Haltet den … Irren? – Zweite Etappe – Ein unbezwingbarer Berg

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Tetsuya Daisuke, 7. Okt. 2011.

  1. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Und schon die ersten Schritte von dem Schiff herunter waren irgendwie komisch. Dafür dass es sich hier um das Reich der Erde handelte, war es hier erstaunlich angenehm. Irgendwie hatte er die Gegend wärmer in Erinnerung gehabt, aber das musste wohl ein besonderes Wetter direkt im Dorf sein oder so… Was sie hier erwartete, war etwas anderes. Am Rande des Reichs der Erde war nämlich der Hafen, auf dem die Shinobi nun angekommen waren. Wenn auch nicht ganz vollzählig, würde die neue Teamformation sicher dennoch an ihr Ziel kommen. Während der Tetsuya auf den Steg lief, musste er irgendwie automatisch schon gähnen, weil er ja auch erst vor kurzem wach geworden war und die frische Luft sogar erstaunlich gut tat. Gemütlich warf er einen Blick über die Genin, während der Fahrer des Schiffes grade vom Boot gewatschelt kam, um noch einmal mit dem Tetsuya zu reden. Der Mann erklärte ihm nur irgendwas davon, dass der doppelte Weg auch den doppelten Preis kosten würde, aber das lag ja nun nicht in seiner Macht. Musste er nun also erst mal persönlich draufzahlen, damit die beiden zurück nach Soragakure kamen. War ja nicht so, dass er knapp bei Kasse war oder so… Naja, nun hörten die Shinobi erneut hinter sich die Glocken des Schiffes läuten, als das Schiff den Hafen wieder verließ. Und was erwartete sie? Vor ihnen erstreckte sich ein weiter unbefestigter Trampelpfad, welcher ganz eindeutig zu einem riesigen und wirklich unglaublich hohen Berg führte. Erst jetzt, wo Daisuke endlich die Zeit dazu fand, reckte er den Kopf gen Himmel und blickte den Berg an. Er sah schon so riesig aus, dass man ihn kaum ins Blickfeld bekommen konnte. Außerdem reichte die Spitze so hoch, dass man sie nicht einmal von hier aus erkennen konnte, denn ab einem gewissen Punkt, an dem im Übrigen auch deutlich erkennbar Schnee lag, versank der Berg scheinbar einfach in Nebel, oder sollte man eher Wolken sagen? Daisuke hoffte grade wirklich, dass der Gesuchte sich nicht direkt an der Spitze befand. Nicht dass er es nicht bis dorthin schaffen würde, aber er stieg da ja nicht allein hoch. Der Tetsuya streckte den Arm aus und deutete gelassen auf den Berg in der Ferne. „Dort versteckt sich im Übrigen unser Ziel.“, erklärte er relativ gelassen und seufzte, was deutlich klar machte, dass seine Lust diesen Berg zu besteigen sich ebenfalls in Grenzen hielt. Nichtsdestotrotz war er ein Mann und ihm machte das wohl am wenigsten aus… Danach sah er mal hinüber zu Yukiko und Hebi, woraufhin er dann einen Blick auf seine Armbanduhr warf. Hm… Wann würde wohl der Dritte Genin hier ankommen? Soweit der Tetsuya wusste, sollte dieser direkt hier ankommen. Na dann also los. Warten… Juhu…
  2. Kinzoku Susumu

    Kinzoku Susumu Member

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    Okay wir wollen hier an erster Stelle einmal ehrlich sein, Susumu war alles andere als erfreut. Eigentlich hatte er ja gerade frei, sozusagen Urlaub, wenn es so was im Leben eins Ninja überhaupt gab. Diese Gelegenheit hatte der Künstler genutzt, um sich ein wenig im Reich der Erde umzusehen. Mehr oder weniger ohne Ziel war er durch das Reich der Erde gepilgert. Wenn man wirklich die Wahrheit wissen will, Susumu hatte, wie er es manchmal eben zu tun pflegte, wieder einmal in den Aufzeichnungen seines Clans herumgestöbert. Damals hatte er nicht wirklich nach etwas bestimmten gesucht, sondern einfach einige Aufzeichnungen, die ihm Archiv seines Clans verwahrt wurden, gelesen. Dabei war ihm ein Dokument in die Hände gefallen, das ihm verraten hatte, dass der Ursprung seines Clans im Reich der Erde lag. Zugegeben er hatte in der Schule immer wieder gesagt bekommen, woher sein Clan kam, aber damals waren Dinge wie Geschichte und generell alles was mit den Kinzoku zu tun hatte nicht wirklich interessant gewesen. Aber in diesem Abschnitt seines Lebens, der zum großen Teil mit der Suche nach sich selbst geprägt war, hatte ihn dieses Schriftstück in seinen Bann gezogen. Nicht nur, dass es ihm das Land verraten hatte, dem sein Clan entsprungen war, es hatte ihm auch verraten, in welchem Dorf er seinen Ahnen gegenübertreten konnte. Es hatte nicht lange gedauert und Susumu hatte seine Sachen gepackt und war auf die Suche nach seinen Wurzeln gegangen. Allerdings war all die Abenteuerlust schnell vergangen, denn sein Beruf hatte ihn bald eingeholt. Ein Bote brachte ihm die Nachricht. Er war einer Mission zugewiesen worden. Anscheinend hatte das Team, das er nun unterstützen sollte, einige Probleme mit seiner Besetzung und er, der eigentlich nicht zur Verfügung stand, war natürlich genau zur falschen Zeit im falschen Land gewesen. Das Schicksal hatte wohl wieder vor Spielchen mit ihm zu spielen. Aber er war sich sicher, dass er wenigstens, wenn die Mission fertig war, seinen eigenen Interessen nachgehen konnte. Der Schrieb, dem er nun in Händen hielt, während er über den Kiesweg zum Hafen führte, der wohl als Anlaufstelle für die kleine Gruppe dienen würde, wäre wohl ein einem Feuer besser aufgehoben gewesen, aber Befehle waren Befehle und er war der Letzte, der eine Order ignorieren würde. Mit mieser Stimmung, die sicher von seinem Gesicht abzulesen war, stiefelte Susumu der Anlegestelle entgegen und hatte bald den Haufen erspäht, den er verstärken sollte. Der Kinzoku legte einen Zahn zu, denn er wollte nicht mehr Zeit mit dieser Mission verschwenden, als irgendwie notwendig.
    Einen seltsamen Haufen hatte er hier. Zugegeben, er kannte zumindest den Chuunin der die Gruppe anzuführen schien. Tetsuya Daisuke, ein bekanntes Gesicht, auch wenn Susumu noch nicht das Vergnügen hatte, mit ihm auf eine Mission zu gehen. Der Metallweber hob die Hand zum Gruß und um darauf aufmerksam zu machen, dass er anwesend war und nachdem die letzten Meter überwunden waren, stand er seinem Team gegenüber. Ein kleines weißhaariges Mädchen, ein unscheinbarer Junge mit roten Augen und natürlich der Chef. „Hallo ich bin Kinzoku Susumu und ich wäre verdammt froh, wenn wir das hier schnell hinter uns bringen können. Ich hatte ja eigentlich was vor.“, grummelte der Junge während er Daisuke den Wisch überreichte, der ihm seiner Freizeit beraubt hatte. „Es gibt hoffentlich einen verdammt guten Grund, mich mitten aus dem Urlaub zu holen.“ Susumu wollte eindeutig klarstellen, wie sehr ihm diese ganze Angelegenheit gegen den Strich ging. Er würde sich sicher beschweren, wenn er jemals nach Soragakure zurückkam. Diesen Urlaub hatte der Violinist verdient. Der Kinzoku hatte im ganzen letzten Jahr nicht einmal freigehabt, und jetzt da er sich endlich Zeit für sich genommen hatte, kam das hier. Warum hatte es auch ihn treffen müssen, von all den Leuten, die man hätte, holen können war es natürlich er gewesen. Sein Blick streifte jeden der Ninja vor ihm und hätte er Menschen mit Blicken in Eisskulpturen verwandeln können, so wäre das gerade geschehen. Eigentlich konnten sie ja nichts dafür, aber die wahren Übeltäter waren nicht in seiner Reichweite und irgendwohin musste sein Zorn momentan entwichen. Dass unter seinen Gefährte ein Mädchen war, das aussah als wäre es maximal vierzehn störte den Schmied keineswegs. Sie war eine Sinobi also würde sie wohl auch damit zurechtkommen, wenn jemand mal schlechte Laune hatte. Rein der Höflichkeit halber streckte er Daisuke die Hand hin. Momentan war es ihm ziemlich egal, ob der Chuunin den Handschlag erwidern würde.
  3. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Er hätte nicht gedacht, dass die frische Morgenluft seinem Gemüt so gut tun würde, denn mit einem Mal war er nicht mehr ganz so angekotzt von allem, was hier so von statten ging. Natürlich hatte er nach wie vor nicht sonderlich Lust, auf den Berg zu steigen, aber was ein Mann tun muss, muss ein Mann eben tun! Außerdem schien diese Mission recht spannend zu werden, wenn sie nur noch zu viert waren. Schließlich wusste man bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wann genau der Ersatzgenin anrücken sollte. Vielleicht kommt er auch erst, wenn sie schon alle tot am Boden liegen? Quatsch, nein! Hebi war doch in dieser Mission! Sie konnten also nicht am Boden liegen! Niemals!
    Doch wenn man wieder zurück zum eigentlichen Geschehen schaute, merkte man schnell, dass der Rotäugige nicht lange allein draußen stehen bleiben sollte, denn Daisuke und Yukiko gesellten sich wenig später auch noch dazu. Aber wo blieb Josho? War der nicht auch noch irgendwo? Wahrscheinlich bleibt der einfach nur bei Azuki. Stören tut es Hebi jedenfalls nicht. Der Typ war in seinen Augen ohnehin nutzlos. Ob er da war oder nicht, spielte für ihn keine Rolle. Er hatte andere Dinge, mit denen er sich beschäftigen konnte: How to besteig a Berg und solche Sachen. Der Trampelpfad sah jedenfalls nicht so aus, als würde er es dem Genin leicht machen wollen. Sicher muss er sich dann auch noch körperlich betätigen. Warum nochmal ist irgendsoein Spinner auf irgendsoeinem einem Berg? Kann der nicht, wie alle anderen normalen Leute, sich irgendwo in irgendeinem Wald niederlassen und dort irgendwelche krummen Dinger machen? Wilde Tiere sind Hebi wesentlich lieber, als wilde Tiere, Schnee und ein blöder Berg. Vor allem dass da oben Schnee ist, geht dem Sakkaku ziemlich auf den Geist. Wer zur Hölle hat den dort hin gemacht!? N'ach, das ist doch blöd. Aber da er so awesome ist, nimmt er es einfach hin, ohne zu motzen. Daisuke sah nämlich auch nicht gerade danach aus, als würde er groß Lust darauf haben. Allgemein schien die Stimmung des Teams auf dem Tiefpunkt zu sein. Naja, was heißt „Des Teams“? Hebi war ja schließlich recht gut gelaunt und auch der Berg konnte ihm diese Laune nicht zunichte machen. So eine kleine Mütze Schlaf und ein wenig frische Luft bewirkten sogar bei ihm kleine Wunder. Also setzte er sein altbewährtes Grinsen wieder auf und musterte den Neunankömmling, der gerade zu der Truppe stoß und sich ebenfalls nicht freute, hier sein zu dürfen. Mensch, das muss ja eine tolle Mission sein... Zumal sie noch nicht einmal richtig angefangen hat. Enthusiasmus wird jedenfalls nicht gerade groß geschrieben, selbst wenn es aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine B-Rang-Mission handelte, mehr Lohn gibt. Sollte man dann nicht eigentlich glücklicher sein? Nunja, wahrscheinlich waren sie einfach nur nicht ganz so materialistisch eingestellt, wie der Sakkaku, welcher Susumu von oben bis unten musterte, während dieser sprach. Bei dem Wort „Urlaub“ musste der Braunhaarige leicht schmunzeln. Es macht irgendwie nicht den Eindruck, als würde Susumu wissen, dass er nicht einmal von Urlaub träumen konnte, sobald er sich als Ninja betitelt. Selbst Hebi war das klar. Und wer jetzt schon so rummotzte, der war sicher auch nicht gerade mit Leib und Seele bei der Mission. Sie alle wären lieber an einem anderen Ort und würden was anderes tun, dass mit weniger Bergen zu tun hätte, aber das Leben ist eben kein Ponyhof. Dessen sollte man sich schon bewusst sein.
    „So! Da das nun geklärt ist... Können wir dann?“, meinte er keinesfalls als hätte er sich als eigentlichen Leiter erklärt und wollte damit lediglich darauf hinaus, dass, je mehr Zeit sie hier herumstehen, diese Mission auch nicht eher vorbei sein wird. Je schneller, umso besser. Was nicht bedeutete, dass sie nun unvorsichtig sein könnten.
    Mit schnellem Schritt, drehte er sich vom Rest weg und ging dann doch etwas langsamer auf den Berg zu. „Das Waaaandern ist des Müllers Lust!~“
  4. Fukazawa Akio

    Fukazawa Akio Member

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    Ikari Yukiko war ein Mensch, der selten handgreiflich wurde. Nicht, weil sie so friedlich und wohlwollend war, sondern einfach, weil ihr Körper was Kraft anging, nicht einmal mit einem Akademieschüler mithalten konnte. Es lohnte sich nicht, jemanden zu schlagen, wenn ihr das mehr weh tat, als dem Geschlagenen, ebenso machte es keinen Sinn, wenn diese Person mit ihr zusammen arbeiten musste. Trotz dieser Grundsituation, wollte Yukiko in den wenigen Minuten, die verstrichen, nachdem Daisuke erklärt hatte, dass Josho Azuki begleiten würde, dreimal schlagen: Er sich vor den Kopf, dann Susumu vor den Mund und dann wieder sich selbst an die Stirn.
    Diese erste unbedachte Gewalthandlung, die ihre Hand allerdings nur kurz zucken ließ, bevor sie sich wieder gefangen hatte, war dem Genin geschuldet, der mit einer Fresse daherkam, als hätte man ihn gezwungen, eine Kanne Essig auf Ex zu leeren. Was erwartete der feine Herr denn hier, eine Sänfte samt Trägern, einen Haufen voll Gold oder doch nur den Jungbrunnen? Mal ehrlich, egal, was für eine Grund er hatte, zu schmollen, er sollte lieber die Klappe halten, zumindest sie war durchaus etwas gereizt, dass bereits zwei Genin aus dem Team fehlten, bevor sie ihre Aufgabe auch nur begonnen hatten. Wie es da Daisuke als Teamleiter ging, war wohl etwa zu vermuten. Da würde es sich nun vielleicht anbieten, sich nun vielleicht nett vorzustellen und sich dann zu Luft zu machen, sodass es noch ein Ärgernis weniger gab. Allerdings tat der Genin genau das Gegenteil, er begann auch noch zu motzen, dass er Urlaub gehabt hatte. Das war übrigens der Moment, in dem Yukiko die Hand gerne auf den Mund des langhaarigen Jungen gepresst hätte, um jegliches Herausquellen von noch mehr Dummheiten zu verhindern. Sie hatte nämlich das Gefühl, dass sie wenigstens ein wenig Harmonie brauchen würden, um diese Mission zu überstehen und er schaffte es gerade, sogar sie auf die Palme zu bringen. Der letzte Facepalm ging dann auf Kosten des "verdammt guten Grundes", denn sie hätte ihm gerne entgegen geschleudert, dass er seine eigene Person als kleiner Anfängerninja nicht überschätzen solle und dass man ihn sogar aus den Windeln läuten könnte, wenn man es so in der Dorfverwaltung wolle. Anrecht auf Urlaub war ja wohl Schnee von Äonen zuvor und als Genin hatte man sowas ganz bestimmt nicht. Es wäre schon Grund genug, wenn einer aus der Dorfverwaltung ein Aua am großen Zeh hätte, um Susumu aus dem Urlaub zu ihm zu beordern, aber nun gut... nichts davon verließ wie immer ihre Gedanken. Ihr Gesicht bleib neutral, beinahe etwas abwesend, obwohl sie wirklich gerade etwas passivaggressiv war und man sich es besser nicht noch etwas mit ihr verscherzen sollte. Wobei, warum auch nicht, Teammitglieder zu attackieren war nicht gerade die feine Soraart und Yukiko würde den Erfolg einer Mission sicherlich nicht aufgrund von persönlichen Animositäten aufs Spiel setzen... außer wenn es sich um Kibo handelte, aber der Chuunin war nicht hier. Also würde sie den Motzrüpel ein wenig beiseite schieben und darauf hoffen, dass Daisuke ihn zu Brei schlagen würde oder ähnliches. Selbst Hebis Trällern ignorierte sie gekonnt, indem sie sich wieder einmal sein schmerzverzerrtes Gesicht in Erinnerung lief, nachdem er böse einen Schlag unter die Gürtellinie hatte einstecken müssen. "Ikari Yukiko.", stellte sie sich knapp vor, reichte aber keine Hand in Richtung des Größeren, der ihr die seine auch nicht angeboten hatte. Sie wartete allerdings noch auf Daisuke, damit sie nicht umsonst loslief oder gar eine Standpauke verpasste, ehe sie sich umdrehte und in Richtung Berg davon lief.
  5. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Harmonie? Nein, damit war nun Schluss. Wo Daisuke eben noch versuchte sich in eine annehmbare Stimmung zu versetzen, war dies nun alles wie weggeblasen. Eben hatte er noch relativ ruhig an das Ankommen seines letzten, und neuen, Schützlings gewartet und nun war der Tetsuya kurz davor diesen mit einem deftigen Arschtritt aus der Umlaufbahn zu treten. An seiner Gestik und Mimik war sehr gut zu erkennen wie ungehalten der Tetsuya grade war, immerhin waren die Hände zu Fäusten geballt, auf den Armen zeichneten sich die Adern ab, weil die Muskeln dermaßen angespannt waren und seine linke Augenbraue zuckte nervös… Aber warum war der junge Chuunin denn so angepisst in diesem Moment?
    Nun ja, zu allererst ist da der Punkt, dass Daisuke schon zwei seiner eigentlichen Teammitglieder wieder nach Hause schicken musste, was ihm eigentlich wirklich wiederstrebt. Dazu kommt noch, dass das hier eine B-Rang Mission ist, die nicht ganz so easy ist und da sicher noch viel auf sie zukommt, dann müssen sie einen riesigen Berg erklimmen, der dazu auch noch schweinekalt aussieht und so hoch ist, dass meine seine Spitze ja nicht mal mit viel Fantasie erkennen kann und zu guter Letzt wäre da der charmante Genin, welcher empört darüber berichtet, dass er seinen Urlaub gestrichen bekommt. Und ja, letzteres ist grade das, was Daisuke am meisten anpisst und worüber er seine Wut auch offenherzig loswerden lassen kann. Seit er Chuunin ist, war der Tetsuya eigentlich immer ziemlich zahm, hat eigentlich keinem den Kopf abgebissen und auch nur selten gedroht, aber so langsam bekam er zunehmend das Gefühl, dass die Genin ihn oftmals gar nicht richtig ernst nahmen. Er war ihr Vorgesetzter und dazu noch ein Tetsuya, worauf er ja nun nicht mehr so großen Wert legte, aber irrelevant war es dennoch nicht. Also sollte man ihm doch entsprechenden Respekt gegenüberbringen. Vor allem: Was dachte dieser Kerl sich? Was genau hatte er denn bitte erwartet, wenn er Shinobi wird? Urlaub? Hatte mal irgendjemand gefragt, wann Daisuke seinen letzten Urlaub hatte?! Wann er das letzte Mal nicht eine Mission leiten musste?! Da stellte sich dieser Bengel, der kaum zwei Zentimeter größer war als Daisuke sich vor ihn und riss das Maul darüber auf, dass er ihm einen triftigen Grund dafür geben sollte, warum er denn hier ist… Das adlige Blut in seinen Adern kochte vor Wut. Echt… So etwas hatte selbst er lange nicht erlebt… Und Daisuke hatte einiges an Beleidigungen und Frechheiten über sich ergehen lassen müssen. Der ein oder andere hat sich an solchen wagemutigen Kommentaren sogar den Kiefer gebrochen, aber seine Autorität schien niemand mehr für voll zu nehmen. Zumindest kam er sich grade ganz schön verarscht vor…
    Dazu kam noch, dass der Sakkaku nun mit Drängeln anfing und auch noch sang, während er sich in Richtung Berg zu bewegen begann. Ist ja nicht so, als würde es sich hier um einen verrückten Wissenschaftler handeln, der versucht die Menschheit zu unterwerfen. Nein, nein Hebi. Dem schien einfach die Sonne aus dem Arsch, als wäre das hier sein Urlaub. Die einzige, die sich einigermaßen professionell verhielt, war Yukiko, obwohl er von der ja schon gar nichts anderes mehr erwartete…
    Und nun geschah es… Daisukes Körper begann zu zitter, nein viel eher zu beben, als er, wie sagt man das am besten? Platzte? Ja, es war als würde ein Vulkan ausbrechen, als der Junge das Bein an hob und es mit unglaublicher Kraft auf den Boden zurasen ließ, sodass der Boden unter seinen Füßen schon etwas rissig wurde und um die Genin herum zu wackeln begann. Nicht so bedenklich, dass man auf die Füße fallen musste, aber genug um sich ausbalancieren zu müssen. Eine pochende Ader auf der Stirn des jungen Mannes machte seine Wut nur noch deutlicher, als der bedrohliche Blick in den türkisfarbenen Augen den Kinzoku traf. Anstatt dem üblichen ‚wie bitte‘ kam von Daisuke ein: „Was?!“, hervor gezischt, das eigentlich schon Bände sprach. „Willst du mich verarschen oder was?!“ Ja, er hat mich gesagt, wenn er wütend ist, ist er eher Daisuke, als Tetsuya-sama. Übrigens wurden seine Worte nur von einem wütenden Schnauben unterbrochen, welches irgendwie an einen Stier erinnerte, der ein rotes Tuch fixierte. „Was hast DU eigentlich für Nerven hier so aufzutreten?! Willst du mal wissen wann ICH meinen letzten ‚Urlaub‘ hatte?! Das war frühestens vor neun Jahren, bevor ich auf die Akademie ging!“ Fassungslos schlug der Chuunin sich die Hand vor die Stirn. „Was denkst du denn wozu du dieses Ding da trägst?! Sicher nicht um schick auszusehen!“, brüllte er den Kinzoku an, wobei er auf das Stirnband von Soragakure am Kinzoku deutete. „Ich fasse es nicht, dass das die Zukunft meines Landes sein soll... Alter...“, murmelte er grimmig zu sich selbst, wonach er dem Kinzoku einen fast schon tödlichen Blick zuwarf. „Ich kann dir versprechen, dass du, wenn du mich noch mal so reizt, kostenlos einen Flug an die Spitze dieses Berges bekommst, gesponsert von meinen linken Arm, klar?!“ Noch einmal schnaubte der Tetsuya, ehe er sich einfach umdrehte und sich ebenfalls in Richtung Berg bewegte, ohne den Neuankömmling noch einmal anzusehen. Aber hey, was hatte der denn erwartet, wenn er nach dieser Manier hier angetanzt kommt? „Und nun folge Ihm. Du darfst Tetsuya-sama zu Ihm sagen und wenn du Ihn duzt, reißt Er dir den Arsch auf.“, fügte er grimmig hinzu, ehe er die anderen beiden total locker überholte und sich an die Spitze vorkämpfte. Nun galt sein Blick kurz einmal Hebi, dem er nur kurz ein paar Worte zukommen ließ: „Und du hör auf zu singen, das ist ja nicht auszuhalten.“ Grimmig wie eh und je, aber nun wo er sich ausgekotzt hatte, konnte seine Laune ja eigentlich nur noch besser werden?
    Nach kurzer Zeit kamen sie am Fuß des Berges an, von dem aus nur ein Weg weiter hinauf führte. Es war eindeutig eine Route und Daisuke wusste, dass es auch nur diese eine gab. Als er den ersten Schritt auf den minimal befestigten Weg setzte, stoppte er noch einmal kurz, ohne sich dem Team zuzuwenden. „Um das noch einmal für euch alle deutlich zu machen: Das hier ist kein Ferienausflug, sondern eine B-Rang Mission. Und falls ihr es bisher noch nicht so ernst genommen habt, teilt Er euch nun noch einmal ganz deutlich mit, dass es bei dieser Mission darum geht einen Irren aufzuhalten, der versucht die Welt zu versklaven. Aber hey, wir wollen doch hoffen, dass das Grund genug ist deinen Urlaub zu unterbrechen, Susumu-chan…“ Seufzend stapfte er weiter, während seine Laune sich langsam wieder zu beruhigen schien. „Er hofft ihr fühlt euch alle dazu in der Lage einen Berg zu besteigen, wenn euch euer Gepäck zu schwer wird, könnt ihr es auch Ihm geben, für Ihn ist das kein Problem.“ Also… Dann wollten sie doch endlich mal den ersten Teil des Berges besteigen… Die ersten Meter waren immerhin nicht besonders Steil und auch nicht rutschig, bisher ging es tatsächlich schlicht und ergreifend einfach nur bergauf…
  6. Kinzoku Susumu

    Kinzoku Susumu Member

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    Ein wahrhaft bunter Haufen, und keiner, dem er sich länger als irgend notwendig aussetzen wollte. Zugegeben das weißhaarige Mädchen war schon ganz süß, aber gleichzeitig hatte sie dieses ausdruckslose Gesicht, das nur eines sagte. „Ich kann dich anlügen und du wirst es nicht einmal merken mein Lieber.“ Eine gefährliche Mischung, zu gefährlich, zumindest in Susumus Augen. Wenn man nun glaubte, Susumu wäre das Schmunzeln das über Hebis Lippen huschte entgangen lag falsch. Ja er hatte es gesehen, aber warum sollte er ihm Bedeutung beimessen. Er kannte den Jungen nicht und in seinem momentanen Gemütszustand war das wohl für beide besser so. Allerdings war der Metallweber etwas empört darüber, dass er nicht den Namen des Rotäugigen erfahren hatte. Namen waren von allen Geschenken die wertvollsten, also konnte er es dem Genin nicht verübeln seinen nicht leichtfertig preisgeben zu wollen. Sein Aufforderung sich in Bewegung zu setzten kam dem Kinzoku aber ziemlich recht, er hatte keine Zeit zu verschwenden. Seine Ahnen warteten auf ihn, seine ganze Vergangenheit lag in Reichweite. Eigentlich hätte er nur den Arm ausstrecken und seine Hand um sie schließen müssen. Aber so bitter es auch war, jetzt war es Zeit zu arbeiten. Aber würde er zurückkommen, er würde seine Suche beenden, er würde finden, wonach er suchte und wenn es noch Jahre dauern würde. Susumu würde sich selbst finden, in dieser Einöde aus Steinen und Felsbrocken. Vielleicht war ja diese Mission Teil seines Weges, vielleicht hielt sie etwas für ihn bereit, woran er in seiner Wut nicht gedacht hatte. Sein Onkel hatte jeden Zufall als eine Gelegenheit beschrieben, einen Weg um aus der Verklemmtheit des eigenen Blickwinkels zu finden. Vielleicht sollte diese Mission genau das sein, er wusste es nicht, und obwohl ihn gerade diese Erkenntnis ein wenig beruhigte konnte, er sich immer noch nicht wirklich von dem Zorn, der in seinem Bauch wütete, befreien. Der Violinist hatte wohl die ganze Zeit seinen eisigen Blick auf dem Mädchen ruhen lassen, denn sie schien es für notwendig zu halten ihm ihren Namen zu nennen. Aus Reflex verbeugte er sich kurz in ihre Richtung und das gerade noch bevor die Standpauke des Chuunin begann. Susumu starrte ihm in die Augen, während der Tetsuya ganz offensichtlich seine Wut aus ihm abließ. Niemand explodierte spontan so, zumindest niemand, den der Genin kannte. Auch wenn er merkte, wie die Ansprache wieder seine Wut schürte, versuchte er sich unter Kontrolle zu halten. Sein Augenlid zuckte kurz und er war kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Was maßte sich dieser Schnösel denn hier an, er war sein Anführer, das ja und vermutlich war es genau das was ihn davor bewahrte eine gescheuert zu bekommen. Allerdings hätte das nichts ausgerichtet, denn sein Gegenüber war Chuunin, diesen Rang bekam man nicht durchs Däumchendrehen. Hätte der Weißhaarige vor ihm auch nur einmal seinen Urlaub für eine Mission unterbrechen müssen, dann hätte er sicher genauso reagiert wie der Kinzoku. Anscheinend schien er der Meinung zu sein, dass mit Susumus Leben als Ninja auch sein ganzes Privatleben flöten gegangen war. Und während sich Susumus Hand immer stärker um den Griff seines Schwertes an seiner Hüfte schloss und seine Zähne immer mehr Druck aufeinander ausübten, musste er daran denken, wie lächerlich das hier wohl auf Außenstehende wirken musste. Zwei Teenager die sich miteinander stritten, ein erbärmliches Bild. Daisuke wies ihn auf die Bedeutung seines Stirnbandes hin, dass der Hobbyschmied locker an seinem Gürtel baumeln hatte. „Hier ist ja wohl jemand auf dem falschen Fuß aufgestanden“, flüsterte Susumu in einen Bart, den er gar nicht hatte. Wenn sein Gegenüber herum murmeln durfte, hatte er auch das Recht dazu, Chuunin hin oder her. Aber die Torte, die hier gebacken wurde, war noch lange nicht fertig, jetzt meinte unser Chuunin auch noch sich für etwas Besseres zu halten. „Ts.“ Mehr kam wohl nicht über Susumu Lippen, noch nicht. Er wandte sich mit einem abfälligen Lächeln ab und reihte sich in die Kolonne ein. Als Letzter selbstverständlich. Er hatte gerade nicht den klaren Verstand, der nötig war, um die Situation zu entschärfen und er wusste, dass es nichts bringen, würde sich mit dem Chuunin anzulegen. Der Titel war hier das Einzige, was ihn davon abhielt, auch seiner Wut Luft zu machen. Ein unfaires System, unfair aber notwendig. Der Kinzoku ignorierte den Kommentar, bezüglich seines Urlaubs, der sich in die Missionsinformationen eingeschlichen zu haben schien. „Klar, als ob es von denen nicht schon genug gibt“, murmelte er, während er einfach stur der Gruppe nachlief aber er war noch nicht fertig. „Und wir sind natürlich die Einzigen, die ihn aufhalten können“ jetzt grinste der Junge bösartig. Irgendwie kam er sich vor wie in einem verdammt schlechten Roman. Wenn die Situation wirklich so brenzlig wäre, dann hätte man nicht diesen Haufen hier geschickt. Aber anscheinend dachte ihre Hoheit da vorne wirklich, dass etwas Dramatisches passieren könnte. Es war ein gutes Gefühl eine wenig Dampf abzulassen. Gerade konnte er es nicht erwarten diesen Berg zu erklimmen und seine Wut zu etwas Sinnvollem zu nutzen. Dann wollen wir doch. Holpriger Start, aber es kann nicht schlimmer werden.
  7. Sakkaku Hebi

    Sakkaku Hebi Genin

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    Hebi hätte nie gedacht, dass es noch schlimmer kommen könnte, als es eh schon ist. Sicher waren alle nicht unbedingt mit dem einverstanden, was Susumu (4) da von sich gab, aber war das wirklich ein Grund so dermaßen auszurasten? Wäre es nicht viel produktiver gewesen, ihn in einer ruhigen Art zurechtzuweisen? Denn seien wir mal ehrlich: Wen interessiert schon der blöde Nöl eines Mannes, der während seiner Ansage keift und schnauft, wie eine Wildsau? Zumindest hatte Hebi diesen netten Vergleich angestellt, als er das Geschehen, durch das Aufstampfen von Daisuke wahrnahm. Er fand es recht beeindruckend, dass hinter Daisuke's Kraft so viel Power steckte, dass die Erde begann ein wenig zu beben, dennoch war das nicht gerade das Beste, was er hätte tun können. Schließlich befinden sich sich an einem Berg. Es wäre ungut, wenn sie von einer Steinlawine erschlagen werden, ehe sie nicht einmal ein Viertel des eben benannten Berges bestiegen haben. Vor allem weiter oben ist es nicht praktisch, da Schnee für den Sakkaku noch um einiges widerlicher ist als Gestein und man dort auch noch richtig klettern müsste. Jetzt laufen sie ja noch gemütlich einen einfachen Wanderpfad entlang, der an einigen Stellen vielleicht etwas matschiger sein könnte.
    Und je höher sie diesen scheiß Berg bestiegen, umso kälter wurde es auch noch. Gott, war das nervig. Am liebsten wäre Hebi jetzt wieder zu hause, schlafend in seine schöne, warme Decke gemurmelt, oder aber er würde draußen umherrennen und ein paar dumme Leute trollen.
    Wobei man Letzteres sicher auch innerhalb dieser Mission anpeilen konnte. Denn Daisukes Kommentar zu seinem Gesang war mehr als nur unpassend. Wenn er nun dachte, Hebi hätte nurn Angst vor ihm, oder soetwas wie Ehrfurcht, dann hatte er sich getäuscht. Im Gegenteil. Würde er Daisuke gegenüber solche Dinge verspüren, dann wären sie jetzt völlig abhanden gekommen. Niemand mag Leute, die ihre schlechte Laune an anderen Leuten auslassen. Schon gar nicht der Sakkaku. Er war richtig empört darüber, wie der Tetsuya mit den Leuten hier umsprang. Wirklich professionell war das Ganze ja nun nicht gerade. Und es wirkte auch in keinem Fall so produktiv, dass die Stimmung der Mission gehobener wurde. Sie wurde eher viel mieser. Teamwork sollte es damit dann wohl auch nicht geben. Zumindest wahrscheinlich nicht zwischen Hebi, Susumu und Daisuke. Kann zwar gut sein, dass sie auf Anweisungen hören, aber wenn man nicht gut miteinander klarkommt, dann spricht das ja auch nicht gerade dafür, dass Kämpfe oder Ähnliches ein reibungsloses Ablaufen bekämen.

    Als Daisuke so vor allen lief, stellte sich Hebi vor, wie er ihm ein Messer in den Rücken rammte. Zielgerichtet und ohne Gnade. Dieser Typ pisste ihn so dermaßen an. Schon während seiner Genin-Prüfung ging er ihm gehörig auf den Zeiger, auch wenn er dort nichts Schlimmes gemacht hatte. Doch wenn der Tetsuya schon so ein Gefühl hatte, dass Hebi ihm in irgendeiner Weise unsympathisch erschien, dann hat er nun allen Grund dazu. Und an dem ist er auch noch selbst schuld. Schließlich hatte sich der Genin vorgenommen, in Missionen etwas mehr mit seinen Teammades zu interagieren und mehr mit ihnen zu sprechen, um auf einen besseren Nenner zu kommen, scheinbar wurde das hier aber nicht gerne gesehen, weswegen er sich nun noch weniger mit ihnen auseinander setzen wird. Ja, er machte da gerade tatsächlich etwas Persönliches draus. Ist es ihm zu verübeln? Er ist sich jedenfalls keiner Schuld bewusst und beachtete den Chunin nicht einmal, als dieser das Angebot machte, ihre Taschen zu tragen. Auch wenn es kein direktes Angebot an Hebi war... Als würde er sich nun noch dazu herablassen, diesem Idioten sein Gepäck zu geben. Also bitte... Wer denkt er, wer er ist? „Tze, scheiß Drecks-Mission. Die Pisse hätte ich mir auch sparen können! Hier muss man sich ja echt noch die Blöße geben.“
    Ohne Daisuke auch nur anzuschauen, ging er danach einfach weiter, als alle wieder voran schreiteten.
    Zuletzt bearbeitet: 15. Okt. 2011
  8. Fukazawa Akio

    Fukazawa Akio Member

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    Während sich ein gedanklicher Kleinkrieg zwischen den Herren der Mission anzubahnen begann, schien Yukiko im Geheimen die Sonne aus dem Arsch. Ja, der kleinen Genjutsuka mit den weißen Haaren ging es so richtig gut, während Daisuke die Nerven verlor und Susumu für sein etwas anmaßendes Verhalten zurecht stutzte. Auch wenn man das ihrem ausdruckslosen Gesicht nicht ansehen konnte, so amüsierte sie sich gerade wie ein König darüber, wie Susumu zur Schnecke gemacht wurde und das von dem Weißhaar, das zu allem Überfluss auch noch kleiner als der Zusammengeschissene war. Daisuke war wohl wirklich ziemlich kontrolliert gewesen, seit er zum Chuunin ernannt wurde, aber das war wohl eine Glanzleistung seinerselbst gewesen, die an eine Menge Selbstkontrolle geknüpft war. Wenn man sowieso schon gereizt war, weil die B-Rang-Mission, die sie hier vor sich hatten, schon schlecht begonnen hatte, dann war es wohl wirklich keine besonders geniale Idee, den Teamleiter auch noch so anzureden. Nein, die kleine Ikari war sich zwar nicht sicher, ob der Kinzoku das in solchem Ausmaße verdient hatte, aber irgendwie hatte sie einen wahnsinnigen Spaß daran. Das durfte nun eigentlich nicht wundern, hatte sie doch auf der letzten Mission nicht nur Hebis Missgeschick erheitert, sondern auch die Kontrolle über die Diebin, die sie auch hätte strippen lassen können - aber da war sie dann wohl doch noch zu feminin und zu jung für. Das neutrale Gesicht der Ikari ließ sich übrigens nicht nur auf Susumus Art und Weise interpretieren, wenn man sie kannte könnte man es auch in "Du steckst in einem Genjutsu, mein Lieber, aber ich sage es dir, weil du eh nicht rauskommst, hihi." umformulieren. Allerdings war Susumu ihr dennoch sympathischer als Hebi, da er ihre Vorstellung zur Kenntnis genommen hatte und nicht wie ein Irrer zu singen begann. Das Lied und die offenbare Fröhlichkeit des Jungen regten sie nämlich auch ein wenig auf, da er es offenbar einfach so hinnahm, dass sie nun schon zwei Teammitglieder eingebüßt hatten und die Mission schon zu scheitern schien, bevor man sie überhaupt richtig begonnen hatte. Prompt wurde auch Hebi von dem nun sichtlich übel gelaunten Daisuke angeschissen, was ihn wohl relativ verärgerte - aber die ungewollte Demonstration der Kräfte des Chuunin hatten wohl gereicht, um ihm klar zu machen, dass er es besser nicht wagen sollte, nun auch noch aufzumucken. Das war ein Spaß! Und wieder hätten sich die Mundwinkel der Ikari nur zu gern in die Höhe gehoben, aber das verkniff sie sich mal wieder. Es war sicherlich nicht besonders höflich, sich einen über seine Teamkameraden abzugrinsen, als gäbe es nichts lustigeres auf der Welt.
    Yukiko folgte also weiterhin der Gruppe, immer noch darauf bedacht, keinen Funken Emotion hindurch sickern zu lassen und beobachtete dabei den Neuankömmling. Er trug ein Schwert, also schien er zumindest nicht unbewandert auf dem Gebiet des Taijutsu. Der Kinzokuclan war allerdings relativ bekannt in Soragakure, immerhin hatte er die fliegende Stadt mit aufgebaut - und sie waren ja eigentlich mehr für Ninjutsus bekannt, nicht wahr? Also würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so der Bringer auf ihrem Spezialgebiet sein, denn gleich alle drei Gebiete zu beherrschen war schon recht fortgeschritten. Wobei - sie wusste nichts über das Stärkelevel des Kinzoku, vielleicht übertraf er sie ja bei weitem. Als Daisuke jedoch nach ihrem Gepäck fragte und die beiden Jungen sein Angebot schlichtweg ignorierten - Männer?! - lächelte Yukiko. Das kam ihr durchaus gelegen, denn offenbar im Gegensatz zu den drei anderen war das Mädchen körperlich eine kleine Ruine. Auch wenn sie genug trainiert hatte, dass sie nun nichtmehr von jeder noch so lahmen Schnecke überholt wurde, so war sie richtiggehend schwach. Und da würde sie sicherlich nicht so dumm sein und ihren Rucksack selber tragen, wenn man ihr anbot, ihn ihr abzunehmen. "Einen Moment, bitte...", murmelte sie und nahm das Gepäckstück ab, um hinein zu greifen und einen länglichen, metallenen Gegenstand herauszuziehen. Ihre Flöte war die einzige Waffe, die sie zu benutzen pflegte und diese wollte sie logischerweise nicht abgeben. Der Rest aber - ein paar andere Waffen und einen Haufen Explosionstags, sowie Verpflegung - war da nicht ganz so wichtig. Sie machte den Reißverschluss wieder zu und hielt den Rucksack Daisuke mit einem seltenen Lächeln und einem "Danke sehr!" entgegen, während sie das kalte Metall mit einer ihrer kleinen Hände umschloss.
  9. Tetsuya Daisuke

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    Einfach nur bergauf laufen, war ziemlich einfach. Für Daisuke würde es auch eine ganze Weile dauern, bis er selbst an den Punkt kam, an dem das Erklimmen eines Berges für ihn eine Herausforderung darstellte. Immerhin war jeder noch so kleine Muskel im Körper des Chuunin zu monströser Stärke heraufgezogen worden. So könnte er zum Beispiel Leute vor den Kopf schnipsen und sie damit umbringen, aber es war wohl tatsächlich ein Glück, dass der Tetsuya ja eigentlich einer von den Guten war und nicht auf Morden aus war. Sonst würden so einige Leute auf diesem Planeten nicht mehr viel länger das Recht zum Leben haben… Aber nur weil er stark war, hielt er sich noch lange nicht für einen Gott, also eine Person, die das Recht hat, über Leben und Tod zu entscheiden. Großer Kraft folgt auch große Verantwortung, was er mal wieder durch das Durchbrennen der strapazierten Nerven gezeigt hatte, denn Daisuke hatte sich in seiner Jugend bei weitem weniger im Griff als heute. Aber auch dafür hatte er lange Zeit trainieren müssen, denn er ist nicht nur körperlich trainiert, sondern auch nicht mehr ein einfacher pubertierender Teenager. Er unterrichtete jüngere Shinobi und war sogar nicht selten Helfer bei den Geninprüfungen seiner Fraktion, wer konnte das schon von sich behaupten? Es war schon erstaunlich, wie wenig Respekt man ihm gegenüberbrachte, was ihn schon wieder auf Gedanken brachte, auf die man ihn nicht bringen sollte. War er vielleicht bisher immer zu nett gewesen? Grade weil Iwamoto Yuto, sein bester Freund, auch sein größtes Vorbild war, hatte Daisuke sich so zu einem Kumpeltypen entwickelt, seit er Chuunin war, immerhin hätte er zuvor andere Kerle nicht einmal mit dem Arsch angesehen. Vielleicht war das ein Fehler gewesen, wenn jetzt schon solche blutigen Anfänger begannen auf seiner Nase herumzutanzen. Auch wenn Daisuke sogar kleiner als Susumu und auch kaum älter war, war der Tetsuya doch schon wesentlich länger Shinobi, wesentlich besser ausgebildet und hatte ein gewisses Maß an Respekt verdient. Aber scheinbar erkannten ihn diese pubertierenden Kerle als irgendwie gleichwertig… Spätestens wenn sie ihn kämpfen sahen, würden sie schon aufhören rum zu murren, ansonsten musste er wohl tatsächlich mal zu Strafen greifen. Was zum Beispiel, wenn der Tetsuya den nörgelnden Urlauber die Taschen hätte tragen lassen? Man sollte sich so manches Mal überlegen, wie man mit einem Vorgesetzen umspringt, denn die Welt ist nicht immer Hello Kitty rosa und grade Daisuke hat ein unberechenbares Gemüt. Nicht professionell? Ach bitte… Versuchen wir doch mal einen Chuunin aufzuzählen, der nicht seinen Willen oder Charakter hat. Die konnten froh sein, dass sie nicht Kibo aus Teamleiter hatten, denn dieser hätte sie wahrscheinlich sogar in Konoha sterben lassen, was er ja auch mit dem Tetsuya fast geschafft hatte… Grade wünschte sich der Tetsuya nichts mehr als einmal in einem Chuuninteam agieren zu dürfen, aber scheinbar war Daisuke wohl doch ein so guter Teamleiter, dass man ihm die Drecksarbeit mit den Genin überließ. Vielleicht sollte er mal einen zurücklassen oder so… Ach, als ob er das könnte. Die Situation nervte ihn grade tierisch. Warum konnten solche nervigen Bälger nicht ausscheiden? Anstatt Azuki, die sich immer so sehr bemühte, und Josho, welcher ja auch Besserung versprach. Nein, Daisuke bekam die aufmüpfigen, kleinen Jungs, bei denen scheinbar grade die ersten Hormonschübe einsetzten. Hoffentlich mussten die sich auch mal so mit irgendwelchen Bälgern herumquälen, wenn sie einmal Chuunin waren… Wenn die überhaupt Chuunin werden würden.
    Während Daisuke sich in seinen Hass verstrickte und immer stinkiger wurde, ja das war lange noch nicht alles, das kann man noch eine Weile steigern, bemerkte er erst gar nicht, dass er ja ein Angebot gemacht hatte, welches er noch einzulösen hatte. Erst als er Yukikos Stimme hörte, fiel ihm wieder ein, dass er ja angeboten hatte das Gepäck zu tragen. Als das Mädchen ihn anlächelte und sich bedankte, entspannte sich auch das Gesicht des Jungen und er musste ebenfalls etwas lächeln. Wenn doch er so inkompetent war, wie konnte es dann sein, dass ein erfahrener Genin, wie Yukiko, so gut mit ihm auskam? Dass die beiden anderen Genin nun schmollten, war ihm ziemlich egal. So hoch wie dieser Berg war, war er sich sicher, dass sie früher oder später darum bitten würden, dass er das für sie übernahm. Kindsköpfe… Während er sich den Rucksack von Yukiko über seinen Warf, blickte er kurz noch mal hinauf zur Spitze, welche im Nebel so gut wie gar nicht zu erkennen war. „Das wird ein hartes Stück Arbeit…“, sagte er nachdenklich. Scheinbar hatte ihn nur der Blick von Yukiko wieder etwas heruntergeholt. Ob sie das gewollt hatte? Immerhin hatte sie sich doch so köstlich amüsiert! Ach was, früher oder später kam da sicher noch mehr…
    Sie liefen noch ein recht weites Stück in absoluter Stille den Berg weiter hinauf, bisher war es relativ einfach gewesen, auch wenn es bisher ja nicht einmal steil gewesen war. Dann kamen die vier Shinobi jedoch an einer Gablung an. Daisuke blieb stehen und kratzte sich nachdenklich am Kinn, während er sich umsah. Scheinbar führten zwei Pfade um den Berg herum. Der Rechte ging sehr steil nach oben und, auch wenn er nicht um den Berg drum herum blicken konnte, sah es nicht aus, als würde diese steile Linie irgendwann abnehmen. Das wiederum wäre auf Dauer ziemlich anstrengend… Zu ihrer Linken befand sich eine recht lange und nicht besonders stabil wirkende Brücke… Brücken auf Bergen waren nie gut, aber der Weg dahinter wirkte nicht so steil. Das bedeutete, dass sie nur dieses Hindernis überwinden mussten… Beides hatte so seine Vorzüge und Nachteile und sie wussten noch lang nicht, was sich weiter hinten verbergen würde. Langsam ging der Tetsuya auf die Brücke zu und setzte einen Fuß auf das vorderste Brett. Ein leises Knarren war zu vernehmen, doch sie schien Daisukes Gewicht halten zu können. Wenn sie Daisuke hielt, dann auch die anderen. Ein Blick herunter verriet, dass sich da tatsächlich eine Klippe befand, wenn auch noch nicht so hoch, aber wer will schon von einem Berg fallen, an eine Stelle, von der man noch nicht weiß, wie man sie wieder erreicht? Daisuke warf einen Blick in die Gruppe. Die alle wogen sicher kaum mehr als fünfzig Kilogramm… Mit Sicherheit war er der Schwerste der Gruppe, von nichts kommt nichts. „Der Weg da drüben ist zu steil, wir nehmen die Brücke.“, erklärte er recht knapp, bevor er sah, wie die Seile der Brücke im Wind hin und her wehten. Um ehrlich zu sein, war der Gedanke da runter zu fallen alles andere als angenehm… Es ging sicher schon mehr als ein paar Meter nach unten und nicht jeder Shinobi konnte das ab auf so ein paar Steinbrocken zu fallen… „Hm… Da Er sicher der Schwerste ist, testet Er das Ding mal aus und guckt, ob es hält, was es verspricht… Wenn Er drüben angekommen ist, könnt ihr folgen, aber einzeln bitte. Wir wollen das Ding nicht noch unnötig herausfordern… Er überlässt euch, wer als Nächster rübergeht. Also, ob Ladys First, oder der Leichteste oder Schwerste zuerst… Er ist nicht besonders gut darin, sich die Wahrscheinlichkeiten auszurechnen, ihr könnt das sicher besser untereinander ausmachen. Wenn irgendwas nicht stimmt, macht euch bemerkbar und Er wird euch helfen, aber wir können ja hoffen, dass wir das Glück haben uns über so etwas keine Gedanken machen zu müssen.“ Kaum ausgesprochen, gab der Tetsuya ein kurzes Winken von sich und zischte ab. Abzischen ist wohl das passendste Wort dafür, denn so schnell konnten die Genin mit Sicherheit gar nicht gucken, wie der Tetsuya schon auf der anderen Seite der Brücke stand und auf das wackelnde Holzgebilde blickte. Das war seine Theorie: Wenn man drüber ging, dann so schnell wie möglich, sonst wartet man ja quasi darauf, dass das Ding abstürzt. Bei seiner Geschwindigkeit war das für die meisten Augen nicht mal zu verfolgen. Während er so auf die Brücke starrte, kratzte er sich am Hinterkopf und sagte: „Also wenn es das ausgehalten hat, dann wird es hoffentlich auch euch halten.“ Dabei bemühte er sich übrigens nicht so rum zu brüllen, kommt auf einem Berg immer nicht so gut an. Ein paar aufmunternde Worte bevor man in den Tod stürzt, freuen doch jeden, oder? Während die Brücke noch leicht hin durch die Bewegungen des Chuunins schwang und das leise Knarzen im Abgrund hallte, blickte der Tetsuya zu seinen Schützlingen rüber. Wer will, wer will, wer hat noch nicht?
  10. Kinzoku Susumu

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    Die Mission schien also schon von Anfang an unter einem schlechten Stern zu stehen. So etwas kam schon einmal vor, aber natürlich war es für keine der Beteiligten angenehm sich einer Aufgabe anzunehmen, die schon zu beginn nur Probleme versprach. Aber es war immerhin bis jetzt einfach nur ein stures Dahinmarschieren gewesen. Susumu hatte sich ohne noch viel mehr zu murren dem Zug Ninja angeschlossen, und obwohl er noch ziemlich angepisst von der Standpauke ihres Teamleiters war, so war er doch vernünftig genug den Erfolg der Mission über seine persönlichen Differenzen mit der Gruppe zu stellen. Natürlich hätte er sich gerne mit Daisuke einen ehrlichen Kampf geliefert, einfach nur um den Zorn abzulassen und sich vielleicht wieder vertragen zu können, aber das würde im Moment niemandem weiterhelfen. Er würde den Teamleiter sicher herausfordern, wenn die Mission zu Ende war. Es war nicht wichtig, ob er den Kampf verlieren würde, ehrlich gesagt war er sich sogar sicher, dass er ihn verlieren würde, aber er hatte nicht vor seinen Zorn für sich zu behalten. Wenn das Weißhaar und er die Schwerter kreuzen würden, dann würde er schon verstehen. „Der Schwertkampf ist die reinste und ehrlichste Art jemandem sein Herz zu öffnen“ Das hatte ihn sein Onkel gelehrt und er hatte sich bis jetzt immer an diese Weisheit geglaubt. Eigentlich hatte er an jede Botschaft, die ihm sein Onkel vermittelt hatte, geglaubt, denn immerhin war der ein weiser Mann und niemand würde ihm das ausreden können. Es würde ein kurzer Kampf werden, zumindest hatte Susumu den Verdacht, dass er vermutlich mit der ein oder anderen Verletzung ausstiegen würde. Deswegen hatte er ja nicht jetzt ein Duell vorzuschlagen, das würde nur Zeit Kosten und er würde nicht in Hochform sein. Der Kies und die Steine unter seinen Geta knirschten, als das Holz der Schuhe über in den Kies trat. Sein Fußbekleidung war zwar nicht wirklich für diese Art von Aktivität ausgelegt, aber er hatte keine andere Wahl, hier barfuß hochzulaufen, musste der schiere Horror sein. Er hatte so viel scharfe oder spitze Steine auf dem viel zu kleinen Weg gesehen und konnte sich nur vorstellen wie zerschunden seinen Füße wohl ohne die Geta wären. Gott sei Dank war der Aufstieg bis jetzt nicht sonderlich steil gewesen. Das machte es dem Genin natürlich einfach hinter den anderen herzu stapfen. Angespornt durch die Wut in seinem Bauch und den Stolz sicher nicht gegen diesen Berg zu verlieren legte er ein erstaunlich schnelles Tempo an den Start und musst auch immer wieder auf die Bremse treten, denn er wollte ja niemanden überholen. Susumu wollte gar nicht wissen, wie weit es noch bis auf die Spitze war. Davon hatte er schließlich absolut gar nichts, außer dass es vermutlich von der Strecke die noch vor ihm lag demotiviert werden würde. Glücklicherweise hatte er ja nichts, das er mit sich tragen würde, ganz im Gegensatz zu den anderen. Er hatte es Gott sei Dank nicht nötig, sich irgendwelche Wurfsterne oder Kunai einzupacken. Lediglich eine Schriftrolle steckte in de Innenseite seines Kimono. Und darin befand ich nicht wirklich etwas Besonderes. Natürlich eine Notfallausrüstung. Ein Seil von zehn Metern länge, drei Tagesrationen, Wasser für ebenfalls drei Tage und natürlich zwei Kunai, denn man konnte ja nie wissen. Das Einzige, was versiegelt war und nicht dazugehörte, war seine Geige und der dazugehörige Bogen. Diese Schriftrolle war allerdings in einer eigenen Metallhülle, die ebenfalls in seinem Kimono verborgen war. Aber er hatte diese Schriftrolle bis jetzt nie verwendet und würde es wahrscheinlich auch nie tun, warum auch. Die Einladung von Daisuke das Gepäck der Gruppe zu tragen war also für ihn hinfällig und sein Schwert gab der Kinzoku ohnehin nie von sich. Lediglich das weißhaarige Mädchen nahm das Angebot des Chuunin war und gab ihm ihren Rucksack. Aber vorher holte sie sich noch eine kleine metallische Flöte heraus. Der Hobbyschmied schmunzelte. Klein aber oho war hier vielleicht doch angebracht, schließlich bedurfte es doch einiger Ehrfahrung, um eine Flöte spielen zu können. Ob sie damit auch Genjutsu wirken konnte? Er gab ein wenig Gas, um neben das Mädchen zu kommen. „Schönes Stück“, sagte er und zugegeben die Flöte war schön, aber er hätte es besser hingekriegt, deswegen lag auch ein wenig Zynismus in diesen Worten. „Bist du Genjutuska? Ich hab schon jemanden eine Flöte verwenden hören, keine angenehme Sache.“ Der zynische Unterton war jetzt aus seiner Stimme verschwunden. Diese Frage meinte der Junge ernst, schließlich wollte er wissen, was seine Kameraden konnten. Aber da war der Trupp auch schon an einer Gabelung angelangt. So was macht denn Tetsuya-sama jetzt? Ein hämisches Grinsen hatte sich auf Susumus Gesicht geschlichen. Er war ja wirklich nicht der Typ, der schadenfroh war, aber im Moment war Daisuke ein rotes Tuch und jeder Fehler und jede Unsicherheit, die er an den Tag legen würde, würde dem Kinzoku nur zur Freude verhelfen.
    Wie es aussah, hatte die Gruppe zwei Optionen einen steilen Weg oder eine wacklige Brücke. Susumu hätte sich allemal für den steilen Weg entschieden, egal wie anstrengend er sein würde. Aber er war nicht alleine und er hatte nicht das sagen, wohl sehr zu seinem Bedauern, denn der Chuunin entschied sich für die Brücke und testete das Ding auch sofort. Und das knarren, dass das alte Holz von sich gab, war kein sonderlich gutes Zeichen. Wenn sie diese Brücke überqueren wollten, sollten sie es nach Möglichkeit schnell machen. Susumu starrte auf das Holzkonstrukt und war alles andere begeistert von der Idee dort drüberlaufen zu müssen und noch weniger war er davon begeistert, dass ihr Anführer von sich in der dritten Person sprach, was seiner Erziehung nach als ausgesprochen unhöflich galt, aber er konnte noch darüber hinwegsehen, immerhin war Daisuke wohl gleich sauer wie er. Das konnte man schon seine Manieren vergessen, aber wenn er so weitermachte, würde das dem Kinzoku nicht gefallen. Blitzschnell war der Chuunin über die Brücke gehuscht und auf der anderen Seite angekommen. Die Brücke schien also zumindest stabil zu sein. Noch war sie es. „Wenn es euch nichts ausmacht, würde ich gerne als Nächstes über die Brücke gehen, ich denke ich bin der schwerst von uns.“ Er sah die beiden andere ernst an, aber schlussendlich lockerte sich ein Gesichtsausdruck ein wenig. „Naja, Metallbonus.“ Danach setzte er einen Fuß auf die Brücke, die unter seinem Gewicht ebenfalls bedrohlich knarzte. Natürlich konnte sich jetzt jeder denken, dass er nicht nach unten schauen sollte aber er tat das trotzdem. Und unter ihm tat sich der Abgrund auf, den aber so tief er auch war so schön war seine Wände. Die Felsen sahen abgeschliffen aus und man durfte sich wohl keine Hoffnung auf einen schnellen Tod machen wenn man dort hinunterfiel. Man würde sich wohl eher Knochenbrüche einfangen die einen langsam töten würden. Der Gedanke jagte dem Genin einen Schauer über den Rücken. Aber da war er auch schon am anderen Ende der Brücke angelangt und sie stand noch. "War ja gar nicht so schlimm." munterte sich der Junge eher selbst auf.
    Zuletzt bearbeitet: 20. Okt. 2011
  11. Sakkaku Hebi

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    Wenn man dachte, es gäbe keine Steigerung von Frustration nach der letzten Mission, so täuschte man sich schnell, wenn man sich Umgebung und das Team anschaute, welches von Anfang an einen holprigen Start zu haben schien. Erst rennen sie mitten in der Nacht durch die Weltgeschichte, dann sieht man nervige Leute wieder, dazu kommt dann noch die Tatsache, dass die Hälfte des Teams mal eben ausfällt und als Ersatz bekommen sie dann noch irgendsoeinen komischen Genin, der der Meinung ist, dass sein Urlaub höhere Priorität besäße als einen bekloppten Mann zu fassen, der die ganze Welt versklaven will. Irgendwie fand Hebi diesen Mann ja wesentlich sympathischer als die Leute, mit denen er momentan unterwegs ist. Und das lag nicht daran, dass er sie scheiße findet. Nein, die Idee, alles und jeden zu seinem Sklaven zu machen ist awesome und hätte eigentlich von ihm stammen können. In seiner Vorstellung ist er derjenige, der die Fäden ziehen würde. Schließlich möchte man einem anderen ja nicht zu viel Macht aufbürden, mit der er eh nicht umgehen kann. So ein kleiner vierzehnjähriger Junge kann das doch viel besser. Der hat wesentlich mehr Ahnung und erheblich mehr Skill, was das gesamte Drumherum angeht. Oh ja, oh ja. Allerdings würde es den Genin brennend interessieren, wie der komische Mann es anstellen würde?, welche Pläne er verfolgt? und wann sie umzusetzen wären? Wow, wenn das so weiter geht und Hebi die ganze Mission über darüber sinniert, wie das alles so wäre, dann hätte der Mann auf dem Berg sicher bald einen neuen Partner. Oder vielleicht auch einen willigen Sklaven? Who knows? Hebi's Urlaub hätte er jedenfalls gerne dafür unterbrechen können.
    Mit angenehmen Tempo gingen sie weiter den Berg hinauf, während sich alle Anwesenden weiterhin brav ignorierten oder doch anfingen ein wenig Smalltalk zu betreiben. Auch wenn Hebi nicht wusste, warum sich Susumu überhaupt mit Yukiko unterhielt – denn eine Flöte schien in seinen Augen nicht dafür verantwortlich zu sein, Susumu's Interesse zu wecken -, fragte er sich, wo Sumusu's komische Launen denn auf einmal hin sind? Abgesehen davon, fragte er sich des weiteren, warum es hier so kalt war, verdammt nochmal!? Und da sich das sicher nicht so bald ändern würde – wenn, dann eher so, dass es noch kälter wird – dann müsste er sich was einfallen lassen, was seine Garderobe angeht. Das wäre wohl sicher das erste Mal, dass er mal mehr anhaben sollte als nur einen dünnen Stoffpullover und eine Winterjacke. Wechselsachen hatte er ja mit, aber bevor es nicht zwingend sein muss, wird er sich wahrscheinlich auch nichts weiter über den Pulli drüber ziehen. Noch ist es zwar kalt, aber man kann es gerade noch so aushalten, ohne dass einem sonst was für Dinge einfrieren und abfallen. So keep going, Hebi.
    Als sie so liefen und liefen, überkam ihm ein leicht unwohles Gefühl in seiner Magengegend. Er knurrte und wollte seine Lücke mit etwas Essen gestopft bekommen. Wenn sich der Sakkaku recht entsinnte, hatten sie seit „Start“ der Mission nicht einmal etwas gegessen. Und auf dem Schiff waren sie alle mehr oder weniger damit beschäftigt, sich gegenseitig blöd anzumachen oder zu schlafen. Zeit für ein kleines Fresschen zwischendurch war da nun nicht unbedingt groß. Kein Wunder, dass sich sein Magen also bemerkbar machte. Irgendetwas müsste er auch eingesteckt haben, das ihn stillen sollte. Zwar nur was Kleines, aber immerhin besser als gar nicht, hm? Und wie sich herausstellte, war da noch ein weiterer Grund, Daisuke nicht sein Gepäck zu geben: So musste er ihn nicht ewig anlabern und fragen, ob er Hebi kurz sein Zeug geben könnte. Es würde nur noch mehr Zeit schlucken, auch wenn es sich dabei um vielleicht 5 Minuten handeln würde. Aber man wird ja nicht jünger!
    Mit einem leichten Schwung beförderte der Sakkaku seinen Rucksack so von seinem Rücken, dass er ihm nun unmittelbar vor der Brust hing, damit er so besser an seine Taschen kam. Wo genau er seine Leckerei versteckt hatte, war allerdings nicht so ein einfaches Unterfangen. Das einzige, was er noch wusste war, dass sie nicht ganz unten liegen würde, da er Essen und Trinken prinzipiell so packte, dass er schnell an sie herankommen würde. Letztes steckt immer an der Seite, aber sein Rucksack hat so unendlich viele Taschen, dass er tatsächlich erst einmal alle auf und zu machen musste, ehe er (in dem Fall) seine Schokolade fand. Und ihr Anblick machte ihn in diesem Moment irgendwie so glücklich, dass er lächeln musste als er sie auspackte, sich ein Stück abbrach und es genüsslich verspeiste. So eine Schokolade ist schon was Feines. Und er ist eben doch nur ein kleiner Junge.
    Doch wie dem auch sei. Man sollte jetzt nicht ewig Worte darüber verschwenden, wie toll seine Schokolade doch war (und glaubt mir, sie war es!), sondern zum aktuellen Geschehen übergehen, das darin bestand, über eine morsche Brücke zu gehen. So ganz hatte der Sakkaku auch nicht verstanden, warum sie gerade über diese alte Teil müssten, wenn sie eben noch die Option gehabt hätten, einen etwas steileren Weg hoch zu gehen. Das würde zwar mehr Kraft und Ausdauer erfordern, aber war es nicht ein wenig gefährlicher, über ein brüchiges Stück Holz zu latschen, das bei jeder Gelegenheit droht, ins ich zusammen zufallen? Naja, was soll er groß machen? Daisuke ist heil rübergekommen und Susumu wenig später ebenso. Also sah er nicht weiter die Notwendigkeit, groß Drama zu machen, holte sich ein weiteres Stück Schokolade aus der Verpackung, stopfte es in den Mund, während er, wie die Ruhe selbst, über die Brücke lief. Drüben angekommen, drehte er sich zu Yukiko um, die noch am anderen Ende stand. Wenn die anderen Shinobi überleben und die Brücke nicht einkracht, wird sie dieses kleine Mädchen sicher auch noch überstehen.
  12. Fukazawa Akio

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    Er hätte es besser hingekriegt? Na ja, das war sicherlich auch nicht schwer, denn obwohl Querflöten im Allgemeinen eine Menge Geld kosteten, so fand auch Yukiko, dass dieses Exemplar nicht besonders toll war. Das war auch gar nicht die Flöte, auf der sie zu spielen gelernt hatte, es war ebenso nicht die, die sie besonders gemocht hatte. Diese war bestimmt schon verschrottet oder irgendein Konohanin hatte sie sich unter den Nagel gerissen, ebenso wie ihren Fächer, der wohl auf alle Zeit verloren war. Mit diesem Gegenstand hatte sie eine Menge Emotionales verknüpft, aber nun war er auf alle Ewigkeit verloren, ein weiterer Grund, warum sie den Verursacher dessen hasste. Aber nun gut, abgesehen von Kibo, zurück zu Susumu, der weiter fragte, ob sie Genjutsuka sei - was ja auch eine berechtigte Frage war, nachdem sie eine Flöte aus dem Rucksack geholt hatte. Schließlich war es mehr als unwahrscheinlich, dass sie ein kleines Konzert zwecks musikalischer Untermalung der Wanderung geben wollte, viel eher wohl würde man eine Waffe erwarten. In ihren Händen war diese Flöte auch eine recht gefährliche Waffe, denn selbst Doujutsus hatten Probleme damit, mit akustischen Illusionen klar zu kommen - liefen sie doch nicht über die Augen. Eine angenehme Sache war es also wirklich nicht, von der Ikari in eine Paralleldimension verschleppt zu werden und sich das Fleisch vom Körper wegschmelzen lassen zu müssen, nein, da gab es sicherlich angenehmere Sachen. Tatsächlich hatte sie dieses Jutsu noch nie verwendet, obwohl sie es doch sogar schon im Chuuninexamen beherrscht hatte - und man möge hoffen, dass sie nie jemand dazu bringen würde, es zu verwenden. "Ja, es ist wohl wirklich nicht besonders lustig, in einem Sound-Genjutsu festzustecken, auch wenn ich das noch nicht aus der Perspektive eines der Opfer habe erleben müssen.", antwortete sie schlicht, "Aber insofern stimmt deine Vermutung also." Dass auch Hebi sich als Genjutsuka vorgestellt hatte, verschwieg sie erst einmal, denn wenn Susumu das wissen wollte, sollte er danach fragen, sie wollte - auch wenn sie Hebi nicht besonders gut leiden konnte - nicht dessen Geheimnisse ausplaudern. "Dann bist du wahrscheinlich auf Ninjutsu spezialisiert, deinem Clannamen nach zu urteilen?", fragte sie weiter, während sie den Kopf aber wieder nach vorne richtete, um ja nicht zu verpassen, sollte Daisuke irgendeine Anweisung von sich geben. "Und ums Taijutsu scheint es ebenso wenig schlecht zu stehen, sonst würde das Schwert ja keinen Sinn ergeben." Die Wahrheit war etwas traurig, aber Yukiko war zwar ein Genie in Sachen Illusionen, aber eben dafür eine Niete in den beiden anderen Gebieten, auch wenn sie wenigstens ein Ninjutsu beherrschte, war das schon ein wenig mau. Und wenn sie sich auf ihre körperlichen Fähigkeiten verlassen müsste, wäre eh nur weglaufen drin. Insofern war sie beinahe darauf angewiesen, dass ihr Gegner kein Genjutsuka war, denn dann würde sie sicherlich verlieren.
    Apropos verlieren... kaum waren sie bei der Wegkreuzung angelangt, erklärte der Teamleiter, dass sie sich wohl oder übel über die wackelige und recht alte Brücke bewegen würden - was für die Ikari nun nicht das große Hindernis darstellte. Immerhin sollte man sich ins Gedächtnis rufen, dass sie die kleinste und wahrscheinlich auch mit Abstand die leichteste Genin der drei Anwesenden war und die Brücke sicherlich auch noch für sie reichen würde- zumal sie Daisuke ja ohne größere Probleme trug. Insofern ließ sie die beiden Herren gerne vor und spazierte dann gemütlich und in scheinbarer Seelenruhe über die Holzbretter, anstatt darüber zu rennen. Es war nämlich ihrer Ansicht nach so, dass eine Brücke eher leichte Schritte aushielt, als das stakkatoartige Trampeln eines Rennenden, weswegen sie es für schlauer hielt, das ganze in Ruhe anzugehen, ähnlich wie Hebi, auch wenn der sicherlich nicht darüber nachgedacht hatte. Insgeheim war Yukiko Daisuke aber dankbar für diese Entscheidung, zwar hatte sie eine nicht zu verleugnende Ausdauer, aber die Kraft in ihren zerbrechlichen Gliedmaßen war nur ein Gerücht. Deswegen war es ihr lieber, den längeren, aber ebeneren Weg zu gehen, selbst wenn die wandelnde Dampfwalze Daisuke ihren Rucksack trug.
  13. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Mit verschränkten Armen und sichtlich ungeduldig stand der Tetsuya auf der anderen Seite der Brücke und wartete auf seine Genin. Grundsätzlich war er damit bewandert, dass die meisten Genin lange nicht so stark oder schnell waren wie er und von ihm aus konnten sie sich eigentlich auch ewig Zeit für diese Brücke lassen oder gar auf Händen laufen oder einbeinig rüber hüpfen, das war ihm völlig egal. Seiner Laune konnte ja eh so gut wie gar nichts mehr einen Abbruch tun, auch wenn er momentan versuchte sich selbst wieder etwas herunterzubringen, merkte er grade nun mehr, dass er nicht mehr so neutral den Genin gegenüberstand, wie er es als Chuunin vielleicht sollte. Aber hey, Chuunin waren auch nur Menschen, auch wenn sie übermenschlich stark und schnell waren… Selbst Jounin waren keine Maschinen und dass Daisuke den ein oder anderen großen und komplizierten Fehler hatte, war schon den meisten während seiner Geninzeit aufgefallen. Übertriebener Stolz, große Schnauze, dumm wie Brot, aber das machte ihn wirklich nicht zu einem schlechten Teamleiter, oder doch? Zuvor war ihm im Übrigen nicht entgangen, dass sich jeder Genin irgendwie zu beschäftigen wusste auf dem Weg nach oben. Auch wenn einige in Gedanken die Wahl des Chuunin anzweifelten, war er sich sicher, dass sie es nicht bereuen würden sich auf ihn zu verlassen. Während er wartete, warf er den Kopf in den Nacken und wandte seinen Blick zur, noch immer nicht erkennbaren Spitze, des Berges. Sie würden ganz sicher an ihre Grenzen stoßen, auch wenn sie sich selbst die Ausmaße noch nicht vorstellen konnten… oder überspielten sie das? Vielleicht waren sie auch tatsächlich so sorglos, was sich der Tetsuya schwer vorstellen konnte. Während der Sakkaku sich auf dem Weg bis zur Brücke mit Schokolade vollstopfte, was eine ziemlich gute Idee war, um jeglichen Frust zu verdrängen, waren die anderen beiden Genin damit beschäftigt sich zu unterhalten. Und es wäre gelogen, wenn Daisuke sagen würde, dass ihn grade diese Tatsache nicht grade höllisch nervte. Man durfte niemals vergessen, dass Daisuke Yukiko nicht nur behandelte wie seine Schwestern, sondern diese auch irgendwie so sah, auch wenn das völlig unterbewusst geschah. Und während er sich noch tierisch über den verzogenen Urlauber mit der großen Schnauze aufregen konnte, war dieser schon wieder in einer Laune angekommen, bei der ihm scheinbar die Sonne aus dem Arsch schien. Mit etwas „großer Bruder Fantasie“ konnte man das fast schon als einen Flirtversuch deuten, was der Kinzoku da von sich gab. Natürlich übertrieb Daisuke mit einer solch anmaßenden Vermutung, aber wie gesagt, war er momentan nicht mehr so neutral gepolt, wie er hätte sein sollen. Tatsächlich spielte sich in seinem Kopf ein Szenario ab, indem der Tetsuya dem Kinzoku die Flöte quer in den Allerwertesten rammte und das nur, weil er sich ganz nett mit Yukiko unterhielt. Gruselig, oder? Dass Yukiko auf solche Sprüche aber so gelassen und distanziert reagierte, beruhigte den Tetsuya wiederum. Manchmal war es echt ein Glück, dass sie so unnahbar erschien. Dennoch war er angefressen deswegen, auch wenn man ihm dies nicht ansehen konnte. Immerhin war die Wahrscheinlichkeit größer, dass er wegen der vorangegangenen Konfrontation zwischen ihm und dem Kinzoku angepisst war. Viel davon war auch nicht zu sehen, außer ein strikter, sturer Gang grade aus, Hände in den Hosentaschen vergraben und die Kieferknochen so fest aufeinandergepresst, dass seine Zähne laut knirschten. Irgendwie fast typisch für den jähzornigen Tetsuya Jüngling. All das zog an seinem Kopf noch einmal vorbei, während er auf der anderen Seite der Brücke auf seine Schützlinge wartete und gespannt auf die Brücke starrte. Wenn Daisuke wüsste, dass Susumu tatsächlich vorhatte ihn zu einem fairen Duell herauszufordern, würde er sich wirklich mehr Zeit lassen die Folterungspläne in seinem Kopf weiter ausmalen zu lassen. Dabei spielte nicht mal die Flöte von Yukiko mehr eine Rolle, sondern viel mehr überlegte er grade ernsthaft, wie er den Kinzoku am miesesten Demütigen konnte, um ihn daran zu erinnern, dass er weit unter dem Tetsuya stand… Normalerweise war er nicht so biestig, aber in Rage war er schwer zähmbar. Wahrscheinlich spielt da das Problem mit, dass er im Nachhinein wenig über sich selbst reflektierte, weil er immer anderes im Kopf hatte. Nach wie vor war der Tetsuya nun mal nicht der hellste, auch wenn dies in Verbindung mit seinem Nachnamen unglaublich ironisch war.
    Während er nun die Arme hinter dem Hinterkopf verschränkte, sah er wie der Metallbengel, dessen Fähigkeiten ja zu erahnen waren, über die Brücke schritt. Als er hinterher feststellte, dass es halb so wild gewesen war, musste Daisuke unweigerlich schmunzeln. Wenn er auf der Höhe schon die Hosen voll hatte, wenn er die Klippen sah, wollte Daisuke nicht wissen, wie schnell der Kerl wohl an seine Grenzen stoßen würde. Das wäre ein Genuss, auch wenn es eher eine Last war, mit der er aber leben wollte. Dass die beiden Shinobi sich vielen Punkten doch erstaunlich ähnlich waren, wollten sie sicher momentan beide nicht wahrhaben. Vielleicht war es auch der übertriebene Stolz der Schwertkämpfer, welcher die beiden unweigerlich dazu brachte aneinander anzuecken… Dem folgte dann Hebi, die Ruhe selbst, welcher über die Brücke schritt, fast noch ruhiger als er zuvor über den Weg gegangen war. Das war auch ein Aspekt, den er an Genjutsuka nicht mochte, diese waren meist irgendwie unnahbar und man konnte sie gar nicht einschätzen oder durchschauen… Bei Yukiko wiederrum war das okay, daran hatte er sich gewöhnt, auch wenn sie ihn manchmal an eine ungeliebte andere weißhaarige Person erinnerte. Auch sie schritt im Übrigen erstaunlich gelassen über die knarzende, wackelige Brücke. Als alle drüben waren, seufzte der Tetsuya leise. Bei keinem war sie gebrochen, Glück gehabt, hm? In dem Moment hörte Daisuke aber ein komisches Geräusch, welches kurz danach mit einem lauten Knarzen verfolgt wurde, da die Brücke hinter Yukiko sich löste und klapprig nach hinten zusammenfiel. Ein mehr als ernster Blick zeigte sich im Gesicht des Chuunin. Wirklich komisch, dass die Brücke grade am Ende und nicht etwa in der instabilen Mitte zusammenbrach, oder? Vor allem war da, wenn er sich nicht täuschte etwas gewesen, was da nicht hingehörte… Die eiskalten türkisfarbenen Augen fuhren weiter zur Seite, doch dort sah er nichts außer den Klippen. Entweder er hatte sich geirrt, oder sie waren hier nicht allein… „Welch Ironie…“, zischte er. Allerdings überlegte er es sich noch einmal seine Beobachtungen auszuplaudern. Vielleicht war es besser die Beobachter im Glauben zu lassen, dass sie nichts gemerkt hatten. „Naja, so etwas kann auf so einsamen Bergen mal passieren, nicht wahr? Zum Glück gibt es ja noch andere Wege, um hier wieder runterzukommen. Los weiter, wir haben keine Zeit zu verlieren.“ Dass der Berg keinesfalls einsam war, wussten die Genin natürlich genauso gut wie er. Hatte es überhaupt jemand außer ihm gesehen? Vielleicht verstanden sie ja auch einfach den Wink mit dem Zaunpfahl. Ohne auf eine weitere Reaktion zu warten, drehte der Tetsuya sich um und lief weiter. Während er dies tat, kramte er aus seiner Tasche etwas und steckte sich etwas ins Ohr. Nicht etwa ein Headset steckte er da in sein eines Ohr, sondern einen einfach Kopfhörer, aus dem laute Metallmusik dröhnte. Ja, das brauchte er grad zur Entspannung, obwohl da wohl eher die Frage war, was an dem lauten Gebrülle entspannend war. Das bedeutete übrigens nicht, dass er schlechter hörte oder so, immerhin war er ja nicht taub auf dem anderen Ohr. Wieder vergrub er die Hände in den Taschen und stiefelte stur den Berg hinauf. Er wandte sich hin und wieder zu den anderen, um zu sehen ob sie hinterher kamen oder ob er sein Tempo anpassen musste, aber bisher schien alles okay zu sein. Ihm war grade nicht so nach Reden, aber wenn jemand was wollte, konnte er ja ohnehin zu ihm kommen… Schritt für Schritt bewegte sich die Shinobitruppe immer weiter den Berg hinauf. Je höher es wurde, umso steiler wurde es langsam zunehmend. Die Klippe neben ihnen wirkte mittlerweile unglaublich hoch und das wurde natürlich auch nicht weniger. Dazu kam das Gefühl, dass der Weg unter ihren Füßen immer schmaler zu werden schien. War das eine Einbildung oder war das wirklich so? Langsam wurde es auch immer kälter und sogar der Tetsuya zog eine Jacke hervor, wofür er aber nicht einmal stoppte, um diese anzulegen. Und hin und wieder hörte man auf dem Berg ein Kratzen oder das Geräusch von Kieselsteinen, die am Berg herunterrollten. War das nur die Einbildung des Tetsuya? Nein, das mussten die anderen eigentlich auch hören. Wurden sie nun schon paranoid oder wurden sie wirklich verfolgt? Und vor allem… mussten die Genin nicht langsam merken, dass so ein Aufstieg körperlich kein Zuckerschlecken war? Egal wie groß die Ausdauer war, das ging ordentlich in die Beinmuskeln, das merkte wohl jeder von ihnen, außer natürlich dem wandelnden Muskel höchstpersönlich… Wie ging es eigentlich seinen jüngeren Begleitern so?
  14. Kinzoku Susumu

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    Die Brücke war überwunden und es gab jetzt nicht wirklich viel zu tun, die beiden Ninja hatten lediglich auf ihre Teamkameraden zu warten und genau das machten sie. Susumu hatte eigentlich nicht wirklich Lust darauf zu warten, denn er wollte die Angelegenheit immer noch so schnell wie möglich hinter sich bringen. Und zugegeben momentan war er sogar in der Laune opfer zu bringen. Vielleicht nicht das kleine Mädchen aber den Braunhaarigen würde er schon in Erwägung ziehen. Mit ihm hatte er ja nicht das Geringste zu tun gehabt. Also warum nicht. Das Fehlen einer emotionalen Bindung plus noch Wut im Bauch machten sich ja fast bezahlt. Er war sich sicher, dass sie sogar schneller waren, wenn sie ihn zurücklassen würden. Aber wenn man es von der anderen Seite betrachtete hatte, Hebi ja noch nichts falsch gemacht. Daisuke zog man hier gar nicht in Erwägung, bevor er zugrunde gehen würde, wäre wohl jeder Genin hier erbärmlich verreckt. Daisuke hatte sich aber sicher geirrt, Susumu hatte und würde nie Angst vor Höhen haben, Respekt reichte hier vollkommen aus. Schließlich war es wichtig auch seine Feinden Respekt zu zollen, selbst wenn es ein Haufen Steine unter einer schwankenden, schlecht gebauten Brücke waren. Aber ja die andere Genin stiefelten über dir Brücke, Hebi als die Ruhe selbst und das weißhaarige Mädchen kurz danach. Die Brücke war nicht eingestürzt und die Felsen hatten kein Opfer gefordert eine Erleichterung, naja ging schon vielleicht wäre es sogar besser gewesen, wenn einer von ihnen ins Gras gebissen hätte. Vermutlich hätte das die Gruppe daran erinnert, dass sie immer noch auf einer Mission waren und sich zu streiten nicht wirklich sinnvoll war. Schweigend betrachtete Susumu die Brücke, als diese nachdem Yukiko sie passiert hatte zusammenstürzte. Er rieb sich die Hände, erstens war es nicht mehr sonderlich warm und zweitens war es vollkommen unlogisch, dass eine Brücke nachdem das Gewicht von ihre genommen wurde zusammenfiel. Es gab eigentlich nur eine Erklärung dafür, jemand wollte ihnen den Rückweg abschneiden und dieser jemand hatte sie auf jeden Fall sehen müssen und wollte sie nicht umbringen, noch nicht, sonst hätte er ja jemand mit der Brücke in den Abgrund stürzten lassen können. Eine beunruhigende Erkenntnis, aber eine Erkenntnis, die Susumu nicht gerade mit jedem teilen wollte, der Feind könnte ja immerhin mithören. Stattdessen begann er die Umgebung abzusuchen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit etwas in dieser steinigen Einöde zu entdecken gering war, so wäre es doch nicht schlecht. Willkommen im Spiel, die Regeln sind einfach leben oder sterben. Daisuke begann wieder weiterzulaufen, er schien es außerdem für klug zu halten, sich nebenher ein Ohr zuzudröhnen. Selbst wenn er das Gehör einer Katze hatte, er würde von dieser Seite kaum etwas hören, schließlich konnte sogar Susumu den Lauten Metal hören der jetzt wohl Daisukes Schädelknochen zum Vibrieren brachte. Daher kommt also der Hirnschaden. Susumu musste wieder grinsen und folgte dem Anführer des Trupps.
    Mit der Zeit wurde der Aufstieg anstrengender, was auch kein Wunder war, immerhin bestiegen sie einen Berg. Die Luft wurde Dünner und der Pfad nicht unbedingt ebener, außerdem wurde es kälter, und zwar richtig kalt. Nachdem Susumu nie einen Rucksack dabei hatte musste er sich mit etwas anderem begnügen. Er biss sich in den Finger und führte ihn zu einem eingenähten Stück Papier in der Innenseite seines Kimono. Was sich dann aus dem Papier löste, war sein Mantel. Hellblau und mit weißen Dreiecken am Saum. Er warf sich das Kleidungsstück über und konnte schon merken, wie sich seine Körperwärme darunter aufzustauen begann. Der Kinzoku hatte nicht dir geringste Pause eingelegt, während er dies alles gemacht hatte, und folgte einfach weiter seinem Anführer, während er nichts anderes zu tun hatte, als böse Blicke in dessen Rücken zu bohren.

    ooc: De hier ist ein wenig kürzer weils mir nicht so wirklich gut geht, ich hoffe das ist okay.
  15. Sakkaku Hebi

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    Hätte der Tetsuya nichts bezüglich irgendwelcher Ironien und der Brücke erwähnt, wäre es Hebi tatsächlich nicht aufgefallen, dass sie vielleicht präpariert gewesen sein musste. Sie wirkte so alt und morsch, dass es ohnehin ein Wunder war, dass sie alle unbeschadet drüber gekommen sind. Allerdings wäre das etwas komisch, sollte sich jemand anderes wirklich die Mühe gemacht haben, das Ding zum Einsturz zu bringen. Beziehungsweise muss es ein schlechter „Handwerker“ gewesen sein. Schließlich stürzte sie erst ein als alle Shinobi auf der anderen Seite waren. Da hat wohl jemand ziemlich schlecht geplant. Jedenfalls hätte man bei Hebi davon ausgehen können, dass er es richtig gemacht hätte. Wenn man möchte, dass andere einem nicht zu Nahe kommen, dann sollte man auch dementsprechende Vorkehrungen treffen. Also entweder war da wirklich nichts oder der Sakkaku hatte sich ernsthaft in diesem verrückten Wissenschaftler getäuscht, was zur Folge hätte, dass er sich ein neues „Vorbild“ suchen müsste. Cruel world.
    Jedenfalls waren jetzt eben alle über die Brücke und gingen weiter, ohne noch groß etwas zu irgendwelchen Themen beizusteuern. Hebi selbst beschäftigte sich wieder mit dem Essen seiner Schokolade, die seine Laune tatsächlich hob. Es war fast schon wieder so, als würde ihm erneut die Sonne aus dem Arsch scheinen. Selbst die Tatsache, dass dieser Berg immer nerviger wurde, interessierte ihn nun nur noch minder. Allerdings empfand auch er die Geräusche als mehr oder weniger beunruhigend. Es ist nicht verwunderlich, wenn hin und wieder mal ein Kieselsteinchen in irgendeine Richtung rollte, aber dass es das permanent tut – zusammen mit dem Kratzen – ist recht ungewöhnlich. Er konnte sich auch schlecht vorstellen, dass es der Wind ist, da er nicht so stark wehte, dass er irgendwelche Steine versetzen könnte. Vielleicht ist es aber auch ein Tier und die Shinobi machen sich umsonst Sorgen. Man weiß ja schließlich nie, was es für komische Arten auf komischen Bergen gab, die komisch kalt waren. So kalt, dass auch der Sakkaku sich etwas drüber ziehen musste, um nicht dem Kältetod zu erliegen. In Gedanken war er schon wieder dabei, wie er ein schönes, heißes Bad nehmen würde, sobald er wieder zu Hause wäre. Das ist im Moment das Beste, was ihm einfiel. Denn langsam wurde der Marsch recht anstrengend. Er keifte zwar nicht aus dem letzten Loch, dennoch ist es immer mühsamer geworden, je höher sie kamen und auch der Weg an sich schien sich langsam vor ihnen „aufzulösen“ und wurde immer und immer schmäler. Wenn sie Glück hätten, müssten sie später noch richtig klettern und sich wirklich hart mit ihren körperlichen Kräften auseinander setzen. Wahrscheinlich wäre es wohl tatsächlich das Klügste, wenn Daisuke sie einfach alle auf den Gipfel des Berges schmeißen würde, auch wenn dieser (der Gipfel) nicht einmal in sichtbarer Nähe war. Aber es war nicht anders zu erwarten von einer B-Rang-Mission. Es wäre viel zu einfach, wenn sie mal eben hinwatscheln, dem Wissenschaftler ein Bein stellen und wieder zurück nach Soragakure gehen. Auch wenn's schön wäre...
  16. Fukazawa Akio

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    Yukiko glaubte im Allgemeinen nicht an Zufälle. Natürlich konnte auch sie nicht bestreiten, dass es sie manchmal gab, aber dieser sogenannte Zufall war zu geplant, als dass es einer hätte sein können. Immerhin hatte die Ikari gerade eben erst die Brücke mit lockeren Schritten übergangen, als sie in die Tiefe stürzte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Seile rissen, nachdem dass zusätzliche Gewicht sie schon nicht mehr belastete, war doch relativ gering, also blieb für das Mädchen mit den langen, weißen Haaren genau eine andere Option offen: Jemand wollte ihnen den Rückweg abschneiden. Das wiederum konnte nur heißen, dass sie in den nächsten Minuten Besuch bekommen würden, der sich hoch genug schätzte, dass er glaubte, für die Ninja bestände die Option zur Flucht, allein beim Anblick oder eben auch einem gewaltvollen Zusammentreffen. Entweder handelte es sich also um einen gefährlichen Gegner oder nur um einen, der sich überschätzte. Egal, welcher es nun werden würde, man musste wachsam bleiben. "Wahrscheinlich werden wir demnächst angegriffen.", stellte die Ikari also mit gewohnt neutraler Stimme fest, ehe sie mit den Schultern zuckte und sich von den Resten der Brücke abwendete. Allein das Wissen darüber war für sie eher beruhigend denn aufregend, da man sich so geistig schon dafür gewappnet hatte und mehr als das brauchte sie nicht – als ob sie etwas anderes als geistige Kraft besitzen würde. Sollten es mehrere Gegner werden, war wie immer das wirklich nervige, dass sie ihre Flöte nur semiperfekt würde einsetzen können, denn wenn sie nicht vorhatte, auch Daisuke (und den anderen) eine Reise ins Horrortraumland zu spendieren, dann hatte sie keine Chance, die Angreifer zu treffen. Dumm, dumm und vor allem nervig, aber es war ja nun nicht so, als habe sie nicht auch ein paar andere Tricks auf Lager, oder?
    Das, was ihr also erwiesenermaßen schwerer fiel, war der Aufstieg an sich, denn wie Daisuke schon vorher gesagt hatte, wurde es zunehmend steiler und somit auch anstrengender. Yukiko war ausdauernd und hatte lange trainiert, um auf ein annehmbares Maß an Geschwindigkeit zu kommen, aber ihre Gliedmaßen waren dünn und zerbrechlich, Muskeln, wie Daisuke sie zum Beispiel zuhauf hatte, besaß das Mädchen nicht oder zumindest nicht genug, sodass es nach einiger Zeit tatsächlich anstrengend wurde. Zum Glück hatte sie Daisuke ihren Rucksack gegeben, sodass sie nicht noch zusätzlich belastet wurde, aber zu allem Überfluss musste es natürlich auch noch immer kälter werden… hachjee, sie hätte gerade irgendwie vieles deutlich lieber getan, als hier auf Bergwanderung zu gehen. So gesehen, hätte sie auch lieber einen Menschen heimtückisch ermordet und seine Leiche entsorgt, als sich körperlich so zu belasten. Psychisch konnte sie nämlich deutlich mehr ab, wahrscheinlich schon mehr als der Teamführer, der dafür aber auch ein Bombardement sondergleichen abkonnte – die Talente waren eben unterschiedlich verteilt. Nach einiger Zeit schloss sie zu Daisuke auf, der sich inzwischen Musik angemacht hatte und diese so laut hörte, dass sie alle eine Geräuschkulisse umgab, die Yukiko nicht so besonders zusagte, und zuppelte an der Verschnürung des Rucksacks über seiner Schulter, bis sie sich schließlich eine Schriftrolle herauszog und den Beutel wieder ordentlich verschloss. Danach entsiegelte sie die Rolle und zog sich den erscheinenden, braunroten Mantel über, der eine Kapuze mit flauschigem, weißem Innenfutter besaß, über, der ihr bis zum Knie ging. Die plötzliche Wärme tat gut und heizte mit fast sofortiger Wirkung ihre noch übrig bleibende Energie an, sodass sie weiterhin ihr bestes gab, nicht zurück zu fallen. Die anderen mochten mehr Kraft haben, aber Yukiko hatte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Ausdauer, vielleicht sogar mehr als Daisuke… obwohl der natürlich in einer ganz anderen Liga spielte.
  17. Tetsuya Daisuke

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    Für sie alle war der Aufstieg sicher kein Zuckerschlecken. Während der Tetsuya eher mit der Kälte zu kämpfen hatte, was wohl so ziemlich mit seinem hitzigen Gemüt zusammenhing, hatten die anderen eher mit dem Berg an sich zu tun. Dass dieser Steil und schwer zu bezwingen war, machte ihm eher weniger aus, da er in seinem Training schon ganz andere Dinge hatte durchmachen müssen. Dennoch war er sich durchaus der Tatsache bewusst, dass es für die anderen schwierig war. Auch wenn die beiden Jungen noch ziemlich wie Anfänger wirkten, machte er sich mehr Sorgen um Yukiko. Obwohl diese ja von ihrem Können her mittlerweile sicher ein Chuunin werden konnte, war sie eben körperlich ganz eindeutig nicht besonders trainiert und auch wenn ihre Ausdauer reichte, wie lang machten da die Beine wohl mit? Je höher sie traten, desto kälter wurde es, so kalt, dass der Tetsuya bald auch einen Schal hervorholte und diesen um seinen Hals wickelte. Die Musik hatte ihn mittlerweile zumindest etwas heruntergebracht und da es ihm mittlerweile auffiel, dass die Geräusche um sie herum immer weiter zunahmen, schaltete er die Musik wieder ab und steckte die Kopfhörer seufzend weg. Es war ihm bewusst, dass viele Menschen nicht mit seinem Musikgeschmack sympathisierten, aber wenn sie wussten wie viel Aggression das von seinen Schultern nahm, dann waren sie sich sicher einig, dass es besser war ihn gewähren zu lassen… Und nein, es kam den Genin nicht nur so vor, denn je höher sie stiegen, desto offensichtlicher wurde es, dass der Weg vor ihren Füßen immer und immer schmaler wurde. Hieß dies, dass er bald sein Ende finden würde? Aber wie kamen sie dann weiter. Nachdenklich warf der Weißhaarige einen Blick nach oben und noch immer war keine Spitze in Sicht, auch wenn es immerhin ein Hoffnungsschimmer war, dass der Berg scheinbar immer schmaler nach oben hin wurde. Alles schien je weiter es ging, immer winziger zu werden. Entweder war der Weg oder der ganze Berg etwas komisch. Daisuke entging nicht die Aussage der Ikari, als sie behauptete, dass sie sicher bald angegriffen wurden, aber er dachte das noch nicht. Die Geräusche, die man wahrnehmen konnte, waren nur in der Ferne zu hören. Er schüttelte leicht den Kopf, als er dies bemerkte und sagte zu dem weißhaarigen Mädchen. „Ich denke eher, dass sie versuchen uns in irgendeine Falle zu locken…“ Dabei sprach er für seine Verhältnisse ungewöhnlich leise… Dann lief er einfach weiter, vergewisserte sich, dass die anderen nachkamen und so langsam, so stellte er fest, musste er tatsächlich einen Gang runterschalten, denn es war langsam nicht mehr angenehm für seine Genin…
    Der Berg führte sie weiter um einen Berg herum, es war schon ziemlich so, als würden sie im Kreis, auf der Stelle treten und würde der Weg nicht immer schmaler werden, so würde man sich auch so vorkommen. Es ging eine ganze Weile immer weiter ruhig nach oben. Bis auf die lästigen Nebengeräusche gab es nicht viel, was um sie herum geschah. Nach einem guten Stück, welches auch nicht grade wenig anstrengend war, blieb der Tetsuya einen Moment lang genervt stehen und sah stur grade aus. Vor den Shinobi standen, ein Stück weiter vorn, zwei riesige Felsen, locker drei bis vier Meter hoch und auch nicht grade schmal und dick. Der Tetsuya seufzte genervt. „Nun ist ja wohl klar, dass wir hier willkommen sind.“ Er vergrub die Hände in den Taschen, da diese so langsam kalt wurden. „Diese Spielchen kotzen mich an…“, grummelte der Junge grimmig und trat nahe an die Steine heran. Langsam hob er sein Bein an und ließ einen Fuß auf den Stein niederfahren. Obwohl es nicht grade nach großer Anstrengung aussah, ließ er von dem Fels nur viele kleine Kiesel übrig. Nachdem dies erledigt war, warf er wieder einen Blick nach oben. Es war wirklich als würden sie im Kreis laufen, denn die Spitze schien kaum näher zu kommen. „Ich hoffe ihr seid noch nicht ganz so fertig. Der Weg scheint noch lang zu sein.“, erkannte er trocken und wartete bis sie aufschlossen um weiter zu laufen. Dass er noch immer ziemlich genervt war, war sehr deutlich daran zu erkennen, dass er noch immer von sich selbst sprach. Ein Blick weiter verriet aber, dass in einigen Metern einfach der Weg unfassbar schmal werden würde. So schmal, dass sie nicht einmal mehr nebeneinander laufen konnten, sondern nur noch einzeln über den bedrohlich engen Pfad passen würden. Und die Klippe neben ihnen wurde auch nicht grade niedriger… Dass der Weg noch nicht an seinem schwierigsten Punkt angelangt war, konnten sie noch gar nicht erahnen. Wohin sollte man nun schauen? Ob einen von Oben ein Unglück ereilte, oder ob man noch dorthin trat, wo man hintreten sollte?
  18. Kinzoku Susumu

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    Es hatte sich nichts geändert, Susumu war immer noch auf dem Berg von dessen Spitze kalter Wind herunter zuströmen schien. In solchen Momenten war der Kinzoku froh über den Mantel, den er immer dabei hatte. Man konnte nie vorbereitet genug sein. Yukikos Kommentar hatte Susumu einfach ignoriert, er wollte nicht überrascht wirken und über eine potenzielle Gefahr zu sprechen, während diese zuhören konnte, war nicht wirklich klug. Aber das musste er dem Mädchen wohl nicht sagen. Zumindest hoffte er, dass sie so viel Erfahrung hatte, das Selbst herauszufinden. Die kleine Wanderung machte sich aber langsam bemerkbar, einen Berg hinaufzulatschen war nie ein Kinderspiel auch nicht für einen Ninja, der seit einem Jahr sein Handwerk ausübte. Als Erstes hatte er es in seinen Oberschenkeln bemerkt, aber es hatte es ignoriert und war einfach weitergegangen. Sich damit zu befassen würde auch niemanden schneller auf diesen bringen. Außerdem verlangte sein Stolz von ihm weiterzumachen und jammern war schon einmal gar nicht drinn. Er konnte seinem Clan hier ja wirklich keine Schande machen, immerhin hatte er einen Ruf zu verteidigen. Zugegeben, die Kinzoku waren nicht für ihre Krieger bekannt, aber wenn jemand einmal über dieses Thema sprechen sollte, so wollte der Genin nicht, dass man sich am Gejammer der Ninja des Kinzoku-Clans erheitert. Verbissen arbeitete er sich also immer weiter den Berg hoch, immer den Rücken von Daisuke vor Augen. Keine sonderlich schöne Erscheinung. Wenn er sich muskulöse Körper hätte anschauen wollen, wäre er zu einer Bodybuildershow gegangen, aber dafür konnte Daisuke ja nichts. Susumu spielte nur kurz mit dem Gedanken ein Kunai in den Rücken seines Gegenüber zu treiben. Würden die ganzen Muskeln ihm da noch etwas helfen? Er weiß. Aber sofort tadelte er sich selbst für diesen Gedanken, es lag keine Ehre darin, jemanden hinterrücks zu erstechen. Er würde es natürlich tun, wenn sein Vorgesetzter es von ihm verlangt, aber wirklich glücklich wäre er damit nie.
    Solche Gedanken gingen dem Hobbyschmied durch den Kopf, nicht wirklich neuer, aber so vertrieb man sich eben seine Zeit, wenn man einen Berg zu besteigen hatte. Als sich Susumu an einem der Felsen, die am Rande des Weges war weiter hochzog, geschah aber etwas, das seinen Geist auf etwas anderes aufmerksam machte. Der kalte, reifübersäte, schwarze Fels unter seiner Hand wackelte leicht. Zuerst, dachte der Kinzoku, dass es nur seine eigenen Hände wären, denen die Kälte doch langsam zusetzte, aber bei dem nächsten Stein war es kalt, es war der Fels unter seine Handfläche, der sich zu bewegen schien. Was auch immer es war, es nahm, zu desto höher die Gruppe nach oben stieg. Irgendwann konnte er ein sanftes Grollen aus dem Berginneren vernehmen. Hätte er es nicht besser gewusst, hätte er vermutet ein Fabelwesen würde dem Berg innewohnen. Geologie war nun wirklich nicht Susumus stärke gewesen, auch wenn er es einst in seiner Kindheit hatte lernen müssen, aber eines konnte er definitiv sagen. Wenn der Berg Geräusche von sich gab, die man bis hier hin hören konnte, musste entweder irgendwo eine Öffnung sein, oder ein Hohlraum der wie der Hohlkörper wie einer Gitarre wirkte und das Geräusch soweit akustisch verstärkte, dass er es hören konnte. Er folgte diesem Gedankengang und kam dann nach ein paar Minuten zu dem Schluss, dass es eigentlich nur zwei Dinge gab, die so ein Geräusch machen würden. Das eine war ein Wasserfall, aber der machte das Geräusch durchgehend und das andere war ein Magmakrater. Heiße Quellen jetzt einmal ausgeschlossen, weil diese hätten sie sicher irgendwie auf dem Weg nach oben bemerkt. Ganz sicher war sich der Junge allerdings nicht, immerhin war sein Unterricht schon eine weile her und es konnte doch auch andere Dinge geben die solche Geräusche machten. Er tippte dem Anführer der Gruppe auf die Schulter. „Hast du das auch gehört? Es scheint als wäre der Berg vielleicht nicht das, wofür wir ihn halten.“ Fast wie aufs Stichwort, lösten sich vor der Gruppe ein paar Steine unter einem weiteren grummeln des Berges. „Wir könnten uns vielleicht auf etwas Gefährlicherem befinden, als einem einfachen Berg“ Er hoffte, dass Daisuke die Botschaft verstand, denn noch deutlich wollte Susumu eigentlich nicht werden. Das konnte Daisuke doch hoffentlich selbst herausfinden, immerhin war er ja der „große“ Anführer.
  19. Fukazawa Akio

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    Yukiko konnte vieles ab, Mord, Totschlag und Folter wahrscheinlich auch, obwohl sie das noch nicht hatte austesten müssen, aber eine Sache ging ihr echt ans Mark: Körperliche Anstrengung. So unerschütterlich und erwachsen sie geistig war, so kindlich und schwach war der Körper der Dreizehnjährigen. Während ihr Bruder Taichi ein grandioser Taijutsuka war und gefühlte Tage durchrennen konnte und das bei allen möglichen und unmöglichen Steigungen, war seine kleine Schwester rein körperlich eigentlich kaum dazu in der Lage, einen Kampf zu schlagen. Ihre Gliedmaßen waren zart und schwach und was Koordination bei Bewegungen anging, war sie auch weit hinter dem Durchschnitt zurück. Nur durch langes Training hatte sie sich ein gewisses Geschwindigkeitslevel erarbeiten können, welches sie aber auch noch nicht besonders stark machte - und pure Stärke war es, die hier gebraucht wurde. Sie war ein kluges Mädchen, konnte um Ecken und über Brücken denken, gerne auch mehrere auf einmal, aber wenn es um so etwas primitives wie "Kraxeln wir einen Berg hoch" ging, dann war sie bereits überfordert. Und das war peinlich...! Wieso war sie körperlich nur so ein Schwächling? Fein, sie war noch nicht direkt aus der Puste, aber so langsam begannen ihre Beine weh zu tun. Immerzu bergauf und das bei einem so bröckeligen Untergrund war eine Herausforderung, wenn man nicht Daisuke hieß und nicht zu knapp drei Vierteln aus Muskelmasse bestand. Yukiko hingegen hatte das Gefühl, dass ihr die Oberschenkel mit jedem neuen Schritt etwas mehr ausrissen, bis sie sich mehr schleppte als ging, aber dauerhaft versuchte, ihr neutrales Gesicht zu behalten. Immerhin wollte sie nicht so deutlich machen, dass sie das hier nicht zu packen drohte... wobei, momentan war es ja fast noch aushaltbar, schließlich hatten sie noch einen Weg und konnten darauf laufen. Außerdem hatte sie ihren Rucksack abgeben können, sodass sie nicht noch zusätzlich Gewicht tragen musste, da sollte sie sich wirklich nicht beschweren, nicht wahr?! Sie schnaubte leicht, wie als würde sie sich über sich selbst lustig machen und riss sich innerlich am Riemen. Sie würde nie besser oder gar irgendwann einmal Chuunin werden, wenn sie schon bei so einem Berg versagte, der nicht einmal tätig angreifen konnte... sie würde wieder versagen oder im schlimmsten Falle sogar sterben. Sterben... beim letzten Chuuninexamen war sie in zwei Situationen gekommen, in denen sie beinahe den Tod gefunden hätte... seltsamerweise waren beide mit einer gewissen Lavaspuckenden Person verknüpft gewesen. Im nächsten Examen würde sie hoffentlich nicht auf das rauchende Mädchen treffen, aber sollte es je dazu kommen, dann würde sie eines ihrer stärksten Genjutsus nur für sie herauskramen und Spaß daran haben, wie sie darin verzweifelte. Aber nun gut, das hier war ja nicht einmal ein Vulkan... oder? Nein... das hätte man doch bestimmt gewusst, oder etwa nicht? Viel wichtiger war außerdem, dass sie erst einmal hochkamen, um diesen Wissenschaftler fertig zu machen... und kaum war sie zum Schluss gekommen, dass es eigentlich nicht mehr allzu weit sein durfte - immerhin waren sie schon lange gegangen oder es kam ihr nur ewig vor - als sie bemerkte, dass es irgendwie nicht weiter ging. Bisher waren sie auf einem schönen Weg gewesen und nun war dieser... einfach weg. Brach nach unten ab und riss ein Loch in die schöne, weniger anstrengende Straße, sodass der einzige, verfügbare Weg... hoch war. Die Bergwand entlang, hochklettern. Oder? Yukiko jedenfalls wusste, was sie tun musste, allerdings nahm sie sich noch eine Sekunde zum verschnaufen, denn gute Ausdauer hin oder her... so langsam war es wirklich schwer.
  20. Tetsuya Daisuke

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    Der Weg wurde dem Tetsuya so langsam etwas zu schmal, denn er bemerkte zunehmend, dass er mit dem Platz, den er hier hatte, zu kämpfen hatte. Wahrscheinlich nicht nur, weil der junge Mann ja mittlerweile recht groß und breit war, sondern auch, weil er ja doppeltes Gepäck auf dem Rücken trug. Natürlich gab es Schlimmeres, doch auch Daisuke war wohl kaum sicher vor einem Sturz, da er zwar stark war, aber fliegen konnte auch er nicht. Ob das überhaupt ein Mensch konnte? So ging es also Schritt für Schritt bedacht den schmalen Weg entlang, während die Luft immer dünner und kühler um sie herum wurde. Aus dem Reif wurde so langsam richtiger Frost und vereinzelte Schneeflocken fielen vor die Füße der Shinobi. Daisuke atmete tief durch, während er für einen Moment lang mit den Augen eine Schneeflocke verfolgte. Ob es wohl weiter oben auch noch neblig wurde? Dann könnte er sich hier fast zu Hause fühlen… Er sollte vielleicht nicht aus den Augen verlieren, warum er eigentlich hier war. Als er seinen Schritt auf die Kante des Weges setzte und sich dabei ein paar kleine Steine neben seinem Fuß lösten. Ein leises Knarren und der kurze Verlust von seinem Gleichgewicht erinnerten ihn daran, dass er nicht in der Weltgeschichte herumstarren und lieber auf seine Füße achten sollte. Als er kurz stockte, spürte auch der Tetsuya das leichte Grollen unter seinen Füßen. Erst hielt er es für eine simple Einbildung, doch dann bemerkte er ein Tippen an seiner Schulter und noch bevor Susumu etwas sagen konnte, hörte er das Geräusch, welches der Berg von sich gab. Ein ernster Blick zeigte sich im Gesicht des Jungen, als er den Kinzoku ansah und dessen Worte lauschte. Auf die Frage, ob er das auch gehört hätte, reagierte der Tetsuya mit einem stummen Nicken. Ja, das hatte er wohl wahrgenommen und solch undefinierbare, laute Geräusche, waren nicht grade angenehm auf einem Trip wie diesem. Was meinte er mit, der Berg wäre nicht das, wofür sie ihn hielten? Der Tetsuya war zwar stärker als ein Bär, aber auch so dumm wie ein Esel. Er musste einen Moment überlegen und erst der zweite Satz ließ ihn richtig verstehen, was der Kinzoku meinte. Ein Vulkan? Das musste es sein, was er vermutete… Daisuke hatte auch keine große Ahnung von Bergen und dergleichen, weswegen er auch eine Weile gebraucht hatte um das zu verstehen. Aber diese B-Rang Mission war doch ohnehin gefährlich genug, da hätte man ihnen doch sicherlich zumindest gesagt, dass es sich um einen Vulkan handelte. Und der befestigte Weg war ein gutes Anzeichen dafür, dass dieser Berg schon einmal von anderen Leuten als dem Wissenschaftler betreten wurde. Aber vielleicht war das Ding noch nie ausgebrochen, seitdem man ihn entdeckt hatte. „Hm, ich verstehe was du meinst, aber ich bin mir nicht sicher.“, begann er so tief in seinen Gedanken, dass er gar nicht bemerkte, dass er nun anders mit Susumu sprach. „Wenn es das wäre, was ich denke, schätze ich, dass man uns vorgewarnt hätte… Auf jeden Fall ist das ein Grund zur Sorge und wir sollten vorsichtiger rangehen, denn irgendetwas erwartet uns da drinnen definitiv.“ Nein, wirklich, das war ein großer Grund zur Sorge. Wenn es sich allen Ernstes um einen Vulkan handelte, war dies eine Tatsache, mit der nicht einmal der Tetsuya selbst umgehen konnte. Was konnte er gegen Lava tun?! Egal was sie dort drin erwartete, es gab sowieso kein Zurück mehr, den Weg hatte man ihnen ja abgeschnitten…
    Sie liefen noch ein Stückchen weiter, während das Grollen immer deutlicher wurde. Fast so als würde es sie begrüßen oder empfangen, denn je höher sie kamen, desto auffälliger wurde es. Ob man eine kleine Überraschung für sie vorbereitete? Oder war es wirklich „nur“ ein einfacher Vulkan? Egal was von beiden, Daisuke hatte ein schlechtes Gefühl im Bauch. Während er sich noch immer den Kopf darüber zerbrach, was sie wohl dort drinnen erwartete, bemerkte er fast gar nicht, dass der Weg sein Ende fand. Erst kurz vor dem Loch, an dem der Weg abbrach, blieb er stehen und warf einen knappen Blick nach unten. Unfassbar dass sie schon so hoch waren, denn ein Blick nach unten ließ den Magen des Tetsuya schon fast umdrehen. Da wollte er wirklich nicht herunterfallen… Nun kam auch etwas mehr Schnee bei den Genin an, was ihren folgenden Weg nicht erleichtern würde. Während Yukiko ein Päuschen einlegte, sah der Tetsuya zum Rest der Gruppe. Es ging ihm noch relativ gut, auch wenn die Anspannung so langsam wirklich nervig war. Wahrscheinlich lastete etwas mehr auf seinen Schultern, als auf denen der Genin. „Jetzt ist wohl Schluss mit Laufen.“, erkannte er eindeutig nicht grade erfreut von dieser Tatsache. Er konnte auch noch eine Weile klettern, aber bei den anderen, war das sicher schon nicht mehr so leicht. Außerdem nervte ihn dieser riesengroße Berg so langsam wirklich. Doch grade als er einen Blick nach oben warf, auf die Wand, an der sie hinauf mussten, war ein Grollen zu vernehmen, welches wesentlich lauter als die vorherigen war und sogar den Boden unter ihren Füßen richtig beben ließ. Sogar Daisuke musste sich einen Moment fangen. Was zur Hölle war das? Er hielt Ausschau nach oben, als er etwas entdeckte, was ihm nicht besonders zusagte. Ein genervtes Seufzen ging vom Tetsuya aus, als er geistesgegenwärtig, mal davon abgesehen, dass dieser nicht so helle ist, einige Fingerzeichen machte, sodass zwischen Susumu und Hebi und zwischen Hebi und Yukiko ein Erddoppelgänger des Tetsuya erschien. Warum er diese Vorbereitung traf, würde auch für die Genin ersichtlich sein, wenn sie einen Blick nach oben warfen. Einige Felsen, die zwar nicht besonders groß, aber dennoch nicht ungefährlich waren, kamen auf die Shinobi zu. Normalerweise wäre Ausweichen eine Alternative gewesen, aber hier und jetzt war der Weg zu schmal dazu. Vielleicht würden die Genin ja auch etwas Eigeninitiative zeigen, denn so groß und schwer waren die Felsen nicht, da konnte man auch mit ein paar Jutsu nachhelfen. Daisuke jedenfalls versuchte so viel wie möglich von dem Geröll mit eigener Faustkraft und der seiner Doppelgänger aus dem Weg zu räumen. Als wirklich gefährlich stufte er die Situation nicht ein, so lang sie nicht kletterten, war das kein Problem, nur dann sollte es sich nicht unbedingt wiederholen. Nachdem all die Steine aus dem Weg geräumt waren und der Weg wieder frei zum Aufstieg war, sah Daisuke noch einmal am Berg hinauf, als er einen kleinen Lichtblick entdeckte. Er schnaufte lese und deutete nach oben etwas weiter Rechts auf dem Berg. „Seht mal, dort oben ist ein Eingang. Vielleicht haben wir den Aufstieg schon bald hinter uns.“, erklärte er schon etwas erleichtert und legte die Hände an die Felsen, um sich aufs Klettern vorzubereiten. „Wie sieht’s aus? Braucht ihr eine Pause, oder schafft ihr es noch bis da hoch?“ Grade als er ein Stück nach oben wollte, um den Weg auszutesten, fiel ihm ein, dass es noch einen leichteren Weg gab, nicht unbedingt etwas für ihn, aber es entging ihm nicht. Ob die anderen Genin wohl auch darauf kamen? Wenn nicht hieß es wohl klettern, auch wenn das Ziel in sichtbarer Ferne lag, war das wohl nicht grade weniger anstrengend…