal mit einem abwertenden Blick gemustert, bis dieser dann schlussendlich in seinem Gesicht hängen blieb. „Bist du dieser Kyuusowa-Typ? Wennj ja: Mitkommen.“ Ohne weitere Worte entfernte er sich und ging etwas Abseits der Straße, um etwas Ruhe zu haben. Rikku hatte das Ganze bestimmt auch mitbekommen und würde sich bald zu den Beiden gesellen. Dann mal auf eine lustige Kennenlernrunde!
  12. Ueda Kyuusowa

    Ueda Kyuusowa New Member

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    Es war laut hier, viele redeten, doch plötzlich begannen in einer Richtung vermehrt Leute aufzuschreien. Vermutlich eine Schlägerei. Als der Weg langsam frei wurde und direkt zu ihm führte, konnte er sich denken, dass sich jemand nur seinen Weg zu ihm bahnen wollte. Bekam er jetzt auf die Schnauze? Wenn ja, warum? Er hatte nichts verbrochen und er konnte sich nicht daran erinnern, je jemanden so sehr verärgert zu haben, dass er so überreagieren würde. Vielleicht hatte er den ein oder anderen genervt oder er passte ihm einfach nicht in den Kram, aber dass man ihn gleich gewalttätig und körperlich dafür zurichtete?
    Alle Haare seines Körpers stellen sich auf, ein kalter Schauder lief ihm über den Rücken und er machte sich auf eine Schlägerei gefasst, die er verlieren würde. Wenn es sich um jemanden handelte, der kein Shinobi war, wäre es nur unfair, würde er seine Kräfte einsetzen und gewaltigeres gegen einen Schwächeren anwenden. Kyuusowa war gewiss nicht der Typ, der Schwächere verprügelte. Die geistige Stärke hingegen spielte da keine Rolle bei. Um dem ganzen noch einen Feinschliff zu verleihen, war der Ueda noch nicht einmal begabt darin, die passenden oder überhaupt Worte zu benutzen. Eigentlich war er nur ein Schwächling, ein kleiner, armer Schlucker, der sich nicht traute, gegen viel stärkere anzugehen und der es für unfair hält, gegen Schwächere vorzugehen.
    Er wunderte sich, als der Dunkelhaarige nur sprach und ihm nicht sofort seine Faust auf das Auge drückte. Gab es jetzt also doch keine Prügel? Mit einem kurzen, flüchtigen Blick konnte der Junge erkennen, dass es sich bei seinem Gegenüber wohl um einen Shinobi handeln musste. Vielleicht war er ja der Mann, den er gesucht hatte? Sein Kollege! Er nickte nur kurz, traute sich kaum, seinen Mund aufzumachen und errötete sogleich. Er folgte dem anderen sofort, nicht zuletzt, weil er den Weg frei machte und damit verhinderte, dass der Weißschopf mit noch weiteren Passanten in Berührung kommen musste. Nur wenige Schritte und sie waren nicht mehr im Getümmel und eher abseits der überfüllten Straße. Aber waren es nicht zwei Missionspartner? Zwar konnte er sich sehr gut vorstellen, dass sein Genosse hier der Leiter war und vermutlich auch noch Chuunin, doch er konnte sich noch sehr gut daran erinnern, dass die Rede von zwei Shinobi war. Einer allein würde nur selten auf Mission geschickt werden. Glücklicherweise hielt sich seine Handpuppe zurück und machte das neue Gesicht nicht sofort an. "Was für eine Show, Rambo!" Zu früh gefreut. "Kyuu hat sich schon in sein Höschen gemacht." Erneut lief der Weißschopf rot an und glich schon beinahe dem Farbton einer überreifen Tomate. Heute meinte es Daiki wieder einmal nicht gut mit ihm. Scht!, machte es in seinem Kopf, während ihm die Hitze nur noch mehr in den Kopf stieg. Gleich würde er das Bewusstsein verlieren. Es war schon peinlich genug gewesen, dass er eben dachte, sein letztes Stündlein hätte geschlagen. Ebenso schämte er sich dafür, die Informationen verloren zu haben. Und natürlich schämte er sich einfach für sich selbst, für seine Schüchternheit und seine ständige Scham. Ein Kreislauf, aus dem man nicht entfliehen konnte.
  13. Nezumi Rikku

    Nezumi Rikku Member

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Wenn die Schlange nicht mit nach oben hochklettern wollte, dann wollte sie eben nicht mit nach oben hochklettern und Rikku hatte auch kein Bedürfnis dazu Hebi zu so etwas zu zwingen. Vielleicht war es auch sogar besser sich hier in dem Getümmel etwas aufzuteilen und getrennt nach dem neuen Mann zu suchen, denn immerhin hatten sie so einen eindeutig größeren Sichtradius und mehr Kontakt mit der Umgebung, was in Hebis Fall sogar sprichwörtlich Wort wörtlich zu nehmen war. Wenigstens hatte Rikku hier oben auf dem Dach zwar eine gute Lage um die ganze Situation zu überblicken, konnte dafür aber nichts unterhalb des Tores einsehen und auch andere Vordächer und Bäume machten ihr ein paar Probleme, wodurch Hebis Präsens auf den Boden das Sichtungsnetzwerk perfekt ergänzte und sie ihren neuen Partner schließlich schnell finden würden. Zwar passte ihr natürlich Hebis wildes schlägerhaftes Verhalten irgendwie nicht sehr gut in die Tüte, so rüpelhaft wie er dort unten ohne Rücksicht auf Verluste und Opfer durch die Menge marschierte, doch konnte das Mäuschen ihn auch noch später darauf ansprechen, solange es nicht zum Streit käme. Immerhin wollte das Mädchen hier inmitten der ganzen unwichtigen Passanten keine große Szene anfangen und damit aus einer Mücke bloß einen Elefanten machen, mal ganz davon angesehen, dass sich Rikku sowie so nicht sehr mutig unter all den vielen Menschen fühlte - später gab es sicherlich einen besseren Zeitpunkt dafür. Und na ja, einen Vorteil hatte das unfreundliche Verhalten wenigstens auch zum Guten, er fand noch vor Rikkus aufmerksamen Blick diesen unbekannten Kyuusowa oder wenigstens eine Person, die ihm in seinem bildlichen Äußeren besonders ähnlich sah. Und gerade weil die Straße schon zu voll war, deutete das Mäuschen auch gleich den Beiden einen Weg zu einem Café an, das von oben betrachtet noch keinen allzu starken Andrang hatte und allgemein auch etwas abseits lag. Immerhin könnten sie somit vielleicht noch ein schnelles Frühstück zu sich nehmen oder wenigstens eine Tasse Tee, Kakao oder Kaffee mit einem Brötchen verzehren, da es in Hotel keine Zeit mehr dazugab.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Hebi und der vermeintliche Kyuusowa waren schon beim Café als Rikku hinzu kam - ob schon was bestellt wurde, wusste sie nicht, das Mäuschen hatte jedenfalls hunger und würde sich bei Gelegenheit höchstens ein paar Donats zum Essen und Mitnehmen bestellen, und dazu eine Tasse Trinkschokolade. Doch da noch kein Service zu dem Team kam, kümmerte sich das Mädchen erst mal um den Hauptakt ihrer hiesigen Ankunft, den unbekannten neuen Mitstreiter. Ueda Kyuusowa-kun ne... nehme ich an. Geh..., geht es dir gut? Dein Gesicht sieht so rot aus. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Das Mädchen musterte den auffallend dunkel angelaufenen Shinobi vor sich sehr genau - hoffentlich war er nicht krank oder so, das konnte die Missionsleiterin gerade nicht gebrauchen. Am auffälligsten fiel ihr an diesem Jungen spontan höchstens vor allem eigentlich nur der leichte Blutfluss an seinem Kinn auf und der Fleck an seinem Mantel. Ich hoffe mal, das hatte nichts mit Hebis rüpelhaften Verhalten zu tun, sonst muss ich ihn gleich ausschimpfen. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Es war für Rikku jedenfalls nicht sehr ansehnlich sich mit einer verletzten Person zu unterhalten und darum musste sie dort auch schnell Abhilfe verschaffen, indem sie mit ständig geübten Fingerbewegungen fix ein Jutsu durchführte. Was das für ein Jutsu war, brauchte wohl keiner Worte, da bei grünlichen Chakra unbestreitbar klar wurde, dass es sich um eine Heilung handeln musste. Be... bevor wir und unterhalten, las..., lass mich mal kurz dein Kinn ansehen und mich vorstellen, ähm ich heiße Yamashi Rikku und bin die Missionsleiterin dieses Auftrags.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 20. Sep. 2013
  14. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Wäre Kyuusowa dem Sakkaku nicht gefolgt, hätte dieser ihm tatsächlich eine reingehauen, einfach weil er sich für jemanden ausgab, der die momentane Zielperson von Rikku und Hebi darstellte. Ob er das dann wusste, war fraglich, wäre dem Rotauge jedoch so ziemlich egal. Man verarschte ihn nicht, völlig gleich, was sich ihnen am Ende als unbewusst oder bewusst offenbarte – mit ihm war einfach nicht gut Kirschenessen und solange sein Name Sakkaku Hebi war, konnte man auch stark davon ausgehen, dass dieser durchaus gewaltbereite Junge keine Nägel mit Köpfen machte. Glücklicherweise folgte im der Weißhaarige jedoch und bis auf die restlichen Passanten blieben alle weitestgehend unverletzt. Naja und Hebis Nerven waren natürlich die Leidtragenden - denn diese wurden hier eindeutig auf eine Zerreißprobe gestellt, wenn man jetzt noch einmal auf die ganzen Menschen zu sprechen kam. Doch das Thema war nun mittlerweile madig geschrieben und sollte keinerlei Anklang mehr finden – sie hatten es geschafft, den glorreichen Weg ins Abseits der befüllten Straße zu gehen und konnten nun ein wunderbar gepflegtes Gespräch führen. Das stellte sich jedoch als ziemlich argwöhnisch heraus. Mit einem „Hä!?“, kommentierte er die Sätze seines Gegenübers fragend und verzog ein wenig das Gesicht. Was wollte der da von ihm? Rambo? Er hätte sich ja eher als Müllabfuhr bezeichnet, die halt lediglich den Dreck von den Straßen fegte. Auch, dass sich Kyuusowa fast ins Höschen gemacht haben soll, blendete er jetzt einmal vollkommen aus, ihm fiel etwas viel Wichtigeres auf: Sprach der Typ durch seine Puppe? Sowas hatte der Sakkaku ja auch noch nie erlebt. „Hast du auch 'nen Eigenleben oder ist's dir nur möglich, Worte mithilfe deiner Puppe auszusprechen?“ Warum er das fragte? Weil es ihn tierisch interessierte! Es war das erste Mal, dass Hebi auf eine solche Person stieß, dementsprechend weckte der junge Ueda die Neugier des Rotauges. Die Frage, ob das gut oder schlecht für ihn war, erübrigte sich auch dementsprechend – vorerst sollte er wohl keine Angst vor dem Dunkelhaarigen haben müssen, da er viel lieber wissen wollte, was im Kopf des Weißhaars vor sich ging, als dass er ihn mit der üblichen rüpelhaften Manier direkt zu vergraulen versuchte.
    „Ich bin übrigens Hebi und eines der Teammitglieder der uns bevorstehenden Mission.“ Konnte sich Kyuu sicher bereits denken, jedoch kannte er den Namen des Sakkaku bestimmt nicht, weswegen so eine kleine Vorstellung, wenn man das so nennen wollte, weder Hals- noch Beinbruch war. Die rote Gesichtsfarbe seines Gegenübers nahm Hebi selbstverständlich zur Kenntnis, würde aber erst ein genaueres Urteil fällen, sobald er mehr über den Genin vor sich wusste, schließlich sollte auch er in irgendeine Kategorie eingeordnet werden, die allerdings zum größten Teil nie etwas Gutes bedeutete. Vielleicht hatte Kyuusowa aber auch das Glück und gehörte zu den weniger nervigeren Personen dieses Planeten und durfte sich infolgedessen an einer friedlichen Koexistenz mit ihm erfreuen? „Unsere Leiterin müsste auch gleich auf den Plan treten. Wahrscheinlich hast du sie schon auf einem der Dächer sehen können.“ Ebenfalls eine Person, die in besagter Koexistenz neben ihm her lebte und gerade von oben aus auf ein Café deutete, in das die beiden wohl gehen sollten. Selbstverständlich kamen sie dem nach, gleichwohl auch, weil Hebi das Gestehe satt war und sich setzen wollte. Dort angekommen, platzierte er sich auch sofort auf einem dieser Sitzsofa..bänke? oder wie auch immer man das nennen wollte. Das Café selbst war eigentlich recht schick. Der Boden wies ein schwarzweiß kariertes Muster auf und die Wände waren in einem zarten hellbraunen Ton gestrichen; die Decke war weiß. Kurz nachdem sich dann auch Rikku eingefunden hatte und sich um den vemeindlich Verletzten kümmerte, trat eine Angestellte heran und blickt freundlich in die Runde aus den drei Ninja. „Was kann ich euch anbieten?“ Eine typische Frage für typische Kunden. „Mir nichts.“ Hebi hatte weder Hunger noch Durst - so kurz nach dem Aufstehen bekam er nichts runter. Sie speicherte es als geistige Notiz in ihrem Hirn ab und blickte dann zu Rikku und Kyuusowa und war bereit, ihre Wünsche auf einem Zettel niederzuschreiben.
  15. Ueda Kyuusowa

    Ueda Kyuusowa New Member

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    Daiki war seinem Gegenüber also nicht ausgeblieben. Nun gut, sollte er die Sache eben aufklären, ohne dabei sein nicht wissentliches Geheimnis zu verraten. Er mochte nicht, dass er in diesem Moment die volle Aufmerksamkeit geschenkt bekam, er hatte viel lieber Gesprächspartner, die sich weniger für Kyuusowa und seine Handpuppe interessierten. Zum Glück blieb Daiki in diesem Moment ruhig und die doch recht tiefe und im Verhältnis zu Daikis stehende sehr erwachsene Männerstimme ertönte schließlich. "Vielmehr hat diese Handpuppe ein Eigenleben entwickelt, als dass ich sozusagen der Anhang bin." Er wusste, dass Daiki seine Worte missfielen und trotzdem hielt dieser die Klappe. "Ich nenne ihn Daiki und ich entschuldige mich für seine Worte." Er konnte nur hoffen, dass der Sakkaku seine Entschuldigung annahm und das Thema damit gegessen war. Kurz nach diesem kurzen Gespräch hatte auch dfer Ueda das Mädchen auf den Dächern entdeckt und war Hebi sogleich gefolgt, als dieser in die Richtung eines Cafés schritt. Es war vermutlich nicht mehr nötig, sich seinem Kollegen vorzustellen, also unterließ er diesen Part einfach und konnte nur hoffen, dass er damit nicht als unhöflich abgetan wurde. Er war ja schließlich kein unhöflicher Bube, auch wenn man es ihm kaum glauben mochte.
    Etwas verdutzt begegnete er dem Blick des Dunkelhaarigen. Die zierliche Dame auf den Dächern war die Leiterin? Unschuldiges Mädchen. Nur eine Fassade, hinter der sich eine blutrünstige, temperamentvolle Diva verbirgt? Jedenfalls konnte er es sich gut vorstellen und irgendwie gefiel ihm dieser Gedanke so gar nicht. Das konnte er nun überhaupt nicht gebrauchen. Ein älterer Junge, der offensichtlich keine Rücksicht auf Verluste nahm und sich seinen Weg mit Gewalt bahnte, ein unschuldig wirkendes blutrünstiges Prinzesschen und dann noch er. Der schüchterne mit der bekloppten, sprechenden Handpuppe. In gewisser Hinsicht doch ein sehr amüsantes Trio, wenn es ihm nicht zugleich solche Sorge bereiten würde. Wie sollte er es mit solchen aushalten? Hackten sie womöglich noch auf ihm herum, so wie es viele zuvor schon taten? Die Röte in seinem Gesicht verflog, als er darüber nachdachte und kehrte sogleich wieder zurück, als die Missionsleiterin schließlich das Café betrat. Sie war ein wirklich hübsches Mädchen und damit eigentlich viel zu hübsch, um einen guten Charakter zu besitzen. Aber er wollte ja nicht vorschnell urteilen und musterte das Mädchen etwas zu lange als für ihn üblich. Als sie schließlich sprach, beruhigte er sich ein wenig. Zumindest ihr Sprachstil und ihre Stimme schienen nicht ungewöhnlich zu sein und zeugten auch nicht unbedingt von viel Selbstbewusstsein und großem Ego. Sie schien vor allem höflich und hilfsbereit, denn sie wollte sich um seine Schürfwunden am Kinn kümmern. Konnte er das zulassen? Daiki biss ihn ins Bein, wollte ihm damit offensichtlich ein Zeichen geben, dass er sich darauf einlassen sollte. Es war ihm höchst unangenehm, fasste ihn ein Mädchen an. Zudem war eine medizinische Versorgung nicht unbedingt notwendig, also zuckte er kurz nach hinten und riss die Augen weit auf, während eine Tomate ihn vermutlich wieder beneiden würde. "N-n-nein ... äh ... n- ... äh ... schon gut.", stammelte er. Ihm wurde schon etwas schwummrig, bei dem Gedanke, dass Rikku ihm so nahe sein würde. Nein, er durfte jetzt nicht in Ohnmacht fallen.
    Als die Bedienung schließlich kam und die drei Shinobi nach der Bestellung fragte, antworte der Dunkelhaarige sofort. Er hatte wohl schon genug gegessen. Auch der Weißschopf hatte ein ordentliches Frühstück gehabt und war damit schon lange satt. Aber das konnte die Dame ja nicht wissen und legte schließlich eine Hand auf Kyuusowas Schulter, um noch einmal auf ihre Frage aufmerksam zu machen. RUMMS! Alles schwarz. Weg war er. Das fing ja wieder einmal hervorragend an.
  16. Nezumi Rikku

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Rikku empfand es einfach als ekelhaft, sich ansehen zu müssen wie ihr eine verletze Person gegenübersaß. Zwar hatte das Mädchen aus ihrer persönlichen Einstellung heraus noch nie etwas Großartiges gegen sonderbare Mitmenschen gehabt und würde sogar mit einem Shironin zusammenarbeiten - selbst wenn etwas Misstrauen zwischen ihnen herrschen würde -, doch war Blut bei einer Heilerin mit ihrer glorreichen Einstellung schlichtweg ein anderes Thema. Gut es war vielleicht nicht immer möglich jede Verletzung zu heilen, doch warum sollte es ein schätzungsweise vernünftiger Verstand vorziehen, freiwillig mit einer Wunde herumzuwandeln? Mal ganz davon angesehen, dass sich das Mäuschen als Teamleiterin auch noch in der Verantwortung sah, für ihre Partner zu sorgen. Ich... ich muss leider da... darauf bestehen die Verletzungen zu heilen, es dauert nur eine Sekunde, we..., wenn du dich nicht bewegst. Ich müsste mich dazu noch nicht einmal sehr nähern, ich ka... kann mein Chakra auch ein paar Zentimeter weit von der Hand ausstrahlen, wenn es dir so angenehmer ist. Rikku wusste zwar nicht, was mit dem Jungen los war, doch schien er vor ihrer Hand auszuweichen, und da sein Arm in einer Handpuppe steckte, vermutete das Mäuschen insgeheim eine allgemein Furcht gegenüber Händen, die sie nicht wirklich durch eine Berührung ihrerseits erzwingen wollte. Der Punkt ist nur, da die junge Kunoichi ja auch alles andere als wirklich fehlerfrei in ihrer Persönlichkeit ist und sie ihren neuen Missionspartner darum auch nicht gleich mit der Hand ins Gesicht schlagen wollte - eventuell sollte man ihm wie ein Tier langsam das Angebot zeigen um es dann vorsichtig Einladen, die Wohltat anzunehmen.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Nachdem sich die Szene wieder etwas beruhigt hatte, fing Rikku auch gleich wider an zu reden, zwar mehr aus Pflichtbewusstsein zu ihren Aufgaben hin als freiwillig, aber was sein musste, musste sein. Ich denke wi..., wir sollten uns zuerst etwas vorstellen, meinen Namen kennst du ja schon und ich nehme mal an Hebi-kun hatte sich auch schon vorgestellt. Ähm äh ... also meine Fähigkeiten, also..., wie du es dir vielleicht schon denken konntest liegen sie in der Heilung und den Waffen, wie man es sehen kann - by the way, das Missionsziel unseres Hiersein ist dir wohl hoffentlich auch schon bekannte oder? Der erste Eindruck, den dieser Kyuusowa auf das Mäuschen hinterließ, war unbestreitbar mehr von der Sorte "Klotz am Bein", als wirklich hilfreich. Na schön, das Mädchen war an sich zwar nicht wirklich besser in dieser Beziehung und hatte wohl auch jede menge eigener Probleme, aber zwei von diesem Schlag konnten doch nie im Leben ein gutes Los sein. Und um ehrlich zu sein, hoffte Rikku gerade auch sehr stark darauf, dass es Hebi mit den ganzen gestörten Teammitgliedern um ihn herum nicht zu bunt wurde, sodass es das Handtuch schmeißen würde - das Mäuschen würde ihm so eine Handlung bei einer derartig komplizierten Teamaufstellung sicherlich nicht übel nehmen, vor allem weil man aus reinem Pflichtbewusstsein ja nicht alles rechtfertigen konnte.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Als dann endlich die Bedienung kam, war Rikku scheinbar die einzige Person, die gerne etwas frühstücken wollte, wenigstens wartete sie gespannt darauf, wer wohl zuerst seine Stimmer erheben mochte. Erst nachdem nichts aus Hebis oder Kyuusowas [FONT=Verdana, sans-serif]Richtung [/FONT]kam, entschied sie sich dazu den Mund aufzumachen, - immerhin hatte sie kein Interesse daran unterwegs in der Hölle zu verhungern oder kraftlos ohne Energie weiter zu gehen - wer wusste schon, wie viel Zeit sie dort drin verbringen würden. Also verlangte das Mäuschen auch im Hinblick darauf, dass sie gleich direkt und ohne Umschweife zum Bürgermeister aufbrechen wollten, eine Tüte Donuts mit einem Becher Trinkschokolade zum Mitnehmen und da draußen scheinen auch mittlerweile fast alle arbeitenden Passanten an ihrem Arbeitsplatz gefunden hatten, konnte man nun sicherer wieder über die Straße gehen. Dann damit war die Vorstellungsrunde angeschlossen und Rikku wollte die Anderen für den Auftrag auch nicht noch länger warten lassen als nötig, indem sie jetzt theoretisch ein ausgiebiges Frühstück verzehren würde.[/FONT]
    Zuletzt bearbeitet: 26. Sep. 2013
  17. Sakkaku Hebi

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    Interessant. Äußerst interessant. Die Puppe war also die führende Person, wenn Hebi das richtig verstand? Dieser Junge stellte sich gerade prima als neues Testobjekt heraus. Oder sollte man besser sagen als Spielzeug? Wie man es nahm: Der Sakkaku freute sich innerlich wie Schnitzel, endlich mal etwas Neues entdecken zu können. Es irgendwann an seine Grenzen zu treiben. Zu schauen, wie es mit der und der Situation klarkäme. Mal gucken, auf welchen Zeitraum sich das erstreckte. Doch die wichtigste Sache war für ihn immer noch die Frage nach den Auswirkungen auf die zwei unterschiedlichen Persönlichkeiten. Schizophrenie, wenn man das hier so nennen konnte, war zwar sehr, sehr bekannt und durchaus weit verbreitet, allerdings ist dieses Krankheitsbild wesentlich interessanter, wenn man es direkt vor sich stehen hat. Aus diesem Grund nahm er Daikis Worte auch nicht weiter übel und winkte einfach ab, als Kyuusowa selbst sich dafür entschuldigte. Darüber sollte er sich mal keine Sorgen machen, solange Hebi ihm wohlgestimmt war.
    Im Café ignorierte er das Gespräch zwischen Rikku und dem Weißhaarigen vollkommen. Also zumindest den Teil, der das Nennen der Fähigkeiten beinhaltete. Dass er wild herumstotterte, als die Kunoichi ihm helfen wollte, konnte er allerdings nicht einfach so an sich vorbeiziehen lassen. Viel zu auffällig für eine solche Person wie Hebi. Er sagte aber nichts dazu und beobachtete die Szenerie lediglich. Vielleicht bekam er so etwas Nettes über das neue Teammitglied heraus? Zu schade, dass da schon die Kellnerin kam und ihn somit ein wenig aus dem Konzept brachte. Und scheinbar nicht nur ihn. Nachdem sie Kyuusowa anpackte, fiel dieser um? Was zur Hölle? Offensichtlich hatte da jemand ein ganz großes Problem mit dem Geschlecht der holden Weiblichkeit. Ob die Puppe an seiner Statt noch anwesend war? Hoffentlich! Sonst wäre der Typ doch langweiliger als gedacht und Hebi hätte seine Zeit schon wieder damit verschwendet, einer nichtigen Person ein wenig seines Interesses zu schenken. Innerlich hatte er nämlich gehofft, Kyuusowa sei nicht so einfach gestrickt, wie die meisten Menschen und würde eine kleine Herausforderung darstellen.
    Wie dem auch sei: Der Junge schien weggetreten. Tolle Nummer. Wirklich ganz toll. Man könnte meinen, man wollte den Sakkaku schon wieder mit inkompetenten Teammitgliedern strafen. Er hatte stark das Gefühl und anders konnte er sich nicht erklären, warum er nur immer an solche Dilettanten geriet. Hoffentlich hatte der Typ kämpferisch betrachtet mehr drauf als sein Standhalten des Bewusstseins es hier nicht wirklich vermuten ließ. Doch was machen sie jetzt mit ihm? Sie konnten ihn ja nicht einfach liegen lassen, oder? „Ich schlepp' ihn nicht weg. Bin nicht die Wohlfahrt.“ Oh, scheinbar doch. Es sei denn, Rikku hatte Kraft und Muse, den Jungen durch die Botanik zu transportieren. Sie schien zwar mit Sicherheit nicht der Typ Mensch zu sein, der ihn einfach so zurücklassen würde, aber die Mission musste ja auch irgendwie vorangehen. Die Überlegungen bezüglich des Klotzes am Bein stellten sich hier also als durchaus realistisch heraus, wenn man einmal Hebis Gedanken betrachtete. Kyuusowa mochte scheinbar als Persönlichkeit interessant sein und sammelte somit durchaus Sympathiepunkte, auf einer Mission einfach wegzutreten, weil man angetatscht wurde, machte jedoch keinen Eindruck, der dazu führte, dass man sich auf ihn verlassen könnte. Das Rotauge hatte keine Lust, sich auch noch um ihn kümmern zu müssen, wenn was nicht nach Plan lief. Natürlich war Rikku auch noch da, aber man wusste schließlich nie was passierte. Es gab selten Menschen, die einem nur das Beste wünschten, wenn man sich im Zuge eines Auftrages gegen sie richten musste. Naja, wenn es hart auf hart käme, würde er wohl einfach verschwinden und sie ihrem Schicksal überlassen. Ballast wurde schon zu Lebzeiten der Antike einfach weggeworfen. Ein gutes Beispiel wären hierbei untergehende Schiffe, deren Nahrungsmittel man gerne einmal über Bord warf, damit sie nicht so schnell sanken. Ähnlich verhielt es sich in der Tat mit Kollegen. Die Schwächeren wurden halt gefressen. Doch ehe wir annehmen, Kyuusowa sei ein Totalausfall, wollen wir doch noch mal etwas versuchen. „Oy, geht's dir gut oder was is' los?“, sprach Hebi ihn an und stubste mit dem Zeigefinger gegen die Handpuppe. Das war nicht nur förderlich für die Studie, sondern konnte sich auch recht positiv auf den Zurückgewinn des Bewusstseins auswirken, sollte Daiki noch mit Anwesenheit glänzen. Oder Kyuusowa würde halt mal eine Ohrfeige bekommen.
  18. Ueda Kyuusowa

    Ueda Kyuusowa New Member

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    Alles war schwarz und er bekam die wenigen Sekunden nicht mit, die er verpasste, indem ihm das Bewusstsein verlassen hatte. Auch Daiki war verständlicherweise nicht mehr anwesend und konnte somit nicht direkt auf das Anstupsen des Teamkollegen eingehen. Gerade mal drei Sekunden später hatte der Weißschopf sein Bewusstsein wiedererlangt, sah jedoch noch immer Schwärze. Er hielt die Augen schlossen, während Daiki schon wieder bunter plapperte. "Waschlappen am Boden! Waschlappen am Boden!" Daiki schlug lauten Alarm und nicht nur die Leute vom Nachbartisch sollten ihre Blicke auf den am Boden liegenden Jungen richten. "Ich werde ihn nicht mitschleppen.", meinte die Puppe schließlich und wackelte mit ihren Ärmchen hin und her. Der Ueda öffnete so langsam wieder seine Augen, schlug die Lider das letzte Stück schließlich erschrocken auf. Er war tatsächlich umgekippt und hatte mit Sicherheit etwas verpasst. Die Röte machte sich sofort wieder auf seinen Wangen breit, noch ehe er seinen Oberkörper aufrichten konnte. Nicht wieder, ermahnte er sich selbst und zwang sich auf die Beine. Er hievte sich schließlich hoch und blinzelte noch etwas verschwommen drein, ehe er seine Kollegen wieder klar erkennen konnte. Ich halte das Ganze nur auf ...

    Einen Moment lang zweifelte er an seinen Fähigkeiten und überlegte sich, ob er nicht doch wieder verschwinden sollte. Wenn das noch einmal passierte, konnte er sich gut vorstellen, dass der Sakkaku es nicht länger mit ihm zu tun haben wollte. Jedenfalls schätzte er ihn so ein. Hier gab es eine Mission zu erledigen und wer nicht teilnehmen konnte, sollte den anderen auch nicht zur Last fallen. Ich bin schwach, stellte er fest. In Gedanken vernahm er die Stimme seiner Handpuppe, die ihn versuchte aufzumuntern. Daiki hatte auch eine wirklich gute Seite, die Kyuusowa sehr an seinem besten Freund zu schätzen wusste. Reiß dich zusammen, du hast schon vieles gemeistert! Wenn du einer dieser Schlappschwänze wärst, hätte ich dich schon längst aufgegeben und verlassen! Zugegeben, Daiki war nicht der beste auf diesem Gebiet, aber es erfüllte seinen Zweck. Entschlossen kniff er die Augen zusammen, um vollends einen klaren Blick zu bekommen. Die Röte wich dem normalen Hautton und er nahm wieder Platz, entschuldigte sich und betete, dass so etwas nicht noch einmal vorkam.
    "Entschuldigt, das kommt nicht wieder vor." Es waren nicht die besten Worte, aber es war sein voller Ernst und ein Versprechen an sich selbst. Auf dieser Mission sollte er niemandem zur Last fallen und einen Job erledigen. Er war ja auch sonst immer ein kompetenter und helfender Kollege. "Ähm ... wann geht es los?", wollte der junge Genin wissen und bereute seine Worte sogleich. Er hätte etwas viel besseres sagen können, er hätte sich viel besser entschuldigen können. Er hätte so vieles sagen und tun können und war nicht dazu im Stande. Ärgerlich, jämmerlich, aber voll und ganz Kyuusowastil.
  19. Nezumi Rikku

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    [FONT=Verdana, sans-serif]Bei aller Nächstenliebe zu ihren Teammitgliedern wollte Rikku wirklich nur all zu gerne darauf verzichten, diesen ohnmächtigen Kyuusowa zu tragen. Zwar war es nicht so, dass sie ihn nicht tragen könnte, da sie wohl durchaus kräftig genug wäre mit Hebis Helfe einen Menschen zu schleppen, solange es nur ein paar Meter wären, doch wollte sie es einfach nicht tun und das aus guten Gründen. Angefangen damit, dass das Mäuschen diesen neuen Teampartner nicht sonderlich gern mochte, wenigstens von der Seite aus betrachtet, die sie bislang sehen durfte, war Kyuusowa mehr so was wie ein drittes Rad am Fahrrad, was das ganze Gestell eher behindert wirken lies, als wirklich professionell, wie es eigentlich sein sollte. Während Rikku andererseits auch bedenken über den Bezug des direkten Körperkontaktes mit dem Weißhaarigen hatte - wenn er schon so extrem auf eine leichte Berührung reagierte, könnte sich seine Blase nachher noch auf das helfende Mädchen entleeren, was sie gerne vermeiden wollte. Nein, lieber würde die Kunoichi etwas Geld für den Bewusstlosen dalassen, damit er sich einen Kaffee kaufen könnte, während sich die anderen beiden allein um die Mission kümmern würden, sodass sie die Schlafmütze am Ende des Tages wieder abgeholt werden könnte, sollte Kyuusowa bald nicht aufwachen. Doch so herzlos weit musste das Mäuschen schlussendlich doch nicht gehen, als die Puppenhand nur wenige Sekunden nach dem Zusammenbruch plötzlich auf peinlichster Art und Weise Alarm schlug und sich Rikku mit einem Male im Rampenlicht der peinlichen Aufmerksamkeit gestellt fühlte. "Nichts wie weg", dachte sich das Mädchen darum nur noch, als endlich die verlangte Bestellung kam und sie das bereitgelegte Geld auf dem Tisch schmiss, um unmittelbar später schon wieder auf der Straße zu sein. Wa... was ist mit deiner Puppe bloß los, dass sie nur so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss? Kyu... Kyuusowa-kun, du weißt wohl hoffentlich, dass wir hier schon einen Verdächtigen haben, was..., weswegen wir kein unnötiges Aufsehen erregen sollten. Rikku wusste nicht, ob ihr Teammitglied den ganzen Unsinn mit der Aufmerksamkeit extra machte oder viel mehr unabsichtlich, doch sie empfand so ein Verhalten wie gerade als äußerst unangebracht und hoffte, dass es in Zukunft vermeidbar wäre.[/FONT]

    [FONT=Verdana, sans-serif]Es gab nicht wirklich etwas Nennenswertes auf der Strecke zum Bürgermeister zu sehen, wenigstens fiel Rikku nichts besonders Herausstechendes auf, was die Zeit zu ihrem Ziel deutlich in die Länge ziehen würde oder könnte, sodass das Team bald am Radhaus ankam. Und genau so unkompliziert ging es zugleich auch bei der Sekretärin weiter, die nicht nur dank der Vorankündigung von den Dreien bereits wusste, sondern auch durch die Einladung schnell die Pforten zum Auftraggeber öffnete. Im gehobenen Amtszimmer selbst angekommen saß ein dünner bis normalgewichtiger Mann im blauen Anzug mit Krawatte hinter einen kleinen Stapel Papiere, die er mit den Geräuschen der Tür schnell noch in Ordnung brachte, bevor er dann respektvoll aufstand, um die Shinobi zu begrüßen. Guten Morgen wehrte Shinobi, Yashima Ishida ist mein Name und ich bin der Bürgermeister dieses bescheidenen Dörfchens, so wie der Vorsitzende der Minenkommission. Mit diesen Worten winkte er mit einer etwas zeigenden Handbewegung leicht auf die Rückwand seines Büros zu, so als ob er dem Team damit preisgeben wollte was für ein toller Manager er doch ist, nur weil hinter ihm viele Auszeichnungen und Gütesiegel von verschiedenen Reiseagenturen angenagelt waren, die bestätigten, dass Aruo ein bewundernswerter Ort sei dank seines Bürgermeisters.Gu... guten Tag Herr Yashima, - Rikku schüttelte dem Mann die warme Hand, um sich dann fast zeitlich mit ihm auf einen Stuhl beim Schreibtisch zu setzen - wir sind das bestellte Ninjateam, bringen sie uns auf den neusten Stand. Die ersten Sätze waren noch sehr uninteressant zu hören, da ihnen Ishida nur lang und breit noch mal das erklärte, was das Team schon aus der Missionsbeschreibung heraus kennen sollte. Wie Sie sehen, ist die Lage hier ziemlich ernst, sodass der Dorfvorstand entschied, endlich Soragakure einzuschalten, um Herr Tokugawa das Handwerk zu legen. Wenn ich Si..., Sie also richtig verstanden habe, wollen Sie uns damit erklären, dass Herr Tokugawa das Dorf unter Druck setzt, um Ihnen die Mine abzukaufen, auch wenn es bislang noch keinen Beweis für einen Zusammenhang seinerseits mit der Entführung gibt? Selbst wenn Rikku diesen Satz nicht böse oder als verurteilend meinte, sondern bloß wissen wollte, ob sie damit alles gut zusammengefasst hatte, versteifte sich mit einem Male das Gesicht des Mannes leicht und mit einem stärkeren Ton als zuvor sprach er auf die Shinbi ein. Es stimmt leider, wir haben noch keine Beweise für eine Straftat von Herrn Tokugawa sicherstellen können, doch ist es in unserem Dorf eine lange Tradition, dass der Bürgermeister auch eine hohe Position in der Minenkommission innehalten muss und da wir in wenigen Monaten wieder Wahlen abhalten wollen, ist es schon ein recht seltsamer Zufall, dass mein einziger Gegenkandidat seit Jahren plötzlich ein starkes Interesse an der Mine zeigt, in der bislang vor allen meine treuesten Unterstützer im Wahlprogramm verschwunden sind. Sie sehen also, der eindeutige Verdacht auf Herrn Tokugawa ist von meiner Position aus gesehen alles andere als unbegründet. Zustimmend nickte Rikku und erlaubte nun ihrem Team noch Fragen an Herr Yashima zu stellen, da sie gerade für den Moment wenigstens nichts mehr ansprechen wollte.[/FONT]


    [FONT=Verdana, sans-serif]OOC: Wenn jemand noch Fragen an den Bürgermeister hat, soll er mir eine PM schreiben und ich werde sie möglichst beantworten, sonst geht es in meinem nächsten Post auf zur Mine.[/FONT]
  20. Sakkaku Hebi

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    Ein nicht unbedingt wohlwollendes Lächeln zierte Hebis Gesicht, als dieser sich nach Daikis Aufschrei ein wenig im Lokal umschaute und all die Kunden sah, die die kleine Gruppe an Shinobi nun im Visier hatten. Normalerweise hätte er ihnen nun angeraten, wegzuschauen, da sie hier nicht im Zoo waren. In diesem Fall aber, entschied er sich dafür, sie einfach mal gucken zu lassen. Er selbst hatte keine Probleme damit, angestarrt zu werden und wollte sonst nur jemanden anpöbeln, jetzt hatte er allerdings mehr Spaß daran, entdecken zu können, wie der Junge wohl darauf reagieren würde, sollte er realisieren, dass sie angestarrt wurden. Dementsprechend gönnerschaft schlug der Sakkaku ein Bein über das Andere und positionierte seine Arme auf der Rückenlehne, während er noch immer lächelte. Für ihn schien das gerade ganz großes Kino zu sein. Pedantisch genau beobachtete er dabei auch, wie Kyuusowa dann aufwachte, offensichtlich erschrocken war und hochrot anlief. Jetzt stand er sogar noch auf. Was hatte der weißhaarige Junge vor? Nun, scheinbar nichts besonderes. Er setzt sich wenig später wieder und begann dann, sich bei Hebi und Rikku zu entschuldigen. Der Dunkelhaarige winkte entspannt ab. Kein Grund zur Besorgnis, was seine Seite anging. Die Teamleiterin schien das jedoch anders zu sehen, was das Rotauge durchaus verstehen konnte. Würde er die Mission leiten, wären seine Worte wohl nicht so nett ausgefallen, wie die der Yamashi. Nach ihrer Standpauke, wenn man das so nennen konnte, standen die drei Ninja dann auf, um sich zum Bürgermeister begeben zu können. Dennoch wollte Hebi seinen Kollegen nicht so angemeckert stehen lassen. Immerhin ist dieser doch bekannt dafür, immer für einen zur Stelle zu sein. Also klopfte der Sakkaku dem Weißhaarigen tröstend auf die Schulter und lächelte ihm freundlich entgegen. „Mach' dir nichts draus, das kann schonmal passieren und Rikku wird sich sicher auch wieder einkriegen.“ Sollte sie denn überhaupt sauer sein. Vorstellbar war es, immerhin bekam sie somit ungewollte Aufmerksamkeit fremder Menschen und wenn Hebi sich richtig entsinnte, passte ihr das eigentlich ganz und gar nicht. Naja, ihm konnte es egal sein, welches Klima zwischen den Beiden herrschte – solange er seine Ruhe hätte.

    Beim Bürgermeister angekommen, zog es Hebi vor, einfach stehen zu bleiben und sich ein wenig im Raum umzusehen, in dem sich recht viele Aufzeichnungen befanden. Beeindruckend, was man mit so einem Mist alles erreichen könnte. Seins war das jetzt nicht, aber wenn er mal Langeweile hatte, konnte er ja über Minenarbeit nachdenken, wobei die mit Sicherheit nichts wäre, was sein Gemüt erheiterte. Schnell verwarf er den Gedanken also wieder und wandte sich dann dem Bürgermeister zu, der ihnen die Sachlage erklärte. Natürlich fiel ihm dabei auch auf, wie sich der Mann versteifte, als Rikku noch einmal bezüglich des Zusammenhangs zwischen Mine und Tokugawa fragte. Entweder nagte es wirklich an ihm, dass seine Kompagnons verschwanden oder er hatte einen Furz quer sitzen und ihn eben erst registriert. Dass er Dreck am stecken haben könnte, war ebenfalls eine Möglichkeit. Dennoch waren das alles Sachen, die der Sakkaku besser nicht ansprach. Ob er sich um seine Arbeiter kümmerte, interessierte Hebi nicht im Geringsten, genauso wenig wie der quer sitzende Furz. Auch dass er eventuell versuchte, die drei zu verarschen gehörte momentan nicht hier hin, also ging er wortlos aus dem Raum und dann aus dem Gebäude heraus. „Ich weiß nicht.. Ich find' das irgendwie ein wenig komisch, dass die Mitarbeiter auf einmal jetzt verschwinden. Wenn der Typ schon jahrelang Interesse an der Mine gezeigt hat, stellt sich einem doch die Frage, wieso er nicht schon viel früher handelte. Vielleicht ist das auch nur eine blöde Masche des Bürgermeisters, seinen größten Rivalen loszuwerden. Da die Arbeiter zeitgleich seine Wahlunterstützer sind, wie er sagte, hätten sie sicher auch kein Problem damit, so zu tun, als wären sie verschwunden, um ihn auch auf diese Weise zu unterstützen und dem Tokugawa so was anzuhängen.“ Dann zuckte er aber mit den Schultern und schüttelte verlogen grinsend den Kopf. „Allerdings ergibt es natürlich auch Sinn, dass der Gute am Verschwinden der Leute beteiligt sein könnte. Mit etwas Glück liegen ihre toten Körper irgendwo vergraben herum.“ Hebi ging natürlich direkt wieder vom Worst Case Szenario aus, aber was blieb ihm sonst übrig? Sie waren hier auf Mission und man musste an alle Faktoren denken, wenn man nicht auf die Schnauze fallen wollte. Nichtsdestotrotz würde ihr Weg die Ninja nun scheinbar in die Höhle führen. Mal schauen, was sie da so schönes erwartete.
    Zuletzt bearbeitet: 12. Okt. 2013