Aktuelles

Ichiraku Ramen

Y

Yamanaka Yuuka

Guest
[FONT=Verdana, sans-serif]Unser Blutjunge trat also erneut in Szene um sein Ramen fertig zu verspeisen. Ja, das Essen hier war lecker, aber war es solch ein Risiko wert? Auf dem Gesicht Yous hatte man die ganze Zeit über keine wirkliche Regung wahrnehmen können. Sie saß einfach nur da, korrigierte einige Zeitungsartikel und aß. Als sich Kibo wieder zu ihr setzte war ihre Schüssel bereits leer. „Da bist du ja wieder. Alles in Ordnung?“, fragte die junge Frau mit besorgtem Gesichtsausdruck und schob ihre Schüssel fort. Sie begann die Zeitungsartikel zusammen zu kramen, auf einen Stapel zu legen und zu ordnen. „Ich muss wieder zurück ins Büro, bin schwer im Verzug. Musste sogar meine Mittagspause opfern, wie du siehst. Im Vertrauen? Ich hasse meinen Chef.“, sagte sie und stand mit diesen Worten auf, ein entschuldigendes Lächeln auf den Lippen. „Bleib gesund, ja?“ Haare flogen ein wenig in der Luft, Steinchen kullerten über den Boden und You stiefelte energisch davon. Merkwürdige Begegnung, hm?[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Doch für den armen Kibo war das nicht genug, denn beinahe zeitgleich mit Yous Verschwinden tauchte ein bulliger Mann mittleren Alters auf und ließ sich mit erschöpft auf einen der Hocker fallen. Sein Atem roch nach Sake, der Vollbart war bereits grau, genau wie seine Haare und seine Kleidung ungepflegt und schmutzig. Der erste Eindruck dieses Mannes war der eines totalen Verlierers. Kein Geld für Hygiene, trank am Mittag und zu viel Gewicht brachte er wohl auch auf die Waage. Er blickte Kibo seitlich aus milchig trüben Augen an, sein Gesicht war in der Art und Weise verzerrt, dass er vermutlich jeden Vorwand nutzte um irgend jemanden anzuschreien. Typischer Choleriker, so schien es. Auch seine Bestellung war mehr als nur unhöflich und aus irgend einem Grund fiel sein Blick erneut auf Kibo. Hatte der den Mann etwa falsch angesehen?[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Was glotzt n du so? Verdammtes Gossenpack.“, schnaubte der Mann verächtlich und spuckte zwischen sich und Kibo auf den Boden. Der beißende Gestank von Sake lag in der Luft. Dicke Wurstfinger drückten sich auf den Tresen, Schweißperlen sammelten sich im Nacken. Der Mann murmelte etwas, was sich nach „Kleiner, weißer Wichser.“ anhörte, aber ganz genau bestimmen konnte man es nicht. Sogar der Ramenbesitzer selbst rümpfte langsam die Nase.

Yuuka indes ging ihres Weges. Ein leises Knacken, ein mildes Lächeln.
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Tetsuya Daisuke

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Dieser unglaublich verachtende Blick des Tetsuya, welcher auf das kleinere weißhaarige Mädchen gefallen war, war sicher nicht unbedingt willkommen. Sein Blick jedoch hielt nun nur noch an der hübschen Hausdame fest, die beiden anderen Genin schienen fast schon Luft für ihn zu sein und das merkwürdigste war, dass er keinen Gedanken daran verschwendete, dass dies merkwürdig war. Ja, schien sogar die Mission schon fast vergessen…
Und dann trat plötzlich eine erschreckende Wende ein, mit welcher der Tetsuya ganz und gar nicht gerechnet hatte. Die Stimme der Ikari hörte er nur dumpf, doch spürte er natürlich, wie sich die zarten Arme um seinen Körper wanden. Schockreaktion! Ungläubig wanderte sein Blick über seine Schulter, als ihre Hände in seinem Pulli verschwanden, doch viel merkwürdiger: Er wurde rot und schien zittrig zu werden. Warum das? Nunja, ist ja nicht so, dass einem so was jeden Tag passiert, besonders nicht mit kleinen Mädchen zu denen man eine fast geschwisterliche Bindung, aber immer körperlichen Abstand hegt. Oh und nicht zu vergessen, dass das elfjährige Mädchen sonst immer sehr ernst und streng wirkte im Vergleich zur momentanen Situation. Dies überrumpelte ihn so sehr, dass er sich grade in dem Moment gar nicht wehren oder gar bewegen konnte. Und von einer Sekunde auf die andere wurde die ganze Situation wieder viel klarer. Das fremde Mädchen im Hausmädchenkostüm wirkte auf den Tetsuya nun plötzlich als würde sie Meter weiter weg rücken und einfach ein normales, aber dennoch sehr hübsches, Mädchen sein. Ungläubig blinzelte er einige Male, noch immer mit rötlichem Gesicht und blickte die junge Frau an. Nebenher hörte er das ungewöhnliche Gequengel von Yukiko, welche es scheinbar eilig hatte hier weg zu kommen. Natürlich, er wollte doch auch eigentlich weg, aber eben hatte er etwas ganz anderes gesagt… Dass Yukiko ihn aufgrund seines eben noch so merkwürdigen Verhaltens wegzerren wollte, wunderte den Tetsuya nun auch viel weniger und er bekam ganz und gar ein schlechtes Gewissen, weil er sie so angefahren hatte. Zwar realisierte er in seinem Schockmoment noch immer nicht wirklich was hier grade passiert war, doch er vertraute auf „das Hirn“ der Gruppe. „N…Nee-chan…“, murmelte er mit ähnlich zittriger Stimme wie vorhin, allerdings nun weniger hoch als zuvor. „Gomen.“ Und schon hob er seinen Arm und im ersten Moment mochte es fast aufgrund seiner Ernsthaftigkeit wirken, als wollte er ihr eine feuern, doch stattdessen landete seine Hand auf dem weißen Schopf des Mädchens und tätschelte ihr den Kopf.
Nun musste er sich etwas überlegen. Auf der einen Seite mussten sie weg, aber er wusste auch was er eben gesagt hatte und das er ihr unbedingt helfen wollte. Wenn er nun also auf einmal sagte, er würde nicht wollen, wäre dies natürlich kritisch… Schließlich wäre es doch sehr auffällig, wenn seine Art nur wegen einer Umarmung völlig umschlägt. Natürlich hörte er während er überlegte auch dem Mädchen zu, welches sich nicht nur vorstellte, sondern auch erzählte was sie zu tun hatte, während sie das Wasser einfüllte. Doch nachdem sie fertig war, kam ihm die kleine Aiko, sie ist größer als er aber egal, dazwischen und nahm der Dame den Eimer ab. Dabei wirkte sie sehr zittrig, was Daisuke doch sehr wunderte. War dies so schwer für sie? Naja, sie hatte sich als Medicninja vorgestellt und außerdem spielte sie hier eine eher kindliche Rolle, irgendwie nachvollziehbar. Chiaki war also ihr Name… Die beiden Genin hatten sich schon unter einem anderen Namen vorgestellt, wo auch immer sie diese hergenommen hatten, wusste der Tetsuya nicht. Also musste er sich auch schnell etwas überlegen… „M… Mein Name ist… ehm… Yashi.“ Idiot! Was Besseres fiel dir nicht ein, hm? Sein Blick fiel gen Boden und wirkte nun viel mehr verlegen, eben wie er es vorhin auch gewesen war. Vielleicht auch etwas beschämt wegen der Situation von eben, konnte man deuten wie auch immer man möchte. Allerdings… Warum wählte Daisuke genau diesen Namen? Nun, dies war der Erste der ihm einfiel, der nicht wirklich gefährlich wirkte. Klar, er hätte auch einfach den Namen von Iori nehmen können, aber da er dessen Aussehen schon hatte, war dies nicht unbedingt so megatoll. Die einzigen anderen Namen die ihm einfielen, waren Seishin und Yuto, die beide nicht unbedingt passend für diesen Ort hier waren. Mal abgesehen davon, dass er wenn er sich selbst Seishin genannt hätte, sich auch gleich hätte einen Strick nehmen können. Obwohl, war dies bei Yashi nicht ähnlich? Im Endeffekt blieb ihm nur noch der Name Yashi, den er kannte, auch wenn sich innerlich der Magen umdrehte und Wut aufkochte, wenn er diesen hörte oder sagen musste, sah man ihm dies absolut nicht an. Er wirkte einfach etwas eingeschüchtert und verlegen. Fast eher wie ein Sklave der kleinen Schwestern…
Plötzlich drehte sich der kleine Kerl um und packte die kleinere Schwester, welche hinter ihm stand. Mit einer recht trägen Bewegung packte er das Mädchen und setzte es sich auf den Rücken. Nun hing Yukiko da also auf seinem Rücken, quasi Huckepack. Warum war einfach zu erklären. Sie sollte ein Auge auf ihn haben und natürlich auch auf die Dame. Daisuke wollte nicht unbedingt, dass noch einmal etwas Ähnliches passierte. Er tat zwar so als wäre sie schwer für ihn und so mochte es nach außen hin auch aussehen, doch natürlich war sie dies eigentlich nicht… „Nun schmoll nicht Nee-chan. Wir werden wohl die Zeit aufbringen können, der netten Chiaki zu helfen, okay? Du solltest aber mithelfen, dann bekommst du auch eine Belohnung. Wäre doch schade wenn Tora-chan alles allein macht und allein belohnt wird, oder?“ Nachdem er diese Worte auch an Yukiko gerichtet hatte, in der Hoffnung dass sie kapierte, dass die Genin hier nicht einfach flüchten konnten, wandte er sich wieder an die hübsche junge Dame. „I...Ich bitte um Verzeihung für meine Schwestern… Mädchen die in die Pubertät kommen, können ja so dickköpfig und eifersüchtig sein…“, murmelte er scheinbar etwas genervt, aber dennoch etwas verlegen. Danach duckte er sich, weil er fast schon eine Retourkutsche der Mädchen erwartete. Mal sehen wie sie sich hier langsam rauswinden konnten…
 
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Mameha Junko

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Erst waren es kleine, sechsjährige Mädchen, dann waren sie schon in der Pubertät. So schnell ging das manchmal.
Chiaki nahm den Wischmob zur Hand, hörte zu, verhielt sich aber recht passiv und demütig, wenn man es genau bedachte, während sie mit einem milden Lächeln voranging. Ihre Schritte schienen leise, fast schon lautlos, als sei sie es gewohnt, in aller Stille durch die Gänge zu gleiten, zumal sie sich mit einer nicht zu verleugnenden, natürlichen Anmut bewegte. Es schien fast, als erwarte sie ein wenig, für ihre Haltung, ihr Aussehen und ihre Freundlichkeit bewundert zu werden. Von der anfänglichen melancholischen Haltung war nunmehr keine Spur, lediglich Verständnis und Interesse prägten ihren Gesichtsausdruck. Sie schien auch angesichts des etwas abweichenden Verhaltens der Gruppe überhaupt keinen Verdacht zu schöpfen, während sie genau zuhörte.
„Ich weiß.“ Dies war die Antwort auf Daisukes – oder eher Yashis – entschuldigende Worte für seine „Schwestern“, die sich gerade redlich Mühe gaben, sich möglichst erfolgreich daneben zu benehmen. Das Hausmädchen seinerseits schien nicht anderes erwartet oder gar gewohnt zu sein, noch schien sie verärgert. Es gab sogar den Hauch einer Andeutung eines Schmunzelns, während sie die Straße vor dem Ichirakus Ramen betrat.
Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts … seltsam, denn die Straße wirkte leerer als zuvor. Natürlich war hier nicht von einer Rush Hour auszugehen, immerhin war es mitten am Vormittag, aber war das ein Grund, dass nur so wenige Menschen hier auf der Straße zu sehen waren? Nur hier und da gab es einige wenige Passanten, die sich unterhielten, am Stand gegenüber einen Snack besorgten oder vorbeischlenderten. Es waren sogar zwei oder drei offensichtliche Shinobi dabei, wie an den grünen Konoha-Westen erkenntlich, aber das war nicht weiter ungewöhnlich, wenn man sich daran erinnerte, dass man sich immerhin in Konohagakure befand.
Chiaki ihrerseits runzelte irritiert die Stirn, raffte dann aber doch ihr Kleidchen und marschierte festen Schrittes über die Straße, als sie sich an ihre Arbeit erinnerte. Mit einem Schulterblick stellte sie sich, dass sie sich ihre neuen Bekanntschaften nebst dem Eimer hinter ihr befanden und ging sodann weiter. Einem flüchtigen Bekannten nickte sie freundlich und mit einem huldvollen Lächeln zu und fast war die Straße überquert, als sie plötzlich zusammenzuckte.
„Verzeihung, aber ich glaube, das geht so nicht.“ Mameha Junko, die soeben um die Ecke gebogen war, verschränkte die Arme und hob skeptisch eine Augenbraue, während sie die Sora-Brigade musterte. Das Haar trug sie hochgesteckt, die Kleidung war bieder, aber dem Wetter angemessen, sogar die Chuuninweste deutete darauf hin, dass sie sich momentan bei der Arbeit befand. Chiaki reagierte ein wenig iritiert und eingeschüchtert auf den Auftritt der Chuunin, während Daisuke wahrscheinlich gerade sein Hirn in höchsten Tönen pries, da er daran gedacht hatte, sich via Henge zu tarnen.
„Oh, sie waren nur am Spielen und haben sich freundlicherweise bereit erklärt, mir zu hel …“ Allerdings wurde das arme Hausmädchen von Junko unterbrochen, wobei sich nunmehr eine Mischung aus Zweifel und Tadel, gewürzt mit einer Prise Amüsement in die Stimme schlich.
„Das ist auch sehr löblich. Aber ich glaube, sie sollten zu diesem Zeitpunkt in der Schule sein.“ Oh-oh. Schulpflicht für alle Nichtgenin. Und hatten sie nicht eben noch behauptet, keine Genin zu sein? Langsam wurde das Lügennetz enger, während die Chuunin sich mit gerunzelter Stirn und tadelnder Miene an die Sora-Nin (die sie offenbar nicht als solche identifiziert hatte) wandte.
„Ich fürchte, gemäß § 26 Absatz 1 der Dorfordnung seid ihr verpflichtet, den Unterricht zu besuchen. Versäumnisse werden nicht gern gesehen, also werde ich euch jetzt zur Schule eskortieren, wenn ihr keine Einwände habt.“
„Ähem … kann einer von ihnen mir trotzdem … beim Tragen helfen … bitte? Nur kurz?“ Tapfere kleine Chiaki, die sich so dreist dafür einsetzte, doch ein wenig Hilfe bei ihrer Tätigkeit zu haben. Anscheinend wollte sie immer noch keine Wassereimer schleppen, während die Chuunin gerade mit einer wegwerfenden Bewegung ein „Von mir aus“ signalisierte.
Was nun, Freunde der Nacht?
 

Fukazawa Akio

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Heilige Scheiße.
Sollte man noch einmal wiederholen, was schon zu Anfang dieser Mission eindeutig falsch gelaufen war? Nur fürs Protokoll und den Bericht, den zwar Kibo am Ende schreiben musste, den Yukiko aber sicherlich noch infiltrieren... umschreiben... würde. Koste es was wolle.
Erster Fehler: Lasst uns nach Konoha marschieren, mit vier Ninja, von denen zwei beinahe noch blutige Anfänger waren, zumindest was solche Missionen betraf.
Zweiter Fehler: Lasst uns mit einem Chuunin als Leiter nach Konoha marschieren, der nicht nur das Feingefühl einer Schnepfe, sondern auch die Unauffälligkeit eines neonfarbenen Elefanten besaß.
Dritter Fehler: Lasst besagten Chuunin ohne Tarnung in Konoha frei herumlaufen.
Vierter Fehler: Sie begannen sich da gewaltig in Widersprüche zu verstricken. Warum hatte Daisuke denn gesagt, sie seien kurz vor der Pubertät? Sie hatte sich immerhin alle Mühe gegeben, extrem kindlich zu wirken!
Fünfter Fehler: Entferne mal jemand die weißhaarige Chuunin, die soeben um die Ecke gebogen war und etwas von "Schulpflicht" gesagt hatte! Sie passte nun so gar nicht in ihren Plan, oder? Heute musste aber auch alles gründlich schief gehen... und nun hatten sie ein noch viel größeres Problem: Was sollten sie auf diese Beschuldigung- nämlich, dass sie Schulschwännzer seien- antworten? Auch hier boten sich einige Möglichkeiten an:
Erstens: Einfach abhauen. Abgelehnt, zumindest war es bei weitem zu unsicher, denn als wirklich schnell schätzte Yukiko Aiko nicht ein. Sich selbst zwar auch nicht, aber sie wurde immerhin von Daisuke getragen.
Zweitens: Tarnung fallen lassen und die Chuunin in den Boden stampfen. Abgelehnt! Zwar war Daisuke im wörtlichen Sinne stark, aber wie stand es mit seinen Fähigkeiten im Vergleich zu einem Chuunin? Nein, außerdem war ein Kampf mitten im Zentrum des feindlichen Lagern wohl generell ausgeschlossen.
Drittens: Angeben, sie wären noch nicht, beziehungsweise nicht mehr in der Schule. Ehrlich? Nein.
Viertens: Die ganze Angelegenheit schullogisch abhaken und somit die Tarnung weiter aufrecht halten. Aber wie? Yukikos Verstand arbeitete auf Hochtouren, damit die Lücke zwischen Frage und Antwort nicht ganz so gewaltig werden würde, während ihr Kopf immer röter und röter wurde. Rot?
"Kunoichi-saaaan", fragte sie mit immer noch kindlicher Stimme, "Wir arbeiten aber heute doch an einem Schulprojekt!" Leicht unbehaglich rutschte sie auf Daisukes Rücken herum, bis sie sich schuldbewusst wieder an Junko wandte und erklärte: "Aber ich fand das so langweilig, dass ich mit Tora-chan vor Nii-chan weggelaufen bin... weil wir machen ein Projekt wie viel Müll auf Konohas Straßen liegt und was die Leute dazu sagen!" In so einem Falle musste man nämlich nicht im Klassenraum sitzen. "Das ist unglaublich, wie wenig umweltbewusst die Leute sind!", entrüstete sie sich und beugte sich leicht über Daisukes Kopf, "Nicht wahr, Yashi-chan?" Dann ein stolzer Blick zu der Chuunin und die kurzen Arme in die Seiten gestützt, "Aber ich mache sogar imer das Licht aus, wenn ich aus dem Zimmer gehe!" Würde die Chuunin nun nach einem Beweis für die Geschichte fragen, so könnte Yukiko sogar etwas improvisieren, Block und Stift hatte sie dabei und den Inhalt eines solchen Blattes sollte man selbst einer Chuunin noch vortäuschen können.
 
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Mameha Junko

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Heilige Scheiße in Dosen, nicht wahr?
Aber andererseits musste man auch die guten Seiten dieser Aktion sehen. Immerhin hatten sich die Gruppe aus Soragakure ausgerechnet das Dorf ausgesucht, welches den Ruf genoss, sehr human vorzugehen, was gleichzeitig hieß, dass sie gute Überlebenschancen hatten. War es trotzdem eine gute Idee, so dreist durch die Straßen des Blattdorfes zu marschieren und damit etwaige Sicherheitsmaßnahmen für ungenügend zu erklären. Ja, die Teamleitung hatte wirklich Mist gebaut, dies stand außer Frage. Aber vielleicht war es ja Kibo, der seine Kameraden letztendlich aus der Misere holte und sie herausboxte.
Langsam wurde das Lügennetz für Daisuke und Co. auch immer enger. Mittlerweile schien zumindest Chiaki ein wenig irritiert zu sein, was den Kommentar zur Schule anging, war aber gleichzeitig offensichtlich bereit, etwaige Ausreden zu akzeptieren und keinen Verdacht zu schöpfen, da sie fast im gleichen Moment bereits mit den Schultern zuckte.
Die Konoha-Chuunin allerdings schien mittlerweile milde amüsiert zu sein, während sie sich ein klein wenig vorbeugte, als wolle sie den Genin ein Geheimnis offenbaren – was natürlich seltsam anmutete, da sie mehrere Meter (Sicherheits-) Abstand hielt.
„Und was ist, wenn ich dir sage, dass außerhalb der Übung heute keine außerschulischen Aktivitäten stattfinden sollten?“ Das wär’ natürlich ganz doof. Dann würde die Kunoichi hier nämlich nicht nur den Bluff durchschauen, sie würde sich auch nicht aufhalten lassen, die Genin nun durch die Gegend zu schleifen oder gar Verdacht schöpfen. Und überhaupt, was war das für eine seltsame Übung, an der die Akademieschüler teilzunehmen schienen? Irgendwie machte jede Person, die mit den Sora-Nin in Kontakt trat, dahingehend eine Andeutung, aber es gab nichts Konkretes. Solange es nicht das schöne Spiel „Klatsch’ den Sora“ war, würde dies aber auch kein Problem darstellen. Und selbst wenn … pfff, Akademieschüler. Furchterregend.
Junko ihrerseits schien allerdings das Verhalten der Sora-Shinobi auf eine andere, weniger gefährliche Weise verdächtig zu finden, wie sich an ihrer nächsten Aussage herausstelte.
„Netter Versuch, wirklich. Zurück auf die Schulbank mit euch. Folgt mir.“ Und es schien nicht so, als wolle sie nunmehr mit sich reden lassen. Die Lüge war aufgeflogen, wurde aber (glücklicherweise) für Faulheit gehalten und nicht etwa für Aktivität der gegnerischen Fraktion, was durchaus als positiv zu werten war. Wollten die Sora-Shinobi es dabei belassen? Chiaki ihrerseits blieb übrigens artig im Hintergrund, nicht willens, sich in diese Diskussion einzumischen. Sie hatte da ja noch immer ihren Eimer, per favore.
 

Hinketsu Kibo

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Kibo lächelte der weiblichen Gestalt nichtssagend hinterher ... Ja, Danke ... . Danach widmete die Gestalt sich wieder der gezuckerten Suppe die vor ihn gestellt wurde. Ohne weiter auf seine Umgebung zu reagieren schlürfte er die süße Flüssigkeit. Gleichzeitig öffnete sich der Toiletteneingang aus dem Kibo gerade wieder zu dem Ramenstand kam erneut und ein etwa 30jähriger Mann mit kurzen braunen Haaren und nichtssagenden Gesichtszügen. Dieser blickte der sich entfernenden Frau mit Besorgnis hinterher, bevor er seine Aufmerksamkeit schließlich wieder auf den Ramenshop fokusierte. Dort platzierte sich gerade ein bulliger Trunkenbold neben einem wohl bekannten schwarzhaarigen Jungen. Dieser musterte den Neuankömmling aus gleichgültigen Augen, legte seinen Kopf schief und ließ seine Augen schließlich gar kurz an ihm vorbei gleiten und schien eine Person auf der Straße hilfesuchend zu fixieren. Schließlich fiel sein Blick zurück auf den trunkenen Bärtigen und ein breites Grinsen begleitete den Versuch des Jungen sich an den nächsten Sessel der Theke zu setzen ...
In der Zwischenzeit hatte sich der 30jährige Mann, der erst vor Kurzem unsere Aufmerksamkeit erregt hatte, vor einem kleinen Früchteshop platziert. Seine Hand bewegte sich kurz zu seinem Ohr und ein Klicken ertönte ... Daisuke-kun wie sieht es aus? Habt ihr das Erkundungsteam schon gefunden? Kurzes Husten entrang sich seiner Kehle, aus irgendeinem Grund war sein Mund noch immer trocken, ausgedörrt. Kurz schielten die Augen des Unbekannten in Richtung des Ramenshops und beobachteten den schwarzhaarigen Jungen wie er sich gerade vor zentnerschweren trunkenem Fett zurückzog. Eine Münze tauschte ihren Besitzer und schon schnappte sich der Mann einen saftigen Apfel dessen Saft seine ausgedörrte Kehle wenigstens etwas befeuchtete. Grmpfh.
 

Tetsuya Daisuke

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Oh, natürlich. Wieso hatte Daisuke eigentlich heut so ein Pech? Nicht nur, dass er mit Kibo als Teamleiter agieren musste, nein nun waren da auch noch blöde Leute aus Konoha die sie vollquatschten. Nie wieder wollte Daisuke ins Innere von Konohagakure, das stand nun jedenfalls fest! Immerhin gestaltete sich das andere Mädchen namens Chiaki nun nicht mehr als Problem, schließlich wirkte die hübsche junge Dame nun wesentlich beschwingter und auch weniger melancholisch gestimmt. Daisuke verstand ihren plötzlichen Umschwung nicht wirklich, aber er konnte sich denken, dass sie froh war Hilfe gefunden zu haben und dies alles nicht allein machen zu müssen. Aber sie hatte den Tetsuya nicht allein bekommen, doch schien ihr auch dies nicht mehr wirklich viel auszumachen. Also schien es doch wirklich besser zu werden? Nunja, es schien so, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt…
Während Daisuke Yukiko durch die Gegend schleppte, was weniger angenehm für ihn aussah als es war, sollte sich gleich eine Situation einstellen, die Yukiko sicher zu spüren bekam. Da kam etwas um die Ecke gebraust, was Daisuke liebend gern in seinen Gedanken mit Teufelshörnern über dem weißen Schopf verzierte. Ja, sobald der Tetsuya die hübsche Junko erkannte, lief ihm ein Schauer über den Rücken und sicher konnte Yukiko auch spüren, dass ihm dies ziemlich Unbehagen bereitete. Gott sei Dank hatte er sich auf seinen Henge verlassen… Doch dann brach eine Debatte aus, welche drohte die Genin in Gefahr zu bringen. Daisuke beobachtete aufmerksam den Wortwechsel, wobei er die verlegene und ängstliche Rolle des jungen Mannes sehr gut weiter spielte. Man konnte erkennen, dass der kleine Kerl, welcher ja nun den Namen Yashi trug, sichtlich nervöser und zittriger wurde. Junko stellte also fest, dass die Kinder um diese Zeit in die Schule gehörten und hier nichts verloren hatten. Wie sollten sie da wieder raus kommen? Hoffentlich hatte Yukiko eine gute Idee… Und diese machte sich auch relativ schnell bemerkbar.
Die rutschte recht unangenehm auf dem Rücken des Tetsuya herum. Schön und Gut, dass sie da ihre Rolle spielt, aber angenehm war dies für Daisuke nicht wirklich. Egal, zurück zum Thema. Yukiko hatte sich etwas überlegt. Während Aiko weiter mit dem Eimer rumhantierte, erklärte Yukiko dass die drei Genin unterwegs waren um etwas für ein Schulprojekt zu machen. Eigentlich keine schlechte Idee, hätte Yukiko da nicht einige wichtige Aspekte vergessen. Lügen haben kurze Beine, Mameha Junko war nicht dumm und noch dazu Chuunin in diesem Dorf. Und natürlich machte sie einen Strich durch die Rechnung der kleinen weißhaarigen Kunoichi. Sie glaubte ihnen nicht, natürlich nicht, was hatten sie auch anderes erwartet? Daisuke musste sich da ganz schnell etwas einfallen lassen…
Und bums. Ganz plötzlich änderten sich die Gesichtszüge des jungen Mannes und er wirkte gereizt. Sehr plötzlich ließ der kleine Kerl die weißhaarige Kunoichi von seinem Rücken herunter und guckte sie grimmig an. „Was soll das?“, zischte er und stemmte mahnend, aber noch immer nervös die Hände in die Hüfte. Übrigens klang die Stimme des sonst so männlichen Tetsuya nun wieder wesentlich höher, fast schon wie ein Mädchen, oder eben ein Bengel im Stimmbruch. Erschreckend nicht? Dann wandte er sich an die Chuunin und verbeugte sich sofort. „Ver…Verzeihung Jun…“ Moment, kein falsches Wort Freundchen … „Junge Frau!“ Schon besser, pass lieber auf was du sagst Tetsuya Daisuke. Mit Junko zu reden war ohnehin schwer, aber ein falsches Wort könnte böse ins Auge gehen … und wer wollte schon einen Fächer im Auge haben?! Es fiel dem Jungen sichtlich schwer der Mameha ins Gesicht zu gucken, dies lag aber nicht daran, dass Daisuke Angst vor ihr hatte, sondern würde man es wohl eher so interpretieren, dass der Junge unglaublich beschämt war… Wieder wandte er sich an Yukiko. „Guck sie dir doch mal an! Das Fräulein da ist eine Chuunin! Sie zu belügen, ist wohl das Dümmste was du machen kannst.“, erklärte er sehr brüderlich mahnend, fehlte nur noch der drohende Zeigefinger und perfekt war das Bild. Wieder ein nervöser entschuldigender Blick zu Junko, ehe er erklärte: „I… Ich bitte vielmals… u…um Verzeihung. M…Meine Schwestern und ich, wir müssten eigentlich in der Schule sein, richtig. Wenn wir nicht grade Strafarbeit leisten müssten… U…Um ehrlich zu sein… Meine Schwestern sind weggelaufen, weil sie lieber spielen wollten und ich musste sie einfangen… Die beiden hören nicht besonders gut und deswegen kamen wir heute mal wieder zu spät zum Unterricht… D…Deswegen gab es großen Ärger und der Lehrer schickte uns direkt zur Strafarbeit im Dorf los… und zwar Müllsammeln… Doch als ich sie wieder holen wollte, tauchte dieses junge Fräulein an und bat uns so freundlich um Hilfe… E…Es tut mir unendlich leid, aber sie hat uns so nett gebeten und da konnte ich doch nicht nein sagen… Ich verspreche wir machen und danach auch sofort wieder an die Arbeit, aber bitte verpetzen Sie uns nicht an die Lehrer, d… dann müssen wir nur noch mehr Strafarbeiten machen!“ Ohja... Mit Strafarbeiten kannte der Tetsuya sich wirklich mehr als gut aus. An der Akademie hatte er so manches Mal so etwas durch machen müssen. Manchmal war er so oft unterwegs, dass es gar keinen Müll mehr zum Aufsammeln gab! Der Junge wirkte absolut eingeschüchtert und nervös. Dass er den Tränen nahe war, war kaum noch zu bestreiten. Es war wohl eine Mischung aus Scham, weil er seine Schwestern nicht im Griff hatte und Angst vor noch mehr Ärger. Würde Junko wirklich so gemein sein und die Kinder verraten? Schließlich war sie sicher auch mal jung und grün hinter den Ohren gewesen, nicht wahr? Außerdem wartete die junge Hausdame sicher noch auf Hilfe… Was nun also?
Oh und richtig, nicht dass wir da etwas vergessen. Während der Tetsuya auf eine Reaktion wartete, hörte er eine leise und nur für ihn hörbare Stimme in seinem Ohr. Nun… Kibo war wirklich ein Vollidiot. Während er sich drinnen befand und Ramen fraß, standen die drei Genin schreckliche Ängste aus möglicherweise gefangen genommen zu werden und Kibo fragte genüsslich ob sie nicht bald mal die Arbeit erledigt hatten? Oh ja, viele Worte lagen dem Tetsuya auf der Zunge, am beliebtesten war allerdings momentan: „Mach deinen Scheiß allein, ich geh Heim!“ oder wahlweise auch „Leck mich kreuzweise.“ Ja, so etwas konnte Daisuke wirklich ordentlich anfressen. Leider konnte Daisuke keine Antwort darauf geben momentan, da gäbe es nun wirklich keinen schlechteren möglichen Zeitpunkt, weswegen die anderen Genin von seinem teilweise unflätigen Wortschatz verschont blieben…
 

Fukazawa Akio

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Hatte Daisuke eingeplant, dass Yukiko sich wirklich erschreckte, als er sie so plötzlich anfuhr? Nun ja, verständlicherweise, wenn man wusste, dass der Junge einem alle Knochen im Leib brechen könnte - mit einem Finger - dann war diese Reaktion wohl nachvollziehbar. Sie schnellte also einen Schritt zurück (Was für ein Glück, dass Yukiko ein Lahmarsch war, sonst hätte sie dies wohl verraten) und verschränkte die Arme vor ihrer Brust, nicht als Trotzgeste gemeint, sondern viel mehr als Schutz vor Daisuke, auch wenn es realistisch betrachtet nichts bringen würde. "Ya-ya-yashi?", stotterte sie erschrocken, aber fing sich zumindest innerlich recht schnell wieder. Daisuke hatte einen weiteren Versuch unternommen, die Situation zu retten, hoffentlich würde dieser mehr Erfolg als der ihre haben, aber wer hätte schon wissen können, dass diese Chuunin offensichtlich die gesamten Stundenpläne aller Schulen auswendig konnte? Was übrigens leicht verdächtig war. Aber nun gut, versuchten sie es eben auf die Strafarbeitentour, die der Ikari eigentlich auch ganz gut gefiel, bis auf den Umstand, dass sie das schwarze Schaf spielen musste. Aber was konnte sie dagegen tun? Nichts. Sie senkte also nur reumütig den Kopf und wandte den Blick nicht von ihren Schuhen ab.
Jede seiner Anschuldigungen wurde mit einem einfachen "Ja..." abgefertigt, trotzig und keinesfalls einsichtig. Hoffentlich verpetzte die Chuunin sie wirklich nicht, sonst müssten sie den Lehrer irgendwie dazu bringen, dass er sie als Schüler anerkannte... was unter Dauerbeobachtung der Chuunin nicht gerade einfach werden würde. Also bitte Madame... kaufen Sie uns diesen Müll bitte ab? Jemand hatte Daisuke in ein Genjutsu gesteckt. Jemand hatte also entweder arme Kinder in einer Illusion gefangen oder feindliche Shinobi... was war, wenn die Chuunin längst Bescheid wusste? Aber selbst dann konnten sie nichts anderes tun, außer dieses dumme Spielchen mitzuspielen... verdammt. Yukiko knirschte innerlich mit den Zähnen, äußerlich hielt sie den Kopf jedoch weiter gesenkt, verkrampfte die Arme etwas mehr und kickte einen Kieselstein vor ihren Füßen weg.
Hätte sie Kibos Stimme gehört, hätte sie wahrscheinlich einen kleinen Wutanfall bekommen, ein Glück, dass diese Botschaft nur an Daisuke ging.
 
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Mameha Junko

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Und hier die Enthüllung, die sich allerdings nicht wirklich als Neuigkeit erweisen würde: Natürlich wusste Junko schon Bescheid. Sie hatte von einem Kollegen schon vor geraumer Zeit die Mitteilung über verdächtige und unidentifizierte Personen erhalten, und schon als sie Kibo erkannt hatte, wurden die Gerüchte bestätigt und stiller Alarm ausgelöst. Herzlichen Glückwunsch, liebe Sora-Shinobi – man war nicht nur auf sie vorbereitet, da ja bereits zuvor ein Team an dieser Mission gescheitert waren, , nein, auch aufgrund der unsubtilen Infiltrationstechniken ihres Gruppenleiters, nämlich sich im Tageslicht und in klarer Sicht zu verstecken, wurden sie auch recht schnell entdeckt und bezahlten nunmehr den Preis dafür. Junko hatte die Gruppe abgeschätzt und hatte bei dem kleinen, kräftig aussehenden Jungen mit dem Stapfgang und den weißen Haaren, die aus der Kapuze hervorragten, den Verdacht gehabt, dass es sich hierbei um Daisuke handeln könnte. Die Betonung lag auf der entfernten Möglichkeit, dass Tetsuya Daisuke so blöd sein konnte, sich von Dracula Kibo am helllichten Tag nach Konohagakure hineinzuwagen und noch nichtmal auf ein Henge zurückzugreifen oder gar eine bereits bekannte Passantengruppe zu mimen. Wäre ja auch zuviel verlangt. Alles passte, aber wie gesagt hatte die Konoha-Chuunin keinesfalls die Gewissheit gehabt, nur den entfernten Verdacht, womit Chiaki ins Spiel gekommen war. Ihre Rolle soll an anderer Stelle noch mal erläutert werde, aber grundsätzlich sei hier die Motivation Junkos enthüllt: Eigentlich hatte sich Daisuke helfen wollen. Der einzige Zweck des Hausmädchens bestand darin, den Tetsuya irgendwie von der Gruppe zu trennen und dann einfach – hups! Er ist entkommen! – hinauszuschleusen, damit dieser der Tracht Prügel, die ohne Zweifel auf die dreisten Sora-Nin wartete, entging. Der Grund dafür? Er war der beste Freund ihres Freundes, das reichte doch, oder? In dieser Mission ging es nicht darum, einen blutigen Hiroshi wieder zu gewinnen oder ihn zu beschäftigen, damit er nicht zu seiner Gruppe zurückkehrte. Hier ging es eigentlich nur darum, die Sora-Nin mit dem Stiefeltritt der Gerechtigkeit aus Konoha zu befördern und dafür zu sorgen, dass sie nach Hause zurückwieselten und dort winselnd mit der Erkenntnis geschlagen wurden, nie wieder ein Heimatdorf aus der gegnerischen Fraktion infiltrieren zu wollen – zumindest nicht so schlampig, versteht sich.
Die Überlegenheit, derer sich Junko aufgrund ihres Heimvorteils rühmen konnte, war nicht dazu erdacht, sie unvorsichtig werden zu lassen, denn dafür war sie einfach zu erfahren. Es hatte aber durchaus dafür gesorgt, dass ihr Spieltrieb geweckt wurde und dass sie diesem nachging, was überhaupt der Grund für diese ganze Farce war, zusammen mit dem Beta-Ziel, irgendwie Daisuke herauszubringen. Aber nun gut, ihr Plan war gescheitert, schließlich blieb keine gute Tat ungestraft. Letztendlich war dies auch kein Verlust, weil sie durch das Henge des jungen Mannes durchaus getäuscht wurde und aufgrund der Veränderung in der Stimmlage gerade glaubte, sie habe sich im Bezug auf die Beteiligung des ihr bekannten Kampfzwerges geirrt.
Wenigstens war dieser Blödsinn, den die Sora-Shinobi da zusammenreimten amüsant – es schien tatsächlich so, als würden sie den ganzen Stuss aus dem Stand heraus improvisieren. Ja, hatten sie denn keine vernünftigen Teamlei … diesen Satz streichen bitte, Kibo führte offensichtlich das Team an. Wie war er noch gleich Chuunin geworden? Ach ja, er hatte Leib und Leben bedroht. Hm, schade, dass er ihre Ratschläge nicht angenommen hatte, so litten jetzt seine werten Kameraden darunter. Was sollte sie jetzt eigentlich mit dieser Bagage machen, die offensichtlich händeringend nach Antworten suchte, während Chiaki teilnahmslos und passiv daneben stand? Sie schienen auch immer noch zu glauben, irgendwie damit durchkommen zu können. Nun, diesen Zahn galt es gründlich zu ziehen, aber das hielt die Konoha-Chuunin nicht davon ab, noch ein wenig die Pferde scheu zu machen, nur um zu beobachten, wie die kleinen Genin hier noch ein Stück nervöser wurden, als sie ohnehin schon waren. Sie hielt sie nämlich plötzlich inne, runzelte die Stirn und beugte sich ein kleines Stückchen vor, als wolle sie Daisuke/Iori/den Typen mit den weißen Haaren genauer betrachten, aus sicherer Entfernung natürlich. Sie hatte keine Lust, durch einen Kinnhaken auf die Bretter geschickt zu werden, wenn sie gerade wie eine Katze mit dem Essen spielte.
„Daisuke?“ Diese zaghafte Nachfrage war einzig und allein zur Verunsicherung gedacht, als versuche sie gerade, durch ein Henge zu schauen, von dem sie nicht länger glaubte, dass es existierte – so überzeugend war die Stimmenakrobatik des Tetsuya. Sie wollte damit einfach nur ein paar Schweißausbrüche provozieren, ebenso wie das krampfhafte Festhalten an der Lüge, die ja durch diesen kleinen Schachzug keinesfalls aufgeflogen war, sonst hätte es eine Aussage, keine Nachfrage gegeben. Auch wanderte die linke Hand der Chuunin zu ihrem Fächer, als sei sie alarmiert (was sie auch war). Natürlich hatte sie nicht vor, diesen Fächer mit den tödlichen Künsten, die sie damit beherrschte, tatsächlich in dieser Umgebung zu benutzen und damit Tod und Zerstörung über ein, zwei Häuser zu bringen, aber das konnten ja die Sora-Nin nicht wissen, nicht wahr?
 

Tetsuya Daisuke

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Unendlich viele Worte hätte der Tetsuya in diesem Moment dafür übrig gehabt… Allerdings waren dies alles Worte, welche nicht für die Ohren anderer Menschen gedacht waren, besonders nicht für die jungen Ladys hier. Sie steckten ohnehin tief in der Scheiße, doch mit jedem Moment rutschten sie immer tiefer rein. Erst dieses Weib, dann die vergeblichen Lügen und nun folgte Mameha Junko. Konnte es auf dieser Mission noch tiefer gen Boden gehen? Eigentlich kaum oder? Die Frage war nun, egal was sie als nächstes taten, sie saßen nach wie vor tief in der Scheiße. Mehr Lügen wurde immer gefährlicher, denn sich weiter darin zu verstricken war äußerst unangenehm. Daisuke ärgerte sich, ja er ärgerte sich wirklich mehr als je zuvor über den Leiter seiner Mission. Obwohl er sich noch mehr über sich selbst ärgerte… Er hatte das Risiko geringer eingeschätzt und sich auf Kibos Einschätzungsvermögen verlassen… Nun stand er hier mit den beiden noch deutlich schwächeren Genin mitten in Konoha gegenüber von Mameha Junko. Wenn das kein Worst-Case-Scenario war, was dann?
Während Yukiko sich alle Mühe gab bei dem Lügentheater mitzuspielen, hielt sich Aiko nach wie vor zurück. Zum Glück hatte Daisuke nun nicht mehr Yukiko auf dem Rücken. Allerdings half ihm dies momentan auch nicht viel, er hatte zwar körperlich alle Freiheiten, doch befanden sie sich nach wie vor in Konoha. Daisuke war sich unsicher was er grade tun sollte, besonders weil er nicht ganz allein hier war und irgendwie grade als ältester Genin mit für die anderen beiden Kunoichi verantwortlich war. Von Kibo war keine Spur, wie seit Beginn der Mission eigentlich. Daisuke hätte grade platzen können vor Wut und ja das Fass war ganz kurz vorm Überlaufen, denn grade war er machtlos und solche Momente machten ihn wirklich wütend.
Doch all das konnte noch getoppt werden. Junko sprach ein Wort und der Ioriclon riss die Augen auf. Woher wusste sie das? Wie kam sie darauf? „N-N-Na-Nani?“, stotterte der Tetsuya mit plötzlich wesentlich tieferer Stimme. So entrüstet hatte man bei Daisuke wohl lang nicht sehen können. Erst jetzt wurde ihm sein Fehler bewusst. Seine Stimme… Er hatte sie im Schockmoment nicht unter Kontrolle gehabt. Daisuke fluchte innerlich schon wie wild über seinen eigenen Fehler. Was sollte er tun? Wie konnte er hier wieder raus kommen? Im nächsten Moment nahm die Mameha den Fächer zur Hand. Scheiße, einfach nur Scheiße. Er musste sie aus der Fassung bringen und nahe genug rankommen um mit ihr zu verhandeln. Dieses Weib da sollte doch nichts mit bekommen… Er musste wenigstens auf die beiden Mädels aufpassen und Junko war grade wirklich die größte Gefahr hier… Dass es nun grade Junko war, bei der er eigentlich dazu geneigt war panisch wegzurennen und sich zu verstecken, machte das Ganze irgendwie nicht leichter, aber da musste er wohl durch...
Und da wären wir bei einer Schwäche? Nein momentan war es eine Stärke des Tetsuya. Und dabei sagten immer alle, sein nicht vorhandenes Schamgefühl war ein Problem! Ein Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen und er ging einen Schritt näher an Junko heran. Ob sie nun an einen Kampf dachte? Nein, dafür war Daisuke viel zu langsam und gefährlich wirkte er auch nicht grade. Dann sprang er mit einem hastigen Satz nach vorn und versuchte Junko zu… küssen? Was zur Hölle? Das waren sicher nun die Gedankengänge von Aiko und Yukiko. Eigentlich diente dies nur dazu um Junko einen Moment zurück zu halten um mit ihr zu sprechen. Und als er nahe genug dran war, versuchte der Tetsuya diese auch, so leise wie es ihm grade möglich war. „Unser Teamleiter ist ein egozentrischer Vollidiot, der scheinbar nicht voraus planen kann. Ich hoffe er erstickt grade an seinen Nudeln… Wir sind ziemlich am Arsch, also sag mir bitte was ich tun muss um uns hier irgendwie raus zu boxen.“ Mal sehen was Junko zu der Knutschaktion sagte… Noch viel wichtiger war, was hatte sie nun mit den Genin vor? Dass sie keinerlei Chance mehr gegen sie hatten in dieser Konstellation, an diesem Ort und zu dieser Zeit war wohl mehr als offensichtlich. Und selbst wenn Meister Kibo nun angerauscht kam, hätte ihn der Rest von Konoha locker ausknocken können. Also weißer Teufel, wie lautet der Plan?
 
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Mameha Junko

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Au contraire, Tetsuya-sama. Die Situation könnte noch viel, viel, viel, viel schlimmer sein. Junko wollte ihn ja grundsätzlich nicht töten, aber es gab bestimmt eine ganze Menge blutrünstiger Shinobi in der Shiro-Fraktion, die jetzt anstelle der weißhaarigen Kunoichi hier stehen könnte. Man stelle sich nur vor, was passieren würde, stände Aburame Kin hier – DAS wäre das Worst-Case-Szenario. Aber da sich Daisuke gerade nichts Schlimmeres vorstellen konnte, musste halt Junko herhalten, im wahrsten Sinne des Wortes.
Was im Nachfolgenden allerdings geschah, überraschte sogar sie über alle Maßen. Sie hatte nicht mehr mit der Anwesenheit Daisukes gerechnet und war somit schon überrascht, plötzlich die wohlbekannte und markante Stimme zu hören. Der Kiri-Nin hatte da einen besonderen Ton, irgendetwas zwischen nasal und einem HOKÄÄÄ-Inuzuka-Kampfschrei, und genau jetzt war es wieder zu hören, als der weißhaarige Junge sich plötzlich sehr ertappt fühlte. Noch erstaunlicher war allerdings seine nachfolgende Aktion.
Er machte einen Schritt auf sie zu und sie griff den Fächer fester. Er machte einen weiteren Schritt, sie spannte die Muskeln an, um sich den Burschen vom Leibe zu halten. Er streckte die Hände aus, ohne offenbar eine aggressive Handlung durchzuführen, sie stutzte. Er spitzte die Lippen, fragte sich, ob er gerade irgendeine fröhliche Melodie pfeifen wollte und fragte sich, ob ihr kleines Psychospielchen seinen armen Verstand perforiert hatte. Er küsste sie und sie erstarrte vor Schreck und zog die Theorie eines Alternativ-Universums in Betracht.
Und so, meine werten Mitleserinnen und –Leser, bewegte Tetsuya Daisuke gerade Welten. Übrigens hat der geneigte Leser richtig gelesen: Daisuke kam, sah und traf mit tödlicher Präzision, wie es sich für einen kleinen Möchtegern-Ladykiller gehört, nicht wahr?
Es ist unbekannt, wie Daisuke zu dieser Aktion stand, aber Junko ihrerseits durchlief gerade ein Wechselbad der Gefühle. Zum einen dachte sie gerade an Yuto und an die einzigartige Situation, ihn gerade mit seinem besten Freund vergleichen zu können, was an und für sich schon ein Grund für Schuldgefühle war. Gleichwohl stellte sie fest, dass es sich bei dem werten Rotschopf um einen gar vorsichtigen und schüchternen Küsser handelte, während Daisuke ohne Zweifel sehr viel … gründlicher vorging. Herz fing an zu rasen? Check. Heißkalter Schauer? Check. Gänsehaut? Doppelcheck … und dabei empfand sie noch nicht einmal mehr als platonische, gaaaanz latente Zuneigung für den Kampfzwerg, dennoch rollten sich ihr die Fußnägel hoch.
Die spontante Reaktion darauf war abzusehen: Sie schmiedete Chakra, schmiedete es fein, schmiedete es gut und sorgte dafür, dass der werte Herr sehr flott von ihr ablassen würde, weil er gerade bis auf die Knochen fror, mit den Zähnen klapperte und wie Espenlaub zitterte. Er wurde gerade Opfer eines Hyoutonjutsus und wusste es vermutlich noch nicht einmal, während Daisuke wahrscheinlich gerade das Gefühl hatte, er hätte gerade den Winter persönlich geküsst. Auch kam er nicht dazu, mehr als die ersten Worte seiner kleinen Rede zwischen seinen Zähnen hervorzuklappern, weil Junko mit einem raschen Fächerschwung nachlegte. Die Kunst, die sie hierbei einsetzte, war eigentlich nur ein rascher Windstoß, um Wurfgeschosse abzuhalten, aber in diesem Falle war es wohl genug der Androhung, um den Tetsuya im wahrsten Sinne des Wortes auf Abstand zu halten. Wenn sie konnte, würde sie auch mit ihren Fächer Striemen auf seinem Gesicht hinterlassen, aber das war nur ein zweitrangiger Plan. Sie wollte nur eins: Luft und diesen Kampfzwerg vom Leib haben.
Nun ging sie allerdings zu Phase zwei des Plans über: Sich keinesfalls anmerken lassen, dass gerade etwas geschehen war. Überhaupt nichts war geschehen, nein, nein, nein. Wer was Gegenteiliges behauptet, ist ein großer Lügner, und dass sie soeben vorgeführt worden war, würde sich zwar in ihrer Behandlung der Sora-Nin niederschlagen, aber es war keinesfalls geschehen. Hört ihr alle? NICHTS IST GESCHEHEN. Ach verdammt, ihr könnt ja die Erzählerstimme nicht hören. Nonverbal allerdings strahlte Junko genau diese Aussage durch, mit verhärteten Gesichtszügen und strammer Haltung, während sie den Fächer noch einmal demonstrativ ausklappte und offensichtlich in Kampfbereitschaft hielt. Auch schien sie dabei ruhig, tödlich ruhig. Es war ungefähr so, als würde man in einen Wald ohne Tiergeräusche gehen und die Gefahr praktisch spüren können – dies alles wurde gerade von einer einzelnen Kunoichi ausgestrahlt, was Chiaki, das arme unbeteiligte Hausmädchen, zum Anlass nahm, den Kopf ein wenig einzuziehen und besorgt dreinzuschauen.
„Hinketsu Kibo.“ Das war der Teamleiter, und wenn Worte kalt sein konnten, kamen die hier gerade aus Sibirien. „Ja, er ist der Grund, warum wir euch überhaupt so schnell erkannt haben. Und jetzt verratet mir mal, was ich nun mit euch machen soll.“ Gehen lassen, vielleicht? Irgendwie schien sie gerade nicht in der Stimmung.
 

Tetsuya Daisuke

Chuunin
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Moment mal… Das müssen wir doch einmal für die Geschichtsbücher festhalten. Tetsuya Daisuke hatte einen Plan geschmiedet. Tetsuya Daisuke hatte einen Plan durchgeführt. Und sein Plan funktionierte? Es… Es funktionierte? Allen Ernstes? Nicht, dass er nicht alles erwartet hatte, aber nein, das hatte er nun wirklich nicht erwartet.
Er küsste grade Mameha Junko. Ja richtig, Tetsuya Daisuke küsste Mameha Junko. Wie lange kannten die beiden sich schon? Oh, eine ganze Weile schon, nicht besonders persönlich, nicht besonders freundschaftlich, nichts wofür man ein Freundschaftsbüchlein anlegen müsste und darin herzzerreißende poetische Sprüche dahin schmettern musste. Und diesen beiden Personen küssten sich grade in mitten von Konohagakure und das nicht schlecht. Diese Momentaufnahme hätte definitiv in ein imaginäres Freundschaftsbuch gepasst, welches wohl alle Beteiligten rund herum Sekunden später gern verbrannt hätten…
Wie stand Daisuke nun also zu diesem Kuss? Nun ja, wie die meisten seiner eigens und absolut geistfrei geschmiedeten Pläne, war dieser waghalsig gewesen. Umso erschreckender, dass es tatsächlich funktionierte. Und natürlich umso erschreckender, dass Daisuke nun seiner „Ich habe geküsst“-Liste grade den weißhaarigen Teufel hinzufügen musste. Nicht, dass es ein schlechter Kuss war, wenn Daisuke küsste, dann natürlich richtig und dann musste da schon ordentlich Bums dahinter sein, aber dies gehört nicht unbedingt zu den Szenarien, welche man sich so im Köpfchen ausmalt, es sei denn man spricht von Albträumen in seinem Fall.
Ob ihn das berührte? Leider nein, zumindest nicht, wenn es tatsächlich um Junko ging. Sein letzter Kuss ging an eine Dame, bei der er schon sobald er den Namen hört an die Decke geht, also fragen wir nicht danach, an was der Tetsuya grade dachte, denn da stand immer noch Junko! Okay, er hatte wohlmöglich das Eis gebrochen, welches eine dicke Mauer zwischen die beiden Teenager warf, aber damit ließ er die Kälte herein. Eisige Kälte… Moment mal, das war doch nicht mehr wirklich nur in seinem Kopf oder? Es würde tatsächlich eiskalt. Im nächsten Moment fühlte der bibbernde und zitternde Tetsuya einen Fächerschlag, harmlos wirklich, aber eine Drohgebärde auf die er mit einem zurückweichen reagierte. Nicht allzu weit, denn er wollte immer noch mit Junko persönlich reden, ohne nicht notwenige Zuhörer. Nach wie vor hätten sich sicherlich beide gegenseitig den Gnadenstoß geben können, je nach dem wer schneller war, doch war das ratsam? Immerhin bekam sie nun die Luft, nach der sie eben geschnappt hatte. Was Aiko grade tat, hatte er nicht im Auge. Yukiko hingegen konnte er im Augenwinkel erkennen, bei dieser klappte die Kinnlade gen Boden. Natürlich, das sah man ja auch nicht alle Tage, nicht wahr?
Doch nun zurück zum Thema. Der eisig fröstelnde Tetsuya musste nun weiter als um zwei Ecken denken. Sein Plan hatte, wider seinem Erwarten, gut funktioniert, doch nun musste er weiter gehen. Junko zeigte sich eiskalt, wirklich eisig wie ihr Jutsu wohl ausgedrückt hatte. Daisuke wusste nicht was das war und woher sie das konnte, aber es war gefährlich und es gefiel ihm gar nicht. Doch Daisuke hatte etwas um Eis zu schmelzen, in seinen Augen loderte Feuer und zwar sah er nun wohlmöglich einen Ausweg. Denn egal wie sehr Junko ihm grade die kalte Schulter zeigte, dass sie überhaupt noch mit ihm sprach nach der Aktion, zeigte dass sie gewillt war mit ihm zu verhandeln, soweit es seine Position erlaubte.
„Erinnere mich nicht an seinen Namen… War ja klar, dass es seine Schuld ist… Dieser Idiot, nein eher ich Idiot, dass ich mich auf ihn und sein Einschätzungsvermögen verlassen habe… Scheinbar hat er den Ernst der Lage nicht begriffen oder kommt gar nicht erst darauf, dass uns irgendetwas zugestoßen sein könnte, während er seine Nudeln frisst. Schließlich fragte er grade per Funk ob wir nicht bald mal fertig werden könnten.“, zischte er noch immer genervt. Ob ihn nun wirklich Kibo reizte oder allgemein die Situation war mittlerweile schwer festzustellen. Wie sehr es ihn allein schon reizte darüber weiter zu sprechen. Aber nun musste er wirklich seinen Kragen riskieren, oder? „Ich bin dumm, das ist sicher keine neue Nachricht für dich, du kennst mich, aber ich habe andere Qualitäten. Immerhin weiß ich, dass ich mich nicht in der Lage befinde Anforderungen zu stellen oder dich zu erpressen mit zum Beispiel der kleinen Sache von eben, denn auch Zeugen hätte ich genug und der Dumme ist meistens glaubwürdig… Tut allerdings nichts zur Sache, denn wie gesagt, ich bin nicht wirklich in der richtigen Position und auch nicht gewillt das zu tun. Wenn du willst, ist das nicht passiert, doch muss ich dennoch an deine Menschlichkeit appellieren“ Etwas verschluckte er dabei natürlich … „Auch wenn der Teufel voraussichtlich nicht menschlich ist…“ Und weiter geht’s. „und dich bitten mir irgendwie behilflich zu sein. Sehr dreist eine solche Bitte auszusprechen, aber da diese Mission ausweglos ist und ich uns einfach nur so heil wie möglich aus der Scheiße rauszuholen in die er uns geritten hat, sehe ich keine andere Möglichkeit mehr, außer mich auf die Menschen zu verlassen, die ich doch einigermaßen kenne… Du kennst mich, genauso gut wie du Yuto kennst, und du weißt, dass wir nie schlechte Menschen waren. Ebenso gut weißt du, wie sehr ich grade mit mir Ringe, als lass mich nicht zappeln und sag mir: Wirst du uns nun an Konoha ausliefern und für diesen verhängnisvollen Fehler bestrafen?“ Was er da eigentlich grade wirklich Verhängnisvolles getan hatte, war ihm nicht bewusst. Auch dass er grade die Yutotrumpfkarte spielte, konnte Daisuke nun wirklich nicht wissen...Feuer war etwas, womit man Eis schmelzen konnte, doch nun lagen die Karten offen und Daisuke verlor die Macht über das Feuer, dass er einst beherrschte. Stolz und Wille waren über Bord geworfen, denn auch wenn er es hasste aufzugeben, war er hier nicht allein und sein Leben sinnlos weg zu werfen, gehörte auch nicht zu seinen Plänen. So hatte nun also der Teufel mit dem schneeweißen Haar die Macht über ihn und konnte ihn quälen oder jämmerlich erfrieren lassen, seine Chancen standen von Anfang an schlecht und nun galt es nur noch auf Junko zu hoffen.
 
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Mameha Junko

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Neenee, Tetsuya-sama. Das persönliche, freundschaftlich angehauchte Gespräch ist in dem Moment vorbei gewesen, als du meintest, deine Verhandlungspartnerin abschlabbern zu müssen.
Junko würde es natürlich verneinen, wenn man sie danach fragen würde, aber wenn Daisuke vorgehabt hatte, sie wütend zu machen, so konnte sich durchaus siegreich fühlen. Die Konoha-Chuunin war nämlich wütend genug, um Rachegelüste zu haben – wofür, stand in den Sternen, denn es ist ja bekanntlich nichts passiert™. Auch die Erwähnung Yutos war eher dazu erdacht, Scham zu wecken und somit die ganze Angelegenheit für alle Beteiligten nur noch schlimmer zu machen.
„Kann dich nicht hören.“, knirschte sie daher zwischen den Zähnen hervor, nur um noch mal darauf hinzuweisen, dass sie dem Flehen des armen Kiri-Shinobis so gar keine Beachtung schenkte, ihm noch nicht einmal wirklich zuhörte. Wenn sie es genau bedachte, was hatte sie eigentlich am Anfang dazu bewogen, auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen, Daisuke überhaupt rausboxen zu wollen? Keine Ahnung, wie sie auf den Trichter gekommen war, musste wohl die Ruhephase ihres Gehirns gewesen sein. Und er ließ sich auch nicht wirklich von Fächer UND eingefächeltem Windjutsu beeindrucken und hielt einfach nicht genug Abstand. Ja, muss das weißhaarige Fräulein denn erst böse werden? Dafür, das sie sehr gereizt war, klang sie geradezu übermäßig höflich und zuvorkommend.
„Stell’ dich bitte zu deinen Kameradinnen, damit ich euch besser im Blick habe. Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr von feindseligen Aktionen oder plötzlichen Bewegungen absehen würdet.“ Sonst könnte sich unglücklicherweise irgendwo ein Konoha-Nin mit Feueraffinität finden, der euch einfach mal knusprig-kross brät.
„Ich werde euch auf Anforderung meiner Vorgesetzten zu einem Arzt bringen, der euch eingehend untersuchen wird.“ Moment mal, die Bagage hier schlich sich in Konoha ein und sie wurden einfach nur ärztlich untersucht? Nun ja, genau genommen wurden sie auf Kekkai Genkais untersucht, oder so zumindest hieß die Planung. Auch wenn Junko wusste, dass Daisuke über nichts dergleichen verfügte, so hatte sie einmal zu oft von dem ärztlichen Personal so etwas wie „Analsonde“ gehört, als dass sie die Gelegenheit zur gehässigen Rache an Tetsuya Daisuke jetzt sausen lassen könnte. Es war allerdings von außerordentlich wichtiger Bedeutung, dass die Jounin den Blutjungen einfing, sonst konnte dieser eventuell noch auf den Gedanken kommen, seine Kameraden retten zu wollen. Andererseits …
„Eigentlich wollte ich noch auf Kibo warten, aber darum wird sich meine Kollegin kümmern. Die Wahrscheinlichkeit, dass er euch retten kommt, läuft ohnehin gegen Null.“ Akkurat zusammengefasst, kannte man das allgemeine Handlungsschema und ungefähre Persönlichkeitsprofil des Hinketsu. Er war narzisstisch, selbstsüchtig, wankelmütig und nicht sonderlich pflichtbewusst, noch dazu kein guter Teamspieler. Dies alles machte es sehr unwahrscheinlich, dass er sich gerade darum scherte, wie es seinem Team erging und eher seine eigene Haut in Sicherheit brachte, wenn ihm überhaupt bewusst war, dass er sich mitten auf Feindgebiet in Gefahr befinden könnte.
Also dann, werte Sora-Nin … alle bereit zum Abmarsch? Oder gab es da vielleicht Einwände? Es sah nicht so aus, als wäre das Mädchen mit dem Fächer sonderlich diskussionsbereit, zumal sie gerade das Hausmädchen (erinnert ihr euch?) anwies, der Gruppe zu folgen. Sie selbst ließ die Soras nicht aus den Augen, während Chiaki sich anschicken würde, voranzugehen – allerdings war dort etwas in der Bewegung des Hausmädchens, was auf Vorsicht und Argwohn hindeutete. Sie einfach zu greifen und als Geisel zu benutzen könnte sich eventuell als schwierig herausstellen, aber dies war nur eine Meinung.
 

Fukazawa Akio

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Sollte sie das überleben, würde Kibo dafür bluten.
Sollte sie das nicht überleben, würde ihn dann eben ihr Geist heimsuchen.
So oder so hatte er es bei der kleinen Ikari verkackt, jetzt aber richtig. Die von Anfang doch eher negative Grundeinstellung zu dem Jungen war da nicht gerade von Vorteil, wenn es darum ging, sich sein Handeln schön zu reden. Nicht, dass sie es in dieser Situation versucht hätte, nein. Zusammengefasst saßen sie ziemlich in der Scheiße und Yukiko war mehr als gewillt die Schuld dafür zuallererst bei Kibo und erst danach bei sich selbst zu suchen. Wer war gleich auf die glorreiche Idee gekommen, keine Henge zu benutzen? Wer war ein arrogantes Arschloch und futterte sich mit Ramen voll, während sie hier in der Patsche saßen? Bei der Gelegenheit fiel ihr mal wieder ein, dass sie gar kein wirklich gemeines Genjutsu beherrschte. Irgendeins, bei dem sich ein blutleerer (blutüberströmt wäre sicherlich stylischer, aber dafür hatte er eine zu große Neigung in Richtung des roten Lebenssaftes) Kibo schreiend auf dem Boden winden würde... sowas musste sie dringend mal lernen, allein zu diesem einen Zweck. Oder eines, bei dem er Dinge tun musste, die er hasste... ihre Fantasie ging da noch ein Stückchen weiter, bevor sie sich zusammen riss und das alles auf später verschob. Später. Grrr.
Fakt war nämlich, dass sie eindeutig aufgeben mussten, um vielleicht noch mit einigermaßen heiler Haut hier heraus zu kommen. Aufgeben, mitten in der Höhle des Löwen war... nicht sonderlich verlockend. Um genau zu sein in keinster Weise. Aber dennoch schien es die einzige Möglichkeit, oder? Zwar hatte sie keine Ahnung von den Fähigkeiten der Chuunin, aber mal ehrlich, Daisuke schien sie zu kennen und griff sie nicht an, was konnte man daraus schließen? Vielleicht, dass sie ihm überlegen war? Also war an einen Kampf schon einmal gar nicht zu denken, die Phase des Umeinander-Herumschawenzeln schien ebenso beendet, alle Diplomatie- oder Erpressungsversuche seitens Daisuke waren fehl geschlagen und Yukiko machte sich gerade ins Hemd. Yay, jemand Kaffee und Kuchen? Tatsächlich fühlte sich die kleine Iwanin gerade vollkommen überfordert, ein seltenes Gefühl, aber momentan eindeutig zu spüren. Das war... wäre das ein Spiel, hätte sie den Resetknopf gedrückt, gaaaanz tief und unzufrieden, aber leider funktionierte das so nicht, nicht hier.
Ärztliche Untersuchung? Bluterben stehlen? Vielleicht bei Kibo, der Rest wies sowas ihres Wissens nicht auf- und Kibo war nicht hier. Einerseits war das eindeutig ein Lichtblick, denn Clangeheimnisse an die "Gegenseite", wie es doch so schön hieß, zu verlieren, war eher suboptimal. Andererseits würde sie zu gerne sehen, wie man Kibo die Seele aus dem Leib folterte... schade, schade, beides konnte man eben nicht haben.
O mannomann... nein, nein, nein, NEIN! Vorsichtig hob sie die Hände, um zu signalisieren, dass zumindest sie aufgab. Widerwillig, eindeutig, aber was anderes schien einfach nicht in Frage zu kommen. Hinketsu Kibo, hau ab. Sofort, jetzt! Wenn du hier umkommst, kann ich dich ja nicht mehr umbringen, das wäre schade. Zu schade.
 

Hinketsu Nori

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Wow, was war hier denn gerade passiert? Nach all den Paranoia in der Gasse schaltete sich das Hirn der Fumiko wohl wegen Überhitzung komplett ab. Ungefähr an der Stelle, an der eine weißhaarige Unbekannte auftauchte, die sich als Shiro-Chuunin zu erkennen gab und die Gruppe stellte. Diese wenigen Sekunden oder höchstens Minuten kamen Aiko glatt wie zwei Wochen Weihnachtsferien vor, soweit war sie gedanklich vom Geschehen entfernt. Umso geschockter war sie als die Hirnwindungen wieder auf aufnahmebereit stellten und die in der Trance verbrachte Zeit rekapituliert wurde. So durchlebte sie also die letzten Momente nochmal im Zeitraffer, was sich ungefähr so vorzustellen war:
Die Lügen helfen nicht mehr und die fremde Chuunin enttarnt die Gruppe! Reaktion: „Verdammter Mist, wir sind geliefert! Wie hat sie uns durchschaut? Waren die Unwahrheiten wirklich so ungeschickt rübergebracht?!“
Daisuke küsst das Mädchen! Reaktion: Awwww...wie süüüß.“ Gefolgt von leichtem Erröten.
Fremde Kunoichi fängt vielleicht gleich das Töten an aber haderte trotzdem noch mit dem weiteren Verbleiben. Reaktion: Entspannung. Noch nie war die Fumiko in ihrem gesamten Leben so entspannt. Man könnte fast sagen, sie wäre im Einklang mit der Welt. Selbst als rauskam, dass Kibo der Grund für die gebrochene Maskerade war verfiel das kleine Mädchen – im Gegensatz zu ihren Begleitern – nicht in eine innerliche Rage... Sie gab nur auf. (Vielleicht zu früh? Nein, denn ihr kam keine Idee, wie die Ninja es jetzt noch schaffen könnten ein ganzes Dorf zu überlisten.)

Natürlich war Kibo ein Trottel, weil er unvorsichtig gehandelt hatte und natürlich würde er auch nicht zur Rettung schreiten, da er entweder untertauchen und so zumindest sein Leben retten konnte oder bereits im Kampf überwältigt worden wäre. Seine Möglichkeiten waren genauso limitiert wie die der restlichen Soranin, also warum auf ihn böse sein? Er hatte einen ach so menschlichen Fehler gemacht, der bereits von tausenden anderen Shinobi in irgendeiner Form gemacht wurde und da gab es weder von Hibiko noch von Aiko irgendwas drüber zu grübeln oder zu diskutieren. In den nächsten Minuten würden sie zu einem Arzt gebracht werden und was auch immer er mit ihnen macht, es gab nur zwei Auswege. Der eine war der Tod und der andere eine Rettung von anderen Soranin, wobei diese nicht allzu schnell von statten gehen würde (wenn sie überhaupt stattfinden würde – die Chancen stehen eher schlecht). Eine dritte Möglichkeit wäre eine Freilassung aber sind wir doch mal ehrlich zu uns selbst: Welchen schwerwiegenden Grund könnte es geben, dass eine Kunoichi, die einen so eiskalten Eindruck machte wie Lady Junko, ihr eigenes Land verrät? Und genau wegen dieser simplen Fakten waren Worte überflüssig. Die Wut auf den Hinketsu war ebenso überflüssig. Befreit von den ständigen Bürden des alltäglichen Lebens und der Zukunftsängste erhob die Fumiko ihr Haupt, lächelte irgendwie zufrieden in den Himmel und schreitete dem Hausmädchen hinterher. Hibiko und sie schienen immer wie die merkwürdigen Außenseiter, die ja eigentlich wegen ihres Lebens am Rande der Gesellschaft nicht glücklich aussahen aber jetzt im Angesichte von Folter und Tod bemerkte sie, wie doch sie es war, die als einzige mit ihrem Dasein zufrieden abschließen konnte. Die Ikari wirkte Verzweifelt und zornig. Der sonst so starke Macho Daisuke bettelte wie ein kleines Kind, das einen Lolli haben wollte und Kibo... naja, der isst bestimmt gerade noch Nudelsuppe... der zählt nicht.
Beflügelt von dieser Tatsache und dem (imaginären) warmen Handabdruck auf Aiko´s Schulter, der eindeutig von ihrer schlechteren Hälfte kam und soviel signalisierte wie „Ich liebe dich, Schwesterchen.“ beschloss sie den Marsch der Trauer etwas durch eine Konversation mit Yukiko aufzuhellen. „Sagmal...“, sprach eine sanfte Stimme, die sich wie ein perfekt ausbalancierter Mix zwischen Aiko und Hibiko anhörte. “...bist du damals eigentlich gern mit mir zusammen gewesen an diesem einen Nachmittag? Würde mich echt interessieren.“ Die Sonne schien. Aiko strahlte fast heller.
 
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Tetsuya Daisuke

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Welch herber Rückschlag. Daisukes fast schon verzweifelter Versuch Gefühle in der Kunoichi zu wecken, stießen im wahrsten Sinne des Wortes auf taube Ohren. Dabei hatte er sich wirklich Mühe gegeben authentisch und ehrlich zu sein, ja sogar all seinen Stolz hatte er vergessen müssen um sie um ihre Hilfe zu bitten, doch Junko zeigte sich stur. Sicher war dies seine eigene Schuld, da er sie ja so wunderbar abgeschlabbert hatte, doch da sein Plan funktioniert hatte, war er momentan wohl der Letzte dem er die Schuld für ihre Reaktion gab. Der junge Tetsuya gab viel mehr weiterhin Kibo die alleinige Schuld an seiner misslichen Lage, obwohl er sich auch dem bewusst war, dass er etwas hätte dagegen tun können, doch momentan war er einfach zu sehr in Rage als sich jegliche Schuld einzugestehen. Natürlich hatte auch er versagt und genau das war es auch, was ihn eigentlich aufregte. Dass Junko sich nun doch entschied gegen ihn zu spielen, war eindeutig ein Zeichen davon, dass sie wegen des Kusses wirklich angefressen war. Für Daisuke hingegen stellte sie sich nicht etwa als etwas Einfaches wie eine Zicke dar, für ihn klang dies verdächtig nach einem Teufel. Denn der Versuch ehrliche Emotionen beim Teufel zu wecken, trug natürlich keine Früchte. Sein Hoffen war umsonst gewesen und nun konnte er nichts weiter tun, als die Mädchen vor dem anstehenden Drama zu schützen so gut er konnte. Es war ihm irgendwie peinlich, dass er nicht hatte mehr tun können, aber er steckte nicht allein in dieser Lage und die beiden anderen Genin wussten hoffentlich auch, dass nicht mehr viel zu tun war… So war Daisuke sich also auch sicher, dass auch sie nicht mehr hatten tun können.
Natürlich hörte der Tetsuya in diesem Moment auf die Forderungen der Konohakunoichi. Er kannte seine Situation genau und hatte vor nicht Kopf und Kragen zu riskieren, eben weil er wusste wo und mit wem er sich hier befand. Als Zeichen des Friedens hob er beide Hände kurz an und zuckte mit den Schultern. So eben war ihm dies alles egal geworden, zumindest für den Moment. „Verstanden, Junko-chan.“, sagte er mit einem charmanten Grinsen auf den Lippen. Dass er eigentlich stinksauer war und ihn die Situation tierisch ankotzte, wollte er sich natürlich nicht anmerken lassen. Schließlich hatte er sich nun genug Blöße gegeben und das nicht um seines eigenen Willens. „Das werde ich nicht vergessen.“, murmelte er noch leise zu sich selbst, während er sich zu den beiden Mädchen stellte. Was dann folgte, waren sinnlose Ausführungen die ihn nicht wirklich interessierten, aber natürlich musste er ihnen lauschen. Man brachte sie also zu einem Arzt, oh prima. Und was gab es da bei einfachen Shinobi wie Yukiko, Daisuke und Aiko zu holen? Vielleicht würden sie Kibo wenigstens ein bisschen zu malträtieren, das war den Besuch allein schon wert. Fast wäre ihm etwas herausgerutscht wie: „Falls ihr vorhabt Kibo zu quälen, lasst mich in der Nähe sein, damit ich ihn leiden hören kann.“ Naja, egal. Nachdem der junge Shinobi sich zu Aiko und Yukiko gesellt hatte musterte er diese. Während Yukiko etwas ähnliches wie Verzweiflung oder einfach Wut ausstrahlte, zeigte sich Aiko fröhlich grinsend. Hatte die nicht mehr alle Tassen im Schrank? Vielleicht wurden sie eingesperrt und Aiko grinste bis über beide Ohren. Der Tetsuya biss sich in seiner Rage auf die Lippe um sie nicht anzufahren. Er würde nichts zu ihr sagen, vorerst zumindest. Sie versuchte während des Weges mit Yukiko Smalltalk anzufangen, darauf hatte Daisuke grade keine Lust und wollte sich lieber mit der weißhaarigen Kunoichi unterhalten. Deswegen beschloss er, heute mal wirklich unfreundlich, die Unterhaltung der beiden Mädchen abzubrechen und packte das kleinere Mädchen grob, natürlich nicht schmerzhaft, an der Schulter um sie ein Stück zu sich zu ziehen und ihr leise zu sagen: „Ich schätze wir beide sind uns in dem Punkt einig, dass wir diesen egozentrischen Mistkerl bei passender Möglichkeit bis auf die Knochen demütigen. Tut mir Leid, dass ich nicht mehr tun konnte, aber ich werde das irgendwann wieder gut machen können, hoffe ich.“ Kurz fiel sein Blick auf Aiko und anhand ihrer Frage schlussfolgerte er, dass die beiden sich länger kannten. Dieses Mädchen war definitiv merkwürdig, entweder geistesgestört oder noch dümmer als Daisuke selbst, doch das bezweifelte er. „Sag mal…“, begann er flüsternd. „Ist die nicht ganz dicht? Ich meine… Wir werden quasi abgeführt und die freut sich des Lebens…“ Dass er grade dazu geneigt war auszurasten, versuchte er dabei zu verbergen. Am liebsten hätte er das Mädchen gepackt, geschüttelt und angeschrien, aber wozu Panik verbreiten? Davon hatte er ja selbst grade genug übrig. Er war sich sicher, dass auch Yukiko nicht wohl war und überlegte einen Moment einige aufmunternde Worte loszuwerden, doch wenn er ihr sagte, dass sie keine Angst haben musste, wäre es geheuchelt, denn ihm war ja selbst unwohl dabei, auch wenn er es nicht nach außen hin ausdrückte. Heuchelei war irgendwie nicht sein Ding…
 
Y

Yamanaka Yuuka

Guest
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Auftritt der Sora-Shinobi war eigentlich eine Beleidigung gegenüber einer ganzen Nation. Hielt man Shirogakures Anhänger und Konoha wirklich für so unfähig? Wurde eine Infiltration tatsächlich solchen Amateuren überlassen, die nicht einmal ein anständiges Henge zustande brachten? Yuuka für ihren Teil schüttelte den Kopf über dieses grenzenlose Maß an Dreistigkeit. Sich als Teamleiter nicht zu tarnen und den Bauch vollzuschlagen während der Rest des Teams sich einen abrackerte – ehrlich, musste das sein? Mit solchen Aktionen bewies Hinketsu Kibo seine Unfähigkeit als Anführer und seine charakterlichen Schwächen in einem Zug. Gepaart mit einer gewaltigen Prise Übermut konnte das selbst einen fähigen jungen Shinobi schnell das Leben kosten.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Er hatte sich wirklich nicht klug angestellt. Yuukas kleine Begegnung am Ramenstand hatte eigentlich nur einen einzigen Grund gehabt: Nähe. So war sie in der Lage gewesen, sich gemütlich in seinem Kopf einzunisten und hatte damit die perfekte Position um wirklich alles zu... nun, nennen wir es überwachen. Währenddessen ging es an einem anderen Ort jedoch ziemlich zügig voran, weshalb der ursprünglich herrlich subtile Plan verworfen und durch rohe mentale Gewalt ersetzt wurde. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Bunshin Kibos wurde getrost ignoriert – er interessierte eigentlich auch wirklich keine Sau, non? Stattdessen folgte Yuuka dem Original durch die Straßen Konohas auf Schritt und Tritt, nahm immer mal wieder eine andere Gestalt an, ließ sich zurückfallen und blieb nach allen Regeln der Kunst unentdeckt. Als es dann Zeit wurde, unseren Blutjungen zum Rest der Gruppe zu eskortieren, war also nichts anderes zu tun, als sich für einige Sekunden in die Unsichtbarkeit zu flüchten. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Was Kibo nicht wusste war nämlich, dass sich Yuuka schon seit längerer Zeit in seinem Kopf befand. Eine einfache Absicherung, die zwar einiges an Aufmerksamkeit seitens der Yamanaka erforderte, damit Kibo sie nicht bemerkte, aber eigentlich hatte Yuuka ja gerade rein gar nichts zu tun; kein Problem also. Da Kibo indes vermutlich ganz andere Gedanken im Kopf hatte bestand auch von dieser Seite kaum Gefahr. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Um Kibo nun zum Rest der Gruppe zu führen ging Yuuka, wie bereits gesagt, mit roher Gewalt vor. Unsichtbar näherte sie sich Kibo von hinten, formte ein einfaches Viereck vor dem Körper und als die Jounin wieder sichtbar wurde, hatte Kibo bereits die Kontrolle über seinen Körper verloren und hörte eine ihm vermutlich bekannte Stimme in seinem Kopf.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]*Guten Tag, Hinketsu Kibo. Wir kennen uns ja bereits. Bevor du dich in unnötige Panik oder Wutanfälle stürzt, möchte ich dir etwas sagen. Dein gesamtes Team steht seit längerer Zeit unter Beobachtung. Nicht nur unter meiner. Die Stadt ist abgeriegelt und solltest du auch nur an eine Dummheit denken – was ich merken würde – bezahlst du mit deinem Leben, darauf hast du mein Wort. Zu diesen Dummheiten gehören jegliche Art von Fluchtversuch oder Widerstand; fortan werden Worte deine einzige Waffe sein. Ich hoffe also für dich selbst, du hast verstanden was ich gesagt habe und bist nicht suizidgefährdet. Da es nicht weit ist wird es dir doch bestimmt nichts ausmachen, den Mund zu halten. Ich bringe dich jetzt zum Rest deines Teams. Sie werden sich sicherlich freuen, dich zu sehen. Kihihi.* [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Nach dieser kurzen aber deutlichen Erklärung kam Kibo in den Genuss eines Körpers, der tut und lässt was jemand anderes möchte. Es war eine äußerst unangenehme Erfahrung, in seinem eigenen Fleisch und Blut eingesperrt zu sein und nichts dagegen unternehmen zu können. Denn sollte Kibo auch nur einen Versuch wagen, wäre er vermutlich tot ehe er einen einzigen Blutspritzer verteilen konnte.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Yuuka hatte weder ein Ohr für Kibo, noch richtete sie das Wort an ihn. Es war einfach nur ein ausdrucksloser Körper, der beinahe unbeweglich durch die Gassen Konohas wandelte. [/FONT]


[FONT=Verdana, sans-serif]Ohio, Junko-san.“, ertönte eine Stimme hinter den drei fremden Genin, als sich Kibo letztendlich am Treffpunkt eingefunden hatte. Zwar handelte es sich ohne Zweifel um Kibos Stimme, doch in anderer Hinsicht war sie auch sehr, sehr fremd. Das passierte, wenn man lediglich die Stimmbänder eines Körpers benutzte; jede persönliche Note war anders und verschieden. Genug, dass selbst Daisuke misstrauisch werden konnte. „Ich wünsche dir noch viel Spaß mit unseren Freunden. Der hier wird keinen Ärger machen, das verspreche ich dir.“ *Du wärst tot bevor du blinzelst. Das verspreche ich dir, Hinketsu Kibo. Jetzt sei brav, ja? Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.*, ertönten die Worte Yuukas im Kopf des Chuunin und einen Augenblick später erlangte er die Kontrolle über seinen Körper zurück. Jetzt lag sein Leben an ihm und ihm alleine, Yuuka hatte ihm die Regeln verraten – ob er sie befolgte war seine Sache. Doch sicherlich hatten seine Teamkameraden eine freundliche Begrüßung für den Held der Stunde auf Lager?[/FONT]

[out: Hatte mich eigentlich aus dem Thread zurückgezogen, das war aber wohl nicht ganz klar - hatte also nicht damit gerechnet, dass ihr mich hier noch einmal braucht und entschuldige mich deshalb für die Wartezeit.]
 

Hinketsu Kibo

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Seine Muskeln waren verhärtet, schmerzten unter seiner angespannten Haut. Eine übliche Auswirkung wenn man mehrere Minuten nicht in der Lage war seinen eigenen Körper zu kontrollieren, gleichzeitig aber gewohnt war bereits durch einfache mentale Kommandos jeden einzelnen Muskel zu kontrollieren, die sich darauf unaufhörlich anspannten. Nun war er frei und die Anspannung seines Körpers fiel von ihm ab, löste sich unter Schmerzen. Trotz allem war Kibo in der Lage noch so etwas wie ein gequältes Grinsen hervor zu pressen. Ohayo Leute ...

Beim Anblick seines Teams gingen ihm sogleich die Gedanken durch den Kopf, die ihn schon seit dem Ramenshop durch den Geist hüpften. Zuerst hatte er sich gefragt ob er einen offensichtlichen Fehler begangen hatte ... das ungute Gefühl in seiner Magengrube als er der Unbekannten begegnet war, er hätte es wohl nicht von einem Rausch freudiger Neugierde verschlucken lassen sollen. Die grundsätzliche Frage die er sich aber stellte als er sein Gegenüber aus Konoha sah ... hatte er sich unter Umständen vielleicht verschätzt? Er, der er sich nicht wirklich eines großartigen Bekanntheitsgrades bei der Gegenfraktion erfreuen konnte und zwei Kinder die mehr oder weniger unbekannt waren. Der einzige Weißschopf der sich etwas Ruhm erfreute war so geistesgegenwärtig gewesen sich ausreichend zu verbergen. Doch trotzdem, ein Dorf mit mehreren hundert Bewohnern und daraus konnte er nicht einmal eine Handvoll benennen, denen sein Aussehen bekannt war und doch ... Verdammt. Das erste Mal in seinem Leben hatte er sich wohl für weniger wichtig gehalten, als es der Wirklichkeit entsprach. Seine drei Teammitglieder blickten ihm unverhohlen feindselig entgegen und Junko ... nun, als ob er ihren Blick zu deuten in der Lage wäre. So beließ er es vorerst einfach dabei das Grinsen auf seiner Fratze zur Schau zu tragen und langsam seine Schultern hin und her kreisen zu lassen um die schmerzhafte Anspannung hinauszutreiben. Sie waren also geschnappt worden ... man hatte einen Chuunin und drei Kinder mitten in gegnerisches Gebiet geschickt und nun sollte er überrascht sein, dass man ihn geschnappt hatte. Das Grinsen auf seinen Lippen wuchs weiter, das Einzige was er zu bereuen in der Lage war, war die Tatsache dass bei Ichirakus Laden wohl noch immer eine große Schüssel ganz Spezielle Nudelsuppe auf ihn wartete.

Nun musste er sich aber erstmal der unmittelbaren Aufgabe zu wenden, schließlich hieß es jetzt zu überleben. Ohayo gozaimasu Mameha-san, wie ich sehe warst du schon in der Lage meine Begleiter zu begrüßen. Ich durfte mich auch eines ... ganz Speziellen Empfangskomitees erfreuen. Vielleicht hätte er doch die Gestalt eines 30jährigen Mannes beibehalten sollen, auch wenn ihm diese Entscheidung unglücklicherweise von seiner unbekannten Freundin abgenommen worden war. Doch wenigstens hatte er jetzt wieder die Kontrolle über all seine Körperfunktionen und so war es ihm ein leichtes einen ganz simplen mentalen Befehl auszusenden, auch wenn dessen Ausführung wohl etwas Zeit in Anspruch nehmen würde. Jetzt hieß es schnell denken, denn auch wenn er nicht wirklich glaubte, dass eine wirkliche Gefahr für sein Leben herrschte. Schließlich konnte es sich keine der Ninjanationen zu so einer Zeit des kalten Krieges leisten ein Klansmitglied der Gegenfraktion einfach so verschwinden zu lassen. Dies war genauso als ob er sich eine kleine Hyuuga in Sora aufgegabelt hätte, er würde etwas mit ihr spielen, doch schlußendlich würde man sie gegen eine ausreichende Gegenleistung ausliefern. Sorgen machte er sich bei Junko eigentlich nur um den Spieltrieb .... hmmm. Was hingegen mit seinen Teammitgliedern passieren würde, ein kurzer Blick in die Runde, vielleicht verhalf ihnen Daisy-chans Beziehung zu Yuto dabei mit einigen Kratzern davon zu kommen. Uhh, dabei ist die Lösung doch so einfach. Sein Grinsen verzog sich zu einem wölfischen Fletschen. Dabei wollte ich mich doch nur noch etwas stärken bevor ich mich zu eurer Dorfverwaltung begeben hätte. Mit diesen Worten fuhr eine seiner Hände, während er die Andere gut sichtbar in die Höhe hielt, in Eine seiner Manteltaschen und zog ein Bündel aus vier Fotografien heraus, die er sogleich in Junkos Richtung warf. Nun, wir haben vor einigen Tagen ein paar kleine Bälger weit außerhalb Konohas gefunden und da die Soranins für ihre Gastfreundschaft bekannt sind, haben sie sich ihrer vorerst angenommen. Nun wollte ich mich hier mit euch in Verbindung setzen um Mukajame-sama wieder mit seinen Kinder zu vereinigen. Als Ausgleich für diese ach so selbstlose Aufgabe wollte ich dann gleich von euch wissen, ob ihr nicht vielleicht Informationen über eine Handvoll Shinobi hättet, die sich vor einigen Wochen nach Konoha begeben hatten um etwas über die Küche eures Landes herauszufinden. Vor Allem die einzigartige Suppenkunst eurer Ramenshops schien es ihnen angetan zu haben ... doch anscheinend wird man hier ja gleich wie ein Krimineller behandelt, falls meine unbedarften Begleiter etwas zu dieser Situation beizutragen hatten entschuldige ich mich natürlich zu tiefst. Daraufhin musterte er die Kunoichi eindringlich, ob Junko ihm diesen Schwachsinn wohl abnahm? Nun ja, die Tatsache dass ein Mitarbeiter der Forschungseinrichtung "O-mori" und seine drei Schwestern heute wieder erwartet wurden und noch immer nicht bei ihrem Vater eingetroffen waren, ließe sich mit etwas Nachforschung wohl eruieren. Doch wusste Kibo nicht einmal ob Einer der vier Einwohner Konohas auch nur noch am Leben war. Während er eine Reaktion erwartete wurde seine Aufmerksamkeit von einem Neuankömmling auf sich gezogen. Neben ihn war eine neue Gestalt getreten ... ein junger Mann, langes schwarzes Haar umspielte sein bleiches Gesicht und die undurchsichtige Fratze kam einem wohl seltsam vertraut vor. Endlich! Ohne weiter zu zögern trat der Hinketsu an seinen Bunshin heran und legte seine Hand auf dessen entblößten Unterarm. Zuerst war nur ein leichtes Zucken bemerkbar, so als ob das Abbild Kibos die Kontrolle über seine Muskeln verlieren würde. Doch dann konnte man ein lautes Zischen vernehmen und unter dem starken Geruch von Messing begann die Gestalt ihre Form zu verlieren, bis schließlich gar ihr Gesicht in blutigen Schlieren zerrann und Kibo das Blut des Bunshin wieder seinem Eigenem zuführte. Dabei gingen auch die Eindrücke in ihn über, die dieser in den letzten Minuten gesammelt hatte. Hmm, Ramen ... lecker! Schließlich wandte er sich wieder den restlichen Anwesenden zu, auf seinem Gesicht strahlte ihnen eine gesunde pinke Hautfarbe entgegen, sein breites Lächeln wurde von zusammengekniffenen Augen unterstrichen. Man kann doch Nichts verkommen lassen, Nicht?
 
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Fukazawa Akio

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Der helle Wahnsinn.
War es eigentlich so ein Verbrechen, verrückt zu sein? In der Gesellschaft hatten es Wahnsinnige wirklich nicht leicht und Yukiko war eigentlich immer eine derjenigen gewesen, die sie belächelt hatten und keinerlei Verständnis für sie hatten aufbringen können. Warum sollte man aber auch nicht mehr ganz Herr seiner Sinne sein und sinnlos herumbrabbeln, verdrehten Weltansichten anhängen oder sonstiges? Zumindest bis vor einer Minute war die Ikari der festen Überlegung gewesen, dass solche Menschen einfach etwas falsch gepolt sein mussten.
In dieser einen Minute war allerdings so viel komplett seltsames geschehen, dass sie ihre bisherige Meinung wirklich noch mal revidieren sollte.
Akt eins: Aiko.
Fumiko Aiko erwacht aus ihrer Totenstarre und ergibt sich, um gleich darauf vollkommen aus dem Kontext gerissen Yukiko auf ihren gemeinsamen Kochnachmittag anzusprechen. Sie liefen hier gerade Gefahr, auf ewig in Shirogakure zu verschwinden und Aiko redete über missglückte Leberwurstpastete. Nun gut, sie hatte ja scchon herausbekommen, dass sie ein wenig seltsam veranlagt war, dennoch setzte das allen bisherigen Vorkommnissen ohne Zweifel die Krone auf. Dass die Ikari gerade vor unterdrückter Wut rauchte, schien das Mädchen nicht wahrnehmen zu können und dass sie dieses Feuer damit nicht zu löschen vermochte, schien ihren Horizont auch zu übersteigen. Um genau zu sein stachelte sie Yukiko damitt noch zusätzlich an, denn neben dieser Mission war das wohl der Teil ihres Lebens, den sie gründlich vermasselt hatte. Nein, sie hatte schon gerne mit der Fumiko geredet, aber die Küche nach dieser Katastrophe aufräumen zu müssen war nicht gerade der Hit gewesen. Und im Augenblick wertete sie das ebenso als Fehler ihrerseits, wie auch diese bescheuerte Situation teilweise ihre Schuld war - auch wenn Kibo bei weitem mehr davon auf seinen schmalen Schultern zu tragen hatte. Zum Glück hielt Daisuke sie jedoch von einer Antwort ab, indem er sie wegzog - danke, der Herr, unterschätzen Sie Ihre Kraft nicht - und offenbar ebenso ein Gespräch mit ihr anfangen wollte.
Akt zwei also: Daisuke.
Durchaus angenehmer als Aiko, da er das Thema nicht komplett aus dem Kontext riss, allerdings hätte er auch sicherlich nicht ahnen können, was seine Worte in Yukiko auszulösen vermochten. Das Nicken, was er von ihr erhielt, konnte nicht einmal die Hälfte ihrer Emotionen transportieren, aber eine Sache schien auf jeden Fall verständlich: Grenzenlose Zustimmung. Nebenher sprang ihr Kopfkino wieder an und ratterte ihr Szenen vor, die sicherlich nicht für ihr junges Alter gedacht wären und die ausnahmslos alle von Kibo und möglichst miesen äußeren Bedingungen handelten. Sie war eine Genjutsuka, verdammt nochmal, da musste sich doch was mieses finden lassen! Allerdings musste sich Daisuke sicherlich für nichts entschuldigen, war es denn seine Schuld gewesen? Nein, denn sonst würde er nun statt Kibo durch unterschiedliche Folterszenarien in Yukikos Geist irren. "Nicht deine Schuld.", erklärte sie deswegen ruhig und versuchte den Aus-Schalter für ihre Gedanken zu finden, aber irgendwie hatte er sich ziemlich gut versteckt. Tatsächlich schaffte der Kirinin es allerdings, ein ziemlich schiefes Grinsen auf ihre Lippen zu zaubern, als er sich nach Aikos geistigem Befinden erkundigte. "Sie hat irgendeine psychische Störung, mit ziemlicher Sicherheit. Aiko ist recht wechselhaft und ansonsten offenbar durchweg naiv." Das entsprach aus ihrer Perspektive der Wahrheit. Momentan drehte das Mädchen aber auch wirklich am Rad, wenn man sie fragte. Wirklich etwas abwegig.
Akt drei schließlich: Kibo.
Bis jetzt sollte wirklich jedem aufgefallen sein, dass Yukiko stinkig war und das plötzliche und vollkommen bescheuerte Auftauchen Kibos linderte ihren Hass wirklich nicht. Im Gegenteil ballten sich ihre Hände zu Fäusten, bis die Haut über ihren Knöcheln so weiß war, dass man sie durchaus einer Leiche hätte zuordnen können. Hatte der Junge denn nicht mehr alle Tassen im Schrank?! Hätte er nicht einfach abhauen können? Doch dieser Gedanke verschwand relativ schnell wieder, als er den Mund öffnete und redete... aber was sagte er denn da? Und wie sagte er es? War das denn überhaupt Kibo? Sicherlich, rein körperlich gab es da keinen Zweifel, aber seine angespannte Haltung, seine Stimme wirkte wie verzerrt oder wie in einer eher schlechten Parodie. Auch der Inhalt seiner Sätze schallte Yukiko durch den Kopf, "Der hier"... war da noch irgendwo jemand anderes, der die Kontrolle über den Körper des Jungen übernommen hatte oder wollte Kibo wenigstens mit einem Scherz untergehen? Erstes schon eher, denn so viel schlechten Humor auf einem Haufen traute Yukiko dem Hinketsu nicht zu. Das fast zögerliche Ohayo von seiner Seite klang dann schon mehr nach ihm, was die Sache aber nicht gerade verbesserte. Ohayo? Spinnst du Trottel eigentlich? Hi ihr, ich hab euch tief in die Scheiße geritten, aber ihr habt mich doch sicherlich noch lieb, oder wie jetzt?! So eine bodenlose... Frechheit. Und der Kerl grinste auch noch! So ein mieses, widerwärtiges, arrogantes, selbstgefälliges, inkompetentes, verfressenes, gieriges Arschloch! Gehts noch?! Die weiteren Worte wurden noch mit mühsamer Beherrschung ertragen, aber als er dann von unbedarften Begleitern sprach, wurde es ihr doch zu viel. "Ja, unbedarfte Begleiter mit einer inkompetenten Arroganzbestie als Anführer. Hurra!" Allerdings wurden diese Worte so leise gezischt, dass sie nur Daisuke würde verstehen können, Kibo würde davon auch irgendwann erfahren... aber auf eine ganz andere Tour. Etwas lauter sagte sie mit wieder komplett normaler Tonlage, in der man ihren Zorn nur noch erahnen konnte: "Das stimmt sogar." Die Bürger Konohas, die sie impersoniert hatten, um überhaupt herein zu kommen, waren vielleicht sogar noch am leben, obwohl Soragakure nicht gerade das Habt-uns-alle-lieb-Dorf war. Dennoch konnte man es sicherlich mal so versuchen. Konnte, auch wenn sie nicht glaubte, dass diese Strategie sonderlich zielführend sein würde. Ihr Kopfkino hatte übrigens tatsächlich ausgesetzt- als habe es den Zeitpunkt des Ganzen etwas verschieben wollen.
 
M

Mameha Junko

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Dass sich Kibo um Junkos Spieltrieb Sorgen machte, war dann doch besorgniserregend, da er ihr genau diesen doch so gerne absprach. Sie war ein emotionsloser, eiskalter und grausamer Dämon (oder Teufel, kommt aufs selbe raus), schon vergessen? Eines Tages würde sie vielleicht das Märchen wahr machen, bis dahin genügte es, dass sie diesen Sora-Nin hier bewies, dass es niemals eine gute Idee war, einfach unvorbereitet und angekündigt ins Feindgebiet einzudringen und dann auch noch vor Arroganz und Selbstsicherheit zu sprühen. Was gab Kibo eigentlich das Recht, anzunehmen, man würde zulassen, dass er irgendwelche Blutbunshins hier leertrank? Und was gab ihm weiterhin den Eindruck, man würde ihm auch nur ein Wort glauben? Junko ihrerseits, der gerade die Entscheidung oblag, hatte genug Erfahrungen mit Kibo gesammelt und wusste, dass es sich bei ihm um ein narzisstisches Arschloch handelte, welches alles tun würde, um seiner Arroganz zu frönen, seinen Leidenschaften nachzugehen und darüber hinaus mit den Köpfen anderer Leute zu spielen. Glaubte sie ihm auch nur ein Wort der Geschichte?
Die Antwort belief sich auf ein klares, deutliches „Nein“. Sie würde jetzt auch nicht in ihrem Vorhaben pausieren, um seine Geschichte zu checken. Falls sich im Zuge des Aufenthalts dieser Sora-Nin in Konoha herausstellen sollte, dass Bürger aus Konoha verschwunden waren, dann kamen sie hier wirklich nicht mehr lebendig raus, so einfach war das. Sollte dies nur eine weitere Lüge von Kibo sein, wovon Junko gerade ausging, war sie nicht nur schlecht, sie war auch noch gefährlich. Und ganz nebenbei mochte die Chuunin den Blutjungen auch nicht leiden, womit sie sich dazu berufen fühlte, den Knaben nunmehr zu demütigen.
„Was auch immer du an Artikulationsschwällen produzierst, sie sind ohnehin in etwa 95% der Fälle Lügenmärchen.“ Stellungnahme abgehakt.
„Ich dulde es nicht, von dir veralbert zu werden. Entweder, du entledigst dich sofort deiner Kleidung oder ich rufe die Yamanaka, die das dann für dich macht. Du hast die Wahl und zwanzig Sekunden Zeit.“ Jaja, das war natürlich eine billige Methode. Es würde weder Kibo, noch Daisuke im geringsten stören, den eigenen Astralkörper in den Straßen Konohas zu zeigen und barfuß zu gehen, während das Wetter durchaus als etwas frischer bezeichnet werden konnte. Aber das war halt die schnellste Demütigung, die sich Mameha Junkos Gehirn gerade zurechtbiegen konnte – für den Rest brauchte sie Zeit, und die hatte sie gerade nicht. Chiaki, das kleine, unbeteiligte Hausmädchen, schaute gerade etwas erschrocken drein, und es war davon auszugehen, dass die Konoha-Chuunin in dieser Sache nicht wirklich für Diskussionen aufgelegt war. Einen kleinen Gefallen tat sie den Teammitgliedern von Kibo ja schon, indem sie ihn hier einfach ein wenig vorführte. Auch war anscheinend die Möglichkeit, das Ganze jetzt in einem Kampf enden zu lassen, auch nicht die cleverste Idee, was auch durchaus dem Hinketsu dämmern dürfte.
Fiese Entwicklung, und falls Kibo tatsächlich kommentarlos spuren sollte, würde der Marsch zum vorbereiteten Arzt nebst Festsetzung endlich beginnen.
 
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