Tetsuya Kokoro

Dieses Thema im Forum "Kiri-Nin" wurde erstellt von Tetsuya Kokoro, 28. Jan. 2018.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

    Beiträge:
    1.062
    Alter:
    15 Jahre
    Größe:
    1,72m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Charakterdatenblatt

    Persönliche Daten

    Name: Tetsuya - 哲也
    Vorname: Kokoro - 心
    Spitzname: Tetsuya-sama; Ko-chan; Koro-chan; Koko-chan
    Geburtstag: 30. Juni
    Größe: 1,72 Meter
    Gewicht: 65 Kilogramm
    Alter: 15 Jahre

    Augenfarbe: Türkis
    Haarfarbe: Orange-rot

    Aussehen: Kokoro ist kaum zu übersehen. Für ein Mädchen in ihrem Alter ist die Kunoichi recht großgewachsen und nicht gerade zierlich. Dies mag mitunter daran liegen, dass sie durch ihr Training kräftig, geradezu ein wenig stämmig geworden ist. Für eine Dame macht sie deutlich Eindruck mit ihrer Statur, da andere Mädchen neben ihr immer echt klein und dürr wirken. Mal ganz abgesehen von ihrer Körperhaltung... Besonders Ladylike ist diese nämlich nicht. Kokoro hat oft die Hände in den Taschen vergraben, steht mit leicht gekrümmten Rücken und in möglichst lässiger Pose. Hauptsache bequem, wie das aussieht, scheint sie nicht sonderlich zu beschäftigen. Sie strotzt auch vor Selbstbewusstsein, denn sie kann auch anders. Mal sieht man sie auch mit den Händen in der Hüfte und den herablassenden Blick ihres Vaters, wenn er überheblich ist, hat sie sich auch ein wenig abgeschaut. Wirft man aber einen genaueren Blick auf sie, wird aber doch ganz deutlich, dass sie auch ihre femininen Seiten hat, wenn auch etwas weniger an den Stellen, die sie sich selbst wünschen würde... Der hübsche Rotschopf hat nämlich sehr blasse, weiche Haut, abgesehen von den Händen, die beim Taijutsu Training schon etwas leiden. An der einen oder anderen Stelle hat sie auch immer wieder blaue Flecken, Schürfwunden oder kleine Narben, die sie sich beim Training zugezogen hat. Kokoro ist da nicht besonders zimperlich und macht auch kein Geheimnis daraus. Immerhin zeigt das ja auch ihren starken Willen! Außerdem hat sie hübsche, schlanke Finger, dafür aber angefressene und abgebrochene Fingernägel. Ihre Mutter gibt sich hin und wieder Mühe ihr ein bisschen mehr Rücksicht auf das Äußere einzureden, aber das kommt bei Kokoro nicht so an. Sie hat nicht wirklich die Zeit dazu auch noch Energie in solch unnützen Schnickschnack zu stecken. Ein hübsches Gesicht hat sie aber auch. Große, türkisfarbene Augen strahlen einen an, wenn man dem Mädchen ins Gesicht blickt. Man sieht, dass sie noch keine schlechten Erfahrungen als Kunoichi gesammelt hat, da man noch viel Unschuld und Hoffnung darin sehen kann. Passend dazu hat sie ein kleines, hübsches Näschen und eher schmale, recht blasse Lippen, die meist zu einem extrem breiten Lächeln gezogen sind. Kokoro wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas sehr locker, aber auch ihre Freundlichkeit und Offenherzigkeit sind kaum zu übersehen.
    Am auffälligsten ist wohl der orange-rote Schopf der Kunoichi, der einem schon vom weiten entgegen strahlt. Kokoro hat sehr dichtes, aber feines, langes Haar, das sie in der Regel stets zur selben Frisur gesteckt trägt. Ihre Haarpracht trägt sie zu einer Art Dutt an beiden Seiten des Kopfs hochgesteckt und unter traditionellen Kopfschmuck versteckt. Der Rest des Haars, der nicht lang genug zum Hochstecken ist, hängt meist in etwas zerzausten Strähnen an ihrer Stirn herunter. Wer ein bisschen Ahnung davon hat, sieht auch genau, dass sie ihr Pony und die darum herumhängenden Strähnen stets selbst schneidet. An ihre Haare lässt sie niemanden ran. Warum wohl? Falls man einmal, aus welchem Grund auch immer, die Haarpracht im offenen Zustand erblicken kann, ist man wohl zunächst erstaunt. Kokoros Haar ist nämlich wesentlich länger als ihre Frisur vermuten lässt. Um genau zu sein, präsentiert sie Zuhause regelmäßig stolz, dass es nun schon Hüftlänge hat. Obwohl die Farbe sie ganz eindeutig von den meisten Tetsuya unterscheidet, oder vielleicht auch gerade deswegen, ist sie sehr stolz darauf.
    Kokoros Kleidung ist eher zweckmäßig und simpel. Dabei ist sie nicht sonderlich wählerisch und ehrlich gesagt... Suchen ihre Mutter oder ihre Tante ihre Kleidung aus. Daher ist ihr Kleidungsstil oft durch eher traditionelle Kleidung gezeichnet. Meistens trägt sie ein rotes, langes Kleid oder einen Einteiler bei der Arbeit. Ihre Lieblingsschuhe sind dünne, schmucklose, schwarze Schlappen. Am liebsten ist sie nämlich Barfuß und dieses Schuhwerk kommt dem am nächsten. Besonders weiblich wirkte ihre Kleidung trotz des traditionellen Stil allerdings nicht. Das mag daran haben, dass ihr Körper wenig feminine Merkmale hat. Sie ist auch oft ein wenig dreckig, aber nicht unsauber. Kokoro achtet schon sehr auf Hygiene, da ihr das schon von Kindesbeinen an eingetrichtert wurde. Bei einer Prügelei werden Klamotten aber nun mal hin und wieder schmutzig oder bekommen leichte Risse und Löcher. Ihre Familie flickt die Kleidung des Mädchens sehr regelmäßig, da sie damit eher nachlässig ist. Die Sachen, die das Mädchen am meisten trägt, sind im Übrigen überhaupt nicht körperbetont und eher ein bisschen weit. Was sie wohl zu verstecken hat? Zum Erstaunen aller kann man aber noch sagen: Kokoro hat viele hübsche Kleider, Röcke und auch andere schöne Damenkleider mit Rüschen und allerlei Schnickschnack... Sie trägt es nur nicht oft und auch nur dann, wenn es ihr aufgetragen wird.

    Besondere Merkmale:
    Jaja, Kokoro ist auch ein Mädchen, aber das eben nur hauptsächlich auf dem Papier. Es ist nicht zu übersehen, dass sie eine Kunoichi ist, denn es gibt ja, abgesehen von ihrer Stimme, noch viele andere Anzeichen für ihre Weiblichkeit. Allerdings ist sie wirklich alles andere als ein hübsches Modepüppchen. Eines von Kokoros charakteristischsten Merkmalen ist also, dass sie eine Dame ist, die so richtig keine ist.
    Leicht zu erkennen, ist Kokoro dadurch, dass sie wie ein Fass ohne Boden ist, wenn es um Lebensmittel oder Getränke geht. Die Kunoichi hat eigentlich immer entweder etwas Essbares in der Hand, im Mund oder gleichzeitig in beidem. Ihr Vater scherzt gern darüber, dass sie sicherlich eines Tages einen Kampfstil entwickelt, bei dem man so effektiv wie möglich dabei essen kann. Vorzugsweise Süßigkeiten führt die Kunoichi immer bei sich. Wenn man sie also ganz gewiss auf ihrer Seite haben will, bietet man ihr am Besten etwas zu Essen an.
    Charakteristisch für die Genin ist auch ihre Lieblingswaffe, die nicht so ganz in das typische Bild der Tetsuya passt. Da ihre Familie sich durch die Fähigkeiten ihres Vaters und Großvaters auf Kenjutsutraining spezialisiert hat, ginge man eher davon aus, dass das Mädchen ein Schwert oder eine schwertähnliche Waffe mit sich führt. Aber tut sie dies? Tatsächlich bevorzugt das Mädchen etwas anderes, was auch zu einem Kirinin nicht so ganz passt. Für Soragakure ist ihr großer Regenschirm aber wirklich sehr nützlich. Bei den weiblichen Ninja liegt der Regenschirm nach wie vor als Waffe im Trend. Dementsprechend amüsierte sich ihr Vater zunächst, als das Mädchen vorschlug eine solche Waffe zu tragen. Allerdings ist ihre Art Schirm auch etwas anderes. In seiner normalen Form ist der Schirm auch eher ganz normal. Das Einzige, was von vornherein auffällt, ist dass er ein ganzes Stück größer und stämmiger ist als ein normaler Schirm. Das ganze Stück, abgesehen von der bespannten Fläche oben, ist aus rostfreiem Stahl, der in einem dunklen Braun lackiert ist, damit er wirkt als wäre er aus Holz. Somit ist er sehr stabil und gut als Waffe einzusetzen, wenn auch ein wenig schwer, was Kokoro allerdings am wenigsten stört. Die obere Fläche des Schirms ist mit dicht gewebtem, lilafarbenen Stoff überzogen. Dieser nimmt beim Kampf schon manchmal den einen oder anderen Schaden mit, wird aber immer sorgsam geflickt. Und natürlich versteckt sich unter dem Griff eine kleine, schmale Klinge, die aber bisher nie zum Einsatz kam.

    Herkunft und Bekanntschaften

    Herkunft: Kirigakure ist die wunderschöne Heimat der Tetsuya. Mit dem kühlen und feuchten Wettergegebenheiten in ihrem Heimatdorf verbindet Kokoro ein besonderes Wohlgefühl. Wie es sich für einen richtigen Kirinin gehört, ist sie stolz auf ihre Herkunft und Nebel und Kälte heben ihre Stimmung.
    Wohnort: Trotz ihrer Verbundenheit zum Heimatdorf ist Kokoro schon immer hauptsächlich in Soragakure groß geworden. Sie lebte seit jeher im großen Anwesen ihrer Familie im Reichenviertel der Stadt.

    Verwandte:

    Die Tetsuya Familie
    [​IMG] [​IMG]

    Auf den ersten Blick erscheinen Kokoros Familienmitglieder ganz normal. Manch ein Kirinin mag den Namen gehört haben und kann sich etwas unter einem Tetsuya vorstellen. Am ehesten fallen sie durch ihre nahezu durchgehend weiße Haarpracht und die durchgehend großgewachsene, kräftige Statur auf. Kokoro ist der erste Sprössling seit Generationen, der nicht beide diese eindeutigen Merkmale trägt. Allerdings kommt ihr das nicht ganz ungelegen, da sie ihrer Meinung nach nicht so richtig zu dem Bild passt, dass man von einer adligen Familie hat.
    Der Strang der Tetsuya Familie, dem Kokoro selbst angehört, gehört mehr oder weniger zu den „Aussätzigen“. Sie behalten zwar ihren Namen und ihr Ansehen, sind jedoch von der Hauptfamilie getrennt. Diese Tatsache hatte ihren Ursprung bei Kokoros Großeltern. Sie waren beide Sprösslinge zweier wichtiger Adelsfamilien Kirigakures, die seit jeher verfeindet sind. Da sie sich für eine gemeinsame Familie entschlossen, war dies zeitgleich eine Entscheidung gegen den Rest der Tetsuya Familie, der ihr Großvater Ren angehörte, und auch der Naoko Familie, in welche die Großmutter Aimi geboren war. Die beiden Adelshäuser waren ursprünglich Handwerkssippen, die beim Aufbau von Kirigakure eifrig tätig waren. Seitdem gibt es in ihren Reihen nicht nur viele begabte Shinobi, sondern auch bekannte Handwerker.
    Doch wie gesagt, Kokoros Familie zählt nicht wirklich dazu. Im Gegensatz zu ihrer Familie, die noch großen Wert auf ihren Adelstitel und ihr Vermögen liegt, ist Kokoro davon nicht sonderlich angetan. Sie findet ein Name, der zu einer Sippe gehört, die sie aus falschem Stolz verstoßen hat, ist nichts mit dem sie sich selbst schmücken möchte.

    [​IMG]
    Vater: Tetsuya Daisuke
    Status: lebendig
    Beruf: Shinobi
    Rang: Chuunin
    Alter: 35 Jahre
    Geschichte:
    Der mittlerweile riesige Chuunin wurde vor langer Zeit in die zerstrittenen Familienverhältnisse hineingeboren. Beide seiner Elternteile gehörten verschiedenen, adligen Häusern Kirigakures an, die seit jeher immer wieder Streit und Zwietracht untereinander säten. Umso verwunderlicher war es, dass die beiden Eltern des Weißhaarigen zueinandergefunden hatten. Die Familien hießen dies nicht gut und wandten sich von den jungen Kindern ab. So gründeten sie ihre eigene, große Familie mit vier Kindern auf der Suche nach ihrem eigenen Glück. Daisuke war von diesen Kindern das Mittlere.
    Er wuchs auf als behütetes, adliges Kind, das noch dazu sehr weinerlich, winzig und sensibel war. Seine Fähigkeiten waren nicht herausragend und er hatte ein mickriges Selbstbewusstsein. Es brauchte viele Jahre und hartes Training bevor Daisuke zu irgendwas zu gebrauchen war. Tatsächlich zeigte sich bald, dass er doch eine gewisse Stärke im Taijutsu hatte und so wurde er von der ganzen Familie ausgiebig trainiert. Auch wenn es mit dem Selbstbewusstsein noch haperte, sah der Junge einen Lichtblick und konzentrierte sich hart auf sein Training. So lange, bis der Glaube in sich Selbst ihm irgendwann völlig über den Kopf wuchs. Der Junge entwickelte sich zu einem weniger angenehmen Charakter, der auf Stolz und Ehre beharrte, die er sich noch gar nicht verdient hatte. Sein Mundwerk war groß, der Körper noch klein, aber kräftig und im Kopf herrschte gähnende Leere, über die sich seine Gegner stets amüsierten. Doch der Junge wuchs, nicht nur körperlich, sondern auch ein Stück weit im Geiste. Am Ende hatte er aber doch noch ein gutes Herz und viele Freunde, die ihn in die richtige Richtung bogen. Er sammelte viele Erfahrungen, ob die immer gut waren, sei mal dahingestellt, die ihn auf einen guten Weg brachten.
    Ausdauer hatte der Junge. Es kostete ihn viel Kraft und Geduld den Chuuninrang zu erkämpfen. Nach einigen gescheiterten Versuchen wurde ihm der Titel verliehen, aber wohin sollte es von dort aus gehen? Als er älter wurde, versuchte er sich auch einmal an einer Prüfung zum Jounin, doch dieses Projekt scheiterte an seinem mangelnden Intellekt oder an seinem Starrsinn. Wenn der Mann sich etwas in den Kopf setzt, und da folgt er sehr strikten Prinzipien und Vorstellungen, rennt man bei ihm vor eine Wand. Er besann sich irgendwann auf das was er konnte und lernte damit glücklich zu sein. Der junge Mann lernte außerdem viele neue Dinge im Leben kennen, die seine Laufbahn als Shinobi allmählich auf Eis legten. Mit dem Tod seiner Mutter und dem Kennenlernen seiner Partnerin wechselte der Shinobi die Spur und befasste sich lieber mit seiner Familie. Früh musste er lernen, dass die Arbeit nicht alles im Leben sein kann, auch wenn es der eigene Traum ist. Seitdem ist er ein eher ruhiger Zeitgenosse, der sich viel mit Familienangelegenheiten und dem Training anderer Shinobi und Kunoichi befasste. Eingerostet ist er allerdings nicht, da er das Tai- und Kenjutsu Dojo seines Vater übernahm, als dieser es altersbedingt seinem Sohn anvertraute.
    Beziehung:
    Daisuke ist für Kokoro der wichtigste Mensch der Welt. Schon seit sie klein war, konnte sie nie nachvollziehen, dass viele Kinder so sehr an ihrer Mutter hingen. Sie hatte schon immer eine viel innigere und herzlichere Beziehung zu ihrem Vater. Er ist so vieles für sie, aber vor allem Vorbild und die Idealvorstellung eines Shinobi. Das war er schon immer, denn egal wie sehr sich ihre Mutter zu Beginn um sie bemühte, das Mädchen war ein totales Papakind. Das mag an seiner schier endlosen Geduld mit ihr liegen oder daran, dass er so albern und liebevoll ihr gegenüber ist. Auch heute haben die beiden noch eine sehr enge Bindung, da der Chuunin seine Tochter jeden Tag persönlich trainiert. Dabei ist er allerdings nicht zimperlich, was sich wohl auch etwas auf das Gemüt des Mädchens auswirkt...

    [​IMG]
    Mutter: Tetsuya (ehem. Ishimoto) Yuuto
    Status: lebendig
    Beruf: Kunoichi
    Rang: Jounin
    Alter: 35 Jahre
    Geschichte:
    Yuuto wurde in eine recht arme Familie Kirigakures geboren. Genau genommen, hatte Yuuto zu Beginn nur ihre Mutter, welche aber schon ziemlich früh im Leben der Kunoichi verstarb. Die Folge dieser Situation war, dass Yuuto in einem Waisenhaus landete, an das sie keinerlei Erinnerungen mehr hat. Für Yuuto gibt es kein Leben mehr vor dem Eintritt in die Akademie. Kirigakure hat für die Rothaarige keinerlei Bedeutung und ist ein Kapitel ihres Lebens, von dem sie ausgeht, dass sie es nicht ohne Grund vergessen hat.
    Als sie nach Soragakure kam und in einem sehr billigen Wohnheim unterkam, hatte sie die Chance ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, was sie auch wahrnahm. Yuuto war eigentlich schon immer ein sehr schüchternes Mädchen, das nie viele Freunde hatte und an der Akademie musste sie schnell lernen, dass man ohne besondere Fähigkeiten oder ein Bluterbe nicht die besten Chancen hatte. Sie war nie besonders talentiert und musste viel lernen und üben, um mit annehmbaren Noten durch die Akademie zu kommen. Alles in ihrem Leben musste Yuuto sich erkämpfen und obwohl sie niemanden hatte, war aus ihr ein wirklich toller Mensch geworden. Die Kunoichi trägt stets ein Lächeln auf den Lippen, ist freundlich und zuvorkommend und hat ein Ohr für jeden Menschen übrig, ganz egal was er zu berichten hat. Das machte Yuuto zu einer angenehmen Bekanntschaft, doch aufgrund ihrer Eigenart kaum über sich selbst oder ihre Interessen zu sprechen, ging es selten über diesen Status hinaus. Deshalb konzentrierte sie sich auf ihren Job und erarbeitete sich fleißig auch irgendwann ihren Titel als Jounin… Doch egal was sie tat, so richtig zufrieden wurde Yuuto nicht…
    Auf einer Spezialmission lernte sie dann Daisuke kennen, welcher einer der wenigen Menschen war, der ihr von Anfang an unsympathisch war. Der Chuunin war laut, trottelig und redete ständig mit den anderen Kirinin über ein Land, von dem sie nichts hören wollte. Sie versuchte ihm deshalb so gut es ging aus dem Weg zu gehen, doch genau das funktioniert bei Menschen wie dem Weißhaarigen offenbar nicht. Er ging ihr umso mehr auf die Nerven, versuchte sie immer wieder in Gespräche zu verwickeln, bis ihr irgendwann der Kragen platzte und sie ihn anbrüllte, dass er ein unfassbar ungehobelter und ekliger Mensch wäre und verschwinden sollte. Für diesen Ausrutscher schämte sie sich, entschuldigte sich unzählige Male und bekam von dem Chuunin eine Reaktion darauf, die ihr Bild von ihm komplett änderte. Er lachte darüber, entschuldigte sich und bot an es noch einmal zu versuchen… Und irgendwie ergab sich später mehr daraus.
    Von der Familie wurde sie sehr schnell und herzlich aufgenommen. Sie hatte zum ersten Mal in ihrem Leben eine funktionierende Familie und war unbeschreiblich glücklich, auch wenn sie dies manchmal überforderte. Im Job lief es wirklich gut, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie unerwarteterweise ein Pause einlegen musste. Sie bekam ein Kind, noch sehr jung, und wurde erneut in eine völlig neue Situation geworfen. Während ihr Mann sich dem allen recht schnell anpasste, fiel Yuuto das eher schwer. Plötzlich hatte sie nicht nur die Familie, die sie gewählt hatte, nun gab es auch kein Zurück mehr. Alles fühlte sich auf einmal so ernst und real an. Yuuto hatte sich noch nicht einmal richtig an die große Tetsuya Familie gewöhnt und hatte nun auch noch die eigene... Am Anfang hatte sie deshalb Probleme mit Kokoro zurechtzukommen. Da sie auch selbst keine Erinnerungen an ihre Mutter hatte, fiel es ihr schwer eine mütterliche Bindung zu ihrer Tochter aufzubauen. Obwohl sie es gehofft hatte, war es auch beim zweiten Kind nicht unbedingt besser... Auch heute stürzt sie sich lieber in Arbeit, als sich mit Familienangelegenheiten zu befassen.
    Beziehung:
    Yuuto ist eine freundliche Frau, die Kokoro stets gut behandelt und ihr bei jeder Frage sofort hilft. Kokoro hat ihre Mutter als guten Menschen im Kopf, als wichtigen Teil ihrer Familie und eine schöne Frau, die immer lächelt. Allerdings ist ihre Beziehung eher ein bisschen distanziert im Vergleich zu anderen Familienmitgliedern. Das empfinden aber beide Seiten offenbar nicht so schlimm. Kokoro weiß, dass ihre Mutter nicht der größte Familienmensch ist und kommt gut mit ihrer Beziehung zurecht. Immerhin hat sie noch so viele andere, die sich um sie kümmern und sie weiß, dass Yuuto nur das Beste für ihre Kinder will.

    [​IMG]
    Bruder: Tetsuya Shinto
    Status: lebendig
    Beruf: Schüler
    Rang: Akademieschüler
    Alter: 12 Jahre
    Geschichte:
    Shinto wurde nur wenige Jahre nach seiner älteren Schwester geboren. Seine Geburt war eine Überraschung für die Familie, da sie nicht mit einem zweiten Kind gerechnet hatten, nachdem die Mutter schon bei dem größeren Mädchen solche Probleme hatte. Shinto zeigt sich jedoch als ein ganz anderer Charakter und grenzt sich deutlich vom Rest der Familie ab. Tatsächlich hat er viel Ähnlichkeit mit seiner Mutter, denn das für sie charakteristische Lächeln, das nie wirklich verblasst, trägt auch er auf den Lippen. Vom Gemüt her ist er absolut anders als man es von den Tetsuya kennt. Shinto ist ein geduldiger und intelligenter Junge, der seltenst aufbrausend wird und versucht an alle Aufgaben mit einem klaren Kopf heranzugehen. Er wird von Vielen für seine Ruhe bewundert, ist aber trotzdem nicht der sozialste Mensch, da er auch auf einige Leute gleichgültig oder zu ruhig wirkt. Wenn man ihn aber kennt, merkt man, dass er einfach eher ein zurückhaltender Denker ist. Der Jüngere musste seine Schwester schon immer oft bremsen, sieht aber zu ihr auf, da er ihr Selbstbewusstsein und ihre lockere Art mit Menschen umzugehen sehr beneidet. Während Kokoro ihm oft sagt, dass sie ihn für sein Köpfchen bewundert, lächelt er nur darüber, denn eigentlich ist er es, der sie anhimmelt. Es fällt ihm jedoch schwer sich ihr gegenüber zu öffnen. Ob das daran liegt, dass sie ihn womöglich gar nicht richtig verstehen würde, ist auch nur eine Vermutung von Vielen... Shinto ist körperlich eher schwach und kann mit Taijutsu nicht so viel anfangen. Sein Vater belächelt dies immer und versucht seine anderen Stärken zu finden. Dies ist jedoch gar nicht so einfach, da der Akademieschüler zwar fachlich total informiert ist, aber auf keinem der Gebiete der Ninja große Fortschritte macht bisher... Die für die Familie typischen Stärken im Tai- und Ninjutsu zeigten sich ja bisher noch nicht. Bleibt abzuwarten was einmal aus ihm werden kann.
    Beziehung:
    Mit ihrem Bruder verbindet Kokoro eine Art Hassliebe. Sie beneidet ihn, aber ist auch oft genervt von ihren Gegensätzen. So wirklich viel anfangen, kann sie im normalen Alltag mit ihm nicht, da er ihr zu wenig Action mitbringt. Shinto liest gern und trinkt Tee, Kämpfen ist so gar nicht sein Ding und sein Appetit lässt auch zu wünschen übrig. Trotzdem setzt er sich nach jeder Prügelei mit ihr zusammen und versorgt ihre Verletzungen. Wobei ihr hierbei auch seine Moralpredigten ziemlich auf den Geist gehen... Allerdings hegt sie große Gefühle für ihren Bruder. Das sieht man oft daran, wie sie ihn anstrahlt, oder wie sie ihn an sich drückt. Er lässt sich viel von ihr gefallen und belächelt ihre überdrehte Art oft.

    [​IMG]
    Großvater: Tetsuya Ren
    Status: lebendig
    Beruf: Shinobi
    Rang: Jounin
    Alter: 59 Jahre
    Geschichte:
    Ren wuchs behütet als Nachwuchstalent der Tetsuya auf. Er war stets ein sehr erfolgreicher Shinobi, der ohne große Probleme durchs Leben ging. Die erste Sorge, auf die er in seinem Leben stieß, hieß Aimi und sie war der Sprössling der feindlichen, adligen Familie. Sie mussten wegen ihrem ähnlichen Alter oft gemeinsam auf Missionen und kamen sich immer wieder in die Quere, bis es irgendwann anfing zu knistern...
    Als die beiden ein Paar wurden, gab es selbstverständlich große Probleme mit den Familien. Davon ließen sie sich aber nicht beirren und gründeten zusammen eine eigene, kleine Familie mit vielen Kindern. Dies stellte sich aber als Problem heraus, da Aimis Körper nicht sonderlich stark war und sie oft erkrankte. Ren konnte seiner Arbeit nicht mehr nachgehen und zum ersten Mal erlebten die beiden, die durch den Adel nie Geldsorgen hatten, einen Schicksalsschlag nach dem anderen. Trotz der vielen Sorgen bekamen sie Unterstützung und zogen ihre Kinder gemeinsam groß.
    Als seine Frau verstarb und Ren mit den Kindern allein zurückblieb, fiel er in ein tiefes Loch. Um seiner Arbeit wieder nachzugehen, war er schon zu lange aus dem Geschäft gewesen und etwas anderes kannte er nun auch gar nicht mehr. Seine Kinder halfen ihm wieder auf die Beine und er eröffnete ein Taijutsu Dojo, welches an das Anwesen grenzte. Später würde dies sein Sohn übernehmen.
    Als alter Mann ist Ren nun schon ein wenig eingerostet und lehnt sich zurück. Für die Jugend hat der geschwätzige Alte immer einen weisen Rat und er ist stets geduldig und versöhnlich gestimmt.
    Beziehung:
    Bei ihrem Großvater verbringt Kokoro immer gern Zeit. Er ist ein angenehmer, alter Mann, der Spaß versteht und mit dem man auch in hohem Alter noch rangeln und albern kann. Als Kleinkind verbrachte das Mädchen viel Zeit bei ihm und lernte auch seine strengen Trainingsmethoden kennen.

    [​IMG]
    Cousin: Tetsuya Mizuiro
    Status: Unbekannt
    Beruf: Shinobi
    Rang: Unbekannt
    Alter: 17 Jahre
    Geschichte:
    Als Mizuiro geboren wurde, war seine Mutter noch sehr jung und doch hatte sie sich schon vorfreudig an den Gedanken von ihrer kleinen Familie gewöhnt. Das Ganze lief jedoch nicht wirklich so ab, wie sie es sich vorgestellt hatte. Mizuiros Vater starb schon sehr früh, als der Junge noch klein war. Heute kann der Junge sich nicht mehr wirklich an ihn erinnern. Für ihn war sein Onkel stets wie ein Vater zu ihm. Deshalb hat Mizuiro auch eine ganz besonders enge Beziehung zu Daisuke und seinen Kindern.
    Schon als kleiner Knirps griff Mizuiro den Begriff Shinobi auf. In dieser Familie, in der so viele schon diesen Weg gegangen waren, war es auch schwer daran vorbeizukommen. Wenn er in das Dojo seines Großvaters blickte, wagte er auch davon zu träumen einst so stark zu werden. Der Charakter des Jungen half aber nicht allzu viel auf diesem Weg. Mizuiro war zwar ausdauernd und geduldig, aber eher zerbrechlich, sensibel und schüchtern. Trotzdem traute er sich schon früh darum zu bitten im Kreis der Familie zu trainieren. Tatsächlich stellte er sich als kleines Talent heraus und gemeinsam mit seiner Cousine arbeitete er lange und hart daran seinen Traum zu verwirklichen.
    Der Alltag als Genin holte ihn jedoch auf den Boden der Tatsachen zurück. Es war kein idealer Traum, keine wunderbare Vorstellung... Es war hart. Shinobi müssen viele Dinge machen, die ihnen nicht gefallen, die sie ablehnen oder die ihren Vorstellungen nicht entsprechen. Sie sind nur Werkzeug, die für ihr Geld arbeiten, ihre Aufträge im Sinne ihres Landes erfüllen und sie fragen nicht warum. Das gefiel Mizuiro nicht. Der Junge veränderte sich... Still und heimlich. Niemand sah es kommen, als der Genin eines Tages nicht mehr nach Hause kam und nur einen Abschiedbrief hinterließ, in dem er darum bat, dass man nicht weiter nach ihm suchte.
    Kokoro kann sich noch gut an den Tag erinnern, an dem sich die älteren Familienmitglieder zusammensetzten und über ihr Vorgehen verhandelten. Da wurde erstmals, seit vielen Jahrzehnten, sogar das Oberhaupt der richtigen Tetsuya Familie mit einbezogen. Man beschloss das Kind als vermisst zu melden, aber da er keine Gefahr für irgendjemanden darstellt, trafen auch die anderen „wichtigen Leute“ in der Dorfverwaltung die Entscheidung nicht groß nach ihm zu suchen. So lange er keine Verbrechen begehen würde und sich nicht blicken ließ, blieb sein Verschwinden ungesühnt.
    Da Mizuiro für seine Cousine ein sehr wichtiger Mensch ist, kann man sich sicher vorstellen wie sie zu dieser Entscheidung steht...
    Beziehung:
    Mizuiros Lächeln war für Kokoro lange Zeit sehr wichtig. Der Junge war nicht nur Familie, sondern auch bester Freund zugleich. Sie hatten viele Jahre ihrer Kindheit zusammen verbracht, gemeinsam trainiert und aufs selbe Ziel hingearbeitet. Umso härter traf es sie, dass er einfach ging. Er hatte ihr nie von seinen Sorgen und seinem Leid berichtet und nun verschwand er ohne große Worte. Kokoro hat ziemlich daran zu knabbern und das Bedürfnis nach ihm zu suchen, aber ihr Vater hat es ihr untersagt. Was das angeht, ist sie doch noch sehr gehorsam...

    Persönlichkeit

    Interessen: Um ehrlich zu sein, ist Kokoro ein wirklich unkompliziertes Mädchen. Sie ist keine typische Dame und es ist nicht zu erwarten, dass sie sich für die Dinge interessiert, die vermutlich gleichaltrige des weiblichen Geschlechts interessieren. Während diese sich mit ihrem Aussehen, jungen Männern und Teenagersorgen befassen, ist Kokoro ganz simpel gestrickt.
    Die ihr wichtigste Sache auf der Wild ist ihr großes Vorbild, ihr Held, ihr Vater eben. Daisuke hat schon immer großen Eindruck auf seine Tochter gemacht und sie himmelt ihn an seit sie denken kann. Dabei ist er ähnlich unkompliziert wie sie, nicht besonders intelligent und leicht gestrickt und genau das gefällt ihr wahrscheinlich auch an ihm. Er ist ein Mann, der gerade heraus sagt was er denkt, ohne mittels unnötig schwerer Worte alles endlos zu verpacken oder auszuschmücken. Der Chuunin weiß was er will und hat immer ein Ziel vor Augen, auf das er hinarbeitet. Dabei gibt es keine Ausreden oder Umschweife. Das mag Kokoro an ihm. Ihr ist es wichtig, dass man weiß wohin man will, was man aus sich machen will und vor allem, dass man sein Wort hält. Kokoro hat ebenfalls in ihrem jungen Alter schon sehr klare Vorstellungen von ihrem Leben. Liebe, Familie und Kinder stehen auf diesem Blatt in ihrem Fall, im Gegensatz zu ihrem Vater, jedoch nicht. Sie will eine großartige Kunoichi werden. Im besten Fall sogar das Aushängeschild von Kiri- oder Soragakure. Die beste Taijutsuka ihres Landes, das wäre ihr Traum. Dabei will sie keine Umwege gehen. Wenn es einmal losgeht, gibt es kein Zurück mehr und keine Rücksicht auf Verluste. Auch wenn sie ein großes Herz hat und ihre Mitmenschen und deren Bedürfnisse ihr wichtig sind, liegt ihr doch viel mehr daran, in ihrem Traumjob besser zu werden. Also sollte man wohl nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass sie nach den Prinzipien ihrer Familie handeln würde, denn sie hat ihre eigenen.
    Die Familie ist Kokoro trotz allem sehr wichtig. Sie stimmt nicht überall mit ihren Vorstellungen überein, wie beispielsweise dem Adel und dessen Vorzüge, aber trotzdem hat sie so viele Familienmitglieder, an denen sie aus den verschiedensten Gründen sehr hängt. Obwohl diejenigen, mit denen sie zusammengelebt und groß geworden ist, nicht zum Hauptteil der Familie gehören, hat sie doch ein großes familiäres Umfeld gehabt. Kokoro ist immerhin mit ihren Eltern, ihrem Großvater, drei Tanten, einem Bruder und einem Cousin aufgewachsen, die alle ihren Part zu ihrer Erziehung und Entwicklung beigetragen haben. Mal mehr und mal weniger sinnvoll... Sie liebt aber jedes Mitglied ihrer Familie und sie liegen ihr sehr am Herzen. Deswegen sollte man lieber aufpassen, was man von sich gibt, denn nichts geht über die Familie. Da lässt sie sich sehr leicht provozieren...
    Eine Grundlage zum Überleben wird Kokoros Vorstellung von Essen nicht wirklich gerecht. Essen ist Genuss, überlebensnotwendig, aber auch ein Segen. Die Kunoichi sieht man selten nicht essen. Dabei denkt man das gar nicht so, wenn man sie sieht. Tatsächlich liegt dies daran, dass sie einen sehr strikten Diätplan verfolgt. Alles an Kalorien wird bestenfalls in Muskelmasse verarbeitet oder anders als Treibstoff für ihren regen Bewegungsdrang genutzt. Ihr Tag ist sehr genau gegliedert, deshalb isst sie zwischen den vielen Aktivitäten, die sie im Tagesablauf so hat, so viel wie möglich, um so viel wie möglich Energie in alle Aufgaben stecken zu können. Dabei ist es so ziemlich egal was, denn sie ist nicht sonderlich wählerisch. Natürlich mag sie am liebsten Süßigkeiten und es gibt weiß Gott Dinge, die ihr nicht besonders schmecken. Aber wenn es sein muss, dann geht fast alles, um den Magen zu füllen!
    Das Energiebündel mag es laut mit viel Action und Bewegung. Ruhe liegt der Kunoichi gar nicht und da wird ihr schnell langweilig. Und was soll man denn damit? Das wäre ja pure Zeitverschwendung! Für Kokoro ist es wichtig, jede Minute ihres Lebens zu nutzen, denn man weiß ja nie wie vergänglich es ist. Deshalb passt Langeweile so gar nicht in ihren Plan. Sie ist gern viel unterwegs, erlebt spannende und lehrreiche Dinge, umgibt sich mit Menschen und arbeitet selbst fleißig an ihren unvergesslichen Lebenserinnerungen. Und dabei gibt, umso lauter desto besser, denn was nicht richtig knallt, bleibt nicht lange im Kopf. Man kann sich also vorstellen, dass sie auf jeder Party der absolute Renner ist, weil sie die Dinge macht, die sich sonst keiner traut.
    Ihr Training ist ihr ebenfalls wirklich wichtig, weil es quasi die Stufen auf ihrer Leiter zum Erfolg sind. Deshalb sind ihre Trainingseinheiten sehr genau geplant. Besonders gut dabei helfen völlig übertriebene Ziele, die sie weit über dem steckt, was für sie erreichbar ist, und laute Musik, denn die gibt ihr zusätzlichen Ansporn. Kokoro will kein Versager sein und nicht aufgeben. Deswegen hört man von ihr oft, dass sie auch Aufgaben annimmt, die für sie scheinbar unmöglich sind. Was sie gar nicht gern hört, ist wenn ihr jemand hört, dass irgendetwas eher von kräftigen, jungen Männern erledigt wird. Sie zu unterschätzen, weil sie ein Mädchen ist, ist wirklich nicht ratsam... Kämpfen macht der Kunoichi noch dazu unwahrscheinlichen Spaß, weshalb sie nie vor einer Aufgabe zurückschreckt, sei sie noch so anstrengend. Zu gewinnen, ist ihr aber auch wirklich wichtig. Kokoro ist eine schlechte Verliererin, denn das hat sie in ihrem Leben bisher kaum erleben müssen. Kämpfen macht Spaß, Siegen noch viel mehr und das ist das Wichtigste. Spaß muss man im Leben haben, weil man nie weiß, wie lange man es hat!
    Ordnung ist das halbe Leben... Oder eben nicht. Kokoro ist keine Ordnungsfanatikerin. Immerhin hatte das Mädchen schon von klein auf jemanden, der hinter ihr aufgeräumt oder sich darum gekümmert hat, dass alles wieder in Ordnung ist, wenn sie wiederkommt. Selbst heute flicken ihre Mutter und ihre Tante ihre geliebte Kleidung, wenn sie diese unachtsam im Kampf zerstört hat... Immerhin gibt es für sie ja wichtigeres im Leben. Kokoro sieht sich selbst als eine Art Protagonist in einer Geschichte. Deshalb hat sie keine Zeit für solche Dinge, die lieber diejenigen übernehmen können, die nicht ganz so wichtig sind wie sie. Sie liebt es viele, neue Dinge zu erleben und dabei muss immer Action sein. Auch gegen ein bisschen Dramatik hat die Kunoichi nicht. Sie wird umso aktiver, wenn ihre Aufgaben die alltäglichen oder besonderen Dramen anderer Menschen einschließen.
    Obwohl das schon eine ganze Menge war, gibt es noch einen wichtigen Punkt, den man über Kokoro wissen muss. Der Kunoichi sind ihre persönlichen Freiheiten sehr wichtig. Sie hasst es, wenn man sie unterschätzt und ihr deshalb vorschreibt was sie zu tun hat. Natürlich akzeptiert sie auch mal das Wort eines Teamleiters, aber man sammelt schnell Minuspunkte bei ihr, wenn man ihr stets und ständig vorgibt, wie sie was zu erledigen hat. Das gibt ihr das Gefühl, dass man kein Vertrauen in ihre Fähigkeiten hat. Und wie wäre sie so weit gekommen, wenn sie nichts auf dem Kasten hätte? Jeder sollte die Chance haben sich beweisen zu dürfen, egal ob man jung, klein oder vielleicht einfach nur ein Mädchen ist. Es hat doch jeder Mensch seine persönlichen Stärken und kann sich einschätzen. Deswegen traut sie auch anderen, wenn sie sagen, dass sie etwas hinbekommen und feuert sie lieber an, als an ihnen zu zweifeln. Vorurteile sind uncool, das ist mal klar.

    Abneigungen: Das Selbstbewusstsein Kokoros reicht über alle Maße hinaus, die man sich vorstellen kann. Sie wurde stets so großgezogen, dass sie Vertrauen in sich selbst haben muss, denn dies ist schließlich der erste Schritt auf dem Weg zur Erfüllung eines Ziels. Deshalb glaubt Kokoro immer an sich und auch an andere Menschen. Alles andere wäre aufgeben und das würde sie erst, wenn sie nicht mehr bei Sinnen ist. Das bedeutet aber auch, dass sie es nicht so einfach hat damit umzugehen, wenn andere Leute ihr damit in die Quere kommen. Eine der schwierigsten Aufgaben für sie ist es Kritik anzunehmen und damit zu arbeiten. Sie hält sich schon für ziemlich toll und zweifelt ja nie an sich selbst. Deswegen ist es für sie wie ein Schlag ins Gesicht, wenn ihr jemand sagt, dass sie etwas nicht kann oder nicht gut gemacht hat. Sie lebt stets nach der Devise so oft wie möglich alles zu geben, was sie kann. Deshalb verletzt es sie auch irgendwo, wenn man ihr da einen Dämpfer verpasst, wenn sie doch bereit ist alles zu tun, was in ihrer Macht steht oder dies vielleicht sogar schon getan hat. Sie ist immerhin so weit, dass sie sich die Kritik anderer Menschen anhört und je nachdem wer es ist, kann sie auch besser damit umgehen, aber es fällt ihr schon noch sehr schwer konstruktiv damit umzugehen. Man sollte es auch nicht übertreiben, denn das Mädchen ist schon leicht reizbar...
    Dieses Problem geht direkt in eine andere andere Sorge des Rotschopfes über. Kokoro fällt es schwer zu akzeptieren, dass man im Leben nicht immer gewinnen kann. Aus ihrer Kindheit kannte sie es nicht anders. Sie hat alles so lange gemacht, bis es geklappt hat. Vorher aufzugeben oder sich ein Versagen einzugestehen, war nicht drin. Das geht in ihrem Job nicht wirklich, denn wenn etwas nicht klappt, bekommt man nicht so lange Chancen im Leben, bis etwas so läuft, wie man es sich vorstellt. Und genau das ist Kokoros großes Problem. Wenn sie oder eine Gruppe, mit der sie zusammenarbeitet, versagen, schlägt sie das sehr nieder und es dauert eine ganze Weile, bis sie dies verkraften kann.
    Ängste sind so gar nicht ihr Ding. Da Kokoro immer versucht alles auszuprobieren und über jedes Problem zu siegen, ist ihr Angst stets ein großer Dorn im Auge. Die Kunoichi selbst hat ihrer Aussage nach keine Ängste. Wenn ihr etwas ins Auge fällt, dass sie zurückhält, redet sie es tot oder versucht alles um es zu überwinden, bevor es sie überhaupt stoppen kann. Natürlich gilt dies auch für evolutionär bedingte Ängste. Sie versucht diese immer zu ignorieren oder mit irgendwelchen Methoden zu überwinden. Dies mag ein Grund dafür sein, dass ihr das Leben so sehr am Herzen liegt und sie versucht alles zu tun um es zu genießen. Sie weiß durchaus, dass sie auch draufgehen kann, wenn sie es übertreibt, aber das sind Gedanken mit denen sie sich so wenig wie möglich befassen will. Deshalb sagt Kokoro von sich selbst, dass sie absolut angstlos ist. Was es wohl wäre, was ihr solche Angst macht, dass sie nicht darüber hinweg kann? Das gilt es noch herauszufinden. Bei anderen Menschen geht es ihr ähnlich schwer mit dieser Sache. Kokoro hat Probleme damit die Ängste anderer ernstzunehmen und zu akzeptieren. Sie versucht feinfühlig damit zu sein, ist aber meist eher der Elefant im Porzellanladen...
    Der Adel ist Kokoro ein Dorn im Auge. Die Kunoichi mag es gar nicht einer adligen Familie anzugehören. Immerhin ist das totaler Schwachsinn. Was hat sie schon geleistet, um als adlig bezeichnet zu werden? Nur weil man in eine Familie hineingeboren wird, ist man doch nicht sofort etwas Besonderes. Ihre Familie hat beispielsweise viel Geld, das sich ihre Vorfahren sicher auch irgendwie verdient haben, aber was genau hat das mit ihr zu tun? Man kann ja wohl nicht sagen, dass sie sich irgendeinen Titel verdient hat, nur weil sie in Windeln mit Markennamen geschissen hat. Dieses Konzept widerstrebt ihr. Ihrer Meinung nach sollten alle Menschen am gleichen Punkt starten. Jeder sollte ein Niemand sein, der etwas aus sich machen muss. Deswegen hausiert Kokoro mit ihrem Namen nicht und mag es auch gar nicht, wenn Leute sie mit der Marotte ihres Vaters aufziehen. Daisuke hat sich als Kind und als junger Mann immer nur mit seinem Titel „Tetsuya-sama“ ansprechen lassen und wollte sogar von vielen Leuten gesiezt werden. Dafür schämt sich das Mädchen eher, als dass sie das irgendwie beeindruckend findet. Sie hat ihm dies sogar schon auf den Kopf zu gesagt, dass sie dieses Verhalten von ihm total hohl findet. Es scheint ihm selbst mittlerweile ein wenig unangenehm zu sein und er belächelt ihre Worte meist und versichert ihr, dass er dies nicht mehr tut. Trotzdem hat sie noch darunter zu kämpfen. Seien es ältere Leute im Dorf, Lehrer an der Akademie oder, oder, oder... Jeder der ihren Vater als jungen Mann kannte, nennt sie die Tochter von „Tetsuya-sama“ oder die kleine „Tetsuya-sama“. Das macht das Mädchen echt wütend, obwohl ihr durchaus bewusst ist, dass das einige auch machen, um sie damit aufzuziehen. Da kann sie sich aber schwer beherrschen. Wieso müssen Eltern auch so peinlich sein? So stolz wie ihre anderen Familienmitglieder ist die Kunoichi auch nicht. Immerhin hat sie ja noch gar nichts Großes geleistet, auf das sie schon stolz sein kann. Sie hält nicht viel von falschem Stolz. Klar, wenn man stark ist, was Tolles vollbracht hat oder richtig was erreicht hat, darf man schon mal ein bisschen damit angeben und was von sich halten, aber wenn man es nicht verdient hat, sollte man lieber die Bälle flach halten. Zumindest ist das ihre Ansicht.
    Obwohl Kokoro ein eher aufbrausender Mensch ist, der gern seine Meinung sagt, ist sie durchaus auch in der Lage dazu andere Leute so zu akzeptieren, wie sie sind. Sie ist da ziemlich vorurteilsfrei und offen. Wenn jemand anderes etwas falsch macht, ist sie vergebend und einfühlsam. Deshalb kommt Kokoro eigentlich nicht oft in Konflikte, aber es kommt vor. Dies passiert vor allem, wenn jemand nicht ganz so kontrolliert ist, wenn sie Fehler macht, denn dies kommt natürlich durchaus vor. Was sie am wenigsten verträgt, ist wenn sich jemand über sie lustig macht. Dann kann es schon einmal dazu kommen, dass sie beleidigt ist. Kokoro geht dennoch Konflikten so gut es geht aus dem Weg. Sie belächelt und akzeptiert Vieles, auch wenn es teilweise direkt gegen sie gerichtet oder bösartig ist. Zwar ist sie sehr aufbrausend, doch wenn es um ganz offene und direkte Kritik geht, die sie bekanntermaßen nicht so gut einordnen kann, schluckt sie trotz allem viel runter. Wenn es dann wirklich zum Knall kommt und man sie richtig wütend macht oder einen Streit mit ihr provoziert, ist sie sehr sensibel und eher defensiv, als offensiv. Mit Konflikten kann Kokoro nicht so gut umgehen und versucht sie zu vermeiden. Wenn sie zwischen zwei anderen Parteien stattfinden, bietet sie sich oft als Schlichter oder Tröster an, kann aber nichts ernsthaft dazu beitragen. Sie fühlt sich in Konfliktsituationen sehr unwohl, weil sie ja eher eine energiereiche und positive Atmosphäre schätzt. Aber das lässt sich nun mal im Umgang mit anderen Menschen nicht vermeiden, dies hat sie schon gelernt. Das ist aber wirklich nicht ihr Ding und solche Dinge beschäftigen sie auch sehr lange...

    Mag: Papa, Essen, ihre Familie, Taijutsu, Kraft, Feuer, im Mittelpunkt stehen, laute Musik, Action, Kämpfen, Siegen, Unordnung & Chaos, Drama, Freiheit, Spaß
    Hasst: Kritik, Versagen, Angst, Vorurteile, übertriebener Stolz, Adel, „Tetsuya-sama“, Eis, Konflikte, Aggression

    Verhalten: Es lässt sich absolut nicht leugnen: Kokoro fällt einem ins Auge und das nicht nur durch ihr Äußeres. Der Rotschopf ist eine Persönlichkeit, die gern im Mittelpunkt steht und dies auch gern auf sich nimmt, wenn es sonst keiner tut.
    Ruhe liegt eben gar nicht in ihrer Natur. Kokoros Aufrtritt ist schon mal schwungvoll und laut, wie eigentlich alles an ihr. Das Mädchen ist in ihren Bewegungen nicht gerade grazil, wie eine Dame es ist. Sie stapft und stampft lauten Schrittes durchs Leben. Mal ganz abgesehen von ihrem rauen, ausdrucksvollen Ton. Die Stimme der Kunoichi ist zwar hoch und klingt recht feminin, aber spätestens an den Worten, die aus ihrem Mund kommen, erkennt man ziemlich schnell, dass da nicht allzu viel weibliche Vornehmheit ist. Der Ton in ihrer Familie ist eher rau und da nimmt keiner ein Blatt vor den Mund, weshalb auch Kokoro so spricht, wie es ihr grad in den Sinn kommt. Dabei achtet sie auch nicht wirklich auf Höflichkeit und eine angemessene Diskussionskultur. Nicht selten lässt sie andere nicht ausreden und redet einfach dazwischen, auch wenn sie nicht danach gefragt wurde. Da muss man die Kunoichi manchmal etwas bremsen oder ihr einen möglichst deutlichen Dämpfer verpassen, da sie auch schwer von Begriff sein kann... Man muss allerdings auch damit rechnen, dass sie schwer in ihrer Meinung umzustimmen ist, wenn sie einmal eine hat. Kokoro gehört zu den Menschen, die von sich selbst sehr überzeugt sind und gerne Recht haben, auch wenn es vielleicht nicht wirklich so ist. Sie sagt die Dinge auch genauso, wie sie ihr im Kopf herum schweben und ist dabei nicht zurückhaltend. Man könnte sagen, dass ihr Herz wirklich ganz offensichtlich direkt Zunge liegt.
    Abgesehen davon ist Kokoro eine gute Seele. Auch wenn ihr Umgang mit anderen nicht gerade zimperlich und sie niemanden mit Samthandschuhen anfasst, merkt man doch schnell, dass sie ein großes Herz hat. Die Kunoichi ist sehr offen und geht auf alle Menschen ganz vorurteilsfrei zu. Ganz egal, was sie über jemanden gehört hat oder wie er aussieht: Kokoro gibt jedem Menschen eine Chance, da dies das ist, worauf ihr Vater in ihrer Erziehung immer großen Wert gelegt hat. Menschen sind unterschiedlich und so wie der eine über jemanden schlecht urteilen mag, kann der andere es ganz anders sehen. Deshalb ist es wichtig sich immer erst einmal ein eigenes Bild zu machen. Kokoro umgibt sich gern mit anderen Menschen und ist dabei nicht sonderlich wählerisch. Hauptsache es ist etwas los und sie hat was zu tun.
    Abgesehen davon sieht man der Kunoichi direkt durch ihre Körperhaltung und ihren Auftritt an, dass sie sehr selbstbewusst ist. Sie gibt sich gern als sichere Person und zeigt ungern Schwächen. Gibt man ihr eine Aufgabe, ist sie sofort Feuer und Flamme und gibt immer 200%. Kokoro ist alles andere als zurückhaltend und überlegend. Sie tut, was ihr in den Kopf kommt, spricht wie es ihr auf der Zunge liegt und reagiert schnell und impulsiv, wenn auch herzlich und immer mit Gutem im Sinne. Allerdings kann die Kunoichi auch schon mal etwas provozierend sein, wenn man sie zu sehr versucht auszubremsen. Dann fängt sie oft an gegenzulenken und sich mit ihrem Gegenüber anzulegen. Kokoro hat nämlich auch eine gute Portion des Stolzes ihres Vaters abbekommen und steckt ungern zurück. Da sie jedoch nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, ist sie auch nicht besonders berechnend und es ist nicht allzu schwer mit deutlichen und sicheren Argumenten die Überhand zu gewinnen. Das gesteht sie sich aber wirklich ungern ein und kämpft bis aufs Messer um Recht zu haben oder sich für das einzusetzen, von dem sie wirklich überzeugt ist. Kokoro ist wie eine Aufziehpuppe, die zu lange überdreht wurde. Sie kennt kein Stopp, so lange bis sie umfällt. Also ein besonders leichter Mensch ist das Mädchen wirklich nicht und man muss echt viel Energie aufbringen, um mit ihr umzugehen. Wenn man sie aber einmal auf seiner Seite hat, wird dies leichter. Menschen, die sie gern hat, bringt sie viel guten Willen entgegen und ist auch bereit viele Opfer für diese Leute zu bringen.

    Wesen: Das Innere Kokoros ist warm und kuschelig. So laut und anstrengend sie auch sein kann, so weich und zart ist sie doch unter ihrer harten Schale. Die Kunoichi meint es wirklich nur gut mit jedem Menschen, den sie trifft und will immer helfen und Gutes tun. Das ist ihr das Wichtigste bei ihrer Arbeit. Allerdings funktioniert das Innere Kokoros auch sehr einfach. Sie ist wie ein Uhrwerk, dass immer im selben Takt tickt und dieser ist schnell und berechenbar. Der Rotschopf ist unkompliziert und simpel gestrickt. Man kann sie lesen wie ein offenes Buch, was für einen Ninja in der Regel untypisch ist. Immerhin stellt man sich so eine richtige Kunoichi nicht nur geschickt im Kampf und in ihren Aufgaben vor, sondern auch raffiniert und geheimnisvoll. Auf diese beiden Aspekte trifft die Tetsuya so gar nicht zu. Nichtsdestotrotz ist sie ein sehr gutes Werkzeug, denn ihre Aufgaben erfüllt sie stets gewissenhaft und mit viel Einsatz. Und sie hat eine große Portion Humor mit der sie das Leben so nimmt, wie es kommt.
    Ein unvorstellbar großes Herz zeichnet Kokoro also aus. Nicht nur in ihren Vorstellungen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen, Vorstellungen und Situationen. Sie geht an alles möglichst unvoreingenommen heran und gibt jedem seine verdiente Chance. Allerdings ist Kokoro auch sehr sensibel und nimmt sich die Dinge, die andere Menschen tun und sagen, sehr an. Auch wenn man es ihr nicht immer direkt ansieht und sie oft schnell, durch ihre leicht reizbare Art, in die Defensive schnippt, durchdenkt sie vieles im Umgang mit anderen Menschen. Sie kommt nicht selten in Konflikte mit anderen Menschen, hat auch immer gern Recht und ist ein kleiner Besserwisser, aber wenn sich die Wogen ein wenig geglättet haben, kann sie ihre Fehler auch schweren Herzens eingestehen. Dies fällt ihr noch nicht besonders leicht und sie tut dies auch eher unter vier Augen in ruhigen Momenten, da sie einen recht großen Stolz hat. Auch wenn sie mal Recht hatte und es nach einem Streit zu einer erneuten Konfrontation kommt, ist Kokoro alles andere als nachtragend. Man muss ihr eine Entschuldigung nicht direkt aufs Brot schmieren. Da kann sie schon einigermaßen zwischen den Zeilen lesen. Sie kann das gut hinnehmen und auch hinter sich lassen. Vergangenes sollte vergangen sein und hinter sich gelassen werden. Den Blick nach vorn zu richten, ist wichtiger auf dem Weg in eine sichere Zukunft.
    Eigentlich ist Kokoro noch ein richtiges Kind, denn sie hat viele Eigenschaften, die gerade junge Menschen sehr auszeichnen. Sie ist wirklich quirlig und aktiv, immer in Bewegung und impulsiv. Abgesehen davon ist sie auch sehr neugierig und aufgeschlossen für Neues. Sie ist stets an anderen Menschen und Neuem interessiert, auch wenn sie nicht alles versteht, da ihr Horizont schon bis an einen gewissen Punkt begrenzt ist. Der Rotschopf ist auch wirklich sensibel und empfindsam für ihre eigenen Gefühle und die anderer.
    In ihrem Leben hat Kokoro noch nicht viele negative Erfahrungen gemacht. Die Kunoichi war stets behütet durch ihr starkes Elternhaus und sie wurde gut trainiert und ausgebildet, bis ihr Vater überhaupt in Erwägung gezogen hat sie einmal auf die Menschheit loszulassen. Daher ist sie sehr selbstbewusst und hat einen wirklich hohen Selbstwert. Immerhin hat sie bisher nie Probleme gehabt oder ist nie in eine Situation gekommen, die ihr Leben im negativen Sinne enorm beeinflusst hat. Dabei ist sie so gierig auf neue Erfahrungen und Erlebnisse. Ihr Leben kommt ihr bisher so langweilig und ereignislos vor. Alles lief immer so, wie es im Bilderbuch steht und das ganz abseits von ihrem Einfluss. Dabei ist sie eigentlich ein so spontaner und sprunghafter Mensch, der unbedingt etwas erleben will. Ob sie nun dazu die Chance bekommt?

    Stärken und Schwächen

    Stärken: Reine Stärke ist ein Wert, der in der Tetsuya Familie nicht nur Tradition hat, sondern auch von großer Bedeutung ist. Dies wurde natürlich auch an eines der jüngsten Mitglieder namens Kokoro weitergegeben. Das Training des Körpers hat bei der Familie einen besonders hohen Stellenwert. Schon die Kleinsten gehen zu regelmäßigen, harten Trainingseinheiten, die sich manch ein anderer gar nicht vorstellen kann. Deshalb ist auch für Kokoro die reine Kraft eine ihrer größten Stärken. Und dabei ist nicht nur gemeint, dass sie mit ihren Muskeln kleine Berge versetzen kann, sondern auch, dass sie einen Dickschädel hat, der so einiges aushält, denn mit der körperlichen Stärke kommt natürlich auch ein gewisser Widerstand einher. Denn das Eine ohne das Andere würde wenig Sinn machen. Abgesehen davon, dass sie also kräftig und nicht gerade zimperlich ist, ist Kokoro von tiefstem Herzen aus ein richtiger Kämpfer. Sie kämpft nicht nur wahnsinnig gern, sondern auch mit reichlich Aktivität und hoher Impulsivität. Da gibt es nicht viel Überlegungszeit, denn sie stürmt direkt auf ihren Gegner zu und gibt alles. Die Kunoichi ist eine wilde Kriegerin, die gern in den Kampf zieht. Sie geht an alles mit hundert Prozent ihrer Möglichkeiten heran und gibt alles an Energie, von der sie eine ganze Menge hat.
    Um ihren Akku aufzuladen, muss die Kunoichi zwar eine ganze Menge an Essen wegspachteln, aber das reicht dann auch. Viel körperliche Ruhe braucht das Mädchen nicht, auch wenn sie wirklich gerne schläft. Wie schon weiter oben erwähnt, ist Kokoro wie eine kleine Aufziehpuppe, die bis ans Maximum aufgedreht ist. Das funktioniert so lange auf maximaler Kapazität, bis der Akku restlos alle ist. Und dann braucht sie Essen und ein bisschen Schlaf. Aber das immer noch Ruhe, die ein geringeres Maß einnimmt, als bei den meisten Menschen. Sie hat eine ziemlich schnelle Regenerationsrate.
    Kokoro ist außerdem ziemlich überzeugt von sich und lässt sich nichts so leicht ausreden. Ihr Selbstbewusstsein ist eine große Stärke, die natürlich auch ihre Nachteile hat. Trotzdem kann man sie darum schon irgendwo beneiden. Sie erblickt sich im Spiegel und findet sich toll. Wenn sie in sich hineinhorcht, dann vertraut sie absolut in sich selbst ohne große Zweifel oder Bedenken. Das ist schon ein bewundernswertes Maß an Selbstwertgefühl. Abgesehen davon, ist Kokoro nicht besonders von irgendwelchen Sorgen geplagt. Selbst wenn mal etwas schief geht oder sie nicht weiß, wie es weitergeht, behält sie einen kühlen Kopf und versucht nach vorn zu blicken. Sich von Sorgen plagen zu lassen, ist so gar nicht nach ihrem Geschmack.
    Übrigens ist Stärke nicht alles was sie an ihren körperlichen Fähigkeiten zu bieten hat. Das Mädchen mag nicht die Hellste sein, ist aber schon recht geschwind in ihren Reaktionen. Klar, im Kopf rattert alles schon ein bisschen länger, bis ihr ein Licht aufgeht, aber wenn man ihre Reflexe und ihre Bewegungsgeschwindigkeit dagegenhält, macht sie das locker wett. Und auch wenn ihre Kombinationsgabe nicht so großartig ist und ihre Gedanken oft Kreise im Kopf drehen, bis sie am richtigen Ende ankommen, hat sie ein wirklich gutes Gedächtnis. Sie war zum Beispiel nie schlecht in Prüfungen in der Akademie, weil sie ein richtiges Elefantengedächtnis hat und Vieles auswendig gelernt hat. Wenn es aber um echte Denkaufgaben ging, stank sie leider trotzdem ab...

    Schwächen: Ein komplexer Mensch mit vielen Emotionen zu sein, erscheint erstmal als etwas Schönes, doch vor allem als Kunoichi kann eine große Emotionsvielfalt und Sentimentalität hin und wieder ein großes Hindernis sein. Natürlich ist es für Kokoro, die so empfindsam ist, echt schwer ihre Emotionen hintenan zu stellen, wenn es nötig ist. Immerhin fängt ihr Herz schnell an zu rasen und Kokoro ist nicht bekannt für Zurückhaltung... Wenn ihr etwas zusetzt, drückt sie das ziemlich deutlich aus. Es ist nicht gerade leicht sie da zurückzuhalten oder ihr einen Dämpfer zu verpassen. Gerade in ihrem Job sind Emotionen nicht immer das, was am Wichtigsten ist, das sie Befehle zu befolgen haben. Das muss man ihr immer mal wieder vor Augen führen und das fällt ihr wirklich schwer. Kokoro handelt auch oft ohne lange zu überlegen. Sie ist ein sehr impulsives Mädchen, dass das tut, was sie gerade für wichtig hält. Lange zu überlegen oder etwas auszusitzen, ist so gar nicht ihr Ding. Da muss man sie auch immer mal etwas im Zaum halten. Aber sie ist ja auch erst am Beginn ihrer Karriere, da hat sie also noch viel Zeit dazu zu lernen.
    Was das Ganze noch erschwert, ist die Tatsache, dass sie nicht gerade leise ist und ihr Herz direkt auf der Zunge trägt. Manchmal ist es besser etwas zu akzeptieren und zu schweigen, doch das liegt Kokoro nicht so wirklich. Das geht auch nicht selten gegen ihre persönliche Gesundheit. Die Kunoichi hat sich schon so einige Prügeleinheiten abholen müssen, weil sie Dinge gesagt hat, die nicht gerade angemessen waren. Kokoro meint damit nicht Böses zu tun, hat sich aber noch nicht sonderlich gut im Griff, weil sie die Folgenweite ihrer Worte nicht wirklich bedenkt. Allerdings ist sie auch oft zu stolz, um zurückzunehmen, was sie von sich gibt oder um sich selbst im Zaum zu halten. Immerhin ist das Mädchen sehr überzeugt von sich und denkt nicht einmal im Traum daran, dass daran etwas falsch sein könnte. Da gibt es noch viel, was sie zu lernen hat...
    Es ist allerdings nicht nur ihr Stolz, der es ihr schwer macht die Folgenweite ihrer Handlungen und Worte zu bedenken. Um es mal ganz einfach zu sagen: Denken ist nicht gerade ihre Stärke. Klar, die Kunoichi kann sich Dinge gut merken, sich gut in Menschen hineinversetzen und ist unwahrscheinlich empfindsam für die verschiedensten Dinge, aber der Kopf ist von Haus aus nicht mit den brillantesten Ideen gefüllt. Da hat sie wohl etwas zu viel von der Erbmasse ihres Vaters abbekommen. Das Mädchen ist grob gesagt dumm und das Schlimmste daran ist, dass sie sich dem noch nicht wirklich bewusst ist. Sie hat schon verstanden, dass es Menschen gibt, die intelligenter sind als sie und dass es Dinge gibt, die ihr nicht so gut liegen. Dass sie aber tatsächlich eher im unteren Spektrum der Intelligenz unterwegs ist, konnte ihr selbst ihr Vater noch nicht so wirklich rüber bringen. Ob die Tetsuya vielleicht sogar mit jeder Generation etwas dümmer werden? Das wird sich noch zeigen müssen...
    Dass sie etwas nicht kann, kann sich das Mädchen auch ziemlich schwer eingestehen. Kokoro ist ein wirklich schlechte Verliererin. Dazu kommt auch noch erschwerend hinzu, dass sie nicht unbedingt immer darüber nachdenkt mit wem sie sich anlegt. Und wenn sie dann verliert, hat man eine quengelige Kunoichi vor sich, die auch richtig bockig und patzig werden kann. Aber keine Angst, auch wenn man sie mal ärgert: Selbst eine halbherzige Entschuldigung ist dem Mädchen viel wert und sie ist nicht besonders nachtragend. Ob man das nun als als Schwäche oder Stärke ansehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen...
    Kokoros großes Herz ist nicht immer sonderlich hilfreich bei ihren Aufgaben und ihrer Arbeit. Das Mädchen ist sehr sensibel und mitfühlend, was in die verschiedensten Richtungen ausschlagen kann. Entweder man hat einen Rotschopf, der vor Wut platzt oder vor Mitleid mitheulen kann. Das kann man ihr auch sehr gut ansehen... Was ihre größte, körperliche Schwäche ist, ist auch etwas, was sich durch die Familie zieht, wie ein roter Faden. Genjutsu sind so gar nicht ihr Ding. Diese „Fallen“ zu durchblicken, fällt dem Mädchen sehr schwer, weshalb sie da oftmals Hilfe von Teammitgliedern brauchen wird.

    Geschichte

    Kapitel 1 – Das Leuchten im Herz – „Kokoro“ ist das Glück auf Erden (0-3 Jahre)
    Kokoro in Miniformat (open)
    [​IMG]

    Wenn man jung ist und das Leben noch alles für einen offen hält, dann gibt es nicht viele Situationen, die einem das Gefühl geben, dass etwas Großes passiert. Jeden Tag passiert etwas Neues, das Leben verändert sich am laufenden Band und doch gibt es Momente, die wie der Einschlag eines Meteors alles umkrempeln. Für Kokoros Eltern war das wohl ihre Geburt, denn die war weder geplant noch erwartet und trotzdem war die Vorfreude kurz zuvor so groß, dass es vor allem ihr Vater kaum noch aushalten konnte. Wie sie wohl aussehen würde? Was sie wohl erleben würde? Welchen Weg sie gehen würde? Ihre Mutter hingegen war dem ganzen sehr skeptisch zugewandt. Die junge Kunoichi mit dem feuerroten Schopf musste regelmäßig daran erinnert werden, dass sie hochschwanger war, weil sie dies einfach ausblendete. Mit einem verlegenen Lächeln entschuldigte sie sich oft für ihre Unachtsamkeit und gab sich ihrem Schicksal hin. Was hatte sie auch für eine Wahl? Irgendwie freute sie sich ja schon auf das Kind, aber ein wenig unheimlich war das schon. Es würde alles verändern...

    Am heißesten Tag des Jahres, in einer angenehmen Sommernacht mit klarem Sternenhimmel wurde Kokoro am Tag es 20. Geburtstags ihres Vaters geboren. Heute noch, sagt der Mann, war sie sein schönstes Geschenk. Ein hübsches, kleines, dickes Baby mit strahlend türkisfarbenen Augen und einem schon recht fülligen, orange-roten Haarschopf. Schon zuvor hatte die Mutter verdeutlicht, dass sie die Namenswahl dem stolzen Vater überlassen würde. Simpel, wie er eben war, überlegte er sich das, was ihm am wichtigsten war. Seine Tochter, sollte ein großes Herz haben, also nannte er sie Kokoro. Und wie erwartet, veränderte sie auch wirklich alles... Kokoro war ein wirklich anstrengendes Kind. Ständig schrie das kleine Mädchen und forderte den Eltern viel ab. Ihr Appetit war schier endlos, andauernd wollte sie die Aufmerksamkeit der jungen Eltern und wer viel isst... Naja. Jedenfalls hatten die Beiden wirklich alle Hände voll zu tun mit dem Mädchen. Hinzu kam, dass die junge Mutter sich sehr schwer tat mit dem Mädchen warmzuwerden und es immer eher auf ihren Partner abgab. Daisuke beschwerte sich allerdings nicht, sondern versuchte sein Bestes zu geben. Glücklicherweise lebten sie ja auch schon immer bei seiner großen Familie, sodass das Mädchen von vielen, wirklich freundlichen und liebevollen Menschen großgezogen wurde.

    Je größer sie wurde, desto verfressener wurde das kleine Ding. Kokoro wuchs gemeinsam mit ihrem etwas älteren Cousin auf. Mizuiro, der weichliche, kleine Weißhaarige, war mit ihr sofort auf einer Wellenlänge. Er war zwar wesentlich ruhiger und nicht ganz so ruppig wie das Mädchen, ließ sich aber alles von ihr gefallen und unterhielt sie stets mit großer Freude. Als sie geboren wurde, war er zwei Jahre alt und sie waren schon immer ein Herz und eine Seele. Kokoros erstes Interesse an der Arbeit der Ninja kam auf, als ihr Cousin sein Training im Kreis der Familie mit drei Jahren begann. Sie war noch viel zu klein, saß aber regelmäßig mit dabei, wenn Daisuke den Jungen trainierte. Nicht selten wurde sie von ihrem Vater spaßeshalber zum Gewichtheben benutzt. Das war ihr liebstes Spiel. Kokoro macht immer einen wachen Eindruck und war viel in Bewegung. Sie lernte schnell sich vom Fleck zu bewegen und hatte noch nie große Angst vor irgendwas. Daisuke hatte nur damit zu tun seine Tochter vor allen
    möglichen Gefahren zu bewahren, da das Mädchen vermutlich lachend in eine Kreissäge gekrabbelt wäre. Kokoro verbrachte viel Zeit mit ihren Familienmitgliedern. Auch ihr Großvater umsorgte das Kind viel, wenn der Vater seine Schüler trainierte und sie mal nicht dabei haben konnte. Ihre Tante nahm sie gern mit zum Einkaufen und kümmerte sich darum, dass sie immer gut gestylt war. Nur ihre Mutter beobachtete das Ganze mit etwas mehr Abstand und einem freundlichen Lächeln. Kokoro fiel dies nie so auf, weil sie immer von vielen Menschen umsorgt wurde. So ein kleines Mädchen, dass den Hintern voller Hummeln hatte, mochte ja unterhalten werden. Und kaum war Kokoro in Bewegung, kam sie gar nicht mehr zur Ruhe. Schlaf schien kaum notwendig, dafür aß sie etwas das doppelte von dem, was ihr Cousin so zu sich nahm. Sie hatte auch viel Humor, ließ jeden Blödsinn mit sich machen und brabbelte am laufenden Band. Das Mädchen quatschte sogar noch weiter, wenn ihr Vater vor Erschöpfung mit ihrem auf dem Schoß eingeschlafen war. Das Leben startete also mit einem lauten Knall, denn Leise konnte Kokoro noch nie besonders gut...

    Kapitel 2 – Warm und weich – Das Gefühl von Familie (3-6 Jahre)
    Kokoro & Yuuto (open)
    [​IMG]

    Endlich, an ihrem dritten Geburtstag, durfte auch Kokoro endlich mit in das Dojo ihrer Familie. Schon so lange hatte das Mädchen darauf hin gefiebert und ihrem Vater das Ohr abgekaut. Bisher durfte sie nur auf der Bank sitzen und zuschauen. Heimlich ahmte sie natürlich die Übungen nach, die Mizuiro schon so gut gemeistert hatte. Es nervte sie, dass der Junge immer schon so viele Schritte voraus war. Sie nahm sich vor ihn so bald wie möglich einzuholen und forderte ihren Vater immer wieder heraus, der das Ganze nur belächelte. Er hatte sich vieles ausgemalt, was seine Tochter eines Tages machen würde. Aber, dass sie so war, hatte er sich kaum vorgestellt. Ganz im Gegensatz zu ihm in ihrem Alter, nahm das Mädchen kein Blatt vor den Mund und strotzte vor Selbstbewusstsein. Woher sie das nur hatte? Kokoro war unermüdlich und nicht zu sättigen. Egal ob es um Training oder Lernen ging. Sie saugte alles auf wie ein Schwamm. Das Mädchen plapperte am laufenden Band, war immer in Bewegung und kaum zu bändigen. Also... Was denkt ihr, was ihre schwerste Übung im Training war?

    Sie stieg in das körperliche Training mit der für sie schwesten Aufgabe ein. Meditation. Das verstand sie nicht. Still sitzen, nicht zappeln, Mund zu und sich auf die Atmung konzentrieren. Sie startete gemeinsam mit Mizuiro mit der Aufgabe zwei Minuten durchzuhalten. Je öfter sie es nicht schaffte, wurde die Zeit verdoppelt. Sie verbrachte Stunden damit einfach damit zu versuchen diese zwei Minuten auszuhalten. Für ihren Cousin war dies ein Leichtes, aber der war dafür nicht ansatzweise so auf Zack wie das Mädchen. Dennoch musste Kokoro die ersten Stunden beim Training nur meditieren und war schwer beleidigt deswegen. Sie durfte nie die coolen Sachen machen, die Mizuiro so trieb! Ständig meckerte sie und quengelte ihrem Vater was vor, wenn er die Einheiten beendete, ohne dass sie etwas gelernt hatte. Unverschämtheit! Drei Jahre hatte sie darauf warten müssen und nun das?

    Es dauerte einige Monate bis das mit der Meditation auch nur ansatzweise klappte und Daisuke erhöhte die Dauer bei jedem Training weiter. Endlich durfte sie aber auch andere Übungen machen und war so stolz. Natürlich stand sie ihrem Cousin immer etwas nach, war aber fleißig und bemüht, sodass Mizuiro sich auch anstrengen musste. Immerhin wollte er ja von dem kleinen Quälgeist nicht so schnell eingeholt werden. Kokoro fühlte sich endlich richtig gut. Sie durfte Trainieren und so viel Zeit mit ihrer Familie verbringen. Allerdings kam sogar noch einiges Neues hinzu. Als sie gerade drei Jahre alt geworden war, wurde ihr kleiner Bruder geboren. Ein kleiner, schwächlicher Rotschopf namens Shinto. Er war von Anfang an nicht gerade ihr Liebling. So ein kleines, schwächliches Baby, viel zu leise und langweilig. Kokoro war kein Fan von dem Jungen. Als sie hörte, sie bekäme ein Geschwisterchen, stellte sie sich einen Trainingspartner und nicht so ein kleines Crybaby vor! Nicht cool! Aber immerhin lag die Hauptaufmerksamkeit immer noch auf ihr. Kokoro war eben immer lauter und fordernder, Shinto war von Anfang an viel ruhiger als sie. Das Mädchen bekam immer was sie wollte. Viel tolles Spielzeug von allen Verwandten, die sie so gern hatten, weil sie mit ihren großen, türkisfarbenen Augen so niedlich gucken konnte. Ja, alles verlief nach ihrem Plan. Sie wurde stärker und lernte viel dazu und nicht ein Stolperstein lag ihr je im Weg. So langsam machte ihr Vater sich deshalb Sorgen, doch das verstand sie noch lange nicht...

    Kapitel 3 – Aller Anfang ist schwer – Die ersten Schritte in der Akademie (6-11 Jahre)
    Kokoro in der Akademie (open)
    [​IMG]

    Es waren schwere Schritte, die sie an ihrem ersten Tag zur Akademie machte. Kokoro hatte bisher nur im Schutz ihrer Familie gelebt und war total über behütet. Sie hatte noch keine Kontakte zu anderen Kindern oder vielen anderen Menschen gehabt, da es nie nötig war. Wenn sie etwas brauchte, bat sie ihre Familie oder die Bediensteten darum es ihr zu besorgen und andere Kinder brauchte sie auch nicht, da sie ja zwei Jungen um sich hatte, die stets mit ihr spielten und trainierten. Bevor sie ihren ersten Tag an der Akademie hatte, bekam sie von Daisuke also erst einmal ein Briefing, wie man sich dort zu verhalten hatte. Das erschien ihr alles ein wenig schräg. Sie sollte sich ein wenig zurückhalten, auch mal zuhören und nicht so laut sein. Im Unterricht müsse man auch mal stillsitzen und leise sein. Man darf die Schüler nicht so unterbuttern wie die Jungs Zuhause und überhaupt waren das keine Familienmitglieder, also solle sie ein wenig Respekt haben. Und der letzte Satz, der dem Mädchen ganz sauer aufstieß, war: Und denk dran, dass du aus einer adligen Familie kommst. … Was sollte das denn jetzt? Das hatte vorher auch keinen interessiert! Zuhause waren Rülpswettbewerbe in Ordnung, aber in der Akademie sollte man so etwas vermeiden. Kokoro war sichtlich überfordert mit all diesen Anforderungen.

    Und so ging sie mit einem eher mulmigen Gefühl im Magen auf zu ihrem ersten Schultag. Glück im Unglück hatte sie, denn das Wichtigste hatte ihr Vater tatsächlich vergessen. Wo sie genau hin musste, wusste das Mädchen nämlich so gar nicht! Sie hatte Glück im Unglück, da ihre Klassenlehrerin sie mit sichtlich verwirrtem Gesichtsausdruck vor den Toren der Akademie aufsammelte. Es war schon zu spät und Kokoro hatte große Angst irgendjemanden zu fragen. Allerdings war auch die Lehrerin zu spät und fragte sie, wohin sie musste. So nahm sie das Mädchen mit, da ihre Wege sich kreuzten. Als sie sich mit Namen vorstellte, amüsierte sich die Frau und nannte sie „Tetsuya-sama“. Was war das denn? Die Frau klärte sie darüber auf, dass ihr Vater schon in ihrer Klasse gewesen war und sie den überheblichen Jungen nicht vergessen habe. Als sie von ihrem Vater erzählte, beschrieb sie ein ganz anderes Bild, als Kokoro im Kopf hatte und sie wollte sich in Grund und Boden schämen. Wie peinlich! Sich in der dritten Person ansprechen lassen. Ein Sechsjähriger! Der war ja wohl total bescheuert. Sie bat die Lehrerin niemandem davon zu erzählen.

    Tatsächlich kam sie gar nicht mal so schlecht zurecht in der Schule. Da sie kräftig und flink war, aber nicht besonders mädchenhaft, hatten eher die Jungen Interesse daran sich mit ihr zu messen. Dies war ganz cool für sie, denn sie teilten ihre Interessen. Der Eine oder Andere legte sich schon einmal mit ihr an und sie geriet in Streits und Raufereien, aber mit Jungen war das ganz unkompliziert. Man gab sich hinterher einen ordentlichen Handschlag und dann war alles wieder in Ordnung. Kokoro war eben auch nicht besonders nachtragend und so war das Ganze ziemlich unkompliziert. Nur die Mädchen wollten nicht sonderlich viel mit ihr zu tun haben, weil sie oft schmuddelig vom Rangeln war oder ihre Klamotten und mehrfach geflickt waren. Aber das war ihr nicht so wichtig. Umso besser kam sie bei den Herren der Schöpfung an, weil sie gut rülpsen und echt weit spucken konnte! Sie fand schnell viele Freunde und in der Schule war sie auch nicht unbedingt schlecht. Abgesehen von den Genjutsu Übungen, schnitt sie in allen körperlichen Aktivitäten gut bis mittelmäßig, wie zum Beispiel in Sachen Chakra, ab. Lernen fiel ihr auch weniger schwer als erwartet. Nur Denkaufgaben waren eben so gar nicht ihr Ding. Das fiel auch ihrem Vater mehr und mehr auf... Da würde sie ihm für seine Erbmasse einmal nicht mehr so dankbar sein, wenn sie bemerkte, dass sie dumm war. Bisher war sie aber sehr überzeugt von sich. So schloss sie mit elf Jahren die Akademie ziemlich problemlos ab und feierte mit ihrem Kumpels ihren Aufstieg zum Geninrang.

    Kapitel 4 – T-E-T-S-U-Y-A – Familie ist was zählt (11-15 Jahre)
    Kokoro das Papakind (open)
    [​IMG]

    Jetzt war Kokoro endlich ein Genin. Schon seit sie ein kleines Mädchen war, hatte sie sich auf den Tag gefreut, an dem sie sich endlich als einen Ninja bezeichnen durfte. Die Aufregung war groß. Was würde wohl ihre erste Mission sein? Wann würde es losgehen? Wer würde sie begleiten? Ihre Freunde erzählten ihr schon ziemlich bald davon, dass sie auf die ersten Missionen gingen, doch der Brief für Kokoro blieb irgendwie aus. Sie wunderte sich sehr darüber. Natürlich trainierte sie fleißig weiter und strengte sich an noch besser zu werden. Vielleicht war die Dorfverwaltung einfach noch vorsichtig mit jungen Genin wie ihr. Aber warum bekamen dann all die anderen Jungen eine Mission? Kokoro machte sich nach zwei Monaten dann doch Sorgen und wandte sich mit ihren Gedanken an Mizuiro. Er selbst war noch nicht auf einer Mission gewesen, obwohl er schon zwei Jahre lang Genin war. Aber er hatte sich nie darüber beschwert. Auf seine Frage hin, bekam sie nur ein Seufzen zu hören. Er nahm sie bei Seite und bat sie nicht auszuflippen, wenn sie den Grund dafür erfuhr, dass sie noch nicht zu einer Mission berufen wurde. Daisuke wollte das noch nicht. Was? Ihr Vater hatte der Dorfverwaltung ausgerichtet, dass er als ihr Trainer sie noch nicht als fähig genug für eine Mission sah! Was sollte das denn? Natürlich war sie echt wütend und kurz davor auszuflippen, doch Mizuiro ermahnte sie sich zu beruhigen, sonst würde sie noch länger warten müssen. Etwas irritiert sah sie ihn an und versuchte seinen Erklärungen zu folgen. Mizuiro hatte selbst damals bei Daisuke erfragt warum er noch nicht losziehen durfte, als ihn sein Onkel in die Schranken wies. Er mochte vielleicht Genin sein, aber als Junge mit adligem Hintergrund durfte er nicht als totale Nullnummer auf eine Mission gehen. Deshalb gab es erst einmal nur Jobs und hartes Training, bis er sich bewiesen hatte. Wie bitte? Mizuiro war mittlerweile dreizehn Jahre alt! Er war schon zwei Jahre Genin und noch auf keiner Mission gewesen! Das wollte sie sich nicht antun. Sie hatte so hart dafür gekämpft. Obwohl ihr Cousin versuchte sie zu beruhigen, kam es zur Explosion. Kokoro stürmte zu ihrem Vater und schrie ihn sofort an, dass er unmöglich wäre und sich seinen Adelstitel dahin stecken konnte, wo die Sonne nicht hin scheint. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung, doch eine Erklärung gab der Weißhaarige dem Mädchen nicht. Stattdessen schickte er sie auf ihr Zimmer und verbot ihr das Training für den Rest des Tages. Beleidigt schloss Kokoro sich in ihrem Zimmer ein. Sie sprach drei Tage lang mit Niemandem und verweigerte sogar das Essen. Lediglich Wasser nahm sie entgegen. Wenn er sie nicht ziehen ließ, trat sie wohl in den Hungerstreik? Nein, das war es nicht. Daisuke verstand das Mädchen nicht. Aber wie sollte er sich erklären?

    Währenddessen saß Kokoro traurig auf ihrem Zimmer. Sie war einfach so erschüttert. Immer hatte sie voll und ganz in ihren Vater vertraut und ihm alles abgenommen, was er ihr beigebracht hatte. Seine Einschätzungen erschienen ihr immer richtig, aber das... Alle anderen durften auch direkt nach ihrer Prüfung losziehen und die Begründung war ja wohl lächerlich! Kaum jemand in ihrer Klasse hatte so hart trainiert wie sie. Wie konnte er denken, dass sie ihn nicht stolz machen würde? Nach drei Tagen Funkstille war es der Vater, der auf sein Mädchen zuging und sie um ein ernstes Gespräch unter vier Augen bat. Niemand anderes hatte sich in den Streit der beiden einmischen wollen, aber nun machte er sich selbst zu großen Sorgen, um seine sonst so selbstbewusste Tochter. Sie hatte sich nie von irgendetwas unterkriegen lassen. Er dachte, dass dies ihr eher den Willen geben würde sich zu beweisen. Sonst war sie nie so nachtragend und gab sich stets Mühe, aber jetzt war sie einfach nur niedergeschlagen. Sie erlaubte ihm zu sich zukommen.
    Im Zimmer des Mädchens waren die Vorhänge zugezogen und sie saß eingewickelt in eine Kuscheldecke am Fußboden. Tiefe Augenringe zeichneten das sonst so fröhliche Mädchen. Kokoro war am Boden zerstört. Es fiel ihm richtig schwer auf seine Tochter so zu zugehen. Zum ersten Mal begab der Mann sich mit ihr auf eine Augenhöhe und zeigte ihr all die Narben, die seinen Körper zeichneten. Er fiel vor seiner Tochter auf die Knie und entschuldigte sich dafür, dass er seine Entscheidung nicht zurücknehmen würde, aber bot ihr an sich in aller Ruhe zu erklären. Kokoro gestand ihm zumindest ein ihm zuhören zu wollen und entschuldigte sich dafür, dass sie so explodiert war. Der Hintergrund seiner Entscheidung war niederschmetternd, aber real und Kokoro konnte es erstmals verstehen. Der Chuunin berichtete Kokoro von all den Missionen, die er absolviert hatte. Er war so oft dem Tode so nahe und hatte es nicht einmal verstanden. Oftmals traf es ihn erst hinterher wie ein Schlag mit dem Hammer. Er hatte seinen Beruf immer geliebt, doch als er Vater wurde, verstand er erst wie hart dieser Job sein kann. So viele Menschen starben bei ihren Aufgaben und er konnte sich das nicht mehr leisten. Und schon gar nicht wollte er das für seine Familie. Er erzählte Kokoro von einer Mission, die von jemandem geleitet wurde, dem er vertraut hatte, weil er erfahrener war als er selbst. Der damalige Chuunin hatte ihn in Feindgebiet begleitet und die Situation völlig falsch eingeschätzt. Sie waren fast gestorben. Die emotionalen Erzählungen ihres Vater öffneten Kokoro die Augen. Natürlich hatte sie schon davon gehört, dass Shinobi und Kunoichi einen Job hatten, in dem es oft um Leben und Tod ging, aber wenn es so real wurde, war es irgendwie ganz anders. Sie hatte nie gewollt, dass ihr Vater stirbt. Die Vorstellung war so gruselig, dass sich alles in ihr zusammenzog. Aber umso schlimmer war es, dass er zwar nun sicher war, aber all das auf sie zukam. Er fragte sie, ob sie sich ihrer Schwächen denn wirklich bewusst wäre. Ob sie dachte, dass sie allen Aufgaben, die eine Kunoichi hatte, gerecht werden konnte, nur weil sie Genin war. Natürlich wächst man nur mit seinen Aufgaben, aber sah sie sich schon bereit dazu? Das Gespräch holte sie zurück auf den Boden der Tatsachen. Sie hatte nun zwar einen Titel, aber bereit war sie lange nicht. Da hatte ihr Vater sie richtig eingeschätzt. Er bat sie darum sich Zeit zu nehmen, bis er und sie selbst glaubten, dass sie bereit war an einer richtigen Mission teilzunehmen. So lange konnte sie sich in Jobs und ihrem Training üben. Es fiel ihr schwer, aber sie akzeptierte. Sie wollte professionell wirken, wenn sie erst einmal so weit war. Dafür würde sie sich gedulden, auch wenn sie das bisher nie wirklich tat. Das war wohl auch eine Lernsituation, oder?

    Als Mizuiro mit vierzehn Jahren auf seine erste Mission ging, war Kokoro ein wenig mulmig im Bauch. Zum Leben eines Ninjas gehört nicht nur dazu selbst dazu zu lernen und zu trainieren, aber auch in andere zu vertrauen. Umso größer war die Freude, als er wieder nach Hause kam und sie wieder jemanden zum Trainieren hatte. Sie bemerkte gar nicht, dass sich etwas verändert hatte. Über die Jahre trainierte sie viel gemeinsam mit Mizuiro und Shinto, aber auch mit den Freunden, die sie an der Akademie gewonnen hatte. Kokoro war so motiviert wie nie und arbeitete darauf hin auch bald auf eine Mission zu gehen. Als Mizuiro nach seiner zweiten Mission zurückkehrte, bestand er darauf möglichst viel Zeit mit seiner Cousine zu verbringen und das nicht beim Training. Kokoro genoss die Zeit mit ihm sehr und war so geschockt, als sie seinen Abschiedsbrief las. Das Mädchen konnte es absolut nicht verstehen, doch sein Verhalten machte plötzlich Sinn. Er wollte gar nicht mehr im Dojo trainieren und lachte viel weniger als sonst. Der Shinobi war gegangen und die Begründung erschien verrückt. Nach all dem wofür er gearbeitet hatte, erklärte er hier, dass er kein Shinobi mehr sein konnte. Nicht im klassischen Sinne. Er wolle Leuten helfen, aber nicht so, wie es die Dorfverwaltung von ihm verlangte. Kokoro war niedergeschmettert, da er erklärte, dass er nicht zur Familie zurückkehren wollte. Er war, seit sie sich erinnern konnte, ihr bester Freund. Shinto gab sich große Mühe seine Schwester zu trösten, doch es half nichts. Ungeduldig wartete sie mit ihrem Bruder an ihrer Seite die Verhandlungen in der Familie ab, wie man auf sein Verschwinden reagieren würde. Man beschloss ihn ziehenzulassen. Die Dorfverwaltung entschied, dass keine Gefahr von ihm ausging, er also nicht gesucht wurde. Das sollte es gewesen sein? Kokoro war verletzt, konnte das aber gar nicht ausdrücken. Sie versuchte sich mit noch härterem Training abzulenken, während Shinto sich bemühte ihre Verletzungen zu versorgen. Plötzlich wollte sie umso härter arbeiten, um bald selbst erfahren zu können, wie man als Genin wirklich arbeitete. Das rothaarige Mädchen unterdrückte das Bedürfnis nach ihm zu suchen, denn es war verboten. Es tat ihr so weh, aber sie musste nach vorn gucken. Und ganz plötzlich fehlte etwas von ihr...

    Kapitel 5 – Der Blick nach vorn – und kein Blick zurück (Ab 15 Jahren)

    In ihrer Trauer um ihren Cousin steigerte sich Kokoro sehr in ihr Training. So sehr, dass ihr Vater sich gar nicht so recht traute, sie auf eine Mission zu schicken. Wer wusste schon wie sehr sie das deprimieren würde... Kokoro hatte viele Jobs in Soragakure, aber auch in den umliegenden Dörfern gemacht. Das Mädchen hatte sich wirklich engagiert um ihre Arbeit gekümmert und viele ihrer alten Klassenkameraden wiedergetroffen. All das hatte sie schon ein ganzes Stück wieder aufgebaut und sie war ihrer alten Natur wieder ähnlicher geworden. Die große Klappe und viel Humor waren zurückgekehrt und sie legte sich auch wieder mit vielen Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern an. Ihr Vater war sehr bemüht auch so viel wie möglich mit ihr zusammen zu trainieren und als er ihr sagte, dass er sie gern auf eine Mission schicken würde, war das für sie erst einmal eine schwere Entscheidung. Sie selbst sollte dafür auch bereit sein, aber war sie was? Kokoro beschloss ihren fünfzehnten Geburtstag abzuwarten, bevor sie sich wirklich in die Arbeit stürzte. Für den Fall der Fälle, dass es ihr schwerfallen würde, wollte sie vorher noch einmal eine große Fete mit ihren Freunden und ihrer Familie feiern. Direkt am Tag danach ging sie zur Dorfverwaltung, die ihr versicherte, dass sie bald Post bekommen würde. Nun war sie sehr aufgeregt und für ihre Verhältnisse wirklich unsicher. Kokoro strotzte sonst nur so vor Selbstbewusstsein, aber ganz allein loszuziehen, ohne dass ihre Familie hinter ihrem Rücken stand, war für sie wirklich eigenartig. Selbst mit der Akademie war dies nicht zu vergleichen. Es war ein ganz neuer Schritt auf ihrem Weg zur Kunoichi.

    Charakterbild

    [​IMG]

    Schreibprobe

    Mit schwungvollem Schritt hopste Kokoro durch das Tor zum Anwesen ihrer Familie. Der große Regenschirm wippte auf ihrer Schulter auf und ab, während sie fröhlich pfeifend von einem Pflasterstein zum anderen sprang. Die Kunoichi machte immer dasselbe Hüpfspiel auf den siebzehn großen Steinen, die zur Treppe am Hauseingang des Hauptanwesens führten. In Gedanken zählte sie die Steine, während sie immer wieder hüpfte, kleinlich genau darauf achtend nicht die Fugen zu berühren. Sonst würde sie ja verlieren!
    „Koko-chan!“, erklang eine der Kunoichi bekannten Stimme aus der Tür des Dojos heraus. In der Bewegung erstarrte das Mädchen und blickte hinüber in die Richtung, aus der das Geräusch erklungen war. Das war doch Mizuiro! Begeistert strahlte sie ihm entgegen und rief laut: „Du bist hier!“ Noch in ihrem üblichen Bewegungsablauf kehrte das Mädchen um und rannte auf einmal wie angestochen los zu ihrem Cousin, um ihn in ihre Arme zu schließen. Dabei achtete sie gar nicht mehr auf ihr zuvor so präzise ausgeführtes Spiel, ließ ihren Regenschirm und die Einkäufe aus den Händen fallen. Der Junge stand in der Tür und trug wie immer sein herzliches, liebevolles Lächeln auf den Lippen. Mizuiro war ein Engel, eine gute Seele und einfach der beste Freund, den Kokoro hatte. So lange hatte das Mädchen ihn nicht mehr gesehen. Es kam ihr ewig vor. Seit sie beide Genin waren, hatten sie nun einmal viel zu tun und kamen nicht so oft dazu einander zu sehen. Der Junge war niemand, der viel sprach. Er war ein ruhigerer Geist, im Vergleich zu Kokoro. Und trotzdem war einen Moment Ruhe, als sie ihren Cousin in die Arme schloss und an sich drückte. Die Kunoichi schlang ihre Arme fest um ihn, krallte sich an seinem Shirt am Rücken fest und vergrub ihren Kopf an seiner Schulter. Tränen liefen über ihre Wangen. Sie schluchzte wie verrückt und ihr Herz schlug bis zum Hals. Doch Mizuiro? Er tat nichts. Stumm und steif stand er da, das übliche Lächeln auf dem Gesicht tragen. Es fühlte sich kalt an, doch Kokoro klammerte sich fest. Sie verschluckte sich, hustete, doch ließ nicht los. Nein, jetzt konnte sie nicht loslassen. Das Mädchen drückte ihren Cousin an sich, wimmerte, schluchzte, hustete, während die dicken Tränen an ihrem Gesicht herunterrannen und ihr es mittlerweile sogar schon aus der Nase lief. Nein. Das würde sie niemals loslassen.
    „Kokoro!“, mahnte sie eine Stimme. Panisch riss das Mädchen die Augen auf. Sie schreckte hoch, saß aufrecht. Alles war nass. Alles drehte sich. Es war dunkel. „H-Huh?“, brachte sie nur hervor, als sie in das Gesicht ihres Bruders blickte. Im Zimmer war es wirklich dunkel, sodass sie nur die Umrisse Shintos erkennen konnte. „Alles in Ordnung? Du hast so unruhig geschlafen, dass ich dich drüben gehört habe...“, erkundigte sich der Junge besorgt nach seiner älteren Schwester. Sie war komplett durchgeschwitzt, ihr Haar stand in alle Richtungen ab und ihr ganzer Körper war verkrampft. „Ge-Geschlafen?“, fragte sie ungläubig. Es war so real gewesen. Wieso? Sie hatte seine Stimme gehört. Ihn gesehen. Er hatte gelächelt. Als sie ihn umarmte, konnte sie ihn sogar riechen. Doch plötzlich war er kalt geworden. Es hatte sich nach nichts angefühlt. An dem Punkt wusste sie schon, dass es nicht wahr war. Nun begannen die Tränen wieder zu laufen. Das Mädchen verdeckte ihre Augen vor ihrem Bruder. Es war ihr unangenehm vor ihm zu weinen. Heulen, war nur etwas für Schwächlinge. „Oh...“, brachte er nur hervor und setzte sich vorsichtig neben sie. Die ältere Schwester durfte doch nicht wie ein Baby vor ihrem Bruder flennen. Sie lehnte sich an ihren Bruder und tat es trotzdem. Ihre Hände versteckten ihre Tränen und sie presste krampfhaft die Lippen zusammen, um das Schluchzen zu unterdrücken. Shinto sprach nicht, legte seinen Kopf an ihre Schulter und rührte sich nicht mehr. Es tat so weh. Kokoro konnte spüren, wie ihr Herz schmerzte. Es schlug bis zum Hals, so stark, dass sie glaubte, es würde platzen. Es fühlte sich an, als würde es zerbrechen. Immer war alles gut. Nie hatte sie sich gesorgt. Ihr Leben war immer perfekt verlaufen. Kleine Fehler wurden immer verziehen und alles hatte sich ausbügeln lassen. Und nun lief etwas falsch, völlig falsch. Es war vorbei, ließ sich nicht mehr ändern... Wenn man im Leben immer nur gewinnt, wie fühlt sich dann ein Verlust an?
  2. Tetsuya Kokoro

    Tetsuya Kokoro Genin

    Beiträge:
    1.062
    Alter:
    15 Jahre
    Größe:
    1,72m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Statusblatt

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Steigerungs-Stufen <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Körperliche Fähigkeiten:

    Kraft - 3
    Geschwindigkeit - 2
    Geschick - 2
    Ausdauer - 2
    Widerstand - 3

    Chakramenge - 1
    Chakrakontrolle - 1

    Jutsu Fähigkeiten:

    Taijutsu - 3
    Ninjutsu - 2
    Genjutsu - 1

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Attribute <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Körperliche Fähigkeiten:

    Kraft - 3500 - Stufe 6
    Geschwindigkeit - 1000 - Stufe 3
    Geschick - 500 - Stufe 2
    Ausdauer - 500 - Stufe 2
    Widerstand - 1600 - Stufe 4

    Chakramenge - 1100 - Stufe 3
    Chakrakontrolle - 1100 - Stufe 3

    Jutsu Fähigkeiten:

    Taijutsu - 2500 - Rang B
    *Ama no Maegeri Stil - 2500 - Rang B
    Ninjutsu - 1100 - Rang C
    *Katon - 1100 - Rang C
    Genjutsu - 550 - Rang D

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Grundtechniken <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Kawarimi no Jutsu (Körpertauschtechnik)

    Element: keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E
    Reichweite: 50 Meter Umkreis

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Mit dieser Technik wird der eigene Körper mit dem eines Gegenstandes, einer Pflanze oder eines Tieres vertauscht, welches dann die Gestalt des Anwenders annimmt. Auf diese Weise kann ein geschickter Shinobi den Gegner mit einem Scheinangriff täuschen und nur das gewählte Objekt in den Kampf werfen, während er selbst auf eine Lücke in der Verteidigung des Gegners lauert.


    Henge no Jutsu (Verwandlungstechnik)

    Element: keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E
    Reichweite: Auf sich selbst

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Dieses Standard-Jutsu erlaubt es dem Anwender sich in jede Person, Tier oder in ein Objekt seiner Wahl zu verwandeln und dessen äußere Erscheinung anzunehmen. Aber sonst ändert sich nichts. Man kann nicht größer oder kleiner werden (jedenfalls nicht viel) und die physischen Eigensschaften ändern sich auch nicht. Sprich wenn man sich in einen Stein verwandelt, dann ist man nicht so hart wie einer.


    Bunshin no Jutsu (Einfache Doppelgänger)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E pro Doppelgänger
    Reichweite: Direkt am Anwender

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Der Anwender dieser Technik erschafft eine oder mehrere Kopien von sich selbst, welche sofort verschwinden, sobald sie mit etwas in Berührung kommen. Anwender des Byakugan oder anderer Aufspürungstechniken können dieses Jutsu leicht durchschauen, doch auch erfahrene Shinobi ohne dieses Hilfsmittel sind durchaus in der Lage, die Täuschung zu erkennen. Die Doppelgänger imitieren den Anwender komplett in seinen Bewegungen, müssen sich dabei aber nicht absolut parallel verhalten. Außerdem sind sie körperlos, das heißt, dass sie keinen Schaden zufügen und nicht direkt helfen können.


    Jibaku Fuda: Kassei (Explosionssiegel aktivieren)

    Element: keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E
    Reichweite: 10 Meter steigend

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Der Shinobi konzentriert sein Chakra um den Mechanismus einer entfernten Bombe zu aktivieren. Desto höher die Chakrakontrolle ist, desto weiter kann man sich entfernen, ehe man die Siegel hochjagt.


    Tobidôgu (Waffe versiegeln)

    Element: keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E
    Reichweite: Direkt am Anwender

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Waffen, die zu schwer oder zu unhandlich sind, um ständig mit sich herumgetragen zu werden, kann man mit dieser Kunst in ein Stück Papier versiegeln. Die Schriftrolle muss zu diesem Zweck für die Objekte, welche sie beherbergen soll, beschrieben sein und wird wie jede andere aktiviert, um die entsprechenden Objekte wieder herbeizurufen.


    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Taijutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Regenschirm

    Kategorie: Ninjawaffe
    Rang: C-Rang
    Auf dieser Stufe weiß der Kämpfer sich mit seiner Waffe bereits geschickt zu verteidigen. Er befindet sich auf dem Niveau eines Elite-Soldaten der Armee und weiß nun auch um kompliziertere Manöver. Sofern seine Waffen für den beidhändigen Gebrauch gedacht sind, kann er nun zwei Waffe, je eine in jeder Hand, führen.


    Kenchou na Ikazuchi (Steigender Donnerschlag)

    Typ: Taijutsu
    Rang: D
    Reichweite: Berührung

    Voraussetzung: Kraft Stufe 2, Geschick Stufe 2

    Beschreibung: Bei dieser Taijutsu wird ein Gegner angegriffen, welcher sich in der Luft befindet. Der Anwender springt dabei in direkter Linie und mit ausgestreckten Fuß zu seinem Gegner, um diesen möglichst hart zu treffen.


    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ninjutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Kinobori (Baumlauf/Wandlauf)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: D
    Chakrakosten: E für 5 Minuten wirken
    Reichweite: Auf sich selbst

    Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 3

    Beschreibung: Durch eine kontrollierte Chakrafokussierung in den Füßen ist es dem Anwender dieser Technik möglich, an Flächen hinauf zu laufen, wie zum Beispiel Bäumen, Wänden, etc.


    Katon

    Katon: Koukai (Fallende Asche)

    Element: Feuer
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E / D
    Reichweite: Wolke mit 2,5 bis 5 m Durchmesser.

    Voraussetzung: keine

    Beschreibung: Diese Kunst ermöglicht es dem Anwender, heiße Asche auszuatmen. Da es sich um Asche und keine Flammen handelt, vermag diese in der Luft zu verbleiben und über eine gewisse Zeit weiterhin zu wirken. Die Wirkung ist weniger schädigend als störend und schmerzhaft, da die Ascheflocken wie kleine Nadeln in die Haut stechen und die Sicht blockieren. Diese Jutsu hat sehr geringe Anforderungen, deckt aber nur einen kleinen Bereich von zweieinhalb Metern Durchmesser ab - mit Chakrakontrolle 2 und Chakramenge 2 kann diese Fläche immerhin verdoppelt werden.

    Katon: Shoukakyuu (Kleines Feuergeschoss)

    Element: Feuer
    Typ: Ninjutsu
    Rang: D
    Chakrakosten: D / C
    Reichweite: Je nach Chakramenge und -kontrolle zwischen zwischen 20 und 50 Metern

    Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 2, Chakramenge Stufe 2

    Beschreibung: Der Anwender formt das Tiger-Zeichen und sammelt Chakra in seiner Lunge, das er anschließend in Form eines rotglühenden Feuerballs wieder ausstößt. Der Feuerball hat ungefähr die Größe eines Fußballs und erreicht etwa 60 Stundenkilometer. Trifft er auf feste Hindernisse, entzündet er sie, sofern sie ausreichend brennbar sind, und verpufft anschließend. Die Hitze des kleinen Feuerballs genügt für die meisten Hölzer und Kleidungsstücke, auf Haut fügt er zweitgradige Verbrennungen zu.

    Chakrakontrolle Stufe 3, Chakrakosten C: Mit mehr Chakraeinsatz und etwas Kunstfertigkeit kann der Feuerball auf Medizinballformat vergrößert werden und eine Reichweite bis zu fünfzig Metern erreichen. Fluggeschwindigkeit und Temperatur bleiben jedoch gleich.

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Genjutsu <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. März 2018
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.