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Kurogi

Rutako Ingvi

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Cf: Na Na Na Na Na Na PANDAHERO!


In einer Welt, in der ein einfacher Shinobi bereit ist, einen weiten Weg zurück zu legen, nur um einen Möchtegern-Superhelden in einem staubigen Kaff mitten in den Bergen aus dem Weg zu räumen, für ein recht lausiges Gehalt und überraschend wenig Anerkennung, und das, obwohl er wohlhabend war und doch nicht abgehoben lebte... So oder so ähnlich fühlte sich der Rutako, als er herab sah auf das Dorf Kurogi, versteckt tief in den Bergen im Reich der Erde. Nun gut, das war vielleicht ein wenig übertrieben, eigentlich war der Weg nicht wirklich lang gewesen – Ingvis Einschätzung nach mussten sie sich noch immer ziemlich am Rand des Reiches aufhalten. Wahrscheinlich aus Gründen, die nur nachvollzogen werden konnten, wenn man wie scheinbar die Leute hier all sein Hirn gegen Gestein eintauschte, hatte man sich entschieden, Kurogi im Tal eines Kraters auf der Spitze eines der kleineren Berge in diesem Reich zu errichten. Wirklich eine brillante Idee, so konnte sich schön der Regen sammeln und das Dorf überfluten und Feinde – oder, wie in diesem Fall, angeheuerte Shinobi – konnten sich schon lange vor Erreichen des Ziels einen guten Überblick verschaffen über die kleine Gemeinde. Nachdem sie mühsam hier hinauf gekraxelt waren, durften sie jetzt ein ganzes Stück weit rein in diesen tiefen Krater, ehe sie endlich tatsächlich zu dem Ort gelangen konnten, an den sie bestellt worden waren. Während der Weg dorthin einen ziemlich halbkugelförmigen Eindruck machte, wirkte das Dorf viel eher eckig... und grau. Das Gestein, aus dem die Häuser gemeißelt worden waren, war grau und passte somit farblich perfekt zum Grauton dieses Berges. Würde man genauer hinsehen, konnte man sogar erkennen, dass die Gebäude nahtlos in die Erde übergingen – sie waren hier nicht etwa aufgebaut, sondern tatsächlich in den Berg hinein gemeißelt worden. Die sichtbare Anzahl der Heime hier war aber nicht minder überraschend als ihre Beschaffenheit: Es waren Unmengen! Wie lange hatten die Leute denn gearbeitet, um diesen Ort zu erschaffen, so, wie er jetzt war? Hier lebten sicher mehr als 100.000 Menschen, angesiedelt in einem Straßennetz, das aus vielen kleinen Vierecken bestand, die sich um viele kleine viereckige Häuser schlangen. Zwischen zwei Häusern schien zwingend eine Straße verlaufen zu müssen, was dem Ganzen irgendwie die Optik eines übertrieben großen Sudoku-Feldes verlieh. Hauptstraßen gab es wohl keine, sie sahen alle ziemlich gleich dick aus, doch das sollte nicht heißen, dass es keine weiteren Überraschungen mehr gab. Nein, das wohl auffälligste Merkmal des Dorfes hatte bisher noch gar keine Beachtung geschenkt bekommen: Genau in der Mitte Kurogis erstreckte sich etwa hundert Meter in die Höhe, weit über alle Häuser, ein gigantischer Käfig, bestehend aus nichts als Bambus! Nach oben hin war er geöffnet, doch der Bambus war dort gespitzt, sodass man sich bestimmt... keine Ahnung, daran piksen konnte oder so etwas. Nun konnte man sich natürlich viele Fragen stellen, wofür so ein Käfig gebraucht wurde, warum genau dieses Material verwendet worden war, welcher kranke Verstand auf die Idee kam, so ein Dorf zu bauen... doch Ingvi kam nur eine einzige in den Sinn: „Wo zur Hölle bekommt man hier mitten auf einem Berg Bambus her?“ Natürlich hatte diese Frage durchaus ihre Berechtigung, besonders wenn man darüber nachdachte, wer wohl ein Dorf in einem Krater auf einem Berg ohne fruchtbare Felder mit Lebensmitteln und anderen notwendigen Utensilien versorgte, doch es gab sicherlich Wichtigeres, über das man sich Gedanken machen konnte. Wie zum Beispiel etwas, das sich Mission nannte.


Ich mag diesen Ort jetzt schon nicht...“, bemerkte Ingvi leise, ehe er sich an Hebi wandte. „Sieht aus, als sei das hier Kurogi...“ Dieser Eindruck wurde deutlich vermittelt von einer weißen Flagge mit einem grauen Kreis darauf, auf der deutlich Kurogi zu lesen war. Sie war ziemlich groß und wehte wohl deswegen an einem Fahnenmast auf dem größten der Häuser, die das Dorf beherbergte. Entfernt kam es Ingvi so vor, als habe er diesen Ortsnamen schon einmal gehört, doch dazu fiel ihm gerade einfach nichts ein. „Dann sollten wir wohl langsam losgehen.“ Noch während des Sprechens machte das Schwarzhaar den ersten Schritt hinein in den Krater, und er merkte sofort, das das hier nicht einfaches, natürlich geformtes Gestein war. Die Dorfbewohner schienen ein wenig daran gearbeitet zu haben, den der Grund war tatsächlich spiegelglatt! Ingvis Sandale fand somit leider gar keinen Halt, rutschte augenblicklich ab, noch ehe er an das Kinobori auch nur denken konnte, ließ ihn hart auf den Rücken kippen und schon befand er sich auf einer unaufhaltbaren Rutschpartie, die erst kurz vor dem Dorfeingang endete. Er war danach allerdings etwas zu benommen, um auf seinen Standort zu achten...
 
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Ein neuer Tag, eine neue Chance Eindruck zu machen. Dies dachte sich der kleine Junge, wurde aber sehr schnell wieder eingeschüchtert nach dem Gegenteil eines sehr herzlich warmen Aufweckrufs. Ein „AUFSTEHEN!“, wovon seine eigene Mutter noch etwas lernen könnte und dies soll was heißen. Tsubasa hatte gut geschlafen, das stürmische Wetter und die sonstigen Umstände waren dabei keine Hindernisse gewesen. Vielleicht lag es daran, dass der Junge am Tag davor viel zu viel Hektik und Sonstiges erlebt hatte. Die anderen beiden hatten schon die Höhle verlassen und waren beide draußen. Man hörte Sakkaku Hebi von außen über einen schnellen Aufbruch sprechen und sein Wort war ja Befehl, denn er war der Gruppenanführer …
Nachdem er alles gepackt hatte, verließ er als Letztes den Ort, den zumindest Tsubasa als ein guter Unterschlupf gedient hatte und dann ging es auch schon los.

Das Einzige, woran Tsubasa dachte, während sie auf den Weg waren, war wie er so schnell wie möglich etwas in seinen Magen bekommen könnte. Er folgte den beiden anderen still hinterher, dabei betrachtete er das Dorf. Man konnte schon sehen, dass dieses Dorf, ein eher Ödes und Langweiliges war, nichts stach zum Beispiel farblich hervor. Er schaute seine beiden Kameraden von hinten an, ob einer der beiden nach ihm nachblicken würde, denn er wollte fragen, ob er sich kurz nachher im Dorf von der Gruppe entfernen dürfte, um sich ein wenig zu essen zu besorgen, aber dies tat keiner der beiden. Noch während er Ingvi-Sans Worten zuhörte, machte dieser wohl eine falsche Bewegung und er rutschte fort. Tsubasa, der zu weit hinten und von ihm entfernt stand, hatte keine Möglichkeit ihn irgendwo festzuhalten. Kurz schaute Tsubasa Hebi-San an, der kein besorgtes Gesicht oder irgendwie machte, eher schien es ihm zu amüsieren. Es war ja auch irgendwie lustig, aber sollte man sich darüber wirklich amüsieren. Da Tsubasa nicht warten wollte, wie der Gruppenanführer den Krater absteigen wollte, setzte sich Tsubasa einfach am Rand hin und rutschte, eleganter als der Vorgänger, hinab. Unten angekommen schien mit Rutako Ingvi alles in Ordnung zu sein. „Es ist dir hoffentlich nichts passiert, Ingvi-San.
Aufgestanden konnte der kleine Junge durch den Toreingang sehen. Sein Eindruck bestätigte sich auch von hier von dem Dorf, ein eher Langweiliges. Denn selbst die Einwohner der Stadt sahen irgendwie öde aus, denn die meisten trugen bis auf paar Ausnahmen dunkel erdtönige Klamotten. Aber dies war nur der äußerliche Schein. Diese Gruppe wird bestimmt noch erfahren, wie Kurogi in Wirklichkeit ist. Aber dies sollte warten, zumindest, bis der Letzte unten angekommen ist.
 

Sakkaku Hebi

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Sehr schön. Endlich ging es wieder voran und sie konnten diese blöde Mission wahrscheinlich bald beenden. Eigentlich hatte Hebi keine Lust, sich um die Belange anderer Leute zu kümmern, aber solange er Geld dafür bekam, wollte er mal nicht meckern und erledigte den Job, der ihm aufgetragen wurde. Als Tsubasa nach einer gefühlten Ewigkeit dann auch aus der Höhle kam, war es Zeit aufzubrechen und den Wald hinter sich zu lassen. Der Sakkaku war froh, dass sie nicht noch irgendwelchen komischen Tieren begegnet sind, die die drei Genin zum Fressen gern hätten. Nicht, dass er Angst vor ihnen haben würde, er empfand es nur als äußerst störend, sich auch noch damit abgeben zu müssen und noch mehr Zeit zu verschwenden. Natürlich wurde ihnen nicht vorgegeben, wie lange sie für Mission zu brauchen haben, aber man konnte davon ausgehen, dass sie mehr als froh waren, wenn sie den Panda-Hero gestoppt haben und sich wieder auf den Heimweg machen konnten. Es dauerte auch nicht lange und sie waren raus aus diesem beschissenen Wald. Diesem beschissen kalten und nassen Wald, der bei Nacht nur noch beschissener wurde, weil sie sich wegen eines Gewitters zusätzlich herumärgern mussten... Auch wenn das augenscheinlich nur Hebi was auszumachen schien. Naja, jeder hatte seinen Schlaf. Bei dem einen konnte man ein Taschentuch fallen lassen und er würde aufwachen und bei dem anderen könnten Bomben direkt neben ihm Einzug halten und es würde weitergeschlafen werden. Hebi zählte Ingvi und Tsubasa zu der zweiten Kategorie und wunderte sich darüber, wie man so fest schlafen konnte. Und vor allem.. Warum konnte er es nicht? Stattdessen könnte er am liebsten direkt im Gehen einschlafen. Auch als sie Kurogi endlich erreichten. Dass er nun hier war, änderte an seinem Zustand rein gar nichts. Sie war grau und langweilig. Zugegebenermaßen konnte man ihr ansehen, dass viel Arbeit in ihr steckte. Aber langweilige Arbeit, deren Erzeugnis noch langweiliger ist als die Langeweile selber. Alles sah so gleich aus. Wahrscheinlich ein weiterer Abwehrmechanismus gegen Feinde. Wer will schon eine Stadt angreifen, bei deren bloßen Ansehen schon die Augen zufielen? Genau wie Ingvi und Tsubasa mochte er diesen Ort jetzt schon nicht und das obwohl er wusste, dass es noch schlimmer werden würde. „Oh man... Wenn das jetz' schon so scheiße aussieht, sollten wir erst'mal abwarten, bis wir drinnen sind. Hab' gehört, dass hier nur bekloppte Leute leben. Angefangen beim Panda-Hero. Mal schauen, vielleicht finden wir ja was Nettes auf dem Schwarzmarkt, für den diese Stadt berühmt sein soll. Das sollte unsere Mühen doch etwas entschädigen.“, sagte er und rieb sich die Augen, um sich des Schlafsandes zu entledigen. Er hoffte wirklich, dass er hier etwas Nützliches finden würde, das er auch später verwenden konnte. Vielleicht gab es ja hier ein Katana, das er sich zulegen könnte. Bisher hatte er immer nur mit dem seines Vaters geübt, wenn dieser gerade nicht zu Hause war und könnte sich mit einem eigenen durchaus anfreunden. Doch er wurde aus seinen Gedanken gerissen als Ingvi sagte, dass sie mal langsam losgehen sollten. Gerade hatte Hebi seinen Kumpel noch im Blickfeld gehabt, war der plötzlich verschwunden und befand sich auf einer Rutschpartie, die alles andere als amüsant aussah. Der Sakkaku legte den Kopf schräg und schaute Ignvi dabei zu, bis er unten angekommen war. Und er war froh, dass er nicht den ersten Schritt gemacht hatte, sonst wäre er derjenige gewesen, der nun eine unangenehme Begrüßung mit dem Boden gehabt hätte. Ein leichtes Grinsen huschte über Hebis Lippen, ehe er dann dabei zusah, wie auch Tsubasa seinen Weg nach unten fand. Nicht so holprig, wie Ingvi, das musste er zugeben, aber naja. Insgeheim hoffte er, dass ihm noch mehr zu lachen geboten werden würde. Da dem nicht so war, musste er wohl selbst jetzt irgendwie runterkommen. Dies tat er, indem im Stehen herunterschlitterte. Alles, was er dafür tun musste, war das Gleichgewicht zu behalten. Keine große Herausforderung für ihn. Unten angekommen, gesellte er sich zu seinen beiden Missionspartnern und half Ignvi beim Aufstehen, kurz bevor er sich die Stadt aus der Nähe anschaute. Bisher war noch nicht viel von Schwarzmarkt zu erkennen. Eigentlich gar nichts. So doof waren sie also doch nicht. Aber wenigstens war die Gruppe der drei Genin nun endlich angekommen und konnte sich an die eigentliche Aufgabe der Mission machen. Wahrscheinlich müssten sie sich durchfragen, um zu erfahren, wo der Pande-Hero sich gerade aufhielt, stellte er fest, ehe er sich an Ingvi und Tsubasa wandte. „Wir sehen uns erst'mal um, um 'nen groben Überblick über die Stadt im Allgemeinen zu bekommen. Von oben ham' wir den zwar schon bekommen, aber wenn man direkt davor steht, ist's doch was ganz anderes. Ich wette, hier gibt es auch noch 'nen paar Höhlen, die uns interessieren könnten.“ Während er das sagte, beschlich ihn das Gefühl des Hungers und ihm fiel ein, dass er immer noch nichts gegessen hatte. Also kramte er irgendwo aus seinem Rucksack ein Brot heraus, biss einmal herein und ging dann auch schon los.
 

Rutako Ingvi

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Erst nach Hebis Erklärung erinnerte sich der Rutako daran, in welchem Zusammenhang er den Ortsnamen Kurogi schon gehört hatte. Richtig, dieses Dorf war berühmt für seinen Schwarzmarkt... eigentlich hätte er sich gerne von hier ferngehalten, wäre am liebsten gleich daheim in Sora geblieben, doch wenn sie schon mal da waren, konnte er doch auch diesem bekannten Markt einen Besuch abstatten. Es gab Dinge, die ließen sich nicht einfach so kaufen, die wurden nur auf bestimmten Märkten angeboten – solche wie diesem hier. Und Ingvi würde zugeben müssen, dass er an ein paar dieser Dinge durchaus Interesse hatte. Außerdem konnte man die besten Waffen nur unter dem Ladentisch bekommen, und auch dafür war die hier zu findende Schwärze gut geeignet, wer konnte es ihm also verübeln, dass er gleich, ähnlich Alice, dem Häs-... ähm, dem Panda ins Loch hinab folgen wollte?
Ganz so hatte er sich den Weg hinab jedoch nicht vorgestellt. Kaum war er losgegangen, war er auch schon an seinem Ziel, und ehe er auch nur die kleinste Idee hatte, was gerade passiert war, stand auch schon Tsubasa bei ihm und fragte ihn, ob alles in Ordnung sei. „Ja... ja, alles okay“, murmelte Ingvi irritiert, während auch Teamleiter Hebi seinen Auftritt zu machen wagte. Dieser sorgte dann auch dafür, dass der Rutako sich nicht einfach selbst wieder auf die Beine zu stemmen hatte, gab ihm eine kleine Hilfestellung, dank der Ingvi es in seinem noch immer etwas zermürbten Zustand schaffte, sein Gleichgewicht zu gewinnen und zu behalten. So kam es in diesem grauen, staubigen, todlangweiligen Loch zu einer netten kleinen Konferenz bezüglich des weiteren Vorgehens, bestehend daraus, dass der Sakkaku seinen Aufgaben nachkam, soll heißen: Befehle erteilte. Sich erst einmal einen Überblick zu verschaffen war durchaus eine vernünftige Idee, die ihn wieder einmal bestätigte in der Einschätzung, einem fähigen Leiter zu unterstehen, also nickte er kurz zustimmend, folgte dann den beiden anderen in das Dorf hinein. Er hielt sich ein paar Meter hinter ihnen, blickte die Gebäude an, die sie umgaben. Sie waren wirklich allesamt kahl und grau, und sie ragten so hoch... man fühlte sich richtig umschlossen von den kalten Mauern. Fast wie in einem Gefängnis... Selbst der eiskalte Rutako fühlte hier ein gewisses Unbehagen, während er weiter seinen Kameraden folgte, darauf achtete, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Doch dann... tauchten die Menschen auf. Am Rand der Wege tauchten sie langsam auf, viele Männer, die alle ziemlich abgebrüht aussahen. Sie hatten alle eine gewisse Größe, ähnlich der des Rutako, waren zum größten Teil vernarbt und schlecht rasiert, und ihre Kleidung war genauso langweilig wie die ihrer Häuser, manche trugen sogar das gleiche Grau wie die Wände, vor denen sie standen, und waren so kaum sichtbar. So langsam schauderte es den Shinobi richtig, hier zu sein, dieser Ort gab schlechte Energie ab, der er eigentlich lieber nicht zu nahe kommen wollte. Den Abstand zu seinen Teammitgliedern senkte er jetzt ab auf einen Meter, wollte nicht riskieren, von ihnen abgeschnitten zu werden. All diese Leute hier starrten sie an, doch vor allem ihn... was wollten die von ihm?! Machten sie es, weil er der Größte war? Oder weil er offen eine Waffe mit sich führte? Weil er trotz des kühlen Windes, der durch die Gebäude hindurch fuhr, unbedeckte Arme vorzeigte? Was auch immer der Grund war, es war gruselig. Er ließ sich wieder ein bisschen zurück fallen – die Augen folgten ihm. Holte wieder auf – die Augen folgten ihm. Ließ sich wieder zurück fallen, und als die Augen ihm schon wieder folgen wollten, blieb er stehen und stierte einfach auch, blickte jeden böse an, der es gewagt hatte, ihn anzublicken. Dann drehte er sich wieder um, wollte seinem Team folgen, aber das... war nicht mehr da! Hastig versuchte er zu folgen, blickte die Seitenstraßen entlang, konnte sie jedoch nicht mehr entdecken, bis er aufgab und irgendwo mitten in dieser immer gleichen Stadt stehen blieb. Dieser Weg sah genauso aus wie jeder andere, er wusste also nicht einmal, wo er sich gerade befand – ganz miese Voraussetzungen. Und im nächsten Moment spürte er nicht etwa einen weiteren Blick, sondern eine ganze Hand auf seiner Schulter. Fix wirbelte er herum, verschaffte sich so gleichzeitig Sicht auf den Fremden und ein wenig mehr Abstand, packte den Griff seines Katana und stierte in Richtung seines Gegenübers, das seelenruhig da blieb. „Weißte, wir sehen Leute wie euch nich so gern hier“, sagte es kühl, deutete auf die Schulter des Rutako, auf der ja immer noch sein Stirnband prangte. Verdammt, natürlich hatten sie ihn angestarrt! Sie waren Kriminelle und er hatte nicht versteckt, dass er ein Shinobi war. Langsam zog der Rutako seine Weste aus, drehte sie um, von innen nach außen, und legte sie so wieder an. Die Nähte waren jetzt zu sehen, dafür aber das Zeichen Soragakures verdeckt, und er blickte wieder zum Fremden, diesmal gelassener: „Ich hab nicht vor, hier was anzustellen. Wir sollen nur etwas abholen, nichts weiter. Ich habe ein Faible für Orte, an denen man seltene Dinge zu seltenen Preisen bekommt...“ Abschätzend wurde sein Blick erwidert, dann kam die zu erwartende Frage: „Was wollt ihr holen?“Ein nerviges Lebewesen mit schwarz-weißem Fell, Übergewicht und niedlichen Ohren.“ … Zögern. Offenbar war die Pandabeschreibung gelungen. „Wir führen hier weder Tiere, noch selbsternannte Helden...“, knurrte das Narbengesicht, deutete dann jedoch auf den ziemlich mitgenommenen Griff von Ingvis Katana. Nach allem, was der miterlebt hatte, war nicht viel mehr übrig als verkohltes, großteilig zerstörtes Holz, das von normalen Mullbinden umwickelt war; und die Scheide selbst sah auch nicht mehr so toll aus. „Aber wenn du willst, finden wir sicher einen guten Ersatz dafür. Für nen guten Preis...“ Das Schwarzhaar schluckte, sah seine Waffe an. Er hatte schon lange eine neue gesucht, aber musste er nicht sein Team finden? In diesem großen, unbekannten Dorf, das von überall genau gleich aussah und in dem er sich nie zurecht finden würde? "... In Ordnung. Führen sie mich hin."
 
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Es dauerte auch nicht mehr lange, bis Hebi unten am elegantesten ankam. Dieser half dann auch Ingvi beim Aufstehen, was Tsubasa den Sakkaku Jungen nicht zugetraut hätte und dann könnte man sagen, fing es endlich an, die Mission.
Die ersten Anweisungen des Teamleiters waren es, einen groben Überblick über die Stadt im Allgemeinen zu bekommen, dies waren seine Worte. Gemeinsam betrat die Gruppe aus Soragakure also das von außen langweilig aussehende Dorf Kurogi. Während sie gingen, dachte der kleine Mizuiro über den Schwarzmarkt nach, den sein Teamleiter erwähnte. „Mhhhh, was könnte jemand wie ich sich dort besorgen? Was gibt es denn alles so auf einen Schwarzmarkt, wo man nicht legalen Handel betreibt? ... Natürlich! Dort gibt es bestimmt viel viel günstigere leckere Hefeklöße, die alle meine sein könnten!“ Schon an den Gedanken verstärkte sich der Speichelfluss des Jungen, den er schnell hinunterschluckte, da man nicht sehen sollte, wie es herausfloss.
Inzwischen begegnete die Gruppe Personen. Diese Personen, die am Straßenrand standen und die es verstanden bei anderen Personen ein Unwohlsein zu verursachen. Natürlich fühlte auch Tsubasa dieses Unwohlsein, doch Rutako Ingvi litt wohl mehr darunter. Immer wieder schaute er sich um, er wurde langsamer und seine Mimik änderte sich vom mutigen-eiskalten-Shinobi zu einem sich-nicht-wohl-fühlenden-fünfzehn-Jährigen-Knaben. Wenn Tsubasa dagegen Hebi-San ansah, dann bemerkte er gar nichts oder konnte es nicht zudeuten, wie immer halt. Wieder Ingvi zuwenden wollend, bemerkte Tsubasa, dass er weg war. Es standen überall Menschen, doch keiner von denen war Ingvi-San. Schnell an Hebi-San gewendet, meldete er ihm die nicht positive Nachricht.

Nun waren Tsubasa und sein Teamleiter Hebi allein. Und da dies nicht schlimm genug sein sollte, waren sie allein mitten unter vielen unbekannten Leuten, die den Ingvi-San zum Schaudern gebracht haben. Was war aber davon für Tsubasa schlimmer? Hebi-San, wo Tsubasa mal wieder keine richtigen Gefühlszustand zuordnen konnte, ließ Tsubasa denken: "Wieso ist dieses kleine nutzlose Kind noch bei mir!? Hab ich nicht gesagt, dass wir Informationen über dieses Dorf herausfinden sollen!? Wieso ist dieses Kind nicht verloren gegangen, sondern Ingvi-Kun!?"
Diese und schlimmere Sachen dachte Tsubasa, was sein Teamleiter momentan denken könnte. Sollte sich die Gruppe also lieber noch mal aufteilen, um dann mehr Informationen zu bekommen? Er könnte sich dann auch etwas zu essen besorgen, ohne dass er dann fragen müsste, was einen undisziplinierten Eindruck erwecken würden könnte. Tsubasa lief diesen also noch eine kurze Strecke hinterher, ehe er Hebi-San ansprach und diesen den Vorschlag mit den aufteilen machte. „Wir werden ja dann auch eine größere Chance haben Ingvi-San zu finden und wir könnten uns dann an einem bestimmten Ort um eine bestimmte Uhrzeit irgendwo wiedertreffen, hoffentlich dann mit dem wieder gefundenen Gruppenmitglied. Und? Was hältst du davon Hebi-San?
 

Sakkaku Hebi

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Hebi selbst fielen die ganzen Blicke vorerst gar nicht auf, da er sich für andere Menschen nur im geringsten interessierte, dennoch waren sie geradezu durchbohrend und so auffällig, dass auch der Sakkaku nicht drumherum kam, sie zu bemerken und anschließend wieder als unwichtig abzutun. Wenn er für jeden bösen Blick, den man ihm zuwarf, eine Münze Gold bekommen würde, wäre er wahrscheinlich so oder so der reichste Mann dieser Erde, weswegen er solche Situationen schlichtweg gewöhnt war. Aber eines machte ihm etwas Unbehagen: Sie schauten alle nur die drei Genin an. - Und nicht in etwa auch sich gegenseitig. Sie waren hier auf Feindesland, aber Hebi fiel nichts ein, was sie dazu bringen könnte, zu denken, dass sie in feindlicher Absicht hier wären. Doch auch darüber machte er sich keine weiteren Gedanken. Solange man sie nicht tätig angriff, war alles im Lot und keiner der Drei sollte Grund zur Beunruhigung haben. Natürlich kam Hebi dem sofort nach und dachte beim Verschaffen des Überblickes darüber nach, was er gebrauchen könnte. Da es ein Schwarzmarkt war – ein großer Schwarzmarkt -, sollten sie hier eigentlich fast alles bekommen, was ihr Herz begehren würde. Vielleicht ein paar neue Schlagringe? Oder ein kleiner, netter Dolch für den Herren? Wobei er mit dem Katana wohl am besten beraten wäre. Jedoch war er sich über dessen Aussehen noch im Unklaren, sodass er völlig abdriftete und gar nicht erst bemerkte, dass Ingvi irgendwie abhandengekommen ist. Erst als Tsubasa begann, ihn anzusprechen, schaute er sich nach seinem Teammitglied um und musste feststellen, dass er sich tatsächlich abgekapselt hat. Und auch wenn er keine stichhaltigen Beweise dafür hatte, dass Ingvi sich von alleine entfernte, glaubte er fest daran, dass das Fernbleiben der Gruppe auf irgendeine Weise ungewollt war. Er glaubte einfach nicht, dass der Rutako so rotzendreist war und sich verzog, ohne sich beim Teamleiter abzumelden. An der Schläfe Hebis zeichnete sich eine gut sichtbare Ader ab, die nur eines bedeutete: Hebi war wütend. Wirklich unglaublich wütend. Irgendwie war ihm ja klar, dass es in dieser asozialen Gegend schräg zugehen würde, aber dass man sich gleich eines seiner Teammitglieder unter den Nagel riss, brachte das Fass zum Überlaufen. Sollte er entführt worden sein, würde Hebi ihn finden und der Entführer nicht nur mit einem blauen Augen davonkommen. Er würde ihm wortwörtlich die Scheiße aus dem Leib prügeln, ungeachtet dessen, ob dieser um Gnade betteln sollte. Wer eine von Hebis Missionen verhinderte, musste leiden. Schreckliche Qualen über sich ergehen lassen und Dinge überstehen, die man sich nicht erträumen könnte. Seine Methoden wären vielseitig und grausam. Seine Wut war nicht in etwa so schlimm, weil man jemanden aus seiner Gruppe abkapselte, sondern weil es jemand wagte, dafür zu sorgen, dass der Sakkaku Ärger bekam, wenn er ohne Ingvi wieder zurück nach Soragakure käme und der Verwaltung sagen müsse, dass sie ihn nicht einmal in einem Kampf verloren haben. Und da er den ganzen Mist auch noch leitete, würde er sich sonstwas anhören dürfen. Außerdem konnte er den Rutako leiden, sodass er hoffte, irgendwann wieder mit ihm auf Mission gehen zu können, um dann so einer eventuell mega nervigen Person zu entgehen, mit der er sonst seine Zeit nur verschwenden würde. So wie mit Tsubasa zum Beispiel. Der machte nämlich den Vorschlag, sich aufzuteilen und getrennt nach Ingvi zu suchen, was bei Hebi auf Unverständlichkeit stieß. „Bullshit.“, begann er ruhig zu sprechen. Je wütender er war, umso ruhiger wurde er. Wenn er nicht diesen mehr als nur vernichtenden Blick im Gesicht hätte, könnte man sogar denken, es wäre alles in Ordnung. „Am Ende gehst du dann auch noch verloren und ich hab' noch mehr Scheiße an der Backe als gerade schon. Außerdem ist es besser zu zweit zu sein, wenn wir angegriffen werden. Also entferne du dich auch noch von mir und ich werde dich finden und töten, sollte es nicht schon jemand anderes getan haben, verstanden?“ Er wartete einen kurzen Moment, in dem er noch keine Antwort bekam. „Ob wir uns verstanden haben!?“ Bei der Nachfrage warf er Tsubasa den bösartigsten Blick zu, den er momentan zu bieten hatte und tippte ihm so stark mit dem Zeigefinger gegen die Brust wie er konnte. Wenn der Kleine ihm Wiederworte geben würde, sollte wohl etwas viel Schlimmeres passieren. „Und wenn ich selbst dafür sorgen müsste, dass du kleiner Bengel nie wieder gefunden wirst...“, dachte er sich und ließ wieder von ihm ab. Hebi glaubte, Tsubasa nun eingetrichtert zu haben, dass man vorher darüber nachdenken sollte, bevor man ihn mit dämlichen Vorschlägen bombardierte. „Wir gehen jetzt und fragen, ob jemand ihn hier irgendwo gesehen hat.“, sagte er während er sich umdrehte und loslief, ohne den Mizuiro auch nur anzuschauen. Er ließ ihn sozusagen einfach stehen und man konnte für Tsubasa praktisch beten, dass er ihm folgte.
 

Rutako Ingvi

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Dunkel war nicht das richtige Wort, um den Schwarzmarkt unter Kurogi zu beschreiben. Ingvi kannte Orte, die wirklich dunkel waren, und das hier war keiner. Zwar war es zwar durchaus schattig und die Lampen, die den Ort erleuchteten, waren alles mögliche, aber eindeutig nicht hell, dennoch fand der Rutako einfach nicht, dass es dunkel war. Dunkel war es, wenn man mitten in der Nacht auf den Klippen Getsurins saß und auf die Wellen lauschte, oder wenn man in den Seitengassen Soragakures übernachtete und nicht schlafen konnte, weil ein Hund lautstark hinter irgendetwas her jagte. Die Atmosphäre hier ließ sich viel eher beschreiben als düster. Düster und laut, denn die einzelnen, eigentlich sehr leisen Gespräche zwischen Verkäufern und potenziellen Käufern, verliefen ineinander, wurden zu einem Schwall aus leisen Worten, die zusammen ein relativ lautes Murmeln abgaben. So langsam begann dieses Hintergrundgeräusch damit, das Schwarzhaar tierisch zu nerven...
„Und, willst du es jetzt oder nicht?“, schnauzte ihn der Mann an, der ihm gegenüber hinter seinem Warentisch stand und ihn mit seinem einen Auge schief beäugte. Eine lange Narbe zog sich über seine rechte Gesichtshälfte, seinen Hals und verschwand unter der zerschlissenen, hässlich braunen Jacke. Die musste von einer großen Wunde stammen... Aber ihm ging es jetzt wohl eher nicht um sein eigenes Aussehen, sondern um das Katana, das Ingvi in seiner Hand wog. Mit dem Saya in der Rechten, begutachtete er die Klinge, schwang sie zweimal, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Das war wirklich eine ganz andere Qualität als alles, was er in Sora bisher entdeckt hatte. Er legte das Saya für einen Moment zur Seite, um seinen Zeigefinger über die Klinge gleiten zu lassen, ganz sanft, berührte sie dabei kaum, und dennoch spürte er einen Schnitt am Finger, noch ehe er eine Chance hatte, das Blut zu sehen. Zufrieden nickend ergriff er die Scheide erneut und ließ das Schwert langsam hinein gleiten. Auch das fühlte sich angenehm und einfach an, er hatte hier wohl wirklich etwas Gutes erwischt. Er legte es auf den Tisch, lehnte sich vor, ließ dabei einen kurzen Blick auf die Hand des Verkäufers schweifen. Es missfiel ihm, dass sein eigenes Katana gerade nicht bei ihm war, doch dieser Mann hatte die Größe direkt von diesem genommen und dementsprechend eine seiner zahlreichen Waren ausgewählt, daher hatte Ingvi es ihm einfach geben müssen. „Ich muss sagen, die Qualität ist beeindruckend. Ich nehme es“, kommentierte das Schwarzhaar das Produkt, begleitet von einem Grinsen seines Gegenübers. „Sagen sie, hält diese Klinge auch Explosionen aus, oder wäre das zu viel des Guten?“ Dafür schenkte man ihm ein Stirnrunzeln, dann schüttelte der Mann den Kopf. „Es wird nicht gleich kaputt gehen, es hält einiges aus. Trotzdem würde ich keinem Schwertkämpfer empfehlen, seine Waffe absichtlich einer Explosion auszusetzen. Allerdings...“ Nachdenklich legte er sich einen Finger an die trockenen Lippen, ging von seinem Stand aus ein Stück nach hinten zu einem großen Aufsteller, auf dem diverse Waffen postiert waren. Er wühlte sich fast eine halbe Minute durch die Waren, ehe er eine große Axt mit zwei Klingen hervor holte. Kaum wieder bei Ingvi angekommen, hielt er es ihm hin: „Hier, das ist die massivste Waffe, die man auf diesem Markt finden kann. Die Klinge hält eigentlich alles aus, da könnte selbst ein Felsbrocken drauf fallen. Der Stiel ist aus Eichenholz, da musst du ein bisschen besser aufpassen, aber ich vertrau dir das Ding mal an. Natürlich braucht man eine gewisse Stärke, um das Schätzchen gut einsetzen zu können.“ Kühl nahm Ingvi es auf, nur mit der rechten Hand, merkte sofort, wie schwer es war. Gerade so schaffte er es, sie nah genug an sich heran zu ziehen, um auch mit der zweiten Hand zuzugreifen, doch mit beiden Händen war es plötzlich ziemlich leicht, sie angehoben zu halten. Er machte zweimal hackende Bewegungen, hinter denen große Wucht steckte, dann nickte er und legte sie wieder auf den Tisch zurück. „Und die hält wirklich alles aus?„Wenn ich's doch sage...“Gut, ich nehm beide. Wie viel macht das?“ Unter seinem Tisch holte der Mann eine Preisliste hervor, zeigte auch beide Produkte, dann zählte er vor. „Also, zusammen wären das 2.600 Ryo, aber ich würde dir das Katana im Austausch gegen deins geben. Also nur 1.500 Ryo...“ Langsam holte Ingvi seinen Geldbeutel hervor aus seiner Waffentasche – da sah nie jemand nach, wenn er Geld suchte – und legte gleich darauf deutlich sichtbar 2.600 auf den Tisch. Der Mann sah ihn schief an, als der Rutako die Hand ausstreckte. „Ich habe alles bezahlt. Geben sie mir mein Schwert, bitte.„Warum? Was willst du denn mit diesem alten, kaputten Ding?“Was wollen sie damit, wenn sie mir ein Neuschwert im Wert von 1.100 Ryo dafür geben?“ Stille. Einen eiskalten Blick bekam er dafür vom Händler, doch er merkte, dass der sich nicht wohl fühlte damit. Anspannung lag in der Luft zwischen ihnen, beide wollten keinen Schritt zurückweichen. „Ich tu dir damit einen Gefallen, Kleiner, also freu dich und nimm deine Kohle!“Es geht ihnen um die Gravur, nicht wahr...? Rutako ist ein häufiger Name. In diesem Fall... ist es meiner.“ Wieder Stille, der Vernarbte erstarrte. Ingvi setzte nach: „Geben sie mir mein Schwert.“ Dann, als nichts passierte, lauter: „Geben sie mir mein Schwert!“ Und als er immer noch nichts tat, obwohl die Leute jetzt zu ihnen herüber sahen, wurde der Schwarzhaarige richtig laut: „Geben sie mir mein Schwert, wenn sie nicht noch ein paar Narben dazu kriegen wollen!
 
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Nach der Antwort von seinem Teamleiter erschrak Tsubasa. Wie hätte er sonst reagieren sollen? Erst wurde er still und bleich, immer noch von der Laune von Hebi-San eingeschüchtert, bis er sich wieder sammelte und sich dieser Gefühlszustand in Wut umwandelte. Der Kleine wusste nicht, was er damit umgehen sollte? Sollte er einfach nur rumweinen oder sich voller Wut vom Acker machen? Beides der beiden Möglichkeiten hätte der junge Shinobi später bereut oder die Konsequenzen gespürt, also nichts, was er gewollt hätte. Dabei hätte er es so gerne gewollt, doch die Vernunft siegte. Egal, wie schlimm der Teamleiter war, egal wie falsch er handelte, egal, wie viel Tsubasa was gegen ihn hatte, er war immer noch der Teamleiter. Tsubasa konnte doch nicht die Mission in Gefahr bringen, nur weil er einen Groll gegen seinen Teamleiter hatte. So war das Einzige, was er tun konnte, seinen Teamleiter kurz von hinten anzustarren, bevor er ihn folgte, wie einer, der keine andere Wahl hatte, was Tsubasa ja auch war.

Auch, wenn er Hebi-San folgte, verflog die Wut nicht so einfach, wie ein Baumblatt, dass bei einem Fuuton-Jutsu einfach hinfort geblasen wird. Es haftete immer noch an den kleinen Jungen, der daran dachte dieses unwohle Gefühl mit etwas essen herunter zu schlucken. Essensstände waren genug da, aber was sich der Mizuiro Junge fragte, war ob die Währung hier in Kurogi genau die Gleiche, wie in Soragakure war? Dies sollte man eigentlich wissen, wenn man schon in so vielen Städten, wie Tsubasa war, doch da er ja sonst die Sachen immer gekauft bekommen hatte, hatte er keine Ahnung. Bei seinem Teamleiter die Information zu erfragen würde Tsubasa nicht machen, soviel stolz hatte er immer noch. Doch was sollte er sonst machen?
Aus seinen Gedanken wurde er unterbrochen, als er einer alten Frau mit sehr viel Gepäck über die Straße sehen sah. Sie stand mitten auf der Straße mit vollen Taschen und vor und hinter ihr fuhren Fahrzeuge, ohne nur ein bisschen Rücksicht auf irgendetwas zu nehmen. Tsubasa überholte Sakkaku Hebi, rannte in Richtung der Oma, sprang auf paar Fahrzeuge, um dann bei ihr zu landen. „Ist alles in Ordnung mit Ihnen? Soll ich Ihnen über die Straße helfen?“ Mit einem scheuen Nicken zeigte sie ihr Einverständnis und Tsubasa drehte sich um, um sie auf den Rücken zu nehmen, sprang dann wieder auf die Fahrzeuge und erreichte sicher den Straßenrand. „Vielen Dank, Junge. Kann ich dir irgendwie was geben, um dir meine Dankbarkeit zu zeigen? Halt warte, ich hab hier doch was.“ Sie kramte kurz in ihrer vollen Tasche, bis sie ein eingepacktes Brot auspackte. „Hier, das ist für dich. Nimm es. Es gibt nicht viele nette Leute, wie dich oder dem Panda Hero, denen ich so etwas gerne anbiete.“ Dankend nahm Tsubasa dieses Brot an, seiner Aufmerksamkeit lag aber in diesen Moment an den von ihr gesagten Wörter Panda und Hero.
 

Sakkaku Hebi

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Mit gleichgültigem Gesichtsausdruck und pochender Ader an der Schläfe, schaute Hebi dem müden Treiben Kurogis zu und kam dabei zu dem Entschluss, dass sie alle nicht seiner würdig waren. Nicht einmal ansprechen würde er sie, weil er sich diese ganzen Gesichtselfmeter einfach nicht geben konnte und wollte. Wenn er mit Hackfressen interagieren wollen würde, hätte er auch zu Hause bleiben können und der Weg nach Kurogi wäre ein Sinnloser gewesen, denn abgesehen von den hässlichen alten Frauen, deren sekundären Geschlechtsmerkmale sicher schon auf dem Boden schleiften, sahen die Kerle dieses Dorfes alles andere als gut gepflegt oder gar überhaupt gut genug aus, um ein Wort mit dem zukünftigen Herrscher, - dem König! - Sakkaku Hebi wechseln zu dürfen. Sie konnten sich eigentlich schon darüber erfreuen, auf der gleichen Erde, wie er zu existieren. Eines war klar: Wenn er die Welt jemals übernehmen sollte, würde er Kurogi dem Erdboden gleichmachen. Es hatte in seinen Augen keinerlei Recht auf jegliche Art von Leben und stand somit der Massenausrottung zur Verfügung, besteige Hebi jemals seinen rechtmäßigen Thron. Der Gedanke an all die Tode, die er zu verschulden hätte, ließ ihn auf irgendeine Art und Weise wieder herunterkommen, was aber nicht bedeutete, er würde aufhören, zu sticheln und den kleinen Tsubasa zu ärgern. Nein, diesen jungen Shinobi hatte der Sakkaku nun auf dem Kieker, egal was er nun tun würde. Deswegen hatte er ihn besonders im Blick als dieser zu irgendeiner Oma rannte, die nicht von allein über die Straße zu kommen schien. Hebi hätte sie ja einfach überfahren lassen und wahrscheinlich noch belustigt dabei zugeschaut beziehungsweise zugehört, wie ihre schmerzerfüllten Schreie in der Luft widerhallten. Doch wäre Tsubasa nicht so beherzt auf sie zugerannt, hätte er sie vielleicht nicht einmal wahrgenommen. So konnte er natürlich hoffen, dass beide draufgingen, auch wenn sich der Verlust des zweiten Teammitgliedes als durchaus ärgerlich herausstellen würde. Aber dieser Anblick... Der wäre es einfach wert gewesen. Der heutige Tag war ohnehin schon in der Tonne, da konnte man dem Braunhaarigen ruhig etwas Amüsement bieten, wenn man ihn schon so wütend machte. Leider passierte nichts in Richtung Tod und Verderben, sodass Hebi wohl nichts anderes übrig blieb, als langsamen Schrittes auf die beiden zuzugehen und bei ihrem Gespräch zuzuhören. Da er sich selbst ja nicht mit den Dorfbewohnern abgeben wollte, musste er halt lauschen, was der Kleine so herausfinden konnte. Er seufzte als er die alte Frau hat von Dannen ziehen sehen und steckte die Hände in die Hosentaschen, ehe sein Blick Tsubasa traf, der ein Brot in der Hand hatte, welches Hebi ihm am liebsten direkt aus der Hand getreten hätte. Doch es kam anders und als Belohnung dafür, dass er sich dazu herabließ, mit den Leuten hier zu sprechen, bedachte er den Mizuiro nur mit einem spitzen Kommentar. „Ich hoff', das Brot is' vergiftet und du verreckst dran. Bei der alten Schachtel hätte es mich nicht gewundert, wenn die Bemme ungefähr genauso alt wie sie wäre.“ Seine Worte waren so kalt und herzlos wie immer und man konnte ihm anmerken, dass es ihm im Grunde scheißegal war, ob Tsubasa nun wirklich daran krepierte oder weiterlebte. Alles, was er wollte, waren ein paar schlechte Worte fallenlassen, die Tsubasa eventuell zum Nachdenken veranlassen würden. Und wäre es nicht Hebi, der das gerade sagte, sondern eine fürsorgliche Person, könnte man es wirklich so verstehen, dass man nichts von Fremden annehmen sollte. Am Ende fand sich das Blauauge bewusstlos auf der Straße wieder, während Menschenhändler ihn einsammelten, um dann sonstwas mit ihm zu machen. Doch wie auch immer. Hebi hatte keine Lust, jetzt Tsubasa dabei zuzuschauen, wie er sein gammeliges Brot mampfte, also liefen sie noch eine Weile umher, bis sie aus Zufall endlich den Schwarzmarkt erreichten. Aller Wahrscheinlichkeit nach war dies auch die Stelle, an der sie mit Sicherheit die besten Informationen bezüglich des Panda Heros herausbekommen würden. Wenn es irgendwo Getratsche höchster Qualität gab, dann wohl hier. Dennoch war dies nicht das Einzige, das ihn interessierte. Hier gab es weitaus mehr interessante Sachen, als er sich zuvor vorstellte. Der Schmuck war atemberaubend, die ganzen Waffen zauberten ein ungewohntes Glitzern in die sonst so gefühllosen Augen und alles, was er wollte, war irgendetwas zu kaufen. Etwas, das nicht nur gut aussah, sondern auch eine Funktion besaß. Gerade sah er einen interessanten Dolch und wollte sich schon die Blöße geben, mit dem Verkäufer zu sprechen, hörte er eine ihm vertraute Stimme. Zuerst konnte er sie niemandem zuordnen, ging dann aber näher heran, wobei es ihm bei jedem weiteren Schritt immer mehr dämmerte: Es handelte sich um das verlorengegangene Teammitglied, Ingvi. Als er dann in seinem Blickfeld stand und sich mit einem anderen Verkäufer stritt, trat Hebi weiter an die Szenerie heran und positionierte sich neben dem Schwarzhaarigen. „Die Floskeln ala 'Wo warst du die ganze Zeit' werd' ich mir jetzt mal sparen – das können wir auch nachher klären, aber …“ Er schaute zu dem Mann, der wohl unbedingt das Schwert des Rutakos haben wollte. „... was ist hier los und was will dieser dämliche Penner von dir?“ Natürlich war das auch für besagten dämlichen Penner nicht zu überhören, allerdings war das Hebi sowas von egal. Er war zwar schon lange niemand mehr, der alles verprügelte, was ihm unter die Augen trat, sollte man aber ihn zuerst tätlich angreifen, scheute er sich nicht davor, ohne Gnade zurückzuschlagen.
 

Rutako Ingvi

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Geben sie mir mein Schwert, wenn sie nicht noch ein paar Narben dazu kriegen wollen!“ Für einen Shinobi, der eigentlich auf der Seite von Recht und Gesetz stehen sollte, passte Ingvi wirklich viel zu sehr in die Atmosphäre und den Umgangston eines Schwarzmarktes hinein. Auch von seinem Blick her könnte man ihn ebenso für einen kaltblütigen Schwerverbrecher halten, und das sah der Verkäufer wohl. Jetzt musste er nur noch sich selbst und sein Gegenüber einschätzen: Wäre er selbst es, der aus einem Konflikt erfolgreich hervorgehen würde, oder war es dann doch eher Ingvi? Im Gegensatz zu seinen Augen lagen in denen des Rutako keinerlei Zweifel, sie starrten eiskalt zu ihm – und immer mehr kam der Mann ins Schwitzen, verlor weiter an Selbstsicherheit. Ingvi würde sein Schwert zurückbekommen, das stand jetzt schon fest, aber aufgeben wollte er nicht so einfach.
Es war wohl sein Glück, dass nun noch eine weitere Person ihren Auftritt machte, die mit dem Schwertbesitzer bekannt zu sein schien. Erfreut – was sich in einem kurzen Hochzucken seiner Mundwinkel ausdrückte – erkannte Ingvi seinen Teamleiter und tippte dann zweimal ungeduldig auf den Tisch. „Tut mir leid“, antwortete er dem Sakkaku, „Ich wurde von euch getrennt und habe mich dann in diesen immergleichen Straßen verloren, könnte echt besser ausgeschildert sein hier. Dann hat mich ein Einheimischer hier runter gebracht, und ich wollte mir eine neue Waffe kaufen, weil... naja, du hast mein Schwert ja gesehen. Auf jeden Fall hab ich alles bezahlt, was ich kaufen will, und dieser Mistkerl weigert sich, mir mein altes Katana zurück zu geben!“ Bei dem letzten Satz blickte das Schwarzhaar giftig zu dem Verkäufer hinüber, dem die Luft hier so langsam wirklich zu dick zu werden schien. Jetzt hatte er hier schon zwei Leute, die sich wie unantastbare Verbrecher verhielten, und von denen einer sogar eine Sprache verwendete, die wesentlich weniger zurückhaltend war als Ingvis. Der Verkäufer begann zu murmeln, deutlich gereizt, doch man hörte, dass er dabei war, zu resignieren. Einen Moment lang griff der Rutako nach seinen Siegelrollen, schob also seine Hand unter seine Weste, holte sie jedoch wieder hervor, ehe sie gefüllt werden konnte. Er hatte extra sein Stirnband versteckt, da würde er seine Identität nicht durch das Anwenden eines Ninjutsu verraten. Also befestigte er einfach das neue Katana an dem Teil seines Gürtels, an dem zuvor das alte gehangen hatte, und streckte seine rechte Hand hervor, blickte dem Händler erneut in die Augen, kühl wie zuvor: „Wenn Sie mir nun meine Waffe aushändigen könnten, bitte!“ Nein, natürlich war das keine Bitte, und das hörte man auch. Zerknirscht drückte der Fremde ihm das alte Katana wieder in die Hand, das nun zufrieden auf der anderen Seite des Gürtels angenestelt wurde. Dann hob das Schwarzhaar beidhändig auch die Kriegsaxt an, positionierte sie über seiner Schulter und ließ dann mit der linken Hand los – ja, so ließ sich das gut tragen. Bis sie draußen waren und er es endlich versiegeln konnte zumindest. Gerade wollte er sich wegdrehen, als der Händler noch einmal seine Stimme erhob: „Dieses Schwert... Das ist seins. Was für eine Verbindung besteht zwischen ihnen?“ Einen Moment lang gewonnen Ingvis Augen an Emotion, sie wurden müde und vielleicht steckte ein Funken Trauer darin. Dann seufzte er. „Rutako Saiko ist tot. Seit Jahren. Stress, hätte nicht so viel mit dem Schwert machen sollen. Was mich angeht...“ Er machte bereits seine ersten paar Schritte weg, suchte mit seinem Blick nach Tsubasa, während er den Satz beendete: „Ich habe keinerlei Verbindungen zu diesem Mann.
Langsam ging er zu dem dritten Teammitglied hinüber, nickte zu Tsubasa hinunter. Daran, wie er mit den zwei Schwertern und der großen Axt aussehen musste, dachte er gar nicht, aber sicherlich würde der Junge keine Angst vor diesem Teammitglied haben... schließlich war Ingvi ja immer nett zu ihm gewesen, nicht wahr? Jetzt, wo das Team wieder versammelt war, konnten sie sich wohl erneut absprechen: „Tut mir leid, dass ich verschwunden bin, ich hab den Anschluss zu euch verloren. Über den Panda Hero habe ich keine Infos bekommen, dafür konnte ich meine Ausrüstung ein wenig aufstocken... Wie lief es bei euch?“ Alles Gefühl war wieder aus seinem Blick und seiner Stimme gewichen, ebenso die Müdigkeit. Er war wieder der gute, alte Ingvi, der sich für das Team aufopfern konnte...
 
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Sakkaku Hebi stand nun inzwischen seitlich von Tsubasa und der Alten und schien die beiden wohl zu belauschen. Nachdem Tsubasa sich noch mehrfach bedankte, fragte er sie, ob sie ihn mehr über den Panda Hero erzählen könnte und wo man ihn auffinden könnte, da er seinen Freunden auch mal etwas über den Panda Hero mitteilen wollte, die ja alle natürlich große Fans von ihm sind. „Natürlich kann ich dir paar Sachen über ihn erzählen. Wie ich schon sagte, ist er nett und zudem hilfsbereit, mutig, stark und alles andere, was einen guten Helden ausmacht. Du kannst ihn so nicht treffen, aber er wird kommen, wenn dein Herz rein ist und du in wirklicher Gefahr bist oder seine Hilfe wirklich brauchst.“ „Sind Sie ihm schon mal begegnet?“ „Nein, zum Glück war ich noch nie in ernsthafter Gefahr oder brauchte seine Hilfe. Er ist ein viel beschäftigter Held in dieser Stadt, die verdorben und böse ist. Aber nun muss ich gehen, ich hoffe ich habe dir genug erzählt, was du an deine Freunde weitergeben kannst.“ Nach diesen Wörtern verschwand sie auch schon durch die Gassen der Stadt. Tsubasa schaute seinen Teamleiter an, der Tsubasa wieder einen kaltherzigen Kommentar gab, den Tsubasa aber nicht ernst nahm. Seine schlechte Laune über ihn verschwand, vor allem, weil er nun etwas für seinen Magen hatte. Doch bevor es rein biss, roch er noch daran und schluckte die ersten Bisse mit doch ein wenig Sorge herunter.
Die beiden gingen ihren Weg weiter und kamen irgendwann am Schwarzmarkt an, wo sie dann auch noch irgendwie Rutako Ingvi fanden. Dieser hatte sich wohl vor eine weitere Waffe zu kaufen und hatte wohl paar Schwierigkeiten. Vielmehr hatte nun der Verkäufer, der sich quer stellte Schwierigkeiten. Nicht, dass der Verkäufer sich nun mit nur Ingvi-San anlegte, jetzt mischte sich Hebi-San auch noch mit ein und setzte seinen Blick ein. Nur gut kannte Tsubasa dieses Gefühl. Der arme Verkäufer, doch wenn dieser nicht nachgeben will, dann muss man wohl ein stärkeres Kaliber einsetzen und dieses Kaliber war wohl viel zu viel für den Verkäufer. Nachdem auch dieses Problem beseitigt war, machten sie sich wieder auf den Weg. Die neue Axt von Rutako Ingvi sah schwer aus und Tsubasa bezweifelte selber sie überhaupt mit beiden Händen tragen zu können. Nicht, dass er es wollte, aber es zeigte mal wieder, wie viel Kraft dieser neue Besitzer der Axt hatte. Nun wartete Tsubasa auf die Antwort ihres Teamleiters auf die Frage von Ingvi-San mit der Hoffnung herauszufinden, wie es bald weitergehen wird.
 

Sakkaku Hebi

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Der Grund für Ingvis Verschwinden klang ja teilweise schon wieder so als müssten sich die drei Genin nun fortan an den Händchen halten, um in diesem komischen Dorf nicht voneinander getrennt zu werden. Etwas, das Hebi nicht einmal in seinem nächsten Leben machen würde, auch wenn sein Leben davon abhängen sollte. Händchenhalten mit anderen Jungen war einfach nie sein Bier und würde es wohl auch nie werden. Irgendwo hoffte er, dass dies auch für Ingvi und Tsubasa galt, nicht dass er am Ende noch ein böses Erwachen hätte, wenn sich einer von ihnen outete. Warum er sowas dachte? Das lag doch ganz klar auf der Hand: Wer so gutaussehend war, wie er, der wurde doch einfach von alles und jedem umgarnt, also dann sicher auch von gleichgeschlechtlichen Missionspartnern. Zwar schmeichelhaft, dass sie so denken würden, bekam er aber dennoch eine Gänsehaut bei dem Gedanken daran und gab ein angewidertes „Ew.“ von sich, während er sich dementsprechend krümmte und einen ziemlich entsetzten Gesichtsausdruck aufwies. Es gab Sachen, die durften einfach niemals passieren.
Seltsamerweise schaute er dabei zu dem Verkäufer, der nun sicher dachte, dass sein Ekel ihm galt. Nun gut, bis zu einem gewissen Anteil stimme das auch. Alle Leute hier waren schließlich unter seiner Würde. Umso besser für den Sakkaku, dass sie das Geplänkel um das Schwert schlichten konnten, ohne dass sie handgreiflich werden mussten. Darauf hätte er jetzt nämlich nur wenig Lust gehabt. Genauso wenig Lust hat er, noch länger hier zu bleiben. Er wollte die Mission vorantreiben. So wie Ingiv scheinbar auch, der sich erst dafür entschuldigte, dass er spurlos verschwand. „Okay.“ Was für einleitende Worte. „Ich hab's zur Kenntnis genommen un' werd' davon absehen, dir nun 'ne Moralpredigt zu halten. Hauptsache, du bist wieder da un' wir können uns'ren Auftrag erfüllen.“, sagte er mit nüchternen Worten und den Händen in den Jackentaschen. Seine Gleichgültigkeit war gerade mal wieder unübertroffen. Priorität war es nun einmal, besagten Auftragt zu erfüllen – solange die Teammitglieder rechtzeitig wieder auftauchten, wollte er also mal nicht zu streng mit ihnen sein. Er war ja auch nicht ihre Mutti.
Schade allerdings, dass Invi auf seinem kleinen Ausflug nichts über den Panda Hero herausfinden konnte, denn sehr viel aufschlussreicher waren die Worte der älteren Dame nämlich auch nicht, sodass Hebi die Frage danach nur mit einem Schulterzucken beantworten konnte. „Bei uns lief gar nichts.
Ham' irgendso'ne alte Trulla getroffen, die bisschen was über ihn hörte, ihn aber nie selbst getroffen hat. Eigentlich hat sie nur von ihm geschwärmt und gesagt, wie mutig und stark er sei. Dass das totaler unbrauchbarer Mist für uns is', weißt du sicher selbst.“
Gerade wollte er sich von seinen Teamkameraden abwenden, da fiel ihm etwas echt witziges ein, woraufhin er kurz lachen musste. „Ach, ja! Un' sie meinte, er würde nur kommen, wenn man reinen Herzens wäre, hahahahaha!“ So einen behinderten Kitsch glaubte sie wohl nur selber. Als würde ein einfacher Mensch erkennen können, wer wirklich ein reines Herz besaß und wer die Ausgeburt des Bösen war. Soweit kommt es noch. „Aber mal ganz abgesehen davon... Sie meinte auch, dass er vielbeschäftigt wäre, was uns wiederum sagt, dass es hier ständig diverse Verbrechen geben müsste, bei denen er eingreift. Wenn wir Glück haben, treffen wir auf ein solches oder...“ Man sah förmlich, wie das Licht über Hebis Kopf ansprang. Er hatte eine Idee, die aber auch nur dann funktionieren würde, wenn Tsubasa und Ingvi mitmachen würden. „... wir inszenieren unser eigenes Verbrechen. So groß und gravierend, dass er einfach hier aufschlagen MUSS!“ Verstohlen schaute er zu dem Verkäufer zurück, der Ingvis Schwert einbehalten wollte. „Ich wüsste auch schon, wer dafür herhalten müsste, ob er nun will oder nicht.“ Ein teuflisches Grinsen zeichnete sich auf Hebis Gesicht ab, sodass den beiden klar sein müsste, um was sich seine Worte so in etwa drehten: Eine totale Schlägerei. Wenn der erste Groschen gefallen ist, lassen die ganzen anderen auch nicht auf sich warten und fallen mit. So einfach. Bereitwillig knackte er schon einmal mit den Fingern und wartete eigentlich nur noch darauf, dass auch Tsubasa und Ingvi in Stellung gingen.
 

Rutako Ingvi

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Hebi machte aus der ganzen Affäre keine große Nummer, und das war Ingvi nur recht so. Es war ein kleiner Fehler auf seiner sonst so fehlerlosen Bilanz gewesen, und jedwede Verschärfung der Maßnahmen, um die Gruppe zusammen zu halten, wäre vollkommen unnötig gewesen. Ein Informationsaustausch war jetzt doch wesentlich angemessener... Wobei er die Meinung des Sakkaku, dass die Aussagen der Dame nutzlos gewesen seien, nicht teilte. Keiner von diesen Verbrechern sah schwach aus, eher im Gegenteil. Ingvi hatte es bereits vermutet, aber aufgrund des lächerlichen Kostüms hatte er es sich nicht wirklich vorstellen können: Der selbsternannte Held war stark. Entweder besaß er eine außergewöhnliche Körperkraft, irgendwelche Hilfsmittel oder sogar ein paar Fähigkeiten, die eigentlich Shinobi vorbehalten wären. Unterschätzen durften sie ihn auf gar keinen Fall, sie mussten außerdem noch den richtigen Köder auswählen. Da war es wichtig zu wissen, dass sie von einem starken Gegner erwartet wurden. Hebi durfte als Teamleiter natürlich nicht so leichtfertig in Gefahr gebracht werden, und Mizuiro war noch jung. Er mochte Potenzial haben, aber noch würde ihn jemand auf Ingvis Level in der Luft zerfetzen – und aus Sicherheitsgründen mussten sie davon ausgehen, dass Panda Hero stärker als Ingvi war. Der Rutako glaubte es zwar nicht wirklich, aber Sicherheit ging nun einmal vor, und die hatte man dann, wenn man seinen Feind überschätzte. Also war er eigentlich der einzige, den man effektiv einsetzen konnte... er seufzte leicht, woraufhin der Leiter noch etwas hinzufügte – und das Schwarzhaar wurde hellhörig. Ein reines Herz...? Lächerlich. Als wüsste hier irgendjemand, wer ein reines Herz hatte. Ingvi würde sich selbst als so jemanden beschreiben: Er folgte den Überzeugungen, an die er wirklich glaubte, tat nichts, was er für falsch hielt, und hielt sich stets an seine eigenen Regeln. Er tat nichts Unnötiges und half dennoch den Leuten, die seine Hilfe brauchten – solange sie zahlten zumindest. Allerdings... sein Blick wanderte zu Tsubasa. Sicherlich sah so ein Held einen kleinen, naiven Jungen eher als reinherzig an als einen eiskalten Killer. Ingvi war auch zu groß, um sich mit dem Henge in den Kleinen zu verwandeln, also hatten sie wohl keine andere Wahl, als Tsubasa zum Köder zu machen. Oder hatte Leiter-kun eine bessere Idee...?
Nun, eine Idee hatte er zumindest. Und nicht unbedingt eine schlechte. Dennoch konnte das Schwarzhaar einfach nicht anders, als seine eiskalte Logik herauszulassen: „Der Plan gefällt mir, Hebi. Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass er funktioniert. Wenn es dem Helden um Personen mit reinen Herzen... bah, so ein Schrott. Naja, wenn es ihm um solche Leute geht, dann wird er sicher nicht auf einem Schwarzmarkt auftauchen, und ein Schwarzmarkthändler würde sicher auch keine Rettung genießen. Eine passendere Falle wäre es wohl, wenn es so aussähe, als würden zwei große, starke Jungen mit Schwertern einen kleinen, unschuldigen Jungen mit großen, blauen Augen bedrohen...“ Er hüstelte. Hoffentlich verstand Tsubasa die Anspielung nicht. Dass der Sakkaku sie verstehen würde war klar, aber den würde es auch sicher nicht beunruhigen. „Am besten auf einem öffentlichen und gut sichtbaren Platz. Allerdings...“ An dieser Stelle blickte er sich um und leckte sich über die Lippen. Dieser Markt war wirklich voller Frischfleisch... „Wenn mein Teamleiter es möchte, wäre ich einer kleinen Keilerei natürlich nicht abgeneigt. Du müsstest mir bloß vorher sagen, wie viel Blut ich vergießen darf...“ Für einen kurzen Moment zischte eine Emotion über das Gesicht Ingvis. Seine Augen wurden weit aufgerissen, sein rechter Mundwinkel kräuselte sich zu einem blutrünstigen Lächeln. Seine Pupillen blitzten violett auf. Doch es war so schnell vergangen, wie es gekommen war. Nur einen Bruchteil einer Sekunde war die eiskalte Maske des Jungen ersetzt worden, man konnte es für einen durch den Raum wandernden Schatten halten oder für eine Illusion, schließlich konnte niemand eine Emotion so schnell ausleben und wieder vertreiben... nicht wahr?
 
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Diese Idee, diese Idee gefiel den Jungen irgendwie ganz und gar nicht. Die ganze Mission gefiel ihm, wenn man es genauer nehmen will ganz und gar nicht. Einen ehrenhaften Helden, den er normalerweise bewundern würde, wie einer dieser mutigen hilfsbereiten tapferen Helden aus Filmen und Büchern soll man also bestrafen. Wieso er also hier ist, ganz einfach, wie all die vielen Sachen, die der Junge nicht gerne machte, hatte seine Mutter die Sachen für ihn ins Rollen gebracht.
Und dann noch bei weiteren Bürgern Randale machen, um die Gutmütigkeit des Panda Hero auszunutzen, um ihn dann einzufangen, war bestimmt auch nicht die beste Möglichkeit, aber sein Teamleiter war Hebi-San.
Nachdem dann auch Ingvi-San die Sache mit dem reinen Herzen ins Spiel brachte und dann er auch noch Andeutungen darauf machte, dass Tsubasa dieses Opfer sein sollte, zeigte er nur noch ein kleines gezwungenes Lächeln. Wie ein hilfloses kleines Prinzesschen sollte er von zwei bösen Leuten mit sehr gefährlichen scharfen Schwertern bedroht werden auf einem großen Platz, wo jeder sehen konnte, dass der kleine Junge in Gefahr war. Dieser Plan wäre jederzeit aufführbar, da sie schon alles hatten. Zwei böse Schurken, die seine beiden Kameraden wohl genau so gut, wenn nicht sogar besser, als jeder Schauspieler spielen können, der Angegriffene war wohl dann wohl Tsubasa. Zunächst versuchte er eine Ausrede zu finden, wie er aus dieser Sache rauskommen sollte, hielt aber dann seinen Mund, da wenn er es nicht machen würde, wohl Blut fließen würde, auch wenn Ingvi-San es wohl eher spaßhaft gemeint hatte… hoffentlich. Doch nun blieb die Frage auf den passenden Ort und wie die drei dann vorgehen sollten, falls er wirklich auftauchen sollte, der gesuchte Panda Hero.
 

Sakkaku Hebi

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Hachja, Hebi hatte mal wieder schwere Entscheidungen zu fällen und wusste in diesem Fall mal wirklich nicht, wie er zu einem Entschluss kommen sollte beziehungsweise, wie dieser auszufallen hat. Naja, wenigstens gab es momentan nur zwei Optionen, die ihm zur Verfügung standen. Diese waren aber halt in jederlei Hinsicht nicht wirklich produktiv. Angenommen, er würde sich dafür entscheiden, seinen eigenen Vorschlag durchzubringen und auf dem Platz, der sich Schwarzmarkt schimpfte, eine riesige Schlägerei anzetteln, läuft er Gefahr, dass sowohl er als auch Ingvi und Tsubasa verletzt werden. Bei ihm selbst glaubte er nicht daran, dass ihm etwas passierte, weil er seine Fähigkeiten gut einschätzen konnte und sich nur schwer vorstellte, dass die Leute hier großartige Kämpfer waren. Bei Ingvi und Tsubasa sah das allerdings anders aus. Natürlich sind sie keine Genin, weil man sie für zu inkompetent hielt, aber woher sollte der Sakkaku wissen, wie es bei ihnen in Punkto Ausdauer aussah?
Die andere Option war, auf Tsubasa loszugehen. Er dachte darüber nach und starrte den Kleinen in dieser Zeit mit seinem allseits abwertenden Blick an. Auch hier stellte sich die Frage, ob es das wert wäre. Angenommen, sie griffen ihn an und würden ihn verprügeln... Was wäre, wenn der Panda-Hero dann doch nicht käme? Dann hätten sie nur wieder ein verletztes Teammitglied, um das sie sich kümmern müssten und wie allseits bekannt ist, hatte Hebi keine Lust, die Mutter für irgendwen zu spielen. Es war zum Haareraufen, sodass er sich an die Stirn fasste und die Augen schloss, um noch eindringender darüber nachzudenken. Doch.. Er entschied sich dafür, Demokratie walten zu lassen. Ja, Hebi wollte demokratisch darüber abstimmen. Wahrscheinlich wurde er krank. Nunja, ist ihm nicht zu verwundern, bei dem Gewitter, das sie letzte Nacht über sich ergehen lassen mussten.
Er schaute wieder nach oben.
„Nagut.“, begann er und blickte Tsubasa und Ingvi abwechselnd an. „Entscheiden wir gemeinsam darüber.
Ich selbst bin dafür, auf dem gesamten Schwarzmarkt Randale zu machen. Einfach weil wir jederzeit im Gefecht untertauchen können, wenn's zu heikel wird und so ja dennoch die Gefahr besteht, dass Tsubasa verletzt werden könnte, was unseren Hero ja anlocken müsste. Er möchte doch sicher nicht, dass ein armer unschuldiger Junge umkommt. Blut darf natürlich vergossen werden, so viel ihr wollt.
Tsubasa selbst anzugreifen könnte ich als Teamleiter nämlich leider nicht verantworten. Es sei denn, er möchte es so, weil ihm eine riesige Schlägerei noch gefährlicher erscheint. Im Grunde ist es mir egal, ich beuge mich in diesem Fall ausnahmsweise mal der Mehrheit.“
Wieder steckte er die Hände in die Taschen und zuckte noch einmal mit den Schulten, um seiner Lethargie Ausdruck zu verleihen. Und eigentlich kannte er Ingvis Meinung ja schon, aber nach ein paar Argumenten konnte man diese ja immer noch ändern. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, lag es nun an Tsubasa selbst, über das weitere Vorgehen entscheiden zu müssen und eventuell den Ausgang der Mission zu bestimmen. „Also.. Was haltet ihr davon?“, fragte er noch einmal mit Nachdruck und überlegte in der Zwischenzeit Vorgehensweisen für beide Optionen. Wäre doch gelacht, wenn sie da nicht heil wieder herauskommen würden!
 

Rutako Ingvi

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Tsubasa schien von Ingvis Idee nicht allzu begeistert zu sein... nun, das war kein Wunder. Irgendwie tat der Junge dem Rutako ja schon leid, er wollte ihn ja nicht quälen, und wo er doch noch so jung war... Vielleicht sollte er ein klein wenig mehr Rücksicht auf ihn nehmen. Natürlich musste er lernen, wie es war, als Shinobi zu leben, aber man musste ja nicht gleich die schlimmsten Szenarien hervorholen. Dies war vermutlich seine erste C-Rang-Mission, eigentlich sollte er jetzt erst einmal seine erste kleine Schwimmrunde im den seichten Küstengebieten im Meer der Ninja machen und nicht zwischen Haien und Walen mit dem Kopf unter Wasser getaucht werden. Was für Idioten mussten denn in der Verwaltung sitzen, dass sie so ein armes Kind zu Hebi und Ingvi steckten? Dieser Gedanke war unausstehlich, weckte erneut den Zorn in dem Schwarzhaar, weshalb es sich erneut kräftig in die Hand biss... oh, verdammt, jetzt blutete das schon. Er musste da wohl etwas besser aufpassen...
Bei der Rede des Teamleiters wurde er jetzt aber doch wieder etwas stutzig. Die beiden dachten doch nicht etwa...? Das hatte er nun wirklich nicht vorschlagen wollen. Kein Wunder, dass Tsubasa so mulmig zumute war, wenn er dachte, dass die beiden ihm Schmerzen zufügen wollten. Manchmal vergaß Ingvi glatt, dass andere Menschen auch eine emotionale Art hatten, Gedankengänge zu formulieren, da kamen immer wieder Abstände zwischen das, was er sagen wollte, und die Art, auf die es verstanden wurde. „Entschuldige, Hebi, aber... Ich würde niemals vorschlagen, unser eigenes Teammitglied zu verletzen. Schon gar nicht Mizuiro-kun hier“, korrigierte der Rutako, wobei er dem Kleineren die Hand auf die Schulter legte. Sofern er sich nicht irrte, vermittelte das Sicherheit, und die hatte der Brünette wirklich nötig. „Ich sagte bedrohen, und das meinte ich auch genau so. Es wäre quasi ein Akt, ein Schauspiel. Wir beide würden so tun, als würden wir ihm drohen, und Mister Möchtegern-Panda wäre angekommen, um ihm zu helfen. Dann hätten wir den simpel zerlegt und zu unseren Auftraggebern geschleift, und keine Mizuiros wären dabei zu Schaden gekommen. Aber wie gesagt...“ Er leckte sich über die Lippen. Hebis Vorschlag hatte wirklich ein paar wundervolle Vorzüge. „Gegen eine Keilerei im großen Format auf dem Schwarzmarkt habe ich auch nichts. Ich habe zwei neue Waffen, die ausprobiert werden wollen. Außerdem kann ich nicht garantieren, dass meine Lösung besser funktioniert als diese...“ Hier waren mindestens hundert Leute, bestimmt sogar mehrere hundert. Und kein einziger von ihnen konnte es sich leisten, dass ihre Aktivitäten aufgedeckt wurden, einige wurden gesetzlich gesucht, manch einer sogar von Shinobi verfolgt. Die würden sich niemals an die Öffentlichkeit wenden können, schon gar nicht an die Behörden und auch nicht an die Ninja in ihrer Umgebung. Höchstens ein paar Söldner könnten sie vielleicht anheuern, aber die wären keine große Herausforderung für jemanden von Ingvis Format. Also war eine große Prügelei hier wie ein Freifahrtschein für ihn, alles zu tun, was ihm in den Sinn kam, solange seinem Team nicht geschadet wurde. Er könnte unter Umständen sogar die gesamte Stadt in die Luft jagen! Oder die Höhlen unter der Stadt, in denen sie sich gerade befanden, sodass die steinernen Gebilde über ihnen einbrachen und herabfielen, und von Kurogi wäre nichts weiter übrig als ein Trümmerhaufen in einer großen Kuhle... Erneut blitzte der Blutdurst in seinen Augen, erneut leckte er sich über die Lippen, dieses Mal langsamer. Dann schüttelte er kurz den Kopf und schenkte seine verzerrte Version eines Lächelns an Tsubasa. „Weißt du was“, flötete er glückselig. „Ich überlasse dir die Entscheidung. Ich gebe dir meine Stimme ab, das heißt, du hast zwei. Du darfst auswählen, was wir machen!“ Natürlich würde er am liebsten für seinen Favoriten stimmen, aber er hatte kurz zuvor beschlossen, den Mizuiro ein bisschen zu schonen. Wenn der sich für ein riesiges Massaker entscheiden sollte, dann musste er eben mit den Folgen leben – die Verantwortung fiel damit vollends von dem Rutako ab. Manchmal war das Leben als Shinobi wirklich simpel...
 
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Wie entscheidet er gleich, leiden viele andere? Oder leide ich? Andere oder ich?“ Mit Ingvi-San’s Worten war die Welt wieder für einen Moment gut. Denn sobald dieser seine Anregung erläuterte, hörte sich der Plan schon viel besser und vor allem ungefährlicher an. Und es kam noch besser, denn Tsubasa hatte auf einmal die Macht, die Macht vielen unschuldigen Menschen, zumindest waren davon paar unschuldig, das Leben zu retten. Jedenfalls aber Menschenleben. Natürlich hatte er sich für die Variante mit dem Schauspiel entschieden. Wie konnte er auch nicht, wenn man nicht gerade auf Blutpfützen und abgehackten Körperteilen steht. Übrigens war der Beruf des Schauspielers, einer der Berufe auf seiner „Meine Top 50: Wäre ich doch lieber etwas Friedlicheres geworden als Shinobi“ Liste, ganz oben.
Die Vorgehensweise stand nun fest, alles wurde soweit geklärt und es konnte gleich losgehen. Ingvi-San wünschte Tsubasa noch gutes gelingen und Hebi-San, nun ja er sah, wie immer Tsubasa abwertend an. Der kleine Braunhaarige verließ die beiden und dachte darüber nach, ob der Panda-Hero wirklich kommen würde und was, wenn nicht? Auf der einen Seite hoffte er wirklich, dass er kommen würde, damit hier alles vorbei sein konnte, auf der anderen Seite wünschte er sich, dass der er es nicht tat, da auf ihn dann viele Sachen kommen würden, die er nicht verdient hätte. Aber so war wohl das Leben als Shinobi, man darf sich nicht von seiner eigenen Meinung beeinflussen lassen, sondern man soll nur ausführen, und zwar erfolgreich. Aber seine zweite Mission hier war wohl härter als seine Erste, was wohl daran lag, dass er hier mehr mitzuentscheiden hatte und es nur ein richtig gab, obwohl seine erste Mission etwas von einem B Rang hatte. „Aber egal, ich bin jetzt hier und werde diese Mission erfolgreich mit meinen Teamkollegen fertigmachen!“ Und dann kam auch schon von dem Teamleiter das Startsignal, das aus Beschimpfungen bestand. Obwohl Tsubasa wusste, dass schlimme Wörter kamen würden, hatte er nicht mit dieser Härte von Schimpfwörtern gerechnet, die sogar weh taten. Nun musste der Tsubasa vor seinen beiden Kollegen wegrennen, die ihn dann verfolgten. Hinter ihm, hörte er schon, wie Stände, die den beiden im Weg standen zu Bruch ging. Als er den beiden nach schaute, bekam er es dann doch mit der Angst zu tun. Nicht, dass er wüsste, dass die beiden ihn nicht ernsthaft verletzen würden, aber der Anblick, der beiden und Ingvi’s große Waffen, sah doch gruselig aus. Es hatte was von barbarischen Mördern. Ach ja, es kam dann natürlich so etwas, wie: „Hilfe! Helft mir doch!“ und so etwas Ähnliches. Doch bis jetzt hatte er nichts schwarzweißes gesehen.
 
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Rutako Ingvi

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Wie nicht anders zu erwarten, entschied sich der Mizuiro für die friedliche Lösung. Damit entlockte er Ingvi zwar ein Seufzen, immerhin hatte der sich schon darauf gefreut, mit seinen neuen Errungenschaften zu spielen, aber überraschend traf ihn diese Wendung nicht. Offenbar galt das auch für Hebi, der das Ganze einfach abnickte und sich mit einem bissigen Kommentar auf den Weg nach draußen, woraufhin sein Team ihm auf dem Fuße folgte. Draußen lieh der Rutako ihm noch schnell sein neues Katana, und schon konnte die Aktion losgehen.
Seine Axt versiegelt, sein neues Schwert in den Händen seines derzeitigen Bosses, und ausgerüstet nur mit den Waffen, die er schon immer bei sich trug... so begann das Schwarzhaar den neuen Part seiner Mission. Aber es machte auch so Spaß. Tsubasa spielte seine Rolle einfach perfekt, er wirkte wirklich, als würde ihm die ganze Sache Angst machen, und so gab er den Verfolgern das Gefühl, als würden sie einem echten Opfer folgen, als könnten sie wirklich gleich den Körper eines kleinen, zarten Jungen aufschlitzen und ihn Stück für Stück verkleinern, wäre er unter Todesqualen langsam das Bewusstsein verlor, um es nie wiederzuerlangen... Über die fahlen Lippen des Jungen zuckte seine Zunge, schmeckte die Vorfreude, obwohl ihm bewusst war, dass er nichts dergleichen tun würde. In diesem Fall war wohl eher der Weg das Ziel, der Weg, auf dem er in einer gesetzlosen Stadt während einer Verfolgungsjagd zerstören und zerschneiden konnte, was auch immer ihm im Weg war. Noch funktionierte das Erbstück der Rutako-Familie hervorragend und konnte schön zerstören, was es zu zerstören gab, wenn man nur genügend Wucht hineinsteckte – und nichts hatte Ingvi so sehr wie Wucht. Schnell hatten sie das Dorf verlassen, liefen zu dritt die glatte Ebene hinauf – zum Glück waren sie alle Shinobi – und sahen dabei zu, wie sich Tsubasa selbst in eine Sackgasse manövrierte. Es war ein guter Platz zum Kämpfen, mit jeder Menge Platz und nichts als Steinen, keine Verstecke und kein Ort, an dem ein Möchtegern-Held seine Fallen platzieren könnte. Alle Formen von Konfrontationen auf diesem Feld wären nur durch die Fähigkeiten der Teilnehmer zu bestimmen, also war es die perfekte Gelegenheit für Ingvi, sich selbst zu beweisen. „Es ist aus, Junge!“, rief er blutrünstig und lief mit gezogener Klinge weiter, während Hebi lachend stehen blieb: „Du wirst in Zukunft zweimal nachdenken, mit wen du es dir verscherzt!“ Beide zogen ihre Show perfekt ab. Es musste nur noch eine einzige Person auftauchen...
Und da tauchte er auch schon auf. Mit einem beherzten Sprung landete der Mann, der tatsächlich ein fettes Pandakostüm trug, zwischen dem jungen Shinobi und seinem älteren Kollegen, der grinsend stehen blieb und mit einer Hand von seinem Katana abließ, sodass er es nur noch in der linken hielt. „Wo immer ein reines Herz bedroht... Wo immer ein braver Bürger in Not... Wo immer du wandelst auf dem Pfade zum Tod... PANDAMAN! Er wird kommen, dich zu retten, Pow!“ Mit einem hopsenden Tanz und einem rythmischen Fingerschnippen ratterte der Fremde seine Vorstellung herunter, doch das beeindruckte das Schwarzhaar herzlich wenig; Ingvi machte einfach einen Ausfallschritt und stach mit seiner Klinge nach dem Helden, welcher gerade rechtzeitig zurückwich und Tsubasa zuzwinkerte, um ihn wohl zu beruhigen. Ingvi grinste dafür umso breiter; jetzt war der Moment gekommen, an dem er den Jungen testen konnte. „Mizuiro-kun!“, rief er entschlossen und suchte für einen Moment Augenkontakt, welcher jedoch vom breiten Bauch des seltsamen Mannes abgeschmettert wurde. „Jetzt ist deine Chance! Stich zu!“ Mal sehen, für welchen Weg sich der Blondschopf entscheiden würde...
 
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Von überall kamen Blicke, die das auffallende Schauspiel beobachteten. Doch keiner von denen kam wohl in den Sinn einen kleinen Jungen zu helfen, der von bösen Schurken bedroht wurde. Auch wenn diese Verfolger gefährlich und Angst einflößend aussahen, hätte es in einer „guten“ Welt dennoch noch „gute“ Menschen geben müssen, die den Mut hätten ihnen entgegen zu wirken, auch wenn nur minimal und ohne jegliche Gefahr auf eine Verletzung. Doch sie hatten nicht genug Mumm, waren zu egoistisch oder amüsierten sich sogar darüber, dass es einen kleinen Jungen bald an den Kragen gehen würde.
Der kleine Shinobi hatte keine Ahnung wohin er rennen sollte, mal rannte er nach rechts, mal nach links, dennoch immer zu vielen Leuten. Was brachte es auch in leeren Gassen herumzulaufen, wenn das Ziel war Aufmerksamkeit zu bekommen, um einen Panda anzulocken. Aber wer weiß, vielleicht hatte er wie im Film „Bat-Shinobi“ auch ein ausgeklügeltes Städte Überwachungssystem, das auch in leeren Gassen vorhanden war.
Nach einiger Zeit waren die Drei in einer Gasse. Tsubasa hatte schon fast die Tarnung auffliegen lassen, als die Falle zuschnappte und eine Person in einem coolen Pandakostüm erschien. Nun lief es, wie in den Geschichten ab, der Superheld sagt seinen Slogan, zeigt seine Coolness. Man könnte sagen, dass der Panda-Hero den kleinen Jungen fasziniert hat, er war wie ein Idol für Tsubasa, den er zujubeln wollte. Doch leider lief es diesmal nicht, wie in den Geschichten, denn anstatt danach die Schurken den Hintern zu versohlen, wird der Superheld von den Schurken ausgetrickst. Und Tsubasa war auch ein Schurke. Nach einem schnellen kurzen Schwertangriff, den der Panda geschickt auswich, musste Tsubasa nun seinen Zug machen. Seine Pflicht wurde noch mal von seinen Senpai verdeutlicht. Es blieb dem Jungen also nichts anderes übrig als eins seiner Hakenschwerter herbeizurufen und sie mit der scharfen Seite des Schwertes dem Panda an den Hals zu halten. „Bitte wehren Sie sich nicht, denn sonst wissen Sie hoffentlich, was passiert.“ Tsubasa wusste es zumindest, er würde ihn einfach gehen lassen. „Bitte, bitte mache nichts und lasse mein Bluff erfolgreich sein.“ In dieser kurzen Zeit wünschte sich dieser Junge diese Sachen gefühlte Tausend mal. Und um es noch schlimmer zu machen, konnte Tsubasa den Helden in die glasklaren Augen schauen, die pure Enttäuschung zeigten. Da Tsubasa nicht mehr abwarten konnte bis seine zwei Kameraden endlich etwas unternahmen, begann er mit der Verhörung und fragte: „Wer sind Sie?
 

Rutako Ingvi

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Positiv überrascht registrierte Ingvi, wie schnell das Hakenschwert des Jungen sich in seine Hand und so auch an den Hals des falschen Pandas begab... ganz offensichtlich steckte doch eine gehörige Portion Ninja in ihm, beeindruckend. Gleichzeitig breitete sich auf Hebis Gesicht ein Grinsen der Zufriedenheit aus, da auch er offensichtlich erfreut war über diese Entwicklung – oder zumindest mit Schadenfreude betrachtete, wie Tsubasa aus seiner Welt der Schäfchenwolken und Marshmallows in die gemeine Realität gerissen wurde. Allerdings musste jeder Dinge tun, die er nicht mochte, um sein täglich Brot zu verdienen, das konnte man also gar nicht früh genug lernen. Andererseits vertraute der Rutako nicht darauf, dass sich so ein Mann einfach ergeben würde, ohne wenigstens zu versuchen, sich zu wehren, weshalb er langsam begann, Fingerzeichen zu machen, während die Befragung des Mannes bereits am Beginnen war.
Pandaman starrte zwischen den beiden Akteuren der 'bösen' Seite hin und her, ehe er seinen Blick dem Mizuiro schenke, den er eigentlich hatte retten wollen. Er konnte wohl sehen, dass der Junge wirklich ein reines Herz hatte und ihm am ehesten die Gelegenheit gewähren würde, die Flucht zu ergreifen. „Wer ich bin? Ich bin Pandaman, der Rächer der Armen und Reinen. Ich bin dafür da, das Gute an diesem Ort des Bösen zu erhalten und zu verhindern, dass die lieben Bürger unter den Machenschaften des Untergrundes zu leiden haben... Ich bin ein Held. Ich wollte ja eigentlich auch dich retten, aber ganz offensichtlich... habe ich diesmal kein pures Herz gefunden...“ Sein Blick wurde traurig und leicht flehend. Er versuchte, den Mizuiro weichzukochen.... aber dass dieser nicht allein war, sollte sein Verderben sein. „Mizuame Nabara!“, erklang die Stimme Ingvis, und schon begann eine dickflüssige Pfütze aus durchsichtigem Sirup damit, sich auf der Erde auszubreiten. Es dauerte keine zwei Sekunden, bis die Füße des Pandas gefangen waren und das Schwarzhaar mit seinen Bemühungen aufhören konnte. Er hatte darauf geachtet, nicht zu viel loszulassen, damit seine Partner noch eine ausreichende Menge an Bewegungsfreiheit hatten, ohne sich fürchten zu müssen, in das klebrige Jutsu zu treten. „Der wird sich erstmal nicht wegbewegen... du kannst dein Schwert wieder einstecken, Mizuiro-kun. Hast du sehr gut gemacht.“ Eiskalt trat Ingvi vor die Zielperson, deren Befragung nun von Hebi weitergeführt wurde – aber nicht annähernd so höflich wie die von Tsubasa. Er beleidigte den Mann, hielt ihm vor, wie dämlich seine Versuche waren, und schien nicht wirklich Informationen zu suchen; viel eher hatte er wohl einfach nur im Sinn, das Beste aus der Situation zu machen, ehe die drei den Fremden einfach abführen und zu ihrem Klienten bringen würden. Für Ingvi völlig in Ordnung, schließlich wurden sie ja nicht dafür bezahlt, unnötige Fragen zu stellen, sondern einfach nur einen nervigen Möchtegern gefangen zu nehmen, der den Helden spielen wollte. Man konnte sich darüber streiten, ob es nun zu viele Helden auf dieser Welt gab oder zu wenig, aber Selbstjustiz gehörte zu den Dingen, mit denen man sich Ingvi eher nicht nähern sollte, aus verschiedenen Gründen. Zuerst einmal war es gegen das Gesetz, und somit automatisch untragbar. Außerdem nahm es ihm die Arbeit weg, wenn es gut genug ausgeführt wurde, und somit stahlen ihm Leute wie dieser Panda sein Geld; eine Todsünde. Und wenn man sich bei der Selbstjustiz übernahm und deswegen selbst der Leidtragende war, so hatte man es ob seiner eigenen Dummheit verdient, und genau diese Gedankenlosigkeit und Selbstüberschätzung gingen dem selbstkritischen Rutako nochmal ganz besonders auf die Nerven. Und diese paar Punkte waren nur der Anfang einer Liste, die er stundenlang hätte weiterführen können. Man konnte also durchaus sagen, dass er auch eine persönliche Abneigung gegen den ihm fremden Pandahero hielt, die er aber ganz bewusst von seiner Arbeitsweise abgrenzte.
Langsam aber sicher näherte sich die Befragung durch den Sakkaku ihrem Ende, dem es immer weniger Spaß zu machen schien, den Helden zu nerven, der sich strikt weigerte, wütend oder eingeschnappt zu wirken, sondern weiterhin eine so stolze Erscheinung abgab, wie man es in einem Pandakostüm eben konnte. Er ging weg von dem Mann und rief Tsubasa zu, dass dieser den Helden festhalten sollte, während er Ingvi auf die Schulter klopfte, um ihm zu befehlen, das Tierchen wieder von den klebrigen Fesseln zu erlösen. „Bereit...?“, fragte der Rutako den Blondschopf, ehe er seine Fingerzeichen formte und den Sirup mit einem Wasserjutsu abwusch. Jetzt stellte sich natürlich die Frage: Würde Panda sich ruhig verhalten, oder würde er einen Fluchtversuch starten?
 
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