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Grenze zum Reich des Windes

Rutako Ingvi

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Nachdem Asuka ihm gesagt hatte, dass er die Spuren verwischen sollte, nickte Ingvi bedächtig und setzte zu seiner Antwort an: "Du hast absolut recht. Diese Höhle sieht wirklich so aus, als kämen häufig Ninjas aus Suna hierher." Der Sarkasmus sickerte dick aus diesem Satz heraus, und der Shinobi hatte ihn sich verdient, nur die winzigen Abdrücke der Tiere waren im Sand zu erkennen, es gab nicht das geringste Zeichen dafür, dass vor den beiden schon einmal ein Mensch da gewesen war. Dann begann die Kaishira jedoch, dem Genin seine Frage zu beantworten, und er wurde aufmerksam. Geradezu nebenbei schien sie eines der gesuchten Tiere gesehen zu haben und folgte ihm zu einem kleinen Loch. Zweimal blies sie Rauch hinein, wie sie ihn ihm einst ins Gesicht geblasen hatte, da daraufhin jedoch nichts geschah, war davon auszugehen, dass ihr Plan nicht ganz aufging. Er hatte wenigstens eine Maus gefangen!
Scheinbar hatte die Teamleiterin bereits getötet, zweimal sogar. Einfach unglaublich, die Zuneigung des Rutako schlug langsam in Bewunderung um, wusste er doch, dass die meisten Menschen anders fühlten als er. Und wieder bewiesen sich seine Vorhersagen als richtig, sie schien wirklich ein Problem damit zu haben, jemanden getötet zu haben. Für ihn unverständlich, aber annehmbar, denn auch, wenn sie gefühllos wirkte, wäre es sehr überheblich gewesen, davon auszugehen, dass das auch stimmte. Er war eine große Ausnahme, es wäre wirklich ein großer Zufall gewesen, wenn er auf jemanden seiner Art getroffen wäre. Wenn es denn noch so jemanden gab... Doch ehe er sich diesem Gedanken genauer widmen konnte, wurde er kindlich genannt! Wie alt war sie denn, dass sie es wagte, so etwas zu sagen? Sicherlich nicht viel älter als Ingvi, doch da sie eine Raucherin war, konnte er ihr Alter nicht genau feststellen. Irgendwo zwischen zwölf und sechzehn würde sie sein, und sicherlich weit kindischer als er es je sein könnte.
Doch erneut wurde sein Gedankengang unterbrochen, als Asuka ihn nach einer Idee fragte, die ihr scheinbar selbst gerade kam. Sie schüttete Wasser aus und elektrisierte es, um den Skorpion außer Gefecht zu setzen und einzufangen. Und dann fügte sie auch noch eine Lebensweisheit an: "Wenn man stark genug ist, besiegt man seine Gegner ohne sie zu töten." Ein verächtliches Schnauben war alles, was sie erntete, auch wenn er eigentlich ein wenig neidisch war, dass sie einen Skorpion gefangen hatte und er nur eine Schlange und eine Maus. "Tut mir leid, da kann ich dir nicht zustimmen, Kaishira-san. Wenn man stark genug ist, kann man seinen Gegner besiegen, ohne ihn zu töten. Ob man es nun tut oder nicht, ist jedem selbst überlassen und je nach Situation zu entscheiden." Dabei näherte er sich einer der Wände so sehr, dass er sich gerade noch im Schein der Fackel befand und sie berühren konnte. Mit seiner Hand strich er kurz darüber, ehe er sich wieder seiner Aufgabe widmete. Irgendwo musste doch noch eines der Tierchen sein... ja, da hatte sich Etwas rotes bewegt. Während er langsam darauf zuschritt, redete Ingvi weiter: "Ich sage gerne: Das Leben eines jeden Menschen ist wertlos, bis zu seinem Tod. Erst danach gewinnt es an Wert, entsprechend der Leistungen, die die Person erbracht hat." Das Licht hatte er verlassen, nun verließ sich der Rutako auf Gehör und Tastsinn. Die Krabbelei auf dem Boden war glücklicherweise nicht zu überhören, wenn der Rutako sich nicht bewegte, daher ließ er sich nun auf ein Knie hinabsinken, holte das Gefäß zum Fangen seiner Ziele wieder hervor und konzentrierte sich. Nach einigen Sekunden kam tatsächlich etwas zu ihm, und er nahm sich keine Sekunde, ehe er es einschloss. In dem bisschen Licht, das auf ihn fiel, war zu erkennen, dass er gefunden hatte, was er suchte. Zufrieden, aber noch immer vorsichtig, um nicht doch noch auf eines der Tiere zu treten, trat er zurück zu seiner Teamleiterin und zeigte ihr seinen Fund. Dann drehte er sich wieder um und warf eine einfache Frage in den Raum: "Müssen wir schon wieder zurück, oder ist noch etwas Zeit übrig?" Schließlich war Pünktlichkeit ziemlich wichtig, die beiden anderen sollten nicht warten müssen. Obwohl ja keiner von ihnen einen sehr zeitbewussten Eindruck gemacht hatte, wahrscheinlich würden eher Asuka und er selbst die Wartenden sein...
 

Kaishira Asuka

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Asuka beobachte Ingvi etwas, während dieser weiter über das Töten diskutierte, während sie mit ihrem Skorpion spielte, oder eher hin und wieder das Glas schüttelte und beobachtete wie er mit dem Stachel gegen die Wand stach um Asuka zu erwischen. Das Tier war schlauer als man dachte, da er klar sie als Ursprung des Schüttelns erkannte, aber doch nicht so schlau, da er nicht verstand, dass das Glas dazwischen war. Es bereitete ihr etwas Freude der kleinen Giftspritze zu zu sehen. „Ich denke nicht so“, antwortete sie während Ingvi anscheinend im Dunkeln einem Skorpion verfolgte, „schau dir die Skorpione an, dadurch das wir sie nicht töten können sie uns Gift zum Produzieren von Gegengift geben, wenn wir sie töten sind sie wertlos für uns, egal was sie in ihrem Leben bis jetzt vollbracht haben.“ Erneut schnippte sie gegen das Glas und von innen schlug der Skorpion dagegen. „Es sei denn du meinst nur den idealistischen Wert von Leben.“ Sie nahm noch einen Zug von ihrer Zigarette und dachte etwas nach. Der Junge war kompliziert und sicher nicht besonders einsichtig, aber Asuka hatte bereits eine feste Meinung zu dem ganzen: Wenn etwas stirbt, verliert es allen realen Wert. Es verliert die Fähigkeit etwas zu tun, wodurch es für die Nachwelt höchstens als gute oder schlechte Erinnerung weiter besteht. Würde es weiter leben, könnte es zukünftige Leistungen vollbringen, tot aber nicht. „Außerdem denke ich kaum, dass wir in der Lage sind über Leben und Tot zu entscheiden“, war das letzte was sie zu diesem Thema sagen wollte, denn es war kein angenehmes Thema für sie als Mörderin. Entfernt erinnerte sie sich daran wie sie den Jungen im Waisenhaus tot geschlagen hatte. Gut dass Nikotin nun ihre Gefühlsausbrüche kontrollierte, sonst hätte sie sicher auch Ingvi schon eine verpasst.
Als er nach der Zeit fragte, huschte ihr Blick kurz auf ihren MP3-Player. „Wir müssen langsam zurück, wenn die anderen auch was gefangen haben können wir uns direkt auf den Rückweg machen.“ Sie sah hoch zu dem Loch wo etwas Licht hinein schien, packte den Skorpion in ihre Tasche, nicht ohne vorher noch einmal zu überprüfen ob er noch lebte. Tat das selbe mit Ingvis Skorpion und machte sich mit einem kleinen Sprung auf zum aufstieg. Es fühlte sich gut an, dass ihre erste Mission als Leiterin so Problemlos verlaufen war, auch wenn sie dies erst genau sagen konnte wenn sie die anderen zwei wieder sahen.
 

Rutako Ingvi

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"Hehe... sehr interessant." Ja, tatsächlich lachte Ingvi ein wenig, wenn auch nur kurz. Die Ansichten Asukas amüsierten ihn. Er hielt sich allerdings erst einmal zurück, er wollte sie nicht hier drinnen verärgern, vor allem wo er gerade ins Wasser getreten war, das sie zuvor verschüttet hatte. Er wollte sie nun wirklich nicht dazu reizen, ein Raitonjutsu auf ihn anzuwenden. Sie machte sich nun auch auf den Weg hinaus, da er recht gehabt hatte - sie mussten jetzt langsam los. Kaum hatten sie die Höhle durch das kleine Loch verlassen, flog dem Genin auch schon Sand ins Gesicht, und die Hitze der Umgebung schlug ihm entgegen. Hach, warum konnten sie nicht unten im Dunkeln bleiben? Ach richtig, die Mission. Er durfte nicht nachlassen, die Professionalität musste gewahrt werden. Während sie nun sogar den Schatten der Felsen verließen, um sich zum Treffpunkt aufzumachen, ergriff der Rutako erneut das Wort: "Ich glaube nicht, dass du mich zuvor richtig verstanden hast... Natürlich haben diese Skorpione lebendig einen größeren Wert als tot. Ich sprach auch nur von Menschen, denn diese sind in jedem Zustand nutzlos... und tot einfach wertvoller." Dabei zuckte er mit den Schultern, und ein hämisches Grinsen war durchaus zu erahnen. Dann blickte er nach oben, nur einen sehr kurzen Moment, da er von der Sonne geblendet wurde, und kurz darauf zu der Kaishira. "Außerdem nehmen es sich Menschen Tag für Tag immer wieder heraus, über Leben und Tod zu entscheiden. Das ist auch der Grund, warum ich finde, dass sie das Leben nicht verdient haben... ich bin da keine Ausnahme." Der Sammelpunkt der Gruppe rückte langsam in sichtbare Nähe, und offenbar waren die anderen beiden noch nicht angekommen. Nun, dem Suitonnutzer fehlte allerdings zur Vollständigkeit seiner Aussage auch nur noch ein Satz: "Sollte dir dieses Thema jedoch ein Problem bereiten, so bin ich gerne bereit, es hiermit gewesen sein zu lassen, Kaishira-san." Immerhin war sie zu reizen so ziemlich das Letzte, das er wollte - nicht, weil sie stärker war als er, sondern aus Respekt. Den hatte sie einfach verdient.
 

Kaishira Asuka

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Asuka zog kurz an ihrer Kippe, die Hitze machte auch ihr zu schaffen. Ingvis gelaber half da rein gar nicht. „Tot hättest du den Skorpion nicht fangen können, also bist du doch nicht ganz nutzlos“, mit diesen Worten schnippte sie den Rest der Kippe, provokativ, knapp an dem Kopf ihres Kollegen vorbei. Sie kam sich so viel schlauer vor. Zumindest war sie glücklich darüber, dass sie das Leben positiver sah, selbst als Ninja wollte sie dies nicht verlieren und hoffentlich konnte sie Ingvi wenigstens etwas helfen darüber nach zu denken. „Bin ja mal gespannt ob die anderen auch so nützlich sind, oder ob wir sie töten müssen...“ Natürlich scherzte sie, kurz sah sie aber sicherheitshalber zu Ingvi und setzte noch monoton dahinter: „... das war ein Scherz.“ nur um sicher zu gehen, dass er es so verstehen würde.
Allerdings war sie wirklich gespannt wie erfolgreich die anderen waren. Drei bis vier Skorpione waren ein großer Erfolg, vielleicht würde es sogar extra in ihrer Akte vermerkt. Vielleicht war diese langweilige Mission der erste Schritt zu echten Missionen! Echten wichtigen Missionen! Beinah stolperte sie über einen Stein, während sie in ihre Traumwelt abdriftete und schon waren sie am verabredeten Treffpunkt.
 
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Akosuri Daijai

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Scheinbar hatte sein Gefährte mehr Erfolg als den, den sich Daijai mit seiner kurzeitigen Unaufmerksamkeit hatte entgegen lassen. Aber den Worten Jun's war zu entnehmen, dass er auch noch nicht so ganz von seinem Fang überzeugt war. Aber es war wohl immer noch besser als mit leeren Händen zurück zu kommen. Schade; wollte Daijai doch eigentlich auf seiner ersten Mission auch einen persönlichen Erfolg zu verbuchen haben, der ihm aber nun allem Anschein nach doch nicht gewähr wurde. Nunja, vielleicht war es ihm als blutiger Anfänger auf seiner ersten Mission nicht anders bestimmt, als die ersten Erfahrungen in Form von Lektionen des Fehlschlags zu ernten. Wer war denn schon perfekt? Daijai auf jeden Fall nicht.
Den Felsen und den darunter verkrochenen Skorpion zurücklassend kam Daijai zu seinem Mitstreiter geschlendert und schüttelte eine kleine Fuhre warmen Wüstensands aus seiner Sandale, die wie kleine Bagger bei jedem Schritt den rieselnden Sand aufschaufelten. Kurzerhand in typischer Manier am Kopf gekratzt, hob Daijai unentschlossen die Schultern um den Vorschlag von Jun mit gewohnter Neutralität zu begegnen. Dabei war es ja nicht einmal so, dass Daijai alles egal war. Es war einfach nur eine persönliche Note, ein Stil, vielleicht sogar eine Verschleierungstaktik, die dazu diente seine wahre Persönlichkeit undurchsichtig für die Auffassung anderer zu verformen. "Hm hm, ja. Lass uns zurückgehen.", murmelte Daijai, ehe er den ersten und einzigen Tropfen Schweiß von seiner Schläfe angelte und verspritzend wegschnippte. Ein prüfender Blick umher bestätigte was Daijai in so kurzer Zeit schon erahnt hatte - er wusste genau wo sie waren und in welcher Richtung der vorher bestimmte Treffpunkt war. Aber wieder kehrte er einfach Dinge nach außen, die ein anderes Bild von ihm aufzeigten. Warum? Das hingegen könnte wirklich etwas sein, was nicht mal er genau wusste. Also...
"Äh... wo lang noch gleich?"
 

Ryuugu Jun

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Juns Begleiter war dafür dass sie zurück gingen, dann fing allerdings wieder dieses seltsame Verhalten an. Er schaute sich um, schien über etwas nachzudenken und warf dann ernsthaft die Frage in den Raum in welche Richtung sie gehen mussten. Jun öffnete den Mund um etwas zu sagen, zog dabei seine linke Augenbraue so weit nach oben wie es ihm seine Anatomie ermöglichte und stellte seine Gegenfrage. "Hä?" Manch einer mochte jetzt mehr erwarten doch in diesem Moment war er einfach derart perplex dass es nicht für etwas Sinnvolleres reichte.
Nach einigen Augenblicken schüttelte Jun energisch den Kopf und schaute Daijai weiter skeptisch an. "Ist das dein Ernst? Der Fels den Asuka als Treffpunkt festgelegt hat ist keinen Kilometer entfernt und mitten in der Wüste ist er schon ein recht markanter Punkt. Außerdem sind wir nicht mal eine Stunde hier und du willst mir weiß machen du weist nicht mehr in welche Richtung wir müssen?" Jun rieb sich resignierend die Stirn, atmete ein paar Mal tief durch und entließ schließlich einen enttäuschten Seufzer. "Daijai, nimm mir das bitte nicht übel, aber entweder bist du einer der, ... sagen wir mal, simpelsten Menschen die mir bis heute begegnet sind oder du versuchst mich hier im großen Stil für dumm zu verkaufen." Der Blick der zwei verschiedenfarbigen Augen wurde ernst und schien Daijai für einen kurzen Moment durchbohren zu wollen. "Mir gefallen beide Gedanken nicht." Die Stimme des Ryuugu war ebenso kalt wie sein Blick, Daijai hatte es geschafft und ihn doch ernsthaft ein wenig wütend gemacht.
Doch sowohl der Kalte Blick als auch der Unterton von Juns Stimme hielten sich jedoch nicht lange sondern wurden bereits nach wenigen Sekunden wieder unter einem leichten Grinsen verborgen. "Komm mit!" Ohne nachzusehen ob Daijai ihm wirklich folgte drehte Jun sich um und marschierte los. Bereits nach wenigen Minuten Fußmarsch konnte er zwei Umrisse am Treffpunkt erkennen, Asuka und Ingvi waren also schon da.
Es dauerte kaum mehr als weitere fünf Minuten bis Jun mit seinem Begleiter im Schlepptau den Felsen erreichte den Asuka vor ihrer Aufteilung als Ziel festgelegt hatte. Jun schaute seine Teamleiterin und ihren kühl wirkenden Begleiter fragend an. "Und, habt ihr was gefunden?" Anschließend hob er das Glas, welches er unter dem Arm trug, hoch, hielt es Asuka hin und sah das Tier darin skeptisch an. "Ich hab das Vieh hier gefunden, meiner Meinung nach entspricht es deiner Beschreibung, nur die Farbe ist dunkler. Auf jeden Fall wollte ich dich fragen ob das hier auch einer der gesuchten Skorpione ist oder ob ich doch eine andere Sorte Giftschleuder erwischt hab. Ähm, ja. Asuka, gut oder nicht gut?"
 
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Rutako Ingvi

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Den Scherz Asukas fand Ingvi durchaus amüsant, bis sie hinzufügte, dass es nur ein Scherz gewesen war. "Das war mir schon klar", antwortete er genauso monoton wie sie und ohne sie anzusehen. Irgendwie war es ein wenig beleidigend, dass sie dachte, er würde es nicht verstehen, doch das interessierte ihn kaum. Gleich waren sie auch schon am Zielort, und wenn man aufpasste, konnte man bereits die Umrisse der beiden Kollegen in der heißen Luft erkennen. Die Hitze machte ihm ganz schön zu schaffen, aber doch nicht so sehr, dass er nicht noch einen kleinen, sarkastischen Kommentar aussprechen konnte: "Na, sieh mal einer an, wer auch schon auf dem Weg ist..." Es war nicht laut gewesen, nur ein Murmeln, denn für mehr war es einfach zu heiß. Das passte nicht zu ihm, nur mussten sich inzwischen sowohl das Katana als auch die Kunai aufgeheizt haben und konnten somit nicht der Kühlung dienen. Der Gedanke, ob er einfach ein Wassermesser erschaffen sollte, ging ihm durch den Kopf, das wäre nämlich schön kühl und wäre perfekt, um es sich an die Stirn zu halten und so den Kopf zu kühlen. Bei der Ankunft der beiden anderen wurden diese Gedankengänge jedoch jäh unterbrochen, als Jun Asuka fragte, ob sein Skorpion in Ordnung war. Selbst bei der wenigen Konzentration, die der Rutako hier vorbringen konnte, war deutlich sichtbar, dass es viel eher schwarz war als rot. Die Ähnlichkeit zu seinem Exemplar fiel ihm nicht auf, wie ihm der Nachname dieses Partners nicht einfiel. Deshalb murmelte er einfach leise zu sich: "Das ist nicht das, was wir gesucht haben, Jun-kun..." Daijai traute er sowieso keinen Fang zu, daher stellte sich ihm die leise Frage, ob ihre zwei Ergebnisse reichen würden. Doch am Ende lag es eh an Asuka, das zu entscheiden, also brauchte er sich nicht den Kopf darüber zu zerbrechen. Eigentlich wäre zu einer Giftanalyse ja auch eines schon ausreichend...
 
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Akosuri Daijai

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Daijai blickte Jun ohne jegliche Regung seiner Mimik entgegen, als dieser sich recht unmissverständlich darüber ausließ was er von ihm hielt. Wie es wohl im Vornherein zu erwarten war, entgegnete Daijai nichts auf die ihm entgegengebrachten Kritik. Auch dass Jun darüber wütend zu werden schien bezeugte nur, dass er nicht wusste woran er bei Daijai war. Und dem Jungen mit dem vermummten Gesicht und der wilden Stachelschweinfrisur schien äußerst wenig daran gelegen ihm eine Aufklärung zukommen zu lassen. Er kannte seine Teamkollegen ja mindestens genauso wenig und überließ ihnen eigentlich nur zu gerne die große Bühne der Selbstpräsentation. Sollten sie ihn für das was er ihnen glauben machen konnte für Unfähig halten, wäre das nur ein persönlicher Erfolg für Daijai selbst. Es war zwar ein zweischneidiges Schwert sich einen solchen Eindruck bei anderen zu schaffen; leidet das Vertrauen wohl auch beträchtlich unter solcher Wankelmütigkeit. Aber seit dem ersten Treffen auf dem Pier, hatten sich die anderen drei Genin als ziemlich Selbstüberzeugt aufgezeigt - dabei war Jun sogar noch der Bodenständigste. Von diesem anderen Kerl, dessen Namen er inzwischen schon wieder vergessen hatte, ganz zu schweigen. Er war der typische arroganz-zerfressene Hochtraber. Sehr eifrig und zielorientiert, aber zu oft auch einzelgängerisch und berechenbar. Nun ja, es hatte wohl jeder seinen eigenen Stil, den er auch selbst tragen musste.
Daijai sah Jun entgegen, nachdem er seine Ausführung beendet hatte, und zuckte so trocken wie eh und je mit den Schultern. Dann folgte er dem erfahreneren Genin zurück zum Treffpunkt. Dort angekommen stellte sich Daijai in den Schatten des Felsen und zupfte das dünne Tuch vor Mund und Nase unter sein Kinn. Er verschränkte die Arme und blickte in den Himmel empor, als warte er schlussendlich nur darauf dass es bald zurückging. "Ist das eine Möwe?", sagte er leise zu sich und schien wiedermal gedanklich wo völlig anders zu sein, während er dem hoch oben kreisenden Vogel beim Drehen seiner Runden zusah.
 

Kaishira Asuka

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Asuka sah sich die anderen beiden an. „Gab es irgendwelche Probleme?“ Besonders Daijai schien schon wieder mit den Gedanken woanders zu sein. Ihr ging es dabei ja nicht anders, es war schwer sich bei der Hitze zu konzentrieren. Wirklich aufmerksam wurde sie erst als Jun den Skorpion zeigte. Kurz musterte sie das Exemplar und sah dann Ingvi an. „Sei nicht so streng“, meinte sie ruhig, „vielleicht ist es ja einer von denen die wir suchen nur etwas angebrannt.“ Bei der Hitze wäre es kein Wunder, wenn selbst der Chitinpanzer der Skorpione davon frittiert würde. „Wir nehmen ihn auf alle Fälle mit, dass macht dann drei insgesamt!“ Asuka nahm sich den letzten Skorpion und packte ihn in ihre Umhängetasche. Zufrieden sah sie ihr Team mit ihren gleichgültigen Blick an und nickte. Dann holte sie eine Mappe raus. „Das einzige was wir noch machen müssen ist eure Leistung zu bewerten.“ Kurz huschte ein kleines Grinsen über ihr Gesicht, während sie mit einem Stift ein paar Einträge machte. Sie war recht schnell dabei. „Habt ihr irgendetwas zu sagen über eure Teamkollegen?“
 

Rutako Ingvi

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Als Asuka ihn zu weniger Strenge ermahnte, war Ingvi zuerst etwas überrascht. Wie hat sie das gehört?...Wie laut hab ich das überhaupt gesagt? Ja, die Hitze tat ihm wirklich nicht gut. Seine Gedanken waren inzwischen nicht nur unsicher, sondern auch recht langsam geworden - vollkommen untypisch für den Rutako. Glücklicherweise schien die Mission auch schon ziemlich am Ende zu sein, was bedeutete, dass er diese verdammte Wüste endlich verlassen konnte. Zuvor musste er jedoch noch eine Frage Asukas beantworten, nämlich zur Leistungsbewertung etwas über die Teamkameraden zu sagen. In Ordnung, die beiden haben kein Zeitgefühl, sie raucht, und Daijais Frisur ist ja wohl eine absolute Beleidigung. Außerdem hat weder Jun noch Daijai gefunden, was wir genau suchen... Natürlich sprach er diesen Gedanken nicht aus. Stattdessen schloss er die Augen und deutete ein leichtes Grinsen an, ehe er zu seiner Antwort ansetzte: "Tut mir sehr leid, Kaishira-san, ich habe nichts." Sollten doch die anderen sagen, was sie dachten, er wollte sich nun nicht unbedingt unbeliebt machen, denn das könnte zu Streit führen, für den er einfach nicht genügend Energie hatte. Da sparte er sich doch lieber die Worte.
 

Ryuugu Jun

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Ingvi murmelte irgendetwas in deinen nicht vorhandenen Bart, was genau das verstand er allerdings nicht, aber Asuka schien es verstanden zu haben und an ihrer Reaktion glaubte Jun erkennen zu können dass es wohl nichts übermäßig Freundliches gewesen war. Daijai brabbelte inzwischen ebenfalls etwas vor sich hin und schien dabei schon wieder die Welt um sich herum zu vergessen. Der stachelhaarige Junge war wirklich seltsam und der Ryuugu war mehr als dankbar dass sie nicht in einen Kampf verwickelt worden waren, wenn er im Ernstfall auch nur halb so zerstreut war dann konnte das böse ausgehen.
Asuka stellte inzwischen fest dass Juns Beute zwar nicht genau das war was such suchten, dass sie das Tier aber trotzdem mitnehmen würden, immerhin bestand ja eine gewisse Möglichkeit dass es sich nur um eine Farbabweichung handelte und selbst wenn es nicht der gesuchte Skorpion war konnte er ja immer noch nützlich sein um andere Gegenmittel herzustellen.
Als nächstes legte sie jedoch fest dass sie sich noch gegenseitig bewerten mussten und das war etwas das Jun gar nicht gefiel. Bewertungen waren eine schwierige Angelegenheit, wenn man zu offen war stieß man den anderen vor den Kopf, wenn man nicht offen genug war dann konnte der Andere nicht an seinen Fehlern arbeiten und es das nächste Mal besser machen.
Ingvi machte zuerst den Mund auf, allerdings hatte er nichts zu sagen. Jun beschloss dass er so offen wie möglich sein wollte, alles andere wäre wohl auch gegenüber seinen Teamkameraden, und denen mit denen sie in Zukunft arbeiten würden, verantwortungslos. Er atmete tief durch und schaute Asuka an "Also gut, ich will mein bestes geben. Über eure Fähigkeiten kann ich nichts sagen, immerhin sind wir in keine Situation gekommen wo einer von uns wirklich hätte zeigen können was er alles drauf hat, aber ich bin der letzte der sich beschwert wenn er bei dieser Hitze nicht kämpfen muss." Juns Blick wanderte zu Daijai. "Tja, Daijai sollte in Zukunft versuchen seine Gedanken etwas mehr auf das zu konzentrieren was grad wichtig ist. Er lässt sich zu leicht ablenken." Er sagte nicht dass er glaubte dass der Stachelkopf hier, zumindest zu einem gewissen Teil, eine Show abzog, vielleicht würde er sich die Kritik ja auch so zu Herzen nehmen.
Als nächstes wanderte Juns Blick zu Ingvi. "Ingvi-san, ich finde du könntest ruhig etwas freundlicher sein. Aber das musst du wissen, jedem das seine." Schließlich blieb noch Asuka übrig und genau an sie wandte er sich jetzt. "Tja, Asuka-taicho, zu deiner Leistung hab ich nicht viel zu sagen, außer dass ich zufrieden bin." Er grinste und nickte leicht. "Ich denke du hast nen guten Job gemacht, auch wenn man zugeben muss dass die Mission nicht wirklich schwer war" Jun nickte noch mal, wie um sich selbst zuzustimmen, damit war er aber auch schon fertig und wartete was die Beiden die jetzt noch fehlten über ihn zu sagen hatten.
 
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Akosuri Daijai

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Die Möwe am azur-blauen Himmel, hoch oben über ihren Köpfen, kreiste in weiten Bahnen umher. Das weiß-gefiederte Tier blieb stets in Küstennähe, wie es auch die Handvoll Shinobi aus Sora es getan hatten. Immerhin war dies Feindesland, und besagter Feind konnte jederzeit überraschend auftreten und zudem den klaren Heimvorteil für sich geltend machen. Da war es natürlich klüger für die kleine Gruppe aus Genin verschiedener Erfahrungsstufen in Küstennähe und Grenznähe zu bleiben. Ob am steppengleichen Rand der Wüstenausläufer, oder im sandigen Herzen direkt. Die glühende Verurteilung brannte gleichermaßen von dem ein und demselben Himmel herab; und ließ die Luft in tänzelnden Kaskaden flimmern. Daijai schüttelte einen Fuß aus, um die unliebsamen Sandkörner aus seiner Sandale zu verbannen, als er vernahm wie Jun sich erlaubte ein Urteil über ihn zu fällen.
Oh~ Asuka hatte sie nach einer Einschätzung ihrer Teammitglieder gefragt? Hm, angesichts der Tatsache, dass auch dies irgendwie an Daijai vorbeigegangen zu sein schien, deutete an, dass Jun mit seiner Aussage vielleicht doch nicht gänzlich danebenlag. In Daijai's Person lag definitiv eine gewisse Verstreutheit, keine Frage; aber er wusste diesen Stil auch nahezu perfekt zu simulieren und selbst dann fortzuführen, wenn er längst mit allen Sinnen auf etwas fokussiert war. Nur musste es auch etwas dementsprechend Interessantes sein.
Matt drehte er den Blick zu den drei Genin und bemaß sie gleichermaßen mit einem gleichgültigen Blick. Er hatte sich schon längst hinter seiner wortkargen, wankelmütigen Fassade eine Meinung über die Drei gebildet. Aber er befand, dass dies nun zu einer objektiven Beurteilung aus seiner Sicht heranzuziehen, lediglich seine Tarnung aufgeben würde, dass er bereits den ganzen Tag in tagträumerischer Passivität verbracht hatte. Also antwortete er klanglos monoton: "Der da stinkt bis zum Himmel nach Blut... oder eher sein Schwert.", mit diesen Worten richtete sich sein Daumen in einer eher beiläufig andeutenden Geste in Richtung Ingvi. Daijai war der Geruch sofort aufgefallen. In seinem Dorf lebte man stets mit dem was der Regenwald einem bot. Sollte es Fleisch sein, so wurde dies eigenhändig gejagt und erlegt. Begleitete man eine solche Jagdgruppe, oder vernahm desöfteren wie ein Nutztier in der Dorfmitte geschlachtet wurde, so lernte man auch den Geruch von frischem Blut kennen. Es war eine sehr eigensinnige Note mit kupfer-metallischer Nuance - kaum zu verwechseln, solange es frisch war. Was genau hatte dieser finster dreinblickende Kerl also gemacht, als er mit Asuka unterwegs war um ein paar Skorpione zu sammeln? Daijai konnte es sich rätlich ausmalen, bei jemand der so aussah, als würde er schon vor dem Frühstück die ersten Tiere quälen.
 
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