Haltet den … Irren? – Zweite Etappe – Ein unbezwingbarer Berg

Dieses Thema im Forum "Reich der Erde" wurde erstellt von Tetsuya Daisuke, 7. Okt. 2011.

  1. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Und was erlebte Daisuke während des harten Kampfes seiner Genin? Bingo, absolute Dunkelheit. Der riesige, starke Tetsuya war am Boden festgeklebt und ob er sich selbst befreien könnte, war momentan noch mehr als fraglich, da er leider mit dem Kopf voran gestürzt war, was ihm nicht nur eine kleine Platzwunde, sondern auch eine Mütze Schlaf beschert hatte. Dass es ihm deswegen aber noch lang nicht schlecht ging, zeigte sein Gesichtsausdruck. Weder die Tatsache dass er wirklich kräftig an den Fußboden geleimt worden war, noch die Wunde an seinem Kopf, schien den Weißhaarigen, dessen Haar nun schmutzig von Blut und Dreck wirkte, nicht sonderlich zu irritieren. Sein Gesichtsausdruck wirkte viel eher so, als hätte er sich dort für ein Nickerchen platziert und auch das leise Seufzen im Schlaf verdeutlichte nur seine scheinbar weniger unangenehme Lage, als man annehmen konnte. Einen Traum hatte er in diesem Moment nicht, dafür war er ein bisschen zu hart auf den Kopf gefallen, aber für ihn war diese Ohnmacht nicht unbedingt unangenehm gewesen… Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er so langsam zu spüren begann, wie jemand an seinem Körper herum rüttelte. Ihm selbst war es noch nicht so bewusst, dass man versuchte ihn zu wecken. Okay, das schon, aber eher, dass er sich auf einer Mission befand, schien in Vergessenheit geraten zu sein. Der Tetsuya hasste es, wenn man ihn aus seinem Schlaf erweckte und eigentlich hätte er darauf sogar mit einer Menge Zorn reagiert, wenn ihn die Stimme der Ikari, welche leise vor sich hin murmelte, während sie an ihm rüttelte, daran erinnerte, dass er sich nicht in seinem Bett befinden konnte. Zumindest gab es noch keine logische Erklärung dafür, was Yukiko in seinem Bett machte… So raste das vorangegangene Szenario eilig durch seinen Kopf, ehe der Tetsuya die strahlenden, türkisfarbenen Augen aufriss und man den Zorn darin ganz genau ablesen konnte. Er hatte kein Problem damit mal niedergerungen zu werden, aber nicht mit solch miesen Tricks. Während er grade die Zähne fletschte wie ein Raubtier und ihm die Wut direkt auf die Stirn geschrieben stand, spannte er die Muskeln in seinem Körper an, um sich von der klebrigen Masse zu befreien. Und ja, sogar Daisuke brauchte eine ganze Menge kraft um diesen schon etwas härteren Kleber zu zerreißen. Dies tat er also und setzte sich danach auf, um seinen beiden Helfern zu danken. „Alles okay?“, fragte er mit noch immer bebender Stimme. Grimmig fuhr sein Blick durch den Raum, ja sogar an die Decke. Er wollte sicher gehen, dass sie nicht belauscht wurden. „Ich hab das unangenehme Gefühl, dass sie mich nicht wahllos abgeschossen haben…“, murmelte er eher nachdenklich zu sich selbst und wischte sich mit einem Taschentuch das Blut von der Stirn. Nachdem dies getan hat, drehte sich der Tetsuya um und sah sich die beiden Gegner an. Der mit der Kanone saß nun plötzlich auf dem Fußboden und tat rein gar nichts, was ihn, in Kombination mit der Ignoranz der beiden Genin, darauf schließen ließ, dass er in einem Genjutsu gefangen war. Nummer zwei lag neben einer kleineren Blutpfütze, die offensichtlich nicht von einer äußerlichen Verletzung stammte, am Fußboden und genauso freundlich festgeklebt, wie Daisuke es eben noch war. Das unterstrich die Genjutsutheorie nur noch einmal… „Da gibt es für mich ja gar nicht mehr viel zu tun…“, sagte er und lächelte das erste Mal seit langem wieder erleichtert. Nun richtete er sich auf und warf noch einen Blick auf seine Schützlinge. Yukiko schien, wie meistens, als Genjutsuka nicht mal im richtigen Kampfgeschehen gesteckt zu haben und Susumu wirkte, trotzdem er etwas durcheinander zu sein schien, irgendwie auch ganz in Ordnung. Ein erleichtertes Seufzen ging über seine Lippen. Wie konnte ihm so etwas passieren? War er zu unaufmerksam gewesen? Er hatte sie verdammt noch mal nicht kommen hören… Daisuke beschloss besser aufzupassen, auch wenn es in diesem Berg nicht einmal wirklich in seiner Macht lag…
    Nun war es an der Zeit doch mal die guten Angreifer zu befragen, was hier vor sich ging und was sie eigentlich von den Shinobi wollten. Daisuke wählte bewusst den Liegenden, weil er sich nicht sicher war, ob in dem Genjutsu auch wahre Antworten zu Stande kämen. Er ging vor dem Ninjutsuka, welcher nicht einmal mehr zuckte in seiner Falle, in die Knie und blickte ihn an. Seine Augen waren geöffnet, er schien absolut wach zu sein und doch wirkte er völlig abwesend. „Oi, erklär mir mal, was das hier soll?“, sagte Daisuke in einem noch recht angenehmen Ton. Doch weder auf die Worte, noch auf den Ton schien diese Person zu reagieren. Daisuke hatte noch nie erlebt, dass er so gezielt ignoriert wurde. Grimmig biss er sich auf die Lippe und packte den Ninjutsuka am Haarschopf, um dessen Gesicht in seine Richtung zu ziehen. Er blickte Daisuke an, obwohl, eher wirkte es so, als würde er durch den Weißhaarigen durchsehen. „Oi!“, wiederholte Daisuke zornig, doch nicht mal ein Zucken oder ein Blinzeln bekam er zu sehen. Er ließ ihn los und seufzte, während er sich dem anderen zuwandte. Daisuke ging auch vor ihm in die Knie um auf Augenhöhe zu sein und winkte vor seinem Gesicht herum, doch er blinzelte nicht einmal. Kurz dachte er darüber nach ihm mal ins Auge zu fassen, aber das war ihm zu eklig. „Irgendwie… Hab ich das Gefühl, dass die uns absolut gar nicht verstehen.“ Als er im nächsten Moment seinen Blick zu dem Kleineren wandte, waren seine Augen zugefallen. Der Große jedoch blieb einfach in seiner Position, sicher weil er in Yukikos Jutsu steckte. Das war alles ein bisschen sehr merkwürdig hier, oder?
    Daisuke stand nun wieder auf, stemmte die Arme in die Hüfte und sah seine Schützlinge an. „Wir sollten weitergehen. Vorsicht wäre nun aber angebracht.“ Nachdem er das gesagt hatte, schnappte er sich den Sakkaku, welcher da so ganz locker an der Wand lehnte in seinem Schlaf und nahm diesen diesmal Huckepack, damit er ihn nicht störte. Er wurde das Gefühl nicht los, dass man es auf ihn abgesehen hatte. Was er auch nachvollziehen konnte, nachdem er ja seine Kraft nicht grade geheim gehalten hatte. Scheiße… Er hätte ja auch mal vorher darüber nachdenken können, dass sie möglicherweise die ganze Zeit beobachtet wurden und man ihn ganz sicher als Gefahr neben zwei Jüngeren einschätzte… Als er seine Fackel wieder geschnappt und an den anderen im Raum entzündet hatte, denn er hatte mal wieder das Gefühl, dass es gleich dunkel wurde, entdeckte er neben Yukiko einige Klone. Allerdings waren es keine normalen Bunshin, sondern Nebeldiener, wie sich herausstellte. Ein Trio davon, also einmal Yukiko, Daisuke und Susumu, sollte vorangehen, was schon mal eine gute Idee war, wenn sie nicht direkt wieder geschnappt werden wollten. Daisuke stimmte zu und so gingen die Drei Nebeldiener voran durch die nächste Tür, welche ja diesmal schon freundlicherweise geöffnet war. Dahinter verbarg sich ein schmaler, dunkler Gang. So eng, dass sie nicht nebeneinander laufen konnten, weswegen der Tetsuya die Spitze einnahm. Dank der Fackel war es nicht unbedingt dunkel in dem engen Gang, aber irgendwie ließ das darauf schließen, dass man sie in die Enge treiben wollte. Das hier waren irgendwie alles Psychospielchen, oder? Die Nebeldiener betraten den Raum zuerst, gingen vielleicht zwei Meter voran, als ein riesiges Metallbeil von der Decke gerauscht kaum und die Klone zerteilte. Sogar dem abgehärteten Tetsuya stockte für einen Moment der Atem, als das riesige, scharfe Beil in einem lauten Geräusch auf dem Boden aufkam. Er schluckte, sagte jedoch nichts, denn sie wussten alle drei, dass sie nicht umkehren konnten. Langsam fuhr das Beil wieder nach oben, es war befestigt an Seilen, das ließ sich schon aus der Ferne erkennen. Die Nebeldiener taten das, was für sie üblich war, sie formten sich wieder, nachdem sie zerteilt worden waren… Bisschen offensichtlich oder?
    Doch Daisuke erblickte etwas dahinter, was ihn dazu zwang etwas zu tun. Da stand ein blonder, kleiner Junge… direkt hinter diesem riesigen Beil. Seine Augen waren geschlossen und er schien genauso abwesend, wie die anderen es gewesen waren, auch wenn das Daisuke in diesem Moment nicht einmal wirklich auffiel. Denn plötzlich schlug er die Augenlider auf und blickte mit großen, braunen Augen in die Richtung der Shinobi. Und zu Daisukes Erstaunen lief er einfach los. Genau auf das Beil zu und wenn er nicht gleich stehen blieb, durften die drei Shinobi zusehen, wie ein Kind zerhackt wurde. Dass das eine verdammte Falle war, war Daisuke in diesem Moment leider nicht bewusst, woran sich erkennen ließ, dass er sich wohl oder übel oft von seinen Gefühlen leiten ließ. Dieser Junge, der da stand, war nicht mal so groß wie Yukiko und vielleicht zehn Jahre alt. Und wenn er weiter ging, dann könnte dieses Beil auf ihn herunter rasen. Er war weder bewaffnet, noch schien er sonst irgendwie gefährlich zu sein und sonst befand sich nichts in diesem Raum außer dem Beil. Was hatte Daisuke also zu befürchten? Das Ding würde ihn, bei seiner Geschwindigkeit, ohnehin nicht treffen… Aber die Gefahr einzugehen, dass hier nur für den Akt ein Kind getötet wurde, und ja das konnte man einem Irren doch wohl zutrauen, wollte er nicht eingehen! So ließ er den Sakkaku von seienm Rücken rutschen und vor Yukiko und Susumu sitzen. Der störte grad doch etwas ...
    Also rannte er, nur mit einer kurz ausgestoßenen Vorwarnung los. „Ihr kommt erst da raus, wenn ich euch sage, dass die Luft rein ist!“ Und schon war er weg … Wie erwartet kam er unter dem Beil durch. Zwar sauste es nieder, doch darunter war kein Daisuke zu erkennen. Stattdessen stand er auf der anderen Seite und packte den Blondschopf, damit er nicht auf die Idee kam noch einmal dort drunter durch zu laufen. Als das Beil wieder nach oben fuhr, erkannte man nun also den Tetsuya auf der anderen Seite, welcher einen kleinen, blonden Jungen festhielt und grade mit seiner Handkante ausholte, um ihn auszuknocken. Kinder schlagen war allgemein nicht so sein Ding, aber egal ob er das aus freiem Willen tat oder nicht, wenn Daisuke ihn ausknockte, konnte er definitiv nicht noch einmal versuchen sich in eine solche Gefahr zu bringen… Erleichtert seufzend ließ Daisuke den Jungen vorsichtig runter und murmelte etwas wie: „Scheiße war das knapp…“ Nun… sah es doch wirklich so aus, als hätte Daisuke die Falle geschlagen. Hatte er auch, allerdings konnte, weder er noch sonst jemand, ahnen, dass das nicht alles war. Als der Tetsuya sich wieder aufrichtete, um den anderen zu sagen, dass er gleich rüber käme, um ihnen unter dem Beil durchzuhelfen, öffnete sich fast geräuschlos ein Loch in der Wand. Im nächsten Moment, kaum als er sich zu der Richtung des Geräusches gewandt hatte, traf ihn etwas schmerzhaft im Hals. Grade wollte er noch darüber fluchen, was das nicht für ein feiger, hinterhältiger und mieser Angriff war und hob seine Hand, um den kleinen Pfeil in seinem Hals zu packen und zu entfernen, da erstarrte er plötzlich sehr schlagartig und riss die Augen auf. Das war definitiv billig und dreckig… Die Augen des Tetsuya füllten sich mit Tränen, ein Anblick, den er selten irgendwelchen Personen gewährte. Seine Haut wurde kreidebleich und kalter Schweiß lief ihm die Stirn herunter. Noch bevor er irgendeinen Ton von sich geben konnte, brach Daisuke diesmal, offensichtlich schlimmer getroffen als zuvor, vor den Augen aller zusammen. Leblos war ein gutes Wort, um zu beschreiben, wie er am Boden lag. Blass, kalt, schlaff… Keine Regung ging mehr von ihm aus. Ihm selbst war nicht einmal die Zeit geblieben, um sich über irgendetwas Gedanken zu machen, so schnell war er zu Boden gesackt und hatte das Bewusstsein verloren. Schon wieder, leider. Wenn man nun nach seinem Puls fühlen würde, könnte man diesen im Übrigen, in diesem Moment nicht wahrnehmen. Aber… War Tetsuya Daisuke nun wirklich auf eine solch ehrlose und hinterlistige Art und Weise getötet wurden? War es so einfach den körperlich stärksten Chuunin von ganz Soragakure umzubringen? Er sah tot aus und wirklich alles würde dafür sprechen. Das Loch in der Wand schloss sich wieder und das Beil wurde ganz plötzlich oben in die Decke hinein gezogen. Es schien nicht so als würden die Genin hier attackiert werden, viel mehr wirkte es so, als habe man wirklich nur Daisuke aus dem Weg räumen wollen. Effektiv oder nicht? Was taten die beiden Genin nun, wo ihr Teamleiter scheinbar tot am Boden lag? Sicher war, dass es sich hierbei ganz sicher um Psychospielchen handelte… Oder hatten sie nun ernsthaft schon verloren?
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dez. 2011
  2. Kinzoku Susumu

    Kinzoku Susumu Member

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    Anscheinend hatten die Bemühungen der Ikari Früchte getragen. Ihr Anführer kam wieder zu sich und er war, um es freundlich auszudrücken ziemlich angepisst. Verständlich sind hinterrücks niederschießen zu lassen ist einfach nicht okay. Susumu konnte die Wut in Daisukes Augen sehen und er konnte sie ihm nicht einmal verübeln. Er hatte schon die Befürchtung, dass der Chuunin wütend auf sie war, als er seine Muskeln anspannte und dann Kleber zu zerreißen begann. Aber der Kinzoku hatte alles richtig gemacht, also gab es keinen Grund für den Tetsuya wütend auf ihn zu sein, dementsprechend entspannte sich der Schwertkämpfer und setzte sich ebenfalls auf den Boden. „Sollten wir das nicht eher dich fragen?“ Dass Ihre Gegner nicht wahllos geschossen waren, hatte sich Susumu noch gar nicht überlegt, warum auch, er hatte Wichtigeres zu tun gehabt. Und während er das Schwert auf seine gekreuzten Beine legte, dachte er kurz nach und kam zu dem Schluss, dass der Angriff wirklich nicht wahllos war. Daisuke hatte ja in aller Öffentlichkeit Steine zerschmettert und Felsblöcke pulverisiert, dementsprechend wussten ihre Gegner über ihn am meisten, oder sie wussten eben weniger über den Rest der Gruppe und schätzten deswegen des Kraftprotzes als die größte Gefahr ein. Machte ja irgendwie Sinn, aber er war sich nicht sicher, wer von seinen beiden Begleitern eigentlich bedrohlicher war. Yukiko war eindeutig unheimlicher, aber das waren alle Genjutsuka, die Frage war nur, wer war für ihre Feinde gefährlicher. Der Kraftprotz oder das weißhaarige Mädchen. Sich selbst nahm Susumu einfach einmal aus, weil er nicht viel getan hatte, außer jemandem die Rückseite seines Schwertes in die Magen zu rammen. Wenn man also die Überlegung auf die Zukunft anwenden würde, war ihm klar, dass ihre Gegenspieler es noch einmal versuchen würden. Daisuke war also immer noch derjenige mit einer Zielscheibe auf seinem Rücken und würde, wohl wieder Ziel eines Angriffes werden und dann kam die Ikari dran und dann er. Es war fast so, als würde man eine Liste abarbeiten von der größten Bedrohung hin bis zur kleinsten. Das machte Sinn, er würde es genauso machen, wenn er die Ressourcen hätte, die diese Organisation eindeutig besaß. „Ja, ich denke Yukiko hat dir die Arbeit abgenommen.“ Das er selbst auch etwas getan hatte erwähnte der Möchtegern-Samurai gar nicht. Schlussendlich hatte er nichts getan, was den Kampf maßgeblich beeinflusst hatte. Zugegeben er mochte Genjutsu nicht, für ihn waren sie feige und hinterhältig, aber er konnte nicht die Tatsache abstreiten, dass sie verdammt effizient waren. Er würde wohl nie zu solchen Mitteln greifen aber er konnte das Mädchen auch nicht wirklich dafür verurteilen, dass sie sich dieser ehrlosen Kunst gewidmet hatte. Sie nutzte sie als Stütze, um ihre körperliche Schwäche auszugleichen und das war eigentlich vollkommen legitim, auch wenn es andere Wege gegeben hätte, ihr Talent zu nutzen. Aber das war nicht die Zeit und nicht der Ort, um an eine Umschulung zu denken, denn der Chuunin hatte den kleinen Ninjutsuka gepackt aber der schien ihn nicht wirklich wahrzunehmen. „Eigenartig, so was ist mir noch nie untergekommen.“ Die Augen des Kindes waren gruslig für den Genin. Normalerweise war er andere Augen gewöhnt, in den meisten Brannte doch ein Feuer, egal ob es so kalt war wie das der Ikari oder so leidenschaftlich wie Daisukes. Dieser Junge aber hatte kein Feuer in seinen Augen, er war wie tot, als hätte man ihm seinen letzten Willen genommen.
    „Mir gefällt nicht, wo das hinführt, es ist so als würde man gegen eine Leiche kämpfen, eine tödliche Leiche.“ Er schob das Katana wieder zurück in die Saya und hörte das vertraute Klicken, als es einrastete. Dieses simple Geräusch war doch schon wieder beruhigend. „Es liegt keine Ehre darin einen willenlosen Gegner zu besiegen und schon gar nicht daran einen zu töten.“ Der Ausdruck auf Susumus Gesicht war verhärtet und ernst. Es ging ihm gegen den Strich, dass er jemanden der eindeutig nicht bei sich selbst war bekämpft hatte. Es war fast schon eine Schande, sich ihm überhaupt gestellt zu haben, aber es hätte es auch getan, wenn der Gegner ein Kind gewesen wäre. Das Leben und die Ehre des Chuunin war wichtiger als die Seinige, zumindest auf dieser Mission.
    Und diese ging auch schon weiter, als Sich Daisuke den Sakkaku nahm und in Richtung des nächsten Raumes. Yukiko hatte aber einen brillanten Einfall. Schattendoppelgänger Perfekt um den nächsten Raum zu begutachten. Die aber kurz, nachdem sie den Raum betreten hatten, von einem Beil aus der Decke zerhackt wurden. Eine großartige Konstruktion, aber in Susumu Augen eher dafür geeignet, Menschen den Kopf abzutrennen, als ernsthaft Schaden anzurichten. Wenigstens wussten sie jetzt, wo das bei war, und konnten sich darauf vorbereiten. Und Vorbereitung war ja schließlich alles. Hinter der Klinge stand ein kleine Blonder junge, der irgendwie viel zu praktisch platziert war. Daisuke befahl den Genin in dem Raum zu bleiben, indem sie waren, solange er nicht Gegenteiliges von sich gab, und machte sich daran den Jungen zu retten. Er schaffte es auch bis zu dem Jungen zu kommen aber genau dort ging alles den Bach hinunter. Susumu konnte nicht wirklich sehen was passierte, aber ihr Anführer klappte bei dem Jungen zusammen. Das Beil wurde in die Decke hochgezogen, aber der Kinzoku traute ihm trotzdem nicht. Sollte er nun den letzten Befehl des Tetsuya befolgen, oder ihm zur Hilfe eilen. Das Dilemma war groß, aber es war wichtiger, ihren Anführer am Leben zu erhalten, also würde der Kinzoku damit leben müssen einen Befehl nicht gehorcht zu haben, auch wenn ihn das in eine echt miese Lage brachte, die ganze Mission hatte das irgendwie an sich. Sie war förmlich darauf ausgelegt, ihn in miese Lagen zu bringen. Langsam näherte er sich dem Beil und statt, wie Yukiko Nebeldiener zu verwenden begnügte sich Susumu mit der Saya seines Schwertes. Schlüpfte Susumu so schnelle er konnte durch die Gefahrenzone, des Beils. Sicher ist sicher. Als er bei dem Kind angelangt war, bekam es als Erstes was es verdiente, eine schallende Ohrfeige. Warum? In Susumus Augen, war der Junge schuld an dem, was gerade passiert war und auch wenn ihn der Schwertkämpfer eigentlich viel härter bestrafen hätte, sollen, so blieb es bei der Ohrfeige, denn schlussendlich war der Blondschopf vor ihm immer noch ein Kind. „Hat man dir nicht gesa....“ noch bevor er den Satz zu ende sprechen konnte, sah er, dass die Augen dieses Jungen genauso starr ins leere blickten wie die der anderen und schon wieder hatte ihn dieser Ort für seine Handlungen bestraft. Auch wenn es nicht wirklich nach viel für einen Außenstehenden Aussah, so war es für Susumu eine herbe Bestrafung einfach nur ein scheinbar unschuldiges Kind geschlagen zu haben. Schweigend ging er in die Knie und ach dem kleinen in die toten Augen. Er hätte sich entschuldigt, wenn der Junge bei sinnen gewesen wäre, aber das war er nicht. Er würde diese Schuld mit sich tragen, bis er sie zurückgezahlt hatte. Er würde den kleinen aus diesem Zustand helfen. „Yukiko-san, weißt du was mit ihm los ist?“ Warum er gerade von ihr Antworten erwartete, konnte der Kinzoku nicht wirklich verstehen, aber sie war die Einzige, die noch da war. Er wandte sich an Daisuke, der zusammengesackt am Boden lag. In seinem Hals steckte ein kleiner Pfeil. Vorsichtig zog Susumu das Projektil heraus, immer darauf bedacht, nicht die Spitze zu berühren. „Langsam habe ich genug von diesen Spielereien. Ich werde es genießen diesen ehrlosen Monstern das Handwerk zu legen und vielleicht auch noch ein wenig mehr.“
  3. Fukazawa Akio

    Fukazawa Akio Member

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    "HALT DEN MUND!!!"

    Es war sehr schwer, Yukiko dazu zu bringen, dass sie richtiggehend unhöflich wurde, schließlich hatte sie sich auf die Fahnen geschrieben, dass man mit Höflichkeit besser voran kam. Man behielt sie meist als ruhiges, stilles, aber durchaus intelligentes Mädchen in Erinnerung, das oft den Anderen den Vortritt oder das Wort ließ und sich, wenn sie Kritik äußerte, auf subtile Andeutungen oder Umschreibungen verließ. Es kam selten vor, dass sie jemanden wirklich fertig machte oder harte Kritik an ihm übte, selbst dann wurde sie eigentlich eher selten ordinär. Diesen Eindruck hatte Susumu allerdings nie bekommen und ebenso würde er ihn wahrscheinlich nie erhalten, denn auf dieser Mission schien einiges aus dem Ruder zu laufen. Wahrscheinlich war das damit zu begründen, dass Yukiko einfach absolut gestresst war. Erstens war dies eine B-Rang-Mission und wie die letzte dieser Art für sie ausgegangen war, war schon mehrfach erörtert worden. Zwar beinhaltete sie dieses Mal keinen Ausflug ins Feindesland, aber nichtsdestotrotz hatte es dieses Flair, welches sie durchaus nicht kalt ließ, so sehr sie dies zu suggerieren versuchte. Nein, es erinnerte sie unwillkürlich immer wieder daran, dass sie auch nur ein kleines Mädchen war und total verletzlich. Es konnte schnell etwas schief gehen und am Ende würden sie wieder irgendwo landen, wo sie sich ganz schrecklich verletzlich fühlen würde. Und das wollte sie wirklich nicht... nein. Zweitens waren schon nach ihrer Bootsfahrt, die ja nun weiß Gott nichts aufregendes darstellen sollte, zwei Genin ausgeschieden und sie hatten dafür einen Möchtegernprofi bekommen, dessen Überego ihre Nerven gehörig angefressen hatte. Schlussendlich hatte es mal wieder Hebi geschafft, sich ausknocken zu lassen, indem er einen Stein auf den Kopf - ausnahmsweise mal nicht zwischen die Beine - bekommen hatte, sodass sie nun ein Chuunin, zwei Genin und ein bewusstloser Klotz am Bein waren. Keine besonders guten Voraussetzungen, wenn es zu einem Kampf kommen sollte, sicherlich war der Chuunin Daisuke, dem sie doch noch irgendwie vertraute, aber es hätte besser kommen können, was das Team anging. Drittens und am wichtigsten war ihr Teamleiter gerade scheinbar tot zusammen gebrochen! Ikari Yukiko war keine Anfängerin mehr. Sie wusste sehr genau, wie man sich zu verhalten hatte, wenn man sicher sein konnte, dass überall Feinde lauerten. Sie hatte die Nebeldiener beschworen, damit sie eine gewisse Chance hatten, dass nicht die dreieinhalb Shinobi, sondern eine ihrer Genjutsus getroffen wurden. Immerhin sahen sie täuschend echt aus, konnten allerdings nicht sterben, da sie nicht lebten... allerdings hatten sich recht schnell gezeigt, dass da eine gewaltige Axt von der Decke kam, wo sie niemand erwartet hatte. Zum Glück waren es nur ihre Kreationen gewesen, die darunter zu leiden hatten, wäre dieses Vieh auf einen gern Shinobi gekracht und hätte getroffen, so wäre nun einer von ihnen tot.

    "DER VERDAMMTE BENGEL INTERESSIERT MICH EINEN SCHEISSDRECK!"

    Es hatte sich dann so weiter entwickelt, dass auf einmal mitten in der scheinbaren Todeszone ein kleines Kind gestanden hatte, ein Junge, nichts weiter. Und dieser war ohne groß zu zögern nach vorne gerannt, obwohl er doch genau wissen sollte, dass da eine Axt aus der Decke schießen würde, die ihm nicht nur den Kopf abschlagen, sondern seinen gesamten, fragilen Körper spalten könnte. So eine hirnlose Aktion hätte auch eigentlich schon wieder den Tod verdient, zumindest sah Yukiko das so - aber Daisuke hatte es natürlich anders gesehen und war losgestürzt. Hirnlos und nur, um einem kleinen, dummen Jungen das Leben zu retten, der es nicht einmal selbst zu schätzen schien, vollkommen umsonst, wenn man die Ikari fragte. Aber natürlich fragte man sie nicht und es war ihr auch nicht möglich, den Chuunin aufzuhalten - dazu war er viel zu schnell und obendrein stark genug, um ihre Hand mit einem Stupsen zum brechen zu bringen. Eigentlich war so etwas wahrhaftig gruselig... also hatte sie keine andere Wahl, als mit anzusehen, wie er dem Beil zwar mit knapper Not ausweichen konnte, aber dafür im nächsten Moment mit einem Pfeil im Hals in die Knie ging. Mit starrem Gesicht hatte Yukiko beobachtet, wie jemand so einfach und unspektakulär starb, von dem sie eigentlich angenommen hatte, dass es eine halbe Armee brauchen würde, um ihm gefährlich werden zu können. Und nun... Susumu konnte kaum so schnell gucken, wie die Ikari samt umgebenden Nebeldienern in den Raum mit dem Beil gestürzt war, ungeachtet der Tatsache, dass da vielleicht noch Fallen sein könnten, ignorierend, dass das vielleicht genau das sein könnte, was man eigentlich erreichen wollte. "Daisuke-san!!", kam es ungewöhnlich zittrig aus ihrem Mund, als sie sich neben ihn kniete und die schlanken Finger an die Stelle seines Halses drückte, wo man normalerweise den Puls fühlen sollte. Entweder machte sie etwas falsch oder da war einfach keiner mehr... fahrig tastete sie weiter nach einem Pochen, aber alles war still... Das konnte nicht sein... das war zu einfach gewesen... es war nicht möglich, dass das nun alles gewesen sein sollte, wie konnte das sein, warum... Es kribbelte bereits verräterisch in ihrer Nase, als Susumu sie gerade noch vor einem Heulkrampf bewahrte, indem er es irgendwie mit einem einzigen Satz schaffte, dass sich all ihre hilflose Trauer in hilflose Wut umwandelte.
    "Es gibt hier echt gerade wichtigeres! Wie kann man nur so wahnsinnig unsensibel sein...!", zischte sie ihn an, während sie sich mit fahrigen Händen über die Augen wischte. Eine Kunoichi heulte nicht, das war nur ein Anzeichen der Schwäche, sie musste nun professionell handeln und… aber was und? Sie war keine verdammte Medicnin, sie konnte nicht heilen und sie wusste nicht einmal, was sie dagegen tun sollte, dass Daisuke hier tot vor ihr lag. Nein, das durfte sie gar nicht erst annehmen, denn er konnte doch nicht tot sein, niemals… das war… "Dai-Daisuke-san?" Herrjee, was war los, dass sie so stotterte?! Warum verschwamm ihre Sicht auf einmal, was war… waren das Tränen? Verdammt, sie sollte das nicht tun, das war fahrlässig, es war gefährlich, keineswegs tolerierbar und doch… mit dem Handrücken wischte sie sich die Tränen aus den Augen und rüttelte vergeblich an der kräftigen Schulter des Jungen. Als ob das etwas bringen würde, sie war so aufgeschmissen… Hilflos. Klein. Inkompetent. Immer mehr Tränen bahnten sich den Weg aus den gelblichen Augen der jungen Ikari, die inzwischen das Gesicht in den Händen vergraben hatte und einfach nur noch versuchte, sich irgendwie einzukriegen. Wenn Daisuke nicht mehr war, musste sie die verbleibenden eineinhalb Genin hier raus schaffen, da konnte sie nicht…
    In einem Schluchzer blieb sie stecken und wischte sich hastig mit dem Ärmel übers Gesicht. War das ernsthaft…? Und da wieder… mit einem tiefen Schnarchen war das Weißhaar wieder zum Leben erwacht. Mit plötzlich ausdruckslosem Gesicht blickte das Mädchen ihn ein paar Sekunden lang an, um dann in Hochgeschwindigkeit rot zu werden und ihm anschließend mit dem Handrücken und voller Kraft (was leider nicht viel war…!) eine Ohrfeige zu verpassen. Wie konnte er es eigentlich WAGEN, ihr so einen Schreck einzujagen?! "Baka…!", murrte sie und stand hastig auf, strich ihren Rock glatt und wischte sich erneut über die Augen. Das hier war offiziell nie passiert.
  4. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Es war schon sehr unglaublich, dass ein Berg von Mann, wie Daisuke einfach so, innerhalb von Sekunden zusammensackte und einfach in eine Starre verfiel. Das grenzte fast schon an eine Begegnung mit dem Tod, der ihm höchstpersönlich das Leben mit einem Zug aus dem Körper gesogen hatte. In einer Sekunde hatte der Tetsuya noch um das Leben eines anderen Menschen gebangt, in der nächsten spürte er nur kurz den stechenden Schmerz, fast so als hätte dieser Pfeil nicht in seinen Hals getroffen, sondern direkt sein Herz durchbohrt. Danach verlor er jegliche Kontrolle über sich selbst und dieser riesige Kerl wirkte, als würde jegliche Funktion seines Körpers schlagartig nachgeben und sein so starker Wille verließ seine harte Schale. Es war nicht so, wie man es in Filmen oder Büchern voraussagte. Vor seinen Augen sah er sein Leben nicht vorbeiziehen. Er sah nicht etwa seine jämmerliche Kindheit, was er doch für ein weinerliches Baby war oder wie er sich langsam und hart hochgearbeitet hatte, oder wie so viele Menschen die er liebte kamen und gingen… All das blieb ihm verwehrt… Was er in diesem Moment vernahm, war das laute Geräusch, als die Klinge in die Decke fuhr, auch wenn es in seinen betäubten Ohren nur gedämpft ankam. Und vor sich sah er, verschwommen durch die glasigen, tränenden Augen, seine beiden Teammitglieder, bevor seine Augen zufielen und er absolut schlaff zu Boden ging. Er bildete sich ein, dass er noch eine Stimme gehört hätte, was wahrscheinlich der Ruf von Yukiko war, doch nahm er diesen als solchen nicht mehr wahr, denn dann wurde es schon dunkel…
    Aber warum hatte Daisuke nicht so einen typischen Klischeetod? Normalerweise sagte man, dass an einem solchen Punkt, an dem man augenscheinlich so schwer getroffen wird, so viel Adrenalin im Körper produziert, dass man die Situation im Schock gar nicht für voll nimmt. Daisuke jedoch sah noch genau was geschah, bis seine Augen ihn im Stich ließen. Er hörte noch alles um sich herum und spürte auch, dass seine Kehle auf einmal staubtrocken war, bis ihn das Bewusstsein verließ. Warum nicht diese typischen Erinnerungen an das vergangene Leben? Der logischste Grund dafür war wohl, dass Tetsuya Daisuke in diesem Moment nicht gestorben war. Zwar wurde ihm schwarz vor Augen und sein ganzer Körper konnte sich nicht regen, doch war er lang nicht tot. Wahrscheinlich wären an der Dosis des Mittels, was er da verabreicht bekam, körperlich weniger starke Menschen entweder eine halbe Ewigkeit ins Koma gefallen oder direkt verstorben, weil es zu viel war. Der Tetsuya war aber ein fast ausgewachsener und vor allem unendlich starker Kerl mit einem Willen, den man mit keiner Härte von irgendeinem Metall vergleichen konnte. Okay, das Zeug hätte bestimmt auch Elefanten umgehauen, aber er war ja auch nicht auf den Beinen geblieben. Und dass sein Körper unter den Folgen des Zeugs litt, war deutlich daran zu erkennen, dass er einen Moment in einen so starken Schock verfiel, dass sogar seine Atmung so flach und sein Puls so schwach wurde, dass man behaupten konnte, es wäre nicht mehr da. Daisuke erlebte nicht oft so starken Schmerz, dass es ihn zu Tränen rührte und meist war dieser nicht körperlich bedingt, aber dieses, ja doch man konnte es schon fast Nervengift nennen, brannte schlimmer als jedes Feuer, dass er kannte, in seinen Adern. Vor seinen Augen war es komplett düster und auch wenn er bewusstlos war, vernahm er dumpf den Wutausbruch von Yukiko, auch wenn er diesen nicht als solchen hatte deuten können, da es in seinen Ohren nur ein schriller Krach war. Und doch löste das bei ihm, in seinem Unterbewusstsein, eine Reaktion aus, doch diese würde jemals ihm noch sonst irgendwem bewusst werden. Er bemerkte nicht, wie verzweifelt das Mädchen war, oder wie wenig es den anderen Genin scheinbar juckte, dass sein Teamleiter wohlmöglich gestorben war und dieser sich stattdessen mit dem Kind beschäftigte. Mal ganz ehrlich, wäre Daisuke an diesem Pfeil gestorben, wären auch Yukiko und Susumu lebend nicht mehr dort heraus gekommen. Und selbst wenn hätten sie sowohl Hebi als auch die Leiche des Teamleiters zurücklassen müssen und was war das für ein Gefühl für einen ehrenhaften Shinobi? Doch all dies spielte für den scheinbar leblosen Tetsuya absolut gar keine Rolle in diesem Moment, denn er war ganz woanders und doch nirgendwo. Auch von einem Traum konnte absolut nicht die Rede sein, da er wirklich so gar nichts dachte. Es war mehr als wäre er in einem Zustand zwischen wach und schlafend, was selbst für den oftmals so hirnlosen Tetsuya ein Ausnahmezustand war. Es war eine ganze Weile so absolut still um ihn herum und es schien so, als wäre er alles, was ihm je widerfahren war vollkommen in Vergessenheit geraten. Er fühlte sich gut, denn es gab so gar nichts, was in diesem Moment auf seinen Schultern lastete. All das Leid, aber auch all die Freude in seinem Leben war völlig ausgelöscht und für einen Moment fühlte er sich so frei wie nie zuvor… Doch irgendetwas in ihm sagte ihm, dass dies nicht sein Recht war.
    Noch immer so merkwürdig gedämpft vernahm er die brüchige Stimme, welche ihm sehr bekannt vorkam. Es handelte sich um seinen Namen, an den er sich durchaus noch entsinnen konnte. Die Stimme war ganz eindeutig einem Mädchen zu zuordnen und sie war nicht nur brüchig, sondern stotterte sie auch und Verzweiflung war die deutlichste Emotion, welche er sogar in seinem Zustand nachempfinden konnte. Erst jetzt nahm er sich selbst richtig wahr. Er wusste nicht was los war, warum das alles so war. In welcher Situation befand er sich? Wo war er überhaupt und was machte er hier? Und nur kurz darauf realisierte er, dass diese schluchzende und wimmernde Person Yukiko war! Die starke, unbezwingbare Yukiko, welche nur so selten Emotionen zeigte, weinte nun in seiner unmittelbaren Nähe? Das musste etwas mit seinem Zustand zu tun haben… Zu gern wollte er die Augen öffnen, um zu sehen warum, doch dann hielt ihn etwas davon ab. Wenn es seine Schuld war und er sie nun einfach anblickte, würde sie ihm das sicher nie verzeihen! Scheiße verdammt! Während seine Vitalwerte wieder normal wurden, überlegte er krampfhaft was er nun machen sollte. Es war kaum auszuhalten jemanden in seiner unmittelbaren Nähe heulen zu hören, das mochte er gar nicht. Und obwohl er sich seiner Situation noch lang nicht bewusst war, hatte dies erstaunlicherweise Vorrang. Da kam ihm die Idee. Er musste nur irgendwas tun, was deutlich machte, dass es ihm wieder besser ging. Also begann er zu schnarchen, was er doch erstaunlich gut konnte. Das war, auch wenn ihm das hinterher keiner glauben würde, nicht der stupide Deppendaisuke, sondern versuchte er vielmehr grade einfühlsam zu sein! Und das obwohl er derjenige war, der grade fast ins Koma geschossen wurde…
    Doch nur wenige Sekunden später öffnete der Tetsuya dann langsam die Augen, denn er konnte diese Spannung nicht ertragen. Was er da verschwommen mit seinen türkisfarbenen Augen erspähte, schockte ihn erneut. Eine verheulte Yukiko, die ihn mit rotem Gesicht völlig ausdruckslos ansah und ihm innerhalb der nächsten Sekunden eine Ohrfeige verpasste. Sie juckte nicht mal, aber sie brachte ihn dazu die Augen aufzureißen. Er hörte sie fluchen und sah, trotz seines noch immer eingeschränkten Sichtfeldes, wie sie aufstand und versuchte sich zu fangen. Daisuke hatte schreckliche Kopfschmerzen, war nach wie vor kreidebleich und fühlte sich noch nicht wirklich so, als könne er direkt wieder aufstehen, aber all das spielte eine eher kleinere Rolle, da er das Gefühl hatte, dass nun alles wieder in Ordnung war. Susumu hatte er leider nicht einmal wahrgenommen. Er wusste ja nicht mal, dass der Junge da war, geschweige denn dass er mit ihm auf einer Mission war. Und Daisuke musste einfach schmunzeln, ehe er schlapp und etwas gekränkt jammerte: „Yuki-chan~ So behandelt man keinen Verletzten.“ Ja, dass er verletzt war, da war er sich doch sehr sicher, denn bis er zu Boden ging und das Bewusstsein völlig verlor, war doch sehr selten. Mit brummendem Kopf blickte er zur Seite und erkannte den anderen Genin, dessen Name ihm erst nach mehrmaligem Nachdenken einfiel. Susumu war für den Moment alles was ihm zu dem Jungen einfiel. Etwas durcheinander rieb er sich die Stirn. Er lehnte seinen Kopf wieder zurück und seufzte laut. „Ohje… Das klingt nun sicher ziemlich blöd…“, begann er scheinbar noch sehr schlaftrunken: „Aber wo genau sind wir hier? Was tun wir hier? Und vor allem: Was zur Hölle ist mit mir passiert?“ Erinnerungslücken, nicht wirklich untypisch, nachdem er so mies ausgeknockt wurde. Sein Kopf schmerzte höllisch und er rieb sich immer wieder die Stirn, wobei er offensichtlich etwas leidend das Gesicht verzog. Dann bemerkte er noch etwas… „Ich glaube ihr müsst mir mal aufhelfen… Ich spüre meine Füße noch nicht wirklich.“ Alter, so krass war es ihm mit Sicherheit ewig nicht mehr gegangen. Das war schlimmer als jeder Kater nach dem Drunken Master Training! Spätestens jetzt hatte Daisuke doch wohl allein durch seine Verwirrung und seinen Zustand bewiesen, dass das selbst für ihn ein harter Treffer gewesen war. Wenn er schon so krasse Erinnerungslücken und seinen Körper nicht unter Kontrolle hatte, war das doch kein unbedingt gutes Zeichen…
    Zuletzt bearbeitet: 3. Jan. 2012
  5. Kinzoku Susumu

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    Yukikos Reaktion überraschte Susumu. Sie war doch eigentlich immer relativ gefasst gewesen, schon beinahe herzlos. Aber anscheinend hatte sie wohl immer wieder diese Phasen, wo das nicht ging. Es schien fast so als würde sie konstant zwischen hochemotional und eiskalt hin und herschalten. Vielleicht war das auch nur der Stress. Jedenfalls wurde Susumu aus ihr nicht schlau. Was er aber verstand, war ihre Sorge um den Tetsuya. Die Beiden hatten sich sicher schon vorher gekannt, und wenn er raten hätte, müssen standen sie sich doch auf irgendeine verdrehte Art und Weise ziemlich nah. Also konnte er das Mädchen verstehen. Auch ihm gefiel es nicht, dass man seinen Anführer niedergestreckt hatte und dann noch mit Gift! Wie konnten sie es eigentlich wagen, zu solchen erbärmlichen Mitteln zu greifen. Aber was konnte er schon von diesen Feinden erwarten, sie hatten sich bis jetzt nur als unehrenhaft und feige erwiesen und momentan würde der Kinzoku vermutlich jeden, den er in diesen Hallen traf und als Feind ansah auf der Stelle nieder schneiden. Desto mehr der Schwertkämpfer darüber nachdachte, desto rasender wurde er, deshalb lenkte er sich mit etwas anderem ab. Schweigend zog er seinen Mantel aus und legte ihm dem Jungen um die Schultern, schließlich hatte der wenig an und das war das Mindeste was der Kinzoku gerade tun konnte. Als er also neben dem Tetsuya kniete und Yuki ihn anschrie, lies er sie gewähren. Er konnte eigentlich keinen Puls fühlen und das Gesicht des Tetsuya war fahl, fast wie das eines Toten. Aber irgendwie musste er ja einen klaren Kopf behalten. Das Mädchen brauchte die Zeit einfach in der sie ihn anschreien konnte, also sollte sie diese Zeit bekommen. Was auch immer sie Susumu jetzt wohl an den Kopf werfen würde, er würde es schlucken und sie nicht dafür verantwortlich machen. Auch sein Gesicht war nicht mehr so emotionsfrei, wie es eigentlich hätte sein sollen. Auch wenn er den Chuunin doch erst seit kaum einem halben Tag kannte, so hatte er doch einiges mit ihm durchgemacht. In seinem Gesicht war eine Mischung aus Zorn und Entsetzen aber von beidem nur ein wenig. Zornig war er weil er den Chuunin nicht hatte beschützen können, weil er ihn gezwungen hatte zurückzubleiben, weil er ihn den Pfeil nicht hatte abfangen lassen. Schlussendlich hatte er versagt, versagt dabei seinen Herren zu schützen. Er war entsetzt darüber, dass der Chuunin so einfach zu töten gewesen war, er der doch Steine zerschmettert hatte und Hebi den ganzen weg hierher getragen hatte. Und Hebi erst, der nutzlose Sack, der ihnen nun schon die ganze Zeit am Bein hing, sie langsamer machte und auf den man immer achtgeben musste. Er konnte natürlich nichts dafür, dass ein Stein ihn getroffen hatte, aber trotzdem war Susumu wütend auf ihn eigentlich auf generell alles. Noch nie hatte er so viel Schande auf einmal erfahren. Er war entehrt, ein Nichts, ein Niemand und es gab für ihn eigentlich nur einen Weg, seine Ehre wiederzuerlangen. Seppuku. Seiner Hand lies das Katana los. Sie war kraftlos geworden und ging neben dem Chuunin und dem Mädchen in die Knie, während das Schwert scheppernd neben ihm aufschlug.Schweigend betrachtete er das Gesicht von Daisuke. Er machte ihm keinen Vorwurf. Immerhin hatte er doch getan, was er für richtig hielt. Er hatte nach seinen Prinzipien gehandelt. Als sie ihn anzischte, hörte er es gar nicht. Aber es war gut, dass sie wütend war. Wut trieb sie weiter, Trauer war nur ein Hindernis, auch wenn man trauern musste. Er war beim besten Willen nicht unsensibel, aber er hatte es einfach nicht wirklich wahrgenommen. Sein Verstand hatte die Situation erfasst aber sein Herz weigerte sich sie zu akzeptieren. „Er wird von sich von so etwas doch nicht unterkriegen lassen.“ Irgendwie glaubte er seinen eigenen Worten nicht. Sie waren auch kraftlos und ohne das Feuer, die Leidenschaft, die sonst hinter allem Lag was er tat. Das das Mädchen nah an der Grenze zum Heulen war und sich ihre Augen auch schon mit Tränen füllten hatte Susumu nicht übersehen. Er hielt ihr ein Tuch hin, es war blau, aber was machte die Farbe in einem Fall wie diesem schon aus. Er hatte bis jetzt keine Kameraden verloren und er würde nicht warten, biss es soweit kam. Und während sich seine freie Hand wieder zur Faust zu ballen begann, ertönte ein lautes Schnarchen. Der Chuunin vor ihnen hatte ein eindeutiges Lebenszeichen von sich gegeben und die Erleichterung die Susumu jetzt spürte war ihm noch nie untergekommen. Sein Hand schloss sich wieder um den Griff des Schwertes, das an seiner Seite auf dem Boden lag. Sein Gesicht sprach wohl in diesem Moment Bände. Er war wirklich froh, dass der Chuunin überlebt hatte. Und die schallende Ohrfeige, die der Tetsuya gerade abbekam, würde ihn sicher aus dem Reich der Träume holen. Der Pfeil lag vor ihm auf den Boden, er musste ihn wohl weggeworfen habe. Und als er ihn aufhob, konnte er sehen, dass noch immer eine kleine Menge des Toxins darin war, also umschloss er die Spitze mit einem kleinen Tropfen Metall. Er wollte wissen, was das war und wie er es in Zukunft bekämpfen konnte. So etwas würde ihm sicher nicht mehr passieren. Der Chuunin fragte sie, was sie hier machten und wo sie waren und Susumu hatte nur eine Antwort darauf, in der Hölle. „Wir sind in dem Versteck eines wahnsinnigen, ehrlosen, intelligenten und bösartigen Stück Dreck, das alles daran setzt, dich zu töten. Du hast den hier abbekommen.“ Der Metallweber hielt ihm den Giftpfeil mit der Ampulle darin entgegen. „Ich für meinen Teil werde den Bastard finden und ich weiß dann nicht, was ich ihm antun werde.“ Susumu war eindeutig wütend. Dieser Wissenschaftler hatte die Frechheit ihn durch jedes emotionale Tief zu ziehen, dass er sich vorstellen konnte. Vielleicht um ihn wirklich wütend zu machen. Rückblickend betrachtet war es vielleicht genau die Absicht des Genies, er wollte, dass sie wütend wurden, unvorsichtig. Als Daisuke fragte, dass man ihm aufhelfen sollte, war Susumu sofort an seine Seite, um ihm hochzuhelfen. „Langsam, lass dir Zeit. Brauchst du vielleicht noch einen Moment?“ Wirklich gewundert hätte es Susumu nicht wenn Daiuske jetzt trotz seine Verfassung nein gesagt hätte.
  6. Fukazawa Akio

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    Es wurde bereits einmal gesagt, dass das, was gerade passiert war, offiziell niemals geschehen war. Ikari Yukiko heulte nicht willkürlich los, sie war auch erst recht icht so unprofessionell, dass sie sich inmitten eines feindlichen Gebiets für kurze Zeit selbst ausknockte und sie hatte sicherlich nicht geweint, weil Daisuke gerade tot gewesen war. Nein, das war nicht passiert, was allen Anwesenden klar sein sollte, denn ansonsten würde sie schon irgendwie dafür sorgen, dass es nie passiert war. Auch wenn sie ein kleines, schwaches Mädchen war, irgendeine Methode fand sich bestimmt immer, gerade, wenn besagtes weibliches Wesen sich in einem Bereich auskannte, in dem die beiden Herren nicht einmal einen Schimmer hatten. Es war ja überhaupt nicht so, als wolle sie vertuschen, wie schwächlich und mädchenhaft sie sich aufgeführt hatte... obwohl, eigentlich schon. Wenn man ehrlich war, dann verabscheute sie sich gerade selbst ein wenig dafür, dass sie, so als Meisterin der Täuschungskunst, auf einen Giftpfeil hereingefallen war, der offenbar nur einen Scheintod auslöste. Es war so leicht, jemandem eine Leiche zu servieren, aber nein, Yukiko bekam sofort das Grausen und begann auf die Tränendrüsen zu drücken - das war lächerlich. Und deswegen hatte sie Daisuke auch dafür geschlagen, dass er sie dazu gebracht hatte, mal eben zur Heulsuse zu werden. Das hatte er mehr als verdient, auch wenn es ihn traurigerweise wahrscheinlich nicht einmal gejuckt hatte. Yukiko war eben keine Taijutsuka so wie er, sie war körperlich das kleine Mädchen, welches sie nun einmal war und da war eine Ohrfeige in etwa so effektiv, wie ihn mit Wattebällchen zu bewerfen. Wobei die vielleicht noch gekitzelt hätten oder so… es war höchste Zeit, dass sie erwachsener wurde! So etwas durfte sie nicht aus der Bahn werfen, das war nicht angemessen und hätte sie in einer noch ernsteren Situation locker das Leben gekostet. Immerhin konnte sie sich nicht einfach so auf den Boden werfen, wenn es doch bedeuten könnte, dass sie im nächsten Moment von einer gigantischen, herabfallenden Axt in zwei Hälften geteilt würde. Das war lebensmüde, beinahe ebenso bescheuert wie die Gedanken Susumus. Hätte dieser sich tatsächlich umgebracht, hätte Yukiko wohl gelacht, denn dann hätte sie alleine mit einem Bewusstlosen da gestanden, den sie nicht einmal leiden konnte. Das wäre ein wenig Ironie des Schicksals gewesen, wenn sie so ganz alleine nach Soragakure zurückkam und sich dann für den Tod von drei Teamkameraden verantworten dürfte. Wahrscheinlich wäre ihre Karriere dann zu Ende gewesen, sehr traurig eigentlich, da sie doch immer noch vorhatte, früher als Tai Chuunin zu werden. Das letzte Examen war ja mehr ein Spießrutenlauf für sie gewesen – das Examen, in dem Daisuke sich diesen Rang erstritten hatte übrigens – aber wenn sie im nächsten nicht mindestens einen anderen Genin auf die Bretter schicken würde, müsste sie wohl hart an ihren Methoden zweifeln. Zurück zum eigentlichen Geschehen: Daisuke hatte sich inzwischen aufgerappelt, aber schien dennoch ein wenig wirr im Kopf zu sein, da er sich scheinbar nicht mehr daran erinnern konnte, was überhaupt passiert war. Auch Susumus Beschreibung des ganzen war so von Emotionen aufgeladen, dass er damit wohl kaum etwas anfangen konnte. Zeit für Antiemotionsbestie Yukiko…! Sie holte tief Luft, atmete noch einmal durch und räusperte sich dann. „Was Kinzoku-san eigentlich sagen wollte, ist, dass wir uns auf einer B-Rang-Mission im Reich der Erde befinden und einen Verrückten aufhalten sollen, der scheinbar nach der Weltherrschaft trachtet. Dabei sind wir einen Berg hochgeklettert, haben eine Schlucht überquert und du wurdest gerade zum zweiten Mal niedergeschossen. Der bewusstlose Junge, der immer noch am Eingang dieses Raumes liegen sollte heißt Hebi, solltest du das nicht mehr wissen.“ So, schon besser. Apropos… wer kümmerte sich eigentlich gerade um besagten Genin?
  7. Tetsuya Daisuke

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    Noch immer war der Tetsuya etwas neben der Spur. Während er gar nicht wirklich wusste wo er war und was ihm überhaupt hier zugestoßen war, fragte er sich, wann er das letzte Mal so schlapp gewesen war und vor allem wann er solche Kopfschmerzen das letzte Mal gehabt hatte. Tatsächlich, das letzte Mal, dass er so verwirrt war, musste das Chuuninexamen gewesen sein, welches er daraufhin bestanden hatte. Nun ja, wenn er es einmal geschafft hatte, warum sollte er dann dieses Mal versagen? Dennoch war diese Situation schon etwas viel für den jungen Weißhaarigen, denn lang war er nicht so verwirrt gewesen, was seinen Aufenthalt an einem Ort anging. Langsam dämmerte es zwar, doch war es noch schwer zu begreifen, was ihm hier eigentlich passiert war. Nachdem er seine Teammitglieder nun endlich einmal ordentlich gemustert hatte, also auch Susumu, schimmerten schon so langsam wieder die vorangegangenen Bilder durch seinen Kopf, auch wenn dieser noch dröhnte und sein Blick auch noch etwas wirr wirkte. Es waren auf einmal ziemlich viele Eindrücke, die sein Hirn verarbeiten musste, nachdem es ja soeben im absoluten Standby gewesen war. Doch was ihm nun besonders auffiel, war, nach einem Blick auf seine zittrigen Hände, dass sie unglaublich blass und verschwitzt waren. Selbst für seinen Körper war dieses kleine Ding da ein absoluter Horrortrip gewesen… Aber natürlich dachte ein Kerl wie Daisuke nicht daran sich erst einmal auszuruhen. Ob das so raffiniert war, nachdem er schon das zweite Mal am Boden lag? Der Kinzoku jedenfalls ließ nicht lang auf sich warten und unterbreitete Daisuke sofort auf seine Frage hin, was geschehen war. Der Tetsuya war schon irgendwie verwundert darüber, dass Susumu so wütend darüber war, denn noch hatte er nicht alles wieder im Kopf… Dennoch nahm er den Pfeil an und warf einen genauen Blick darauf. „Das da soll mich töten?“, murmelte er nachdenklich, während er mit der anderen Hand durch das zerzauste, weiße Haar fuhr. „Ich frage mich, ob er wusste, dass das nicht reichen würde…“ Nachdem er diese ausgesprochen hatte, warf er einen Blick auf seine Teammitglieder. Der Schock steckte ihnen in den Gliedern, vor allem Yukiko hatte er nie so neben sich erlebt, obwohl er sie schon so lang kannte. Er war sich nicht sicher, ob der Kerl tatsächlich dachte, dass er Daisuke, einen so großen, muskulösen Kerl, mit einem so kleinen Pfeil, töten konnte… Entweder er nahm dies wirklich an oder das war nur ein Spielchen. Egal was es war, dafür würde er bezahlen. Daisuke legte den kleinen Pfeil neben sich und seufzte erneut… Wie zur Hölle hatte er sich in eine solche Falle locken lassen? Er warf einen Blick zu Susumu. So langsam wurde sein Kopf wieder etwas klarer, auch wenn lang noch nicht alles zurück war. „Gleiches mit Gleichem zu vergelten, ist nicht der richtige Weg. Bin mal gespannt auf seine Fresse, wenn er sieht, dass ich noch auf den Beinen bin. Ich werde schon dafür sorgen, dass er den Rest seines Lebens an einem angemessenen Ort verbringt…“ Daraufhin setzte er sich ordentlich auf und begann sich richtig aufzurappeln, mit Hilfe von Susumu versteht sich. „Geht schon. Sieht schlimmer aus, als es ist.“ Naja, das stimmte definitiv. Er wirkte immer noch völlig zittrig und total neben sich und auch seine Haut war noch blass. Etwas taumelnd stand er wieder auf seinen eigenen Beinen, als er Yukikos Worte hörte… „Zum zweiten Mal?!“, stellte er entsetzt fest und fuhr sich mit der Hand über den Nacken. Ohje, das war nicht gut. Wie oft passierte es, dass Daisuke zu Boden ging? Diese Situationen konnte man eigentlich an einer Hand abzählen… Diesmal waren es schon zwei in einer Mission, verdammt. „Verzeihung, ich werde versuchen etwas vorsichtiger zu sein… Nicht unbedingt professionell.“, murmelte er leise, wobei er sich selbst eher eine Rüge verpasste, als alles andere… Nachdenklich warf er einen Blick zum Eingang, vor dem der junge Sakkaku an eine Wand gelehnt saß. So langsam erinnerte er sich besser daran. Wie sie diesen Berg erklommen hatten, wie Hebi KO ging und wie er niedergeschossen wurde. Aber nach der Kleberaktion hörte es auf, da war immer noch eine Wissenslücke. Und auch vor dem Aufstieg schien eindeutig etwas zu fehlen… Egal, das würde schon noch wiederkommen. Was er definitiv nicht vergessen würde, war die Reaktion von Yukiko. Und das beunruhigte ihn über alle Maßen, auch wenn er nicht unbedingt so wirkte. Wenn sie die Nerven verlor, war das definitiv ein Zeichen davon, dass es hier zu weit ging. Er musste sich beeilen und diese Mission zu Ende bringen, bevor ihre Nerven, welche ja ohnehin schon so sehr angespannt waren, zerreißen würden… Langsam machte er sich auf den Weg Hebi einzusammeln. Auch wenn er immer noch nicht ganz sicher auf den Beinen war, versuchte er das zu überspielen. Es war ja nicht unbedingt von Vorteil, wenn er ihnen nun noch mehr Sorgen machte. Nun stand er also vor dem Sakkaku und klemmte sich diesen wieder unter den Arm, bewusst nicht über die Schulter geworfen, sonst warf es Daisuke vielleicht gleich mit um. Die freie Hand drückte er wieder vor seine Stirn und machte sich auf den Weg zur anderen Tür. Es dröhnte immer noch in seinem Schädel, aber da musste er nun wohl durch. Als er an Yukiko vorbeiging, konnte er sich eine Sache aber nicht verkneifen. Seine türkisfarbenen Augen schweiften in ihre Richtung, fixierten sie kurz darauf und er begann plötzlich zu schmunzeln. „Samui*, Yuki-chan.“, murmelte er leise, als er an ihr vorüberging. Auf was das bezogen war, müsste sie nun interpretieren können. Dass sie das so getroffen hatte, hatte ihn zwar verwundert, dennoch war es komisch, dass sie direkt danach so überreagierte, ihm eine klebte und danach so tat, als wäre nichts gewesen. Das war… irgendwie… unfair. Warum konnte er auch nicht sagen.
    So machte der Tetsuya sich daraufhin wieder etwas lockerer auf den Weg zur nächsten Tür, getarnt wie die letzten als großer Fels vor einem Loch, welchen er mit einem Tritt aus dem Weg räumte… Bei welchem er Schwierigkeiten hatte die Balance zu halten, aber es war tragbar. „Dann sehen wir uns doch mal an, wie lang das noch so geht.“, erklärte er scheinbar wieder etwas beschwingt und ging durch den Eingang, welcher diesmal, erstaunlicherweise, nicht einmal dunkel war. Vorsichtig ging der Tetsuya voran und trat jeden Schritt langsam und bedacht an. Diesmal wollte er keine unnötigen Gefahren eingehen. Am Ende des Ganges wurde es plötzlich strahlend hell und heiß… Tropische Temperaturen… Vor ihnen erstreckte sich eine saftig grüne Landschaft, tatsächlich irgendwie tropisch. Alles war voll mit Pflanzen, Ranken und riesigen Bäumen. Auch kleine Insekten entdeckte man immer wieder, doch keine größeren Tiere. Wer machte sich die Mühe so etwas inmitten eines Berges aufzubauen? Die Luftfeuchtigkeit war verdammt hoch… Daisuke fragte sich, wie man ein solches Klima hier zustande bekam. „Irgendwie… komme ich mir in diesem Raum noch eher verarscht vor als im letzten…“, sagte er und blickte seine Genin an. Fast wollte er einen Schritt nach vorn machen, doch diesmal stockte er. „Fällt euch irgendwas Verdächtiges auf?“ Wenn sie es auf ihn abgesehen hatten, sollte er sich vielleicht etwas mehr auf seine Kameraden verlassen, oder nicht?

    *Samui = kalt, im Sinne von gefühlskalt in dem Fall
  8. Kinzoku Susumu

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    Es war schon fast ein kleines Wunder, dass Daisuke alle diese Anschläge bis jetzt überlebt hatte. Irgendwie war es wohl wirklich so, dass Chuunin echt harte Brocken waren, er hatte sich schon erwartet, dass ein Chuunin hart zu töten war, aber nach einem Giftpfeil und den zwei Gegnern die ihn an den Boden gepinnt hatte, hätte Daisuke doch eigentlich tot sein müssen oder nicht ? Aber das war egal, immerhin war nur eins Wichtig, der Tetsuya lebte, also würde auch Susumu leben, so war nun einmal der Weg den der junge Kinzoku eingeschlagen hatte und er würde ich auch daran halten. Irgendwie war der Schwertkämpfer ziemlich angepisst, seine Teamkollegen würden wohl wissen warum und die Worte von Daisuke gingen spurlos an dem Jungen vorbei, sein Kodex verlangte von ihm dass er Gleiches mit Gleichem vergalt, wenn es seinem Herren zugefügt wurde. Manchmal verlangte er auch von ihm Gleiches mit noch viel Schlimmeren zu vergelten, aber das war ja Gott sei Dank selten der Fall. Auf dieser Mission konnte sich Susumu allerdings vorstellen tatsächlich eine sehr harte Strafe für den Wissenschaftler übrig zu haben. Er hatte sich schon etwas überlegt, vielleicht würde er ihm sein Hände abtrennen, sodass er nie wieder irgendetwas bauen konnte, mit dem man jemanden verletzen konnte, oder vielleicht sollte er ihn auch gleich töten. Sicher war ja bekanntlich sicher. Natürlich stellte sich jetzt die Frage, konnte Susumu überhaupt jemanden töten. Die Antwort darauf wäre ja, auch wenn er es nicht genießen würde ein Leben zu nehmen, so würde es seine Pflicht doch irgendwann von ihm verlangen und er würde dem Ruf seiner Verantwortung folgen, auch wenn sie ihn in seinen eigenen Tot treiben würde. Allerdings würde er den Wissenschaftler wohl nicht töten, außer Daisuke verlangte es ausdrücklich von ihm, was Susumu einfach aufgrund seines weichen Charakter nicht von ihm erwarten würde. Immerhin hatte der Chuunin ihm gesagt, dass er Gleiches nicht mit Gleichem vergelten solle. "Manchmal ist es nötig, Gleiches mit Gleichem oder sogar mit Schlimmeren zu vergelten, um die zu schützen die wichtiger sind als man selbst." Warum er gerade diese Antwort gab wusste er nicht, aber er sagte, was er sich eben genau in diesem Moment gedacht hatte und irgendwie war das ja auch seine Einstellung die er hier vertrat. Immerhin schuldete er dem Chuunin Rechenschaft, das er ihm verboten hatte das Genie hinter diesem Plan auf seine Weise zur Rechenschaft zu ziehen, gefiel dem Genin zwar nicht, aber er würde darüber hinwegsehen müssen.
    Allerdings machte ihm der neue Raum diese Entscheidung nicht wirklich einfacher. Es hatte tropische Hitze und überall wucherte Grünzeug, fast so wie Unkraut aus dem Boden. Es war dem Kinzoku ein Rätsel, wie der Wissenschaftler all diese Pflanzen versorgte und vor allem wie er ihnen Licht zukommen lies. Dieser Wald war einfach widernatürlich und konnte doch eigentlich nicht ohne Hilfe existieren. "Wir sollten den Wald niederbrennen wenn wir hier fertig sind. Er wird ohnehin ohne Hilfe nicht lange leben." Seine Einstellung zu diesem Thema war zwar extrem aber irgendwie hatte er doch recht oder ? Susumu stapfte in die Pflanzen hinein und hatte sein Katana schon gezogen. In den letzten Räumen war immer etwas gewesen, das Daisuke verletzen sollen, es war seine Aufgabe zu checken ob alles okay war, während sich der Chuunin von der Giftattacke noch erholte. Er hatte noch nie so viele Pflanzen gesehen die einfach nur angebaut wurden, um eben angebaut zu sein. Irgendwas musste hier sein, dass sich der ganze Aufwand lohnte und tatsächlich als der Genin seine Aufmerksamkeit auf den Boden richtete, konnte er ein Muster erkennen, das fast einen perfekten Kreis darstellte und mit Laub abgedeckt war. Wer viel schon in so ein Loch. Als er sich gerade umdrehen wollte, um seine Kollegen vor der Falle zu warnen, kam ihm etwas Grünes mit rasender Geschwindigkeit entgegen und rammte ihn. Der Genin hätte schwören können, dass es eine Pflanze war, was ihn da in Richtung des Loches segeln lies. Aber was er erkennen konnte, als er in die Falle fiel, waren Blüten und eine fast menschliche Gestalt auch wenn er in diesem Moment glaubte sich das nur einzubilden. Wie in Zeitlupe schien er sich dem Boden der Fallgrube zu nähern und als Susumu über die Schulter sah, war er auch nicht besonders einladend. Der Boden war mit hölzernen Stacheln versehen, sie war nicht hier um zu verlangsamen, sondern um zu töten und gerade als seine Hände halt an der Wand fanden schaltete sich sein Training wieder ein und vertrieb die Überraschung aus den Gliedern des Genin. Sofort krallten sich seine beiden Hände in die lemigen Wand des Loches und er jetzt wurde ihm klar, dass Kuriba nicht mehr in seinen Händen ruhte. Er hatte das Schwert seine Familie verloren und musste es wiederfinden und zwar gleich. Egal, ob dort unter ihm Stacheln war oder nicht und egal ob er sich gerade nur mit Mühe in die Wand krallen konnte. Es waren noch ein paar Meter um wieder aus der Falle zu kommen und er konnte das Schwert auch nicht zwischen den Stacheln entdecken. Es musste dort oben sein zusammen mit der Pflanze. Getrieben von Wut krallte er sich fester in den lehmigen Boden und begann sich nach oben zu ziehen. Die Wand gab immer wieder unter seinen Fingern nach und es war unglaublich kraftraubend, aber er wagte es nicht den Wandlauf zu verwenden. Wenn er beim Loslassen eine Fehler machen würde, vielleicht hatte er nicht noch einmal das Glück überhaupt an die Wand zu kommen. Also kletterte er lieber und hiefte sich irgendwann über die Kante des Lochs. Müde und außer Puste.
  9. Fukazawa Akio

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    Würde man die Leute fragen, die mit Yukiko zu tun hatten, wodurch sich das Mädchen auszeichnete, dann war es stets ihr helles Köpfchen und ihre Fähigkeit, immer eine gewisse Ruhe zu bewahren, gewesen, die ihnen als erstes eingefallen war. Das Mädchen hatte schon immer mehr Qualitäten besessen, die einem Ninja würdig waren, denn einem Menschen. Davon abgesehen, dass sie nicht wirklich viele Freunde hatte, konnte man ihr auch nicht nachsagen, dass sie sich besonders mit Empathie zwischen ihnen auskannte. Die Menschen, mit denen sie natürlicherweise durch Emotionen verbunden sein sollte, ihre Familie, sah sie auch nicht als wirklich eng an. Sie hatte sogar einen großen Bruder, aber der war - so hart es klingen mochte - mehr eine Art Haustier, als irgendetwas anderes. Natürlich mochte sie ihn, sie liebte ihn auf ihre ganz besondere Art und Weise auch, Geschwisterliebe eben, aber dennoch hatte sie eine gewisse Distanz zu ihm. Auch zu ihrem Vater hatte sie einen bestimmten Abstand. Die einzige Person, mit der sie wirklich eine Bindung gehabt hatte, war ihre Mutter gewesen und diese war verstorben, als sie noch kleiner gewesen war. Mit Ikari Ima hatte sie eine Menge gemacht, sie hatte auf ihrem Schoß gesessen und gelesen, sie hatte mit ihr gekuschelt, Körperkontakt aufgebaut - aber mit ihrem Vater tat sie das nicht. Es war vollkommen unmöglich, sie mal dabei zu erwischen, wie sie ihren Vater umarmte oder ähnliches. Mit Tai war das zwar etwas entspannter, aber auch hier... beschränkte es sich. Yukiko mochte viele Fähigkeiten haben, sie war ein überdurchschnittlich intelligentes Mädchen und eine wahre Genjutsuexpertin, aber sie hatte genau dort eine Schwäche, wo zum Beispiel Daisuke seine größte charakterliche Stärke hatte. Yukiko neigte dazu, ihre Gefühle zu vernachlässigen und diese in den Hintergrund zu drängen, bis man sich fast sicher sein konnte, dass sie eigentlich keine hatte. Emotionen, das war ihre Meinung, blockierten nur ihre Karrierre in einem Beruf, in dem sie nun einmal hinderlich waren. Man konnte kein guter Ninja werden, wenn man Skrupel hatte, einen wehrlosen Menschen zu töten, man konnte niemals in diesem Beruf glänzen, wenn man persönliche Angelegenheiten nicht aus wichtigeren heraushalten konnte. Sie erachtete es inzwischen sogar als großen Fehler, dass sie sich dazu hatte hinreißen lassen, ihre Schutzschicht von so etwas eigentlich unerheblichem wie dem scheinbaren Tod ihres Teamleiters zerstören zu lassen. Allerdings war es ja nicht das gewesen, was sie so aus der Bahn geworfen hatte - es war nicht das Ableben der Funktion gewesen, die der Chuunin bekleidet hatte, das sie so getroffen hatte. Es war - wenn man es mal ehrlich formulierte - die Tatsache, dass es Daisuke gewesen wäre, der das Zeitliche gesegnet hätte, die sie dazu bewegt hatte, sich schluchzend wie ein kleines Mädchen auf die Knie zu werfen, um ihm zu helfen, auch wenn sie ganz genau wusste, dass sie dazu nicht die richtigen Mittel besaß. Normalerweise handelte sie so nicht, sonst würde sie einfach registrieren, dass sie nichts ausrichten konnte und hätte ihn liegen gelassen. Dieses Mal allerdings nicht und das machte ihr zu schaffen. Auch wenn sie versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, war sie immer noch beinahe entsetzt von ihrem so absolut nicht vorbildhaften Verhalten, das sie selbst nicht so recht erklären konnte. Sie war ein rationaler Mensch, sie suchte sich die Erklärungen für Phänomene, die sie nicht verstand, aber dennoch konnte sie keinen Grund dafür finden, der sich in ihren Parametern erklären ließ.
    So kam es, dass Daisukes Kommentar in ihre Richtung schon fast wieder als Provokation aufgefasst wurde, bevor sie es überhaupt bemerkt hatte. Wollte er sie nun auf den Arm nehmen oder wie? Wollte er sie auch noch mit ihrem Versagen aufziehen oder so? Es war ihr klar, dass sie nicht reagiert hatte, wie es für eine Kunoichi angemessen gewesen wäre, sie hatte sich wie ein kleines Mädchen benommen, das einen Freund verloren hatte... vielleicht stimmte das ja auch, aber das war doch noch lange kein Grund, ihr das nun so unter die Nase zu reiben, oder? Womit genau hatte sie das verdient, weil sie die Mission vorsätzlich gefährdet hatte, indem sie in diesen raum gelaufen war, obwohl sie wusste, dass es hier Fallen drin gab? War das fair, sie dann damit aufzuziehen? Nein, war es nicht. Wahrscheinlich hatte Daisuke das nicht einmal so gemeint, aber in dem kleinen Mädchen tobte schon wieder ein Sturm, der sich den Weg zur Oberfläche bahnte... und hinuntergeschluckt wurde. Nein. Sie würde nicht den selben Fehler zweimal hintereinander machen, das hier durchstehen und dann jegliche Wut Zuhause an einem Kopfkissen oder so auslassen. Oder an Tai, der war auch immer ein toller Boxsack. So zog sie nur leicht eine Augenbraue hoch und folgte dem Chuunin dann zur nächsten Tür.
    Je länger sie sich in diesem Berg befanden, desto mehr bekam sie das Gefühl, dass sie es mit einem Irren zu tun haben mussten, der offenbar zudem noch ein Hobbygärtner war. Wer sonst würde auf die Idee kommen, inmitten eines Berges einen tropischen Raum zu installieren? Dieser Aufwand erinnerte sie ja fast schon wieder an die Katakomben, in denen das letzte Chuuninexamen veranstaltet worden war, da hatte es auch wirklich alles gegeben, inklusive teuren Teppichen und Möbeln - und Nacktbildern eines gewissen Jounin. Aber hey, solange sie nicht damit auch noch belästigt werden würde, war es doch fast schon positiv zu bewerten, was? "Ich glaube, dass unser Gegner tatsächlich wahnsinnig ist. So einen Aufwand zu betreiben... das ist wahrhaftig ineffektiv.", urteilte sie, während sie in den Raum spähte und dann beobachten konnte, wie Susumu sich in das Dickicht vorwagte. Na ja, wenn er denn musste... wirklich sinnvoll fand sie das ja nicht, aber was sollte sie schon dagegen sagen? Nicht sie war der Teamleiter, das war Daisuke, der momentan neben ihr stand. Ohne genau zu wissen, warum, machte sie einen kleinen Schritt von ihm weg und bemerkte, wie etwas grünes auf Susumu zuraste... und ihn in eine Fallengrube schmiss. Sie hatte sich bereits beim ersten Anblick des Gegners in Bewegung gesetzt und erste Fingerzeichen geformt, als ihr das zweite peinliche Missgeschick des Tages passierte: Sie stolperte. Banal, aber wahr. Sie war eben doch nur ein ungeschicktes, kleines Mädchen, das eben nicht besonders zuverlässig über waldigen Boden rennen konnte, ohne dass sich ihr Fuß in einer ranke verhedderte und sie zu Boden gehen ließ. Na wunderbar... konnte es schlimmer werden?
  10. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Gleiches mit Gleichem vergelten… War das wirklich der richtige Weg? Man stelle sich doch bitte einmal vor, wie es wäre, wenn Daisuke mit voller Kraft von jemandem geschlagen würde und dann der Meinung wäre, dass er dasselbe tun müsse. In diesem Falle, und auch wirklich nur in diesem, konnte man von dem Tetsuya behaupten, dass ein ganz bestimmter Spruch seine Einstellung sehr gut vertrat: Der Klügere gibt nach. Ja bitte, lacht nur darüber. Daisuke war wirklich nicht klug, bekannt dafür sich im zwei Minutentakt am Arsch zu kratzen, in der Nase zu bohren, zu rülpsen oder zu furzen, doch machte ihn dies zu einem wirklich dummen Menschen? Naja, also rein vom Intellekt her hing er wahrscheinlich seinen kleinen Schwestern sogar noch nach, was auch der Grund dafür war, dass er solch kniffligen oder strategischen Herausforderungen alles andere als genoss, aber mit seinem Maß an emotionaler Reife, zumindest in den meisten Fällen, und seinem Verständnis für Situationen und Handlungen, konnte er das doch ganz gut wettmachen. Also verstand er ganz eindeutig, dass er der Klügere war, wenn er nicht der Meinung war, dass man Gleiches mit Gleichem vergelten müsse, denn davon hatte niemand etwas. Oftmals war es doch für das Verständnis des Anderen viel wertvoller, wenn man einmal vergab oder nicht gleichhart sanktionierte, denn das machte eher ein schlechtes Gewissen und brachte einen Menschen dazu, sich über seine Taten richtig bewusst zu werden. Und trotzdem er das wusste, machte er sich Gedanken über Susumus Worte. Um die zu schützen, die wichtiger sind als man selbst? Der Gedankengang war nicht falsch, aber äußerst naiv. Man nehme ein aktuelles Beispiel… Wenn Daisuke nun gestorben wäre und Susumu hätte aus Rache den Wissenschaftler getötet, wer hätte dann etwas davon gehabt? Sowohl die Angehörigen und Freunde von Daisuke hätten unter seinem Tod leiden müssen, als auch die des Wissenschaftlers. Klar war er eine Gefahr, doch war der Tod nicht in dem Fall eher eine Erlösung? Selbst wenn Daisuke nicht gestorben wäre, hätte der Wissenschaftler sein Leben lang im Gefängnis sitzen müssen. Und dort hätte er sich immer wieder den Kopf darüber zerbrechen müssen, dass er einen so jungen Kerl auf dem Gewissen hatte und die gequälten Gesichter derer sehen müssen, die darunter zu leiden hatten. Man sollte nicht immer danach sanktionieren, jemandem dasselbe anzutun, was einem widerfahren ist, sondern eher die Person spüren lassen, wie schrecklich es war. Emotionale Folter war wesentlich effektiver als körperliche Folter…
    Doch an dieses Thema würde er keinen weitern Gedanken verschwenden, denn er hatte schon mehr als deutlich gemacht, wo die Grenzen des Verständnisses des Tetsuya lagen. Wenn Susumu es tatsächlich, trotz der ausdrücklichen Worte von Daisuke, wagen würde etwas zu tun, was dem moralischen Standpunkt des Tetsuya wiedersprach, würde er definitiv sofort eingreifen. Selbst wenn das bedeutete, dass er den Kinzoku dabei ausknocken müsste. Solche groben Fehler konnten dazu führen, dass Daisuke völlig in Rage geriet und das wollte wirklich keiner erleben müssen… Doch genug dazu. Daisuke horchte etwas irritiert auf, als Susumu davon sprach den Wald hier abzubrennen. Daisuke war es ziemlich egal, ob sich hier mitten im Berg ein künstlicher Wald verbarg und aus welchen Gründen war auch irrelevant, doch warum sollten sie diesen Abbrennen? Es war doch nun wirklich egal, ob sie das Ding hier gleich in Schutt und Asche legten oder es eben einfach einging. Diese Logik konnte der oft trottelige Weißhaarige nicht ganz nachvollziehen, weswegen er dazu nichts weiter sagte. Die Reaktion von Yukiko auf seine Worte, war ihm im Übrigen absolut nicht entgangen, nur wusste er absolut nicht mehr, was er dazu sagen oder darüber denken sollte. Eine einfach hochgezogene Augenbraue. War das alles was sie dazu zu sagen hatte? Irgendwie kränkte ihn dies. Es wirkte auf ihn so, als würde sie seine Worte so gar nicht ernst nehmen. Dabei hatte er es doch eigentlich ziemlich ernst gemeint. Nun fühlte er sich irgendwie stehen gelassen, beschloss aber einfach nichts mehr dazu zu sagen, auch wenn er irgendwie gekränkt war und nicht wirklich nachvollziehen konnte, warum es ihm überhaupt so ergangen war. Sie überging das einfach absolut und sprach normal weiter, über da was sich ihnen hier so zeigte. Daisuke sah sie an und schmunzelte etwas. Eben doch irgendwie kalt… Er versuchte sich einfach ebenfalls wieder auf das zu konzentrieren, was hier geschah. „Entweder wahnsinnig oder das hier bringt ihm irgendwas…“, sagte Daisuke ruhig und sah sich den Urwald noch einmal an. „Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass man solchen Aufwand völlig umsonst macht.“ Nur was könnte man mit einem riesigen Urwald und so vielen Waffen versuchen wollen? Wissenschaftler waren ja bekannt für wahnwitzige Versuche aber das? In dem Moment bemerkte Daisuke, dass Susumu diesmal scheinbar den Reiz gehabt hatte voran zu gehen. Eigentlich sah der Weißhaarige das eher ungern, denn es war ihm ganz recht, wenn er selbst in jeden Mist rein wanderte, damit die anderen es nicht abbekamen. Doch diesmal war er irgendwie zu langsam gewesen um das zu realisieren. Wahrscheinlich weil ihm diese andere Sache noch nicht aus dem Kopf gegangen war. Doch als die Ereignisse sich dann überschlugen, handelte der Tetsuya wieder scheinbar instinktiv richtig.
    Als er sah, wie Susumu in die Grube gestoßen wurde, ließ er den Sakkaku sofort mal wieder von seiner Schulter und lehnte diesen an die Wand. Dann zog er ein Kunai aus der Tasche und warf dieses nach dem vermeintlichen Gegner. Leider konnte er aus dieser Entfernung nicht ganz so gut zielen, weswegen er das Pflanzending mit dem Kunai, die rasende Geschwindigkeit des Gegenstands war kaum zu verfolgen, an einem Baum fixierte. Eigentlich wäre es ihm lieber gewesen, wenn er das Ding anders getroffen hätte, denn als der Arm des menschenähnlichem Pflanzendings am Baum mit der scharfen Wurfwaffe fixiert worden war, lief total auffällig Blut über die grünen Ranken. Doch der konnte sich nun erstmal nicht losreißen, denn eine Fixierung durch Daisukes Hand war nicht leicht zu lösen. Allerdings sah er, dass Susumu in dem Moment schon die Hände an den Rand der Grube hatte, weswegen er sich nicht mehr bemühte ihm zur Hilfe zu eilen. Stattdessen sah er grade wie Yukiko, welche grade losgestürmt war, über eine Wurzel stolperte. Wenigstens diesen Sturz wollte er zu verhindern wissen. So machte er sich so schnell er konnte auf den Weg zu der Weißhaarigen, packte sie im Sturz noch mit dem Arm unter ihrem Bauch und grinste sie an. „Pass auf wo du hintrittst.“, sagte er ruhig, während er sie wieder auf ihre Beine stellte. Er hatte manchmal wirklich was von einem großen Bruder, oder? Danach ging er zu Susumu und zog diesen am Arm hoch, damit er sich am Rand der Grube nicht so quälen musste. Erst bei einem Blick in das Loch fiel Daisuke auf wie gefährlich diese Situation gewesen war. „Gut reagiert…“, murmelte er etwas erstaunt über den Boden der Grube, welcher dem Kinzoku auch das Leben hätte nehmen können. Seufzend sah er seine beiden Genin an. „Irgendwas passiert? Alles klar?“ Danach sammelte er schnell den Sakkaku wieder ein und begab sich zum gefesselten Baumding. Tatsächlich, bei genauerer Betrachtung ließ sich feststellen, dass es sich um einen Menschen in einer Art Verkleidung gehandelt hatte… Allerdings ging von diesem Ding keine Gefahr mehr aus. Daisuke holte sich sein Kunai zurück und blickte in das schlafende Gesicht des Buschmanns. „Hier stimmt etwas ganz gewaltig nicht. In jedem Raum kommt anderer Schwachsinn… Passt auf was ihr macht.“ Sagte grade er… Etwas taumelnd, was ihn selbst irgendwie verwunderte, setzte er sich mit dem Sakkaku wieder in Bewegung. Mehr gab es hier nicht zu sehen, also auf in den nächsten Raum… Wie der Kinzoku wohl mit seinem Verlust zurechtkam?
  11. Kinzoku Susumu

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    Als Daisuke ihm über die Kante half, war Susumu sehr froh, dass er das tat. Seine Arme und Beine brannten und das Adrenalin schoss heiß durch seine Venen. Kurz gesagt, noch einmal würde er diesen Höllenritt sicher nicht machen und als er keuchend auf dem warmen Dschungelboden lag und ihm kleine Ameisen in die Hände bissen dachte er eigentlich nur daran, sein Katana wiederzufinden. Am Liebsten währe er wohl sofort aufgesprungen und hätte dem Pflanzending so lange Ohrfeigen gegeben bis es ausspuckte wohin sein Schwert verschwunden war, aber das konnte er nicht. Seine Arme waren momentan wie Blei und ließen sich kaum vom Boden heben. Die Luft brannte in seinen Lungen aber langsam wurde das Atmen erträglicher und die Gliedmaßen ließen sich wieder bewegen. Und als er sich langsam wieder vom Boden in eine fast stehende Haltung gestemmt hatte, waren seine Augen schon eifrig dabei den Waldboden zu durchsuchen. Und sie fanden dann auch etwas, nämlich ein Schimmern aus dem was man wohl als Hals eine Pflanze deuten konnte. Trotz schmerzender Muskeln und brennendem Atem was er Kinzoku sofort bei der Pflanze und Schnitt ihr den Halm mit eine Kunai ab und das was er aus dem "Hals" des Ungetüms zog konnte man kaum noch als Schwert erkennen. Es war zersetzt und aufgelöst, beinahe so, als hätte sich eine Säure in das sonst so resistente Metall der Kinzoku gefressen. Mit der Klinge war aber auch etwas anderes vernichtet worden. Schweigend betrachtete er die verätzten Überreste der Klinge in seinen Händen. Er hatte versagt, gerade er, Susumu hatte versagt. Ihm war dieses Schwert anvertraut worden und er hatte es zerstört. Es konnte diese Schandtat nicht wieder gut machen und würde sich einiges anzuhören haben wenn er wieder zurück war. Aber alle Rügen der Welt waren nicht so viel Strafe wie das Gefühl das er jetzt empfand. Eine Mischung aus Scham, Enttäuschung, Zorn und Selbsthass. Er würde büßen müssen für das was er angerichtet hatte. Der erste Schritt würde es sein, dass er die Überreste des Katana nahm und ihm eine neue Seele geben würde eine Stärkere. Und während er ungläubig auf das Schwert starrte wusste er im ersten Moment nicht wirklich wie er es seiner Familie erklären sollte, vor allem wusste er nicht wie er es sich selbst erklären sollte. Das gerade ihm das passiert, schließlich hatte er schon fünf Jahre auf die Klinge geachtet und es war nichts passiert, und genau in dieser Mission musste es natürlich passieren. Hier ging wirklich alles schief was nur schiefgehen konnte. "Ja lasst, lasst uns weitergehen." Die Stimme der Schwertkämpfers war gebrochen und rau. Das rührte wohl von dem Kloß in seinem Hals.
  12. Fukazawa Akio

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    Oh nein, Yukiko nahm die meisten Menschen ernst, selbst wenn sie sich nicht dementsprechend verhielt. Sie wusste aus Erfahrung, dass selbst die schwächsten Shinobi gefährliche Gegner darstellen konnten, wenn sie sich nicht nur auf ihre wenig ausgeprägten Fähigkeiten verließen, sondern auch auf ihren Kopf. Sie selbst hatte das Ziel des Chuuninexmanes durchschritten, obwohl sie komplett gar nichts gekonnt hatte - und das wenige, was sie gekonnt hatte, hatte sie nicht einmal eingesetzt. Man konnte sich auch prima mit einem Henge über Wasser halten, damit die Leute glaubten, man sei gefährlicher oder zumindest attraktiver. Und gerade jemanden wie Daisuke würde sie nie nicht ernst nehmen, weil das in etwa die Konsequenzen desselben Verhalten gegenüber wilden Raubtieren haben konnte, zumindest in ihrer Vorstellungskraft. Während sie kleinen Genin misstraute, weil diese ihre Fähigkeiten zurückhalten könnten, musste sie ihm erst gar nicht so etwas anhängen, da er das gar nicht nötig hatte. Man hatte im Allgemeinen einen gesunden Respekt vor Menschen, die Berge versetzen konnten oder heuchelte ihn zumindest. Bei Daisuke war der Respekt aber natürlich, nicht etwa vorgetäuscht. Insofern war die hochgezogene Augenbraue kein Zeichen mangelndes ernst Nehmens, sondern fehlendem Verständnis ihrer eigenen Reaktion. Auch Yukiko, mochte sie noch so professionell tun, wie sie wollte, war nur ein kleines Mädchen, das sich langsam aber sicher in Richtung Pubertät zubewegte und auch nicht immer verstand, was in ihrem Kopf vorging. Da war auf einmal eine schreckliche Reizbarkeit an manchen Tagen, dann eine Fixierung auf andere Dinge und schlussendlich eine emotionale Verworrenheit, die für jemanden, der seine Gefühle meistens eher unterdrückte, noch viel schlimmer war. Sie hatte nicht wirklich gelernt, sie an die Oberfläche zu lassen, also kamen sie schwankend und instabil und so unverständlich für sie selbst wie für Andere. Allerdings durfte sie sich wohl kaum darüber beschweren, waren Gefühlsschwankungen in ihrem Alter doch eigentlich Standard. Seltsam, dass es so viele andere nicht erwischte, aber gerade sie... Dennoch durfte sie sich auf keinen Fall nun mit ihren privaten und so unwichtigen Belangen ablenken, schließlich gab es hier eine Mission zu erfüllen, mochte sie bisher so schlecht gelaufen sein, wie sie wollte - das bedeutete nur, dass man sich steigern konnte.
    Die drei Shinobi und der Bewusstlose betraten nach anfänglichem Zögern durch die nächste Tür den nächsten Raum des seltsamen Verwirrspiels ihres perfiden Gegners. Dieses Mal allerdings erwartete sie weder ein Dschungel noch eine gemeingefährliche Axtfalle, sondern... eine so gewaltige Halle, dass man wirklich nicht erwartete hätte, noch immer im Inneren eines Berges zu sein. Sie blinzelte erstaunt und sah sich sofort gründlich um: Überall glänzte Metall, an den Seiten fanden sich wieder Teile der Technik, die sie schon gesehen hatten, Kessel, als wäre darin etwas geschmolzen worden, Drähte. Knöpfe, die blinkten. Es wäre sicherlich einen gute Kulisse für einen in der Zukunft spielenden Roman gewesen, schoss es der Ikari durch den Kopf, aber bevor sie weitere Theorien darüber aufstellen konnte, was das hier alles zu bedeuten hatte, schallte auf einmal rhythmisches knallen durch die Halle, das normalerweise von zwei Händen fabriziert wurde, deren Handflächen aufeinander geschlagen wurden: Applaus. Sofort schoss ihr Köpfchen nach oben und suchte nach der Quelle des Lärms, bis die dunkelgelben Augen sie gefunden hatten: Oben, ungefähr in der Mitte der Decke, war ein Stück herabgesenkt worden, sodass sich eine kleine, runde und gläserne Plattform abgesenkt worden war, auf der ein scheinbar massiver, weißer Thron stand. So viel schon einmal zum Größenwahnsinn. Allerdings war die Gestalt, die auf der royalen Sitzgelegenheit saß, wenn nicht eher fläzte, noch deutlich erwähnenswerter als die blank polierte Umgebung. Die violetten Handschuhe gaben einen starken Kontrast zu dem ansonsten fast ausschließlich in weiß gehaltenen Anzug samt Pluderhosen und Zylinder ab, als würde der Mann sich nicht in einem illegalen Wunderbunker aufhalten, sondern einer Teegesellschaft frönen. Unter der breiten Hutkrempe blickten zwei gelblich-goldene Augen beinahe ein wenig gelangweilt auf die Shinobi hinab, während er sich mit der einen Hand seinen dunkelblauen Ziegenbart entlang strich. In der rechten Hand hielt er nun wieder elegant eine rosafarbene Teetasse, den kleinen Finger damenhaft abgespreizt, während in der Beuge seines anderen Armes offenbar ein pinker Regenschirm hing, der - darauf hätte Yukiko gewettet - auch bestimmt noch berüscht war. Ein weißes, mit einem ledernen Riemen um seinen Hals (an dem ein weiß gepunktetes, rosanes Tuch aus seinem Anzug quoll) befestigtes Cape mit Stehkragen vervollständigte den Anblick eines Menschen, der so offensichtlich verrückt war, dass es Yukiko zum grinsen gebracht hätte- wenn sie denn nicht so sehr damit beschäftigt gewesen wäre, ihren Ausdruck unter Kontrolle zu halten. "Wie spannend.", meinte er in einer fröhlich beschwingten Tonlage, nahm ein kleines Schlückchen Tee und kicherte dann. Naaa toll... der ist zu weit weg, um ihn zu treffen... vielleicht könnte Daisuke... aber bevor der Gedanke vollendet werden konnte, quietschte es auf einmal unheilvoll und zwei ziemlich gut getarnte Metalltore öffneten sich zu beiden Seiten der Halle. War das hier etwa eine Arena oder so?!
  13. Tetsuya Daisuke

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    Diesen Raum mussten sie wohl oder übel hinter sich lassen. Nur minimal nahm der Tetsuya wahr, wie der Kinzoku sich grade schwer tat, den falschen Dschungel hinter sich zu lassen, aber warum verstand er mit einem Blick. Eine Waffe zu verlieren, konnte richtig schmerzhaft sein, auch wenn das jede Person, die mit Waffen nichts am Hut hatte, nicht hätte nachvollziehen können. Daisuke hatte recht spät angefangen sich mit Kenjutsu zu beschäftigen, hatte aber erstaunlich schnell das Level eines Jounin erreicht, was einfach an übermenschlichem Training lag, so war er eben. Dennoch hatte der Tetsuya seither nur eine richtige Waffe gehabt. Trainiert hatte er ganz klar mit handelsüblichen Holztrainingsschwertern, aber seine richtige Waffe, das monströse Zweihandschwert, welches die Größe von einem Meter fünfzig fast erreichte, war sein ein und alles. Und das schon ewig, denn der Tetsuya trug dieses Schwert bereits als er selbst nicht einmal diese Größe gemessen hatte… Schwer vorstellbar, oder? Das gute Erbstück seiner Familie, was auch ganz offensichtlich erkennbar nicht grade günstig war, war seitdem es in Daisukes Händen geführt wurde zwar schon das ein oder andere Mal zweckentfremdet, indem es jemandem an den Kopf geworfen oder ähnlichen Strapazen ausgesetzt wurde, doch war es ihm unheimlich wichtig. Hätte er an dieser Stelle sein Schwert also verloren, würde von diesem Dschungel nicht mehr so viel übrig sein…

    Doch genug dazu, denn die drei, naja eigentlich vier, Shinobi betraten nun den nächsten Raum. Unfassbar dass es auf dem Weg dorthin weder düster gewesen war, noch dass es irgendwelche Fallen gegeben hatte. Und nachdem der Tetsuya den Weg zum nächsten Raum freigemacht hatte, eröffnete sich ihnen ein erstaunliches Bild. Wirklich, Daisuke fragte sich mittlerweile nur noch, wie lang die eigentlich schon hier drinnen waren, dass sie solche Dinge veranstalteten. Man hatte echt das Gefühl man ging hier durch verschiedene Länder und nicht durch einen verdammten Berg, bei dem man den Ausgang nur zu gern schnell gefunden hätte. Doch noch bevor er sich über diesen futuristischen Metallraum aufregen konnte, drang ein hallendes Geräusch zu seinen Ohren vor, welches sich von der Decke auf einem Glasplateau bis herunter zu ihnen erstreckte. Ein Blick auf die Quelle und eine unbändige Wut ließ sich in den türkisfarbenen Augen des Tetsuya erkennen. Als er diesen überheblichen, irren Schnösel dort oben sitzen sah, wurde ihm richtig mulmig im Bauch, so wütend stimmte ihn dies. Daisuke wollte ihm das Ziegenbärtchen ausreißen und nicht nur weil es scheiße aussah, sondern auch weil er ihm richtig wehtun wollte. Als er das alles hier dann auch noch amüsiert als spannend bezeichnete, platzte dem Weißhaarigen fast der Kragen. Er wusste nicht wie er da hoch sollte, doch er wollte sofort da rauf und dem Typen wehtun. Doch nerviges Quietschen kam ihm dazwischen, als sich rechts und links von ihnen zwei riesige Tore öffneten, hinter denen sich scheinbar absolute Dunkelheit verbarg. „Mal sehen wie fidel du noch bist.“, sagte der Irre und grinste Daisuke an, während er den Tetsuya mit seinen stechenden, gelben Augen musterte. Er wollte ihn testen, noch einmal? Von ihm aus ja gern, endlich richtig kämpfen zu können, war befreiend. Vor allem da sich so viel Wut angestaut hatte… Darüber dass er Josho und Azuki verloren hatte, darüber dass Hebi KO war und Susumu dazu kommen musste, darüber dass er gleich zwei Mal KO gegangen war, Susumu sein Schwert verloren hatte und sie Yukiko zum Weinen gebracht hatten. Das musste er alles rächen, denn die Wut war unglaublich! Hastig lud er den Sakkaku an einer Wand ab und machte sich an die Arbeit. Jeweils von rechts, als auch von links näherten sich zwei der komischen Kerle von vorhin. Sie sahen denen von vorhin ziemlich ähnlich… „Die gehören mir…“, zischte der wütende Tetsuya und schlug seine Fäuste grimmig zusammen. Nur Sekunden später gingen diese in Flammen auf vor Zorn, als sich die Gegner hastig direkt dem Tetsuya näherten. War ja klar gewesen, er wollte ja ihn testen und nicht die anderen beiden. Der eine spielte mit Feuer, der andere mit einer Lanze und was die anderen taten, nahm der Tetsuya gar nicht für voll, da er in seiner Rage sehr hastig handelte. Sobald sie nah genug an ihn heran traten und irgendwie rannten sie auch alle auf ihn zu, streckte er die Arme von sich und schnipste den Kerlen direkt irgendwo vor den Körper, völlig egal ob Arm, Kopf oder Bauch, es schleuderte sie alle weg von ihm und auf den Boden, woraufhin ihre Augen direkt zufielen. „Kommt noch was?“, zischte Daisuke grinsend. Doch als er seinen Kopf nach oben gezogen hatte, schwankte er plötzlich wieder etwas und musste sich mit einem Griff an die Stirn wieder fangen. „Doch nicht so einfach, hm?“, fragte der Irre spöttisch und warf einen Blick auf den Tetsuya. Daisuke hingegen deutete auf die niedergestreckten Typen am Boden. „Was machst du mit denen, dass die so etwas machen und danach einpennen?“ Kaum hatte der Tetsuya seine Frage gestellt, erklangen einige laute Geräusche, die von dem Schritt eines hohen Schuhs auf gläsernem Boden verursacht wurden. „Schon mal was von einer Gehirnwäsche gehört, Kleiner?“, säuselte amüsiert eine weibliche Stimme, welche mit einem weiten Sprung und einem kleinen Fallschirm von der Glasplatte heruntergesprungen kam. Normalerweise wäre Daisuke allein wegen dem Wort Kleiner ausgerastet, doch es handelte sich hierbei um eine große, wohlgeformte, Blondine mit Brille und einer bezaubernden Stimme… Dennoch ein Feind und in einem komisch technisch wirkendem Anzug. Das mit der Gehirnwäsche gab ihm zu denken. Wenn es Genjutsu waren, warum hatte es Yukiko nicht gemerkt? Oder was hatte es damit auf sich? Jedoch war das nicht alles, denn nun schien der Aufmarsch erst richtig zu beginnen. Links von ihnen trat ein kleiner, hübscher, junger Mann aus dem Schatten heraus. Ein richtig hübsches Kerlchen, recht kräftig und langes schwarzes Haar, bedrohlich sieht aber auch anders aus… „Vergrault unseren Besuch nicht… Es ist so rar, dass man hier mal neue Gesichter zu sehen bekommt.“, sagte er und tänzelte dabei amüsiert. Daisuke war sich mittlerweile sehr sicher, dass hier alle irre waren… Deswegen machte er sich direkt bereit zum kämpfen, doch plötzlich schlug der Irre oben mit seinem Regenschirm hart auf den Glasboden, um die Aufmerksamkeit der Anwesenden zu erlangen. „Das ist natürlich lang nicht alles…“ Plötzlich ertönte rechts von ihnen ein unfassbar lautes Geräusch, mechanisch, gruselig… Der langhaarige Typ begann im Übrigen nervös zu zucken und zu hampeln, warum auch immer, Daisuke bemerkte es gar nicht wirklich. Aus dem Schatten trat dampfend eine riesige Maschine, scheinbar aus irgendeinem Metall. Sie war bestimmt knapp vier bis fünf Meter groß, mit allerlei Schnickschnack und Waffen ausgestattet und wirkte so, als könne sie jeden der Anwesenden zerquetschen. Auf ihrem Bauch stand in Großbuchstaben etwas geschrieben. „STE?“, fragte Daisuke irritiert, während er das laute Gerät beäugte… „Darf ich vorstellen, die einzigartige Shinobi Tötungseinheit, kurz STE. Ich rate eigentlich davon ab gegen sie anzutreten, doch wenn ihr es vorhabt, sucht euch einen würdigen Gegner für ihn heraus~“ Amüsiert schob er die Hutkrempe nach oben und blickte in die Runde. „Na dann, wollen wir mal sehen, ob die Shinobi mit uns mithalten können!“ … Was er wohl gegen Shinobi hatte? Effektives Werkzeug scheinbar definitiv, dagegen musste etwas unternommen werden…
    Zuletzt bearbeitet: 23. Jan. 2012
  14. Kinzoku Susumu

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    Schweigend steckte Susumu die Überreste seines Katana in die Saya, die ja als einziges Teil des Schwertes überlebt hatte. Und strich noch einmal in sentimentaler Manier über den verätzten Griff des Schwertes. Irgendwie hatte er sich nicht vorgestellt, dass Kinzoku Kuriba einen solche Abgang machen würde. Der Metallweber hatte sich einen heroischeren Abgang für das Familienerbstück vorgestellt. Aber man bekam nicht immer was man wollte und es hatte ja noch nicht die letzte Schlacht in seinem Leben geschehen, schließlich sollte es wie ein Phoenix aus der Asche wieder aufzustehen. Er sollte die Klinge nicht mehr mit Selbstmitleid beschämen, schlussendlich gab es nur die Zukunft für das Schwert und ihn. und trotz des Kloses in seinem Hals folgte er seinen Kameraden in einen neuen Raum. Neuer Raum neues Glück, zumindest konnte man das so deuten. Er war der Letzte der in den Raum eintrat der irgendwie dem Kontrollraum in der Nähe des Reaktors nicht sonderlich unähnlich sah. Auch wenn der Etwas sauberer war und auch moderner Aussah als das was der Kinzoku jetzt vor seinen Augen hatte. Mit jedem Schritt hatte sich Susumu etwas mehr gesammelt und war wieder auf seine Aufgabe konzentriert. Die Quelle allen Übels in diesem Berg auszuschalten und wie das Schicksal es so wollte fiel ihm diese Quelle jetzt direkt in den Schoss. Denn hinter den hängenden Kabeln und den blendenden kleinen Lämpchen versteckt stand eine Gestalt in dem Raum. Wenn das wieder eine Falle war, dann hatte der Kinzoku nun endgültig die Schnauze voll. Aber das blutrünstige Lächeln das sich langsam auf das Gesicht des Schwertkämpfers stahl nahm ihm schlussendlich jeden Zweifel. Er hatte seinen Instinkten schon immer vertraut, also warum sollte er es jetzt nicht tun. Das Klatschen das durch den Raum schallte weckte in dem Genin mit jedem Aufeinandertreffen der Handflächen mehr den Wünsch, den Mann einfach an die Wand zu nageln. Und während seine Hände einmal kurz zusammenfuhren und ein Siegel formten, begann bereits das Chakra in die Hände des Kinzoku zu fließen. Aus den Handflächen des Metallwebers wuchsen zwei lange Dornen, die er als Ersatzwaffen verwenden musste. Seine Hände waren ja Gott sei Dank von einem stämmigen Chuunin verdeckt, damit sollte eigentlich wenigstens ein kleines Überraschungsmoment vorhanden sein. Auch wenn er das Outfit des Irren als eindeutig lächerlich abgestempelt hatte, so war das was nun kam keines Falls lächerlich. Als erstes schnipste Daisuke einfach einmal ein paar Schläger davon und wie sich später herausstellte waren diese nur ein weiterer Test. Langsam waren wohl alle das dumme Spiel leid, dass der in weiß gekleidete Herr hier mit ihnen trieb. Als dann plötzlich eine weibliche Stimme die Halle erfüllt war Susumu verwirrt. Es gab also mehrere Übeltäter. Eine neue Wendung, aber keine die es besser machte. Und die nächste Stimme die die Halle erfüllte war nicht viel besser. Es war eine männliche Stimme und die Ursprünge Beider Stimmen sahen genauso lächerlich aus wie sie klangen. Aber was schlussendlich das Auge des Kinzoku bannte, war eine riesige roboterähnliche Maschine, die der Irre in weiß als STE vorstellte. Irgendwie musste Susumu schmunzeln als er die Konstruktion sah. Er hätte sich nichts Dümmeres vorstellen können. Woher nahm der Idiot nur sein Ideen? Aus einem schlechten Comicheft? Ob die Shinobi mit seiner Gauklertruppe fertig werden würden, war für Susumu eigentlich eindeutig. Er hatte gesehen was Daisuke konnte und würde sich über nichts wirklich wundern. "Ich überlasse euch die Wahl, ich nehme dann einfach was übrig bleibt, auch wenn ich bezweifle, dass es einen großen Unterschied macht, zumindest bei diesen Gauklern hier."
  15. Fukazawa Akio

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    Ikari Yukiko war kein Kämpfer. Shinobi waren zwar Elitesoldaten des jeweiligen Dorfes, aber ebenso sehr auch Spione, selbst wenn diese Bedeutung oft verloren ging. Sie wurden nicht nur dazu ausgebildet, zu kämpfen und möglichst viel zu zerstören, sondern eigentlich auch dazu, subtil gegen Feinde vorzugehen, sie zu verwirren, zu täuschen und dann aus ihrer Schwäche stark zu werden. Leider verstanden sich die meisten Shinobi vor allem aufs erste: Auf sinnloses Töten, Metzeln oder generell Zerstören. Aufs Kämpfen eben. Yukiko wiederum konnte ehrlich gesprochen gerade das nicht besonders gut. Sie war keine Anfängerin mehr und auch nicht direkt als schwach zu bezeichnen, aber es war noch nie ihre Stärke gewesen, Dinge zu zerstören oder auch nur auf offenem Feld zu kämpfen. Sie war eine Genjutsuka, sodass sie gerne auch eine ganze Gruppe von Gegnern gegeneinander aufhetzen konnte, aber wenn sie selbst Gefahr lief, getötet zu werden, half das nur wenig. Man durfte also durchaus verstehen, warum ihr die jetzige Situation alles andere als gefiel: Dies hier war eine geschlossene Halle aus Eisen, in der es überhaupt keine Versteckmöglichkeiten gab, sie hatte zwar einen wahnsinnig starken Chuunin als Teammitglied, aber der würde sich um den Killerroboter kümmern müssen. (Stichwort Killerroboter: Als dieser aufgetreten war, hatte Yukiko einen Moment ziemlich doof aus der Wäsche geguckt und sich gefragt, wozu die Dörfer eigentlich noch Shinobi ausbildeten, wenn so etwas überhaupt existieren konnte. Immerhin war das Ding fünf Meter hoch und scheinbar durchaus stark... wenn auch wie aus einem Kindercomic.) Also blieb neben ihr noch ein Genin übrig, dessen Fähigkeiten vor allem in seiner regen Selbst(über)schätzung gelegen hatten, nicht jedoch darin, dass er wirklich etwas bewegen konnte. So blieben also zwei gegen eineinhalb, wenn man Susumu mal als die halbe Portion einstufte - und diese zwei schienen nicht gerade harmlos zu sein. Entweder sie hatten was auf Lager oder sie waren einfach nur verrückt, dass beides zutraf, war sehr wahrscheinlich.
    Die erste Reaktion der Ikari war das Zücken einer kleinen, schwarzen Kapsel, die sie auf dem Boden zünden ließ - eine Rauchbombe, generell harmlos, aber im richtigen Moment Schutz bietend. Als sie der schwarze Qualm einhüllte, formte sie rasch die Fingerzeichen für die Nebeldiener und musterte, als der Qualm sich wieder verzog, mit raschem Blick, um wen genau es sich bei ihren Gegnern überhaupt handelte. Zum einen war es eine Frau, blonde Haare und scheinbar sehr von sich überzeugt, zum anderen ein Mann, der sogar noch kleiner als sie selbst war. Ehehe... ob sie ihn drauf ansprechen sollte? Nein, könnte ihn nur unnötig provozieren oder war es genau das, was ihnen nun helfen würde? Mal sehen. Ihre Nebeldiener taten genau dasselbe wie sie und musterten die Gegner, allerdings so wenig synchron, dass man beim besten Willen nicht erraten konnte, welcher von ihnen nun echt war. Hm. Am Einfachsten wäre natürlich wenn sie sich einfach einen der beiden schnappen und den anderen mit ihm besiegen würde... gute Idee. Wie auf Stichwort hoben sich also gleichzeitig die Hände der Nebeldiener mit denen von Yukiko und begannen die nötigen Fingerzeichen zu formen, aber zu dem Jutsu würde es nie kommen. Mit einem Mal hatte sich der kleine Kerl nämlich rasend schnell in Bewegung gesetzt und verrückterweise genau auf sie zugehalten. Das Jutsu hatte eine recht lange Fingerzeichenkette, er würde sie treffen, wenn sie es vollendete, weswegen sie mitten drin abbrach und im letzten Moment noch ausweichen konnte. Ihre Schulter streifte er trotzdem und machte ihr deutlich, dass sie sich nicht noch einmal treffen lassen sollte. Sie hielt nicht viel aus und dieser Schlag hätte sie fünfmal ausgeknockt, wenn er sie denn komplett getroffen hätte.
    So so... die Nebeldiener brachten also nichts? Mit einem puffen löste sie sie auf und zückte einen Kunai. Mehr Show als alles andere, denn seien wir ehrlich, ausrichten konnte sie damit wohl gar nichts. "Überrascht, Kleine?", Kleine? Das sagt ja mal der Richtige... fragte der Schwarzhaarige und strich sich übertrieben effektvoll das Haar aus der Stirn. "Tja~ Auch ich habe ein Kekkei Genkai, das ist nicht nur bei euch existent. Ich weiß schon ganz genau, was du denkst..." Ach? Konnte er das. Pff... als ob es so etwas gäbe. Mit ausdruckslosem Gesicht fixierte sie ihn und überlegte. Die Fingerzeichenkette dieses Jutsus schien zu lang zu sein, sodass er sie davon abbringen konnte, allerdings konnte sie einige Genjutsus, die mit bei weitem weniger auskamen. Nur war die Frage, was dagegen half... wie schlugen sich Susumu und vor allem Daisuke währenddessen?
  16. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Wie Daisuke sich so schlug? Nun ja, seit dem sie diesen Raum betreten hatten und der Weißhaarige mit seinen kalten, türkisfarbenen Augen den Irren fixiert hatte, war er mehr als nur scharf aufs Kämpfen. Das Blut in seinen Adern hatte begonnen zu kochen, während jeder Muskel in seinem Körper sich anspannte. Es kam oft vor, dass Daisuke in völlige Rage geriet, wenn er seinem endgültigen Gegner gegenüber stand, doch dieses Mal war es noch etwas ganz besonderes, da er so viel hatte durchmachen müssen, allein um an diesen Ort zu kommen und diesem Penner mit dem Ziegenbart gegenüber zu stehen. So angespannt wie grade war er lang nicht gewesen und das Feuer, welches in dem Taijutsuka entfacht wurde, konnte man quasi in seinen Augen entflammen sehen. Fast etwas gruselig, wenn man ihn so betrachtete, angespannt bis zum äußersten und dennoch ein selbstzufriedenes Lächeln auf den Lippen, welches mehr als nur einen bedrohlichen Eindruck machte. „Ohne Zurückhaltung…“, hallte es immer wieder durch seinen Kopf, während er die riesige, gefährlich wirkende Maschine anstarrte. Dieses Mal musste er sich nicht zurückhalten, denn alles was übrig bleiben würde, wäre ein Haufen Blechmüll. Noch nie, ja wirklich noch nie hatte der Tetsuya mit voller Auslastung gekämpft. Wohl deswegen war er grade so gut drauf, denn sich mal wieder richtig auszulassen, das hatte ihm lang gefehlt. „Ich zeig dir gleich mal Shinobi Tötungseinheit…“, fluchte er gedanklich, doch noch immer amüsiert über die Tatsache, während er einen Moment die Maschine aus den Augen ließ und die anderen beiden musterte. Sicher waren sie nicht schwach und hatten irgendwelche Trumpfkarten, da war er sich verdammt sicher… Dennoch hatte Susumu sich doch die ganze Zeit beweisen wollen, also sollte er zumindest alles geben und auf Yukiko vertraute er ohnehin vollends. Als Susumu erklärte, dass es ihm egal war, was er übernehmen sollte, lachte Daisuke leise auf. „Steht außer Frage was ich einstampfen werde, oder?“, hinterfragte er sichtlich gespannt. Es war fast ein bisschen gruselig wie scharf der Weißhaarige auf einen solch gefährlichen Kampf war, aber das war eben typisch für Daisuke. Der würde auch lachend in eine Kreissäge laufen, wenn er davon überzeugt war zu gewinnen. Er warf kurz einen motivierenden Blick auf Susumu, klopfte diesem auf die Schulter, wobei er schon so angespannt war, dass er den Dunkelhaarigen fast etwas nach vorn schubste und sagte mit vollstem Vertrauen: „Du packst das. Ich verlass mich auf dich. Und zögere nicht nach Hilfe zu verlangen. Wir sind und bleiben ein Team Susumu.“ Mit diesen Worten blickte er rüber zu Yukiko, welche schon in einer Rauchwolke verschwunden war. Dazu musste er ja nun wirklich nicht mehr viel sagen…

    Mit einem Satz weit nach vorn begab sich der große Tetsuya mitten ins Kampfgeschehen. Grinsend schlug er die Fäuste zusammen und blickte die große Maschine. „Oi, wie funktioniert das Ding? Haste ne Fernbedienung, oder was? Wenn ja, fang mal an… Ne kleine Chance will ich dir ja lassen.“ Tetsuya Daisuke, überheblich und großschnauzig wie immer. Fast schon so sehr, dass man sich einmal wünschte, dass er mit solchen dämlichen Sprüchen mal auf die Schnauze flog. Doch ihn brachten im Höchstfall weißhaarige Hexen zum Fall. Der Professor jedoch reagierte nicht etwa gereizt auf die Worte des Tetsuya, nein stattdessen begann er zu lachen. „Ein ziemlich großer Kampfgeist… Meinst du nicht du übernimmst dich?“ Daisuke schüttelte den Kopf und stemmte die Arme in die Hüfte. „Das Ding heißt doch sicher nur so, weil es von echten Shinobi getötet werden sollte.“ In diesem Moment machte die Maschine einen ersten Schritt auf den Tetsuya zu, welcher gespannt auf die Aktion wartete. „Wenn du das sagst~“ Und kaum hatte der Irre diese Worte ausgesprochen, schoss dieses riesige, klobige Metallding auf Daisuke zu. Wenn wir von schießen sprechen, dann reden wir von einer Geschwindigkeit, mit der selbst der Tetsuya nicht gerechnet hatte. Mit weit aufgerissenen Augen stemmte der Taijutsuka die Arme vor sich und stoppte die große Blechbüchse mit den bloßen Händen… Zu seinem eigenen Erschrecken blieb er jedoch nicht ganz stechen. Obwohl er sich mit ganzer Kraft dagegenstemmte, schaffte das Ding es ihn einige Millimeter weiter zu schieben. Mit aller Kraft versuchte er die Maschine vor sich aufzuhalten und presste seine Hände vor die riesige metallene Hand. Nur Sekunden später musste der Tetsuya so schnell er konnte zur Seite springen… Warum wurde schnell deutlich… Ein lautes mechanisches Geräusch erklang und danach schoss eine Klinge aus der Hand des Blechmannes. Erschrocken hockte Daisuke an der Seite und blickte seine Hand an, welche an der Seite angeschnitten war. Wie konnte ihm das nur passieren? Dieses Ding war schnell, stark und vor allem spielte es unfair… Und noch dazu würde es nicht so bald außer Atem kommen… Daisuke musste sich etwas überlegen, wie er diese Maschine schnell und präzise vernichtete, sonder hatte er sicher keine Chance, wenn es ihn zu lang schwächte… Das Blut tropfte langsam von seiner Hand und er warf einen nachdenklichen Blick auf die Maschine, welche sich wieder zu ihm drehte. Er würde das nicht verlieren, niemals… Und wie stand es um seine beiden Teammitglieder?
  17. Kinzoku Susumu

    Kinzoku Susumu Member

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    Also hatte jeder seine Wahl getroffen. Yukiko war in einer Rauchwolke verschwunden, nur um dann in Vielzahl wiederzukommen. Sie hatte ihm nicht auf seine Frage geantwortet, aber das war ihm ohnehin lieber. Daisuke war wenigstens so freundlich, kurz anzumerken wen er sich zu Brust nehmen würde. Dass er versuchte Susumu aufzuheitern, war eine sehr seltsame Erfahrung. Der Kinzoku war ja eigentlich eher ein Einzelgänger und hatte sich in seiner Zeit als Genin schon einiges an Selbstvertrauen erarbeitet. Noch von jemandem aufgebaut zu werden war eine neue Erfahrung für den Metallweber und nichts was ihm besonders gefiel. Immerhin kannte er seine Schwächen nur zu gut und der Verlust seines Schwertes hatte seinen Kampfgeist nur noch mehr angefeuert. Der Genin musste die Zähne zusammenbeißen, als er immer wieder von dem Tetsuya einen Schulterklopfer bekam. Hätte der nur ein wenig fester geklopft, wäre dem Kinzoku wohl der Oberarm aus dem Gelenk gehüpft. "Immer ruhig mit den Jungen Pferden." Susumu musste sich die Schulter reiben, um den Schmerz aus seinen Gliedern zu vertreiben, irgendwie wollte er nicht mit der Frau kämpfen aber eigentlich war sie ja auch nur ein Gegner wie jeder andere. Nur eben mit Vorbau und einem sehr eigenartig aussehenden Degen. Er ging auf sie zu und musterte seinen Gegner erst einmal gründlich. "Gewährt ihr mir die Ehre eine Tanzes." Ein zynisches Lächeln umspielte die Lippen des Kinzoku, als ihnen diese Worte entwichen. Er deutete eine leichte Verbeugung an, behielt seinen Gegner aber dennoch im Auge. "Mit dir sicher nicht Junge, was glaubst du wen du hier vor dir hast!" In ihren Augen spiegelte sich der Schalk wieder, als sie ihm patzig antwortete. "Jemanden, der nicht tanzen kann?" Schmunzelnd erhob sich der Metallweber wieder aus seiner Verbeugung. "In diesem Fall werde ich es dir wohl beibringen müssen." Mit diesen Worten schleuderte der Kinzoku einen der beiden Metalldornen in Richtung der Dame. Ein erbärmlicher Versuch aber irgendetwas musste er machen, bis er wusste, was die Frau eigentlich konnte und vor allem wie sie kämpfte. Irgendwie war er nicht überrascht, dass sein Wurfgeschoss sein Opfer verfehlte, es war ja auch nie so einfach. Aber immerhin hatte er jetzt seinen ersten Zug gemacht und der Rest blieb seiner Gegnerin überlassen, schlussendlich musste er ja die Dame durch diesen Tanz führen. Und die Antwort lies nicht sonderlich lange auf sich warten. Denn sie zog eine Waffe von ihrem Rücken, die der Kinzoku schon kannte. Die Kleisterkanone. Im Anblick dieser Waffe umklammerte er seinen verbleibenden Metalldorn fester. Wenn ihn auch nur eines der Projektile Traf war der Kampf für ihn vorüber, das konnte er nicht riskieren. Und der Knall der Schusswaffe warnte den Metallweber gerade noch rechtzeitig. Gerade so konnte er zur Seite springen, als der Schleim an ihm vorüberzog. Ein wenig der Masse blieb an seinem Kimono Hängen und klebte seinen Ärmel an den Rest des Kleidungsstückes. Während der Großteil der Masse hinter ihm auf den Boden klatschte. "Oh, wie ich sehe, muss ich dir nicht beibringen, wie man tanzt." Er warf den blauen Kimono hinter sich auf den Boden, er würde ihn nur beim Kämpfen behindern. "Natürlich nicht, was glaubst du ein Idiot wie du könnte mir irgendwas beibringen" Sie sah ihn mit giftenden Augen an. "Na dann wollen wir einmal ernst werden." Schmunzelnd griff er mit beiden Händen nach dem Dorn, der langsam zu wachst begann, bis er die Länge eines kurzen Katana erreicht hatte. Er würde damit zwar niemanden schneiden können, aber schmerzhaft sollte ein Treffer trotzdem sein. So schnell ihn seine Beine trugen rannte er der Frau entgegen. Einen weiteren Schuss wollte er nicht riskieren. Und es gelang ihm auch immerhin dass Millenia ihre Waffe beiseite warf und zurückwich. Aber als sie das tat, schleuderte sie kleine Kügelchen nach dem Metallweber. Ausweichen konnte Susumu den kleinen Wurfgeschossen nicht mehr, aber Gott sei Dank waren sie auch nicht weiter gefährlich. Stattdessen explodierten die kleinen Dinger überall auf seinem Körper und brannten kleine Löcher in seine Kleidung.Heiß brannte sich das bisschen Pulver in seine Haut und der Gestank nahm ihm fast den Atem, aber das unangenehmste war der Lärm. Der wohl durch den ganzen Raum zu hören war.
  18. Fukazawa Akio

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    Ein wenig problematisch war diese ganze Situation ja durchaus. Es war immer schwer, gegen einen Gegner zu kämpfen, der schneller als man selbst war, aber in diesem Falle war es einfach schon alleine deswegen knifflig, weil sie zudem auch nicht wusste, was ihr Gegner alles konnte. Natürlich, bisher hatte er sie nur mit Taijutsu attackiert, aber das musste ja nicht heißen, dass er es dabei belassen würde, nicht wahr? Klar, Yukiko war nur eine Fachfrau auf dem Gebiet der Genjutsus, aber das bedeutete nicht, dass sie überhaupt kein Ninjutsu beherrschte. Ergo könnte sie auch jemanden mit Ninjutsu angreifen und diesen auf eine falsche Fährte locken, nur um am Ende mit einer Todesillusion klar Schiff zu machen. Man musste immer davon ausgehen, dass der Feind auch nicht auf den Kopf gefallen war und so eine einfache Taktik auch aus dem Ärmel schütteln konnte. Andererseits schien dieser Herr - dieses Herrchen, nach seiner Größe zu schließen - ein wenig den Verstand verloren zu haben, weswegen man natürlich seine Zweifel an einer rationalen Entscheidung haben konnte. Aber selbst wenn man so dachte, blieb die nagende Ungewissheit, was er denn bitte schön mit Kekkei Genkai gemeint hatte. Natürlich, das war nichts anderes als ein Wort für Blutlinie, eine vererbbare Fähigkeit, die vielen Ninja zu Ansehen verholfen hatte. Sie selber besaß leider gar nichts in der Art, aber damit passte sie sich nur an die breite Masse an Shinobi an. Er wiederum behauptete, er würde ihre Gedanken lesen können, was ja wiederum wahrhaftig gefährlich sein konnte. Leider glaubte sie ihm nicht, da sich diese Fähigkeit zu utopisch anhörte, als dass sie wahr sein könnte. Es hatte ja wohl mal einen Clan gegeben, der die Bewegungen des Gegners vorausahnen konnte, aber der war schon lange ausgestorben und durfte eigentlich nicht mehr existieren. Zumal man behauptete, dass er auf einem Doujutsu basiert hatte, welches sie eher nicht in den Augen des Anderen erkennen konnte. Klar, sie konnte sich auch täuschen, aber eigentlich waren ihre Augen immer recht gut gewesen und Doujutsus - so sehr sie sie auch hasste - zeichneten sich meistens dadurch aus, dass sie in irgendeiner Weise die Farbe des Auges veränderten. Das taten die babyblauen Augen ihres Gegners nicht, sie blickten nur verdammt herablassend. Aber wer wäre sie denn, wenn sie sich von so einer Lappalie provozieren lassen würde? Sie selbst schon einmal nicht, sie hatte sich, was das anging, doch recht gut im Griff. "Ich bezweifle, dass Sie auch nur halbwegs in der Lage dazu sind, meine Gedanken zu lesen...", meinte sie daher kühl und behielt ihre neutrale Miene bei, "So etwas ist ganz einfach-" "Unmöglich?", unterbrach sie ihr Gegner und spann damit genau das weiter, was sie eigentlich hatte sagen wollen. Er strich sich die Haare überflüssigerweise aus dem Gesicht und grinste. "Scheinbar doch nicht... das hat nämlich auch zur Folge, dass ich immer genau weiß, was du als nächstes tun wirst, sodass ich keine Probleme damit habe, dir zuvorzukommen." Ach, kannst du? Das wollen wir doch erstmal sehen! Sie ließ die Finger zusammenschnellen und formte ein Fingerzeichen, das sie in schwarze Vögel aufgehen ließ, doch als sie sich hinter dieser Deckung nach rechts um ihn herum bewegen wollte, stand er bereits auf dieser Seite und hieb nach ihr, als habe er wirklich schon von vorne herein gewusst. Ausweichen wurde auch immer schwerer, da er nicht nur stärker, sondern eben auch schneller war und sie im Nahkampf in etwa so begabt wie Daisuke im Genjutsu. Sie musste unbedingt Land gewinnen!
    Aber wie… wenn sie nicht wegrennen konnte? Es würde wohl recht knapp werden, es sei denn irgendetwas kam ihr zu Hilfe… KAWUMMS! Ein Blick zur Seite zeigte ihr, dass Susumus Gegnerin irgendetwas Explosives gezündet hatte, er selbst schien unverletzt zu sein. Das erstaunlichste daran war, dass ihr eigener Gegner scheinbar ein Problem damit hatte, denn er hatte seinen Angriff auf halber Strecke abgebrochen, um sich die Hände auf die Ohren zu schlagen und wütend zu der Frau hinüber zu blicken. "Schieb dir deine Knaller sonst wohin, aber lass sie gefälligst bei dir!", motzte er plötzlich grantig zu ihr herüber, schüttelte den Kopf und drehte sich dann wieder zu der Ikari, die in der Zwischenzeit wieder etwas Abstand zwischen sie gebracht hatte. Interessant… ihr Gegner schien etwas gegen zu laute Geräusche zu haben… eigentlich hätte sie ja die Waffe dagegen schlechthin, aber leider waren da noch Daisuke und Susumu, die sie beide nicht mit reinziehen durfte. Wie also konnte sie das ausnutzen…?
  19. Tetsuya Daisuke

    Tetsuya Daisuke Chuunin

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    Lange ließ diese Maschine den jungen Weißhaarigen natürlich nicht in der Hocke verschnaufen… Nicht einmal einen kurzen Blick hatte er auf seine Teammitglieder werfen können, denn jede Sekunde Unaufmerksamkeit konnte ihn den Kopf kosten. Schon war dieses riesige und vor allem schnelle Ding auch schon wieder auf dem Weg zu Daisuke… Auf allen Vieren rannte der Tetsuya so schnell er konnte vor der großen Maschine weg. Warum er nicht auf Konfrontation ging? Er versuchte Zeit zu gewinnen… Bekannt war er ja dafür, dass er nicht grad der Hellste war und deswegen brauchte er so seine Zeit um sich einen Plan zu machen, wie er gegen dieses Ding vorgehen sollte. Es war unglaublich schnell, unfassbar stark und hatte sicher noch so einige Fallen im Ärmel, die Daisuke nicht nur in die Hand schneiden würden. Seinen Namen hatte dieses Ding wohl kaum zu Unrecht erhalten und dennoch war Daisuke noch lang nicht bereit sich dem zu ergeben. Er würde doch nicht gegen eine Blechbüchse verlieren… Nach einer Weile blieb der Tetsuya vor einer Mauer stehen und stellte sich direkt vor diese… Vielleicht klappte ja das! Er nutzte den Moment der Ruhe um kurz einmal tief durchzuatmen, sich zu konzentrieren und somit das erste Tor zu öffnen. Für mehr hatte er aber nicht Zeit… In dem Moment holte die Maschine schon aus und die riesige Metallfaust, drohte den Tetsuya zu zerquetschen… Bis dieser aber seine Hände mit ordentlicher Wucht auf den Boden knallen ließ, sodass der Boden in der Halle bebte und der Weißhaarige sich quasi selbst nach oben katapultierte um auf dem Arm des Ungetüms zu laden… Große Dellen im Metall des Bodens waren das Einzige, was von dem Auftreten des Tetsuya übrig geblieben war. Aber ob das so überlegt war? Dem Roboter entging die Anwesenheit der Tetsuya nicht, weswegen er den ausgestreckten Arm sofort runterzog und an seinem Körper herabhängen ließ. Daisuke versuchte sich krampfhaft irgendwo festzuhalten, denn ein Blick in die Tiefe verriet, dass er sicher sofort von den Füßen des Monstrums zerquetscht wurde, wenn er sich nun abschütteln ließ. Gegen einen solch stupiden Koloss zu kämpfen, war viel gefährlicher als erwartet… Diesmal waren es keine Messer oder etwas anderes, sondern der Arme schüttelte den Tetsuya einfach so sehr herum, dass sich dieser nur noch schwer halten konnte. Und natürlich musste es irgendwann so kommen, dass Daisuke den Halt verlor und von dem Arm der Maschine einmal an die gegenüberliegende Wand durch den Raum geschossen wurde, was an der Wand eines Metallraums nicht wirklich schmerzfrei war… Mit einem lauten Knall schlug Daisuke auf dem Boden auf, gut dass er noch nicht bei vollem Schwung weggeflogen war, sonst wäre nun wohl völlig zermatscht, wie eine Fliege an der Autoscheibe… Dennoch hatten seine Knochen laute, bösartige Knackgeräusche gemacht. Auch blutete er ganz schön, wovon er sich eigentlich eher weniger stören ließ, wenn er grade denn auf die Beine käme… So hatte er aber grade nur eine Wahl. Während der Roboter nun scheinbar langsamer auf Daisuke zukam, nutzte dieser die Zeit um sich erneut zu konzentrieren. Dieses Mal brauchte er das zweite Tor… Die Menge an Heilkraft, die von diesem Jutsu ausging, war genug um Daisuke wieder so fit zu machen, sodass er ordentlich kämpfen konnte. Mit voller Kraft, versteht sich… Mit einem Ruck bewegte der große junge Mann sich wieder auf die Beine und bewegte seinen Nacken hin und her, sodass es knackte. Den Wissenschaftler, welcher das Kampfgeschehen genau im Auge behielt, hatte der Tetsuya schon völlig vergessen. Denn nun holte die Maschine wieder nach ihm aus… Diesmal hatte er nicht vor das Ding nur zu stoppen… Stattdessen holte er mit ihm aus und nur Sekunden später traf die riesige Metallfaust auf die des Chuunin. Ein lautes, aber dumpfes Geräusch begleitete den Aufschlag auf das Metall, doch statt das wie erwartet die menschliche Hand nachgab, war es das Metall, welches aufriss und der Weißhaarige zertrümmerte die riesige Pranke. Daran hielt er den Roboter fest und schleuderte ihn einmal so herum, dass er auf dem Rücken landete… Wie ein Geräusch, als hätte jemand ein Gebäude umgeworfen. Mit einem Sprung verfrachtete Daisuke sich auf den Roboter und versenkte seinen Fuß mit einem Tritt in dem Kopf der Maschine, welcher sofort in viele kleine Teile zersprang. Schrauben und anderes Metall flogen wild um ihn herum, während er nach und nach jedes Stück des Roboters in Einzelteile zerlegte. In seiner blinden Wut bemerkte er auch gar nicht, dass er sich selbst dabei ganz schön verausgabte. Er wollte dieses Ding ein für alle Mal zerstören, was er auch lautstark tat, während er es zertrümmerte, Kabel und andere Teile herausriss… Schon lang lief das Gerät nicht mehr, als der Tetsuya Chakra sammelte und einen halben Meter großen Feuerball auf das zertrümmerte Innenleben des Monstrums schoss. In Flammen stehende Trümmer, das bedeutete doch ganz eindeutig, dass Daisuke gewonnen hatte, oder nicht? Nachdem er sich einige Meter von den zündelnden Trümmern entfernt hatte, ging er in die Knie. Verdammte Tore, er konnte nun erstmal nicht mehr… Auf jeden Fall hatte er eine Menge Lärm verursacht und vielleicht auch das ein oder andere Mal die Aufmerksamkeit der anderen Anwesenden auf sich gezogen. Egal, was nun mit den anderen war, Daisuke hockte schnaufend über dem Fußboden… Erstmal ein kleines Päusschen einlegen, war angesagt…
  20. Kinzoku Susumu

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    Eine harte Erschütterung durchdrang den Raum, als Daisuke den Boden mit seinen Händen vergewaltigte. Metall war einfach nicht dazu gedacht solche starken Stöße auszuhalten und dann waren sie noch in einer gigantischen Glocke aus Metall, die einfach einmal wie unter einem Schlag zu vibrieren. Das Geschrei, das vorhin von dem kleinen Jungen kam, war Susumu ziemlich egal, aber es lenkte immerhin seine Gegnerin ein wenig ab. Empört stemmte sie die Hände in die Hüfte und schrie den kleinen Jungen an. "Sei still du verdammter Freak, du kannst dir ja was in deine Elefantenohren schieben, wenn es dich stört!" Die guten Sitten verlangten von Susumu sie nicht während dessen anzugreifen, auch wenn ihm das wohl einen ziemlichen Vorteil verschafft hätte. Schmunzelnd sah er dabei zu, wie wütend seine Gegnerin war. "Seid ihr beide mit eurem kleinen Kaffeekränzchen fertig? Wir hatten ja noch was zu erledigen meine Liebe." Wie eine Schlange schoss ihr Kopf zu ihm herum und der Blick, den sie ihm zuwarf, hätte ihn wohl einfrieren können, wenn Blicke dazu in der Lage wären. Aber immerhin waren sie jetzt auf einer Wellenlänge, auch wenn Susumus Wut wohl ein wenig tiefer begründet war. Sofort schoss der Degen der Frau noch vorne und wieder musste der Metallweber an eine Schlange denken. Eine Schlange deren Gift wohl auf Schießpulver bestand den der stechende Geruch desselbigen haftete immer noch an den Kleidern Susumus. Mithilfe des größeren Metalldorns schlug er den Degen beiseite, was ihm aber nicht ganz gelang. Stattdessen konnte er ihn gerade noch so ablenken, denn obwohl sie nicht so aussah, hatte Mellina massiv schmalz. Etwas schockiert, von der Kraft der Frau sprang Susumu erst einmal ein wenig zurück um sich ein wenig Raum zu verschaffen. Sie hatte es geschafft ihm einen Kratzer am Gesicht zuzufügen, aber wenigstens nur das. Es hätte wesentlich schlimmer kommen können und Susumus wusste das. Wenn es zu einem Kraftduell kam, dann würde er es sehr wahrscheinlich verlieren. Also lies er sich gar nicht darauf ein. Stattdessen hatte er etwas anderes vor, aber dazu musste der schwertlose Schwertkämpfer seine Gegnerin noch ein wenig herumlotsen. Dass Daisuke seinen Gegner inzwischen zerschmettert hatte, bekam der Genin gar nicht mit, viel zu sehr war er damit beschäftigt, vor seiner Gegnerin in die richtige Richtung zurückzuweichen. Bis sie schließlich dort war, wo der Genin sie haben wollte. Jetzt kam der unangenehme Teil. Schnell formte der Genin mit seinen Händen die Siegel die er für sein nächstes Jutsu benötigen würde und keine Sekunden zu spät, denn der nächste Stich seiner Gegnerin war direkt auf seine Brust gerichtet, aber anstatt diese zu treffen, umschloss Susumu sie mit seiner Hand. Der Stahl schnitt ihm tief in die Handfläche und sofort war der Degen blutrot. Aber wenigstens konnte sie ihm jetzt nicht mehr entkommen. Ihr Problem war einfach ihre Waffe. Susumu hatte genug Degen gefertigt, um sich ihrer Schwäche im Klaren zu sein. Denn auch wenn sich scharfe Klingen hatten, so waren sie nur gut zum Stechen geeignet und dazu brauchte man in der Regel seinen Ganzen Körper, und während Millenia noch von ihrem Schlag nach vorne gebeugt vor ihm stand, stieß Susumu mit seiner freien Hand immer wieder nach Körperpartien seines Gegenübers. Zuerst traf er die Hand die, den Rapier Degen hielt, und diese krampfte sich plötzlich unter dem Einfluss des Raitonchakra um den Griff, als wäre sie festgeschweißt. Der Rest der raitongeladenen Piekster traf die Frau wahllos, denn nur der Erste war entscheidend gewesen. Einige Male stieß er in die Magengegend, auf die Oberschenkel und den Oberkörper und als er von seiner Gegnerin abließ, konnte diese schon die leichten Lähmungserscheinungen und schmerzen an den getroffenen Stellen fühlen. Aber Susumu war noch nicht fertig, denn dieser Effekt würde schnell wieder abklingen und dann würde er noch einmal einen Treffer kassieren müssen, wenn er einen landen wollte. Nun kam der Ort ins Spiel, an den Susumu seine Gegnerin gelockt hatte, denn hinter ihm war ein Haufen Kleber. Genau der Hafen, neben dem auch sein Kimono lag. So schnell er konnte legte er einige Papierbomben hinter den Kleber und zündete sie, als er aus dem Weg gehechtet war. Das Resultat war, herumspritzender Kleber, der in alle Richtungen davonstob, aber der Großteil der klebrigen Masse traf die Frau und riss sie zu Boden, wo sie nun festgekleistert liegen blieb. So schnelle er konnte band sich der Kinzoku die Wunde an seiner Hand mithilfe eines Stofffetzens aus dem entsorgten und festgeklebten Kimono ab. Er hatte ja nicht vor hier zu krepieren.