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Straßen der Slums

Meteki Pakura

Chuunin
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Ob es übertrieben war, Bissspuren an dem durchtrennten Kabel des Generators anzubringen? Selbstredend. Aber man muss das auch mal aus Pakuras Sicht betrachten. Sie hat jahrelang trainiert, feindliche Einrichtungen unbemerkt zu infiltrieren und dabei keine Spuren zu hinterlassen, die jemand zurückverfolgen könnte. Das war in dieser Situation nicht nötig. Die Handgriffe gingen trotzdem so vonstatten, wie sie geübt wurden. „Sicher, ich bin schon fertig.“ Erwiderte sie auf Sakis eingängige Frage und sagte nach ihrer Ergänzung zur Lage: „Verständlich… ist ja auch kein Baumarkt hier. Da vorne habe ich ein paar Wellbleche gesehen. Damit könnten wir anfangen.“ Die besagten Teile waren zwar aufgrund der vermutlich unsanften Landung ein wenig verbeult und verbogen, nach den Maßstäben der Einheimischen jedoch sicher noch ganz gut nutzbar. Schließlich war das Blech ja auch noch recht gut bearbeitbar, was die Entfernung leichterer Schäden anging. Beim Versuch, die Teile einigermaßen stabil zu stapeln schreckte die Fünfzehnjährige plötzlich hoch und nahm einen Schritt Abstand. Die Bleche verbargen zuvor ein anderes metallenes Teil, welches zum großen Teil mit etwas Rotem bedeckt war. Im ersten Moment hatte das Mädchen den Verdacht, es handle sich um Blut. Jedoch konnte das im eher dämmrigen Licht und vor allem durch die lange Zeit, die das Teil nun schon hier liegen musste, nicht so einfach bestimmt werden. „Ganz ruhig, Paki-chan. Das ist nur Rost…“ versuchte sie ihre Nerven zu beruhigen und machte sich wieder an die Arbeit, bevor hinter ihr die Stimme der Sumiya erklang. „Bestimmt, aber müssten wir dann nicht für jedes der Kinder etwas finden? Ansonsten streiten die sich noch darum und das will schließlich keiner.“ Möglicherweise lernten Kinder in solch armen Verhältnissen auch einfach, das wenige Spielzeug zu teilen.

Gut eine halbe Stunde später waren zwei Stapel entstanden, einer aus Metallteilen, der andere aus Brettern alter Verkleidungen, Möbeln oder Paletten. So genau war das nicht mehr erkennbar und es kümmerte sicher auch niemanden. Beide waren nun mit Seilen fest zusammengebunden und sollten bereit zum Transport sein. Das verrostete Metallteil hatte Pakura nicht mit auf den Stapel gelegt. Selbst wenn es sich nicht um Blut handelte, wie sie definitiv hoffte, war es aus ihrer Sicht nicht mehr zu gebrauchen. So wählerisch musste man nun doch sein. „Ich schätze, die beiden Stapel wiegen etwa 30-40 Kilo, wenn nicht mehr.“ Leitete das Mädchen ein. „Da kann ich so ohne weiteres nicht viel ausrichten, geschweige denn meine Bunshin. Denkst Du, dein Jutsu kann das übernehmen? Ansonsten müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.“ Ein Geräusch durchdrang die Stille auf dem Schrottplatz und ließ die Fünfzehnjährige aufhorchen. Es klang, als wären zwei stumpfe Gegenstände gegeneinander gestoßen worden und dann zu Boden gestürzt. Es konnte aber nichts von oben geworfen worden sein. Das wäre viel lauter gewesen und es war kein Splittern oder Brechen zu hören. Schließlich meinte sie, Stimmen zu hören, aber Worte waren nicht zu verstehen. „Sumiya-senpai, ich glaube, da kommt wer.“ Hatte jemand den ausgeschalteten Generator bemerkt? „Ich schau mir das an und wenn die hierherkommen, lenke ich sie ab. Darin bin ich gerade eine bessere Hilfe.“
 

Sumiya Saki

Chuunin
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Es war ja ganz nett, dass Pakura daran dachte allen Kindern etwas mit zu bringen, aber so viel Glück würden sie nicht haben und oft war selbst ein Spielzeug für eine Familie alleine ein Luxus, für drei Familien eine Puppe zu haben schien, wenigstens im Rahmen der Slums, angemessen zu sein. Nur zu gerne hätte die Sumiya mehr gemacht, aber sie waren hier auf einer Müllhalde, die Wahrscheinlichkeit gleich mehrere Puppen in annähernd guter Kondition zu finden war jetzt nicht sonderlich hoch. Vielleicht sollte Saki ein oder zwei Jobs mehr annehmen, es gab zwar nicht so viel Geld, wie für eine Mission, bei der man die Stadt verließ, aber von diesen zusätzlichen Einkünften könnte die Sumiya kleine Spielzeuge kaufen oder besser noch selbst aus Stoff nähen. Die könnte man ja in der Praxis an die kleinen Patienten verteilen, damit sie sich nicht so fürchten. Die jüngeren Patienten verstehen zu lassen, dass sie und die Kräuteroma ihnen nichts zu Leide tun wollten, war wichtig, denn viele hatten gar kein Konzept von einer medizinischen Versorgung, so ärmlich wuchsen sie auf. Doch fürs erste verwarf die Sumiya den Gedanken, gerade konnte sie die Realität nicht ändern. Daher half Sie Pakura dabei Möbelreste und Materialien zusammen zu tragen.
Die Haufen, die die beiden Genin gebildet hatten, sahen besser aus als gedacht, ein ganzes Haus könnten sie zwar nicht daraus zimmern, aber mit dem Material, das sie hatten, konnten man sicherlich die Schäden flicken, die noch nicht behoben werden konnten. Nur ein Problem ergab sich gerade, Pakura und Saki waren beide nicht unbedingt die stärksten, wenn Saki gegen einen Stein Schlug zerbrach nur eines und das waren diverse Finger und Mittelhandknochen und bei Pakura dürfte das ähnlich aussehen, nachdem, was sie bisher von dem Mädchen mitbekommen hatte. Wie also die Sachen transportieren? Wie Pakura richtig anmerkte wären Bunshin nicht sonderlich hilfreich, denn während, egal aus welchem Element oder Material, perfekte optische Kopien geschaffen wurden, waren diese nur ein Bruchteil so stark, wie das Original. Doch wo nichts war, konnte auch nicht groß Stärke reduziert werden. Ein anderer Plan musste her, gut dass Pakura Sakis Zeichnungen ansprach, denn eines hatten diese, was die Bunshin nicht hatten, Stärke. Sie waren recht empfindlich gegenüber Treffern, aber ein gezeichneter Gorilla konnte schon Gewichte stemmen, nur käme der über den Zauber? Eher nicht, jedenfalls nicht bepackt. Warum nicht gleich fliegen? Immerhin konnte Saki Falken zeichnen, die stark genug waren sie zu tragen, und auch wenn die Stapel unhandlich waren, so viel war es ja nun auch nicht, zwei Vögel würden sicherlich reichen, um jeweils einen der Materialpacken zu schleppen. Gerade wollte sich Saki daran machen die Tiere zu zeichnen, da merkte Pakura an, dass wohl jemand hier auf dem Schrottplatz herumlaufen würde. Die andere Kunoichi wollte Ablenkungsmanöver spielen, damit die Künstlerin sich um den Transport kümmern konnte. Mutig, aber Pakura sollte sich nicht unnötig in Gefahr begeben, eine Konfrontation war das letzte, was sie jetzt gebrauchen konnten. Wenn du wen findest und ablenken willst, kannst du sie dort zu dem Platz zwischen den vier etwa gleich großen Schrotthaufen locken? Tritt bloß nicht selbst auf den Platz, ich habe eine Idee. Und sobal die Falle zuschnappt hauen wir ab, okay? Dies war eine Situation in der es sich auszahlen konnte, dass Saki die Zeit investiert hatte Siegelkünste zu erlernen, eine im Besonderen, das Jutsu des Klebesiegels. Während Pakura die Störenfriede – eigentlich waren die beiden Genin ja die Störenfriede in dieser Situation – anlockte, bereitete die Sumiya die Falle mit den vier notwendigen Siegeln vor. Jemand der hinein trat würde am Boden festkleben, als hätte die Künstlerin Superkleber verteilt, ideal um einen Abflug zu machen, ohne eine Konfrontation zu erzwingen.
Als Saki die Siegel angebracht hatte, die Technik war zum Glück nicht so komplex, begann sie schon damit die Vögel für den Transport zu zeichnen. Hoffentlich ging alles glatt. Erst wenn Pakura erschien würde Saki die Tiere abheben lassen, also hieß es nun warten auf die andere junge Frau.
 

Meteki Pakura

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Mit einem Nicken in Richtung ihrer inoffiziellen Teamleiterin bestätigte Pakura, dass sie Sakis Worte verstanden hatte und erwägen würde. Was sie wohl vorhat? Egal, ich habe jedenfalls schon eine Idee, wie ich dieses kleine Problemchen angehen werde. dachte sie sich und freute sich insgeheim einen Ast, dass endlich die Gelegenheit war, ihre kleine selbst ausgedachte Horror-Show aufzuführen. Hierfür formte die Meteki erstmal eine kurze Reihe Fingerzeichen und bettete ihre Fußsohlen in eine dünne Hülle aus Chakra, um sich schneller bewegen zu können, ohne gehört werden zu können. (Shizukaho) Erstmal wollte sie sich vergewissern, um wie viele Wachen es sich handelte, damit nicht plötzlich jemand auftauchte oder ihr unwissend aus dem Weg ging. Also folgte die Fünfzehnjährige den sich nähernden Stimmen. Wissend, dass sich die Ziele auf der anderen Seite des Schrotthaufens zu ihrer linken befinden mussten, schlich sie sich an diesem vorbei und lugte über ein zerbrochenes Stück Holz hervor, welches dem Anschein nach mal der Rücken eines äußerst massiven Kleiderschranks gewesen sein muss. Der Schwarzhaarigen bot sich ein belustigender Anblick. Die beiden Männer konnten unterschiedlicher nicht sein. Der Eine klein und dünn, der andere doppelt so groß in Höhe und dreimal im Umfang. Beide schienen nicht sonderlich helle zu sein, aber an ihren Körperhaltungen konnte das Mädchen erkennen, dass die Kerle definitiv ängstlicher Natur waren. Das wird ja noch einfacher, als ich dachte.Weitere Fingerzeichen formend erschuf sie eine non-substanzielle Kopie ihrer selbst (Kasumi Juusha no Jutsu) und änderte dessen optische Erscheinung nach dem Formen weiterer Fingerzeichen zu einem unheimlichen Etwas. Eine Kreatur von humanoider Statur und mit leichenblasser Haut, gehüllt in einen zerfetzten schwarzen Umhang. (Kokohi no Jutsu) Die Braunäugige konnte man in dieser Gestalt sicher nicht mehr wiedererkennen. Schließlich ließ sie das Ding mit einer unauffälligen Geste so zwischen den Müllbergen herumlaufen, dass die Fremden diese stets nur im Augenwinkel wahrnehmen, aber nie wirklich erblicken konnten. Das dürfte die Feiglinge eine gewisse Zeit beschäftigen. Nun also zur FalleNun bewegte sich die Kunoichi außerhalb des Blickfeldes der Zielpersonen zu dem Ort, wo sie diese laut der Blauhaarigen hin lotsen sollte. Dort angekommen platzierte sich die Kirinin außerhalb der vier Berge und formte noch mehr Fingerzeichen, um zuerst einige der umliegenden Gegenstände in Leichenteile zu verwandeln sowie dann weitere Klone zu erschaffen und diese wie den Ersten zu präparieren. Zum ersten Mal während diesem Einsatz spürte die Ninjutsuka, wie das Chakra ihren Körper verließ, jedoch noch immer in einer Menge, die ihr nichts ausmachte. Abschließend nur noch wenige Fingerzeichen formend löste die Genin ihr erstes Kasumi Juusha auf und ließ einen kleinen leuchtenden Feuerball vor sich in der Luft erscheinen (Dansu hatsuku), welcher auf ein unsichtbares Zeichen hin in Richtung der Wachen hinfort zu schweben und diese herbei zu locken. Schlussendlich versteckte sich die Jugendliche noch hinter einer der Anhäufungen diverser ausgemusterter Gegenstände und wartete auf die Schreie der Ahnungslosen Männer, um dann mit einem schadenfrohen Lächeln auf den schmalen Lippen zu der Sumiya zurückzukehren und alle Jutsu auf einmal aufzulösen.
 
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Sumiya Saki

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Wie genau Pakura gedachte die Fremden in die Falle der Sumiya zu locken wusste Saki nicht, aber sie war sich sicher, dass Pakura schon einen Weg finden würde. Aus diesem Grund konnte sie sich vollends auf ihre Aufgabe konzentrieren. Die Falken in Übergröße zu zeichnen, war kein sonderlich großes Problem, Saki hatte dies schon mehrfach getan und war daher halbwegs in Übung. Die Vögel waren halt recht praktisch, während kleinere Tiere eher Spionagewerkzeuge waren, waren diese Vögel eindeutig als Transportmittel zu gebrauchen. Sicher, normalerweise trugen die Vögel eine, maximal zwei kleinere Personen, aber das Gewicht von zwei Menschen überstieg das ihrer zwei Materialhaufen schon um einiges, daher war Saki bester Dinge, dass die Anwendung ihrer Zeichnungen als Lastenträger funktionieren würde. Vier Vögel waren Minimum, aber wenn sie schon dabei war, konnte sie sich und Pakura auch gleich mit einem Transportmittel ausstatten, dann mussten sie nicht mal zurück zur Baustelle laufen. Aber sechs große Vögel waren nicht eben mal aus dem Ärmel geschüttelt, Saki musste drauf achten, ob sie noch ausreichend Chakra für diese Aktion hatte. Eigentlich musste es reichen, bisher hatte sie ja nur die Siegel für die Falle angebracht und hatte sonst nicht wirklich Chakra verwendet. Wenn man von Chakraverwendung sprach musste Pakura auf jeden Fall erwähnt werden. Saki bekam nicht mit, was die Meteki so trieb, aber genau das verriet ihr eigentlich, was Pakura gerade machte. Ninjutsu oder so wäre wahrnehmbar und meist mit Geräuschen verbunden. Von daher musste Saki auf Genjutsus schließen, die verwendet werden. Reichlich unspektakulär für die Sumiya, da diese so weit vom Geschehen weg war, dass sie nichts hätte wahrnehmen können, selbst wenn sie wollte. Reichweiten von Techniken waren begrenzt und viele wirkten nur auf das gewünschte Ziel, das Saki in diesem Falle nicht war. An sich eine faszinierende und subtile Art zu kämpfen, niemand außer den Betroffenen sollte mitbekommen, das etwas passierte, ideal für Ninjas eigentlich. Gelegentlich sollte sich Saki mit dem Verbessern ihrer Genjutsukünste beschäftigen, aktuell war sie in der Richtung schon recht beschränkt. Sie konnte sie lösen, ja, und ein, zwei Techniken kannte sie bereits, aber diese waren eher schwacher Natur. Doch das war etwas für einen anderen Tag.
Nachdem Pakura endlich zurückgekehrt war konnten die beiden Kunoichi mit ihrer Ladung endlich zurück kehren. Wenig überraschend war der Rückweg zur Baustelle deutlich schneller zurückgelegt, mussten die beiden Mädchen doch nicht mehr durch die ungeplanten Gassen der Slums laufen, sondern glitten auf dem Rücken der Tintenvögel dahin. Wie zu erwarten sorgte die Landung der beiden einen kurzen Aufruhr, da so etwas nicht jeden Tag passierte. Saki lebte zwar in dem Slums, aber sie hing ihre Fähigkeiten nicht an die große Glocke, war ja auch nicht wirklich Sinn von Ninja Fähigkeiten. Eine kleine Menschentraube bildete sich und erst nachdem die Sumiya ihre Vögel angewiesen hatte zu zerplatzen, schien wieder Normalität ein zu kehren. Nach und nach begannen die Männer das Baumaterial zu verteilen und die beiden Kunoichi hatten endlich wieder so etwas, wie eine ruhige Minute. Eine der Mütter kam gerade mit einer Erfrischung, Wasser, was auch sonst, und reichte den beiden Kunoichi jeweils einen Becher. Vielen Dank. Ach übrigens, ich habe das hier noch gefunden. Freuen sich die Kinder bestimmt etwas. Damit kramte die Sumiya die eingesteckte Puppe hervor und reichte sie der Frau, die sie dankbar anlächelte. Wieder eine kleine, gute Tat vollbracht. Jetzt mussten eigentlich nur noch die Baumaterialien, die sie besorgt hatten, verbaut werden. Ob sie überhaupt noch groß gebraucht wurde? Die baulichen Tätigkeiten schienen die Männer ja ganz gut ohne die beiden Kunoichi im Griff zu haben.
 

Meteki Pakura

Chuunin
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Als Pakura um die letzte Ecke bog klappte ihr ein Stück weit der Unterkiefer runter. Vor ihr erhoben sich zwei majestätisch anmutende Geschöpfe aus Tinte, welche bereits mit dem gesammelten Schutt der beiden Kunoichi beladen waren. Saki hatte sich bereits auf den Rücken eines der beiden Wesen platziert und bedeutete ihr, kaum war sie in Sicht gekommen, sich auf das Andere zu setzen. Ein flaues Gefühl breitete sich in der Magengegend der Meteki aus. Sie hatte noch nie zuvor ein Fortbewegungsmittel genutzt, welches nicht offensichtlich von Menschenhand gelenkt wurde und ebenfalls noch nie eines, das fliegen konnte, bei dem nicht sie selbst das Steuern übernahm. Es machte ihr Angst, wenngleich das Mädchen auf die Fähigkeiten ihrer Kameradin vertraute. Wenn nur die geringste Gefahr bestünde, dass die Tintenvögel eine feste Hand bräuchten, würde sie niemanden ohne fachkundige Anleitung darauf fliegen lassen. Dazu wirkte die Sumiya viel zu berechnend. Also näherte sich die Fünfzehnjährige im Eilschritt dem Tier und sprang mit einem Satz auf dessen Rücken, wobei sie sofort beide Arme um den seinen Hals schlang, als es Anstalten machte abzuheben.

Es war ein unglaubliches Gefühl, aber Pakura bereute es nicht, wieder mehr oder weniger festen Boden unter den Füßen zu haben. Für ein paar Sekunden rebellierte ihr Gleichgewichtssinn, was zu einem minimal unsicheren Gang führte. Dann ging es aber wieder und die Meteki konnte ohne weiteres ihre Arbeit fortsetzen. Jeder konnte da weitermachen, wo zuvor aufgrund des fehlenden Materials aufgehört wurde und von der ersten Runde wusste noch jeder, was wer im Einzelnen am besten konnte, was die Einteilung quasi verselbstständigte. Es dauerte vielleicht noch anderthalb bis zwei Stunden. Dann war auch der letzte Nagel und die letzte Schraube im Holz versenkt.

Schließlich kam die Zeit des Abschieds, welche allerdings recht knapp ausfiel. Niemand hatte ein Problem mit irgendwem, aber die kurze Zeit der Zusammenarbeit reichte noch nicht, um ausreichende Bande für einen ausschweifenderen Abschied zu knüpfen. Außerdem war sich zumindest Pakura sicher, dass der Abschied von relativ kurzer Dauer wäre. Es würde vielleicht ein paar Wochen, oder auch wenige Monate, dauern. Aber die Meteki hatte sich in den Kopf gesetzt, dass sie den Bewohnern der Slums irgendwie helfen wollte. Das Wie war hier noch die große Frage. Aber die beste Lösung war wohl fürs erste, sich unauffällig an Saki zu hängen und so herauszufinden, was man tun konnte, ohne irgendwen zu kränken oder zu beleidigen. Denn das wollte sie unbedingt vermeiden.

Job: Hütten für die Armen
ENDE
 

Kinzoku Kenta

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P-Job: Ist das noch gut, oder kann das weg?

Wiederverwertung von weggeschmissenen Sachen, hm? Was für eine interessante Idee! Klang ein bisschen ausgelutscht und selbst wie ein wiederverwerteter Gedanke, aber hier ging es nicht um Flaschen und Dosen, sondern die ganze Sache sollte sich in den Slums abspielen - einem Teil der fliegenden Stadt, den die Missionsverwaltung doch sonst eigentlich geflissentlich ignoriert hatte, was in Anbetracht der schieren Menge der Namenlosen Plattformen als auch dem Umstand, dass man sich Schluderei bei der Verwaltung von dutzenden schwebenden Inseln eigentlich nicht erlauben sollte, ganz schön beachtlich war. Huh. Und warum eigentlich ausgerechnet jetzt? Wo es nicht mal Leute aus dem wohlhabenden Teil Soras irgendwie betraf? Vielleicht wegen der möglichen Umweltverschmutzung durch Leute, denen man dafür anständige Strafzahlungen aufs Auge drücken konnte ... mmh, das ergab schon mehr Sinn. Er musste mal Saki fragen, ob die Idee etwa auf sie zurückgegangen war- es klang schon ein bisschen wie die Sorte Einfall, die sie gehabt hätte ... oder vielleicht war einfach zufällig jemand aus der Verwaltung versehentlich in die Teile der numerierten Plattformen spaziert, von denen aus man die "falschen" Seiten von Soragakure sehen oder zumindest riechen konnte. Ihm sollte es egal sein. Spannender war die Frage, welcher Akademist wohl für einen Prüfungsjob dieser Art eingeteilt worden war und ob er dafür die nötigen Talente mitbringen würde - Kenta konnte zumindest mit Elektrogeräten natürlich eine Menge wieder geraderücken und vermutete, das er vor allem wegen seines Nachnamens hier eingeteilt worden war (der stand schließlich in langer Verbindung mit Tüftelei und Handwerkertum). Naja, und als Chuunin hatte man eben Verantwortung zu übernehmen, mh?

Da er heute in den Slums unterwegs sein würde, hatte der Kinzoku gewisse Zugeständnisse in Punkto Dresscode gemacht. Wenns irgendwie ging, wollte er schließlich nicht gerade die Sachen einsauen, die er deswegen in die Reinigung bringen müsste, und so hatte er sich für ein langärmeliges, himmelblaues Hemd mit einer robusten schwarzen Weste drüber entschieden, als Hose eine graublaue Jeans, und anständige knöchelhohe schwarze Schnürstiefel. Damit ließ sich doch arbeiten. Die Haare hatte er heute ebenfalls recht wuschelig gelassen, nachdem er mutmaßte, dass ein nahbarer Stil bei einem Akademisten vermutlich am besten ankäme - und das jetzt nicht aus Menschenliebe, sondern weil er schlicht keine Lust hatte, sich anstottern zu lassen.

Der Weg in die Slums immerhin war Kenta bereits vertraut - er machte seit seiner Kindheit recht weitläufige Streifzüge durch seine Heimatstadt, auch und gerade in ihre unfeinen Ecken - und da er nicht auf den Fahrstuhl angewiesen war, um von einer Plattform zur nächsten zu kommen, konnte er sich auch ein bisschen Trödelei durchaus erlauben, ohne ernstlich zu spät zu kommen. Als Treffpunkt war der offene (naja ...) Platz vor dem Fahrstuhl ausgewiesen, und Kenta sah schon vor seiner Landung, dass es hier mit offen nicht sonderlich weit her war. Sogar hier lag an einigen Ecken Schrott, und das war nicht mal der abgemachte Sammelpunkt. Der Kinzoku schürzte kritisch die Lippen, während er die dort aufgestapelten Toaster, Kochplatten, Mixer, mechanischen Kinderspielzeuge, alten Radios, und sonstige Haushaltsgerätschaften begutachtete, und guckte sich erst danach auf dem Platz um, ob und wie hier wohl jemand rumstand, der sein Prüfling sein mochte. Eigentlich sollten sie hier beide auffallen wie bunte Hunde ... naja, wenigstens Kenta. Lässig schob er sich die Fliegerbrille auf die Stirn, die ihm den Abstieg durch die eisigen Höhenwinde von Sora bequemer gestaltet hatte, und guckte mal, ob der Junge auftauchte.

@Hibana Kuniaki
 

Hibana Kuniaki

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P-Job: Ist das noch gut, oder kann das weg?​

Wenn das kein blöder Scherz war, dann wusste er auch nicht. Warum gab man ihm als Prüfungsjob bitte diese Aufgabe, besonders zusammen mit jemanden, den er nicht kannte. Nicht, dass er etwas dagegen hatte etwas aufzuräumen und Sachen zu reparieren, absolut nicht. Doch er wollte nicht erkannt und dem Slum zugeordnet werden. Problematisch wurde es, wenn sich in den ärmlichen Verhältnissen doch die meisten kannten und dass Kuniaki mit seiner Maske nicht unbedingt unauffällig war. Die Lippen zu einem schmalen Strich verzogen sah er auf seine halbvolle Schüssel Reis, welchen er nach dem Aufstehen gekocht hatte. Nicht viel, aber es sollte reichen, bis er heute Abend zuhause war. Und wenn alles gut lief, konnte er bald gut was dazuverdienen! Dann konnte er endlich Tschüss zu der täglichen Reisration sagen und damit ab und an noch etwas Fleisch dazu packen. Bei dem Gedanken daran lief ihm das Wasser ein wenig im Mund zusammen, wie lange war es schon her, dass er in ein ordentliches Stück Fleisch beißen konnte? Bestimmt schon einen Monat, uff.. Seufzend sah er zu seinem Bruder, welcher ebenfalls am Frühstücken war und noch etwas klare, leichte Suppe dazubekommen hatte. Mehr oder minder nur etwas heißes Wasser mit Salz und etwas Gemüse, welches der Hibana im Austausch für das Wasserholen einer älteren Frau bekommen hatte. »Lass Mom etwas übrig, ja?« ermahnte er ihn in einem amüsierten Ton, bevor er aufstand und sich den Dreck von der dunklen Hose klopfte. Kurz in den langen Mantel geschlüpft, bevor er seinem kleinen Bruder noch durch die Haare struppelte und sich dann auf machte, jedoch nicht ohne kurz noch etwas Kleber und bunte Pulver einzupacken. Er durfte nicht zu spät kommen, nicht an solch einem wichtigen Tag!


Immerhin hatte er sich heute, den Umständen entsprechend, frisch gemacht. Eine ordentliche Wäsche mit Kernseife, die Kleidung gestern Abend noch ausgeklopft in der Hoffnung den Staub heraus zu bekommen und die Flecken heraus gewaschen. Somit preschte er bekleidet mit einer schwarzen, von Löchern versehenen Hose, einem dünnen, ausgefärbten, blauen Pullover ,welcher ihm zu kurz war, die Straßen entlang. Seine Schuhe sahen noch am besten aus, hatte er diese doch erst von jemanden abnehmen können! Erneut ein kleines Tauschgeschäft, er hatte nur helfen müssen allerlei alte Kram zu beseitigen. Schmunzelnd blickte er nach vorne und rückte mit der Rechten nochmal die Maske zurecht. Sein Herz schlug schneller als sonst, die Aufregung hatte ihn gepackt. Er durfte diese Chance nicht verpatzen, immerhin hatte er hart dafür trainiert, dass es überhaupt soweit gekommen war!

Einige Moment später kam er am Fahrstuhl an und auf den ersten Blick sah es für den jungen Mann mit dem wilden Haar relativ normal aus. Klar hier lag Zeug, einiges an Zeug. Aber so waren die Städter, die warfen alles hier her und damit war die Sache für sie erledigt. Traurig, besonders wenn man bedachte, dass vieles mit ein paar Handgriffen wieder zum Laufen gebracht werden konnte.. Und genau dafür waren sie heute da!

Er blickte umher, kurz darauf die Braue unter der Maske hochziehend. Huh? War das sein Partner heute? Stand heraus wie ein bunter Hund, so ordentlich wie er angezogen war, er hingegen.. Die Lippen kurz zusammengepresst und einen tiefen Atemzug nehmend, ging er auf ihn zu, hob kurz die Hand. »Guten Morgen. Hibana Kuniaki, ich nehme an.. Du bist mein Partner heute?«, duzen war doch sicherlich im Rahmen, so alt sah der Kerl nicht aus. Die Arme vor der Brust verschränkt kam er etwas mehr als einen Meter entfernt vor ihm zu stehen und hielt einen Moment inne, bevor er weiter sprach. »Na dann. Sollen wir los? Ich nehme an, wir werden einen Haufen Arbeit haben, wenn man sich so umschaut, hm?« er versuchte zu Lächeln, doch dieses wirkte eigenartig. Nicht angespannt oder direkt falsch, eher so, als versuchte jemand ein solches zu imitieren.


@Kinzoku Kenta
 

Kinzoku Kenta

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Kenta brauchte nicht lange zu warten, bis jemand auftauchte, der sich hier umguckte und dabei verdächtig so aussah, als suche er eine ihm noch unbekannte Person. Er hatte darüber nachgedacht, sich mit einem entsprechend vorbereiteten Pappschild aufzustellen, aber andererseits - der Junge wollte Ninja werden, ein bisschen Recherche war da ja wohl nicht zu viel verlangt, oder? Er hatte sich immerhin auch Mühe gegeben, in dieser Nachbarschaft nicht gerade unauffällig zu sein. Na bitte. Aufs Maul gefallen war der Junge schon mal nicht ... bisschen älter als Kenta erwartet hatte, aber es gab an der Akademie ja so einige, die später anfingen oder länger brauchten. "Heeeeey. Kuniaki, ja?" Lockere Umgangsformen, aber Kenta war auch nicht sonderlich dran gelegen, hier den Drilloffizier zu geben. "Kinzoku Kenta." Zeit für den Familiennamen musste schon sein, das bisschen Clanstolz hatte der rothaarige Junge dann vielleicht doch mitgenommen. Umso mehr wenn eine Mission anstand, wo er wahrscheinlich direkt etwas daraus machen konnte. Kuniaki kam derweil flink zur Sache.

"Verschwendest nicht viel Zeit mir Reden, hm?" Sein Ton war beiläufig, nur sein Lächeln sagte was anderes. Hatte da jemand doch ein bisschen Muffen, wie das Ergebnis des heutigen Tages aussähe, und wollte sich nur nix anmerken lassen? Kenta sollte es Recht sein. Es war zwar höchst selten so, dass jemand diese Job-Prüfung wirklich vergeigte - nach Kentas Meinung waren die alten Examen doch einen Tick schwerer gewesen - aber nur weil das unwahrscheinlich war, musste er seinen Prüfling ja nicht unnötig un-verunsichern. Ein bisschen gesunde Panik steigerte das Leistungsvermögen! Bisher war der Junge offenbar immer noch zu entspannt, denn was er da geagt hatte, deutete auch auf zu wenig Zeit fürs Denken hin. "Grundsätzlich nicht verkehrt, aber vielleicht sollten wir uns erstmal ein bisschen organisieren, hm?" Kenta wies auf die Masse an herumliegendem Müll und zwinkerte. "Oder wolltest du das einfach auf einen großen Stapel werfen und mit Spucke und ein paar kräftigen Schlägen wieder instandsetzen? Wir haben Kisten, Werkzeug und zwei Container gekriegt, die stehen am Sammelpunkt. Ich dachte nur, ich pass dich gleich hier am Aufzug ab, wirst ja kaum per Fallschirm kommen. Ich zeig dir auch gern, wo es ist." Der letzte Satz kam vielleicht ein kleines bisschen süffisanter heraus, als er es hätte tun müssen, aber tja. War Kuniaki einfach jemand, der spät angefangen hatte, oder hatte er sich nach ein paar erfolglosen Jahre irgendwie doch noch durch die Abschlussprüfungen geschneckt? Bisher wirkte er ein bisschen sehr hektisch bei dieser Aufgabe. "Kannst ja schon mal ein paar Sachen mitnehmen. Dürfte da vorne um die Ecke sein." Während er selber eher lässig (und ohne etwas von dem Schrott zu tragen!) voranschlenderte, kramte er im Laufen den Schlüssel für die Container aus seiner Tasche, die tatsächlich ein paar dutzend Schritte durch eine Gasse voran auf einer der wenigen freien Flächen abgestellt worden waren. "Da wären wir doch schon ... hmm. Kennst du dich n bisschen aus mit handwerklichen Aufgaben? Gehörte zu meiner Zeit ja nicht gerade zur Akademieausbildung. Zeig mir doch mal was du da hast und ob und wie du es reparieren würdest." Gleich darauf würde er einen der Container aufmachen, in dessen innerem Kartons und Werkzeugkasten warteten. Halb stellte Kenta sich schon darauf ein, hier selber den Großteil der tatsächlichen, mit Denken verbundenen Arbeit machen zu dürfen, aber dann konnte er Kuniaki hier ja immer noch als Packesel einsetzen.

@Hibana Kuniaki
 

Hibana Kuniaki

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Kinzoku, huh? Unbeeindruckt sah der Hibana den Rotschopf an und nickte nur, um ihm zu verdeutlichen, dass er zugehört hatte. Soo unendlich viel wusste er nicht über den Clan, warum sollte er sich auch informieren. Die Leute bildeten sich auf ihr Blut gerne zu viel ein, vergaßen gern, dass sie das nicht besonderer machte. Selbst Kuniaki wusste das, schließlich war gerade sein explosives Erbe ein zweischneidiges Schwert.

»Freut mich.«, folgte also nur als kurze Antwort, bevor er den Blick auf den Schrott richtete, nebenbei versuchte dem Leiter des Jobs zuzuhören.

Mit einem gezwungenen Lächeln blickten die rehbraunen Augen jedoch wieder in seine Richtung, als er das Werkzeug ansprach. Woher sollte er denn bitte wissen, was alles gestellt werden würde? Den ganzen Haufen an Schritt würden sie hier nie und nimmer reparieren können, grundlegendes Sortieren wäre wohl der erste richtige Schritt. »Wäre zu schön, wenn es so einfach gehen würde, huh?«, entgegnete er, während seine Lippen sich wieder zu einem ausdruckslosen Strich formten. Wie alt war der Kerl eigentlich? Sooo viel älter garantiert nicht und doch, wirkte er erfahrener, wohl früh mit dem Akademiegedöns angefangen!

Augenrollend schnappte sich der Hibana einen alten Toaster und ein paar Scherben einer zersprungenen, deren Einzelteile er in eine angeknackste Plastikschale legte. Wenn er schon dabei war, konnte er sich doch auch sicherlich noch ein paar andere Sachen unter dem Arm klemmen! Je mehr sie gleich wegschafften, desto besser oder? Dementsprechend folgten noch ein Ball mit Loch, noch ein kaputter.. Was auch immer das war, aber es klackerte, wenn man es schüttelte! Noch zwei, drei andere Sachen folgten in den Plastikkübel und schon schleppte der Junge mit dem chaotischen Haar die Sachen gen Container. »Sein… scheiß ernst?«, flüsterte er angenervt, während er bemerkte, dass Kenta keinerlei Sachen mitnahm. Pff.. War ja klar! Als ob sich so ein Wichtigtuer die Hände schmutzig machte, man erkannte doch schon an seinen feinen Klamotten, dass er all das hier wohl mit einem lachenden Auge betrachten würde. Aber.. Er musste sich zumindest heute zusammenreißen. Es hing genügend dran, dass er sich benahm und diesen Job zufriedenstellend erledigte und wenn es hieß sich ein wenig an den Stolz zu fassen, dann musste das wohl so.

Kurz einmal tief ausatmend ließ er den Kübel mit Kram neben Kenta zu Boden und streckte sich, bevor er unter die Maske die Brauen hochzog. Wieso war das Ding bitte noch nicht aufgebrochen, wenn da drin so gutes Werkzeug lag? Das konnte man doch sicherlich wunderbar verscherbeln und ehrlicherweise sah das Schloss nicht sooo stabil aus.
»Geht so. Mit Elektrokram weniger, etwas Nähen geht, Keramik wieder zusammensetzen und damit wieder funktionstüchtig machen ist kein Problem. Schnitzen werden wir wohl weniger brauchen.«, er zog zunächst ein paar der Scherben heraus und sortierte diese einen Moment, sodass die ersten kleineren Häufchen entstanden. »Das bekomm’ ich repariert, ohne Probleme.. Bei dem Ding siehts schwieriger aus.« er deutete auf den Toaster und auf das für ihn unbekannte Ding, welches schlichtweg ein alter Walkman ohne Kopfhörer war. Woher sollte er auch wissen, was das war? Sie waren nie großartig mit derartigen Sachen aufgewachsen und nun.. Zeigte sich ein solches Gut als noch seltener. »Also..ja. Ansonsten kann ich gerne beim Groben helfen, sollte auch gehen.« er kratzte sich etwas am Hinterkopf und sah nach draußen. Ob er gleich noch eine Fuhre holen sollte?

@Kinzoku Kenta
 

Kinzoku Kenta

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Kenta machte eine große Geste daraus, über Kuniakis Antwort nachzudenken, ehe er schließlich doch etwas dazu sagte. "Hmmm. Ich denke, das könnte tatsächlich ganz praktisch werden. Mal sehen, wie du dich da anstellst." Wenn's denn stimmte. Aber so trotzig Kuniaki gerade auch wirkte - von dem Gefühl, das er ausstrahlte, könnte man denken, dass er jede Minute beginnen würde, eine kolossale Schnute zu ziehen und sich möglicherweise bei einem Lehrer zu beschweren - wirkte er nicht wie jemand, der sich spontan irgendwelche handwerklichen Fähigkeiten ausdenken würde, die er nicht hatte. Jedenfalls keine mit Keramik ... das wäre doch eigenartig spezifisch für eine spontane Schwindelei in einer Prüfung. Aber erstmal hieß es, die Container zu öffnen und sich anzuschauen, was sie bekommen hatten ... och, das ging sogar. Sicher, es war ein bisschen eng und stickig in den großen Leichtmetallbehältern, aber die Werkzeugkiste war gut ausgestattet, und es gab sogar ein paar gebräuchliche Ersatzteile und Reparaturmaterialien. Und einen großen Klapptisch, den man sich als Arbeitsfläche raustragen konnte. "Keramik ist ja ein hübsches Hobby. Macht deine Familie soetwas oder kommt man da von alleine drauf, wenn die anderen anfangen sich für irgendwelche Sportarten zu begeistern?" Bemerkte der Kinzoku, während er Kuniaki aus der Kiste mit Reparaturgeräten eine Dose mit diesem sonderbaren Goldlack weiterreichte, den Keramiker so gerne benutzten. Hauptsache hinterher glitzterte es mehr, hm? Na gut, Kenta konnte sich vielleicht nicht so sehr beklagen - wenn er mal eine Tasse reparierte, war die hinterher zwar nicht mit goldenen Einlagen durchzogen, aber dafür halt mit silbernen ...
"Dann zeig mir mal, was du aus der Vase und den Bällen da machen würdest, Kuniaki-kun." Die Herausforderung, die in Kentas Stimme steckte, konnte man nicht mehr wirklich als Subtext bezeichnen - hier schien eher das Wort "Text" passend - und das Grinsen, dass sie begleitete, war ungeniert frech. Selber Schuld. Was bot man auch so offensichtlich eine Angriffsfläche während einer praktischen Prüfung? Als angehender Shinobi sollte er in der Lage sein, sich ein bisschen besser bedeckt zu halten - oder ein wenig Stochern und Sticheln runterschlucken können. Kehe. Irgendwie mussten diese langweiligen Routineaufgaben, mit denen man als braver Chuunin mit einem offenbar zunehmendem Enthusiasmus geschlagen wurde, ja auch unterhaltsam gestaltet werden, sonst stellte sich irgendwann noch Langeweile bei der Arbeit ein. Und Langeweile war das tödlichste Gift von allen!

Dementsprechend würde Kenta seine Zeit auch nicht nur damit verwenden, seinem rosahaarigen Trotzkopf beim Arbeiten zuzugucken - das wäre immerhin auch ein bisschen unter seinem Niveau gewesen. Er ließ Kuniaki zwar immer wieder mal sehen, dass seine Herangehensweise aufmerksam beobachtet wurde, aber den Großteil der Zeit war Kenta zumindest tatsächlich bei seiner eigenen Aufgabe zugange. Und was hatte Kenta für sich selbst rausgepickt? Den kaputten Toaster. Zugegeben, der sah auch ziemlich kaputt aus ... Kenta öffnete ihn mit ein paar geübten Handgriffen und begann durch lässiges Klopfen und Schütteln, den Dreck aus den einzelnen Winkeln und Ecken des Geräts zu schütteln, ehe er sich die Kabel und Verschaltungen im Inneren anschaute. "Mmmh ... Kabel geschmolzen und zu doof um selbst Ersatz anzubringen. Klassiker." Der Kinzoku grinste und streckte spielerisch die Finger seiner linken Hand in der leeren Luft, während er mit der rechten das schuldtragende Kabel isolierte und mit spitzen Fingern herauszog. Und nun? Nun, in den letzten Sekunden hatte sich ein silbrigglänzendes Ersatzkabel an Kentas in die Luft gehaltenem Finger gebildet, das er jetzt sorgfältig an den nun verwaisten Kontakt anschloss. Er testete die Kabel eins nach dem anderen und ersetzte die defekten Teile, dann begann er den Toaster wieder zusammenzubauen. Er würde ihn gleich testen. Und wie schnell war Kuniakis Fortschritt?

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Hibana Kuniaki

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Ein wenig rollten die rehbraunen Äuglein des Akademisten, als er den Worten des Rothaarigen lauschte. Für wie schlaksig hielt er den Hibana bitte, dass er meinte, dass er keine sportlichen Hobbys hatte! Zumindest klang es in den Ohren des Jungen so, sodass er ein mal kurz genervt mit der Zunge schnalzte, bevor er sich zu ihm drehte. »Man kommt von alleine drauf, ja. Selbst wenn man noch Sport betreibt, geht beides. Stell dir vor.« ups. Das geschah wenn er sprach, ohne darüber nachzudenken. Das kam deutlich schroffer raus, als es in seinen Gedanken geklungen hatte, ob er zurückrudern sollte? Er sah ihn noch einen Moment an und entschied sich dagegen, die Worte waren gesprochen, aber vielleicht konnte man sie etwas aufweichen? »Auch wenn ich sagen muss, dass Ballsportarten unglaublich langweilig ist. Da sehe ich keine Herausforderung dran.«, erklärte er und nun war sogar kurz ein Schmunzeln zu erkennen, bevor er sich das weitere Werkzeug zusammenzuckte. Ein Stück Stoff, einen Pinsel und ein paar flache Holzteile dürften dafür reichen, den Kleber wollte er immerhin nicht an die Hände bekommen, das Zeug war höllisch!
Und noch besser, dieser Kerl forderte ihn wirklich so offensichtlich heraus? Konnte er haben. Mit einem selbstbewussten Lächeln, schnappte sich Kuniaki die Vase und deren Einzelteile, legte diese zunächst nebeneinander, um somit zu sehen was denn genau fehlte, und ob etwas komplett verloren gegangen war. Ha.. Einfach. Alle Teile waren da, es fehlte keine größere Sache, sollte kein Problem werden. Zunächst schnappte er sich die größte Scherbe und sah diese nach weiteren Rissen ab. Und tatsächlich fand er einen. Ungeniert klopfte er ein paar Mal die gesprungene Scherbe gegen den Boden, sodass diese wie bei einer Sollbruchstelle zerbrach. So konnte er sichergehen, dass der Riss auch ordentlich versiegelt werden konnte.
Diesen Vorgang wiederholte er mit den restlichen Scherben, stets sortiert um nicht ewig nach den richtigen Teilen wie bei einem Puzzle suchen zu müssen.
Danach öffnete er den Behälter mit dem Kleber und nahm eines der Holzstücke, bevor er großzügig die Masse an den Rändern einer Scherbe verteilte und das Gegenstück ansetzte, zusammendrückte.. Hm.. Jetzt wusste er, was er vergessen hatte. Kurz sah er sich um, verzog den Mund und stand mit den zwei Teilen in der Hand auf. Gummibänder? Irgend n Seil? Etwa musste hier doch liegen. Leider nein, also musste er sich was anderes einfallen lassen. Er nahm vier Boxen und klemmte zwischen denen im richtigen Winkel die Teile ein, um diese zu fixieren, damit es antrocknen konnte. Besonders gesprächig zeigte er sich derweil nicht, wiederholte den Vorgang mit den anderen Scherben, bevor er sich an den Ball wandte.


Uff. Nähen war nicht ganz seine Stärke, musste er zugeben. Und eine Pumpe würde er auch brauchen, wenn er ihn geflickt hätte. Dafür würde er erneut Gummi brauchen. »Hast du irgendwo einen Flicken gesehen? Ansonsten hält der Mist nicht.« er sah kurz zu dem Höherrangigen, bevor ihm etwas die Kinnlade runter klappte. Warte? Was machte er da mit seiner Hand!? War das Metall? Der konnte einfach Metall herstellen!?! Wusste er eigentlich wie gut man das verkaufen konnte? Schrott war super, um Metalle wieder zu verkaufen und er musste nicht mal was durchwühlen, um Kohle zu machen. Mit schief gelegtem Kopf sah er genau zu, wie er das Kabel an die richtige Stelle legte, stand auf um somit lapidar über die Schulter des Anderen zu blicken. Wenn er lernen konnte, warum das nicht ausnutzen? »Brauchst du echt keinen Lötkolben dafür? Nützlich, huh? Hab das noch nie gesehen, ein Erbe?« ein wenig interessiert blinzelte er und versuchte genau zu beobachten wie das Metall sich verhielt, ob sich es einfach wieder verflüssigen würde und somit ohne Probleme haften konnte.

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Kinzoku Kenta

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Aww. War da schon jemand verunsichert - von diesem kleinen verbalen Vorstößlein mit einem Wattesstäbchen? Na gut. Verständlich für einen etwas zu groß geratenen Akademieprüfling, wenngleich ein wenig langweilig. Aber damit würde Kenta wohl gerade so noch leben können, hm? Müssen, jedenfalls ... "Oh, ich war noch nie ein Typ für organisierte Sportarten ... Training hat natürlich seinen Sinn. Aber alles organisierte kommt einem schnell ein bisschen albern vor, wenn man sich hauptberuflich mit Kämpfen und Töten beschäftigt." Plauderte der Kinzoku lässig zurück, nachdem Kuniaki seine eigenen Worte entschärft hatte. Mit Werkzeugen hantierte er schon einmal sicher, während er das tat ... sah wenigstens nicht so aus, als würde er das zum ersten Mal machen, sondern war von einer gewissen Routine geprägt. Er schien es auch durchaus sinnvoll zu machen ... Kenta gab ihm sogar einen (rein gedanklichen) Bonuspunkt dafür, die schadhafte Scherbe einmal ordentlich zu zerbrechen, bevor er sich an das Zusammensetzen machte. Bewies eine gewisse Vorerfahrung, wenn einem dieser Fehler nicht unterlief. War so gesehen kein sonderlich fairer Test, aber das sollten diese kleinen Jobs ja ohnehin nicht sein - sie waren meistens sehr speziell auf den Prüfling zugeschnitten, und offenbar war das handwerkliche Hobby dieses Kerlchens aufgefallen. Naja, Hobby ...

Kenta war nebenbei mit seiner eigenen Bastelei beschäftigt und bekam Kuniakis weiteren Reparierprozess, der kreativen Einsatz von Boxen involvierte, nur aus dem Augenwinkel mit, während er mit seiner eigenen Arbeit zugange war. Nur, als Fragen an ihn gerichtet wurden, schaute er flüchtig von der eigenen Arbeit auf. "Guck nochmal im Container, würde mich wundern wenn da gar nichts ist. Sonst kannibalisier halt ein anderes Teil, das nicht mehr zu retten ist." War ja nicht allzu schwierig bei der Masse an Gebrauchtware da draußen.

Scheinbar hatte Kenta aber die Rechnung ohne Kuniakis Geschäftssinn gemacht, denn der Junge guckte ihm eine Weile sehr interessiert zu, ehe er offenherzig fragte, was das denn nun für eine Fähigkeit war. Kenta grinste leutselig, während er das Ersatzkabel fixierte. "Vielleicht hab ich den Lötkolben auch nur in meiner Tasche versteckt, hmm?" Nachdem diese kleine Reparatur erledigt war - wie gesagt, einfache Angelegenheit - wischte Kenta noch ein paar mal energisch über die schmierigen Ecken am Toaster (wer bereitete in sowas denn Essen zu? Ekelhaft.) prüfte das Stromkabel, ehe er das Gerät mit zufriedenem Ausdruck in einer der Kisten für fertige Reparaturen abstellte. All das tat er, bevor er die Frage seines Prüflings anging. "Du lebst nicht gerade in dem Teil von Soragakure wo man ne Adresse hat, hm?" Fragte er zunächst offen, statt direkt auf die Frage einzugehen. Schon der Umstand, dass er offenbar Übung in dieser Art Aufgabe hatte. Kenta hatte irgendwie seine Zweifel, dass das hier ein reines Hobby war. "Du machst das auch wie jemand, der ständig kaputte Sachen repariert. Ist ein interessantes Hobby für einen angehenden Ninja ... vielleicht weil Kaufen zu teuer wäre?" Er ließ das einen Moment stehen, ehe er plötzlich doch auf die Frage einging: "Um deine Frage zu beantworten ... das ist das Kinzoku-sei. Meine Haut produziert alles Metall, das ich möchte. Sehr praktisch in Gefechten - und für Soras Technologie und Verteidigung. Wird euch an der Akademie gar nicht mehr erklärt, wer auf unserer Seite mitkämpft, oder konntest du an dem Tag nicht?" Kenta griff sich noch nicht direkt das nächste Teil - jetzt wurde es immerhin langsam spannend und da konnte er Kuniaki ja schlecht Nachschub holen schicken, um dem Gespräch zu entkommen.

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Hibana Kuniaki

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Albern, huh? Naja, er sprach ja irgendwo die Wahrheit. Sie waren hier nicht, um ihr Leben lang kleine Sachen zu reparieren, nein. Dafür waren die Fähigkeiten welche sie erlernten weitaus zu produktiv. Und doch konnte er spüren, wie einen Moment lang sein Mundwinkel nach unten schnellte. Bisher hatte er nie großartig kämpfen müssen, zumindest nicht in dieser Hinsicht. Wann es wohl das erste Mal auf ihn zukommen würde, dass er seinen Lehm nutzen musste, um anderen ernsthaft zu schaden? »Also eher Trainingskämpfe als Hobby? Oder was machst du stattdessen, Bücher lesen? Klingt für mich genauso witzlos.« er zuckte mit den Schultern und strich mit den Fingern über die glatten Kanten, abschätzend ob die Teile der Scherbe sich gut verbinden lassen würden. Hoffentlich ging das alles schnell, der Kerl war ihm unangenehm. Er fühlte sich ein wenig wie ein Lamm auf der Schlachtbank und dieses Gefühl sollte nicht besser werden.

Gesagt, getan. Sich aufrichtend und streckend, machte Kuniaki sich auf um im Container was brauchbares zu suchen. Einiges war hier in Kisten untergebracht, welche er ungeniert öffnete und versuchte etwas sinnvolles aus den Einzelteilen zu finden. Eine alte Gummiente, zu wenig elastisch. Ein alter Hut, hielt keine Luft drin. Aber dann fand er in der Ecke etwas, dass ihm zuzusagen schien. »Geht doch.« schmunzelnd lief er an den besagten Platz und zog einen Fahrradreifen hervor, zog die Ummantelung ab und begutachtete den Schlauch.. So. Gummi war gefunden! Und genau aus diesem schnibbelte er sich ein paar großzügige Stücke heraus, zog sie leicht und hielt sie in Richtung des Lichts. Zumindest keine großen Löcher, war schon mal was und porös war das schwarze Material auch noch nicht.
Mit dem Kleber reparierte er also mit seinem neuen Flicken das Innenleben des Balls, bevor er mit dem Stoff des Hut und mehr Kleber, Nähen war nicht sooo seine Stärke, den Ball wieder eine Form gab. Fehlte noch Luft, aber das konnte warten bis der ganze Kleber trocken war.
Denn dieser war mittlerweile soweit an den Scherben angezogen, dass er vorsichtig die Kartons wegnehmen konnte und die Dose mit dem goldigen Pulver öffnete. Ein kleines Schwämmchen nutzte er, um die Klebrigkeit des Verbindungsmittels zu nutzen, damit dieses dort haftete. Sehr gut.. Nur noch drüber putzen und ha! Grinsend sah er zu der Vase, welche in ihrem neuen Glanz erstrahlte. Zarte Venen aus Gold schlängelten sich an ihr hoch, gaben ihr etwas interessantes.
Doch genau das Wissen über solche Reparaturen schien ihm zum Verhängnis zu werden, während er dem Rothaarigen über die Schulter blickte.

Er konnte schwören, dass sein Herz einen Moment kurz Pause gemacht hatte, als er meinte, er hatte keine feste Meldeadresse. »Wie kommst du drauf? Ich habe sehr wohl eine Adresse..« er rollte mit den Augen und schnalzte kurz mit der Zunge, während sein Herz aufgeregt raste. Verdammt.. Wie hatte er das rausbekommen?! Und wie zur Hölle, kam er jetzt aus dieser Situation? »Hm. Nach dieser Logik würdest du ebenfalls keine Adresse besitzen, wenn du das Ding reparieren kannst. Manchmal ist es nicht schlecht altem Zeug neues Leben einzuhauchen, wenns noch funktioniert nachm reparieren, warum neu kaufen?« er hatte schließlich auch schon alte Frauen gesehen, die grummlig damit beschäftigt waren alte Kleidung zu flicken! Kam doch aufs Gleiche hinaus, oder?
Das unangenehme Gefühl verzog sich nicht, leider überhaupt kein Stück. Mit knirschenden Zähnen und einem angespannten Lächeln sah er dem Clanfutzi entgegen, welcher so eben erklärte, was er da fabrizierte. Machte er sich ernsthaft lächerlich über ihn!? Seine Linke wurde unwillkürlich zur Faust und Kuniaki atmete tief aus. Nicht ärgern lassen, einen kühlen Kopf bewahren, nicht auf das Spiel eingehen.. Kein Futter geben. »Hab ich wohl nicht richtig mitbekommen, danke für die Nachhilfe..?« erklärte er und löste die Faust wieder zu lockeren Fingern auf, während sein Mundwinkel angespannt zuckte. Kenta war genau das Bild, was er von der ganzen Bevölkerung hier hatte.. Er wirkte arrogant, zumindest ein wenig und merkte alleine schon Reparaturen als ein Arme Leute Ding an! Der sollte nur aufpassen.
»Ich geh eben noch was holen, brauchst du noch so n Toaster? Was anderes, wo du Kabel legen kannst oder was möchtest du haben?« er war schon dabei den Container zu verlassen und legte die Hand an die Tür, während er über seine Schulter blickte. Vielleicht konnte er seinen Kopf ja zumindest ein wenig abkühlen, wenn er ihn nicht mehr sehen musste!

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Kinzoku Kenta

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Kenta lachte leise. "Ich hab nicht gesagt, dass du kein Dach über den Kopf hast. Und es war eigentlich eher das Zusammenspiel der verschiedenen Fakten hier ... angefangen damit, dass du offenbar nicht mit dem Fahrstuhl runterfahren musstest." Er war mal so höflich, die mehrfach geflickten Klamotten des Prüflings nicht mit in die Aufrechnung einzubeziehen - dass die eine Rolle spielten, merkte er sehr wahrscheinlich selbst, auch ohne dass man es ihm sagte - sondern sprang direkt zum nächsten Punkt über: "Und die Namenlosen Platformen heißen so, weil die Verwaltung sie notorisch schlecht im Griff hat, nicht wahr?" Vermutlich hatten sie im Falle von Kuniaki schon eine gewisse Idee, wo dessen Familie steckte, immerhin war der Junge Soldat respektive wollte es werden. Aber so generell brachte einem eine Anschrift dort draußen nicht wirklich etwas, schon beginnend mit dem Umstand dass dort längst nicht jede Straße den Obrigkeiten oder Postzustellern überhaupt bekannt war. "Man lebt dort in gewisser Hinsicht unsichtbar. Bekommt ihr überhaupt normale Post, oder müsst ihr sie von irgendwo abholen?" Shinobi-Angelegenheiten wurden per Kurier geregelt und kamen natürlich an, aber alltägliche Geschäftspost hatte diesen Vorzug nicht - wäre ja auch recht teuer für eine der Parteien. Und wollte man vielleicht auch gar keine Post, wenn man schon in den Slums leben musste? Könnten auch unerfreuliche Dinge drin stehen. Kenta wog langsam seinen Kopf. Die häuslichen Probleme dieses Bonbonkopfes interessierten ihn ehrlich gesagt nicht so sehr. Spannender war eher, warum auf einmal hier eine Prüfung stattfand - selbst wenn das für Kuniaki praktisch vor der Haustür war, Soragakure ignorierte seine Slums doch meistens ganz gerne.

"Die Aktion hier und heute ist schon etwas ungewöhnliches. Vielleicht repräsentiert das eine größere Bereitschaft im Apparat, sich aktiv mit diesem Teil der Stadt auseinanderzusetzen und hier sowas ähnliches wie Staat einzubringen ... ich weiß nicht unbedingt, warum jetzt auf einmal. Aber vielleicht haben ein paar kürzlich eingegangene Berichte sie aufgeschreckt."
Er zuckte mit den Schultern. "Wird spannend. Vielleicht hast du ja demnächst mehr Arbeit hier in der Nachbarschaft, hm?" Immerhin kurze Arbeitswege. Aber gut, sie hatten noch Reparaturen zu erledigen ... Kenta hatte natürlich registriert, dass Kuniaki versucht hatte, sich aus seiner Reichweite zu schleichen, indem er anbot, neues Material zu holen, aber das wäre doch ein bisschen zu einfach, oder? Wenn schon die Aufgabe keine besondere Konzentration von ihm abverlangte, konnte doch Kenta als Herausforderung dienen, oder? "Oooh, mehr elektrische Geräte nehme ich gern. Es macht doch sicher Sinn, wenn wir uns die Arbeit sinnvoll aufteilen, nicht? Dann kannst du die anderen Dinge übernehmen. Ich komme direkt mit, dann kann ich auch gleich auswählen, was für mich am besten funktioniert." Er zwinkerte dem Jungen launig zu und stand von seinem Arbeitsplatz auf. Natürlich würde er den Container hinter sich abschließen, sobald sie ihre Tragekisten hatten. "Die meisten Jobs sind nicht sonderlich spannender als der hier. Aber ich wette die ersten Missionen sind interessanter für dich. Da kommt man auch mal zum spaßigen Teil des Ninjadaseins." War doch wichtig, dass er als erfahrener Chuunin ein bisschen Motivation für die künftige Arbeit schuf.

@Hibana Kuniaki
 

Hibana Kuniaki

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Ein wenig kribbelten ihm die Finger ja doch, wenn er sich die Worte dieses Schnösels anhörte. Er hatte nicht runter fahren müssen!? Naja, unrecht hatte er damit nicht, aber eine Ausrede konnte er sicherlich noch finden. »Ich war ziemlich früh dran und hab mich noch umgesehen. Wollte pünktlich sein.«, erklärte er schulterzuckend und blickte ihn dabei in die Augen. Ein wenig war er ja schon froh, dass der Rothaarige nicht seine volle Mimik sehen konnte, vielleicht war er ja so überzeugend genug! Den Punkt der namenlosen Plattformen ließ er mal gekonnt außen vor, je weniger er über dieses Thema sprach, desto besser! Denn dann war die Gefahr, dass er sich verzettelte deutlich geringer. Doch kurz darauf stellte Kenta ihn erneut als niederer, zumindest in den Gedanken Kuniakis, dar. »Was ist dein Problem?! Ich bekomme Post wie jeder andere auch, sonst wäre ich wohl jetzt nicht hier, wenn ich nicht informiert werden würde, huh?!« er ging einen Schritt auf den Chuunin zu, ballte die Hand zur Faust und presste sichtlich die Zähne aufeinander. Beruhigen.. Schnell.. Einatmen, nicht den Blick beibehalten, den Kerl einfach ignorieren. Er konnte nicht zulassen, dass ein dahergelaufener Kerl ihm die Chance seines Lebens vermasselte.
Also drehte er sich mit einem Schnalzen weg und schüttelte nur den Kopf ohne sich zu entschuldigen.
Er wusste schon warum er diese blöden Leute auf den anderen Plattformen nicht mochte. Sie machten sich doch allesamt nur lustig über die Zustände welche hier abgingen. Behandelten sie wie Müll, den man genauso gut von hier oben in das Meer werfen konnte.

»Pff.. Dass ich nicht lache. Wahrscheinlich ist es eher der Fall, dass jemand seinen Ausblick nicht gefällt, wenn man auf diese Müllhalde blickt. Als ob Soragakure all das hier verbessern möchte. Dann würde man nicht einen kleinen Job hier ansetzen.«, erklärte er frustriert und schüttelte den Kopf, bevor er selbst bemerkte was er gesagt hatte. »Ich meine.. Hehe.. Ist ja schon nicht hübsch, wenn ich von zuhause da runter schaue.«, gerettet? Vielleicht. Er kratzte sich etwas am Kopf und räumte die Kisten noch etwas aus dem Weg, bevor er eigentlich fliehen wollte.
Doch Kenta ließ ihn nicht, anscheinend hatte er Spaß daran das Temperament des Prüflings herauszufordern.. Warum bereitete ihn das bitte Spaß?! Konnte er nicht einfach den Mund halten und still irgendwelche Elektroteile zusammenpacken? »Nein nein. Ich bringe dir schon was mit. Kaputte Kabel und so Metallkram, hab ich schon verstanden. Keine Sorge, ich kann das schon her tragen, schon dich lieber.« komm schon..! Er musste doch einfach nur da bleiben!
Aber keine Chance. Der Rothaarige trat aus dem Container und schloss diesen ab, bevor er sich mit Kunkun in Richtung des Schrotts bewegte.
»Hmpf. Solange das gut bezahlt wird, passt das. Ich hab kein Problem mit solchen Jobs, wenn es jemanden was bringt, warum nicht?«, immerhin war er sich für Botengänge, sauber machen und andere Kleinigkeiten absolut nicht zu schade. Solange er danach was auf der Hand hatte, war ihm fast alles recht. »Aber ja. Ich glaube dir sofort, dass du solche Arbeiten als langweilig empfindest.«, er schaute ihn nicht mal an, während er mit ihm sprach. Warum auch? In seinen Augen hatte er keinen Respekt verdient, wenn er versuchte ihn so zu provozieren, um das alles für sich selbst spannender zu machen.

Schon kurz darauf kamen sie bei dem Haufen Müll an. Uff.. Alleine würden sie all das niemals wegbekommen. Es waren so viele verschiedene Geräte, kaputte Alltagsgegenstände und irgendwelche Säcke in denen sonst noch was versteckt war. Jeden Tag schien der Berg größer zu werden und mit ein paar kleinen Reparaturen löste man das Grundproblem absolut nicht. Es war schlichtweg ein Kampf gegen Windmühlen.
Schnell hatte Kuniaki sich erneut ein paar Scherben heraus gesucht und hielt sie nach oben, legte sie aneinander um festzustellen ob denn noch ein weiteres Teil fehlen würde. Auch ein paar Holzspielzeuge packte er mit ein. Die könnte er sicherlich seinem Bruder mitbringen, wenn er sie raus schmuggeln konnte. Mit neuer Farbe sah das sicherlich gut aus. »Hast du alles? Ansonsten geh ich alleine zurück. Gib den Schlüssel her.«, rief er dem Anderen zu und begab sich etwas mehr in seine Nähe, die ganzen Einzelteile in den Händen haltend.

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Der rothaarige Chuunin hatte sich nicht im mindestens beeindruckt gezeigt, als Kuniaki über seine bisherigen Kommentare so angefasst reagierte - um nicht zu sagen, sich ziemlich offensichtlich aufregte. Oh armes Kind - wie hatte er nur auf dem Schulhof überlebt, ohne dass ihm eine Ader platzte oder jemand einen bösen Brief an seine Eltern schrieb ... naja, gut. Vielleicht lag der Brief auch einfach immer noch ungeöffnet auf dem Postbüro oder war unterwegs leeider versehentlich entsorgt worden, nachdem der Junge die Post geholt hatte, mh? Es gab zwar durchaus ein paar Wohnadressen da unten, die Post bekamen, aber beileibe nicht alle - Kenta hörte Saki durchaus zu, wenn sie von den Slums erzählte, auch wenn sein Mitleid sich anlagebedingt in Grenzen gehalten hatte. Jetzt da er Blut geleckt hatte, kam es natürlich auch nicht infrage, dass Kuniaki einfach alleine gelassen wurde - pfff, nein. Kenta gab sich durchaus solide Chancen, ihn heute noch zum Platzen zu bringen, und er war schon ein wenig neugierig, wie das wohl aussehen würde. Selbstverständlich schloss er sich an! Immerhin konnten zwei Leute auch mehr tragen. Hehe. Seine Ausflüchte würdigte der Kinzoku allerdings keiner weiteren Beachtung - da musste er sich wirklich schon mehr bemühen, wenn er einem erfahrenen Kenner eine Lüge servieren wollte. Und diese hier war ja weder glaubwürdig noch wenigstens interessant ... wirklich, da musste er noch ein gutes Stück dazulernen.

Kenta hatte natürlich nicht wirklich erwartet, mit seinem eigenen Konversationsvorstoß auf Interesse oder Sympathie bei Kuniaki zu stoßen - und mit Sicherheit auch nicht beabsichtigt, heh. Es ging in erster Linie darum, überhaupt noch ein wenig zu Reden, und sein bonbonhaariges Gegenüber einfach noch ein bisschen zu triezen. Immerhin bemühte der sich um einen Gegenschuss, hatte also in gewisser Hinsicht angebissen ... "Du bist ja so ein fleißiger Arbeiter. Machst gerne unspektakuläre Arbeiten, hm?" Gab Kenta schmunzelnd zurück. "Wenn ich mal jemanden treffe, der seine Wohnung geputzt braucht, empfehle ich dich gerne weiter." Das würde ihm doch gefallen, oder? Für Leute mit Geld für Putzkräfte saubermachen. Hah!

An der vermüllten Plattform eingetroffen, zeigte Kenta sich tatsächlich selbst recht fleißig und verschwand erstmal in einem der kleineren Müllhaufen, der glitzernde Elektrogeräte als Beute versprach. Nur Amateure piesackten ein und die selbe Person ohne Pause - so einem Ärger musste man ja erstmal ein bisschen Zeit geben, um sich aufzubauen! Der Kinzoku kramte sich eine reiche Beute bestehend aus Radios, einer Taschenlampe, einem Mixer, zwei Kochplatten und sogar einem kleinen Fernseher zusammen, die er sukzessive in einer der beiden größeren Kisten stapelte. Als Kuniaki ihn so selbstgewiss darauf ansprach, dass er jetzt alleine losgehen würde, lachte Kenta. "Wenn du Aufträge abseits von Hilfsarbeiten im Haushalt annehmen möchtest, Kuniaki, wirst du dich dran gewöhnen müssen, dass du nicht einfach alleine irgendwo hin rennst. Sonst wirst du vermutlich schnell der Liste unserer gefallenen oder gefangengenommenen Shinobi beitreten. Vielleicht eher der Gefangenen ... immerhin bist du putzig. Und am Ende müsste dich noch jemand Retten kommen." Er zwinkerte lässig, ohne den Schlüssel herzugeben, packte den Fernseher sorgfältig in die Kiste, und hob sie dann entspannt in die Höhe. "Wollen wir?" Wenn Kenta mal das einzige wäre, was für Kuniaki zum Problem werden könnte ... aber es würde sich zeigen, dass sie am Container nicht alleine wären.

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Hibana Kuniaki

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Einen Moment lang zuckten die Finger des Rosahaarigen, während er gerade zu fassungslos den Kinzoku anblickte. Bitte was hatte er gesagt!? Unspektakuläre Arbeiten, bei jemanden putzen!?! Nicht, dass er das nicht schon gemacht hatte, doch wusste er genau was das hier war. Er sah auf ihn herab, genau wie die anderen Menschen aus den besseren Schichten. Er konnte spüren wie sein Blut zu kochen anfing, er seine Zähne aufeinander presste und um das Zucken der Finger zu beruhigen diese zu einer Faust ballte. Einatmen… Das war doch sicherlich nur ein fieser Test um zu schauen ob er geeignet war, richtig? Und doch legte sich seine Wut langsam wie ein Schleier aus purem Rot über seine Augen, während er angespannt ausatmete. »Halt. Deine. Schnauze.«, viel mehr wollte und konnte er nicht sagen, bevor er sich hier nicht mehr unter Kontrolle haben würde. Er musste durchstehen, das war er seiner Familie schuldig! Doch zu gerne hätte er seine Faust in dem Gesicht des Rothaarigen platziert, den Schmerz in dessen Augen sehend. Das würde ihm recht geschehen! Die Worte des Jungen waren mehr als gepresst und schnell wandte er den Blick ab in der Hoffnung seine Gefühle unter Kontrolle zu bekommen. Einfach ausblenden, nicht auf ihn achten, sich erinnern warum er das mit sich machen ließ.

Immerhin kamen sie wieder an der Müllhalde an, sehr gut. Ein wenig Abstand! Den Moment Ruhe nutzend um sich kurz durch die Haare zu fahren und langsam zu zählen, in der Hoffnung der rote Schleier würde verschwinden, begab sich Kuniaki ebenfalls an eine entferntere Seite der Ansammlung. Scherben aller Art, verschiedene kleine Puppen, Spielzeuge welche man wohl nur Kleben musste und ein paar Sachen deren Lack einfach abgesprungen war, sammelte er ein um diese ebenfalls in eine der Kisten zu platzieren. Leider war ihm das Schicksal nicht gnädig und konfrontierte ihn erneut mit dem Mistkerl, dessen Grinsen den Schleier schnell wieder hinabfallen ließ. Alleine durfte er also nicht..? Doch das was danach kam, schien der Bogen des Hibana überspannt zu sein. Putzig…? Gefangen genommen!? Was dachte sich der Scheißkerl eigentlich!? Ohne auch nur noch eine Sekunde zu warten, packte er ihm am Kragen und holte aus um sofort zuzuschlagen. Keine Zurückhaltung, schlichtweg eine flüssige Bewegung! Irgendwo musste ja die Energie und der Frust hin. »Ich hab dir gesagt, halt deine verdammte Klappe! ICH lasse mich nicht gefangen nehmen und ich bin nicht putzig, sag Mal hast du alle Tassen im Schrank!?!«, wieder und wieder im Rausch seiner Wut gefangen knallten die Knöchel achtlos in die Richtung des Rothaarigen, für den Moment nicht realisierend was geschah. Ob die Kisten mittlerweile am Boden lagen oder nicht war ihm hier völlig egal. Der Geduldsfaden war gerissen und mit aller Macht versuchte er ihm das Gesicht neu zu streichen. Ein Tritt gen Beine folgte ebenfalls, in der Hoffnung er könnte ihn zu Fall bringen.
 

Kinzoku Kenta

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Oooh, er machte das fast zu einfach. Besonders trickreich war Kunaiki nun wirklich nicht, wenn er so leicht zu provozieren war ... gut, dafür bewies er eine gewisse Sturheit, immerhin beherrschte er sich schon für, oh, ein paar Minuten, gerade noch so, ohne auszuflippen. Aber er schwächelte sichtbar. Er hatte ja auch anbeißen müssen, hm? Ein schlauer Junge hätte vermutlich einfach die Klappe gehalten oder wenigstens auf eigene Sticheleien verzichtet, aber nein ... dafür war es dann auch zu viel Stolz, wie's aussah. Kenta war das mehr als nur Recht - es versprach im Gegenteil gute Unterhaltung! Kenta bastelte gerne, aber im Moment schien ihm die Restauration dieser weggeschmissenen Elektrogeräte ein ausgesprochen zweitrangiger Spaß zu sein gegenüber dem, den man mit Kuniaki haben könnte. Und was sollte er sagen ... der Junge enttäuschte nicht! Sicher, es war ziemlich dämlich. Aber man musste doch irgendwo den Schneid bewundern, oder? Kenta tat das! Er liebte solche Typen. Ohne sie wären seine Besuche in Kneipen weitaus langweiliger. Und sein Arbeitsalltag erst!

Kenta gab Kuniaki mental durchaus Pluspunkte für die Schnelligkeit seiner Reaktion, nachdem er sich einmal entschieden hatte, auszuflippen. Und die Maske machte es auch ein wenig schwieriger, genau abzulesen, wann denn der neuralgische Punkt erreicht und der Damm gebrochen war. Gute Voraussetzungen für einen effektiven Wutanfall! Aber Kenta hatte den Mund natürlich nicht unvorbereitet so voll genommen - und sobald er den Umschwung bemerkte, mit dem die ganze innere Spannung in dem Kerl sich plötzlich löste und in eine Handlung flutete, tat sich auch bei Kenta was. Chakrakanäle öffneten sich, Energie floss über Pfade, die schon vorbereitet waren, seit Kenta sich Kuniaki wieder genähert hatte, und silbern schimmerndes Metall floss aus tausenden unsichtbaren Poren in der Haut des rothaarigen Jungen - Kuniakis Faust würde ganz wie geplant gegen Kentas Gesicht prallen, traf dort aber nicht auf Haut mit Fleisch und Knochen darunter. Es gab einen dumpfen, scheppernden Klang, als Knöchel auf schimmerndes Metall stießen und daran abglitten (Kinzoku Sensha). Und nochmal. Und nochmal. Und nochma- oooh, ein Tritt! Sehr schön! Kenta legte unaufgeregt eine Hand an den Arm, mit dem Kuniaki seinen Hemdkragen gegriffen hatte - mit seiner anderen Hand griff er blitzartig das nach ihm geschwungene Bein und hielt es einfach nur fest, sodass Kuniaki gezwungen wäre, auf einem Bein zu stehen. "Heey. Das war gar nicht schlecht." Lobte Kenta und klang mehr als belustigt, während sein silbrig schimmerndes Gesicht nicht mal kleine Dellen aufwies. "Fehlt noch ein bisschen Feinschliff und eine Menge Kraft, aber ich mag deinen Kampfgeist, Kun-kun." Der Kinzoku schien die Situation ziemlich lässig zu nehmen, denn er hatte sich seit Beginn des Ausbruchs nicht vom Fleck bewegt. "Wenn du den in eine etwas ... produktivere Richtung lenkst, hast du sicher Potential ... aber hier und heute müssen wir erstmal unseren Job fertig machen." Kenta grinste und zeigte eine Reihe blitzweißer Zähne unter seinen silbernen Lippen. Er hatte nicht wenig Ähnlichkeit mit einem Haifisch, als er weitersprach.

"Deal? Oder möchtest du, dass ich dich vorher durch die Mangel drehe?" Auch das konnte er gerne haben! Kenta fing nur deshalb nicht an, weil er ihn nicht unnötig aus einer Metallschicht pellen wollte ...

@Hibana Kuniaki
 

Hibana Kuniaki

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Einen tiefen, dumpfen Knall gab es, als Kunkun mit der Faust auf das Gesicht des Rothaarigen eindrosch. Man sollte glauben, dass ein Schlag genug wäre um ihn aus dieser Rage zu schmeißen, aber oh nein! Wieder und wieder knallte seine Rechte mit Schwung auf Kentas Gesicht, während er die Zähne zusammenbiss. Er hasste es, warum musste man auf ihn herabsehen! Warum konnten ihn nicht einfach alle in Ruhe lassen, warum machten alle immer so ein riesiges Ding daraus?! Doch erst als er zu einem Tritt ausgeholt hatte um endlich eine Reaktion zu bekommen, welche ihm gefiel, geschah etwas. Jeglicher Schwung wurde ihm aus der Bewegung genommen, während er beinahe schon ein wenig auf seinem einen Bein stolperte, mit einem lauten Zischen die Faust ausschüttelte und schlagartig die Hand vom Kragen des Anderen nahm. Scheiße. Das lief nicht nach Plan! So langsam hatte sich der rote Schleier aus Wut nämlich auch wieder verzogen und stattdessen übernahm das wuchtige Pochen in seiner Hand, welcher er ächzend an sich drückte, kurz auf die Haut sah. Na toll.. Das konnte er später zuhause verbinden. Aber wie zur Hölle hatte er ihm das Gesicht nicht eingeschlagen!?
Ein Blick in das des Chuunin und es wurde klar. Kurz kippte ihm die Kinnlade runter als er das silbrige Material nun aktiv wahrnahm. Sein ernst..? Das konnte er?! Doch nicht nur das, er lobte ihn, wenn man es so nennen wollte. »Kuniaki.«, korrigierte er ihn sofort und zog an dem Bein um dieses aus dem Griff zu befreien, war ihm all das hier doch deutlich unangenehmer als er zugeben wollte. Das war seine verdammte Prüfung und die Pferde waren mit ihm durchgegangen. Hatte er seine Chance vertan? Seine Familie enttäuscht? Er konnte spüren, wie sein Herz schneller schlug, die Angst einen Moment in ihn einkehrte. War er nun für immer dieser unendlichen Abwärtsspirale gefangen?
Den Fuß hatte er mittlerweile wieder auf den Boden gestellt und war einen Schritt zurück gegangen, versuchte den Kinzoku weiter direkt anzuschauen. Durchatmen, er würde das regeln, kein Problem, es würde funktionieren! Wie konnte der andere so ruhig bleiben, während er selbst hier fast am Rad drehte, war das alles ein blödes Spiel für ihn?! »Hmhm..«, erwiderte er nur ein wenig grimmig, die Nase etwas rümpfend und einmal tief ausatmend.

Doch Kenta schien nachtreten zu wollen. Ihn durch die Mangel drehen? Wenn er sich alleine das Gesicht des anderen anblickte welches keine Dellen aufwies und bedachte wie schnell er den Tritt locker abgehalten hatte, schien ihm das weniger wie eine gute Idee. »Mach dir nicht die Hände schmutzig. Am Schluss wird noch deine feine Kleidung dreckig.«, die Abneigung war deutlich in dem Zischen seiner Stimme herauszuhören. Das Schlimme war, Kunkun wusste, dass er hier einen Fehler begangen hatte, wusste dass er sich entschuldigen sollte, aber sein Stolz war zu groß. Die aufgeschlagene Hand nochmal schüttelnd und dann wieder die Kiste ergreifend und stockend einatmend eilte er wieder zum Container. Er wollte diesen Scheiß Job nur noch fertig bekommen und weg von diesem Irren. Zumal er ihm mehr als zutraute ihm nochmal auf die Palme zu bringen, schien er hierfür doch ein gottgegebenes Talent zu haben. »Mach auf, ich will fertig werden...«, nölte er leise und sah ihn dieses Mal nicht an, hob das Bein leicht an um mit dem Knie die vollgepackte Kiste abzustützen.

@Kinzoku Kenta
 

Kinzoku Kenta

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Und jetzt verbiss er sich darin, Kenta für einen feinen Pinkel zu halten, hm? "Aww. Du würdest dich wundern, wie viele Klamotten ich schon verschlissen habe." Schob der Kinzoku hinterher, und lachte leise, ehe er zurück zum Container marschierte. Es störte ihn nicht wirklich, wenn der Kleine sich ein verqueres Bild von ihm machte - im Gegenteil, er fand es erfrischend, wie leicht es war, ihn aufzustacheln! Sprach indes nicht unbedingt für seine Qualitäten als besonnene Einsatzkraft, mh? Na egal. Immerhin sollte er hier nur ein süßer kleiner Genin werden - der hoffentlich irgendwann auch auf Befehle hörte, ohne sich an seinen Vorgesetzten die Knöchel blutig zu schlagen. Aber da war Kenta ganz optimistisch. Wenn nicht, war es jedenfalls auch nicht weiter schlimm ... dann würde er sich schon selbst aus dem Dienst entfernen, wenn er auf irgendwas eindrosch, das wirklich zurückschlagen konnte. Kenta trug selbst an der Kiste mit dem Fernseher, schaffte es aber irgendwie trotzdem, dabei lässig und entspannt zu wirken, während sie weitgehend schweigend ihren Weg zum Container fortsetzten und er seine schwere Kiste auf dem Boden abstellen konnte. Mit einem Klimpern zog er den Schlüssel aus der Tasche und öffnete für Kuniaki - oder Kun-kun, der definitiv sponn, wenn er glaubte, dass Kenta nach einer Korrektur auf den Spitznamen verzichten würde! Haha. "Hereinspaziert!" Aber so witzig das Kind auch war, Kenta hatte nicht vor, hier bis in die Nacht weiter zu arbeiten, und das hieß, dass sie vermutlich ein bisschen ruhiger rangehen sollten. Jetzt wo sein pinkhaariger neuer Freund sich abreagiert hatte ... er versenkte den Kopf für die nächsten paar Minuten erstmal in den Innereien des Fernsehgeräts, die tatsächlich mal spannend waren, denn soetwas bekam man auch als Kinzoku mit Faible für die Bastelei nicht alle Tage zu sehen. Mmh ... ohne Signal war nicht hundertprozentig sicher zu prüfen, ob es jetzt funktionierte, oder? Aber der Bildschirm schien in Ordnung zu sein, und Kenta packte das Fernsehgerät nach seiner Zufriedenheit zu den reparierten Geräten ... mal schauen. Hatte Kunkun in der Zwischenzeit neue Elektrogeräte rangeschafft ... ?

Kenta hielt sich wie von ihm geplant zurück, während sie über die kommenden paar Stunden die wilde Müllhalde langsam abtrugen, und entweder hatte der Junge für heute genug gehabt, oder ihm war aufgegangen, dass die Sache hier nicht ganz unwichtig für ihn war - jedenfalls benahm er sich jetzt artig. Mit der Zeit sammelte sich zwar auch ein enttäuschender Haufen von nicht reparierbaren Dingen an, aber gemessen an der Gesamtmenge war der Fortschritt doch ganz anständig. "Gut, gut ..." Stellte Kenta fest, als der Himmel langsam dunkler wurde, und schloss den Container ein letztes Mal ab. "Hat doch ganz sauber funktioniert. Vielleicht wird ja eine regelmäßigere Sache draus, hier nach verwertbaren Sachen zu suchen ... kommen wir mal zu dir, mh?" Kenta klatschte in die Hände. "Ich kann nicht behaupten, dass du dich heute mit Ruhm bekleckert hast ... aber ich bin der letzte, der sich dir in den Weg stellt, wenn du Genin werden willst." Der Kinzoku grinste. "Lernen durch Erfahrung ist doch immer das beste, nicht wahr? Ich schreib zuhause den Bericht, du kriegst dann Post von der Verwaltung, was sie entschieden haben." Kenta tippte sich an die Schläfe. "Aber fang bis dahin besser keinen Streit an! Vielleicht sieht man sich ja nochmal~" Er winkte zum Abschied, ehe er den Aufzug bestieg. Vielleicht wollte der Junge ja mit einsteigen, wenn er gar nicht hier wohnte? Hehe ...

@Hibana Kuniaki
 
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