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Anwesen der Misao

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Misao Sayuri

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Das Anwesen der Misao wird von einer hohen Steinmauer umgeben. Das einzige Tor, das zum Haus führt, ist aus schwarzen Metal und sehr kunstvoll verziert. Das Haus selber steht in mitten eines wunderschön angelegten Gartens. Hier stehen viele Bäume, so dass es immer ausreichend Schatten gibt, ein großer Teich, mit mehreren dutzend Koi, ziert die gigantische Rasenfläche.
Das Haus selber ähnelt schon nicht mehr einem reinen Haus, sondern eher einer Pagode. Die vielen Stockwerke sind in Bereiche eingeteilt, somit ist das untere und erste Stockweck für die Familie selbst reserviert. Das nächste Stockwerk ist der Arbeitsbereich der Bediensteten und der oberste Bereich, steht den vielen Dienern als Wohn-, und Schlafraum zur Verfügung.
 
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Misao Sayuri

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Wie so oft räkelte sich ein kleines Mädchen in ihrem Bett. Es war noch sehr früh am Morgen und wie es den Anschein hatte, war die Kleine hier nicht wirklich führ ins Bett gekommen. Auf dem Schreibtisch des ausladenden Zimmers lagen noch eine ganze Menge Bücher verteilt herum. Yuri hatte bis vor ein paar wenigen Stunden gelernt. Nicht das sie es musste, nein, sie selbst hatte sich dafür entschieden. Sie wollte stärker werden, ihr Wissenshunger war ungestillt wie nie. Nachdem sie eine ihrer besten Freundinnen verloren hatte, beschloss sie, alles über Medizin zu erfahren, was es zu wissen gab. Und genau aus diesem Grund, war sie vor ein paar Tagen erst spät Heim gekommen.
Es war der Tag gewesen, an dem Yuri gesagt bekommen hatte, das Noriko, ihre einstige Teamkameradin, verstorben war. Wie und warum, das hatte sie erst einen Tag später erfahren, als sie den Besitzer des Waffenladens erneut aufgesucht hatte. Aber wichtiger als die Umstände an der ihre Freundin verstorben war, waren dem Mädchen die Bücher die sie seit dem Morgen dieses Tages hin und her schleppte. Es war ein mühsamer Gang, jedes Mal in die Bücherei, die am einen Ende der Stadt lag, zurück zum Anwesen ihrer Eltern, das genau am anderen Ende lag. Man hätte meinen können, das Mädchen hätte die ganze Bücherei lehr geliehen, so oft war sie mit Tüten voller Bücher gelaufen. Als sie aber endlich all das zusammen getragen hatte was sie brauchte, setzte sie sich an ihren Schreibtisch und begann zu lesen. Den ganzen Tag. Wahrscheinlich hätte sie sogar vergessen etwas zu essen, wenn nicht immer wieder mal ihre Mutter in das Zimmer geschneit wäre um ihre Tochter daran zu erinnern, dass das Essen auf dem Tisch stand. Im Freien konnte man Yuri die letzen Tage nicht sehen, gut nicht ist ein wenig übertrieben. Denn sie verließ das Haus nur, um gelesene Bücher zurück zu bringen und sich neue Auszuleihen, über Themen die nur angeschnitten wurden, oder über etwas, was sie nicht ganz verstand.
Und heute, ja heute ist scheint wieder ein solcher Tag zu werden. Wobei, man konnte unter den ganzen Büchern den Zipfel eines Zettels erkennen. Und wenn man ganz genau hinsah, konnte man vielleicht noch erahnen, dass darauf das Zeichen des Mizukage abgebildet war. Gestern, gegen Mittag war ein Bote vorbei gekommen und hatte einen Brief für Yuri abgegeben. Es waren ein paar Anweisungen, die Besagten, dass sie sich heute mit ihrem neuen Team treffen würde. Wer das sein würde, das hatte Yuri entweder vor lauter Übereifer überlesen, oder es stand nicht darin. Einzige Zeit nach Sonnenaufgang klopfte es zaghaft an der Tür, zum Schlafzimmer des Mädchen. Es war Yuris Mutter, die wie immer gekommen war, um ihre kleine Prinzessin zu wecken. „Yuri-Schatz. Es wird Zeit zum Aufstehen. Du weißt doch, das du dich heute mit deinem neuen Team triffst.“ Vorsichtig öffnete die Geweckte ihre Augen und blinzelte um ihre Augen an das helle Morgenlicht zu gewöhnen. Ist es wirklich schon Zeit zum Aufstehen? Spukte es ihn ihren Kopf herum. Ich bin doch gerade eben erst ins Bett. Verschlafen rieb sie sich die Augen und setzte sich auf. Dann setzte sie langsam einen Fuß nach dem anderen auf den Boden und um ein Haar hätte sie diese wieder zurück unter die warme Decke gezogen. Noch fast Schlafend, wankte sie ins Bad und duschte erst einmal. Nur mit einem Handtuch bekleidet, schlenderte sie zurück und die Türen ihres alten Schrankes knarrten beim öffnen. Heute würde der neue Sensei wohl nicht sehr viel mit ihnen machen. In der Annahme griff Yuri nach ihrem braunen knöchellangen Rock und einer beigenen Bluse. Ja, Yuri liebte erdfarbene Sachen. Nachdem sie nun auch noch ihr Haar getrocknet hatte, band sie sich ihren Protektor um und hopste schon beinahe fröhlich die Treppen hinunter zu ihren Eltern. Dort war das Frühstück bereits auf dem Tisch und es war wohl mal wieder so, das Yuri die Letzte bei Tisch war. Entschuldigend deutete sie eine Verbeugung an und setzte sich auf ihren Stuhl. Doch plötzlich war das Mädchen verschwunden. „Yuri, ist alles in Ordnung?“ Ihr Vater wollte sich gerade erheben, als es vom Boden aus schon wieder hier hieß. „Hai. Mit ist nicht passiert, To-san.“ Und schon saß Yuri tatsächlich auf ihrem Stuhl und das Frühstück konnte beginnen. Wie so oft, war die Kleine mit ihren Gedanken wohl schon wieder ganz wo anders gewesen und sie hatte sich etwas neben den Stuhl gesetzt. Und ein weiteres Ritual wiederholte sich. Beide Elternteile standen an der Tür des elterlichen Hauses und winkten ihrer Tochter zum Abschied. Fröhlich und neugierig auf ihr neues Team schlenderte sie zum Treffpunkt. Eine Hand dabei um den Riemen ihrer Tasche geklammert die quer über ihren Oberkörper hing.
 
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Misao Sayuri

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Nachdem das Mädchen nun den Park verlassen hatte, wurden ihre schnellen Schritte ein wenig langsamer. Was war da gerade eben mit ihr los gewesen. Gut, dass sich ein Junge so in ihrer Nähe aufgehalten hatte und ihr sogar noch ein Kompliment ins Ohr geflüstert hatte, war wirklich nicht an der Tagesordnung. Trotzdem verstand sie nicht, warum ihr Herz gerade solche Sprünge gemacht hatte. Ryu war doch nur ein Teammitglied so wie Sasori und Kigammasuke auch. Langsam spürte sie wieder das leichte Ziehen in ihrem Fußgelenk. So ein Mist aber auch. Warum musste ich gerade jetzt umknicken. Ihr kamen noch einmal die Bilder hoch. Mit einer Hand zog sie die Enden ihres Umhanges ein wenig enger. Was ist nur los mit mir? Ihr war das alles so peinlich.

Wie aus dem Nichts tauchte vor ihr das Tor zum Anwesen ihrer Eltern auf. Sayuri wunderte sich, warum sie bereits so schnell hier gewesen war. Doch für längere Diskussionen mit sich selbst hatte sie jetzt wirklich keine Zeit. Die Auswirkungen des Kampfes hinterließen nun immer deutlichere Spuren, das kleine Mädchen war sichtlich Erschöpft und am liebsten einfach nur in die Wanne gestiegen. Aber dafür hatte sie nun absolut keine Zeit. „Ich bin wieder da. Aber auch gleich wieder weg.“ Ohne das sie auf eine Antworte wartete, hörte man bereits ihre leisen Schritte die Treppe hinauf. Aus dem Wohnzimmer kam ihre Mutter gelaufen, da Sayuris Vater wie so oft um diese Tageszeit bei der Arbeit war. Vorsichtig lugte diese durch die offene Zimmertüre und beobachtete einen kurzen Moment ihre Tochter. Diese fing an nach ihrem Rucksack zu kramen und blickte sich nach allen Seite um. „Yuri, Schatz ist alles in Ordnung?“ Ohne der Mutter den nötigen Respekt zu erweisen suchte sich Yuri in ihrer Eile alles zusammen und sprach während dessen. „Mach dir keine Sorgen Kasan*. Mir geht es gut. Du weiß doch dass wir heute einen neuen Sensei bekommen haben, ein ganz komischer Typ. Der läuft mir so einer seltsamen Spiegelmaske rum und seine Stimme ist zum fürchten.“ Jetzt, da sich das Mädchen aus etwas Distanz an die Maske von Hanzuo-sensei erinnerte, musste sie doch ein wenig schmunzeln. Es sah schon witzig aus. Kurz sah sie einmal zu ihrer Mutter hoch und sprach dann auch gleich wieder weiter. „Auf jeden Fall hat er gemeint, das wir nun auf einen 3-Tages Ausflug gehen und wir nur eine Stunde zeit haben, um unsere Sachen zu packen.“ Der Frau stockte für einen kleinen Augenblick der Atem. „Was, ihr geht für drei Tage weg?“ Beiläufig nickte das Mädchen. Auch wenn es einer Mutter schwer fiel, ihre Tochter ziehen zu lassen, so hatte sich Sayuri immerhin für diesen Weg entschieden und ihre Mutter wollte ihr auch auf keinen Fall im Wege stehen. „Dann muss ich noch schnell in die Küche und dir etwas Proviant machen. Und deinen Freunden auch gleich mit.“ Schneller als Yuri schauen konnte, war ihre Mutter aus dem Zimmer und man hörte nur noch ihre Schritte die Treppe hinunter.
Unentschlossen stand das lilahaarige Mädchen vor ihrem Bett. Der gepackte Rucksack stand davor. „Ich glaub jetzt hab ich aber wirklich alles.“, sagte sie zu sich selbst. Doch im Gedanken ging sie noch einmal alles durch. Also sie hatte dies und das, das und jenes. Als sie sich sicher war, das sie auch wirklich nichts vergessen hatte, hob sie die Tasche hoch und schulterte sie. Gleich beim ersten Schritt in Richtung Tür merkte sie aber, an was sie nicht gedacht hatte. So kam es, dass sie ihre Tasche doch noch einmal abstellte und zurück ins Bad ging. Mit einem Tap stabilisierte sie ihr Fußgelenk, so das sie ohne weitete Probleme auftreten konnte. „Kasan! Ich gehe!“ Rief sie an der Türe, als sich Yuri die Schuhe anzog. Mit einem kleinen Packet in der Hand kam sie zurück. „Hier, ich hab euch eine Kleinigkeit zu Essen gemacht. Es müsste genügend für alle da sein.“ Warm lächelnd übergab sie das Packet. Da fiel Yuri noch etwas ein, was auch beinahe vergessen hätte. „Ich hab noch gar nichts zu trinken eingepackt.“ Noch bevor sie einen Schritt machen konnte hob die Frau ihr drei große Trinkflaschen entgegen. „Ich denke doch für dich mit.“ Freudig umarmte die Tochter ihrer Mutter und diese gab ihrer Kleinen noch einen letzen Kuss auf die Stirn. „Pass auf dich auf, ja. Das du mir heil zurück kommst.“ Die Tränen in den Augen der Frau konnte sie nun kaum noch verbergen. Sayuri hingegen stellte sich hin und lächelte. „Hai. Ich verspreche es dir, das ich heil wieder heim komm.“ Nun machte sie sich wieder auf den Weg, denn es blieb nicht mehr sehr lange Zeit um in der angegebenen Zeit am Haupttor des Dorfes die anderen zu treffen.

*Kasan = Mutter

tbc: Haupttor von Kirigakure
 
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