Mission: Frankensteins Monster

Dieses Thema im Forum "Feuerreich" wurde erstellt von Tatsumaki Hei, 2. Sep. 2016.

  1. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Tja, und somit begann eine Reise, die erstmal wirklich nicht interessant war. Spärlich waren die Highlights und vielmehr war es eher ein Geschwitze und inneres Gemaule, weil es so warm war. Natürlich gab es niemand zu, aber Hei wusste... wenn selbst er es recht warm fand, besonders durch die stickige Luft, dann würde es den anderen bestimmt auch nicht viel besser gehen. Aber Benjiro und Rai hatten wohl beschlossen, dass sie Rivalen waren... und wollten sich deshalb keine Blöße geben. Und das Mari sich mal beschwerte - öffentlich - würde man wohl nie zu hören bekommen. Aber ein Gutes hatte ihre schweigsame Reise: Sie kamen vorwärts. Je weiter sie in Richtung Norden kamen, desto besser wurde die Luft und der Dunst verzog sich ein wenig. Immerhin das! - und gerade, als Hei merkte, dass Benjiro wohl nicht mehr ganz die Ausdauer halten konnte, sah er in der Ferne die Dächer des ersten Dorfes auf ihrem Weg auftauchen. "Nuruma heißt diese kleine Dörfchen wohl", behauptete Hei und faltete vor seinem inneren Auge die Karte des Feuerreiches auf. Die innere Uhr dagegen gehalten und... es kam dabei heraus, dass sie schon eine ganze Weile unterwegs gewesen waren. Einige Stunden sogar. Also: höchste Zeit für eine Pause. "Wir haben jetzt vielleicht ein Viertel der Strecke geschafft", ergänzte der Schwarzhaarige, während die ungleiche Truppe in das Dörfchen hineinging. Die Häuser klassisch gehalten, die Straßen in einigermaßen gutem Zustand... keine Frage, der Durchgangsverkehr nach Shiro und in die andere Richtung war gut zu dem Dorf. Sie hatten es geschafft, sich mit Hotels, Restaurants, Spielhallen und vermutlich dem ein oder anderen Freudenhaus eine sichere und angenehme Lebensweise zu erarbeiten. Das schaffte nicht jeder so, insofern hatte Hei Respekt davor. Immerhin waren die Dörfer immer davon bedroht, auszusterben. Hier aber war alles ein wenig kleiner, aber lebendig. Und das war gut. "Also, Benjiro, wir müssen mal sehen, dass du dir neue Klamotten zulegst... und ich schlage vor, wir essen etwas, um uns ein wenig zu stärken." Ah, Essen, ein gutes Thema. Hei, früher für jedes kleine bisschen Essen dankbar, war heutzutage zum Glück nicht mehr ganz so schlecht dran. Auch, weil Mari penibel darauf achtete, dass er nicht zu wenig as. "Immerhin müssen wir am Abend noch ein paar Kilometer hinter uns bringen", fuhr er fort und betrat eines der Restaurants, die so aussahen, als würden sie gute Portionen für annehmbares Geld ausgeben. "Rai, kannst du schonmal die Bestellungen für uns aufgeben? Ich hätte gerne... irgendwas mit Rindfleisch und Nudeln", bat er den Heranwachsenden, weil er jetzt in einer Ecke saß und da kaum mehr rauskam. In dem kleinen Lokal war es - wie draußen - warm, aber immerhin nicht allzu stickig. "Benjiro... Ninja-Lektion Nummer Eins, Informationen sammeln: Kannst du dich mal umhören, wo man hier Kleidung kaufen kann? Wenn du was Gutes rausfindest, geht dein Essen auf mich." Der Tatsumaki blickte sich kurz um und sah dann ein paar junge Erwachsene an einem Tisch sitzen, die sich angeregt unterhielten. Sie wirkten frisch und nicht besonders weit gereist, insofern lag der Gedanke nah, dass die was zu sagen hatten. "Vielleicht bei denen? Die sehen so aus, als würden sie sich hier auskennen.", meinte der Suna-nin und strich sich durch die schwarzen Haare, warf einen Blick zu Mari. Ihm fiel nichts ein, was die Hyuuga noch tun konnte, insofern durfte sie, einer Dame angemessen, sitzen bleiben. Der Neunzehnjährige grinste seine Freundin leicht müde an und schmunzelte. "Du bist die körperlich vermutlich fitteste dieser Truppe. Insofern musst du dich uns leider anpassen... vielleicht trage ich die Gruppe nachher noch eine Weile auf der Wolke. Benjiro scheint ja nicht der ausdauernste zu sein", mutmaßte er und beobachtete, wie sich der Miki der Gruppe junger Männer näherte.
  2. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Die Leitung der Mission übernehmen? Na, wenn das so einfach gewesen wäre. Die Verwaltung hatte den Tatsumaki dazu auserkoren und dagegen wollte die Kunoichi sich auch nicht wehren - ganz davon ab, dass man Hei um seine Aufgabe wohl kaum beneiden konnte. Benjiro war eine Klasse für sich und sicherlich schwer zu bändigen. Rai war vielleicht ruhiger, aber nicht sonderlich erfahren. Wenn man bedachte, dass sie sich hier auf einer B-Rang Mission befanden, waren das nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um als gesamtes Team erfolgreich zu sein. Und dann auch noch die Verantwortung für die ganze Sache haben? Nein, freiwillig tat man sich das wohl eher weniger an, weshalb der Suna-Nin seine Position als Teamleiter ruhig behalten konnte. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen lehnte die Hyuuga also dankend ab, wenngleich Hei wusste, dass sie ihn auch als normales Teammitglied so gut es geht unterstützen würde.

    Stunde um Stunde verging, nachdem die Genin allesamt Jôsei hinter sich gelassen hatten. Mari hätte deutlich schneller unterwegs sein können, passte sich jedoch der Geschwindigkeit der Gruppe an - das war sie mittlerweile gewohnt. Als Taijutsuka war sie körperlich dann eben doch meist fitter als Ninja mit anderer Spezialisierung. Die schwüle Wärme drückte, die Stimmung schien nicht allzu gut zu sein, doch wörtlich beschwerte sich kein Teammitglied. Dennoch: Es war ein Segen, als das erste Dorf in Sicht kam, in dem das Grüppchen eine Pause einlegen konnte. Nuruma hieß es? Mari beschlich das Gefühl, diesen Namen schon einmal gehört zu haben, doch in welchem Zusammenhang wollte ihr nicht einfallen. Na, egal, jedenfalls konnte das Dorf kein vollkommen unbeschriebenes Blatt sein, wenn sie den Namen irgendwoher kannte. Auf den Vorschlag hin, dass sie eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen könnten, nickte die Hyuuga - hörte sich nach einem anständigen Plan an. Gesagt, getan: Ein paar Minuten später fanden sie sich in einem kleinen aber feinen Restaurant wieder, das ein großes Sortiment an Gerichten anbot, um für jede Person auf der Durchreise auch die richtige Mahlzeit anzubieten. „Irgendetwas mit Huhn und Reis für mich“, sprach sie in Richtung Rai, nachdem Hei ihm die glorreiche Aufgabe zuteil werden lies, die Bestellungen aufzugeben. Nachdem auch Benjiro gesagt hatte, was er essen wollte, sah die Braunhaarige dem Takeshi noch kurz auf seinem Weg hinterher, bevor ihre Aufmerksamkeit auf den Miki gelenkt wurde. Auch er bekam eine Aufgabe: Informationen zu neuer Kleidung einholen. Und Mari? Die sollte einfach nur herumsitzen und warten. Sie sah auch Benjiro hinterher, als dieser in die Richtung der Gruppe junger Männer verschwand, bevor sich die weißen Augen auf den Tatsumaki richteten. Das Kinn auf der Handfläche abgestützt, zuckte die 18-Jährige mit den Schultern. „Alles in Ordnung, ans Anpassen hab ich mich mittlerweile gewöhnt.“ Sie grinste ein wenig, wurde dann aber wieder ernster. „Dass ein Ninjutsuka nicht mit mir mithalten kann, ist verständlich. Aber Benjiro verwundert mich ein wenig. Ich meine, laut seiner Aussage scheint er ein Taijutsuka zu sein, aber dafür sind seine körperlichen Fähigkeiten auf den ersten Blick deutlich geringer ausgeprägt als beim Durchschnitt. Klar, kräftig ist er, aber so wird er als Taijutsuka nicht weit kommen.“ Mit einem Seitenblick sah sie in Richtung des Miki, der ein paar Meter entfernt bei den Männern stand. „Ich befürchte, dass er noch nicht so ganz verstanden hat, worauf es beim Taijutsu ankommt. Und ich befürchte genauso, dass ihm das erst klar werden wird, wenn er in einen ernsthaften Kampf verwickelt wird. Aber dann ist es eigentlich schon zu spät.“ So richtig gefiel der Hyuuga das nicht, immerhin war Benjiro ein Teammitglied. Sie wollte trotz allem nicht, dass ihm etwas passierte. „Naja, man kann wohl nur abwarten und hoffen, dass er mit einem blauen Auge davonkommen wird, wenn es soweit ist.“
  3. Miki Benjiro

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    Irgendwie war die Reise zu seiner letzten Mission weniger anstrengend gewesen, was sehr wahrscheinlich daran lag, dass sein Team mittels Kutschen zum Zielort gefahren wurde. Das war diesmal nicht der Fall und aufgrund des bescheuerten Wetters, hechelte Benjiro lauter als ein Hund. Meine Güte, ich fühl mich als wär ich drei Mal überfahren, aber nur zwei Mal wiederbelebt worden. Anstrengung war er von seinen Trainings gewöhnt, sonst hätte er wahrscheinlich nie ein solches Mass an Kraft erlangt, aber diese Anstrengung war anders. Benjiros Kraft und Schlagtraining war darauf ausgelegt, schnelllebig zu sein. Somit konnte er über einen kurzen Zeitraum hinweg zerstörerischer sein, als die meisten seiner Altersgenossen – und trotzdem wusste nicht mal er selbst, wie stark er denn wirklich war. Diese Anstrengung aber, war etwas komplett anderes, sie dauerte nun schon mehrere Stunden an und auch an ihrer Intensität änderte sich nichts. Der riesige Rucksack des an ein Tier erinnernden Jungen war dabei keine Hilfe, aber auf Ich hab es dir gesagt – Blicke, konnte der stolze Junge verzichten. Also versuchte er seine Erschöpfung so gut wie möglich zu verstecken, auch wenn das unmöglich war.

    Normalerweise hätte er die Zeit, in der Hei und Mari sich etwas zurückfallen liessen, genutzt um sich ein wenig mit Rai auszutauschen. Schliesslich bewegten sich der Takeshi und der Miki erfahrungsmässig auf dem ca. selben Level, während die Sache bei der Hyuuga und dem Wüstenprinzen wohl genau so aussah. Wenn es darum ging was andere konnten, war Benji schon immer neugierig gewesen, aber momentan brauchte der Junge all seine Konzentration, um nicht jeden Moment umzukippen. Gerade als der stolze Junge wirklich umzukippen drohte, entdeckte Hei die Dächer eines kleinen Dorfes. Nuruma also. Der Miki hatte nie davon gehört und wenn er ehrlich war, interessierte es ihn auch nicht, er wollte einfach nur eine Pause einlegen. Zum Glück sah der Missionsleiter die Sache mit der Pause genauso. Die ungleiche Truppe wanderte also durch die Gassen des Dorfes und machte bei einem netten Restaurant halt, das so aussah, als würde man auch was für sein Geld bekommen. Benjiro, der aufgrund seines grossen Rucksackes beinahe nicht durch die Eingangstür gepasst hätte, wollte sich gerade hinsetzten, als ihm Hei’s Auftrag einfiel, den der Sunanin ihm vor Betreten des Restaurants erteilt hatte. Benji sollte also neue Klamotten besorgen, gleichzeitig aber die jungen Männer am gegenüberliegenden Tisch als Informationsquelle nutzen?
    Na nichts leichter als das. Hastig bestellte der Miki gleich drei riesige Portionen bei Rai, machte sich auf in Richtung der Jungs und vergass vor lauter Tatendrang sogar, seinen Rucksack abzustellen. Am Zielort angekommen legte er los, wär doch gelacht, wenn ein Ninja mit seinen Fähigkeiten nicht an ein paar einfache Informationen herankommen würde. Hey Leute, könnt ihr mir sagen wo i… Ein lautes Gelächter ertönte und es war genau die Art Gelächter, bei der Eltern ihren Kinder klarmachen wollten: „Du wirst nicht geärgert, die Leute lachen dich nicht aus, sie lachen mit dir.“ Der dreiste Junge zur Linken des Mikis konnte sich offenbar nicht zurückhalten. Was bist du denn für ein komischer Gartenzwerg? Erneut lachten die drei. Dann kam ein Spruch von rechts. Und dieser Gestank, schlimmer als eine öffentliche Toilette! Benjiro wusste nicht, wie ihm geschah. Eine unglaubliche Wut kochte in ihm hoch und veranlasste ihn dazu seine rechte Faust zu ballen. Sein Gesicht veränderte sich und wurde todernst. Wahrscheinlich lag es an der Erschöpfung, dass Benjiro nicht auf die Beleidigungen einging. Knurrend wehrte er sich. Ich würde mit meiner Frage gerne fortfahren, bevor meine Laune noch schlechter wird… Kurz hielt er inne, um einmal tief Luft zu holen. Ihr wollt nicht, dass das passiert.
    War der kleine Sunanin nicht diplomatisch? Extra für Mari, Hei & Rai hatte der Miki davon abgesehen, die drei Jungs mit dem Tisch an welchem sie sassen, zu verprügeln. Die beiden schmächtigeren Jungs schienen von der wuterfüllten Aura des Mikis eingeschüchtert zu sein, doch der dritte und etwas breitere Junge, sah Benjis Worte eher als Kampfansage. Benjiro schloss kurz seine Augen und obwohl der Augenblick nur sehr kurz war, schossen dem Miki unzählige Gedanken durch den Kopf. Sieht ganz so aus als würde ich gleich nach Hause geschickt werden. Wenn ich den Kerl auch nur anfasse, wird Hei mir das niemals durchgehen lassen. Aber was soll ich denn machen? Dieses eine Mal ist es wirklich nicht meine Schuld. Ich habe nichts falsch gemacht. Moment mal? Wenn ich jetzt ausraste, werde ich ganz sicher rausgeschmissen aus dem Restaurant, dann kann ich mein leckeres Essen vergessen, das ich bestellt hab! Nein, das Essen hab ich mir verdient! Wahrscheinlich mehr als jeder andere hier in diesem Lokal! Benji öffnete seine Augen und ein breites Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. Es wird Zeit für einen meiner Streiche!

    Sichtlich verwirrt von dem plötzlichen Gemütswechsel des Mikis, vergass der breitere Kerl sogar für einen Moment, dass er sich wenige Sekunden zuvor beinahe mit Benji geprügelt hätte – genau diesen Moment nutze Benji aus. Vorschlag: Wenn wir uns prügeln, schmeissen die uns hier raus. Die Stimme des Mikis klang recht fröhlich, kein Wunder, er hatte so gut wie gewonnen. Vielleicht hab ich etwas überreagiert. Ich lasse euch jetzt in Ruhe und verzeiht mir bitte dass ich euch gestört habe. Auf dem Gesicht des breiteren Schlägers bildete sich ein freches Grinsen. Nachvollziehbar, er dachte ja auch, dass er gewonnen hatte. Na, wenn du dich schon entschuldigst, will ich mal nicht so sein und lasse dich davonkommen. Aber leg dich besser nicht noch mal mit uns an. Nachdem das also geklärt war, drehte sich der Miki um und schritt Richtung Tür davon. Es hatte ihn eine gehörige Portion an Selbstbeherrschung gekostet, den Kerl nicht in der Luft zu zerfetzen. Kurz zwinkerte er Hei und Mari im Vorbeigehen zu, um zu symbolisieren, dass alles in Ordnung war und verliess das Restaurant. Draussen angekommen rieb er frech lächelnd seine Handflächen aneinander.
    Na, denen werd ichs zeigen. Passt auf Mari, Hei und Rai… Von mir könnt ihr noch was lernen. Natürlich hätte der Wüstenbewohner jetzt einfach jemanden anders um die begehrte Info bitten können, Leute liefen in dem schönen Dörfchen schliesslich genug herum, aber er wollte unbedingt beweisen, dass er die Info auch von den drei Idioten einholen konnte.

    Nun musste alles schnell gehen. Benjiro stellte seinen Rucksack in der Seitengasse neben dem Restaurant ab und machte sich bereit. Es ist Zeit für meine Problemlösetechnik: das sexy Jutsu! Nachdem der Streichemeister das nötige Fingerzeichen geformt hatte, verpuffte er in einer Rauchwolke und hervor trat eine ziemlich hübsche und junge Frau. Benjiro kannte sich mit Frauen nicht so gut aus, deswegen benutzte er eine ganz bestimmte Person, als Vorlage – hoffentlich würde sie es ihm nicht übel nehmen. Auf seiner letzten Mission hatte er eine sympathische Kunoichi namens Sakaida Mai kennengelernt. Sie war ziemlich hübsch und laut Opa Mikis Schmuddelheftchen, fanden Jungs so was toll. Natürlich kannte Benji Mais genaue Körpermasse nicht, woher sollte er auch? Diese Unwissenheit gepaart mit seinem natürlichen Drang zu übertreiben, veranlasste den Wüstenbewohner dazu, in Sachen Vorbau lieber ein paar Körbchen Grössen mehr als ein paar zu wenig, draufzupacken. Sein Comic-Löwen Kampfanzug war einem kurzen Minirock mit demselben Muster und einer Bluse, in die der grosse Vorbau gerade so hineinpasste, gewichen. Um auch ganz sicherzugehen, dass niemand erkannte, dass er Mai als Vorlage benutzt hatte, trug die weibliche Benji zwar exakt die Frisur, der Sakaida, von damals, aber nicht in blau, sondern in Benjis natürlicher Haarfarbe: braun.
    Kurz roch der Miki unter seinen Achseln. Der eine Junge hatte recht gehabt, irgendwie roch er schon etwas streng, so würden die ihn doch gleich wiedererkennen, das ging natürlich nicht. Kurzerhand wanderte Benji zum nächstgelegenen Brunnen und verpasste sich – unter den Blicken von zahlreichen Dorfbewohnern – eine Katzenwäsche.

    Er war so weit, es konnte losgehen. Mit einem etwas wackeligen und alles andere als erotischen Gang, betrat Benji das Lokal erneut und zog sofort die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Kurz grinste er in die Runde und ging zielgerichtet auf die drei Jungs zu. Elegant beugte sich die weibliche Benji hinunter und stütze sich mit den Ellbogen auf dem Tisch der drei Rüpel ab, sodass man recht gut in die Bluse hineinsehen konnte und fragte dann mit einer unschuldigen und verführerischen Stimme zugleich. Guten Tag, Ich habe gerade einen etwas längeren Marsch hinter mir und komme von etwas weiter weg. Es ist hier schon ein ganzes Stückchen kühler hier bei euch in Nuruma. Gekonnt strich sich Benji eine Haarsträhne aus dem Gesicht und fuhr fort. Könntet ihr mir einen Laden empfehlen, in dem ich an etwas… passendere Kleidung komme? Den drei Jungs hing die Kinnlade herunter und ihre Gesichter waren dermassen rot, dass eine Tomate wahrscheinlich neidisch geworden wäre. Äh…ähmm… a…also… wenn du… die Strasse hinuntergehst… d..dann… Kurz hielt der breitere Junge inne und wischte sich den Schweiss von der Stirn, ehe er weitermachte. d…dann musst du dich einfach nur rechts halten… dort findest du die beste Ware für angemessene Preise. Na also, ging doch.
    Mit einem Augenzwinkern, das den breiten Kerl beinahe vom Stuhl jagte und den Worten Vielen Dank euch. Verabschiedete sich die weibliche Miki und machte sich mit demselben hüftlastigen und giraffenartigen Gang, den man schon beim Hereingehen zu sehen bekommen hatte, von dannen. Hatte alles echt super geklappt und nachdem der Wüstenbewohner sich in einem unbeobachteten Moment zurück verwandelt hatte, marschierte er in die Seitengasse zurück, nahm sich seinen Rucksack und ging zu seinem Team zurück, mit einem Grinsen, das grösser nicht hätte sein können. Ich weiss, wo wir hinmüssen.
    Meteki Pakura gefällt das.
  4. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Was sollte denn das heißen, hä? Hei runzelte leicht die Stirn und grinste zurück, als Mari behauptete, sie hätte sich bereits ans 'Anpassen gewöhnt'. Soweit er wusste, hatte seine Ausdauer zumindest in einem Bereich nie zu wünschen übrig gelassen. Der Rest... war dann schon gleich nicht mehr ganz so wichtig - fand zumindest Hei, der sich ein wenig zurücklehnte und ein wenig gedankenverloren in Richtung des Mikis schielte. Rai hatte sich mittlerweile in die Schlange eingereiht und kam nur schleppend voran, weshalb die beiden erfahrenen Genin zumindest noch ein, zwei Minuten Zeit haben sollten, um sich zu unterhalten. Für ihn war das wichtig... denn obgleich Mari sein gewitzeltes Angebot beflissen abgelehnt hatte, die Führung zu übernehmen, hatte sie doch mehr Erfahrung als er als Teamleiter. Gut, man konnte diskutieren, ob Hei selbst oder im Verbund mit Shika wirklich 'schwierig' zu führen gewesen waren, aber trotzdem! "Es ist schon ein witziges Gefühl, wenn selbst ich ihn in dieser Hinsicht schlage", meinte der junge Mann also amüsiert und versuchte, den Blick der weißäugigen Hyuuga auf sich zu ziehen. "Aber... ich kann es ihm ja nicht einmal so wirklich verdenken. Ich habe ja in dem Alter den gleichen 'Fehler' gemacht." Kurz schwieg er, dachte einen Moment nach. "Wenngleich ich mich ja darauf zurückziehen konnte, Ninjutsuka zu sein, ist mein körperliches Training vielleicht ein wenig zu kurz gekommen", gab er zu und beobachtete, wie Benjiro von den Typen ausgelacht und nahezu verscheucht wurde. Sollte es das schon gewesen sein? Nein, der stinkende Comiclöwe schien einen Plan zu haben und verzog sich aus dem Restaurant. "Was der wohl vorhat", murmelte er nachdenklich, zuckte dann mit den Schultern und lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf Mari. "Dafür sind wir ja da. Ich glaube nicht, dass es hier auf der Mission zu einem wirklich gefährlichen Kampf kommen wird. Wenngleich die Einordnung als B-Rang-Mission seltsam ist, habe ich nicht das Gefühl, das wir arg unter Strom geraten werden. Scheint mir fast eher ein diplomatischer Auftrag zu sein", fuhr er fort, runzelte dann die Stirn, als eine... Frau durch die Tür reinkam. Als Erstes fiel einem auf, dass sie riesige Brüste hatte. Da konnte man es ja mit der Angst zu tun bekommen... Hei kam der Anblick der jungen Frau bekannt vor, wenngleich er sich nicht mehr richtig erinnerte, woher. Der Gestank allerdings war unverkennbar und so rümpfte er leicht die Nase... wenngleich Benjiro sich zumindest notdürftig gesäubert haben musste. Es war nämlich beinahe aushaltbar. "Naja, zumindest hat er sich offenbar bei irgendeiner Frau viel Zeit mit Beobachten genommen", behauptete Hei verwundert und sah zu Mari. "Mir kommt es so vor, als hätte ich das Gesicht schon einmal gesehen. Kennst du sie?", fragte er nach und kratzte sich am Kopf. Ehrlich gesagt wollte er auch nicht zu sehr starren - Mari könnte es falsch interpretieren, und das wollte er ja nicht.

    Es dauerte im Anschluss nicht lange, da fand sich die Gruppe wieder zusammen. Benjiro war zurückverwandelt zurück, Rai hatte das Essen besorgt, und Hei und Mari hatten ihre Beine ein wenig entspannen können. Super Arbeitsteilung, oder? "Guter Ansatz mit Abzügen in der B-Note", meinte Hei zu dem jungen Miki, als sie wieder am Tisch saßen und die Essen verteilten. "Aber du musst noch ein paar Dinge über Frauen lernen, glaube ich, bevor du das im Ernstfall einsetzt. Erstens... riechen sie in der Regel..." Kurz überlegte er, wie er das jetzt ausdrücken konnte, ohne dass er Benjiro beleidigte. "... anders. Blumiger. Frauen mögen Blumenduft", behauptete er also und warf einen kurzen Blick zu Mari, die, soweit wusste er das, jetzt nicht speziell auf Blumenduft abfuhr. Aber für den Miki war es wahrscheinlich gut, Schubladen zu schaffen. Das würde er sich merken können. Fakten schaffen, in Schubladen einordnen, fertig. Hatte bei Chinatsu auch geklappt... "Na, und die Körperform solltest du nochmal studieren. Das wäre wahrscheinlich jedem außer diesen drei Pubertierenden aufgefallen", kritisierte er weiterhin professionell und grinste dann. "Außerdem: Wer sagt dir, dass sie dir nicht gerade vorgeschlagen haben, einen Shop für Frauenkleidung zu besuchen? Du wirktest recht weiblich", ergänzte er schmunzelnd und nickte dann. "Aber gut, dann wissen wir jetzt, wo wir hiernach gehen. Mit ein wenig Glück können wir dir da was Vernünftiges besorgen... übrigens", fuhr er fort und sah zu Mari und Rai. "Habt ihr was für die kalten Temperaturen im Norden dabei?", fragte er lieber noch einmal nach. Immerhin wollte er später nicht die Heizung für vier Personen spielen. Für Mari hätte er es natürlich gerne gemacht. Er grinste leicht ob des Gedankens und fing an zu essen, während die Anderen ja schon angefangen hatten. Das Essen war nichts besonderes, aber es war nicht schlecht und nahrhaft genug, um ihn noch über den Rest des Tages zu retten. Hoffentlich mussten sie nicht im Freien übernachten, wenngleich Benjiro vermutlich begeistert an einem Lager gebaut hätte. "Wie sieht es mit euch aus?", fragte er also seine Kollegen und klammerte Mari ein wenig aus, denn er wusste: Wenn auch nur einer von den drei männlichen Mitglieder noch konnte, würde sie noch doppelt so lange durchhalten. "Wir müssen noch in etwa die gleiche Strecke schaffen. Benjiro, wenn du es kannst, würde ich an deiner Stelle den Rucksack versiegeln", schlug er vor und sah zu Rai, der ein wenig still gewesen war bisher. "Falls wir noch ein wenig Strecke schaffen müssen, kann ich uns auch noch eine Weile fliegen", erklärte er dann und kratzte sich am Kopf. "Allerdings möchte ich ungern mein Chakra verpulvern, bevor wir überhaupt beim Auftraggeber angekommen sind..."
  5. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Endlich ging es los, endlich begann die Mission. Naja, zumindest die Reise zum Auftraggeber, aber immerhin konnte während so einer Reise schon einiges passieren! Voller Vorfreude startete Rai durch und ließ Hei und Mari hinter sich, mehr oder weniger. Die beiden fielen von selbst zurück, während Benji mit dem Takeshi mithielt. Die beiden tauschten aber kein Wort aus, denn schon nach kurzer Zeit zeigten sich die ersten Zeichen von Erschöpfung, in Form von Schweißtropfen. Nach etwa einem halben Tagesmarsch entdeckte die Gruppe das Dorf Nuruma. Genau richtig, denn Rai und vermutlich auch Benji, welcher nicht gerade fit aussah, waren viel zu erschöpft gewesen, um die Reise bis zum Abend fortzusetzen. Zumindest eine Stunde an Pause musste schon drin sein. So trotteten sie die Gassen des Dorfes ab und fanden schlussendlich ein kleines, nettes Restaurant. Ehrlich gesagt hatte Rai einen Mordshunger bekommen. Als sie das Restaurant betraten, erteilte der Missionsleiter ihnen schon wichtige Aufgaben. Benji sollte Informationen beschaffen, wo er seinen Pyjama loswerden konnte und endlich neue Klamotten kaufen konnte. Aber dem Takeshi wurde eine viel wichtigere Aufgabe zuteil: Er sollte das Essen der ganzen Gruppe besorgen. Just in diesem Moment fing sein Magen wieder zu knurren an, also er hatte definitiv nichts dagegen. So nahm er die Bestellungen seiner Teamkollegen auf und stellte sich in die Reihe zum Tresen. Rindfleisch mit Nudeln, irgendetwas mit Huhn und Reis. Für Benji würde Rai einfach die Tagesempfehlung bestellen und Rai selbst, der würde sich nicht mit einer Portion zufriedengeben. Als er dann endlich an die Reihe kam, mittlerweile waren sicher fünf Minuten vergangen, gab er seine Bestellungen auf: „Einmal die Tagesempfehlung, einmal eine Portion Rindfleisch mit Nudeln und einer Peffersoße, einmal Geflügeltes mit Reis und gegrilltem Gemüse, einmal einen Grillteller und einmal Putenschnitzel mit Reis und Ihrer Spezialsoße.“ Jap, die letzten zwei Gerichte waren für Rai. Ein hungriger Rai, war ein schlechter Rai. „Bringen Sie uns das bitte an den Tisch da hinten.“, sagte Rai dem Kellner am Tresen und deutete mit währenddessen mit dem Zeigefinger in Richtung Hei und Mari. Der Kellner nickte und ging nach hinten in die Küche. Nachdem dies nun alles erledigt war, machte sich Rai wieder auf den Weg zurück zu den anderen Ninja. Auf dem Rückweg, sah er wie eine großbrüstige Frau durch die Tür eintrat und in die Richtung drei junger Männer schritt. Ein wenig torkelte sie, wirkte eher zu aufgeblasen. Konnte das Benjiro sein? Schließlich war dieser ja gerade an dem Tisch bei den drei Jungs gewesen, oder nicht? Außerdem roch die Gute nicht gerade angenehm. Das war definitiv Benji! Ein wenig musste Rai schmunzeln, so sah doch keine normale Frau aus. In der Zwischenzeit war er wieder bei zwei seiner drei Partner angekommen. „Das Essen kommt gleich.“, teilte er ihnen mit. Dann verschwand die Frau wieder aus dem Restaurant und nach kurzer Zeit trat Benji wieder herein. Just in diesem Moment kam der Kellner mit dem Essen zum Tisch. „So, bedient euch!“, sagte Rai noch in die Runde und machte sich über seinen Grillteller her. Als er mit seinem Grillteller fertig war, wurde er etwas gefragt. Auf die Frage, ob er etwas Warmes zum Anziehen hatte, nickte er nur. Auf die Frage, ob er noch weiter konnte, antwortete er: „Naja, ich brauche schon noch ne kleine Pause, aber dann halte ich wahrscheinlich schon den Rest des Weges durch.“ Würde halt aufs Wetter drauf ankommen. Sollte es weiterhin so heiß bleiben, schaffte er die vorgenommene Strecke zu 97% nicht mehr. Hoffen wir also das Wetter würde sich ändern.
  6. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Tjaja, Hei hatte also früher den gleichen Fehler wie Benjiro gemacht? Dem stimmte Mari nur so halb zu, immerhin war der Tatsumaki ein Ninjutsuka – was nicht hieß, dass man seinen Körper deshalb vollkommen vernachlässigen durfte, aber eher noch als ein Taijutsuka, der eben nur jenen Körper hatte, um sich zu verteidigen oder anzugreifen. Aber ganz ehrlich? Mari war nicht in der Stimmung, irgendwelchen jüngeren Ninja eine Predigt darüber zu halten, wie sie ihr Training zu gestalten hatten und welche Aspekte nicht zu vernachlässigen waren. Eigentlich war es der Hyuuga sogar recht egal, was der Miki mit seiner Zeit anfing und ob seine Ausdauer zu wünschen übrig ließ – entweder er lernte irgendwann selbst, worauf es beim Taijutsu ankam oder nicht. Mari war vielleicht schon einige Jahre als Ninja tätig, aber ein Bedürfnis, sich irgendwelcher fast vollkommen fremden Neulinge anzunehmen und ihnen als eine Art Sensei Anweisungen zu geben – nee, darauf konnte sie verzichten, auch weil es ihr ein wenig zu abgehoben vorkam. Ganz davon ab, dass Mari überzeugt davon war, dass der stinkenden Benjiro sich ohnehin keine Tipps und Tricks hätte geben lassen wollen – zumindest nicht, solange man sie nicht für ihn in schöne Worte verpackte. Den Aufwand würde die Hyuuga sich aber nicht machen. Die weißen Augen huschten nur kurz zu der Frau mit den riesigen Brüsten, die in das Restaurant gestolpert kam, dann wandte sich die Aufmerksamkeit der Braunhaarigen wieder ab. Neben dem Gestank verrieten die merkwürdigen Maße der Frau, dass Benjiro – oder ein Ninja, der genauso stank – dahinter stecken musste. Auf die Frage von Hei hin zuckte Mari nur kurz mit den Schultern. „Ich glaub nicht.“ Hätte die Hyuuga genauer hingesehen, wäre ihr vielleicht doch die Ähnlichkeit zu einer Kunoichi aufgefallen, mit der sie in der Vergangenheit eine Mission erledigt hatte. Aber das letzte Treffen mit Sakaida Mai war Jahre her und hatte insgesamt auch nicht solch einen Eindruck hinterlassen, dass sich Mari jederzeit an sie erinnerte.

    Nachdem die Gruppe wieder zusammengekommen war, machte sich Hei große Mühe damit, alle Dinge gegenüber Benjiro so auszudrücken, dass er es verstand und sich gleichzeitig nicht angegriffen fühlte. Mari seufzte innerlich, sprach jedoch kein Wort aus, während sie konzentriert begann, ihr Essen zu essen. Erst als sie wieder direkt angesprochen wurde – von Hei – hob sich der Blick der weißen Augen noch einmal an und ein kurzes, alles aussagendes Nicken folgte. „Natürlich.“ Mehr Worte fielen nicht – als würde Mari solch einen Anfängerfehler begehen, nicht die entsprechende Kleidung für eine Mission im Norden mitzubringen. Aus dem Stadium war sie schon lange raus. Bei der darauffolgenden Frage spürte die Hyuuga sofort, dass sie dezent ausgeklammert wurde – an der Ausdauer musste man bei ihr nicht zweifeln. Entsprechend hüllte sich die 18-Jährige weiter in ihrem Schweigen und ließ die restliche Gruppe munter miteinander kommunizieren. Die junge Frau war noch nie eine Gesprächskanone gewesen, im Moment hatte sie allerdings besonders wenig Lust, ihre Stimme mehr als wirklich nötig erklingen zu lassen. Nur den Vorschlag mit der Sandwolke, den konnte Mari dann doch nicht vollkommen unkommentiert lassen. Sie sah mit einem eindeutigen Seitenblick zu dem Teamleiter. „Ich wäre dafür, die Strecke zu nutzen, um ein bisschen zu trainieren und ausdauernder zu werden, anstatt dein Chakra zu verschwenden, indem du vier Leute auf einmal auf deiner Sandwolke tragen willst. Ein Ninja kann sich ruhig mal ein bisschen anstrengen und an seine Grenzen gehen, um stärker zu werden. Von Nichts kommt Nichts. Und ich gehe davon aus, dass ein bisschen mehr Ausdauer auch für zukünftige Aufträge nicht schaden würde.“ Klar, man konnte das jetzt so sehen, dass sie mitten auf einer Mission waren und eine Mission nicht für das Training herhalten sollte. Aber ehrlich? Mari fand, dass man diese beiden Dinge gut miteinander verbinden konnte. Vor allem die Reise, die sonst eher wenig Sinn hatte und durchaus langweilig sein konnte, erhielt dadurch eine Bedeutung. Vielleicht hatte Hei seine Sandwolke jederzeit parat, aber mindestens Benjiro und Rai mussten lernen, eine solch lange Strecke auch ohne Hilfe von einer dritten Person zu bewältigen.
  7. Miki Benjiro

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    Während Mari und Rai sich aufs Essen konzentrierten, gab sich Hei sichtlich Mühe Benjiros Leistung so nett wie möglich zu kritisieren. Normalerweise wäre dem an ein Tier erinnernden Jungen die Taktik des Tatsumakis nie aufgefallen, doch Benjiro hatte in seiner Kindheit eine gewisse Empathie zu Tieren (später auch Menschen) und deren Verhalten aufgebaut, so fiel selbst ihm auf, dass Hei gerade einen zu viel draufsetzte. Dass man ihn für nicht gerade klug hielt, hatte der Miki schon oft erlebt. Aber er reiste hier mit drei anderen Ninjas und obwohl er Rai, Mari und Hei noch nicht lange kannte, legte er ein gewisses, nötiges Mass an Vertrauen in sie. Anders konnte man nämlich nicht zusammenarbeiten. Im Gegenzug erwartete er aber auch ein gewisses Mass an Vertrauen ihm gegenüber, welches momentan so gut wie gar nicht vorhanden war. Sich diese Tatsache einzugestehen passte dem Miki gar nicht und obwohl es ihm schwer fiel nicht wütend zu werden, beherrschte sich der kleine Junge und ass brav seinen Teller auf. Wenn die anderen Drei nicht an ihn glaubten, musste er eben beweisen, dass die Dorfverwaltung ihn nicht ohne Grund in die Gruppe eingeteilt hatte. Wie so oft, sah Benji den Fehler bei den Anderen. Ein paar Stunden zuvor war er beinahe auf Hei losgegangen – wegen einer ehrlichen Bemerkung, mit der er Recht hatte – und nun wunderte er sich, dass der Sandbändiger jedes seiner Worte in Watte packte, bevor er es Benji mitteilte. Ironisch, nicht?

    Da Benji nicht nachtragend war und ihn Heis Kritik trotzdem auf eine Art und Weise interessierte, entschied er sich weiterhin zuzuhören. Also war das doch ein zu Grosser Busen … kurz wanderte Benjis Blick zu Mari herüber. Hmm… wenn ich doch nur eine bessere Sicht hätte… nur so zum Vergleich obwohl jeder der Benjiro auch nur ansatzweise kannte, bestätigen konnte, dass der Junge weder ein Perversling-, noch am weiblichen Geschlecht im Allgemeinen interessiert war, sah er in diesem Moment wie ein ganz normaler Junge aus, der seiner etwas älteren Teamkameradin auf die Brüste starrte. Nachdem der Miki seine Recherche beendet hatte, dachte er nach. Das mit dem Duft stimmte natürlich und klar hätten die ihm eine Adresse für einen Frauenladen geben können. Der Miki musste sich eingestehen, er hatte schon präzisere Arbeit geleistet. Zugeben würde er das natürlich nie! Deswegen kommentierte er kurz und bündig: Also ich fand mich Klasse und es hat ja auch geklappt. Als auch die Anderen mit ihrem Essen fertig waren, schien es noch ein oder zwei Dinge zu geben, die dem Sandbändiger am Herzen lagen. Da es im Norden recht kalt werden konnte, stellte sich automatisch die Frage, ob alle etwas Warmes zum Anziehen dabei hatten. Sowohl Rai als auch Mari hatten allem Anschein nach an dieses Szenario gedacht und Benjiro ebenso. Hei schlug kurz darauf vor Benjis Rucksack zu versiegeln, doch da gab es ein kleines Problem: Erstens hatte Benji gar nicht gewusst, dass man so sperrige Gegenstände versiegeln konnte und zweitens … Ich denke nicht dass meine Kenntnisse ausreichen, um diesen Rucksack zu versiegeln, er ist ja doch recht gross. Diese Aussage war dem Jungen sichtlich unangenehm, kein Wunder, wer gesteht sich schon gerne eine Schwäche ein? Aber ich denke ich habe schon eine Idee, lass das mal nur meine Sorge sein. Grinste Benjiro entschlossen.
    Auf die Frage ob sie noch durchhielten, waren die Reaktionen beinahe gleich. Während Rai bekannt gab, dass er den Rest der Strecke vermutlich schaffen würde und Benji zuversichtlich nickte, hielt Mari es für eine gute Idee die Strecke als Training zu betrachten. Diese Einstellung gefiel dem Miki unglaublich und obwohl er ziemlich geschafft war, würde er sich dem Training der Hyuuga stellen. Blieb nur noch zu hoffen, dass Benjiros Körper die Sache ebenfalls so locker sah.
  8. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Nun, man konnte nun sagen, was man wollte, aber Benjiro polarisierte in dieser Gruppe wohl am Meisten. Rai und Mari waren, naja, gute Mitarbeiter, nur bei dem Miki musste man immer ein wenig Acht geben… wenngleich er, erst einmal auf ein Ziel angesetzt, als sehr strebsam und engagiert rüberkam. Wenn Hei es schaffen würde, diese gute Eigenschaft des jungen Taijutsuka entsprechend einzusetzen, würde das hier sicherlich einfach werden. Na, egal: Erstmal wurde gegessen. Mari mäkelte ein wenig herum, Rai behauptete nur, er würde es wohl schaffen wenn er ein wenig Pause gehabt hatte und Benjiro lobte sich selbst. Insofern: Alles wie immer und wie erwartet. Hei schmunzelte leicht und warf einen Seitenblick zu seiner Freundin, die urplötzlich eine kleine Standpauke bezüglich Chakraverschwendung und Ausdauer zum Besten gab. Klar, sie hatte wohl Recht, wie immer, allerdings war er natürlich der Einzige in der Runde, der wusste, dass ihr Wissen schon durch Erfahrung am eigenen Körper gekommen war. Denn wer war es gewesen, der die ausgelaugte Mari ein Stück durch die Wüste tragen musste, weil sie ihr Chakra überspannt hatte. Na, das würde ihm nicht passieren… Hei hätte die Vierergruppe bis nach Suna und zurück tragen können und es hätte ihn nicht groß gekratzt. Na gut, das war vielleicht übertrieben, aber… egal. Moment mal, starrte Benjiro gerade... auf Maris Brust? Hei schätzte ihn nicht so ein, dass er das aus dem Grund, aus dem man(n) das sonst so machte, tat, aber etwas seltsam war es doch. Gut, allerdings bräuchte er sich bei Benjiro wohl die geringsten Sorgen zu machen... Trotzdem nickte er leicht lächelnd und überlegte sich bloß, ob es so klug war, die beiden jungen Ninjas ihnen gegenüber so auszupowern, obwohl die Mission noch nicht einmal richtig angefangen hatte. Vorerst aber entschied sich der Tatsumaki, diese Gedanken beiseite zu wischen und so schlugen sich die vier Ninja den Bauch voll - nun, mehr oder weniger. Mehr: Rai und Benjiro, weniger: Mari und Hei. Nachdem sie fertig waren, machten sie sich auf, Kleidung für Benjiro zu kaufen - und das war gut, denn so hatten Hei, Mari und Rai die Möglichkeit, eine neue Bekanntschaft zu schließen…

    „Seid ihr Ninja?“ Es war ungefähr eine Stunde, nachdem sie das Essen beendet hatten: Benjiro kämpfte sich gerade durch Klamotten, die für seine Verhältnisse vermutlich viel zu normal sein würden, aber vielleicht klang ja noch Heis Stimme in seinem Hinterkopf - er sollte sich normal kleiden, um nicht zu auffällig und furchteinflößend zu sein. Der Suna-nin hatte das nicht noch einmal wiederholt, denn er ging davon aus, dass der Miki seinen Part verstanden hatte - deshalb standen Rai, Mari und er jetzt vor dem Laden und warteten. Keiner von ihnen hatte eingesehen, Benjiro beim Klamotten-kaufen über die Schultern zu schauen - wenngleich darüber natürlich nicht gesprochen wurde. Aber wer hatte sie denn da angesprochen? Eine Frau, vielleicht zwanzig Jahre alt, blonde Haare, helle Haut, blaue Augen; ausgestattet mit klassischer Kleidung, die sie als Händlerin oder Dorfbewohnerin auswies, beugte sich von einem Wagen herunter, der von Pferden gezogen wurde. Sie schien nicht allein: Direkt hinter ihr kam ein weiterer Wagen zum Stehen, auf dem ein Mann saß. Die junge Frau sah zu Mari, deren weißen Augen wohl Aufmerksamkeit erregt hatten. „Ich… entschuldigt bitte, dass ich euch einfach so anspreche, aber deine Augen haben mich einfach auf dich aufmerksam gemacht“, fuhr die Blonde fort, lächelte und sprang von ihrem Wagen. Ihre robusten Schuhe, vom Schmutz der Straße gezeichnet, federten ihren Sprung ab und so kam sie vor Rai, Mari und Hei zum Stehen. „Mein Name ist Mika. Ich bin Händlerin.“ Hei runzelte leicht die Stirn, nickte dann aber. Wieso auch nicht? Sie waren noch immer mitten im Feuerreich und Ninja waren hier manchmal auch einfach gerne gesehen. „Wir sind aus Shirogakure… wieso?“ Die Händlerin nickte eifrig. „Ich suche noch ein paar Leute, die mich und meinen Freund schützen. Der Weg nach Norden ist nicht nur weit, sondern auch von einigen kleinen Banditenbanden stets bedroht. Es ist zwar nicht wahrscheinlich, dass sie angreifen, aber… sicher ist sicher. Wir bringen Nahrung nach Norden, und die ist wichtig, denn dort ist es schon sehr kalt“, erklärte Mika. Hei kratzte sich am Kopf. „Wir sind auf einer Mission unterwegs, aber… vielleicht können wir euch eine Weile begleiten“, überlegte er laut. „Wenn ihr auf dem Weg nach Norden seid, könnten wir zumindest einen Teil des Wegs gemeinsam zurücklegen.“ Kurz schien er nachzudenken, sah dann zu Rai und Mari. Eigentlich hatte Mari den Jungen ja ein wenig… Ausdauer einprügeln wollen, aber Hei war ein Fan davon, Gelegenheiten beim Schopfe zu packen. Und wenn das reisende Händler waren, hatten sie immer interessante Informationen, die sie ihnen geben konnten. „Also gut… wir begleiten euch eine Weile, wenn ihr Platz für vier Personen und eine warme Mahlzeit für uns am Abend habt“, stellte Hei seine Bedingungen. Ein extra-Job in der Mission? Na, wenn’s denn ging, war das ja kein Problem. Und mit ein paar Banditen würden er und Mari mit der linken Hand fertig werden… hoffentlich. Als Benjiro aus dem Laden kam, fand er sich mit einem Karren konfrontiert, auf dem Hei saß; Mari und Rai hatten, gemäß Heis Spekulation bezüglich ‚welche Fähigkeiten passen im Zweifel besser zusammen‘ auf dem vorderen Karren mit Mika Platz genommen. Für mehr war nicht Platz. Aber immerhin sah Benjiro jetzt ein wenig besser gekleidet aus... „Alles bekommen?“, fragte der Suna-nin munter und grinste leicht. „Wir haben eine Mitfahrgelegenheit. Wenn du trotzdem trainieren willst, ist es dir natürlich freigestellt, neben den Pferden herzulaufen“, erklärte er, als nach kurzer Aufbruchshektik die Pferde in Richtung Norden lostrabten. Natürlich waren sie nicht ganz so schnell wie der Ninja-Trupp, aber wegen Rai und vor allen Dingen Benjiro waren sie eh sehr langsam unterwegs gewesen. Die Pferde waren ausdauernder und schlugen sogar einen angemessenen Trab ein - angenehm. Hei nickte zufrieden und wand sich dann an den Mann, der mit Mika reiste, um ihm ein paar Informationen zu entlocken.
    Zuletzt bearbeitet: 9. Okt. 2016
    Miki Benjiro gefällt das.
  9. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Als die Gruppe dann fertig gegessen hatte, machten sie sich auf den Weg um Kleidung für Benji zu besorgen. Dieser Junge brauchte echt mal neue Klamotten. Jetzt regte es sogar schon Rai rein wenig auf, dass er die ganze Zeit nur im Pyjama herumlief. Dann kam da noch dieser Gestank hinzu, der aber ein wenig besser geworden ist. Ehrlich gesagt hatte der Takeshi auch den ganzen Tag lang geschwitzt und roch dementsprechend, aber immerhin hatte er sich heute Morgen unter die Dusche gestellt. Dies tat jetzt aber nichts zur Sache, denn nun musste Benji sich neu einkleiden. Hei und Mari, so auch Rai, fanden es ziemlich unnötig dem Jungen über die Schulter schauen zu müssen, also warteten die drei draußen vor dem Laden. Übrigens, das Essen vorhin war ziemlich lecker! Noch immer musste sich Rai seine Wampe reiben und das Essen war schon etwa eine Stunde her. Nur wurde er kurzerhand unterbrochen, da sich zwei Pferdekutschen näherten. Eine Frau, Mika ihr Name, sprach den Trupp sofort an. Schon komisch, dass zwei Händler einfach so einen Haufen von jungen Leuten ansprach, nur weil sie die Augen von Mari so sehr faszinierten. Was tun? Natürlich, wie spontan der Wüstenbewohner auch war, hatten sie nun eine neue Mitfahrgelegenheit. Ehrlich gesagt kam diese recht gelegen, da das Blauhaar sicher nicht schnell gehen konnte. Immerhin hatte er sich gerade die Wampe mit gutem Essen vollgehauen, aber bereuen tut er es nicht. Also schulterte Rai seinen Rucksack, warf ihn dann kurzerhand auf die Transportfläche des Karrens und setzte sich vorne neben Mika hin. Auch Mari setzte sich dort hin. Nun stellte sich auch Rai vor: „Hallo Mika, ich heiße Rai.“ Er reichte ihr die Hand und sie schüttelte sie. Natürlich stellte er sich mit einem Lächeln im Gesicht vor, freundlich musste man schließlich immer sein. Als dann nach kurzer Zeit der Benji wieder aus dem Laden trat, wurde der sich er von der Situation überrascht. Der kapierte die Umstände sicher schnell, denn kaum war dieser aus dem Laden raus, fingen die Pferde an sich in Bewegung zu setzen. Schon nach wenigen Minuten ließen die Straßen von Nuruma hinter sich und befanden sich wieder auf den holprigen Straßen des Landes. Nun nutzte Rai mal die Gelegenheit für ein kleines Gespräch mit Mika: „Mika, du und dein Partner… ihr wart sicher schon öfters im Norden oben. Gab es in letzter Zeit irgendwelche Vorfälle dort, wo ihr euch gefragt habt, hm das ist aber seltsam?“ Seine Detektivarbeit gab der Takeshi sicher nicht auf. Jetzt hatte er die Gelegenheit eine waschechte Händlerin auszufragen, denn die wissen sowieso alle Gerüchte und jeden Klatsch. Je mehr Rai über die regen Informationen nachdachte, desto mehr suspekter wurde ihm die ganze Sache, das wurde schon öfters gesagt. „Naja, man sagt, dass es zu einigen Fällen von Grabschändung gekommen ist“, sagte sie und wandte sich zu Rai, um ihm direkt in die Augen zu sehen. Ihre blonden Haare wehten im Fahrtwind, auch ihr Blick wurde etwas ernster und finsterer. „Dazu kommen noch Sichtungen von seltsamen oder unbekannten Tierarten. Manche Dorfbewohner behaupten sogar Zombies gesehen zu haben!“ Darauf musste Rai erstmal schlucken. Solch düstere Gerüchte hatte er nicht erwartet. Konnte das was mit ihrem Auftraggeber zu tun haben? Hoffentlich nicht, denn dann mussten sie besonders Acht geben… Von einem Zombie mochte sicher niemand gebissen werden. „Glaubst du daran?“, stellte Rai ihr die Frage. Darauf antwortete Mika: „Mehr oder weniger. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, weißt du? In so einer verrückten Welt kann es natürlich alles geben.“ Sie wandte sich wieder in Richtung Straße. Der Blick von Rai wanderte auf seinen Schoß. Würde er in den nächsten Tagen vielleicht draufgehen? Wenn an der ganzen Sache wirklich was dran war, musste das rauskommen. Trotzdem wollte er hier niemanden in Gefahr bringen. Also fasste der Takeshi einen Entschluss: Er würde sich eines Nachts davonstehlen und herumspionieren, zum Wohl aller. Ihm ist es egal, ob er dabei draufging oder nicht, die Wahrheit musste ans Licht kommen! Rai würde es nie zugeben, aber die Angst in ihm wuchs immer mehr.
  10. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Mari war ja ein wenig skeptisch, das musste sie dann doch zugeben. Sie sollten jetzt mit einer wildfremden Händlerin, die sie aufgrund ihrer Hyuuga-Abstammung angesprochen hatte, mitfahren - und das, um in einer Mission noch eine andere zu erledigen? Schutz von einer Handelskarawane, so etwas in der Art war in der Vergangenheit doch schon einmal beinahe schief gegangen, oder? Die Erinnerung daran war nicht besonders schön und die junge Frau war immer noch schweigsam wie zuvor. Ihr gefiel diese Sache nicht besonders, vertraute aber erst einmal dem Urteil ihres Freundes und ließ sich ohne zu murren auf die Sache ein. Immerhin verschwendete er so nicht sein Chakra… das war eine Sache, die sie so nicht zugelassen hätte. Es war sicherlich nicht sonderlich hilfreich, wenn der Teamleiter sich alleine bei der Aufgabe, die Gruppe ans Ziel zu bekommen, bereits verausgabte. Was sie allerdings ein wenig unglücklich fand war, dass sie so den Weg in Richtung Norden nicht mehr als Trainingspfad nutzen konnten, sondern sich auf die Geschwindigkeit der Pferde, die die Karren zogen, einlassen mussten. Die Hyuuga war nicht gerne abhängig von äußeren Einflüssen, sah aber wohl ein, dass Rai und auch Benjiro wohl nicht Ewigkeiten durchhalten würden. Es hatte ja schon eine gewisse Aussagekraft, wenn selbst der Tatsumaki länger durchhielt als die beiden jungen Genin, oder? Tja, und nun saß sie hier auf einer der Kutschen und durfte sich die Konversation zwischen Rai und Mika anhören. Rai, in seiner gewohnt neugierigen Art, konnte nicht an sich halten und schien Mika erst einmal ausfragen zu wollen. Die weißen Seelenspiegel der Hyuuga verengten sich leicht - was, Zombies? War das ein Witz? Grabschändungen waren ja die eine Sache - Grabräuber gab es schließlich genug. Es war leicht, Tote zu berauben. Unbekannte Tierarten waren auch nichts, was die Taijutsuka verwundern würde, denn sie war sich ziemlich sicher, dass ‚unbekannt‘ oft auch einfach ‚unerkannt‘ heißen konnte… aber Zombies? Lebende Tote, die einen bissen und das Blut trinken wollten und so etwas? Das klang nicht wirklich so, als würde so ein Blödsinn der Wahrheit entsprechen, und selbst bei all den Dingen, die sie schon mit Hei zusammen erlebt hatte… Übernatürliches in diesem Sinne hatte sie noch nie erlebt. Ihre hellen Augen müssten so etwas wohl erst einmal sehen, um es zu glauben.

    „Zombies?“, klang, ohne dass sie es richtig beeinflussen konnte, ihre Stimme plötzlich aus ihrer Kehle. Und sie klang zugegeben auch ungläubig und ihre hochgezogene Augenbraue war vielleicht sogar ein wenig… überheblich. Mari räusperte sich und hatte innerhalb kürzester Zeit wieder ihren neutralen Gesichtsausdruck angenommen - die Lippen zu einem leichten, nichtssagenden Lächeln verzogen. „Das klingt mir doch sehr seltsam. Hat da nicht vielleicht nur jemand schlecht geträumt?“, fragte sie, freundlich wie eh und je, nach. Mika schien über diese Unverfrorenheit beinahe ein wenig erschrocken, schüttelte dann aber den Kopf. „Es klingt vielleicht komisch, aber das ist es nicht“, beteuerte die Händlerin felsenfest und schien auch nicht der Meinung zu sein, dass es zumindest zweifelhaft war, den Ausdruck ‚Zombies‘ zu nutzen. Mari verdrehte innerlich die Augen, schwieg aber, weil die Händlerin offenbar noch nicht ganz fertig war. „Hyuuga-san, richtig? Es gibt noch mehr Gerüchte“, ereiferte die Händlerin sich. „Dieser Mann im Schloss, dieser… Wissenschaftler. Die Leute sagen, er sei komplett verrückt geworden, als er sich mit einem Experiment verschätzt hat. Seitdem gehen diese komischen Dinge vor sich… man munkelt, dass diese Dinge zusammenhängen.“ Sie beugte sich vor und fasste Rai ins Auge, weil dieser ihr offenbar bereitwilliger glaubte als die skeptische Hyuuga. Mari war schon immer eher weniger begeisterungsfähig gewesen, aber an übernatürliche Kräfte glaubte sie nun wirklich nicht. „Man sagt, er schändet die Gräber und erschafft die Zombies, um sie auf die Dorfbewohner zu hetzen. Sie sagen sogar, dass sie absichtlich junge Frauen entführen…“ Mika schauderte und zuckte dann mit den Schultern. „Jedenfalls ist das wirklich ganz schön gruselig“, behauptete sie und spitzte ein wenig die Lippen. „Allerdings behaupten die Dorfbewohner auch felsenfest, dass sie letztens in ihrem Brot ein Gesicht entdeckt hätten. Alle beisammen. Ist das nicht seltsam?“, fragte die Händlerin, die sehr an Gerüchten interessiert schien. Ein wenig verträumt blickte sie in die Bäume am Straßenrand. „Aber so ein Zombie, das wäre schon was…“, murmelte Mika, und Mari konnte nicht anders, als leise, ganz leise zu seufzen. Das würde sicherlich eine angenehme Fahrt werden… zwei Träumer und sie. Hätte sie nicht zumindest bei Hei sitzen können? Die klapprigen Gefährte kamen zumindest voran, während Mika weiterplapperte und Rai willig mit Geschichten fütterte.
  11. Miki Benjiro

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    Vielen Dank für die nette Beratung, ich werde Sie bestimmt weiterempfehlen! Lächelnd verliess Benjiro den Laden und trug nun eine schwarze Hose und ein langärmliges Shirt – beide Kleidungsstücke waren mit einem gelben, dezenten Blitzmuster versehen. Auch Benjiros Rucksack hatte sich verändert, denn er war von 10 XXL auf die Grösse eines normalen Schülerrucksacks geschrumpft. Natürlich war der Rucksack nicht wirklich geschrumpft. Aufgrund eines – in Benjis Augen – lukrativen Tauschgeschäfts, hatte er das gute Stück erhalten. Was sich nun in dem Rucksack befand? Dies und Das, nur der übliche Ninjakram eben. Einzig und allein Benjis riesiger Essensvorrat, war einem Kleineren gewichen.

    Es dauerte eine Weile bis Benji zuerst Hei – welcher sich auf dem Wagen direkt vor ihm befand – erblickte und dann wenig später auch Mari und Rai. Im ersten Augenblick wusste der Miki so gar nichts mit der Situation anzufangen. Na gut, offensichtlich handelte es sich bei dem Mann, der sich neben Hei befand und der jungen Frau neben Mari und Rai um Händler, denn in Sunagakure hatte der an ein Tier erinnernde Junge solche Wagen täglich gesehen. Trotzdem hätte der Wüstenprinz den kleinen Miki vorwarnen können.
    Glücklicherweise liess Hei Benji nicht allzu lange im Dunkeln tappen und erklärte sogleich, dass die beiden Händler ihre Mitfahrgelegenheit waren. Mitfahrgelegenheit? Ich dachte wir hätten eine wichtige Mission zu erledigen? Benjiro blickte ratlos in die Richtung des Wüstensohns und seine Augen fixierten den leeren Platz neben Hei. Auuuh Mann, will er etwa dass ich mich neben ihn setze? Nicht dass Benjiro etwas gegen den Sandbändiger hatte, aber sich neben den Teamleiter zu setzten ist so ca. das Gleiche, wie in der Schule freiwillig in der ersten Reihe zu hocken – niemand will das. Lächelnd löste Benji den Rucksack von seinen Schultern und warf ihn auf den freien Platz neben dem Tatsumaki. Leicht grinsend kratzte der Miki sich am Hinterkopf und lächelte daraufhin in Heis Richtung. Ich denke von uns allen habe ich das Ausdauertraining am Nötigsten. Deswegen würde ich nur ungern darauf verzichten. Natürlich war Benjiro schon ziemlich erschöpft von der bisherigen Anstrengung, aber ohne den schweren Rucksack, konnte er bestimmt nochmal dieselbe Portion an Ausdauer aus sich herausschöpfen. Natürlich bestand das Risiko, dass sein Körper beim Erreichen des Zielortes so gut wie ausgebrannt sein könnte, aber wenn er besser werden wollte, musste er dieses Risiko eingehen. Ausserdem mochte Benjiro Pferde sehr gern und da der Miki sowieso eine natürliche Empathie Tieren gegenüber besass, konnte er sich keine besseren Weggefährten vorstellen.
    Ohne Zeit zu verlieren, setzten die Pferde die Wagen mit einem leichten Ruck in Bewegung. Benji liess es sich nicht nehmen und streichelte sanft über den Kopf des – von ihm aus – linken Pferdes. Natürlich hielt der an ein Tier erinnernde Junge beide Ohren offen um das Gespräch, welches der Händler mit Hei führte, zu verfolgen. Anfangs hielt Benji es nicht für nötig sich mit einzubringen, er hatte schlichtweg kein Interesse daran. Wenn man den neusten Tratsch hören wollte, gab es genau zwei Anlaufstellen: Tavernen und Händler. Dieser Tratsch stellte sich dann meistens als Gerücht heraus, welches in den seltensten Fällen wahr war. Als dann aber nach einiger Zeit das Wort Zombie fiel, drehte sich der Miki um und glaubte sich verhört zu haben. Zombies?! Lebende Tote? Das soll wohl ein Witz sein, jeder weiss doch das es sowas nur in Horrorgeschichten gibt! verspottete der Miki den Händler. Man hätte jetzt vielleicht erwartet, dass der weltfremde Miki an das Übernatürliche glaubte, aber dem war nicht so. Wie könnte er sonst Geister, Zombies und Monster für sein Jutsu der Verwandlung verwenden? Denn wenn er an solche Wesen glauben würde, müsste er sich quasi vor seinen eigenen Verwandlungen fürchten und das wäre doch etwas schräg. Etwas empört wehrte sich der Händler. Die Leute haben es mir selbst erzählt! kurz guckte er um sich als vermutete er belauscht zu werden und fuhr dann fort. Die Leute sagen der Wissenschaftler sei…. Nunja… aufgrund seiner Experimente verrückt geworden. Ungläubig schüttelte Benjiro seinen Kopf. Trotzdem kein Grund so etwas anzunehm… Der etwas dickliche Händler unterbrach den kleinen Jungen. Friedhöfe werden geplündert, Leute verschwinden und seit neustem machen die Dorfbewohner seltsame Entdeckungen. Wenn ihr mich fragt geht dort irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu. Kurz senkte Benji seinen Kopf und dachte nach. Ein ganzes Dorf das sich irrte, schon etwas seltsam. Aber trotzdem! Die Geschichte war einfach so löchrig. Der Blick des Sunanin wanderte herüber zu Mari und Rai und gerade als Benji sich fragte, ob die Hyuuga und der Takeshi mit derselben Geschichte konfrontiert wurden, ertönte ein lauter Knall.

    Kurz darauf ein Zweiter und ein Dritter. Benjis und Heis Wagen wurde von Rauch eingehüllt und auch Maris und Rais Wagen war – des dichten Rauches wegen – nicht mehr zu sehen. Instinktiv sprang Benji zwischen die beiden Pferde, packte die Zügel mit je einer Hand und hinderte die Pferde somit daran, aus Angst wegzulaufen und den Wagen mit sich zu reissen. Kraft um die Pferde an Ort und Stelle festzuhalten hatte Benji mehr als genug, jedoch musste er sich voll und ganz auf diese Tätigkeit konzentrieren, denn wenn er zu fest zog, verletzte er die Tiere vielleicht. Das bedeutete im Gegenzug aber, dass er sich nun nicht mehr verteidigen konnte und auf Hei angewiesen war. Was passiert hier bloss? und Was ist mit Mari und Rai? waren nur einige der Fragen, die Benjio durch den Kopf schossen, doch er musste nun voll und ganz bei der Sache sein.
  12. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Also zumindest was die Dickköpfigkeit anging, konnte sich der Miki durchaus mit Mari messen, fand Hei. Und dass er etwas skeptisch wirkte, wunderte den Tatsumaki dabei auch weniger - aber es interessierte ihn auch nicht so sonderlich, wenn er ehrlich war. Auf so einer Reise musste man seine Kräfte einteilen - und wenn man nachher völlig erledigt war, rächte sich das. Zumindest die Hyuuga wusste das gut - Benjiro aber offensichtlich gar nicht. Und dass der Junge sich auch ungern neben ihn setzen wollte, auch wenn er das nicht sagte, merkte sogar Hei an seinen Blicken. Fast… ein wenig amüsant, oder? Aber nichtsdetotrotz für eine Mission nicht angemessen. „In Ordnung“, antwortete Hei auf Benjiros Selbsterkenntnis und schmunzelte leicht. „Aber wenn du zusammenklappst, fällt du durch. Ein Ninja sein bedeutet auch, seine eigenen Grenzen zu kennen.“ Das musste Benjiro klar sein; bei einer Mission zum Training zu kommen, war purer Luxus und nicht Standard. Der Tatsumaki seufzte und richtete seinen Blick nach vorne, während sich der Tross in Richtung Norden bewegte. Wenn das so weiterging, fürchtete er, würde es noch zu einem Konflikt zwischen den Ninja, die an dieser Mission teilnahmen, kommen. Zu unterschiedlich waren die Vorstellungen darüber, wie man mit einer Mission umgehen sollte und wie man sein Ziel erreichen konnte - das war ja auch bei ihm und Mari schon einmal zur Sprache gekommen. Und jetzt noch Rai und Benjiro dazu… na, egal. Das wrüde schon werden. In diesem Moment wurde Hei auch schon Teil eines Gesprächs, ohne es groß gewollt zu haben - der Händler schien der Meinung, ihm einige Dinge über die Region erzählen zu müssen, in die sie jetzt reisten. Was? Experimente? Tiere? Zombies? Hei war sich verhältnismäßig sicher, dass das aus einem Buch kam… aber an den Titel konnte er sich nicht erinnern. Interessanterweise konnte er Benjiro in dieser Sache nur zustimmen… jedenfalls wollte er das. Hei war bereits relativ tief in die Geheimnisse der Ninjutsu eingedrungen und wusste, dass es da Abgründe gab, in die ein normaler Ninja nicht einmal blicken durfte. Natürlich wusste auch der Suna-nin keine Details, aber er hatte von Geschichten gelesen, in denen lebende Tote eine Rolle gespielt hatten. Und die waren definitiv keine Fiktion gewesen.

    Aber Hei hatte gar nicht mehr viel Zeit, darüber nachzudenken, denn mit einem Mal waren die Wagen in dichten, schwarzen Rauch eingehüllt. Ein Angriff? Dann war es doch nicht so weit hergeholt gewesen, was die Händler erzählt hatten? Seit wann gab es eigentlich so viele Banditen in diesem Reich? Hei rümpfte leicht die Nase, stand aber schon - dabei fiel ihm auf, dass Benjiro geistesgegenwärtig die Pferde in Zaum hielt, welche ziemlich aufgeregt schienen. Sehr gut. „Mari?“, rief Hei etwas lauter und bekam einen Ruf zurück, der ihm nicht nur sagte, dass sie und Rai vorerst in Ordnung waren, sondern auch, dass sie es mit einem guten Dutzend Gegner zu tun hatten. „Benjiro, mach’ weiter so. Wir dürfen nicht getrennt werden“, meinte er und formte einige Fingerzeichen. Der Rauch verzog sich nach und nach und als er sich verzogen hatte, kreischten die beiden Händler panisch auf. Schon sehr nah bei den Wagen befanden sich einige deformierte Gestalten mit entstellten Gesichtszügen, die nach den Menschen darauf griffen und dabei unheilvoll stöhnten. „Eh?“, machte Hei eher erstaunt als erschrocken. Zombies? Oder was? Aber in dieser Situation konnte er keine Rücksicht darauf nehmen, um wen oder was es sich hier handelte - ein Sandgeschoss pfefferte einen der menschenähnlichen Wesen etliche Meter weg. Aber damit nicht genug: Aus einer Mulde in der Nähe strömten noch mehr der Geschöpfe, deren Gesichtszüge starr und fast wie in Schmerz erstarrt schienen. Hei knurrte - die Gemengelage war unübersichtlich und er kam so nicht zum Zuge - er könnte die Händler und seine Kollegen gefährden. Sein Blick huschte schnell hin und her - Benjiro war momentan nicht gefährdet, denn zwischen die Pferde schien keiner der Zombies zu kommen. Sie verhielten sich aber auch seltsam. Bei Mari und Rai waren mehr, sie grabschten nach den Genin. Aber Hei machte sich darum keine Gedanken - Mari kam allein zurecht. „Benjiro, kannst du die Pferde noch halten?“ Hei sah kurz zu dem Kollegen und nickte. Dann sprang er mit einigen Sätzen über die Angreifer, den neu hinzukommenden Zombies entgegen. „Katon: Karyu Endan!“, presste der Tatsumaki nach ein paar Handzeichen hervor, sog Luft in seine Lunge und spie den Dingern eine gewaltige Stichflamme entgegen, deren Hitze über die gesamte Umgebung schwappte. Hei hielt die Kunst aufrecht, bis ihm der Atem ausging, sah, dass… bei einigen der Zombies das Gesicht zu schmelzen schien. Igitt - was waren das für Viecher? Hei kniff die Augen zusammen, musste sich dann aber eines seitlichen Angreifers erwehren, konzentrierte sich einen Moment… und hieb dem Mann (?) ins Gesicht. Was, Hei war schwach und der Hieb kaum genug? Stimmt, aber über die Züge des Tatsumakis huschte ein Grinsen. „Kontakt“, murmelte er und seine Faust schien mit Feuer zu explodieren und ließ den Angreifer zurücktaumeln. Okay, die Unterstützung war erstmal erledigt…

    „Los meine Zombies!“, hörte er eine Stimme und sah einen Mann in der Mulde stehen. Der Kerl war in einen weißen Kittel gehüllt, zumindest das sah man auf die Entfernung. „Schnappt sie euch alle!“ Stöhnend kamen einige wieder hoch und stürzten sich wieder auf die Genin, die sie vielleicht schon erledigt geglaubt hatten. Die Händlerin und ihr Partner schrieen noch einmal und sprangen von ihren Wagen, um in Panik zu fliegen. „Rai!“, rief Hei. „Halte die Beiden auf, sie dürfen nicht aus unserem Schutz fliehen. Wer weiß, was da noch lauert.“ Er warf Mari einen Blick zu. „Prinzessin“, meinte er und nickte zu dem Mann, der offenbar die Befehle gab. „Bitte“, meinte er nur und lächelte fein, wissend, dass sie verstehen würde, was er meinte. „Benjiro, nur du kannst die Pferde im Zaum halten, bitte beruhig’ sie“, ergänzte er und sah sich um. Die Zombies schienen sich eher an die Wagen heranzumachen… und Hei verstand dann doch, was hier los war. Pah, Zombies. „Und dann… hau’ ihnen eine rein. Also, den Zombies, nicht den Pferden“, fuhr er dann fort und grinste den Jungen an, während er auf einen Wagen hüpfte und noch einmal Fingerzeichen schloss. Sand schoss aus dem Boden und griff sich den nächstgelegenen Gegner und warf ihn zurück. Das passierte an vielen Stellen gleichzeitig - jetzt musste jeder seine Arbeit tun.
  13. Takeshi Rai

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    Und weiterhin erzählte Mika ihnen von Zombies, Experimenten und einem verrückten Wissenschaftler. Nun langsam begann Rai diese ganzen Gerüchte zu hinterfragen. Konnten sie wirklich wahr sein? Er kam zu dem Schluss, dass er sich davon selbst ein Bild machen musste. Sobald sie am Ziel angekommen waren, würde er sich auf den Weg machen diese Gerüchte aufzuklären. Kurz lugte er zu Mari hinüber. Diese schien von diesen Geschichten weniger angetan als Rai. Tja, Rai war der festen Meinung, dass alles passieren konnte, sogar eine Invasion durch Zombies. War für Manche Humbug, aber andere bereiteten sich schon darauf vor… Egal, wir schweifen vom Thema ab. Plötzlich erstreckte sich schwarzer Rauch vor ihren Augen. Was sollte das? Für eine Sekunde war der Takeshi überrascht, doch dann zog er instinktiv sein Kunai aus seinem Rucksack. Seine Miene wurde sofort ernster. Er rechnete jeden Moment mit einem Angriff auf den Wagen, so ein Rauch war nicht normal. Das konnten nur Banditen sein! „Mari, Mika, geht es euch gut? Mika bleib auf deinem Sitz und mach nichts, was uns in Gefahr bringen könnte!“, sagte Rai etwas lauter. Die Händlerin mussten sie beschützen, erstens war sie wehrlos, zweitens ihre Mitfahrgelegenheit. Auf seinem rechten Ohr vernahm Rai die Stimme von Hei und kurz danach die von Mari. Gut, dass es die beiden dort hinten noch gab. Der größte Nachteil in der derzeitigen Situation war definitiv die sehr eingeschränkte Sicht. Wenn der Takeshi sich umblicken wollte, konnte er nur die verängstigte Mika und die kampfbereite Mari erkennen. Der Griff um sein Kunai wurde fester, als sich plötzlich der Rauch zu lichten begann. Nach und nach konnte man immer mehr erkennen…

    Nur wollte man diese Dinger nicht erkennen! Knapp einen Meter vor ihm, stand eine Person mit dem entstelltestem Gesicht, das er je gesehen hatte! „Ach du heilige…!“, murmelte er zu sich selbst. Aber es blieb nicht nur bei einem, nein, da war knapp ein Dutzend solcher Dinger. Sie näherten sich langsam dem Wagen und versuchten nach den dreien zu grabschen. Instinktiv stellte sich Rai auf seinen Sitz, um nicht von diesen Zombies gebissen zu werden. Was, Zombies?! Ja, das waren eindeutig Zombies und nicht irgendwelche, sondern die von diesen Gerüchten! „Lasst euch nicht beißen oder werdet zu einem von denen!“, rief Rai durch die Menge. Irgendwer würde ihn schon hören. Wenn das wirklich echte Zombies waren, konnte man die nur durch ein Schädeltrauma, sprich Rübe weg, umbringen. Dieses Risiko wollte er aber zunächst nicht eingehen, denn so sicher war er sich nun auch wieder nicht. Plötzlich umfasste so ein Ding den rechten Fuß von Rai. Erschrocken versuchte er sich aus dem Griff des Zombies zu lösen, indem er versuchte ihm seinen umschlossenen Fuß ins Gesicht zu treten… leider ohne Erfolg. Der Griff des Zombies lockerte sich nicht, er wurde noch fester. Dann zog der Zombie mit all seiner Kraft an und warf Rai von den Beinen. Mit einer großen Wucht, krachte er auf seinen Hintern. Mit der linken Hand versuchte er sich an der Rückwand des Sitzes festzuhalten, während er mit der rechten immer noch fest sein Kunai umklammerte. Es gab in dieser Situation nur einen Ausweg, er musste sein Kunai gezielt in den Kopf des Zombies befördern. Knapp zwei Meter Abstand trennten den Kunai vom Kopf des Ungetüms. Werfen kam nicht in Frage, höchstwahrscheinlich würde er verfehlen. Mit aller Kraft zog er also sein Bein an und mit dem Bein auch seinen dummen Gegner. Während er das tat, hievte er sich auf mit seiner linken Hand zurück auf seinen Sitz, um besseren Halt zu bekommen. Nun betrug die Distanz knappe zwanzig Zentimeter und er rammte sein Kunai in den Kopf des Zombies. Das Monster sackte mit dem Kunai in der Schädeldecke zu Boden. „Was ein Kraftakt…“, dachte er sich. Kurz musste er durchatmen. Es waren einfach viel zu viele von den Dingern. Da fiel ihm auf, dass es immer mehr wurden. Es blieb nicht bei einem Dutzend, nein es kamen immer mehr von denen. Plötzlich schrie Mika auf, machte einen Satz vom Wagen und rannte in den Wald auf der linken Straßenseite. „Schon beim ersten Aufschrei von der konnte man sich denken, dass die abhaut! Nur Probleme hier…“, dachte Rai sich verärgert. Just in diesem Moment bekam er den Befehl von Hei, er sollte ihnen folgen. „Alles klar, Chef!“, rief er zurück. Mit seinen Händen angelte er sich vor zu der Stelle an der Mika vom Wagen abgesprungen war und tat genau dasselbe. Mit einem kurzen Blick auf das Geschehen, dass sich hinter seinem Wagen abspielte, stellte er fest, dass auch der Freund von Mika abgehauen war und in ihre Richtung rannte. Um nicht völlig schutzlos zu sein, griff er an seine Hüfte… wo kein Ninjagürtel war. „Das nun auch noch!“ Ohne sich nun groß drüber aufzuregen, denn das hatte nun wirklich keinen Sinn, hechtete er den beiden Händlern nach. Die beiden waren nun wirklich nicht langsam und Rai hatte Probleme mit ihnen mitzuhalten. So entfernte er sich immer weiter von dem Kampfgeschehen auf der Straße und drang tiefer in den Wald ein. In gut fünf Metern Entfernung sah er wie Mika von einem Zombie, der hinter einem Baum hervorsprang, zu Boden gerissen wurde. Ihr Händlerfreund, der Name war Rai im Moment leider entfallen, stoppte ab und versuchte sie so schnell es ging zu erreichen. Wie konnte Rai diese Situation nur lösen? Nun waren wieder seine taktischen Fähigkeiten gefragt. Rai brauchte ungefähr fünf bis sechs Sekunden, bis er Mika erreicht hatte. Ihr Freund würde noch länger dafür brauchen. Klar ersichtlich war sie in großen Schwierigkeiten. Die Gehirnzellen ratterten, der Moment wirkte für ihn wie eingefroren. Vielleicht gab es mehrere Möglichkeiten sie zu retten, doch in dieser einen Sekunde fiel ihm nur diese eine Möglichkeit ein. Rai begann Chakra in seine Füße zu leiten, während er auf Mika zu rannte. Drei Sekunden waren vergangen. Noch zwei Meter bis zur Gefahrenstelle. Langsam begann es in Rais Füßen zu kribbeln. Er wusste, nun war die Technik bereit. Mitten im Lauf sprang er mit den Füßen voraus auf den Zombie zu. „Raiton: Sanbou Raiton“, drückte er dabei aus seinem Mund heraus. Mit voller Wucht traf er den Zombie in die linke Seite. Ein leichter Schmerz durchfuhr den Körper des Ninjas. Als er dann mitsamt dem Zombie über Mika hinweggesegelt war, rappelte er sich auf, blickte dem Zombie finster in die Augen und zerstampfte seinen hässlichen Kopf. Der darauffolgende Schmerz war es allemal wert. Er löste das Jutsu auf und begab sich zu Mika zurück. Mittlerweile war auch der andere Typ eingetroffen. „Geht es dir gut? Bist du gebissen worden?“, fragte Rai sie. Mika schüttelte nur den Kopf, trotzdem wirkte sie sichtlich traumatisiert. Zum Glück war aber nicht mehr passiert. „Also gut, wir suchen euch jetzt einen sicheren Ort. Ich werde euch beschützen.“ Hoffentlich ging es den anderen gut.
  14. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Mari stützte ihr Kinn auf der Handfläche ab und sah lustlos zur Seite, während Mika weiterhin ihre Zombiegeschichten verbreitete. Rai schien diese allerdings auch aufzusaugen wie ein Schwamm das Wasser, sodass die Hyuuga der Händlerin nicht einmal einen Vorwurf machen konnte, dass sie die Gelegenheit nutzte, um alles auszupacken, was sie über Zombies und andere mysteriöse Todesgeschichten zu erzählen hatte. Naja, vielleicht half das ja im Verlauf der Mission noch einmal weiter - die Hoffnung starb bekanntlich zuletzt. Die Braunhaarige hatte gerade durch einen Blick nach hinten bemerkt, dass Benjiro anstatt zu fahren lieber selbst ging (das fand die Hyuuga ziemlich lobenswert), da ertönte ein Knall. Nein, nicht irgendein leiser Knall in der Ferne, sondern verdammt nah und so laut, dass er im gesamten Körper zu spüren war. Es folgte ein zweiter und dritter Knall, dann dichter Rauch, der die Gruppe umgab.

    Mari wartete nicht, sondern aktivierte sofort ihr Byakugan, überprüfte die Lage. Sie nahm mehrere Chakraquellen wahr, flog mit dem Blick über das Feld, zählte. Die Stimme des Takeshi drang an ihre Ohren, anstatt zu antworten, ob es ihr gut ging, informierte sie den Jungen lieber über das, was ihn gleich erwartete. „Mach dich gefasst, sie kommen.“ Und dann wurde ihre Stimme lauter, so dass Hei und Benjiro sie ebenfalls hören können sollten. „12, 13… so in dem Dreh!“ Die Angabe der Gegneranzahl, versteht sich. Da die Hyuuga die Gegner gerade nur als Chakraquellen wahrnahm - das war die beste Möglichkeit, den dichten Rauch zu durchblicken - fielen ihr die entstellten Gesichter nicht einmal auf. Andernfalls hätte sie auch darauf aufmerksam gemacht, selbst wenn die 18-Jährige überzeugt davon war, dass Zombies nicht existierten. Noch bevor sich der Rauch vollends verzogen hatte, sprang die Hyuuga vom Wagen, landete auf dem Boden und sammelte erstes Chakra in den Handflächen. Nur beiläufig nahm sie die Warnung des Takeshi wahr, dass sie sich nicht von den Gestalten beißen lassen sollten - konnte damit jedoch herzlich wenig anfangen, da sie sich noch immer auf die Chakrakörper konzentrierte. Als der erste Gegner nach der jungen Frau griff, löste sie sich ohne Zögern mit einem gezielten Nobasu Nami aus der Umklammerung. Um im Nahkampf eine bessere Übersicht zu haben, wechselte die Hyuuga erst jetzt in die Rundumsicht ihres Doujutsu, anstatt sich gezielt auf die Chakraquellen und die Chakrapunkte der Gegner zu konzentrieren - und erst damit erkannte sie die entstellten Gesichter der Gegner. Doch viel Zeit, um sich darüber zu wundern oder gar in Panik zu geraten, blieb ihr nicht. Von mehreren Seiten griffen die Gegner nach ihr. In einer Art tänzerisch fließender Bewegung wich die Braunhaarigen den Angriffen aus, tauchte unter den Armen hinweg, drehte sich zur Seite, schaltete jedoch keinen der Gegner mit einem Gegenangriff aus - eher sammelte Mari diese um sich. „Hm.“ Schließlich hörte auch die Hyuuga die Stimme des Mannes, der die Befehle zu diesem Angriff zu geben schien, erfasste seine Position mittels Byakugan. Dies schien der endgültige Auslöser zu sein, die beiden Händler kreischten panisch und flüchteten - Rai lief ihnen hinterher, um sie aufzuhalten. Stumm nickte Mari, als sie die Worte des Tatsumaki vernahm, die an sie gerichtet waren. Wieder tauchte sie unter dem Griff eines der Zombies hinweg und kam zu dem Schluss, dass sie nun genug der Gegner um sich herum gesammelt hatte. „Hakkeshō Kaiten!“, ertönte die ernste Stimme der 18-Jährigen, die sich schlagartig um die eigene Achse zu drehen begann und eine sichtbar blaue Chakrawand sich von ihr ausgehend entfaltete und sämtliche Gegner in ihrem Umkreis durch die Luft schleuderte, bevor ihre Körper schmerzhaft auf dem harten Boden landeten und vorerst reglos liegen blieben. Was man jetzt bei genauem Hinsehen erkennen konnte? Nun, die entstellten Gesichter einiger Zombies schienen verrutscht, darunter kamen normale, wenn auch blutende, Gesichter zum Vorschein. Masken? Der Anführer des Zombie-Trupps schien mit einer solchen Gegenwehr nicht gerechnet zu haben - er stotterte plötzlich, erkannte, dass dies nicht nur einfache Händler waren und kramte in seiner Tasche. Mari hatte gerade zum Sprint angesetzt, da warf der Anführer des Trupps eine Kugel auf den Boden - und wieder erschien dichter Rauch. „Rückzug!“, brüllte er noch. Glaubte er wirklich, einer Hyuuga so einfach entkommen zu können? Mari sprang gezielt in den Rauch und für einen Moment konnte die Außenwelt nicht sehen, was passierte. Es dauerte vielleicht eine Minute, bis der Rauch sich verzog… ächzend und mit dem Gesicht voran lag der in einen Kittel gehüllte Anführer auf dem Boden, Arme und Hände auf dem Rücken von der Hyuuga mit einem festen Griff fixiert. Entweder hatte der Kerl keine Ahnung, was das Byakugan war oder er hatte es in der Schnelle des Gefechts nicht richtig erkannt. Als ein kurzer Anflug der Gegenwehr sichtbar wurde, drückte die 18-Jährige ihr Knie in seinen Rücken. „Ich kann auch noch anders. Leg es nicht drauf an“, zischte sie dem Mann zu, bevor sie damit begann, die Hände mit einem Seil zu fesseln.
    Zuletzt bearbeitet: 13. Nov. 2016
  15. Miki Benjiro

    Miki Benjiro Active Member

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    Es dauerte einen Augenblick bis Benji begriff was hier los war. Die Händler wurden tatsächlich angegriffen. Der an ein Tier erinnernde Junge wollte gar nicht daran denken was geschehen wäre, wenn Hei die Bitte der Händler ausgeschlagen hätte. Es war heute nicht das erste Mal gewesen, dass sich der Junge in dem Sandbändiger getäuscht hatte und nun plagte ihn ein schlechtes Gewissen – obwohl er dies natürlich niemals zugeben würde! Heis Stimme riss den Miki allerdings aus seinen Gedanken. Mit einem Nicken stimmte der Genin seinem Teamleiter zu und guckte sich – da sich der Rauch fast vollständig verzogen hatte - einmal um und erschrak. Was?! Sowas hatte der kleine Sunanin noch nie gesehen. Menschenähnliche Gestalten die sich auf die Wagen zu bewegten und dabei fürchterlich stöhnten. Ihre Gesichter spiegelten einen unglaublichen Schmerz wieder. Wie konnte das sein? Dabei war sich Benji sicher dass es solche Kreaturen nicht ga… Mit einem zischenden Geräusch flog ein Sandgeschoss etwa einen halben Meter an Benjiro vorbei und schleuderte einen der Zombies nach hinten. Immerhin wussten sie dank Mari, um wie viele Gegner es sich ca. handelte. Wenig später stellte der Tatsumaki erneut die Frage ob Benjiro die Pferde noch unter Kontrolle hatte. Alles klar hier bei mir! erwiderte der Miki lächelnd.
    Als hätte ihm Benji mit seiner Aussage ein Startzeichen gegeben, machte sich der Wüstensohn mit einigen Hüpfern auf in Richtung Luft, führte einen tiefen Atemzug durch und spuckte den Angreifern, ähnlich wie ein Drache es tun würde, eine mächtige Stichflamme entgegen. Wow! platze es aus Benjiro heraus, denn so etwas hatte er noch nie gesehen. Plötzlich bemerkte der an ein Tier erinnernde Junge ein leichtes Ziehen an seiner rechten Hand, drehte seinen Kopf in Richtung des Ziehens und erblickte einen der Zombies der an der Mähne eines Pferdes zog. Offenbar wollte er über das Pferd klettern um sich an Benji heranzuschleichen. Lauter knurrend als ein Hund packte der Miki die Hand des Angreifers und drückte sie fest zusammen, woraufhin ein grobes Knacken zu hören war. Dann liess er los und der Zombie wälzte sich, seine Hand haltend, auf dem Boden. Nun versuchte ein Zweiter dasselbe aber dieses Mal direkt von vorne. Benjiro spürte eine unglaubliche Wut in sich brodeln und ohne überhaupt auszuholen schnellte sein linker Arm nach vorne. Obwohl es nicht so aussah, steckte eine Menge Wucht in dem Schlag des Sunanins. Für einen kurzen Augenblick sah es so aus, als würde sich der Kopf – der Wucht wegen – vom Hals des Angreifers lösen und alleine nach hinten schleudern. Im letzten Moment aber, zog der Körper nach. Der Kerl schleuderte mehrere Dutzend Meter nach hinten, nietete den ein oder den anderen Zombie nieder und donnerte dann mit einem heftigen Knall in einen Baum. Es werden bestimmt keine Tiere angegriffen! bellte der Miki laut. Die Pferde begriffen sofort, dass Benji sie beschützten würde und beruhigten sich. Somit konnte der Miki die Zügel loslassen und nun seinerseits in das Kampfgeschehen eingreifen. Gerade rechtzeitig wie sich herausstellte, denn ein halbes Dutzend der Geschöpfe versammelte sich um den Jungen und umzingelte ihn. Sogar der Angreifer mit der zertrümmerten Hand befand sich unter ihnen. Hatte er etwa noch nicht genug? Na Benji sollte es recht sein, schaltete er ihn eben nochmal aus. Nicht dass Benji Heis Erlaubnis abgewartet hätte, aber irgendwie war er trotzdem froh als der Sandbändiger dem Miki die Angriffserlaubnis erteilte. Benji machte einen Schritt auf die Zombies zu und dabei sackte sein Bein um ein Haar weg. Was zum?! Offensichtlich war genau der Fall eingetreten, den Hei ihm vorausgesagt hatte. Ihm ging die Puste aus, seine Beine wollten nicht mehr so ganz und was das bedeutete, war klar. Er musste sich schleunigst was einfallen lassen um den Kampf zu beenden. Einer der Zombies hatte Benjis kurzen Moment der Schwäche ausgenutzt und ihn von hinten in den Schwitzkasten genommen. Zeitgleich packten zwei weitere Angreifer jeweils einen Arm des Sunanins. Die Miene des Mikis wurde ernster. Abwarten, ich hab nur einen Versuch… Plötzlich bildete sich auf Benjiro ein Zombiehaufen und immer mehr Angreifer stürzten sich auf den an ein Tier erinnernden Jungen. Die Geräusche welche die Typen von sich gaben waren schrecklich, so laut und stumpf. Das musste reichen, er musste jetzt handeln, sonst ging ihm die Kraft aus. Der Zombiehaufen bewegte sich etwas in Richtung Boden und das Lag daran, dass Benji in die Knie ging, um Kraft in seinen Beinen zu sammeln. Will noch jemand von euch aussteigen, bevor ich loslege? fragte der Miki siegessicher in die Runde. Dann mit einem Mal, stiess er sich dermassen heftig vom Boden ab, dass seine Schuhe mehrere Zentimeter tiefe Löcher und sogar kleine Risse im Erdboden hinterliessen. Etwa 15 Meter katapultierte der Junge sich selbst und die Zombiekugel in den Himmel. Erstaunlicherweise liessen beinahe also Zombies aus Angst los. Nur der Angreifer, welcher Benji im Schwitzkasten hielt schien etwas hartnäckig zu sein. Also rammte der Miki so sachte wie möglich seinen Ellbogen nach hinten in die Bauchregion des Kerls, woraufhin er ebenfalls losliess und zu Boden stürzte. Eine Frage warf sich dem Miki dann doch auf: Wieso hab ich diese Technik nie in mein Training eingebaut?
    Mit einem dumpfen Geräusch kam der Junge auf dem Boden auf und blieb erstmal einige Sekunden liegen. Richtig, er hatte die Technik nicht in sein Training eingebaut, weil er – was Landungen aus so ziemlicher jeder Höhe anging – ziemlich ungeschickt war. Obwohl der Miki recht viel einstecken konnte, bildeten Stürze eine Ausnahme. Glücklicherweise schienen auch die Zombies die Nase voll zu haben und machten sich teils sogar humpelnd aus dem Staub. Von der Sache mit dem Anführer hatte der Miki nichts mitbekommen und so war es auch nicht verwunderlich, dass er von dem geplanten Rückzug nichts mitgekriegt hatte. Frech grinsend rappelte sich der Junge auf, rieb sich seinen schmerzenden Rücken und meinte: Ja! Legt euch bloss nicht nochmal mit uns an! … „Ihr Feiglinge! fügte er noch hinzu. Unglücklicherweise hatte er den Kampf von Mari nicht mitverfolgen können, auch den von Rai hatte er verpasst – übrigens, wo waren die Beiden?
  16. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Es ging alles so schnell - aber trotzdem musste er sagen, dass sein Team in diesem Fall wirklich hervorragend reagierte und seine ‚Befehle‘, wenn man es denn so nennen konnte, einwandfrei befolgte. Aber eins nach dem Anderen: Hei hatte erst einmal alle Hände voll damit zu tun, die Angreifer nach und nach unschädlich zu machen. Er versuchte natürlich, nicht tödlich vorzugehen und wenn möglich nur zu immobilisieren. Tja, allerdings war Notwehr immer noch eine der Sachen, die erlaubt waren. Und von (falschen) Zombies angegriffen und ausgeraubt zu werden, rechtfertigte zumindest gerechte Gegenwehr. Der Tatsumaki sah, wie Rai abzischte um Mika und ihren Kerl wieder auf den rechten Weg zu bringen, Mari zerfetzte die Verteidigung des Feindes und rauschte los, um sich den Anführer zu schnappen und Benjiro kümmerte sich gut um die Tiere - und demonstrierte eine unglaubliche Körperkraft. Hei war ein wenig baff - aber konzentrierte sich gleich wieder auf die anstehende Aufgabe. Jetzt schienen sich die Angreifer die Geschichte anders zu überlegen und zogen sich im Rauch zurück. Aber offenbar hatten sie nicht mit der unfairen Waffe gerechnet, die Team Hei zu bieten hatte - Mari. Das Byakugan war nicht umsonst als einer der stärksten Bluterben bekannt, die es überhaupt gab und so flitzte Mari mühelos durch den dichten Rauch - naja, und was dann passierte, konnte Hei natürlich nur vermuten. Aber wie er die junge Frau kannte, würde sie den Kerl jetzt im Griff haben, während die anderen Zombies - die, die noch lebten (ha, ha) - tatsächlich die Beine in die Hand nahmen und flohen. Hei sah sich um und seufzte leise, strich sich durch die schwarzen Haare.

    Es waren einige Männer, die jetzt regungslos auf dem Boden lagen und deren Zombiemasken von dem Gesicht gerutscht, geschmolzen oder gefetzt waren. Tod war trotzdem immer noch nichts, was dem Suna-nin besonders viel Freude bereitete, im Gegenteil. Sein Gesichtsausdruck zeigte eindeutig, wie widerlich er die Situation fand. Eine Falte hatte sich über seinen Augenbrauen gebildet, als er auf den sich verziehenden Rauch zuging. Erst warf er noch einen Blick zu Benjiro, der sich offensichtlich ein wenig verausgabt hatte. „Behalt die Pferde im Auge - und sammel’ die Typen ein, die hier rumliegen. Wir können die nicht einfach so lassen“, meinte er und sah dann zu dem Mann, der von Mari festgehalten wurde. Der Rauch hatte sich mittlerweile verzogen und so konnte man sehen, dass die Hyuuga ganze Arbeit geleistet hatte - wie immer. Wenn jemand stets makellos die Aufgaben erfüllte, dann wohl Mari. Er nickte ihr dankbar zu und lächelte leicht - wenngleich es nicht so recht bei seinen Augen ankam. „So… Zombiemasken und ein Anführer, der sich in einen Kittel hüllt. Es scheint mir, als gäbe es da etwas, was ihr ausnutzen wolltet?“ Der Tatsumaki war überhaupt nicht zufrieden - einfach, weil das hier so vermeidbar gewesen wäre. Allerdings waren sie ja angegriffen worden und hatten kaum eine Wahl gehabt. Der Anführer der Banditen (?) schien nicht wirklich willig sein zu reden, während Mari ihn jetzt loslassen konnte, nachdem sie ihn gefesselt hatte. Hei lächelte fein. Aber die Falte war noch immer da. „Danke, Prinzessin. Kannst du sehen, ob du Benjiro helfen und vorher Rai und die Händler zurückholen kannst? Ich weiß nicht, wie weit die schon weg sind. Du solltest sie doch schnell finden können.“ Der Tatsumaki sah zu, wie Mari das Byakugan noch einmal aktivierte und wand sich dann dem Anführer zu. „So… ich habe kein Interesse daran, noch mehr Tote melden zu müssen, aber ehrlich gesagt wäre mir einer mehr oder weniger dann auch nicht mehr so wichtig.“ Der junge Mann lies Sand an dem Weißkittel hochkriechen, so dass er nach und nach aufgerichtet wurde - bis nur noch der Kopf übrig war. „Die einzige Möglichkeit da noch einmal rauszukommen ist zu kooperieren und mir ein paar Informationen zu geben… ansonsten zerquetsche ich dir einfach nach und nach alle Gliedmaßen.“ Hei war sichtlich genervt. Es war einfach eine beschissene Situation: Einerseits war es Glück gewesen, dass sie dabei gewesen waren um den kleinen Tross zu beschützen, und außerdem gab es hier vielleicht ein paar Informationen. Aber andererseits war es direkt zu einem blutigen Kampf gekommen. Als der Anführer der Zombies, die mittlerweile alle außer Sicht waren, sich aus dem Sandsarg zu befreien versuchte, drückte Hei seine leicht geöffnete Hand ein wenig zu und konnte eine gewisse grimmige Befriedigung nicht unterdrücken, als er sah, wie in die Augen des Mannes Angst kroch. Wohl, weil der Sarg ihm nach und nach die Luft abdrückte. „Okay, okay, ist ja gut! Ich gebe dir die Informationen“, kiekste er und versuchte zwar immer wieder unaufällig, sich zu befreien - aber das würde nichts bringen. Es gab kaum Menschen - Ninja eingeschlossen - die sich aus Heis Sarg befreien konnten, wenn er erst einmal so weit war. Dieser stinknormale Quotenbandit war da keine Ausnahme. „Dann los. Wieso die Aufmachung? Wieso dieser Kittel?“

    Einige Zeit später war klar, wie die Situation zu beurteilen war - zumindest für Hei. Während Benjiro den Weißkittel auf den Karren werfen durfte, kümmerte Hei sich darum, Mulden für die Toten zu erschaffen. Es war keine erfreuliche Arbeit, aber andererseits war es zumindest wichtig, jemandem diesen Respekt zu erweisen, selbst wenn er ihn eigentlich nicht verdient hatte. Schließlich waren alle wieder beisammen und Hei klärte die Gruppe kurz über die Informationen, die er erhalten hatte, auf: Die Männer hatten genau von diesen Gerüchten gehört und sie noch unterstützt, indem sie sich als Zombies verkleidet hatten. Der Mann mit dem weißen Kittel hatte den verrückten Professor imitieren wollen, der laut des Mannes allerdings tatsächlich ein Rad abhatte. Ansonsten gab es nicht viel neues - auch die Banditen waren nur Nutznießer des Rufs gewesen, den der Professor sich aufgebaut hatte. Mit Absicht? „Insofern… nicht viel Neues. Aber es ist umso wichtiger, dass wir schnell weiter in Richtung Norden kommen. Wir müssen aufpassen, nicht, dass sich noch mehr Leute diese Sache zu Nutze machen... Rai, ist mit den Beiden da alles okay?“ Kurz schwieg er, dann lächelte er leicht in die Runde. „Übrigens danke an euch alle. Das hat funktioniert, jeder hat seinen Teil getan. Das war gute Teamarbeit.“ Er neigte leicht den Kopf und wand sich dann zu den Wagen. „Also, lasst uns die Männer begraben und dann… machen wir weiter.“ Er deutete auf die Toten. Es waren fünf Männer, die tatsächlich von den Ninja getötet worden waren… ein zweifelhafter Rekord für Hei, der ihn eher nachdenklich und traurig stimmte. Klar, letztlich gehörte das dazu, aber es gefiel dem Tatsumaki nicht. "Benjiro, Rai, schafft ihr es, die beiden Kutschen zu fahren? Mari, ich würde dich gerne spähen lassen, wenn es dir nichts ausmacht. Byakugan in regelmäßigen Abständen, aber du musst nicht übertreiben. Ich behalt' die Situation auch im Auge und werd' die Händler belatschern, dass sie wieder das Fahren übernehmen können. Wir fahren weiter nach Norden und... treibt die Tiere ein wenig an. Ich will keine Zeit mehr verlieren."
    Zuletzt bearbeitet: 20. Nov. 2016
  17. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Mari seufzte genervt auf, als sie spürte, dass der Mann im Kittel noch immer versuchte, sich zu befreien - verstand er nicht, dass seine Lage aussichtslos war? Die Hyuuga mochte es nicht, wenn Leute zu stur waren, um die eigene Niederlage zu erkennen. Nun, Hei würde schon wissen, wie er den Kerl dazu brachte, zu kooperieren, immerhin hatte die Braunhaarige bereits in der Vergangenheit mitbekommen, dass der Suna-Nin seine Taktiken hatte, um Menschen zum Reden zu bringen. Nachdem sie den Unbekannten fertig gefesselt hatte, huschten die weißen Augen hinüber zu dem Tatsumaki, der näher trat. Er lächelte zwar, doch das Unwohlsein war ihm deutlich anzusehen. Hm - gerne hätte Mari nun mit ihm gesprochen, aber es war nicht der richtige Moment dafür. Stattdessen nickte sie nur stumm, schubste den gefesselten Feind von sich und wandte sich von ihm ab. Bevor Mari sich auf den Weg zu Benjiro machte, schenkte sie Hei noch ein kurzes, kaum sichtbares Lächeln - vielleicht eine Aufmunterung? Nun, das musste der junge Mann für sich selbst interpretieren.

    Während der Schwarzhaarige sich um das Verhör kümmerte, wandte sich Mari Benjiro zu. Nachdem sie bei dem braunhaarigen Jungen angekommen war, musterte sie ihn kurzzeitig. „Du scheinst unverletzt zu sein. Das ist gut.“ Eine Feststellung, die allerdings doch für Beruhigung im Inneren der Hyuuga sorgte. Sie wollte ungern mitansehen, wie Teamkollegen sich verletzten. Ein kurzes Lächeln huschte über die Lippen der jungen Frau, bevor sie mit einem Seitenblick zu den Pferden sah. „Du kommst hier alleine klar, oder? Ich bin ehrlich gesagt nicht sehr begabt im Umgang mit Tieren… und Rai-kun steckt noch irgendwo im Wald.“ Mit aktiviertem Byakugan blickte Mari in entsprechende Richtung - und nickte schließlich, als sie den Takeshi gefunden hatte. Sie sah noch einmal zu Benjiro, deutete in Richtung Hei, der mittlerweile seinen Sand am Körper des Anführers hochkriechen lies. „Hei kommt sicher alleine klar, aber wäre gut, wenn du für den Notfall einen Blick auf sie wirfst, während ich weg bin, okay?“ Sie wartete noch kurz ab, hob die Mundwinkel an, dann verschwand die Hyuuga plötzlich von der Stelle und zischte in das Waldstück am Wegesrand, um Rai aufzusammeln. Die Suche nach dem Jungen stellte sich nicht als sonderlich schwierig heraus - er war zwar weit in das Innere des Waldes vorgedrungen, hatte dabei aber auch eine Spur hinterlassen, die man kaum übersehen konnte. Schließlich fand sie Rai zusammen mit den Händlern - er kam ihr bereits auf halber Strecke entgegen. Dem Takeshi konnten ein paar Spuren des Kampfes angesehen werden, doch es schien sich noch in Grenzen zu halten. Kurz schilderte der Junge Mari, was passiert war, bevor diese ihm und auch den Händlern erklärte, dass die Zombies keine Zombies waren - sondern einfache Diebe, die sie hatten ausrauben wollen. Rai wirkte äußerst getroffen von dieser Erkenntnis, doch es blieb keine Zeit, um sich damit zu beschäftigen. Die Händler bekamen noch eine kurze Standpauke von Mari zu hören (immerhin hatten sie ihnen durch die Flucht deutlich mehr Umstände bereitet), bevor sich alle zusammen auf den Rückweg machten.

    Als die Gruppe wieder zusammen war, wurde sich um die Toten gekümmert und Hei klärte das Team darüber auf, welche Informationen er hatte bekommen können. Die Diebe hatten sich die Gerüchte zunutze gemacht? Das hätte man sich auch vorher schon denken können. Die junge Frau nickte zustimmend auf den Plan des Tatsumaki hin - es war nicht das erste Mal, dass sie auf einer Mission als Späherin fungieren sollte. Das war als Hyuuga eine Aufgabe, für die man einfach geboren worden war. Die Toten wurden begraben, jeder begab sich auf seinen Posten und die Reise ging weiter - weiter in den Norden, sodass das Ziel der Mission immer näher rückte. Was sie wohl dort erwartete?
  18. Miki Benjiro

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    Jetzt wo das Adrenalin langsam nachliess, wurde Benji klar, was er seinem Körper gerade abverlangt hatte. Seine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding – Wackelpudding mit Muskelkater. Glücklicherweise war der Miki hart im Nehmen und rein äusserlich schien ihm nichts zu fehlen. Als er sich umsah und sich auch das letzte Bisschen Rauch verzogen hatte, musste Benji erstmal seine Gedanken ordnen. Überall lagen die Körper der Banditen herum, einige rührten sich und andere wiederum nicht. Dann war da noch Mari die einen Mann zu Boden drückte und anschliessend fesselte. Von Rai und den Händlern fehlte allerdings jede Spur. Da der an ein Tier erinnernde Junge nicht unbedingt als Blitzmerker galt, begriff er zunächst gar nicht was gerade passiert war. Noch vor wenigen Sekunden hatte er den Zombies übelst in den Hintern getreten und jetzt war es schon beinahe gespenstisch ruhig. Es schien als wusste jeder was er zu tun hatte, nur Benji stand da, auf seinen wackeligen Beinen und war planloser als je zuvor.

    Als wüsste er um Benjis Gemütszustand Bescheid, riss Hei den Miki aus seiner Planlosigkeit und bat ihn darum, sich um die Pferde und um die herumliegenden Zombies zu kümmern. Dann wandte er sich ab und ging auf Mari und den gefesselten Typen zu. Natürlich konnte man jetzt sagen, dass das Einsammeln der Typen Vorrang hatte, aber die Pferde lagen dem Jungen nun mal mehr am Herzen, weswegen er ein paar Zuckerstückchen aus seinem Rucksack herauskramte und die Pferde damit fütterte. Offenbar hatte Hei Mari abgelöst, denn sie näherte sich nun dem an ein Tier erinnernden Jungen. Man durfte das jetzt nicht falsch verstehen, aber Mari hatte sich bis hierhin nicht gerade als besonders gesprächig erwiesen und offensichtlich hielt sie nicht viel vom Reden im Allgemeinen – sofern sich das Geredete nicht auf etwas – in ihren Augen - Wichtiges bezog. Deswegen guckte Benji etwas ratlos drein und nickte nur als Antwort auf ihre Frage und ihre Bitte. Hmm… was ist denn in sie gefahren? Ein paar Minuten später waren die Pferde ruhig gestellt und wieder abfahrbereit. Gut, das wäre geschafft. Der Miki wandte sich den herumliegenden Zombies zu. Nun zu euch Als würden sie nichts wiegen legte sich Benji zuerst einen Zombie über die linke Schulter und dann einen über die Rechte. Auf diese Weise fuhr der Junge fort, bis er alle Banditen um einen dicken Baum positioniert hatte. Nun ja nicht ganz alle. Erst vor kurzem hatte sich der Junge ein paar Grundkenntnisse in der Medizin angeeignet und bei ein paar Banditen war kein Puls mehr spürbar. Allem Anschein nach, waren sie auf dem Weg ins Jenseits, oder vielleicht schon dort angekommen. Mit einem Seil, das er aus seinem Rucksack hervorholte, fesselte er die noch lebenden Übeltäter an den dicken Baumstamm und richtete seinen Blick daraufhin auf die Toten. Besonders fiel ihm dabei ein Bandit auf, dessen Gesicht blutüberströmt und ziemlich verformt aussah – und das nicht wegen der Zombiemaske, die war nämlich gar nicht mehr vorhanden. Kurz spielte sich vor dem inneren Auge des Jungen erneut die Szene ab, in der er den einen Zombie raketenartig in einen Baum gedonnert hatte. Erst als er besagten Baum betrachtete, fiel ihm auf wie viel Kraft in dem Schlag gesteckt hatte. Es hätte nicht viel gefehlt und der Baum wäre auseinandergebrochen oder umgefallen. Reue machte sich in dem Jungen breit. Wie kann das sein, ich hab nicht fest zugeschlagen… Noch nie zuvor hatte er jemanden schwer verletzt, geschweige denn getötet. Benji kam sich schäbig vor, als hätte er seine Stärke missbraucht, um jemanden auszuschalten der unterlegen war. Nicht umsonst hatte ihm Mura mal gesagt, dass - gerade weil Ninjas solche aussergewöhnlichen Fähigkeiten besassen – es besonders wichtig war, diese richtig einzusetzen. Natürlich behielt Benji seine Schuldgefühle für sich, soweit kam es noch, dass er mit Hei, Mari und Rai Kaffeekränzchen-mässig darüber sprach!

    Apropos Rai, hatte Mari sich nicht auf die Suche nach dem Blauhaar und den Händlern begeben wollen? Immerhin hatte sie vorhin sowas in der Art erwähnt. Im selben Augenblick trat Mari zusammen mit dem Blauhaar und den beiden Händlern im Schlepptau, aus dem Wald hervor. Rai sah zwar unverletzt aus, jedoch entging Benji nicht, dass ihn irgendetwas total mitgenommen hatte. Ob es ihm gleich erging wie Benji? Hätte schliesslich sein können.
    Zeitgleich hatte Hei ein paar nützliche Infos aus dem Mann im weissen Kittel herausquetschen können. Der Mann war Anführer einer Banditenbande, die sich den Ruf des verrückten Wissenschaftlers zu Nutzen gemacht hatte und damit Angst und Schrecken verbreitete. Dementsprechend viel Freude bereitete dem Miki die Tatsache, dass er den Anführer unsanft auf eine der Kutschen verfrachten durfte. So schnell wirst du niemanden mehr überfallen Rief der temperamentvolle Junge noch hinterher. Nun galt es noch – aus Respekt – die Toten zu begraben und dann musste Team Benji auch schon weiter. Da die Händler noch etwas unter Schock standen, übernahmen Rai und Benji die Aufgabe des Kutschenführers. Zum Glück kannten die Pferde den an ein Tier erinnernden Jungen mittlerweile gut und so schien Benji das Erfüllen dieser Aufgabe leichter zu fallen als Rai, was die Laune des Mikis etwas anhob.

    Der Rest der Fahrt verlief friedlich und nach ein paar Stunden erreichten sie endlich ihr Ziel: Das nördlichste Dorf im Norden. Oder sowas in der Art, der Name war dem Braunhaarigen entfallen, aber seiner Meinung nach, war sowieso jeder Name der nicht Eishausen enthielt, unpassend. Es war bitterkalt und Benji war nicht der Einzige, der bibbernd seine Jacke hervorkramte und sie so schnell wie möglich anzog. Boah, hier werd ich noch zum lebendigen Eiszapfen! murmelte Benji und eines der Pferde wieherte mit einem breiten Grinsen auf. Hey, lachst du mich etwa aus? fragte Benji schmunzelnd.
    Plötzlich zog etwas riesig Grosses die Aufmerksamkeit des Mikis auf sich. Etwas weiter weg konnte man gerade so das Schloss des Wissenschaftlers erkennen und spätestens die grimmigen Blicke der Dorfbewohner bestätigten, dass Team Miki am richtigen Ort angekommen war. Da die Händler das Steuer nun selbst wieder übernehmen konnten, schnappte sich Benji den Banditenanführer und sprang mit ihm von der Kutsche. Obwohl der Körper des Mikis total ausgelaugt war, schaffte er es trotzdem – der Notwendigkeit halber – weiterzumachen. Blieb abzuwarten wie lange das so weiterging. Um Hei nicht ganz im Dunkeln zu lassen streckte Benji ihm seinen hochgestreckten Daumen entgegen und meinte dann: Ich würd mich gerne im Dorf etwas umsehen, denn die Bewohner sehen ziemlich verstimmt aus. Vielleicht sehen sie uns nicht als Feinde, wenn jemand von uns hierbleibt. Kurz dachte er nach und zwinkerte Hei dann zu. Ausserdem werd ich auf diesem Weg vielleicht auch unseren Kumpel los. Benji deutete mit seinem Finger auf den Banditenanführer, den er über seine Schulter gepackt hatte. Dann wandte er sich ab und marschierte auf ein Haus zu, welches von einem Schild mit der Aufschrift Verwaltung geziert wurde. Dabei war ihm gar nicht aufgefallen, dass er Heis Einverständnis gar nicht abgewartet, sondern sich einfach abgewandt hatte. Naja, immerhin war Benjis Idee gut, denn wenn sich Vier fremde Leute auf den Weg zu dem Wissenschaftler machten, würde das bestimmt nur unnötiges Misstrauen schüren und mit dem Anführer im Gepäck, konnten sie schliesslich auch nicht bei dem Auftraggeber auftauchen, also was sollte Hei schon gegen Benjis Alleingang einzuwenden haben?
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dez. 2016
  19. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Mari wusste es vielleicht nicht, aber ihr Lächeln - wenngleich nur so fein, dass man es kaum hatte wahrnehmen können - half ihm irgendwie ein wenig durch sein 'Verhör'. Er mochte das nicht, aber es musste sein. Wie schon zuvor erledigten auch seine Teammitglieder ihre Aufgaben wie gewünscht und gewollt und - zumindest in seinen Augen - ohne Makel. An sich war das schon eine gute Gruppe, wenngleich die beiden jüngeren Kollegen durchaus ein wenig mehr Resilienz hätten zeigen können. Allerdings war Benjiro wohl selbst überrascht und erstaunt ob seiner Kraft - wenn er das richtig interpretierte - und Rai hatte mit der Zombie-Geschichte ein wenig zu kämpfen. Hatte er bisher also... wirklich irgendwie an so etwas geglaubt? Lebende Untote - so widersprüchlich dieser Ausdruck auch war - waren wohl in seiner Gedankenwelt möglich. Hei selbst kümmerte sich noch schnell um die Toten, dann ging es schon weiter. Benjiro bewies Galgenhumor, als er den Anführer der Bande auf den Wagen warf und ihm sichtlich zufrieden noch etwas hinterherblaffte. Irgendwie war der Kleine schon witzig; Hei musste schmunzeln. Schließlich saßen sie alle wieder auf den Karren und Benjiro schaffte es bravorös, die Pferde zu lenken. Rai war nicht so geschickt, aber er schien sich den einen oder anderen Trick bei seinem Kameraden abzugucken und schaffte es, seine tierischen Schützlinge nicht ausbrechen zu lassen. Hei bekam davon nicht ganz so viel mit, weil er damit beschäftigt war, mit den Händlern zu sprechen und sie ein wenig zu beruhigen - der Schock saß ihnen noch tief in den Knochen. Dabei half es nichts, dass die vier mehr oder weniger Jugendlichen hier vor ihnen gerade, ohne mit der Wimper zu zucken oder große Mühe dabei gezeigt zu haben, mehrere Menschen über den Jordan geschickt hatten. Hei verstand das. Und vielleicht war es gerade dieses Verständnis, was ihn vor allem irgendwie auszeichnete, was die Händler ein wenig beruhigte. Es dauerte noch eine ganze Weile und bis in die Abendstunden hinein, dass sie endlich dort auftauchten, wo sie auch hingewollt hatten.

    "Eiszapfen?", fragte Hei und es war in diesem Moment einfach seinen Präferenzen und seiner natürlichen Schwäche gegen Kälte geschuldet, dass er ähnlich wie sein Suna-Kollege ein wenig zitterte. Dann erinnerte er sich daran, dass er ja ein Ninja war und sich mit solchen Kleinigkeiten eigentlich nicht beschäftigen musste. Ein, zwei Fingerzeichen später war ihm mollig warm. Es war wirklich eine wunderbare Idee gewesen, dieses Jutsu zu erfinden... vielleicht sollte er es der Verwaltung als ein Jutsu vorstellen, was mit in die allgemeinen Schriftrollen über das Katon aufgenommen werden konnte. Hei sinnierte kurz, merkte dabei gar nicht, dass Benjiro schon wieder einen Alleingang vornehmen wollte. Der Junge hatte echt Hummeln im Hintern! Hei wand sein Gesicht kurz seiner Freundin zu und zog eine Schnute. "Der Kerl kann nicht stillhalten, oder?" War er auch so gewesen? Na, egal. Wichtig war jetzt erst einmal, dass die Dorfbewohner kein falsches Bild von ihnen bekamen... von dieser seltsamen Reisegruppe, die eingetroffen war. "Ich sammel' ihn wieder ein", brummte Hei und hüpfte vom Wagen, Benjiro hinterher. Ja, hier in diesem Dorf wären sie eh wieder auf die Füße umgestiegen, aber Hei hätte den Anführer schon gern selbst abgeliefert. Und den Händlern noch einige Dinge eingeschärft. Mist. Schnell huschte Hei hinter Benjiro her, der schon in dem Gebäude verschwunden war. "Oooh", hörte er eine männliche Stimme von innerhalb des Hauses klingen und öffnete die Tür, schlimmes ahnend. Ein dicklicher, bebrillter Mann mit einem Rauschebart klopfte Benjiro auf die Schulter. "Diesen Gauner suchen wir schon lange! Es ist ein Haftbefehl auf ihn ausgestellt. Danke, du hast mir einen großen Gefallen getan, kleiner Mann." Sein wohlwollender Blick huschte zu Hei, der noch nichts gesagt hatte. Die Übergabe war schnell passiert und der Bürgermeister (?) schüttelte betrübt den Kopf. "Auch wenn das natürlich nur einer unserer Sorgen war. Wisst ihr, es gibt da..."
    "Bürgermeister!" Von draußen kam noch ein Mann. "Ich habe gehört, dass das Ninja sind! Mika sagte, sie haben die ganze Banditenbande auseinander genommen."
    "Was? Ist das wahr?" Er fasste die beiden Shinobi vor sich ins Auge, ein nahezu gieriges Funkeln in den Augen. "Ihr seid gekommen, um uns zu retten, oder? Zwischen den Banditen und dem Wissenschaftler gehen wir hier vor die Hunde und wir haben schon gedacht, dass Shirogakure sich überhaupt nicht mehr um uns kümmert. Wisst ihr, dieser Mann da im Schloss raubt unsere Gräber aus, schändet unsere Toten und verwandelt sie in Zombies. Es geht hier nicht mit rechten Dingen zu. Endlich seid ihr da!" Hei schluckte. Das war irgendwie die ganze falsche Richtung. "Nein, das ist nicht ganz -", fing er an, aber seine sonst so präzise und doch ausführliche Art zu sprechen half ihm hier nicht. Es dauerte in seiner Sprache einfach zu lange, 'NEIN' zu sagen.
    "WUNDERBAR!", unterbrach ihn der Bürgermeister, riss die Tür seines Verwaltungsgebäudes auf und brüllte hinaus. "He, Leute! Die Ninja sind hier, um -" Er stockte, und schien dann noch begeisterter. Währenddessen strömte das ganze Dorf zusammen. "BEI GOTT, IST DAS EINE HYUUGA?!"
  20. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Kaum gingen die drei ein kleines Stück, sah man schon Mari auf sie zu rennen. Die Hyuuga klärte sie über den Stand der Dinge auf. Nun wusste auch Rai, dass diese „Zombies“ keine waren, sondern Menschen. Diese Erkenntnis traf ihn, so hatte er gerade erst einen von denen getötet. Auch war ihm nun bekannt, dass eine Gruppe von Banditen hinter diesem Überfall stecken. Aber um ehrlich zu sein, noch nie hatte Rai töten müssen. Jetzt tötet er zum ersten Mal und dann gleich einen Menschen. Das stimmte ihn jetzt nun doch etwas nachdenklich. Man konnte ihm das auch anmerken, denn als sie wieder oben an der Straße angekommen waren, wurde er fast von jedem bemitleidend angeblickt. Nun, um sich nochmal ein Bild vom Geschehen zu machen: Der Anführer der Banditen wurde gerade von Hei vernommen, und zwar mit Erfolg. Diese Gruppe von Banditen hatte sich also die Gerüchte zunutze gemacht und damit Reisende in Angst und Schrecken versetzt. Nicht gerade eine Glanzleistung von denen. Wahrscheinlich machten die das zum ersten Mal und hatten so viel Glück, dass sie in eine Gruppe von Ninja liefen. Ein kleines Lächeln zeichnete sich auf die Lippen des Takeshi, denn der Gedanke daran, natürlich die Schadenfreude, stimmten ihn halbwegs um. Trotzdem konnte er nicht vergessen, was er da unten im Wald vorhin getan hatte.

    Nun kam ihm eine neue Aufgabe zu: Er solle gefälligst die Zügel in die Hand nehmen und eine der zwei Kutschen fahren. Tja, Rai mochte Tiere und die Tiere mochten ihn, aber noch nie saß er am Steuer einer Kutsche. So setzte er sich auf den Fahrersitz und nahm die Zügel in die Hand. Als dann alle bereit waren, sprich der Anführer der Banditen richtig verstaut wurde und Mari neben ihm saß, spannte er die Zügel, ließ sie schnalzen und mit einem Pfiff gab der den Pferden zu bedeuten, dass sie lostraben sollen. Der Rest der Reise verlief eigentlich ohne große Probleme außer, dass die Pferde von Rais Kutsche einmal fast ausgeschoren waren. Manchmal blieben sie auch einfach stehen, nur weil sie keine Lust mehr hatten weiterzugehen. Und natürlich wurde es auch immer kälter und kälter. Irgendwann warf sich Rai einfach seinen Allzweckmantel um und die Kälte war für ihn fast wie verschwunden. Schlussendlich kam es so wie es kommen musste und die Gruppe rund um Rai kam am Zielort an. Dort wurden sie alle mit zwielichtigen und finsteren Blicken willkommen geheißen. Jetzt kam in Rai wieder der Taktiker zum Vorschein. Bloß nicht auffallen, das war nie gut. Ein Ninja sollte sich im Schatten bewegen, keine Aufmerksamkeit erregen. Also begann Rai die Menschen um ihn herum zu ignorieren und ein Lied zu summen. Es war ein altes Lied aus seiner Kindheit, das ihm immer seine Eltern vorm Schlafengehen vorgesungen hatten. Hoffentlich erweckte er den Eindruck, dass er ein einfacher Händler auf einem Zwischenstopp sei. Nach ein paar Minuten hielten sie schließlich an und stiegen ab. Benji machte sich mit dem Banditenanführer aus dem Staub in Richtung Haus der Verwaltung. Hei folgte ihm und so blieben nur die Hyuuga und der Takeshi bei den Kutschen zurück. „Hey, wartet doch noch kurz einen Moment, bevor ihr euch auch aus dem Staub macht.“, sagte Rai zu den beiden Händlern. Vielleicht wollten sie eh noch nicht abhauen, aber vielleicht brauchte man die zwei ja noch. Nun wandte er sich an Mari, denn jetzt war der Augenblick gekommen, an dem seine Nachforschungen begannen. „Ich werde mich gleich auf dem Weg zum Auftraggeber machen und Nachforschungen anstellen. Wenn es euch nicht stört, natürlich.“ Er sagte ihr die Wahrheit. Auf dieser „Mission“ konnte viel passieren, also ließ er sie wissen, was er vorhatte. Die Reaktion darauf musste er gar nicht abwarten, denn plötzlich kam ein Mann aus der Verwaltung rausgestürmt, der sehr großen Krawall veranstaltete. Jeder hatte ihn ihm Blick, jeder war auf ihn fokussiert. Jetzt war seine Chance gekommen. Ohne irgendwas zu sagen, rannte Rai so leise wie möglich auf sein Ziel zu, auf das große Schloss des Wissenschaftlers. Mit jeder Sekunde gewann er an Abstand zu dem Aufstand hinter ihm und das war auch gut so. Endlich war er alleine und konnte den Gerüchten nachgehen. Das Zeitfenster dafür war nun relativ gering, da sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nach ihm suchen werden. Diese Zeit musste er nutzen, er musste einfach. Irgendwie musste er schließlich den Tod des Banditen im Wald rechtfertigen können, es ging nicht anders. Er musste ans Licht bringen, dass Zombies wirklich existierten und der Wissenschaftler dafür verantwortlich ist.
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