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Schultor

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Mit einem unzufriedenen Grummeln blickte Mushiro die Fassade der Ninjaakademie herauf. Es war jetzt eine ganze Weile, ein paar Jahre her, dass er das letzte Mal vor diesem Gebäude gestanden hatte. Er war ein paar mal vorbeigekommen, als Kazuko ihre Prüfung noch vor sich hatte, um sie abzuholen und mit ihr zusammen nach Hause zu gehen, aber auch das war schon lange her. Jetzt hatte der Tochiba sich länger nicht mit der Schule auseinandersetzen müssen, und er war nicht unbedingt unglücklich darüber. Seine Zeit als Schüler gehörte nicht zwingend zu seinen besten Erinnerungen, war es doch die Zeit, in der das Leben ihm hatte eintrichtern wollen, dass Geld und Status nicht alles waren und das es nicht hilfreich war, sich mit Leuten anzulegen, die körperlich stärker waren als man selbst. Er hatte zwar keine dieser Botschaften tatsächlich aufgenommen, aber er hatte den Weg dahin erlebt und der war nicht unbedingt angenehm. Allzu beliebt war er nämlich nicht gewesen – und bis heute sah er keinen Zusammenhang zwischen dieser Tatsache und seinem überheblichen, egoistischen Verhalten – und auch, als sich sein Interesse an Mädchen entwickelt hatte, zeigte man ihm nur immer wieder, dass es nicht unbedingt half, in einer besseren sozialen Situation zu sein als der Rest der Schule. Die paar Freunde, die er bis zu diesem Zeitpunkt gehabt hatte, konnte er erfolgreich vergraulen, sodass die einzigen Dinge, die er aus der Schulzeit mitnehmen konnte, Kazuko und der Genin-Rang gewesen waren. Begeisterung suchte man also vergeblich, während er daran dachte, hier noch einmal herkommen zu müssen.
Natürlich war die Situation jetzt anders, jetzt, wo er nicht mehr als junger Akademiegänger herkam, sondern als waschechter Shinobi im Auftrag von Shirogakure auftauchte. Das Stirnband, das stolz an seiner Stirn glitzerte und dabei das Zeichen von Konoha in der Sonne scheinen ließ, war das ultimative Zeichen für den Erfolg, den er hier verbucht hatte, und daran würde sich nichts ändern. Dazu kamen seine inzwischen nicht mehr zu kleine Statur und seine nicht zu langen, nicht zu kurzen roten Haare, um seinem Bild als Ninja den richtigen Eindruck zu verleihen. Am meisten erfüllte ihn das Sixpack, das er der Welt mit seinem unbedeckten Bauch offen zeigte, mit Stolz und der Zuversicht, dass man ihn als den großartigen Shinobi erkannte, der er war. Natürlich war die Kleidung, die diesen Teil seines Körpers so übersichtlich darstellte, die übliche Kleidung der Tochiba-Familie, Weiß und etwas Gold vereint in einem kurzärmligen Wunder von einem Outfit, das in jeder Situation angenehm und frei von Einschränkungen war, mit etwas Schwarz darunter, um niedrigeren Temperaturen etwas mehr entgegen zu setzen. Seine grünen Augen funkelten recht zufrieden, dafür, dass er recht unzufrieden war, und sein Gesicht hatte allgemein noch etwas Kindliches, so gern er das auch verschwinden lassen würde. Er war jetzt nicht mehr der niedliche, kleine Junge, der er noch vor einer Weile gewesen war... er war gewachsen und jetzt mauserte er sich gerade zum perfekten Bad Boy, dem alle Frauen verfallen würden. Also konnte er nichts gebrauchen, das ihn wie ein Kind wirken ließ... „Hoffentlich fängt bald mein Bart endlich an, zu wachsen... dann sieht jeder, wie erwachsen ich schon bin!“, dachte er sich entschlossen, ehe er seufzte und seinen Blick von dem Gebäude hinter dem Zaun entfernte. Er sollte langsam zum Eingang gehen. Ein wenig getrödelt hatte der Rotschopf, das wusste er; vermutlich, weil er wirklich keine Lust hatte, wieder zur Akademie zu gehen. Oder sich mit Kindern auseinanderzusetzen. Das war nämlich seine Aufgabe: Die nächsten zwei Tage mit den Shinobi der Zukunft campen zu gehen. Selbstredend war er darüber nicht unbedingt begeistert.

Immerhin gab es eine Wiedergutmachung, einen Aspekt dieser Aufgabe, der ihn fast den Rest wieder vergessen ließ: Aburame Ririchiyo! Diese zwei Worte, die sein Herz zum Flattern und seine Lippen zum lächeln brachten, beschrieben die Begleiterin, die bei dieser Aufgabe dabei sein würde, und nicht nur handelte es sich dabei um eine Shinobi, für die er tiefe Gefühle hegte und von der er sicher war, dass es ihr ähnlich ging, es war auch noch eine außergewöhnliche Schönheit, die im Fernsehen Karriere gemacht hatte! Und er würde mit ihr zwei Tage ohne Pause zusammen sein!
Während er sich auf den Weg zum Eingang der Schule machte, dachte er an sie. Sie war bestimmt schon da, wartete auf ihn. Oh, wie sehr freute er sich auf ihr schönes Lächeln, wenn sie ihn entdeckte...
 
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Etwas aufgeregt packte Ririchiyo die Sachen zusammen, die sie mit auf die Mission nehmen wollte und verstaute sie so, dass sie die Kunoichi kaum stören sollten, in ihren Schriftrollen in einer Tasche, die sie sich über die Schulter hang. Während sie noch etwas zu Essen vorbereitete, huschte ein Lächeln über die Lippen der Kunoichi, als sie darüber nachdachte, wie ihre kommende Mission wohl werden würde. Ririchiyo hatte nach ihrer letzten Mission lange Zeit gebraucht, um sich zu erholen. Neben einer Weile, in der sie unter einer schweren Erkältung gelitten hatte, brauchte sie auch einiges an Zeit, um sich von einer depressiven Verstimmung zu erholen und ihre Insekten zu reproduzieren, hatte sie auch einiges an Kraft gekostet. Als sie dann nach einiger Zeit wieder das Bedürfnis verspürte etwas Sinnvolles zu tun, abgesehen von Haus- und Gartenarbeit, beschloss die Kunoichi von einem Moment zum anderen, dass sie sich wieder für eine Mission melden musste. Zunächst war ihr etwas mulmig bei den Gedanken, da sie sich davor fürchtete noch einmal zu einer Aufgabe geschickt zu werden, der sie nicht gewachsen war, doch dann schafften es ihre Schwestern ihr etwas mehr Mut zu zureden, woraufhin sie sich bei der Stadtverwaltung meldete, welche die Kunoichi, trotz ihrer auch verbal ausgedrückten Bedenken, sofort einer neuen Mission zuteilte. Zu ihrer Erleichterung waren hinter dem Versprechen ihr zunächst nichts allzu Schweres zu zumuten nicht nur leere Worte gewesen, denn als der Brief mit den entsprechenden Informationen bei ihr zu Hause ankam, kamen ihr fast die Tränen vor lauter Erleichterung… Dies hatte mehr als einen Grund. Ririchiyo freute sich zum einen wirklich sehr darüber, dass sie auf eine Mission geschickt wurde, in der sie es hauptsächlich mit Kindern zu tun haben würde. Ihre eigene Akademiezeit hatte sie, abgesehen von dem stressigen Zeitplan wegen der vielen Auftritte, als wirklich angenehm in Erinnerung behalten. Sie hatte viele Freunde, konnte viel lernen und es hatte ihr wirklich viel Freude gemacht… Sich nun mit den momentanen Akademieschülern zu beschäftigen, diesen etwas beizubringen und sie eine wenig zu fordern, kam ihr da wirklich mehr als gelegen. Aber natürlich gab es auch noch einen anderen Grund, welcher die Kunoichi wirklich freute. Der Name ihres Begleiters kam ihr mehr als nur bekannt vor und ein großer Teil ihrer Begeisterung für diese Mission kam daher, dass sie sich unheimlich über die Anwesenheit von Tochiba Mushiro freute… Zwar hatte sie ihre letzte, wirklich nervenaufreibende Mission mit ihm gemeinsam hinter sich gebracht, doch das hatte sie ein wenig mehr zusammengeschweißt. Seitdem hatte sie nicht das Glück noch einmal auf ihn zu treffen, weshalb sie sehr froh darüber war…

Als sie endlich alles zusammengepackt hatte, verabschiedete sie sich von ihrer Familie, zog sich an und machte sich auf den Weg zur Akademie. Diese lag nicht einmal weit weg vom Anwesen ihrer Familie entfernt, weshalb sie alle Zeit der Welt hatte sich ganz gemütlich dorthin zu bewegen. Das Lächeln auf ihren Lippen war noch immer nicht verschwunden, als sie ihre langen, rosafarbenen Haare zu einem Zopf zusammenband und sich doch hastiger auf den Weg machte, als sie es eigentlich vorgehabt hatte. So richtig wusste Riri noch nicht, was es mit der Mission auf sich hatte. In ihren Informationen standen nur grobe Anhaltspunkte darüber, dass sie mit den Akademieschülern ein Training in der "Wildnis" machen sollten, wobei fragwürdig war wie wild es schon in Shirogakure werden sollte… Aber darüber konnte ihr Mushiro sicher mehr erzählen. Wie sehr sie sich darauf freute ihn wiederzusehen! Auf dem Akademiegelände angekommen, bemerkte sie erst, dass sie recht spät dran war. Das war in der Regel recht ungewöhnlich für Ririchiyo. Normalerweise war sie bei solchen Sachen immer diejenige, die zu allererst da war, doch heute war sie wohl ein wenig zu langsam in die Gänge gekommen. Verspäten wollte sie sich aber keinesfalls, weshalb sie etwas hektisch über das Gelände sprintete, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein roter Schopf sich in ihr Blickfeld schob und ihr ein Strahlen ins Gesicht zauberte. »Shiro-kun!«, rief sie dem jungen Mann begeistert zu, der sich gerade auf den Weg zum Eingang befand. Sie winkte ihm zu, sodass er sie sehen konnte, während sie auf ihn zustürmte. Nur knapp vor ihm kam sie zum Stehen und war schon dabei ihn reflexartig einmal zur Begrüßung in den Arm zu nehmen. Doch mittendrin kam sie ins Stocken und musterte den Genin. Sie lachte leise und schlug begeistert die Hände zusammen. »Wow, du bist ja groß geworden!«, staunte sie, wobei sie mit ihrer Hand oberhalb ihres Kopfes zeigte, dass er tatsächlich ein Stück größer geworden war als sie. Als sie sich das letzte Mal gesehen hatten, war er noch nicht ganz so groß, dachte sie zumindest… Vor lauter Aufregung vergaß die Kunoichi fast wieder weshalb sie hier waren und setzte schon an ihn vollzuquatschen. In Gedanken fielen ihr hunderte Dinge ein, die sie ihn fragen wollte, doch stattdessen grinste sie zunächst nur freudig… Immerhin wäre es doch unhöflich ihn gar nicht zu Wort kommen zu lassen, nicht?
 
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Oh... sah aus, als hätte der Tochiba Glück gehabt. Auch Ririchiyo schien gerade erst anzukommen, was er sofort bemerkte, als er ihre wunderschöne Stimme seinen Spitznamen ausrief und ihn dazu bewegte, in ihre Richtung zu blicken. Ganz aufgeregt und begeistert kam sie auf ihn zugelaufen, mit diesem hübschen Strahlen in den Augen und ihrem üblichen Elan, und er konnte schon sehen, wie glücklich sie darüber war, ihn wieder zu treffen. Kein Wunder, wenn er bedachte, welche Gefühle sie für ihn hegte – zumindest seiner Einschätzung nach. Und diese Einschätzung unterstützte sie gleich nochmal, indem sie die Arme für eine Umarmung ausbreitete... um dann kurz vor ihm überrascht zu stoppen. „Hm?“, entwischte es dem Jungen überrascht, als er realisierte, dass er nicht plötzlich in den zarten Armen einer sanften Schönheit lag, blickte sie an aus seinen smaragdgleichen Augen, während ihr ein Lachen entwich. Dann hob sie ihre Hand an und erwähnte beeindruckt seine relativ neu gewonnene Größe, und mit einem Mal wandelte sich sein überraschter Gesichtsausdruck in ein selbstbewusstes Lächeln. „Das ist dir aufgefallen?“, meinte er gespielt bescheiden und streckte seinen Rücken ein wenig. Richtig, sie hatte ihn ja schon eine Weile nicht mehr gesehen... vermutlich wurde er furchtbar vermisst von diesem hübschen Mädchen. Das bedeutete wohl auch, dass sie seine neue, coole Art noch nicht kennengelernt hatte, also konnte er gleich mal sehen, wie sie darauf reagierte. „Es ist echt cool, dich endlich wiederzusehen, Riri-chan“, meinte er und blickte entspannt zur Seite, sein Lächeln prägnanter denn je. Langsam schob er seine Hände in seine Hosentaschen und wandte sich in Richtung des Eingangs der Schule. „Sieht aber aus, als sollten wir langsam gehen, nicht? Ist immerhin ein wichtiger Auftrag. Helfen der nächsten Genera.“ Das waren gleich zwei Taktiken vereint! Einmal war da die moderne Angewohnheit, die eigenen Sätze nicht komplett auszusprechen. Man ließ einfach Worte weg, gerade genug, dass Leute noch verstanden, was man sagte. Das resultierte in Sätzen wie „Gehe einkaufen“ oder „Wär schön“ und diverse Variationen derselben. So sprachen coole Menschen heutzutage, das konnte man überall auf der Straße hören, und von den Medien wurde diese Ansicht noch unterstützt. Das Wort 'Genera' war sogar noch eine weitergeführte Version, die einzelne Worte auf ihr Minimum kürzte – in diesem Fall Generation.
Die zweite Technik war so alt wie die Menschheit selbst, und sie lag in seinen Worten und seiner Haltung zugleich. Während er zwar freundlich zu Ririchiyo war und seiner Freude, sie wiederzusehen, Ausdruck verlieh, blickte er gleichzeitig an andere Stellen, wandte sich sogar ab, was seinen geringen Fokus zeigte. Er wechselte vor dem Beginn richtiger Konversation das Thema zu der Aufgabe, die sie zu erfüllen hatten, und schlug vor, dass sie sich darauf konzentrieren, anstatt näher auf sie einzugehen. Seine Prioritäten lagen offensichtlich auf der Mission, nicht auf ihr – und genau das war der Punkt. Nichts trieb ein Mädchen schneller in die Arme eines Mannes, als wenn dieser kein Interesse hatte! Innerlich grinste Mushiro breit, glücklich ob der vermeintlichen Tatsache, dass sie ihm noch mehr verfallen würde, und äußerlich drehte er den Kopf wieder ihr zu. „Kommst du?“, fragte er lässig, immer noch mit seinem selbstbewussten Lächeln, und machte sich langsam auf den Weg zum Schultor. Er spazierte wirklich ruhig vor sich hin, ohne jede Eile, was zeige, dass es ihm mit der Mission nicht so eilig war, wie er sagte. Das würde das Mädchen schon zum Nachdenken bringen...
Und am Ende würde sie nur noch an ihn denken.
 
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Tatsächlich freute sich Ririchiyo wirklich sehr darüber Mushiro wiederzusehen. Von den wenigen Shinobi und Kunoichi, die sie bisher hatte kennenlernen dürfen, mochte die großherzige Dame zwar wirklich jeden, doch der Rotschopf nahm eine ganz besondere Position für sie ein. Er stellte sich das allerdings noch ein wenig anders vor, als es tatsächlich war… Ririchiyo mochte Mushiro einfach, weil sie ihn schon eine Weile kannte, einiges mit ihm erlebt hatte und ihm wirklich vertrauen konnte. Sogar in einem ihrer tiefsten Momente brachte er den Mut auf sie dazu zu motivieren sich zusammenzureißen und in Bewegung zu setzen. Aber über diese Situationen wollte sie nicht mehr nachdenken, da sie das ohnehin schon viel zu lang beschäftigt hatte. Diese Mission war so viel harmloser als die Letzte.
Sein Verhalten war anders. Das war etwas, was der Kunoichi wirklich schnell auffiel. Mal ganz davon abgesehen, dass er sich etwas eigen kleidete, was Ririchiyo sowieso nie sonderlich interessierte bei anderen Menschen, war er irgendwie nicht mehr ganz so niedlich, wie er es mal war. Damit hätte sie wohl rechnen müssen, wenn einiges an Zeit verging, nicht? Tatsächlich war aber auch sein Ausdruck ein wenig anders. Er wirkte unwahrscheinlich selbstbewusst und irgendwie war sein Verhalten auf eine sonderbare Weise anders. Zunächst war sie ein wenig irritiert durch seine Wortwahl. Ob es cool war ihn wiederzusehen, wusste sie nicht ganz genau. Sie freute sich wirklich von ganzem Herzen darüber und hatte sich zusammengerissen ihn nicht mit ihrer Umarmung zu überrumpeln, aber dass er sie nicht einmal ansah, wenn er mit ihr sprach, verwunderte sie schon ein wenig. Nachdenklich blickte die Aburame kurz an sich herunter. Hatte sie irgendetwas falsch gemacht? Sah sie komisch aus? Doch es ging noch weiter… Während er sich so lässig zur Schule bewegte, was Ririchiyo nicht auffiel, weil ihr der Begriff komplett fremd war, wandte er noch einige Worte an sie, sodass sie sich einen Moment lang fragte, ob sie ihn nicht richtig verstanden hatte. Irgendwie… hatte er mitten im Satz geendet. Sie hatte sich sicher nur verhört. Bestimmt weil sie ein wenig verwirrt gewesen war. Immerhin konnte sie sich denken was er meinte, obwohl seine Taten nicht ganz seine Worte wiederspiegelten. So wichtig schien er das Ganze hier nicht zu nehmen oder kam ihr das nur so vor? Irgendwie hatte sie ihn anders in Erinnerung… Naja, er war wohl etwas erwachsener geworden oder so. Deshalb kam er ihr sicher so anders vor. Sie hatte auch erwartet, dass er sich mehr darüber freuen würde sie zu sehen… Ririchiyo wusste durchaus, dass er sich für sie interessierte, immerhin hatte er ja… Naja, wie auch immer. Sein Verhalten jedenfalls wirkte gerade eher desinteressiert. Doch entgegen Mushiros Gedankengang trieb das die Kunoichi nicht etwa in seine Arme, sondern enttäuschte sie mehr als sie zugeben würde. Sie lächelte darüber, denn Ririchiyo war nicht die Art Mensch, die sich beschwerte oder irgendetwas sagte. Die Rosahaarige war nur dazu da sich um andere zu kümmern und deshalb ignorierte sie sich selbst meistens. Auch dann, wenn sie verletzt war.
Kurz zuckte sie zusammen, als seine Worte sie aus den Gedanken rissen und sie darauf aufmerksam machten, dass sie ihm folgen sollte. Einige Sekunden hatte sie wie angewurzelt dagestanden und war in Gedanken versunken. Sie lachte leise und beeilte sich, um ihm nachzukommen. Am besten sie hob sich Smalltalk für später auf, nicht? Immerhin hatten sie ja hier eine Aufgabe zu erledigen. Als sie das Gebäude betraten, war es wirklich erstaunlich leise. So hatte die Kunoichi das gar nicht in Erinnerung. Die Akademie war immer laut und anstrengend gewesen, aber irgendwie hatte sie diese Stimmung auch glücklich gemacht. Es war immerhin der erste Schritt aus einem Leben heraus, das sie nie hatte leben wollen… Da sie nicht wusste, wohin sie und Mushiro mussten, folgte sie ihm einfach stumm. Das mochte vielleicht ein wenig komisch wirken, nachdem sie ja eben noch unaufhörlich gebrabbelt hatte, doch gerade war ihr nicht nach reden zu Mute, weshalb sie einfach, fröhlich lächelnd wie immer, die Bilder an den Wänden auf ihrem Weg bestaunte und ihrem Begleiter folgte…
 
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»Wow, du bist ja so cool, Shiro-kun!« Begeistert warf Ririchiyo von hinten die Arme um ihren rothaarigen Begleiter, drückte ihn an sich. »Weißt du... seit dem letzten Mal konnte ich nicht aufhören, an dich zu denken... Du bist ein unglaublicher Küsser.« Um ihm zu zeigen, wie ernst sie das meinte, ließ sie ihn los, stellte sich vor ihn und nahm ihn richtig in die Arme, um ihm einen Kuss aufzudrücken. Mushiro blieb cool, legte sanft eine Hand an ihren Nacken und eine an ihre Hüften, während er die Geste erwiderte. Als sie sich voneinander lösten, war die Liebe in den Augen der Aburame unverkennbar. „Du hast mich so vermisst, hm?“, meinte er ganz lässig, drückte sie an sich. „Wenn dir das lieber ist, können wir diese Mission auch einfach liegen lassen... komm mit zu mir, dann verbringen wir den Rest des Tages nur zu zweit...“ Sie quietschte begeistert und hakte sich bei ihm ein, schmiegte sich anhänglich an seine Seite. Er drehte sich langsam um und ging, mit ihr bei sich, weg von dieser nervigen Akademie, zurück in sein Heim, um sich nur auf seine Geliebte zu konzentrieren...

Das Lächeln auf Mushiros Gesicht hatte ein ganzes Stück seiner neckenden Art verloren und eher einen verträumten Ton angenommen, was kein Wunder war, wenn man bedachte, wie sehr er in seiner Fantasie versunken war. Ririchiyo endlich wieder so nah zu sein war wirklich angenehm und anregend, da dachte man gleich viel weniger gern an nervige, laute Kinder und unangenehme, mehrtägige Ausflüge. Er merkte nur beiläufig, dass so langsam, während er mit seiner süßen Aburame durch den Gang spazierte, sich das Geräusch lauter, junger Stimmen zu ihren Schritten gesellte, und begann damit, sich auf die Türnummern zu konzentrieren. Klassen Raum A.0.12... das dürfte der richtige sein. Die Tatsache, dass die Stimmen aus dieser Tür herausschallten, bestätigte seine Erinnerung, also nahm er die Klinke in die Hand, trat einen Schritt zurück und zog die Tür auf. Mit einem wortlosen Blick zu Riri wartete er darauf, dass sie den Raum betrat, ehe er ihr folgte und den Eingang hinter sich wieder verschloss.
Die Geräusche waren hier drin schon ganz anders wahrzunehmen als draußen. Die leisen Gespräche der Kinder mussten offenbar laut genug sein, die Gespräche der anderen Kinder zu übertönen, was zu einem unangenehmen Stimmengewirr führte. „Drei, vier, fünf... sieben Kinder, hm?“, dachte sich Mushiro ruhig, bis er eine sehr penetrante, hohe Stimme bemerkte, die sich über die ganzen anderen legte, und einen kleinen Jungen in einer Ecke entdeckte, der offenbar den Rest übertönen wollte. „Acht Kinder also... Na super. Das wird sicher gar nicht anstrengend...“ Er seufzte zur Unterstreichung seines innerlichen Sarkasmus und sah diesen Jungen in der Ecke an. Seine Stimme war so nervig, aber niemand schien darauf zu achten... allgemein schien ihn überhaupt keiner von den anderen anzusehen. Kein Wunder, klein, wie er war. Seine Klamotten waren genauso unauffällig wie der Rest von ihm, und seine Augen versteckten sich unter dichtem, braunen Haar. Er schien irgendein Buch an seine Brust zu drücken, aber vom Eingang aus konnte Mushiro nicht erkennen, was es war.
Die anderen Schüler schienen auch hauptsächlich Jungen zu sein... Offenbar waren hier offenbar nur drei Mädchen. Eine viel zu schmale Ernte, wenn man bedachte, dass das die zukünftigen wunderschönen Kunoichi sein müssten, und dass keine einzige von ihnen ein Fehlschlag sein durfte, um die Quote aufrecht zu erhalten. Andererseits war das hier vermutlich nicht der ganze Jahrgang, sondern eher eine Klasse oder sogar nur eine ausgewählte Gruppe... Es wäre wirklich seltsam, wenn die ganze Akademie sich nur um acht Schüler kümmern würde. Zu ihnen gehörte auch nur ein einziger Lehrer, ein relativ junger Mann, dessen Statur nicht allzu beeindruckend war. Natürlich ragte er dennoch über jedes der Kinder hinaus und überbot auch sowohl Riri als auch Mushiro selbst an Höhe, aber das machte ihn nicht zu einem Riesen. Er entdeckte die beiden, kaum dass sie den Raum betreten hatte, und räusperte sich. „Kinder, beruhigt euch“, rief er in den Raum mit einer überraschend tiefen Stimme. Dann bewegte er sich auf die beiden Neuankömmlinge zu, während die Geräusche der Kinder langsam abnahmen. „Ah, ihr zwei müsst die Shinobi sein, die uns helfen sollen. Sehr gut, sehr gut... euer Partner wird sicher auch bald da sein, dann kann es gleich losgehen.“ Auf das Lächeln des Lehrers reagierte Mushiro eher irritiert. „Partner?“, ging es ihm durch den Kopf. Davon, dass außer ihm und Ririchiyo noch jemand dabei sein würde, hatte er nichts gehört...
 
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Obwohl Ririchiyo noch immer ein wenig niedergeschlagen war, weil sie sich das Wiedersehen mit Mushiro ein wenig anders erhofft hatte und sie immer noch an sich selbst zweifelte, weil sie nicht wusste, ob sie irgendetwas getan hatte, um ihn wütend zu machen, löste dieses Schulgebäude ein unwiderlegbares Nostalgiegefühl in ihr aus. Sie betrachtete schweigsam die Bilder an den Wänden und erinnerte sich an den Unterricht mit ihren liebsten Lehrern und mit den vielen Schülern, die sie so gern gemocht hatte. Aber so richtig wohl fühlte sie sich gerade immer noch nicht. Natürlich konnte die Kunoichi nicht ahnen was sich gerade im Kopf von Mushiro abspielte und wenn sie es wüsste, würde ihr Kopf feuerrot anlaufen, weil diese Gedankengänge ihr doch sehr peinlich wären, aber alles was sie davon mitbekam, war dass Mushiro keinen Ton mehr von sich gegeben hatte, seit sie in diesem Gebäude waren. Zuvor hatte er kaum mit ihr geredet und wenn überhaupt sie dabei nicht angesehen. Er war zu locker, als dass sie glauben könnte, dass ihn ihre letzte Mission noch beschäftigte, aber… Irgendetwas musste sie getan haben, dass er so komisch zu ihr war. Zuvor war Mushiro immer so lieb zu ihr gewesen und hatte sie quasi angehimmelt und sogar… War er wütend auf sie? Aber was hatte sie nur angestellt?
Nach einer Weile öffnete der Tochiba eine Tür und wies Ririchiyo an voran in einen Raum zu gehen. Erst jetzt bemerkte die bis eben recht unaufmerksame Kunoichi, dass hier einige Stimmen zu vernehmen waren. Ja, tatsächlich waren hier einige Kinder, die der Aburame ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Es waren wenige Mädchen, aber sie alle waren aufgeweckt, vorfreudig und total niedlich. Die Herren der Schöpfung waren da schon etwas auffälliger und unterschiedlicher. Diese machten eine Menge Lärm, versuchten den Damen zu imponieren und sich gegenseitig zu übertrumpfen… Als jedoch ihr Riese von Lehrer, den Ririchiyo leider nicht kannte, die Anwesenheit der beiden Genin bemerkte, wies er die Kinder zur Ruhe an. Dann kam er auf die beiden zu und sprach ein wenig mit ihnen. Auch Ririchiyo verwunderte es, dass er davon sprach, dass sie noch einen Partner haben würde. Sie blickte kurz hinüber zu Mushiro, doch auch dessen Gesicht verriet ihr nicht mehr darüber. Es dauerte kaum zwei Minuten, in denen der Lehrer noch einmal seine Schüler dazu anwies langsam zur Ruhe zu kommen, da öffnete sich hinter ihr die Tür und ein etwas kleinerer, junger Herr betrat den Raum. Er schien ein wenig außer Atem zu sein, so als habe er sich total beeilt, um hierher zu kommen und noch bevor Ririchiyo ihn richtig begutachten kann, fiel ihr Blick nahezu automatisch auf seinen roten Haarschopf… Ihr Blick wanderte kurz zwischen ihm und Mushiro hin und her und sie begann einige Ähnlichkeiten, abgesehen von dem roten, ungezähmten Schopf zu erkennen. Es waren große, smaragdgrüne Augen und auch die Kleidung war dem ihres Begleiters mehr als ähnlich, denn es war genau dieselbe! War das ein Mushiroklon? Doch nein, Ririchiyo bekam keine Zeit danach zu fragen… „Da bist du ja Kyouya-kun.“, warf der Lehrer ein und schien sich auch über die Anwesenheit dieser Person zu freuen. Kyouya hieß er also und war ein Stückchen kleiner als sie und Mushiro… Doch noch viel interessanter war die Reaktion der Klasse. Einige Jungen stürmten nach vorn und forderten den Jungen zu einer Art brüderlichen Begrüßung auf. Die ganze Klasse war erneut in Aufruhr und freute sich maßlos über die Anwesenheit des Jungen. Während die Kunoichi selbst noch nicht darüber hinwegkam, dass das ein kleiner Mushiro war, der offenbar eine besondere Bindung zu diesen Kindern hatte, versuchte dieser nur lächelnd die Truppe zu beruhigen, weil er sich um seine Arbeit kümmern wollte, wie er sagte… Als die Kinder sich wieder setzten, warteten sie geduldig, währen der Lehrer das Wort an sie richtete und Mushiro und Riri die Chance dazu gab sich mit Kyouya zu unterhalten. Doch noch bevor er sich vorstellte, ging das Spektakel weiter. Plötzlich zeigte sich im Gesicht des Jungen ein wirklich erschrockener Ausdruck und er verbeugt sich hastig und erstaunlich tief vor Mushiro. „A-Ah, Verzeihung! Guten Tag, Mushiro-sama!“, stammelte er etwas verlegen und erklärte, dass er ihn bis eben noch gar nicht gesehen hatte. Ririchiyo ignorierte der junge Mann völlig, aber nachdem er noch einmal erklärte, dass sein Name Tochiba Kyouya war, verstand die Kunoichi schon wieso. Die Aburame war weit nicht mit allen Clanmitgliedern verwandt, aber wenn man auf jemanden traf, der derselben Familie abstammte, dann unterhielt man sich zunächst mit dem. Doch auch bei seinen weiteren Erklärungen fixierte sich der erstaunlich fröhliche Kyouya sehr auf Mushiro. Während der Lehrer noch immer über irgendwelche unwichtigen Dinge mit den Schülern sprach, brabbelte Kyouya wie wild drauf los. Er war bestimmt etwas jünger als Mushiro und Ririchiyo… Allerhöchstens zwölf Jahre, denn er war auch recht klein. Tatsächlich erzählte er sogar, dass er noch nicht allzu lang Genin war. Nach einer Weile, die offenbar noch lange nicht gereicht hatte Kyouyas Redefluss zu stoppen, mischte der Lehrer sich wieder ein, als er sich zu ihnen wandte und danach fragte wie weit sie waren. Der jüngere Tochiba war gerade dabei zu erklären, dass er sich sehr darüber freute mit Mushiro arbeiten zu dürfen… Man musste zugeben, dass er wirklich sehr höflich gegenüber dem Älteren war. Fast schon mehr, als man für gewöhnlich hielt… Aber woran das lag, konnte Ririchiyo ja nicht einschätzen. Kyouya war wirklich goldig. Abgesehen von seinem roten Lockenkopf, war er total aufgeregt und so fröhlich und aufgeweckt. Riri warf nur einen kurzen Blick zu Mushiro und lächelte ihn freundlich an. Sie wusste, dass der einzige, ihr bekannte Tochiba sehr gut darin war mit Mädchen umzugehen, aber was er wohl von einem Familienmitglied hielt? Sie war wirklich gespannt wie er reagieren würde, wenn der Andere ihn zu Atem kommen ließ…
 
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Es dauerte nicht allzu lange, bis der dritte Shinobi eintraf, und bis dahin ließ sich Mushiro einfach vom Lehrer langweilen und von den Schülern nerven. Daran musste er sich wohl gewöhnen, denn zumindest Letzteres würde er die nächsten zwei Tage ertragen müssen. Das war vermutlich das einzig gute daran, dass ein weiterer Ninja mitkam: Sie konnten ihm gelegentlich die Arbeit aufdrücken und sich zu zweit in der wunderschönen Natur umsehen, vielleicht Hand in Hand, in einem romantischen, ewigen Moment... Der Gedanke war wirklich schön! Vermutlich zu schön, um wahr zu sein, aber das würde Mushiro sicher anders sehen. Er könnte sicher den ganzen Tag lang davon träumen, wenn sich nicht irgendwann die Tür öffnen und ihm einen Grund bieten würde, sich umzudrehen...
Im ersten Moment war der Tochiba richtig geschockt darüber, was er sah. Einen kurzen Moment lang verschwand sein kontrollierter Gesichtsausdruck im Austausch gegen ehrliche Überraschung, ehe er sich wieder fassen konnte. Die Person, die gerade eingetreten war... sah genauso aus wie er selbst! Es war, als würde er in einen Spiegel sehen, was er sehr genau wusste, weil er das eine ganze Weile getan hatte, ehe er hierher gekommen war. Er trug sogar die gleiche Kleidung, was sehr irritierend war für den Jungen, der dieses Outfit ansonsten nur von seinem Vater und seinem Großvater kannte. Seiner Verwunderung Ausdruck zu verleihen war aber nicht wirklich möglich, da sich schnell eine ganze Menge Kinder auf seinen kleinen Doppelgänger stürzten, die ihn offenbar ziemlich gut kannten. Der Lehrer sprach ihn als Kyouya an... Kyouya. Was für ein blöder Name. Das klang so fußgängermäßig und unbedeutend, so langweilig und uninspiriert. Mushiro hatte jetzt schon keine gute Meinung von ihm. Er konnte ja nicht ahnen, dass es andersrum anders war...
„A-Ah, Verzeihung! Guten Tag, Mushiro-sama!“ „Huh?“
Im ersten Moment war Mushiro sehr perplex. Dieser Junge... kannte ihn? Dieser Junge, der aussah und sich kleidete wie er, kannte ihn? Das wurde alles nur noch seltsamer... oder etwa nicht? Mit einem Mal wurde dem größeren Rotschopf klar, was hier los war: Seine großen Taten als Shinobi und sein beeindruckendes Potenzial hatten die Runde gemacht, und jetzt hatte er richtige Fans, andere Ninja, die seine Großartigkeit anerkannten und danach strebten, wie er zu sein! Deshalb kopierte dieser Typ sein Outfit. Deshalb hatte er sich vermutlich die Haare gefärbt und gefärbte Kontaktlinsen gesucht! Ja, so machte alles gleich viel mehr Sinn! Ein triumphales Lächeln breitete sich auf den Lippen des Tochiba aus. „Schon okay“, meinte er freigiebig und zuckte mit den Schultern. „Pass nächstes Mal einfach besser auf, dann wird das schon.“ Das war sehr gut. Das war perfekt! Nichts unterstützte einen coolen Typen mehr als ein Bewunderer. Ririchiyo würde umso besser sehen können, wie cool er war, wenn dieser Kerl ihm hinterherlief und mit dem Schwanz wedelte zu jedem Wort, dass der große Mushiro sagte. Das zeigte, dass er ein Alphamännchen war, und das dürfte Riri zeigen, dass er der einzige war, der ihre Liebe wert war... es war perfekt!
„Oh ja, ähm... mein Name ist übrigens Kyouya! Tochiba Kyouya!“ „Huh?“

Die Tochiba-Familie war groß, sehr groß; einige Leute betrachteten sie sogar als Clan, obwohl es so etwas wie ein Kekkei Genkai oder ein Hiden unter ihnen nicht gab. Sie gehörten auch nicht wirklich zusammen, lagen die Wurzeln der meisten doch nur vor vielen, vielen Generationen zusammen. Dank der Angewohnheit der Tochiba-Familie, fast nur Jungen hervorzubringen, hatte sich der Name verbreitet, sodass es einen ganzen Haufen von ihnen gab, und die meisten Personen in diesem Haufen trugen rotes Haar und hatten grüne Augen. So ziemlich jeder Tochiba kannte die Familie, weil sie sich, trotz der verstreuten Verbindungen zueinander, noch immer gelegentlich zu Familientreffen zusammenfanden. Dank ihrer großen Zahl gab es auch ein paar normale, unabhängige Leute, die davon wussten.
Mushiro gehörte nicht zu diesen Leuten.
Wenn es etwas gab, das Tochiba zwischen anderen Menschen herausstechen ließ, dann war es, dass sie nicht herausstachen. Im Allgemeinen waren Tochiba vollkommen mittelmäßig. Es gab zwei große Ausnahmen dieser Regel: Tochiba Kenshin und Tochiba Yutaki. Als Nachfahre dieser beiden, war es nicht unbedingt Yutakis Bestreben, dass Mushiro sich mit dem minder begabten Rest der Familie abgeben sollte. Dessen Wissen nach erstreckte sich also die Familie Tochiba auf ihn und seine drei direkten Verwandten...

„Behauptet der Kerl wirklich, er wäre ein Tochiba? Was denkt der, wer er ist?! Verehrung in allen Ehren, aber der Typ kann doch nicht behaupten, mit mir verwandt zu sein!“ Mit einem Mal schlug die Stimmung von Mushiro von geschmeichelt zu sauer um. Egal, was Kyouya ihm erzählte, das würde ihn doch nicht dazu bringen, so jemanden als Familienmitglied zu akzeptieren! Elender Hochstapler! Dennoch hielt sich Mushiro zurück, wusste er doch, dass Ririchiyo neben ihm stand und hierbei zusah. Er konnte es sich nicht leisten, wütend zu werden. Sie hatte eine sehr friedliebende Natur... wenn er sich jetzt mit jemandem prügelte würde das ein extrem schlechtes Licht auf ihn werfen. Es könnte alles ruinieren, was er sich mit ihr bisher aufgebaut hatte, und das wollte er wirklich nicht. Also wartete er, bis sein Gegenüber ausgesprochen hatte, atmete einmal tief ein, tief aus, und sah ihn mit grimmigem Blick an. „Was war nochmal dein Name...?“
 
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Da war er nun also: Tochiba Kyoua. Das dritte Teammitglied, das wohl die anderen beiden Genin gleichermaßen überrascht hatte. Er sah aus wie eine kleinere Version von Mushiro, war aber wesentlich gesprächiger und aktiver, mal ganz abgesehen von dem Strahlen in seinem Gesicht und einer nahezu unglaublichen Bewunderung für den älteren Tochiba. Ririchiyo stand da ganz stumm und schmunzelnd, während sie überlegte, wie Mushiro wohl reagieren könnte. Sie war sich recht sicher, dass der Genin lieber mit Damen zusammen war, aber der junge Kyouya himmelte ihn ja richtig an. Wie konnte man ihm da also böse sein? Riri wäre das vermutlich irgendwie unangenehm, aber so wie sie ihren rothaarigen Begleiter einschätzte, konnte er besser mit einer solchen Zuneigung umgehen, oder?
Dass dieser daran glaubte einen Fan und nicht etwa ein Familienmitglied vor sich zu haben, würde Riri wohl niemals in den Sinn kommen. Für sie gab es ganz eindeutige Anzeichen, abgesehen davon, dass er wirklich aussah wie eine kleinere Version von Mushiro. Er hatte dieselbe Haar- und Augenfarbe und war ähnlich gekleidet, was man mit Sicherheit als eine Art familientypische Kleidung ansehen konnte. Die gab es ja bei den Aburame auch, aber das lehnte Riri grundsätzlich ab. Sie strich sich ihr rosafarbenes Haar hinter das Ohr und wartete ab, was zwischen den beiden passierte. Tatsächlich ging Mushiro recht locker mit dem jungen Mann um. Ungefähr so, wie sie es erwartet hatte, konnte er wesentlich besser mit einer solchen Bewunderung umgehen. Doch nach wenigen Minuten wurde klar, dass er das mit dem Namen offenbar nicht ganz mitbekommen hatte. Riri merkte nicht, dass ihr Begleiter so angefressen war, aber da war sie nicht die Einzige. Auch Kyouya schien eine einfache Natur zu haben und stellte sich noch einmal als Tochiba Kyouya vor, ganz natürlich mit seinem begeisterten Lächeln auf den Lippen. Bevor es aber zwischen Mushiro und seinem zweiten Ich aus der Vergangenheit weitergehen konnte, entdeckte dieser tatsächlich zum ersten Mal Ririchiyo und musterte diese ausgiebig und schweigsam… Und das nicht einmal unauffällig! Es brachte die Aburame deutlich in Verlegenheit, dass er sich locker eine Minute Zeit nahm um sie anzustarren, bevor er ziemlich simpel und lächelnd herausplatzte: „Und du bist?“ Er hatte sie wirklich nicht gesehen. Sie dachte, er hatte bisher nur so einen Fokus auf Mushiro gehabt, weil er ihn verehrte, aber nein… Er hatte sie wirklich absolut nicht wahrgenommen und blickte gerade so drein, als wäre sie gerade aus dem Nichts aufgetaucht. »Aburame Ririchiyo ist mein Name. Freut mich dich kennenzulernen, Kyouya-kun.«, sagte sie knapp und freundlich, bevor sie sich verbeugte. Der Tochiba nickte und wandte sich ohne große Umschweife wieder Mushiro zu, den er entrüstet darüber zutextete, dass er es schade fand, dass er das Gesicht des Genin noch nie auf einer der Familienfeiern gesehen hatte, die offenbar innerhalb der Familie sehr bekannt waren, wie er es darstellte. Er erwähnte auch, dass er sein Gesicht nur von der Akademie kannte und er sich gut daran erinnern konnte, weil sein Vater ihm erzählt hatte von was für einer großartigen Person er abstammte… Irgendwann schaltete Ririchiyo ab, weil Kyouya wirklich redete ohne Luft zu holen… Zumindest dann, wenn es seinen Helden Mushiro betraf…
Es wurmte sie aber schon ein wenig. Nicht nur, dass der Tochiba, den sie kannte, sie komisch behandelt hatte… Nein, nun tauchte auch noch ein zweiter dieser offenbar weniger seltenen Spezies auf und ignorierte sie nahezu komplett. Sie hatte schon die Bekanntschaft einiger Shinobi und Kunoichi gemacht und war definitiv auch auf komische Menschen gestoßen, aber das war nun wirklich frustrierend… Vermutlich kam es ihr nur besonders niederschmetternd vor, weil Mushiro schon so komisch zu ihr gewesen war… Vielleicht hätte sie sich heute doch vermummen sollen. Einen Unterschied hätte es wohl kaum gemacht… In dieser Szene war sie irgendwie nur ein Statist. Normalerweise eine Rolle, die sie gern füllte, aber mit Mushiro hatte sie sich schon etwas anderes erhofft… Etwas wesentlich Freundschaftlicheres… Aber heute schien sie kein Tochiba ansehen zu wollen und das obwohl zwei von der Sorte direkt bei ihr standen!
 
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Innerlich stöhnend akzeptierte Mushiro die Tatsache, dass dieser Kerl seine Familie mehr oder weniger beleidigte – vorerst. Wenn er die Gelegenheit bekommen sollte, mit Kyouya allein zu reden, würde er diese Sache schon adressieren. Wenn Ririchiyo nicht dabei war und ihn sehen konnte. Zwar versuchte er, ihr gegenüber zu zeigen, was für ein cooler Bad Boy er war, aber er war sich ziemlich sicher, dass sie es nicht mochte, wenn man wirklich fies zu anderen Menschen war. Trotz seines fundierten Wissens darüber, was cool war und was nicht, würde er nicht einfach blind die richtigen Dinge tun – er musste auch darauf achten, was die Mädchen mochten, mit denen er seine Zeit verbrachte. Ririchiyo mochte Leute, die gute Dinge taten, also sollte er nicht der Renegat, der Verräter, der Egoist sein, sondern der Außenseiter, der den Konventionen den Rücken kehrte und auf seine eigene, richtig coole Art die Dinge durchsetzte, die er – oder in erster Linie sie – für richtig hielt. Immerhin gab es mehr als eine Art, ein Bad Boy zu sein...
Vielleicht war Kyouya aber auch einfach nur verrückt... das kam vor. Er erzählte von Familientreffen, auf denen alle möglichen Tochiba auftauchten, und ärgerte sich darüber, dass Mushiro nie bei einem dabei war. War das so eine Art Fanclub, oder dachte dieser Typ wirklich, er wäre mit dem großen, dem einzigartigen Tochiba Mushiro verwandt? Einen Zweifel daran, dass er bereits alle drei anderen Tochiba kannte, hatte der Rotschopf nicht, immerhin hätte ihm sein Vater sicher vom Rest seiner Familie erzählt, hätte diese existiert. Und das Wort seines Vaters war definitiv glaubwürdiger als das eines dahergelaufenen Jungen, der ihm einfach nur ähnlich sah. Abgesehen davon wusste man ohnehin nicht, auf welches von Kyouyas Worten man hören sollte, weil wieder und wieder neue dazukamen, scheinbar ohne Ende. Er hörte erst auf, als der Klassenlehrer sich räusperte, bemerkte dann erst, wie viel er gesagt hatte, und entschuldigte sich ein paar Mal. Mushiro bekam eine Liste in die Hand gedrückt, offenbar mit den Namen der Kinder darauf, und las sie sich einmal durch, prägte sich die Namen ein in seinem unfehlbaren Gedächtnis, dann warf er einen Blick auf Ririchiyo, lächelte leicht und hielt ihr das Blatt hin. „Riri-chan... du kümmerst dich um die Liste, kay?“ Er zwinkerte ihr kurz zu, auf eine Weise, die laut diversen Comicbüchern sehr badass wirken musste. „Ich verlass mich auf dich.“ Er teilte ihr eine Rolle zu, zeigte ihr, dass er sie brauchte, obwohl er cool und selbstständig war. Das gab ein Gefühl der Verbundenheit, sorgte dafür, dass sie das Vertrauen, das er in sie setzte, nicht enttäuschen wollte und ihr Bestes dafür geben würde, ihn glücklich zu machen. Und was könnte ihn glücklicher machen als Ririchiyo?
„In Ordnung, das wäre geklärt... ich habe schon darauf geachtet, dass auch alle Schüler da sind. Sie haben auch alle ihre Ausrüstung dabei, also sind die Vorbereitungen komplett abgeschlossen. Ihr könnt gleich aufbrechen.“ Der Sensei lächelte freundlich, dann deutete er auf eine Karte und bat die drei Shinobi, näher zu treten. Mushiro erkannte den Kartenausschnitt recht schnell, ein Teil der Wälder nicht weit im Norden von Shirogakure, genauer gesagt Nordnordwestlich. Mit der Geographie in und um die Stadt, die er verehrte, kannte er sich ganz gut aus, was nicht schwer war, wenn jede Aufzeichnung, die man je gesehen hatte, noch tief im eigenen Kopf verankert war. „Das hier ist der Punkt, an dem das Lager aufgeschlagen werden soll...“ Nach kurzem Suchen deutete der Klassenlehrer auf eine bestimmte Stelle im Wald. „Ihr wandert heute dorthin und schlagt ein Lager auf. Morgen zeigt ihr ihnen dann, was ein Shinobi auf dem Weg zu einer weit entfernten Mission so alles machen muss... Selbstversorgung in der Wildnis, sein Lager so organisieren, dass es von Feinden nicht entdeckt wird, solche Dinge. Übermorgen früh macht ihr euch dann auf den Weg zurück... gegen zwölf solltet ihr wieder hier sein. Verstanden?“ Innerlich seufzte Mushiro. Das war ein Fußmarsch von ein bis zwei Stunden, je nach Tempo sogar drei... das bedeutete, er würde am dritten Tag spätestens um neun aufstehen müssen. Das gefiel ihm nicht... er war heute schon früher aus dem Bett gestiegen, als ihm lieb gewesen wäre, und im Wald konnte er nicht einmal eine erfrischende Dusche nehmen. Aber es half ja alles nichts... „Verstanden, Sensei“, antwortete er also und trat etwas näher an die Tür heran, jetzt der Klasse zugewandt. „Also... seid ihr bereit für ein echtes Ninjaabenteuer?“
 
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Ein irritiertes Lächeln zeigte sich auf Ririchiyos Lippen. Es war eventuell, für jemanden den es wirklich interessierte, zu erkennen, dass es ein wenig anders war, als die Freude, welche das Gesicht der Kunoichi normalerweise zeigte. Sie wusste nicht wirklich, wie sie mit diesen Tochiba umgehen sollte, in deren Familie offenbar einer wie der andere aussah. Aber abgesehen vom Aussehen hatten die Jungen recht wenig gemein… Obwohl sie beide gerade nicht allzu viel Aufmerksamkeit an das dritte Mitglied in ihrem Team verschwendeten. Eigentlich war die Aburame nicht der Typ Mensch, der nach Beachtung gierte, aber ein wenig hätte sie sich schon gewünscht. Der Kontakt zu Menschen war ihr wirklich wichtig und sie unterhielt sich gern, doch so langsam fand sie sich mit dem Gedanken ab, dass sie sich da bei dieser Mission zurückhalten musste, denn sie konnte wohl kaum den Schülern den ganzen Tag das Ohr abkauen…
Vermutlich deshalb nahm sie die Liste recht zurückhaltend und schweigsam entgegen, als sie ihr von dem älteren Tochiba übergeben wurde. Er sagte zwar, dass er sich auf sie verlassen würde, doch irgendwie wirkte es so, als würde er sich ein wenig über sie lustig machen… Mushiro drückte ihr eine Liste in die Hand und erklärte mit einem überzogenen Zwinkern, dass er sich darauf verlassen würde, dass sie diesen Zettel nicht verlor. Sie lächelte weiter vor sich hin, aber das unangenehme Gefühl in ihr breitete sich immer weiter aus… Dennoch hörte sie aufmerksam zu, als der Lehrer einige Worte an sie richtete und sie darüber informierte, dass er eine Anwesenheit geführt und die Schüler auch belehrt hatte, wobei er auch darauf verwies, dass sie alle entsprechend ausgerüstet waren und ihre Aufgaben kannten. Dann erklärte er den drei Genin die Aufgaben, welche sie zu erfüllen hatten. Ririchiyo erinnerte sich an einen recht ähnlichen Ausflug, den sie in der Akademie gemacht hatte, bei dem ihre große Schwester die Akademieschüler angewiesen hatte… Diese waren nicht zu beneiden, denn wenn man sie nicht kannte, war die ältere Aburame wirklich unerträglich und schwer einzuschätzen… Jedenfalls kannte sie daher die typischen Aufgaben, die den Akademieschülern bei solchen Ausflügen gestellt wurden und sie war sich auch recht sicher, dass die anderen Shinobi etwas Ähnliches schon erlebt haben mussten. So oder so hatten bestimmt beide Tochiba die eine oder andere Mission hinter sich gebracht und wussten wie man damit umging. Bei Mushiro wusste sie ja sogar ziemlich genau, dass er sich auskennen musste…
Als der Lehrer ausgesprochen hatte, ging es daran das Ganze in Gang zu bringen. Der Teamleiter nahm dies deshalb in die Hand und wandte sich an die Akademieschüler, die relativ still auf ihren Plätzen saßen. Der eine oder andere Schüler kippelte, quasselte mit seinem Banknachbar, spielte mit etwas, was auf seinem Tisch lag oder blickte auf dem Fenster. Bei einigen hatte man das Gefühl, dass Mushiros Worte gar nicht wirklich ankamen und wiederum andere starrten den jüngeren Tochiba mit faszinierten Augen an. Was Kyouya wohl an sich hatte, was ihn für die Schüler so beliebt machte? Vermutlich war er einfach ein geselliger und lockerer Typ. Damit konnten Kinder recht gut umgehen, oder? Die Frage war, wieso ein geselliger Typ es nicht für nötig hielt mit seiner Kollegin zu kommunizieren, geschweige denn diese wahrzunehmen… Ein leises Seufzen drang über Riris Lippen, während sie sich vornahm die beiden rothaarigen Jungen nicht allzu ernst zu nehmen. Stattdessen stand sie ein ganzes Stück hinter den beiden Tochiba, welche sich beide nicht viel nahmen, wenn man sie stolz vor der Menge stehen sah… Sie war still, ein wenig in sich gekehrt und wurde immer unsichtbarer, hinter den beiden auffälligen, jungen Herren. Aber auf die Liste passte sie tatsächlich auf! Immerhin würde sie niemals einen Freund und Kollegen enttäuschen wollen…
 

Akinawa Izuya

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D-Rang Mission: Vorbildfunktion
Teilnehmer: Akinawa Izuya & Abarai Kodoku

Irgendetwas musste Izuya in letzter Zeit richtig gemacht haben, dass ausgerechnet er als Vorbild für eine solche Mission ausgewählt wurde. Der Blauschopf hatte beim besten Willen keine guten Leistungen an der Akademie gebracht, denn ständig drehte sich alles nur um Mädchen und seine Muskeln, die mittlerweile einen ordentlichen Zuwachs erhalten hatten. Und auch nach dem Abschluss, den er mit Ach und Krach erhalten hatte, zeigte er sich nicht gerade von seiner besten Seite. Eine vergeigte Mission, ein armes Mädchen im Wald allein gelassen und einfach von der Bildfläche verschwunden. Zwar hatte der Imperator des Taijutsu entsprechende Fortschritte in den Jahren gemacht, doch verhielt er sich keineswegs wie ein richtiger Shinobi. Erst vor kurzem kam er steil aus der Kurve und zeigte bei seiner Arbeit, dass er ein waschechter Ninja war. In kurzer Zeit erfüllte er einige Jobs, bei denen echt einiges von ihm abverlangt wurde. Zunächst war da diese Geschichte mit den Cheerleadern, bei welchem sich Izuya in einem viel zu engen Mädchenkleid blamierte, gefolgt von den heißen Golfball-Taucherinnen und er. Und dann war da noch dieser Job in der Filmindustrie, bei welchem er sogar Teil einer Romanze wurde. Also wenn das nicht harte Arbeit war! Doch auch auf einer Mission konnte er seinen Wert unter Beweis stellen, rettete die Feuerrote Perle vor einem riesigen Wal und unterstützte schlussendlich dabei das Schiff sicher in den Zielhafen zu bringen. Und dann war da noch die Mission im Grasreich, beim düsteren Waldrand. Eine gefährliche Mission, die ihre Tücken hatte, doch auch hier konnte Izuya sich ins Zeug legen. Bei der Verwaltung waren seine Entwicklung und sein Fortschritt wohl nicht ungesehen gewesen, dennoch überraschte es ihn sehr. Zugeteilt wurde ihm ein frischer Genin, dessen Name Abarai Kodoku lautete. Von dem Typen hatte Izuya noch nie etwas gehört, aber er sollte ihn ja nun alsbald kennen lernen.

An diesem Morgen stand der Akinawa früh auf, erledigte sein morgendliches Training und stählte seine Muskulatur, genehmigte sich ein ausgewogenes und Proteinreiches Frühstück und vollzog dann seine morgendliche Hygieneroutine. Kurz sprach er mit seinem Vater und erklärte ihm, dass er nun zwei Tage abwesend sein würde wegen seiner Arbeit und erstaunlicherweise erhielt er ziemlich viel Verständnis von Eiichiro, der sonst immer nur am Meckern war. Vielleicht sollte ihm Izuya diverse Dinge häufiger mitteilen, wenn dieser noch im Halbschlaf war! Und so verließ der Blauschopf das Haus und entschwand in die Dämmerung, die allmählich die ersten Sonnenstrahlen auf das Antlitz des Dorfes richtete. In einem locker leichten Dauerlauf und ausgestattet mit allem notwendigen Gepäck bewegte sich der Kampfsportler also über die Straßen und Wege des Dorfes, bog hier und dort einige Male ab und steuerte dann direkt die Akademie von Shirogakure an, wo der Treffpunkt für die gemeinsame Abreise determiniert wurde. An der Akademie angekommen konnte Izuya bereits den Klassenlehrer ausmachen, sowie einige Schüler und ihre Eltern, doch fehlte von Kodoku noch jede Spur. Allerdings hatte dieser ja auch noch etwas Zeit, also konnte sich Izuya schon einmal um die Koordination mit dem Klassenlehrer kümmern. „Guten Morgen, Sensei“, begrüßte der Akinawa also die Lehrkraft und verneigte sich leicht. Der Lehrer wandte sich dem Genin zu und musterte den stahlharten Körper, ehe er sich ebenso verbeugte. „Ihr müsst Akinawa-san sein!“, sprach dieser und erhob sein Haupt wieder. „Es ist mir eine Ehre! Ich wollte Euch schon seit langer Zeit kennen lernen!“, sprach dieser und wirkte etwas aufgeregt. Izuya blinzelte und legte den Kopf schief. „Huh?“, fragte dieser also nur nach und der Lehrer holte eine Autogrammkarte und einen Stift heraus. „Mein Sohn ist ein großer Basketball Fan. Die Shiro Adler sind seine absoluten Helden, ganz besonders Ihr!“, erklärte der Lehrer schlussendlich und Izuya begriff: Es war der Vater eines heißblütigen Fans! Lächelnd nahm Izuya den Stift, unterschrieb auf der Autogrammkarte und gab den Stift zurück. „Ah, ich verstehe. Dann werde ich den nächsten Korb für Euren Sohn werfen, Sensei!“, versprach Izuya diesem also. „Aber kommen wir zur Mission. Mein Kollege, der gleich kommt, und ich sind eingeteilt um mit Ihrer Klasse den Ausflug durchzuführen“, erläuterte der Akinawa. „Natürlich. Hier ist die Vollzähligkeitsliste sowie einige wichtige Informationen zu den Schülern, ebenso ein Plan mit den Kenntnissen, die erlangt werden sollten…nach Möglichkeit“, entgegnete die Lehrkraft und überreichte dem Taijutsuka alles Notwendige.

Izuya verstaute die Dinge und betrachtete dann die Anwesenheitsliste, ging dabei die Namen durch und nickte dann, ehe er aufblickte um zu schauen, ob Kodoku schon anwesend war. Sobald dieser eingetroffen war, würde er die Vollzähligkeit durchführen, die Marschreihenfolge festlegen und sie in die Wäldereien des Feuerreiches führen, um Ausbildung zu betreiben!

@Abarai Kodoku
 

Abarai Kodoku

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Was war das nur vor einiger Zeit? Gerade seine erste richtige Mission musste er abbrechen und dann lag er Wochen lang auf der Krankenstation von Shirogakure. Viel länger als es ihm wirklich schlecht ging, denn die ganzen Pfleger und Ärzte machten sich große Sorgen um ihn. Dauernd dachten sie, er würde jeden Moment sterben. Ihnen zu erklären und gar zu beweisen, dass er immer so blass aussah und es ihm doch gut gehe, war schon eine kleine Odyssee gewesen. Erst sein Mentor und Arzt, Agasa Watara, aus Kumogakure musste extra herkommen und ihnen meine Gesundheit bescheinigen.
In der ganzen Zeit konnte er weder trainieren noch anderweitig seine Fähigkeiten verbessern und das aller schlimmste war, dass man ihm wirklich einreden wollte, dass es ungesund sei, dauernd nur Süßigkeiten zu essen. Kodoku war es wirklich leid gewesen und er hoffte inständig, nie mehr ein Krankenhaus betreten zu müssen, denn wenn die Ärzte jedesmal so reagierten wenn sie ihn sahen, wird er kaum noch auf Missionen gehen können.
Mission, dies war nun sein Stichwort. Es war eine einfache D-Mission, doch die oberen wollten ihm nach so einem langen Aufenthalt im Krankenhaus, erst einmal etwas seichteres geben. Was wäre da geeigneter gewesen als wieder zurück zur Akademie zu gehen? Jedenfalls klang es für Kodoku so, auch wenn er wohl den Kindern eher etwas beibringen; zeigen soll. Lehrer zu werden war einer seiner Ideen eines Tages, doch im Moment würde es sicher reines Babysitten werden, mit einem Spaziergang im Wald.

Kaum geschlafen und nach einem guten Frühstücks-Kuchen, den er sich gestern Abend noch extra besorgt hatte, machte er sich schlendernd auf dem Weg. Dabei kam ihm wieder das Gerede der Pflegerinnen in den Sinn, er sei wie ein schwaches Blatt im Wind, der zu jederzeit umkippen könnte. Für ihn war es immer ein großer Vorteil gewesen, wenn andere ihn unterschätzten, doch wenn man jemanden Wochen bis Monate lang deswegen nervte, verlor selbst er die Geduld und da er wegen dem langen Aufenthalt noch einiges an Gewicht verloren hatte, sah er nun auch noch kränklicher aus, als früher.
Kopfschüttelnd verwarf er diese Gedanken und blickte in den schönen blauen Himmel. Allein, dass er nun endlich wieder als Shinobi arbeiten konnte, munterte ihn sehr auf. Auch nahm er sich vor, sich von seinem Team von der letzten Mission, die er abbrechen musste, noch zu entschuldigen. Dem Shinobi, mit dem er heute zusammenarbeiten musste, Akinawa Izuya, war ihm selbst nicht bekannt, nur dass er schon länger ein Genin war und auffällig blaue Haare haben soll. Der Treffpunkt war das Tor zur Akademie, welches er selbst noch vor einiger Zeit als Schüler noch rege nutzte. Direkt fiel ihm die blaue Haartracht auf, die wirklich extrem auffiel und sofort konnte er seinen neuen Kameraden einschätzen. Denn mit Genjutsu hatte dieser sicher nichts am Hut und dies enttäuschte Kodoku sehr, denn so konnte er sich kaum erhoffen etwas neues von diesem zu lernen. Entspannt schlendernd, die Hände in seinen Hosentaschen, näherte er sich Akinawa Izuya, der sich gerade noch mit einem Lehrer unterhielt. Den Lehrer selbst kannte Kodoku nur vom sehen, da dieser nie Teil seiner Klasse gewesen war.
"Guten Morgen, ich bin Abarai Kodoku und für heute dein Partner auf dieser Mission." Kodoku sprach sehr ruhig und blickte Izuya mit seinen müden Augen an. Dabei hob er seine rechte Hand kurz zum Gruß, bis dieser wieder in seiner Hosentasche verschwand. Dem Lehrer nickte er nur unmerklich zu. Seine größte Hoffnung war es, dass es wenigstens keine körperliche Anstrengung heute vonnöten wird. Allein der Gedanke irgendwelchen Sport mit den Kindern zu machen erschauderte ihn stark und ließ ihn vielleicht noch bleicher erscheinen als er es jetzt schon tat.

@Akinawa Izuya
 

Akinawa Izuya

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Das Autogramm war erledigt und die notwendigen Utensilien waren ausgetauscht, also stand dem Ausflug eigentlich nichts mehr im Wege. Zwei volle Tage sollte es in die Wäldereien des Feuerreiches gehen, um einige Kniffe aus der Praxis für die Praxis vermittelt zu bekommen. Hierbei galt es allen voran natürlich den Schülerin und Schülerinnen der Akademie zu vermitteln, worauf es als Shinobi – allen voran als Genin – natürlich ankam und sich selbst dabei möglichst so zu verhalten, dass kein schlechter Einfluss daraus entstehen konnte. Izuya fühlte sich sehr geehrt eine solche Mission durchzuführen und zu leiten, weil seine Entwicklung bei der Verwaltung ganz offenbar anerkannt und akzeptiert wurde. Von seinem Mitstreiter kannte der Akinawa bisher nur den Namen, doch konnte er sich unter Abarai Kodoku im Grunde nichts weiter vorstellen, daher musste er sich schlichtweg überraschen lassen. Ein flüchtiger Blick auf die Anwesenheitsliste verriet ihm, dass sie heute sechs Akademieschüler mitnahmen. Das machte Aufsichtstechnisch drei Schüler pro Genin, da sie ja nur zu zweit waren. Ein kurzes Mustern der Ausflugsgruppe konnte ihm sofort einen ersten Eindruck vermitteln, der ziemlich durchwachsen war. Die Teilnehmer konnten unterschiedlicher nicht sein.

Dann tauchte auch schon tatsächlich sein Kamerad auf, der ihn bei dieser Mission begleiten sollte und machte einen äußerst….seltsamen, ersten Eindruck. Er schlenderte umher, hatte die Hände in den Hosentaschen und sah so aus, als wäre er total auf Crystal Meth. Untergewichtig, schlacksig und allen voran tieftrauriger Blick. Entweder war das alles nur eine Masche, damit man ein völlig falsches Bild von ihm bekam und dieser dann steil aus der Kurve kommen konnte oder der Kerl war tatsächlich so ein degenerierter Junkie-Typus. Wie konnte so einer nur Genin werden? Izuya musterte seinen Kameraden argwöhnisch und zweifelte bereits an der Überlebensfähigkeit seines Kameraden. Wie sollte dieser für Akademieschüler sorgen, wenn er offenbar nicht mal für sich selbst ein gesundes Leben führen konnte? Ganz große Klasse. Besonders die starken Augenringe störten ihn irgendwie, doch Izuya verurteilte niemanden vorab, auch wenn der Eindruck durchaus ein Urteil erzeugen konnte. „Guten Morgen, Kodoku-san. Ich bin Akinawa Izuya, Leiter dieser Mission und dein Partner“, entgegnete der Blauschopf also lächelnd und wollte ihm kurz die Hand reichen, aber die zum Gruß gehobene Hand Kodokus verschwand schnell wieder in dessen Hosentasche. Gut, dann nicht. „Ich hoffe du hast alles Nötige gepackt für die zwei Tage?“, hakte Izuya nach und wartete kurz auf eine Antwort zu dieser Frage, ehe er sich dem Abarai etwas näherte, um ihm leiser etwas mitzuteilen. „Ich würde mich freuen, wenn du gegenüber den Schülern und Schülerinnen ein wenig mehr Haltung wahrst und nicht den Eindruck machst, als schläfst du beim Gehen ein. Ansonsten nutze ich den Ausflug um deine Ernährung und deinen Körper auf Vordermann zu bringen“, wies der Akinawa an und wollte ihm damit nur einen kameradschaftlichen Tipp geben. Ihm selbst war es ziemlich egal, aber die Mission gab eben vor, dass man sich vorbildlich verhalten sollte.

Izuya wandte sich nun den Kindern zu und konnte auf einen Blick erkennen, dass alle Sechs anwesend waren. Nichts desto trotz wollte er die Vollzähligkeit vernünftig feststellen, daher nahm er das Klemmbrett hoch und hielt den Stift parat. „Gut meine Lieben. Bei mir sammeln und in Linie zu einem Glied antreten“, sprach der Blauschopf zu den Schülern und Schülerinnen. Diese wussten aufgrund der Akademieregeln natürlich, was sie zu tun hatten und stellten sich in einer Reihe nebeneinander zum Formationsführenden auf. „Kommen wir zur Vollzähligkeit. Asawa Toyonaka?“, rief Izuya auf und eine Hand ging in die Höhe, das Kreuz wurde gesetzt. „Fukuzato Yusuhito?“, und dasselbe Spiel noch einmal. „Yashisawa Nizomi?“, und erneut wiederholte sich das Prozedere. „Sugizuno Kimizu?“, wieder eine Hand. „Yanadera Tsura?“, wieder eine Hand. „Shigome Yumisa?“, wieder eine Hand. „Gut. Dann sind wir alle Vollzählig. Wir werden jetzt Zweier-Reihen bilden, also sucht euch euren Partner aus. Ich werde voran gehen und mein Kollege hier, Kodoku-san, wird das Schlusslicht übernehmen“, erklärte der Leiter der Mission, der mit ziemlich großen Augen angesehen wurde. Sie waren wohl alle fasziniert von seinem 44er Bizeps! „Fragen bis hier hin?“, hakte der Akinawa noch einmal nach, konnte allerdings feststellen, dass niemand eine Frage hatte. Eine wirklich illustre Gruppe. Asawa Toyonaka war ein ignoranter Faulpelz und ein Großmaul, hielt sich für den Größten in der Klasse. Fukuzato Yusuhito hingegen war das genaue Gegenteil und ein übereifriger Held im Mini-Format, stets bedacht darauf allen zur Hilfe zu eilen. Yashisawa Nizomi Beauty-Queen dieser Gruppe, arrogant und überzeugt von ihrer Schönheit, mittelmäßige Noten und keinen Hang zur Natur. Sugizuno Kimizu war die Leseratte der Gruppe, äußerst klug und streberhaft, aber ein liebes Mäuschen. Yanadera Tsura war die Angst in Person. Sie war bereits jetzt schon sehr nervös und ängstlich, wie es wohl bei den zwei Tagen im Wald sein würde? Und zu guter letzt Shigome Yumisa. Sie gehörte dieser seltenen Emo-Gruppierung an, trug ihren Pony förmlich über den Augen, war gänzlich in schwarz gekleidet, hatte grüne Strähnen und strahlte Traurigkeit und Sonderbarkeit aus. Diese Gruppe war sehr dynamisch und ein jeder war besonders. „Irgendwelche Anmerkungen, Kodoku-san?“, fragte Izuya dann noch beim Abarai nach, ansonsten würde die Gruppe dann losmarschieren.

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Ein Alpha.
Der Gedanke kam Kodoku sofort in den Sinn. Die Einschätzung von Akinawa Izuya war sehr schnell gemacht. Denn sein ganzes Auftreten war dem einzigen gewidmet, dessen er Prioritäten setzte. Gut da zu stehen und auszusehen.
Ein leichtes seufzen entglitt Kodoku bei der kurzen Analyse über seinen Partner in den nächsten 2 Tagen und er setzte auf seine ToDo-Liste, endlich mal sich die ganzen Akten der aktuellen aktiven Genin zu beschaffen. Legal versteht sich.
Doch bis dahin musste er sich jetzt mit einer frischen Schülerschaft auseinander setzen und dem "Leiter" der gerne Autogramme verteilte. So konnte Kodoku entweder schweigend hinter ihnen her trotten und seinem Partner einfach alles machen lassen oder er versuchte eine ganz andere Herangehensweise.

Als die Frage nach seinem Gepäck für die nächsten zwei Tage zur Sprache kam und er eigentlich nur mit seinen beiden Ausrüstungsbeutel um die Hüfte da stand, wobei in einem nur seine "Kraftnahrung" verstaut war, nickte er nur bestätigend. Er brauchte nie viel, und dies sollte auch einen Shinobi ausmachen. Allzeit bereit Tage alleine zu überleben, was er in seiner damaligen Zeit in den Slums von Kumogakure jeden Tag durchstehen musste.
Eines bereitete ihn aber mehr Sorgen, diese sportlich motivierte Art seines Partners, denn wenn er nun ihm die freie Hand ließe würde das sicher ein sportliches zwei Tage Bootcamp werden und dies konnte Kodoku niemals zu lassen.

Aus diesem Grund analysierte er mit seinen müden Augen jeden der Teilnehmer, versuchte sie abzuschätzen wie ihr Verhalten sich auswirken wird, sobald es los ginge. Dabei waren Kinder schwerer einzuschätzen als Erwachsene, denn Kinder waren unberechenbarer und sehr instinktgesteuert. Darum gab es nur eine Art sie später vielleicht lenken zu können, ohne körperlich Aktiv zu werden. Bestechung!


Nachdem sein sportlicher Partner die organisatorischen Angelegenheiten an sich gerissen hatte und sich nun ihm mal zugewendet hatte, grinste Kodoku. Nahm sich einen Loli aus einem seiner Beutel und steckte ihn in den Mund.
"Eine Anmerkung nicht so, aber ich würde gerne jeden selbst hier etwas wichtiges mitgeben, bevor es los geht. Denn schließlich soll dieser Ausflug nicht nur lehrreich sein, sondern auch Spaß machen." teilte er hüstelnd Izuya mit. Ohne auf eine Antwort zu warten schritt er, wieder schlurfend, durch die Reihen der Schüler und blieb jedesmal kurz bei ihnen stehen, kniete sich bei einige auch hin um sie auf Augenhöhe zu begegnen. Er stellte sich lächelnd vor und reichte ihnen jeweils kleine runde bunte Kugeln. Es waren einige seiner Bonbons, als kleine Geste und einer kalkulierten Bestechung. Auch wenn es sicher nicht das einzige Mal sein wird, dass er etwas ähnliches tun musste. Denn es ging ihm nicht nur darum ein gleichberechtigtes Verhältnis mit den jungen Schülern aufzubauen, nein auch darin seinem Partner in in die Schranken zu weisen, sollte es sich herausstellen, dass die Aktivitäten zu sehr in den Sport abdriften.

Dann nahm er seine Position als Nachhut ein und reckte seinen Daumen in die Höhe, damit Izuya weiß das er soweit war. "Es kann losgehen Partner, ich achte schon darauf das jeder gut mithalten kann!" Dann steckte er seine Hände wieder in die Hosentaschen, als sei ihm alles egal. Bei einem bin ich mir sicher, so wie ich mich gerade gebe, wird ihn das sehr nerven, doch so kann ich auch gut durch seine Reaktionen ermitteln was genau er für ein Shinobi ist oder sein möchte.

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Im Regelfall legte Izuya nicht so viel wie wert, besonders gut dazustehen und dabei auch noch gut auszusehen. Früher in seiner anfänglichen Jugend war das an der Akademie natürlich noch ein großes Thema, aber mittlerweile könnte es ihm fast nicht egaler sein. Allerdings schrieb die Mission eben eindeutig vor, dass man sich vorbildlich und akkurat verhalten sollte, also war es letztlich dem Pflichtbewusstsein des jungen Mannes geschuldet, dass er sich hier entsprechend benahm. Das diese Einstellung und Ausstrahlung auf den Abarai so wirkte, als wäre er hier der Alpha war daher ein wenig daneben kalkuliert, aber wenn er damit glücklich war, bitte. Doch sollte Kodoku versuchen die Schiene zu fahren, dass Izuya alles machte und er einfach nur mit trottete, dann hatte er sich aber ganz deutlich geirrt. Der Akinawa war schon darauf aus, dass auch Kodoku den einen oder anderen Tipp aus der Praxis für die Praxis weitergab, auch wenn er im Grunde ein frischer Ex-Schüler der Akademie war und daher ebenso wenig praktische Erfahrung besaß wie die Kinder. Salopp gesagt: Der erfahrene Izuya ging hier mit Kindern in den Wald!

Izuya legte etwas den Kopf zur Seite und zog dabei eine Augenbraue hoch. Sein Kamerad hier schien nicht sonderlich kommunikativ zu sein, außerdem musste Izuya wohl darauf aufpassen, dass er nicht jeden Augenblick zusammen brach. Da hatte er ja wirklich einen Glücksgriff gelandet bei dieser Mission, denn offenbar hatte dieser einfach einen völlig falschen Eindruck von ihm gewonnen. Im Grunde war es dem erfahrenen Genin auch egal, denn nach dieser Mission gingen sie eben wieder ihre Wege und dann konnte Kodoku so lang mit anderen Genjutsu Nutzerin in einem Keller abchillen, wie es ihm beliebte. Schlief er eigentlich in einem Keller? Sehr gute Frage! Nichts desto trotz war der Blauschopf gewillt und interessiert daran, den jungen Abarai besser kennen zu lernen und seinen ersten Eindruck von ihm aufarbeiten zu lassen. Vielleicht steckte in ihm ja ein sympathischer und aufgeweckter Kerl, mit dem man sich anfreunden konnte und diese Chance wollte er ihm natürlich einräumen.

Und so wurde kurzerhand die Vollzähligkeit festgestellt und grob erklärt, was nun Phase war und wie der Marsch in den Wald auszusehen hatte. Der Vollständigkeit halber hatte der Blauschopf seinem Kameraden die Möglichkeit eingeräumt, ebenfalls noch etwas zum Besten zu geben und das tat er dann auch. Er hatte zwar keine Tipps und auch keine weiteren Anordnungen zu geben, allerdings versorgte er die Kinder hier allesamt mit Süßigkeiten. Ein Schmunzeln lag auf den Lippen des Taijutsuka, der verschiedene Theorien zu den Süßigkeiten hatte. Entweder hatte sich Kodoku gerade die Gunst der Kinder erkauft oder er war einfach nur eine großzügige, zuckersüchtige Person. Beides war ihm, denn auch wenn er hier der Leiter der Mission war, so riss er die Zügel da ganz bestimmt nicht absolut an sich. Hier ging es nicht nur darum Akademieschülern zu zeigen, wie man ein Feuer machte oder so etwas, sondern auch darum dem frischen Genin aufzuzeigen, wie Missionen von Statten gingen. Als dann auch schon der Daumen des Abarai in der Luft und das Signal zum Losmarschieren gegeben waren, erwiderte Izuya diese Geste und wandte sich an die Marschformation. „Dann marschieren wir nun in den Wald. Auf geht’s!“, lächelte er und ging dann voran, während die Kinder sich in Zweierreihen mit ihren ausgesuchten Partnern einreihten und Kodoku das Schlusslicht bildete. Der Ausflug konnte beginnen!

tbc: folgt

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Haemasu Ai

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Job: Hurra, hurra, die Schule brennt!

Ein wenig müde, rieb sich Ai den Schlaf aus ihren Augen, als sie langsam in Richtung Akademie trottete. Es fühlte sich echt so an, als wäre sie wieder Schülerin dort, dabei hatte sie bereits vor einiger Zeit ihren Abschluss gemacht und war als Kunoichi und eventuell als Mensch gewachsen. Auf jeden Fall nicht körperlich, aber das würde noch kommen, da war sich Ai sicher. Auf jeden Fall ging sie dennoch zur Akademie, so als wäre dies das normalste der Welt. Warum? Ganz einfach, sie hatte heute einen Job vor sich, sie und Takeo, mit dem sie im Reich des Flusses war, sollten die Brandschutzübung der Akademie überwachen. Warum das so eine große Sache war konnte sich Ai zwar nicht erklären, aber ein Job war ein Job und heute hatte es sogar ihre Mutter nicht für notwendig befunden einen fiesen Spruch zu bringen, dass ihre Arbeit nichts wert wäre, was die Laune der Haemasu auf ein Hoch katapultiert hatte. … Ganz schön geringe Standards, aber so war es nun einmal im Hause der Familie um Ai. Was sie genau mit Takeo bei dieser Brandschutzübung machen sollten, war Ai jedoch nicht ganz klar, immerhin war sie nicht Teil der Feuerwehr oder so. ihr Talent lag eher darin Dinge herunter zu brennen, aber sie bezweifelte stark, dass sie die Schule für eine einfache Übung anzünden sollte. Das wäre deutlich zu viel des Guten. Also ging es bestimmt vor allem um Aufpassen, dass die Kinder nicht durcheinanderliefen und verhindern, dass etwas passierte. Langweiliges Zeugs also.

Langsam betrat Ai den Schulhof der Akademie und setzte ihren Weg zu einem der großen Bäume fort, der noch seinen Schatten auf den Hof warf. Die Sonne schien gerade unerbittlich und hatte jegliche Wolke vertrieben. Das Thermometer daheim hatte schon so früh am Morgen über 24 Grad Celsius angezeigt und es sah nicht so aus, als würde es über den Tag hinein abkühlen, eher im Gegenteil. Nicht mal ein kühlender Wind ging, um die Hitze etwas erträglicher zu machen. Um wenigstens etwas von den Temperaturen aushalten zu können hatte sich die Kunoichi relativ knapp angezogen. Ihre luftige, weiße Bluse hatte schmale vertikale Streifen in der Farbe ihrer Haare und ist von der jungen Frau oberhalb ihres Bauchnabels mit einem Knoten zusammen gebunden worden, was die Narbe am bauch der jungen Frau sichtbar werden ließ. Diese hatte sie sich auf ihrer Mission im Reich des heißen Wassers zugezogen, als diese derangierte. Blöde Kuh es für notwendig gehalten hatte ihr ein Messer in die Brust zu rammen. Wenigstens war die Wunde halbwegs gut verheilt, sodass sie Ai nicht mehr einschränkte. Die Hose der jungen Frau war in einem hellen Beigeton und aus einem sehr dünnen Stoff gemacht, sodass es sich fast so anfühlte, als habe sie gar nichts an, was bei diesen Temperaturen wirklich hilfreich war. Anstelle eines Gürtels hatte sie ihr Hitaiate, welches wie immer auf seinem weißen Band befestigt war, verwendet.

Kein Schüler war zu sehen, war es doch gerade schon längst zeit für die zweite Unterrichtseinheit des Tages. Bevor es das nächste Mal klingelte, sollten sich die beiden im Büro des Akademieleiters einfinden, um den Ablauf des heutigen Tages zu besprechen. Bestimmt sah es besser aus, wenn die beiden gemeinsam rein gingen, weswegen Ai dazu optiert hatte draußen im Schatten eines Baumes zu warten. Um sich wenigstens etwas zu entlasten lehnte sich die junge Frau gegen die Rinde der Eiche und spielte gleichzeitig mit dem Ende ihres langen, geflochtenen Zopfes herum. Takeo würde bestimmt bald kommen, oder?

@Dokuiki Takeo
 

Dokuiki Takeo

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Das Wetter macht mich fertig… Takeo, der eh schon schlecht mit hohen Temperaturen klarkam, hatte sich heute noch ein ganz besonderes Handicap auferlegt. Normalerweise war er mit einem luftigen Shirt immer für warmes Wetter gewappnet, aber heute hatte er sich dazu entschieden, noch eine weitere Schicht Kleidung anzulegen: Seine Chuunin-Weste. Seitdem sie in Takeos Besitz gelangt war, hatte sie ein eher trauriges Dasein in seinem Schrank fristen müssen. Takeo lag wenig daran seinen neuen Rang täglich nach außen zu tragen, aber heute gab es einen besonderen Anlass für den er es als wichtig erachtete in Uniform aufzutreten. Es ging zurück an die Akademie! Heute fand dort eine Brandschutzübung statt und die Akademieleitung hatte eine paar Shinobi zur Unterstützung angefordert. Takeo hatte sich sehr gefreut als er dem Job zugeteilt wurde, denn immerhin hieß ein Job an der Akademie, dass man seinen Beitrag dazu leisten konnte, die neue Generation Shinobi auszubilden. Er wollte auf jeden Fall ein gutes Vorbild sein und deshalb hatte er sich heute extra herausgeputzt. Neben der Weste trug er auch sein frisch poliertes Stirnband und hatte er sogar einen Versuch gestartet seine Haarmähne zu bändigen. Er bildete sich ein dabei Erfolg gehabt zu haben, aber man musste ihn schon sehr gut kennen, um einen Unterschied zu erkennen.

Als da Schulgebäude in Sicht kam wischte Takeo sich noch einmal den Schweiß aus dem Gesicht. Es waren zwar keine Schüler zu sehen, da der Unterricht gerade lief, aber er hatte auch keine Lust sich einen Spruch von seiner Kollegin für den heutigen Tag zu fangen. Er arbeitete nicht zum ersten Mal mit der jungen Haemasu zusammen und hatte das Gefühl, dass sie nicht wirklich ein Blatt vor den Mund nahm. Außerdem war sie sehr praktisch veranlagt, sodass Takeo sich gut vorstellen konnte, dass das Tragen einer dicken Weste angesichts der Wetterlage auf Spott stoßen könnte. Die Zusammenarbeit mit der Kunoichi war bisher eigentlich sehr angenehm gewesen, aber er konnte sich nicht dagegen wehren, dass seine Gedanken kurz um eine unangenehme Frage kreisten. Ist Ai wohl die Richtige, um ein Vorbild für die Schüler zu sein? Schnell schüttelte er den Gedanken wieder ab. So ein Nonsens. Sie war vielleicht manchmal etwas forsch, aber ihr würde sicherlich auch bewusst sein, dass sie heute eine Vorbildfunktion erfüllen mussten.

„Morgen Ai!“, rief Takeo als er den Schulhof betrat und seine Kollegin im Schatten eines Baumes entdeckte. Ihre Kleidung war deutlich besser an das heutige Wetter angepasst und sein Blick viel sofort auf die Narbe, die an ihrem Bauch zu erkennen war. Sieht schmerzhaft aus. Takeo war auf Missionen bisher von größeren Verletzungen verschont geblieben. Ai musste sich diese Wunde kürzlich zugezogen haben, denn die Narbe sah noch relativ frisch aus. So viel konnte Takeo sagen. „Wie ist es dir ergangen? Freut mich dich mal wiederzusehen.“ Er wollte nicht direkt fragen, aber ehrlich gesagt war er schon etwas neugierig was Ai widerfahren war.

tbc: Das Akademiegebäude

@Haemasu Ai
 
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Haemasu Ai

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Es dauerte gar nicht lange, als eine vertraute Stimme zu Ai ausrief und sicher näherte. Takeo war eingetroffen und hatte gleich zu Beginn ihres Treffens eine Überraschung in petto. Statt normaler Kleidung hatte der Shinobi eine typische Chuuninweste angezogen, was bedeutete, dass er im Rang aufgestiegen war, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten. War er echt so kompetent? Auf unserer Mission hat er ja nicht mal gekämpft, deswegen weiß ich gar nicht, wie es da um seine Fähigkeiten bestellt ist. Die Haemasu ließ den jungen Chuunin näher kommen, bevor sie sich auf ihn zu bewegte und einmal hörbar, aber nicht sonderlich laut pfiff. Oho, da ist wohl jemand befördert worden. Bestimmt um Mai zu beeindrucken. Man muss ja seiner Freundin beweisen, was für ein toller Hecht man ist. Grinsend ging die Haemasu auf den jungen Mann zu und knuffte ihn einmal in die Seite. Scherz beiseite, Glückwunsch. Solltest mir mal beizeiten ein paar deiner tollen Chuunintricks zeigen. Aber wollen wir dann erstmal reingehen? Eigentlich hätte doch der ranghöhere Shinobi hier das Sagen, aber irgendwie kam es Ai nicht wirklich so vor, als wäre Takeo wirklich höher angesiedelt, als sie. Wahrscheinlich, weil sie sich schon als Genin kennengelernt hatten. Sicher, er hatte mehr Erfahrung, als die Haemasu, aber das bedeutete ja nichts, es gab jene, die nie aufstiegen und jene, die geradezu durch die Ränge rasten, Talent, Einsatz und Glück, das waren eher Faktoren. Mit hinter dem Kopf verschränkten Armen marschierte die junge Kunoichi auf den Haupteingang zu und ging einfach eiskalt davon aus, dass Takao ihr folgen würde.

Das Innere der Akademie hatte noch immer denselben Charme, wie eh und je und das bedeutete nicht unbedingt etwas Gutes. Schulen hatten viel zu oft diese Aura der Tristesse über sich hängen und auch wenn Ai nicht an so esoterischen Schnickschnack glaubte, sie spürte schon etwas. Selbst zu ihrer Zeit hier war es immer eine komische Atmosphäre gewesen. Aber vielleicht war es auch einfach das normale Gefühl einer Schule und Ai war dafür nicht sonderlich empfänglich. Sie war keine überragende Schülerin gewesen, gut, ja, aber nicht überragend und definitiv nicht der Liebling der Lehrer. Um ehrlich zu sein, wäre nicht diese Rivalität mit ihrer Mutter gewesen, Ai wäre eine deutlich schlechtere Schülerin gewesen und hätte das Büro des Direktors häufiger mal von innen gesehen. Zum Glück also wollte Ai ihrer Mutter beweisen, dass sie das hier durchziehen konnte.
Ohne große Eile durchwanderte Ai die Gänge der Akademie auf dem Weg zum Büro des Akademieleiters. Auch wenn sie nicht auf Takeo gewartet hatte, sie würde vor der Tür auf den Chuunin warten, weil es sich definitiv nicht geziemte, wenn sie einfach ohne den ranghöheren eintraf, gerade, wo sie sich schon draußen vor der Schule getroffen hatten. Aus diesem Grund lehnte sie sich neben der Tür gegen die Wand und stützte sich mit einem Fuß an selbiger etwas ab. Ein wenig wirkte Ai wie die Karikatur einer Schülerin, die gleich den Einlauf ihres Lebens vom Schulleiter bekommen würde. Fehlte nur noch ein Kaugummi, dass sie unbeeindruckt kaute und immer wieder zu einer Blase aufließ. Ich sollte mir nachher Kaugummis kaufen. Natürlich musste sie das tun.
 

Tatsumaki Hei

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Jôsei-Nordtor: Das Prunkportal »

Shino grinste wie ein Honigkuchenpferd. Hei konnte es ihr überhaupt nicht verübeln. Von Mari solche Komplimente zu bekommen (auch wenn sie wahrscheinlich darauf bestehen würde, dass es einfach nur der Wahrheit entsprach), war etwas eher ungewöhnliches. Fast ein wenig verträumt schaute er kurz in den Morgenhimmel und erinnerte sich daran, wie gerne er selbst früher ab und zu mal ein Kompliment von der Hyuuga hatte haben wollen. Ehrlich gesagt... so richtig erinnern konnte er sich an keines, aber das konnte auch einfach daran liegen, dass es mittlerweile offensichtlich ein wenig anders war. Die Mari, die damals die Cowboys beinahe auseinandergenommen hatte, war nun einmal noch eine ein wenig andere Person gewesen. Stolzer. Unausgeglichener. Dickköpfiger. Zwar war Mari immer noch eine stolze Kunoichi, aber was sie mit dem erwachsenwerden ein wenig verloren hatte war die fast ein wenig jähzornige Ader und die leicht unlogischen Handlungsmuster in diesem Zusammenhang. Hei war glücklich darum. Ihm genügte es, einmal beinahe von ihr ertränkt worden zu sein. ​

Zurück zu Shino, Umiko und Mari. Hei, der ein wenig abwesend gewesen war, kam wieder zurück ins Gespräch, als Umiko ihm einen Blick zuwarf und er das Grinsen von Shino wieder wahrnam. "Tatsumaki-kun, würdest du ein ähnliches Urteil fällen?" Hei fragte sich wirklich, wieso das so relevant war. Er hatte seinen Missionsbericht ausführlich und detailliert gehalten, sogar mehr als er es sonst getan hatte. Und soweit er wusste, waren viele der Informationen tatsächlich auch mit Takigakure geteilt worden - immerhin betraf es die Grenzregion unmittelbar. "Ja", antwortete der junge Mann mit den blauen Augen, und er schmunzelte ein wenig in Richtung der jungen Frau, um die es ging. "Nicht zuletzt war sie moralisch unersetzlich. Ich bin froh, dass ich um ihre Hilfe gebeten habe - auch wenn die Gefahren sich als größer herausgestellt haben als gedacht." Shino hatte den drei Ninja schließlich nach ihrere tagelangen Suche, bei der sie nicht wirklich etwas gefunden hatten, wieder Mut zugesprochen. Das musste man auch erst einmal hinkriegen. "Ich glaube, Shino hat deutlich mehr Potential als Fischgerichte zu servieren", ergänzte er und konnte ein feines Grinsen nicht unterdrücken. Zwar war Umikos Anwesenheit noch immer Ursache für eine gewisse Anspannung, aber Hei spürte von ihr keinen Vorwurf ausgehen. Das erleichterte ihn ungemein und ließ ihn fast ein wenig locker werden.​

"Zu dem Schluss bin ich auch gekommen", antwortete Umiko nachdenklich, was Shino zu einem noch breiteren Grinsen veranlasste - stolz und zufrieden. "Die Geschehnisse, die sich zugetragen haben als ihr das erste Mal in Takigakure 'zu Gast' gewesen seid..." Sie sah Hei und Mari kurz streng an. "... zumindest gehe ich davon aus, dass es das erste Mal gewesen war..." Dann fuhr sie fort: "Und jetzt die Sache in Ireshimura haben Takigakure ein wenig aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Und in dem Zentrum davon... Shino und ihr beide." Sie wirkte fast ein wenig amüsiert. "Ich habe mich entschieden, weitaus mehr Kontakt zu Shirogakure zu halten als es meine Vorgänger für gut befunden hätten. Dein Missionsbericht, Tatsumaki-kun, bestärkte mich darin. Dieser Genjutsu-Ninja, den du darin erwähntest, ist für uns von großer Sorge. Er konnte nicht aufgefunden werden, auch nicht in den Räumungsarbeiten in Ireshimura. Er war wie vom Erdboden verschluckt." Oh ja, Hei erinnerte sich. Von der Vision, die dieser Mann dem Doppelgänger von Mari gezeigt hatte, hatte er nur aus ihren Erzählungen erfahren. Und es war auch bei einer Erzählung geblieben - trotz Maris mentaler Stärke war das wohl schon eine harte Belastung gewesen. "Es ist tatsächlich keine gute Nachricht, dass er entkommen konnte", murmelte der Tatsumaki und warf einen Blick zu Mari. "Dein Doppelgänger hat ihm ganz schön zugesetzt, bevor er verschwunden ist. Es hätten also Blutspuren vor Ort sein müssen." Umiko verzog die Lippen. "Es konnten zwar der Eingang wieder freigelegt werden, aber keiner der Anwesenden wusste, welches der ganzen Blutspuren relevant waren. Außerdem mussten wir durch Unmengen Sand durch." Hei räusperte sich und wirkte nachdenklich. Das stimmte wohl. Es war viel Blut vergossen worden. Aber es war schon so sehr interessant, was Umiko alles sagte. Wahr war, dass auch Shirogakure an diesem Söldner großes Interesse gezeigt hatte. Die erweiterte Zusammenarbeit von Shiro und Taki war dann wohl ein netter Nebeneffekt. ​

Langsam stieg das Quartett aus Mari, Shino, Umiko und Hei nach Shirogakure auf, wurde selbstverständlich durchgelassen. Mari erkannte man, Hei zwar weniger, aber auch - und die Gäste waren angekündigt. Kein Problem hier also. "Ist dir... oder deinem Doppelgänger noch irgendwas an dem Mann aufgefallen, was ich nicht in die Missionsbeschreibung geschrieben habe?", fragte Hei seine Freundin nachdenklich und überlegte, was überhaupt erwähnt worden war. Seine Erinnerungen waren schleierhaft. Er glaubte, einfach nur diesen Mann und seine Fähigkeiten erwähnt zu haben. Aber irgendwie entfloh ihm der Gedanke an seinen tatsächlichen Bericht, je mehr er darüber nachdachte. Während sie auf die Akademie zuschritten, nach und nach, wurde Shino hibbeliger und unruhiger. "Oh man, Hei-san, Mari-san, ich war noch nie so weit weg von zuhause... und dann an so einem spannenden Ort, ne?" Sie streunte um die Gruppe herum wie eine Katze und inspizierte alles genau. "Hier seid ihr auf die Akademie gegangen? Seid ihr zusammen dorthin gegangen? Habt ihr noch Freunde von damals, ne?" Sie schien viele Fragen zu haben. "Wie sind die Lehrer so? Bekommt man in der Mensa auch Fisch?"
 
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