Grenze zum Reich des Windes

Dieses Thema im Forum "Reich des Regens" wurde erstellt von Kaishira Asuka, 23. Apr. 2011.

  1. Kaishira Asuka

    Kaishira Asuka New Member

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    Hafen -->

    Wie bereits vorhergesagt fand sich die ganze Gruppe knapp eineinhalb Tage später an der Grenze zum Reich des Windes. Seit einigen Stunden waren sie bereits aus dem Regen heraus und Asuka hatte ihr erstes Päckchen Zigaretten zur Hälfte aufgeraucht, als die Gruppe ihre Füße auf Sand setzte. Die Gruppenleiterin, pausierte kurz und sah auf ihren Kompass und die Karte. Das Reich des Windes war nicht mehr weit und genau die Grenze zu erkennen war in dem vor ihnen liegenden Dünen und Felsenformationen nahezu unmöglich. Das einzige was Asuka ungefähr bestimmen konnte war, dass die Grenze irgendwo hinter den vor ihnen liegenden Felsen liegen musste. Theoretisch machte dies ihre Suche einfacher. „Wie ihr seht liegt vor uns das sonnige Reich des Windes.“ Asuka ließ ihre Hand über die Dünen und über die Felsen fliegen, wobei ganze drei große Felsformationen vor ihnen lagen, die alle ungefähr am Rand der Landesgrenze stehen mussten, laut Karte zumindest. „Wir werden uns kurz aufteilen.“ Sie deutete erst auf Daijai. „Du kletterst auf die Felsen im Süden.“ Dann schwang ihr Finger zu Ingvi. „Du auf die Felsen im Norden.“ Dann zu sich selbst. „Ich klettere auf die westlichen Felsen.“ Als letztes zu Jun. „Du bleibst zwischen uns um als Nachrichten Übermittler zu dienen, falls einer von uns etwas sieht.“ Dann wieder mit der Zigarette zu ihrem Mund. „Wir wollen uns erst einmal einen Überblick über das Gebiet verschaffen und mögliche Feinde erspähen. Danach treffen wir uns wieder hier. Ich gebe aber schon jedem von uns ein Glas, falls wir über eines der Ziele stolpern, können wir es damit direkt einfangen.“ Asuka stellte ihre Tasche in den warmen Sand und holte vier größere Gefäße mit Luftlöchern hervor, von denen sie jedem eins reichte. „Ich will nicht, dass ihr euch unnötig in Gefahr bringt. Oberste Priorität hat das besteigen der Felsen und wieder hierher zurück kehren!“ Mit diesen letzten Worten legte Asuka wieder die Tasche über ihre Schulter und machte sich selbst auf den Weg. Sie war nicht besonders besorgt, sie rechnete nicht Feindkontakt, allerdings wollte sie absolut keine Fehler machen, als Gruppenleiterin.
  2. Rutako Ingvi

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    Dies war also das Reich des Windes, eine große Wüste, erfüllt von Hitze und natürlich Wind. Grauenvoll war dieser Ort, Ingvi konnte froh sein, dass seine Jacke keine Ärmel hatte. Dennoch hatte sich bereits mehr als genug Schweiß auf seiner Stirn gebildet, um eine wischende Geste über ebenjene zu rechtfertigen. Die großen Sandhaufen, allgemein als Dünen bezeichnet, in Kombination mit diesen Felsen, die denen des Wasserreiches nicht so sehr glichen, wie man denken sollte, gaben seiner Meinung nach auch keine sehr schöne Aussicht ab. Hoffentlich würde er nicht viel öfter hierher kommen müssen. Die Besprechung fiel recht kurz aus, und das war dem Rutako nur recht. Alle wussten, was sie zu tun hatten, und es wurden keine unnötigen Worte verschwendet. Perfekt. Vielleicht war diese kleine Raucherin, die ihn weniger als zwei Tage vorher als Opfer gekennzeichnet hatte, doch ein... ganz annehmbarer Mensch. Sie machte sich auch sofort auf den Weg zu ihrem Posten, und Ingvi folgte ihrem Beispiel in der nördlichen Richtung, wobei er ein "Jawohl, Kaishira-san!" ausstieß, das wohl nur Daijai und Jun hören konnten. Schließlich wollte er nicht so laut sein, dass er eventuell Feinde anlocken könnte, sollten welche in der Nähe sein.

    Es dauerte auch nicht lang, da stand er bereits auf einem Felsen und ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen. Obwohl, war das überhaupt der richtige Begriff? Einen Sandkasten nannte man ja auch nicht "Umgebung", und das hier war so ziemlich dasselbe, bloß größer und wärmer. Die Hitze war unglaublich stark, wie die Sonne so auf seinen Nacken knallte musste er sich anstrengen, um nicht die Konzentration zu verlieren. Nachdem er sich sicher war, nichts übersehen zu haben, wollte er sich schon umdrehen, doch eine Bewegung lenkte ihn ab. Irgendetwas schien gerade in den Schatten des Felsens, auf dem er stand, gehuscht zu sein, daher entschloss er sich, nachzusehen. Wenn es ein Skorpion war, hätte dieser Glasbehälter einen frühen Sinn gehabt, vielleicht wäre er sogar der Einzige, der einen mitbringen würde. Das waren gute Aussichten, daher zog er das Katana heraus und ging sicher, dass er bei einem Sprung nicht auf einem der giftigen Viecher landen würde. Das wäre jetzt wirklich unnötig.
    Kurz darauf, im Schatten des Felsens, sah er sich noch einmal genau um. Hier fiel es ihm viel einfacher, sich zu konzentrieren, es war zwar nicht wirklich angenehm, aber eindeutig kühler als mitten in der knallenden Sonne. Allerdings musste er sich zuvor verguckt haben, denn auch von hier aus war absolut nichts zu erkennen, nicht mal ein kleines, krabbelndes Vieh mit einem Stachel. Da er jedoch nicht einfach aufgeben wollte, sah er sich die einzelnen Felsen noch einmal genau an, und Volltreffer! Am unteren Ende eines Felsens war eine Einkerbung zu sehen, direkt über dem Sand und mehr als groß genug, um eine Hand hinein zu stecken. Nicht, dass er es versuchen wollte. Stattdessen ließ er die Klinge seines Katanas sanft hineingleiten und tastete damit nach einer Art von Lebewesen. Unter der Kerbe war wohl so eine Art kleine Höhle, wahrscheinlich gegraben von Tieren für Tiere. Und offensichtlich nutzten Tiere das, denn dort ließ sich eindeutig etwas spüren. Die Schwertklinge wurde etwas schwerer, etwas lag wohl auf ihr, daher zog er sie langsam und vorsichtig heraus, nur um in das Gesicht einer kleinen, gelben Schlange zu blicken, die sich um besagte Klinge geschlungen hatte. Ingvi lächelte überheblich und begann zu sprechen: "Oh, wie niedlich. Ich liebe Schlangen." Daraufhin schlug er ruckartig mit der scharfen Seite auf den Boden und teilte so die Schlange an zwei Stellen, woraufhin sie blutend starb. "Unglücklicherweise wärst du momentan aber eher hinderlich gewesen. Tut mir leid." In seiner Stimme war keinerlei Reue zu hören, bloß ein wenig Amüsement. Er hätte dieses Tier nur zu gern behalten, allerdings wusste er weder, wie defährlich sie war, noch hätte sie ihm auf der Mission helfen können. Daher ließ der Genin den Schlangenkadaver liegen und begab sich zurück zum Treffpunkt der Gruppe. Er blickte nicht einmal zurück.
  3. Das waren bereits zuviele Omen an einem Tag um eingehend einschätzen zu können ob sie ein gutes, oder ein schlechtes Schicksal verkündeten. Erst dieses Dilemma am Hafen, welches Daijai dazu zwang auf einer Reuse sitzend um den halben Getsuriner Hafen zu paddeln, dann die durchweg eher von mangelhafter Sympathie behaftete Bekanntschaft seiner Mitstreiter für diese Mission, gefolgt von einer unheimlichen Schaukelfahrt über die wogenden Gewässer, die einer Schifffahrtjungfrau durchaus übel zusetzen konnten. Aber kaum dass der Junge aus Kiri die aufkeimende Übelkeit abflauen spürte, erreichten sie auch schon die Küstenregion des Landes dem man die Nähe zum Regen nachsagte. Daijai hatte nichts gegen Regen; im Gegenteil, er kannte dies aus seiner Heimat mehr als genug, aber seine überweite Robe sog sich nur unangenehm mit Wasser voll und wurde schwer wie ein Sack Kartoffel. Auch das Auswringen selbiger hatte nicht viel gebracht. Nach einigen weiteren Stunden, die Daijai durchweg mit einem anhaltenden Nickerchen in der Takelage abgehalten hatte, erreichten sie auch schon die Küste des Wüstenlandes. Als man die jungen Shinobi zusammenrief um die kurze Einsatzbesprechung abzuhalten, war Daijai in aller Gemütlichkeit den Mast heruntergeklettert und gesellte sich mit einem müden Gähnen zur Gruppe. Er schmatzte noch immer schlaftrunken und kratzte sich durch seinen Yukata hindurch die Brust. "Hm? Klettern?", hörte er fast als einzigstes aus der Anweisung Asuka's heraus und folgte dem auf ihn gerichteten Finger bis hin zu dem Gesicht des rauchenden Mädchens. Doch seinen Blick konnte er nicht lange auf ihr halten, da überwältigte ihn schon wieder ein Gähnen.
    Aber irgendwie überstand Daijai auch diese langatmige Phase und wurde wie die anderen auch auf ihre Posten entsandt. Die Felsen waren relativ schnell erreicht und noch viel schneller erklommen. Daijai fühlte sich zwar eher zwischen Bäumen und Bambus heimisch, aber Felsen waren auch nur andere starre Gebilde die sich mit genügend Feingefühl erklimmen ließen. Daijai sprang leichtfüßig die vom Wind sandgeschliffenen Felsvorsprünge hinaus, bis er die Spitze der grauen Klippenformation erreichte. Er zog sich schier mühelos hinauf und nahezu wäre er Rücklinks wieder abgestürzt, als ihm bei dem Anblick der sich ihm bot nahezu die Kinnlade hinunterstürzte. Seine Augen öffneten sich weit. Seine Pupillen zogen sich von der Helligkeit irritiert zusammen. Noch nie hatte er eine Wüste gesehen. Die goldgelben Dünenfelder sahen aus wie eine erstarrte See in malerischen Sepia. Sie glühende Sonne brannte erbarmungslos hernieder und ließ sie Luft in der Ferne flimmernd wabern. Es sah aus als mischten sich die Farben der Wüste und des strahlend blauen Himmels in einem extatischen Tanz ineinander. Ein faszinierender Anblick für Daijai, der sich vollkommen fasziniert auf den gerundeten Felsen setzte und in die endlose Ferne starrte. Worauf er hätte eigentlich achten müssen entfiel ihm beinahe. Aber auf der anderen Seite würde er sich nicht so gedankenverloren am tänzelnden Horizont verlieren, wenn es etwas wichtigeres und interessanteres in der unmittelbaren Nähe seines Beobachtungsbereiches befinden. Soweit so gut... jedoch vergaß Daijai, dass man ihn eigentlich zurückerwartete, und so blieb er im Schneidersitz sitzen und bewunderte diese fremden Lande. Die Sonne war zwar erbarmungslos heiß; aber Daijai war die schwüle Hitze der Bambuswälder gewohnt und konnte daher das bisschen trockene Hitze recht gut verkraften. Genau genommen machte ihn das sogar wieder etwas schläfrig...
  4. Ryuugu Jun

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    Jun hatte die ganze Mission bis jetzt eher wie einen Kurzurlaub wahrgenommen und nicht wie einen wichtigen Auftrag. Die Überfahrt ins reich des Regens war genau seine Kragenweite, er mochte den salzigen Geruch der Meeresluft und das schaukeln des Schiffes sagte ihm ebenfalls zu. Ärgerlicherweise war da aber noch die Sache mit dem Gegengift, nach Asukas Aussage hatten sie keins dabei, das hieß wenn einer gestochen würde hätte derjenige ein echtes Problem. Jun machte sich Gedanken wie man dann wohl am besten vorgehen sollte und konnte die Überfahrt daher nicht in vollen Zügen genießen. Als sie ihren Zielhafen erreichten und in die Wüste marschierten zeigte sich schnell warum man das Land an dessen Grenze sie operieren würden das Reich des Windes nannte. Überall war Sand, soweit das Auge reichte, aber dieser Sand begnügte sich nicht damit einfach nur in der Gegen herum zu liegen nein, er kroch in jede Falte die ihm Juns Kleidung bot und dem Gefühl nach zu urteilen war auch in seiner Unterhose eine ordentliche Schippe Sand gelandet.
    Alles in allem nervte die Landschaft Jun ganz erheblich. Erstens war es verflucht heiß und Jun mochte noch nie Temperaturen über 30 Grad, er fühlte sich dann immer als würde er von innen heraus gekocht. Zweitens war die Luft, dem ständigen Wind sei dank, voller Sand und knirschte quasi ununterbrochen zwischen den Zähnen. Und Drittens war die ganze Gegend einfach völlig langweilig und eintönig anzuschauen, eine Tatsache die für Juns Verstand, der immer beschäftigt sein wollte, eine echte Tortur darstellte.
    Schließlich erreichten sie einige Felsformationen von die Asuka als unmittelbare Ziele vorgab, sie verteilte an sich, Ingvi und Daijai je einen Fels und für Jun blieb die Undankbare Aufgabe des Botenjungen übrig. Er wusste dass Funkgeräte bei diesen Entfernungen nicht mehr einwandfrei funktionierten, wobei der Wind wahrscheinlich sowieso für gehöriges rauschen gesorgt hätte, also musste einer dafür sorgen dass im Ernstfall alle wussten was gerade passierte. Also fügte er sich in sein Schicksal, nickte nur knapp als Asuka die Rollenverteilung beendet hatte und stellte das Glas neben sich auf den Boden.
    Er beobachtete wie die anderen zu ihren jeweiligen Positionen gingen und wartete. Sie hatten kein Zeichen ausgemacht auf das er reagieren sollte, also musste er ständig versuchen alle drei Felsen im Auge zu behalten um nicht etwas das als Signal für ihn gedacht war zu verpassen.
    Während die anderen also ihre Felsen erkundeten wartete Jun auf die Dinge die da kamen, leider kam jedoch erstmal gar nichts. Irgendwann begann er sich zu strecken und sich ein wenig zu lockern, beinahe als würde er sich auf einen Wettlauf oder etwas Derartiges vorbereiten. Natürlich war dies keine Vorbereitung um schneller laufen zu können, Jun war einfach langweilig und er beschäftigte sich. Er versuchte zwar immer noch alle drei Felsen im Auge zu behalten doch je langweiliger ihm wurde desto schwerer fiel ihm diese Aufgabe.
    Während Jun sich imemr wieder dehnte und verbog murmelte er deutlich hörbar vor sich hin. "Hoffentlich kommen die drei bald wieder, möglichst schon mit diesen ominösen Krabbelviechern, ich will hier schnellstmöglich weg."
  5. Kaishira Asuka

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    Wie die anderen machte Asuka sich auch auf den Weg zu ihrem Felsen, der in ihrem Sichtfeld zwischen den beiden anderen emporragte, so konnte sie Daijai und Ingvi im Auge behalten, besonders da Asuka nicht besonders schnell war auf dem sandigen Boden und die Jungs es offensichtlich eilig hatten ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Anführerin nahm sich derweil die Zeit noch einmal den Plan durch zu gehen. Dabei war es einfach simpel: Gebiet sichern, Skorpione fangen, wieder zurück kehren. Sie konnten kaum einen Teil davon nicht erfüllen, hoffte sie, als sie ihre erste Hand auf den Felsen legte und begann empor zu steigen. Erneut Asuka war nicht die sportlichste und brauchte sicher doppelt so lang wie die anderen beiden um die Spitze des Felsens zu erreichen. Einmal oben angekommen klatschte der Wind sie fast wieder runter, doch etwas ungeschickt schaffte Asuka es auf allen Vieren auf dem Stein fest zu halten und sich um zu sehen. „Sand...“, war alles was sie erkannte. Niemand und nichts anderes. Sie nahm sich die Zeit kurz zu verschnaufen, während sie zu den anderen beiden sah Ingvi war bereits auf dem Weg zurück und Daijai... bei genauerem betrachten sah Daijai aus der Ferne fast aus als würde er schlafen. Sie musste sich offensichtlich irren, denn wer schlief mitten bei der Arbeit ein. Kurz sah sich die Gruppenleiterin noch einmal um und machte sich dann an den Abstieg. Die letzten Meter ließ sie sich einfach fallen und kullerte etwas durch den Sand. Schrecklich, sie war einfach nicht für körperliche Arbeit gemacht, andererseits war sie geschickt genug dabei nicht die Kippe aus dem Mund zu verlieren oder diese aus gehen zu lassen, ihre Prioritäten waren was das anging klar! Sie nahm sich noch die Zeit den Sand wieder aus ihrer Kleidung zu schütteln, so gut es ging zumindest und stapfte dann wieder zu Jun zurück. „Gut die Umgebung scheint sicher zu sein, so weit das Auge reicht habe ich nichts, absolut nichts, gesehen“, verkündete sie auf ihre monotone Art und sah zu Ingvi um von ihm zu hören was er gesehen hatte. „Wenn du auch niemand gesehen hast können wir mit der Skorpionsuche beginnen.“ Den dritten Herren hatte sie ganz vergessen.
  6. Rutako Ingvi

    Rutako Ingvi Active Member

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    Als Ingvi bei Jun ankam, war er offensichtlich der erste unter den Genin, der den Weg zurück gefunden hatte. Er dachte noch kurz darüber nach, wie wahrscheinlich es war, dass irgendein feindlicher Ninja Jun überrumpelt hatte und sich jetzt als er ausgab, kam aber zu dem Schluss, dass er das gesehen hätte. Also ging er auf seinen Teampartner zu, während er monoton sagte: "Die Anderen sind wohl noch nicht zurück..." Dann stellte er sich dem als Übermittler gedachten Genin gegenüber und beobachtete einen Moment lang seine Reaktion, und da er sich nicht suspekt verhielt, war sich Ingvi jetzt sicher dem unpünktlichen Jungen von zuvor ins Gesicht zu sehen und nicht etwa einem Feind. Nun schloss er due Augen und drehte sich um. "Ich beherrsche Suiton und das Katane... und du?", fragte er, obwohl jeder Teil seines Körpers anzeigte, dass es ihm egal war. "Natürlich musst du mir nicht antworten, wenn du nicht willst... Ich dachte bloß, es wäre vielleicht besser, wenn wir etwas übereinander wüssten... so als Mitglieder eines Teams." Daraufhin drehte er sich erneut um und sah Jun dieses Mal direkt in die verschiedenfarbigen Augen. Noch immer zeigte sein Gesicht weder Interesse, noch irgendeine andere Emotion. Er sah ihn bloß an und wartete auf eine Antwort.

    Irgendwann kam dann tatsächlich auch die kleine Raucherin. Offensichtlich hatte sie noch nicht den Tod durch Krebs oder starken Reizhusten gefunden. Wie schade. Auch wenn er sie von ihrer Persönlichkeit her eigentlich doch recht lieb gewinnen konnte, sich kurz fassend und scheinbar mit der gleichen Menge an Gefühlen wie er, so war es ihm doch quasi unmöglich, über die Raucherei hinweg zu sehen. Daher begann er seinen Bericht auch erst einmal mit einem kurzen Hustenanfall, der eindeutig echt war, wenn man nach dem Klang ging, aber in Wahrheit nichts weiter als eine einstudierte Nummer, die seinen Vater nie davon hatte abhalten können, den jungen Rutako bis zum Ende seiner Kräfte zu treiben. Doch kaum war der Husten verebbt, bekam die Teamleiterin ihre Antwort: "Ich habe dort weder Feinde noch Skorpione finden können, Kaishira-san... Ich habe eine Schlange getötet, gehe aber davon aus, dass das irrelevant ist." Das war es auch schon. Letzteres hatte er nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da am Ende Asuka zu entscheiden hatte, ob es relevant war oder nicht. An Daijai dachte Ingvi durchaus, allerdings hatte er keinerlei Intentionen, ihn zu erwähnen oder auch nur zu sehen. Da er scheinbar auch Asuka egal war, konnten sie wohl nun beginnen - Irgendwann würden sie ihn eh abholen, warum sollten sie es also früher als nötig tun?
  7. Ryuugu Jun

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    Ingvi war der Erste der wieder bei Jun auftauchte, allerdings war er noch etwas seltsamer als während ihrer bisherigen Reise. Obwohl sie offensichtlich allein waren, stellte Ingvi fest dass die anderen noch nicht zurück waren. Jun zog skeptisch eine Augenbraue hoch, dann zuckte er mit den schultern und schaute sich kurz um. "Jetzt wo du es sagst, du bist wirklich bis jetzt der einzige der wieder da ist." Ein deutlicher sarkastischer Unterton war unmöglich zu überhören, doch als Ingvi kurz umriss welche Fähigkeiten er hatte grinste Jun und schüttelte den Kopf.
    Nach einigen Sekunden zuckte er mit den Schultern und verschränkte die Arme vor der Brust. "Du hast schon recht, vom taktischen Standpunkt her wäre es schon sinnvoll zu wissen was die andern können, nicht dass wir uns noch gegenseitig im weg stehen." Jun deutete auf das Katana das an Ingvis Hüfte hing. "Ich hab ebenfalls den Umgang mit dem Katana gelernt, allerdings bevorzuge ich den Kampf mit zwei Schwertern. Ich hab's nicht so mit Ninjutsus und Genjutsu liegen mir gleich gar nicht, im Taijutsu macht mir aber dafür so schnell keiner was vor."

    Wenige Augenblicke nachdem Jun fertig war tauchte Asuka auf und verkündete dass sie nicht, aber auch wirklich gar nichts, gesehen hatte. Jun seufzte leise und lies den Kopf hängen, natürlich würde er es nicht aussprechen, aber hier war es so langweilig dass er sich sogar über einen Kampf mit einer Grenzpatrouille freuen würde.
    Seine Teamleiterin verkündete dass sie mit der Skorpionsuche beginnen konnten, auch wenn sie voraussetzte dass Ingvi ebenfalls nichts gesehen hatte, allerdings konnte Jun sich nicht vorstellen was Ingvi anderes gesehen haben sollte außer Sand. Und kaum waren Juns Gedanken in seinem Kopf verhallt verkündete Ingvi auch schon dass er außer einer Schlange, die er sinnloserweise getötet hatte, nicht gesehen hatte. Obwohl es eigentlich völlig egal war schaute er zu Ingvi. "Hast du die Schlange wenigstens entsorgt? Wenn eine Patrouille sie findet könnte der Kadaver sie dazu bringen die gegen abzusuchen, ich gebe zu das das recht unwahrscheinlich ist, aber wir sollten auf Nummer sicher gehen."
    Jun schaute in Richtung des Felsens den Asuka vorhin Daijai zugewiesen hatte, räusperte sich leise und deutete dann mit einer beiläufigen Geste auf eben jenen Felsen. "Ähm, ehe wir anfangen diese verdammten Skorpione zu suchen sollten wir vielleicht mal nach Daijai sehen, immerhin scheint er noch nicht mal auf dem Weg hierher zu sein, zumindest sehe ich ihn nicht. Vielleicht hat er ja eine feindliche Gruppe entdeckt oder ist von eben jener Gruppe entdeckt worden, wer weis. Also, Asuka-san, wollen wir alle gehen oder möchtest du nur einen zum nachsehen hinschicken?"
  8. Die Zeit schien an diesem Ort nahezu stillzustehen. Die goldgelben Sanddünen standen bewegungslos starr bis zum Horizont und wurden nur durch sie luftkräuselnde Hitze verzerrt, die den Grat des Firmaments zu verwischen schien. Man hätte sich in dieser Stille wohl leicht vollkommen verlieren können, wenn da nicht der erbarmungslose Richter Sonne am hellblauen Himmel thronte und seine sengende Vergeltung auf jene niederwarf, die glaubten diese Stille sei ohne Tribut. Daijai atmete tief ein und aus. Die warme, trockene Luft rauschte in seine Lunge und schickte ein raues Kribbeln durch seine zunehmend trocknende Kehle.
    Wäre da nicht der allmählich zunehmende Durst, würde Daijai vermutlich die ganze Mission über auf diesem Felsen sitzen und vergessen weshalb er eigentlich hier war. Aber da er in seiner fehl-organisatorischen Hektik vergessen hatte jegliche Form von Proviant mitzuführen, würde ihn der allgegenwärtige Durst schließendlich doch zurück zu den Anderen treiben.
    "Schade...", säuselte Daijai, der sich um sein Nickerchen betrogen fühlte, und sich nun doch mühselig aufraffte um seinen Weg zu seiner Gruppe zurück in Angriff zu nehmen. Nachlässig machte der Junge in dem übergroßen Yukata eine Kehrtwende auf den abgewetzten Hacken seiner Strohsandalen und tappte sorglos auf die Felskante zu, die den Beginn des Abgrunds der Klippe beschrieb, und erst etliche Meter tiefer in einer felszerklüfteten Küstenabschnitt mündete. Noch leichtfüßiger als sein Aufstieg erwies sich der fast schon lustlos anmutende Abstieg für den klettergeübten Jungen aus Kirigakure. Er wusste nicht wie lange er nun gefehlt hatte aber er machte sich auch keine Sorgen das dies etwas Ärger mit seiner Teamleiterin geben könnte - dafür war Daijai einfach zu sehr von Sorgen befreit.
    Nach einer Weile kehrte Daijai also zu seiner Gruppe zurück und hob salopp die Hand zum Gruß. "Da bin ich wieder. Nix los.", fiel seine gewohnt knappe Antwortsweise aus und er schien nach wie vor keine überschwängliche Begeisterung zu empfinden. Mit einer Hand raufte er sich durch die wilde Mähne und schüttelte ein paar einsame Sandkörner aus seinem Haar, die sich vom Wind getragen darin verfangen hatten. Er sah zwischen den Dreien hin und her und erkannte, dass er wohl der Letzte sein musste, der von seiner ihm aufgetragenen Aufgabe zurückkehrte. Hatte er etwas verpasst?
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Mai 2011
  9. Kaishira Asuka

    Kaishira Asuka New Member

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    Asuka war Daijai nur einen kurzen nichts sagenden Blick zu, während das Team los ging um sich nach den Tierchen um zu sehen. Sie hatte absolut keine Ahnung wo Skorpione in einer riesigen Wüste steckten. Am ehesten konnte man sie vielleicht bei den Felsen finden auf die sie geklettert waren. „Ich würde sagen wir teilen uns in zweier Gruppen auf. Rutako-san, du kommst mit mir.“ Sie musterte kurz Jun und Daijai, hatte dann aber kein Problem mit dieser Aufteilung. „Sucht wo immer ihr wollt, wandert aber nicht bis nach Sunagakure. Jede Stunde treffen wir uns wieder unter dem Felsen dort.“ Sie deutete auf den Felsen den sie bestiegen hatte, der genau zwischen den beiden anderen stand. „Lasst einander nicht aus den Augen, man weiß ja nie.“ Sie nahm einen tiefen Zug von ihrer Zigarette und blies den Rauch vor sich in die flimmernde Luft. Sie hatte gehofft das ihre erste Mission so langweilig würde, aber es wirklich zu erleben war dann doch nicht sehr unterhaltsam, auch wenn sie sich keine Sorgen darüber machen musste, dass etwas schief ging. Asuka machte sich, während sie noch die Pros und Cons dieser Mission abwägte, auf den Weg mit Ingvi. Dabei hatte sie kein festes Ziel, sie peilte nur ungefähr ein Haufen Felsen an, den sie in der Ferne sah.
    „Ich habe übrigens gehört das du Suiton und Katana beherrschst“, setzte Asuka zu einem Gespräch an. „Suiton ist ein interessantes Element. Super formbar oder?“ Sie sah hin und wieder zu ihm und dann wieder zu den Felsen. „Taijutsu oder Waffen beherrsche ich auch nicht, du bist echt zu beneiden.“ Man könnte meinen Asuka schmierte ihm Zucker ums Maul, dabei verglich sie sich nur selbst mit ihm und wog Möglichkeiten die sie hätte, wenn sie könnte was er konnte, ab. „Ich übe mich in Doton, Katon und Raiton, seit neustem auch Yoton. Suiton will ich aber auch noch lernen, es ist wirklich ein schönes Element.“
    Die ersten Schatten der Felsformation bedeckten bereits ihre Gesichter. Statt sich weiter auf ihren Kollegen zu konzentrieren ließ sie ihren Blick nun durch die Umgebung streifen. Jede Bewegung könnte ihr Ziel sein, oder etwas anderes gefährliches.

    [[Ihr müsst nur noch auf euren Team Partner warten für Posts, dass Team das als erstes einen Skorpion findet gewinnt! ^^]]
  10. Rutako Ingvi

    Rutako Ingvi Active Member

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    So, Jun beherrschte also den Kampf mit zwei Katana und außerdem noch Taijutsu, während er mit Genjutsu absolut nicht vertraut war... Das bewies doch, dass der erste Eindruck täuschen konnte. Der Shinobi, dem der Rutako gegenüberstand, war doch genau die Art Ninja, die er gut leiden konnte. Doch während er noch Luft holte, um zu antworten, spürte er schon den Rauch in der Kehle, der von einem gewissen Mädchen ausging, das die Mission leitete. Und nach dem Abliefern seines Berichtes war auch Daijai schon wieder da, mit der einfachen Aussage auf den Lippen, dass nichts los war. Nein, ihn konnte Ingvi wirklich nicht leiden. Jun war ein verkannter, guter Mensch, Asuka eine mehr als annehmbare Person, die unglücklicherweise rauchte, aber Daijai schien faul, unaufmerksam und nicht auf sein Auftreten achtend zu sein, was für den Suitonnutzer einfach unausstehlich war. Umso besser fand er die Aufteilung Asukas, nachdem die Gruppe ein Stück weit gelaufen war auf der Skorpionsuche. Solange er nicht mit dem frisurlosen Schwarzhaar zusammen sein musste, war er zufrieden.
    Als Asuka das Gespräch mit ihm begann, hörte er erst einmal bloß zu. Irgendwie gefiel sie ihm, was sie sagte war zwar freundlich, aber wie es sich anhörte, war es nicht so gemeint, sondern eine einfache Aufzählung, etwas, das sie bemerkte, auch wenn sie es formulierte, als würde sie es bewundern. Auf ihre Zwischenfragen reagierte er überhaupt nicht, hielt seinen Blick starr auf das Ziel gerichtet, hörte jedoch trotzdem genau zu. Erst als sie sagte, dass Suiton ein schönes Element war, klang sie, als hätte sie geendet, daher antwortete er: "...Es ist wirklich schön. Wobei man mit vier Elementen natürlich etwas besser ausgestattet bist, besonders, wo du doch Yoton beherrschst. Eines Tages will ich Hyouton können..." Bei diesem Satz verschränkte er die Arme hinter dem Nacken und richtete seinen Blick gen Himmel, man könnte fast meinen, dass er etwas verträumt war. Hier war es nicht ganz so heiß, schließlich wurden die beiden nun vom Schatten der Felsen verdeckt und die Sonne knallte nicht länger so stark. Nun ließ Ingvi langsam die Hände wieder sinken und steckte sie in die Jackentaschen. "Aber zuvor möchte ich noch meine ganz eigene Kampftechnik entwickeln, mit persönlichen Jutsu und so, ein berühmter Shinobi braucht so etwas, nicht wahr, Kaishi-... Asuka?" Am Ende, als er den Namen, den er sagen wollte, unterbrach, um den Namen zu wählen, den sie bevorzugte, konnte man eindeutig hören, dass er sich dabei unwohl fühlte. Allerdings ließ er seinem Gegenüber nicht genug Zeit, darüber nachzudenken, da im nächsten Moment bereits drei Kunai aus seiner Tasche im Sandboden ein paar Meter vor ihr steckten, wobei ein kleiner Schatten zwischen ihnen hinweghuschte. "Ach, nicht getroffen...", murmelte der Rutako, und fuhr dann an Asuka gewandt, aber ohne jeden Vorwurf in der Stimme, fort: "Wenn man nach etwas Gefährlichem sucht, sollte man stets bemerken, was vor einem liegt... nur so nebenbei." Anstalten, dem kleinen Tierchen hinterherzujagen, machte er nicht - trotz des Schattens war die Hitze immer noch nicht auszuhalten, und sich jetzt bei der Jagd zu überanstrengen, hielt er wirklich nicht für notwendig. Mit Katon, Doton und Yoton war Asuka für derartiges in der Wüste eindeutig besser geeignet als er.
  11. Ryuugu Jun

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    Jun schaute Daijai ein wenig skeptisch an als dieser wieder auftauchte, hatte der Kerl nicht gesagt es wäre seine erste Mission? Wenn er sich da korrekt erinnerte dann war der Junge entweder ein bisschen unehrlich und hatte schon wesentlich mehr Missionen hinter sich, war aus anderem Grund bereits extrem abgebrüht oder er hatte einfach noch nicht erkannt dass das hier verdammt schnell verdammt ernst werden konnte.
    Asuka gab in ihrer bereits gewohnt knappen Art Befehle aus und ging dabei nicht weiter auf Daijais Verspätung ein, etwas das Jun an ihrer Stelle noch erledigen wollte sobald er mit Daijai allein war.
    Bevor er sich in Bewegung setzte nickte Jun Asuka zu und deutete ein kurzes Salutieren an. "Alles klar. Keine Sightseeing Touren, jede Stunde wieder hier und aufeinander aufpassen." Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein breites grinsen ab. "Viel Spaß bei der Suche nach den Viechern." Anschließend drehte er sich um und marschierte, von Asuka und Ingvi aus betrachtet, in die entgegensetzte Richtung.
    Einige Minuten nachdem das Team sich getrennt hatte schaute Jun zu Daijai und räusperte sich. "Nur mal so als Denkanstoß: Ich denke du solltest unseren job hier etwas ernster nehmen. Wenn du nicht zum verabredeten Zeitpunkt am Treffpunkt bist müssen wir davon ausgehen dass irgendwas passiert ist. Wir müssen uns nicht verrückt machen, aber trotzdem ist und bleibt das hier ne Mission." Jun hoffte dass er nicht zu sehr wie ein Lehrer geklungen hatte, er wollte Daijai schließlich nur ein wenig zum nachdenken bringen.
    Als sie sich einigen flachen Felsformationen näherten schaute Jun zu Daijai, kratzte sich am Hinterkopf und seufzte deutlich hörbar. "Sag mal, hast du irgendeine Ahnung wo und wie wir diese Skorpione aufspüren sollen?" Jun hatte wirklich keine Ahnung wo er mit der Suche anfangen sollte, es schien ziemlich sinnlos die Wüste umzugraben oder zwischen Steinen umher zu kriechen. Vor allem da er ja nicht mal etwas über die verhaltensweise der gesuchten Tiere wusste, er hatte also nicht mal den Anflug einer Idee wo die Skorpione sein konnten.
  12. Kaishira Asuka

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    „Stimmt, aber auch wenn die Mission recht langweilig ist, wollte ich den Kopf nicht hängen lassen“, sagte sie scherzend, dennoch in ihrer gewohnt monotonen Art. Ihr Blick hielt an einem kleinen Loch in den Felsen. „Meinst du Skorpione sind da drin?“ Bei ihrem Glück war es eher ein Haufen Spinnen, Schlangen oder Mäuse. Das Loch war gerade groß genug, das eine Person rein passte. Abschätzend verglich sie ihren Mitstreiter und das Loch noch einmal, er müsste rein passen. Asuka entschied sich dennoch erst einmal ein Blick hinein zu werfen. Viel war nicht zu sehen, das Loch reichte von etwa der Höhe ihrer Köpfe, ins dunkel des Erdreichs herab, nicht besonders einladend, sollten aber Skorpione irgendwo in der Gegend sein, war es nicht unwahrscheinlich, dass sie dort rein waren und wegen den steilen Wänden nicht wieder heraus kamen. Kurz um es könnte eine Skorpiongoldgrube sein! „Ich kann den Boden nicht erkennen“, berichtete sie und zog ihren Kopf wieder aus dem Loch um zu Ingvi zu sehen. „Vielleicht sind hier drunter Höhlen oder es ist einfach nur ein tiefes Loch.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Wenn wir uns hier oben umgesehen haben können wir ja wieder darauf zurück kommen.“
    Die Suche im Sand ging also, weiter. Asuka versuchte diesmal mehr darauf zu achten wo sie hin trat, doch immer wieder ließ sie ihre Augen von einem der vielen Löcher in den Steinwänden zum anderen schweifen. Es waren fast zu viele um sie nur auf Erosion zurück zu führen, besonders da Wind und Sand nicht so tiefe Löcher verursachten. Woher kamen sie aber sonst?

    Nach gut einer halben Stunde hatten die Zwei die Felsen einmal umrundet und auch fast in jede Ecke geschaut. Ergebnis: 2 Schlangen, 3 Spinnen, kurz eine vorbei huschende Maus aus dem Augenwinkel gesehen und 0 Skorpione.
    Genervt schob sich Asuka den Schweiß von der Stirn, eine Zigarette in den Mund und lehnte sich an eine der Feldwände. „Wir haben einfach kein Glück“, seufzte sie. Die Anstrengung ließ dabei etwas Gefühl mit in ihre Stimme, aber nicht zu viel. Ein Blick auf ihren MP3-Player verriet, dass die Beiden noch dreißig Minuten hatten, bevor sie sich wieder mit den anderen treffen wollten. „Also wollen wir die Höhlen mal von innen betrachten?“ Sie war einerseits neugierig, außerdem schien es kühler in diesen Löchern.
  13. Rutako Ingvi

    Rutako Ingvi Active Member

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    Nachdem er zusammen mit der Kaishira eine halbe Stunde Zeit mit Suchen verschwendet hatte, ohne einen weiteren Skorpion zu finden - und ohne den ersten daran hindern zu können, zu entwischen, wenn es denn wirklich einer gewesen war - schlug die Teamleiterin vor, dass sie doch in eines der Löcher kriechen sollten. Nun, so gut diese Idee auch war, so war sich der Rutako doch nicht ganz sicher, ob er in eine Höhle mit nicht erkennbarem Boden steigen wollte, die wahrscheinlich angefüllt war mit hochgiftigen Tieren, sie sie jagen sollten, weil es noch kein Gegengift für sie gab. Vielleicht war er aber auch einfach nur übervorsichtig.
    Dennoch entschied er sich dafür, dass es wohl besser war, seine Sorgen in Worte zu fassen, weswegen er sich an Asuka wandte. "Ehrlich gesagt halte ich es nicht für eine gute Idee, in eine der Höhlen zu kriechen. Immerhin haben wir es mit einem starken Gift zu tun, gegen das wir noch kein Gegenmittel haben. Müssen wir sie denn lebendig fangen?" Bei diesen Worten schloss er die Augen und senkte den Kopf, eindeutig nachdenklich. "Ansonsten könnten wir die Viecher, wenn du das denn kannst, innerhalb der Höhle abfackeln... Die Entscheidung liegt aber natürlich nicht bei mir, Kai-... Asu... ka..." Auch wenn er keine Miene verzog, merkte man eindeutig, wie schwer es ihm fiel. Wie sehr bevorzugte er es doch, Leute mit ihrem Nachnamen anzusprechen - das war weit weniger vertraut, und verhinderte jede Art persönlicher Bindung. Außerdem kam es ihm weit höflicher vor, was für Ingvi ein sehr wichtiger Faktor war. Wieso musste sie es ihm bloß so schwer machen? Hatte sie denn gar kein Mitleid?
    Natürlich machte sie das fehlende Mitleid für ihn nur noch sympathischer, eigentlich war sie ziemlich perfekt, würde sie nicht rauchen. Und auch ihre mangelnde Körpergröße war eindeutig nicht sein Ding... nicht, dass er unter anderen Umständen irgendein Interesse an ihr haben würde. Für ihn waren derartige zwischenmenschliche Beziehungen vollkommen wert- und sinnlos und daher absolut nicht erstrebenswert. Interesse an einer Freundschaft mit dem Mädchen war jedoch durchaus vorhanden. Vielleicht sollte er sich noch einmal nach dieser Mission mit ihr treffen...
    Derartige Gedanken hatten mit seiner jetzigen Situation jedoch rein gar nichts zu tun, daher konzentrierte er sich darauf, was die Kaishira ihm antworten würde. Immerhin war diese Antwort sehr wichtig für den weiteren Verlauf, und eventuell auch über das Leben eines der beiden, oder sogar über alle beide. An Druck dürfte es der Leiterin nun also nicht mangeln, wenn sie dies realisiert hatte. Fragte sich nur, was sie dazu sagen würde...
  14. Kaishira Asuka

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    „Natürlich können wir sie nicht töten“, erwiderte Asuka recht schnell und sah in ihrer Tasche nach fackeln oder etwas ähnlichem, da sie wie immer für fast jeden Fall gut vorbereitet war, war dies auch kein Problem. Die Entscheidung war recht schnell getroffen. Asuka hatte alle Pros: Es war kühler, und alle Cons: Sie könnten sterben, sich für immer verlaufen, verhungern und nicht pünktlich zum Abendessen zurück sein, abgewogen und sich klar für das in die Höhle steigen entschieden. „Ich schmeiße erst einmal die Fackel rein und wenn dort unten genug Platz ist um rein zu klettern, machen wir das“, verkündete sie und beugte sich erneut in das Loch um die Lichtquelle vorsichtig fallen zu lassen. Kurz huschte sie an einigen kleineren Löchern in der Wand vorbei, bevor sie leise auf dem Boden des Lochs aufschlug. Das Loch, oder eher der Tunnel schien ca. zehn Meter tief zu gehen, bevor er auf ein größeres Höhlensystem traf. „Sieht ganz gut aus“, rief sie mehr in die Höhle hinein als zu Ingvi. Sie sah sich noch etwas um, dann zog sie den Kopf wieder heraus. „Ich würde sagen ich gehe vor, komm du direkt nach wenn ich unten angekommen bin.“ Mit diesen Worten zwängte Asuka sich mit den Füßen voraus in das Loch.
    Man konnte hören wie ihr leichter Körper wenige Augenblicke später auf dem Boden aufschlug. „Ouch“, leicht wackelig auf den Beinen richtete Asuka sich auf und nahm die Fackel um damit etwas zur Seite zu gehen. Dabei ließ sie diesmal nicht die Augen vom Boden ab. Nach einigen weiteren Augenblicken erhob sie ihre Stimme noch einmal: „Alles in Ordnung, noch sehe ich nichts gefährliches!“, rief sie hoch zu ihrem Kollegen. Dann schwenkte sie die Fackel noch einmal durch den Raum um sich noch einmal zu vergewissern, dass sie auch die Wahrheit sagte. Wirklich alles war in Ordnung, auch wenn seltsame Schatten gerade so außerhalb des Lichtes umher zu flitzen schienen. Für Asuka waren dies klar die gesuchten Skorpione!
  15. Rutako Ingvi

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    Töten konnten die beiden die Skorpione also nicht... Wie schade, war es doch der einfachste Weg. Und der sicherste auch. Aber da sich diese Option aus irgendeinem Grund nicht bot und Ingvi den Teufel tun würde, seiner Teamleiterin zu widersprechen, ließ er sie ihre Fackel in die Höhle schmeißen und ihr gleich hinterher steigen... oder eher hinterher fallen. Mit einem Stöhnen setzte er sich direkt vor dem Loch in den Sand und zog sich an den Rand, wo er die Beine hinein hielt. Dann duckte er sich unter dem Gestein über ihm hindurch und tastete nach zwei Stellen, an denen er sich festhalten konnte. Kaum hatte er diese gefunden, konzentrierte er sein Chakra an den Füßen, stieß sie gegen den unter ihm liegenden Bereich der Höhlenwand und zog sich hinein.Dabei blieb der Rutako allerdings gleichzeitig geduckt und in den Knien, was ziemlich ungemütlich war, damit er sich nicht den Kopf stieß, und tastete dann, wie weit er sich aufrichten konnte. Erst nachdem er nur noch leicht gebeugt horizontal an der Höhlenwand stand, machte er sich langsam auf den Weg nach unten, dem Licht der Fackel folgend. "Ich wusste doch, dass sich das Kinobori irgendwann auszahlen würde...", murmelte der Genin, ehe er den Übergang von Wand auf Boden machte und sich neben Asuka stellte. Den Geräuschen nach zu urteilen, die er zuvor gehört hatte, war doch eine gewisse Frage angebracht, welche er nun auch stellte: "Ich habe dich aufkommen hören... Geht es dir gut, Kaishira-san?" Jedem anderen hätte man an dieser Stelle wahrscheinlich Besorgnis angesehen, bei Ingvi war jedoch eindeutig, dass er nicht aus persönlichem Interesse fragte. Dass es bloß aus Höflichkeit war, würde niemand erkennen können, wie geschult er in menschlichem Verhalten auch war, aber da sich Ingvi sogleich wieder abwandte, war das auch nicht weiter wichtig.
    Nun wanderte sein Interesse von der Teamkameradin auf die Höhle, die die beiden gerade umgab. Die Wände waren karg und trist, der Raum war dunkel und von der Hitze, die draußen herrschte, war hier nichts zu spüren. Ingvis Ansicht nach war dieser Ort perfekt. Dass der Boden fast vollkommen von Sand bedeckt war empfand er als nervig, da dieser auch in die Sandalen drang, welche er trug, aber ohne ihn würden die vielen Schritte, die irgendwelche kleinen Tiere verursachen mussten, überhaupt nicht gedämpft werden, und das wäre einfach nur nervig. Ein wenig Dankbarkeit erntete der Bodenbelag also, doch schnell wurde das Ziel des Interesses eine der Schrittquellen. Die huschenden Schatten waren scheinbar in ziemlich hoher Anzahl vorhanden, er hatte also die freie Wahl. Das Gefäß, das Asuka ihm gegeben hatte, wurde hervorgeholt, und ein Schatten ins Visier genommen. Bald darauf ließ der Rutako einen Sprung sehen, welcher gezielt auf drei Zentimeter vor dem Wesen losging und exakt die Stelle traf, die getroffen werden sollte. Durch die korrekt berechnete Geschwindigkeit und gut erkannte Laufbahn des Ziels befand sich innerhalb des Glases ein kleines, hellbraunes Wesen mit Fell und Zähnen, die leicht sichtbar waren. Nein, ein Skorpion war das nicht - Ingvi hatte eine einfache Maus gefangen. Und das war noch nicht alles, nur einige Zentimeter vor seinem Gesicht huschte Etwas rotes vorbei, das kaum größer war als seine Hand und einen Stachel hatte. Welch ein Pech.
    Seufzend stand er auf und ging zu Asuka zurück, wobei er die Maus in die Hand nahm und den Behälter wieder in seine Jackentasche steckte. Als er die Hand wieder herauszog, befand sich ein Kunai darin, welches er vor die Maus hielt. "Kaishira-san, die darf ich doch wohl umbringen, oder?" Ohne auf die Antwort zu warten, schnitt der Junge den Kopf des kleinen Tieres ab und warf den Rest weg, ein paar Zentimeter außerhalb des Lichtscheins der Fackel. Kurzes Kichern von seiner Seite war hörbar, ehe er mit einer sehr arroganten Stimme eine Kleinigkeit über sich selbst preisgab: "Weißt du, ich interessiere mich wirklich sehr für den Tod. Er ist etwas Faszinierendes... Ich wünschte, ich wüsste, wie es sich anfühlt, einen Menschen zu töten. Wenn ich erst einmal Jonin bin, werde ich sicher einige Missionen erhalten, auf denen ich genau das tun kann..." Sein Blick richtete sich auf die Decke der Höhle, welche aufgrund ihrer niedrigen Lage noch ins Fackellicht getaucht war, und dann direkt in die Augen Asukas. Ehrfurcht vor dem Tod zeigte sich bei keinem von ihnen, und die Frage glitt sanft über die Lippen des Shinobi: "Du hast bestimmt auch noch nicht getötet, Kaishira-san, nicht wahr?"
  16. Offensichtlich gab es wohl nichts nennenswertes was er verpasst haben könnte. denn bis auf die Tatsache das man von ihm lediglich mit flüchtigen Blicken Notiz nahm, ging man nicht weiter auf ihn und sein verspätetes Erscheinen ein. Wo kein Kläger - da keine Klage, hieß es doch so schön, und Daijai konnte den Umstand mit einem Schulterzucken dabei belassen. Der Junge mit der wilden Stachelmähne schob seine Arme in die gegenüberliegenden Ärmel um sie so vor der schmalen Brust zu verschränken. Teilnahmelos lauschte er den neuen Anweisungen seiner Teamleiterin, die die Gruppe in zwei Zweier-Teams aufteilte. Daijai fiel dabei die Begleitung durch den merkwürdigen Kerl mit den dualen Augenfarben zu. Da hatte ihn wahrlich das geringste Übel getroffen; da er Jun wenigstens als den potenziell Sympathischsten seiner Teamkollegen einschätzte. Ob es im umgekehrten Sinne auch so war, war natürlich eher fraglich, angesichts der nach wie vor fast schon geistesabwesenden Präsenz Daijai's, der fast schon wieder versucht war Löcher in die Luft zu starren.
    Er verpasste den Zeitpunkt indem Asuka und Ingvi sich auf den Weg machten, und somit ihn und Jun alleine ließen. erst als der Junge mit dem deutlich gezähmteren Haarschnitt ihm einen verbalen Denkanstoß zuwarf, richtete Daijai seinen Blick auf den Anderen. Kopfkratzend schien er eine passable Antwort zu ersuchen und sprach diese dann mit schuldunbewußter Ruhe aus: "Naja... ich hab kein gutes Zeitgefühl. Und es ist so warm hier." Inwiefern dies eine plausible Ausrede oder Erklärung darstellen sollte, blieb wohl oder übel der Fantasie Jun's überlassen. Daijai erkannte auf jeden Fall kein alzu großes Problem darin ein oder zwei Minütchen zu spät gekommen zu sein; auch wenn es tatsächlich eher zwölf Minuten waren. Zeitgefühl eben.
    Daijai ließ unterwegs die Arme wieder auseinanderfahren und reglos an seinem Körper herabbaumeln. Matt blickte er Jun entgegen und hob zum Ausdruck seiner eigenen Ratlosigkeit die Schultern. "Hm. Unter Steinen?" So beiläufig und lustlos diese eingeworfene Antwort in diesem Moment auch klang, so ernst war sie eigentlich gemeint. Denn Skorpione gab es auch in den tiefen Wäldern seiner Heimat. Dort krochen die tropischen Schalentiere auch zumeist bodennah unter irgendwelchen Steinen und Baumstämmen herum. Aber Baumstämme gab es hier keine - daher blieben nach seinem einfachen Verständnis natürlich nur die Steine.
  17. Ryuugu Jun

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    Daijai war irgendwie ein ziemlich seltsamer Typ, er tat Juns Ratschlag relativ gelassen ab und rechtfertigte sich mit einem Schechten Zeitgefühl und den hohen Temperaturen. Irgendwie war das doch eine sehr seltsame Antwort, das schlechte Zeitgefühl konnte er ja noch verstehen, aber die Temperaturen waren doch nicht nur rund um ihn so hoch, sie alle litten mehr oder weniger unter der Hitze, das war also keine wirklich gute Ausrede. Doch egal wie gern er den Stachelhaarigen Jungen genauer befragt hätte, irgendwie hatte er das Gefühl dass nicht mit einer besseren Antwort zu rechnen war.
    Und wie um diese unausgesprochene Vermutung zu bestätigen antwortete Daijai auf die Frage wo die Skorpione vielleicht sein konnte mit der Annahme dass sie unter Steinen saßen. In einem Punkt musste Jun ihm recht geben, es gab eine gewisse Chance dass die Viecher unter einem Stein saßen, aber in der Wüste suchten praktisch alle Tiere schutz vor der Sonne, also war alles was Schatten spendete ein gutes Versteck. Trotzdem zeugte die Antwort, zumindest soweit Jun das beurteilen konnte, weder von großem Interesse noch von gehobenem Intellekt.
    Er seufzte leicht, er sollte seinen Begleiter wohl nicht direkt verurteilen, immerhin machte die Hitze ihnen allen zu schaffen und da fiel auch das Denken nicht wirklich leicht, er war ja selbst nicht auf mehr als Steine und Höhlen gekommen.
    Schließlich nickte Jun Daijai zu und schaute ihn leicht grinsend an. "Na los, dann wollen wir mal jeden Stein umdrehen und in jede kleine Höhle einen Blick werfen." Augenblicklich machte der Genin sich auf den Weg zu einer kleinen Felsforation und begann, relativ Planlos zu suchen. Er winkte Daijai zu und deutete auf einige großen Steinen die nicht weit entfernt lagen. "Schau mal ob du da drüben was findest." Sofort machte er sich weiter daran unter Steinen, in Ritzen und Löchern nach den Skorpionen zu suchen, vielleicht hatte er ja Glück.
  18. Auch wenn die Begründung durch ein schlechtes Zeitgefühl zu spät zurückgekehrt zu sein, durchaus seine Wahrheit besaß, so war das lustlos angefügte klagen über die schwellende Hitze der hochstehenden Wüstensonne mehr eine Ausrede gewesen. Nicht weil es sie alle gleichermaßen betraf und daher keinen individuelle Benachteiligung darstellte, sondern weil Daijai schlichtweg keine Probleme mit einer solchen Hitze hatte. Seine Haut besaß eine merklich dunklere Nuance als die meisten die er bisher in Soragakure gesehen hatte, und verlieh ihm so schon eine gehobenere Resistent gegen die unbarmherzigen Strahlen des gleißenden Himmelkörpers. Aber auch bot seine luftige, überweite Kleidungswahl ein schön geregeltes Eigenklima, während es dennoch nahezu alle Fläche seiner Haut bedeckte. Ein Prinzip welches viele Wüstenbewohner nicht aus Zufall anwandten.
    Schließendlich war die Argumentation über die Hitze lediglich nicht vollständig von dem wortkargen Jungen mit der Stachelschweinfrisur ausgeführt worden. Es war heiß, ja. aber nicht die Hitze setzte ihm zu, sondern schlichtweg das wabernde Phänomen der thermalen Luftverwirbelungen hatten ihn in seinen Bann gezogen. Aber da Daijai keine Lust verspürte weit auszuholen und genauer darauf einzugehen, spuckte er einfach ein paar mehr oder minder nützliche Wörter aus. Es war ihm sozusagen auch relativ egal was sein gegenüber über ihn dachte.
    Daijai streckte die Arme in die Luft als er sich streckte; dabei flossen die überweiten Ärmel seines Yukata zurück und offenbarten, dass er seine Bewaffnung an Kunai um die Unterarme geschnallt trug. "Ja, dann los.", murmelte er leise, als würde er sonst wieder einschlafen. Dann machten sich die Beiden auch endlich auf die Suche und begannen recht schemalos zwischen den Felsformationen umherzukriechen und nach den mehrbeinigen Insektoiden Ausschau zu halten. Jun gab ihm eine indirekte Anweisung wo er sich denn mal nach den Skorpionen umsehen sollte und dirigierte Daijai zu einer Ansammlung verschiedengroßer Felsen. Daijai gehorchte kommentarlos - allein schon weil er dadurch nichts zu sagen brauchte. Prüfend umschritt er einen der größeren Felsbrocken und musterte diesen bedächtig. Moment. Daijai hielt inne und hob argwöhnisch die Augenbrauen in die Höhe als völlig unvermittelt nahe der Steinkante ein kleiner Skorpion der Sorte saß die sie suchten. Das war ja einfacher als gedacht! Daijai raffte seinen linken Ärmel hoch und zog mit der rechten Hand einen der brünierten Kunai hervor, mit welchem er in die Hocke gehend den kleinen Skorpion anstubste um zu überprüfen ob es überhaupt ein lebendes Exemplar war. Es zuckte und öffnete seine kleinen Scheren in einer bedrohlichen Gebärde, während er sich dem unmittelbaren Angreifer stellte. Daijai grinste unter seinem Mundschutz und lehnte sich zur Seite um an dem Felsen vorbei zu Jun zu spähen. "Hey!", rief er diesen um ihn seinen schnellen Fund zu präsentieren. Doch als Daijai nochmals nach dem kleinen Tier sah, erblickte er gerade noch wie dieses sich unter den großen Felsen verzog und ihn mit seinem Kunai zurückließ. Daijai fuhr fassungslos hoch und zischte genervt über das flüchtige Getier. Dann fiel ihm ein, dass er gerade Jun angerufen hatte um ihn auf seinen Fund aufmerksam zu machen - da musste er die Kurve kriegen, wenn er nicht unnötig dumm dastehen wollte. "Äh... hast du schon was gefunden?", wandte er seine Absicht geschickt um. Es interessierte ihn zwar nicht wirklich, da er ohnehin in der Annahme ging, dass Jun schon Bescheid sagen würde, wenn er etwas fing. Daijai blickte derweil wieder den großen Felsen an, unter den sich sein Fund eben verzogen hatte. Er war bedeutend zu groß um bewegt zu werden - verdammt.
  19. Ryuugu Jun

    Ryuugu Jun New Member

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    Nachdem sein Partner sich in die Richtung des Felsens den Jun vorgeschlagen hatte davon machte hatte er endlich Zeit selbst mit der eigentlichen Suche anzufangen. Er warf prüfende Blicke in kleine Löcher die Sand, Wind und Zeit in den massiven Felsen gefressen hatten, doch meistens fand er rein gar nichts. Einige Löcher entpuppten sich zwar als Höhlen, die vermutlich auch Lebewesen beherbergten, allerdings war es darin Stockfinster, was bedeutete dass man rein gar nichts sehen konnte und wer wäre schon so dumm auf der Suche nach einem hochgiftigen Tier die Hand in ein unbekanntes Loch zu stecken?
    Irgendwann ging Jun dazu über unter kleinen und mittleren Steinen zu suchen, allerdings traf er auch dabei nur selten auf etwas Lebendiges. Meistens schreckte er Käfer und kleines Eidechsen hoch, eine etwas größere Spinne war auch dabei, aber kein Skorpion. Unter einem großen, sehr flachen Stein fand er eine Art tote Maus oder zumindest etwas das so ähnlich aussah. Auf der Maus krabbelten unzählige weiße bis durchsichtige Ameisen umher und nagten den kleinen Kadaver ab. Jun fragte sich ob die Ameisen die Maus getötet hatten oder ob sie lediglich Aasfresser waren und die Überreste des kleinen Tieres jetzt vertilgten. Wenn sie die Maus wirklich getötet hatten war das beachtlich, immerhin war sie um ein vielfaches größer als jedes der winzigen Insekten. In seinem Kopf lief ein kleiner Film ab in dem die Ameisen wie kleine Soldaten mit geplanten Attacken, Ablenkungsmanövern und Flankenangriffen gegen die Maus vorgingen und sie langsam aber sicher einkesselten. Schließlich schüttelte er jedoch grinsend den Kopf und stand auf. "Blödsinn, nur Menschen führen Krieg. Wenn die Ameisen die Maus wirklich angegriffen haben dann einfach alle gleichzeitig und dass war’s dann auch schon. Auch wenn so ein Was-wäre-wenn Gedankenspiel lustig ist, die Realität sieht ganz anders aus."
    Leicht grinsend führte Jun seine Suche fort und entdeckte im Schatten eines alten, seit langem vertrockneten Busches ein kleines mit Scheren bewehrtes Etwas. Er ging langsam darauf zu und inspizierte das Tier skeptisch, es war definitiv ein Skorpion, die Größe kam auch hin, aber die Farbe stimmte nicht, das Vieh hier war fast schwarz und hatte nur einen ganz leichten roten Schimmer. Innerlich verfluchte Jun das Vieh dafür dass es nicht die richtige Farbe hatte, aber dann kam ihm eine Idee. Vielleicht war der hier ja mit dem gesuchten Skorpion verwandt und würde seinen Zweck erfüllen. einen versuch war es zumindest wert. Langsam ging er vor dem Tier in die Hocke und schaute es ruhig an. Die Scheren des Skorpions klappten bedrohlich auf und zu und der Schwanz zuckte schnell hin und her, offensichtlich war Juns kleiner Gegner kampfbereit. Plötzlich schoss die Hand des Shinobi vor, packte mit zwei Fingern den Schwanz und hob das kleine Monster hoch. Mit der anderen Hand holte er das Glas von Asuka heraus, öffnete es und lies den Skorpion hineinfallen.
    Jun betrachtete seine beute mit einen typischen Gewinnerlächeln als Daijai plötzlich nach ihm rief und fragte ob er was gefunden hatte. Ein wenig unsicher hob er das Glas, hielt es in Daijais Richtung und zuckte mit den Schultern. "Vielleicht, ich bin mir nicht so richtig sicher, Asuka-chan kann uns sicher sagen ob das Vieh hier als Erfolg durchgeht oder halt nicht." Sein Blick richtete sich auf den Himmel und er schätze dass sie locker schon eine halbe Stunde hier waren. "Was meinst du, wollen wir weiter suchen oder zum Treffpunkt gehen und warten was Asuka zu meiner Beute sagt?"
  20. Kaishira Asuka

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    „Um so mehr Tiere du umbringst um so mehr Spuren hinterlässt du, aber wenn du anfangen willst sie alle in deine Taschen zu packen darfst du gerne“, meinte Asuka und sah sich weiter um. Mit ihrer Fakel sah sie in einen der vielen Tunnel die von der Höhle aus in den Untergrund liefen. Weit entfernt hörte sie fließendes Wasser. „Aber verständlich dass du so neugierig bist“, erzählte sie weiter, „Bevor ich das erste mal getötet habe war ich auch neugierig wie es ist.“ Nach einem langen Zug von ihrer Zigarette sah sie zu ihrem Kollegen und sah sich in seiner Richtung um. Am Rande ihres Blickfelds huschte wieder irgend ein Tier vorbei. Es klang wie ein großer Krabler. Sofort schwenkte sie die Fakel herum und sah etwas Rotes in ein Loch huschen. „Tiere töten ist ganz anders als Menschen töten, es ist einfacher.“ Sie ging in die Hocke und leuchtete mit der Fackel ins Loch, am anderen Ende saß Tatsächlich das Tier nach dem sie suchten und zuckte mit seinem Stachel vor und zurück in Richtung Asuka. „Ah das erste Mal war einfach, da war ich aber noch zu jung um es genau zu verstehen. Somit war das zweite Mal schwer.“ Der Skorpion war irgendwie ziemlich sauer und Asuka hatte auch keine Lust da rein zu greifen, stattdessen blies sie eine dicke Wolke Rauch in das Loch. „Vielleicht bist du auch noch zu kindlich um es zu verstehen.“ Sie platzierte das Glas für das Ding neben sich und legte auch die Fakel an den Eingang des Lochs um beide Hände frei zu haben. Einen Moment lang überlegte sie wie sie den Skorpion am besten da raus bekam, dann blies sie erneut Rauch hinein, was nur erfolgreich den Skorpion wütender machte. „Um zur Mission zurück zu kommen, hast du eine Idee?“ Im selben Moment in dem Asuka das fragte hatte sie selbst eine Idee! Kurz sah sie in ihre Tasche, holte eine Flasche Wasser heraus und leerte diese vor sich aus. Die leere Flasche verschwand wieder in ihrer Tasche und dann formte sie ein paar Handzeichen, sah noch einmal nach das weder sie noch Ingvi im Wasser standen und legte dann die Hände auf das Wasser. „Raiton: Bakuhatsu!“ Kurz sah man ein Blitz durchs Wasser zucken dann war es vollbracht. Der Skorpion ließ den Stachel hängen und spreizte die Beine in alle Richtungen. „Hoffentlich ist er nicht tot.“ Vorsichtig streckte sie ihren Arm in das Loch, packte das Tier an seinem Schwanz und stopfte es ins Glas. Kurz schütteln und er zuckte wieder. „Wenn man stark genug ist, besiegt man seine Gegner ohne sie zu töten.“ Man konnte beinahe ein kleines schmunzeln im schwachen Licht der Fackel erkennen, doch nach dem nächsten Zug von ihrer Zigarette war dies wieder von Asukas Gesicht verschwunden.
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