What is this Magic?! - Spielthread

Dieses Thema im Forum "RPG Forum" wurde erstellt von Kinzoku Kenta, 21. Okt. 2016.

  1. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Máiréad "Mary" McShannon

    Irgendwie fühlte Máiréad sich alles andere als wohl bei dem Gedanken, ohne einen Gegenfluch in der Hinterhand das Duellieren zu lernen. Aber da konnte das irisch stämmige Mädchen nun nicht mehr raus, ohne ihr Gegenüber zu kränken. Aufmerksam verfolgte die Hexe den Ausführungen des Ravenclaws und spürte geradezu das bisschen Zuversicht schrumpfen, welches sie ihr Eigen nannte. Als Corbin dann zum praktischen Teil des Unterrichts kam, merkte die Schwarzhaarige, wie ihre Stabhand beinahe sofort anfing, wie verrückt zu zittern. Mit einer Geschmeidigkeit, als hätte jemand sie zuvor mit einem Körperklammerfluch bekämpft, ahmte die McShannon jene Bewegungen nach, welche ihr Kamerad als die traditionellen Begebenheiten eines Duells auswies. E-e-ehm, w-w-was? I-i-i-ich k-k-k-kann n-n-nur den Flipendo F-f-fluch. stotterte die Dreizehnjährige vor als Antwort auf Corbins Frage, welchen Zauber sie wohl anwenden würde. Es brachte sie immer ein wenig aus der Ruhe, wenn man sie auf eine ihrer größten Schwächen ansprach. Selbst, wenn es, wie in diesem Fall, nicht gezielt und ohne böse Hintergedanken, war. Nimm dich gefälligst zusammen, Mary. Corbin will Dir helfen, Du Idiotin. Ein paarmal atmete das Mädchen tief durch und sprach dann ohne zu stottern weiter: Der einzige Zauber, der mir sonst noch einfällt, wäre Carpe Retractum. Den habe ich aber noch nie richtig wirken können. Das letzte Mal, als ich es versucht habe, war im Unterricht. Du hast ja sicher auch mitgekriegt, dass ich mich selbst an mein Pult gefesselt hatte, oder? Nur ungerne erinnerte sich die Jugendliche an diese Situation zurück. Professor Quirrell musste einen Gegenzauber wirken, um sie zu befreien. Einen ganzen Monat hatte es gedauert, bis Spott und Häme selbst Pansy Parkinson zu öde wurden. In nicht allzu eiligem Tempo ging Máiréad zurück zu der Stelle, wo Corbin ihr zuvor die Formalitäten des Duells erklärt hatte. Du kannst mir nicht zufällig ein oder zwei Zauber zeigen, die für Duelle besser geeignet sind, als die Übrigen, oder?
    Zuletzt bearbeitet: 10. Apr. 2017
  2. Kinzoku Kenta

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    Corbin Ross

    Corbin runzelte kritisch die Stirn, als Mairead so nervös reagierte allein durch die Ankündigung, dass es gleich auf den praktischen Teil zuginge. "Flipendo ist eine solide Wahl." Urteilte er schließlich, nachdem er sich kurz angestrengt hatte, eine positive Formulierung zu finden. "Damit wirst du niemanden deklassieren, aber ohne diesen Zauber würde ich auch nicht in einen Zweikampf gehen. Umgekehrt ... solltest du ein oder zwei Dinge mehr mitbringen, wenn du gewinnen möchtest." Aber sie begann bereits zu erzählen wie sie sich in der Vergangenheit ungeschickt angestellt hatte, und jetzt wo sie es sagte, erinnerte Corbin sich auch wieder - es sagte nichts sonderlich Gutes über ihn, aber meistens hatte er erstaunlich wenig Aufmerksamkeit für seine Mitschüler, wenn er selbst mit dem Unterricht befasst war. Anstelle einer direkten Antwort ließ er den Zauberstab in einer eleganten Geste aus dem Handgelenk vorschnappen. "Carpe retractum!" Das seilförmige Licht aus seinem Stab schlängelte sich zielsicher auf Mairead zu, erwischte sie auch - aber ansonsten passierte nichts, außer dass jetzt ein leuchtendes Band zwischen der Slytherin und Corbins Zauberstab bestand. "Wie du sieht passiert hier nicht viel, wenn man den Spruch nicht verpatzt. Ich könnte dich jetzt heranziehen, aber du könntest gegenhalten und ich solange nichts besseres Zaubern. Keine gute Wahl also." Mit einem Schlenker löste er das Band wieder auf und überlegte. Das würde viel Arbeit werden, zweifellos ...

    "Einer der stärksten Zauber die du in einem Duell benutzen kannst wäre natürlich die komplette Körperklammer." Das zauberte er allerdings nicht vor, denn obwohl er ziemlich sicher war dass er es sauber hinbekäme - aufheben konnte Corbin diesen Zauber noch nicht, und er hatte keine Lust sich von Madam Pomfrey anherrschen zu lassen. "Aber die ist ein bisschen schwierig für eine Anfängerin. Hast du wirklich noch nie jemanden verflucht? Nicht mal mit Furunculus?" So ganz konnte er sich das nicht vorstellen - schon gerade bei einer Slytherin - aber wenn das war, womit er arbeiten musste ... "Ich kenne zwar ein paar, aber es würde jetzt etwas lange dauern dir einen Fluch einzupauken. Üben wir erstmal nur mit Flipendo, damit du siehst wie man sich bewegt." Corbin brauchte nur einen Moment um wieder in seine steife Lehrbuchhaltung zurückzufinden und nickte Mairead auffordernd und ein bisschen ungeduldig zu. "Was hab ich dir über Haltung gesagt? Mach schon!" Und in ein paar Sekunden, ob sie bereit war oder nicht - "Flipendo!"
  3. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Máiréad "Mary" McShannon

    Gewohnt aufmerksam folgte Máiréad dem Vortrag des temporär zum Lehrer beförderten Mitschülers und saugte quasi jede Information auf, welche ihr noch fehlten. Und das waren einige. Aber auch wenn es vielleicht ein wenig vorausschaubar war, dass der Vortrag auch praktische Demonstrationen beinhalten würde, ohne dass der Ravenclaw beabsichtigte, wirklichen Schaden anzurichten, war die McShannon doch dezent überrascht, dass sich plötzlich eine vom Zauberstab des Jungen ausgehende Leine aus Licht um das Handgelenk der Stabhand der Dreizehnjährigen bildete. Gerade wollte sie dem Reflex, die Hand los zu reißen, nachgeben, da fuhr der fuhr der Zauberwirker auch schon mit seiner Erläuterung fort und löste den Zauber anschließend, wodurch sich die angespannte Muskulatur in den dünnen Ärmchen des Mädchens gleich ein Stück entspannte.

    Die nachfolgende Erklärung zum Thema Körperklammer ging relativ unspektakulär vonstatten, da die Hexe noch nie von einem solchen Zauber gehört hatte und auch der Spross der Ross‘ es nicht für machbar hielt, einen derart komplexen Zauber auf die Schnelle zu unterrichten. Wichtiger wäre ihm zu sehen, wie dieses Sinnbild der Ungeschicklichkeit sich in Action bewegte. Erschrocken sprang Máiréad einige Schritte zurück und ging in die zuvor einstudierte Duell-Pose, die, im direkten Vergleich mit jener von Corbin, doch ein wenig zu provisorisch wirkte und daher mehr Angriffsfläche bot, als nötig gewesen wäre. Dadurch traf der Flipendo-Zauber des Ravenclaws die rechte Schulter des Mädchens, wodurch sich die McShannon im Uhrzeigersinn 360°um die eigene Achse drehte und sich anschließend unsanft auf die Nase legte. Es war immer schwer, nach einer 360° Drehung das Gleichgewicht beizubehalten, aber wenn man dann auch noch derart Anfällig für Stress und Panik war, wie Máiréad, war dies noch schwerer. Jedenfalls begab sich die Slytherin umgehend in wieder in eine aufrechtstehende Position und schaute den Jungen deutlich entschlossener an und sagte: „W-was ist los? I-ich habe nicht gesagt, dass ich genug habe.“ Es folgten weitere Angriffe mit dem gleichen Zauber, denen die Drittklässlerin zwar immer noch ohne jede Grazie, aber dennoch erfolgreich auswich. Nach dem Vierten, oder Fünften Ausweichmanöver hatte die Schwarzhaarige aber tatsächlich genug davon, sich ständig nur in der Defensive zu befinden und ging nun ihrerseits, mehr oder weniger, in die Offensive über. Mit einem Ausdruck im Gesicht, den sie wahrscheinlich selbst nicht hätte deuten können, rief das Mädchen: „Carpe Retractum!“ und beschwor mit einem Schlenker ihres Zauberstabes die leuchtende Leine herauf, mit jener sie sogleich versuchte, ihr Gegenüber zu entwaffnen.
    Zuletzt bearbeitet: 24. Sep. 2017
  4. Kosanu Toriko

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    Evelyn Jauntey

    Die ersten Wochen waren meistens die besten oder zumindest angenehmsten im Schuljahr. Keine Prüfungen, wenige Hausaufgaben und im Großen und Ganzen erwartete noch keiner so richtig viel. Snape war da vielleicht eine Ausnahme, der erwartete sowieso immer viel, aber weil er selbst keine Probleme damit hatte die geforderten Tränke zu brauen ohne seine Aufmerksamkeitsspanne zu überschreiten war der das kleinste Problem. So dachte es sich Evelyn zumindest, während er sich durch die Gänge von Hogwarts bewegte. Gerade war er unterwegs, um einige ‚Bestellungen‘ abzuliefern, die erste Tranche seines eigens hergestellten Schönheitstranks, oder eher dem, was er daraus gemacht hatte – um ganze Ampullen in der Schülerschaft zu verteilen waren die Zutaten dann leider doch etwas zu teuer. So hatte er nur eine kleine Menge hergestellt und belieferte gerade die ersten Abnehmerinnen – die meisten waren eben Mädchen – mit einer stark verdünnten Tinktur, die aber trotzdem gegen Akne und ähnliche Fehler helfen dürfte. Bezahlen ließ er sich dafür natürlich nicht, das war reine Gefälligkeit, aber wenn ihm von Zeit zu Zeit jemand einen Schokofrosch zusteckte, ihm bei einer Hausarbeit geholfen wurde oder er damit Werbung für den Namen Jauntey und den Laden in der Winkelgasse machen konnte, dann war ihm das nur Recht. Freunde konnte man nie genug haben.

    So kam der junge Zauberer, wie sollte es auch anders sein, justament in eben jenen Innenhof, in dem zwei seiner Jahrgangsgenossen sich gerade im Duell übten. Da ein Großteil seiner ‚Ware‘ ohnehin schon an den Mann gebracht worden war und weil ihn selbst ein anderer Umstand ihn nicht wirklich davon hätten abhalten können blieb er erst in einem Torbogen stehen und betrachtete das Spektakel. Naja, eigentlich war das eine schlechte Wortwahl, Gemetzel oder Demütigung standen dem Schauspiel weit besser zu Gesicht. Nicht, dass man etwas anderes erwarten hätte sollen: Corbin Ross kannte er nicht nur aus dem Klassenzimmer, sondern auch aus dem Duellierclub, und das sollte über seine Qualitäten in dieser Richtung ohnehin schon genug sagen. Zusätzlich war er ein Ravenclaw und die waren sowieso in den meisten Dingen ganz brauchbar. Auf der anderen Seite jedoch stand Máiréad McShannon und auch das sagte eigentlich schon mehr als genug aus. In gewisser Hinsicht war sie der unslytherigste Slytherin, den er bisher kennen gelernt hatte, quasi sowas wie Pansy Parkinsons Fußabtreter - im Gegensatz zu manch anderen pflegte er seinen Mitmenschen zuzuhören und seine Mitschüler zu kennen. Der Kampf war seinem Gefühl nach so ungleich, dass Evelyn schon dabei war dazwischen zu gehen, als er mehr oder weniger mitten auf dem Hof so abrupt stehen blieb, dass die beiden übrigen Phiölchen in seiner Tasche klimpernd gegeneinander schlugen. „Oh“, entfuhr ihm durchaus überrascht, als er den Entwaffnungsversuch mit ansah. Nicht unbedingt der solideste Angriff, aber wenn er gelingen würde, dann auf jeden Fall ein effektiver. Er rechnete zwar nicht damit, dass sie Corbin schlagen konnte, aber vielleicht war er ja überrascht und übertölpelt worden. Manche Sachen konnte nicht mal ein Ravenclaw vorhersagen, was?
    Zuletzt bearbeitet: 27. Sep. 2017
  5. Kinzoku Kenta

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    Corbin Ross

    Dass er sie mit einem nicht gerade trickreich gezielten Flipendo erwischte - naja, nein, das überraschte Corbin nicht besonders. Auf manche Dinge konnte er sich ziemlich schnell einstellen, und die Idee dass Mairead nicht so ganz bei der Sache war gehörte auch nicht zu den anspruchvollsten. Der Ravenclaw behielt seine Haltung bei, feuerte allerdings nicht weiter, wie er es mit einem ernsthaften Gegner vielleicht gemacht hätte - man musste immer abwägen ob es es das wert war, wenn man tatsächlich gewinnen wollte, aber ... nun, er kämpfte erstens gar nicht um zu gewinnen, und zweitens wäre sie ohnehin kein Gegner gewesen auf dessen Niederlage er sich etwas eingebildet hätte. "Mehr Spannung auf die Schultern, du lässt dich hängen. Und deine Beine stehen zu eng zusammen, du willst laufen können." Berichtigte Corbin trocken, sobald seine Partnerin wieder aufstand - insgeheim freute er sich ja, dass sie zumindest ein wenig Kampfgeist in sich entdeckt hatte. Allerdings ... wenn sie dabei immer noch stotterte, würde es wohl noch ein langer Weg. Jetzt wo sie allmählich anfing ihre Füße zu benutzen versetzte sich auch Corbin langsam in Bewegung - auch wenn er sich zurückhielt. Er wollte sie langsam an die Idee einer Finte und wechselnder Schusswinkel heranführen, damit sie auch soetwas wie ein Erfolgserlebnis hatte, und sie überraschte ihn tatsächlich, als sie in die Offensive ging. Da er einen Moment brauchte, um den Zauber richtig einzuordnen, kam das Lichtseil auch schon zu nahe an ihn heran um sich wegzuducken, und Corbin packte seinen Zauberstab stattdessen mit zwei Händen, kaum dass Mairead die Verbindung gelungen war - dann drehte er sich schwungvoll um die eigene Achse und riss den Zauberstab dabei mit voller Kraft mit. Ob sie nicht damit gerechnet hatte oder ob der Junge einfach ein wenig stärker war als sie, das Manöver hebelte der Slytherin mit ziemlichem Schwung den eigenen Zauberstab weg - das Lichtseil erlosch, sobald er ihre Hand verließ, sodass der Stab ins Gras purzelte.

    "Ich hab dir gesagt, dass das ein schlechter Duellzauber ist, Mairead. Hör doch zu, wenn du mich schon fragst." Bemängelte der Ravenclaw, und spätestens als er Corbins altkluge Erklärstimme hörte dürfte Evelyn hoffentlich klar werden, was die beiden hier gerade trieben - einen Moment später hörte Corbin auch das gläserne Klappern und wandte den Blick dorthin, ohne den Kopf zu weit von Mairead zu drehen - Duellclub-Reflexe. "Evelyn?" Fragte er stirnrunzelnd, und nickte Mairead dann zu. "Wir machen erstmal Pause." Bestimmte er, und ließ endlich mal den Zauberstab sinken, um sich dem Neuankömmling zuzuwenden. "Guten Tag. Wir waren gerade dabei ein bisschen an Maireads Form zu arbeiten, damit sie besser mit Parkinson zurecht kommt. Und du, vertrödelst du wieder irgendwelche Zaubertränke?" Fragte er mit einer Mischung aus Irritation und Neugier nach - sein Vater war zwar auch irgendwie Geschäftsmann, aber die Welt des Einzelhandels war ihm dann doch ziemlich fremd. Und dass Evelyn Zaubertränke an andere verteilte ... naja, es ergab Sinn. Das war vielleicht der einzige Vorteil den die ganze Brauerei hatte, man konnte es hinterher jemand anderem in die Hand drücken. Aber selbst wenn er besser in Tränken wäre, es wäre Corbin vermutlich nie eingefallen sie zu verteilen einfach weil er gefragt wurde. Evelyn selber ... puh. Corbin hielt nicht so viel von seinem Stil, den er reichlich albern fand, aber er musste zugeben dass der Junge richtig gut war, wenn er nur Lust drauf hatte. Typischer Hufflepuff, irgendwie - nett, aber er gab sich wenig Mühe, und das irritierte Corbin immer ein bisschen. "... vielleicht hast du auch ein paar Tipps für sie?" Fragte er schließlich in die etwas angespannte Stille.
  6. Meteki Pakura

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    Máiréad "Mary" McShannon

    Máiréad stolperte ungeschickt nach vorne und konnte nur mit Mühe verhindern, dass sie mit dem Gesicht voraus in den Dreck fiel. Die McShannon hatte nicht wirklich daran geglaubt, dass ihr Manöver von Erfolg gekrönt sein würde, aber dass ihre Trainingshilfe den Zauber mit derartiger Leichtigkeit gegen sie selbst gewendet hatte, deprimierte das Mädchen nur noch mehr. Schweigend ließ sie die Schelte über sich ergehen und hielt sich währenddessen mit der linken Hand die Rechte, welche sie sich durch das raue Holz ihres Zauberstabes leicht verletzt hatte, als dieser ihr entrissen wurde. „Gerade weil Du das eben gesagt hast, dachte ich doch, dass ich dich damit überraschen könnte, Troll.“ dachte sich die Schwarzhaarige und wurde gleich umso röter im Gesicht, da sie sich selbst dabei ertappte, in Gedanken jemanden zu beleidigen, der ihr eigentlich nur helfen wollte. Glücklicherweise - Oder vielleicht doch eher unglücklicherweise? - kam in dem Moment Evelyn um die Ecke und lenkte Corbin vorerst ab. „Hi, Evelyn.“ grüßte die Slytherin den Jahrgangskameraden verlegen und hob gleich beschämt ihren Zauberstab auf. Ihr war bewusst, dass der Hufflepuff zumindest den letzten Teil der Übung mitbekommen haben musste. Das verstärkte den Scham noch mehr, als er eh schon ist. Es stellte sich ein reger Smalltalk zwischen den beiden Jungs, so dass die Dreizehnjährige die Gelegenheit nutzte, sich mit dem Rücken an eine Wand gelehnt und mit angezogenen Beinen auf den Boden zu setzen. „Was soll ich denn auch einsetzen? Ich habe mich nie mit Flüchen befasst und die paar Zauber, die ich aus VgddK. beherrsche, sind im Kampf auch nutzlos.“ murmelte die Hexe leise vor sich hin und überlegte, welche Flüche sie wenigstens schon einmal in Aktion gesehen hatte. Das waren tatsächlich so einige, da ihre Hauskameraden sich scheinbar mit am Häufigsten mit Flüchen befassten. Davon fiel dem Blassgesicht aber nur einer namentlich ein, bei dem sie sich auch einigermaßen an die Wirkung erinnern konnte. Langsam erhob sich Máiréad aus ihrer sitzenden Position und suchte ein geeignetes Ziel, wobei ihr Blick auf einen der vom Wetter etwas mehr verunstalteten Wasserspeier traf. Ohne weiter darüber zu grübeln hob die McShannon den in der zerkratzten Hand gehaltenen Zauberstab und flüsterte den Namen des Zaubers Rictusempra woraufhin ein Lichtblitz dessen Spitze verließ und tatsächlich einschlug. Allerdings nicht in den von der Slytherin angepeilten Wasserspeier, sondern in die Verzierung des Mauerwerks, in dem der Wasserspeier eingebaut wurde und das sogleich einige kleine Risse erhielt. Zusätzlich brach an der Stelle, die vom Zauber getroffen wurde, ein kleiner Stein ab. Erschrocken zuckte die Violettäugige zusammen und blickte traurig drein, bevor sie mit deutlichem Missmut in der Stimme Reparo wirkte, um die Beschädigungen rückgängig zu machen. „Wenigstens das kriege ich noch hin.“
    Zuletzt bearbeitet: 11. Nov. 2017
  7. Kosanu Toriko

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    Evelyn Jauntey

    Evelyn musste grinsen. Das tat er eigentlich meistens und es war kein Grinsen, wie es viele hatten, hintergründig und boshaft, sondern tatsächlich offen und ehrlich und vor allem durchaus fröhlich. Trotzdem antwortete er Corbin sehr bestimmt: „Ich vertrödle keine Zaubertränke, ich verschenke welche. Du könntest sowas vielleicht auch eines Tages brauchen, Schönheitstrank gegen Hautunreinheiten, wie wäre es?“ Er zwinkerte ihm zu, obwohl das eine recht offensichtliche Spitze war gelang es ihm sehr gut es auch wirklich nur wie einen kameradschaftlichen Scherz klingen zu lassen. „Aber ja, grüß dich auch, Corbin.“ Dann wandte er sich dem Häufchen Elend zu, das es bemerkenswerter Weise gerade geschafft hatte mit Rictumsempra eine Wand zu beschädigen. Da steckte ja richtig Kraft dahinter, wenn sie auch nicht wusste, was sie damit anfangen sollte. Damit würde Parkinson Probleme haben, wenn man Marry – den Spitznamen hatte er sich soeben ausgedacht – beibringen konnte ihren Zauberstab auch richtig zu verwenden. „Ein paar Tipps habe ich immer übrig und mit Parkinson wollen wir alle fertig werden.“ Die meisten Slytherins konnte der Hufflepuff tatsächlich nicht besonders leiden. Echte Kameradenschweine, wenn man dort ein Außenseiter war, dann konnte das für gewöhnlich nur bedeuten, dass man entweder absolut unfähig oder komplett anders war. Egal was nun wirklich stimmte, beides sprach für Marry. Er machte sich auf den Weg zu ihr, wie sie da an der Wand hockte, und bot ihr erstmal die Hand an, um ihr aufzuhelfen. „Mein erster Tipp: Im Sitzen zaubert es sich zwar nicht direkt schlecht, aber für ein Duell ist diese Position eher unangebracht. Hoch mit dir!“ Dabei lächelte er sie mit der üblichen unverbindlichen Freundlichkeit an. Einige Augenblicke nahm sich der Junge Zeit um nachzudenken, man wollte ja nun nichts überstürzen.

    „Zweiter Tipp: Es gibt keinen nutzlosen Zauber, es gibt nur Momente, in denen sich nicht richtig sind. Du kannst mit Carpe Retractum zum Beispiel verdammt tolle Dinge machen in einem Duell, aber du musst dir eben sicher sein, dass du dann auch kräftig genug bist um dein Ziel auch zu bewegen. So ist es dann mit den meisten Zaubern, du musst nur herausfinden, welche Einsatzmöglichkeiten er hat und das geht am besten durch ausprobieren, Übung macht den Meister.“ Abermals überlegte er kurz, ließ auch Zeit das einzusickern, ehe er weitersprach. „Komm in den Duellierclub. Corbin hat es sicher schon satt, das von mir zu hören, aber Duelle sind wie ein Spiel mit festen Regeln und die lernt man nur, wenn sie eben wie gesagt verwendet. Das lernst du dort am besten. Apropos Corbin!“ Flink wandte er sich dem Angesprochenen zu. „Ich habe über den Sommer ein paar spannende neue Taktiken geübt, ich bin gespannt, was du dazu sagst.“ Darauf freute er sich wirklich, denn als Gegner respektierte er Corbin wirklich, er fand selten ‚Spieler‘, die ihm das Wasser reichen konnten, solange sie nicht älter waren, und er war eben einer davon. Schwungvoll drehte er sich zurück, die Phiolen klimperten abermals. „Selbst Ross, seines Zeichens Genie aus dem Haus Ravenclaw, Parkinson, Kratzbürste und Schrecken aller Muggelgeborenen, oder auch ich als selbsternannter König der Spiele“, er zwinkerte verschmitzt, während er sich seinen grandiosen Titel gab, „könnten keinen Kampf austragen, wenn wir es nicht regelmäßig üben würden. Parkinson ist eben gemein genug ihr Flüche an unscheinbaren Opfern wie dir auszutragen. Komm zu uns und zahl’s ihr heim.“ Mit seinen Ansprachen war er wahrscheinlich ohne es zu wissen für den Laden seiner Eltern nicht ganz so gut geschaffen wie für den Posten als Zaubereiminister, aber das eine würde das andere ja nicht ausschließen.
  8. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Genin

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    Corbin Ross

    "... achso." Also er gab sie einfach nur so weg. Corbin wunderte sich ein wenig weshalb - vielleicht hätte er nicht einfach von dem Spielzeugladen darauf schließen sollen dass er seine Produkte auch verkaufte. Oder wollte Evelyn einfach mehr Auswahl an potentiellen Freundinnen haben, indem er frühzeitig Schönheitsmittelchen weggab? Aber als Corbin das einfiel, war es schon zu spät für eine Retour. So sehr er sich bemühte, mit der Schlagfertigkeit haperte es doch noch ein bisschen. "Danke für das Angebot. Ich lass es dich wissen wenn ich darauf zurückkommen möchte." Antwortete der Ravenclaw stattdessen ein wenig steif. Evelyn und seine Witze - Corbins Haut war ja wohl völlig in Ordnung. Aber zum Glück schien er sich für Corbins heutige Mission des nachmittags zu interessieren - jedenfalls sobald Mairead es schaffte eine Gargyle mit dem Kitzelfluch zu ramponieren. Er musterte die beschädigte Statue interessiert, bis die Syltherin sie wieder ganz machte, und schaute einen Moment interessiert auf ihren Zauberstab. "Du hast schon Macht, weißt du? Das was noch fehlt ist die Fertigkeit." Natürlich war Fertigkeit das worauf es am Ende meistens ankam, aber jetzt wo der Hufflepuff damit begonnen hatte kam auch Corbin darauf, dass ein paar motivierende Worte wohl ganz angebracht sein könnten. Er verschränkte die Arme und hielt sich zurück, während er mit einer Mischung aus Verwunderung und .. ja doch auch Respekt zuschaute wie Evelyn sein Bestes gab der bisher glücklosen Duellantin ihren Club nahezubringen. Natürlich wäre das nicht so einfach - sie müsste mit den völligen Anfängern einsteigen, oder wir geben ihr Nachhilfe. Aber das konnten sie besprechen wenn sie es auch versuchte. Sobald die spontane Ansprache vorbei war (Evelyn machte das öfter, und Corbin war sich nicht sicher ob ihm schonmal jemand gesagt hatte wie seltsam das war!) klinkte er sich mit einem vornehmen Räuspern wieder ein.

    "... wie unser aufsteigender Bühnenstar hier eben erklärt hat, Carpe retractum ist kein grundsätzlich falscher Zauber, aber am besten wenn man um die Ecke denkt statt geradezu auf den Gegner. Auch wenn ich anmerken möchte dass er selbst den Kronleuchter fast von der Decke gerissen hat als ich ihn damit habe rumspielen sehen." Er rümpfte die Nase. "Außerdem bin ich beleidigt dass du Parkinson im selben Atemzug aufgezählt hast. Wir wissen doch beide dass sie nur in einem Hinterhalt zu etwas taugen würde." Ja - sogar Corbin hatte mitbekommen dass Pansy außerhalb ihrer Clique unbeliebt war, und da sie letztes Jahr zusammen Verwandlung gehabt hatten hatte sie ihn nicht beeindruckt. Nein, keineswegs. "Wir hatten eigentlich vor ein bisschen zu üben bis wir zu Astronomie müssen. Aber wenn du schon so fragst ..." Ein kleines, aber sichtbares Blitzen tauchte in Corbins Augen auf, als er sich endgültig Evelyn zuwandte. "Warum bis Samstag warten? Wenn Anubis mich nicht versetzt bin ich da ohnehin für die erste Hälfte ausgebucht. Machen wir doch hier einmal vor wie es richtig aussieht, und Mairead kann sich anhand dessen aussuchen was sie zuerst lernen möchte." Der Ravenclaw grinste verschmitzt. "Oder ist es dir ohne Kronleuchter und Bücherregale zum Umwerfen zu heikel?"
  9. Kosanu Toriko

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    Evelyn Jauntey

    Ha, mit Corbin wurde einem nie langweilig. Er war zwar nicht die einfachste Seele, mit der man zu tun haben konnte, aber solange man nur ein oder zwei gemeinsame Themen mit ihm fand wurde er richtig kommunikativ. Zugegeben, zur Not fand er die selbst, immerhin war er ja ein Ravenclaw und die hatten kein Problem damit über Dinge Bescheid zu wissen und das anderen Leuten auch noch mitzuteilen. Schwierigere Kunden als Evelyn hatten damit wohl öfter ihre Probleme, aber für den Händlersohn war es eigentlich nur wichtig überhaupt eine Kommunikationsbasis zu finden, mit der alle Beteiligten etwas anfangen konnten. Wenn einer dabei Klugscheißen und Haare spalten musste, bitte. Er konnte dafür herhalten und sich auch verteidigen. „Du wirst mir wohl zustimmen, dass zu einem ordentlichen Kampf auch die Schläue gehört sich ein Feld auszusuchen, in dem man einen Vorteil hat. Dass das für Parkinson der Hinterhalt ist kannst du mir wohl kaum ankreiden und auch ihr nur begrenzt, immerhin ist sie klug genug zu erkennen, dass sie in offenen Kämpfen nur begrenzte Chancen hat. Da könnte Máiréad eigentlich auch einhaken – wenn du ihr den Erstschlag überlässt, dann kommt er sicher von hinten, also immer versuchen sowas möglichst im offenen zu machen.“ Er nickte dem Mädchen aufmunternd zu, wäre ja gelacht wenn man sie nicht zumindest auf das Niveau ihrer Mitschülerin heben konnte, ehe er sich wieder seinem Kollegen zuwandte. Offensichtlich hatte er nicht das geringste Problem mehrere Zuhörer gleichzeitig zu bedienen.
    „Zugegeben, wenn ich dir nichts an den Kopf werfen kann fühle ich mich schon etwas im Nachteil, aber ich scheue trotzdem vor keiner Herausforderung zurück. Ich würde nur ungerne Madame Pomfrey erklären wieso genau sie dich nun behandeln muss“, erwiderte er mit charmantem Grinsen. Schon wieder so eine Spitze, die man ihm einfach schwer übel nehmen konnte. „Aber wenn du darauf bestehst stehe ich dir als richtiger Duellant natürlich jederzeit zur Verfügung.“ Kaum war der Satz ausgesprochen hatte er seinen Zauberstab schon gezogen. Das krumme Ding war ihm nach einer etwas härteren Einlernphase ein treuer Verbündeter geworden. So wie er anfangs kaum wusste, wie er nun damit genau zielen sollte, so erging es auch seinen Gegnern, die auch nie wirklich einschätzen konnten wohin er seine Angriffe richtete. Gegen Corbin würde ihm das allerdings wenig bringen, denn der hatte ihn schon oft genug kämpfen sehen und war schlau genug um mit der Zeit herausgefunden zu haben, wie man ihn durchschaute. Zum Glück war das nicht sein einziges Ass im Ärmel – für einen Huffelpuff war der Junge erstaunlich fündig was Kampfmethoden anging.
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    Corbin Ross
    "Nun, wenn du so gut bist wie du gerne glaubst sollte hier doch nichts passieren was du nicht beabsichtigt hast. Und ich bin sicher du wirst sanft mit mir umgehen." Ja, richtig gehört - der Duellring war der einzige Ort an dem Corbin zu laut geäußerter Selbstironie imstande war. Und dass er es ironisch meinte war trotz allem deutlich zu hören - stolzer Ravenclaw durch und durch. Corbin hatte seinen Zauberstab von der Übung mit Mairead noch in der Hand gehalten, hob ihn jetzt allerdings schnurgerade vors Gesicht, wie sich auch seine ganze Haltung so ruckartig und perfekt versteifte, als habe man ihn an unsichtbaren Puppenfäden hineinmanövriert. Er nahm genau drei Schritte Abstand von Evelyn ein und verneigte sich knapp. "Bis zur Erklärung der Kapitulation, bis zur gemeinsamen Erklärung eines Unentschieden - oder, sofern diese ausbleiben, bis zur Kampfunfähigkeit einer Partei." Erklärte er mit feinem Schmunzeln. Auch wenn so ein informeller Zweikampf nicht wirklich formeller Ansagen bedurfte (und ihm hier streng genommen auch nicht das Recht des Herausforderers zukam) zumindest die Schlussbedingungen festzulegen zahlte sich doch aus.

    Diesmal schritten beide Kontrahenten ihre dreiundzwanzig Schritte korrekt ab, wechselten in die seitliche Duellposition (warum sah der Hufflepuff dabei so lässig aus?) und belauerten sich einen langen Moment lang gegenseitig - wobei es von Corbins Seite eindeutig mehr nach Lauern aussah. Jauntey hatte Recht, hier gab es nicht allzu viel was sich für seine übliche Methode - Chaos zu verbreiten - anbot, aber Corbin wäre schön dumm, ihn da ganz beim Wort zu nehmen. Gleichzeitig wollte er nicht seine besten Tricks sofort auspacken .. ah! Ein Auge auf Evelyns seltsam gebogenen Zauberstab gehalten peilte Corbin die Phiole an, die gerade so aus der Tasche seines Kontrahenten ragte. "Avifors!" - und prompt flatterte Evelyn aus seiner eigenen Tasche ein sehr lebhafter Paradiesvogel um die Ohren und versaute ihm hoffentlich ordentlich das Zielen, während Corbin sich für einen zügig nachgeschossenen "Flipendo!" entschied, der seinen Kontrahenten im Erfolgsfall sicher ein paar Meter zurückwarf - er rechnete nicht damit bei Evelyn irgendwas anderes als den simplen Rückstoßfluch in die Bresche zu bekommen. Hmm. Aber abgesehen von einem leicht nach Glas schimmernden Federkleid war der Vogel verdammt gut geraten!
  11. Meteki Pakura

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    Máiréad "Mary" McShannon

    Abrupt wurde Máiréad aus ihren selbstgeißelnden Gedanken gerissen, als Corbin das Wort an Sie richtete und damit begann, ihre Aktion mit der Wand zu beurteilen, was dem Mädchen die Schamesröte ins blasse Gesicht steigen ließ. „Wieso hatte ich gehofft, dass die beiden zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um das mitzukriegen.“ und „Gibt es eigentlich einen Zauber, der mich im Erdboden versinken lässt?“ waren zwei der zahlreichen Gedanken, welche ihr in diesem Moment durch den Kopf gingen. Aber da richtete nun auch Evelyn das Wort an sie und unterbreitete die Vorschläge, welche ihm zufällig in den Sinn kamen. Es beeindruckte die Schwarzhaarige, wie ihre beiden Mitschüler derart frei sprechen konnten. Wenn sie das Gleiche versuchen würde, würde sie wohl kaum ein Wort zustande bringen, ohne vor sich her zu stottern. Das war sicher auch eine Sache, an der es sich mal zu arbeiten lohnen würde, aber der heutige Tag, oder zumindest die aktuelle Stunde, sollte dem Entwickeln von kämpferischen Fähigkeiten dienen. „Das ergibt ja alles Sinn, was Evelyn sagt, aber soll ich wirklich in den Duellier-Club gehen?“ Da es zwar sinnvoll war, nachzudenken, bevor gesprochen wurde, aber nur grübeln keinen Nutzen brachte, entschied die Hexe, ihre Bedenken auszusprechen: „Naja, ich verstehe, dass es Sinn macht, in den Duellier-Club zu gehen. Aber eigentlich will ich ja nicht kämpfen. Ich will mich einfach nur gegen Pansy wehren können. Und wenn die Kuh wirklich so eine schlechte Kämpferin ist, wie ihr es sagt, kann ich das doch auch ohne zu viel Öffentlichkeit schaffen, oder?“ Dennoch stimmte das Mädchen zu, dass es hilfreich sein konnte, wenn sie sich mal einen richtigen Kampf anschaute. Diese Entscheidung bereute die Slytherin auch nicht, da Corbin mit der Avifors-Ablenkung gleich eine Idee im recht kleinen Kopf der Dreizehnjährigen weckte. „Vielleicht muss ich gar nicht kämpfen. Ich dreh einfach den Spieß um und erschrecke Pansy bei jeder Gelegenheit mit allem, was mir einfällt.“ Ein verschlagener Blick, wie man ihn für gewöhnlich nicht im Gesicht der Fast-Schottin vorfand, breitete sich aus und es kamen alle möglichen Ideen in ihren Sinn.