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Isuzu Himeko

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Natürlich war Hime-chan als erstes mit ihrem Kuchen fertig, weshalb sie keine Probleme hatte, ihren beiden Mitstreitern – dem Kuscheltiger und ihrem Nahrungsversorger ein aufrichtiges, scheues Lächeln zu schenken, ob des Kompliments wegen ihres Gebäckes. Hätte sie geahnt, dass ihre beiden Partner keine Pfirsiche mochten, hätte sie sicherlich irgendwas anderes gemacht, oder sich wortreich dafür entschuldigt, dass sie das nicht geahnt hatte, aber so konnte sie den Segen der Unwissenheit genießen, ohne sich ein schlechtes Gewissen machen zu müssen – einfach super! »Das, ähm, das ist, also, äh, v-vielen Dank. Der ist, ich habe, also, selber gemacht...« Gab sie letztendlich zu verstehen, obwohl sie das ja eigentlich schon mal angemerkt hatte... aber ob das bei ihrer unfassbar klaren und prägnanten Ausdrucksweise auch jeder mitbekommen hatte, blieb schließlich zu bezweifeln, deshalb noch mal die Info: Das Teil war selber fabriziert! Mit Liebe drin, so! Selbstverständlich wartete sie geduldig ab, bis die beiden mit dem Futtern fertig waren, in denen sich Himeko wirklich anstrengen musste, ihrer Partnerin nicht einfach träumerisch über den feuerroten Schopf zu fahren, aber irgendwie brachte sie es fertig, ihr Patschehändchen still zu halten und sogar nicht los zu summen war noch drin! Das war wichtig: Wenn Himeko sich nicht hätte beherrschen können, wären den Seeleuten im Umkreis von bestimmt 200 Seemeilen die Trommelfelle quasi prophylaktisch geplatzt, um dieses Grauen nicht miterleben zu müssen, ihre Hände hätten sich reflexartig an die Köpfe geheftet, die Werkzeuge dabei selbstverständlich fallen gelassen, wodurch die ganzen Boote mit einem Schlag in ihre Einzelteile zerfielen und alle Seeleute inklusiver der Nahrungsmittelfracht nach Afri- in einige ärmere Länder in den Tiefen des Meeres versänken – und schon wäre der unabsichtlichste Genozid der Menschheitsgeschichte produziert; also kein Summen!
Ihre Nachricht allerdings schien nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen, denn die erwartete Reaktion, von der das Mädchen irgendwie selber nicht so wirklich wusste, wie sie aussehen sollte, blieb einfach aus – es passierte eine Weile gar nichts, bis sich Moe ins Reich der Träume verabschiedet hatte. Erst danach kam eine Reaktion auf ihre stumme Frage, die aber dennoch anders ausfiel als erwartet: Er hatte gar nicht mitbekommen, was sie von ihm wollte?! Dabei konnten Eulen vermutlich auch nicht helfen, denn in ihr reifte der Gedanke, dass ihr Teamleiter analphabetisch veranlagt war, was auch die seltsame Verwechslung ihrer Missionsbeschreibung erklärte... dass es sich dabei um BLINDENschrift gehandelt hatte, ließ die Brünette bei ihren Schlussfolgerungen ganz dezent außen vor und beachtete es nicht weiter. Einen Augenblick genügte sich Himeko damit, sich zu fragen, ob sie sich bei Yamada-san wegen der Sache mit dem Analphabetismus entschuldigen sollte, oder die ganze Situation eher schweigend in Vergessenheit geraten lassen sollte, damit ihrem Gegenüber die Sache nicht zu unangenehm werden musste... letztere Einstellung war es dann auch, auf die ihre Wahl fiel und sie dazu überging, sich ganz langsam nach vorn zu lehnen, um die warme, schlafende Nobuto-chan nicht versehentlich aufzuwecken: »W- ... also, ähm, ich meine, ich... also, ich wollte wissen, w-wie... lange wir noch, also wie lange unsere Fahrt noch dauert...?« Die Brünette musste dem Drang widerstehen, den vorher noch geschriebenen Zettel noch mal auszupacken und jedes ihrer Worte darauf zu erklären – das wäre ihm sicherlich unangenehm gewesen, also ließ sie das Teil, wo es gerade war und hoffte auf eine Antwort, die ihr nicht sämtliche Glieder einschlafen ließ.
 

Nobuto Moe

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Von der anstehenden Unterhaltung ihrer beiden Teammitglieder bekam Moe schon gar nichts mehr mit. Sie hatte es nämlich tatsächlich geschafft in dieser lebensfeindlichen Umgebung sanftmütig einzuschlafen. Größtenteils verdankte sie diese Tatsache wohl ihrer Kopfstütze und auch Ersatzmutter, genannt Himiko. Nicht nur gab sie dem kleinen Rotschopf allein durch ihre Anwesenheit eine gewisse Sicherheit, immerhin konnte sie schwimmen und hatte zeitgleich angeboten sie in einem Notfall zu tragen, sondern auch mit ihrer dauerhaften Knuddelei schaffte sie es unangenehme Gedanken zu vertreiben. Der Kuchen durfte natürlich auch nicht vergessen werden, aber dieser trug höchstens einen minimalen Anteil an dieser schönen Atmosphäre bei. All diese Nebensachen hatten im Moment allerdings keinen sichtlichen Mehrwert mehr für Moe. Sie war erfolgreich eingeschlafen und wandelte in einer allzu perfekten Traumwelt. Dort gab es kein Schiff, kein menschenverschlingendes Meer, nur eine angenehme Brise auf einer weiten Graslandschaft umringt von hohen Bergen. Ja, das war wirklich eine Traumlandschaft. Moe war lange Zeit nicht mehr in ihrer Heimat - Iwagakure - gewesen, aber ungefähr so stellte sie sich ihr Land in ihren Erinnerungen vor. Zwar fehlten ihre beiden Teamkameraden auch, dafür sah sie mit ihrem inneren Auge aber weit vertrautere Dinge wie das Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Sogar das kleine Haus ihrer Eltern und die dazugehörige Schmiede waren gut sichtbar wie aus dem Nichts aufgetaucht. Das einzig auffällige daran war das Fehlen jeglicher Bevölkerung. Keine Erwachsenen, die ihrer alltäglichen Arbeit nachgingen, keine Kinder, die in den Straßen herumtollten, nur eine einzige Leere in einer Geisterstadt.
Moe rannte durch die Straßen, um nicht vielleicht doch irgendein Anzeichen auf einen lebenden Menschen zu entdecken, fand aber selbst nach minutenlanger Suche nichts. Ab diesem Zeitpunkt begann es zudem plötzlich seltsam zu werden. Der zuvor strahlend blaue Himmel verdunkelte sich mit einem mal und zeigte bald nur noch schwarze Gewitterwolken. Ein lautes Grollen durchzog die ganze Ebene und schien nicht mehr enden zu wollen. Panisch blickte sich die Nobuto um, während sie durch die Straßen rannte. Verzerrte Gesichter erscheinen um sie herum in der Luft. Sie tanzten um das verängstigte Mädchen, schienen sie auszulachen. Diese so schöne Welt hatte sich in einen absoluten Albtraum verwandelt. Dachte man aber, dass dieser jetzt schon seinen Höhepunkt erreicht hatte, so irrte man sich völlig. Das dicke Ende folgte erst jetzt. Eine riesige, meterhohe Flutwelle erschien nämlich am Horizont und bewegte sich langsam, aber stetig auf den Rotschopf zu. Es gab einfach keine Möglichkeit diesem Monster zu entkommen und so beobachtete Moe mit großen Augen aus der Entfernung schlicht nur, wie alles vernichtet wurde, bis schließlich sie selbst an der Reihe war. Es war eine wilde Achterbahnfahrt. Sie wurde endlos im Kreis herumgewirbelt, überall zerrte und zog es an ihrem Körper. Sie drohte fast zu zerreißen, als ihr Bild wieder einmal schwarz wurde. Mit einem aufgeregten Quieken stieß Moe ihren Kopf am Kinn von Himeko an. "Oww.." Sie rieb sich die Stelle und merkte erst jetzt, dass sie wieder in der Realität war, auf diesem verfluchten Schiffssarg. Wenigstens waren sie aber immer noch am Leben. Das konnte nur etwas gutes sein.
 

Yimi Cho

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Er hörte dem Schlafen von Moe und der Frage von Himeko zu. Der Junge überlegte selbst erstmal, wielange sie eigentlich noch unterwegs waren. Er war noch nicht so mit dem Schiff ins Reich der Erde gefahren, aber den Informationen nach, die man ihm zur Überfahrt gegeben hatte, würde es in einem ertragbaren Rahmen bleiben. Würde er nur ahnen, dass Himeko ihn gerade für einen Analphabeten hielt! Dann würde sich nicht viel ändern, außer das sie deutlich früher erfahren würde, dass er blind ist und sie sich keine Gedanken machen müsste, wie sie damit umgeht. An der Situation würde es nicht viel ändern. Nur weil Himeko wissen würde das er blind ist, würde er nicht lesen können und Himeko würde weiterhin nicht nachfragen können. Nicht bis Moe schlief. Mit einem leichten innerlichen Schmunzeln nahm er Himekos Frage auf und überlegte kurz wegen der Antwort. "Ein paar Minuten Stunden wird es noch dauern, aber wir reisen auf direktem Weg und ohne Zwischenhalt zum Zielhafen. Wenn wir Glück haben, schläft Moe lang genug, dass sie aufwacht sobald wir da sind und uns nicht langweilig wird." antwortete Rikuren ihr dann und hoffte, dass die Antwort in Ordnung war. Bevor man sich komplett davonstiehlt, wieso wussten Moe und Himeko eigentlich noch nichts davon, dass er blind war? Ja, Himeko und Moe hatten es noch nicht festgestellt, aber wieso sagte der Junge nichts? Weil eine Begrüßung der Art " Hallo. Ich heiße Rikuren und ich bin blind." nicht im Sinne des Jungen war. Er hatte vor es zu sagen, während sie auf dem Weg zum Berg sind und vielleicht auch ein bisschen mehr ins Gespräch gekommen waren. Auf dem Schiff gab es bis jetzt ein anderes Thema, dass sich in den Vordergrund gedrängt hatte und bestimmte Teammitglieder anscheinend dazu animierte Schiffe zu versenken.
Sehr fraglich war aber, ob Himeko wirklich so grauenhaft Summen konnte. Eigentlich konnten Mädchen doch garnicht schlecht Summen, oder? Nungut, der Junge hatte auch schon nicht ganz so wundervolle Stimmen gehört, aber nichtsdestotrotz war Rikuren der Meinung, dass jeder irgendwie schön summen könnte! Auch Jungen. Aber nungut, es gab kein Summen. So hörte Rikuren eben dem Wasser und den anderen Mitreisenden zu. Erstaunlich wenig Frauen, geschweige den Mädchen waren hier. Wenn er ehrlich war, noch ein Grund daran zu zweifeln, dass die Seefahrt ihm gefallen könnte. Die Themen waren allesamt relativ uninteressant, weswegen Rikuren einfach vorsichhin träumte und nur auf etwas achten würde, falls jemand ihn direkt ansprach oder Himeko etwas tat. Dann ergriff er jedoch selbst die Initative. Ruhig, vielleicht etwas schläfrig, aber nicht einschläfernd, und mit einer freundlichen Wärme sagte Rikuren mit einem kleinen, anfänglichen Schmunzeln:" Ich hoffe es ärgert dich nicht, wenn ich dich so nenne, aber ihr Zwei seid niedlich. Es freut mich gleich mit zwei netten Leuten zusammen eine Mission zu erledigen. Ich hatte teilweise schon Angst, dass ich rauere oder verbissene Gestalten zugeteilt kriege." Kurz lachte er leise und setzte etwas mehr an Himeko gerichtet fort:" Und ich jetzt schon leicht beschämt davon, wie freundlich du uns etwas Kuchen angeboten hast und es gleich geschafft hast dich um Moe zu kümmern. Ich hab bisher ja eher weniger getan und du durftest gleich auf ein Teammitglied aufpassen." Ein sanftes Lächeln zeigte sich in seinem Gesicht und mit einem leisen Kichern meinte er:" Und ich glaube, ich kann froh sein, dass sie das nicht gehört hat. Aber wenigstens scheint es dir bisher noch zu gefallen und wirkt sehr kuschelig." Alles nett gemeint, trotzdem würden ihn dafür viele Umbringen. Hoffentlich gehörte Himeko nicht zu diesen Vielen. Er hätte es einfach nicht sagen müssen, aber Himeko war so nett gewesen bisher und umbringen oder hassen würde sie ihn dafür sicherlich hoffentlich auch nicht, also warum nicht ein paar nette Worte sagen?
Nach einiger Zeit konzentrierte er seine Aufmerksamkeit dann etwas mehr auf Moe und Himeko und probierte einfach mal, aus Neugierde und um zu üben, wie genau er Moe und Himeko wahrnehmen konnte. Ob man sich davon auch beobachtet fühlen konnte? Spürten sie, wobei sie nur Himeko umfasste, da Moe schlief, wie seine gierigen Augen auf ihnen ruhten? Nur, dass sie überhauptnicht auf den Mädchen ruhten und auch nicht gierig blickten... eher leer, da er sich gerade ziemlich auf seine Ohren und seine Nase konzentrierte. Langsam wurde er immer aufgeregter. Rikuren wurde sogar ein wenig nervös. Warum war er aufgeregt? Dann merkte er es. Der Junge hatte sich darauf konzentriert die beiden Mädchen wahrzunehmen und hatte dabei natürlich auch deren Aufregung wahrgenommen und Moe war gerade ziemlich aufgewühlt. So aufgewühlt, dass sie mit ihrem Kopf hochschreckte und Himeko einen kleinen Kinnhaken verpasste, mit ihrer Rummsmurmel. Rikuren grinste und wand sein Gesicht schnell ab, damit die beiden nicht sehen konnten, wie er die Situation mit seiner Mimik kommentierte. Damit es jedoch nicht auffiel wandte er seinen Kopf wieder umgefähr den Zweien zu und versuchte aus seinem Grinsen ein neugieriges Lächeln zu zaubern. Sanft sagte Rikuren zu Moe:" Guten Morgen Schlafmütze. Wir sind fast da. Die Mannschaft bereitet sich schon darauf vor anzulegen." Davon war doch noch garnichts zu sehen? Nein, Rikuren hatte es auch nur gehört. Es hatte eine Unterhaltung darüber gegeben, dass man das Land schon in der Ferne sehen konnte.
Es dauerte auch nicht lange, dann trat der Käpitän des Schiffes zu ihnen und sagte an alle Passagiere gewand:" So ihr Landratten. Wir legen gleich an und ihr könnt wieder Land unter euren Füßen genießen. Beim an Land gehen gibt es zwei einfache Regeln." Er spielte ein bisschen Strenge in seine Stimme:" Erstens! Wer meinen Leuten beim entladen im Weg steht, darf sich nicht beschweren, wenn er im Wasser landet!" Er machte eine dramatische Pause und erklärte:" So Frachtkisten sind verdammt nocheinmal schwer." Dann kehrte wieder die gespielte Strenge zurück:" Wer nach dem Entladen noch an Deck ist kriegt Schwamm und einen Eimer Wasser und darf schrubben!" Wieder folgte eine dramatische Pause, dann folgte das Ende seiner kleinen Rede:" Aufwiedersehen und das mit dem Schrubben war ernst gemeint!" Gut, da hatten sie es noch einmal offiziel, dass sie nun da waren, wenn auch leicht eigenwillig mitgeteilt. Aber wichtig war sowieso nur, dass sie endlich wieder Land vor sich hatten und die Reise ohne das weite Blau unter sich fortsetzen konnten. Rikuren wartete ab, wie Moe auf die Nachricht reagierte und ging mit den beiden Mädchen zusammen von Bord. Im Hafen versuchte Rikuren ein bisschen Überblick zu gewinnen und versuchte sich ein wenig zu orientieren. Er hatte zwar eine Wegbeschreibung, aber trotzdem musste er sich erstmal hier im Hafen zurechtfinden, bevor er daran denken konnte sich außerhalb der Stadt zurechtzufinden. Aber ersteinmal wartete er sowieso, dass sie alle Drei heile vom Schiff runter sein würden. Rikuren hörte sich ein bisschen um und stellte fest, dass nicht gerade wenig los war. Es war kein Gedränge, aber schon reger Betrieb hier. Ging es Moe eigentlich schon besser? Der Boden unter den Füßen müsste doch sicherlich wie eine Wundermedizin wirken. "Der Berg ist noch ein gutes Stück im Landesinneren, aber wenigstens müssen wir nichtmehr mit dem Schiff reisen." Gab der Junge als kleine Information und wartete mit weiteren Worten und Informationen, bis die Beiden ruhig bei ihm standen und sie vom Schiff weg waren.
 

Isuzu Himeko

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Es wir entweder eine Menge Glück, oder mindestens ebensoviel Berechnung im Spiel, dass Moe-chan auf ihre Frage hin nicht sofort aufschreckte und die Krallen noch tiefer in ihre Hüfte grub – vermutlich eingeschlafen? Also so richtig, tief und fest? Besser wäre es, so bekam sie wenigstens nicht mehr so viel von der Bootsfahrt mit – und auch die Antwort, die für Nobuto-chan recht unangenehm hätte sein können, blieb ihr zum Glück verborgen. ‘Stunden also?‘ Himeko warf einen kurzen Blick auf die schlafende Knutschkugel, als ob ihr das schlafende Ding verraten würde, wie lange es noch schlief. In einem Anflug, beinahe mütterlicher Gefühle, drückte sie das Mädchen noch ein wenig weiter an ihre Brust und lächelte einfach stumm in den dunklen Raum unter Deck. Yamada-san bekam ein dankbares Nicken von ihr, als Zeichen, dass sie verstanden hatte – zeitgleich versuchte sie, ihrer Situation mit einem Lächeln zu begegnen. Eine Stille breitete sich zwischen den dreien aus, die von ihrem Teamleiter unterbrochen werden musste: Aus seinem Munde kam ein ganzer Haufen Worte, die für Himeko erst mit Verzug Sinn ergaben. Als es dann so weit war und auch die Brünette verstand, was er da eigentlich sagte, schlich sich langsam, aber unaufhaltsam ein scheues Lächeln auf ihr Gesicht. Einige Sekunden rang sie nach Worten, die zu diesem Augenblick passen mögen und antwortete schließlich leise: »Ähm... V-vielen Dank, Yamada-san. Das mit dem, ähm, K-kuchen, ähm, das war weil.. ähm, w-weil ich nämlich, also ich backe sehr gerne und, ähm...« Ihr Blick ruhte indes auf der Tischkante zwischen ihnen und hätte sie nicht gerade Moe in den Armen, würden ihre Hände spätestens jetzt damit beginnen, aneinander herumzuknibbeln: »M-mein Befürchtung war die selbe, also, ähm, ich meine, alsoooo... I-ich hatte ein wenig angst, mit ein par verrohten Gestalten af diese, ähm, M-mission gehen zu müssen.« Sie versuchte, ihrer nicht so wirklich ausgedrückten Ansicht mit einem weiteren Lächeln auf die Sprünge zu helfen, brachte es aber nicht fertig, dazu noch irgendetwas zum Besten zu geben.
Ob es die Stille war, die sich bald wieder in dieser Kammer ausbreitete, oder irgendetwas anderes, konnte sie nicht sagen, aber irgendwie hatte sie ein seltsames Gefühl, so in diesem Raum mit Moe in den Armen und Yamada-san, der irgendwie... an ihr vorbeistarrte und in ganz eigenen Gedanken gefangen zu sein schien – Himeko unterbrach die Stille nicht; weil sie sich einfach nicht traute, denn die Situation hatte irgendwie was gruseliges an sich – aber Moes Kinnhaken ließ sich beim besten Willen nicht ignorieren! Mit einem unterdrückten »Hnn!« zog sie ihre Rübe zurück und hielt sich einen Moment das Kinn. Mehr kam von ihr nicht in diese Richtung; was auch? Eine Beschwerde würde Nobutos Betonschädel nicht weicher machen und das wäre rein selbstvertrauenstechnisch eh außerhalb der Möglichkeiten der Isuzu – Fall also erledigt und zu den Akten gelegt. Beruhigend dürfte Rikurens Kommentar dazu auf jeden Fall sein, aber Himeko hegte die Befürchtung, dass sie bald anstatt des Mädchens eine Kondenswolke umarmte – je nachdem, wie schnell Moe auf den Beinen war und nach draußen hechtete. Himeko würde sie selbstverständlich machen lassen und ihrer Erlösung mit einem lachenden und einem weinenden Auge nachtrauern.
 

Nobuto Moe

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Es gab wahrlich bessere Momente wie auch Umstände, um ein Schläfchen zu beenden, aber das störte Moe nicht unbedingt. Erstens hatte sich der zuvor schöne Traum in ein böses Schreckgespenst verwandelt, dem sie am liebsten gleich entkommen wäre und zweitens hatte sie ja immer noch ihre Ersatzmutter mit ihren weichen.. Vorteilen als angenehmes Kopfkissen. Zwar hatte sie sich beim Aufwachen zudem noch den Kopf am ungemein harten Kinn von Isuzu gestoßen, der dumpfe Schmerz flachte aber bald schon wieder ab. Auf jedenfall war es besser diesen zu ertragen, als in einem Traum die Hölle zu durchleben. Einzig die - aus ihrer Sicht - unangenehme Begrüßung ihres Gruppenleiters versuchte sie zu ignorieren, denn es war weder Morgen, noch war sie eine Schlafmütze. Gut, vielleicht war ihr ja ein Gähner entwischt, allerdings machte sie das noch lange nicht zu einer Träumerin. Dieser kleine Zwischenfall hatte damit nicht zu tun, immerhin war das ein Notfall gewesen. Fast als wollte sie ihre innerlichen Denkprozesse damit unterstützen, schloss die Nobuto daraufhin beide Arme um den Oberkörper der anderen Kunoichi und drückte ihren Kopf in deren Rundungen. Wenn die restlichen Worte von Rikuren stimmten, hatte sie es ja bald überstanden und bis dahin hatte sie ja ihre Zuflucht. Jetzt gab es nur noch eine Sache zu tun. "T-Tut mir Leid.." Fast reumütig schaute Moe über den Körper der Himeko hinweg mit großen Augen nach oben. Es war mehr ein Unfall gewesen, aber dennoch hatte sie ihr ungewollt einen Kinnhaken verpasst, weswegen sie einfach das Gefühl hatte, sie müsste sich dafür entschuldigen. Isuzu hatte bisher so viel für ihr Wohlbefinden getan, da wollte sie selbst nicht in einem schlechten Licht dastehen, vor allem weil ihr schon kurz nach ihrer Bekanntmachung ein Missgeschick unterlaufen war.

Tatsächlich lag der Yamada mit seiner Einschätzung goldrichtig. Schon einige Minuten später wurde die kleine Gruppe vom Kapitän aufgesucht, der etwas schroff die Neuigkeiten überbrachte. Moe nahm seine Regeln jedoch nicht allzu ernst. Sie hatte ohnehin nicht vorgehabt irgendeinen der Seemänner im Weg zu stehen oder noch länger als nötig auf diesem Schiff zu bleiben. Sobald der Kahn am Hafen angelegt hatte, verließ die Rothaarige das erste mal seit Stunden ihren mehr als bequemen Ort an der Seite der Himeko, sprintete über die Planken, der Mannschaft ausweichend, ans Deck und verließ den Holzsarg mit einem beherzten Sprung über die Reling. Die Rolle, mit der sie auf dem Boden aufkam, war nicht perfekt, weswegen sie ihr linkes Knie leicht aufschürfte, allerdings ignorierte sie auch dieses Mal wieder den Schmerz und lief weiter vom Hafen weg zum festen Erdboden. Als sie eine kleine Wiese erreichte, ließ sich die Nobuto dort fallen und seufzte einmal kurz auf. Was für ein wundervolles Gefühl doch Gras auslösen konnte. Dieser Geruch, obwohl noch von der Seeluft verunreinigt, diese Geräusche und diese sanfte Berührung der Grashalme, endlich war das Mädchen wieder in ihrem Element. Erst jetzt trafen auch ihre beiden Begleiter ein, sodass sich Moe letztendlich wieder aufrichtete und deutlich selbstbewusster zu ihnen ging. "Alles, was jetzt kommt, ist ein Kinderspiel." Fröhlich lächelnd ignorierte sie das Gedränge um sie herum und wartete auf weitere Anweisungen ihres Teamleiters.
 

Yimi Cho

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Himeko verhielt sich noch ein wenig schüchterner als sowieso schon. Zumindest war das für Rikuren so. Schüchtern - Scheu, etwas in der Richtung war es für den Jungen. Natürlich konnte er sich auch gut täuschen, aber um daran zu glauben hoffte er vermutlich auch viel zu sehr, dass seine Worte zumindest ein bisschen so wirkten wie sie sollten und bei dem bisherigen Wissenstand um Himeko gab dieses Verhalten einen großen Hoffnungsschimmer, dass es nicht vollkommen idiotisch gewesen war, was Rikuren da getan hatte. Nur ein bisschen. Reden war wirklich schwer und gefährlich! ... Und Mädchen sind merkwürdig. Fast so wie Jungen. Schade eigentlich, dass Rikuren das schöne Lächeln des jungen Mädchens nicht sehen konnte, aber so war für den Jungen nicht das Lächeln, sondern die zaghaften Worte das letzte was vor der großen Stille kam.
Als Moe Himeko umarmte war einer dieser Momente, in denen der Junge sich wünschte unsichtbar zu sein. Nicht, weil er etwas falsch gemacht hatte oder um die Mädchen unbemerkt beobachten zu können, sondern um den Augenblick nicht zu stören. Darum verhielt er sich auch nach seinem ziemlich unglücklich getroffenen Satz so ruhig wie es ging und schwieg still. Wie es wohl war ein Mädchen zu sein? Mit irgendwelchen Gedanken vertrieb sich der Junge die Zeit, während der Hafen näher kam und sie mehr oder weniger zusammen das Schiff verließen. Gedanken wie Heyy, wir sind auf einem Schiff! und Moe ist schon weg! und Die Beiden sind niedlich. und Wir sollten Moe folgen! waren ungefähr dabei. Moe hatte es ziemlich eilig das Schiff zu verlassen, aber wer konnte ihr das verübeln? Rikuren wollte auch nicht unbedingt viel länger hier bleiben. Das Meer war doch kein so großes Ungeheuer, wie er anfangs dachte, aber es gab definitiv schönere Umgebungen. Der Yamada folgte dem plötzlichen Energiebündel und musste leicht schmunzeln, als er hörte und roch wie sie auf dem Gras war. Das war eine weitere Sache auf dem Meer. Dort gab es Fisch, Schiff und Wasser. Hier gab es noch viele Blumen und Bäume und Gras und ganz ganz viele andere Dinge die man riechen konnte. Vielleicht hätte der Junge einfach mal genauer die Gerüche unterscheiden sollen auf hoher See, aber für ihn hatte es gereicht, dass es dort nach Fisch und Seemännern roch.
Der Höllentrip war also beendet und frohe Zeiten zeigten sich am Horizont! Nunja, zumindest Berge und Wiesen, aber kommt doch eh ungefähr auf das Gleiche hinaus! Die neugewonnene Heiterkeit der Taijutsuka bewies dies doch geradewegs! Es war gut zu sehen, dass auch das Mädchen wieder bei Kräften und guter Laune war. Zuversichtlich stimmte Rikuren der Kleinen zu und sagte:" Ja. Jetzt müssen wir erstmal dieses Gebirge und Seto finden und dann steht nurnoch der Berg zwischen uns und dieser Blume!" Fröhlich meinte Rikuren:" Wer den Berg zuerst sieht hat gewonnen!" Dann schien er kurz etwas abzuschätzen und zeigte in eine Richtung. "In diese Richtung sollen wir Seto treffen. Angeblich soll dort ein Lager oder Dorf am Rand des Gebirges sein. Die Angabe war da nicht so genau, aber es soll sehr auffällig sein." Leicht beschämt holte er ein Stück Papier raus und zeigte es den beiden Mädchen. Auf dem Papier war eine Karte zu sehen, auf dem groß und fett mit einem Kreuz Haome markiert war. Vorsichtig gab er seine Schwäche zu und meinte:" Ich glaube es wäre besser wenn eine von euch Beiden die Karte nimmt und nochmal nachprüft, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Doppelt hält besser und so." Der Junge wusste den Weg noch und hatte sich die Beschreibung sogar "aufgeschrieben", aber er traute dem ganzen noch nicht, immerhin gingen sie hier durch freie Landschaft, nicht durch eine große Stadt, bei der man sich überall orientieren kann. Außerdem war das hier die erste Mission und da war man eben noch ein klein wenig übervorsichtig.
Nun hieß es also Laufen und der Yamada hatte vor diese Zeit dazu zu nutzen, um ein wenig zu reden. Vermutlich gab es schönere Themen, aber das Wichtige kam eben zuerst, also fragte Rikuren:" In welchem Bereich oder Bereichen seid ihr gut?" Bisher nicht sehr aussagekräftig die Frage, aber da der Junge selbst schon darauf antwortete, dürfte ziemlich schnell klar sein, nach was Rikuren gefragt hatte:" Ich bin noch nicht so erfahren. Es ist meine erste Mission. Meine Stärke liegt zurzeit in einer ziemlich hohen Ausdauer, vorallem im Umgang mit Chakra und ich benutze Fuuton Jutsus." Somit hätte man die Basics. "Meine Schwäche liegt darin, dass ich ansonsten eher im Bereich der Grundlagen bin. Ab von den normalen Sachen besitze ich eine erhöhte Wahrnehmung, kann also zum Beispiel besser hören und euch damit auch wahrnehmen, bin aber komplett Blind." Damit wäre das alles gesagt und Himeko und Moe konnte etwas zu sich sagen, falls sie nicht an der kleinen, unbedeutenden Tatsache, dass er blind ist, hängen geblieben sein sollten. Was ja durchaus passieren konnte, bei solch einer Sache, immerhin sind blinde Leute auf Missionen kein alltäglicher Anblick. Hätte er die Informationen vielleicht in kleinere Häppchen zerteilen sollen?
 

Isuzu Himeko

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Himeko freute sich wirklich darüber, dass Moe sich für ihr Missgeschick entschuldigte, so schenkte sie dem Mädchen ein warmes Lächeln und nickte zwei mal bestätigend, während sie die Umarmung des schnuckeligen Kampfknäuels genoss. Lange hatte diese Umarmung gedauert und für Moe war es vielleicht nicht mehr als ein Aufhänger, vor Angst nicht völlig den Verstand zu verlieren, aber Himeko empfand es als Geste der Wärme und des wachsenden Vertrauens. Irgendwelche schmutzigen Dinge gingen ihr nicht durch den Kopf, selbst als Moe-chan sich an ihre... Auswüchse presste, fand sie nichts schlechtes an der Umarmung und lächelte nur freundlich und scheu vor sich hin. Sie erwiderte die Umarmung auf ihre eigene, sanfte, warme, unsichere Art und Weise, bevor ihr Kapitän ihnen eröffnete, dass sie sein Boot möglichst schnell und unauffällig zu verlassen hatten. Er kam ihr nicht sonderlich sympathisch vor, aber es war sein schiff, also machte er die Regeln. Himeko beeilte sich also selbstverständlich, den Kahn zu verlassen, mit dem recht unangenehmen Gefühl, dass etwas an ihrem Körper fehlte. Nachdem sie mehrere Stunden in einer Dauerumarmung verbracht hatte, fühlte sie sich jetzt, ohne Nobuto-chan an sich hängen zu haben irgendwie ... „nackt“ beschreibt dieses Gefühl am Besten. Sie hielt sich hinter Yamada-san, als dieser ihr Gefährt verließ; und wie es der Zufall wollte, fiel der Blick der Brünetten auf das frisch aufgeschürfte Knie des Gruppen-Kampfknäuels. Ohne eine einzige Nanosekunde zu verlieren, griff Hime in ihre Ausrüstungstasche und holte ein kleines Päckchen selbstklebender Pflaster hervor. Mit einem von diesen bewaffnet, hockte sich das Mädchen für dem andern hin, einbeinig Kniend, was ihren Rock auf der Rückseite um der Spannung wegen einiges an Länge einbüßen ließ, versuchte sie, ihrer Partnerin und Kuschelfee liebevoll das Pflaster aufs Knie zu drücken.
Selbstverständlich war es nicht nur irgendein Pflaster, sondern eines mit lustigen Motiven drauf! Schmetterlinge, um genau zu sein. Zwei babyblaue, einen roten und einen grünen Schmetterling konnte man ohne Probleme auf dem kleinen Streifen erkennen! Ob Moe-chan das mit sich machen ließ, blieb offen, denn sprich wörtlich im allerletzten Augenblick meldete sich Yamada-san mit seiner Richtungseinschätzung. Ihr Blick wanderte selbstverständlich zu ihm, der sie nach wie vor, nicht wirklich ansah, wenn er mit ihr sprach. Das Pflaster drohend vor Moes Knie schwenkend, versuchte sie, nach Möglichkeit alle Informationen in sich aufzunehmen. Zunächst gab es eine grobe Richtungsangabe mit der sie, dank ihrer Ortskenntnis, absolut gar nichts anfangen konnte und dann wurde eine Karte ausgepackt, weil er selber scheinbar größere Probleme damit hatte. Hime hätte diese Aufgabe wirklich gerne übernommen, aber es widerstrebte ihr, diesen Fetzen einfach aus Yamada-sans Händen zu nehmen, ohne darum gebeten worden zu sein... außerdem hieß es, dass sie ganz leicht einen Fehler machen konnte, für den die beiden sie ganz bestimmt den Rest ihres Lebens abgrundtief verabscheuen würden; fast genau so schlimm war die Tatsache, dass sie sich dadurch nicht mehr im Hintergrund halten konnte, wo es ihr eigentlich viel, viel angenehmer war. ‘Oh, was soll ich denn jetzt machen?‘ Sie wollte es wirklich und war, wie so oft nicht in der Lage, es einfach zu tun. So lächelte sie einfach gequält und begann, Moe-chans Knie errötend zu hypnotisieren, um dieser Aufgabe ausweichen zu können – obgleich die Auswahl an möglichen Leuten dafür ja nicht gerade groß war.
Das war so ziemlich alles, was sie hier an Informationen bekamen. Himeko startete verlegen noch einen Versuch, Moe das Schmetterlingspflaster ans Knie zu drücken und folgte den beiden dann schweigend. Irgendwann begann Yamada-san, seine Stärken und Schwächen auszubreiten – ein guter Plan, auf den sie eventuell auch selber hätte kommen können – den sie mit einem verlegenen Lächeln aufnahm. Selbst, wenn sie die Idee gehabt hätte, hätte sie sie höchstwahrscheinlich für sich behalten, um nicht aufzufallen und auch jetzt versuchte sie, der Aufmerksamkeit ihrer beiden Mitstreiter bis zum letzten Augenblick zu entgehen, indem sie wartete, bis die anderen beiden sich hinreichend ausgebreitet hatten. Selbstverständlich hatte sie mitbekommen, dass Yamada-san seine Blindheit offengelegt hatte, aber nach einem kurzen „Aha-Moment“ erklärte das so einiges, sodass sich Himeko nicht genötigt ah, ihn mit Fragen zu löchern, was ihr im Übrigen sowieso nicht wirklich zustand: »A-also, ähm, ich... M-meine, also ich kann alles gleich gut, eigentlich, also fast.... Ich meine, Nin- Gen- u-und Taijutsu! Also Nin ein bisschen besser, aber nicht, ähm, also nicht wirklich viel besser. Mein, Element ist, ich kann, also meine Chakranatur ist, ähm, also es i-ich habe Katon und, ähm... « Himeko sprach wirklich ganz leise und starrte bei ihren Ausführungen krampfhaft auf den Boden vor sich, als glaubte sie, das ihre Talente grundsätzlich nicht gut genug seien. »Und ich kann, also ich bin, z-ziemlich gut darin, mir... g-ganz viele Sachen zu merken und über Sachen nachzudenken und solche D-dinge. Aber ich bin nicht so, also ähm...« Sie wurde plötzlich noch viel leiser, sodass es anstrengend werden dürfte, sie zu hören, wenn man ihr nicht gleich in den Mund hineinkroch: »Also... i-ich stehe nicht so gerne... ich, ähm, also ich, i-ich mag es nicht so gerne, wenn ich, a-also wenn ich im Mittelpunkt stehe, weil...« Ihre Lippen zuckten einen Moment vor sich hin, bevor sie NOCH leiser fortfuhr, sodass man sie inzwischen wirklich fast umarmen musste, um mitzubekommen, dass sie überhaupt noch irgendwas sagte: »I-ich kann das einfach nicht... t-tut mir w-wirklich leid...« Und jetzt verfiel sie wieder in peinlich berührtes Schweigen... Mal sehen, ob die beiden anderen damit etwas anfangen konnten.
 

Nobuto Moe

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Moe bereute es nicht ihre sichere Zuflucht an der Seite ihrer Partnerin verlassen zu haben. Sicher, es hatte sich jederzeit sehr, sehr angenehm angefühlt, sie kam ja nicht groß dazu anderen Personen - besonders anderen Mädchen - derart lange so nahe zu sein, allerdings war jede Minute, jede Sekunde mehr auf diesem schwimmenden Sarg keine Option gewesen. Hier, mit festen Boden unter ihren Füßen, konnte die Nobuto endlich wieder durchatmen und sich bester Gesundheit erfreuen. Man konnte fast schon meinen, dass neue Energie vom Boden, durch die Beine des Mädchens, in ihren Körper strömte. So störte sie es auch gar nicht, dass sie sich auf ihrer Flucht vor dem großen, blauen Nass ein Knie aufgeschürft hatte. Sie spürte den Schmerz, der davon ausging, noch nicht einmal. Ganz im Gegensatz zu einer bestimmten anderen Person. Als nämlich endlich auch die beiden anderen Genin auftauchten und sie das weitere Vorgehen planen wollten, schien Himeko plötzlich wie magisch angezogen von der kleinen Verletzung. Verdutzt hatte Moe zugesehen, wie ihre Partnerin erst in einer Tasche rumwühlte, aus dieser dann ein Pflaster zückte und sich dann vor sie hinkniete, um es auf die Wunde zu kleben. Eigentlich ließ sie sich nicht gern bevormunden, in diesem Fall war eine Ausnahme aber in Ordnung, auch wenn das Design des Pflasters nicht unbedingt ihren Geschmack traf. Bunte Schmetterlinge.. wer entwarf nur immer solche Motive? Nunja, egal. Solange der Moment schnell vorüber war, war es nur halb so schlimm. Leider war jedoch genau das Gegenteil der Fall. Moe konnte eine deutliche Unsicherheit bei der anderen Kunoichi wahrnehmen, die sie so kurz vor dem Ziel zögern ließ. Nachdem dann auch noch ihr Teamleiter anfing ihre derzeitige Situation zu erklären, mitsamt des Zustands seiner Augen, verfiel die Isuzu vor ihr in eine regelrechte Starre. Wie hypnotisiert, konnte die Braunhaarige nicht mehr den Blick von ihrem Knie nehmen. Das war ihr schon irgendwie unangenehm. Der Rotschopf erduldete jedoch den dauerhaften Blick ihrer Partnerin und ließ sich nicht von den wichtigeren Dingen ablenken.
"Gib her!" Ohne irgendwelche Zweifel zu zeigen, schnappte sich Moe die Karte mit einer fließenden Bewegung aus den Händen des Yamada und betrachtete sie nachfolgend. "Blinde Menschen sollten keine Karten lesen müssen." Der Kommentar wirkte etwas schroff, aber es war ja nur die Wahrheit. Das kleine, unbedeutende Wort am Ende seiner Rede hatte die Nobuto nämlich deutlich wahrgenommen. Um ehrlich zu sein, ließ sie diese Tatsache allerdings recht kalt. Es war ja nicht so, dass er vollkommen hilflos erschien. Er hatte seine ganz eigenen Methoden, um sich in seiner Umgebung zurechtzufinden, welche übrigens wirklich effektiv sein mussten. Sie hatte nämlich noch nicht bemerkt, dass er irgendwo angestoßen wäre. Außerdem hatte er ja die Geninprüfung überstehen müssen, etwas, was man selbst als sehende Person nicht ganz so einfach schaffte. Insofern war Rikuren für sie ein Genin wie jeder andere auch. Höchstens die Art, wie er sich genau 'umsehen' konnte, ließ sie etwas neugierig werden. Es kam ja schließlich nicht jeden Tag vor, dass man einen blinden Gruppenanführer auf einer Mission hatte. Etwaige Fragen dazu hielt Moe allerdings bewusst zurück. Sie hatte im Moment schon genug mit Himeko zu tun. "Die Richtung stimmt ungefähr. Wir werden schon irgendwas entdecken. Ansonsten gibt es ja immer noch andere Möglichkeiten." Ein kurzer Blick auf die noch immer kniende Gestalt vor ihr ließ die Rothaarige kurz innehalten. "Ähm.. Bereiche.. gut?" Sie fing sich wieder, klopfte einmal stolz auf ihre Brust. "Taijutsu! Alles andere.. braucht man eh nicht." Eine nette Umschreibung dafür, dass sie in allen anderen Künsten große Schwächen hatte. So ganz eingestehen, konnte sie sich das wohl immer noch nicht, besonders nicht vor anderen Genin. Zu mehr kam sie dann auch gar nicht mehr. Das herzzerreißende Stammeln von Himeko nahm sie ganz für sich ein. Es waren schon fast vertauschte Rollen. Dieses mal war es die Braunhaarige die Beistand brauchte, zumindest war das die Auffassung von Moe. Wie selbstverständlich nahm die Taijutsuka also das Pflaster aus den Händen ihres Gegenübers, klebte es sich selbst auf das aufgeschürfte Knie und fiel ihr dann um den Hals. Hoffentlich würde diese Knuddelei auch bei ihr wirken. Eine Idee für eine andere Lösung hatte sie derzeit nicht.
 

Yimi Cho

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Rikuren hoffte auf eine angenehme Reaktion und die Glücksgöttin schien gnädig zu sein. Die Beiden reagierten mit ruhigem Schweigen auf seine Blindheit, nur ein kleiner Spruch von Moe kam. Stattdessen kümmerten sie sich um Moes verletztes Knie und erzählten dem Jungen und einander von ihren Schwächen und Stärken. Es schien keine sonderlich erfahrene Gruppe zu sein, aber das war auch ziemlich unnötig bei dieser Mission, oder? Würde schon alles schiefgehen. Der Junge hörte seinen zwei Begleiterinnen aufmerksam zu und versuchte sich ein Bild ihrer Gruppe zu machen. Sie hatten knapp gesagt also eine Ninjutsuka, eine Taijutsuka und ihn. Das war doch perfekt, da sie auf dieser Mission voraussichtlich keinen Genjutsuka brauchten, war alles vorhanden, was man brauchen könnte um einen Berg zu erklimmen! Was Rikuren zu Moes Kommentar bezüglich der Karte gesagt hatte? Der Yamada war nicht gekränkt und fühlte sich auch nicht angegriffen, er hatte den Spruch mit einem fröhlichen Lächeln aufgenommen. Gut gelaunt pflichtete er dem Mädchen bei:" Sollten sie wirklich nicht. Das bringt nur Probleme." Er hatte ihren Kommentar scherzhaft verstanden, ob er damit richtig lag war ihm nicht so recht bewusst. Hätte sie ihn damit verspotten wollen oder so, hätte Rikuren aber die gleiche Antwort gegeben. Einfach um sie zu ärgern. Zum Glück musste er das aber nicht und konnte die Worte freundlich sprechen. Mitleid und solche Sachen gab es aber leider nicht. Dabei hatte der Junge doch garnicht damit gerechnet. So wurde die nicht vorhandene Erwartung also enttäuscht. Wie schrecklich. War doch ein schöner Tag und ein schönes Team. Keiner ärgerte ihn wegen seiner Blindheit, was der Junge nämlich viel mehr befürchtet hatte. Es gab es paar unglückliche Augenblicke, aber hey, über die konnte man Lachen oder weinen. Ja, Rikuren war ein immernoch ein wenig aufgeregt, oder besser gesagt wieder, nun wo es um ihre Fähigkeiten ging und sich die Aufgabe ihrer Mission abzeigen würde. Doch zuerst war da noch Moes Knie, dass doch noch nicht verarztet war, da Himeko in ihrer Behandlung innegehalten hatte. Moe nahm es selbst in die Hand und drehte die Sache diesmal um, indem sie das andere Mädchen knuddelte. Die Beiden verstanden sich wahrhaft gut!

tbc: Gebirge Haome
 
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Fukazawa Akio

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Missionsstart: Godzilla!!!

Es fühlte sich seltsam gut an, der Verdammnis entkommen zu sein. So schön das Leben auch war, wenn man es im Überfluss genießen konnte, begann es irgendwann abzustumpfen. Man versuchte sich in immer aufregendere, extremere Vergnügungen zu stürzen, weil man die Intensität vermisste, mit denen man den Alltag als Kind wahrgenommen hatte: Damals war die Welt noch groß und voller neuer Erfahrungen gewesen, doch je älter man wurde, desto mehr schrumpfte sie zusammen, eingequetscht in den Rahmen einer Landkarte und die Wunder um einen herum wurden zu entzauberten Selbstverständlichkeiten. Interessanterweise nahm man die Umgebung mit einer wiedergewonnenen Allumfassenheit wahr, wenn man das Leben, so wie man es kannte, nicht mehr als Selbstverständlichkeit annehmen konnte. So kam es, dass Fukazawa Akio, heute zur Abwechslung mal hochoffiziell in die Chuunintracht seines Dorfes gewandet, in seltsamer Eintracht mit der Natur am Rande des Piers 36 stand und die frische, klare Luft einatmete, die der morgendliche Wind vom Meer unter ihm heraufgeweht hatte. Obwohl er es immer noch leicht befremdlich fand, diese Kleidung anzuziehen, weil sein eigentlicher Kleidungsstil ein wenig anders aussah, hatte er es heute als sinnvoll empfunden, in die langen, rotgräulichen Hosen und das gleichfarbige Oberteil zu schlüpfen, welches mit dem einen langen Ärmel auf der linken und dem fehlenden auf der rechten Seite beinahe so etwas wie modische Eleganz besaß. Tatsächlich hatte es seine Mutter zu ein paar interessanten Kreationen inspiriert, auch wenn Akio nicht allzu viel an denen finden konnte. Die stabile, wenigstens als leichte Panzerung zu bezeichnende, dunkelbraune Weste, die er darüber trug, war allerdings eher weniger hübsch, zumindest in seine Augen, dafür wahrscheinlich umso praktischer, sollten sie es wirklich mit einem Monster zu tun bekommen. Das Stirnband von Iwagakure hatte er sich um den frei liegenden Arm gebunden, sodass nun auch jemand, der sich nicht ausführlich mit Ninjakleidung beschäftigt hatte, wissen sollte, welchem Land er zu Treue verpflichtet war - auch wenn Akio das bekannterweise nicht immer ganz ernst nahm. Mit den langen, blonden Haaren, die er sein Eigen nannte, hatte seine kleine Schwester dagegen ihren Schabernack getrieben, sodass er eine Art Dutt trug, der mit einer Vielzahl an Buntstiften zusammengehalten wurde und somit erahnen ließ, dass er einem kleinen Mädchen einfach kaum etwas abschlagen konnte. Um seine Haare kreiste übrigens auch das Mysterium seiner neu entdeckten Besinnlichkeit, denn so gut sie Mai gefielen, umso mehr waren sie seiner Großmutter ein Dorn im Auge. Diese resolute Frau war nicht nur deutlich dominanter als seine Mutter (und dementsprechend gar kein Vergleich zu seinem Vater), sondern auch Akios Sensei, was sie ziemlich in das Leben ihres Zöglings involvierte. Sie war recht pragmatisch und nach wie vor der Meinung, dass Männer nicht nur kurze Haare zu haben hatten und nicht "diese Hippie-Mähne", weswegen sie ihn des Öfteren dazu animieren wollte, etwas daran zu tun. Heute Morgen hatte sie es allerdings ein wenig auf die Spitze getrieben und allen Ernstes versucht, sie abzuschneiden... was er nur durch hastige Flucht hatte verhindern können. Er wollte gar nicht wissen, wie er mit kurzen Haaren aussehen würde, zumal sie ihm so gefielen, wie sie waren, denn sie ermöglichten ihm eine Vielzahl unterhaltsamer Möglichkeiten. Beispielsweise konnte er sich ganz fantastisch als Frau ausgeben... auch wenn er das heute nicht getan hatte.
Der Grund korrelierte mit dem für sein Outfit, da es heute in seine Heimat gehen würde und er das Gefühl hatte, die sicherlich besorgten Bewohner so eher beruhigen zu können. Trotz des nicht gerade hohen Ranges, freute er sich nicht nur darauf, mal wieder die Berge des Reichs der Erde zu sehen, sondern auch, weil die Beschreibung ihrer Mission ihn sofort interessiert hatte. Ein Monster... das war ja wohl interessanter, als irgendwelche Räuberneste auszuheben oder sonstige alltägliche Aufgaben zu erledigen! Am Ende würde es zwar bestimmt nicht auf eines herauslaufen, aber mit ein bisschen Glück, würden sie bis zu diesem Punkt genug erlebt haben. Sollte es sich alles als langweiliger herausstellen als erwartet, konnte er ja immer noch nachhelfen... so viel zu Akios Professionalität. Die Genin, die ihm für diese Mission zugeteilt worden waren, waren ihm zum Großteil nicht bekannt. Der einzige familiäre Name war Kinzoku Susumu gewesen, den er tatsächlich nicht nur kannte, sondern der sich auch in der Zulieferungskette für seine Marionetten befand, immerhin stellten die Mitglieder dieses Clans Metall her, welches interessante Eigenschaften besaß. Der junge Mann war zudem Schmied, was dazu geführt hatte, dass er den Schwanz Misaos gefertigt hatte, die sich in einer der drei großen Schriftrollen auf seinem Rücken befand. Die beiden anderen Namen sagten ihm nichts, sodass er sich darauf beschränkt hatte, Namen, Fotos und das Fähigkeitsprofil zu studieren, das man ihm vorgelegt hatte. Daraus war hervorgegangen, dass einer von ihnen ebenso alt wie Susumu und er selbst war, namentlich Rutako Ingvi und offenbar ein Taijutsuka oder Ninjutsuka war, elementtechnisch auf Suiton vertraute und ein Schwert zu führen wusste. Das wahrscheinliche Sorgenkind nannte sich dagegen Tsubasa und war zarte elf Jahre alt, weswegen er auch aussah wie ein knuffiger kleiner Welpe, dem man gerne über den Kopf streicheln wollte. Auch er schien auf Taijutsu zu bauen, wenn er das richtig gesehen hatte, weswegen sie wohl ein wirklich sehr Nahkampforientiertes Team darstellten... aber das würde schon funktionieren. Bisher war noch keiner der drei aufgetaucht, aber das würde schon noch passieren, immerhin hatte er ihnen Informationen zu Mission und Treffpunkt per Brief zukommen lassen. Er war sogar sozial genug gewesen, auf Rätselspielchen darin zu verzichten, auch wenn er kurzzeitig sehr von dieser Idee angetan gewesen war.
 

Rutako Ingvi

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"Hm... Fukazawa Akio also, hm?" Ingvi arbeitete daran, sich den Namen seines nächsten Teamleiters zu merken, während er darauf wartete, dass seine Brötchen ein wenig abkühlen würden. Heute war er etwas spät aus dem Haus gegangen, aber dafür war seine Verpflegung schön frisch und noch glühend heiß, und den Weg zum Hafen kannte er inzwischen wie seine Westentasche – er würde sich nicht verspäten, das war klar. Also schlenderte er die Straßen entlang, in einer Hand das Tuch, in dem die Brötchen eingewickelt waren, in der anderen der Brief, der ihn über diese Mission überhaupt erst informiert hatte. Er musste Namen lernen... genauer gesagt, einen Namen, zwei waren ihm nämlich bereits sehr bekannt. Einerseits war da der kleine Mizuiro, mit dem er schon zweimal gearbeitet hatte. Er war noch ein sehr junger Shinobi, im Körper wie im Geiste, aber er war vermutlich aus dem richtigen Holz geschnitzt, um sich nicht auf dem harten Weg der Ninja zu verlieren... oder so etwas. Er war Taijutsuka, besaß zwei Hakenschwerter und konnte zumindest ein wenig Fuuton – das alles konnte der Rutako sagen, ohne in sein Büchlein zu schauen. Zum zweiten bekannten Namen, Kinzoku Susumu, wusste er auch, dass er mit Schwertern zu tun hatte, und natürlich, dass er ein Kinzoku war... Er war als Person vermutlich ganz okay. Als Shinobi durchaus annehmbar. Als Missionspartner... hm. Eine gewöhnliche Mission hatten die beiden zusammen noch nicht gehabt, also würde das Schwarzhaar das erst heute entscheiden. Was ihm ein wenig Sorgen bereitete, war dieser Akio... Die Person, die er nicht kannte, würde ausgerechnet sein Anführer sein. Noch schlimmer, der Kerl war Chuunin... ob er wohl auch an dem Examen teilgenommen hatte, in dem Ingvi ausgeschieden war wegen dieser verdammten Hexe Yukiko und ihrem dämlichen Schoßhündchen Teysaru? Ingvi hatte jetzt an seiner Hand für immer ein Zeichen seines Versagens, und der Typ hatte mit dem Titel und der doofen Weste für immer ein Zeichen seines Erfolgs... Naja, das war eigentlich nichts persönliches, vielleicht war Akio ja auch ein geeigneter Anführer. Vielleicht war er auch schon seit langer Zeit Chuunin. Mal sehen, wie er sich schlagen würde...
"Das sollte reichen", murmelte Ingvi und schnappte sich eines seiner Brötchen, nahm einen kräftigen Bissen – ja, es war perfekt geworden. Ein trockenes, heißes Brötchen am Morgen war immer ein schöner Einstieg in eine Mission. Natürlich hatte er auch sein Obst nicht vergessen, es befand sich in einer seiner Schriftrollen, die er wie immer in seiner Jacke trug. Insgesamt war sein Outfit das gleiche wie immer: Viel Hose, viel schwarz, null Ärmel und das fröhlich glänzende Stirnband an seiner Schulter. An seiner Seite sein neueres Katana, das hoffentlich nie so lädiert aussehen würde wie das, das er von seinem Vater geerbt hatte. So schritt er durch die Straßen, nahm den Lift nach Getsurin, und kaum hatte er das zweite Stück Brot aufgegessen, stand er auch schon am Hafen. "Mh, wo genau treffen wir uns noch gleich...? Ach ja..." Ein kurzer Blick auf den Brief löste die Verwirrung, dann verschwand dieser in der Jackentasche des Rutako und er machte sich an den Endspurt. Mit dem letzten halben Brötchen in der Hand erblickte er dann auch schon die Figur in der grünen Chuuninweste, die mit Sicherheit sein Teamleiter sein würde... Sah gar nicht mal so übel aus, vielleicht hatte er ja echt was drauf. "Fukazawa-san?", fragte der Rutako und verbeugte sich höflich. "Rutako Ingvi, zu Diensten."
 
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"Tshuuu" lange und seufzend stieß er seinen Atem aus der noch leicht von dem Geschmack des grünen Tees gefüllt war, der zuvor seinen Mund passiert hatte. Er hätte sich schon viel Früher die Mühe Machen sollen einen tragbaren Behälter für sein Lieblingsgetränk zu machen, schließlich gab es nicht besseres als den leicht bitteren Geschmack des Tees mit dem kleinen Schuss Süße, die der Honig brachte. Vorsichtig schraubte er den Metallzylinder wieder zu und ließ ihn in der Tasche seines Kimono verschwinden. Ausnahmsweise hatte er sich die Missionsbeschreibung noch gar nicht durchgelesen, lediglich den Treffpunkt und die Zeit hatte er schnell überflogen momentan hatte nämlich ein ganz anderes Projekt seine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Seine Hand ertastete den Brief und zog ihn heraus, während sein Daumen das gefaltete Papier spaltete und schließlich entfaltete. Sein Blick huschte über das Papier und blieb gelegentlich bei Namen oder anderen Details hängen, die ihm wichtig erschienen. Eigentlich war das nicht sonderlich viel, zwei Namen stachen jedoch hervor allerdings war nur einer von ihnen mit einem positiven Kontakt behaftet, der andere war eben nur das ein Kontakt, eine Person, die er kannte. Allerdings lies die ihn die seltsame Beschreibung ein wenig stutzen, denn sie sollten ein Monster fangen. Alleine das Wort Monster alleine war lächerlich. Aber man musste gelegentlich dem Aberglauben des gemeinen Volkes glauben oder sie zumindest zufriedenstellen, indem man ihre Ängste tilgte. Genau nach solch einer Mission klang das hier, und währen Susumu den Brief weiterlas, trugen ihn seine Beine scheinbar wie von alleine durch die Menge zum Hafen und auch wie es schein zum korrekten Pier. An dem sich zumindest schon zwei von vier Shinobi aufhielten. Der eine war Akio und der andere Ingvi die beiden Namen in dem Brief, die er schon kannte, aber wo war Nummer drei, der letzte fehlende Name.
"Ohayo." Mit einer Hand faltete er den Brief wieder zusammen und steckte ihn in weg, ehe er sich verbeugte. Nachdem er sich aufgerichtet hatte leis er die Hand, die er gerade verwendet hatte, auf sein Katanagriff fallen. "Ich habe gehört wir jagen eine Eidechse" sein spöttisches Lächeln unterstrich nur den Tonfall, der eindeutig klar machte, wie wenig er von der Mission hielt. In letzter Zeit wurden Ninja wohl für jeden Mist angestellt. Beinahe so als wären sie eine Art billige Söldner oder etwas in selbiger Art. eine traurige Aussicht.
 
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Seine schon zuvor gepackten Sachen lagen vor der Haustür, sein von ihm zum Mitnehmen gemachtes Frühstück lag auf den Küchentisch. Noch mal einen Kontrolldurchgang durch das Haus, das seit dem Verlassen seiner Mutter am frühen Morgen unbewohnt zu sein schien und dann konnte es schließlich losgehen. Voll bepackt mit einem großen Sandwich in der Hand machte der kleine Mizuiro sich auf den Weg zum Hafen. Tsubasa freute sich schon die letzen Tage auf diese Mission. Zwar wusste er nicht die ganzen Details, aber jedenfalls geht es in dieser Mission um ein Monster. Ein echtes Monster. Ein Monster, das die Menschen nicht in Ruhe lässt. Zumindest tun dies die Monster in den Büchern und Filmen, die der kleine Junge voller Spannung immer in seiner eigenen Traumwelt erlebte. Aber nicht allein deshalb konnte Tsubasa diese Mission kaum erwarten. Zum anderen war da nämlich noch der Aspekt, dass er eine Pause vom Training bekam. Ein Training, welches täglich nach seiner letzten Mission ununterbrochen stattgefunden hat. Die Wunden, die er sich dabei zugezogen hatte, sind glücklicherweise wieder verheilt, durch die medizinischen Jutsus seiner Mutter. Immer mehr glaubt Tsubasa, dass seine Mutter Medic-Nin geworden ist, damit sie, nachdem sie anderen Wunden zufügt, sie wieder heilen kann.
Und der letzte Punkt, worüber er sich freute, war dass Tsubasa Ingvi wiederzusehen bekam. Ingvi war schon bei zwei von Tsubasas drei Einsätzen dabei gewesen. Mal schauen, wie die anderen beiden sind, die bei dieser Mission dabei sind. Beide nahmen verrieten Tsubasa selbst nichts. Seine Mutter erwähnte aber dafür knapp, dass einer der beiden Chuunin war und die beiden irgendwelche bekannten Clans angehörte, aber dadurch mehr wusste der kleine Junge schließlich doch nicht.

"IIIINGVIIIIII, IIIIINGVIIII!" Kaum erblickte der Mizuiro Bursche den schwarzhaarigen Shinobi, rief der Kleine schon nach ihm, ohne daran zu denken, dass auch andere außer er und Ingvi ihn hören könnten und dass sein erster Eindruck dadurch nicht sehr toll war. Bei ihm angekommen, grüße er ihn erneut, fragte nach seinem Befinden, bevor er bemerkte, dass andere ihn beobachteten, die wohl wahrscheinlich seine andere Missionspartner waren. Versuchend seine Scham zu verbergen, verbeugte er sich und stellte sich vor: "Mein Name ist Mizuiro Tsubasa, freut mich euch kennenzulernen!"
 

Fukazawa Akio

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Akio drehte soeben eine Strähne blonden Haars um seinen Finger, als der erste der drei Genin bei ihm eintraf. Da seine Frisur eher improvisiert war, wunderte es ihn nicht, dass sie bereits so früh in die Brüche zu gehen begann, aber es bedrückte ihn auch nicht allzu sehr, da er seinen Haarwust lieber offen trug. Zum Glück hatte er nicht die Probleme, die junge Damen bei solchen Vorhaben zu haben pflegten, wie zum Beispiel das ständige Autoverknoten oder das Zu-Berge-stehen. Er musste sie zweimal täglich bürsten, aber wenn er das tat, dann blieben sie wie durch ein Wunder in gutem Zustand: Der Vorteil seines Geschlechts in Kombination mit guten Genen und langen Loden eben. Da er den ersten Ankömmling nicht sofort erkannte, er aber auch nicht den Drang verspürte, ihn zu knuddeln, musste es sich wohl um Ingvi handeln. Dieser ähnelte dem Bild, welches ihm die Dorfverwaltung gesendet hatte, vor allem aufgrund der schwarzen Haarfarbe, denn es schien schon etwas veraltet gewesen zu sein. Die Frisur war vollkommen anders, auch wenn Akio sich nicht sicher war, ob das so positiver oder negativer war, weil er ja offene Haare generell sehr gerne mochte. Allerdings hatte er weder vor, diesen jungen Mann nach seinem Haarstil zu be-, noch ihn zu verurteilen, weil er sich besagte Haare aus der Stirn zu halten versuchte. Jedem das seine, denn solange man ihn noch als denselben Menschen identifizieren konnte, war das wohl alles kein Problem. Seine Augen hatten dieselbe ausgewiesene, schwarzgraue Farbe und irgendwie hatte er den Farbzug verpasst - oder den Lauf der Mode, wie seine Mutter nun erklärt hätte. Akios Mutter, Eriko, war so ein Fall für sich. Wie auch sein Vater übte sie nicht Akios Handwerk aus, sondern war Designerin und Gründern ihres eigenen Labels, namentlich 'Eriyari F'. Kein Wunder, dass man Akio des Öfteren in ihren Klamotten herumrennen sah... na, jedenfalls war sie recht fixiert auf den Stil der Menschen, konnte Tage damit verbringen, jungen Menschen auf der Straße nachzusehen und war der festen Überzeugung, dass ein wenig Farbe, wenn sie denn dezent eingesetzt war, alles aufpeppen konnte. Ingvi hätte sie also wahrscheinlich die Hälfte seines Tops signalrot oder gelb gefärbt, weil er in ihren Augen mit seiner Eintönigkeit ein wahres Sakrileg begangen hätte - Akio sah das entspannter, musste bei dem Gedanken aber lächeln. Diese Regung leitete er sofort in eine Begrüßung des Genin um, immerhin wollte er nicht so wirken, als mache er sich über ihn lustig... immerhin war das auch gar nicht der Fall. "Ohayo Ingvi-kun." Er grinste und ließ seine Haarsträhne los, die er noch immer umklammert gehalten hatte, "Akio-san reicht vollkommen... oder sehe ich schon so alt aus?" Einen Augenblick könnte man fast meinen, er wäre empört, doch er entspannte sich zu schnell wieder, als dass diese Regung ernst gemeint gewesen sein könnte. "Nimm dir lieber Zeit, dein Frühstück zu beenden, ehe du irgendwem zu Diensten bist.", meinte er mit einem freundlichen, wenn auch leicht amüsierten Blick auf das Brötchen in der Hand des Jungen.
Der zweite Ankömmling war ihm dagegen bekannt und hörte auf den Namen Susumu. Wobei, inwiefern er auch tatsächlich hören würde, stand noch zur Debatte, weil die beiden Shinobi noch nicht miteinander gearbeitet hatten. Die bisherige Beziehung der beiden war geschäftlich, immerhin hatte das Clanmitglied einen Teil einer seiner Marionetten mitgebastelt und Akio hatte dafür bezahlt - also blieb offen, wie sie sich auf einer Mission ergänzen würden. Vor allem natürlich, weil Akio seine Spirenzchen während einer so wichtigen Sache wie dem Fertigen einer Kampfpuppe hinten angestellt hatte, während eine solche Mission etwas ganz anderes war. Richtig gehört: Akio hatte seinen Chuuninrang nicht aufgrund seiner Professionalität im Umgang mit Missionen erhalten, denn diese bedeuteten für ihn nur eine Bühne mit Zuschauern, auf der er das Spiel des Lebens ein wenig besser mitgestalten könnte. Er hatte sich über diese Mission gefreut, weil sie Potenzial für eine richtig gute Aufführung hatte, nicht weil er den Leuten in seiner Heimat helfen konnte, was allein schon Grund zur Beunruhigung sein könnte. Am Ende tat er noch irgendetwas kontraproduktives, weil er fand, dass das alles nicht genug Drama war - hoffentlich hatten seine Begleiter starke Nerven... Auf Susumus Begrüßung runzelte er die Stirn und blickte ein wenig gequält. "Ich hoffe auf mehr als eine Eidechse, alles andere wäre verschwendete Lebenszeit." Die könnte er nämlich auch mit sinnvollen Dingen verbringen, zum Beispiel musste er dringend mal wieder Proben für seine Theatergruppe anberaumen, sonst würde das nie etwas mit dem neuen Stück werden. Akio selbst spielte dieses Mal den Regisseur und hatte nur eine minimale eigene Rolle inne, in der er ein paar Hunde über die Bühne führte. "Aber auch dir einen guten Morgen... fehlt nur noch einer."
Dieser eine folgte nicht lang darauf, in Form eines kleinen, quietsche süßen Jungen, der unüberhörbar mit Ingvi bekannt war. Akio hütete sich zwar davor, voreilige Schlüsse zu ziehen, aber der Schwarzhaarige war ihm nicht unbedingt wie der Kindermagnet vorgekommen. Vielleicht hatte er sich aber auch getäuscht und die beiden waren ein Herz und eine Seele, deswegen überwand er sein Erstaunen und lächelte Tsubasa an. Er war wirklich goldig... sein einziger Fehler war sein Geschlecht. Wäre er weiblich gewesen, hätte er einen (hoffentlich) unfehlbaren Bodyguard gehabt, aber so konnte er ihn wenigstens objektiv beurteilen. Kleine Mädchen waren nun einmal etwas ganz anderes und mussten deswegen auch besonders behandelt werden, so wie seine kleine Schwester. Mai war so unglaublich hilflos, aber dabei so nett, dass man sie einfach lieb haben musste, egal was sie tat - auch wenn sie einem nicht den Grund zu Ärger gab, wenn man mal ihre Bevorzugung ihm gegenüber beiseiteließ. An dieser trug sie allerdings keine Schuld, zumal sie mit ihrer Krankheit genug gestraft war. Da konnte Tsubasa wirklich froh sein, dass er so gesund wirkte. "Ohayo Tsubasa-kun.", einen Moment war er wirklich versucht gewesen, ihm ein "-chan" aufzudrängen, immerhin sah er so niedlich aus, "Fukazawa Akio. Mich freut es auch." Na ja, er würde nicht gleich vor Enthusiasmus ausflippen, aber immerhin wirkte der Kleine nicht wie jemand, dem er aus dem Weg gehen musste.
"Schön, dass ihr alle pünktlich gekommen seid!", begann Akio die obligatorische Begrüßungsrunde, "Anstatt nun gleich mit der Vorstellungsrunde anzufangen, würde ich vorschlagen, dass wir uns alle einmal umdrehen und auf dieses Schiff steigen...", er deutete auf ein kleines Boot am Rande des Piers, "Welches uns nämlich näher an unser Missionsziel bringen wird. An Bord haben wir ja immer noch genug Zeit für die Kennenlernrunde, nicht wahr? Man folge mir~" Und mit einer eleganten Drehung und ein paar schnellen Schritten hopste der Chuunin an Deck, wo sie ein kleiner, hutzeliger Mann erwartete. Dort angekommen, setzte er sich auf eine der zwei Bänke und wartete darauf, dass seine Genin den Schritt vom Festland wagen würden… auch wenn diese Art von Herausforderung diese Bezeichnung wohl kaum verdiente.
 

Rutako Ingvi

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So ziemlich das erste, was Ingvi von seinem neuen Teamleiter zu hören bekam, war eine Frage... und nicht einmal eine einfache. Klar, die Frage an sich war ziemlich leicht zu beantworten, aber der Rutako konnte beim besten Willen nicht sagen, welcher Art sie denn nun war; war es eine rethorische Frage, die keine Antwort forderte, nur ein Scherz, der nicht einmal ernst gemeint war, oder eine durchaus ernste Frage, auf die eine falsche Antwort ihm nur Ärger einhandeln würde? Akio entspannte sich schnell, aber trotzdem war das Schwarzhaar nicht sicher, ob es nun zu reagieren hatte oder nicht. Das war wieder eine dieser blöden Situationen, in denen die Unfähigkeit, die Emotionen anderer lesen zu können, ein Handicap darstellte... Ein Fehler konnte das Verhältnis zum Teamleiter von vorneherein zerstören, und das konnte Ingvi nicht riskieren. Auf die Aufforderung hin nahm er einen erneuten Bissen, und kaum hatte er diesen heruntergeschluckt, entschied er sich, doch eine Art Antwort zu geben: „Ich schätze, dass du nur wenig älter bist als ich. Dennoch, höflich zu sein lohnt sich immer, nicht wahr, Akio-san?“ Ingvi hatte sich inzwischen bereits umgewandt, überblickte den Hafen, um den nächsten Ankömmling erkennen zu können, wenn er auftauchte... und tatsächlich, da war er auch schon.
Kinzoku Susumu, überheblich wie eh und je, erschien auf dem Pier, sein Briefchen in der Hand und bald schon wieder versteckt. Und natürlich machte er sich zuerst einmal über die Mission lustig. Ingvi hatte sich nicht wirklich die Mühe gemacht, in sein Gedächtnis zu brennen, was sie vorhatten, nur der ungefähre Zielort, Iwagakure, hatte sich speichern lassen, und das Wort 'Monster'. Jeder halbwegs erfahrene Shinobi dieser Welt würde wissen, dass die Sichtung eines Monsters meistens einfach nur bedeutete, dass man irgendein zu groß geratenes Tierchen entfernen durfte – spontan erinnerte er sich an eine Mission, an der er mit ziemlich gewalttätigen Vögeln hatte ringen dürfen. Damals hatte sich dieser elende Seishin als so viel besser als er gezeigt... grr. Dieses Mal würde jeder sehen, was wirklich hinter Rutako Ingvi steckte! Mochte kommen, was da wolle, er würde sich nicht schon wieder verletzen lassen, sondern einfach alles aus dem Weg räumen, was Menschen terrorisierte. Das war immerhin sein Job. Was in seiner Entschlossenheit etwas unterging, war eine Begrüßung für Susumu, aber der würde sicher auch gut ohne auskommen...
"IIIINGVIIIIII, IIIIINGVIIII!" Spontan stellten sich die Nackenhaare des Rutako auf, als er seinen Namen so laut ausgeschrien hörte von der relativ niedlichen Stimme des jüngsten Shinobi der Mission. Fast verschluckte er sich an dem letzten Überrest von Brötchen, das er gerade zerkaut hatte, und brach in einen kurzen, etwas geschockten Hustenanfall aus, während er den Jungen beobachtete. „O-ohayo, Mizuiro-kun“, brachte er zwischen zwei Hustern hervor, ehe seine Atmung sich wieder normalisierte und er sich mit der linken Hand über den Mund wischte – verdammt, der Kleine hatte ihn kalt erwischt. Musste ja nicht jeder wissen, dass sich die zwei kannten... vor allem, wie ließ so ein Theater den Rutako denn aussehen? Er war weder ein Spielgefährte, noch sonst etwas in der Richtung...
Glücklicherweise machte der Fukazawa kein großes Theater darum, sondern begann einfach mit der Einleitung zur Mission. Das war gut so... nach einer kurzen Begrüßung direkt mit der Aufgabe beginnen, ohne großes Drumherum. Bis jetzt lag der Blondschopf in Ingvis Einschätzung ziemlich gut, durchaus auf Chuuninniveau... Aber das Abenteuer begann ja gerade erst. Nach kurzem Überlegen, ob er nicht vielleicht einen der für ihn charakteristischen Sprünge nehmen sollte, um an Bord zu gelangen, entschied sich der Rutako für den gewöhnlicheren Weg, machte also zu Fuß die paar Schritte zum Schiffchen und stieg ganz normal hinein. Eile zeigte er dabei gar keine, weil er so etwas einfach nicht empfand – er beendete einfach seinen Weg und überlegte dann kurz. Es wäre das angemessenste, sich auf die unbesetzte Bank zu setzen, andererseits würde das bedeuten, entweder neben Susumu oder neben Tsubasa zu sitzen. Nichts gegen den Mizuiro, aber nach dem Schrei eben wollte Ingvi gar nicht wissen, wie anhänglich er derzeit war, und Susumu strahlte nicht gerade Sympathie aus, außerdem wollte er ja ohnehin noch eine bessere Einschätzung des Teamleiters bekommen... Also entschloss das Schwarzhaar spontan, sich einfach neben Akio niederzulassen. Damit sein Katana nicht gegen die Bank stieß, drückte er den Griff ein wenig nach unten, während er sich setzte, und ließ die Hand dann darauf ruhen. Er sah niemanden wirklich an und sagte auch nichts, richtete seinen Blick einfach auf das weite Meer, bis alle saßen...
 
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Wahrlich hatte sein ehemaliger Client recht, auch Susumu hoffte insgeheim auf mehr als nur eine kleine Eidechse, aber seine Erfahrung sagte ihm, dass es nun einmal keine Zehn-Meter-Monster gab, die aus dem Meer kamen und Häuser zertrampelten. Solche Ungeheuer gehörten eindeutig in die Märchenbücher, aus denen sie wohl immer wieder entflohen, um dem niederen Volk etwas vorzugaukeln. Das war der Grund, warum er keine Missionen mehr ernst nehmen konnte, immerhin wurden sie immer lächerlicher. Wo waren die Zeiten geblieben, in denen man noch um sein Leben hatte kämpfen müssen? Er konnte sich noch gut daran erinnern, als er einen Rapier mit der Hand hatte fangen müssen. Das waren noch Zeiten gewesen, und jetzt musste er beinahe auf jeder Mission Babysitter für irgendwelche Kleinkinder spielen. Und als hätte er gerade eine nicht erkennbare Gottheit darum angefleht, zerriss eine Stimme seine Gedankengänge. Eine unangenehm junge Stimme, ein akustisches Ereignis, das genau das ankündigte, was er befürchtet hatte und bei Gott er hätte die Person zu der die Stimme gehörte ins Land der Träume geschickt, wenn sie seinen Namen so über den Platz geschrien hätte. Allerdings war in all dem Pech ein wenig Glück zu finden, denn als er sich umdrehte, um den kleinen Jungen zu sehen der nun auf Ingvi zugerannt kam, war er froh nicht das Opfer dieser Attacke auf die Privatsphäre zu sein. Der "Shinobi" wenn man das Kindchen so nennen durfte, hatte allerdings wenigstens Manieren, verbeugte sich und begrüßte die Gruppe. "Es ist mir eine Freude." Es war klar hörbar, dass der Kinzoku keineswegs.Wahrscheinlich würde er den kleinen Genin bei einem Kampf erst einmal in die Menge werfen und warten, bis er ein wenig Erfahrung gesammelt hatte, ehe er ihn wieder mit dem ein oder anderen Knochenbruch herausholen würde. Wenn ihn sein Gedächtnis gerade nicht betrog, hatte das bei Ayame Wunder gewirkt, das Mädchen war viel umgänglicher geworden, nachdem man sie einmal mit einer etwas schwierigeren Aufgabe konfrontiert hatte. Anscheinend brachte das die jungen Genin von heute dazu ein wenig zu improvisieren, was sie in seinen Augen zu wesentlich fähigeren Shinobi machte. Denn die Aussicht keine Hilfe zu bekommen und nur auf sich angewiesen zu sein war eine wichtige Lektion die die Jungspunde in der Akademie wohl nicht lernten aber man geriet in ihrem Job immer wieder in solchen Lagen und Susumu wollte nicht derjenige sein der versäumt hatte dem Jungvolk sein Wissen zu vermitteln, auch wenn er es auf eine sehr .... eigenartige Weise tat.
Er folgte der Anweisung des Chuunin sich aufs Bot zu begeben und spazierte über die Planke. Akio saß bereits auf einer Bank an Bord des Schiffes, aber Susumu hatte jetzt nicht direkt die Absicht sich an den typischen Q&A Sessions zu beteiligen. "Ich bin am Bug wenn man mich braucht." Und ging an den Bug, um sich dort an die Reling lehnend hinzusetzen. Im Ernst langsam hatte er die Nase voll von dem ständigen Vorgestelle und Herumgeprale. Gelegentlich machte es Sinn aber irgendwie merkte er, dass sich diese Vorstellrunden immer mehr in einen Ninjaschwanzvergleich ähnlich kamen als sonst etwas.
 
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Dies war also seine Teamleiterin. Ein älteres Mädchen, die auf den ersten Blick recht freundlich aussah. "ENDLICH! Endlich einmal ein Teamleiter, der nicht auf Blutspiele zu stehen scheint", waren die ersten Gedanken von Tsubasa, als er seine neuen Teamleiter für diese Mission erblickte. Bei Tsubasas ersten beiden Missionen waren seine Teamleiter nicht die menschenfreundlichsten Wesen, sodass Tsubasa sich immer an andere Teammitglieder halten musste, wie zum Beispiel bei der letzten Mission an Ingvi. Klar taten diesemal die eine oder andere schlechte Handlung, jedoch waren sie doch irgendwo innerlich Gut oder hatten einen guten Grund für das Böse sein. Hoffen konnte Tsubasa das zumindest, dass er recht hatte.
"Vielleicht liegt es ja daran, dass sie "Gut" zu sein scheint, da sie ein Mädchen ist." Auch da hatte der noch junge Shinobi schon andere Erfahrungen gemacht, jedoch waren diese keine Teamleiterinnen, sondern nur Teammitglieder. Aber egal! Sie scheint nett zu sein, was Tsubasa erfreute. Zwar war diese "sie" in Wirklichkeit ein Kerl, aber momentan wusste der Mizuiro dies nicht.

Auf dem Schiff schienen sich seine Teammitglieder aufzuteilen. Ingvi und seine Teamleiterin saßen auf einer Bank, während der andere Teammitglied mit den lila Haaren irgendwohin verschwand. Und was machte Tsubasa selbst? Er legte seine Sachen irgendwo am Schiff ab, wo sie keinen Leuten im Weg stehen sollte und machte sich auf das Schiff zu erkundigen, beziehungsweise den Seeleuten bei ihrer Arbeit zu beobachten. Da die Reise nach Iwagakure noch lange dauern würde, dachte dieser auch schon daran nach, ob er sich gleich ein schönes Plätzchen für ein Nickerchen suchen sollte, um noch vor ihrer hoffentlich abenteuerlichen Mission, die wahrscheinlich anstrengend wird auszuruhen ...
 

Fukazawa Akio

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"Na fein." Akios Stimme wirkte ein wenig sauer, ein Eindruck, der sich jedoch sofort wieder löste, als er leicht lächelte und sich danach zu Ingvi umdrehte. Eigentlich hatte er vorgehabt, gleich zu Anfang ihrer Schiffsreise eine kleine Vorstellungsrunde abzuhalten, aber da Susumu und Mizuiro es sich wohl etwas anders überlegt hatten, würden sie das auf später verschieben müssen. Wäre der Kinzoku der einzige gewesen, der sich von ihnen abgesondert hatte, so hätte der Puppenspieler ihn mit einer Packung Chakrafäden darauf hingewiesen, dass er hier seinen Plan zerstörte, aber da immerhin die Hälfte des Teams besseres zu tun hatte, als sich einem Strategiegespräch hinzugeben, würden sie es einfach wann anders machen oder es gleich ganz ausfallen lassen, immerhin schienen die Herren besseres zu tun zu haben, als sich um ihres Überlebens Willen vorzubereiten. Damit hatte der Chuunin kein Problem, auch wenn es im Zweifelsfall sicherlich an ihm hängen bleiben würde, sie zu retten - sie würden nur den Schreck ihres Lebens bekommen... und er überlegte gerade, ob er ihnen eben diesen bescheren sollte, damit sie das nächste Mal wussten, was sie zu tun hatten. Darüber konnte er sich allerdings noch später Gedanken machen, wenn eine solche Situation auftauchen würde, solange sollte er sich darum kümmern, dass er die einzige Person, die es für sinnvoll gehalten hatte, hier zu bleiben, nicht enttäuschte. Er glaubte bei Ingvis sorgfältigem, aber scheinbar nicht allzu schlechtem Umgang mit dem Katana an seiner Seite nicht, dass er sich aus Sorge um das Überstehen der Mission hier hin gesetzt hatte, also musste er nun nicht versuchen, Seelsorger zu spielen. Stattdessen blickte er einmal prüfend in die blauen Augen neben ihm und lehnte sich dann ein wenig zurück, wobei die Stifte endgültig den Geist aufgaben und seine Haare ihm den Rücken herunter fielen.
Er nahm sich vor, diese beizeiten einzusammeln und später seiner Schwester in heilem Zustand zurück zu geben, doch jetzt ging es erst einmal um etwas anderes: "Eigentlich wollte ich ja jetzt eine Kennenlernrunde starten, aber es sieht so aus, als sei das heutzutage nicht mehr allzu beliebt. So gehen Pläne in den Eimer, aber was soll man machen...?" Er zuckte theatralisch mit den Schultern und blickte danach wieder zu Ingvi. Er hatte natürlich die Ausschnitte seiner Akte gelesen, die man allen Missionsleitern zukommen ließ, aber diese waren seiner Meinung nicht sehr aussagekräftig. Natürlich stand in ihnen in etwa geschrieben, was die Genin konnten, aber das war dem Fukazawa nicht genug. Man inszenierte keine Vorstellung nur mit dem Können seiner Figuren, man konnte ihnen nur Lebendigkeit einhauchen, wenn man ihren Charakter inspizierte und die Situationen so arrangierte, dass er am besten zur Geltung kam. Eine flache Figur ohne Ecken und Kanten war Mist, eine ohne Schwächen ebenso, also musste man stets versuchen, sie möglichst ganzheitlich zu begreifen - das hatte Akio spätestens dann bemerkt, als er zum ersten Mal ein eigenes Theaterstück geschrieben hatte. "Also schlage ich vor, dass wir die beiden erst einmal außen vor lassen. Ich bin ein Puppenspieler, Ingvi-kun, und befinde mich momentan im Rang eines Chuunin. Ich spiele Theater und hasse Meeresfrüchte, wie steht es mit dir?"

Am Bug des Schiffes wurde es unterdessen ein wenig kühl. Der Wind pfiff durch die Stangen der Reling und der Untergrund schaukelte bedächtig auf und ab. Es war nicht gerade ein Katzensprung bis zu ihrem Ziel, aber da dieses Boot ein recht zügiges Tempo vorlegte, würden sie es wohl noch heute schaffen. Ob sie die Mission noch am heutigen Tag würden erledigen können, blieb zwar zur Debatte, aber immerhin würden sie nicht auf dem Schiff schlafen müssen. Am Ende wurde noch jemand von dem heftigen Schwanken seekrank und musste ersetzt werden und das würde ihnen allen keinen Spaß bereiten. Nicht nur musste man sich dann auf ein neues Teammitglied einstellen, es konnte auch passieren, dass sich dieses weit weniger eignete. Der Kinzoku blieb jedoch nicht allzu lange alleine an der Spitze des Schiffes, weil sich bald das Hutzelmännchen, das sie auch empfangen hatte, zu ihm gesellte und sich schweigsam neben ihn stellte, um auf das Meer hinaus zu blicken. "Einer der Gründe, warum ich Seemann geworden bin, ist dieser Frieden, der der Ozean ausstrahlt...", begann er schließlich mit vom Alter schon etwas schwächlicher Stimme, "Ich habe den Frieden immer genossen. Aber du siehst das wahrscheinlich anders, junger Shinobi, hm?"

Mizuiro hatte derweil nicht ganz so viel Glück wie der Schmied, weil der erste waschechte und daher sicherlich aufregende Seemann, dem er begegnete, nicht ganz so pazifistisch eingestellt schien. Ein großer, kahlköpfiger Muskelberg war es, der den kleinen Jungen am Schlafittchen packte und ihn hochhob, ehe er ihn missgelaunt anblickte. "Kinder haben an Bord nichts verloren, Kleiner. Machen nur Unordnung und bringen sich in Gefahr..." Damit setzte er ihn zwar wieder ab, aber blickte ihn nach wie vor streng an. Würde das Teamküken klein beigeben und zurück zum Rest laufen oder würde er seine Beweggründe erklären und sein eigentliches Vorhaben fortsetzen?
 

Rutako Ingvi

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Pah... es war so typisch für Susumu, gleich zu Anfang eine Unhöflichkeit zu begehen und sein Team einfach stehen, ähm, sitzen zu lassen. Ingvi konnte nur innerlich darüber seufzen; sich einer relativ direkten Anweisung zu widersetzen und dabei auch noch zu sprechen, als hätte er hier das Recht, irgendetwas zu bestimmen... Er hatte Glück, dass nicht der Rutako hier die Leitung hatte, denn eine solche Respektlosigkeit hätte er nicht hingenommen. Bei Tsubasa dagegen handelte es sich vermutlich eher um Naivität als fehlenden Respekt... er würde sich nicht einfach widersetzen, wenn er glaubte, dass das hier wichtig wäre. Vermutlich hatte er nicht einmal mitgekriegt, dass hier eine Besprechung stattfinden sollte... Was war das nur für ein Team. Akio war ganz zurecht entrüstet darüber, aber er fing sich schnell wieder – das war auf jeden Fall ein Pluspunkt. Langsam griff Ingvi in seine Weste, in die geheime Tasche, und zog sein Notizbuch hervor, dann ging es an seine normalen Jackentaschen, in denen er kurz kramte, um einen Stift zu zücken. Er schlug die entsprechenden Seiten auf und suchte nach der nächsten freien Stelle, an der er dann Fukuzawa Akio verewigte. Eine kurze Aussehensbeschreibung, dann die paar Charakteraspekte, die er inzwischen bereits mitbekommen hatte – Bevorzugt Akio-san, höflich, aber nicht kühl, hat sich selbst unter Kontrolle – und schon klappte er es wieder zu, ließ aber den Stift zwischen den Seiten ruhen, um nicht wieder blättern zu müssen. „Verzeih, Akio-san... Mizuiro-kun ist eigentlich nicht so. Er ist vermutlich nur aufgeregt. Was Kinzoku-san angeht...“ Er blickte zum Bug des Schiffes und schüttelte kurz den Kopf. „Er hat leichte Probleme mit Autoritäten, wenn etwas nicht nach seinem Willen ist.“ Das war wohl die beste Beschreibung, die in diesem Zusammenhang abzuliefern war. Dass Akio und Susumu sich kannten, konnte der Rutako natürlich noch nicht wissen – und selbst wenn, eigentlich war es unwichtig. In einem Team war die Zusammenarbeit unverzichtbar und eine negative Stimmung tödlich, vor allem, wenn es hier tatsächlich um ein tödliches Biest gehen sollten. Vor allem waren sie ja alle auf den Nahkampf ausgelegt, außer vielleicht der Fukazawa, was beim Kampf gegen ein sehr großes und kraftvolles Wesen, und wenn es auch nur ein Tier sein sollte, ein eindeutiger Nachteil war. Dann mussten Teamwork und die Abstimmung der einzelnen Fähigkeiten aufeinander stimmen... aber für wen genau führte er nun diesen inneren Dialog? Für niemanden, eigentlich. Leicht irritiert schüttelte er diese ungehörte Schimpftirade ab und konzentrierte sich stattdessen auf den Teamleiter neben ihm.
Ich bin kein Puppenspieler, kein Chuunin, spiele kein Theater und habe nichts gegen Meeresfrüchte, Akio-san...“, murmelte das Schwarzhaar abwesend, während er die neuerlichen Informationen in sein Heftchen eintrug. Ein Puppen- und Schauspieler... sehr interessant. Er würde zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas weiter nachhaken, jetzt schenkte er dem Fukuzawa erst einmal eines seiner – deutlich erkennbar künstlichen – Lächeln: „Vergib mir diesen kleinen Scherz. Ich bin Ninjutsuka, bin aber auch im Kenjutsu bewandert... meine Reichweite beschränkt sich auf nahe bis maximal mittlere Distanz. Ich beherrsche das Suiton recht gut und kann mit hoher körperlicher Kraft dienen, bin allerdings vollkommen unfähig im Bereich des Genjutsu und für einen Shinobi nicht besonders schnell.“ Ja, er sagte all das; für ihn war das hier kein Versuch, seinem Leiter zu beweisen, dass er etwas draufhatte. Er gab stattdessen möglichst neutral wieder, wo seine Stärken und schwächen lagen – nicht, dass er wegen Verschweigens einer falschen Stellung zugeteilt wurde und sein Team oder, viel schlimmer, er selbst deswegen Verluste zu verzeichnen hatte. „In meiner Freizeit trainiere und trinke ich. Mein Lieblingsessen sind Obst und Nudeln.“ Und da war auch die persönliche Komponente. Eine zufriedenstellende Vorstellung. Leicht nickend schob er sein Büchlein wieder in seine Weste zurück – das hatte er gut gemacht. Ein toller Shinobi.
 
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Wenn Tsubasa gewusst hätte, dass ihr Teamleiter die Vorstellungsrunde sofort nach dem Betreten des Schiffes beginnen wollte, hätte Tsubasa sich niemals von der Gruppe getrennt. Nicht umsonst achtete er erst auf seine anderen Teammitglieder, wovon einer das Gespräch mit Akio-San zu suchen schien, während der andere sich woanders hinbewegte. Aber da der kleine Junge davon noch nichts wusste, ging seine Schiffserkundungstour weiter, ohne sich Vorwürfe zu machen, zumindest bis die Tour von einem großen, kahlköpfigen, kräftigen Mann unterbrochen wurde.
Diesen Mann starrte Tsubasa zunächst fassungslos an, während dieser Tsubasa aus dem nichts in die Luft hob und ihn anbrüllte, da kleine Kinder ja im Weg stehen würden und nur Ärger verursachen würden. Zwar war dieses kleine Kind ein Genin, war auf einer Mission, hätte diesen Seemann einfach überwältigen können, aber dies waren ja nur Kleinigkeiten, die man nicht zu beachten hatte. Er sah ja klein aus, deswegen sollte man ihn auch so behandeln, Sachen, die den leider kleinen jungen Burschen immer wieder passieren. Doch hätte man eigentlich sehen sollen, dass dieser Junge ein Stirnband von Soragakure diesmal an der Stirn trug und warum sollte sich ein Junge sonst auf einem Schiff befinden, welches gerade zu einer "Gefahrenzone" hinfuhr, etwa um die Großmutter besuchen zu gehen?
Nachdem Tsubasa dann wieder etwas unsanft auf den Boden abgesetzt wurde, wurde er noch böse angeguckt, was Tsubasa wohl verdeutlichen sollte, dass er schnell verschwinden sollte. "Es tut mir Leid, ich werde mich sofort zu meiner Gruppe begeben und versuchen keinen Ärger zu verursachen." Dies sagte er zwar, obwohl er ganz andere Sachen dachte, aber nun ja, zum einen wollte Tsubasa nicht, dass der Muskelprotz gleich zu seiner Gruppe ging und denen erzählte, dass der kleine Junge nicht hören konnte und zum anderen hatte er gelernt sich so immer höflich und so zu benehmen...
 
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