Das örtliche Krankenhaus

Dieses Thema im Forum "Seiryuu-Bezirk" wurde erstellt von Dokúiki Takeo, 27. Nov. 2017.

  1. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Job: Winter is coming

    Takeo zog seinen Mantel enger zusammen. Ja. Seinen guten, alten Mantel. Denn heute war es tatsächlich so kalt, dass er ihn aus den Untiefen des Kleiderschranks befreit hatte. Normalerweise hätte er das Haus heute nicht verlassen und einen entspannten Tag zu Hause verbracht, doch hatte er seine Hilfe bei einer Angelegenheit angeboten. Sein Vater wies ihn, wahrscheinlich nicht ganz uneigennützig, bereits auf den Job hin und da Takeo nicht anderweitig eingebunden war und vielleicht die ein oder andere nette Information erhalten würde, sagte er schließlich zu. Des Weiteren hatte er noch immer nicht richtig in Shirogakure Fuß gefasst und bestimmt würden auch ein paar andere Shinobi dem Aufruf folgen, was eine gute Möglichkeit wäre, neue Bekanntschaften zu machen. Sein Weg führte ihn zum städtischen Krankenhaus, das sich, wenn man dem Aufruf glaubte, vor Anfragen nicht mehr retten konnte. Genau aus diesem Grund sollten auch ein paar Shinobi aushelfen damit das Chaos nicht überhandnahm, und mit seinen medizinischen Kenntnissen war Takeo vermutlich für die Aufgabe ganz gut geeignet. Immerhin hatte er auch schon oft im Krankenhaus ausgeholfen.
    Er bog um eine Ecke und da war es auch schon: Vor ihm ragte ein großes, sehr schlichtes Gebäude auf. Zwar nicht sonderlich schön, aber sicherlich zweckmäßig. Takeo nickte, um sich selbst zu bestätigen, und betrat dann – ohne Umwege – das Gebäude.

    Takeo öffnete die Tür erst zwanzig Minuten später als geplant. Vielleicht hatte er doch noch einen kleinen Umweg genommen. Er putzte sich den Mund ab und verstaute das Tuch in seiner Tasche. Der Tag würde bestimmt stressig werden und möglicherweise hatte er später keine Möglichkeit mehr, etwas zu essen. Auch wenn er sich in dem Punkt irrte: So frisch hätte er die Tako-yaki zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt nicht mehr bekommen und er hätte auch kein Problem damit, später noch eine Portion zu vertilgen.
    Innerhalb der Klinik war es für seinen Geschmack nun, im Gegensatz zu draußen, viel zu warm, sodass er den Mantel schnell von seinen Schultern gleiten ließ und ihn über seinen Arm legte. Die Temperatur kam wahrscheinlich nicht durch übermäßiges heizen zustande, sondern eher durch die vielen Leute, die sich hier im Wartebereich tummelten. Immerhin wusste er jetzt, dass er nicht umsonst gekommen war, denn scheinbar gab es hier eine ganze Menge zu tun. Takeo ging an den wartenden Leuten vorbei und machte sich direkt auf, um mit der scheinbar zuständigen Mitarbeiterin zu reden, die hektisch hinter einer Theke hin und her lief. Dafür erntete er einige warnende Blicke, die ihm wahrscheinlich mitteilen wollten, dass er es ja nicht wagen sollte, sich vorzudrängeln. Er ließ sich davon jedoch nicht beirren, denn immerhin war er hier, um genau diesen Menschen zu helfen. So wurde die Schwester heran gewunken, die scheinbar zunächst den gleichen Gedanken hatte, wie die Patienten: „Guten Tag. Bitte stellen Sie sich hinten an, wenn sie keine dringende Versorgung benötigen, und füllen Sie schon einmal dieses Formular aus. Heute ist es leider sehr voll. Wir bitten vielmals um Entschuldigung.“ Auffordernd hielt sie ihm Stift und Papier hin. „Danke, aber ich bin kein Patient. Ich bin hier, weil um Hilfe gebeten wurde. So wie es aussieht ist diese Anfrage noch aktuell.“, entgegnete Takeo mit einem freundlichen Lächeln und die Schwester atmete erleichtert aus. „Endlich. Wir dachten schon, es kommt niemand. Bitte nehmen Sie noch einen Moment im Hinterzimmer platzt. Es wird sofort jemand kommen und Ihnen eine kleine Einweisung geben.“ Takeo folgte ihren Anweisungen und schlenderte ins Hinterzimmer. Zu seiner Enttäuschung war er alleine. So hatte er das zwar nicht geplant, aber es reichte ihm tatsächlich schon, den Leuten hier ein bisschen Arbeit abzunehmen. Immerhin leisteten sie sehr viel für die Stadt. Er begann ein wenig mit dem Stuhl zu kippeln und driftete mit seinen Gedanken schnell in eine andere Welt ab.
  2. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Hoch konzentriert und mit eindeutiger Denkermiene betrachtete Mai kürzlich das schwarze Brett. Sie brauchte einen kleinen Nebenverdienst. Irgendetwas! Am besten, es würde nicht viel Zeit beanspruchen. Und vielleicht nicht allzu anstrengend sein. Ach, und natürlich sollte es ausreichend entlohnt werden. Das war der Grund, weshalb der Blauschopf überhaupt hier war: Schnelles Geld. Am liebsten blitzschnelles Geld, denn die Verkäuferin im Laden wollte das Kleid eigentlich gar nicht zurücklegen. Erst durch die dramatische Ansprache von Mai konnte das Herz der Angestellten erweicht werden, sodass sie das ultrasüße Teil bis zum Ende der Woche für die Kunoichi aufbewahren würde. Sehr gut! Mai hatte ja noch ein paar Tage Zeit und bis dahin wäre schon irgendein Job schnell erledigt! Konnte ja nicht so schwer sein. Tze!
    Eine Entscheidung musste her. Die Auswahl an Jobs war wirklich riesig und Mai hatte keine Lust, sich nun jedes Angebot einzeln durchzulesen. Daher sollte der Zufall entscheiden, für was sie sich melden würde. Der quirlige Blauschopf schloss die Augen, streckte den Arm aus und ließ mit einer großen, kreisenden Bewegung den Zeigefinger auf irgendeiner Ausschreibung landen. Gespannt öffnete sie die Augen und – „.. ein Clownskostüm anziehen?“, schoss es ihr durch den Kopf, als sie die Beschreibung durchlas. Nein. Auf keinen Fall! Das würde sie nicht machen! Lieber würde sie- „Ups!“, gab Mai leise von sich, als sich ein Blatt vom schwarzen Brett gelöst hatte und pinnte es wieder an. Na, wenn da nicht gerade tatsächlich der Zufall entschieden hatte! Der Inhalt dieser Ausschreibung gefiel Mai schon besser! Und die Ausschreibung war brandaktuell, sie könnte sich also dafür noch melden.
    Gesagt, getan. Kayros wäre sicher stolz auf Mai, wenn er wüsste, dass sie sich mehr oder weniger für das Krankenhaus engagieren würde. Naja, das tat sie ja auch hin und wieder, schließlich war das eine wunderbare Gelegenheit, die medizinischen Fähigkeiten zu trainieren. Vielleicht wäre dieser Job auf mehreren Ebenen sinnvoll? Ganz zu schweigen von den armen, traurigen Patienten, welchen Mai ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnte. Doch! Dieser Job war die beste Idee! Es musste einfach gut werden! Und bei solch tollen Aussichten kann man auch ruhig darüber hinwegsehen, dass es draußen eigentlich viel zu kalt war, um auch nur einen Fuß auf die Straße zu setzen.
    Bei der Theke zur Anmeldung angekommen, spazierte Mai leichtfüßig an den Patienten vorbei und nahm deren Ärger darüber gar nicht wahr. Wenngleich auch die Schwester das Anliegen des Blauschopfs nur abnickte und sie geradewegs in einen Nebenraum verwies, ließ sich Mai nicht beirren. Gut gelaunt und mit einem Lächeln auf den Lippen ging sie eben in jenen Raum, auf welchen die gestresste Krankenschwester gedeutet hatte.

    Oh! Da war ja schon jemand! „Hallöchen!“, trällerte der Blauschopf fröhlich und grinste den fremden Jungen an. Nein, ihn kannte Mai nicht. Zumindest glaubte sie, dass sie ihn zuvor noch nicht gesehen hatte. Ob der eisige Wind seine Haare so.. zerzaust hatte? Als sich die Kunoichi auf einen der freien Stühle gesetzt hatte, seufzte sie zufrieden aus und legte beinahe andächtig ihre Hände in den Schoß. Dann wandte sie sich wieder dem Jungen, welcher wohl ungefähr in ihrem Alter war, zu. „Bist du auch hier, um auszuhelfen? Ich hatte ja damit gerechnet, dass viel los sein wird. Aber diese Menge an Menschen da draußen ist schon enorm! Aber das wird schon!“, redete sie sogleich los, lächelte dann einen Moment lang vor sich hin und hoffte inständig, dass dieser junge Mann auch tatsächlich ein Kollege war – das wäre sonst ein wenig peinlich. Schlimm genug dass Mai glaubte, sie hätte ihn mit ihrem Hineinplatzen in den Raum erschreckt. Nicht auszumalen!
    Es ging nicht. Sie schaffte es einfach nicht, still zu halten. „Hoffentlich kommen noch ein paar Helfer! Zu zweit werden wir nicht viel bewegen können.“ Dann setzte sie sich urplötzlich und wie von der Tarantel gestochen kerzengerade in ihren Stuhl und fixierte den Unbekannten erneut: „Nun hab‘ ich dich zugeredet und mich gar nicht vorgestellt! Mein Name ist Sakaida Mai!
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dez. 2017
  3. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Krankenhäuser waren sehr eigenartige Lebensräume, beobachtete Arata nicht zum ersten Mal. Warum genau nochmal hatte er sich entschieden hier künftig häufiger zu sein, nachdem er eigentlich mehr als genug Grund hatte allem was weiß trug (und das schloss ausdrücklich Bräute ein!) aus dem Weg zu gehen? Eine junge Frau mit einer kleinen Verbrennung an der Hand lief ihm über den Weg, und er zuckte zusammen. Richtig - Schuldgefühle. Ein bisschen Sinnsuche auch, wenn er großzügig mit sich war ... der Yamanaka war bis eben gerade unterwegs gewesen um sich neue Arbeitskleidung zu besorgen, nachdem ein Dreijähriger ihm die alte vollgekotzt hatte, und bastelte sich gerade einen neuen Haarknoten fertig, als eine der Krankenschwestern ihn abpasste. "Hey, Ara - deine Kollegen sind da und sitzen im kleinen Seminarraum vorne. Erklärst du ihnen wie es hier funktioniert?" Ah, richtig - die erste Fuhre Schwestern dürfte jetzt in die Mittagspause gehen. Egal, im Krankenhaus hatte er irgendwie nie Hunger. Und er war ohnehin gespannt, wer der Ausschreibung noch gefolgt sein mochte.

    Kaum eine Minute, nachdem Mai sich dazugesellt hatte, würde die Klinke von außen herabgedrückt, und eine Person die auf den ersten Blick ziemlich nach einer Krankenschwester aussah trat ein - und das nicht nur weil sie weiße Hosen und Kasack trug, sondern auch wegen der langen blonden Haare die kunstvoll in einem Haarknoten gebändigt auf dem Kopf thronten. Wenn man nicht bemerkte, dass aus den Taschen des Krankenhaus-Oberteils die Bügel eines Stethoskops und der Griff eines Reflexhammers ragten, war es vermutlich erst die doch eher maskuline Stimme, die das Rätsel auflöste. "Hey. Ich hab gehört ihr habt euch auch zum Hilfseinsatz gemeldet?" Mit einem leisen Seufzen glitt Arata ganz durch die Tür und setzte sich auch einen Moment hin. Seine ansonsten recht geschliffenen Manieren hatten unter zwei Stunden morgendlicher Notaufnahme schon ein bisschen gelitten, aber emotional blieb er so ungreifbar wie üblich. "Also ... Konnichiwa. Ich bin Arata, und was da draußen los ist seht ihr ja selbst ... die Idee ist dass wir uns hier die Leute ansehen die als mittlere oder geringe Dringlichkeit triagiert sind sie entweder wegschicken oder falls nötig ins Shinobi-Krankenhaus aufnehmen." Er musterte die beiden anderen vorsichtig - er kannte sie beide nicht und sie waren mindestens sein Alter, was hieß dass sie vermutlich mehr Erfahrung aufwiesen als er. Und sie waren freiwillig hier, also brauchte er ihnen bestimmt keine medizinischen Dinge erklären. "Ähm ... ich hab bisher vier Erkältungen und zwei Mandelentzündungen gesehen und nach Hause geschickt. Und ... ein Kind mit Erbrechen." Er grinste schwach. "Habt ihr schon eine Idee wie wir uns organisieren wollen? Ich fürchte mehr als wir drei werden es nicht."
  4. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    „…da draußen ist schon ernorm! Aber das wird schon.“ Woher kam denn diese Stimme? Takeo neigte leicht den Kopf und entdeckte ein junges Mädchen neben sich. Redet sie etwa mit mir? Vermutlich schon. Er hoffte, dass ihm noch keine wichtige Frage entgangen war, und nickte zustimmend. Also war er doch nicht alleine. Er musterte Sakaida Mai – so stellte sie sich jedenfalls am Ende ihres Monologs vor – und grinste, wie so oft. „Schön, dich kennenzulernen. Mein Name ist Dokúiki Takeo.“ Takeo wollte gerade ein Gespräch mit der Kunnoichi beginnen, als die Tür des Raumes sich erneut öffnete. Eine junge Frau trat ein, die augenscheinlich zur Belegschaft des Krankenhauses gehörte und sie wohl in die Tätigkeit einweisen würde.

    Takeo lauschte ihr gespannt, aber nicht wegen dessen, was sie sagte, sondern wegen ihrer – oder seiner – Stimme, denn Takeo brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass es sich um einen Mann handelte. Arata war sein Name und er hatte bereits mit der Arbeit begonnen. Nachdem er die Runde für vollständig erklärte, ging es auch schon an die Planung. Gab es ein sinnvolles Vorgehen bei den Menschenmassen, die sich im Vorraum tummelten? Eine schwierige Frage. Die offensichtlichste Herangehensweise wäre es wohl, einen nach dem anderen abzuarbeiten, was vermutlich auch einige Probleme mit sich bringen würde. Nicht alle Patienten waren leicht abzuwimmeln und es würde nicht mehr lange dauern, bis der Eingangsbereich bis zum Platzen gefüllt sein würde. Wenn sich also alle drei gleichzeitig mit einem sturen Patienten rumschlagen müssten, würde das Getümmel überhand gewinnen. Außerdem mussten sie auch einen Überblick über die Plätze im Ninjakrankenhaus behalten, um das Problem nicht einfach nur nach dort zu verlagern. Vielleicht wäre eine Aufteilung der Aufgaben sinnvoller? Einer der drei könnte sich schon einmal einen groben Überblick verschaffen und sich um all diejenigen kümmern, die ihre Krankheit auch zu Hause auskurieren könnten, während der zweite sich um die Beurteilung der weniger eindeutigen Fälle kümmern würde. Und der dritte im Bunde? Nun ja. Dem würde bei dieser Methode wohl die spannende Aufgabe zufallen, den Überblick zu behalten und die anderen beiden zu unterstützen. Dies schien Takeo auch nicht wie der eleganteste Weg, aber als Takeo klar wurde, dass es eventuell ein bisschen merkwürdig aussah, wie er grübelnd herumstand, ohne verbal auf das Eintreten von Arata zu reagieren, rang er sich dazu durch, diese Struktur vorerst in den Raum zu werfen. „Auch schön dich kennenzulernen. Dokúiki Takeo mein Name. Die plumpe Variante wäre es einfach einen nach dem anderen abzuarbeiten, aber vielleicht wäre es sinnvoller, wenn wir die Aufgaben ein wenig aufteilen?“ Takeo erläuterte seinen Gedankengang und hoffte auf eine positive Resonanz. Seine größte Sorge war, dass er vielleicht erneut eine Antwort von Mai verpasst hatte, während er sich den Plan zurechtlegte.
  5. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Es war Takeos Glück, dass Mai eine relativ lange Leitung hatte, was zwischenmenschliche Angelegenheiten betraf. Und wenn sich der Blauschopf diesbezüglich nicht allzu sicher war, dann legte sie die Sache einfach so aus, wie sie ihr am besten gefiel: Takeo schien wirklich nett zu sein! Wer so lieb grinst und sich so freundlich vorstellt, konnte nur gut drauf sein. Bestimmt würde dieser Job mit ihm ganz locker werden. Als die Tür aufging und eine .. ein .. also.. Eine Person herein kam, welche wohl Krankenschwe.. -pfleger? Uff. Mai hatte ja schon einmal davon gehört, dass es Menschen gab, die irgendwie alles waren und dennoch nichts. Unauffällig sah sie zu Takeo, doch der schien ebenso ein Fragezeichen im Gesicht zu haben, wie sie selbst.
    Der Blauschopf erwischte sich dabei, wie sie die neue Person im Raum mit leicht geöffneten Mund und gekrümmten Augenbrauen anstarrte – und beendete das sofort, als ihr das bewusst wurde. Ein herzliches Lächeln war viel einladender, als diese unwissende Grimasse. Doch als die Person im Kasack anfing zu sprechen und den Jungennamen Arata nannte, wurde die Sache eindeutiger. „Wow, was für ein hübscher Junge!“, schoss es Mai durch den Kopf. Wenngleich er wirklich feminin aussah, sein Gesicht und sein Haar waren einfach schön anzusehen – und dennoch befremdlich. Aber jetzt genug davon, es gab eine wichtige Aufgabe! Also stellte sich Mai Arata noch namentlich vor, ehe es auch schon an die Planung gehen sollte.

    Takeo war der erste, welcher versuchte, ein wenig Ordnung ins Chaos zu bringen, indem er eine Vorgehensweise vorschlug. Während er sich erklärte, zog Mai die Beine an und dachte im unbequemen Schneidersitz über seine Worte nach. Nach kurzer Zeit nickte sie immer und immer wieder, ehe sie ihm lächelnd antwortete: „Du hast recht! Wir sollten die Aufgaben auf jeden Fall verteilen. Allerdings würde ich die weniger eindeutigen Fälle lieber von den Ärzten beurteilen lassen, damit wir uns nicht für Dinge verantworten, die außerhalb von unserem Tätigkeitsbereich liegen.. Auch wenn wir das so schon machen!“, lachte sie gegen Ende auf. „Was haltet ihr davon, wenn sich zwei direkt um das Chaos draußen kümmern und einer im Eingangsbereich die Leute abfängt und bereits dort die weniger Kranken versorgt und heimschickt? Dann staut es sich vielleicht nicht noch mehr hier und sobald es sich irgendwie beruhigt hat, kann der Aufgabenort ja gewechselt werden. Über den Kontakt mit den Leuten der Patientenverwaltung könnten wir auf dem Laufenden bleiben, wie viel Platz noch im Ninjakrankenhaus ist.“ Wörter, Wörter, Wörter. Hoffentlich hat Takeo auch brav zugehört! In jener Sekunde, in welcher Mai geendet hatte, öffnete sich erneut die Tür und eine Krankenschwester kam herein, um Takeo und sie noch darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich doch bitte noch entsprechend umkleiden sollten.. und dass es nett wäre, wenn die drei dann beginnen würden.
    Mai wandte sich daraufhin lächelnd Arata zu. „Was meinst du? Du scheinst ja bereits einen Eindruck von dem Job zu haben. Oh, und ich gehe mal davon aus, dass wir alle mindestens die Grundprinzipien der Medizin kennen?“ Aber wahrscheinlich schon. Eine gewisse Affinität dazu wäre logisch, ansonsten würde man sich eher für einen anderen Job gemeldet haben. Und es war bestimmt nur Grund Nr. 2, dass Mai so gerne einen Kasack trug, denn weiß kleidete sie ungemein..
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dez. 2017
  6. Yamanaka Arata

    Yamanaka Arata Genin

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    Mai und Takeo also - gut. Die beiden wirkten recht motiviert, was ihm nur guttun konnte, und ... etwas verwirrte Blicke bei der ersten Vorstellung war er schon länger gewöhnt. Takeo sprach sich eher dafür aus, eine sinnvolle Aufteilung zu finden, und Arata nickte langsam, als Mai mit einer konkreteren Idee dazu kam. Es klang nicht schlecht, einen von ihnen für die banaleren Aspekte vorzuschalten, damit die anderen zwei sich dann mit den vielleicht Verlegungsbedürftigen beschäftigen konnten. "Die Idee klingt gut. Im Zweifel können wir uns für schwierige Fälle immer noch zusammentun oder umverteilen falls es nicht klappen sollte." Stimmte er zu. "Und wir können gleich erstmal die Fallverwaltung im Ninjakrankenhaus anrufen, die wissen wie viele Betten frei sind." Erklärte er, und zog einen Klebezettel mit Telefonnummer aus der Tasche, um ihn den anderen zu überreichen - die beiden die dann mit den Verlegungsfällen zu tun hatten konnten ihn ja behalten, und einmal einprägen konnte sich die Nummer ja sicherheitshalber jeder. Auf die Schlussfrage nickte er. "Nicht so viel mehr als das, aber ja - ich beherrsche die Grundlagen, Untersuchungstechnik, und Chiyo Ryoku no Jutsu." Trotzdem fühlte er sich hier einigermaßen qualifiziert - die speziellere Ninjaausbildung hatte ja mehr mit Traumatologie, Brüchen und Vergiftungen zu tun. Kampfprobleme, nicht allgemein medizinische wie hier ... naja. Allgemein medizinisch und zu einem guten Teil von psychologischen Problemen begleitet, aber das dürften die beiden ja schon kennen.

    Unvermittelt wanderten Aratas dunkelgrüne Augen zu Mai, als hätte er ihren letzten Gedanken gelesen. "Oh - und ich habe Chips für die Umkleide für euch." Sagte er plötzlich, und bot beiden einen Gast-Chip für die Spinde mit drin bereitliegender Dienstkleidung im Untergeschoss an. "Vorne im Treppenhaus eins runter und dem Schild folgen ... ich würds machen. Kotze und so." Erklärte er mit einem etwas schmerzlichen Grinsen und stand auf. "Okay, ansonsten ... Wünsche wie ihr euch einteilen wollt? Mir ist alles recht." Die Aussicht auf Gesellschaft schien zwar verlockend, aber falls die beiden ein eingespieltes Team waren wollte er sich auch nicht dazwischen drängen.
  7. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    „Dann machen wir es so. Das klingt doch nach einem Plan.“ Takeo grinste wieder, denn er hatte schon ganz anderes erlebt. Mit einem soliden Plan im Rücken fühlte er sich gleich viel sicherer und seine Motivation bekam noch einmal einen kleinen Schub. Scheinbar hatte er hier ein fähiges Team erwischt, mit dem der Job hoffentlich einen sehr angenehmen Charakter annehmen würde. Die Nummer auf Aratas Zettel war ihm gut bekannt und so überließ er den kleinen Zettel Mai. Vielleicht müsste er so nicht das Telefonat übernehmen. Die Dame am anderen Ende der Leitung war zwar sehr nett und ihre redefreudige Art war im Umgang mit Patienten wahrscheinlich auch eine ausgezeichnete Eigenschaft, aber er war sich nicht sicher, ob er sie dazu bewegen konnte, das Gespräch kurz zu halten. „Bei mir sieht es ähnlich aus wie bei Arata, aber ich denke mal das reicht für heute aus. Wenn es um Vergiftungen geht, habe ich vielleicht noch ein bisschen zusätzliches Wissen angesammelt. Das liegt mir irgendwie im Blut.“ Takeo kratzte sich am Kopf, da er sich nicht wirklich sicher war, ob diese Information für den heutigen Tag wichtig war, aber es konnte nicht schaden, wenn seine Partner darüber im Bilde waren. Leider kann man ja nie wissen, was der Tag so bringt. Vielleicht würde es auch eine plötzliche Epidemie geben? Der Gedanke daran würde zu einer spannenden Geschichte führen und Takeo erwischte sich dabei, wie er fast erneut abdriftete. Er beschloss diese Idee im Hinterkopf zu behalten und sie zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu verfolgen.

    Den Chip von Arata nahm er dankend an und grübelte gleich schon über die gestellte Frage. Sein Blick wanderte von Arata zu Mai. Eigentlich war es auch ihm ziemlich egal. Er wollte niemandem eine Aufgabe wegschnappen und Mai hatte sich noch nicht geäußert. Wenn er sich jetzt für den Job an der Front entschied und... Er wandte sich direkt zum Gehen, um sich auf die Suche nach den beschriebenen Umkleiden zu machen und hob nach einigen Metern die Hand. „Macht das unter euch aus. Ich nehme das was übrig bleibt. Aber wir sollten keine Zeit verlieren, denn leerer wird es nicht mehr.“ Er beschleunigte seinen Schritt und erwischte sich, wie sein Grinsen noch ein wenig breiter wurde als er die erste Treppenstufe nach unten nahm. Entscheidung erfolgreich abgewendet!
    Sakaida Mai gefällt das.
  8. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    Dem quirligen Blauschopf war einfach zum Lächeln zumute, als sie ihren beiden Teamkollegen zuhörte. Es war immer schön, neue Leute kennenzulernen und vor allem schienen die beiden Jungs wirklich nett zu sein. Das war nicht selbstverständlich, denn Mai erinnerte sich auch an frühere Kollegen, welche saurer als ein Sack Zitronen waren. Ohne ein Wort über ihre eigenen Fähigkeiten, was medizinische Ninjutsus betrifft, zu verlieren, nickte sie den beiden anerkennend zu. Es war überaus wichtig, dass sich die Ninja mit dem Heilen auseinandersetzen, denn nicht viele können das.
    Als Mai bemerkte, dass Arata sie ansah, blickte sie aufmerksam auf. Wahnsinn! Der hatte ja sogar die Chips für die Umkleide bei sich! Vorhin erst hatte er eine wichtige Telefonnummer parat gehabt und nun das! Ob er öfter im Krankenhaus aushalf und daher eine Art fester Bestandteil des Teams war? Es würde bestimmt nicht schaden, wenn Mai sich diesbezüglich auch mal wieder ein wenig mehr bemühte.. Nachdenklich sah sie den Chip in ihrer Hand an, als: „Hat er was von Kotze gesagt?!“ „Äh-“ Sie wollte gerade nachfragen, was Arata da gesagt hatte, als Takeo sich gerade in die Umkleide verabschiedete. Ein wenig verdutzt sah Mai ihm nach, ehe sie leicht auflachte und Arata angrinste. „Er nimmt mich gar nicht mit!“, lachte sie und deutete auf ihre Klamotten, welche noch gar nicht Krankenhausmäßig waren.
    Glücklicherweise hatte sie kein Problem damit, den Jungen mit dem ziemlich verwehten Haaren einzuholen, sodass sie kurz darauf neben ihm auf den Treppen erschien. Sie lächelte ihn breit an und meinte nur gut gelaunt: „Ich muss mich auch noch umziehen!“ Doch dann fiel ihr noch etwas anderes ein: „Sag mal, hat Arata vorhin was von Erbrochenem gesagt? Ich hab‘ nicht zugehört.“, gestand sie ihm ein wenig beschämt und erhoffte sich die Erlösung in Form eines: Da musst du dich verhört haben, niemand erbricht sich in einem Krankenhaus und so etwas ist völlig unüblich.
    Als die beiden sich kurz darauf wieder im Gang über den Weg liefen (mit dem Umziehen hatten sich wohl beide arg beeilt), eilten sie die Treppen wieder nach oben. Arata befand sich bereits am Rande des Getümmels und versuchte augenscheinlich, einen Anfang dieses Chaos zu finden. Es wäre also quatsch, wenn er nun in den Eingangsbereich geschickt werden würde. Unweigerlich wandte Mai sich um und sah, dass bereits neue Patienten zur Aufnahme wollten. „Hilfst du Arata aus? Ich gehe den Leuten da hinten gleich mal entgegen.“, meinte sie freundlich an Takeo gewandt. Doch seine Antwort wartete sie gar nicht wirklich ab, da sie bereits einen Schritt nach vorne machte.

    Eine Frau mittleren Alters kam mit ihrer Tochter, welche vielleicht zwölf Jahre alt war, mehr oder weniger auf Mai zu – viel mehr ging der Blauschopf auf die beiden zu. Nach einer freundlichen Begrüßung erklärte sie den beiden die Lage und bat daher um Verständnis, dass eine erste Untersuchung und Einschätzung bereits hier stattfinden würde. Eine der Schwestern machte einen kleinen Untersuchungsraum klar und würde das gemeinsam mit Mai machen. Hoffentlich wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die Leute merkten, dass sie nicht direkt zur Aufnahme durchgehen sollten. Im Notfall würde Mai einfach behaupten, dass das mit dem Brandschutz und der Menschenmenge zu tun hätte, das zog immer. Die Tochter hatte sich gerade auf die Liege gesetzt, während die Mutter auf dem Stuhl Behandlungszimmers Platz nahm. Dann müsste Mai ja nur noch die Tür schließen! Doch das führte zu einem Blick in den Eingangsbereich.. „Ohje.“, gab sie kaum hörbar von sich. Da saßen ja schon zwei weitere und warteten!
  9. Yamanaka Arata

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    Der Yamanaka lächelte still, als die beiden anderen kurz nach unten verschwunden waren, um sich auszurüsten - keiner von ihnen schien Lust zu haben sich zu besonderer Verantwortung aufzuschwingen. Eigentlich ganz sympathisch, aber wenn sie zu gar keiner Einteilung kamen, würde am Ende wohl er er sich irgendwie festlegen müssen. Hrm. Und er wollte sich eigentlich nicht zwischen dem Wunsch nach ein bisschen Gesellschaft und dem Pflichtbewusstsein entscheiden müssen .. ach, dieser Job war undankbar. Halb hatte er sich bereits darauf eingerichtet den Vorposten zu spielen und die nächsten Stunden ganz mit Rotznasen zu verbringen, als die zwei (jetzt im Partnerlook) zurückkamen - und Mai sich dann in letzter Minute doch der Entscheidung annahm. Puh! Arata wirkte tatsächlich erfreut, als er Takeo zulächelte, und fragend in Richtung der eigentlichen Behandlungszimmer nickte. In der Mitte des Flures gab ihnen ein Monitor mit Zimmernummern und grünen, gelben, und roten Lichtern Auskunft, was wo war - in den ersten beiden Stufen durften sie aushelfen. Momentan vier Leute, aber sie würden sicherlich nachkommen sobald eine Kabine frei wurde. "Trennen wir uns erstmal ..?" Fragte er dennoch. Effizienz war alles - und zu zweit an einer Person herumzudoktorn würde komisch aussehen. Vermutlich glaubten die Leute dann einer von ihnen sei noch in Ausbildung. "Wir können uns ja kurz besprechen sobald wir die wichtigsten Dinge erhoben haben ..."

    Nuja, wie man so wollte. Sein nächster Patient hatte zweifellos ein Problem, aber ... "Ich denke der trockene Husten könnte mit dem Rauchen zusammenhängen." Fasste Arata seine Diagnose zusammen, nachdem er untersucht und auf dem Hocker neben der Untersuchungsliege platzgenommen hatte. Vielleicht war es ja auch Krebs, das konnte er so schnell nicht ausschließen - aber so oder so nichts was jetzt unbedingt stationär geklärt werden musste. "Es sollte auf jeden Fall weiter untersucht werden, aber ich glaube sie werden glücklicher wenn es in der Arztpraxis gemacht wird. Hier würden sie lange untätig rumliegen und warten müssen." Er malte bereits ein paar wunderhübsche Lettern auf einen Überweisungsschein und lächelte hoffnungsvoll. "Einverstanden?"

    Bei Mai hatte die Mutter, kaum dass sie im Raum war, bereits hastig zu erzählen begonnen. "... etwa seit gestern ist sie ein wenig ... anders. Sehr unruhig und gar nicht richtig wach. Shizuka, kannst du der Frau Doktor sagen ..." Ein besorgter Mutterblick glitt zur Tochter hinüber, die kaum eine Regung gezeigt hatte, seit sie sich gesetzt hatte. Ihr Blick wirkte glasig - und es war fraglich ob sie irgendetwas mitbekommen hatte. Am linken Unterarm zeichneten sich feine schmutzigrote Flecken ab. "Das ... das war heute früh noch nicht da ..." Hauchte die Mutter erschrocken.
  10. Dokúiki Takeo

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    Mai schloss relativ schnell zu Takeo auf, denn auch sie musste sich kleidungsmäßig noch an die Umgebung anpassen. „Oh. Da habe ich wohl nicht mitgedacht.“ Takeo grinste. „Ich denke schon. Kommt jedenfalls öfter mal vor, oder etwa nicht?“ Takeo dachte an seine eigenen Erfahrungen im Krankenhaus und tatsächlich wurde auch er schon das ein oder andere Mal mit Erbrochenem konfrontiert. Auf seinen Missionen war es auch keine Seltenheit, aber da verursachte er das Erbrochene in der Regel. Das gute alte Gift eben.

    Als beide sich umgezogen hatten und sich ins Getümmel stürzen wollten, war Takeo froh, dass Mai sich ohne weitere Aufforderung für eine Aufgabe entschied. Ihm würde es also zufallen, mit Arata zusammenzuarbeiten. Da Arata sich mit einem freundlichen Lächeln an ihn wandte, schien das nicht das schlechteste zu sein. Takeo entgegnete ihm selbstverständlich auch mit einem Lächeln, bevor er sich an die Arbeit machte. Das sind wirklich zwei erfrischende Shinobi, freute er sich innerlich und setzte zu einer Antwort an. „Ich denke so machen wir es. Immer schön zu wissen, wenn man Unterstützung im Rücken hat.“ Damit trennten sich die beiden auch schon voneinander und Takeo nahm den ersten Patienten in Angriff. Ein junger Mann, der sich ein Tuch an die Nase hielt, das allerdings schon in rotem Blut getränkt war. Nasenbluten, aber die hartnäckige Sorte. Takeo wollte direkt einen Blick in die Patientendatei werfen, doch irgendwie schien es dort ein Problem zu geben, denn außer einen Ladebildschirm war nicht viel zu sehen. Also machte er sich an die Arbeit und untersuchte erst einmal den Körper des Mannes, um das Schlimmste auszuschließen. Nichts. Also lag die Ursache irgendwo im Nasenbereich. „Wie schlimm ist es? Werde ich sterben?“ Der Mann begann hysterisch zu atmen. Schon die ganze Zeit war Takeo aufgefallen, wie nervös der Mann war. Takeo lächelte freundlich. „Machen Sie sich keine Sorgen. Es scheint mir nichts Schlimmes zu sein.“ Leider beruhigte es den Mann nur wenig. Piep. Während er die Nase des Mannes weiter begutachtete, fiel sein Blick auf den Monitor. Scheinbar gab es kein Problem mit dem Programm. Der Mann war nur so häufig im Krankenhaus, dass das System einfach seine Zeit brauchte, um alle gespeicherten Besuche zu speichern. Ein Hypochonder. Takeo ließ sich nichts anmerken und untersuchte den Mann noch ein wenig weiter, auch wenn er sich inzwischen sehr sicher war, dass es sich nicht um mehr als sehr hartnäckiges Nasenbluten handelte, das mal ganz nebenbei auch schon aufgehört hatte. Jedoch glaubte er, dass sich der Mann nicht so einfach nach Hause schicken ließ. Er kratzte sich am Kinn. „Tatsächlich…“ Die Augen des Mannes weiteten sich. „Was? Was ist es?“ Takeo wühlte in seiner Tasche. „Sehr gut, dass Sie gekommen sind. Noch ist es nichts Wildes, aber ohne eine Behandlung hätte durchaus etwas Schlimmes daraus werden können.“ Er drückte dem Mann einen Steifen Tabletten in die Hand. „Nehmen Sie diese Tabletten in den nächsten zwei Tagen. Alle zwölf Stunden eine.“ Der Mann verabschiedete sich freundlich und stolzierte - glücklich darüber tatsächlich etwas zu haben - aus dem Raum. Takeo schaute ihm grinsend hinterher und trat wieder auf den Flur, um sich des nächsten Patienten anzunehmen. Zum Glück hatte er immer ein paar einfache Vitamintabletten dabei.
  11. Sakaida Mai

    Sakaida Mai Chuunin

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    1,65 m
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    Shiro
    Dorf:
    Kumo
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    Mai hatte die Tür des provisorischen Behandlungszimmers noch nicht ganz geschlossen, da begann die besorgte Mutter bereits die Krankheit ihrer Tochter zu schildern. Mitfühlenden Blickes ging der Blauschopf auf die beiden zu und sah dann zu der geistig eher abwesenden Tochter. In diesem Moment hob besagtes Mädchen die Arm, um sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen. Ein großes Glück – denn diese Bewegung offenbarte allen einen Blick auf den mehr als auffällig befleckten Unterarm der Patientin. Nicht nur die Mutter, sondern auch Mai schluckte bei diesem Anblick. Doch sie musste nun die Fassung bewahren, denn würde sie nun ihre Nervosität darüber offen zeigen, würden alle wohl ausrasten. Mai war keine Ärztin und auch ansonsten war ihr Fachgebiet das gezielte und schnelle Heilen von Brüchen oder bösen Wunden auf Missionen. Es war das Glück der kleinen Familie, dass die Chuunin über ein kleines Grundwissen verfügte und eine Idee davon hatte, was die Diagnose sein könnte – ein erster Fall, welcher mit Sicherheit ins Ninjakrankenhaus gehörte.
    Nach ein paar gezielten Untersuchungen der Krankenschwester und Mai war der Fall relativ klar, sodass die Pflegerin sich der jungen Patientin weiterhin annahm, während der Blauschopf selbst sofort den Raum verließ, um die nötigen Hilfen zu beantragen. Oder Alarm zu schlagen. Oder in Panik zu verfallen. Nein – alles natürlich cool und lässig! Glücklicherweise war schnell eine Ärztin zur Stelle, welche sind dem Fall annahm und sich um den Rest kümmerte. Erleichtert spazierte Mai wieder zurück in das provisorische Zimmer im Eingangsbereich, wo sich mittlerweile ein paar weitere Leute eingefunden hatten. Und so ging es noch über eine Stunde dahin, als sich endlich keine weiteren (vermeintlichen) Patienten eingefunden hatten.

    Gut! Dann der erste Schritt für Mai getan und sie konnte wieder zurück zu den beiden Jungs ins Getümmel, welches mittlerweile zwar noch immer irgendwie vorhanden war, aber tatsächlich einen Hauch übersichtlicher geworden war. Nun waren sie ja zu dritt, vielleicht würde das ja heute noch alles gut ausgehen. Doch bevor sie sich weiter an die Patienten wagen würde, wollte Mai kurz zu ihren Teamkollegen sehen, einfach weil sie sich kurz zurückmelden würde. Zuerst hatte sie Arata in einer der Kabinen ausfindig gemacht, glücklicherweise erlaubte ihr der weiße Kasack die gewisse Unverschämtheit, in eben diese Kabine zu linsen. Sie hörte ihn nur noch ein paar Anweisungen mit dem Patienten besprechen, ehe dieser sich auch schon dankbar verabschiedete. Sie grinste den Yamanaka breit an. „Also wirklich, Arata! Du kennst dich ja super in diesem Bereich aus! Du hättest Arzt werden sollen!“, lachte sie und hoffte im nächsten Moment, dass er nun nicht meinte, sie würde seine Fähigkeiten als Ninja anzweifeln. Ob sie..? Nein, Mai. Bleib beim Thema. „Im Eingangsbereich ist soweit Ruhe eingekehrt, ich kann euch nun hier weiterhelfen.“, teilte sie ihm noch lächelnd mit, ehe sie wieder davonhüpfte.

    Ein Glück, dass Takeo so groß war und mit seiner Körperhöhe und dem blonden Wuschelkopf ein wenig aus der Menge herausstach. So konnte sie geradewegs auf ihn zugehen, um sich auch bei ihm zurückzumelden. Da sie sich gerade in unmittelbarer Nähe einer wartenden Patientenmenge befanden, war das jedoch nicht so einfach. Da musste sich Mai eines alten Mittels bedienen, um die Aufmerksamkeit Takeos zu erlangen: „Takeeeooo!“, schillerte es durch die Menge. Doch in diesem Moment umgriff jemand Mai’s Oberarm. „Junges Fräulein, sehen Sie meine Nummer? Ich bin jetzt dran.“, wies ein wirklich uralter Mann den Blauschopf hin. „Oh, ich wollte nur-“ „Kindchen, ich werd‘ nicht jünger.“ Da reißt die Kunoichi Takeo aus seiner Konzentration und dann sieht sie nicht einmal mehr hin. Und wer ist schuld? Großväterchen. Unbeirrt lächelte Mai den Alten an und deutete ihn in Richtung Behandlungszimmer.