Giftmord in Fuyushima!

Dieses Thema im Forum "Wasserreich" wurde erstellt von Ookami Yumi, 6. Apr. 2012.

  1. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Cf: Hafen

    Wie jedes Schulkind, aber vor allem jemand, der aus Kirigakure selbst stammte, in und auswendig wusste, bestand das so vollmundig "Reich des Wassers" genannte Land aus mehr Flüssigkeit denn Landmasse, da es sich nicht aus einem Kontinent, sondern vielen kleinen Inseln zusammen setzt. Die größte davon, die sich recht mittig befindet, beherbergt außerdem das ehemals berüchtigte Ninjadorf Kirigakure, aus dem sowohl Shunsui, als auch Yumi selbst kamen. Yumis Großvater hatte noch diesem und nur diesem Dorf gedient, nun aber wurden die Ninja ja gesammelt in Soragakure ausgebildet, weswegen große Teile ihrer Familie dorthin gezogen waren. Das Dorf, welches die drei Ninja besuchen sollten, um herauszufinden, wer hinter dem Giftattentat steckt, welches dort vor kurzem verübt worden war, lag auf einer der kleineren Inseln, die sich nahe des offenen Meeres befanden und daher Soragakure oder besser Getsurin recht nahe lagen. So dauerte ihre Fahrt nicht einmal besonders lange, eine Stunde vielleicht, ehe der Schiffführer erklärte, dass sie bald da seien. Obwohl Yumi noch nie mit Seekrankheit zu kämpfen gehabt hatte, war sie froh über diese Nachricht, da sie am Ende auch ungerne am Gegenteil leiden würde: Ebenso, wie es für Landratten das Phänomen gab, dass ihnen auf einem schwankenden Boot schwindelig wurde, passierte es Seeleuten manchmal, dass sie dasselbe mit festem Boden erlebten, weil sich der Körper zu sehr auf das Schwanken eingestellt hatte. Zwar passierte so etwas sicherlich nicht nach einer guten Stunde Fahrt, aber Land war der Ookami lieber als der Ozean, obwohl sie Wasser eigentlich sehr gerne mochte. Tatsächlich war ihr Suiton das liebste Element und sie bewunderte alle, die es besaßen, einfach schon deswegen. Suiton war nicht so tödlich wie andere Elemente, es war sanft und formbar und so wunderschön...! Ihre Großmutter beherrschte Suiton und auch ihr Zwillingsbruder hatte auch diese Affinität - neben anderen eben.
    Bevor Yumi sich ihre Tasche wieder umhängte, zog sie eine zusammen gefaltete Karte heraus und öffnete sie ein Stück, studierte das Bild, das sich ihr bot und nickte. Sie hatte sich zur Sicherheit eine Karte mitgenommen, damit sie Fuyushima auch ja finden würden, denn nichts wäre ihr unangenehmer, als die beiden im Kreis zu führen! "Gut, dann lasst uns aufbrechen - wenn ich das richtig gesehen habe, brauchen wir gut zwanzig Minuten zu Fuß, wenn wir gehen. Fuyushima ist nämlich kein Dorf, welches direkt am Meer liegt. Es liegt stattdessen an einem Fluss." Natürlich, kein Dorf ohne Wasseranbindung, erst recht nicht im Reich des Wassers.
    Sie hüpfte von Bord und landete elegant auf dem Wasser, welches unter ihren Halbschuhen nicht einmal spritzte, sondern nur leichte kreisartige Wellen emittierte. Da der Kapitän hier keine Möglichkeit zum Anlegen hatte und nicht gerade auf Land laufen wollte, mussten sie wohl die paar Meter übers Wasser zurücklegen. Oh, das hatte sie vergessen zu fragen - Aber so wie sich Shin gebärdet hatte, beherrschte er ganz bestimmt den Wasserlauf! Shunsui konnte sie zur Not auch tragen... "Wenn du keinen Wasserlauf beherrschst, kann ich dich ans Ufer tragen, Shunsui-kun. Du kannst das sicher, oder, Shin-kun?", rief sie freundlich lächelnd nach oben. Musste man sie für diese Annahme naiv nennen? Und wenn schon, dann war sie das eben...
    Zuletzt bearbeitet: 6. Apr. 2012
  2. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Es war wirklich erstaunlich. Shin musste mehr als nur einen gewöhnlichen sechsten Sinn haben, wenn er einfach spürte, dass mit Yumi und Shunsui etwas nicht in Ordnung war. Während es bei der Ookami noch der Fall war, dass sie etwas recht harmloses – nämlich ihr Bluterbe – verheimlichte, war Shunsui doch drauf und dran, alle Shinobi, die ihm in die Hände fielen, eines Tages umzulegen. Aber wer konnte es dem Yuudari ehrlich gesagt verübeln? Kein Wunder, so ein schüchterner und stotternder Bursche erregte für gewöhnlich schon ziemlich viel Aufmerksamkeit. Und jeder, aber wirklich jeder würde sich beim Anblick des Jirokou denken: „Halt Stopp! Hier ist etwas faul!“ Auf den musste man schon ein Auge werfen, schließlich steckte hinter jeder schüchternen Person ein gnadenloser Killer. Siehe Yumi, bestimmt war sie auch drauf und dran, einen Amoklauf zu starten und ihre Kameraden niederzustechen. Da konnte man ja schon wirklich gespannt sein, was Shin noch so alles dank seinem besonderen Sinn herausfand. Auf jeden Fall würde er irgendwann in naher oder ferner Zukunft für die ANBU rekrutiert werden, bei diesen Fähigkeiten wäre alles andere auch wirklich unverständlich.
    Shunsui hatte natürlich gar keine Ahnung, dass er bereits verdächtig wurde. Warum sollte er sich auch Sorgen machen? In seinen Augen befand er sich hier mit mehr oder minder unerfahrenen Genin und vor denen brauchte er für gewöhnlich keine Angst zu haben. Über die vergangenen Jahre hatte er sein Schauspiel perfektioniert, und auch wenn er bestimmt noch die eine oder andere Macke hatte, war es eigentlich nichts, was Shin oder Yumi auffallen durfte. Deshalb war er in deren Anwesenheit auch gar nicht nervös sondern hielt weiter an seinen Plan: Wenig reden, schon gar nicht ansehen und seine Ausstrahlung so klein und unbedeutend wie möglich zu halten. Dann und wann rutschte ihm sogar die Brille ein wenig herunter, wenn das Schiff von einer Welle getroffen wurde, welche er sogleich mit einem Finger wieder an die ursprüngliche Position beförderte. Auf Yumi's Aussage hin, blickte er ebenfalls kurz auf die sich immer weiter entfernende Stadt. In der Tat, die Gute hatte recht. So sehr Shunsui die Shinobi auch hasste und verachtete, man konnte nicht anders, als Respekt für dieses monumentale Bauwerk empfinden. Der Erbauer hatte sich mit diesem Auftrag bestimmt eine goldene Nase verdient und konnte danach das Leben genießen. Am Liebsten hätte er gegrinst, wenn er an den Plan dachte, doch irgendwie war ihm selbst bei dem Gedanken daran nicht zu lachen. Schon gar nicht, wenn zwei eigentlich unbekannte Leute in seiner Nähe waren. Dennoch, zurück zur Aussage der Ookami. Jetzt fragte er sich wirklich, was sie meinte. Mochte sie das Aussehen der Stadt an sich nicht oder meinte sie gar Soragakure und hatte sich verplappert? Möglicherweise hatten sie hier es mit einem neuen potenziellen Verbündeten zu tun. Der blonde Junge nahm sich felsenfest vor, das Mädchen gut zu beobachten und im Auge zu behalten.
    Im Verlauf der Fahrt geschah nicht wirklich etwas Spannende, sodass man einige Stunden in die Zukunft springen kann. Auch Shunsui kannte sich hier relativ gut aus, immerhin stammt er von einer der vielen Inseln hier. Aber er würde sich keinesfalls äußern, das ging niemand außer ihn etwas an. "O-o-okay.", gab er ein wenig enthusiastisch von sich und nickte daraufhin. Na das würde ein Spaß werden. Blieb nur noch ein Problem: Shunsui beherrschte kein Wasserlauf. Also war wohl oder übel Schwimmen angesagt. Ganz großes Kino, dann würden seine Sachen klitschnass werden und mit ein wenig Glück erkältete er sich sogar. Yumi hingegen schien keinerlei Probleme zu haben, sondern landete elegant auf dem Wasser. Noch bevor ihre Frage vollends ertönt war und der Jirokou ernsthaft über ihr Angebot nachdenken konnte, hatte er schon einen Sprung gewagt und wollte ins Wasser eintauchen. Ganz anders als die Teamleiterin sah es bei ihm weder gut noch professionell aus, vielmehr klatschte er schmerzhaft auf der Wasseroberfläche auf. Tja, und so schnell konnte man noch tiefer im Ansehen der Partner sinken. Eines musste aber vorweg gesagt werden, für Shunsuis nächste Aktion, trug er keine Schuld noch tat er sie mit voller Absicht. Es geschah nämlich etwas ziemlich Unerwartetes, als sich der Junge im Wasser befand und schon mit dem Gedanken spielte, langsam und tollpatschig an Land schwimmen zu wollen. Ein Krampf durchfuhr sein Bein und führte dazu, dass er panisch um sich schlug, da er sich nicht mehr oben zu halten vermochte. "H-h-hilfe!", gurgelte er mit echter Panik in seiner Stimme und schlug weiterhin panisch um sich herum. Und dann sank er auch schon unter Wasser, wer würde ihm zu Hilfe eilen?
  3. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Irgendwie hätte sie sich das Angebot, dass sie den Jirokou durchaus ans Ufer befördern könnte, auch sparen können, denn dieser schien etwas aktionistisch zu handeln und sprang bereits, ehe sie ihren Satz vollenden konnte. Schade, dabei hätte ihm das sicherlich ein unfreiwilliges Bad erspart und sie hätte nicht einen Schritt zurückweichen müssen, damit nicht auch sie klatschnass wurde. Sie hätte sicherlich nichts dagegen, da sie Wasser generell sehr gerne mochte, aber nicht zu Beginn einer Mission... musste nicht sein. Sie nahm es ihm nicht übel, vielleicht wollte er zeigen, dass er trotz eindeutig fehlendem Wasserlauf auch so ans Ufer kommen konnte, ohne dass er Hilfe annahm - schließlich war es auch für sie eine tolle Erfahrung gewesen, auch mal was alleine schaffen zu können. Allerdings hatte sie dafür auch erwartet, dass er einigermaßen dazu in der Lage war, zu schwimmen, denn ansonsten wäre es eine ziemlich unausgereifte Idee, einfach ins Meer zu springen; sie war zudem stark davon ausgegangen, dass ihm diese Fähigkeit durchaus in die Wiege gelegt worden war, denn immerhin kam er aus einem Land mit quantitativ mehr durchschwimmbaren, denn durchwanderbaren Arealen.
    Was er allerdings für ein Verhalten zeigte, schockte Yumi einen kurzen Moment, in dem sie überlegte, was sie davon halten sollte, bis sich ihr Körper ganz wie von selbst nach vorne bewegte und wie der geölte Blitz nach einer der Arme des offenbar gerade Ertrinkenden griff, um ihn sich über die Schulter zu legen und den Jungen hochzustemmen. Sie war sich zwar immer noch nicht sicher, was nun genau los war, aber weder hatten seine Bewegungen koordiniert gewirkt, noch seine Stimme besonders zuversichtlich geklungen, weswegen es natürlich nur eine Möglichkeit gegeben hatte, nämlich ihm zu helfen. Nicht nur, weil sie sonst vielleicht ein Teammitglied verlieren könnte, sondern einfach, weil sich das so gehörte - weil man Menschen in Not half, ob sie nun stärker, schwächer, freundlich oder abgrundtief böse waren, man half ihnen ganz einfach. Auch war Shunsui vielleicht unter die Wasseroberfläche gesunken, aber nicht im Ansehen von Yumi, die sicherlich niemanden aufgrund von scheinbarer Tollpatschigkeit oder dem Wunsch, sich einzubringen, verurteilen würde. Dafür war sie dem viel zu ähnlich, als dass sie deswegen böse sein würde, zumal Shunsui ja gerade scheinbar fast ersoffen wäre - da war man erst recht nicht sauer auf irgendwen, zumindest war das mit Yumi so. "Atme erst einmal durch, Shunsui-kun... ähm... Schlecht aufgekommen oder Krampf?", fragte sie in der Hoffnung, dass er vielleicht doch schwimmen konnte und im Wissen, dass man solche etwas peinlichen Momente besser dadurch eindämmen konnte, indem man einfach redete. Vorsichtig verbesserte sie den Griff um den Jungen, ehe sie noch einmal zu Shin hoch sah und darauf wartete, dass er entweder demonstrierte, dass er das konnte, was sie ihm nach seiner Rede zutraute oder - was sie nicht glaubte - zugab, dass er es nicht beherrschte. Schließlich blickte sie wieder zu Shunsui zurück, um sich zu vergewissern, dass bei ihm wieder alles okay war. Vielleicht sollte sie ihn schon einmal an Land bringen, Shin würde dann bestimmt nachkommen!
    Behutsam drehte sie sich um und bewegte sich langsam in Richtung Ufer, sodass Shunsui zwar noch mit den Füßen im Wasser baumelte, aber immerhin ihm sonst eher weiterer Kontakt erspart blieb. Zwischendurch versuchte sie, auch das Stückchen noch aus dem Wasser zu hieven, schaffte es aber nicht. Was ihr bei der Gelegenheit aber stattdessen gelang, war das einholen einiger Beobachtungen, die sie zwar registrierte, aber nicht in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen vermochte. Nummer eins war, dass der Junge irgendwie weniger schmächtig war, als er ihr vorgekommen war. Wahrscheinlich aufgrund seiner Haltung und seines Verhaltens wäre sie nicht davon ausgegangen, dass er doch relativ muskulös war, was sie tatsächlich einfach so hinnehmen konnte. Hey, er sah gut aus, war wahnsinnig nett und alles - aber leider stand sie nicht auf Jungs, Problem gelöst. Nummer zwei hatte sie bemerkt, als sie sich noch einmal aus nächster Nähe zu ihm hingedreht hatte, aber nicht einmal weiter im Gedächtnis behalten, weil sie nicht aus jedem Detail detektivisch zu schließen vermochte: Wenn man durch seine Brille sah, verzerrte sich das Bild durch sie nicht. Es war, als würde man durch ein Fenster sehen, was jedem Genie sicherlich sofort gesagt hätte, dass es sich um Fensterglas handeln musste - oder um eine sehr schwache Brille. Yumi sah es, ein seltsam fragendes Flackern huschte durch ihren Geist und weg war es. Immerhin gab es keinen Grund, misstrauisch zu sein. Schließlich hatten sie das Ufer erreicht. "Warte bitte kurz hier, ich guck mal eben nach Shin-kun... nicht, dass er uns abhanden kommt.", erklärte sie, drehte sich um und lief zurück, eine schmale Gestalt mit wehenden, rosaroten Zöpfen.
  4. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Dass er bereits am Anfang der Mission beinahe ertrunken wäre, war Shunsui direkt peinlich, auch wenn es sich bestens in seine Rolle als schüchterner und tollpatschiger Junge einbauen ließ. Es war einfach verdammt unerwartet geschehen und hatte ihn für einige Sekunden lang seine Fassade völlig aufgeben lassen, während er nach Luft geschnappt und wie ein Wilder um sich geschlagen hatte. Zum Glück hatte er nicht wirklich etwas Richtiges von sich gegeben, sodass man wirklich darauf gekommen wäre, was Sache war. Zumindest galt es dies zu hoffen, man konnte ja noch nicht wissen, was der gute Shin von der ganzen Szene hielt. Möglicherweise hatte er ja sogar einen so guten Blickwinkel gehabt, dass es ihm mühelos möglich gewesen war, den blonden Jungen in diesem panischen Moment zu durchschauen. Wenigstens erbarmte sich die Teamleiterin zum Glück des Jirokou sofort und eilte ihm zu Hilfe. Mit einem Mal spürte Shunsui, wie er am Arm ergriffen und aus dem Wasser gezogen wurde. Keine zwei, drei Sekunden daraufhin, befand er sich schon auf der Schulter der Ookami und somit so gut wie in Sicherheit. Leider war es ihm nicht vergönnt, sofort auf ihre Frage antworten zu können. Dafür war er viel zu sehr mit Spucken, Würgen und panischem Schnappen nach Luft beschäftigt. Als er sich wieder einigermaßen gefangen hatte und ein letztes Mal tief nach der frischen und kalten Luft sog, konnte er auch wieder sprechen. „E-e-ein Kra-krampf, ei-ei-eigentlich ka-kann i-i-ich sch.sch-schon Sch-schwimmen ...“, gab Shunsui unverständlich nuschelnd von sich. Gott war ihm das peinlich, da brauchte er noch nicht ein Mal zu schauspielern. Dennoch hatte ihn seine Retterin bestimmt verstanden, immerhin befand er sich ziemlich nahe bei ihr. Beinahe schon zu nahe, da die Gute einen guten Blick auf sein ganzes Inventar werfen konnte. Zufall oder nicht, in diesem Augenblick bemerkte der Junge die Blicke der Anderen nicht, sondern war einfach nur froh, dass er an Land getragen wurde. Dort angekommen drehte sich das rosahaarfarbene Mädchen auch sofort um, damit sie sehen konnte, wie es um den Dritten im Bunde stand. Bestimmt verfügte er auch über die Fähigkeit, auf dem Wasser zu laufen und es war wieder ein Mal nur er, der sich hatte blamieren dürfen. Hipp hipp, hurra! Aber das machte ihm eigentlich nichts aus. Stattdessen rief er Yumi etwas hinterher, ehe er sich daran machen konnte, seine Kleidung auszuwringen und zu hoffen, dass sie als bald trocknete und er nicht krank wurde. „O-o-okay pa-pass a-a-auf di-dich a-a-auf.“ Behutsam zog er sich seine Hosen und seine Jacke aus und machte sich an die Arbeit.
  5. Yuudari Shin

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    OFF: Sorry, dass es so lange gedauert hat mit dem Post, aber nun bin ich wieder vollkommen gesund!^^

    Für Shin schien die ganze Fahrt eine Ewigkeit zu dauern. Nicht nur, dass das Boot immer wieder hin und her schaukelte und dadurch die Konzentration des jungen Yuudari fast vollends gestört wurde, nein! Anscheinend war es auch so, dass sich ein wenig eingestehen musste, dass er Wasser nicht so gerne hatte, denn eigentlich war er ja in einem Dorf aufgewachsen, in dem es mehr Berge als Wassermassen gab. Das alles schien Shin dann doch irgendwie auf dem Magen zu schlagen, aber zum Glück blieb alles drin in seinem Bauch. Irgendwann hielt jedoch ihr Gefährt an und es wurde ein wenig ruhiger. Endlich! Doch auch wieder schien dem Yuudari das Glück nicht hold zu sein, denn nun hieß es, alleine an das Ufer zu gelangen und seine Kollegen waren ihm dabei keine wirkliche Hilfe zu sein. Vielmehr schien es so, als würde die kleine rosahaarige Gruppenleiterin von ihm voraussetzen, dass er den allseits bekannt Wasserlauf beherrschen würde. Hatte er nicht eigentlich alles zu seinen Fähigkeiten gesagt mit dem Vermerk, dass er sich zu seinen Clanfähigkeiten, zu denen diese Fähigkeit natürlich nicht gehörte, nur wenig äußern würde? Anscheinend hatte es zumindest Yumi in den falschen Hals gekriegt, denn noch ehe er etwas erwidern konnte auf ihre Bemerkung, flitzte sie auch schon auf dem Wasser. Shin musste sich eingestehen, dass es schon recht niedlich und gut aussah, mit welcher Geschmeidigkeit ihre Chefin über das Wasser sauste, doch half ihm das nicht weiter. Was trieb eigentlich Shunsui? Dieser überlegte anscheinend nicht sehr lange und machte mehr oder weniger einen Satz ins kühle Nass. Er beherrschte den Wasserlauf auch nicht, dies schien ihn aber nicht am Schwimmen zu hindern. Allerdings schien ihm das heute sehr zu missglücken denn es sah eher so aus, als würde er wie ein jämmerlicher Hund paddeln. Ob das geplant war? Shin war davon überzeugt, dass es nur ein Versehen war, denn als Taijutsukämpfer sollte man doch vielleicht sogar mehrere Schwimmstile können oder? Wahrscheinlich war diese Meinung etwas zu viel des Guten, denn anscheinend schien sein Partner wirklich Hilfe zu brauchen. Shin zögerte nicht lange und lief zum nächsten Rettungsring. Diesen wollte er gekonnt ins Wasser werfen, doch kam ihm Yumi etwas zuvor und so legte er ihn schnell wieder beiseite. Doch damit war sein eigenes Problem auch noch nicht gelöst, denn es blieb immer noch die Frage offen, wie der Yuudari ans trockene Ufer gelangen sollte. Vor Yumi wollte er sich nicht die Blöße geben und sich von ihr hinübertragen zu lassen, aber schwimmen wollte er auch nicht, denn dann würde ja seine ganze unversiegelte Ausrüstung nass werden und vielleicht sogar etwas unbrauchbar. Die Lösung seines Problems bot sich in Form eines kleinen Beibootes, wie es jedes Schiff hatte. Schnell eilte Shin zum freundlichen Kapitän und bat ihn um seine Unterstützung. Zwar wurde er etwas spöttisch gemustert, aber er durfte das kleine Gefährt für diese eine Überfahrt benutzen. Allerdings nur mit der Erlaubnis, dass er nicht weiter damit auf dem Wasser fahren dürfe wie das Seil, welches an dem Beiboot befestigt war, lang war. Kurz schaute Shin zum Ufer und überlegte sich seine Chancen, ob er es erreichen würde, ohne ins Wasser zu steigen. Schnell machten er und ein anderer Seemann das Boot klar und Shin ruderte los. Auf dem Weg sah er Yumi auf sich zukommen, doch versuchte er sie zu ignorieren und eventuell auftretendem Gelächter zu entgehen. Denn eigentlich müsste es alle amüsieren, dass er nicht den Wasserlauf beherrschte und dem Anschein nach auch nicht in der Lage war, zu schwimmen. Doch einen Bonus hatte der Yuudari ja, denn immerhin hatte Shunsui auch bereits einen guten Eindruck hinterlassen.
    Als Shin endlich das Ufer erreichte und das sogar extra von ihm zusätzlich angebrachte Seil auch Gott sei Dank zur Neige ging, brauchte er nur noch einen kleinen Sprung zu machen um elegant auf trockenem Boden zu landen. Leider musste er das Seil zunächst am Boot lassen, damit man es wieder zum Schiff ziehen konnte, doch irgendwo in seinem Inventar hatte Shin noch ein zweites Seil in irgendeiner Schriftrolle versiegelt. Zum Glück war ein Yuudari was das betraf immer recht gut ausgerüstet. Direkt neben ihm befand sich der mittlerweile halbnackte Shunsui. Er sah eigentlich recht muskulös aus, was natürlich sehr viel für seine Tajutsu-Aussage sprach. Fast wie eine Floskel fragte er: „Geht es dir gut? Ich hoffe, dass nichts passiert ist.“ Komisch! Irgendwie empfand er es als eine ernstgemeinte Frage, denn nur zu zweit war die Mission viel schwieriger und immerhin gab es da ja noch die Sache mit der geisterhaften Begleitung des Jungen, auch wenn Shin dafür gerade eher weniger Interesse hatte. Nun hieß es wohl erst einmal, eine erneute kleine Lagebesprechung abzuhalten und er war recht gespannt, wie es jetzt weitergeht und ob noch weitere Wassermassen zu überqueren waren. Tolle Aussichten waren es auf jeden Fall nicht, denn immerhin befanden sie sich ja im Reich des Wasser und mehr brauchte man dazu nicht sagen.
  6. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Es war ein wahres Glück, dass Yumi sich nicht mehr darum kümmern musste, dass Shin heil auf die andere Seite kam, da er irgendwie in Windeseile ein kleines Boot organisiert hatte. Das musste aber wohl heißen, dass er doch keinen Wasserlauf beherrschte, was für sie als Teamleiterin eine wichtige Information war, weil das bedeutete, dass er vielleicht ein wenig übertrieben hatte, was seine Fähigkeiten anging. Allerdings traf dieses Wort doch eher nicht zu, denn er hatte im Grunde genommen kaum etwas preisgegeben, sodass sie sich den Rest selbst zusammen suchen musste und da es sich bei ihr immer noch nicht um ein analytisches Genie handelte, durfte man eben nicht davon ausgehen, dass sie es in vollem Umfang vermochte. Allerdings machte sich Shin umsonst Sorgen, da die Ookami zwar ein wenig verdutzt ob des Bootes war, aber sicherlich niemanden wegen irgendwelcher mangelnder Fähigkeiten auslachen würde. Sie selbst hatte den Großteil ihres bisherigen Lebens unter Mobbing von anderen gelitten, die sie auslachten, weil sie angeblich so untalentiert war und auch noch heute gab es relativ eindeutige Spannungen in ihrer Familie deswegen. Beispielweise konnte sie ihre Brüder und Cousins vor allem deswegen nicht ausstehen, weil sie sie hänselten, da würde sie doch niemanden auslachen, weil er keinen Wasserlauf beherrschte! Es war ihr eher noch unangenehm, dass sie Shin in diese Verlegenheit gebracht hatte, da sie wirklich geglaubt hatte, dass er den Wasserlauf können würde... sie musste wohl noch viel lernen, ehe sie Leute einfach so einschätzen konnte! "Gomen, Shin-kun, ich dachte nur...", versuchte sie sich zu entschuldigen, aber ließ es dann lieber, weil das ganze wohl noch ein wenig peinlicher für beide Parteien werden würde, wenn sie nicht ganz schnell den Mund hielt. Also begleitete sie das Boot in dem entsprechenden Tempo an Land und passte genau auf, damit Shin nicht auch noch ins Wasser stürzte. Eine nasse Person reichte ihr eigentlich, denn es konnte ja sein, dass Shunsui sich erkältete oder sonst etwas tat, was sie dann am Ende noch verantworten musste!
    Mit leicht betretenem Gesicht betrat auch sie wieder festes Land und stellte fest, dass der Jirokou offenbar dabei war, sich seiner nassen Sachen zu entledigen, was bedeutete, dass er hoffentlich trockene Wechselsachen dabei hatte oder aber in Unterwäsche durch die Landschaft spazieren durfte. Nicht dass er das nicht gekonnt hätte, aber um ehrlich zu sein würde er sich dann wohl noch einen Ticken schneller erkälten. Sie hätte ihm ja etwas angeboten, wenn sie etwas in seiner Größe dabei gehabt hätte, aber selbst wenn sie zufällig eine zweite Garnitur Kleidung mit sich herumschleppen würde, dann wäre er wahrscheinlich ein wenig zu breit, als dass sie ihm passen würde. "Am besten wäre es natürlich, wenn wir schon weiter gehen könnten, aber Shunsui-kuns Kleidung müsste auch noch trocknen... ehm... am besten warten wir, bis sie wieder einigermaßen trocken ist, sonst holst du dir noch eine Erkältung!" Gesundheit der Teammitglieder vor schneller Erfüllung ihrer Pflicht, das war sicherlich nicht unbedingt professionell, aber eindeutig besser mit ihrem Gewissen zu vereinbaren. "Oder was sagt ihr dazu?", fragte sie noch nach, denn vielleicht waren beide Jungen anderer Meinung, dann wäre sie überstimmt und würde die Reise ohne zu verweilen weiter führen, aber ihrer Meinung nach konnte das Dorf die Stunde auch noch warten...
  7. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Tja, was für ein Glück Shunsui hatte, dass sich der Yuudari wesentlich cleverer als er selbst anstellte. Warum er sich freute, dass sich der gehasste Clanshinobi nicht ebenfalls zum Deppen machte? Ganz einfach, so stahl ihm niemand die Show und seine eigene Tollpatschigkeit trat mehr und mehr in den Vordergrund. Immerhin konnte man sich denken, warum er nicht nach anderen Möglichkeiten gesucht hatte, um trocken an Land zu kommen. Weil umziehen hätte er sich ja bei seiner Idee so oder so müssen, ganz abgesehen davon, ob er kurz davor gewesen war zu ertrinken oder nicht. Doch was machte der blonde Junge in Abwesenheit seiner Temaleiterin? Bestimmt saß er nicht dumm herum und wartete darauf, sich eine Erkältung einzufangen, oh nein. Mittlerweile hatte der Jirokou seine Sachen ordentlich ausgewrungen, sodass sie nun wie nasse Lappen auf dem Boden lagen. In seiner Nähe befand sich ein kleiner Haufen Holz, der ganz leicht rauchte. Nachdem sich Shunsui versichert hatte, dass ihn niemand beobachtete, hatte er sich entschlossen, einen kleinen Haufen Holz anzusammeln, um es so aussehen zu lassen, als ob er versucht hätte, ein kleines Lagerfeuer zu machen, damit er seine Sachen trocknen konnte. Da er jedoch nicht des Elements des Feuers Katon mächtig war, musste er es auf die alte Art der Pfadfinder machen. Dass er dabei natürlich versagte, brauchte man eigentlich nicht extra zu erwähnen, das sollte allen schon im vorherein klar sein. Doch noch war nicht alles verloren, denn passend zu seinem Bild als eine Person, die sich streberhaft um alles kümmerte, hatte er in der Tat noch Wechselkleidung dabei. An was er jedoch nicht gedacht hatte, war ein Handtuch, mit welchem es ihm möglich gewesen wäre, sich selbst abzutrocknen. So kam es, dass er in diesem Augenblick und noch ein wenig zitternd eine Schriftrolle auf dem Boden ausbreitete, um seine dort versiegelten Sachen anziehen zu können. Sobald er sie aus der Schriftrolle hervor beschworen hatte, konnte er sich daran machen, seine nassen Sachen in der inzwischen leeren Schriftrolle wieder zu versiegeln. Mittlerweile waren auch der Yuudari und die Ookami zu ihm getreten und machten sich beide auf ihre eigene Art und Weise Sorgen um ihn. Während es ihn bei Shin etwas wunderte, dass er sich auf ein Mal komplett anders benahm, konnte man andererseits die Reaktion von Yumi erwarten. Während er sich etwas ungestüm anzog und dabei leider versuchte, seinen Kopf durch einen Ärmel zu zwängen, antwortete er auch dem anderen Jungen. "M-m-mir ge-geht e-es da-dank Yu-yu-yumi-san w-wieder g-g-gut, da-danke der N-n-nachfrage." Nachdem er mehrmals – erfolglos – versuchte, seinen dicken Kopf durch die dünneren Ärmel zu zwängen, gab er schließlich auf und suchte nach einem anderen Weg. Und dann war er auch endlich angezogen und fror nicht mehr, sodass die Reise eigentlich weiter gehen konnte. Zwar hatte ihre Teamleiterin noch vor kaum einer Minute gesagt, dass sie sich ruhig Zeit lassen konnten, bis seine Sachen getrocknet waren, doch das war jetzt nicht mehr nötig. I-i-ich b-bin sch-sch-schon w-wieder an-an-abgezogen und tro-trocken, Yu-yumi-san. V-v-von m-mir aus kö-kö-können w-wir l-l-los. Und damit wartete er noch auf eine Antwort von ihr und schaute schon in Richtung des Dorfes. Na, die Reise hatte ja schon mal gut begonnen, das konnte was werden.
  8. Yuudari Shin

    Yuudari Shin New Member

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    Gut, dass Yumi das Thema mit der fehlenden Wasserlauf-Technik nicht noch weiter vertiefte, denn damit erkämpfte sie sich von Shin etwas Respekt als Gruppenleiterin. Das kleine Mädchen vermochte es wohl doch, ein Team zu führen und vielleicht sogar für Zusammenhalt zu sorgen. Shin überlegte sich noch einmal kurz, ob er nicht doch ein Statement dazu abgeben sollte oder nicht, entschied sich aber dann doch dafür, es lieber nicht zu tun, da es nur unnötige Diskussionen hervorrufen könnte. Es war passiert und nun musste man mit den Dingen leben und sie nicht unbedingt schön reden, auch wenn Shin vielleicht dazu durchaus fähig war.
    Nun, wo alle sicher an Land waren, sollte die Reise natürlich endlich weitergehen. Da die Sachen von Shunsui anscheinend schon trocken waren und ihm auch ansonsten nichts fehlte, war die Frage der Gruppenleiterin leicht zu beantworten. „Wir können natürlich nun, wo alle heile und „wieder“ trocken an Land sind, sofort aufbrechen“, fügte er der Aussage seines Kollegen hinzu, „es sei denn natürlich, dass es noch etwas Wichtiges zu besprechen gibt."
    Nun stand er also da, aufbruchbereit und hatte für kurze Zeit keine Ahnung, was er nun tun sollte. Sollte er vorausgehen? War das nicht aber vielleicht lieber eine Sache der Teamleiterin Yumi? Fragen über Fragen und zum Glück fiel ihm doch noch etwas ein, was er eigentlich unbedingt wissen wollte. „Wenn wir im Dorf angekommen sind“, fragte er und richtete sich an Yumi, „Was machen wir dann als Erstes? Ich meine, es wird uns bestimmt nicht gleich der Mörder in die Arme laufen und sagen: „Hey! Ich war es!““ Wow…Shin hatte tatsächlich mehr oder weniger einen kleinen Scherz gemacht! Ob nun jemand zumindest grinsen müsste oder sogar ein wenig kichern würde? Vielleicht war es einer der letzten Momente, wo der Yuudari einen Spaß machte. Erst einmal abwarten. Vielleicht war der Mörder ja auch ganz leicht zu finden, aber dann hätte man wohl nicht Ninja für dafür angeheuert. Hoffentlich würde es keine weiteren Opfer geben und hoffentlich würden sie nicht zu sehr in Gefahr kommen. Immerhin war das die erste Mission von Shin, also waren gewisse aus Unwissenheit resultierende Sachen vielleicht vorprogrammiert. Wenn man aber einen kühlen Kopf bewahrte, dann sollte es keine Schwierigkeiten geben.


    OFF: Ist ein bisschen kurz gekommen, aber ich wollte nicht die Reise beschreiben, sondern dies lieber Yumi überlassen^^
  9. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Um genau zu sein, eignete sich Yumi für den Posten eines Teamführers wie ein Bauarbeiter für den Beruf eines Neuronalchirurgs, nämlich überhaupt nicht. Das einzige, was sie dafür wirklich besaß, war eine soziale Kompetenz, die dafür sorgte, dass sie nicht unötig auf den Schwächen anderer herumritt oder sie damit hänselte. Dafür mangelte es ihr an Führungsgewalt oder der Fähigkeit, sich schnell und richtig zu entscheiden, wie man schon direkt darauf bemerkte, denn hätte Shunsui nicht erwähnt, dass sie weiter konnten, so hätte sie es wahrscheinlich komplett verschwitzt. Sie war bis jetzt auch relativ dankbar dafür, dass man sich einigermaßen vertrug, gerade die ungleichen Jungen, die sich sicherlich auch hätten in den Haaren liegen können. Sie konnte es einfach nicht ertragen, wenn sich andere zankten und hätte versucht, dazwischen zu gehen, was bei Nichtbeachtung dazu führen konnte, dass sie sich aufregte. Eigentlich war Yumi wahrhaftig nicht gefährlich, aber man wollte trotzdem nicht, dass sie einschnappte, denn die Berufserfahrung, die sie schon hatte, war sicherlich nicht ganz spurlos an ihr vorbei gezogen. Auch wenn sie ihr wahres Können niemals einsetzen würde, so ganz ohne war sie auch nicht. "Das ist natürlich praktisch.", stellte sie fest, als sie bemerkte, dass Shunsui tatsächlich an Wechselkleidung gedacht hatte. Das hatte sie ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut, aber scheinbar war er besser organisiert, als es den Anschein machte - auch wenn er bisher ein ziemlich tollpatschiger Zeitgenosse war. Na ja, sie sollte es nicht stören, sie war schon einmal deutlich schlimmer gewesen. "Dann gehen wir einfach weiter, das Dorf ist ja nicht sooo weit...", überlegte sie und wurde kurz darauf von Shins Frage aus der Bahn geworfen, was sie eigentlich machen würden, wenn sie das Dorf erreicht hatten. Ja... gute Frage. Was würden sie eigentlich machen? Sie hatte eigentlich gedacht, dass sie sich umsehen, ein paar Einwohner befragen würden, so etwas eben, aber wenn er so direkt fragte... hörte sich das denn überhaupt nach einem wirklichen Plan an? Immerhin sollten sie sich wie die Profis vom Dienst verhalten, war das zu kindisch? Zweifel keimten in ihrer Brust auf, bekannte dornige Ranken, die sich, wenn sie sich erst einmal festgesetzt haben würden, wohl kaum noch zu entfernen waren, also gab sie sich größte Mühe, den Zweifel präventiv zu zerstreuen. Das war ein guter Plan, er war simpel, aber angemessen, gar kein Grund, sich nun zu genieren! "Wir werden am besten versuchen, die Einwohner des Dorfes nach Details zu befragen, nach Spuren suchen und so. Diese Mission ist eher eine kleine Detektivgeschichte als wirklich kampflastig, glaube ich...", meinte sie deswegen und lächelte den Yuudari freundlich an. Gut so, sie durfte nicht zulassen, dass sie wieder in alte Verhaltensmuster zurück fiel!
    Damit drehte sie sich in die richtige Richtung und begann einfach vorzulaufen, denn irgendjemand musste ja die Spitze der kleinen Formation bilden, wenn sie das nicht tat, so als Anführerin, dann wer? Die Landschaft um sie herum war hinter dem aufziehenden Nebel fast nicht zu sehen, der dem Ninjadorf dieses Reiches seinen Namen gegeben hatte, aber diese Erscheinung selbst war immer wieder für Figuren und Formen gut, die man sich mit ein wenig Fantasie hinein denken konnte. Yumi hatte früher Angst vor dem Nebel gehabt, weil er ihre Sicht einschränkte und dafür sorgte, dass sie sich ihre ohnehin schon übergroße Unsicherheit verstärkte, da man nie sicher sein konnte, was hinter der nächsten Nebelbank lauerte. Mit der Zeit hatte sie sich allerdings mit jedem Besuch bei ihren Großeltern mehr daran gewöhnt, bis sie heute eher das Spiel spielte, das ihr ihre Großmutter beigebracht hatte, um ihr die Angst zu vertreiben: "Nebelgucken" hatte sie es genannt und eigentlich war es ein wenig wie Sternegucken, bloß praktischer für diesen Flecken der Erde. Vielleicht wäre das auch eine gute Idee für die anderen beiden, sollten sie sich die Zeit vertreiben wollen, immerhin mussten sie sich bestimmt langweilen... "Meine Großmutter hat mit mir früher immer Nebelgucken gespielt, kennt ihr das?", fragte sie also gespannt und blickte sich zu den beiden um.
  10. Jirokou Shunsui

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    Langsam wandte Shunsui den Kopf zum Yuudari, um diesen eingehender betrachten zu können. Er schien wirklich sehr eifrig zu sein, was nach wie vor ein Zeichen dafür war, dass man relativ grün war. Na gut, es gab bestimmt auch höherrangige Shinobi, welche dieses Maß an Enthusiasmus an den Tag legten, doch die waren eher eine Seltenheit. Die Ausnahme von der gewöhnlichen Regelung, wenn man es so sehen wollte. Und wieder ein Mal fragte sich der blonde Junge, ob es sich hierbei um eine der ersten wenn nicht sogar die allererste Mission in Shins Leben handelte. Seiner Erfahrung nach neigten Neulinge dazu, stets übereifrig zu sein, was meistens jedoch darin endete, dass sie sich übernahmen und man ihnen aus der Patsche helfen musste. Ob der dunkelhaarige Junge ebenfalls zu dieser Kategorie gehörte, würde man wohl noch im Verlauf der Mission herausfinden. Das Problem bei der ganzen Sache war nur, dass sie es hier mit einem Mörder zu tun hatten. An sich keine wirklich gefährliche Sache, immerhin waren sie Shinobi und wohl mehr als nur ein wenig in der Lage, es mit einem gewöhnlichen Menschen aufzunehmen. Sollte es sich beim Anderen aber wirklich um einen frischen Absolventen der Akademie handeln, so waren seine Fähigkeiten vermutlich bei Weitem nicht so ausgeprägt wie wohl bei Yumi oder ihm beispielsweise. Dass die Ookami etwas auf dem Kasten haben musste, stand außer Frage, immerhin beherrschte sie perfekt den Wasserlauf. Und auch wenn es sich hierbei um ein Jutsu aus dem verhassten Ninjutsubereich handelte, so konnte man doch auch nicht anders, als diese Fähigkeit zu bewundern. Irgendwie war Shunsui schon richtig gespannt darauf, noch mehr von den Fähigkeiten des rosahaarfarbenen Mädchens zu Gesicht zu bekommen.
    Nun ja, zurück zum Thema. In diesem Augenblick gab der andere Genin auch seine Meinung zum Thema Reiseaufbruch von sich, gefolgt von einem königlichen Witz. Natürlich sah der Jirokou hierbei seine Chance zu punkten, was er sofort ausnutzte. "Ha ha ha, e-e-ein wi-wirklich gu-guter W-w-witz." Dabei schaute er den Anderen nervös an und lächelte ihm zu. Gott, die Szene war ja wirklich rührend … nicht. Hätte der blonde Junge die Szene bei wem anders gesehen, so hätte er sich am Liebsten die flache Hand auf die Stirn geschlagen und den Kopf geschüttelt. Anschließend meldete sich auch ihre Teamleiterin zu Wort, und man musste zugeben, dass ihren Worten ein wenig mehr Weisheit anhaftete. Von Anfang an ging sie davon aus, dass sie hier wohl weniger auf kämpferische Leistungen als auf Köpfchenarbeit zurückgreifen mussten. Lediglich beim Mörder und diversen Komplizen mussten sie vielleicht handgreiflich werden, aber das auch nur, wenn sie sich nicht kampflos ergaben. Dabei fiel ihm noch eine gute Idee ein, wie sie an das Ganze effektiver herangehen konnten. Er spielte einen tollpatschigen Jungen, ja, doch es sollte auch ein strebsamer Genin sein, der sich gut auf alles vorbereitete. Leider nicht die beste Kombination, die ihn in der Akademie leider keinesfalls beliebt gemacht hatte. Ohne Shin und Yumi wirklich in die Augen zu schauen, sprach er mehr in Richtung ihrer Oberkörper als sonst wo hin. "V-v-vielleicht so-sollten wi-wi-wir u-uns i-im Do-do-dorf au-auch a-a-aufteilen, um d-d-die Su-suche z-z-zu be-beschleunigen." Da war er mal gespannt, was die beiden Anderen von seinem einerseits zittrigem, andererseits aber auch ziemlich logischem Vorschlag halten würden.
    Und schon ging die nostalgische Reise durch den Nebel los und man musste sagen, dass sich der Jirokou alles Andere als wohl dabei fühlte. Wer konnte es ihm schon verübeln, schließlich hatte er hier selbst früher gewohnt und war mit dem Nebel sozusagen aufgewachsen. Viele Jahre lang hatte er ihn nicht zu Gesicht bekommen, was viele Gründe hatte. Zum einen war dies seine erste Mission, die ihn in dieses Gebiet führte, zum Anderen hatte er es auch vermieden, hierher zurückzukehren, da er keinesfalls an die Geschehnisse aus der Vergangenheit denken wollte. *Hör auf daran zu denken und konzentrier dich auf deine Mission!*, ermahnte er sich selbst und schüttelte innerlich den Kopf, um die aufkommenden Gedanken seines früheren Lebens zu verscheuchen. Ob Shunsui das Spiel einst gekannt hatte, konnte er nicht wirklich mit Gewissheit sagen, aber eigentlich wollte er es auch nicht wissen. Wenn er es kannte, würden bestimmte Erinnerungen seiner Eltern daran haften und er wusste nicht, wie sich das auf seine Erscheinung und sein Gemüt auswirken würde. Ohne einen Blick auf seine Partner zu werfen, erkundigte er sich mit brüchiger Stimme nach dem Spiel. "N-n-nein, tu-tut mi-mir l-l-leid, d-d-das Sp-spiel ke-ke-kenne ich ni-ni-nicht. Ke-kennst d-du es Sh-sh-shin-kun? W-w-wie ge-geht e-es de-de-denn?"
  11. Yuudari Shin

    Yuudari Shin New Member

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    Und ist der Nebel noch so dicht,
    Den Geistern nimmt man nie die Sicht.

    Und findest du den Weg mal nicht,

    Am Ende finden sie dann dich.


    Irgendwie musste Shin gerade in solchen leicht gruseligen Situationen an diesen kleinen Vers denken, den sein Vater immer wieder aufgesagt hatte, wenn es mal Nebel in der Heimat gab. Selten sah er aber solch dichten Nebel wie in dieser Gegend. Dem jungen Yuudari gefiel es ganz und gar nicht, nicht den Überblick behalten zu können und da er nicht einfach sein Doujutsu aktivieren wollte, musste er wohl oder übel seinen beiden Begleitern die Führung überlassen. Bisher war schon recht viel passiert an diesem Tag und Shin musste während des Marsches noch einmal viele Geschehnisse Revue passieren lassen. Da war zuerst der große Hund, dann die Vorstellung der einzelnen Schauspieler in diesem düsteren Theaterstück, dann diese langweilige Bootsfahrt mit leicht tollpatschiger Bootsüberführung und nun sollte es ein Spaziergang durch den Nebel werden zu Zielort. Doch was konnte Shin alles in Erfahrung bringen über die anderen und über die eigentliche Mission? Immerhin wusste er nun, dass zunächst ein wenig Detektivarbeit anstand, doch von Shunsuis Vorschlag, sich zu trennen, um schneller Sachen in Erfahrung zu bringen, hielt er nicht sehr viel. Sicherlich würde es eventuell schneller gehen, aber Fremde Menschen, die einfach so im Dorf schnüffeln, würden doch sicherlich Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Ich finde die Idee nicht sehr gut, Shunsui-k-k-k-k-kun“, sagte er und versuchte sich das –kun mit aller Mühe abzuringen, klang dabei aber ein wenig wie der Angesprochene, „Wenn wir uns trennen, dann sind wir doch viel zu leichte Ziele und auch wenn ich es ungern zugebe, aber alleine würde ich wohl mit einem bisher unbekannten Mörder wohl nicht fertigwerden. Aber wahrscheinlich könnte es schneller gehen, aber zu welchem Risiko?“ Dabei wanderte sein Blick ruhig zur Teamcheffin rüber. Sie würde ihm doch wohl sicherlich Recht geben oder? Trotzdem fühlte sich Shin unwohl, denn er gab nicht oft jemanden Recht, wenigstens zu einem Teil wie im Fall von Shunsui. Trotzdem stand der Vorteil gegen den Nachteil und nun lag es an Yumi zu richten.
    Der Marsch durch den Nebel stellte sich doch immer mehr als eine Schwierigkeit für den Yuudari dar und die anderen schienen auch noch Witze darüber reißen zu wollen, zumindest Yumi tat es mit ihrer Frage, ob die beiden Jungen „Nebelgucken“ kennen würden. Will die mich hier verar…?, fragte sich Shin, beendete die Frage jedoch nicht, da es ja immer Gründe gibt, warum man so etwas fragen musste. Vielleicht war das ja so etwas wie ein Spiel. Der Yuudari überlegte kurz und musste daran denken, wie er immer in die Wolken geschaut hatte und sich versucht hatte, Bilder dort oben zusammen zustellen. Vielleicht war es ja so etwas Ähnliches. Vielleicht hatte Yumi aber auch einfach bereits zu viel Nebel eingeatmet. Man schon wieder ein Witz und dieses Mal würde ihn niemand mitkriegen. „Nein, Yumi!“, erwiderte er schließlich auf die Frage von Yumi und ignorierte die von Shunsui, „Ich kenne das nicht. Ist das so etwas wie ein Spiel, bei dem man versucht, sich Sachen im Nebel einzureden?“ Hoffentlich würde sie es jetzt nicht mit den beiden Jungs spielen wollen, denn darauf hatte Shin ehrlich gesagt überhaupt keine Lust. In Gedanken malte er sich aber schon andere Szenarien aus, in denen er die beiden mit seinen Dunkelkugeln ein wenig ärgerte, was sicherlich auch ein Spaß werden könnte. Schnell verwarf er aber diesen Gedanken, da es aber auch nicht in seinem Interesse lag, den beiden auch nur den Hauch seiner Techniken aus dem Clan zu zeigen. Immerhin konnte man bereits mehr oder weniger ein paar Lichter im Nebel erkennen und dies waren hoffentlich die Lampen der Häuser. Oder spielte ihm dieser grauenhafte Nebel am Ende doch noch einen Streich?
  12. Ookami Yumi

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    Aber natürlich wollte Yumi mit ihren beiden Mitgenin spielen! Sie war, egal, welchen Beruf sie nun ergriffen hatte, wie freiwillig oder eben nicht das auch geschehen war, immer noch nur dreizehn Jahre alt und nicht gewillt, diese Tatsache zu vergessen, nur weil sie potenziell tödliche Jutsus beherrschte oder sonst etwas. Außerdem mochte sie ihre Großmutter als eine der einzigen Mitglieder ihrer Familie und sie fand, dass man solches Wissen, selbst wenn es sich nur um Spiele handelte, weiter geben sollte. Zudem war ihr langweilig und sie konnte sich gut vorstellen, dass es den anderen auch so erging, da war es doch vollkommen legitim, sich die Zeit zu vertreiben, oder? Shunsui fragte danach, während Shin schon eine Vermutung aufstellte, die schon nicht schlecht war, aber ihrer Meinung auch nicht perfekt beschrieb, worum es bei dem Spiel ging. "Fast, Shin-kun!", erklärte sie deswegen mit fröhlicher Stimme und lächelte den Yuudari an, immerhin hatte er sich Mühe gegeben. "Man lässt tatsächlich seine Fantasie spielen und versucht natürlich entstehende Schemen zu Bildern zu werden. Das ist ein wenig so, als würde man Sternegucken, passt hier aber besser hin.", meinte sie und streckte die Hand aus, deutete vor sich. Sie hatte so gute Laune, dass sie sogar nicht bemerkt hatte, dass Shin offenbar der Meinung war, dass sie nun schon so dicke waren, dass man jegliche Suffixe einfach vergessen konnte. Sie hätte sich auch sonst sicherlich nicht daran gestört, aber trotzdem war es ganz faszinierend, immerhin waren sie hier seit vielleicht einer Stunde unterwegs oder so - das war nicht besonders viel. Na ja, vielleicht gehörte der Yuudari ja zu den Leuten, die schnell mit anderen sozialisierten, das konnte das Mädchen schlecht einschätzen. "Das da sieht zum Beispiel ein wenig wie ein Schiff aus - und da drüben ist eine Blume. Blumen sind generell toll, aber viele der wirklich schönen haben leider Dornen..." Sie zog eine Schnute und erinnerte sich dann daran, dass man sie ja etwas zu ihrem Vorgehen gefragt hatte. Das hatte sie irgendwie sofort wieder verdrängt, weil sie sich dann schon wieder Gedanken über die Mission machen musste, wo sie doch gerade etwas viel unterhaltsameres tat. "Das müssen wir spontan entscheiden, je nachdem, wsa passiert, würde ich sagen...", meinte sie mit leicht unsicherer Stimme. "Aber ihr dürft auf keinen Fall etwas zu euch nehmen, von dem ihr nicht zu hundert Prozent sicher seid, dass es ungiftig ist. Immerhin wäre es nicht so toll, wenn einer von euch an dem Gift stirbt, dass dazu benutzt wurde, nicht?" Das wiederum war eindeutig sicherer gesagt, denn die Gesundheit der Genin, die ihr für diese Mission anvertraut worden waren, lag ihr mehr am Herzen, als der Erfolg des ganzen Unternehmens. Das würde sie den beiden sicherlich nicht unter die Nase reiben, weil sie wusste, dass es viele Genin gab, die nicht so dachten und jene verachteten, die eben doch noch etwas menschlicher geblieben waren. Die Ausbildung eines Shinobi zielte eigentlich darauf hin, gefühlskalte Maschinen zu produzieren, als weiche Wesen wie Yumi, die sich eher noch selbst ins Aus schifften, als anderen weh zu tun. Das Dorf, zu dem sie eigentlich wollten, war übrigens noch ein bisschen entfernt, Shin hatte also eher nicht schon deren Umrisse gesehen - der Nebel spielte den Sinnen eben mal gerne Streiche. Manche sahen darin Formen, die ihnen bekannt vorkamen, projizierten nur ihre Gedanken darauf... was sahen Shunsui und Shin? Oder war es ihnen ganz einfach zu albern?
  13. Jirokou Shunsui

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    Shunsui musste sich in diesem Augenblick wirklich stark zusammenreißen und zurückhalten, um dem Yuudari nicht gleich die Schelle seines Lebens zu verpassen. Der Schlag hätte es wirklich in sich gehabt und man konnte sicher sein, dass ihn der Schwarzhaarige gewiss nicht so schnell wieder vergessen hätte. Was glaubte dieser verdammte Clanshinobi eigentlich, was er sich hier anmaßen konnte? Derart respektlos und unverschämt mit einem Teammitglied umzugehen, welches ihm nichts, aber rein gar nichts getan hatte. War ja mal wieder klar, dass es diese arroganten Ninjutsunutzer waren, die auf ihre Kameraden herabblickten. Doch durch dessen Aussage zu seinem Vorschlag hatte ihm der andere Junge zumindest etwas bewiesen. Er war noch ziemlich grün hinter den Ohren, wenn er sich selbst nicht mal in der Lage sah, es mit einer gewöhnlichen Person aufzunehmen. Oh, oder hatte es ihn etwa verschreckt, dass sie es hier mit einem Mörder zu tun hatten? Bestimmt war er bis auf die Zähne bewaffnet und würde jeden umlegen, der sich ihm nur auf einen Meter näherte … nicht. Hatte der Yuudari etwa vergessen, dass sie es hier mit einem Giftmischer zu tun hatten? Das bedeutete nicht nur, dass der Mörder sich nicht selbst die Hände schmutzig machen wollte. Es konnte auch darauf hindeuten, dass er keineswegs in derart guter körperlicher Verfassung war, dass er auf diese in der Allgemeinheit als feige angesehene Art zurückgreifen musste. Leider konnte er seinem Unmut nicht freiem Lauf machen, sondern musste seiner Rolle treu bleiben und sich nach außen hin nichts anmerken lassen. Also blieb dem Jirokou nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen und bei der harschen Antwort seines ehrenwerten Teamkollegen zusammenzuzucken. Passend dazu drehte er sich ein wenig zur Seite und murmelte einige Wörter unsicher und verschüchtert vor sich hin. „O-o-okay, e-e-es wa-war j-ja n-n-nur ei-ein Vo-vorschlag ge-ge-gewesen …“ Doch auch wenn die Teamleiterin noch ihre Meinung zu seinem Vorschlag abgab, war es schon zu spät. Shunsui war untröstlich, dass er derart von Shin behandelt wurde. Nun, zumindest zeigte er dies nach außen hin, wie schon gesagt, am Liebsten hätte er ihm ein paar gepfefferte Ohrfeigen verpasst. Nichts allzu Schlimmes, es sollte ja nur eine Warnung sein, auch wenn er sich sicher war, dass er viel Schlimmeres mit dem Jungen hätte anstellen können. Dass sie nichts zu sich nehmen sollten, was ihnen von Unbekannten angeboten wurde, stand ja schon im vorherein fest. Generell hätte es der blonde Junge auch auf keiner anderen Mission gemacht, aber auf der jetzigen erst recht nicht. Immerhin galt es einen Mörder zu jagen, der sein Opfer vergiftet hatte und der hatte gewiss keine Skrupel, auch einige Shinobi um die Ecke zu bringen. Zum Glück hatte er ja seine eigene Trinkflasche dabei, die hoffentlich die ganze Mission über ausreichen würde. Zumindest so lange, bis sie den oder diejenige geschnappt hatten und somit auch vor weiteren Giftanschlägen sicher waren.
    Der Brillenträger ließ sich ein wenig zurückfallen und trabte mit geknicktem Kopf hinter seinen beiden Kameraden hinterher. Mit dem Blick auf den Boden gerichtet, gab er eine ziemlich traurige Figur ab, doch zumindest ermöglichte ihm dies, in Ruhe nachzudenken. Das Wichtigste auf dieser Mission war doch, die Fähigkeiten von Yumi und Shin unter die Lupe zu nehmen. Okay, eigentlich nur jene von ihrer Teamleiterin, da der männliche Clanshinobi nicht ziemlich viel auf dem Kasten zu haben schien. Zumindest schloss Shunsui das, aus dem, was er bisher gesehen hatte. Aber er würde sich ja so oder so noch mal mit Sharokku darüber unterhalten müssen und einige Fragen zum Yuudari Clan stellen. Immerhin konnte es doch sein, dass sich seine Fähigkeiten als ziemlich nützlich erweisen konnten, wenn sie tatsächlich irgendwann so stark sein würden, wie der Junge behauptete. Wie dem auch sei, früher oder später würde Shin noch sein Fett abbekommen. Nur durfte sich der Jirokou zu keiner unüberlegten Aktion hinreißen lassen, die ihn verraten würde. Es wäre schließlich eine große Schande und Tragödie, wenn zwei Shinobi den Tod in diesem kleinen Dorf fänden, nicht wahr?
  14. Ookami Yumi

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    Ob es wohl eine zwingende Konsequenz war, dass man andere unterschätzte, sobald sie einen unterschätzten, weil man es so wollte? Sicherlich musste man sich fragen, wer am meisten darunter leiden würde, wenn Shunsui sich während des Besuchs in dem kleinen Dorf verraten würde: Wären es Shin und Yumi, weil Shunsui diese dann wohl aus dem Weg räumen würde (oder es zumindest versuchen würde)? Oder war es eher der blonde Taijutsuka, der bei diesem Versuch vielleicht an Kräften scheitern würde, die er nicht einschätzen konnte? Wahrscheinlich würde nichts dergleichen passieren, zumindest Yumi war nicht gerade mit unglaublicher Kombinationsgabe gesegnet und ob der so misstrauische Shin herausbekam, dass der Junge etwas anders drauf war, als er spielte, stand auch noch in den Sternen. Da ihre Idee mit dem Spiel, das ihnen die Zeit vertreiben sollte, nicht ganz so gut aufgenommen wurde, wie sie gehofft hatte, drang sie damit auch nicht weiter auf die Jungen ein, denn sie wollte auf keinen Fall dafür sorgen, dass diese von ihr genervt waren, oh nein. So unglaublich extrovertiert war sie ja nun auch nicht, sie hatte bloß versucht, Konversation zu betreiben, damit ihr Weg nicht in Schweigen versumpfte, da das nicht nur wahnsinnig trist, sondern auch irgendwie unfreundlich war. Allerdings gab es eben auch solche, die sich nicht gerne unterhielten, darunter eben die, die zu schüchtern dafür waren und die, die sie nun wahrscheinlich für kindisch und unprofessionell hielten, was schade, aber nicht zu ändern war. Die Ookami wollte sich nicht länger für andere verbiegen, wo sie doch eigentlich nicht einmal eine so sperrige Gestalt war, dass man sie nicht mögen könnte, so wie sie war. "Ich finde Shunsui-kuns Vorschlag generell aber nicht schlecht!", warf sie ein, als dieser wie von einer unsichtbaren Hand geschlagen den Kopf einzog, als Shin seinen Worten zuwider sprach, "Denn ich glaube, dass jemand, der mit Gift mordet nicht unbedingt der Typ ist, der versucht, dich zu erstechen. Wir müssen wahrscheinlich nur wirklich aufpassen, was wir zu uns nehmen, ansonsten sind wir, glaub' ich, ziemlich sicher..." Sie lächelte freundlich und zuckte mit den Schultern. "Aber vielleicht kommt ja auch alles anders, wer weiß!" Sie schon einmal gar nicht...
    Jedenfalls dauerte es nicht mehr lange, bis tatsächlich die ersten Häuser des Dorfes aus dem Nebel auftauchten, zuerst nur vage Schemen, die aber mit jeden Meter klarer wurden, da auch die Schwaden, die die Sicht verdeckten, langsam weniger wurden, als seien sie von dem Vorhandensein menschlichen Lebens vertrieben worden. Ihre Karte hatte sie nicht getäuscht, sodass sie den wahrscheinlich geradlinigsten Weg genommen hatten und nicht in Schleifen und Spiralen verendet waren, wie es wohl ohne hätte passieren können. "Sieht aus, als wären wir da!", ließ sie fröhlich verlauten und blickte sich aufmerksam um. Nur weil Dörfer hier gerne mal vollkommen überraschend aus dem Nebel auftauchten, musste das ja nicht heißen, dass sie sofort bedrohlich waren, um genau zu sein gab es in diesem Reich nur wenige solcher Häuseransammlungen, die mit anderem Wetter gesegnet waren. Immer weiter ins Zentrum des Dorfes führte Yumi die Jungen, bis sie auf einem Platz angekommen waren, der wahrscheinlich nicht nur Sonntags als Marktplatz, sondern sonst als Treffpunkt genutzt wurde. Ein paar Menschen waren am frühen Mittag zu sehen, aber niemand auffälliges, würde zumindest sie behaupten. Scheinbar jedoch waren die drei selbst eindeutiger, als man erwartet hätte, denn noch bevor sie etwas anordnen konnte, ertönte eine weibliche Stimme, die "Entschuldigt mal?" rief. Yumi blickte sich überrascht um und bemerkte eine junge Frau, die eben noch neben dem Brunnen in der Mitte des Platzes gestanden hatte und nun auf sie zu kam.

    Ooc: Keine Lust mehr zu warten. Shunsui und ich überspringen Shin nun einfach so lange, bis er wieder da ist. Infos kommen per PN!
  15. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Zwar schaute Shunsui nach wie vor auf den Boden, doch hörte er mit gespitzten Ohren den Worten der Ookami zu, als sie ihn und seinen Vorschlag zumindest ein wenig in Schutz nahm. Was sie von sich gab, zeigte doch, dass sie – anders als Shin – den Sinn hinter seinem Vorschlag durchaus erkannte. Das war doch genau das, worauf er eigentlich hinaus wollte! Jemand, der auf feige Art und Weise einen Mord beging, würde schwerlich einen der Shinobi direkt angreifen. Und selbst wenn er das täte, würde er es doch sicherlich mit keinem von ihnen aufnehmen können, oder etwa doch? Schade nur, dass der Jirokou seiner Rolle treu bleiben musste, weshalb er nichts weiter dazu sagte. Hoffentlich entschied sich ihre Teamleiterin dafür, sich aufzuteilen, da es die Dauer der Mission sicherlich um einiges verkürzen würde. Je eher er den Yuudari los war, desto besser. Nicht, dass sein Temperament noch mit ihm durchging und er sich zu einer dummen Handlung verleiten ließ.
    Nach einiger Zeit war es dann so weit und sie hatten das Dorf endlich erreicht. Während man es anfangs aufgrund des Nebels nicht wirklich gut hatte erkennen können, wurde es mit jedem Schritt sichtbarer. Das Dorf an sich war nichts Besonderes und auf den ersten Blick konnte man auch nichts Bedrohliches oder Verdächtiges erkennen. Dennoch sah es ganz danach aus, als ob man die Ankunft der drei Shinobi sehnlichst erwartet hätte. Kaum hatte sie ihre Teamleiterin in das Dorfzentrum geführt, wurden sie von einer jungen Frau Anfang zwanzig begrüßt. Sie hatte langes, kastanienbraunes Haar und hatte ein selbstsicheres Gesicht aufgesetzt. Der Blickkontakt, welcher zwischen ihr und dem blonden Shinobi herrschte, hielt lediglich eine Mikrosekunde an, ehe Shunsui den Kopf mit Lichtgeschwindigkeit höchst beschämt nach unten fahren ließ und es so aussah, als ob er völlig damit beschäftigt wäre, seine Füße zu betrachten. Schon war die junge Frau zu den Jugendlichen herangetreten, betrachtete jeden Einzelnen von ihnen aufmerksam, ehe sie schließlich zu sprechen begann. "Ohayo, mein Name ist Haru Mina. Ihr müsst fremd sein, da ich euch noch nie zuvor in unserem kleinen Dorf gesehen habe. Doch wenn mich nicht alles täuscht, müsst ihr wohl die Shinobi sein, die unsere Stadt zur Aufklärung dieses Falls angefordert hat." Mina unterstrich ihre Aussage, indem sie jeweils nacheinander auf die Stirnbänder von Shin, dann Shunsui und letzten Endes Yumi zeigte. Tja, und damit waren die Karten offen auf den Tisch gelegt und das ganze Dorf wusste wohl, dass sie da waren. Das bedeutete wiederum auch, dass der Mörder auch Wind davon bekommen hatte. Doch wie würde er nur auf die Anwesenheit einiger Jugendlicher reagieren? Fieberhaft überlegt der Brillenträger vor sich hin, welche weiteren Schritte wohl am Besten für sie wären, als die Dorfbewohnerin schon weitersprach. "Ein wirklich schreckliches Ereignis, welches unser Dorf heimgesucht hat. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass jemand von uns zu solch einer grausigen Tat in der Lage gewesen ist. Ich hoffe doch, dass ihr den Mörder schnellstmöglich überführt, damit wir alle wieder sicher aufatmen können. Das habe ich übrigens am Brunnen gefunden.", gab sie noch von sich, ehe sie begann, in ihrer Tasche nach irgendetwas zu kramen, was sie Shunsui sofort daraufhin unter die Nase hielt. Dass dieser damit urplötzlich aus seinen Gedanken gerissen wurde und sich mächtig erschrak, musste man wohl nicht noch mal genauer ausführen. Es handelte sich um einen Glasflakon, welchen der Junge mit zittrigen Händen entgegennahm. Beinahe wäre es ihm heruntergefallen und auch Mina schien überrascht über seine Tollpatschigkeit zu sein, da sie erschrocken „Vorsicht!“ rief. Doch letzten Endes nahm alles einen guten Lauf und es gelang dem Shinobi, den fragilen Glasbehälter in den Händen zu behalten. Doch dort konnte er nicht bleiben, die Chancen standen viel zu hoch, dass er ihn jede Sekunde wieder fallen lassen konnte, weshalb er ihn mit peinlich berührtem Blick seiner Teamleiterin übergab. "H-h-hier, d-das so-so-sollte be-besser b-bei d-d-dir auf-auf-aufgehoben s-sein, Yu-yumi-san. E-e-entschuldig ..." fügte er noch nuschelnd nach, ehe er einen Schritt zurücktrat. Was es wohl Interessantes war, das sich im Fläschchen befand?
  16. Ookami Yumi

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    Selbst wenn Yumi nicht verstanden hätte, warum Shunsui der Meinung war, dass es wohl nicht besonders gefährlich für die Shinobi werden würde, so wäre sie ihm einfach deshalb beigesprungen, damit er nicht alleine gegen den - ihrer Meinung nach - willensstärkeren Shin dastand. Das mochte vielleicht sogar ein wenig unfair gegenüber dem Yuudari sein, aber leider weckte der eigentlich so verschlagene Shunsui die Muttergefühle Yumis, da er sie so sehr an sie selbst erinnerte, dass sie gar nicht anders konnte, als ihm zu helfen. Im Grunde genommen war es unterhaltsam, dass Shunsui sie wohl auf den Tod nicht ausstehen würde, wenn er wusste, dass sie keinesfalls so taijutsufixiert war, wie sie angab und sie sich betrogen fühlen würde, wenn sie wüsste, dass er die liebe Fassade nur spielte... und zumindest Yumi nichts davon ahnte. Wie gesagt war sie aber auch manchmal selten naiv und nicht gerade übertrieben misstrauisch, was Behauptungen anderer Leute anging. So kam es auch, dass sie sich ohne Hintergedanken freute, als eine junge Frau, die die drei offenbar als Shinobi erkannt hatte, zu ihnen herüber spazierte und erklärte, es würde sie bestürzen, was hier vorgefallen war. Das konnte Yumi sehr gut nachvollziehen, denn es musste ja wahrhaft schrecklich sein, wenn Anverwandte oder Bekannte an einem Gift starben, von dem man scheinbar weder wusste, was es war, noch, wie es den Toten zugeführt wurde. Apropos... niemand hatte ihr je gesagt, wie viele eigentlich gestorben waren, sie wusste nur, dass es mindestens einen Todesfall gegeben hatte. Vielleicht wusste die nette Frau das ja und würde ihnen vielleicht sogar bei der Suche behilflich sein...? Bevor die Ookami Mina Haru jedoch fragen konnte, erklärte sie, sie habe etwas beim Brunnen gefunden, bei dem sie sich erst vorhin aufgehalten hatte, als die drei den Platz betreten hatten und streckte Shunsui, den sie scheinbar automatisch als den Teamanführer auserkoren hatte - warum auch immer, vielleicht entsprach er in ihrer Fantasie eher dem Typus Held (irgendwann groß werdend und blond) als ein halbvermummter Griesgram und ein Mädchen mit bonbonpinken Haaren. Yumi war nicht der Typ, der sich bei so etwas schnell übergangen fühlte, zumal sie es wichtig fand, dass gerade jemand, der scheinbar mehr Selbstvertrauen gebrauchen könnte, nicht an den Rand gedrängt wurde, dennoch war sie froh, als Shunsui ihr das Fläschchen anvertraue, allerdings wohl eher, weil es bei ihm hätte sein können, dass er es fallen ließ. Leider war der Liebe nämlich ein ziemlicher Tollpatsch, auch wenn er wahrscheinlich kaum etwas dafür konnte, Yumi selbst war auch nicht gerade geschickt, obwohl sie hart daran arbeitete, ihren Körpre besser unter Kontrolle zu bekommen. Wenn sie ihr wahres Talent nicht ausleben konnte, musste sie eben viel Schweiß auf etwas anderes verwenden, das sie stattdessen benutzen konnte.
    Der kleine Glasflakon fühlte sich nicht besonders schwer an, unglaublich kunstvoll war er auch nicht gefertigt, aber vielleicht war Yumi auch in letzter Zeit einfach an etwas schwereres und wertvolleres Material als Glas gewöhnt. Mit gespannter Miene zog sie den kleinen Stopfen, der mit einer zierlichen Kette an der Flasche befestigt war, aus der Öffnung und lugte hinein, schnupperte daran, bloß um festzustellen, dass sie komplett leer war! "Vielen Dank, dass Sie uns von dem Fund berichtet haben. Aber sagen Sie, haben Sie die einfach daneben gefunden?" Haru Mina blickte sie an, machte ein nachdenkliches Gesicht und antwortete dann: "Ich habe einen Eimer Wasser heraufgezogen - und darin schwamm sie. Ich war natürlich sofort alarmiert, immerhin ist hier schon jemand gestorben... ich bin mir ziemlich sicher, dass da das Gift drin gewesen ist." Ja, das ergab Sinn. "Haben Sie hier einen Arzt oder Apotheker der eine andere medizinisch vorgebildete Person?", fragte Yumi mit nachdenklicher Miene, griff in ihre Tasche und holte eine kleine Dose heraus. Damit bewaffnet machte sie sich zum Brunnen auf, schöpfte etwas Wasser heraus und füllte die Dose voll davon. Sie mussten jemanden finden, der herausfinden konnte, ob das Wasser vergiftet war... das war wichtig! "Ja, der ist da gleich um die Ecke, wenn ihr wollt, bring ich euch hin!" Sie lächelte gutherzig und blickte kurz zu Shin und Shunsui hinüber. "Gut. Shin-kun? Würdest du solange hier warten und niemanden an den Brunnen heranlassen? Wenn das Wasser dieser Wasserversorgung vergiftet wurde, dann wäre es zu gefährlich, jemanden daran zu lassen. Shunsui-kun und ich bringen das Wasser zur Untersuchung zu ihm, wenn er was findet, hätten wir schon einmal einen Anhaltspunkt. Dann sollte man den Brunnen allerdings erst einmal auf unbestimmte Zeit schließen, fürchte ich..."
  17. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Yumi nahm den ihr angebotenen Glasflakon an sich und begann diesen zu untersuchen. Das bedeutete wiederum auch, dass sich Shunsui auf die Umgebung konzentrieren konnte, genauer gesagt interessierten ihn die Bürger. Die meisten waren ziemlich unscheinbar, was durchaus verständlich war. In solch einem kleinen Dorf kannte sich für gewöhnlich jeder, weshalb ein Mord wie dieser wahrlich einen großen Schrecken auslösen musste. Leider fiel dem Brillenträger niemand auf, der sich verdächtig verhielt oder der Gruppe Shinobi mehr Aufmerksamkeit als nötig schenkte, weshalb er sich mit regem Interesse wieder dem Gespräch seiner Teamleiterin mit dieser Hina zuwandte. Letztere erzählte soeben, wie sie den Glasflakon gefunden hatte. Kurz daraufhin ging die Ookami zu dem Brunnen, entnahm eine Wasserprobe und erkundigte sich nach jemandem, der diese analysieren konnte. Der Jirokou war einigermaßen beeindruckt von ihrer Tüchtigkeit und Cleverness. Ganz anders sah es bei Shin aus, der es ganz und gar nicht gut aufnahm, dass er den Brunnen bewachen sollte. Konnte dieser Idiot denn nicht erkennen, dass es wirklich notwendig war? Nicht auszudenken, wenn jemand Weiteres starb. Aber nein, er wollte unbedingt Action haben und legte sich lautstark mit Yumi an. Dabei fiel auch noch der Vorschlag, warum nicht der Brillenträger zurückblieb, der für diese Aufgabe doch wie geschaffen war. Innerlich konnte Shunsui nicht anders, als zu grinsen. Zu gern hätte er diesem verhätschelten Clanshinobi gezeigt, wer hier der Stärkere von ihnen war, doch das konnte er leider nicht machen. Dennoch sollte der Yuudari den Bogen lieber nicht überspannen, sonst konnte es sein, dass er selbst und ohne es zu wissen, einen großen Schluck vom vergifteten Wasser zu sich nehmen würde. Allein die Vorstellung daran ließ den Jungen beinahe in Ekstase zittern, doch er hoffte, dass man es ihm nicht ansah. *Verdammt, reiß dich zusammen Shunsui!*, ermahnte er sich selbst. Er musste sich definitiv besser unter Kontrolle raten, doch vielleicht musste er auch einfach irgendwen zusammenschlagen, um sich ein wenig abzureagieren. Schließlich kam es so weit, dass ihre Teamleiterin den aufmüpfigen Jungen auf seinen Platz verwies, und die Gruppe nun endlich aufbrechen konnte, um das Gesöff zu analysieren. Geistig machte sich Shunsui den Vermerk, eine große Flasche mit dem vergifteten Wasser abzufüllen, wenn es denn es sich denn um ein wirklich tödliches Gift handeln sollte. Man konnte schließlich nicht wissen, wofür man es irgendwann mal gebrauchen konnte, oder?
    Wie Hina ihnen versprochen hatte, war es tatsächlich nicht weit bis zum Haus des Apothekers, der leider nicht ganz dem Bild entsprach, welches sich der blonde Junge vorgestellt hatte. Statt einem lieben und fürsorglich gleichsamen Opa, hatten sie es mit einer wirklichen Pest zu tun. Das Gesicht des Apothekers schien gemeißelt zu sein und leider handelte es sich bei den Emotionen, die sich darin widerspiegelten, um Arroganz und Herablassung zu handeln. Weiterhin hatte er die lästige Angewohnheit, jedes Mal seine Nase zu rümpfen, wenn einer der beiden Shinobi das Wort ergriff. Genauer gesagt, wenn Yumi das Wort ergriff, da Shunsui anfangs ein wenig Initiative hatte zeigen wollen, doch sofort unfreundlich begrüßt worden war, sodass er nur noch gestottert hatte. Als ihm Hina erklärte, dass es sich bei ihm und Yumi um Shinobi handelte, reagierte er ziemlich höhnisch und ungläubig und wollte sie vertreiben. Seiner Ansicht nach hatte er viel Wichtigeres zu tun, als sich mit den Flausen von Gören herumzuschlagen, wie er sie genannt hatte. Sie hatten es hauptsächlich der Hartnäckigkeit der jungen Frau zu verdanken, die am Ball blieb und den alten Apotheker – welcher Genshiro hieß – schließlich überredete, sich ihre Wasserprobe doch ein Mal genauer anzuschauen. Nach wie vor skeptisch wandte er sich um und ging zurück in sein Labor. Kurze Zeit später kam er wieder heraus und sah ziemlich alarmiert aus. „Wo habt ihr dieses Wasser her?“, erkundigte er sich bei Yumi, die er ganz gewiss kompetenter wahrnahm als den armen Jirokou, der sich ziemlich für einen Stein auf dem Boden vor ihm zu interessieren schien. „Es lassen sich beunruhigend hohe Arsen und Quecksilberwerte feststellen. Eine verdammt tödliche Kombination!“ Sieh an, sieh an, anscheinend hatten sie es hier also nicht mit einem Dilettanten zu tun. Doch irgendwie war es auch Musik in den Ohren von Shunsui, der ganz sicher etwas von dem vergifteten Wasser mit sich nehmen würde. Nach außen hin erfolgte jedoch eine ganz andere Reaktion. „Yu-yu-yumi-san, w-was so-sollen w-w-wir je-jetzt t-tun?“


    [Ooc: Ich weiß, ich hatte mich abgemeldet, aber in meiner Pause wurde ich von Kreativität und Schreibwut ergriffen, mit diesem Post als Ergebnis. ^^]
  18. Ookami Yumi

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    Was für ein Glück es für die Shinobi doch war, dass sie Mina getroffen hatten! Yumi freute sich richtig darüber, dass sie so früh in ihrer Mission eine hilfreiche Seele gefunden hatten, die ihnen bei Problemen wie diesem gar garstigen Apotheker helfen konnte. Dieser Mann, den sie in dem eigentlich recht hübschen Häuschen trafen, war Yumi so schnell unsympathisch, dass es fast an ein Wunder grenzte. Tatsächlich war Yumi nämlich keiner dieser Menschen, die sich ihr Urteil über andere innerhalb der ersten paar Minuten bilden. Sie war aufgrund ihrer Vergangenheit sehr tolerant, zwang sich meistens ja sogar noch dazu, die Dinge nicht allzu schwarz und weiß zu betrachten, aber dieser Mann schaffte es wirklich, sie aufzuregen. Wie konnte man nur so unglaublich arrogant und eingebildet sein? Weil man die Apotheke eines Kaffs leitete? Was hatte so jemand schon großes im Leben erreicht, fragte sie sich, das eine solche Einstellung rechtfertigte? Und selbst wenn das da der Mizukage wäre, wäre das immer noch kein Grund, ihr zu kommunizieren, dass sie sich irgendwie unter ihm bewegte... wenn es hier um einen festen Beruf, um Geld oder einfach mehr Intelligenz ging, dann fragte sich die Ookami, ob er da wirklich gewinnen würde. Aber selbst wenn... dann gab man mit so etwas nicht an, zumindest für sie würde der Tag wohl nie kommen, an dem sie wegen ihrer Familie oder ihrem Erbe oder sonst etwas angab, das war einfach nicht ihr Ding. Was sie ihm auch übel nahm, war der Einfluss, den er auf Shunsui hatte. Sie selbst hatte ihn nur entrüstet angeblickt und schließlich Mina das Wort überlassen, aber der blondhaarige Kirinin war mitten in einem guten Versuch, etwas Konversation zu betreiben, so vollkommen aus der Bahn geknockt worden, dass er daraufhin noch weiter zurück gefallen war. Das nahm sie ihm wirklich übel, schließlich sollte man diejenigen, denen die Gabe der einwandfreien Kommunikation eben nicht in den Schoß gefallen war, auch noch zusätzlich verunsichern!
    So kam es, dass Yumi, als der Apotheker mit der Schreckensnachricht, der Brunnen sei vergiftet, zurück kam, ihn nur mit dem finstersten, bösesten und geradezu abgrundtiefsten Blick anschaute, den sie zustande brachte - was sicherlich lächerlich wirken mochte, wenn man ihre Intention gekannt hatte. So also mochte es von außen so aussehen, als würde sie ihn leicht pikiert anstarren, ehe sie sich zu einer Antwort herabließ. "Das ist die Suppe, die draußen im Brunnen herumschwimmt." Und das war dann auch alles, was dieser Mann von ihr zu hören bekommen würde, denn kaum war der Satz beendet, drehte sie sich um, fasste Shunsui an der Schulter und schob ihn vor sich her aus dem Laden, um, kaum war die Tür hinter dem verdutzten Mann zugefallen, zu stöhnen: "Der war ja herzig!" Sie atmete einmal schnaubend aus, verschränkte nachdenklich die Arme und schlenderte wieder zurück Richtung Brunnen. Mina war ihnen gefolgt, hatte aber nichts zu Yumis Kommentar gesagt, wahrscheinlich, weil sie ihr insgeheim zustimmte. Ob der Kerl wohl überhaupt irgendwelche Freunde hatte? "Hm. Nun wissen wir, dass das Wasser des Brunnens vergiftet war...", sinnierte sie vor sich hin, "Die Frage ist nur, wie wir weiter vorgehen. Natürlich, nachdem wir den Brunnen gesperrt haben." Violette Haare wirbelten durch die Luft, als sie den Kopf mit einem freundlichen Lächeln zu Shunsui umwandte, große blaugrünliche Augen strahlten ihm entgegen, als sie fragte: "Was würdest du denn tun, Shunsui-kun?" Nur weil jemand schrecklich schüchtern und tollpatschig war, musste das noch lange nicht heißen, dass er nicht tolle Ideen haben konnte!
  19. Jirokou Shunsui

    Jirokou Shunsui Member

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    Yumi meinte es definitiv gut mit Shunsui, doch würde sie es schaffen, den Jungen so weit zu überzeugen, dass er sich ein wenig aufgemuntert zeigen konnte? Das war doch eben die Frage, nicht wahr? Eigentlich hatte er geplant gehabt, noch ein wenig zu schmollen und abseits der Truppe sein Unwesen zu treiben, um den Verlauf der Mission gut durchdenken und planen zu können, entschied sich jedoch letzten Endes dagegen. Und in der Tat, der gut gemeinte Versuch der Ookami, ihren scheinbar schüchternen und unsicheren Teampartner aufzumuntern, wurde mit einem vorsichtigen Lächeln belohnt. Es galt jedoch nicht zu viel Butter auf ein Mal aufzutragen, weshalb der Jirokou es dabei beließ und das Ganze noch mit einem leicht zitternden Nicken abrundete. Yumi konnte sich wirklich freuen, da es sich um ein echtes Zugeständnis seitens Shunsui handelte. Für gewöhnlich ging er nicht diesen Weg, doch dieses Mal dachte er, dass es ganz nützlich wäre, sich dem Mädchen doch ein wenig zu „öffnen“. Im Gegensatz zu all den anderen Leuten behandelte sie ihn nämlich mit Respekt und zuvorkommend – zwei Eigenschaften, die der blonde Junge sehr zu schätzen wusste. Alleine deshalb war sie es schon wert, ein wenig anders behandelt zu werden. Doch zurück zum Thema, immerhin hatte das Mädchen Shunsui soeben gefragt, was er von der ganzen Sache hielt! Na wenn das Mal nicht spannend für den kleinen Jirokou war. Innerlich zog er eine Grimasse, denn seine Rolle hinderte ihn daran, seine Gedanken und Vorstellungen einfach auf den Tisch zu legen und seiner Teamleiterin seine Meinung zu präsentieren. Stattdessen durfte er ihr nun eine Weile vorspielen, dass er eigentlich gar nichts sagen wollte, da er zu unsicher war zu sprechen. Toll, ganz großes Kino mal wieder. Doch sie stellte in der Tat eine wirklich interessante Frage. Was war die Lösung des Problems? Sie hatten bisher einen vergifteten Brunnen sowie das erste Todesopfer. Wie sollten die Shinobi die ganze Situation angehen? Shunsui öffnete kurz den Mund, dann schaute er Yumi an, schloss ihn sofort wieder und schaute gen Boden. Dieses Schauspiel wiederholte er noch ein Mal, ehe er schließlich bereit war zu sprechen. Man, was für 'ne nervige Tour das doch manchmal war. "W-w-wir so-sollten u-uns um-um-um-hören, o-o-ob je-jemand e-etwas Ver-ver-dächtiges ge-ge-gesehen hat." Nach einer kurzen Pause, bei welcher er schnappend Luft holte, ging es auch schon weiter. "V-v-vielleicht so-sollten w-wir au-au-auch d-den Hi-hi-hintergrund d-des O-dpfers d-d-durchleuchten, o-ob e-e-er mö-mö-mögliche F-feinde ha-hatte, d-d-die f-f-für ei-eine T-tat i-i-infrage k-kämen …" Und damit endete auch wieder die kleine Rede vom schüchternen Shinobi. Ganz so, als ob es ihm peinlich wäre, was er da gerade unterstellte hatte. Konnte es denn in dieser Welt wirklich sein, dass man aufgrund negativer Gefühle mordete? Oh ja, aber das tat nichts zur Sache. Es galt immerhin ein bestimmtes Bild aufrecht zu erhalten, was folgende Worte noch nötig machten, die ihm am Liebsten im Hals stecken geblieben wären. "A-ach ver-vergiss a-alles sch-sch-schnell wie-wieder, v-v-vielleicht so-sollten w-wir Sh-sh-shin fra-fragen, be-bestimmt ha-hat er v-v-viel be-bessere I-ideen." Wenn das mal kein schlechter Scherz war.
  20. Ookami Yumi

    Ookami Yumi Member

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    Der große Nachteil daran, sich dauerhaft zu verstellen, war wohl, dass man kaum mit sich selbst zufrieden sein konnte. Dieses Phänomen kannte Yumi ebenso sehr wie Shunsui, auch wenn dieser ja seine ganze Person neu erfunden hatte, um irgendeiner Rache hinterher zu jagen, die er eh nie erhalten würde. Yumi hingegen war sie selbst, versuchte nett zu der ganzen Welt zu sein und Ungerechtigkeit auszurotten, da wo sie sie eben antraf, was auch der Grund dafür war, weswegen sie ganz besonders nett zu Shunsui war, damit dieser eben etwas mehr Selbstvertrauen gewann. Natürlich brauchte er das eigentlich nicht, denn um sich so durchgängig zu verstellen brauchte man sicherlich eine ganze Stange mehr Willenskraft als der Durchschnittsbürger. Aber auch Yumi versteckte etwas, was zum Beispiel die regelmäßigen Besuche bei ihrer Familie und gerade ihrem Großvater immer ein wenig schwerer machten. Oh, wie sie hoffte, dass sie neben ihrem Erstelement noch eine Begabung für ein zweites besaß... dann könnte sie endlich mal ihr Taijutsutraining vergessen und stattdessen etwas tun, was sie wirklich gut konnte...! Wenn sie mit ansah, wie sie alle um ihn herumschleimten, angaben, wie toll sie doch waren, hatte sie nicht selten Lust, ihnen ein paar Kristalle um die Ohren zu hauen und ihnen zu erklären, dass wahre Stärke oft weit unter der Oberfläche schlummerte. Sie tat es dann immer doch nicht, sondern verzog sich zu ihrer Großmutter, was von ihrer zahlreichen männlichen Verwandtschaft dementsprechend kommentiert wurde. Auch Shunsui zeigte ihrer Meinung nach mal wieder, dass er trotz beinahe übertriebener Schüchternheit zu durchaus intelligenten Denkprozessen in der Lage war, denn mal abgesehen von unglaublich vielen Verdopplungen, die es schwerer machten, seinem Redefluss zu folgen, gab er durchaus gute Ideen von sich. Natürlich war die Hälfte davon klar gewesen und wahrscheinlich so etwas wie ein Standardvorgehen, aber dennoch war es gut, dass er es noch einmal erwähnte. Yumi hätte es sicherlich fertig gebracht, die Hälfte davon zu vergessen. "Sehr gute Ideen, Shunsui-kun, es würde mich wundern, wenn Shin noch besonders viel dazu zu sagen hätte. Wir können ihn aber natürlich noch mal fragen." Immerhin wollte sie in keinem Fall, dass sich jemand benachteiligt fühlte, das wäre genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollte. Auch der Blonde schien diese Meinung zu vertreten, wo er doch vorgeschlagen hatte, den Yuudari noch einmal um Rat zu fragen. Vielleicht kam das natürlich nur daher, dass er seiner eigenen Meinung nicht traute, das wusste Yumi nicht so ganz, aber schaden konnte es sicherlich nicht.
    Wieder am Brunnen angekommen wurde ein kleiner Kriegsrat gehalten, teilweise knapp und irgendwie abweisend, manchmal gestottert und hier und da versucht schlichtend, jedenfalls war das Ergebnis daraus relativ eindeutig: Während Shin sich darum kümmern würde, den Brunnen komplett zu sperren, um dann später zu ihnen zu stoßen, sollten sich Shunsui und Yumi um den Rest kümmern, sprich, Nachforschungen anstellen, nicht nur über den Toten, sondern auch darüber, wer an ein solches Gift kommen könnte und natürlich, ob jemand gesehen worden war. Mina Haru hatte sich sofort bereit erklärt, ihnen bei den Nachforschungen zu helfen, in den Augen nichts als zorniger Eifer, denn auch sie erklärte, dass sie einen Giftmord in ihrem Dorf nicht würde tolerieren können. Sie übernahm schließlich den Part, sich noch einmal bei dem Apotheker und bei einer kleinen Kräuterheilerin im Dorf zu erkundigen, wie man am besten an ein solches Gift kam und ob jemand in letzter Zeit sich zum Beispiel arsenhaltige Mittel von ihnen verschafft hatte. Yumi würde nach Verdächtigen herumfragen und Shunsui bekam die ehrenvolle Aufgabe, sich um den Hintergrund des Toten zu kümmern, aus dem Grunde, dass Yumi sich sicher war, dass er eher Probleme damit haben würde, so viele fremde Leute einfach querbeet anzusprechen. Auf diese Art und Weise musste er wahrscheinlich nur mit einigen wenigen reden, außerdem schien er doch ansonsten recht klug zu sein, da würde er die richtigen Schlüsse schon ziehen können. Mit einem aufmunternden "Viel Glück!" verabschiedete sich Yumi am Ende und überließ die beiden Jungen ihrer Arbeit. Mal sehen, wie sie sich anstellen würden...

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