Das verschwundene Lachen - Teil I

Dieses Thema im Forum "Seiryuu-Bezirk" wurde erstellt von Hasekura Chinatsu, 15. Mai 2017.

  1. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Ernst, wenn es nötig war? Aber hallo, damit hatte Yuichiro aber so was von recht – Chinatsu fand sich nämlich sogar richtig gut mit ihren neu erkannten Führungsqualitäten. Sie behielt ihre Umgebung ein wenig im Auge, während der alte Mann weg war, wurde aber durch die Anmerkung von ihrem Kollegen abgelenkt, schwenkte den weißen Haarschopf in seine Richtung und nickte verschwörerisch. „Find ich auch!“, kommentierte sie, dann kam auch schon der alte Mann wieder. Im Schlepptau hatte er einen jüngeren Mann, der schon eher dem Alter entsprach, was Chinatsu erwartet hatte. Ob das wohl der Vater von Yoshiyuki war? Neugierig beugte sich die Kunoichi ein wenig nach vorne, aber dass der sich als Iwao vorstellende Mann nicht in so guter Verfassung war, fiel ihr nur nebenbei auf, weil sie einen Moment später schon wieder verwirrt war. Moment… Iboku? Wer war denn das nun? Die Missionsleiterin sah zu dem alten Mann, dann zu Yuichiro, dann wieder zurück zu Iwao, aber keiner schien ihr ihre Frage beantworten zu wollen, sondern alle schauten nur auf den Boden und schienen nicht so wirklich zu wissen, was sie sagen sollten. Dabei gab es so viele wichtige Dinge, die sie erklären mussten! Bevor die Kunoichi aber fragen konnte, kam Yuichiro ihr zuvor und stellte zumindest einer der wichtigen Fragen, wenngleich die Verwirrung von Chinatsu dadurch nicht geringer wurde. So, also hatte sich Iwao mit Iboku gestritten? Das war ja interessant, also war Iboku wohl einfach weggelaufen, jedenfalls konnte das Mädchen sich das vorstellen. Dass Chinatsu von Yuichiro hilfesuchend angesehen wurde erwiderte sie mit einem kurzzeitig hochgestreckten Daumen und nickte überzeugt.

    „Danke für diese Information!“, stieß die Hasekura aus, nickte eifrig. „Also gestritten… aber ich versteh jetzt nicht, wer Yoshiyuki und wer Iboku ist. Sind jetzt beide weggelaufen?“ Sie sah vom alten Mann zu dem jüngeren und man konnte ihr wohl ansehen, dass ihr die Zuordnung im Moment noch schwerfiel. Der erschöpft wirkende Iwao sah einen Moment ebenso verwirrt aus, schüttelte dann aber ein wenig resigniert den Kopf. „Ach, entschuldigt bitte, Ninja.. wahrscheinlich hat mein Vater nur von Yoshiyuki gesprochen, weil er sich um den Kleinen nur mehr Sorgen macht.“ Einen strengen Blick warf er zu seinem Vater, wand sich dann wieder an die beiden jungen Gäste, die seine Kinder finden sollten. „Es ist so, dass wir vermuten, dass Iboku Yoshiyuki mitgenommen hat. Zumindest war er auch verschwunden.“ Der Vater schüttelte den Kopf, betrübt. „Immer wieder wollte Iboku zu diesem seltsamen Jugendtreff, wollte den Kleinen auch mitnehmen, aber ich fand, dass der Umgang dort nicht richtig war. Die Jungs haben dort immer komische Sachen gemacht und ausgeheckt, das hat mir als Vater natürlich nicht gefallen… als ich Iboku verbieten wollte, weiter da hin zu gehen, war er furchtbar wütend.“ Nachdenklich seufzte er. „Er ist oft zu diesem Jugendtreff gegangen, wenn wir uns gestritten haben, aber dieses Mal habe ich ihn dort nicht gefunden. Denkt ihr… denkt ihr, ihr könnt die Beiden für mich finden? Ihr seid meine letzte Hoffnung…“ Ja, die Stimmung war absolut am Boden, aber Chinatsu wollte sich davon nicht runterziehen lassen. „Das sind eine Menge Informationen! Wir finden sie sicherlich“, versicherte sie ihm also im Brustton der Überzeugung, obwohl sie selbst noch gar nicht so genau wusste, wie sie das anstellen sollte.

    Es wurden noch ein paar wenige Informationen mehr ausgetauscht – vor allen Dingen der Ort des Jugendtreffs, der in der Nähe der Akademie lag, war wichtig – dann befanden sich Chinatsu und Yuichiro wieder auf der Straße. „Okay! Ich sage, wir untersuchen dieses Clubhaus“, befahl die Weißhaarige ihrem Mitstreiter. „Aber erstmal müssen wir uns wieder mit Tomoe und Raku treffen… die haben bestimmt lange nicht so viel herausgefunden wie wir!“ Davon war die Hasekura vollkommen überzeugt!
  2. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Mo... moment, Raku war sich sicher gewesen, dass sie nicht hier waren, um alte Familienrezepte herauszufinden. Tomoe sah allerdings so aus, als hätten sich ihre Prioritäten schlagartig geändert, als sie die dampfende Köstlichkeit vor sich gestellt bekam - und auch glatt nachfragte, ob sie noch mehr bekommen konnte. Naja, jedenfalls irgendwie. Raku? Nein, er hielt nichts davon, Geschenke anzunehmen, das war doch Korruption! Seine Amtsausübung war selbstverständlich nicht käuflich, allerdings konnte man das von Tomoe nicht behaupten. "Jah", antwortete er nur trocken und lächelte schwach. "Äh... guten Appetit", ließ er noch hören, während er die Mutter in Blickkontakt nahm. Die "Fragen" seine Mitstreiterin waren ja gar nicht so doof, nur ein wenig lax formuliert - trotzdem würde die Mami sicherlich einiger da rausholen können, so sie denn wollte. Oder? Raku wurde erneut von dem gewaltigen Organ, was die Frau vorweisen konnte, weggeblasen, als sie zu einer Antwort ansetzte. "Ay, Mädchen, mach' dir doch keine Sorgen", antwortete sie gestikulierend. "Ihr braucht alle Kraft um meine Kleinen zu finden, diese Biester, also ist selbstverständlich noch eine weitere Pizza im Ofen. Certo!", brüllte sie und ließ sich trotzdem erstmal auf einem Stuhl, der mit kariertem, ausgebleichtem Polster bezogen war, nieder. "Ach, der Toni ist einfach so temperamentvoll, der Kleine, WIE SEIN VATER!" Sie seufzte und legte die Hand an die Stirn. "Ihr WISST ja wie Kinder sind, so ungestüm, ganz furchtbar! Eigentlich war überhaupt nichts los, aber plötzlich ist der Toni abgehauen, war verschwunden, und die Claudi ist ihm bestimmt hinterher!" Sie hob anklagend die Finger in die Luft, eilte dann einen Moment lang aus dem Raum, kam mit der zweiten Pizza und einer großen Form Tiramisu wieder. Raku stöhnte auf - und hatte sich schnell wieder unter Kontrolle. Und entschied sich, Tacheles zu reden.

    "Okay, sie sind weg. Verstanden.Gab es Streit? Besondere Vorkommnisse? Waren die Kinder schon häufiger verschwunden?" Komm schon alte Schreckschraube, fügte er gedanklich hinzu. So schwer kann das doch nicht sein! "Ay, Ninja, du stellst Fragen! Nein, es gab höchstens eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber so sind Kinder nun einmal", donnerte die Dicke, während Tomoe scheinbar auf einen gutem Weg war, in die gleiche Richtung aufzugehen: Nämlich in die Breite. Er wusste natürlich nichts über ihren wohl überbordenen Metabolismus. "Gut, gut, wir haben uns vielleicht ein wenig in die Haare gekriegt. Toni wollte immer wieder zu diesem Jugendclub, aber ich sage, die FAMILIA ist einfach wichtiger, seht ihr das nicht auch so!?" Überzeugt nickte sie, zerwuschelte dem kleinen neben ihr die Haare. "Hier, Lucio ist ein braver Kerl, aber Toni ist einfach ein Wildfang, versteht ihr? Feuer im Hintern, ne? Immer auf Achse, auch wenn er sich lieber um seine Mutter und die Familie kümmern sollte, seit sein Vater nicht mehr da ist!" Wieder schüttelte sie erregt die Finger. "Aber bei diesem Club war er nicht, als ich nachgesehen habe, keiner wollte sie gesehen haben. Menzogna! Also an eurer Stelle würde ich dort anfangen. Oh, und nehmt das Essen mit, ich brauche es nicht mehr. Wenn ihr Toni und die Claudi findet, gebt ihnen einen Arschvoll von mir und schleift sie bloß zurück, diese Biester! Hach, sie bringen mich noch um, diese kleinen Teufel, Mama ist so unglücklich!", zeterte sie und ging jetzt wieder in die Küche. War das Gespräch damit vorbei? Raku hatte den Mund geräuschvoll geschlossen, nachdem er das Klingeln in seinen Ohren ein wenig bekämpft hatte, indem er seinen Kopf ein wenig geschüttelt hatte. "Meine Güte, was für ein Organ", schnaufte er und sah zu Tomoe. "Denkst du, das reicht an Informationen?"
  3. Monoka Tomoe

    Monoka Tomoe Genin

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    Je länger sie in diesem Haus herumsaß und der breiten Alten zuhörte, desto größer wurde ihr Drang, die gute Frau in Akzent und auch in Lautstärke nachzuäffen. Aber noch hatte sie sich unter Kontrolle. Die verlor sie erst, als tatsächlich eine zweite Pizza und Tiramisu auf der Bildfläche erschien. ‚Alter ich geh kaputt!‘ Für Tomoe stand fest, dass zumindest dieses Kind hier nicht freiwillig verschwunden sein konnte, denn mal ehrlich: Wer würde freiwillig irgendwo weglaufen, wo er praktisch unbegrenzt Pizza am laufenden Band bekommen konnte? Richtig, niemand! Das Verschwinden der Kinder wurde für die Blondine somit zu einem noch größeren Rätsel. Eine „kleine Meinungsverschiedenheit“ könnte das Verschwinden allerdings trotzdem erklären, ja. Und genau sowas hatte es wohl gegeben, bevor der kleine Toni verschwunden ist. Auch wie Tomoe diese Leute hier total geil fand, kam Streit sicher vor und das mit dem Weglaufen war eine super Idee für später daheim, wenn es ihr mal wieder zu bunt wurde. Natürlich würde sie es nicht so weit treiben, wie die beiden Kinder dieser netten, ruhigen Dame hier, aber der Gedanke war jetzt da! Jetzt galt es aber, die Kids zu finden und was sie wussten war, dass es kurz vor ihrem Verschwinden in diesem Haus einen Streit mit der Mutter gab und dass zumindest der Rädelsführer der Halbwüchsigen dieser FAMILIA gerne zu irgendeinem Jugendtreff ging.
    War irgendwie ziemlich mager, das merkte sogar die Braunäugige. Und das merkte sie auch zwischen zwei Stücken Pizza an, als ihr cooler Partner sie fragte, ob sie nicht genug Infos hatten. „Nö, tut‘s nich!“ Da fehlte noch was wichtiges. Jugendgangs gab es in Josei mehrere. Und jede einzelne hatte ihren eigenen Treffpunkt und eigene Zeichen und so ein Gedöns, also mussten sie noch eine Kleinigkeit tiefer graben. Tomoe holte tief Luft – genug Zeit für Raku, sich die Ohren zuzuhalten, wenn er schaltete und wollte - und brüllte dann ganz in Manier ihrer Gastgeber: „SCUZZI! Hast du ne Info ,wo der Treffpunkt is, wo Toni immer hin is?“ Das war ne wichtige Info! Sonst könnte es passieren, dass sie den halben Tag lang irgendwelche Jugendtreffpunkte abklapperten ohne den Richtigen zu finden. Alleine hier in der Nähe gab es ja schon drei Orte, wo sich Kiddies gerne versammelten, wenn sie nach der Schule Zeit hatten. Die Antwort kam Prompt: In der Nähe der Akademie! Sofort verzogen sich Tomoes Mundwinkel gequält nach unten, dieser Ort schien sie immer noch zu verfolgen, aber ihre Gastgeberin musste es ja wissen. Schließlich war das zarte Fräulein Kanazawa aus Sorge bereits dort hin gerollt, um nach ihren Lieben zu suchen und damit hatten sie schon etwas, womit sie arbeiten konnten. „Jetzt haben wir genug Infos! Lass knacken, wir müssen uns mit den anderen Treffen“, begann sie leise und holte abermals tief Luft, um sich der allgemeinen Sprachlautstärke in diesem Haus anzupassen „Jo, danke! Wir machen uns ma auf die Socken, ne? STRACIATELLA!“ Ernsthaft, Tomoe würde am liebsten den ganzen Tag so reden, aber bestimmt würde dann irgendwann sogar Raku das Nervenkostüm platzen… Eigentlich ein Grund mehr, sich da wirklich dran zu halten!

    Natürlich hatte das Blondchen sich die restliche Pizza unter den Nagel gerissen – die Anderen wollten bestimmt auch was abhaben – und machte sich zurück zum Treffpunkt. Raku kam bestimmt auch mit, wenn er das Mädchen noch ein paar Minuten ertragen konnte. Unterwegs suchte sie, nicht zuletzt, um sich davon abzuhalten, die restliche Pizza doch noch ganz alleine zu verschlingen, das Gespräch mit ihm. „Meinste die Anderen sind schon fertig? Bin ma gespannt, was die rausgekriegt haben.“ Wenn sie sich wieder trafen, würde Tomoe den Beiden zuerst mal diese Pizza unter die Nase halten – einfach göttlich, dieses Familienrezept!
  4. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Oh man, jetzt wurde die Sache sogar noch ein wenig kompliziert. Sie hatten also zwei Söhne? Stimmt eigentlich, warum ist Yui das nicht früher aufgefallen, als der alte Mann und sein Sohn zwei verschiedene Namen ins Spiel gebracht haben? Eine blöde Unaufmerksamkeit, aber nicht weiter schlimm. Immerhin wussten sie jetzt Bescheid. Also hatte das Team es mit mindestens drei verschwundenen Kindern zu tun. Zwei hier und mindestens eins bei den anderen Beiden. Oh man, das konnte ja was werden. Die ganze Atmosphäre saß immer war immer noch recht unbequem, weswegen der Ninja das Gespräch eigentlich so schnell wie möglich, mit so vielen Infos wie möglich, beenden wollte. Normalerweise war er nicht so, aber es störte ihn hier etwas gewaltig. Jedenfalls berichtete der Vater nun von den Geschehnissen und wie es wohl genau dazu kam, dass sein Streit sich wohl zu einem vorübergehenden Abschied verwandelte. Yui hörte dem natürlich aufmerksam zu, da es nicht in Frage kam, eine wichtige Information verloren gehen zu lassen. Und was Natsu anging…so sehr er sie auch mochte, aber er wusste nicht, ob sie nicht doch manchmal vergesslich war, weswegen seine Aufmerksamkeit natürlich vollkommen darauf gerichtet war, dem Mann zuzuhören, dessen Erzählung auch bald schon sein Ende fand. „Ja, wir werden sie schon finden. Seien sie da sicher“, versuchte der Schwarzhaarige ihn etwas aufzubauen, auch wenn beide Männer weiterhin betrübt und voller Sorge um ihre Kinder schienen.
    Endlich draußen. Und im Angesicht der Sonne ging Yuis Laune wieder rasch nach oben. Die düstere Atmosphäre war weg, ein sonniger Tag strahlte ihm ins Gesicht und Natsu schien wohl immer noch so belebt wie immer. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen sich mit Tomoe und Raku zu treffen und Informationen auszutauschen. „Ja, sicher haben sie das. Hoffen wir mal, dass sie genauso schnell fertig waren wie wir.“, sagte er und ging in Richtung Treffpunkt. Hoffentlich würden sie nicht so lange brauchen um sich wieder zu vereinen.
  5. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    So, und nun in Richtung Stadtverwaltung zurück. Chinatsu war Feuer und Flamme, zu zeigen, wie toll sie als Missionsleiterin sein konnte und zu präsentieren, welche Erkenntnisse Yuichiro und sie hatten sammeln können. Denn wie sie schon gesagt hatte: Bestimmt hatten sie die besten Informationen ergattern können. Was, Chinatsu war ein wenig auf Wettbewerb getrimmt? Ach wo, sie war einfach aufgeregt, weil sie sich hier beweisen wollte und der Meinung war, dass eine Anführerin einer Mission immer die sein sollte, die am besten informiert war. Allerdings musste sie sich für den Moment noch ein wenig zurückhalten und sah Yuichiro mit ihren großen Augen ein wenig verwirrt an. Hatte er ihr nun gerade darin zugestimmt oder hatte er sie falsch verstanden? Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass ihr Enthusiasmus ein wenig an Yuichiro abprallte… und das war eindeutig nicht der Sinn der Sache. „Kopf hoch, Yui“, kommentierte sie fröhlich. „Sie werden sicher auch gleich da sein, ganz bestimmt!“ Zufrieden nickte sie sich selbst zu. Mit ausholenden Schritten stapfte die Weißhaarige in Richtung ihres Treffpunkts und ein kurzer Rundumblick ließ ihr schließlich nach ihrer Ankunft die Gewissheit, dass Raku und Tomoe tatsächlich noch nicht wieder zurück waren. Sowas! Die Weißhaarige hatte irgendwie gedacht, dass der mysteriöse Raku und die hübsche Tomoe auch ein so gutes Team wie sie und Yui abgaben und fix zurück sein würden. Sie stemmte die Arme kurz in die Hüfte. „Wir müssen wohl noch ein wenig warten“, stellte sie unnötigerweise fest und hockte sich dieses Mal eleganter, als man es von ihr vielleicht gewohnt war, auf eine Bank. Der Vorplatz der Stadtverwaltung bot davon ja einige an.

    Ein paar Minuten hatten sie noch warten müssen, da tauchte das ungleiche Duo Tomoe und Raku auch schon wieder auf. Chinatsu fiel sofort auf, dass die Blonde ziemlich glücklich aussah… kurz nachdem ihr aufgefallen war, dass sie einen großen Pappteller mit einer ebenso großen Pizza darauf balancierte. Die gelben Augen der Hasekura wurden groß, als sie mit einem Mal total vergessen hatte, dass sie ja eigentlich Informationen austauschen sollten. „Da seid ihr ja!“, rief sie mehr erstaunt als alles andere. „Und warum habt ihr eine…“, fing sie an, da hielt ihr der Blondschopf schon ein Stück davon unter die Nase. Die Kunoichi zögerte kurz, schnappte sich dann das Stück schmackhaft wirkende Pizza und biss herzhaft hinein. „Habt ihr denn auch waf raufgefunden?“, schmatzte sie ein wenig ungeniert und schluckte schnell runter. „Wir haben eine ganze Menge Informationen von unserer Familie bekommen!“ Schnell, um Yuichiro und Tomoe möglichst wenig Zeit zu lassen, von der Pizza zu essen, erzählte die Hasekura von dem Treffen. Raku schien nicht so begeistert von dem Gebäck zu sein… wieso das wohl so war? War der vielleicht auf Diät? „Wir müssen also auf jeden Fall dieses Clubhaus untersuchen!“, stellte sie fest und stand voller Zuversicht vor dem kleinen Grüppchen, richtete ihr Stirnband, auf dem das Kumo-Abzeichen schimmerte. „Was habt ihr denn herausgefunden? Und woher habt ihr die Pizza?“ Sie blies die Wangen ein wenig auf. „Ich hoffe, ihr habt eure Aufgabe auch erledigt!“
  6. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Oh heilige Scheisse, musste Tomoe sich jetzt auch noch der Gastgeberin anpassen und rumbrüllen, als hätte ihr jemand dafür Geld bezahlt? Raku versuchte, seine Ohren unaufällig vor der Lautstärke zu schützen, aber leider war das nur schwer möglich - schließlich machte das Lautstärke ja irgendwie auch aus. Woher nahm Tomoe eigentlich diese Stimme? Ihr schmaler Körper, dem man nicht einmal die Weiblichkeit ansehen konnte, hätte dafür doch überhaupt gar keine Kraft haben dürfen, oder? Na, immerhin schien die Blonde ihre Informationen zu bekommen und Raku wurde mit den Worten erlöst, dass sie es doch mal knacken lassen sollten. Was sollte das denn jetzt heißen? "Okay, äh... lass es uns knacken lassen...", erwiderte er verwirrt und hielt sich dann beflissen die Ohren zu, als sie wieder zu einem Brüllen ansetzte. Einen Moment lang, in dem seine Finger in seinen Ohren steckten, war er in weiter Ferne; Möven kreischten, das Meer rauschte und Raku war an einem besseren Ort, voller Ruhe, Entspannung und natürlich ohne laute Teamkameraden. Aber leider wurde er einen Moment später schon wieder aus seinem Zufluchtsort gerissen, als er hörte, dass sie 'Straciatella' brüllte. Seufzend nahm er die Finger aus den Ohren. "Ist das nicht eine Eissorte?", fragte er trocken an und folgte ihr dann nach draußen. "Da die Gastgeberin sehr redselig war kann ich es mir vorstellen", antwortete er knapp. Tomoe schien ihn allerdings mit einer gewissen Erwartung anzusehen, so als würde sie von ihm verlangen, noch mehr Worte als die nötigen von sich zu geben. Er seufzte leise. "Außerdem warst du ja mehr damit beschäftigt, Nachtisch und Hauptgericht in stetem Wechsel zu vernichten", schob er dann unter Aufbietung all seiner sozialen Kompetenzen nach, um dann mit ein wenig schnelleren, zielsicheren Schritten in Richtung Treffpunkt Tomoe ein wenig anzuspornen. Immerhin wäre es gar nicht so schlecht gewesen, wenn sie mit diesen doch sehr ausführlichen Informationen auch noch als erstes an dem Platz waren, wo sich das Team hatte wiedertreffen wollen. Natürlich... wurde seine Hoffnung nicht bestätigt.

    Denn: Chinatsu und Yuichiro waren bereits vor Ort und zumindest eine Person der beiden Wartenden schien sehr erpicht darauf zu sein, diesen kleinen Zeitversatz auch ein wenig herauszustellen. Er hob eine Hand und grüste somit wortlos, als die junge Dame mit dem fluffigen Haar deutlich machte, dass sie zuerst da gewesen waren. Zumindest hätte man die Worte 'Da seid ihr ja!' so interpretieren können... der Hellhaarige sah die Frage schon kommen, bevor Chinatsu sie ausgesprochen hatte, aber Tomoe bewies zum ersten Mal Verhandlungsgeschick, als sie ihrer Teamleiterin die noch gut temperierte Pizza unter die Nase hielt. Na, immerhin etwas, sie ließ sich zumindest ein wenig davon ablenken. "Hasekura-san, Takegatama-san", murmelte er und neigte leicht den Kopf. "Ein wenig", antwortete er wie immer ein wenig zu knapp auf die Frage der Teamleiterin, die sich danna aber entschied, selbst erst einmal zum besten zu geben, was sie herausgefunden hatte. Oh, und das war interessanterweise ziemlich ähnlich zu dem, was sie beide herausgefunden hatten. Skeptisch betrachtete der Augenklappen-Träger, wie die Gruppe sich an der Pizza gütlich tat, und verschränkte die Arme leicht, nachdem die junge Frau mit den gelben Augen ihren Bericht beendet hatte. "Das Essen wurde von der Mutter der Opfer gestellt. Bei uns war es ein ziemlich ähnliches Bild. Zwei Kinder sind bei uns abhanden gekommen, wohl Geschwister. Sie sind nach einem Streit verschwunden. Dieses Clubhaus schien eine prominente Rolle in ihrem Leben zu spielen." Stakkato knallte er Informationen heraus. "Die Mutter vermutet einen Zusammenhang." Elegant unterschlug er dabei die seltsame Sprechart der Gastgeberin, die er nicht noch anderen hier auf die Nase binden wollte... Tomoe hatte schon viel zu sehr Gefallen daran gefunden. Offenbar waren sie sich einig, denn: Chinatsu hatte ja schon gesagt, dass das Clubhaus auf ihrer Prioritätenliste weit oben stand. Kurz sah er einmal in die Gesichter der Anwesenden, sah dann zu Tomoe. "Gibt es noch was zu ergänzen?" Ansonsten sollten sie sich wohl aufmachen - in Richtung Akademie, in deren Nähe das Clubhaus stehen sollte. Raku hatte ehrlich gesagt bisher nicht einmal gewusst, dass es diesen Treffpunkt gab...
  7. Monoka Tomoe

    Monoka Tomoe Genin

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    Und? War die Pizza geil oder war die Pizza geil?? Der Oberhammer, dieses Familienrezept, das konnte Tomoe ungeniert zugeben! „Klar haben wir das!“ Das erklärte sie Natsu mit einem breiten Grinsen, als die sich wegen der Pizza erkundigte, ob Raku und sie selber überhaupt gearbeitet hatten. Noch eine Pirouette auf der Hacke gedreht, ohne die Pizza zu verlieren und schon kam sie mit einem in die Höhe gestreckten Daumen wieder zum Stillstand. Schließlich hatten sie auch ne ganze Masse Zeug rausgekriegt, da konnten die Beiden ruhig ein klein wenig stolz drauf sein, ne? Den Part, die Details zu erklären, übernahm ihr total cooler Partner, der aber das Beste an der Begegnung einfach ausließ – sie würde es später ergänzen! Jetzt galt es erst mal auch Takedingsbums ein Stück Pizza anzubieten, denn das konnte er sich unmöglich einfach so entgehen lassen! Um zu verhindern, dass der arme, große Kerl völlig vom Fleisch viel, drückte sie ihm also praktisch einfach ein riesengroßes, also eigentlich das größte, Stück in die Hand und zwinkerte ihm zu während sie sich abdrehte.
    Während Raku kurz und knapp erklärte, was bei Familie Kanazawa so passiert ist, überlegte das junge Mädchen, nochmal über Natsus geile Mähne herzufallen, überlegte es sich mit ihren fettigen Pizzafingern dann aber gerade noch anders. Stattdessen begann der Blondschopf mit dem Restlichen belegten Gebäck am Rand eines Gullydeckels entlang im Kreis zu balancieren. Nebenher bei Bedarf noch Nachschub anbieten ging nicht mehr, denn es dauerte wirklich nur ganz kurz, dann war der coole Typ fertig mit runter leiern und erkundigte sich bei Tomoe ob noch was fehlte: „Ääääääääääääääääääääääääh. Nö? Glaub nicht.“ Einen Moment lang erlaubte das Mädchen es sich, zu überlegen und beschied dann breit grinsend: „Na ja, nix wichtiges. Außer dass die FAMILIA total cool war!“ Man traf als echter, wahrer Ninja wirklich auf die interessantesten Menschen. Insbesondere dann, wenn man selber in einer ganz ähnlichen Hinsicht interessant war, nicht wahr?

    Die bloße Auflistung der Fakten, die sie hatten, stieß die vier Nasen schon beinahe von alleine in die richtige Richtung, aber falls es dem Letzten trotz allem noch nicht ganz aufgegangen war: „Na ich würd ja sagen, dass wir uns dann mal auf machen, zur Aka. Hab zwar eigentlich gehofft, da nich mehr hin zu müssen, aber scheiß drauf!“ Dass sie da hin mussten, stand ja praktisch schon fest, wenn ihnen die Schuldigen mitsamt der Vermissten Kiddies nicht genau jetzt zufällig vor die Füße fielen. Trotzdem wartete die Blondine damit, gleich loszustürmen; sie hatte ja noch ne Pizza in der Hand und die schmeckte irgendwie nicht mehr so toll, wenn sie mal runter gefallen war. „So, nehmt euch ma den Rest, jetz! Ich hab keinen Bock das Zeug den ganzen Weg für euch zu schleppen!“ Ja, Tomoe erwartete, dass die vier die Pizza jetzt gleich an Ort und Stelle vernichteten: „Schon blöd, dass ich das Tiramisu nicht auch noch mitbringen konnte. DAS war ne Wucht, sag ich euch!“
  8. Takegatama Yuichiro

    Takegatama Yuichiro Genin

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    Auf dem Weg zu ihrem Treffpunkt dachte Yui noch ein wenig darüber nach, was ihnen denn so alles erzählt wurde. Zwei Kinder die verschwunden sind, nachdem eines sich mit seinem Vater gestritten hat, worauf beide vielleicht zu irgendeiner Art treffen gegangen sein könnten…oder auch nicht. Das müssten die Gruppe wohl wirklich herausfinden. Allerdings, wenn es so war, dass dieser Treff eigentlich nichts mit dem Verschwinden zu tun hatte, dann stünde die Gruppe wieder komplett am Anfang. Also war wohl hoffen und beten angesagt, dass sie diese Spur wirklich weiterbringen würde. Natsus Enthusiasmus schien wirklich grenzenlos zu sein, wohingegen Yui immer noch etwas von dieser düsteren Stimmung an sich hatte. Eigentlich versuchte er sich etwas abzulenken, was auch klappte, nachdem Natsu zu ihm sprach. Ein leises seufzen entwich dem Takegatama, bevor sie schließlich an ihrem Treffpunkt ankamen nur um festzustellen, dass Tomoe und Raku noch nicht dort waren. „Scheint wohl so…“, meinte er nur und setzte sich neben Natsu auf eine Bank und wartete etwas.

    Nach ein paar weiteren Minuten tauchten die Beiden dann auch schon auf. Das Erste, was dem Schwarzhaarigen ins Auge fiel war, dass Tomoe eine, wirklich lecker aussehende, Pizza bei sich trug. War ihre Familie also so Gastfreundlich gewesen? Oder hatte Tomoe auf dem Weg eine Pizzeria überfallen? Na wie auch immer, sie drückte sowohl ihm als auch der Hasekura sofort jeweils ein Stück in die Hand. Yuis war groß, aber dagegen hatte er nichts. Sein Frühstück war heute recht knapp ausgefallen, weswegen etwas für zwischendurch ganz gelegen kam. „Danke“, sagte er nur recht knapp zur blonden und begann dann zu essen, während die anderen Informationen austauschten. Es sah alles in allem also recht ähnlich bei beiden Familien aus. Also war ihr nächstes Ziel die Akademie. Zwar nicht der Ort mit den besten Erinnerungen, aber wenns sein musste, dann musste es eben sein. Der blonde Flummi bestand allerdings darauf, dass sie die Pizza jetzt sofort verspeisen sollten, anstatt sie den ganzen Weg mitzuschleppen. Yui hatte sein Stück mittlerweile verputzt, allerdings war Pizza auch nicht gerade die gesündeste Sache, weswegen ein Stück schon genug war. „Nein danke, mir hat das Stück gereicht. Wir sollten los“, meinte er nur und ging dann schon mal vor. Allerdings drehte er sich dann nochmal um. „Wir haben immerhin was zu erledigen“, fügte der Takegatama nur breit lächelnd hinzu und ging weiter.
  9. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Raku mochte vielleicht mysteriös und cool sein, aber Chinatsu fand es überhaupt nicht cool, dass er sie immer noch mit ihrem Nachnamen ansprach! Hätte sie den Mund nicht voll mit Pizza gehabt, hätte sie ihm noch einmal nachdrücklichst das Dutzen angeboten. Und gleich hinterhergeschoben, dass er ruhig ein wenig ausschweifender antworten konnte - bei seinen wortkargen Antworten konnte man sich ja gar nicht genau vorstellen, was er einem nun vermitteln wollte. Ihre gelben Augen betrachteten den jungen Mann neugierig, während sie die Pizza genoss und sich anhörte, was er zu berichten hatte. Äh, was? Moment, Chinatsu war nicht für solche Informationsfluten gemacht… also hatten Tomoe und Raku genau das herausgefunden, was sie und Yui auch herausgefunden hatten!? Wie langweilig war das denn bitte? Die Teamleiterin war ein wenig enttäuscht, sah dann voller Hoffnung im Blick zu Tomoe, die aber leider gar nichts mehr ergänzen wollte, auch wenn ihr ‚ääh’ wirklich laaaang war! „FAMILIA?“ Die Weißhaarige sah ein wenig verwirrt aus, vermutete aber, dass es um die Familie ging, bei der sie gewesen waren. „Unsere waren gar nicht cool”, befand sie ein wenig enttäuscht und hoffte einfach, dass Raku und Tomoe nicht noch mehr Glück hatten als sowieso schon. Sie wollte schließlich auch noch ein wenig Spannung abbekommen! „Zur Akademie!“, rief Chinatsu dann zustimmend aus und wollte gerade losgehen, da hielt Tomoe noch ein Stück Pizza in die Mitte zwischen sie alle. Chinatsu kämpfte kurz mit sich selbst, wollte sie doch nicht zu gierig erscheinen… aber ein kurzer Blick zu Raku, der keine Reaktion zeigte, und Yuichiro, der dankend ablehnte, sagte ihr, dass es ein Opfer war, was sie erbringen musste. Schnell schnappte sie sich das Stück Pizza, biss hinein, während sich die Gruppe nun in Bewegung setzte, nachdem Yuichiro noch einmal Druck gemacht hatte. „Warum willst du denn nicht zur Akademie?“, fragte sie neugierig den einzigen (echten) Blondschopf in der Runde. „Die hat doch total Spaß gemacht!“, ergänzte die Hasekura fröhlich und erinnerte sich nur zu gern an alte Zeiten zurück. Dass kaum einer der Anwesenden dieser Meinung zu sein schien, ignorierte sie mehr oder weniger gekonnt… vielleicht bemerkte sie es ja auch gar nicht?

    Anscheinend kannte Tomoe den Weg zur Akademie noch sehr genau, denn es dauerte überhaupt nicht lange, dort anzukommen. „Dafür, dass du hier nicht mehr hinwolltest, wusstest du aber sehr genau, wie du hier hinkommst“, stellte Chinatsu glücklich fest und sah sehr zufrieden mit sich und der Welt aus. Naja, eigentlich waren sie ja noch gar nicht so richtig da, denn Ziel war dieses Clubhaus, nicht etwa die Akademie. Trotzdem war das schon einmal ein Anfang. Also… Chinatsu strengte ihren Kopf ein wenig an, denn sie wusste, dass sie als Leiterin schon bald wieder in Aktion treten musste. Immerhin wartete ihr Team auf ihre Anweisungen! Ob das wirklich so war oder nicht, wusste sie nicht, aber in ihrem Köpfchen hatte sich genau dieser Gedanke festgesetzt und so hielt sie die ganze Gruppe an, als dieses Clubhaus schon in der Ferne zu sehen war. „Wartet mal, ihr alle“, rief sie – ein wenig leiser als sonst. Anstatt blindlings vorzupreschen, dachte Chinatsu nach – mal wieder ein Zeichen dafür, dass sie nicht mehr ganz so naiv war wie noch vor einem Jahr. „Wir müssen einen Plan machen! Die Eltern haben hier ja schon gesucht und nichts gefunden.“ Sie sah konzentriert aus, nickte dann aber überzeugt. „Wir… wir müssen sie austricksen, damit sie uns sagen, wo die Kinder alle sind. Wenn wir da als offizielle Ninja auftauchen, werden wir bestimmt nichts erfahren. Sie dürfen nicht wissen, dass wir von den Eltern geschickt wurden...“ Ein wenig skeptisch sah sie Raku an – ja, cool und so, aber er sah einfach zu alt aus, kein Kind mehr. Das würde sofort auffliegen! Yuichiro? Auch. Tomoe… war doch perfekt, oder? Aufbrausend und jung, die perfekte Kombination für diese Angelegenheit. „Tomoe! Du passt perfekt!", fing die Weißhaarige überzeugt an. "Du wirst so tun, als hättest du dich auch mit deinen Eltern gestritten, so wie die verschwundenen Kinder auch! So finden wir heraus, was aus ihnen geworden ist“, posaunte Chinatsu und stemmte die Arme in die Hüften. Sie war unheimlich stolz darauf, diesen Einfall gehabt zu haben und ihren Aufgaben als Teamleiterin so gewissenhaft nachzukommen. „Und ich gebe mich als deine kleine Schwester aus, dann bleiben wir in Zweiergruppen.“ Die gelben Äuglein wandten sich an Raku und Yuichiro. „Ihr behaltet von hier aus alles im Auge!“, gab sie gleich den nächsten Befehl und grinste dann breit. „So wird das bestimmt klappen!“
  10. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Und damit ging es auch schon los. Feuer und Flamme waren sie alle nicht (außer vielleicht Chinatsu), aber das tat ja auch nicht weh - Hauptsache, am Ende kam etwas vorweisbares dabei heraus. Raku selbst war wahrscheinlich einfach grundsätzlich eher extrinsisch motiviert - und die Belohnung schien ihm doch im Gegensatz zu der tatsächlich zu erbringenden Leistung sehr verlockend. Naja, oder anders gesagt: Er brauchte die Kohle einfach für seine Miete. Er wusste es zwar nicht, aber es schien zumindest, als sei das für keiner der anderen Anwesenden ein Problem. Der Marsch nach dem Aufteilen der Rest-Pizza war nicht sonderlich lang, ließ Raku aber Zeit, sich zumindest kurz darüber Gedanken zu machen, wieso sie wohl vier Genin waren, die sich um dieses Problem kümmern sollten. Vier! Ganz nebenbei hörte er zu, dass Chinatsu meinte, die Akademie hätte doch soo viel Spaß gemacht. Echt? Wäre ihm nie aufgefallen. Sein eines grünes Auge musterte die Teamleiterin kurz, aber irgendwie fand er es ja auch ganz süß - sie war einfach so anders als die meisten anderen Menschen. So... fröhlich und unbeschwert. Wenn Raku solche Personen nicht in der Regel ganz schön anstrengend gefunden hätte, wäre sie sicherlich eine angenehme Gesellschaft.

    Aber viel interessanter als das war es doch, dass Chinatsu offensichtlich einen Plan entwickelt hatte. Mit einem Fünkchen Erstaunen und ein wenig mehr Erwartung drehte sich der Hellhaare zu dem Mädchen um, legte den Kopf ein wenig schief. Das etwas heruntergekommene Gebäude in der Ferne, mit Graffiti und ähnlichen Dingen beschmiert, war der Zielort... aber sie schien der Meinung zu sein, dass man nicht einfach hineinlaufen konnte und die Kinder oder Aufsichtspersonen dazu zwingen konnte, ihnen die Informationen zu geben, die man brauchte? Das war aber ein wirklich seltsamer Plan, den sie ihm und ihren Mitstreitern da auftischte - und Raku musste sich erst einmal an diese softe Variante der Auftragserledigung gewöhnen. Aber es kam ihm sinnvoll vor zu verschleiern, dass sie von den Eltern geschickt worden waren - und auch, dass sie Shinobi und Kunoichi waren, musste ja niemand wissen. Soweit konnte er der jungen Dame dann doch folgen. Ihr Vorschlag klang also erstmal gut - wenngleich es da doch noch den einen oder anderen Haken gab. "Monoka-san als Köder?", fragte er also leise nach und ein kleines, feines, kaum sichtbares Lächeln legte sich auf seine Lippen. "Wahrscheinlich gäbe es keine bessere Wahl als diese, Hasekura-san." Fast schmunzelte er ein wenig, betrachtete dann die so ungewöhnlich (für einen Ninja) gekleidete Tomoe. Dann sah er wieder zu Chinatsu zurück, dann umgekehrt - und räusperte sich leicht. Er griff nach seiner Augenklappe, klappte diese nach oben und sah jetzt mit zwei grünen Augen zu den beiden weiblichen Personen. "Ich fürchte, du wirst dich in einem Henge verstecken müssen, Hasekura-san. Ihr seht nicht gerade wie Schwestern aus, dafür habt ihr viel zu unterschiedliche..." Körperformen? Hm, Raku überlegte sich im letzten Moment, dass es vielleicht nicht so nett war, Tomoe darauf aufmerksam zu machen, dass sie flach wie ein Brett und Chinatsu ordentlich ausgestattet war, was ihre Weiblichkeit anging. "... Haut- und Augenfarben", ergänzte er also nach einer Millisekunde mehr Zeit, als es tatsächlich nötig gewesen wäre. Ob das jemandem auffiel? "Aber ansonsten klingt das nach einem guten Plan. Takegatama-san, wie wäre es, wenn wir uns ein wenig verteilen, um auch auf Eventualitäten vorbereitet zu sein? Wir müssen ja nicht hier beide auf einem Fleck stehen." Er klappte seine Augenklappe zurück und schob den Schutzmechanismus, die die Linse darunter verdeckte, beiseite, drehte leicht daran. Eine vergrößerte Sicht war die Folge. "Da kommt jemand. Wir passen hier auf. Ihr: Viel Erfolg", zischte er und zog den anderen jungen Mann der Gruppe zu sich ins Gebüsch, während Chinatsu hoffentlich seinem Hinweis Folge leistete. Ein kleines Kind lief aus dem Haus, fröhlich lachend, während ein sich etwas panisch umsehender Junge hinterherkam und versuchte, das Mädchen wieder in das Haus zu ziehen. Das einzige Gute war, dass das Clubhaus in einem recht grünen Teil neben der Akademie lag, um den Jugendlichen auch eine ordentliche Umgebung zu liefern. Perfektes Areal für den Jäger - und naja, für Yuichiro? Wer wusste das schon? "Ich behalte die Seite des Hauses im Auge", murmelte er seinem Kollegen zu, steckte sich einen kleinen Knopf ins Ohr - Headset. "Wir bleiben in Verbindung."
  11. Monoka Tomoe

    Monoka Tomoe Genin

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    Also einen kleinen Vorteil hatte der Weg zur Akademie auf jeden Fall: Unterwegs wurde die Pizza leer, sodass die junge Monoka das Teil nicht mehr mit sich rumschleppen musste. Die Frage, warum sie denn nicht mehr so gerne in Richtung Akademie ging, beantwortete sie auf dem Weg mit einem „Der Ort is mir schon immer zu langweilig gewesen“, gefolgt von einem Augenzwinkern, „Aber is ja auch noch nich so lang her, als ich noch jeden Tag hier hin musste, ne?“ sie selber hätten den Weg auch lieber längst vergessen, aber ganz so einfach war‘s dann leider doch nicht. So schade es war, der morgendliche Weg in dieses Verlies des Lernens war für immer und ewig in ihre Hirnwindungen eingebrannt und nichts konnte daran etwas ändern! Am ziel angekommen folgte die nächste Besprechung. Das weitere Vorgehen musste ja abgeklärt werden. Bis zu dem Part in dem die Blondine den Lockvogel spielen sollte, nickte sie artig mit, aber dieses eine Detail gefiel ihr im Gegensatz zum Rest des Teams irgendwie nicht so. Und natürlich hätte Tomoe protestiert, wenn Raku ihr nicht noch mehr Grund dazu gegeben hätte, ihm ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
    „Warum glotzt du mich jetz so an?“ Eigentlich wollte sie noch mit einem ‚Problem oder was?‘ Abschließen und damit die nächste Eskalationsstufe einleiten, aber es ging hier um was anderes. Was Wichtigeres! Deshalb schob sie noch schnell ein „Dir müsste man vorher noch den Stock aus der Kimme ziehen bis du für den Job geeignet wärst, mein lieber“, hinterher und beließ es dabei. Mit dem Hinweis darauf, dass die Beiden zu unterschiedlich aussahen, um Geschwister zu sein, hatte der Kerl allerdings nicht ganz unrecht. Einen kurzen Moment überlegte Tomoe, ob sie Natsu nicht vielleicht zuvorkommen wollte und sich selber mittels Henge no Jutsu riesige… Augen zu verpassen, damit sie zumindest in dem Departement etwas ähnlicher waren, aber der Gedanke wurde verworfen. Sicher wär Chinatsu total begeistert, dass sie endlich mal wieder das Henge benutzen durfte, oder so, also sparte die Blondine sich das Chakra für die Technik und ließ die Andere mal machen… und schon waren sie alleine. ‚Dreck ey!‘ Zu der imaginären Beschwerde reichte die Zeit noch aus, die Tomoe zur erstbesten Parkbank brauchte, „Das is ne scheiß Idee.“ Jetzt hatte sie die Zeit, sich über den Plan auszulassen, aber nur noch Natsu zum Zuhören. Während Tomoe sich also das Stirnband vom Hals riss und es in ihrer Ausrüstungstasche verstaute, damit sie die Zielpersonen nicht gleich damit verschreckte, machte sie ihrem Unmut Luft. „Was habt ihr euch dabei gedacht, mich zum Lockvogel zu machen, hm? Ich bin ein beschissener Schauspieler! Verstellen und so liegt mir ma gar nicht!“

    Wenigstens sah es aus der Ferne so aus, als würde sie sich über irgendwas aufregen, als sie Gesellschaft bekamen: Zwei Jungs, es sah so aus, als wären sie etwa in Natsus und ihrem Alter, trotteten langsam heran. Jetzt half es natürlich, dass Tomoe deshalb, weil die Wahl des Köders auf sie gefallen war und auch weil Raku sie ein klitzekleines bisschen aufzuregen begann, ein wenig angekratzt war. So konnte sie wenigstens ihren Part richtig erfüllen. So gut in der Rolle aufgehend, wie es ihre bescheidenen Verstellungskünste eben erlaubten, lehnte Tomoe sich auf der hölzernen Parkbank zurück und nahm mit ihren Armen die gesamte Länge der Rückenlehne für sich ein: So gehst du mir nicht aus dem Haus, Fräulein! Giftete die Blondine in der Gegend herum. Dabei äffte sie den Tonfall ihrer eigenen Mutter ziemlich überzeugend nach und rollte theatralisch mit den Augen. „Und das haben wir jeden Tag! Was denkt sich dieses Weib eigentlich?! Ich bin Fast erwachsen und ich zieh verdammt nochma an, was ich will, klar?“ So weit musste die Blondine noch nicht mal in die Trickkiste greifen, um zumindest bei diesem Thema überzeugend zu wirken, denn genau diese Art des Streits kam im Hause Monoka tatsächlich jeden Tag auf‘s Neue vor! „Und was macht Pa? NIX! Gar nix macht der! Auf welcher Seite steht der eigentlich, hä?“

    In der Zwischenzeit näherten sich die beiden Fremden in entspanntem Tempo, um sich die beiden Mädels mal ganz genau anzugucken, die sich gerade dort vorne breit machten.
  12. Takegatama Yuichiro

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    Natsu war wohl wirklich die einzige, die die Akademiezeit mochte. Yui war sie jedenfalls immer etwas…fad. Klar, man musste da eben durch um die Grundlagen zu erlernen, damit man dieses auch später ordentlich umsetzen konnte. Keine Frage, die Akademie war wichtig und das wusste der Genin auch. Allerdings hatte ihm die Zeit dort trotzdem nicht gefallen. Es war nie was wirklich Spannendes passiert. Etwas, was für ein wenig Auflockerung des öden, fast immer gleichen, gesorgt hätte. Klar, ab und zu kam Variation in die Unterrichtsstunden. Und es gab auch hin und wieder mal Sparrings unter Schülern, damit diese ein Verständnis für Taijutsu bekamen. Alles in allem war Yui jedoch froh, dass diese Zeit vorbei war und er sich in die richtige Welt begeben durfte. Dort, wo sich seine Fähigkeiten und er selbst verändern und verbessern konnten. Praxis war nun mal besser als Theorie.

    So wie jetzt. Sie hatten eine Mission, die es zu erfüllen gab. Und Natsu kam direkt mit einer…recht interessanten Idee. Ob das so gut klappen würde, war noch abzusehen aber wenigstens war es ein Plan, den sie hatten. Tomoe sollte also als Köder benutzt werden und die Hasekura sollte ihre kleine Schwester spielen. Klang im ersten Augenblick wie eine solide Idee, allerdings hatte Raku einen guten Punkt. Ganz so ähnlich sahen sie sich dafür nun auch nicht. Ein Henge wäre vielleicht eine gute Lösung. Auf Rakus Vorschlag hin nickte Yui nur kurz, bevor er ins Gebüsch gezogen wurde. Es war soweit und die beiden Mädchen mussten ihre Schauspielkünste auspacken. Hoffentlich würde das gut gehen. Währenddessen saß der Schwarzhaarige neben seinem Kollegen um Gebüsch, bevor er sich langsam daraus entfernte und hinter einer nahegelegenen Mauer Schutz suchte. Klar, er war zwar sicher nicht so daran gewöhnt, sich auf die Lauer zu legen und zu beobachten wie Raku. Allerdings konnte man bei einer Mauer nicht viel falsch machen, was das anging. Die war groß genug für ihn, also eigentlich kein Problem. Sie hatte allerdings auch irgendwann ein Ende, wo der Genin dann auch stehen und beobachten würde. So konnte er vielleicht ein paar Winkel abdecken, die sein Partner nicht sah. Aber jetzt mussten sie erstmal schauen, wie es bei Tomoe und Natsu lief. Hoffentlich würden die Beiden das vernünftig hinbekommen.
  13. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Freude und Leid lag bei Chinatsu für einen Moment sehr eng beieinander, als sie erst von Raku ein wenig Lob bekam und dann den leicht motzigen Ton von Tomoe mitbekam. Nicht, dass sie sich wirklich etwas dabei dachte, aber die Idee war doch richtig toll gewesen, oder etwa nicht? Ihr selbst war wegen des klugen Kommentars von Raku aufgefallen, dass es ja wirklich stimmte, dass sie und Tomoe überhaupt nicht ähnlich aussahen! Tomoe war schmaler und blonder und heller! Die Hasekura hätte vielleicht die Arme über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn sie noch ein wenig jünger gewesen wäre, jetzt riss sie sich zusammen und nickte einfach nur enthusiastisch. Dass Raku noch ganz andere Hintergedanken bei seinen Worten gehabt hatte, erkannte die Kunoichi überhaupt nicht und so verwandelte sie sich in eine noch kleinere Variante von Tomoe, blond, zwei Zöpfchen, hellhäutiger natürlich, mit riesigen Augen. Wäre Chinatsu vorher süß gewesen, war sie jetzt zuckersüß und sah ihre Kollegin mit den großen, blauen Augen an, die sie sich verpasst hatte. „Aber… ich finde die Idee richtig gut!“, protestierte sie ein wenig und stemmte die Hände in die Hüfte. „Ich finde, du machst das richtig gut!“ Was genau Tomoe gut machte, ließ sie offen, auch, weil sie sich überhaupt gar keine Gedanken darüber gemacht hatte. Außerdem hatte sie auch gar nicht die Zeit dazu, denn Raku hatte Yuichiro bereits mit weggezogen, so dass nur noch sie und Tomoe übrig blieben. Und Tomoe fing auch beinahe sofort an zu zetern, wie Chinatsu es kaum mal erlebt hatte. Sie selbst war ja nicht unbedingt dafür bekannt sich zu beschweren, deshalb fiel es ihr umso schwerer, sich so richtig darauf einzulassen. Noch schwerer war es allerdings, zu verstehen, dass Tomoe schauspielerte, weil es irgendwie so echt aussah und anhörte, was die Blonde da so von sich gab. Chinatsu, in ihrer etwas verpeilten Art und Weise, schaffte die Trennung zwischen Realität und Fiktion nur halbwegs und hob dann ihre schmalen Hände beruhigend. „Sie hat es bestimmt nicht so gemeint“, versuchte sie also zu beschwichtigen und selbst für sie fühlte es sich komisch an, dass sie nicht richtig wusste, was sie jetzt hier gerade tat. „Papa will sich bestimmt nur nicht einmischen“, ergänzte die kleine Chinatsu und so fuhren sie fort. Die eine motzend, die andere eher weinerlich-beschwichtigend.

    „He, ihr da, was macht ihr hier?“ Die Jungen hatten sich offenbar dazu entschlossen, doch jetzt ihren Zug zu machen, nachdem sie aus den Worten der beiden Mädchen entnehmen hatten können, dass es ordentlich Stress zwischen den Kindern und den Eltern gegeben haben musste und dass die größere Blonde die etwas kleinere Blonde bei ihrem Alleingang mitgeschleppt haben musste, auch wenn diese natürlich auch nicht komplett zufrieden war. Beste Bedingungen für die beiden Jungen, Neulinge zu rekrutieren. „Wir haben euch zugehört! Seid ihr auch hierhergekommen, weil ihr mit euren Eltern Streit hattet?“ Er grinste, seine schwarzen Haare strich er sich aus dem Gesicht und deutete auf das Clubhaus. „Kommt mal mit, bei uns ist es viel bequemer als hier draußen.“

    Das Clubhaus stellte sich von Innen als das heraus, als was es betitelt wurde: Ein Haus für Kinder, in dem sie in ihrer Freizeit abhängen konnten. Zerschlissene Möbel, die trotzdem nicht ungemütlich aussahen, ein Kickertisch, eine Tischtennisplatte und jede Menge Zeug und Kram, der so dazugehörte. Chinatsu machte große Augen und ihre Begeisterung über diese spaßig aussehende Höhle war nicht nur gespielt. „Woow“, machte sie erstaunt. „Es sieht hier wirklich richtig gemütlich aus“, freute sie sich. Dann wand sich das Mädchen den beiden Jungen zu, die sich auf ein Sofa gepflanzt hatten. „Also wir… wir sind gerade erst hierher gezogen“, druckste sie ein wenig herum und gab sich ganz doll Mühe, ein wenig zu schauspielern. Es fiel Chinatsu wirklich schwer, aber durch das Henge ließ es sich ein wenig verdecken. „Und…“, fing sie an, erzählte, dass sie neu waren und sich mit ihren Eltern gestritten hatten. Und dass sie weggelaufen waren, weil ihre Eltern echt doof waren! Verstummte schließlich kleinlaut und ließ Tomoe, falls sie noch wollte, ein wenig herummosern. Schließlich sahen sich die Jungen an, grinsten dann. „Ihr seid genau richtig!“ Der zweite Junge sprang auf, die offensichtlich gefärbten, blonden und ziemlich gekräuselten Haare in alle Richtungen stehend. „Ihr könnt euch uns anschließen… aber dafür müsst ihr erstmal eine kleine Mutprobe bestehen. Wir sind die Freiheitskämpfer!“ Er schien mächtig stolz auf den Namen zu sein. „Folgt uns in den Wald, wenn ihr euch traut… da wird euch nie wieder jemand Vorschriften machen! Wir sind schon einige und werden immer mehr.“ Die Jungen nickten sich zu. Chinatsu fragte sich, ob das der Grund war, warum das Clubhaus gar nicht so sonderlich belebt wirkte… nicht einmal eine Aufsichtskraft hatte sie gesehen. In dem Moment flitzten die Jungen auch schon los, und die Teamleiterin war ein wenig überfordert. „Äh… los, gehen wir!“
  14. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Raku fand, dass Chinatsu da eine wirklich gute Idee gehabt hatte. Natürlich nicht nur, weil er sich nicht als Kind ausgeben musste, sondern auch, weil Tomoe wirklich perfekt auf den gesuchten Köder passte. Sie musste noch nicht einmal schauspielern: Sie war laut, aufdringlich und pubertär wie man es in dem Alter nur sein konnte. Raku selbst war natürlich der Meinung, dass er schon soweit fertig war und nicht mehr in der Pubertät festhing... nun, wie weit das stimmte, sei einmal dahingestellt. Der junge Mann hatte sich jetzt in die Büsche auf der anderen Seite des Hauses geschlagen. Beziehungsweise: Seitlich davon, so dass er zumindest noch ein wenig was von Tomoe und ihrer kleinen, süß wirkenden Begleitung sehen konnte. Er klappte den Lederschutz seiner Augenklappe hoch und drehte ein wenig an der Vorrichtung, um Chinatsu ein wenig näher heranzuzoomen. Tja, sie hatte sich wirklich Mühe gegeben mit ihrem Henge. Selbst seine empfindlichen Augen konnten kaum etwas entdecken, was auch nur im Ansatz darauf schließen ließ, dass sie nicht dieses kleine, blonde Mädchen mit den großen Augen war. Vielleicht war das aber auch nur ihr innerstes Wesen und deshalb fiel es ihr so leicht, sich zu verwandeln. Nachdenklich kratzte sich Raku an der Wange, ließ seinen Blick dann schweifen, während er seinen Zoom wieder zurücknahm, die Linse aber erst einmal offen ließ. Vielleicht konnte er sie ja noch gebrauchen. Ein Fenster erregte seine Aufmerksamkeit - nachdem die beiden Jungs die beiden Mädels 'abgeschleppt' hatten, waren sie erstmal aus einem Sichtfeld verschwunden. Da tauchten sie jetzt aber wieder auf.

    Hm... natürlich hörte er nicht mehr, was Chinatsu und Konsorten jetzt genau sagten - leider hatte er vergessen, Tomoe und ihre 'kleine Schwester' auch auf ein Mikrofon einzuschwören. Es wäre einfacher gewesen, aber gut... Anfängerfehler. Das würde er sich für zukünftige Missionen merken müssen - es war zu viel ungeplantes geschehen, da musste man zumindest seine eigenen Pläne richtig aufstellen. Na, nächstes Mal vielleicht. Der junge Mann hob eine Hand an sein Ohr, aktivierte das Headset. "Takegatama-san, hörst du mich? Sie sind erfolgreich in das Gebäude gekommen und unterhalten sich jetzt mit den Jungen. Irgendwelche Auffälligkeiten am Eingang des Hauses?" War offenbar nicht der Fall. Weitere Kinder oder gar Erwachsene konnte Raku zu diesem Zeitpunkt auch nicht wirklich erkennen. Weder am Hintereingang des Hauses noch um das Haus herum. "Hier hinten ist es auch ruhig." Ergänzend ließ Raku diese Information an Yuichiro aus seinem Mund erklingen, wie immer bemüht darum, möglichst wenig drum-herum zu reden. "Keine weiteren Personen in Sicht. Die Lage scheint unter Kontrolle." Einen Moment lang herrschte Stille, dann kam Bewegung in die Sache. Chinatsu und Tomoe kamen heraus, nachdem die Jungs vorgeflitzt waren. Gefährlich nach an Raku vorbei rannten sie in Richtung Stadtmauer, durch die Büsche und Bäume, zwangen die beiden Mädchen dazu, ihnen zu folgen - oder sie zu verlieren. "Beeil' dich und schließ' zu uns auf. Richtung Mauer, weg von der Akademie.", murmelte Raku in sein Headset und folgte dann - unauffällig - den Mädchen, die von den Jungen tatsächlich zur Stadtmauer geführt wurden. Stets mit einem frechen Spruch auf den Lippen. Erwarten würde sie dort... ein versteckter Tunnel, mit dem man die Stadtmauer überwinden konnte.
  15. Monoka Tomoe

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    Eine ganze Weile salbaderte die echte Blondine noch vor sich hin, was bei ihr daheim so alles vor sich ging und davon war ernsthaft kein einziges Wort gelogen! Gerade ließ sie sich darüber aus, dass ihr alter Herr bloß keine Lust hatte, sich mit den Streiteren, die regelmäßig zwischen ihr und ihrer Mutter stattfanden zu beschäftigen, aber bevor sie ihren Satz zu ende bringen konnte, wurde sie von zwei Neuankömmlingen unterbrochen. „Dampf ablassen…“ erklärte Tomoe den beiden Jungs ziemlich schlecht gelaunt. ‚Hört man das nich oder was?‘ Sofort schloss sie, dass die Zwei nicht besonders hell waren, und das hieß bei der Braunäugigen was. Dass der Wortführer noch feierlich verkündete, sie hätten gelauscht machte die Erkenntnis in ihren Augen nicht weniger berechtigt. Wenigstens schienen sie Natsu und ihr die Nummer abzunehmen – war scheinbar nicht besonders schwer, deren Vertrauen zu gewinnen. Sie waren sich begegnet, die beiden Mädels hatten praktisch nur zwei mal artig nicken müssen und schon lud man sie ins Clubhaus ein. Lief wie am Schnürchen. Auf dem Weg zu diesem Clubhaus konnte Tomoe bei dem Gedanken daran, wie einfach das hier bis jetzt lief, nicht anders: Breit grinsend schlenderte sie den beiden Jungs hinterher, Natsu neben sich, die ihr Henge echt klasse hinbekommen hatte.

    Der Unterschlupf, den die beiden Kids ihnen zeigten, war mal oberaffentittengeil! Tomoes Grinsen verbreiterte sich auf ein fast unnatürlich aussehendes Maß und ihre Augen nahmen begierig diese angealterte aber gemütliche Atmosphäre in sich auf: „Scheiße, wie geil ist das denn hier!?“ Hätte sie früher gewusst, was sich in diesem Häuschen verbarg, wär sie ziemlich sicher auch von daheim Weggelaufen … also so richtig… Blöd halt, dass sie jetzt hier war, um die Gruppe entlaufener Kinder zu versprengen und Lucarno, oder wie der hieß, von seiner Mom einen auf die vier Buchstaben zu geben! Zu erklären, warum sie denn jetzt hier waren, überließ sie ihre knuffigen Partnerin und jeden einzelnen Moment musste Tomoe sich davon abhalten, diesen goldigen, Zuckerwürfel an sich zu drücken. Aber es wirkte irgendwie nicht so, als Natsu sich besonders sicher bei ihrer Rolle. Sie selber hatte es ja ziemlich einfach damit: Einfach ein paar Anekdoten von daheim erzählt und schon kaufte ihr jeder ab, dass sie weggelaufen war – wie die Situation bei der anderen zuhaus aussah, konnte sie ja nicht wissen. Wie auf ein Stichwort also legte die Blondine wieder los, die Beschwerden ihrer Mutter, warum sie nicht mehr so sein könnte, wie ihr Cousin. Die ständigen Streitereien um ihr Outfit oder darüber, wann sie abends daheim zu sein hatte. Die Message, die sie transportieren wollte war die, dass in Wirklichkeit alles noch VIEL schlimmer war, als Natsu es dargestellt hatte! Und scheinbar ging der Plan sogar auf. Der zweite Junge, der sich bisher im Hintergrund gehalten hatte, verkündete, dass sie der konspirativen Gruppe, der „Resistance“ beitreten konnten, wenn sie ne Mutprobe hinter sich brachten. „Mutprobe?“ Ihr Blick wanderte zu ihrer Partnerin: „schaffen wir mit Links wa, Natsu-Nee?“
    Zeit wollten die Jungs scheinbar keine verschwenden, denn die trabten sofort los – in den Wald, in dem die beiden Mädchen auf die Probe gestellt werden sollten. Der Weg war ideal, die beiden in ein persönlicheres Gespräch zu verwickeln. Die Gelegenheit wollte Tomoe nutzen, solange sie da war: „Ich bin übrigens Tomoe. Und das is Natsu-Neechan. Wie heißt‘n ihr?“ Ne Vertrauensbasis war schließlich wichtig, also würde die Blondine mit den Jungens ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Über dieses und jenes konnte sie ja mit denen reden: Hobbies und so. Den einen oder anderen Schwank darüber, welche Streiche sie schon irgendwelchen Leuten gespielt hatte – darunter eine peinlich lustige Geschichte im öffentlichen Herrenbad vorige Woche, während sie langsam aber sicher immer tiefer in den Wald schlurften – Ob die Jungs, Takegatama und Raku-chan, im Wald noch mithalten konnten? Schließlich war‘s ja nicht sicher, ob die beiden Führer von Natsu und iher selbst nicht plötzlich einen steilen Zahn zulegten.

    Das verschwundene Lachen - Teil II =>
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juli 2017