Mission: Ein Messer im Nacken - Wajima, Villa Takarada

Dieses Thema im Forum "Feuerreich" wurde erstellt von Dokúiki Takeo, 30. Nov. 2017.

  1. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    CF: Mission: Ein Messer im Nacken - Dorfplatz

    Als Takeo vor einer ganzen Weile mit Tomoe die Tore von Josei verließ, war ihm noch nicht wirklich klar, mit wem er dort auf eine Mission gegangen war. Als sie kurz nach dem Aufbruch bereits eine Pause machten, um eine von Tomoes üppigen Mahlzeiten zu verzehren, hatte er sich zwar gewundert, aber das vorzügliche Essen verdrängte seine Verwunderung recht schnell. Dies war ihm jedoch nicht jedes Mal möglich, denn es stellte sich relativ schnell heraus, dass Tomoes Rucksack auf wundersame Weise Nahrung produzieren konnte. Jedenfalls zauberte sie immer wieder Mahlzeiten hervor, und obwohl ihr Rucksack bereits sehr groß war, konnte Takeo sich nicht anders erklären, wie neben den Essensmengen noch Platz für Ausrüstung sein sollte. Im Verlauf der Reise lernte er noch viele weitere Seiten der jungen Kunoichi kennen, die ihn nicht selten auf die nette Art und Weise zum Lachen brachten. Auch war Takeo gelegentlich mit ihrem „Tatendrang“ überfordert, obwohl das vielleicht nicht das treffendste Wort war, um zu beschreiben, wie das Interesse des jungen Mädchens ständig von einem Ort zum nächsten wanderte, was die Reise vermutlich künstlich in die Länge zog. Sie hatte wahrscheinlich auch mindestens doppelt so viele Kilometer zurückgelegt wie Takeo, denn selten folgte sie einfach ruhig und linear dem Weg. Der Dokúiki konnte sich mit all dem trotzdem irgendwie ganz gut arrangieren. Ja. Monoka Tomoe war ganz sicher kein Abziehbild von einem Ninja und das gefiel Takeo meistens auch ganz gut.

    Immerhin erhielt Takeo nach und nach ein paar mehr Informationen über die Mission. Die erste bekam er schon kurz nach ihrem Zusammentreffen von Tomoes Mutter. Jedenfalls quasi von Tomoes Mutter, denn dieses war inklusive persönlicher Worte an die Tochter mit der gesamten Wegbeschreibung auf einem Zettel festgehalten: Wajima. Die Grenze zu Kusagakure. Dort sollten sie dem Familienfest der wohlhabenden Takaradas beiwohnen und für die Sicherheit eben dieser Familie sorgen. Wenn Takeo der Wegbeschreibung von Tomoe Glauben schenken konnte, war ihr Ziel auch nicht mehr weit entfernt. Quasi schon um die nächste Ecke. Normalerweise sollte Takeo dies freuen, doch kam auch ein Gedanke in ihm hoch, der ihn schon die ganze Zeit leicht beunruhigte. Denn in der ganzen Zeit die er mit Tomoe verbracht hatte, war es ihm noch nicht möglich gewesen, ein paar Einzelheiten zu planen. Tomoe war vielleicht ein Mensch, der diese Feier einfach auf sich zukommen lassen konnte, aber Takeo konnte das ganz und gar nicht. Es gab wichtige Fragen zu klären: Welche Rollen nahmen sie ein? Wie kommunizierten sie untereinander? Wenn sie das Anwesen erst mal erreicht hatten, würden noch deutlich mehr dazu kommen, und so konnte es nicht schaden, wenigstens ein paar schon vorher aus dem Weg zu schaffen. „Sag mal Tomoe.. Was ist eigentlich dein Plan für die Feier? Wir sollten uns vielleicht schon mal überlegen, als wer wir uns ausgeben. Bestimmt hat sich unser Auftraggeber schon etwas überlegt, aber es gibt sicherlich Rollen, die besser, und solche die schlechter geeignet sind, um einen guten Überblick über das Geschehen zu haben, oder nicht?“ Er vermutete, dass er Tomoes Antwort kannte, aber niemand sollte ihm später vorwerfen, er habe es nicht versucht.
  2. Monoka Tomoe

    Monoka Tomoe Genin

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    Der Weg hier hin war im Grunde genommen stinklangweilig gewesen. Deshalb hatte sie nebenher nach anderen Beschäftigungen gesucht, während sie sich zum Ort ihres Auftrags begaben. Dass dabei selbst der eine oder andere Stein interessanter gewesen war, als ihr Missionspartner sprach entweder gegen ihren Partner oder für diesen Stein… Das war aber auch ein interessantes Teil … mit diesem Moosbewuchs und allem. Aber es gab ja noch Details zu klären; hätte Takeo sie nicht da dran Erinnert, hätte die Blondine das tatsächlich vergessen. ‚Plan? Oh shit, nee ne?‘ Dass sie als Teamleiterin dafür zuständig war, sich Pläne auszudenken, war ihr beinahe unabsichtlich entfallen. „Eben! Unser Boss hat, wie ich diese Schnöseltypen kenne, eh schon alles durchgeplant. Bringt also gar nix, wenn wir uns da vorher Gedanken drum machen, ne?“ Puh, eigene Kopfanstrengung erfolgreich abgewehrt! Wäre sicher besser gewesen, wenn die junge Dame sich ernsthaft etwas zurechtgelegt hätte, denn immerhin war ihr Zielort längst in Sicht. Ein paar hundert Meter noch und dann konnte sie sich wieder von ihrer Schokoladenseite zeigen – so wie damals, bei der Geburtstagsfeier von diesem Typen da… Ach war, auch egal, wie der hieß – auf jeden Fall hatte sie sich da richtig beliebt gemacht! „Du gehst bestimmt in jeder rolle wunderbar auf, die der Kerl sich für dich ausgedacht hat… bei mir wird‘s schon ne Ecke schwerer!“ Antwortete sie schließlich zwinkernd, als sie das protzige Gartentor passierten, das auf das Gelände ihres Klienten führte.

    Tomoe würde diese reichen Stinker nie begreifen… die konnten scheinbar Hellsehen oder so, denn kaum dass die kleine Gruppe den halben Weg vom Gartentor zur Eingangstür der Villa zurückgelegt hatte, schob diese sich schon auf und heraus traten zwei hübsche junge Damen in Maid-Uniform, die zu beiden Seiten der Schneeweißen Tür Stellung bezogen. „Oh Kacke, die hier sind noch schlimmer als die letzte Snobfamilie, bei der ich war.“ Damals waren sie nur von einem Pinguin ohne Humor begrüßt worden, der nach ihrer perfekt förmlichen Begrüßung eine Braue hochzog und es dann dabei hatte bewenden lassen – aber es wurde noch schlimmer: Kaum hatten sie die beiden Mädels ordentlich positioniert, tauchte noch eine Hausangestellte auf. Selbe Uniform, aber mit einer kleinen, weinroten Schürze dazu, deutlich älter … und mit strengerem Blick – die Haushälterin erschien auf der Bildfläche. „Die guckt ja wie meine Mom! Ich hab jetz schon keinen Bock mehr...“ Tomoes Hoffnung, die Alte möge das nicht gehört haben, verflüchtigte sich schlagartig, als diese zu einer Begrüßung ansetzte „In dem Fall werden Sie sich sicherlich schnell wie zuhause fühlen. Sie sind die angemieteten Ninjas, wie ich annehme?“ „Jo, sind wir! Dein Boss erwartet uns bestimmt schon, bringste uns hin?“ Die Angesprochene antwortete mit einem wirklich eisigen Blick auf die Frage der Blondine und wandte sich dann wortlos um, um mit einer einladenden Geste im Inneren des riesengroßen Hauses zu verschwinden. ‚Scheiße, die is echt wie meine Mom!‘
  3. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Takeo seufzte, aber ein Grinsen zierte trotzdem sein Gesicht. Er hatte es nicht anders erwartet, denn so war Tomoe scheinbar nun mal. Er hatte sich glücklicherweise bereits selbst ein paar Gedanken gemacht und wollte Tomoe gerade noch in eine kleine Eigenart seinerseits einweihen als sie das Anwesen der Familie bereits erreicht hatten, was dazu führte das Takeos Pläne sich änderten. Selten hatte er ein derart pompöses Gebäude gesehen und sogar ein „Empfangskomitee“ begrüßte die beiden an der Eingangstür. Tomoe zögerte nicht lang und kommentierte ihre Begegnung ein wenig zu laut, sodass die Haushälterin sie mit einer schnippischen Bemerkung herein bat. Das hier scheint ja genau die Art von Gesellschaft zu sein, die sie am liebsten hat. Das könnte spannend werden. Takeo beschränkte sich auf eine höfliche Verbeugung, konnte aber sein Grinsen über Tomoes Verhalten nicht vollständig verbergen.

    Wow.. Mehr dachte er nicht als sich der Eingangsbereich vor ihm öffnete. In seinem Kopf suchte er nach dem Superlativ zu Dekadenz, denn das Wort wurde dem, was er in den folgenden Minuten sah, einfach nicht gerecht. Der erste Raum glich eher einem Museum als einer Eingangshalle. Überall standen aufwendig gestaltete Vasen, Vitrinen mit glitzernden Steinen, uralten Schriftrollen und kunstvoll verzierte Waffen. Die Wände waren vollgehängt mit Gemälden und Wandteppichen, die die Geschichte des Landes in pompösen Farben und detailreichen Stickereien erzählten. Takeo mochte sich nicht auszumalen, welchen Wert allein dieser Raum haben musste. Die Haushälterin schien Takeos Gedanken gelesen zu haben und kommentierte die Umgebung ohne den beiden Shinobi eines Blickes zu würdigen: „Takarada-sama sammelt alle Arten von Kunst. Dies ist bedauerlicherweise nur eine bescheidene Auswahl seiner Sammlung. Im nächsten Jahr soll das Anwesen erweitert werden.“ Takeo schüttelte leicht den Kopf. Eine bescheidene Gesellschaft also. Er schüttelte seine Faszination ab und besann sich auf die Mission zurück. Es konnte ja nicht schaden, früh damit zu beginnen, sich einen Überblick zu verschaffen …, sieben, acht,... Alleine in diesem Raum gab es genug Türen, um ein ganzes Haus damit auszustatten. Die Sache mit dem Überblick würde sich also schwieriger gestalten als erhofft. Während Takeo die Lage sondierte, hatte sich die Haushälterin zu einer großen Doppeltür bewegt und schob diese langsam auf. Takeo konnte nur einen kurzen Blick durch die Tür erhaschen, aber dieser reichte aus, um auch seine zweite Hoffnung zunichte zu machen. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn die Takarada Familie, eine kleine gewesen wäre. Takeo vermutete über ein Dutzend Leute gesehen zu haben und das Gebäude war groß genug um noch einige mehr zu beherbergen.

    „Takarada-sama benötigt noch ein wenig Zeit bevor er euch persönlich begrüßen kann. Sein Vetter dritten Grades ist gerade eingetroffen und nun hat das Buhlen um Takarada-samas Aufmerksamkeit erneut begonnen. Bitte folgt mir.“ Durch eine der vielen Türen ging es einen langen Korridor hinunter, der an beiden Seiten mit Türen flankiert war. Einige waren geöffnet, vor anderen stand Reisegepäck und Takeo musste nur in einige hereinschauen, um seine eben getroffene Vermutung zu bestätigen. Überall versteckten sich Gäste. Große, kleine, dünne, dicke, schmale, breite, kahle, … Die Varianz war so groß, dass sich der Weg in seinem Kopf zeitweise zu einem Spaziergang durch einen exotischen Garten verwandelte. Wenigstens ließen sich die Diener von den Takaradas klar unterscheiden und Takeo wusste noch nicht was er davon halten sollte, dass die Anzahl an Dienern die der Familienangehörigen deutlich überschritt. Am Ende des schier endlosen Korridors wurde Takeo in ein Büro geführt. Wenig überraschend gab es auch hier allerhand zu sehen. Skulpturen, noch mehr Waffen, noch mehr Bilder, aber Takeo hatte ohnehin schon mit der Reizüberflutung zu kämpfen und nahm die Details des Raumes gar nicht mehr richtig war. Den angebotenen Platz nahm Takeo nur zu gerne an und richtete seinen Blick gespannt auf die Tür. Wie würde er wohl aussehen? Die Beantwortung dieser Frage ließ nicht lange auf sich warten:

    Ein voluminöser Mann, um es nett auszudrücken, stapfte in den Raum und ließ sich in einem Sessel nieder, der Takeo gegenüber lag. Sein Gesicht wurde von zwei roten Pausbäckchen eingerahmt und seine Augen waren zwischen den Unmengen an Haut kaum zu erkennen. Er zwirbelte sich den krausen Kinnbart und lächelte freundlich: „Entschuldigt die Verspätung. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie anstrengend es ist, wenn man so reich und beliebt ist wie ich.“ Er prustete vor Lachen. „Ich bin erfreut, dass mir eine so junge Dame geschickt wurde. Du wirst dich wunderbar hier einfügen.“ Erst jetzt merkte Takeo, dass der Mann ihm noch keine Beachtung geschenkt hatte. Nun war einer der seltenen Momente gekommen, wo Takeo sein Grinsen ablegte und sich an die Stirn fasste, denn seine Augen waren auf Tomoe fixiert. Takeo war so beschäftigt damit, die Eindrücke der Villa in sich aufzusaugen, dass er alles um sich herum ganz vergessen hatte. Wie hatte Tomoe das ganze wohl erlebt?
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