Stadtplatz

Dieses Thema im Forum "Mayaku" wurde erstellt von Sakaida Mai, 22. Apr. 2018.

  1. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Im Zentrum der Stadt Mayaku befindet sich nicht nur ein ungepflegter, trauriger Stadtplatz, sondern auch zahlreiche zwielichtige Kneipen und Spelunken.
    Anders als im Stadtosten geht man hier offen mit Kriminalität und Substanzkonsum um. Shinobi oder auch andere ungewollte Eindringlinge, die nichts ins Mayaku verloren haben, sollten in diesem Bereich vorsichtig sein.
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2018
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    -> Langweilige Umgebung mit viel Grün

    Schweren Herzens trennten sich Mai, Shin und Lihaku von Arata und Kayros. Wobei, eigentlich war ja nur Mai’s großes, warmes Herz schwer, schließlich fühlte sich mit ihrem Freund aus Sunagakure um einiges fähiger. Aber es war nun einmal an der Zeit, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen. Und so lächelte der Blauschopf Shin und Lihaku motivierend an und die Großgruppe teilte sich auf. Allerdings sollte es schon bald zu einem ersten Strich durch die Rechnung des Teams kommen. Mai, Shin und Lihaku wurden nämlich verfolgt. Nicht etwa von einem Feind, sondern viel mehr von einem Verbündeten. Allerdings hatte dieser keine guten Nachrichten. Es handelte sich um ein Kuchiyose in Form eines Habichts, welcher vor der geteilten Gruppe landete. Bei sich trug er eine kleine Schriftrolle, welche er Mai mit seiner Klaue reichte. „Oh nein.. Es steht mir nicht zu, aber ist ihnen bewusst, dass wir einen Hyuuga in unserem Team brauchen?“, fragte Mai besorgt den Habicht und meinte damit seine Auftraggeber. „Abgesegnet von ganz oben!“, kam die deutliche Antwort des Wesens. Lihaku würde das Team also noch vor Beginn der Mission verlassen müssen. Ein Auftrag mit höherer Priorität erforderte seine Fähigkeiten. Und so verabschiedeten sich Shin und Mai von ihrem Gefährten und gingen mit einem unguten Gefühl im Bauch weiter in Richtung Mayaku, während sich Lihaku auf den Rückweg nach Shirogakure machte.

    Und wir können es Kayros und Arata nicht mehr mitteilen.“, seufzte Mai geknickt und sah Shin hilflos an. Damit wäre die Fußballfan-Gruppe dann wohl auch geplatzt, denn was zu dritt schon Misstrauen erwecken würde, wäre zu zweit undenkbar. „Gut, hör zu. Wir beide fallen zu sehr auf, wir sind so.. unterschiedlich..“, grübelte Mai und musterte Shin kritisch. Hoffentlich verstand er ihren kritischen Blick nicht falsch, es hatte nichts mit ihm zu tun. „Was soll's!“, winkte Mai ab und stemmte die Hände in die Hüften. „Wir wollen eben ins Dealer-Geschäft einsteigen! Wir sind zwei Schulabbrecher, die nichts mehr fürchten, als ehrliche Arbeit und eine 40-Stunden-Woche!“, quietschte sie aufgeregt und grinste Shin begeistert an. Wie er das wohl fand? Hoffentlich war diese Idee nicht zu gefährlich. Aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen! Ihr fiel nichts besseres ein.. Journalisten? Zu neugierig. Freiwillige Helfer? Zu aufdringlichlich. Freude an Drogen? Zu gefährlich. Reisende? Zu auffällig.

    Die Sonne war mittlerweile untergegangen und das kleine Team hatte die Stadtgrenze Mayakus erreicht. Bereits von weitem merkte man, dass etwas dort nicht stimmte. Die Stadt war nicht durch Straßenlaternen erleuchtet, lediglich einige wenige Lichter zeigten auf, dass es hier Leben gab. Von nun an hieß es, professionell zu sein. Nicht einfach, aber eine Pflicht. Mayaku stank. Es war schmutzig und ungepflegt. Müll lag herum, Erbrochenes hing an einer Hauswand und eine streunende Katze mit zerkratztem Körper begrüßte die beiden Fremden gequält. Auf einer zerschlagenen Bank kauerte sich ein junger Mann zusammen, welcher vor sich hin murmelte. Kaum verständlich. Wie eigenartig! „Ein Drogenabhäniger?“, flüsterte Mai ihrem Partner leise zu. „Es klingt hart, aber wir müssen ihn ignorieren.“, wies sie ihm unglücklich. Dieser junge Mann war nicht der letzte Drogenkranke, welchen sie in dieser Stadt sehen würden.
    Zuletzt bearbeitet: 23. Apr. 2018
  3. Mashido Shin

    Mashido Shin Genin

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    Der Namenlose stellte die Truppe um Mai und Kayros wirklich vor eine harte Prüfung. Nicht nur, dass das Team durch die unverständliche Entscheidung der Dorfverwaltung Lihaku abziehen musste. Dann musste sich der Zielort auch noch in einem derart desolaten Zustand befinden, dass es Shin mehr als nur schwerfiel, nicht gleich jedem und allem helfen zu wollen. Beziehungsweise war es für ihn unmöglich, nicht jedem gleich helfen zu wollen, aber die Unterdrückung dessen war mit sehr viel Mühe gerade so möglich. Immerhin war der Mashido doch für gewöhnlich jemand, der sofort half, wenn es nötig war und gar nicht erst groß fragte. Da sollte es klar sein, dass es nicht leicht für ihn war, beim Anblick einer eindeutig misshandelten Katze einfach weiter zu gehen. Das war bei der Person auf der Bank anfangs auch nicht anders. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Blauhaarige erwähnte, dass es sich um einen Drogenabhängigen handelte. „Der Mann ist selber schuld, wenn es ihm nicht gut geht. Er hat sein Seelenheil wissentlich aufs Spiel gesetzt und damit nicht nur sein aktuelles, sondern auch alle folgenden Leben gefährdet. Der Namenlose hat den Konsum von Rauschmitteln nicht umsonst als Sünde gebrandmarkt.“ Im Hinblick auf seine Religion durchdachte der Neunzehnjährige nochmals die vorangegangene Idee der Teamführerin. Sie wollte sich also in die Organisation einschleusen, um weniger aufzufallen. Schön und gut. Es schien auch so, als gäbe es keine bessere Möglichkeit zu geben. Aber wie sollte sich der Mönch verhalten, wenn er etwas tun müsste, das gegen die Gebote des Namenlosen verstößt? Er gab ein missmutiges Seufzen von sich und murmelte irgendwas von wegen „Muss einfach versuchen, das beste aus der Situation zu machen.“ und „Der Namenlose wird es schon verstehen.“

    Viel weiter konnte der Wüstenbewohner auch gar nicht mehr grübeln, da sie plötzlich aus einer dunklen Gasse heraus angesprochen wurden. Eine Gestalt, die eindeutig nicht zu der Gesellschaft gehörte, mit der sich der Glatzkopf bevorzugt in der Öffentlichkeit zeigte. Es handelte sich um einen kleinen dicken Mann, der aussah, als stünde da eine Ratte auf zwei Beinen in einem schmuddeligen Anzug und mit einer Frisur, als wäre schonmal ein Wagenrad quer drübergefahren. „Hey ihr, ich habe euch hier noch nie gesehen. Wer seid ihr und was macht ihr hier?“ Als der Kerl näher kam stieg dem Schwarzäugigen eine eindeutige Duftwolke in die Nase, so dass es ihm nicht möglich war, ein deutlich sichtbares Naserümpfen zu unterdrücken. Gerade wollte er antworten, da begann sein Gegenüber zu grinsen und offenbarte ein Dutzend extrem ungepflegter Zähne - es waren tatsächlich nicht mehr als zwölf Zähne zu finden. Hinzu kam ein fauliger Gestank, der sich noch unter die Alkoholfahne mischte. „Bei allen Göttern in diesem Universum und darüber hinaus, wann hat der sich zuletzt gewaschen?“ Für den Sunanin war es in diesem Moment absolut unmöglich, auch nur ein Wort zu sagen. Seine gesamte Willenskraft brauchte er dafür, sich nicht unmittelbar auf des Fremden Schuhe zu übergeben.
  4. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Nachdenklich hörte sich Mai die Worte ihres Teamkollegen an. Früher dachte sie auch so über die Menschen, dass jeder grundsätzlich seines Glückes Schmied war und jeder, der sein Leben nicht nutzte, selbst Schuld war. Aber über die Jahre hatte sie viele Leute und deren Geschichten kennengelernt, weshalb sie festgestellt hatte, dass nicht jeder die gleichen Chancen hat oder mit demselben Glück gesegnet wurde. „Ich frage mich dann immer, wie es mir wohl selbst ergangen wäre, wenn ich in dieser Stadt geboren wäre. Du weißt schon, mir dann auch hier ein Leben aufgebaut hätte und all das. Wer sagt, dass ich unverschont geblieben wäre? Wir dürfen sie nicht verurteilen..“, endete sie leise und sah über ihre Schulter zu dem geschundenen Mann, dann mit traurigen Augen zu Shin. Es blieb zu hoffen, dass sie ihre Arbeit gut machen würden und die Menschen aus diesem Drogensumpf herausholen konnten. Und wer genau der Namenlose war, würde Mai bestimmt dann auch noch erfahren! Sachen gibt’s..

    ..die gibt’s gar nicht. So zum Beispiel den Gestank dieses zerlumpten, widerlichen Mannes, welcher das Gespann ansprach. Es kostete Mai einiges an Überwindung, sich nicht demonstrativ die Nase zuzuhalten. Schon jetzt erkundigte sich jemand nach den beiden inkognito Ninjas, das ging ja schon gut los. Mai hoffte, dass Shin an ihrer Stelle antworten würde, doch der hatte genauso sehr mit dem Ekel zu kämpfen, wie der Blauschopf. Sie mussten unbedingt aus dieser Situation raus! „Natürlich haben Sie mich und meinen Freund noch hier gesehen! Wir kamen gerade erst an. Und nun sagen Sie schon, an wen müssen wir uns wenden, um groß rauszukommen?!“, blaffte Mai den Fremden an, welcher darüber sichtlich überrascht war. Sich so auszudrücken hatte Mai in einem Job gelernt, als sie gemeinsam mit Yamasaru Souta eine Straßengang bestehend aus Jugendlichen sprengen mussten. Der Ekeltyp begann zu höhnisch lachen. „Ihr wollt also groß rauskommen?“ Mai verengte die Augen und funkelte den Mann an. „Sie haben mich schon verstanden. Also was ist jetzt? Oder gibt es nicht genug Stoff, um Otafuku Gai ebenfalls zu versorgen?“, log sie einfach weiter und verzichtete dabei bewusst darauf, auf Ninjadörfer wie Konohagakure zurückzukommen. „Otafuku Gai~“, säuselte er durch seine faulen Zähne und hätte Shin und Mai damit beinahe umgeräumt. „Erkundigt euch doch in der Kneipenszene.“, schlug er noch immer grinsend vor, hob die Hand zum Abschied und verschwand in jener dunklen Ecke, aus welcher er gekommen war.

    Nicht zu glauben.“, seufzte Mai darüber, wie sehr dieser Mann doch gestunken hatte. „Geht’s dir gut? Seit ich in einem Bergstollen von meiner Gruppe getrennt wurde und allein um mein Leben und das eines mir sehr wichtigen Menschen gekämpft habe, schrecken mich solche Dinge nicht mehr so schnell ab. Aber übel wurde mir trotzdem!“, grinste sie gegen Ende und erschauderte bei der grausigen Erinnerung an die wohl schlimmste Mission ihres Lebens - bis jetzt! Und so marschierten die beiden Shinobi, die einander eigentlich noch kaum kannten, weiter durch die dreckigen Straßen Mayakus. „Ich würde gerne mehr über dir erfahren, aber wer weiß, ob die Wände Ohren haben.“, murmelte sie ihm irgendwann zu. Vielleicht ergab es sich zu einem anderen Zeitpunkt, dass sie sich über ihre Fähigkeiten austauschten. Aber nun musste blindes Vertrauen genügen.

    Es war nicht einfach, eine Kneipe zu finden, welche geöffnet hatte. Entweder, die beiden waren schlichtweg zu früh am Abend unterwegs oder aber, die meisten Kneipen existierten gar nicht mehr. Wie auch, es gab bestimmt nicht mehr viele Besucher. Nach einer Weile hatten sie dennoch ein geöffnetes Lokal gefunden, wobei Absteige es wohl besser treffen würde. Ob Mai hier etwas trinken könnte, wäre nur ein Problem von vielen. Die wenigen Gäste, welche in der Kneipe waren, sahen zu den Fremden, wandten sich aber wortlos wieder ab. Der junge Kerl, welcher hinter der Bar stand, trocknete misstrauischen Blickes ein Glas ab und sah dabei immer wieder zu Mai und Shin. Aus dem Hinterzimmer kam ein älterer Mann, welcher aussah, als wäre er der Wirt. Schroff schickte er den Barjungen zu den neuen Gästen, damit er sie bedienen könnte. Grimmigen Blickes marschierte der wohl ungefähr Anfang zwanzigjährige Kerl auf die beiden zu. „Was wollt ihr?!“, fragte er unfreundlich. „Äh..“, gab Mai verunsichert darüber eine Antwort. Was trinkt man denn, wenn man ein Dealer werden möchte? Wasser schien nicht die richtige Antwort sein.. „Ich hab‘ keine Zeit für sowas. Ich bring euch irgendwas und das trinkt ihr.“, murrte der junge Kerl und wandte sich wieder ab, um zurück zur Bar zu gehen. Verdattert sah Mai zu Shin, fand er das auch wunderlich? „Nicht gerade ein freundlicher Service.“, flüsterte sie ihm zu. Wenige Sekunden darauf knallte er ihnen zwei Bierflaschen auf den Tisch. Die Flaschen waren vertaubt und das Etikett auf Shins Flasche hing sogar bereits halb weg.. nicht sehr einladend.
  5. Mashido Shin

    Mashido Shin Genin

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    „Wie widerlich können Menschen eigentlich sein?“ Shin musste unauffällig einen Schritt zurücktreten und darauf hoffen, dass Mai das Gespräch mit dem Fremden übernahm. Glücklicherweise geschah dies auch relativ schnell und in einer Weise, die wahrscheinlich kein Misstrauen vonseiten des Scheusals auslösen würde. Hätte der Mashido seinen Mund nur einen Millimeter öffnen müssen, wäre mit ziemlicher Sicherheit seine letzte Mahlzeit zum Vorschein gekommen. Und das wäre in keinem Fall der Tarnung dienlich gewesen. er riet den beiden Undercover-Shinobi, ihre Suche in einer der lokalen Kneipen zu beginnen, was im Grunde auch die einzig logische Anlaufstelle für allerlei Gesocks darstellte. Daher begaben sie sich auf die Suche nach dem nächsten Etablissement, die sich erstaunlich schwierig gestaltete. Eine ganze Weile fanden sie nur verlassene Gaststätten, die bei näherem Hinsehen auch definitiv nicht aufgrund der niedrigen Konjunktur geschlossen wurden. Zumindest nicht alle. Viele hatten weingeschlagene Fenster und wiesen auch sonst zahlreiche Anzeichen einer gewaltsamen Räumung auf. Eines der Gebäude schien sogar vor wenigen Tagen erst gebrannt zu haben. Wahrscheinlich wollte da jemand einfach keine Konkurrenz haben, so vermutete der Neunzehnjährige.

    Während der gesamten Suche gab der Glatzkopf keinen Ton von sich. Die Atmosphäre in Mayaku schlug ihm einfach zu sehr auf sein sonst so unerschütterliches Gemüt. Selbst die Versuche der Blauhaarigen, ein wenig Konversation zu betreiben, quittierte er lediglich mit auf sie gerichteten leeren Augen, wobei er versuchte, aufmerksam zu wirken. Auch als das Zweiergespann endlich eine Kneipe fanden, die noch nicht geschlossen war, besserte sich sein Befinden nicht sonderlich. Der Schankraum war genauso heruntergekommen, wie der Rest des Ortes und die Bedienung war beeindruckend ungastlich. Wäre der Mönch nicht beruflich an diesem Ort, wäre er wahrscheinlich bereits lange abgereist. Nachdem das, was man dieser Orts scheinbar einen Kellner nannte zwei Flaschen Bier auf den Tisch gestellt hatte, versuchte der Wüstenbewohner es so auszusehen, als würde er aus der Flasche trinken. Stattdessen setzte er sie nur mit feste zugepressten Lippen an und schüttete das Gesöff in die nächststehende - sowieso schon tote - Pflanze, nachdem er sich mit einem Blick vergewissert hatte, dass niemand hinsah. „Heute werde ich nicht gegen die Gebote des Namenlosen verstoßen.“ flüsterte der Sunanin und brachte es fertig, seinem Gegenüber etwas zu schenken, das ein müdes Lächeln werden sollte. Tatsächlich stellte es wohl eher eine scheinbar schmerzverzerrte Grimasse dar, weshalb er die Geste gleich wieder abbrach. „Du sagtest vorhin, dass wir die Leute hier nicht verurteilen sollten, weil die Umstände einem manchmal keine andere Wahl gaben. Nun, ich kenne derlei Situationen nur zu gut, auch wenn ich niemals so tief gesunken bin.“ Während er diese Worte formulierte sprach er sehr leise, so dass sicher niemand außer Mai verstehen konnte, was er sagte. „Mein Vater war ein Shinobi aus Iwagakure, der auf einer Mission nach Suna kam. Er sollte das Dorf ausspionieren und als einer der Unseren Informationen an seine Leute weiterleiten.“ Der Genin fummelte gedankenverloren am losen Etikette seiner Flasche herum und bemerkte, dass auf der Rückseite etwas geschrieben stand. „In einer Stunde hinter der Kneipe.“ Er schob der Sakaida unauffällig diesen Fetzen Papier zu und sprach leise weiter: „Der Verrat flog erst auf, nachdem er meine Mutter überreden konnte, mit ihm und mir in seine Heimat zu fliehen. Wir wurden geschnappt, kurz nachdem wir den Zugang des Dorfes verlassen hatten und meine Eltern als Hochverräter weggesperrt. Ich bin nur da, wo ich jetzt bin, weil der Kazekage mir die Chance gab, nach Doū no Kaze zu reisen und ein Mönch im Sinne des Namenlosen zu werden.“

    Als der Zeitpunkt gekommen war, gingen die Beiden zum gegebenen Treffpunkt, wo der unfreundliche Kellner bereits auf sie wartete. „Ich will es kurz machen. Wenn ich zu lange weg bin fällt auf, dass ich nicht nur den Müll rausbringe.“ Das Gesicht des Fremden verbog sich zu einem etwas verkrampft wirkenden Lächeln. Fast so, als hätte er diesen Teil seiner Gesichtsmuskulatur seit Monaten nicht genutzt. „Wir haben die gleichen Vorgesetzten. Ihr könnt mich Ken nennen.“
    Sakaida Mai gefällt das.
  6. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Interessiert lauschte Mai der Geschichte Shins. Es war schön, dass er seine Vergangenheit mit ihr teilte, obwohl sie einander kaum kannten. Jeder hatte ein Päckchen zu tragen und Menschen verloren, die er liebte. Jedoch waren die Schicksale in sich sehr verschieden, doch Mai konnte seinen Schmerz ein Stück weit erahnen. Als ihr Blick jedoch auf das Etikett der Bierflasche von Shin fiel, war es mit der Konzentration auf das Gespräch vorbei. Ständig kreisten ihre Gedanken um all die Fragen in ihrem Kopf. Wer sendete solche Botschaften? Sie wusste nur von dem Barjungen, dass er mit der Flasche in Berührung kam. Mai hatte im Hinterkopf, dass zwei Spione aus Shirogakure in Mayaku tätig waren. Sollte etwa einer von ihnen auf sie und Shin aufmerksam geworden sein? Wenn dem so ist, dann mussten sie an ihrer Tarnung arbeiten. Sie waren doch kaum eine halbe Stunde in der Stadt!

    Endlich war die Zeit so weit vorangeschritten, dass der Mönch und das quirlige Mädchen die Kneipe verlassen konnten, um sich mit dem geheimen Botschaftenschreiber zu treffen. Wer es wohl war? Oder tappten sie gerade blindlinks in eine Falle? Waren sie gerade zu leichtgläubig? Nein, alles schien in Ordnung zu sein. Auf sie wartete tatsächlich „lediglich“ der Mitarbeiter der Kneipe. Hoffentlich auf wirklich der Spion und nicht etwa ein Dealer, der ihnen heimlich etwas andrehen wollte. Ken war eigentlich ein netter Kerl, nicht etwa unfreundlich oder muffig. „Ich bin Sakaida Mai und das ist Mashido Shin. Wie lange bist du schon in Mayaku?“, fragte Mai ihn leise. Er kratzte sich nachdenklich am Kopf und antwortete dann: „Seit ungefähr vier oder fünf Monaten. Es ist schwer, hier nichts einzuschmeißen. Sie drängen euch das Zeug förmlich auf, um euch abhängig zu machen.“, erklärte er grimmigen Blickes. „Du musst uns sagen, wie du uns so schnell erkannt hast, wir dürfen kein Risiko eingehen.“, kam Mai weiterhin zur Sache. „Ihr seht zu gepflegt aus, zu gesund. Kaum ein Mensch hier sieht so aus.“, antwortete Ken ihnen und Mai sah Shin ein wenig bedröppelt an. Man konnte also zu gepflegt aus sehen! „Hört zu, ich muss wieder rein. Hier habt ihr meine Adresse, dort können wir in Ruhe reden. In ungefähr sechs Stunden.“, hing er grinsend an und versuchte wohl aus dieser unschönen Zeitspanne einen Witz zu schlagen. Ohne sich wirklich zu verabschieden ging Ken wieder in die Kneipe, er war sehr bedacht darauf, seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen.

    Fragend wandte sich Mai Shin zu. „So wie es aussieht, müssen wir unser Äußeres doch ein wenig verändern.“, jammerte Mai. Sie wusste genau, was zu tun war und ekelte sich sehr. Widerwillig fuhren ihre Hände über die Fensterbank eines Hauses, woraufhin sie den aufgesammelten Dreck auf ihrer Kleidung verteilte. Dann schnitt sie mit Hilfe ihres Kunais ein paar Risse in ihre wunderschönen Klamotten.. Und zu guter Letzt das wohl schlimmste: Mit einem Hauch mehr von Dreck wurde ihr Gesicht noch dem Rest angepasst. „Das ist furchtbar!“, jammerte sie weiter, doch es half ja nichts! Die Mission war wichtiger, als ihr hübsches und gepflegtes Äußeres. Früher ein Problem, heute eine Pflicht. Hoffentlich würde Shin sich ebenfalls dazu überwinden können
    Nach einer Weile beschlossen die beiden, sich eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Da nicht weit von der Kneipe eine schäbige Herberge war, war die Suche bald beendet. Es war sowieso kurz vor knapp, denn das Funkgespräch mit Arata und Kayros stand an. Hoffentlich ging es den beiden gut! Und hoffentlich würde Kayros nicht allzu besorgt sein, wenn er erfährt, dass Lihaku nicht mehr dabei ist..