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Großer Wald von Jôsei

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Vielleicht hätte die Hiragana doch lieber die Klappe halten sollen oder am besten wäre sie gar nicht erst mitgekommen. Denn nur, weil Akane mal was von sich gegeben hatte, hatte Mura schon einen Grund gefunden, ein richtiges Gespräch mit ihr anzufangen. Wieso dachte immer jeder, dass die Schwarzhaarige, nur weil sie mal etwas sagte, sich mit demjenigen unterhalten wollte? Akane hatte dieses Mal sogar daran gedacht, den Kiyama nicht anzusehen, um ihm auf keinen Fall den Eindruck zu vermitteln, dass sie reden wollte. Aber wahrscheinlich hätte sie mit ihrer Aussage einfach warten sollen, bis die beiden wieder beim Lager waren. Obwohl… wenn Mura genauso drauf war wie der Cousin der Hiragana, dann hätte er sie wahrscheinlich so oder so angesprochen. Dementsprechend war es nicht unbedingt die Schuld der Schwarzhaarigen, dass sie nun in ein Gespräch verwickelt wurde. Aber es war trotzdem leider eine Tatsache, dass sie da nun drin steckte und so schnell sicher nicht wieder rauskam.
So, völlig in ein Streitgespräch mit sich selbst vertieft, vergaß Akane völlig dem Jungen zu antworten. Erst als sie fast über eine Wurzel gestolpert wäre, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Und nun musste eine Antwort her… Aber was für eine? Was war überhaupt nochmal die Frage gewesen? Ach ja, Kampferfahrung. Aber davor war ja noch etwas, was die Schwarzhaarige partout nicht ausstehen konnte: sich bedanken. Dies war der Hiragana noch nie leicht gefallen, egal in welcher Situation. Sie mochte es einfach nicht, sich bei jemandem bedanken zu müssen, da kam sie sich immer so vor, als stünde sie in der Schuld desjenigen, auch wenn dies gerade nicht der Fall war. „…Danke… du warst auch nicht schlecht… es hat zwar nicht so geklappt, wie es sollte, aber das Genjutsu hat Kayros definitiv noch beeinflusst, als er die Kunai auf uns geworfen hat… Kampferfahrung hab ich bisher nur in Trainingseinheiten gegen meinen Bruder gemacht, aber ansonsten, gegen andere Ninja, die es wirklich ernst meinten: eher nicht.“ Puh… das wäre schon mal geschafft und Akane hatte nicht mal gelogen. Der Typ, gegen den sie mit Yuuta gekämpft hatte, war sicherlich kein Ninja gewesen, dafür war er zu schwach.
Aber nun, nur um nicht unhöflich zu erscheinen und weil die Schwarzhaarige gerade ganz gute Laune hatte, kam noch einmal etwas, was ihr schwerfallen würde. „Und wie sieht’s mit dir aus?“
 

Nara Shika

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Das plötzliche Gelächter des Hiraganas ließ das Mädchen kurz zusammenzucken. Offenbar war ihr Einstieg in diese Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht erfolgreicher gewesen als sie vorher angenommen hatte. Was nun genau an ihrer Aussage jedoch lustig war, verstand sie nicht wirklich. Vielleicht war es ja einfach sowas wie Situationskomik. Mit einem unsicherem Lächeln im Gesicht, folgte sie trotzdem weiterhin den Worten von Kayros, nickte ab und zu mal bei vollendeten Sätzen und wich dabei mit den Augen nicht vom Gesicht ihres Gesprächspartners ab. Was wirklich erstaunlich war, war wieviel der Suna-Nin offenbar wusste. Trotz der Tatsache, dass er nicht aus Konoha stammte, kannte er einige Kekkai Genkai, ebenso wie den Nara-Clan zugehörigen Wald mit seinen Hirschen.
"B-Bist du dir sicher?", fing die Kunoichi wieder an das Wort zu ergreifen. "Warum funktionieren denn Techniken kein zweites mal gegen dich Kayros-san?" Ihr Frage klang im ersten Moment etwas blauäugig, was sie vermutlich auch war, aber vielmehr vermutete die Nara irgendeine geheime Technik bei ihrem Teamleiter, welche sie noch nicht zu Gesicht bekam. Gleichzeitig brachte seine andere Frage, die auf das claneigene Jutsu der Nara abzielte, das Mädchen in Bedrängnis. Sie war noch nie in einer Situation, in der sie Jemand explizit danach fragte und nicht aus dem gleichen Dorf wie sie stammte. Was sollte sie also tun? Einzig und allein mit einem Schweigen wollte sie ihren Gesprächspartner nicht abspeisen, das wäre viel zu unhöflich gewesen. Es half ihr jetzt aber auch nichts einfach die ganze Wahrheit hinter den Nara-Jutsus zu verraten.

Nach einigen Momenten der Stille, rang sich Shika schließlich durch Kayros eine Antwort zu geben, immerhin waren sie in einem Team und der junge Mann neben ihr war sehr vertrauenserweckend. "I-Ich denke.. ", fuhr sie endlich fort. ".. dass ich dir etwas darüber erzählen kann." Die Kunoichi biss sich einmal kurz auf einen Fingernagel, sprach dann aber ohne Umschweife weiter. "Ersteinmal ist es kein Kekkei Genkai. Es wird also nicht vererbt und kann daher von jeder Person erlernt werden, die das nötige Wissen dazu hat. Diese Technik ist also Konoha-Hiden. Ihr Name lautet Kagemane no Jutsu." Letztendlich hatte sie also seine Neugier gestillt ohne etwas Essentielles zu verraten. "Darf ich aber vielleicht fragen woher du all diese Dinge über Konoha weisst?"
 

Hiragana Kayros

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Der Hiragana musste schmunzeln, als er die Frage der jungen Konoha-Kunoichi hörte. Wollte sie ihn auflaufen lassen oder hatte sie wirklich Interesse an seinen Gedankengängen? Der junge Genin nahm einfach einmal Letzteres an. "Nun, nach jedem Angriff sollte man die Künste der anderen analysieren. Man hat immer Talente für bestimmte Künste, ob es nun ein Element sei oder ein trainierter Taijutsu-Stil. Wenn du am eigenen Körper merkt, wie eine Kunst funktioniert, versteht man ungefähr, was passiert. Dazu braucht man zwar eine gewisse Erfahrung, aber Ninjutsu sind mein Spezialgebiet gewesen, immer schon." Seine blaugrauen Augen fixierten Shika mit einem festen Blick. Wie lange war er jetzt schon Ninja? Fünf Jahre. In der Zeit hatte er schon vieles erlebt: Tod, Leid, Verlust von wichtigen Menschen, Versagen. Aber er hatte auch vieles gelernt, Erfahrungen gesammelt, Wahrheiten erkannt.

Als er seine Frage bezüglich der Kunst stellte, machte er jedoch ein ernstes Gesicht. Zögerlich antwortete das Mädchen, womit sie die Vermutung des Genin bestätigte. Nicht nur das, sie eröffnete ihm auch den Namen der Kunst, die er sich zugleich einprägte. Als sie ihn - scheinbar im Austausch danach fragte, woher er so viel über ihre Heimat wusste, entschied er sich, ihr auch einige Auskünfte zu geben:
"Nun, zum einen bin ich schon eine Weile dabei - wie ich gesagt habe. Aber viel Wichtiger ist wohl die Tatsache, dass ich zwei gute Freunde - meine besten, wenn ich ehrlich bin - sind Konoha-Ninja. Ich wohne mit ihnen auch zusammen, in den Wohntrakten."
 

Yamamoto Ren

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Seine Worte nahm sie schmunzelnd, allerdings wortlos entgegen. Wie bereits erwähnt, sprach sie von sich aus nicht gerne und tat sich schwer damit die richtigen Worte zu finden. Außerdem konnte man sagen, dass sie nach dem guten, alten Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ lebte. Zwar gewissermaßen unfreiwillig, aber das verdrängte Ren schlicht weg.
Beeindruckt von seinem Feuerball, welchen der Junge nach einem Moment der Konzentration ausstieß, lächelte sie anerkennend. Andere wären wohl neidisch auf seine Stärke gewesen Gelerntes so schnell und erfolgreich umzusetzen, aber die Brünette freute sich einfach für Hei. Wieso andere um deren Fähigkeiten beneiden und Trübsal blasen, wenn man ihnen nicht auch einfach den Erfolg gönnen konnte. Beeindruckend, murmelte sie, bevor der Feuerball auf halber Strecke in der Luft verpuffte, einige Funken das Gras versengten und schließlich nichts mehr von der Trainingseinheit zu sehen war.

Sie nickte auf seine Worte hin, deutete ebenfalls eine leichte Verbeugung an. Es freut mich, dass ich helfen konnte. Ich meine .. es ist schön jemanden zu treffen, .. der das Feuerelement beherrscht. Dass Hei die Kunoichi meinte, die nun kaum mehr ihre Augen offenhalten konnte, verstand sich wohl von selbst. Obwohl es sie etwas ärgerte, dass er zu fürsorglich um besorgt um sie war, leistete Ren keinen Widerstand. Du hast Recht, erwiderte sie bloß leise und machte sich gemeinsam mit ihm auf den Weg zum Lager. Dort saßen nun Shika und Kayros am Feuer, offenbar in ein ernstes Gespräch verwickelt, ihren Gesichtsausdrücken nach zu urteilen. Unschlüssig, ob sie nun ins Zelt gehen sollte, entschloss sich das Mädchen nach einem Augenblick Bedenkzeit dafür. Sie lächelte Hei ein letztes Mal zu, hauchte die Worte Gute Nacht und verschwand ohne Weiteres in dem Zelt. Trotz der Aufregung des Tages fiel sie sofort in einen tiefen Schlaf.
 

Kiyama Mura

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Mura lief langsam neben der Kunoichi aus Sunagakure her, war er doch darauf bedacht Aufmerksamkeit zu zeigen und nichts zu verpassen. Auch ein Lächeln umspielte seine Lippen, wobei dies mittlerweile mehr als überflüssig war. Denn mit Ausnahme des schwaches Lichtes des Lagerfeuers wurde das Waldstück, in dem sich die beiden befanden, kaum beleuchtet. So ließ sich die Gestalt der Hiragana kaum noch ausmachen, obwohl sie nur wenige Zentimeter von ihm entfernt stand. Deswegen trat auch Mura mit immer mehr bedacht auf und versuchte, nicht über eine der zahlreichen Wurzeln und Äste am Boden zu stolpern. Doch mehr noch als das beschäftigte Mura die fehlende Antwort des Mädchens. War er zu weit gegangen? War er dem Mädchen zu Nahe getreten? Mura grübelte vor sich hin, während er hier und da geeignetes Feuerholz aufsammelte. Plötzlich ging ein Ruck durch Akanes Körper, die den Jungen auforchen ließ, und kurz darauf gab es endlich die lang ersehnte, aber nicht mehr erhoffte Antwort. Dieser Ansatz einer Konversation war immerhin ein Anfang, auf dem man aufbauen konnte. Hatte sie ihn nicht sogar gelobt? Dies quittierte Mura definitiv als Erfolg und lächelte dementsprechend zufrieden. Doch wenige Augenblicke später gefror ihm das Lächeln. Und wie sieht’s mit dir aus? Innerlich fluchte Mura auf. Schließlich war er selbst Schuld, dass das Gespräch in diese Richtung gegangen war. Aber nun war es geschehen. Unweigerlich drangen erste Bilder in seinen Kopf, wenig mehr als Erinnerungfetzen und doch auf ewig eingebrannt. Die beißenden Rauchwolken, die von den brennenden Häusern des Dorfes aufstiegen. Der Kampfeslärm, als sein Vater am Rande seiner Kräfte die Menschen beschützen wollte. Das Schreien seines Bruders, während sie gemeinsam dem Vater zu Hilfe kommen wollten. Zuletzt der Schlag gegen seine Brust, der ihn von den Füßen riss, bis ihn Dunkelheit umfing. Buntaro...Erst langsam kehrten seine Gedanken in die Gegenwart zurück. Er wurde sich wieder der Kälte bewusst, die in seine Kleidung kroch, den Holzscheiten in seinen Händen und dem Mädchen, das neben ihm stand. Mura atmete einmal durch und legte den Kopf in den Nacken. Nun...das lässt sich nicht leicht beantworten. Einmal habe ich gekämpft. Für mich dauerte der Kampf, wenn man das so nennen darf, wenige Sekunden, aber die Zerstörung und die Gewalt, die ich gesehen habe, war erschreckend. Mura merkte selbst, wie nüchtern und erschreckend seine Worte wirken mussten, und schränkte daraufhin seine Worte noch ein bisschen ein. Ich war aber da noch nicht einmal in der Akademie. Vielleicht würde heute einiges anders laufen. Doch obwohl der Kumonin das Ganze eher lapsig beantwortete, waren seine Gedanken weiterhin düster. Eine Sachlage,die sich nicht so schnell ändern würde
 
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Die Hiragana hatte sich schon darauf gefasst gemacht, dass Mura nun wahrscheinlich ohne Punkt und Komma erzählen würde, was er schon so alles erlebt hatte. Schließlich war sie ja so dumm gewesen und hatte ihm eine Gegenfrage gestellt, was normalerweise nicht so ihr Ding war. Aber da die Schwarzhaarige noch ein paar Tage mit den anderen Teammitgliedern aushalten musste, wollte sie nicht gleich den Miesepeter raushängen lassen. Jedoch kam nicht, wie erwartet, eine elendig lange Antwort von dem Jungen. Er stand nur wie erstarrt da und Akane konnte in dem schwachen Mondlicht erkennen wie sich die Augen des Kiyama vor Schrecken weiteten. Woran er wohl dachte? Jedenfalls schien die Schwarzhaarige mit ihrer Gegenfrage in ein ziemlich großes Fettnäpfchen getreten zu sein. Tja, aber das passierte wohl, wenn man doch mal den Mund aufmachte. Ein weiterer Grund, warum die Hiragana lieber schwieg und für sich war.
Nach einer gefühlten Ewigkeit betretenen Schweigens wurde Mura dann aber doch noch aus seinen Gedanken gerissen und er gab dem Mädchen eine Antwort, welche erst einmal für Verwirrung bei der Schwarzhaarigen sorgte. Sie verstand nicht ganz, was er gemeint haben könnte. Aber nach einer Weile des Überlegens kam Akane zu dem Schluss, dass der Kiyama vielleicht auch schon geliebte Menschen verloren hatte. Bei diesem Gedanken kamen der Hiragana sofort wieder die Bilder der Beerdigung ihrer Eltern und der ihrer Sensei vor Augen. Wodurch der Wald wieder von einer unangenehmen Stille umhüllt wurde. Diese Stille hätte Akane normalerweise gefallen, doch dieses Mal war es anders. Die Bilder plagten die Schwarzhaarige schon seit Jahren, aber sie wurde sie einfach nicht los.
Nach einer Weile hatte die Hiragana sich dann aber endlich wieder gefasst und meinte nur ganz leise: „…Verstehe…“, ehe sie noch ein paar Äste aufsammelte und sich dann mit Mura wieder langsam auf den Rückweg machte. Sie bereute es, vorhin nochmal nachgefragt zu haben und würde nun sicherlich wieder ruhiger und in sich gekehrter sein.
 

Nara Shika

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Voller Spannung erwartete Shika die Antworten auf ihre Fragen. Hatte Kayros vielleicht eine geheime Technik, mit der er ihm bekannte Jutsus unterbinden konnte? Und woher wusste er soviel über ihre Heimat. Wenige Sekunden später sollte ihr Wissenshunger gestillt werden. Allerdings musste sie schnell ernüchtert feststellen, dass ihr Teamleiter ihr weniger fantastische als recht normale Antworten gab. Vielleicht hatte sie einfach zu viele Erwartungen in diese gelegt. Der Hiragana vor ihr war immerhin auch nur ein Mensch. Zwar ein herausragender Shinobi, aber immernoch ein Mensch.
"Weisst du.." Die Kunoichi musste kurz lächeln. "Solche Eigenschaften sagt man besonders immer den männlichen Mitgliedern meines Clans nach. Viel Geniales habe ich aber noch nicht von ihnen gesehen. Wenn ich sie beschreiben müsste, würde ich sie eher faul nennen als intelligent. Und das mein ich wirklich ernst.. zumindest kenn ich sie nur so." Sie kratzte sich kurz am Kopf. "Außerdem kenne ich mich auch ganz gut mit Ninjutsu aus. Ich mein.. nicht so gut wie du, aber ich war zumindest besser als die meisten anderen Akademieschüler in diesem Gebiet." Es folgte eine kleine Pasue ihrerseits. Irgendwie wusste sie nicht so recht, wie sie die Konversation weiterführen sollte. Nach einigen Momenten nachdenklichem Starrens ins Feuer, wagte sie jedoch einen Versuch. "Deine Freunde aus Konoha.. Wie heißen sie denn? Vielleicht kenne ich sie ja." Es war gut möglich, dass sie zumindest etwas mit den Nachnahmen anfangen konnte. Schließlich kannte sie ziemlich viele Clans in ihrem Heimatdorf. "Ihr wohnt also in einem Apartment zusammen? Ist es nicht ziemlich schwer sich so alleine um alles kümmern zu müssen? Ich mein die ganzen Hausarbeiten neben den Missionen zu erledigen muss doch ziemlich angstrengend sein." Shika gähnte leicht. "Ich glaube, ich werd gleich auch schlafen gehen." Sie schaute in den Sternenhimmel. "Es ist schon ziemlich spät.. und ich hoffe ich habe dich nicht gestört."
 

Hiragana Kayros

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Lächelnd ging der Blick des Genin in die Holz verzehrenden Flammen vor ihm. Shika schien keineswegs auf den Kopf gefallen zu sein, ihre ruhige Art tat es den Jungen an. Wenn das alte System der Dörfer zur Ausbildung der Genin noch exitieren würde, würde er sie gerne als feste Teampartnerin haben wollen. "Kommt alles mit der Zeit. Ich bin schließlich auch ausgebildeter Mediziner." Kayros schaute lächelnd zur Seite. Es war irgendwie ein wenig nostalgisch, eine blutjunge Kunoichi im Team zu haben, während er schon so unglaublich viele Dienste erledigt hatte. Hoffentlich würde für sie das Leid nur in kleinen Stücken eintreffen, ansonsten leidet man stark darunter. Als der Hiragana über die Schattenseite des Ninjaseins nachdachte, fragte Shika nach der Sache, die dem Jungen wieder deutlich machte, warum er immer noch Ninja war. "Meine Freunde? Das sind die beiden Chuunin Matsuo Ryoichi und Mameha Junko." Nun, die Nara könnte einen oder beide durchaus mal kennen gelernt haben, da Chuunin regelmäßig zur Aushilfe während der Geninprüfung eingesetzt wurden. In seinem Innern war er ein wenig neidisch, denn ihn interessierten die Neulinge auch immer tierisch. Während Ryo oft von den Prüfungen erzählte, schwieg sich Junko meist darüber aus. Aber das waren auch typische Eigenschaften der beiden Mitbewohner des Sunas.
"Die Hausarbeit?", fragte Kay verdutzt und lachte. "Nun, das ist wirklich nicht so viel. Wenn keiner da ist, wird auch nichts schmutzig. Das Kochen übernehme ich, dafür spülen die beiden oft ab, kehren den Balkon, kaufen ein - was eben alles sonst so ansteht. Wir haben sogar eine Hündin, Hitomi, selbst sie macht kaum Dreck. Und wenn wir alle auf Mission sind, ist sie bei den Inuzuka im Erdgeschoss." Shika gähnte, und Kayros tat es ihr gleich. Als sie sich verabschiedete, streckte sich der Junge, grinste noch einmal und bedankte sich ganz herzlich für die nette Gesellschaft. "Schlaf gut", rief er ihr noch hinterher. Und dann begann die Nachtwache.


***Der nächste Morgen***

Die Sonne sandte erste Strahlen ber den Horizont, allerdings war sie erst im Reich des Wassers. Im Dunklen standen die fünf Genin auf, suchten ihre Sachen zusammen und versammelten sich bei ihrem Leiter. "Kurz vor der Dämmerung ist die Nacht am Dunkelsten", gab Kayros als morgendliche Kalendarweisheit zum Morgengruß, ehe er noch einmal umschauend feststellte, dass alle ihre Gegenstände zusammenhatten. Nun die weitere Reise: "Wir werden heute den Grenzposten zu Kusa no Kuni anpeilen. Wir sind heute wohl so gegen den späten Nachmittag da, weshalb wir unter Umständen noch abends bei unserem Auftraggeber Jo Jonsen aufschlagen können. Je nach dem, wie die Reise wird, werden wir also nur theoretisch über Teammanöver reden können. Fragen?" Als alles geklärt war, machte sich das Team auf den Weg. Noch war kein Sonnenlicht, nicht einmal der Mond oder die Sterne zu sehen. Nur Wald, Genin und Dunkelheit bestimmten das Blickfeld eines jeden Anwesenden.
 

Tatsumaki Hei

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Es war kalt und ungemütlich. Morgens, kurz vor Sonnenaufgang. Gähnend war Hei am morgen aus den Federn gekrochen und hatte ziemlich schnell seine Sachen gepackt - denn besonders viel hatte er ja nicht dabei. Der junge Mann war es einfach gewohnt, auch unter freiem Himmel zu schlafen - das Zelt war im prinzip also Luxus gewesen, welches ihn sogar vor den kalten Winden geschützt hatte. Die Kälte machte ihm zwar zu schaffen, aber als angehender Shinobi war Hei der Meinung, er müsse den Elementen auch trotzen können, denn sonst hätte er gleich wieder zurück nach Suna gehen können. Nein, das wollte er nicht - jetzt galt es, endlich die Mission wirklich zu beginnen. Auch, wenn es bisher keine unergiebige Zeit gewesen war... fehlte dem Suna-Nin ein wenig die direkte Aufgabe. Nachdenklich zurrte er seinen Beutel fest und sah, wie der Rest des Lagers auch langsam zum Leben erwachte.

Es war finster, als sie aufbrachen. Nicht ungewöhnlich für Hei, die Nächte in der Wüste waren die dunkelsten, die man sich vorstellen konnte. Obwohl... im Schatten der Bäume war die Finsternis beinahe noch greifbarer als die Dunkelheit in den endlosen Weiten der Wüste. Hei hatte nichts gesagt, hielt seinen Atem und damit auch seine Wärme einfach bei sich, fragte sich lediglich selbst, ob sie wohl bald ankommen würden - und wieso sie nicht ein wenig schneller voranliefen. Er und Shika waren vielleicht langsam, aber so... nun auch nicht. Ein leises Seufzen, und er schielte zu der Nara-Nachkommenden herüber. Sie hatte sich gestern wohl intensiv mit Kayros unterhalten. Hei hatte sie nicht stören wollen, war unbemerkt ins Zelt gekrabbelt, trotzdem aber verspürte er eine beinahe unstillbare Neugierde. Aber es ging ihn ja nichts an, weshalb er nur still in seine Hände pustete und abwartend zu Kayros sah, der offensichtlich noch nicht wirklich anfangen wollte, zu sprechen. Teammanöver hatte er gesagt... doch konnte man wirklich bei so einem bunten Haufen ein wirkliches Teammanöver starten? Gut, ihr Kampf gegen Kayros war von einem guten Plan untermauert worden, ja - aber das tat natürlich nichts zur Sache, wenn sie einem wirklichem Gegner gegenüberstanden. Ein leises Seufzen später leerte Hei seinen Kopf, strich sich die dunklen Haare aus dem Gesicht und atmete tief durch.

Es war kalt und ungemütlich. Morgens, bei Sonnenaufgang. Hei fragte sich, wann es wieder wirklich warm werden würde...
 

Yamamoto Ren

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Sie war am nächsten Morgen nur schwer aus dem Bett gekommen, obwohl ihr Tatendrang zu Beginn der Mission schier grenzenlos gewesen zu sein schien. Daran hatte sich im Prinzip auch nichts geändert, dennoch konnte man die Kunoichi als kleinen Morgenmuffel bezeichnen. Vor allem, wenn es draußen noch dunkel und kalt war – kurz um, einfach ungemütlich. Dennoch hatte sie sich nach weiteren fünf Minuten des Dösen erhoben und leise seufzend erhoben, um sich kurz frisch zu machen, sich die Haare zu einem Zopf zu binden und ihr provisorisches Bett zusammen zu sammeln. Kurz darauf stand sie mit geschulterter Tasche gegenüber von ihrem Gruppenleiter, Kayros, und hörte seinen Ansagen etwas schläfrig zu. Die Müdigkeit steckte ihr noch in den Knochen und würde sicher erst vergehen, wenn sie unterwegs fahren und ihr Kreislauf etwas hoch fuhr.

Fragen blieben aus, auch Ren hatte keine. Was sollte man denn auch schon in solch einer Situation für Fragen haben; die Informationen waren eindeutig formuliert. Stumm lief sie neben den anderen her – besser gesagt hinter ihnen. Ihr war es lieber nicht angesprochen zu werden, also verzog sie sich nach hinten und bildete damit sozusagen das Schlusslicht. Währenddessen dachte sie an dies und das, ließ den letzten Tag nochmals Revue passieren, besonders das abendliche Training mit Hei. Er hatte sich erstaunlich gut gemacht, aber wie er bereits selbst erwähnte, hatte er offensichtlich ein Talent dafür.

Um sich etwas vor der beißenden Kälte zu schützen, zog Ren sich den Schal etwas tiefer ins Gesicht und stieß eine winzige Flamme aus, welche sofort wieder verpuffte, allerdings für genügend Wärme um ihr Gesicht herum sorgte. Den Blick über die versammelte Mannschaft werfend, fragte sie sich, wie der Auftrag wohl aussehen würde. Nahmen sie tatsächlich diesen langen Weg auf sich, nur um sich um das Vieh eines Bauern zu kümmern? Steckte nicht vielleicht doch mehr dahinter? Sich mit diesem Gedanken beschäftigend, vergaß die Kunoichi ihre Umwelt komplett.
 

Kiyama Mura

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Ernüchtert und müde reckte sich Mura, als die Zeltabdeckung zurückgeworfen wurde und der schwache Schimmer des erlöschenden Lagerfeuers in das Innere seiner Schlafstätte eindrang. Während er sich aufrichtete, schlug er seine Hände vor die Augen, um sich vornehmlich den Schlaf aus den Augen zu reiben, aber auch um die Geschehnisse der letzten Nacht Revue passieren zu lassen.

Er konnte sich kaum noch an seinen und Akanes Rückweg erinnern. Zu sehr war er mit seinen eigenen düsteren Gedanken beschäftigt gewesen und ging, nachdem er zusammen mit Akane das Holz in der Nähe des Feuers zum Trocknen aufgeschichtet hatte, lediglich mit einem kurzen "Gute Nacht" in Richtung seines Zeltes. Dabei war ihm gar nicht nach Schlafen zumute. Vielmehr kreisten seine Gedanken immer noch um das gleiche Thema, nur hatten sie eine neue Gestalt angenommen. Schmerzlich war ihm bewusst geworden, dass er sich in letzter Zeit kaum noch um seine übrig gebliebene Verwandtschaft gekümmert hatte oder sich mit der Suche seines Bruders beschäftigt hatte. Es hatte so viel zu tun gegeben: Trainingseinheiten, Missionen und...Ja was und? Wenn der Kiyama wirklich ehrlich war, hatte er die Zeit gehabt. Nur hatte er das Thema vor sich hergeschoben, es ignoriert und, wie es schien, erfolgreich vergessen. Und heute hatte jemand unwissend diesen wunden Punkt berührt. Scham überkam ihn und Tränen stiegen ihm in die Augen, sodass er froh war, dass Hei neben ihm den Schlaf der Gerechten ausübte und nicht seinen Kampf mit den Tränen bemerken konnte. So fiel er nur langsam in einen unruhigen Schlaf, bis er wegen seiner Nachtwache auch schon wieder wach gemacht wurde.
Inzwischen ging es ihm allmählich wieder besser und doch war er froh, dass die Dunkelheit die Rötung seiner Augen verdeckte, als Kayros ihn vorsichtig und leise weckte. Schnell tauschten beide ihre Plätze, der eine ging an das Feuer, der andere zu seinem wohlverdienten Schlafsack. Obwohl ihm diese Unterbrechung seines Schlafes ordentlich zu schaffen machte, gab ihm seine Schicht nochmal die Möglichkeit, über alles etwas nüchterner und überlegter heranzugehen. Wie hatte das nur passieren können? Waren ihm seine Familie nicht mehr wichtig? Doch so sehr er auch überlegte, zu einem wirklichen Ergebnis kam er nicht. Vielleicht waren es einfach die Jahre, die seit diesem Vorfall vergangen waren...Nachdenklich beobachtete Mura den gelegentlich durch die Wolkendecke hervorscheinenden Sternenhimmel und verstand doch die Welt nicht mehr.

***Wieder der nächste Morgen***

Still und in sich gekehrt, aber mit dem typischen Lächeln folgte Mura seiner Gruppe, während er innerlich an seiner Einstellung arbeitete: Komm schon Mura. Konzentrier dich wieder auf die Mission.
 

Nara Shika

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Obwohl es nicht ihre Art war ein so freies Gespräch mit einer eher fremden Person zu führen, die ihr Teamleiter ja trotz seines verständnisvollen Wesens eindeutig noch für sie war, spürte sie doch eine gewisse Befriedigung auf dem Rückweg zu ihrem Zelt. Es war nicht so, dass sie merklich den Drang verspürt hatte sich mitzuteilen, sondern sie einfach kaum andere Möglichkeiten hatte sich hier draußen in der Wildnis zu beschäftigen. So wählte sie schließlich das Gespräch mit Kayros, der überraschenderweise eine große Portion Neugier in Bezug auf die Nara-Jutsus beherrbergte, gleichzeitig aber auch selbst über ein erstaunlich großes Wissen, besonders über Konohagakure, offenbarte. Dadurch konnte Shika vor allem nützliche Dinge über den Hiragana lernen, die sicherlich auch das Gruppenverständnis fördern konnten. Vielleicht sollte sie ihn bei einer guten Gelegenheit nochmals auf seine Medizinerausbildung ansprechen. Sie konnte natürlich alle nötigen Informationen zu heilenden Jutsus von ihrer Mutter bekommen, aber wieso nicht mehrere Quellen anzapfen? Möglicherweise bekam sie so eine differenziertere Sicht. Mittlerweile war die Nara aber zu müde, um noch groß über das Gespräch nachzudenken. Da die Aufregung und das Adrenalin durch die Übungseinheit längst verflogen waren, wollte sie nur noch schlafen. Mit einem weiteren beherzten Gähnen schlüpfte das Mädchen also in ihren Futon, drehte sich auf eine Seite, schloss die Augen und glitt ins Reich der Träume.

Am nächsten Morgen wachte Shika erst nach den Weckversuchen ihrer Teamkameraden auf. Irgendwie war sie es einfach noch nicht gewöhnt so einen - für sie - chaotischen Tagesablauf zu haben. Zuhause hatte sie ganz klare Schlafenszeiten und Aufstehzeiten, die hier, auf einer Mission, völlig bedeutungslos wurden. Demzufolge war das Mädchen nicht wirklich ausgeruht. Technisch gesehen war es ja sogar noch Nacht gewesen. Zumindest sah sie noch keine Sonne am Horizont, nur Sterne und den Mond am Himmel. Nicht zu vergessen die all umfassende Schwärze, die wie ein Schleier über dem Wald lag. Trotzdem raffte sie sich, die Augen müde reibend, auf und hielt mit dem Tempo der Gruppe mit. Immerhin wollte sie keine Last sein oder zurückgelassen werden. Um jedoch nicht in einen Halbschlaf zu verfallen, richtete sie ihr Augenmerk auf Hei. Normalerweise hätte sie erwartet, dass er schon aktiv mit Jemanden redete, seltsamerweise war er diesmal aber ruhig. Mit einem lauten Gähnen näherte sich die Kunoichi mit verhaltener Neugier also dem Jungen und ließ die erstbeste Frage, die ihr in dem Moment in den Sinn kam, aus ihrem Mund schießen. "Wo warst du denn gestern Abend? Ich habe dich gar nicht mehr nach dem Training gesehen."
 
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Der Rückweg zum Lager war - ganz nach dem Geschmack der Hiragana - angenehm still gewesen. Nach der Frage der Schwarzhaarigen war der Kiyama nämlich ganz abwesend und ruhig geworden und Akane war ganz zufrieden damit, da sie weder ein großer Fan von Smalltalk war, noch große Lust hatte, sich nun Muras Geschichte anzuhören.
Dann - nun doch ziemlich müde - kamen die Beiden am Lager an, stapelten noch rasch das Holz und zogen sich dann in ihre jeweiligen Zelte zurück. Zum großen Verblüffen der Hiragana konnte sie sogar einige Stunden ganz gut schlafen, ehe sie von dem Kiyama geweckt wurde, um ihn abzulösen. Ganz wie erwartet, passierte aber nichts spannendes, sodass Akane nur gelangweilt mit einem Stock im Feuer rumstocherte, dessen Flamme langsam aber sicher immer schwächer wurde.

*** Am nächsten Morgen ***

Da die Schwarzhaarige ja schon wach war, konnte sie gut beobachten wie langsam wieder Leben in das Lager kam, als sich die Nacht dem Ende neigte. Einer nach dem Anderen kroch aus seinem Zelt und sammelte sich, als er seine sieben Sachen wieder zusammen hatte dann letztendlich bei Kayros, der als erster aufgestanden war. Auch Akane war nochmal schnell ins Zelt gehuscht und hatte sich ihren Rucksack geschnappt. Ihr Cousin erklärte der Hiragana und den anderen Genin noch rasch die nächsten Schritte, ehe sich die Gruppe wieder auf den Weg machte. Darauf bedacht, nicht in Muras Nähe zukommen, damit der nicht nochmal ein Statement zu ihrer gestrigen Unterhaltung geben konnte, lief Akane wieder neben ihrem Cousin und bildete mit ihm die Spitze der Truppe. Dabei versuchte sie aber nicht den Eindruck zu erwecken, als wolle sie reden, schließlich war Kayros so eine Plappertasche, die wenn sie mal angefangen hatte zu reden, nie ein Ende fand. Auch wenn die Schwarzhaarige zugeben musste, dass sie sehr interessiert daran war, ob ihr Cousin nun noch etwas über Shikas merkwürdige Technik herausgefunden hatte. Sie hatte schließlich gesehen wie sich das Mädchen abends noch zu ihm gesetzt hatte und so wie sie den Jungen kannte, hatte er sie danach noch ausgefragt.

[Out: Tut mir leid, dass der Post erst heute kommt, aber ich hatte Probleme mit meinem PC.]
 

Tatsumaki Hei

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Es war langweilig, wirklich. Anscheinend hatte die ganze Gruppe beschlossen sich anzuschweigen - was Hei nicht unbedingt als störend, aber durchaus als wenig interessant befand. Dazu kam, dass in diesen Momenten, in denen nur geschwiegen wurde, einem erst wirklich bewusst wurde, wie kalt es geworden war. Wenn man sprach, konnte man wenigstens zum Teil die Umstände vergessen, unter denen sie unterwegs waren. Immerhin - das war nicht nur ein Vorteil, sondern ein echter Stimmungsbringer für Hei - ging die Sonne auf, langsam, war ihren glühenden Schein über den Wald und ließ die Natur erwachen. Nun, jedenfalls den Teil der Natur, der sich in dieser Kälte überhaupt noch zurecht finden konnte... seufzend ging Hei dazu über, das Chakra durch seinen Körper zu pumpen, konzentrierte sich darauf, es gleichmäßig zirkulieren zu lassen, erst langsam, dann immer schneller. Dabei merkte er, dass es einfacher war, wenn die Geschwindigkeit, mit der man das Chakra durch seinen Körper bewegte, sich langsam steigerte, als sie explosionsartig aus seinem Körper zu entlassen. Er hoffte, niemand würde bemerken, was er tat - nicht, dass sie Angst bekamen, er würde sie abfackeln. Unbemerkt schloss er das Handzeichen des Tigers, spürte, wie das ganz normale Chakra in das wilde, heiße Feuerchakra verwandelte. Es strebte aus ihm heraus, versuchte, seinem Griff zu entfliehen, aber der junge Ninja hielt das Chakra fest in seinem Griff, beschleunigte den Fluss weiter. Es wurde, heiß, heißer. Das Chakra, welches er brauchte, um den Sand zu kontrollieren, fühlte sich komplett anders an... er musste beizeiten einmal ausprobieren, wie sie sich zusammen anführen. Ein gutes hatte seine kleine Übung - sein Körper wurde wunderbar warm. Wie hatte das Jutsu geheißen, was ihm Ren gestern beigebracht hatte? Die Kunst des kleinen Feuergeschosses. Richtig.

Ein kleines Grinsen huschte über sein Gesicht, als er merkte, wie er genau die Richtige Mischung des Chakras gebildet hatte, wie die Kontrolle stimmte, und gerade hatte er einen Feuerball ausstoßen wollen, der sicherlich perfekt gewesen wäre, da sprach ihn jemand an. Shika. Etwas verwunderte drehte er sich zu dem Mädchen um, lächelte leicht, wollte sein Chakra jetzt nicht mehr in sich behalten. Es musste raus, es war bereit und wartete. Allerdings konnte er ihr schlecht einen Feuerball ins Gesicht feuern, was der Nara sicherlich nicht so gut gefallen hätte, als wenn er einfach mit ihr sprach. Deshalb schüttelte Hei kurz den Kopf, legte selbigen in den Nacken und spie einen kleinen Feuerball aus, der in den Himmel aufstieg und irgendwann zerplatzte. "Puh.", machte er, kicherte leise, als sich sein Chakrafluss wieder normalisierte. "Vielleicht sollte ich nicht trainieren, wenn ich gleichzeitig ansprechbar sein muss.", sinnierte er ein wenig, ließ ein amüsiertes Schnaufen hören. "Ich war mit Ren ein Stück vom Lager entfernt und habe mir das Jutsu zeigen lassen, was sie während des Trainings davor angewandt hat. Das Ergebnis hast du eben beobachten dürfen, herzlichen Glückwunsch." Ein schiefes Grinsen folgte. "Es ist nicht so einfach, wie ich gedacht habe, höherrangige Jutsus zu erlernen. Das Grundniveau war zu einfach, aber ich befürchte, bis ich wirkliche starke Künste anwenden kann, habe ich noch einiges vor mir." Er sammelte eine kleine Unze seines Chakras, pustete dem Mädchen eine kleine Flamme vors Gesicht, nur so, dass sie gewärmt wurde, nicht verbrannt. Vielleicht, nur ein wenig vielleicht, wollte er sie erschrecken. "Dann bin ich schlafen gegangen, weil ich ziemlich ausgebrannt war.", fuhr er fort, lachte leise. "Du hast dich aber auch gut unterhalten, nicht wahr?"
 
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Hiragana Kayros

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Alter
18 Jahre
Größe
176 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Suna
Steckbrief
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Die Gruppe reiste weiter. Heute waren die Wolken nicht so dicht wie noch am gestrigen Abend, und vereinzelt strahlte das unendliche Himmelblau von oben auf die Genin herab. Die Kälte machte den Anführer der Gruppe relativ schnell munter, und gab ein zügiges Reisetempo vor. Es schien, als wollte der Wind die Reisenden auf ihrem Weg unterstützen und beflügeln, denn auch hier hatte sich das Wetter dahingehend verändert, dass es sich heute um Rückenwind handelte. Fuuton-Shinobi hatten ein besonderes Verhältnis zu den Weltwinden, sie wirkten bekräftigend, so wie die Meere es vermochten, Suiton-Ninja mehr zu beruhigen und für die anderen Elemente gab es ähnliche Vergleiche. Vielleicht bildete sich der Junge das auch nur ein, aber für ihn war es eine kleine Wahrheit. Pfeifend leitete der Hiragana den Weg, ohne darauf zu achten, dass er vielleicht mit seiner Laune die Morgenmuffel unter seinen Leuten vergraulen konnte.
Ein Hirsch stürmte einige hundert Meter vor dem Team auf die Straße, entdeckte die Gruppe und blieb scheinbar neugierig stehen. Er schnupperte kurz in der Luft, dann steuerte er die Gruppe an. Lächelnd betrachtete der Hiragana das Schauspiel, was sich ihm soeben bot: Völlig ohne Angst ignorierte das prächtige Tier die anderen Anwesenden und ging auf die junge Nara zu, die er mit der Nase kurz anstupste.
"Ich wusste gar nicht, dass eure Wälder sich sogar bis hierhin erstrecken"
, sagte Kayros lächelnd, nachdem die Gruppe ihre Reise fortgesetzt hatten. Mittlerweile waren die Bäume rar geworden, und der Blick reichte weit. Allerdings konnte man weder die hohen Berge Kaminari no Kunis oder Tsuchi no Kunis sehen. Die weitere Reise verlief den ganzen Tag ohne Zwischenfälle, weshalb sie ihren Zielort schnell erreichten. Mittlerweile war die Sonne auch schon wieder fast untergegangen, aber der Hiragana war überrascht, dass sie so schnell ihr Ziel erreicht hatten.
 
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