Job: Shuumatsu no... schmutzig?

Dieses Thema im Forum "Shuumatsu no Tani" wurde erstellt von Hyuuga Lihaku, 31. Mai 2017.

  1. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Als frischgebackener Genin und neuer Wohnungsbesitzer verbrachte Lihaku den halben Tag damit, sein Hab und Gut nach besten Wissen und Gewissen in einer für seinen Rang passenden Ordnung einzuräumen. Das ganze hatte letztlich deutlich länger gedauert, als der junge Shinobi geplant hatte. Doch war der Tag noch nicht vorbei und die Dorfverwaltung Shirogakures war noch nicht geschlossen. So ging der junge Akademieabsolvent zielstrebig zur Verwaltung in den südlichen Teil des Dorfes und fragte sich vor Ort durch, wo er denn eine Aufgabe als Genin übernehmen könne? Anders als er selbst, schienen die Sachbearbeiter allerdings weniger aufgeschlossen für ihn... Etliche Absagen für Aufgaben hatte er erhalten, bis schließlich eine Dame ihm einen Tip gab: Schau mal dort vorbei! Die suchen noch dringend einen weiteren Kandidaten für einen Job am Shuumatsu no Tani! Der Shuumatsu no Tani!?!? Das wäre echt cool... an jenem legendären Ort! Was wohl zu erledigen ist?, fragte sich der junge Genin und folgte der gelegten Spur.
    Letztlich war der angebotene Job deutlich langweiliger als Lihaku zunächst gehofft hatte. Es ging um die Reinigung der beiden imposanten Statuen. Wieso müssen das denn Shinobi machen? Seufz. Aber na gut. Es ist ja einer meiner ersten Jobs. Und immerhin lerne ich jemand neues kennen! Sein Name ist Manako Raku und wir sollen uns morgen am Stadteingang treffen. Dann bin ich mal gespannt!

    So verbrachte Lihaku den restlichen Abend zunächst mit Vorbereitungen der Ausrüstung für den Weg zum Zielort, um sich anschließend mit zwei Partien Go im Salon um die Ecke zu belohnen.
    Am nächsten Morgen stand der frischgebackene Genin äußerst früh auf und machte sich mit gepackten Taschen zum Stadteingang. Noch niemand in Sicht... Doch da! Ob er das ist? Ein junger Mann schien zielstrebig auf den Hyuuga zuzulaufen.
  2. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Tja, auch der erste Job von Raku war natürlich der absolute Hochkaräter. Zwei gewaltige Statuen in einem abgelegenen Tal zu putzen, die nicht nur für die Shinobi-Welt sehr interessant und wichtig waren, sondern auch einen geschichtlich wichtigen Ort markierten, war natürlich nicht unbedingt seine erste Wahl gewesen, als er sich für einen Job angemeldet hatte, aber es gab drei Gründe, warum er es schließlich doch getan hatte: Erstens brauchte er Geld. Seine Familie unterstützte ihn nicht mehr so richtig, seit er Genin geworden war, das war eben so Tradition. Sie waren der Meinung, man müsse sich den Aufstieg selbst erkämpfen - toll. Zweitens: Die Herausforderung war zwar nicht groß, wohl aber war dieser Ort tatsächlich sehr interessant und selbst wenn es anstrengend werden würde, wäre es zumindest ein Grund, dort einmal hinzupilgern. Drittens: Der Partner bei diesem Job sollte ein gewisser Hyuuga Lihaku sein. Alleine dieser Name klang einem ja schon so in den Ohren, dass man einfach nur neugierig werden musste. Was war das wohl für einer? Die Weißaugen waren ja ziemlich berühmt-berüchtigt - insofern war es wahrscheinlich auch der gewichtigste Grund gewesen, diese Aufgabe anzunehmen. Der junge Shinobi hatte sich an diesem Morgen zeitig, aber nicht zu früh, aufgemacht, während diese Gedanken ihm durch den Kopf gingen. Zwar hatten sie sicherlich keine Kämpfe zu erwarten - wer würde schon zwei doofe, frischgebackene Genin daran hindern wollen zwei große Statuen zu säubern? - aber sein Bogen war trotzdem am Start. Wer wusste schon, wozu der noch so gut war? Seine Augenklappe, der allgegenwärtige Mantel und seine wie üblich robuste Kleidung komplettierten das Outfit.

    Vielleicht fünf Minuten später als geplant tauchte Raku schließlich am Eingang der Stadt auf. Das einzige positive an diesem doch recht peinlichen Umstand? Na, ganz klar: Lihaku stach deutlich aus der Masse hervor. Seine tiefschwarzen Haare und die weißen Augen waren halt in dieser Kombination auffällig, und eine gewisse Ausstrahlung hatte er wohl alleine wegen seiner nahezu adligen Herkunft. Tatsächlich war die größte Hoffnung von Raku für diesen Job, dass Lihaku sich als umgänglich herausstellte - weder so übertrieben nahbar wie Tomoe oder Chinatsu, noch absolut abweisend, grummelig und ruhig. Ja, irgendwie war das schon ein wenig anspruchsvoll, nicht? "Guten Morgen", tönte die Stimme des Bogenschützen ruhig aus seinem Mund, als er vor seinem Kollegen zum Stehen kam. "Manako Raku ist mein Name. Du bist Hyuuga Lihaku-san, richtig?" Eine kurze Pause, dann: "Jedenfalls sehe ich hier keinen anderen deines Clans." Sein Mundwinkel zuckte leicht nach oben. Er mochte zwar nicht gerne die Rolle einnehmen, den Weg zu weisen, aber er hatte auch keine Lust, hier noch ewig herumzustehen. "Komm. Der Weg zum Tal ist nicht allzu kurz. Ich war schon einige Mal dort in der Nähe." Bei der Jagd, natürlich. "Wenn wir bis heute Abend fertig sein wollen, müssen wir uns ein wenig ranhalten."
  3. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Wie vermutet, entpuppte sich der auf Lihaku zustrebende, junge Mann als sein Jobpartner. Manako Raku. Dessen Gestalt erschien nahezu perfekt komplementär zu der Lihakus. Weiße Haare, bräunliche Haut, kräftig-farbige Augen und dazu eher dunkel gehaltene Kleidung - sogar mit Mantel. Sogar einen Bogen trug der um einen Kopf größere Genin. Ein merkwürdiges Duo, das sich auf diesen vermeintlich einfachen Job begeben würde. Und obwohl Raku der Ältere und damit definitiv der Erfahrenere der beiden Genin war, steckte eine gewisse Anerkennung des jungen Hyuuga in seinen ersten Worten, die an Lihaku richtete. Das gefällt mir! Lihakus Brust hebte sich etwas vor stolz und ein zufriedenes Lächeln konnte er nicht verbergen, wenn es seiner Frohnatur folgend sowieso erschienen wäre. Guten Morgen Manako Raku. Ja, ich bin Lihaku Hyuuga. Ich freue mich auf unsere anstehende Aufgabe!, erwiderte Lihaku der charmanten Begrüßung Rakus. Der zielstrebigen Aufforderung Rakus, sich ohne weitere Verzögerung direkt auf den Weg zu machen, folgte Lihaku überaus gern. Mir gefällt seine Art zu Denken! Sehr zielstrebig, wie ich auch. Wir könnten uns gut verstehen..., bewertete Lihaku die Situation und konnte seine Freude nur schwerlich unterdrücken. Er wollte nicht unprofessionell wirken, auch wenn die Aufregung über die erste Mission kaum zu zügeln war. Fühlt sich ein bischen wie meine erste Ligapartie beim Go an...

    Die beiden Genin verließen das Dorf und folgten zielstrebig einen Fußweg. Lihaku war noch nie an diesem besonderen Ort gewesen und war froh, einen Ortskundigen bei sich zu wissen. Lihaku schwieg zunächst auf den ersten Metern ihres gemeinsamen Wegs. Er entstammte zwar dem deutlich berühmteren Hause und hatte damit - zurecht - eine Anerkennung verdient, doch war er erst seit wenigen Tagen ein Genin und wollte sich daher nicht aufspielen. Doch wollte er auch nicht als schweigsames Wesen erscheinen. Schließlich obsiegte die Frohnatur in ihm: Bist du häufig im Wald unterwegs? Du siehst mir wie ein Jäger aus - so durchtrainiert und mit dem Bogen im Gepäck... Ist sicher nicht dein erster Auftrag, oder?, plätscherte es aus Lihaku heraus. Es steckten noch einige Fragen mehr im neugierigen Hyuuga, ganz vorn die Frage, warum Raku eine Augenklappe trägt, doch würde die gesamte Reise sicherlich für alle möglichen Diskussionen ausreichen.
  4. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Erster Eindruck? Vernünftig. Hyuuga Lihaku schien ein motivierter junger Bursche zu sein, ohne, dass es so aussah, als wäre er abgedreht, aufdringlich oder beides. Grundsätzlich gute Voraussetzungen, um mit jemandem wie Raku gut klar kommen zu können, der sich lieber ruhig und zielstrebig verhielt, als zu viel Ausschmückung der sozialen Zwänge zu betreiben. Trotzdem schmunzelte der nahezu-Weißhaarige ein wenig, als er spürte, dass eine gewisse Unruhe von Lihaku ausging. Tja, wahrscheinlich war es seine erste Aufgabe - oder aber es war einfach kein besonders ruhiger Hyuuga. Soweit Raku gehört hatte, waren die ein Paradebespiel für Disziplin... und Arroganz. Naja. "Freust du dich wirklich auf die Aufgabe oder einfach nur, eine Aufgabe zu haben?" Seine etwas trocken formulierte Frage ließ erahnen, dass er jetzt vielleicht nicht unbedingt der Fan davon war, riesige Statuen zu putzen. "Aber ja, es ist immerhin etwas, nicht wahr?" Geld is' Geld, hieß es, oder? Der angehende Fußmarsch wurde sowohl von dem Schwarz- als auch dem Hellhaarigen mit recht großem Elan begonnen, so dass sie zügig vorankamen. Smalltalk war nicht unbedingt Rakus Stärke, aber mit einem Hyuuga-Clan-Mitglied wollte er es sich natürlich nicht unbedingt verscherzen, weshalb er dem Jungen einen Blick zuwarf. "Wenn ich jetzt sage, dass du gute Augen hast, beleidige ich dich, oder?" Immerhin waren die Hyuuga der Inbegriff 'guter Augen'. Das war keine Sache von ein wenig mehr oder ein wenig weniger. Dann lächelte er leicht, legte den Kopf schief. Tatsächlich hatte der Hyuuga recht mit vielem von dem, was er sagte - nun, es war aber auch nicht allzu weit hergeholt. Ein Bogen, nicht mehr der allerjüngste - für einen Genin. Insofern waren die Vermutungen von Lihaku richtig, aber auch keine Wahrsagung.

    "Nett, dass du mich schlaksigen Kerl durchtrainiert nennst. Ja, ich... bin ein Bogenschütze. Ich konzentriere mich momentan als Ninja auf die Waffennutzung, vorrangig den Bogen. Die Jagd ist nur ein Hobby für mich, allerdings hat es das ein wenig inspiriert." Nachdenklich kratzte er sich an der Wange, blinzelte dann. "Also ist es dein erster Auftrag, ja? Wenn ich die Frage richtig verstanden habe..." Das war aber mal ein gutes Stück umgekehrte Psychologie! "Nein, ich habe bereits eine Mission hinter mich gebracht", erklärte der Jäger kurz angebunden, wollte nicht zu viel reden - wenngleich der Hyuuga irgendwie... naja, er machte, dass man redete. Das war ungewöhnlich. Während sie durch das Reich des Feuers spazierten, sah sich Raku immer wieder um, schien sich zu orientieren - und vor allen Dingen zu wissen, wo er hinwollte. "Wir müssen bei der nächsten Gabelung rechts", erklärte der Grünäugige, seufzte leise. "Das wird sicher ein schmutziger Job. Sie sagen, sie haben einige Utensilien unter den Statuen verborgen, womit man sie putzen kann. Aber gibt es nicht irgendwelche Ninja-Techniken für sowas?" Fast etwas verwunder schüttelte der Manako den Kopf, warf seinem Kollegen einen fragenden Blick zu. "Wieso hast du diesen Job angenommen? Sicher doch nicht, weil du ein Denkmalschützer bist, nehme ich an... ach, und: diese Augen sind Bykugan-Augen, oder? Die sind faszinierend. Kannst du es schon einsetzen?"
  5. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Es war eine äußerst angenehme Atmosphäre mit dem etwas älteren Genin. Der anfänglich eher wortkarge Spaziergang durch den Wald begann mit der Zeit eine gewisse Wortvielfalt zu entdecken. Raku schien nicht sonderlich gesprächig, doch beteiligte er sich in angenehmen Ausmaße am von Lihaku begonnen Gespräch. Mit leicht asynchronen Gangart suchten die beiden eine Gemeinsamkeit und blieben bei der anstehenden Mission hängen: Ich freue mich schon auf den Job. Man hatte mir drei zur Auswahl gegeben und ich hatte mich letztlich für diesen hier entschieden., entgegnete Lihaku auf die Frage, ob er sich auf den Job freuen würde. Die Gangart der beiden näherte sich allmählich an. Nein, du beleidigst mich damit nicht., lachte der junge Hyuuga die Bemerkung zu seinen Augen weg. Sein Gegenüber schien ein gewisses Interesse an seinen Augen zu besitzen - allerdings eher auf Wissens- als auf Besitzebene. Ob ich vorsichtig sein muss? Viele Leute haben es auf das Byakugan abgesehen. Und er weiß nicht, dass ich dem Nebenclan angehöre... Papa hatte mir mal gesagt, dass ich bei Fremden vorsichtig sein sollte und allgemein nicht all meine Fähigkeiten offenbaren sollte! Allerdings ist mein Byakugan jetzt kein großes Geheimnis... und er ist ja Konoha-Nin...

    Interessiert begutachtete Lihaku den Bogen Rakus, als dieser von seinem Hobby und seinem Fokus als Shinobi erzählte. Ich kenne mich jetzt nicht sonderlich gut mit Bögen aus, aber er sieht schon gut benutzt aus... Wir wären sicherlich ein spannendes Team! Meine Augen, sein Bogen und wenn ich dazu noch Juuken trainieren würde... Dabei wollte ich doch erstmal Medi-Jutsu lernen.. Lihaku seufzte leise vor sich hin. Der noch sehr junge Genin würde noch einiges lernen müssen. Doch konnte er diesem Gedanken auch eine gewisse Freude abgewinnen; immerhin bereitete das Erlernen neuer Dinge ihm stets große Freude. Ja, es ist meine erste Aufgabe als Shinobi. Ich habe die Genin-Prüfung erst vor wenigen Tagen bestanden... Wie er wohl jetzt über mich denkt? Was war denn deine erste Mission? Oder darfst du nicht darüber reden?, neugierig hakte Lihaku nach.

    Raku kannte sich tatsächlich gut in der Gegend aus. Er führte die kleine Gruppe zielstrebig zum Shuumatsu no Tani. Eine Gabelung hier, eine Abbiegung dort. Die Gangart der beiden war mittlerweile trotz der unterschiedlichen Körpergröße nahezu perfekt synchron. Es ist sicher nicht mehr allzu weit. Wir laufen ja auch schon eine ganze Weile! Ich bin auch mal gespannt, was sie uns dort hinterlassen haben. Genügend Wasser dürften wir ja finden. Aber vielleicht hilft uns auch ein wenig mein Suiton Teppoudama..., berichtete Lihaku mit einigem Stolz von einem seiner Jutsu. Es gab nicht viele in seinem Jahrgang, die bereits eine Elemtent-Kugel schießen konnten. Und wenn doch, dann waren es fast alle Katon-Nutzer gewesen - kein Wunder im Reich des Feuers... Warum ich den Job angenommen habe? Also, ich bin jetzt auch kein leidernschaftlicher Putzdienstler. Aber als Shinobi müssen wir doch der Bevölkerung dienen. Und als Genin bekommen wir halt erstmal eher unspannendere Aufgaben. Bei dieser dürfen wir wenigstens das Denkmal aus nächster Nähe besichtigen! Passiert ja auch nicht jeden Tag., versuchte Lihaku seinen Gegenüber mit einem Lächeln und einem Zwinkern von der positiven Seite der doch eher als lästig anzusehenden Arbeit zu überzeugen. Was ist denn dein Grund für diesen Job? Klingt ja so, als würdest du es nur bedingt freiwillig erledigen..., tastete sich Lihaku vorsichtig heran. Bei der Frage zu seinen Augen kam ihm das Gespräch mit seinem Vater wieder in den Sinn... Ja, es sind meine Byakugan. Auch wenn ich ihre Fähigkeiten gerade eher passiv verwende. Das Bluterbe zu verwenden ist nicht sonderlich schwer. Es kostet halt schon einiges an Chakra. Und die Frage ist eher, wie weit man damit sehen kann bzw. durch welche Hindernisse man hindurchschaut. Wenn ich sie stärker trainiert hätte, könnte ich die Entfernung besser abschätzen. Aber ich glaube, dass wir nicht mehr allzu weit entfernt sind. Zumindest so, wie ich die Karte, die ich mir gestern abend noch angesehen habe, enschätze.
  6. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Der junge Jäger konnte jetzt zwar noch nicht so richtig sagen, wie es war, mit Lihaku zusammenzuarbeiten - immerhin war es bisher mehr Smalltalk gewesen, was sie ausgetauscht hatten - wohl aber war offensichtlich, dass Lihaku kein überhebliches Arschloch war. Klar, man merkte, dass er stolz war. Stolz auf seine Familie, stolz auf seine Augen, stolz darauf, ein Ninja zu sein - aber das war wohl ganz natürlich, wenn man aus dieser Familie stammte. Raku war sich nicht ganz sicher, was diese Strukturen anging... die Hyuuga waren ja ziemlich verschlossen ob ihrer internen Querelen. Wohl aber gab es ja diese 'Gerüche' über Haupt- und Nebenfamilie. Inwiefern die wohl stimmten? Na, er war vielleicht nicht ganz un-neugierig, aber das hieß noch lange nicht, dass er mit irgendwelchen Fragen um sich schmiss, die ihm in den Sinn kamen. Viel wichtiger war es, sich nicht ablenken zu lassen, oder? Allerdings: Er merkte irgendwie erst jetzt, wie viel kleiner Lihaku tatsächlich war. Irgendwie hatte er sich wohl doch von diesen Augen beeindrucken lassen - aber der Kopf, der die beiden trennte, machte schon eine ganze Menge aus. Vielleicht sah es sogar so aus, als wäre hier ein wirklich erfahrener mit einem unerfahrenem Genin unterwegs - dabei war der Unterschied in ihrer Erfahrung ja gar nicht so gewaltig, wie man jetzt vielleicht annehmen konnte. "Hm, frisch gebackener Genin... na, dann ist es kein Wunder, dass du hier bist, ansonsten würde ich wohl eher keinen Hyuuga bei so einer Aufgabe erwarten." Raku seufzte leise, konnte dann aber ein halbes Grinsen nicht so ganz verbergen. "Ich glaube, du überschätzt mich. Die Mission war nichts großes. Ein paar Kinder waren aus dem Dorf verschwunden und wir sollten sie suchen... zu viert. Eine ziemlich große Gruppe, wenn du mich fragst." Der Jäger strich sich durch die hellen Haare. "Wasser-Geschoss, oder? Naja, ich weiß ja nicht. Regnen wird es auch im Tal, also wird uns ein wenig Wasser vermutlich nichts bringen." Ein wenig sorgenvoll legte der junge Mann mit der Augenklappe die Stirn in Falten. "Ich befürchte, dass das ganze Moos und die ganze restliche..." Er sprach es nicht aus, aber vermutlich wusste Lihaku auch so, was gemeint war. "... naja, jedenfalls wird es zäh und ätzend sein." Mit diesen Worten schloss Raku seine Analyse des Jobs. Eine interessante Frage stellte Lihaku trotzdem, die Raku zwar nicht beantworten musste, aber es doch wollte - auch weil Lihaku damit sonst nicht so konfrontiert wurde, vermutete er. "Geld", antwortete Raku trocken und rieb seinen Daumen an Zeige- und Mittelfinger. "Ich brauche dringend welches. Wohnung, Essen, Ausrüstung. Kostet Unmengen." Na, wem ging das wohl nicht so? "Aha? Na, dann wäre es nichts für mich. Meine Chakrareserven sind lachhaft", murmelte der Jäger und zuckte mit den Schultern.

    Während sie so sprachen, sah Raku nach oben in den Himmel. Es war schon eine Zeit vergangen, aber so wirklich... weit waren sie nicht gekommen. Er war kein Ausdauer-Wunder, aber sie mussten ein wenig Strecke hinter sich bringen. "Komm, Hyuuga-san, wir müssen uns ein wenig reinhängen. Wenn wir in Konoha angekommen sind, sehen wir, dass wir uns irgendein Transportmittel besorgen. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, dass das Tal doch eine ganze Ecke weg ist..." Er seufzte leise. Klar, normalerweise jagte er nicht an einem Tag, sondern blieb mehrere Tage in der Wildnis. Das Tal lag an der Grenze des Feuerreichs, nördlich von Konohagakure, dem alten Hauptdorf des Reiches. "Aber immerhin kommen wir dann noch einmal an eine ordentliche Mahlzeit." Raku fürchtete, dass es mit einem Tag nicht getan war. "Ich hoffe, dass sie in dem Lagerraum bei den Statuen auch einen kleinen Lagerplatz angelegt haben, ansonsten wäre das wirklich Mist", knurrte er, seufzte dann. "Übrigens, du hast schon recht - man sieht das nicht jeden Tag. Allerdings werden wir am Ende des Jobs wahrscheinlich auch ziemlich genau wissen, wie groß die Dinger wirklich sind... sieh' mal, da vorne ist Konoha." Langsam verfiel er in einen leichten Trott, etwas schneller als noch vorher. "Los, los!"
    Zuletzt bearbeitet: 4. Juni 2017
  7. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Lihaku genoss den bisherigen Verlauf des Jobs. Ein angenehmes Gespräch, dennoch zielstrebig in Richtung Erfüllungsort sowie eine gehörige Portion Anerkennung des Hyuuga-Clans. Die Brust schwellte immer stärker hervor. Ob jede Aufgabe so verlaufen wird? Es stimmt; diese Mission ist eigentlich unterhalb der Fähigkeiten eines Hyuuga anzusiedeln, aber wird das wirklich jeder Genin so sehen? Für den jungen Hyuuga war es äußerst interessant zu hören, dass andere Genin nahezu existenzielle Gründe für das Annehmen von Missionen hatten. Ihm war durchaus schon vorher bewusst gewesen, dass dies vorkommt, doch war es etwas gänzlich anderes so etwas aus nächster Nähe zu hören.

    Das ungleiche Duo war bereits lange unterwegs und Lihaku spürte so langsam, dass seine Muskeln nach etwas Ruhe dürsteten. Er hatte zum Ende der Akademiezeit sehr deutlich erlebt, wie sehr er das körperliche Training vernachlässigt hatte. Zuletzt steuerte er durch Extra-Trainingseinheiten dagegen und erzielte durchaus ansehnliche Erfolge. Er hatte all seine Rundenzeiten sowohl im Sprint als auch in den Ausdauernläufen übertroffen. Doch sollte auch dieses neue Fitnesslevel an seine Grenzen stoßen. Ich würde ja schon gern mal eine Pause einlegen. Andererseits will ich mich vor Raku nicht bloßstellen... Er scheint mir auch etwas erschöpfter als zu Beginn der Reise, aber trotzdem zieht er noch gut das Temppo an... Ich hätte vielleicht eine Idee, wie wir in Konohagakure an ein Transportmittel gelangen. Was meinst du, sollen wir dort nächtigen und morgen weiter zum Denkmal reisen?, fragte er den älteren Shinobi und hoffte ein bischen auf eine kurze Verschnaufpause. Wir sollten unsere Vorräte auch nochmal auffüllen. Es wäre vermutlich besser, sich nicht allein auf den Lagerraum zu verlassen. Immerhin könnten Wegelagerer relativ unbeschwert diesen geleert haben...

    Schließlich kamen die beiden Genin Konohagakure immer näher. Als es in Sichtweite war, wurde Raku nochmals schneller. Lihaku wäre lieber beim aktuellen Tempo geblieben, doch gab er sich keine Blöße. Ich werde nach dem Job sicherlich einige Tage Muskelkater haben..., bewertete Lihaku nach Extrapolation der bisherigen Reise den Job. Ohne Probleme kamen sie an den Wachen am Rande des Dorfs vorbei, nachdem diese ihre Ausweise gesehen hatten. Komm, lass uns beim Ichiraku etwas essen gehen. Der Laden existiert ja schon eine Ewigkeit. Ich lade dich auch ein, Senpai. Wusstest du, dass der siebte Hokage dort immer gern gegessen haben soll? Lihaku prahlte ein wenig mit seinem Geschichtswissen. Auch wenn er in der Regel Fachbücher bevorzugte, so laß er zwischendurch auch gern mal ein Geschichtsbuch über die verschiedenen Dörfer oder berühmte Shinobi, wie Naruto Uzumaki. Nachdem die beiden ihre Ramen-Suppe aufgegessen hatten, kam Lihaku auf seine zuvor angedeutete Idee zu sprechen: Wir könnten für die weitere Reise einen Ochsen-Karren meiner Familie ausleihen. Wir hätten beide genügend Platz zum Reisen und könnten nch zusätzlich etwas Gepäck mitnehmen. was meinst du?
  8. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Natürlich merkte auch Raku, wie seine Ausdauer nach und nach schwand, allerdings war das bisher ja noch nicht so dramatisch. Es war nur ein wenig traurig, dass sie wohl doch mehr Zeit als erwartet brauchen würde; ehrlich gesagt war es peinlich genug, dass wohl sowohl Lihaku als auch er sich nicht abschließend genug Gedanken darüber gemacht hatten, wie lange sie denn überhaupt in dieses blöde Reich brauchen würde. Anfängerfehler, wirklich. Raku wusste zwar, dass er nicht unbedingt erfahren war, aber wo wenn nicht in dieser Disziplin hätte er denn schon einmal punkten können? Das einzige Gute an der Sache war, dass wohl niemand erwartete, dass sie diese Aufgabe in einem Tag schaffen würden. Das wiederum hieß erhöhte Stundensätze. "Echt? Das klingt gut", meinte der junge Mann erstaunt - doch dann fiel ihm auf, dass die Hyuuga ja aus diesem Dorf kamen. Hatte Lihaku hier also vielleicht noch Verwandschaft, die helfen konnte? Na, wenn das mal nicht zumindest irgendwie ganz gute Voraussetzungen waren - auch, wenn Raku eigentlich gerne selbst diese Arbeit geschafft hätte. Konnte man wohl von einem Anfänger-Ninja nicht anders erwarten, oder? Und Lihaku hatte wohl auch Recht, was den Lagerraum anging - also gut, Raku stimmte seinem Kollegen zu. "In Ordnung", meinte er. "Aber es ist noch zu früh, um in Konoha zu übernachten. Lass uns sehen, dass wir schon auf den Weg kommen - der Rest ergibt sich schon von alleine. Jagen kann ich uns notfalls auch noch ein Abendessen, wenn es sein muss." Ob erste Jobs immer so anstrengend anfingen? "Der... was?" Ichiraku? Was sollte das denn genau sein? Und der siebte Hokage? Der Hellhaarige legte den Kopf schief, zählte durch, und runzelte leicht die Stirn. "Uzumaki Naruto? Na, soweit ich weiß, muss das nicht unbedingt für Qualität sprechen", brummte er ein wenig sarkastisch, aber wollte sich nicht querstellen. "Okay, das machen wir so. Ochsenkarren? So etwas gibt es hier noch?" Irgendwie hatte er mit Pferden gerechnet. Na, man lernte nie aus.

    In Konoha angekommen ließen es sich sein Kollege und er nicht nehmen, erstmal zu diesen 'Ichiraku' zu gehen. Es stellte sich als ein Ramen-Stand heraus, der hier wohl ordentlich beliebt war. Angeblich hatte der Besitzer nie gewechselt und war unsterblich, aber Raku hielt diese Gerüchte für absolut haarsträubend, als sie ein Passant ihnen brühheiß auftischte. Aber das Ramen war wirklich gut, auch, wenn er das mit den entsprechenden Ständen in Shirogakure verglich. Ja, gar nicht so übel. Nach dem Essen streckte sich der junge Mann leicht, grinste seinen Kollegen dann einmal kurz an. "Übrigens, Senpai brauchst du wirklich nicht sagen. Ich bin nicht so viel erfahrener als du. Danke für die Einladung." Nur, damit das mal klar war, auch wenn das Lihaku vielleicht gar nicht kümmern würde. Der Jäger sah sich um, kratzte sich am Kopf. "Also... soweit ich weiß, gibt es ein ganzes Viertel, wo nur Hyuuga wohnen, oder? Ich denke mal, wir müssen da anfangen?" Sein neutraler Gesichtsausdruck hatte sich minimal gelockert - lag vielleicht auch an seinem vollen Magen, der ihn jetzt ein wenig entspannter werden ließ. Die Schritte der Beiden trugen sie durch Konoha, bis sie vor einem großen, hölzernen Tor standen. Offenbar gab es hier gewisse Schranken. "Und jetzt? Weißt du das Passwort?"
  9. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Die kleine Bemerkung über die Qualität des Ichiraku überging Lihaku schlichtweg. Vermutlich hat er einfach nur etwas hunger..., redete Lihaku sich ein. Das Essen vor Ort war wirklich gut. Der junge Hyuuga bestellte sogar eine zweite Portion. Immerhin war es klüger, sich jetzt nochmal den Bauch voll zu schlagen. Niemand wusste, wie es am Denkmal aussehen würde und vielleicht würde er in einigen Stunden dankbar sein, hier ordentlich zugelangt zu haben. Ja, du hast recht. Hier gibt es ein ganzes Viertel für uns. Dort sollten wir einen Karren leihen können. Es kann aber sein, dass du draußen warten musst. Meine Familie ist da etwas eigen... Nicht böse nehmen., warnte er seinen Kumpanen vor.
    Am Eingangstor zum Hyuuga-Viertel angekommen, stießen die beiden tatsächlich auf das zu erwartende Hindernis. Also ein Passwort kenne ich nicht, aber ich werde dennoch das Tor passieren können. Lass uns hier aufteilen. Ich besorge den Karren und du besorgst noch etwas Proviant. Wir sollten da definitiv etwas bedachter sein. Keine Sorge, ich beteilige mich später an den Kosten für den Proviant! treffen wir uns in einer halben Stunde wieder hier vor dem Tor?, verlautete Lihaku sofort einen Alternativplan. Er ging zum Tor, klopfte an diesem und rief: Hallo, hier ist Lihaku Hyuuga, Sohn des Takeru. Ich komme aus Shirogakure und bin auf der Durchreise. Lasst ihr mich passieren? Und tatsächlich öffnete sich das Tor. Lihaku drehte sich noch einmal zu Raku um, winkte diesem zu und verschwand anschließend hinter den Mauern des Hyuuga-Viertels.

    Innerhalb der Mauern begegnete Lihaku zwei Wachen: Nemo und Anna Hyuuga. Die beiden waren seit langem verheiratet und waren einige Male zum Essen in das Haus seiner Eltern gekommen, als sie noch in Konohagakure wohnten. Dich haben wir ja eine Ewigkeit nicht gesehen! Wie geht es dir? Du bist jetzt ein Genin? Glückwunsch!, begrüßte Anna ihn freundlich. Mir geht es super. Ich habe vor wenigen Tagen die Genin-Prüfung bestanden und soll nun einen Job am Shuumatsu no Tani erledigen. Könnt ihr mir dafür einen Ochsenkarren leihen? Die so hilfreichen beiden Hyuugas fingen laut an zu lachen. Einen Ochsenkarren? Ach mein Junge, die haben wir doch seit Ewigkeiten nicht mehr! Wir können dir einen Pferdekarren anbieten. Pferde sind deutlich belastbaren und daher besser geeignet. Der jugne Hyuuga lief rot an. Es geschah dem sehr belesenem, jungem Hyuuga äußerst selten, sich so bloß zustellen. Doch nahmen es ihm die beide Erwachsenen nicht übel. Sie schwelgten noch lange in Erinnerungen und Lihaku erzählte von seinen Eltern, von Shirogakure und was er so alles bisher erlebt hatte. Natürlich auch vom Go-Salon... Schlussendlich wartete er mit dem Pferdekarren vor dem Tor auf Raku.
  10. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Hm, einerseits war Raku ja ein wenig enttäuscht - das wäre zumindest etwas, was er selbst in seiner Familie hätte erzählen können - aber andererseits war er auch ganz froh, dass er nicht mit in das Viertel latschen musste. Ehrlich gesagt war er noch nicht so ganz sicher, was er von den Weißaugen halten sollte - sie waren ein wenig unheimlich mit ihrem Bluterbe, was so stark war, dass sie ein ganzes politisches Konstrukt drum herum aufgebaut hatten. Insofern... war das in Ordnung, außerdem war er eigentlich ganz zufrieden damit, dass Lihaku die Planung in diesem Zusammenhang ein wenig in die Hand genommen hatte. Denn so musste er nicht ganz so viel reden und einfach nur machen - für den Hellhaarigen ein nicht zu unterschätzendes Argument. Man knnte sagen was man wollte, aber seine Familie war noch nie wirklich dafür gemacht gewesen, zu führen - vielleicht seine Mutter, aber von der wollte er sich ja sowieso abkapseln. Sie schlug sowieso in die genau andere Richtung aus und eigentlich hatte Raku sein Vorbild ja in seinem Onkel gefunden. Den hielt er für den idealen Ninja... zumindest in den meisten Belangen. "Klingt gut", ließ Raku Lihaku noch wissen, hob kurz die Hand und nickte seinem Kollegen noch einmal zu - und machte sich auf, ein wenig Proviant zu besorgen. Wirklich, es war nachlässig von ihnen beiden gewesen, so schlecht vorbereitet zu sein... Raku hielt es dem Hyuuga zugute, dass er nicht darauf herumritt. Wäre allerdings auch blöd gewesen, wenn man selbst kaum vorbereitet auf so einen Job ging, richtig?

    Es dauerte nicht lange, da hatte der junge Mann einiges eingekauft, was er für so einen Roadtrip gebrauchen konnte - größtenteils Essen, was sich hielt und was gut füllte. Allerdings kein Fleisch - das konnte er im Zweifel selbst besorgen. Viel wichtiger waren Gegenstände mit denen er Feuer machen konnte und soweit er das verstanden hatte, konnte Lihaku auch kein Katon - insofern war das eine überlebenswichtige Sache. Viel spannender fand der Jäger allerdings, dass Raku am Tor wartete - und zwar mit einem Pferdekarren. Kein Ochsenkarren; es wirkte fast, als wäre der Schwarzhaarige ein wenig zurückhaltend, das auch anzusprechen, als sich der Jäger neben den frischen Genin auf die Holzbank setzte. Das Pferd schien motiviert zu sein, und der Hellhaarige warf Lihaku einen Blick zu. "Du kannst so ein Ding fahren?" Kurzes Schweigen. "Selbst wenn es kein Ochsenkarren ist?" Er grinste sogar leicht, ein seltener Anblick bei dem Grünäugigen. "Spaß beiseite... ich habe alles was wir brauchen. Los geht's, wir haben keine Zeit zu verlieren. Mit dem Wagen haben wir sogar eine ausgezeichnete Möglichkeit, heute Abend anzukommen und uns dort einzurichten. Ab nach Norden; wir müssen bis zur Grenze des Feuerreiches." Lihaku schien zu verstehen und trieb das Pferd an. Ob gekonnt oder nicht konnte Raku natürlich nicht beurteilen, aber irgendwie stellte sich schnell leichte Müdigkeit ein bei dem monotonen Getrabe. "Und? Hast du jemanden getroffen den du kennst?" Raku gab sich wirklich Mühe, Smalltalk zu betreiben. "Seid ihr echt alle... so richtig verwandt?" Es war manchmal ein wenig unglaublich, dass diese ganzen Menschen direkt miteinander verwandt sein sollten.
  11. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Lihaku musste nicht allzu lange auf seinen Weggefährten warten. Dieser schien nicht schlecht zu staunen, als Lihaku schlussendlich doch mit einem Pferdekarren aufwartete. Ich bin mal gespannt, wie gut ich mit dem Karren zurecht kommen werde. So richtig gelenkt habe ich noch nie einen... Vielleicht damals das eine Mal, als mich Nemo auf der einen Fahrt etwas lenken ließ. Aber das ist schon lange her... So schwer ist das nicht., spielte Lihaku diese doch nicht unanspruchsvolle Aufgabe herunter. Über den kleinen verbalen Seitenhieb zum fehlenden Ochsen musste der junge Hyuuga lachen. Auf geht´s! Wie du schon sagtest, sollten wir es bis abends schaffen, wenn wir uns ranhalten. Familienmitglieder haben mir außerdem eine kleine Abkürzung zum Denkmal genannt. Es ist eine recht selten befahrene und daher auch ruhige Strecke., schlug Lihaku einen Weg vor und übernahm somit nun selbst die Führung. Was letztlich nur logisch war, immerhin hielt er auch die Zügel zu den Pferden.

    Das Lenken des Karren war für die ersten paar Hundert Meter noch eine echte Anstrengung und forderte die volle Konzentration Lihakus, auch wenn er versuchte, sich dies nicht anmerken zu lassen. Ein Rumpeln hier und ein Holpern dort waren letztlich doch deutliche Zeichen für die Unerfahrenheit des jungen Hyuuga im Steuern dieser Gefährte. Doch verbesserte sich dies merklich während der Fahrt, sodass es letztlich doch ein komfortables Transportmittel darstellte. Ja, ich habe ein verheiratetes Paar getroffen, die mich früher gelegentlich auf kleine Ausflüge mitgenommen haben. Wir haben ein wenig in Erinnerungen geschwelgt und ich habe ein wenig von den Erlebnissen in Shirogakure erzählt. Früher hat meine Familie ja in Konohagakure gelebt..., berichtete Lihaku von den geheimen Vorkommnissen, die hinter den Mauern des Hyuuga-Viertels stattgefunden hatten. Ja, schon. Sonst hätte wir ja nicht alle das Byakugan. Nur Familienmitglieder besitzen dieses Bluterbe. Aber es ist eigentlich nicht so ungewöhnlich, so viele Verwandte zu haben! Du hast ja auch zwei Elternteile, die ebenfalls wieder je zwei Elternteile haben und so weiter. Wenn in einer Generation dann auch noch mehr als ein Kind folgt, verzweigt sich der Stammbaum schon über wenige Generationen sehr weit. Der Unterschied bei uns ist nur, dass man uns die Verwandschaft direkt ansieht! Letztlich sind wir meisten entfernt Verwandte., erklärte er seinem Hyuuga-interessierten Begleiter. Ob das bei allen Shinobi so ist? Ich weiß, dass meine Familie etwas besonderes ist und ich genieße diese Aufmerksamkeit ja auch, auch wenn es manchmal schwierig ist... immerhin sollte ich nicht zu viel erzählen. Lihaku hatte schon viel mit anderen Jugendlichen in seinem Alter zu tun gehabt. Allerdings war es für diese etwas alltägliches, mit Lihaku zu verkehren. Für Raku war es wohl eine völlig neue Erfahrung und es waren schon viele Monde vergangen, als Lihaku das letzte Mal eine neue so neugierige Person getroffen hatte. Wie sieht es denn mit deiner Familie aus?

    So verbrachten die beiden Genin noch ein paar Stunden zusammen auf dem Karren, bevor sie kurz vor Anbruch der Dunkelheit das Denkmal erreichten. Es war ein atemberaubender Ausblick. Die riesigen Statuen versetzten Lihaku in pures Erstaunen. Er hatte schon viel vom Shuumatsu no Tani gelesen, aber nun sah er es zum ersten Mal. Ein Woooowww! konnte er nicht im Ansatz unterdrücken. Nach einem wenige Minuten andauernden Staunen, riss sich Lihaku wieder in die Realität zurück. Wir sollten vielleicht das Lager aufsuchen, bevor es zu dunkel wird. Soweit ich weiß, soll es sich dort vorn befinden., sagte Lihaku und zeigte auf eine unscheinbare Stelle etwa 400 Meter vom Kopf des ersten Hokages entfernt.
  12. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Eine Abkürzung? Na, wenn das mal keine guten Nachrichten waren! Raku war ein Fan von Abkürzungen, und das nicht nur im wortwörtlichen Sinne: Alles, was einen schneller zum Ziel führte, war in der Regel gut. Was, der Weg war das Ziel? Blödsinn; immerhin wäre sonst das Wort 'Ziel' ja absolut falsch definiert worden, oder nicht? Der junge Mann nickte also nur zufrieden, während Lihaku sich erst ein wenig schwer tat, aber immer geschickter anstellte. Nun, Hyuuga waren sicher fleißige Lerner... nicht schlecht. Rakus Aufmerksamkeit lenkte sich in den folgenden Stunden eher auf die Umgebung, aber einige Worte tauschten die beiden jungen Genin noch aus - beispielsweise einige sehr interessante Informationen über den Hyuuga-Clan. Irgendwie hatte er ja recht, aber... trotzdem - ein ganzes Viertel für Familienmitglieder? Nein, das konnte er nicht vorweisen, wirklich nicht. Und Lihaku fand vielleicht, dass es bei seiner Familie besonders war, sich ähnlich zu sehen, aber... die hellen Haare, die Raku vorweisen konnte, waren für seine Familie auch ziemlich normal. Nachdenklich hatte der Jäger denk Kopf schiefgelegt und sich darüber noch ein wenig mehr Gedanken gemacht: Was genau machte eine Familie zu so einer wie die Hyuuga es waren? Macht? Tradition? Kampfstärke? Zumindest eines dieser Dinge konnte auch seine Familie vorweisen, wenngleich sie natürlich nicht mit den Halbgöttern der Ninjawelt mithalten konnten. Schade eigentlich, aber Raku machte sich darum keine Gedanken. Die Hyuuga standen im Rampenlicht, wo sie auch hingingen - ob sie wollten oder nicht. Solange man sie erkannte. Einen Manako erkannte man nicht, weil sich niemand für sie interessierte, das war weitaus angenehmer.

    Sie sprachen nicht mehr viel, auch, weil das monotone Grün des Feuerreichs einfach nicht besonders viel Stoff bot - und Raku in Smalltalk halt schlecht war. Ihm fiel nichts ein, was er Lihaku noch hätte fragen wollen - außer Dinge, die ihn wahrscheinlich nichts angingen, nämlich wie das Byakugan funktionierte. Wenn der Hyuuga kein schlechtes Clanmitglied war, würde er ihm das sowieso nicht verraten. Deshalb fielen die ersten Worte wieder, nachdem sie irgendwann, im Lichte der untergehenden Sonne, schließlich im Tal ankamen, in dem ein großer Wasserfall von diesen zwei gewaltigen Statuen eingeschlossen wurde; ehrwürdig und mächtig standen sie da, die Gründer des ersten richtigen Ninjadorfes; der Senju und der Uchiha. Ausgestorbene Familien, deren Strahlkraft noch bis heute anhielt. "Es ist schon beeindruckend", antwortete der junge Mann mit der Augenklappe und lächelte schief. "Allerdings... tja, ich kann auch verstehen, wieso wir hierhin kommen mussten." Auf den zweiten Blick, nämlich nachdem die Faszination dieser Größe abgeklungen war, konnte man sehen, dass sie wirklich ein wenig zugerichtet waren, diese beiden Statuen. Voller Moos und Dreck, vom Wasserfall glitschig; und zumindest die Köpfe waren von Vogelkot bedeckt. Na, super. "Dort?", fragte Raku etwas verwirrt und sah zu der Stelle, zu der Lihaku gezeigt hatte. "Hm, denkst du? Dort ist vielleicht der Lagerplatz, aber die Utensilien sollten doch in einer Kammer unter den Statuen verstaut sein, oder?" Er legte den Kopf ein wenig schief, nickte dann aber. "Nun. Wir müssen sowieso sehen, dass wir für heute erstmal rasten. In der Nacht werden wir uns als Anfänger hier sonst nur alle Knochen brechen." Überzeugt nickte er, zurrte seinen Bogen wieder an sich und sprang von dem Pferdekarren, sah sich um. "Lass uns trotzdem sehen, dass wir den Wagen dort oben hinbekommen. Es gibt einen Seitenpfad, den solltest du hochklettern. Ich sehe kurz unten nach, ob ich diese Kammer finde, dann komme ich nach." Er hob die Hand, legte zwei Finger an die Stirn und deutete dann damit auf Lihaku - ein Gruß, wie er ihn oft nutzte. Dann flitzte er am Fluss entlang in Richtung der Füße der gewaltigen Statue, um sich umzusehen.
  13. Hyuuga Lihaku

    Hyuuga Lihaku Genin

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    Lihaku war so erstaunt vom berühmten Denkmal, dass er kaum bemerkte, dass sein Kumpane deutlicher weniger begeistert erschien, was letztlich nicht für Desinteresse sprach. Der junge Hyuuga war schlichtweg noch einfacher zu begeistern. Ob diese Eigenschaft über die Jahre mit unzähligen Missionen wohl erhalten bleiben würde? Nachdem die anfängliche Begeisterung auch bei Lihaku nachgelassen hatte, erkannte er auch den unzumutbaren Zustand der Statuen. Also so dreckig werden sie nie auf Abbildungen dargestellt!, kommentierte Lihaku den Zustand, obwohl ihm klar war, dass in Sagen und Abbildungen stets übertrieben wurde. Raku hatte dies ebenfalls bemerkt und auf seine Art kommentiert. Auf die Bewunderung und die Ernüchterung folgte die Planungsphase. Vermutlich hätten die beiden jungen Genin schon lange vor Beginn der Reise alles besser durchdenken sollen, aber sie schienen auch so zurecht zu finden. Also soweit ich weiß, müssen wir nicht den Kopf hinauf klettern. Dort drüben soll eine Lagerstelle sein, genau wie du vermutet hast. Die Utensilien sollten unten sein, das hatte mir die Sachbearbeiterin in Shirogakure auch gesagt. Ich würde unseren Karren hier oben stehen lassen und das Pferd anseilen. Es fängt schon langsam an zu dämmern, daher würde ich eher ungern hinabklettern. Wenn du es dir zutraust, dann kannst du dir die Situation anschauen. Wäre vermutlich sogar sehr clever, damit wir heut abend noch planen können, wie wir morgen früh loslegen und in den kommenden Tagen die Aufgabe angehen. Dann schlage ich vor, dass ich hier oben alles vorbereite und auch schon einmal etwas koche. Und du kommst nach der Begutachtung nach. Okay? Lihaku war sich etwas unsicher, ob die beiden sich trennen sollten. Falls Raku abstürzen würde, käme jegliche Hilfe deutlich zu spät. Andererseits war er, genau wie Lihaku nun auch, ein zugelassener Genin und für solche Situationen ausgebildet. Es wird schon nichts schief gehen!, beurteilte Lihaku gedanklich seinen Zwiespalt.

    Lihaku fuhr gemächlich mit dem Karren zum Lagerplatz, wo er eine kleine Hütte vorfand. Sie sah recht alt, wenn auch nicht heruntergekommen aus. Sie bestand aus einem einzigen Zimmer, in dem eine spärliche Küche, drei Betten und ein Esstisch Platz fanden. Dann mal an die Arbeit! Du bist schließlich nicht fürs Herumlungern hier!, spornte sich Lihaku selbst an. Er kümmerte sich um die wesentlichen Dinge: Pferd entkoppeln und anseilen, Nahrung und Trinken dem Pferd zur Verfügung stellen, den Karren absichern, das Reisegepäck in die Hütte bringen und Essen vorbereiten. Letzteres war schon fast fertig. Wie lange Raku wohl noch braucht?
  14. Manako Raku

    Manako Raku Genin

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    Raku hatte nichts dagegen, sich noch ein wenig umzusehen - immerhin hatte er sich den Tag über kaum bewegt. Die Reise mit dem Wagen war sogar recht ermüdend gewesen, so dass er sich gerne ein wenig lockern wollte, und wenn das mit einer kleinen Klettereinheit erledigt werden musste. Problematisch war zugegeben, dass er im Gegensatz zu doch einigen anderen Genin nicht einmal den Baumlauf so richtig beherrschte. Ein einfaches herauf- und hinabrennen würde also nicht möglich sein... der Genin musste wohl oder übel die klassische Art und Weise nutzen. War allerdings kein Problem, denn immerhin hatte er sich auf dieser Ebene stets mit einer gewissen Geschicklichkeit rühmen können. Auch, wenn er das natürlich niemals so gesagt hätte. Sein Kollege fasste noch einmal die Gegebenheiten zusammen und machte das sogar ganz gut. Nachdenklich legte Raku den Kopf ein wenig schief, hörte Lihaku zu und nickte schließlich. "Klingt vernünftig", meinte er und zurrte seinen Mantel wieder ein wenig fester. Sogar Kochen wollte Lihaku? Na, wenn das kein Angebot war... Raku begab sich an den Rand der Klippen, sah in das gewaltige Tal hinab, welches von hier aus von den großen Statuen eingerahmt wurde. Ein leises Seufzen entfloh dem Ninja, als er sich die Statuen noch einmal genauer betrachtete. Sie waren wirklich verschmutzt... vor allen Dingen die Seite, die stets ein wenig feucht von dem Wasserfall gehalten wurde, war glitschig und mit Moos bewachsen - auch, wenn immerhin durch das Wasser kein Vogeldreck darauf zu sehen war. Die andere Seite war trocken, aber dafür eben vollge... nun, der Leser konnte sich das Wort selbst denken. Der Hellhaarige entschied sich, sich an der Statue von Hashirama Senju herabzulassen und bei seinen Füßen nach der Kammer zu suchen, in denen die entsprechenden Utensilien verstaut waren. Oder besser... verstaut sein sollten.

    Der Abstieg hatte sich als schwieriger herausgestellt, als er gedacht hätte. Durch seine Ausbildung wusste Raku zwar, wie er so etwas angehen sollte, aber... wer war schon einmal eine dutzende Meter hohe Steinstatue heruntergeklettert? Mit eleganten Sprüngen und festklammern an den richtigen Stellen stand der Hellhaarige schließlich am Fuße der Statuen, sah sich neugierig um. Hier, unter den Statuen, war es tatsächlich trocken, denn die ausladenden Statuen schützten die kleinen Landteile im Fluss vor Regen und anderen Umwelteinflüssen. Tatsächlich konnte er erkennen, dass im Schatten des ersten Hokage eine Tür verborgen war, die in eine dunkle Steinkammer führte. Das letzte Licht des Tages fiel hinein und offenbarte... Spinnenweben. Eine Menge davon. Aber auch ein paar Eimer, Schrubbbesen, und sogar ein paar Seile waren dabei, wohl, damit man sich ein wenig absichern konnte. "Das ist gut", murmelte er sich selbst zu, strich sich die ein wenig feuchten Haare aus dem Gesicht. Schweiß und Spritzwasser vom Wasserfall hatten ihn ein wenig feucht werden lassen. Nachdenklich stemmte er einen Moment die Hände in die Hüften, sein Gesichtsausdruck neutral, dann schnappte er sich eines der festen Seile, die schwerer waren, als sie erst aussahen - aber sie würden sie sowieso brauchen. Dann ging es zurück zum beschwerlichen Anstieg... als Raku wieder vor Lihaku stand, sah er schon ein wenig ermüdet aus. "Die Statuen sind noch größer, als sie aussehen", meinte er trocken und ließ das Seil in die Ecke fallen. "Ich weiß nicht, wieso sie das Zeug nicht hier oben lagern... wahrscheinlich ist diese Hütte noch neuer als diese Kammer da unten. Es ist wie eine Gruft. Obwohl auch das Haus nicht neu aussieht..." Sein Blick huschte durch die Hütte - dann zuckte er die Schultern. "Gut, dann haben wir ja alles. Danke für deine Mühen", bedankte er sich noch kurz. Dann seufzte er leise, zog seinen Mantel aus, hing ihn über einen Stuhl und zog sich die Augenklappe vom Gesicht, hing sie mit dazu. "Ich denke, wir schaffen die beiden Statuen morgen." Das Urteil basierte natürlich nur auf dem, was er gesehen hatte - und kurz erzählte er Lihaku, was er gesehen hatte. "Allerdings werden wir auch den ganzen Tag dafür brauchen, also müssen wir früh anfangen. Was kochst du denn?"
  15. Hyuuga Lihaku

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    Just in den Moment, als Lihaku sich schon anfing zu wundern, wie lange Raku wegblieb - das muss echt ein langer Aufstieg sein... - betrat eben jener die kleine vom Duft des Essen durchlauchte Hütte. Und? Wie ist die Lage unten beim Lager?, fragte Lihaku direkt neugierig heraus. Ich bin hier gleich fertig!, schob er noch hinterher und wendete das Hühnchen ein letztes Mal. Er hatte etwas Hühnchenfleisch angebraten und dazu Nudeln und Salat zubereitet. In Summe nichts besonderes, aber im ersten Moment erstaunlich, dass der junge Hyuuga nach den Ramen im Ichiraku erneut zu Nudeln griff, doch sollten die beiden Genin am nächsten Tag einige Kohlenhydrate brauchen... Raku legte derweil seine durchnässten Kleidungsstücke beiseite und berichtete Lihaku von den zur Verfügung stehenden Materialien. Erstaunt war Lihaku wenig von der spärlichen, aber tendenziell ausreichenden Ausrüstung. Die abgelegte Augenklappe Rakus hingegen erweckte große Neugier im noch jungen Shinobi. Zwei Teller mit Besteck auf den Tisch gelegt, dazu das Essen in den Töpfen dazu gestellt und voíla, fertig war die Mahlzeit. Lass es dir schmecken! Ist jetzt nichts besonderes, aber es sollte für die Sache genügen. Bin halt doch kein großer Koch., kommentierte Lihaku seine vorbereitete Mahlzeit.

    Sag mal..., fing Lihaku vorsichtig an, während er sich etwas Nachschlag vom Essen gönnte. Darf ich dich etwas fragen? Er wartete eine Reaktion Rakus ab. Dieser schien mit seiner bisher üblichen Art etwas abzuwarten. Ein enthuisiastisches Na klar platzte nicht gerade heraus, doch schien er einverstanden. Was hat es mit deiner Augenklappe auf sich? Ich dachte zuerst, du hättest das Auge irgendwie verloren - es gibt ja häufig solche Situationen - aber es ist ja offensichtlich nicht so... Oder ist das ein wohlbehütetes Geheimnis? Vielleicht war der junge Genin zu weit gegangen. Man erzählte schließlich nich jedem all seine Geheimnisse und Tricks. Er selbst musste stets vorsichtig sein, was er über das Byakugan erzählte. Doch die Neugier war zu groß.