Der weg nach Sôhon

Dieses Thema im Forum "Reich der Steine" wurde erstellt von Nita Ayane, 28. Dez. 2017.

  1. Nita Ayane

    Nita Ayane Genin

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    Es lief alles wie am Schnürchen gezogen. Die Gruppe aus drei Ninjas hatte eine Mitfahrgelegenheit organisiert, die sich in Ayanes begrenztem finanziellen Verständnis als bezahlbar herausgestellt hatte, sie hatten Verpflegung für die Reise beschaffen können und waren längst auf dem Weg. Die Temperatur stieg stetig, kaum dass sie ein riesiges natürliches Tor passiert hatten, das aus zwei gegeneinander lehnenden Felsnadeln bestand, die jede gewisslich hundert Meter in die Höhe ragen mochte und die die natürliche Grenze zwischen Reich des Regens und dem Reich der Steine markierte. Natürlich schickte es sich nicht für eine wahre Dame von Stand, sich offen der Bewunderung über diese monumentale Steinformation hinzugeben, aber einen verstohlenen Blick darauf konnte sie nicht rechtzeitig verhindern. ‚Wie die Schwerter mythischer Titanen, die ihre Klingen zum Gruße kreuzen.‘ Den Gedanken behielt sie für sich, erlaubte sich über diesen Gedankengang hinweg jedoch einen Moment genießenden Schmunzelns. Anblicke wie dieser gehörten zu den wenigen Dingen, die Nita Ayane an ihrem Beruf mochte. Orte zu sehen, Dinge zu erleben, die anderen vielleicht abenteuerlich erschienen und die sie nur, wenn überhaupt, aus Büchern und Erzählungen kennenlernen würden.

    Widerwillig löste sich der Blick ihres Auges von den gewaltigen Steinen um einen roséfarbenen Sonnenschirm aus ihrem Gepäck zu suchen. Das Land, das vor ihnen lag, war ein trockenes, karges Land, genau wie die Großreiche an die es grenzte ebenso. Eine wohlerzogene Dame hatte da natürlich auf ihren Teint zu achten. Gekonnt spannte sie den Schirm auf, dessen Spannweite sicher für drei Personen ausreichte und blickte dann ihre beiden Teamkollegen mit gebotenem Ernst an: „Die Dame, der Herr? Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir uns mit den Planungen zu unserer Aufgabe beschäftigen.“ Nita Ayane machte eine bedeutungsschwangere Pause, um den Beiden anderen jungen Erwachsenen die Gelegenheit zu geben, sich auf das Thema einzustellen. „Jetzt wo das große Steintor, das als einzige Sehenswürdigkeit dieses Landes bis zu unserem Zielort gilt, hinter uns liegt, haben wir mehr als genügend Zeit, uns zu besprechen.“ Dass sie auch noch einen Fahrer hatten, der jedes Wort mithören konnte, störte sie dabei mitnichten, denn schließlich hatten sie keinen Geheimauftrag. „Wie Sie sicher bereits wissen, Fräulein Meteki, Herr Takeshi, sind die Beziehungen des Steinreiches sowohl mit dem Reich des Windes als auch mit dem Reich der Erde zur Zeit angespannt. Der Grund dafür sind Überfälle, die auf beide Reiche als Urheber hindeuten.“ Was natürlich völliger Unfug war, denn immerhin herrschte ein kalter Krieg zwischen diesen Ländern. Wieso sie in dieser Sache miteinander kooperieren sollten, stand in den Sternen. „Beide Länder dementieren die Vorwürfe, die daraus erwachsen sind selbstverständlich auf das Vehementeste. Nichtsdestotrotz hat sich die Lage verschlimmert, sodass beide Reiche ihre jeweiligen Bündnisse um Klärung gebeten haben. Würden sie ihre eigenen Shinobi zu den Untersuchungen heranziehen, könnte das die Lage durchaus verschlimmern. Und das, Herrschaften, ist der Grund, warum wir Drei uns dieser Sache annehmen sollen.“
    In der Hoffnung, ihre beiden Kameraden wurden sich des Ernstes der Lage spätestens jetzt bewusst, sollte das bis Dato noch nicht der Fall gewesen sein, nickte sie ihnen jeweils knapp zu. „Unser jetziges Ziel ist die Hauptstadt des Landes, in der ich hoffe, über ein Amtshilfeverfahren an die nötige Kooperation der Behörden zu finden. Aber ich rechne damit, dass wir aufgrund der angespannten Lage, keine ernsthaften Chancen darauf haben. Ich bin noch unsicher, ob wir dem leitenden Priester unsere Aufwartung machen sollten, um so an wertvolle Informationen zu gelangen, oder ob sich dies letztendlich als Sinnlos erweisen könnte. Als Ausweichplan würden wir auf klassische Informationssuche bei der Bevölkerung zurückgreifen müssen. Die Vorfälle sollten in der Öffentlichkeit die Runde machen, wenn sie zu solchen übernationalen Problemen führen.“ Das war so weit ihre geplante Vorgehensweise. Aber auch eine Nita machte nicht immer alles richtig, unter anderem deshalb war sie ja nicht alleine hier. „Fräulein Meteki, Herr Takeshi? Haben Sie meiner Ausführung etwas hinzuzufügen oder Vorschläge, die zur Verbesserung führen können?“
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Es ging alles ganz schnell, denn ehe der Takeshi wusste wie ihm geschah, saß er schon auf der Ladefläche einer Kutsche auf dem Weg ins Reich der Steine. Je weiter sie voranschritten, desto wärmer wurde es. Nachdem es dem Takeshi zu heiß wurde, entledigte er sich seines Mantels, legte ihn sorgfältig zusammen und verstaute ihn wieder in seinem Rucksack. Obwohl der Takeshi es sich während der Fahrt gemütlich gemacht hatte und er beinahe eingedöst war, entging ihm nicht das gigantische Steintor, welches sie vor ein paar Minuten passierten. Während er die Sonnenstrahlen genoss, fielen ihm die riesigen Schatten auf, die diese Statuen auf den Karren warfen. Es war nicht so, dass er so etwas Gigantisches schon mal zuvor gesehen hatte, aber sehr beeindruckt war er deshalb nicht gerade. Klar ist es schön solche Dinge zu sehen und sie zu bestaunen, trotzdem war das nicht in Rais Interesse. An seinem Ninjaleben reizten ihn die Gefahren, der Nervenkitzel und die Kämpfe. Sehenswürdigkeiten dienten ihm hierbei nur als kleine Ergänzung.

    Kurz bevor der Takeshi wieder eingedöst wäre, hörte er wie sich ein Regenschirm aufspannte und er spürte wie ihm die Sonne geraubt wurde. Er öffnete einen Spalt weit seine Augen und wagte einen Blick in die Richtung der anderen beiden. Als hätte er es sich denken können, war die Ursache die Pingeligkeit von Ayane. Er hatte nicht viel Zeit sich darüber aufzuregen, denn sie erhob das Wort und als Leiterin der Mission hatte er darauf zu hören was sie von sich gab. Mit einem Seufzer richtete er sich an Ort und Stelle auf und lehnte sich aufrecht gegen die Holzwand der Ladefläche. Seine gespitzten Ohren lauschten dem Monolog der Sora-Nin. Als sie fertig war, fragte sie, ob denn jemand was zu ergänzen hatte und da meldete sich Rai zu Wort: „Dein Plan klingt doch schon mal gut, aber ich glaube nicht, dass das so passieren wird, wie du es dir vorstellst.“ Als er sich vergewissert hatte, dass er deren ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, fuhr er fort: „Das mit dem Antrag können wir ganz vergessen. Wenn die Lage dort wirklich so angespannt ist wie du es geschildert hast, dann wird das nichts. Die Leute auf der Straße werden wir auch nicht befragen können, denn die werden sich wahrscheinlich nicht trauen etwas zu sagen. Für mich klingt das nämlich wie ne ziemlich große Sache, ne Verschwörung. Da steckt die Regierung ganz tief mit drin. Wir müssen da tiefer gehen, in den Untergrund, wenn ihr versteht was ich meine.“ Den fragenden Blicken nach zu urteilen, verstanden die beiden nicht so ganz was er meinte. Mit einem kurzen Seufzer fuhr er mit seinem Monolog fort: „Ich meine die Banden auf den Straßen, die Mafia oder so was in der Art. Die werden mit Sicherheit wissen was hier vor sich geht. Vielleicht übertreibe ich hiermit, aber ich kenne das aus meiner Heimat. Manchmal geht da echt krasser Scheiß ab… Entschuldigt meine Wortwahl, ich wollte grade nur ehrlich sein.“ Mit einem entschuldigenden Blick wandte er sich Ayane zu. „Das ganze kann sehr schnell ausarten. Hoffentlich liege ich damit falsch. Ich mein, wieso sollten die sich gegenseitig angreifen? Da steckt mehr dahinter als nur eine angespannte Lage. Das ist meine Meinung dazu.“ Er lehnte sich wieder zurück, um zu bedeuten, dass er mit seinem Monolog nun fertig war. Vielleicht übertrieb er bei der Sache, aber ihm war das alles nicht ganz koscher. Mal schauen, was die anderen dazu zu sagen haben.
  3. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Es war schon beeindruckend, was manche Leute als beeindruckend empfanden. Natürlich handelte es sich um wirklich große Felsen, aber eben auch nur schiefe Felsen und nicht mehr. Da waren die weißen Mauern von Shirogakure doch um einiges imposanter. Wenngleich diese von Menschenhand geschaffen wurden und nicht durch das, was einige als Gottes Willen, und Menschen, zu denen sich Pakura zählte, durch puren Zufall. Hätte die Einäugige ihr Interesse an den Gebilden entgegen ihrer zurückhaltenden Art laut ausgesprochen, hätte die Meteki sie gefragt, was genau sie an diesen Felsen als sehenswert empfand. Sie selbst konnte dort nämlich nichts Besonderes entdecken, wenngleich sie sich tatsächlich bemühte, etwas zu entdecken, was den Bewunderungen mancher Touristen eine Existenzberechtigung verschaffen könnte. Dann aber wandte sie sich ihrer Teamleiterin zu, welche gerade offensichtlich mit der Missionsplanung zu beginnen gedachte. Grundsätzlich musste die Fünfzehnjährige, nachdem Ayane ihre Sicht der Dinge und Rais daraufhin seine Bedenken diesbezüglich kundgetan hatten, beiden zustimmen. „Ich denke, wir sollten es zumindest vorerst mit den offiziellen Wegen probieren. Ich gebe dir Recht, Rai-kun, dass die Bürger der Stadt mehr ängstlich als informativ sein werden. Das denke ich auch. Aber wenn es irgendwelche aussagekräftigen Hinweise gibt, werden die Behörden uns diese mitteilen können. Immerhin haben sie selbst auch schon Ermittlungen angestellt. Ansonsten wüssten wir ja auch nicht, dass Tsuchi no Kuni und Kaze no Kuni in Frage kommen und wären wahrscheinlich niemals entsandt worden. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass eine der Regierungen der drei beteiligten Länder an der Verschwörung beteiligt ist. Ich denke da eher an einen - scheinbar - unbeteiligten Vierten, der die Fäden in der Hand halten wird. Falls uns in der Stadt offiziell niemand helfen kann, können wir uns ja noch immer auf die Unterwelt konzentrieren. Die werden uns in dem Fall wahrscheinlich echt besser helfen können.“ Während ihrem Monolog blickte die Braunäugige stets zwischen beiden Gesprächspartnern hin und her, um zu signalisieren, dass sie zu beiden gleichermaßen sprach. Zuletzt blieb ihr Blick aber wieder auf dem Gesicht der Nita hängen, da diese letztendlich die Entscheidungsgewalt über diese Operation hatte. Sie war ernsthaft gespannt, wie die waffenaffine Kunoichi sich entscheiden würde. In jedem Fall konnte die junge Frau sich der Folgsamkeit ihrer jüngeren Unterstellten gewiss sein. Solange diese nicht anordnet, unschuldige Zivilisten abzuschlachten, was sicher nicht in ihrem Plan auftauchen würde, gäbe es auch keine Probleme bezüglich der Autorität dieses Teams.
  4. Nita Ayane

    Nita Ayane Genin

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    In aller Ruhe hörte sich die junge Dame an, was ihre beiden Teammitglieder für Ansichten vertraten, wobei sie allerdings nicht verhindern konnte, dass sich bei den Ausführungen des Kumonin ein kleines Schmunzeln in ihr Gesicht schlich. Sie hielt seine Ansichten für reichlich übertrieben, aber ausreden ließ sie ihn natürlich dennoch – vielleicht ließ sich aus seiner Sprechblase etwas sinnvolles extrahieren, wer konnte das vorher wissen? Richtig, niemand. Also fuhren sie weiter in einem gemächlich schunkelnden Wagen durch die felsige staubige Einöde und hörten sich die Meinungen der jeweils Anderen an. Letztendlich räusperte sich Ayane gediegen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, obwohl das längst der Fall war – es erschien ihr dennoch richtig, auf sich aufmerksam zu machen, ehe sie rekapitulierte: „In der Tat erkenne ich Ihre Sorge, Herr Takeshi, dass es sich letztlich als schwierig erweisen könnte, über öffentliche Kanäle an die nötigen Hinweise zu kommen, die wir benötigen.“ Ein wenig Bestätigung war gut für das Teambewusstsein, deshalb hatte sie diesen Anfang gewählt: „Dennoch denke ich, dass wir den Tempel im Dorfe lassen sollten. Im Augenblick haben wir keinerlei Hinweise darüber, was der Auslöser für diese Krise sein könnte. Zwar können wir eine Verschwörung nicht ausschließen, jedoch möchte ich nach Möglichkeit keine größeren Wellen Schlagen als notwendig. Deshalb können wir uns die Option warm halten, uns an die Unterwelt zu wenden, aber nur als letztes Mittel würde ich diese Option auch tatsächlich wahrnehmen wollen.“ Ein kurzer Blick, der in aller Kürze zeigen sollte, dass es ihr damit sehr ernst war, folgte. „Bedenken Sie, dass wir es mit einer politisch sehr sensitiven Lage zu tun haben. Wenn wir in dieses Pulverfass hineinplatzen und mit wehenden Fahnen röhrend wie eine Herde Bullen in der Stierkampfarena vorgehen, könnten wir die Situation eher noch verschlimmern, als sie zu verbessern.“
    Ihre rechte Hand hob sich zu ihrer Augenklappe. Ihr Gesicht verzog sich für einen Moment. „Entschuldigen Sie mich einen Augenblick.“ Mit einer fließenden Bewegung zog Nita Ayane ein weißes Seidentuch aus ihrem Gürtel und wandte sich halb um, damit man ihre rechte Gesichtshälfte nicht mehr sehen konnte. Ein wenig später schob sie die Klappe, die die Augenhöhle bedeckte ein wenig nach oben, um eine anthrazitgraue Kugel herauszunehmen und sie sorgsam von Schmutz und Staub zu befreien. „Ich bitte zu entschuldigen, dass Sie das mit ansehen müssen. Die staubige Umgebung bereitet mir geringfügige Schwierigkeiten.“ Hätte Ayane die Wahl gehabt, so hätte sie sich dafür kurz zurückgezogen, aber im Moment saß sie in einem Holzkarren mitten im Nirgendwo, während ihr der trockene Staub des Reiches der Steine in die kleinsten Ritzen ihrer Augenklappe kroch. „Auf… auf jeden Fall würde ich es bevorzugen, wenn wir unser Profil in der Öffentlichkeit sie klein wie nur möglich halten würden. Schlimmstenfalls könnten wir ansonsten ungewollt einen Krieg auslösen. Und ich denke nicht, dass das im Sinne irgendeiner möglichen Kriegspartei wäre, nicht?“

    Als sie sicher war, dass ihre Platzhalterkugel wieder sauber war, widmete sich die Dame – natürlich noch immer abgewandt, ihrer Augenhöhle, die sie selbstredend ebenfalls zu reinigen hatte: „Betreffend der Involvierung einer weiteren Partei stimme ich Ihnen allerdings zu. An dem Status Quo gewinnt keine der beteiligten Seiten irgendetwas, sodass wir es als relativ gesichert ansehen können, dass noch jemand Weiteres mit von der Partie sein muss. Wir kennen die Natur dieser Seite nicht und haben im Augenblick nicht die geringste Vorstellung von ihren Möglichkeiten. Es könnte sich ebenso sehr um einen Haufen unbedachter Halunken handeln, wie um eine der anderen Nationen, die versucht, das Machtgefüge auf dem Kontinent zu verändern.“ Die Nita hoffte inständig, dass es nur ein paar Halunken waren, aber nichtsdestotrotz würden sie diese schnellstmöglich aus dem Verkehr ziehen müssen. „Im Augenblick sind wir für eventuelle Beobachter noch unauffällig, wenn wir in der Hauptstadt eintreffen. Würden Sie beide es bevorzugen zusammen zu bleiben, oder sollten wir uns zumindest anfangs trennen, um die Informationssuche effektiver zu gestalten?“ Mit einer Grimasse offenen Ekels schob sie letztendlich ihre Kugel wieder zurück – sie hasste dieses Gefühl – und formte ein einzelnes Fingerzeichen, bevor sie sich wieder zu ihren beiden Mitstreitern wandte, sie entschuldigend anlächelte und ihre Augenklappe wieder über das dunkle, graue Auge schob. „Ich bitte nochmals, um Entschuldigung für die Unannehmlichkeit, dies mit ansehen zu müssen.“ Auch wenn es sich nicht schickte, über unangenehme Dinge zu reden, in diesem Fall erschien es ihr nötig. Warum? Ihre nötige Reinigung der Protese ließ sie ein wenig verwundbarer … menschlicher erscheinen. Das war auch ein wichtiger Faktor, wenn man Zugang zu seinen Mitmenschen suchte, mit denen man in der nächsten Zeit kooperieren musste, oder nicht?
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  5. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Mit seiner ungeteilten Aufmerksamkeit lauschte er den Worten seiner Mitstreiter. Es war wichtig sich jedermanns Meinung anzuhören, bevor man einen endgültigen Entschluss fasste. Nachdem er dem grotesken Schauspiel seiner Anführerin zugesehen und ihrer Meinung gelauscht hatte, bedeutete mit einem Nicken, dass er verstanden hatte, was die beiden Ninja meinten. Für Rai war es ganz klar, dass es hier wahrscheinlich um Politik und Macht ging. Bei solchen Konflikten war das oft der Fall; Beweis dafür waren viele bekannte Filme. Ihm war es hierbei tatsächlich lieber sich unbemerkt unter die Leute zu mischen. Wenn der Trupp auf sich aufmerksam machen würde, dann würde es die Probleme nur so vom Himmel hageln. Nach einer Minute des Schweigens, machte der Takeshi wieder seinen Mund auf: „Ich stimme euch beiden zu. Wir sollten so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf uns lenken. Wenn man das so betrachtet, um jetzt auf Ayane zurückzukommen, wäre es am besten, wenn wir getrennt nach Informationen suchen würden. Ich finde, dass das aber keine gute Idee ist, denn von uns weiß niemand so richtig wo wir dort Informationen herbekommen würden. Außerdem war von uns sicher noch niemand dort gewesen.“ Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Ich würde vorschlagen, dass wir gemeinsam zur Dorfverwaltung gehen und dort mal nachfragen, was auch der Ansatz des Ganzen gewesen war. Wenn die uns keine Informationen geben, und das glaube ich auch, dann versuchen wir es in einer Bar oder sowas. Vielleicht plaudert ja der ein oder andere nach ein paar Bier, wer weiß.“ Mit einem Achselzucken beendete er seine Ansprache. „Wenn wir das wirklich machen sollten, dann muss die echt ein wenig lockerer werden.“, dachte er sich und musterte die Nita dabei eindringlich. Irgendwie befürchtete der Takeshi, dass die ganze Informationssuche ein Debakel werden würde. Er könnte sich dabei aber auch irren. Da er schon ein paar Reisen hinter sich hatte, wusste er mittlerweile ganz genau, dass er vor dem Geschehen eigentlich immer ein schlechtes Gefühl hatte. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass er immer wieder neuen Menschen begegnete und mit ihnen zusammenarbeiten musste. Er besaß eine relativ gute Menschenkenntnis und er wusste über solche steifen Menschen wie Ayane ziemlich gut Bescheid. Menschen wie sie neigen oft dazu unmoralische Entscheidungen zu treffen, so kühl wie sie teilweise alle waren. Das war aber nur die Meinung von Rai, einem relativ jungen Ninja aus Kumo. Nachdem die Konversation beendet war, lehnte er sich wieder zurück und schloss seine Augen. Vielleicht konnte er bis zur Ankunft noch ein paar Minuten schlafen.
  6. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Es war eigenartig und in gewisser Weise doch belustigend, was dort vor ihr gerade geschah. Selbstredend ließ Pakura sich kein Stück anmerken, wie sie innerlich vor sich hin grinste, als ihre Teamführerin ihre Prothese reinigte. Stattdessen blickte die Meteki dezent aus dem Fenster und folgte lediglich den Worten der jungen Frau. „Irgendwas bezweckt die doch damit, dass sie hier vor uns ihre Reinigung vollzieht. Ich schätze Ayane-san nicht so ein, dass sie ihre Bürde vor jedem derart offen präsentiert.“ dachte sie, folgte dann aber wieder aufmerksam dem Gesprächsthema. Die Nita hatte schon recht. Das Dreiergespann befand sich tatsächlich in einer recht prekären Lage. Ihre Aussage bezüglich des gefährdeten Friedens war auch keineswegs übertrieben. Nicht so, wie die Befürchtungen ihres Kumo-Pendants, die tatsächlich mehr nach einem Kriminalroman oder sowas klangen. Grundlegend Unrecht hatte der Takeshi aber auch nicht. „Ich stimmt dir zu, Rai-kun. Ich denke auch, dass wir zumindest vorerst zusammenbleiben sollten. Immerhin handelt es sich sicherlich um eine ziemlich große Stadt und es bringt weder uns, noch den beteiligten Parteien weiter, wenn wir uns alle unabhängig voneinander verirren.“ So langsam aber sicher versiegte der Gesprächsfluss und jeder kümmerte sich um seine eigenen Belange. Eine Weile lang schaute die Fünfzehnjährige auf die Einöde hinaus und sinnierte über dies und das, entschied sich schließlich aber für etwas Praktikableres und beschwor ein Buch aus einer ihrer Makimono. Es handelte sich um eine Sammlung verschiedener Gifte mit Symptomen und der Zusammensetzung geeigneter Gegengifte. Es konnte gut sein, dass derartige Informationen während dieser Mission nicht benötigt würden. Dennoch war es definitiv sinnvoller, sich fortzubilden, anstatt einfach so die Zeit verstreichen zu lassen.
  7. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

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    Mittlerweile war sich Ray sicher, dass irgendjemand ihn zu einem Detektiv machen wollte. Zum einen war da die Sache mit seiner Geninprüfung, die keine Geninprüfung war, sondern ein regulärer Job, bei dem er ein Schmuckstück wiederfinden sollte, eine klassischen Detektivaufgabe. Seine erste Mission bestand dann darin einen mysteriösen Signalausfall auf einer einsamen Insel zu untersuchen. Auch diese Art von Geschichten hatte er in zahlreichen Kriminalromanen gelesen. Und jetzt befand er sich auf dem Weg in das Reich der Steine, um seine zweite Mission anzutreten. Seltsam war dabei nicht nur, dass es sich gleich um eine Mission mit Ninjas aus Shirogakure handelte, sondern auch die Art der Mission. Wenn er es richtig verstanden hatte, handelte es sich dabei um die Untersuchung von grenzverletzenden Überfällen. Aufgrund der prekären Lage zwischen den beiden Großreichen war diese Situation nicht ganz ohne Spannung. Auch das war in gewisser Hinsicht ein klassisches Szenario, zumindest in den Augen des jungen Hayabusa und in seinem Kopf wirbelten schon die ganze Zeit die verschiedensten Ideen zu den Ursachen für dieses Szenario durch die Gegend.

    Jetzt gerade aber beschäftigte ihn eher die Frage, wieso irgendjemand ihn zum Detektiv machen wollte. Da waren doch die Shinobi des Tantei-Clans wesentlich geeigneter für. Aber war es nicht merkwürdig, dass ausgerechnet einer seiner Lehrer im Hayabusa-Clan ihm den Vorschlag für diese Mission unterbreitet hatte. Offensichtlich wurde die jetzige Leiterin der Mission doch für eine andere Aufgabe gebraucht und nun sollte er Bote und Ersatzmann spielen. Irgendwer zog dort doch im Hintergrund die Fäden. Es war nicht so, dass es den jungen Shinobi wunderte, immerhin neigten einige der Älteren zur Geheimniskrämerei.
    Wie um aus seinen Gedanken wieder aufzutauchen, schüttelte er kurz sein Gesicht und richtete seinen Blick auf die Hauptstadt des Steinreiches, die in diesem Moment vor ihm auftauchte. Glücklicherweise nämlich hatte man sich auch um eine Reisemöglichkeit gekümmert. Sein Mitfahrer, ein Händler für Kohlköpfe und Gemüse war ein älterer Mann mit einem freundlichen Lächeln, das nur dann einer wütenden Grimasse wich, wenn irgendjemand es wagte seine Kohlköpfe respektlos zu behandeln. So bestand der Großteil der Fahrt auch daraus, dass ihn der Händel stundenlang ungefähr alles über Kohlköpfe erzählte. Da er seinen Vortrag mit großer Leidenschaft vortrug, hatte Ray sogar einiges behalten und kannte jetzt mindestens 10 verschiedenen Kohlsuppenrezepte. Fraglich, ob ihm das nochmal etwas nützen würde.

    Mit dem ihm typischen raubtierhaften Lächeln, was seine spitzen Eckzähne erschienen lies, verabschiedete er sich von dem netten Händler und stand jetzt etwas planlos vor dem Gebäude der Dorfverwaltung. Wie sollte er eigentlich die anderen finden? Darüber hatte er sich noch keine Gedanken gemacht und nachdem er sich kurz umgeschaut hatte, sah er auch noch keinen anderen Ninja. "Hmm." murmelte Ray in seinen nicht vorhanden Bart. "Ich kenne von den dreien nur Ayane Nita." Diese war nämlich auch auf seiner ersten Mission mit dabei gewesen. "Also sollte ich wohl nach ihr Ausschau halten." Kurz lies er seinen Blick schweifen nur um im nächsten Moment wie von der Tarantel gestochen loszupreschen und auf das Dach der Dorfverwaltung zu klettern. Von dort aus hatte er einen ganz guten Überblick und mit seinen scharfen Augen würde er Ayane sicherlich ausmachen können.
    Lange musste Ray auch in der Tat nicht warten, ehe er sie, zusammen mit zwei anderen auf der Ladefläche einer Kutsche erblickte. "Wetten dass, du es nicht schaffst die Nachricht mit einem Pfeil direkt auf die Ladefläche zu schießen." meldete sich in diesem Moment Bodo, seine innere Stimme der Herausforderung und beinahe instinktiv schnappte sich Ray seinen neuen Bogen, um die Herausforderung anzunehmen. Aber gerade noch rechtzeitig fiel ihm das ein, was Kurenai, seine Cousine ihm vor der Abfahrt gesagt hatte. Stolz hatte er dieser seinen Bogen präsentiert, woraufhin sie ihn davor gewarnt hatte, bloß nicht mitten in der Hauptstadt ihn zu benutzen. Bei der Situation würde das garantiert falsch ausgelegt werden. "Und sag das auch Bodo." hatte sie eindringlich hinzugefügt, sie kannte ihn eben zu gut. "Danke Kurenai." murmelte Ray jetzt, denn diese Warnung schaffte es Bodo in den Hintergrund zu drängen und den Bogen wieder auf dem Rücken zu verstauen. Stattdessen kletterte er wieder vom Dach der Dorfverwaltung runter und sprintete zu der Kutsche, von der gerade Nita Ayane und ihre Begleiter ausstiegen. Wie immer trug er seine grüngelbe Lieblingsjacke, die bei seinem Sprint hinter ihm herflatterte, sowie ein grün-braun gemustertes T-Shirt und eine schlichte, kurze Hose, die den Blick auf die verschrammten Schienbeine freigab. Das auffälligste an ihm waren aber sicherlich die intensiv roten Haaren, die zu wild zu allen Seiten abstanden, sowie die schwarzen, pupillenlosen Falkenaugen, die nun der Reihe nach die drei Ninja fixierten. "Seid gegrüßt. Ich bin Ray Hayabusa." begrüßte er sie mit einem breiten Lächeln, sodass seine spitzen Eckzähne zum Vorschein traten. "Ich habe eine Nachricht für Nita-senpai." trug er sein Anliegen vor und überreichte die Schriftrolle mit der Botschaft, um dann erstmal abzuwarten und seine Gegenüber zu mustern.
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  8. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Nach ein paar Stunden des Reisens kam die Truppe am Zielort an – Sôhon. Schon eine Stunde vor dem Eintreffen, wachte der Takeshi aus seinem traumlosen Erholungsschlaf auf. Der restliche Weg stellte sich als eher langweilig heraus. Als man dann endlich die Gebäude der Stadt erkennen konnte, wurde er hellhörig und fing an die immer näherkommenden Bauten zu beobachten. Zuerst waren sie so groß wie Ameisen, dann so groß wie die Statuen, die sie vorhin passiert hatten. Auf den Straßen herrschte reges Treiben, obwohl die letzten Ereignisse wohl für Missmut unter der Bevölkerung gesorgt haben mussten, denn die Gesichter der Menschen sprachen Bände. Wieso sollten sich die sonst so neutralen Reiche auf einmal so verhalten? Dieses Rätsel galt es zu lösen! Als der Wagen dann mitten auf dem Hauptplatz, dem Zentrum, anhielt, stiegen sie alle drei aus. Kurz blickte sich Rai um, sah viele signifikante Gebäude, darunter die große Kirche, die Dorfverwaltung und ein paar größere Hotels. Daran konnten sie sich orientieren. Außerdem waren diese Bauten nicht weit voneinander entfernt, außer vielleicht die Kirche, die etwas weiter weg auf einem Hügel lag. Nach genauerem Betrachten, konnte er auch ein paar Bars ausmachen. Vielleicht fand man dort ja die Verbindungen zur Unterwelt, zum Kriminellen. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass sie sicher angekommen waren, ging Rai zu den Fahrern, gab ihnen deren Geld und verabschiedete sich von ihnen. Jetzt hatte er nur noch wenig Geld zur Verfügung, was soll’s. Wahrscheinlich hatten die anderen beiden noch was übrig und mal ehrlich, die Entlohnung für die Missionen ist ziemlich großzügig. Während er so nachdachte und ein wenig in Gedanken versank, schulterte er seinen Rucksack und wollte sich gerade umdrehen, als plötzlich jemand auftauchte.

    Der Junge besaß Haar so feuerrot wie das Feuer selbst, trug eine grüngelbe Jacke und besaß Augen, die einem Falken glichen. War das ein Angriff, ein Überfall? Nein, er kam mit einem freundlichen Gesicht auf sie zu. Trotzdem griff der Takeshi langsam zu einem seiner Kunai in Hosentasche am Hintern. Als der Junge auf Ayane zuging und ihr einen Brief gab, wurde er stutzig. Oh, währenddessen nannte er auch seinen Namen; Ray Hayabusa. Nach genauerem Betrachten konnte der Takeshi ein Stirnband mit dem Zeichen von Sora an seinem Körper erkennen. Als er dieses sah verflüchtigte sich sein ungutes Gefühl und er konnte sich wieder entspanne, war aber überrascht als plötzlich Ayane auf ihn zuging. Sie meinte, dass er nun der Leiter dieser Mission wäre und der Neue, Ray, ihren Platz einnehmen würde. Gesagt getan, sie übergab ihm das Zepter und verschwand in der Menschenmenge. Noch ein paar Sekunden stand Rai perplex da, konnte nicht begreifen was gerade passiert war. Seine Mitstreiter betrachteten ihn mit einem Gesicht voller Erwartung. Er schüttelte heftig seinen Kopf, um seine Gedanken wieder klar werden zu lassen und begann: „Nun, wie es aussieht bin ich jetzt der Leiter. Ähm, ja… was machen wir als Nächstes?“ Mit einem peinlichen Lachen versuchte er diese Situation ein wenig zu kaschieren. Er musste kurz Überlegen und kam nach ein paar Minuten zu einem Entschluss: „Gut, lasst uns mal zur Dorfverwaltung schauen, was haltet ihr davon? Wenn das nicht funktioniert, dann können wir ja zu einem Priester gehen oder so. Die erhalten ja oft Beichten. Um ganz ehrlich sein, dann klingt diese Idee ziemlich lahm, schließlich dürfen die ja keine Auskünfte geben. Schweigegelübte und so.“ Kurz holte er Luft und fuhr dann fort: „Vielleicht wissen die von der Zeitung mehr oder, was mehr spannend wäre, zwielichtige Typen in den Bars. Ein wenig Action schadet ja nie oder?“ Mit einem verschmitzten Lächeln in der Miene beendete er seine kleine Ansprache. Wie würden seine Mitstreiter entscheiden?
  9. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Ein sanfter Duft nach Kirschblüten kitzelte an Pakuras kleinem Näschen und die ersten Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages durchdrangen ihre noch immer geschlossenen Lider. Verschlafen drehte sie sich auf die andere Seite und spürte, wie ihr linker Arm zwangsläufig den weichen warmen Körper, welcher parallel zu ihrem auf dem nur mit einer Wolldecke bedeckten Boden lag, berührte. Ein sanftes Lächeln zierte das Gesicht der Meteki. Sie wusste genau, wer da lag. Erst am Vorabend hatten sich die beiden unter dem von Feuerwerk erleuchteten Himmel von Tokoharu ihre Liebe gestanden. Die Vierzehnjährige war glücklicher als jemals im Leben zuvor. Nach der Nähe ihrer Freundin suchend schmiegte sie sich an diese, merkte aber in diesem Moment, dass irgendwas nicht stimmte. Im ersten Moment wusste die Schwarzhaarige nicht, woher dieses Gefühl kam. Dann aber fiel ihr auf, dass es totenstill war. Keine singenden Vögel, kein Wind in den Bäumen. Nicht einmal... der Atem der Menschen um sie herum. Alarmiert schreckte die Braunäugige hoch und schaute in die leeren Augenhöhlen der Frau, die sie über alles liebte. Sie konnte nicht fassen, was sie da sah. Alles um sie herum war tot. Naori, ihre ganze Familie. Alles, was eigentlich leben sollte. Einzig die Kirschblüten erstrahlten in einem blutigen Rot, während ihr Körper von einem plötzlichen Ruck erschüttert wurde.

    Als der Wagen über ein Schlagloch fuhr, schreckte Pakura aus ihrem Alptraum hoch und wusste im ersten Augenblick nicht, wo sie war. Sie saß dort auf der Ladefläche der Kutsche mit Ayane und Rai, die scheinbar beide die Stadt begutachteten, durch welche sie gerade fuhren. Sôhon, die Hauptstadt des Reiches der Steine. Das Team hatte sein vorläufiges Ziel erreicht. Die Meteki hob ihr Buch vom Boden der Kutsche auf. Sie hatte es wohl fallen lassen, als sie ins Reich der Träume gewandert war. Egal wie trocken der Stoff war, welchen dieses Werk vermittelte, sie hätte viel lieber die ganze Fahrt über damit verbracht Gifte und Gegengifte auswendig zu lernen, als einen Traum dieser Art erleben zu müssen. Die Fünfzehnjährige sprach nicht mehr, bis der Kutscher etwa eine Viertelstunde später auf einem zentralen platz der Stadt anhielt und den Shinobi bedeutete, dass dort Ende wäre. Kaum waren sie ausgestiegen und die Fahrt bezahlt, da kam auch schon die erste Person auf sie zugelaufen. Es handelte sich um einen Jugendlichen mit leuchtend Roten Haaren und ziemlich auffällig gestalteter Kleidung. Für den Moment spannten sich sämtliche Muskeln im Körper der Schwarzhaarigen an, bis der Junge so weit rankam, dass sie das Sora-Emblem an seiner Kleidung erkannte. Es handelte sich offensichtlich um einen Kameraden. Er lief zielstrebig auf die Teamleiterin zu und übergab einen Brief, woraufhin sie sich diesen durchlas und verkündete, dass Ray ihre Ablösung und Rai nun der neue Teamleiter wäre. Schließlich verschwand die Taijutsuka und ließ die drei alleine zurück. Zwischenzeitlich hatte sich der Hayabusa vorgestellt und nun sah es die Braunäugige als ihre Pflicht, es ihm nachzumachen. „Willkommen im Team, Ray-san. Ich bin Meteki Pakura. Iryōnin und Ninjutsuka aus Kirigakure.“ Das Mädchen war ernsthaft gespannt, wie es nun mit der Mission weitergeht. Immerhin hatten der Takeshi und die Nita bereits auf der Fahrt nach Sôhon unterschiedlicher Meinung gewesen, wenn es um die Beschaffung der benötigten Informationen ging.