Kazama Yuzuki
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Charakterdatenblatt
Persönliche Daten
Name: Kazama
Vorname: Yuzuki
Spitzname: -
Geburtstag: 1. Oktober
Größe: 161 cm
Gewicht: 63Kg
Alter: 15 Jahre
Augenfarbe: Rotbraun
Haarfarbe: Schwarz
Aussehen: Dank der Härte, die sie von Ihren Eltern erfährt und die ihr immer größere Leistungen abverlangt, ist Kazama Yuzuki eine schlanke, durchtrainierte junge Kunoichi. Mit einer Größe von 161 cm und einem Gewicht von 63 kg hat sie eine kompakte, athletische Figur, die auf Schnelligkeit und Beweglichkeit ausgelegt ist.
Bei näherem Ansehen fällt die ästhetische Qualität ihres Gesichts schnell auf: Ihre Haut ist hell und meistens makellos, soweit ihre beruflichen Umstände es zulassen. Ihr Antlitz, fein geschnitten, mit hohen Wangenknochen, strahlt eine tiefe Ruhe aus, die zu unterbrechen nur wenigen jemals gelungen ist. Yuzukis Nase ist schmal und spitz, genau wie die ihrer Mutter. Auf der anderen Seite hat sie ihren schmalen Mund mit herunterhängenden Mundwinkeln eindeutig von ihrem Vater geerbt.
Zentraler Angelpunkt Ihres Gesichts sind ihre rotbraunen Augen, die ihrem Blick eine beinahe durchdringende Intensität verleihen. Ihre schmalen, leicht abfallenden Augenbrauen verstärken ihren ernsten und fokussierten Ausdruck. Je nach Licht tritt das Rot ihrer Augen deutlich in den Vordergrund und sie wirken fast wie glühende Kohlen, was ihrem Erscheinungsbild eine unheimliche, aber auch faszinierende Note gibt.
In starkem Kontrast zu ihrer hellen Haut stehen Yuzukis tiefschwarze, lange Haare. Diese fallen meist gerade und glatt über ihren Rücken, reichen bis zur Taille und wirken fast seidenglänzend ein kleines Zugeständnis an ihre innere Mädchenhaftigkeit, das sie sich gerne herausnimmt. Gelegentlich bindet sie ihr Haar zu einem hohen Pferdeschwanz, besonders während des Trainings oder im Kampf, um sich volle Bewegungsfreiheit zu sichern. Wie eines wahren Ninjas würdig ist ihr Haar zwar sehr gepflegt, jedoch absolut geruchlos.
Kazama Yuzukis Kleidung ist stets funktional und auf Effizienz ausgelegt. Das gilt sowohl für die Form als auch die Farbgebung des Inhaltes ihres Kleiderschranks. Gedeckte Farben sind hier vorherrschend, ganz im Sinne ninjahaftiger Professionalität! Ihre Standardausrüstung besteht aus eng anliegender, schwarzer, uniformartiger Kleidung, die ihre Bewegungen nicht einschränkt. Sie trägt ärmellose Oberteile mit einem hohen Kragen mitsamt schützender Handschuhe, die bis über ihre Unterarme reichen und in deren Naht am Unterarm versteckte Taschen eingenäht sind. In diesen hält sie kleine aber scharfe Wurfmesser versteckt, sollte sie gefesselt und entwaffnet werden. Ein breiter Gürtel betont ihre schmale Taille und dient ihr hauptsächlich als Basis für verschiedene Ausrüstungstaschen und Beutel, die sie mit sich herum trägt. Darüber hinaus ist etwa ein halbes Dutzend Kibakufuda darin versteckt. Ihre Hose ist ebenfalls eng anliegend, mit zusätzlichen Verstärkungen an den Knien und mehreren Gurten an den Oberschenkeln. Daran kann sie ebenfalls kleine Waffen oder Ausrüstung befestigen. Außerdem verdecken die Gurte weitere versteckte Taschen, in denen weitere drei Kunai zu finden sind.
Stets bestrebt, auf alles vorbereitet zu sein, ist die Jugendliche also auch ohne ihre Ausrüstungstaschen bis an die Zähne bewaffnet.
Während des Trainings oder in informellen Kämpfen wählt sie eine leichtere Ausrüstung: ein schwarzes, enges Top mit Netzstoff an den Schultern, einen kurzen Rock mit eingenähter Shorts sowie Netzstrümpfe, die ihre Beine bis zu den Oberschenkeln bedecken. Dazu trägt sie schwarze, offene Ninja-Sandalen mit stabilen Wickelbandagen um die Knöchel. Auf versteckte Waffen verzichtet sie hier weitgehend. Lediglich zwei Kunai sind an ihr zu finden ... Eines an ihrem linken Oberschenkel unter ihrem Rock und ein weiteres in der Rückennaht ihres Oberteils.
Abgesehen von ihrer dunklen und gedeckten Berufskleidung, besitzt die Jugendliche eine kleine Auswahl normaler Kleidungsstücke für besondere Gelegenheiten. Einen Yukata für das Kirschblütenfest und auch einige normale Shirts und Hosen - von denen die meisten jedoch noch ungenutzt und viele noch nichteinmal ausgepackt sind.
Insgesamt vermittelt Kazama Yuzuki mit ihrem Auftreten eine Aura von Ernsthaftigkeit, Präzision und Furchtlosigkeit. Ihr dunkler Look, gepaart mit ihren rotbraunen Augen, gibt ihr eine fast mystische Ausstrahlung, die Respekt und eine gewisse Vorsicht bei ihren Gegnern hervorrufen kann.
Besondere Merkmale: Kazama Yuzuki hebt sich besonders durch ihr markantes Erscheinungsbild ab. Ihre intensiven, rotbraunen Augen sind ihr auffälligstes Merkmal – intensiv und beinahe glühend verleihen sie ihr eine durchdringende Ausstrahlung. In der Dunkelheit oder bei gedämpftem Licht verschwindet dieses Merkmal völlig und es wird deutlich, dass ihre Augen in der Tat nicht rot, sondern braun mit starkem Rotstich sind. Ihr langes, tiefschwarzes Haar bildet einen starken Kontrast zu ihrer hellen Haut. Es ist glatt und seidig, meist gerade über ihren Rücken fallend, doch bei Kämpfen oder Training bindet sie es oft zu einem hohen Pferdeschwanz, um volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Yuzuki bevorzugt eine komplett schwarze Kleidung oder zumindest gedeckte Farben, die nicht nur praktisch ist, sondern auch ihren ernsten und disziplinierten Charakter widerspiegelt. Ihre eng anliegende Ninja-Uniform ist schlicht, aber funktional, während ihre Trainingskleidung mit Netzstoffen und leichteren Materialien auf Geschwindigkeit und Flexibilität ausgelegt ist. Ein weiteres markantes Merkmal ist ihre Stimme. Anders als man es vielleicht von ihrem zierlichen Äußeren erwarten würde, ist sie ruhig, kontrolliert und verhältnismäßig tief. Ihre Art zu sprechen ist bedacht und emotionsarm, was ihre kühle, fokussierte Persönlichkeit noch weiter unterstreicht.
Herkunft und Bekanntschaften
Herkunft: Die Familie Yuzuki lebte lange Zeit exklusiv in Konohagakure. mit der Gründing Shirogakures wurde die Verlegung des Wohnsitzes unabwendbar, wenn die Shinobi Tradition der Familie aufrecht gehalten werden sollte. Seither pendeln Kazamas zwischen beiden Ninjadörfern, wie es die Notwendigkeit gebietet.
Wohnort: Yuzuki lebt beinahe ausschließlich in Shirogakure mit nur seltenen Abstechern in ihre Geburtsheimat.
Verwandte: Die Verwandtschaft deines Charakters
Vater: Kazama Ryouma
Alter: 42 Jahre
Kazama Ryouma ist ein ambitionierter, disziplinierter und strategisch denkender Mann, dessen größtes Ziel es ist, seine Familie in einen angesehenen Ninja-Clan zu verwandeln. Er verkörpert eine strenge, kühle Autorität, die jedoch nicht von Grausamkeit, sondern von einem tieferliegenden Pflichtgefühl geprägt ist. Sein Leitsatz in der Erziehung lautet „Liebe durch Härte“, und er wendet diese Philosophie mit fein abgewogener Strenge an. In seinem Empfinden ist der Druck, den er auf seine Tochter ausübt, ein Ausdruck nach einem Wunsch an sie, zu einer starken, widerstandsfähigen Frau zu werden, auch wenn er es dabei übertreibt.
Seine Beziehung zu Yuzuki ist geprägt von hohen Erwartungen und harter, aber wohlüberlegter Förderung. Er setzt sie bewusst unter Druck, gibt ihr jedoch nie mehr Last, als er glaubt, dass sie tragen kann. Selten hat er sich dabei verschätzt, auch wenn es durchaus vorgekommen ist. Sein Umgang mit ihr wirkt oft distanziert, doch in Wahrheit betrachtet er sie als das Herzstück seiner Vision. Er respektiert ihre Entschlossenheit und erkennt ihr Potenzial, doch sein Lob bleibt rar und subtil – stattdessen zeigt er Anerkennung durch neue Herausforderungen. Obwohl er nicht offen zärtlich ist, liegt in seiner Strenge eine unerschütterliche Fürsorge. In seinen Augen ist Disziplin die höchste Form der Zuneigung, und er glaubt fest daran, dass Yuzuki durch seinen strengen, aber gezielt gelenkten Druck stärker und besser wird, als sie es sich selbst je erträumen könnte. Dass zur Größe eines Clans mehr gehört als Disziplin und Stärke, ist bisher jedoch an ihm vorbeigegangen.
Mutter: Kazama Akane
Alter: 39 Jahre
Kazama Akane ist eine intelligente, temperamentvolle und zugleich kontrollierte Frau, die in der Familie eine vermittelnde, aber dennoch strenge Rolle einnimmt. Während sie ihrem Ehemann Ryouma die führende Hand in der Erziehung überlässt, ist sie keineswegs passiv – vielmehr wirkt sie aus dem Hintergrund, mal unterstützend, mal korrigierend, ohne dabei seine Autorität offen infrage zu stellen.
Im Gegensatz zu Ryoumas kühler und berechnender Natur ist Akane emotionaler und neigt zu Extremen. Wenn sie stolz auf Yuzuki ist, kann sie dies stärker zeigen als ihr Mann, doch ebenso ist sie in ihrer Strenge unnachgiebig, wenn sie Versagen oder Nachlässigkeit erkennt. Sie liebt ihre Tochter tief, zeigt dies jedoch selten durch Zärtlichkeit, sondern eher durch fordernde, fast schon herausfordernde Anforderungen.
Obwohl sie Ryoumas Philosophie der „Liebe durch Härte“ grundsätzlich teilt, hegt sie gelegentlich Zweifel an der absoluten Strenge, mit der er Yuzuki antreibt. Manchmal fragt sie sich, ob ihre Tochter eine stärkere emotionale Stütze benötige – doch niemals würde sie diese Unsicherheit Yuzuki gegenüber zeigen. Stattdessen wahrt sie stets Haltung, um die Harmonie und Stabilität innerhalb der Familie nicht zu gefährden.
Großvater: Kazama Renji
Alter: 67 Jahre
Kazama Renji ist ein besonnener, erfahrener und kluger Mann, der mit scharfem Verstand und ruhigem Auftreten eine starke Präsenz ausstrahlt. Er unterstützt die Vision eines mächtigen Kazama-Clans, doch die strenge Erziehungsmethode seines Schwiegersohns Ryouma betrachtet er mit unausgesprochener Skepsis. Obwohl er seine Bedenken nicht offen äußert, ist der Riss zwischen den beiden Männern spürbar – ein stilles Spannungsfeld, das sich in kurzen Blicken, ungesagten Worten und unterschwelligen Gesten manifestiert.
Gegenüber Yuzuki ist Renji weder herzlich noch distanziert, sondern nimmt die Rolle eines weisen Beraters und stillen Mentors ein. Er überschüttet sie nicht mit Lob oder Zuneigung, aber seine Worte – knapp, präzise und durchdacht – tragen oft mehr Gewicht als ganze Reden. In schwierigen Momenten ist er eine Quelle der Kraft und Beständigkeit, die ihr Klarheit gibt, ohne ihre Last abzunehmen. Er erwartet, dass sie ihren eigenen Weg findet, doch er gibt ihr stets die richtigen Impulse, um Entscheidungen mit einem wachen Geist und starkem Herzen zu treffen.
Tante: Takahashi Misaki
Alter: 36 Jahre
Takahashi Misaki ist eine einfühlsame, aber direkte und konfrontative Frau, die wenig Interesse daran hat, sich Konflikten zu entziehen – vor allem nicht, wenn es um ihre Familie geht. Obwohl sie weiß, dass Yuzukis Erziehung Sache der Eltern ist, fällt es ihr zunehmend schwer, sich herauszuhalten. Sie sieht mit wachsendem Unbehagen, wie ihre Nichte unter den strengen Blicken ihrer Eltern steht, und kann nicht schweigen, wenn sie das Gefühl hat, dass sie es zu es weit treiben.
Besonders gegenüber ihrer Schwester Akane äußert sie ihre Frustration offen und ohne Zurückhaltung. Sie hält ihr vor, sich zu sehr Ryoumas Führung zu unterwerfen und Yuzukis Wohl aus den Augen zu verlieren. Ryouma gegenüber ist sie zwar ebenfalls kritisch, jedoch vorsichtiger – ihre Konfrontationen mit ihm sind weniger impulsiv, mehr durchdacht, doch nicht weniger deutlich.
Trotz dieser Spannungen versucht sie, Yuzuki wenigstens ein kleines Maß an Wärme und Geborgenheit zu geben, wann immer sie kann. Sie weiß, dass sie an dem harten Training und dem Zwang zur totalen Disziplin nichts ändern kann, aber sie kann ihr zeigen, dass es in ihrem Leben auch Menschen gibt, die sie nicht nur als Erbin eines nichtexistenten Clans, sondern als Mensch sehen.
Bekannte und Freunde: Für Freunde und Bekannte hatte Yuzuki bislang keine Zeit.
Persönlichkeit
Interessen: Yuzukis Leben ist durchdrungen von Training, Disziplin und der Suche nach Anerkennung – alles, was sie tut, dient ihrer Entwicklung als Ninja. Sie treibt sich selbst über ihre Grenzen hinaus, nicht nur, weil es von ihr erwartet wird, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, in völliger Verausgabung einen klaren Kopf zu finden. Körperliche Erschöpfung ist ihr vertrauter Begleiter, beinahe schon eine Form der Ruhe, der Lohn für Ihre Mühen.
Inmitten dieser Strenge gibt es nur wenige Dinge, die sie wirklich als ihre eigenen betrachten kann. Ihre langen, dunklen Haare zu pflegen ist eine dieser seltenen Konstanten – eine fast unbewusste Routine, in der sie Kontrolle über etwas hat, das nicht von außen bestimmt wird. Gespräche mit ihrer Tante Misaki oder ihrem Großvater Renji sind eine andere. Während sie ihren Worten nie offen widerspricht, lauscht sie doch aufmerksam und zieht aus ihren Gesprächen eine stille, unsichtbare Kraft. Es sind Momente der Ruhe nach denen sie sich unterbewusst so sehr sehnt.
Eine weitere unerwartete Neigung zeigt sich in ihrer stillen Faszination für Pflanzenkunde. Nicht weil sie sich daran erfreut, sondern weil sie den praktischen Nutzen erkennt – Heilkräuter, Gifte, Tarnung. Doch manchmal, wenn sie über Blätter streicht oder den Duft frischer Erde aufnimmt, verweilt ihr Blick einen Moment zu lang. Ähnlich ist es mit alten Dingen – Bücher, Schriftrollen, Waffen aus vergangenen Zeiten. Der Geruch von Tinte und Buchleim hat etwas Verlässliches an sich, etwas Beständiges, das nicht urteilt und keine Erwartungen stellt. Sie würde es nie laut aussprechen, vielleicht nicht einmal bewusst begreifen, aber in ihr regt sich eine seltsame Faszination für Bauernhöfe oder eher für das Bauernleben. Für die Schlichtheit harter, aber ehrlicher Arbeit, für die greifbare Natur, für ein Leben, das nicht von Schatten, Messern und ständiger Disziplin durchzogen ist. Es ist keine Rebellion, keine offene Sehnsucht, sondern ein leiser Gedanke, der in ruhigen Momenten aufblitzt, nur um sofort wieder in die Tiefe ihres Geistes zu sinken. Ein Leben in völliger Freiheit, dem Gegenteil dessen, was ihr tatsächliches Leben bestimmt. Dass das Leben eines Bauern nicht so einfach sein könnte, wie Yuzuki sich das vorstellt, einmal völlig außer Acht gelassen.
Ihr Geist ist scharf, ihr Blick beobachtend. Sie denkt über Menschen nach, ihre Muster, ihre Absichten, ihre Worte. Alles wird analysiert, zerlegt und neu zusammengesetzt. Dennoch gibt es etwas in ihr, das sich nach einer Welt sehnt, die einfacher ist als die Ihre, vor allem, weil sie mit ihren Gedankenspielen und Analysen bei weitem nicht immer richtig liegt. Doch am Ende bleibt Yuzuki, was sie sein soll: eine Kämpferin. Sie hält an Ordnung fest, nicht nur in ihrem Leben, sondern auch in ihrer Umgebung. Struktur gibt ihr Halt, Regeln geben ihr Richtung. Sie würde nie behaupten, dass sie all diese Dinge wirklich mögen würde. Aber vielleicht – ganz tief in ihrem Inneren – bedeuten sie ihr doch mehr, als sie sich eingestehen kann.
Abneigungen: Was mag dein Charakter nicht?
Yuzuki bewegt sich in einer Welt, die von Disziplin und Leistung bestimmt wird. Alles hat seinen Platz, jede Handlung ihren Zweck. Entsprechend schwer fällt es ihr, mit unprofessionellem Verhalten umzugehen – Nachlässigkeit, Unkonzentriertheit oder eine leichtfertige Haltung sind ihr ein Dorn im Auge. Yuzuki verlangt Perfektion nur von sich selbst – doch von anderen erwartet sie zumindest, dass sie sich ernsthaft bemühen. Wer sich nicht anstrengt, ist in ihren Augen nicht fehlerhaft, sondern gleichgültig – und Gleichgültigkeit ist inakzeptabel. Faulheit ist noch schlimmer. Müßiggang, Zögern, ein Mangel an Einsatz – all das weckt in ihr eine wortlose, in unterdrücktem Neid gründende Verachtung. Doch so sehr sie Ordnung schätzt, so wenig kann sie soziale Konflikte ertragen. Während diese Abneigung von den Spannungen innerhalb ihrer Familie wurzelt, ist ihre Aversion auch in allen anderen Lebenslagen die Folge. Die unausgesprochenen Spannungen zwischen ihrem Großvater und ihrem Vater, die Vorwürfe ihrer Tante, das starre, unerschütterliche Bild, das ihre Mutter wahrt – all das schwebt wie ein Schatten über ihr. Sie würde es niemals offen zugeben, doch in solchen Momenten empfindet sie eine leise Erschöpfung.
Zu verlieren ist für sie keine Option. Ein verlorener Kampf, eine verpasste Gelegenheit, ein Moment der Schwäche – alles davon ist ein persönliches Versagen. Und Versagen bedeutet, den Erwartungen ihrer Eltern nicht gerecht zu werden ... und als Folge davon natürlich auch ihren eigenen. Sie lasten schwer auf ihr, stets unausgesprochen, aber immer präsent. Sie zu erfüllen ist Pflicht. Sie nicht zu erfüllen wäre undenkbar. Zumindest was sie selbst betrifft, ist Scheitern einfach nicht drin. Als Teil dessen bevorzugt Yuzuki Kontrolle, doch das Leben hält sich nicht immer an ihre Regeln. Unerwartete Situationen sind ihr unangenehm – nicht aus Angst, sondern weil sie einen Moment der Unsicherheit mit sich bringen. Sie zwingt sich, flexibel zu sein, doch in ihrem Inneren fühlt sie den unwillkommenen Druck, sich anpassen zu müssen, anstatt die Situation bereits im Voraus durchschaut zu haben, sieht sie sich konfrontiert mit Gegebenheiten, auf die sie sich nicht hat vorbereiten können.
Aufmerksamkeit ist ein weiteres Ärgernis. Sie bevorzugt den Schatten, unauffällig und unbehelligt. Blicke auf ihr zu spüren, im Mittelpunkt zu stehen, zieht ihr innerlich die Kraft aus den Knochen. Es ist nicht Schüchternheit – es ist schlicht unnötig. Es fühlt sich so falsch an, nach allem, worauf sie im Leben vorbereitet wurde.
Neben all diesen grundlegenden Abneigungen gibt es jedoch auch ganz banale Dinge, die ihr missfallen. Süßigkeiten beispielsweise – sie sind klebrig, überflüssig und haben keinen praktischen Nutzen. Natürlich ist der Geschmack angenehm, aber Yuzuki weiß ganz genau, dass dieser nur eine Falle ist, um Ihren Körper ... und auch ihre Zähne zu zerstören. Unterbewusst kann sie diesem Laster etwas Positives abgewinnen, aber intellektuell erlaubt sie sich einfach nicht, sich hinreißen zu lassen. Rosinen sind noch schlimmer. Sie sind weder Frucht noch richtiges Essen, sondern eine merkwürdige Zwischenform, die sich in Gebäck versteckt, wo sie nicht hingehören. Manche Dinge kann sie durch Training überwinden – aber Rosinen bleiben Rosinen!
Mag:
- Training
- Verausgabung
- Haarpflege
- Gespräche mit ihrer Tante oder ihrem Großvater
- Pflanzenkunde
- Den Geruch von Tinte
- Den Geruch von Buchleim
- Bauernhöfe
- Über Leute nachdenken
- Deftiges Essen
- Alte Dinge
- Ordnung
Hasst:
- Unprofessionelles Verhalten
- Soziale konflikte (Familie)
- Faulheit
- Verlieren
- Unerwartete Situationen
- Die Erwartungen ihrer Eltern
- Aufmerksamkeit
- Süßigkeiten
- Rosinen
Verhalten: Yuzuki bewegt sich mit der kalten Präzision einer Klinge – scharf kontrolliert, aber ohne den Drang, sich in den Vordergrund zu drängen. Zumindest bemüht sie sich darum, so aufzutreten. Ihr Verhalten ist von strenger Disziplin geprägt, jede Bewegung ist bewusst, jede Geste maßvoll. Doch hinter dieser Fassade liegt eine stille Zurückhaltung, eine Art unsichtbarer Druck, der sie davon abhält, ihren Willen wirklich durchzusetzen. Sie gehorcht, sie funktioniert – doch sie führt nicht.
In Gruppen fällt sie durch ihre Wortkargheit und Unpersönlichkeit auf. Sie spricht nur, wenn es nötig ist, und selbst dann ist ihre Stimme ruhig, fast emotionslos. Die Ninja-Regeln, in sie eingeprägt mit unerbittlicher Härte, diktieren ihr Verhalten: Emotionen sind eine Schwäche, die Mission steht über allem. Und so unterdrückt sie, was sie fühlt, verschließt sich vor Konflikten und frisst Probleme in sich hinein, anstatt sie offen anzusprechen. Selbst wenn sie etwas stört, hält sie den Mund – nicht aus Angst, sondern weil sie es so gelernt hat.
Doch auch wenn sie sich nicht in den Mittelpunkt drängt, bleibt sie nicht unbemerkt. Ihr dunkles Haar, ihr diszipliniertes Auftreten und vor allem ihre auffälligen, durchdringenden Augen hinterlassen eine unausweichliche Wirkung auf ihr Umfeld. Es ist nicht nur ihre Erscheinung, sondern die Art, wie sie Menschen ansieht: ruhig und distanziert, als würde sie jeden Gedanken und jede Absicht still analysieren. Manche fühlen sich von diesem Blick beobachtet, andere vielleicht sogar eingeschüchtert.
Dennoch ist sie keine kalte, abweisende Person. Es gibt keinen Hochmut in ihr, keine bewusste Arroganz oder Unnahbarkeit – nur eine unerschütterliche Distanz. Diejenigen, die mit ihr interagieren, könnten sich fragen, ob unter dieser harten Oberfläche überhaupt noch jemand ist, der wirklich fühlt. Doch wenn man genau hinsieht, erkennt man es: in den Momenten, in denen sie kurz zögert, in den seltenen Augenblicken, in denen ihre Finger sich unbewusst an ihrer Kleidung festhalten oder ihr Blick für eine Sekunde auf etwas verweilt, das nicht zur Mission gehört. Momente des Haderns, in denen sie sich selbst ermahnen muss, ihre professionelle Fassade aufrecht zu halten.
Abseits von Missionen, wenn der Druck zumindest ein wenig nachlässt, dem sie sich selbst aussetzt, verändert sich Yuzukis Verhalten – wenn auch nur in Nuancen. Sie bleibt zurückhaltend, ruhig, gefasst, doch die unerbittliche Strenge, die sie im Einsatz zeigt, weicht einer gedämpften Stille. Ihre Bewegungen sind weniger kalkuliert, ihr Blick weniger durchdringend. Sie nimmt sich Zeit für Dinge, die in der Struktur ihres Alltags keinen Platz haben – nicht, weil sie es sich erlaubt, sondern weil ihre Gedanken sich manchmal von selbst in diese Richtungen bewegen.
Sie spricht nicht viel, doch in privaten Momenten ist ihr Schweigen weniger eine Mauer als vielmehr ein stilles Ausharren. Sie hört zu, nimmt ihre Umgebung wahr, lässt Gespräche an sich vorbeiziehen, ohne aktiv daran teilzunehmen. Ihre Tante Misaki erkennt in solchen Augenblicken den Hauch einer Person, die nie wirklich Gelegenheit hatte, sich selbst zu entfalten. Ihr Großvater Renji spürt, dass Yuzuki nach Antworten sucht, die sie sich nicht zu stellen wagt. Ihre Mutter Akane beobachtet sie mit einem Blick, in dem sich Sorge verbirgt, auch wenn sie nie ein Wort darüber verliert.
Wenn sie sich unbeobachtet fühlt, wenn niemand ihre Haltung bewertet oder ihre Leistung misst, zeigt sich ihr wahres Wesen in winzigen Details. Ein Finger, der nachdenklich über den Einband eines alten Buches streicht. Ein leises, kaum hörbares Seufzen nach einem langen Trainingstag. Ein Moment, in dem sie über etwas nachdenkt, das nicht in den engen Rahmen ihrer Bestimmung passt. Dann und wann, wenn sie allein ist, betrachtet sie den Himmel und fragt sich – ohne es je in Worte zu fassen – ob ein anderes Leben jemals eine Möglichkeit gewesen wäre. Doch selbst in diesen Augenblicken kehrt sie stets zu dem zurück, was von ihr verlangt wird. Die Regeln der Shinobi sind tief in ihr verankert, und selbst wenn ihr Blick für einen Moment weich wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich wieder aufrichtet, die Schultern strafft und den Gedanken an etwas anderes mit stummer Konsequenz zurückdrängt. Denn Yuzuki ist, was sie sein soll – und was sie sein muss: eine Ninja. Im Idealfall ohne Stärken, Schwächen oder Persönlichkeit. Aber in jedem Leben kommen Momente, die einen Menschen schlicht überfordern. Wenn sie mit solchen Momenten konfrontiert wird, fällt es ihr äußerst schwer, sich auf andere zu verlassen. Ihr Drang nach Kontrolle, Perfektion und auch ihre Unerfahrenheit mit zwischenmenschlichen Beziehungen außerhalb ihrer Familie machen es ihr nahezu unmöglich, sich auf die Kraft anderer Leute zu stützen.
Wesen: Yuzuki ist eine Person, die von zwei widersprüchlichen Kräften geformt wird. Disziplin, Härte, Perfektion – diese Werte sind ihr Fundament, die Pfeiler, auf denen ihr gesamtes Dasein ruht. Sie kennt es nicht anders. Regeln sind Sicherheit, Leistung ist Anerkennung. Sie hat niemals hinterfragt, ob es anders sein könnte, denn es gab nie eine Alternative. Doch in den stillen Momenten, wenn niemand etwas von ihr erwartet, spürt sie es – eine leise, unaufdringliche Sehnsucht nach etwas anderem. Sie weiß nicht, wie sich Freiheit anfühlt, nur dass sie nicht für sie bestimmt ist. Und doch gibt es Augenblicke, in denen ihr Blick an einem Sonnenuntergang hängen bleibt, an einer leichten Sommerbrise, die durch das hohe Gras fährt. Ein Moment des Zögerns. Ein unbewusster Wunsch, innezuhalten. Es ist eine Fantasie, die sie sich nicht erlaubt. Ihre Regeln, ihre Disziplin – sie halten sie zusammen, und ohne sie wäre sie nichts. Doch manchmal, in den tiefsten Winkeln ihres Inneren, fragt sie sich, ob das wirklich wahr ist.
Ihr unermüdlicher Drang nach Perfektion ist keine bloße Ambition – es ist ein verzweifelter Beweis dafür, dass sie existiert. Anerkennung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Gut, das ihr nur dann zuteilwird, wenn sie sich als würdig erweist. Ihre Eltern haben ihr früh beigebracht, dass Zuneigung etwas ist, das verdient werden muss. Doch egal, wie hart sie kämpft, egal, wie oft sie beweist, dass sie besser ist als alle anderen – es bleibt still. Ein ausbleibendes Lob, ein Blick, der an ihr vorbeigeht, eine Messlatte, die sich mit jedem Erfolg nur weiter in die Höhe schiebt. Und so rennt sie weiter, rastlos, ziellos, getrieben von der Hoffnung, dass es irgendwann genug sein wird. Versagen ist keine Option. Es ist mehr als eine Schwäche – es ist eine Bedrohung. Yuzuki kann sich keinen Fehler leisten, denn ein Fehler würde bedeuten, dass sie nicht gut genug ist. Dass sie überflüssig ist. Sie kann nicht zulassen, dass das passiert. Also unterdrückt sie jede Unsicherheit, zwingt sich zur absoluten Erschöpfung, bis aus Pflicht Besessenheit wird und aus Angst Panik.
Doch in all dem erkennt sie sich selbst nicht als Opfer. Das ist einfach, was sie ist. Was sie sein muss. Strenge ist für sie kein Zwang, sondern ein natürlicher Zustand. Die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, ist keine Option – und doch geschieht es manchmal in winzigen, kaum merklichen Momenten. Wenn ihr Blick für einen Sekundenbruchteil weicher wird. Wenn ihre Finger sich unbewusst an ihrer Kleidung festhalten. Wenn sie sich vorstellt, wie ein anderes Leben hätte sein können – nur um den Gedanken ebenso schnell wieder zu verwerfen. Denn ein anderes Leben ist eine Illusion, ein Hirngespinst. Es gibt nur den Weg, den sie gehen muss. Und solange sie aufrecht bleibt, solange sie funktioniert, ist alles, wie es sein soll. Oder zumindest redet sie sich das ein.
Stärken und Schwächen
Stärken: Yuzuki zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Disziplin aus, die tief in ihrem Wesen verwurzelt ist. Sie lebt nach klaren Regeln und einem strengen Plan, was sie zu einer zuverlässigen und fokussierten Person macht. In ihrem Alltag folgt sie einer festen Struktur, die ihr hilft, ihre Ziele zu erreichen und ihre Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ihre Disziplin zeigt sich nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch in ihrer Selbstbeherrschung. Sie hat die Fähigkeit, ihre Emotionen weitgehend zu kontrollieren und in den meisten Situationen ruhig und gefasst zu bleiben, selbst wenn sie innerlich unter Druck steht. Eine weitere Stärke Yuzukis ist ihre Zielstrebigkeit. Wenn sie sich etwas vornimmt, verfolgt sie es mit einer unerschütterlichen Entschlossenheit. Hindernisse, sei es in Form von Aufgaben oder persönlichen Zweifeln, lassen sie nicht von ihrem Weg abbringen. Ihre Konzentration auf das Erreichen von Zielen ist beeindruckend und gibt ihr eine Klarheit, die viele bewundern. Diese Zielstrebigkeit geht Hand in Hand mit ihrer Arbeitsmoral. Yuzuki ist nicht nur bereit, hart zu arbeiten, sondern sie glaubt fest daran, dass nur durch Hingabe und eiserne Disziplin Erfolg erzielt werden kann. Sie ist eine Person, die nie aufgibt, auch wenn der Weg steinig und anstrengend ist. Darüber hinaus ist Yuzuki durch ihre analytischen Fähigkeiten in der Lage, komplexe Situationen schnell zu erfassen und durchdachte Entscheidungen zu treffen. Sie kann Probleme logisch analysieren und Lösungen finden, ohne sich von Emotionen oder impulsiven Reaktionen leiten zu lassen. Diese Fähigkeit macht sie in vielen Situationen zu einer wertvollen Unterstützerin, da sie stets das Gesamtbild im Blick behält und strategisch denkt.
Obwohl sie ihre eigenen Bedürfnisse oft hintenanstellt ist Yuzuki dennoch eine verlässliche Person. Sie erfüllt ihre Verpflichtungen immer und setzt alles daran, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Verlässlichkeit zieht sich durch alles, was sie tut, sei es bei der Arbeit oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Man kann sich auf sie verlassen, weil sie alles tun wird, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen und keine halben Sachen zu machen. In ihrer tiefen Überzeugung, dass man durch harte Arbeit und strenge Selbstdisziplin Erfolg erzielen muss, besitzt Yuzuki eine beeindruckende Unbeirrtheit. Ihr Wille, ihren eigenen Kurs zu fahren, lässt sich nicht leicht erschüttern. Selbst wenn andere an ihr zweifeln oder sie kritisieren, bleibt sie fest in ihrer Überzeugung und verfolgt weiterhin ihr Ziel. Ihre Unabhängigkeit in der Art, wie sie mit Herausforderungen umgeht, ist eine weitere Stärke, die sie prägt. Sie glaubt daran, dass sie auf sich selbst vertrauen muss und ist daher in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie diese kaum durchzusetzen weiß.
Diese Stärken machen Yuzuki zu einer unglaublich fokussierten und entschlossenen Person, die sich in einer Welt voller Herausforderungen und strenger Erwartungen behaupten kann. Ihre Disziplin, ihre Zielstrebigkeit und ihre unerschütterliche Arbeitsmoral sind die Säulen ihres Lebens, die ihr sowohl Stabilität als auch eine gewisse Isolation verschaffen – aber sie ermöglichen ihr auch, sich in einer Welt der kontinuierlichen Verbesserung zu behaupten.
Schwächen: Yuzuki ist in vielerlei Hinsicht eine beeindruckende Persönlichkeit, doch hinter ihrer strengen Disziplin und Zielstrebigkeit verbergen sich auch tiefe Schwächen, die ihre innere Welt stark beeinflussen. Eine ihrer größten Schwächen ist ihre Unfähigkeit, sich selbst zu verzeihen. Ihre unerschütterliche Jagd nach Perfektion macht sie äußerst kritisch mit sich selbst. Jedes kleinste Versagen – sei es in der Ausführung einer Aufgabe oder in zwischenmenschlichen Beziehungen – löst bei ihr regelrechte Panik aus. Sie kann nicht akzeptieren, Fehler zu machen, da sie in ihrem Verständnis von sich selbst immer die beste Version sein muss. Dieses Bedürfnis nach Anerkennung, das ihr seit der Kindheit vorenthalten wurde, führt dazu, dass sie sich selbst niemals als „gut genug“ betrachtet. Selbst Erfolge werden von ihr nicht als solche anerkannt, da sie stets nach der nächsten Herausforderung strebt, um ihre Fehler zu überdecken. Ein weiteres zentrales Problem ist ihre Angst vor sozialer Nähe. Yuzuki ist in vielerlei Hinsicht eine Insel, die sich von anderen fernhält. Sie ist nicht in der Lage, ihre Gefühle zu teilen oder offen über ihre Ängste und Unsicherheiten zu sprechen. Diese emotionale Isolation kommt nicht nur von ihrer Erziehung, sondern auch von der tief verwurzelten Überzeugung, dass sie ihre Schwächen und Verletzlichkeit unterdrücken muss, um nicht als „schwach“ wahrgenommen zu werden. Ihre Angst, auf andere angewiesen zu sein oder ihre Unzulänglichkeiten zu zeigen, hindert sie daran, echte Beziehungen aufzubauen. Es gibt eine Barriere in ihr, die sie von der Welt und vor allem von denen, die sie eigentlich am meisten bräuchte, trennt.
Zusätzlich leidet Yuzuki unter einer tieferen Unfähigkeit, sich selbst zu erlauben, zu entspannen. Ihre Abneigung gegenüber Müßiggang ist nicht nur ein Zeichen ihrer Disziplin, sondern auch ein verdrängter Neid auf diejenigen, die sich das "Erlauben können". Sie missgönnt anderen das Privileg, sich eine Pause zu gönnen oder ohne die ständige Last der Verantwortung zu leben. Diese Unfähigkeit, sich zu entspannen, verstärkt den inneren Druck, den sie auf sich ausübt, und führt dazu, dass sie ihre eigene Menschlichkeit fast vollständig ausblendet. Der Drang danach durch Perfektion und Kontrolle anerkannt zu werden, wird in ihren Augen durch das Streben nach einem unerreichbaren Ideal genährt, das sie von innen heraus zerrt und ihr jede Gelegenheit zur Selbstfürsorge und inneren Ruhe verweigert. Eine weitere Schwäche ist ihr mangelndes Vertrauen in andere. Yuzuki glaubt nicht daran, dass sie sich auf andere Menschen verlassen kann, was ihre Beziehungen enorm erschwert. Sie hat in ihrer Familie nie das Gefühl gehabt, Anerkennung oder Unterstützung zu erhalten, und so glaubt sie, dass sie sich immer selbstgenügsam halten muss. Ihre Fähigkeit zur Teamarbeit ist begrenzt, da sie es schwierig findet, die Kontrolle abzugeben. Sie ist es gewohnt, alles selbst zu erledigen und in ihren eigenen Maßstäben zu denken, wodurch sie oft in Situationen kommt, in denen sie sich überfordert fühlt, aber gleichzeitig nicht bereit ist, Hilfe anzunehmen. Yuzuki hat auch ein großes Problem mit der Wahrnehmung ihrer eigenen Identität. Ihre Strenge und ihre Verpflichtung zu einem Leben voller Disziplin und Pflichtgefühlen haben sie zu einem Werkzeug gemacht, das sich selbst als nichts anderes sieht als ein funktionales Instrument, das gehorcht und handelt. Sie hat wenig Raum für persönliche Bedürfnisse oder Wünsche, und selbst in Momenten der Ruhe, in denen sie Zeit für sich selbst hat, weiß sie nicht, was sie mit dieser Freiheit anfangen soll. Der Druck ihrer Eltern und die Erwartungen der Ninja-Kultur haben sie mehr geformt, als sie es selbst begreifen kann – manchmal fühlt es sich an, als würde sie sich selbst in all diesen Forderungen verlieren, die von ihrem Elternhaus her auf sie einprasseln. Dies führt zu einer existenziellen Leere, die sie häufig zu ignorieren versucht, aber die dennoch stets im Hintergrund lauert.
Schließlich ist Yuzuki, trotz ihrer kontrollierten Fassade, sehr empfindlich, wenn es um die Wahrnehmung ihrer Leistung geht. Da sie das Gefühl hat, dass ihre Eltern sie nie wirklich loben oder anerkennen, führt jeder Mangel an Bestätigung zu einem Gefühl von Unzulänglichkeit. Ihre Unsicherheit über ihre eigene Bedeutung und ihren Wert lässt sie in Momenten des Zweifels besonders verletzlich erscheinen. Dies äußert sich in einer tiefen Angst vor Versagen und einer ständigen Unzufriedenheit mit dem, was sie tut, selbst wenn sie alles richtig macht. Sie ist in einem unaufhörlichen Zyklus aus Selbstkritik und dem unstillbaren Drang, sich immer wieder zu beweisen, gefangen.
All diese Schwächen machen Yuzuki zu einer Person, die mit ihren eigenen inneren Dämonen kämpft und dabei von der Welt und von sich selbst immer weiter entfremdet wird. Ihre Unfähigkeit, sich selbst zu akzeptieren und ihre ständig wachsende Angst vor Fehlern führt dazu, dass sie zwar von außen stark und unerschütterlich wirkt, aber innerlich in einem ständigen Zustand der Anspannung und des Zweifels lebt.
Geschichte
0-6 Jahre
In den ersten Jahren ihres Lebens war Yuzuki noch weit entfernt von der Disziplin und den harten Anforderungen, die ihr später auferlegt werden sollten. Die Welt, in der sie sich bewegte, war für sie eine Mischung aus Geborgenheit und intensiven Eindrücken, die sie noch nicht ganz verstand. Ihre Mutter Akane war in dieser Zeit eine liebevolle, wenn auch strengere Figur, die sie in Geborgenheit und Zuneigung hüllte, wenn auch immer mehr mit dem unausgesprochenen Wunsch, Yuzuki in den Grundsätzen der Familie zu erziehen. Yuzuki spürte ihre Präsenz oft wie eine sanfte, aber stetige Kraft, die sie auf einen bestimmten Weg führen wollte, auch wenn sie noch nicht wusste, was dieser "Weg" wirklich bedeutete. Ihr Vater, Ryouma, war in dieser frühen Phase weniger präsent. Aber Yuzuki nahm trotzdem eine gewisse Schärfe in seiner Art wahr, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, was es bedeutete, „strikt“ oder „streng“ zu sein. Sie fühlte sich manchmal unsicher, wenn er in ihrer Nähe war. Ihre ersten Kindheitserfahrungen waren von einer Mischung aus leichter Angst und bewundernder Zuneigung für ihre Eltern geprägt, wobei sie besonders in der Nähe ihres Vaters das Gefühl hatte, ein wenig im Schatten seiner strengen Präsenz zu stehen.
Der Großvater, Renji, war der ruhige Pol in ihrem Leben. Er erzählte Yuzuki Geschichten von einer Welt, die sie noch nicht wirklich verstand – eine Welt, in der Werte wie Respekt und Geduld von zentraler Bedeutung waren. Obwohl Yuzuki seine Geschichten oft nicht vollständig begreifen konnte, fühlte sie sich in seiner Nähe sicher und geliebt. Wenn er mit ihr sprach, gab es keinen Druck, sondern einfach nur eine ruhige Wärme, die sie in sich aufnahm. Ihre Tante Misaki war in diesen Jahren eine sanfte Quelle des Trostes, besonders wenn Yuzuki sich überfordert fühlte. Sie wusste intuitiv, dass sie bei Misaki immer ein offenes Ohr finden würde, auch wenn diese Momente nur selten waren.
In diesen ersten Jahren war Yuzuki jedoch noch zu jung, um wirklich zu begreifen, wie der eiserne Griff ihrer Eltern ihre Welt prägen sollte. Sie erlebte ihre Kindheit als ein ständiges Wechselspiel aus Zuneigung und unbestimmtem Unbehagen – einer Mischung aus Wärme und dem leisen, unausgesprochenen Gefühl, dass sie sich stets beweisen musste, ohne genau zu wissen, was sie beweisen sollte. Ihr Vater war nicht der Typ, der sie direkt in die Verantwortung nahm, aber Yuzuki spürte die Dringlichkeit, in seinen Augen richtig zu handeln, auch wenn sie noch nicht wusste, wie sie das tun sollte. In diesem jungen Alter versuchte sie, einfach zu gefallen, ohne zu wissen, wie viel von sich selbst sie dafür aufgeben würde. In ihren frühen Jahren schlich sich der Gedanke in Yuzuki ein, dass die Welt um sie herum strenger und fester war, als sie es in ihren kindlichen Augen zunächst verstanden hatte. Als sie begann, ihre Umwelt stärker wahrzunehmen, merkte sie auch, dass ihr Leben in einer gewissen Weise anders war als das vieler anderer Kinder. Während andere Kinder Zeit zum Spielen und Herumtollen hatten, gab es für Yuzuki immer kleine Aufgaben, kleine Dinge, die von ihr erwartet wurden, auch wenn sie noch nicht die Bedeutung dahinter erfasste. Sie wurde langsam von einem Gefühl der Verantwortung durchdrungen, das sie nicht vollständig verstand – ein Gefühl, das ihr durch die strengen Blicke und die Worte ihrer Eltern eingeprägt wurde. Ihre ersten Eindrücke von "Erfolg" und "Versagen" waren simpel, aber tief. Wenn sie etwas gut machte, wurde sie mit einem Lächeln und einem leisen "gut gemacht" belohnt. Wenn sie Fehler machte, war der Blick ihrer Eltern kühler – kein lautes Schimpfen, sondern ein stiller, aber merklicher Ausdruck der Enttäuschung, der Yuzuki das Gefühl gab, nie ganz genug zu sein. Auch wenn sie nicht wusste, was „genug“ bedeutete, ahnte sie doch schon zu dieser Zeit, dass die Anforderungen an sie etwas waren, das ihre Welt von der anderer Kinder unterschied. Aber als kleines Kind war sie noch in einer Phase, in der sie sich durch die Liebe und Fürsorge ihrer Eltern trug. Und auch wenn sie spürte, dass etwas von ihr erwartet wurde, war die volle Tragweite dieses Drucks noch nicht in ihrem Herzen angekommen. Sie versuchte, das Beste zu geben, ohne zu wissen, wie sehr dieser Drang, alles richtig zu machen, ihr Leben eines Tages prägen würde.
6-9 Jahre
Mit sechs Jahren begann Yuzuki, die Welt um sich herum aktiver zu begreifen. Die Zeit des kindlichen Spiels und der Unbeschwertheit, die sie in ihren ersten Jahren gekannt hatte, begann langsam zu verblassen. Die ersten Anzeichen dafür, dass ihre Eltern von ihr mehr erwarteten als von anderen Kindern, traten deutlicher zutage. Ihre Tage waren nun mehr gefüllt mit Aufgaben und kleinen Verpflichtungen – immer kleine Dinge, die sie tun sollte, immer kleine Schritte in eine Richtung, die sie nicht ganz verstand. Doch schon früh hatte sie ein leises Gefühl dafür, dass diese Aufgaben nicht ohne Bedeutung waren. Ihr Vater, Ryouma, hatte schon früh begonnen, Yuzuki mit einfachen Übungen zu fordern. Es waren keine strengen Trainings – eher Aufgaben, die ihr beibrachten, diszipliniert und zielgerichtet zu handeln. Sie sollte lernen, Aufgaben in kurzer Zeit zu erledigen, ohne Fehler zu machen. Fehler – das Wort trat langsam immer öfter in Yuzukis Leben. Wenn sie einmal etwas falsch machte, merkte sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Ryouma hielt sich nie lange mit Erklärungen auf. Stattdessen gab es einen kurzen, strengen Blick und dann eine Stille, die Yuzuki tiefer traf als jedes Wort. Die Strenge war nun kein Konzept mehr, das sie nur vage verstand. Sie spürte sie in jedem Moment, auch wenn sie nicht immer wusste, was sie tun sollte, um die Erwartungen zu erfüllen. Ihre Mutter, Akane, begleitete sie in diesen Jahren mit einer Ruhe, die fast unerträglich war. Akane war nie laut, nie aufbrausend. Aber sie erwartete von Yuzuki ein hohes Maß an Selbstbeherrschung. Ihre liebevolle, aber distanzierte Art vermittelte Yuzuki, dass Zuneigung und Anerkennung etwas waren, das sich verdienen ließ. Akane lobte sie nur selten, und auch dann waren es die kleinen, unerbittlich hohen Standards, die Yuzuki erfüllte, die Anerkennung brachten.
Ihre Tante Misaki und Großvater Renji waren die einzigen, die ihr das Gefühl gaben, dass sie auch einmal „Fehler“ machen konnte, ohne dass die Welt zusammenbrach. Doch auch ihr Großvater, so sehr er Yuzuki liebte, sprach in seiner sanften Art immer von Respekt und Verantwortung. Es war nicht das Verständnis für Yuzukis kindliche Bedürfnisse, das er förderte – sondern vielmehr das Gefühl, dass sie Verantwortung trug und sich „bewähren“ musste. In diesen Jahren erkannte Yuzuki, dass die Menschen um sie herum ein Bild von ihr hatten, das sie zu erfüllen versuchte, ohne es zu hinterfragen. Sie wollte ihren Großvater stolz machen, so wie sie es von ihren Eltern gelernt hatte.
Die realen Emotionen, die Yuzuki in diesen Jahren erlebte, waren von einer Mischung aus Unsicherheit und dem Drang geprägt, den Anforderungen gerecht zu werden. Manchmal fühlte sie sich unsicher, was "richtig" und "falsch" war, und versuchte, ihre Fehler zu vermeiden, indem sie mehr und mehr nach den unerbittlichen Regeln ihrer Eltern handelte. Aber je mehr sie versuchte, sie zu befolgen, desto klarer wurde ihr, dass sie mit dem Wunsch, zu gefallen, in einen engen Raum hineinwuchs – einen Raum, in dem sie langsam das Gefühl bekam, sie sei mehr „Werkzeug“ als Kind. In diesen Jahren begann Yuzuki auch, die Unterschiede zwischen sich und anderen Kindern zu bemerken. Während ihre Altersgenossen freien Tagen draußen spielten, hatte sie oft keine Zeit für solche Unbeschwertheit. Ihr Vater drängte sie zu immer anspruchsvolleren Aufgaben – nicht nur bei der Körperbeherrschung, sondern auch bei der Entwicklung ihres geistigen Scharfsinns. Sie fühlte sich in diesen Momenten häufig überfordert. Sie konnte noch nicht ganz begreifen, warum sie das alles tun sollte. Warum nicht einfach wie die anderen Kinder sein? Doch die stille Antwort, die sie sich immer wieder gab, war: "Weil es von dir erwartet wird."
Ihre Tante Misaki war in diesen Jahren eine gewisse Quelle der Wärme, die sie wie eine kleine Oase zwischen den strengen Anforderungen ihrer Eltern empfand. Wenn sie Zeit mit ihr verbrachte, konnte sie einmal die Kontrolle loslassen und sich in der Geborgenheit ihrer Nähe etwas "normaler" fühlen. Misaki wusste, wann Yuzuki eine Pause brauchte, auch wenn diese Pausen nie lange andauerten. Doch Misaki konnte Yuzuki nie wirklich von dem Druck befreien, den ihre Eltern ihr auferlegten. Die Zerrissenheit zwischen der Zuneigung, die sie in den Momenten mit Misaki spürte, und der Strenge zu Hause war ein ständiger Konflikt in Yuzukis jungen Jahren. Und während sie in ihren Gedanken immer mehr die Menschen um sich herum beobachtete, spürte sie immer intensiver, wie dieser Druck auf ihr lastete. Es gab Momente, in denen sie sich fragte, was sie wirklich wollte – nicht im Hinblick auf ihre Eltern, sondern für sich selbst. Doch in dieser Zeit wusste sie noch nicht, wie sie diese Frage überhaupt beantworten sollte. Die Zuneigung, die sie von ihren Eltern empfing, kam mit Bedingungen, die sie noch nicht zu verstehen vermochte. Sie hatte den Eindruck, dass sie sich selbst nie so wirklich erlebte, sondern immer durch die Linse anderer.
9-12 Jahre
Mit 12 Jahren begann sich Yuzuki zunehmend von der Struktur und Disziplin ihres Lebens zu entfremden. Sie war kein Kind mehr, das einfach nur gehorchte, um zu gefallen. Das ständige Training, die ständige Erwartung, die perfekte Kunoichi zu werden, hatten eine tiefe Erschöpfung in ihr hinterlassen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Unter der Oberfläche brodelte eine Wut, die sie nicht länger ignorieren konnte. Sie begann, die Welt um sich herum in Frage zu stellen: Warum musste sie immer auf diesem steinigen, schmerzhaften Weg gehen? Warum konnte sie nicht einfach ein "normales" Leben führen? Warum konnte sie nicht einfach sie selbst sein, ohne ständig den Prüfungen ihrer Eltern ausgesetzt zu sein?
Eines Abends, nach einer besonders harten Trainingseinheit, die sie mehr erschöpft als je zuvor hinterlassen hatte, platzte es aus ihr heraus. Es war nicht nur eine kleine Trotzreaktion, sondern ein emotionaler Ausbruch, der in diesem Moment alles in ihr aufbrach. Sie konnte nicht mehr stillhalten. Die ganze Frustration, die sie über Jahre hinweg in sich angesammelt hatte, kam auf einmal heraus. "Warum muss ich immer der sein, den ihr wollt?! Warum kann ich nicht einfach… ich sein?!", schrie sie, die Fäuste geballt. Die Worte, die sie so lange unterdrückt hatte, fielen nun ungehindert aus ihrem Mund, als der Druck sie endgültig erdrückte. Sie wünschte sich in diesem Moment nichts mehr, als dass ihre Eltern sie sahen – wirklich sahen – und nicht nur das Werkzeug, das sie für ihre eigenen Pläne vorgesehen hatten. Ihre Mutter, Akane, reagierte mit der gewohnten Kühle und einem Blick, der wenig von Zuneigung zeigte, sondern eher von stiller Enttäuschung, doch ihr Blick war dennoch durchsetzt von unterschwelligem Verständnis. Doch es war ihr Vater, Ryouma, der mit einem scharfen Blick und einer unmissverständlichen Stimme reagierte. "Du dienst einem höheren Zweck!" Yuzuki starrte ihn mit aufgewühltem Blick an, Tränen der Wut und der Verzweiflung liefen ihr über das Gesicht. Doch ihre Eltern standen fest, unerschütterlich, wie immer. "Ich… ich will nicht mehr! Ich kann nicht mehr!", rief sie, ihre Stimme brüchig vor Schmerz. Ein solcher Ausbruch war für sie völlig undenkbar, aber die befreiende Wirkung konnte sie nicht leugnen. Sie hatte sich Gehör verschafft, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Und in diesem kurzen Moment stieg eine Mischung aus Befreiung und blankem Terror in ihr auf - Yuzuki wusste, dass dieser Akt der Rebellion Konsequenzen haben musste.
So überraschte es sie wenig, als Ryouma einen Schritt Schritt zu ihr trat. Mit einer einzigen, ruhigen Bewegung packte er sie am Arm und riss sie aus ihrer Position. "Du bist der Schlüssel zu unserer Zukunft!" Seine Worte waren schneidend, und als er sie weiter an sich zog, spürte sie den beängstigenden Druck seiner Autorität. In diesem Moment fühlte sie sich wieder wie das kleine Kind, das nicht in der Lage war, sich von der Kontrolle ihrer Eltern zu befreien - denn genau das war sie noch immer. Ohne ein weiteres Wort befahl er ihr mit einem Blick, mit ihm zu kommen. Sie ahnte, was folgen würde. In der Dunkelheit des Trainingsraumes, der so gerade eben für Einzelübungen ausreichte, wenn sie sich vorsichtig bewegte wirbelte er herum und eine starke Rückhand traf Yuzuki im Gesicht als sie hinter ihm den Raum betreten wollte. Das junge Mädchen flog förmlich gegen die Steinerne Wand des Raumes, doch mehr als ein kraftloses Stöhnen brachte sie nicht zustande. Augenblicke später fühlte sie den Schatten ihres Vaters über sich: "Ich bin nicht hart zu dir, um dich zu bestrafen, Yuzuki. Ich bin hart zu dir, weil ich das Beste für dich will, begreif das doch!" Und dann begann ihre Strafe. Wieder und wieder fuhr die schwere Hand Ryoumas auf sie nieder, zuerst begleitet von Schreien, letzten Endes nur noch von Wimmern ...
... Minuten, Stunden, länger? Es war schwer zu sagen, aber ihr kam es ewig vor. Inmitten dieser Qual begann Yuzuki, die Realität zu begreifen. Ihre Rebellion, so kurz und heftig sie auch gewesen war, hatte ihr nichts gebracht – sie war zurück in den eisernen Griff ihrer Eltern gezwungen worden. Und in diesem Moment war die Realität klarer als je zuvor: Ihre Existenz war nie ihre eigene gewesen. Sie war dazu bestimmt, den Traum eines Anderen zu leben und dafür zu leiden. Doch tief in ihrem Inneren blieb ein kleiner Funke der Rebellion, ein Funke, den sie selbst noch nicht wirklich verstand. Sie wusste nur, dass dieser Moment sie verändert hatte. Irgendwo, tief in ihr, wuchs der Wunsch, nach einem Leben zu streben, das mehr war, als die Ketten ihrer Eltern. Aber sie hatte auch gelernt, dass dieses Streben etwas war, das sie nie in diesem Leben wirklich erreichen würde. Nach ihrer Strafe ließ Ryouma sie einfach dort liegen - ihr wimmern war die ganze Nacht zu hören. Und so wenig es wert war, am folgenden Tag musste sie ausnahmsweise mal nicht trainieren oder irgendwelche Aufgaben erfüllen. Mit ihren Verletzungen wäre sie dazu ohnehin nicht mehr in der Lage gewesen, konnte sie ja noch nichtmal mehr aufstehen.
12-15 Jahre
Als Yuzuki mit dreizehn Jahren die Ninja-Akademie betrat, war sie bereits gewohnt, dass alles, was sie tat, einem einzigen Ziel diente: endlich ein wenig Anerkennung zu gewinnen. Schon als kleines Kind war sie darauf konditioniert worden, stets das Beste zu geben – für ihre Eltern, für ihre Familie, und nun, für sich selbst, als Teil ihrer Entwicklung. Doch was sie in der Akademie vorfand, war eine neue Art von Herausforderung. Hier waren nicht nur ihre Leistungen gefragt, sondern auch ihre Fähigkeiten im Umgang mit anderen Schülern und in der Zusammenarbeit innerhalb eines Teams. Diese sozialen Komponenten fielen Yuzuki alles andere als leicht. Für sie war die Akademie keine gewöhnliche Schule. Sie sah sie vielmehr als eine weitere Arena, in der sie sich ihre Anerkennung verdienen musste – diesmal nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von ihren Lehrern und Mitschülern. Ihr Ziel war es, in jeder Prüfung, in jeder Übung und jedem Test als Beste hervorzugehen, ein Ziel das sie gelegentlich auch erreichte - und es gab keine Erholung, keine Pausen. Selbst außerhalb der Unterrichtszeiten widmete sie sich weiterhin ihrem Training und den zusätzlichen Aufgaben, die längst teil ihrer Normalität geworden waren. Wo andere ihre Freizeit genossen oder sich mit Freunden trafen, saß sie oft noch an ihrem Schreibtisch und lernte oder trainierte. Diese ständige Anspannung sorgte dafür, dass sie oft als „Streberin“ wahrgenommen wurde – eine Schülerin, die nie wirklich an den sozialen Dynamiken der Akademie teilnahm. Ihre Mitschüler fanden es seltsam, dass sie ihre Freizeit nicht "normal" verbrachte. Ihre Distanz zu den anderen, ihre ständige Beschäftigung mit den eigenen Fähigkeiten und ihr nahezu unbändiger Ehrgeiz grenzten sie aus. Es gab Gerüchte über sie – von Arroganz bis hin zu Kälte. Und auch wenn sie es nie zugab, tat das weh.
Doch trotz dieser Isolation war Yuzuki in ihren Leistungen zweifelsohne eine der Besten. Ihre Noten waren nahezu makellos, aber eben nur nahezu, und sie erbrachte immer wieder herausragende Leistungen. Doch obwohl sie sich selbst ständig übertraf, fühlte sie sich nie wirklich "genügend". Denn ihre Eltern – und besonders ihr Vater – gaben ihr nie die Anerkennung, nach der sie sich sehnte. Statt "gut gemacht" gab es nur eine stille Unzufriedenheit, wenn sie nicht die höchste Punktzahl in jeder Klausur erreicht hatte. So blieb ihre Leistung immer nur "akzeptabel", aber nie das, was ihre Eltern zumindest in ihrer Gegenwart für "gut genug" hielten. In ihren eigenen Augen war der einzige Weg, sich ihren Eltern wirklich zu beweisen, eine makellose Leistung. Ein Volltreffer in jeder einzelnen Klausur, eine absolute Perfektion in allen Aufgaben. Die psychische Belastung wuchs immer weiter, doch sie konnte nicht anders. Ihr Ehrgeiz trieb sie weiter, getrieben von dem unaufhörlichen Wunsch, endlich ein Maß an Respekt zu verdienen.
Neben den Anforderungen ihrer Eltern musste sie sich auch den sozialen Dynamiken der Akademie stellen, die sie zunehmend an den Rand drängten. Ihre Mitschüler begannen, sie als die Streberin zu sehen, die immer nur mit sich selbst beschäftigt war und nie an den sozialen Aktivitäten der anderen teilnahm. Ihre ständige Abwesenheit bei Freizeitaktivitäten und ihre unerschütterliche Disziplin führten dazu, dass sie immer mehr ausgegrenzt wurde. Diese Ausgrenzung machte ihr zu schaffen, doch sie war so sehr auf ihre Ziele fokussiert, dass sie nie wirklich Zeit hatte, über die sozialen Dynamiken nachzudenken. Ihre Reaktion darauf war, dass sie sich weiter von anderen entfernte, in dem Glauben, dass ihr Ziel allein wichtiger war als soziale Bindungen. Und dann gab es Rivalitäten. In einer Akademie, in der der Wettbewerb die Grundlage jeder Interaktion bildete, war es fast unvermeidlich, dass es Mitschüler gab, die versuchten, Yuzukis hart erarbeitete Position herauszufordern. Ein Mitschüler, der immer wieder versuchte, sie bei den Prüfungen zu überbieten, weckte ihren Ehrgeiz und trieb sie zu noch härterem Training an. Diese Rivalitäten setzten ihr psychisch zu. Sie war zwar unnahbar nach außen, doch in Momenten, in denen ihre Leistungen in Frage gestellt wurden, war sie tief getroffen. Und trotz dieser Rivalitäten, in denen sie sich immer wieder behaupten wollte, war sie innerlich von Zweifeln geplagt, ob sie jemals wirklich genug war.
Ein weiterer Konflikt, mit dem Yuzuki konfrontiert war, war ihre mangelnde Teamfähigkeit. Ihre Eltern hatten sie darauf trainiert, als Einzelkämpferin zu agieren, sie sollte herausragend sein, nicht Teil eines Teams. Doch in der Akademie war Teamarbeit gefragt, und Yuzuki fiel es schwer, sich auf diese Zusammenarbeit einzulassen. Sie konnte den Wert von Teamarbeit verstehen, doch emotional hatte sie wenig Geduld dafür. In Übungen, in denen Zusammenarbeit erforderlich war, zeigte sie sich als eher zurückhaltend und fokussiert auf ihre ihr eigenes Ergebnis. Sie überließ anderen gerne die Führung und zog sich, wenn möglich, aus der Verantwortung zurück. Sie hatte keine Lust, sich in den Mittelpunkt zu stellen oder andere zu leiten, denn sie fühlte sich schon genug von den Erwartungen ihrer Eltern erdrückt. Die Abschlussprüfungen standen schließlich bevor, und für Yuzuki war dies der Moment, an dem sie alles geben musste. Doch wenn sie nicht in jeder Klausur die Höchstpunktzahl erreichte, wusste sie, dass dies für ihre Eltern nicht genug sein würde. So verstrickte sie sich weiter in ihren eigenen Druck, getrieben von der Hoffnung, endlich die Anerkennung zu erhalten, die sie so verzweifelt suchte. Doch der Kampf um Diese und die Frage nach ihrer eigenen Identität würden in den kommenden Jahren weiterhin ihr Leben prägen.
Charakterbild
Schreibprobe
Für die meisten Akademisten war die Pause eine willkommene Abwechslung vom langweiligen, zuweilen auch anstrengenden Lernzwang. Der Tag war sonnig, die Temperaturen gemäßigt, ein idealer Tag um sie mit Freunden zu verbringen. Die meisten Ninjaschüler taten genau das, aber in einer stillen Ecke des Pausenhofes, ganz für sich saß Kazama Yuzuki - ihre Ninjaausrüstung auf einer kleinen Decke vor sich ausgebreitet, kniete sie auf dem harten Steinboden. Nebst einem winzigen Öltuch und einer kleinen Flasche Waffenöls begutachtete sie jede ihrer Ninjawaffen genauestens - sie mussten perfekt sein, wenn sie nach Hause zurückkehrte. Die Luft um sie herum roch metallisch mit einer milden Note Lösungsmittel. Vor einigen Jahren hatte sie den Geruch ihres Öls gehasst, aber inzwischen war er nur noch eine der vielen Unbequemlichkeiten ihres Lebens geworden.
Wenn auch nur ein einziges Kunai oder eine einzige Wurfnadel einen Schmutzfleck oder eine Stelle hatte, die einzuölen sie vergessen hatte, würde das schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen, sobald sie zu Hause zur Tür hereinkam. Insbesondere auf die Verbindung zwischen dem Griff und der scharfen Klinge musste sie genauestens achten. Dieser Teil wurde von den meisten ihrer Mitschüler grundsätzlich übersehen oder ignoriert, weil er schwierig zu erreichen war, aber mit einem einfachen Trick wurde es plötzlich viel einfacher: Routiniert griff Yuzuki nach ihrem Öltuch. Es war kühl und noch feucht genug, sie musste noch nicht nachölen. Mit wieder und wieder eingeübten Bewegungen wickelte sie eine einzige Lage des Öltuchs der Länge nach um ein Stück Draht, mit dem sie die widerborstige Stelle einfach erreichen konnte. Vor der Pause hatte Kunai Wurftraining auf dem Plan gestanden. Drei hatte sie benutzt, aber um sicherzugehen, reinigte die Jugendliche gleich alle, die sie bei sich trug - minus jenen, die in ihrer Kleidung versteckt waren, versteht sich.
Gelegentlich sah sich das junge Ding unauffällig um, deshalb entging ihr nicht, dass die meisten ihrer Klassenkameraden in der Gegend herum rannten und Ninja spielten. 'Ninjas, die Ninja spielen', ein Gedanke, der widersprüchlich in ihr widerhallte. Amüsement mischte sich mit Abscheu, Neid und auch mit Neugier. Einen kurzen Moment fragte sich die junge Kazama, wie die Reaktionen wohl ausfallen würden. Sie könnte jetzt einfach aufstehen und mitmachen, würde sie überhaupt angenommen werden? Wahrscheinlich nicht. Ihr Herz sank bei der Erkenntnis, während sie äußerlich gleichmütig fortfuhr, ihre Waffen zu säubern. Im Laufe der letzten zwei Jahre konnte sie sich nicht nur als Klassenstreberin, sondern auch als waschechte Außenseiterin etablieren. Sie wurde im besten Fall ignoriert - und das taten die meisten ihrer Klassenkameraden. In allen schlechteren Fällen wurde ihr Einzelgängertum als Schwäche interpretiert und wie Kinder und Jugendliche eben sind, waren Versuche, Yuzuki nach allen Regeln der Kunst zu ärgern gerade am Anfang ihrer Akademiekarriere an der Tagesordnung.
Jetzt, Wochen vor der Abschlussprüfung, war die Anzahl der Versuche ihr gegenüber übergriffig zu werden, auf einem Tiefstand. Nicht nur hatte sie dank ihrer Hingabe und Disziplin einen Ruf unter ihren Mitschülern erworben, sie wusste sich auch zu verteidigen. Insgesamt waren ihre Fähigkeiten nicht legendär, aber durchaus respektabel, ihr Alter und ihren Ausbildungsstand berücksichtigt. Ihre intellektuellen Leistungen verdankte sie dem gnadenlosen Leistungsdruck, den sie von Elternhaus aus ausgesetzt war, aber körperlich wäre sie unter normalen Umständen bestenfalls Mittelmaß. Yuzuki war gewiss nicht der sportlichste Mensch, aber es gab zwei Faktoren, die im Angesicht eines Konflikts für sie sprachen: Gnadenloses, endloses Training und ihre Motivation. Für die meisten ihrer Kameraden war die Akademiezeit nicht mehr als ein weiteres Spiel – für Yuzuki hingegen eine blutige Arena. Hier musste sie sich beweisen, um endlich ein wenig elterliche Anerkennung zu verdienen. Während ihre Mitschüler nur ungern schlecht abschnitten, sah sie das Training als eine Hürde auf dem Weg zu dem Leben, das sie sich wünschte. Verlieren war keine Option. Sie ging immer bis ans Äußerste.
Deshalb, und nur deshalb waren auch ihre physischen Leistungen ansehnlich, aber einige Akademisten schreckte dieser Umstand nicht ab. So wie Takigawa Kaito, den sie soeben im Augenwinkel ausmachte. Yuzuki spannte ihre Beine an, um schnell aufzustehen, wenn nötig. Er kam langsam auf sie zu. Doch die Art, wie er sich bewegte, zeigte ihr, dass er noch glaubte, unbemerkt geblieben zu sein. Vier Meter war er noch entfernt und Sekunden später waren es noch drei. Ihre Hand umklammerte das Kunai, das sie eben noch gereinigt hatte: "Takigawa." Ihr Ton verriet nichts von dem Misstrauen, das sie ihm gegenüber hegte. Die Kazama wollte ihn bloß darauf hinweisen, dass sie ihn bemerkt hatte. Und das Kunai würde sie natürlich nicht gegen ihn einsetzen, aber das wusste er ja nicht. Aus dem Augenwinkel sah sie ihn erstarren und einen kurzen Moment schien Kaito innezuhalten. 'Wägt er seine Chancen ab?' Yuzuki ahnte, dass der Störenfried es auf ihre offen herumliegende Ausrüstung abgesehen hatte. Ihr Hang zur Ordnung war Akademieweit bekannt und so ziemlich das Gegenteil dessen, wie er seine Dinge handhabte. Wenn er ihre Sachen durcheinanderbrachte, würde sie das gewiss die ganze Pause kosten. Alles wieder zusammensuchen und arrangieren ... zum Reinigen blieb dann keine Zeit mehr. Und dabei war sie jetzt fast fertig. Anstatt also ihre Arbeit einfach normal zu beenden, begann sie, ihre Ausrüstung sorgsam einzupacken, während Kaito nach Worten rang: ""Hab sofort gewusst, dass du schon wieder am Streben bist, Lehrerliebling." Die Entscheidung, ihm keine Antwort zu geben, erfolgte Prompt. Von außen betrachtet, packte sie ihre Rauchbomben, Wurfnadeln und Kunais in aller Ruhe in ihre Ausrüstungstasche. Innerlich war Yuzuki jedoch zum Bersten gespannt. Lange würde es bei Takigawa nicht bei Worten bleiben, er war ein Mensch, dem man regelmäßig die Grenzen aufzeigen musste. Ihre mangelnde Reaktion auf seine Provokation brachte ihr ein wenig Zeit, ihre Waffen zu ordnen und das Meiste hatte sie bereits weggepackt. Aber natürlich war ihr Zeitfenster nicht ewig offen. Bis auf eine kleine Handvoll Wurfsterne und dem einen Kunai, das sie als Abschreckung noch immer festhielt, war alles sicher verstaut, als der Junge zwei weitere Schritte auf sie - und ihre Ninjawaffen zu kam. "Ignorier mich nicht! Sonst mach ich dich alle!", drohte er dabei.
Ignorieren war nicht länger eine Option. Wenn er einen weiteren Schritt tat, wäre er in Reichweite ihres Eigentums. Also federte Yuzuki in den Stand und schob sich geistesgegenwärtig zwischen Kaito und ihre kleine Decke. Und keinen Augenblick zu früh: Nur Momente später hätte er sein Ziel erreicht, aber jetzt stand sie ihm im Weg. Weniger als eine halbe Armlänge trennte die beiden von einander. "Geh." Ihre Stimme war monoton – keine Spur von Aggression oder Nervosität, obwohl ihr Herz bis zum Hals schlug. Die ganze Situation war ein Glücksspiel, und fast alle ihre Karten waren Verliererhände. Alles hing davon ab, ob Kaito sich einschüchtern ließ oder einfach schwieg.
Wenn nicht…
Sollten ihre Eltern erfahren, dass sie sich geprügelt hatte, würde sie zu Hause sicher noch eine Auseinandersetzung erwarten. Nicht, weil sie gekämpft hatte, sondern weil sie ihre Probleme nicht auf die Art eines wahren Ninjas gelöst hatte: heimlich, still und vor allem unbemerkt. Yuzuki hielt seinem Blick stand – ruhig, aber unnachgiebig. Wenn dieser Hitzkopf auch nur ein Wort über diese Konfrontation verlor, konnte sie den Kampf vielleicht gewinnen, aber ihr Tag wäre trotzdem ruiniert. Takigawa gehörte zu den körperlich besten, aber er war nicht der Hellste. An einem Guten Tag konnte sie mit ihm mithalten, aber nur weil sie den blanken Terror ihrer Eltern im Nacken hatte, der sie dazu brachte, wirklich restlos alles zu geben. Hätte Kaito auch nur annähernd ernsthafte Ambitionen dabei ihr Schaden zuzufügen, sähe es wahrscheinlich grauenhaft für sie aus.
Persönliche Daten
Name: Kazama
Vorname: Yuzuki
Spitzname: -
Geburtstag: 1. Oktober
Größe: 161 cm
Gewicht: 63Kg
Alter: 15 Jahre
Augenfarbe: Rotbraun
Haarfarbe: Schwarz
Aussehen: Dank der Härte, die sie von Ihren Eltern erfährt und die ihr immer größere Leistungen abverlangt, ist Kazama Yuzuki eine schlanke, durchtrainierte junge Kunoichi. Mit einer Größe von 161 cm und einem Gewicht von 63 kg hat sie eine kompakte, athletische Figur, die auf Schnelligkeit und Beweglichkeit ausgelegt ist.
Bei näherem Ansehen fällt die ästhetische Qualität ihres Gesichts schnell auf: Ihre Haut ist hell und meistens makellos, soweit ihre beruflichen Umstände es zulassen. Ihr Antlitz, fein geschnitten, mit hohen Wangenknochen, strahlt eine tiefe Ruhe aus, die zu unterbrechen nur wenigen jemals gelungen ist. Yuzukis Nase ist schmal und spitz, genau wie die ihrer Mutter. Auf der anderen Seite hat sie ihren schmalen Mund mit herunterhängenden Mundwinkeln eindeutig von ihrem Vater geerbt.
Zentraler Angelpunkt Ihres Gesichts sind ihre rotbraunen Augen, die ihrem Blick eine beinahe durchdringende Intensität verleihen. Ihre schmalen, leicht abfallenden Augenbrauen verstärken ihren ernsten und fokussierten Ausdruck. Je nach Licht tritt das Rot ihrer Augen deutlich in den Vordergrund und sie wirken fast wie glühende Kohlen, was ihrem Erscheinungsbild eine unheimliche, aber auch faszinierende Note gibt.
In starkem Kontrast zu ihrer hellen Haut stehen Yuzukis tiefschwarze, lange Haare. Diese fallen meist gerade und glatt über ihren Rücken, reichen bis zur Taille und wirken fast seidenglänzend ein kleines Zugeständnis an ihre innere Mädchenhaftigkeit, das sie sich gerne herausnimmt. Gelegentlich bindet sie ihr Haar zu einem hohen Pferdeschwanz, besonders während des Trainings oder im Kampf, um sich volle Bewegungsfreiheit zu sichern. Wie eines wahren Ninjas würdig ist ihr Haar zwar sehr gepflegt, jedoch absolut geruchlos.
Kazama Yuzukis Kleidung ist stets funktional und auf Effizienz ausgelegt. Das gilt sowohl für die Form als auch die Farbgebung des Inhaltes ihres Kleiderschranks. Gedeckte Farben sind hier vorherrschend, ganz im Sinne ninjahaftiger Professionalität! Ihre Standardausrüstung besteht aus eng anliegender, schwarzer, uniformartiger Kleidung, die ihre Bewegungen nicht einschränkt. Sie trägt ärmellose Oberteile mit einem hohen Kragen mitsamt schützender Handschuhe, die bis über ihre Unterarme reichen und in deren Naht am Unterarm versteckte Taschen eingenäht sind. In diesen hält sie kleine aber scharfe Wurfmesser versteckt, sollte sie gefesselt und entwaffnet werden. Ein breiter Gürtel betont ihre schmale Taille und dient ihr hauptsächlich als Basis für verschiedene Ausrüstungstaschen und Beutel, die sie mit sich herum trägt. Darüber hinaus ist etwa ein halbes Dutzend Kibakufuda darin versteckt. Ihre Hose ist ebenfalls eng anliegend, mit zusätzlichen Verstärkungen an den Knien und mehreren Gurten an den Oberschenkeln. Daran kann sie ebenfalls kleine Waffen oder Ausrüstung befestigen. Außerdem verdecken die Gurte weitere versteckte Taschen, in denen weitere drei Kunai zu finden sind.
Stets bestrebt, auf alles vorbereitet zu sein, ist die Jugendliche also auch ohne ihre Ausrüstungstaschen bis an die Zähne bewaffnet.
Während des Trainings oder in informellen Kämpfen wählt sie eine leichtere Ausrüstung: ein schwarzes, enges Top mit Netzstoff an den Schultern, einen kurzen Rock mit eingenähter Shorts sowie Netzstrümpfe, die ihre Beine bis zu den Oberschenkeln bedecken. Dazu trägt sie schwarze, offene Ninja-Sandalen mit stabilen Wickelbandagen um die Knöchel. Auf versteckte Waffen verzichtet sie hier weitgehend. Lediglich zwei Kunai sind an ihr zu finden ... Eines an ihrem linken Oberschenkel unter ihrem Rock und ein weiteres in der Rückennaht ihres Oberteils.
Abgesehen von ihrer dunklen und gedeckten Berufskleidung, besitzt die Jugendliche eine kleine Auswahl normaler Kleidungsstücke für besondere Gelegenheiten. Einen Yukata für das Kirschblütenfest und auch einige normale Shirts und Hosen - von denen die meisten jedoch noch ungenutzt und viele noch nichteinmal ausgepackt sind.
Insgesamt vermittelt Kazama Yuzuki mit ihrem Auftreten eine Aura von Ernsthaftigkeit, Präzision und Furchtlosigkeit. Ihr dunkler Look, gepaart mit ihren rotbraunen Augen, gibt ihr eine fast mystische Ausstrahlung, die Respekt und eine gewisse Vorsicht bei ihren Gegnern hervorrufen kann.
Besondere Merkmale: Kazama Yuzuki hebt sich besonders durch ihr markantes Erscheinungsbild ab. Ihre intensiven, rotbraunen Augen sind ihr auffälligstes Merkmal – intensiv und beinahe glühend verleihen sie ihr eine durchdringende Ausstrahlung. In der Dunkelheit oder bei gedämpftem Licht verschwindet dieses Merkmal völlig und es wird deutlich, dass ihre Augen in der Tat nicht rot, sondern braun mit starkem Rotstich sind. Ihr langes, tiefschwarzes Haar bildet einen starken Kontrast zu ihrer hellen Haut. Es ist glatt und seidig, meist gerade über ihren Rücken fallend, doch bei Kämpfen oder Training bindet sie es oft zu einem hohen Pferdeschwanz, um volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Yuzuki bevorzugt eine komplett schwarze Kleidung oder zumindest gedeckte Farben, die nicht nur praktisch ist, sondern auch ihren ernsten und disziplinierten Charakter widerspiegelt. Ihre eng anliegende Ninja-Uniform ist schlicht, aber funktional, während ihre Trainingskleidung mit Netzstoffen und leichteren Materialien auf Geschwindigkeit und Flexibilität ausgelegt ist. Ein weiteres markantes Merkmal ist ihre Stimme. Anders als man es vielleicht von ihrem zierlichen Äußeren erwarten würde, ist sie ruhig, kontrolliert und verhältnismäßig tief. Ihre Art zu sprechen ist bedacht und emotionsarm, was ihre kühle, fokussierte Persönlichkeit noch weiter unterstreicht.
Herkunft und Bekanntschaften
Herkunft: Die Familie Yuzuki lebte lange Zeit exklusiv in Konohagakure. mit der Gründing Shirogakures wurde die Verlegung des Wohnsitzes unabwendbar, wenn die Shinobi Tradition der Familie aufrecht gehalten werden sollte. Seither pendeln Kazamas zwischen beiden Ninjadörfern, wie es die Notwendigkeit gebietet.
Wohnort: Yuzuki lebt beinahe ausschließlich in Shirogakure mit nur seltenen Abstechern in ihre Geburtsheimat.
Verwandte: Die Verwandtschaft deines Charakters
Vater: Kazama Ryouma
Alter: 42 Jahre
Kazama Ryouma ist ein ambitionierter, disziplinierter und strategisch denkender Mann, dessen größtes Ziel es ist, seine Familie in einen angesehenen Ninja-Clan zu verwandeln. Er verkörpert eine strenge, kühle Autorität, die jedoch nicht von Grausamkeit, sondern von einem tieferliegenden Pflichtgefühl geprägt ist. Sein Leitsatz in der Erziehung lautet „Liebe durch Härte“, und er wendet diese Philosophie mit fein abgewogener Strenge an. In seinem Empfinden ist der Druck, den er auf seine Tochter ausübt, ein Ausdruck nach einem Wunsch an sie, zu einer starken, widerstandsfähigen Frau zu werden, auch wenn er es dabei übertreibt.
Seine Beziehung zu Yuzuki ist geprägt von hohen Erwartungen und harter, aber wohlüberlegter Förderung. Er setzt sie bewusst unter Druck, gibt ihr jedoch nie mehr Last, als er glaubt, dass sie tragen kann. Selten hat er sich dabei verschätzt, auch wenn es durchaus vorgekommen ist. Sein Umgang mit ihr wirkt oft distanziert, doch in Wahrheit betrachtet er sie als das Herzstück seiner Vision. Er respektiert ihre Entschlossenheit und erkennt ihr Potenzial, doch sein Lob bleibt rar und subtil – stattdessen zeigt er Anerkennung durch neue Herausforderungen. Obwohl er nicht offen zärtlich ist, liegt in seiner Strenge eine unerschütterliche Fürsorge. In seinen Augen ist Disziplin die höchste Form der Zuneigung, und er glaubt fest daran, dass Yuzuki durch seinen strengen, aber gezielt gelenkten Druck stärker und besser wird, als sie es sich selbst je erträumen könnte. Dass zur Größe eines Clans mehr gehört als Disziplin und Stärke, ist bisher jedoch an ihm vorbeigegangen.
Mutter: Kazama Akane
Alter: 39 Jahre
Kazama Akane ist eine intelligente, temperamentvolle und zugleich kontrollierte Frau, die in der Familie eine vermittelnde, aber dennoch strenge Rolle einnimmt. Während sie ihrem Ehemann Ryouma die führende Hand in der Erziehung überlässt, ist sie keineswegs passiv – vielmehr wirkt sie aus dem Hintergrund, mal unterstützend, mal korrigierend, ohne dabei seine Autorität offen infrage zu stellen.
Im Gegensatz zu Ryoumas kühler und berechnender Natur ist Akane emotionaler und neigt zu Extremen. Wenn sie stolz auf Yuzuki ist, kann sie dies stärker zeigen als ihr Mann, doch ebenso ist sie in ihrer Strenge unnachgiebig, wenn sie Versagen oder Nachlässigkeit erkennt. Sie liebt ihre Tochter tief, zeigt dies jedoch selten durch Zärtlichkeit, sondern eher durch fordernde, fast schon herausfordernde Anforderungen.
Obwohl sie Ryoumas Philosophie der „Liebe durch Härte“ grundsätzlich teilt, hegt sie gelegentlich Zweifel an der absoluten Strenge, mit der er Yuzuki antreibt. Manchmal fragt sie sich, ob ihre Tochter eine stärkere emotionale Stütze benötige – doch niemals würde sie diese Unsicherheit Yuzuki gegenüber zeigen. Stattdessen wahrt sie stets Haltung, um die Harmonie und Stabilität innerhalb der Familie nicht zu gefährden.
Großvater: Kazama Renji
Alter: 67 Jahre
Kazama Renji ist ein besonnener, erfahrener und kluger Mann, der mit scharfem Verstand und ruhigem Auftreten eine starke Präsenz ausstrahlt. Er unterstützt die Vision eines mächtigen Kazama-Clans, doch die strenge Erziehungsmethode seines Schwiegersohns Ryouma betrachtet er mit unausgesprochener Skepsis. Obwohl er seine Bedenken nicht offen äußert, ist der Riss zwischen den beiden Männern spürbar – ein stilles Spannungsfeld, das sich in kurzen Blicken, ungesagten Worten und unterschwelligen Gesten manifestiert.
Gegenüber Yuzuki ist Renji weder herzlich noch distanziert, sondern nimmt die Rolle eines weisen Beraters und stillen Mentors ein. Er überschüttet sie nicht mit Lob oder Zuneigung, aber seine Worte – knapp, präzise und durchdacht – tragen oft mehr Gewicht als ganze Reden. In schwierigen Momenten ist er eine Quelle der Kraft und Beständigkeit, die ihr Klarheit gibt, ohne ihre Last abzunehmen. Er erwartet, dass sie ihren eigenen Weg findet, doch er gibt ihr stets die richtigen Impulse, um Entscheidungen mit einem wachen Geist und starkem Herzen zu treffen.
Tante: Takahashi Misaki
Alter: 36 Jahre
Takahashi Misaki ist eine einfühlsame, aber direkte und konfrontative Frau, die wenig Interesse daran hat, sich Konflikten zu entziehen – vor allem nicht, wenn es um ihre Familie geht. Obwohl sie weiß, dass Yuzukis Erziehung Sache der Eltern ist, fällt es ihr zunehmend schwer, sich herauszuhalten. Sie sieht mit wachsendem Unbehagen, wie ihre Nichte unter den strengen Blicken ihrer Eltern steht, und kann nicht schweigen, wenn sie das Gefühl hat, dass sie es zu es weit treiben.
Besonders gegenüber ihrer Schwester Akane äußert sie ihre Frustration offen und ohne Zurückhaltung. Sie hält ihr vor, sich zu sehr Ryoumas Führung zu unterwerfen und Yuzukis Wohl aus den Augen zu verlieren. Ryouma gegenüber ist sie zwar ebenfalls kritisch, jedoch vorsichtiger – ihre Konfrontationen mit ihm sind weniger impulsiv, mehr durchdacht, doch nicht weniger deutlich.
Trotz dieser Spannungen versucht sie, Yuzuki wenigstens ein kleines Maß an Wärme und Geborgenheit zu geben, wann immer sie kann. Sie weiß, dass sie an dem harten Training und dem Zwang zur totalen Disziplin nichts ändern kann, aber sie kann ihr zeigen, dass es in ihrem Leben auch Menschen gibt, die sie nicht nur als Erbin eines nichtexistenten Clans, sondern als Mensch sehen.
Bekannte und Freunde: Für Freunde und Bekannte hatte Yuzuki bislang keine Zeit.
Persönlichkeit
Interessen: Yuzukis Leben ist durchdrungen von Training, Disziplin und der Suche nach Anerkennung – alles, was sie tut, dient ihrer Entwicklung als Ninja. Sie treibt sich selbst über ihre Grenzen hinaus, nicht nur, weil es von ihr erwartet wird, sondern weil sie sich daran gewöhnt hat, in völliger Verausgabung einen klaren Kopf zu finden. Körperliche Erschöpfung ist ihr vertrauter Begleiter, beinahe schon eine Form der Ruhe, der Lohn für Ihre Mühen.
Inmitten dieser Strenge gibt es nur wenige Dinge, die sie wirklich als ihre eigenen betrachten kann. Ihre langen, dunklen Haare zu pflegen ist eine dieser seltenen Konstanten – eine fast unbewusste Routine, in der sie Kontrolle über etwas hat, das nicht von außen bestimmt wird. Gespräche mit ihrer Tante Misaki oder ihrem Großvater Renji sind eine andere. Während sie ihren Worten nie offen widerspricht, lauscht sie doch aufmerksam und zieht aus ihren Gesprächen eine stille, unsichtbare Kraft. Es sind Momente der Ruhe nach denen sie sich unterbewusst so sehr sehnt.
Eine weitere unerwartete Neigung zeigt sich in ihrer stillen Faszination für Pflanzenkunde. Nicht weil sie sich daran erfreut, sondern weil sie den praktischen Nutzen erkennt – Heilkräuter, Gifte, Tarnung. Doch manchmal, wenn sie über Blätter streicht oder den Duft frischer Erde aufnimmt, verweilt ihr Blick einen Moment zu lang. Ähnlich ist es mit alten Dingen – Bücher, Schriftrollen, Waffen aus vergangenen Zeiten. Der Geruch von Tinte und Buchleim hat etwas Verlässliches an sich, etwas Beständiges, das nicht urteilt und keine Erwartungen stellt. Sie würde es nie laut aussprechen, vielleicht nicht einmal bewusst begreifen, aber in ihr regt sich eine seltsame Faszination für Bauernhöfe oder eher für das Bauernleben. Für die Schlichtheit harter, aber ehrlicher Arbeit, für die greifbare Natur, für ein Leben, das nicht von Schatten, Messern und ständiger Disziplin durchzogen ist. Es ist keine Rebellion, keine offene Sehnsucht, sondern ein leiser Gedanke, der in ruhigen Momenten aufblitzt, nur um sofort wieder in die Tiefe ihres Geistes zu sinken. Ein Leben in völliger Freiheit, dem Gegenteil dessen, was ihr tatsächliches Leben bestimmt. Dass das Leben eines Bauern nicht so einfach sein könnte, wie Yuzuki sich das vorstellt, einmal völlig außer Acht gelassen.
Ihr Geist ist scharf, ihr Blick beobachtend. Sie denkt über Menschen nach, ihre Muster, ihre Absichten, ihre Worte. Alles wird analysiert, zerlegt und neu zusammengesetzt. Dennoch gibt es etwas in ihr, das sich nach einer Welt sehnt, die einfacher ist als die Ihre, vor allem, weil sie mit ihren Gedankenspielen und Analysen bei weitem nicht immer richtig liegt. Doch am Ende bleibt Yuzuki, was sie sein soll: eine Kämpferin. Sie hält an Ordnung fest, nicht nur in ihrem Leben, sondern auch in ihrer Umgebung. Struktur gibt ihr Halt, Regeln geben ihr Richtung. Sie würde nie behaupten, dass sie all diese Dinge wirklich mögen würde. Aber vielleicht – ganz tief in ihrem Inneren – bedeuten sie ihr doch mehr, als sie sich eingestehen kann.
Abneigungen: Was mag dein Charakter nicht?
Yuzuki bewegt sich in einer Welt, die von Disziplin und Leistung bestimmt wird. Alles hat seinen Platz, jede Handlung ihren Zweck. Entsprechend schwer fällt es ihr, mit unprofessionellem Verhalten umzugehen – Nachlässigkeit, Unkonzentriertheit oder eine leichtfertige Haltung sind ihr ein Dorn im Auge. Yuzuki verlangt Perfektion nur von sich selbst – doch von anderen erwartet sie zumindest, dass sie sich ernsthaft bemühen. Wer sich nicht anstrengt, ist in ihren Augen nicht fehlerhaft, sondern gleichgültig – und Gleichgültigkeit ist inakzeptabel. Faulheit ist noch schlimmer. Müßiggang, Zögern, ein Mangel an Einsatz – all das weckt in ihr eine wortlose, in unterdrücktem Neid gründende Verachtung. Doch so sehr sie Ordnung schätzt, so wenig kann sie soziale Konflikte ertragen. Während diese Abneigung von den Spannungen innerhalb ihrer Familie wurzelt, ist ihre Aversion auch in allen anderen Lebenslagen die Folge. Die unausgesprochenen Spannungen zwischen ihrem Großvater und ihrem Vater, die Vorwürfe ihrer Tante, das starre, unerschütterliche Bild, das ihre Mutter wahrt – all das schwebt wie ein Schatten über ihr. Sie würde es niemals offen zugeben, doch in solchen Momenten empfindet sie eine leise Erschöpfung.
Zu verlieren ist für sie keine Option. Ein verlorener Kampf, eine verpasste Gelegenheit, ein Moment der Schwäche – alles davon ist ein persönliches Versagen. Und Versagen bedeutet, den Erwartungen ihrer Eltern nicht gerecht zu werden ... und als Folge davon natürlich auch ihren eigenen. Sie lasten schwer auf ihr, stets unausgesprochen, aber immer präsent. Sie zu erfüllen ist Pflicht. Sie nicht zu erfüllen wäre undenkbar. Zumindest was sie selbst betrifft, ist Scheitern einfach nicht drin. Als Teil dessen bevorzugt Yuzuki Kontrolle, doch das Leben hält sich nicht immer an ihre Regeln. Unerwartete Situationen sind ihr unangenehm – nicht aus Angst, sondern weil sie einen Moment der Unsicherheit mit sich bringen. Sie zwingt sich, flexibel zu sein, doch in ihrem Inneren fühlt sie den unwillkommenen Druck, sich anpassen zu müssen, anstatt die Situation bereits im Voraus durchschaut zu haben, sieht sie sich konfrontiert mit Gegebenheiten, auf die sie sich nicht hat vorbereiten können.
Aufmerksamkeit ist ein weiteres Ärgernis. Sie bevorzugt den Schatten, unauffällig und unbehelligt. Blicke auf ihr zu spüren, im Mittelpunkt zu stehen, zieht ihr innerlich die Kraft aus den Knochen. Es ist nicht Schüchternheit – es ist schlicht unnötig. Es fühlt sich so falsch an, nach allem, worauf sie im Leben vorbereitet wurde.
Neben all diesen grundlegenden Abneigungen gibt es jedoch auch ganz banale Dinge, die ihr missfallen. Süßigkeiten beispielsweise – sie sind klebrig, überflüssig und haben keinen praktischen Nutzen. Natürlich ist der Geschmack angenehm, aber Yuzuki weiß ganz genau, dass dieser nur eine Falle ist, um Ihren Körper ... und auch ihre Zähne zu zerstören. Unterbewusst kann sie diesem Laster etwas Positives abgewinnen, aber intellektuell erlaubt sie sich einfach nicht, sich hinreißen zu lassen. Rosinen sind noch schlimmer. Sie sind weder Frucht noch richtiges Essen, sondern eine merkwürdige Zwischenform, die sich in Gebäck versteckt, wo sie nicht hingehören. Manche Dinge kann sie durch Training überwinden – aber Rosinen bleiben Rosinen!
Mag:
- Training
- Verausgabung
- Haarpflege
- Gespräche mit ihrer Tante oder ihrem Großvater
- Pflanzenkunde
- Den Geruch von Tinte
- Den Geruch von Buchleim
- Bauernhöfe
- Über Leute nachdenken
- Deftiges Essen
- Alte Dinge
- Ordnung
Hasst:
- Unprofessionelles Verhalten
- Soziale konflikte (Familie)
- Faulheit
- Verlieren
- Unerwartete Situationen
- Die Erwartungen ihrer Eltern
- Aufmerksamkeit
- Süßigkeiten
- Rosinen
Verhalten: Yuzuki bewegt sich mit der kalten Präzision einer Klinge – scharf kontrolliert, aber ohne den Drang, sich in den Vordergrund zu drängen. Zumindest bemüht sie sich darum, so aufzutreten. Ihr Verhalten ist von strenger Disziplin geprägt, jede Bewegung ist bewusst, jede Geste maßvoll. Doch hinter dieser Fassade liegt eine stille Zurückhaltung, eine Art unsichtbarer Druck, der sie davon abhält, ihren Willen wirklich durchzusetzen. Sie gehorcht, sie funktioniert – doch sie führt nicht.
In Gruppen fällt sie durch ihre Wortkargheit und Unpersönlichkeit auf. Sie spricht nur, wenn es nötig ist, und selbst dann ist ihre Stimme ruhig, fast emotionslos. Die Ninja-Regeln, in sie eingeprägt mit unerbittlicher Härte, diktieren ihr Verhalten: Emotionen sind eine Schwäche, die Mission steht über allem. Und so unterdrückt sie, was sie fühlt, verschließt sich vor Konflikten und frisst Probleme in sich hinein, anstatt sie offen anzusprechen. Selbst wenn sie etwas stört, hält sie den Mund – nicht aus Angst, sondern weil sie es so gelernt hat.
Doch auch wenn sie sich nicht in den Mittelpunkt drängt, bleibt sie nicht unbemerkt. Ihr dunkles Haar, ihr diszipliniertes Auftreten und vor allem ihre auffälligen, durchdringenden Augen hinterlassen eine unausweichliche Wirkung auf ihr Umfeld. Es ist nicht nur ihre Erscheinung, sondern die Art, wie sie Menschen ansieht: ruhig und distanziert, als würde sie jeden Gedanken und jede Absicht still analysieren. Manche fühlen sich von diesem Blick beobachtet, andere vielleicht sogar eingeschüchtert.
Dennoch ist sie keine kalte, abweisende Person. Es gibt keinen Hochmut in ihr, keine bewusste Arroganz oder Unnahbarkeit – nur eine unerschütterliche Distanz. Diejenigen, die mit ihr interagieren, könnten sich fragen, ob unter dieser harten Oberfläche überhaupt noch jemand ist, der wirklich fühlt. Doch wenn man genau hinsieht, erkennt man es: in den Momenten, in denen sie kurz zögert, in den seltenen Augenblicken, in denen ihre Finger sich unbewusst an ihrer Kleidung festhalten oder ihr Blick für eine Sekunde auf etwas verweilt, das nicht zur Mission gehört. Momente des Haderns, in denen sie sich selbst ermahnen muss, ihre professionelle Fassade aufrecht zu halten.
Abseits von Missionen, wenn der Druck zumindest ein wenig nachlässt, dem sie sich selbst aussetzt, verändert sich Yuzukis Verhalten – wenn auch nur in Nuancen. Sie bleibt zurückhaltend, ruhig, gefasst, doch die unerbittliche Strenge, die sie im Einsatz zeigt, weicht einer gedämpften Stille. Ihre Bewegungen sind weniger kalkuliert, ihr Blick weniger durchdringend. Sie nimmt sich Zeit für Dinge, die in der Struktur ihres Alltags keinen Platz haben – nicht, weil sie es sich erlaubt, sondern weil ihre Gedanken sich manchmal von selbst in diese Richtungen bewegen.
Sie spricht nicht viel, doch in privaten Momenten ist ihr Schweigen weniger eine Mauer als vielmehr ein stilles Ausharren. Sie hört zu, nimmt ihre Umgebung wahr, lässt Gespräche an sich vorbeiziehen, ohne aktiv daran teilzunehmen. Ihre Tante Misaki erkennt in solchen Augenblicken den Hauch einer Person, die nie wirklich Gelegenheit hatte, sich selbst zu entfalten. Ihr Großvater Renji spürt, dass Yuzuki nach Antworten sucht, die sie sich nicht zu stellen wagt. Ihre Mutter Akane beobachtet sie mit einem Blick, in dem sich Sorge verbirgt, auch wenn sie nie ein Wort darüber verliert.
Wenn sie sich unbeobachtet fühlt, wenn niemand ihre Haltung bewertet oder ihre Leistung misst, zeigt sich ihr wahres Wesen in winzigen Details. Ein Finger, der nachdenklich über den Einband eines alten Buches streicht. Ein leises, kaum hörbares Seufzen nach einem langen Trainingstag. Ein Moment, in dem sie über etwas nachdenkt, das nicht in den engen Rahmen ihrer Bestimmung passt. Dann und wann, wenn sie allein ist, betrachtet sie den Himmel und fragt sich – ohne es je in Worte zu fassen – ob ein anderes Leben jemals eine Möglichkeit gewesen wäre. Doch selbst in diesen Augenblicken kehrt sie stets zu dem zurück, was von ihr verlangt wird. Die Regeln der Shinobi sind tief in ihr verankert, und selbst wenn ihr Blick für einen Moment weich wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich wieder aufrichtet, die Schultern strafft und den Gedanken an etwas anderes mit stummer Konsequenz zurückdrängt. Denn Yuzuki ist, was sie sein soll – und was sie sein muss: eine Ninja. Im Idealfall ohne Stärken, Schwächen oder Persönlichkeit. Aber in jedem Leben kommen Momente, die einen Menschen schlicht überfordern. Wenn sie mit solchen Momenten konfrontiert wird, fällt es ihr äußerst schwer, sich auf andere zu verlassen. Ihr Drang nach Kontrolle, Perfektion und auch ihre Unerfahrenheit mit zwischenmenschlichen Beziehungen außerhalb ihrer Familie machen es ihr nahezu unmöglich, sich auf die Kraft anderer Leute zu stützen.
Wesen: Yuzuki ist eine Person, die von zwei widersprüchlichen Kräften geformt wird. Disziplin, Härte, Perfektion – diese Werte sind ihr Fundament, die Pfeiler, auf denen ihr gesamtes Dasein ruht. Sie kennt es nicht anders. Regeln sind Sicherheit, Leistung ist Anerkennung. Sie hat niemals hinterfragt, ob es anders sein könnte, denn es gab nie eine Alternative. Doch in den stillen Momenten, wenn niemand etwas von ihr erwartet, spürt sie es – eine leise, unaufdringliche Sehnsucht nach etwas anderem. Sie weiß nicht, wie sich Freiheit anfühlt, nur dass sie nicht für sie bestimmt ist. Und doch gibt es Augenblicke, in denen ihr Blick an einem Sonnenuntergang hängen bleibt, an einer leichten Sommerbrise, die durch das hohe Gras fährt. Ein Moment des Zögerns. Ein unbewusster Wunsch, innezuhalten. Es ist eine Fantasie, die sie sich nicht erlaubt. Ihre Regeln, ihre Disziplin – sie halten sie zusammen, und ohne sie wäre sie nichts. Doch manchmal, in den tiefsten Winkeln ihres Inneren, fragt sie sich, ob das wirklich wahr ist.
Ihr unermüdlicher Drang nach Perfektion ist keine bloße Ambition – es ist ein verzweifelter Beweis dafür, dass sie existiert. Anerkennung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Gut, das ihr nur dann zuteilwird, wenn sie sich als würdig erweist. Ihre Eltern haben ihr früh beigebracht, dass Zuneigung etwas ist, das verdient werden muss. Doch egal, wie hart sie kämpft, egal, wie oft sie beweist, dass sie besser ist als alle anderen – es bleibt still. Ein ausbleibendes Lob, ein Blick, der an ihr vorbeigeht, eine Messlatte, die sich mit jedem Erfolg nur weiter in die Höhe schiebt. Und so rennt sie weiter, rastlos, ziellos, getrieben von der Hoffnung, dass es irgendwann genug sein wird. Versagen ist keine Option. Es ist mehr als eine Schwäche – es ist eine Bedrohung. Yuzuki kann sich keinen Fehler leisten, denn ein Fehler würde bedeuten, dass sie nicht gut genug ist. Dass sie überflüssig ist. Sie kann nicht zulassen, dass das passiert. Also unterdrückt sie jede Unsicherheit, zwingt sich zur absoluten Erschöpfung, bis aus Pflicht Besessenheit wird und aus Angst Panik.
Doch in all dem erkennt sie sich selbst nicht als Opfer. Das ist einfach, was sie ist. Was sie sein muss. Strenge ist für sie kein Zwang, sondern ein natürlicher Zustand. Die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, ist keine Option – und doch geschieht es manchmal in winzigen, kaum merklichen Momenten. Wenn ihr Blick für einen Sekundenbruchteil weicher wird. Wenn ihre Finger sich unbewusst an ihrer Kleidung festhalten. Wenn sie sich vorstellt, wie ein anderes Leben hätte sein können – nur um den Gedanken ebenso schnell wieder zu verwerfen. Denn ein anderes Leben ist eine Illusion, ein Hirngespinst. Es gibt nur den Weg, den sie gehen muss. Und solange sie aufrecht bleibt, solange sie funktioniert, ist alles, wie es sein soll. Oder zumindest redet sie sich das ein.
Stärken und Schwächen
Stärken: Yuzuki zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Disziplin aus, die tief in ihrem Wesen verwurzelt ist. Sie lebt nach klaren Regeln und einem strengen Plan, was sie zu einer zuverlässigen und fokussierten Person macht. In ihrem Alltag folgt sie einer festen Struktur, die ihr hilft, ihre Ziele zu erreichen und ihre Pflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ihre Disziplin zeigt sich nicht nur in ihrer Arbeit, sondern auch in ihrer Selbstbeherrschung. Sie hat die Fähigkeit, ihre Emotionen weitgehend zu kontrollieren und in den meisten Situationen ruhig und gefasst zu bleiben, selbst wenn sie innerlich unter Druck steht. Eine weitere Stärke Yuzukis ist ihre Zielstrebigkeit. Wenn sie sich etwas vornimmt, verfolgt sie es mit einer unerschütterlichen Entschlossenheit. Hindernisse, sei es in Form von Aufgaben oder persönlichen Zweifeln, lassen sie nicht von ihrem Weg abbringen. Ihre Konzentration auf das Erreichen von Zielen ist beeindruckend und gibt ihr eine Klarheit, die viele bewundern. Diese Zielstrebigkeit geht Hand in Hand mit ihrer Arbeitsmoral. Yuzuki ist nicht nur bereit, hart zu arbeiten, sondern sie glaubt fest daran, dass nur durch Hingabe und eiserne Disziplin Erfolg erzielt werden kann. Sie ist eine Person, die nie aufgibt, auch wenn der Weg steinig und anstrengend ist. Darüber hinaus ist Yuzuki durch ihre analytischen Fähigkeiten in der Lage, komplexe Situationen schnell zu erfassen und durchdachte Entscheidungen zu treffen. Sie kann Probleme logisch analysieren und Lösungen finden, ohne sich von Emotionen oder impulsiven Reaktionen leiten zu lassen. Diese Fähigkeit macht sie in vielen Situationen zu einer wertvollen Unterstützerin, da sie stets das Gesamtbild im Blick behält und strategisch denkt.
Obwohl sie ihre eigenen Bedürfnisse oft hintenanstellt ist Yuzuki dennoch eine verlässliche Person. Sie erfüllt ihre Verpflichtungen immer und setzt alles daran, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diese Verlässlichkeit zieht sich durch alles, was sie tut, sei es bei der Arbeit oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Man kann sich auf sie verlassen, weil sie alles tun wird, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen und keine halben Sachen zu machen. In ihrer tiefen Überzeugung, dass man durch harte Arbeit und strenge Selbstdisziplin Erfolg erzielen muss, besitzt Yuzuki eine beeindruckende Unbeirrtheit. Ihr Wille, ihren eigenen Kurs zu fahren, lässt sich nicht leicht erschüttern. Selbst wenn andere an ihr zweifeln oder sie kritisieren, bleibt sie fest in ihrer Überzeugung und verfolgt weiterhin ihr Ziel. Ihre Unabhängigkeit in der Art, wie sie mit Herausforderungen umgeht, ist eine weitere Stärke, die sie prägt. Sie glaubt daran, dass sie auf sich selbst vertrauen muss und ist daher in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie diese kaum durchzusetzen weiß.
Diese Stärken machen Yuzuki zu einer unglaublich fokussierten und entschlossenen Person, die sich in einer Welt voller Herausforderungen und strenger Erwartungen behaupten kann. Ihre Disziplin, ihre Zielstrebigkeit und ihre unerschütterliche Arbeitsmoral sind die Säulen ihres Lebens, die ihr sowohl Stabilität als auch eine gewisse Isolation verschaffen – aber sie ermöglichen ihr auch, sich in einer Welt der kontinuierlichen Verbesserung zu behaupten.
Schwächen: Yuzuki ist in vielerlei Hinsicht eine beeindruckende Persönlichkeit, doch hinter ihrer strengen Disziplin und Zielstrebigkeit verbergen sich auch tiefe Schwächen, die ihre innere Welt stark beeinflussen. Eine ihrer größten Schwächen ist ihre Unfähigkeit, sich selbst zu verzeihen. Ihre unerschütterliche Jagd nach Perfektion macht sie äußerst kritisch mit sich selbst. Jedes kleinste Versagen – sei es in der Ausführung einer Aufgabe oder in zwischenmenschlichen Beziehungen – löst bei ihr regelrechte Panik aus. Sie kann nicht akzeptieren, Fehler zu machen, da sie in ihrem Verständnis von sich selbst immer die beste Version sein muss. Dieses Bedürfnis nach Anerkennung, das ihr seit der Kindheit vorenthalten wurde, führt dazu, dass sie sich selbst niemals als „gut genug“ betrachtet. Selbst Erfolge werden von ihr nicht als solche anerkannt, da sie stets nach der nächsten Herausforderung strebt, um ihre Fehler zu überdecken. Ein weiteres zentrales Problem ist ihre Angst vor sozialer Nähe. Yuzuki ist in vielerlei Hinsicht eine Insel, die sich von anderen fernhält. Sie ist nicht in der Lage, ihre Gefühle zu teilen oder offen über ihre Ängste und Unsicherheiten zu sprechen. Diese emotionale Isolation kommt nicht nur von ihrer Erziehung, sondern auch von der tief verwurzelten Überzeugung, dass sie ihre Schwächen und Verletzlichkeit unterdrücken muss, um nicht als „schwach“ wahrgenommen zu werden. Ihre Angst, auf andere angewiesen zu sein oder ihre Unzulänglichkeiten zu zeigen, hindert sie daran, echte Beziehungen aufzubauen. Es gibt eine Barriere in ihr, die sie von der Welt und vor allem von denen, die sie eigentlich am meisten bräuchte, trennt.
Zusätzlich leidet Yuzuki unter einer tieferen Unfähigkeit, sich selbst zu erlauben, zu entspannen. Ihre Abneigung gegenüber Müßiggang ist nicht nur ein Zeichen ihrer Disziplin, sondern auch ein verdrängter Neid auf diejenigen, die sich das "Erlauben können". Sie missgönnt anderen das Privileg, sich eine Pause zu gönnen oder ohne die ständige Last der Verantwortung zu leben. Diese Unfähigkeit, sich zu entspannen, verstärkt den inneren Druck, den sie auf sich ausübt, und führt dazu, dass sie ihre eigene Menschlichkeit fast vollständig ausblendet. Der Drang danach durch Perfektion und Kontrolle anerkannt zu werden, wird in ihren Augen durch das Streben nach einem unerreichbaren Ideal genährt, das sie von innen heraus zerrt und ihr jede Gelegenheit zur Selbstfürsorge und inneren Ruhe verweigert. Eine weitere Schwäche ist ihr mangelndes Vertrauen in andere. Yuzuki glaubt nicht daran, dass sie sich auf andere Menschen verlassen kann, was ihre Beziehungen enorm erschwert. Sie hat in ihrer Familie nie das Gefühl gehabt, Anerkennung oder Unterstützung zu erhalten, und so glaubt sie, dass sie sich immer selbstgenügsam halten muss. Ihre Fähigkeit zur Teamarbeit ist begrenzt, da sie es schwierig findet, die Kontrolle abzugeben. Sie ist es gewohnt, alles selbst zu erledigen und in ihren eigenen Maßstäben zu denken, wodurch sie oft in Situationen kommt, in denen sie sich überfordert fühlt, aber gleichzeitig nicht bereit ist, Hilfe anzunehmen. Yuzuki hat auch ein großes Problem mit der Wahrnehmung ihrer eigenen Identität. Ihre Strenge und ihre Verpflichtung zu einem Leben voller Disziplin und Pflichtgefühlen haben sie zu einem Werkzeug gemacht, das sich selbst als nichts anderes sieht als ein funktionales Instrument, das gehorcht und handelt. Sie hat wenig Raum für persönliche Bedürfnisse oder Wünsche, und selbst in Momenten der Ruhe, in denen sie Zeit für sich selbst hat, weiß sie nicht, was sie mit dieser Freiheit anfangen soll. Der Druck ihrer Eltern und die Erwartungen der Ninja-Kultur haben sie mehr geformt, als sie es selbst begreifen kann – manchmal fühlt es sich an, als würde sie sich selbst in all diesen Forderungen verlieren, die von ihrem Elternhaus her auf sie einprasseln. Dies führt zu einer existenziellen Leere, die sie häufig zu ignorieren versucht, aber die dennoch stets im Hintergrund lauert.
Schließlich ist Yuzuki, trotz ihrer kontrollierten Fassade, sehr empfindlich, wenn es um die Wahrnehmung ihrer Leistung geht. Da sie das Gefühl hat, dass ihre Eltern sie nie wirklich loben oder anerkennen, führt jeder Mangel an Bestätigung zu einem Gefühl von Unzulänglichkeit. Ihre Unsicherheit über ihre eigene Bedeutung und ihren Wert lässt sie in Momenten des Zweifels besonders verletzlich erscheinen. Dies äußert sich in einer tiefen Angst vor Versagen und einer ständigen Unzufriedenheit mit dem, was sie tut, selbst wenn sie alles richtig macht. Sie ist in einem unaufhörlichen Zyklus aus Selbstkritik und dem unstillbaren Drang, sich immer wieder zu beweisen, gefangen.
All diese Schwächen machen Yuzuki zu einer Person, die mit ihren eigenen inneren Dämonen kämpft und dabei von der Welt und von sich selbst immer weiter entfremdet wird. Ihre Unfähigkeit, sich selbst zu akzeptieren und ihre ständig wachsende Angst vor Fehlern führt dazu, dass sie zwar von außen stark und unerschütterlich wirkt, aber innerlich in einem ständigen Zustand der Anspannung und des Zweifels lebt.
Geschichte
0-6 Jahre
In den ersten Jahren ihres Lebens war Yuzuki noch weit entfernt von der Disziplin und den harten Anforderungen, die ihr später auferlegt werden sollten. Die Welt, in der sie sich bewegte, war für sie eine Mischung aus Geborgenheit und intensiven Eindrücken, die sie noch nicht ganz verstand. Ihre Mutter Akane war in dieser Zeit eine liebevolle, wenn auch strengere Figur, die sie in Geborgenheit und Zuneigung hüllte, wenn auch immer mehr mit dem unausgesprochenen Wunsch, Yuzuki in den Grundsätzen der Familie zu erziehen. Yuzuki spürte ihre Präsenz oft wie eine sanfte, aber stetige Kraft, die sie auf einen bestimmten Weg führen wollte, auch wenn sie noch nicht wusste, was dieser "Weg" wirklich bedeutete. Ihr Vater, Ryouma, war in dieser frühen Phase weniger präsent. Aber Yuzuki nahm trotzdem eine gewisse Schärfe in seiner Art wahr, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wusste, was es bedeutete, „strikt“ oder „streng“ zu sein. Sie fühlte sich manchmal unsicher, wenn er in ihrer Nähe war. Ihre ersten Kindheitserfahrungen waren von einer Mischung aus leichter Angst und bewundernder Zuneigung für ihre Eltern geprägt, wobei sie besonders in der Nähe ihres Vaters das Gefühl hatte, ein wenig im Schatten seiner strengen Präsenz zu stehen.
Der Großvater, Renji, war der ruhige Pol in ihrem Leben. Er erzählte Yuzuki Geschichten von einer Welt, die sie noch nicht wirklich verstand – eine Welt, in der Werte wie Respekt und Geduld von zentraler Bedeutung waren. Obwohl Yuzuki seine Geschichten oft nicht vollständig begreifen konnte, fühlte sie sich in seiner Nähe sicher und geliebt. Wenn er mit ihr sprach, gab es keinen Druck, sondern einfach nur eine ruhige Wärme, die sie in sich aufnahm. Ihre Tante Misaki war in diesen Jahren eine sanfte Quelle des Trostes, besonders wenn Yuzuki sich überfordert fühlte. Sie wusste intuitiv, dass sie bei Misaki immer ein offenes Ohr finden würde, auch wenn diese Momente nur selten waren.
In diesen ersten Jahren war Yuzuki jedoch noch zu jung, um wirklich zu begreifen, wie der eiserne Griff ihrer Eltern ihre Welt prägen sollte. Sie erlebte ihre Kindheit als ein ständiges Wechselspiel aus Zuneigung und unbestimmtem Unbehagen – einer Mischung aus Wärme und dem leisen, unausgesprochenen Gefühl, dass sie sich stets beweisen musste, ohne genau zu wissen, was sie beweisen sollte. Ihr Vater war nicht der Typ, der sie direkt in die Verantwortung nahm, aber Yuzuki spürte die Dringlichkeit, in seinen Augen richtig zu handeln, auch wenn sie noch nicht wusste, wie sie das tun sollte. In diesem jungen Alter versuchte sie, einfach zu gefallen, ohne zu wissen, wie viel von sich selbst sie dafür aufgeben würde. In ihren frühen Jahren schlich sich der Gedanke in Yuzuki ein, dass die Welt um sie herum strenger und fester war, als sie es in ihren kindlichen Augen zunächst verstanden hatte. Als sie begann, ihre Umwelt stärker wahrzunehmen, merkte sie auch, dass ihr Leben in einer gewissen Weise anders war als das vieler anderer Kinder. Während andere Kinder Zeit zum Spielen und Herumtollen hatten, gab es für Yuzuki immer kleine Aufgaben, kleine Dinge, die von ihr erwartet wurden, auch wenn sie noch nicht die Bedeutung dahinter erfasste. Sie wurde langsam von einem Gefühl der Verantwortung durchdrungen, das sie nicht vollständig verstand – ein Gefühl, das ihr durch die strengen Blicke und die Worte ihrer Eltern eingeprägt wurde. Ihre ersten Eindrücke von "Erfolg" und "Versagen" waren simpel, aber tief. Wenn sie etwas gut machte, wurde sie mit einem Lächeln und einem leisen "gut gemacht" belohnt. Wenn sie Fehler machte, war der Blick ihrer Eltern kühler – kein lautes Schimpfen, sondern ein stiller, aber merklicher Ausdruck der Enttäuschung, der Yuzuki das Gefühl gab, nie ganz genug zu sein. Auch wenn sie nicht wusste, was „genug“ bedeutete, ahnte sie doch schon zu dieser Zeit, dass die Anforderungen an sie etwas waren, das ihre Welt von der anderer Kinder unterschied. Aber als kleines Kind war sie noch in einer Phase, in der sie sich durch die Liebe und Fürsorge ihrer Eltern trug. Und auch wenn sie spürte, dass etwas von ihr erwartet wurde, war die volle Tragweite dieses Drucks noch nicht in ihrem Herzen angekommen. Sie versuchte, das Beste zu geben, ohne zu wissen, wie sehr dieser Drang, alles richtig zu machen, ihr Leben eines Tages prägen würde.
6-9 Jahre
Mit sechs Jahren begann Yuzuki, die Welt um sich herum aktiver zu begreifen. Die Zeit des kindlichen Spiels und der Unbeschwertheit, die sie in ihren ersten Jahren gekannt hatte, begann langsam zu verblassen. Die ersten Anzeichen dafür, dass ihre Eltern von ihr mehr erwarteten als von anderen Kindern, traten deutlicher zutage. Ihre Tage waren nun mehr gefüllt mit Aufgaben und kleinen Verpflichtungen – immer kleine Dinge, die sie tun sollte, immer kleine Schritte in eine Richtung, die sie nicht ganz verstand. Doch schon früh hatte sie ein leises Gefühl dafür, dass diese Aufgaben nicht ohne Bedeutung waren. Ihr Vater, Ryouma, hatte schon früh begonnen, Yuzuki mit einfachen Übungen zu fordern. Es waren keine strengen Trainings – eher Aufgaben, die ihr beibrachten, diszipliniert und zielgerichtet zu handeln. Sie sollte lernen, Aufgaben in kurzer Zeit zu erledigen, ohne Fehler zu machen. Fehler – das Wort trat langsam immer öfter in Yuzukis Leben. Wenn sie einmal etwas falsch machte, merkte sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Ryouma hielt sich nie lange mit Erklärungen auf. Stattdessen gab es einen kurzen, strengen Blick und dann eine Stille, die Yuzuki tiefer traf als jedes Wort. Die Strenge war nun kein Konzept mehr, das sie nur vage verstand. Sie spürte sie in jedem Moment, auch wenn sie nicht immer wusste, was sie tun sollte, um die Erwartungen zu erfüllen. Ihre Mutter, Akane, begleitete sie in diesen Jahren mit einer Ruhe, die fast unerträglich war. Akane war nie laut, nie aufbrausend. Aber sie erwartete von Yuzuki ein hohes Maß an Selbstbeherrschung. Ihre liebevolle, aber distanzierte Art vermittelte Yuzuki, dass Zuneigung und Anerkennung etwas waren, das sich verdienen ließ. Akane lobte sie nur selten, und auch dann waren es die kleinen, unerbittlich hohen Standards, die Yuzuki erfüllte, die Anerkennung brachten.
Ihre Tante Misaki und Großvater Renji waren die einzigen, die ihr das Gefühl gaben, dass sie auch einmal „Fehler“ machen konnte, ohne dass die Welt zusammenbrach. Doch auch ihr Großvater, so sehr er Yuzuki liebte, sprach in seiner sanften Art immer von Respekt und Verantwortung. Es war nicht das Verständnis für Yuzukis kindliche Bedürfnisse, das er förderte – sondern vielmehr das Gefühl, dass sie Verantwortung trug und sich „bewähren“ musste. In diesen Jahren erkannte Yuzuki, dass die Menschen um sie herum ein Bild von ihr hatten, das sie zu erfüllen versuchte, ohne es zu hinterfragen. Sie wollte ihren Großvater stolz machen, so wie sie es von ihren Eltern gelernt hatte.
Die realen Emotionen, die Yuzuki in diesen Jahren erlebte, waren von einer Mischung aus Unsicherheit und dem Drang geprägt, den Anforderungen gerecht zu werden. Manchmal fühlte sie sich unsicher, was "richtig" und "falsch" war, und versuchte, ihre Fehler zu vermeiden, indem sie mehr und mehr nach den unerbittlichen Regeln ihrer Eltern handelte. Aber je mehr sie versuchte, sie zu befolgen, desto klarer wurde ihr, dass sie mit dem Wunsch, zu gefallen, in einen engen Raum hineinwuchs – einen Raum, in dem sie langsam das Gefühl bekam, sie sei mehr „Werkzeug“ als Kind. In diesen Jahren begann Yuzuki auch, die Unterschiede zwischen sich und anderen Kindern zu bemerken. Während ihre Altersgenossen freien Tagen draußen spielten, hatte sie oft keine Zeit für solche Unbeschwertheit. Ihr Vater drängte sie zu immer anspruchsvolleren Aufgaben – nicht nur bei der Körperbeherrschung, sondern auch bei der Entwicklung ihres geistigen Scharfsinns. Sie fühlte sich in diesen Momenten häufig überfordert. Sie konnte noch nicht ganz begreifen, warum sie das alles tun sollte. Warum nicht einfach wie die anderen Kinder sein? Doch die stille Antwort, die sie sich immer wieder gab, war: "Weil es von dir erwartet wird."
Ihre Tante Misaki war in diesen Jahren eine gewisse Quelle der Wärme, die sie wie eine kleine Oase zwischen den strengen Anforderungen ihrer Eltern empfand. Wenn sie Zeit mit ihr verbrachte, konnte sie einmal die Kontrolle loslassen und sich in der Geborgenheit ihrer Nähe etwas "normaler" fühlen. Misaki wusste, wann Yuzuki eine Pause brauchte, auch wenn diese Pausen nie lange andauerten. Doch Misaki konnte Yuzuki nie wirklich von dem Druck befreien, den ihre Eltern ihr auferlegten. Die Zerrissenheit zwischen der Zuneigung, die sie in den Momenten mit Misaki spürte, und der Strenge zu Hause war ein ständiger Konflikt in Yuzukis jungen Jahren. Und während sie in ihren Gedanken immer mehr die Menschen um sich herum beobachtete, spürte sie immer intensiver, wie dieser Druck auf ihr lastete. Es gab Momente, in denen sie sich fragte, was sie wirklich wollte – nicht im Hinblick auf ihre Eltern, sondern für sich selbst. Doch in dieser Zeit wusste sie noch nicht, wie sie diese Frage überhaupt beantworten sollte. Die Zuneigung, die sie von ihren Eltern empfing, kam mit Bedingungen, die sie noch nicht zu verstehen vermochte. Sie hatte den Eindruck, dass sie sich selbst nie so wirklich erlebte, sondern immer durch die Linse anderer.
9-12 Jahre
Mit 12 Jahren begann sich Yuzuki zunehmend von der Struktur und Disziplin ihres Lebens zu entfremden. Sie war kein Kind mehr, das einfach nur gehorchte, um zu gefallen. Das ständige Training, die ständige Erwartung, die perfekte Kunoichi zu werden, hatten eine tiefe Erschöpfung in ihr hinterlassen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Unter der Oberfläche brodelte eine Wut, die sie nicht länger ignorieren konnte. Sie begann, die Welt um sich herum in Frage zu stellen: Warum musste sie immer auf diesem steinigen, schmerzhaften Weg gehen? Warum konnte sie nicht einfach ein "normales" Leben führen? Warum konnte sie nicht einfach sie selbst sein, ohne ständig den Prüfungen ihrer Eltern ausgesetzt zu sein?
Eines Abends, nach einer besonders harten Trainingseinheit, die sie mehr erschöpft als je zuvor hinterlassen hatte, platzte es aus ihr heraus. Es war nicht nur eine kleine Trotzreaktion, sondern ein emotionaler Ausbruch, der in diesem Moment alles in ihr aufbrach. Sie konnte nicht mehr stillhalten. Die ganze Frustration, die sie über Jahre hinweg in sich angesammelt hatte, kam auf einmal heraus. "Warum muss ich immer der sein, den ihr wollt?! Warum kann ich nicht einfach… ich sein?!", schrie sie, die Fäuste geballt. Die Worte, die sie so lange unterdrückt hatte, fielen nun ungehindert aus ihrem Mund, als der Druck sie endgültig erdrückte. Sie wünschte sich in diesem Moment nichts mehr, als dass ihre Eltern sie sahen – wirklich sahen – und nicht nur das Werkzeug, das sie für ihre eigenen Pläne vorgesehen hatten. Ihre Mutter, Akane, reagierte mit der gewohnten Kühle und einem Blick, der wenig von Zuneigung zeigte, sondern eher von stiller Enttäuschung, doch ihr Blick war dennoch durchsetzt von unterschwelligem Verständnis. Doch es war ihr Vater, Ryouma, der mit einem scharfen Blick und einer unmissverständlichen Stimme reagierte. "Du dienst einem höheren Zweck!" Yuzuki starrte ihn mit aufgewühltem Blick an, Tränen der Wut und der Verzweiflung liefen ihr über das Gesicht. Doch ihre Eltern standen fest, unerschütterlich, wie immer. "Ich… ich will nicht mehr! Ich kann nicht mehr!", rief sie, ihre Stimme brüchig vor Schmerz. Ein solcher Ausbruch war für sie völlig undenkbar, aber die befreiende Wirkung konnte sie nicht leugnen. Sie hatte sich Gehör verschafft, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Und in diesem kurzen Moment stieg eine Mischung aus Befreiung und blankem Terror in ihr auf - Yuzuki wusste, dass dieser Akt der Rebellion Konsequenzen haben musste.
So überraschte es sie wenig, als Ryouma einen Schritt Schritt zu ihr trat. Mit einer einzigen, ruhigen Bewegung packte er sie am Arm und riss sie aus ihrer Position. "Du bist der Schlüssel zu unserer Zukunft!" Seine Worte waren schneidend, und als er sie weiter an sich zog, spürte sie den beängstigenden Druck seiner Autorität. In diesem Moment fühlte sie sich wieder wie das kleine Kind, das nicht in der Lage war, sich von der Kontrolle ihrer Eltern zu befreien - denn genau das war sie noch immer. Ohne ein weiteres Wort befahl er ihr mit einem Blick, mit ihm zu kommen. Sie ahnte, was folgen würde. In der Dunkelheit des Trainingsraumes, der so gerade eben für Einzelübungen ausreichte, wenn sie sich vorsichtig bewegte wirbelte er herum und eine starke Rückhand traf Yuzuki im Gesicht als sie hinter ihm den Raum betreten wollte. Das junge Mädchen flog förmlich gegen die Steinerne Wand des Raumes, doch mehr als ein kraftloses Stöhnen brachte sie nicht zustande. Augenblicke später fühlte sie den Schatten ihres Vaters über sich: "Ich bin nicht hart zu dir, um dich zu bestrafen, Yuzuki. Ich bin hart zu dir, weil ich das Beste für dich will, begreif das doch!" Und dann begann ihre Strafe. Wieder und wieder fuhr die schwere Hand Ryoumas auf sie nieder, zuerst begleitet von Schreien, letzten Endes nur noch von Wimmern ...
... Minuten, Stunden, länger? Es war schwer zu sagen, aber ihr kam es ewig vor. Inmitten dieser Qual begann Yuzuki, die Realität zu begreifen. Ihre Rebellion, so kurz und heftig sie auch gewesen war, hatte ihr nichts gebracht – sie war zurück in den eisernen Griff ihrer Eltern gezwungen worden. Und in diesem Moment war die Realität klarer als je zuvor: Ihre Existenz war nie ihre eigene gewesen. Sie war dazu bestimmt, den Traum eines Anderen zu leben und dafür zu leiden. Doch tief in ihrem Inneren blieb ein kleiner Funke der Rebellion, ein Funke, den sie selbst noch nicht wirklich verstand. Sie wusste nur, dass dieser Moment sie verändert hatte. Irgendwo, tief in ihr, wuchs der Wunsch, nach einem Leben zu streben, das mehr war, als die Ketten ihrer Eltern. Aber sie hatte auch gelernt, dass dieses Streben etwas war, das sie nie in diesem Leben wirklich erreichen würde. Nach ihrer Strafe ließ Ryouma sie einfach dort liegen - ihr wimmern war die ganze Nacht zu hören. Und so wenig es wert war, am folgenden Tag musste sie ausnahmsweise mal nicht trainieren oder irgendwelche Aufgaben erfüllen. Mit ihren Verletzungen wäre sie dazu ohnehin nicht mehr in der Lage gewesen, konnte sie ja noch nichtmal mehr aufstehen.
12-15 Jahre
Als Yuzuki mit dreizehn Jahren die Ninja-Akademie betrat, war sie bereits gewohnt, dass alles, was sie tat, einem einzigen Ziel diente: endlich ein wenig Anerkennung zu gewinnen. Schon als kleines Kind war sie darauf konditioniert worden, stets das Beste zu geben – für ihre Eltern, für ihre Familie, und nun, für sich selbst, als Teil ihrer Entwicklung. Doch was sie in der Akademie vorfand, war eine neue Art von Herausforderung. Hier waren nicht nur ihre Leistungen gefragt, sondern auch ihre Fähigkeiten im Umgang mit anderen Schülern und in der Zusammenarbeit innerhalb eines Teams. Diese sozialen Komponenten fielen Yuzuki alles andere als leicht. Für sie war die Akademie keine gewöhnliche Schule. Sie sah sie vielmehr als eine weitere Arena, in der sie sich ihre Anerkennung verdienen musste – diesmal nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von ihren Lehrern und Mitschülern. Ihr Ziel war es, in jeder Prüfung, in jeder Übung und jedem Test als Beste hervorzugehen, ein Ziel das sie gelegentlich auch erreichte - und es gab keine Erholung, keine Pausen. Selbst außerhalb der Unterrichtszeiten widmete sie sich weiterhin ihrem Training und den zusätzlichen Aufgaben, die längst teil ihrer Normalität geworden waren. Wo andere ihre Freizeit genossen oder sich mit Freunden trafen, saß sie oft noch an ihrem Schreibtisch und lernte oder trainierte. Diese ständige Anspannung sorgte dafür, dass sie oft als „Streberin“ wahrgenommen wurde – eine Schülerin, die nie wirklich an den sozialen Dynamiken der Akademie teilnahm. Ihre Mitschüler fanden es seltsam, dass sie ihre Freizeit nicht "normal" verbrachte. Ihre Distanz zu den anderen, ihre ständige Beschäftigung mit den eigenen Fähigkeiten und ihr nahezu unbändiger Ehrgeiz grenzten sie aus. Es gab Gerüchte über sie – von Arroganz bis hin zu Kälte. Und auch wenn sie es nie zugab, tat das weh.
Doch trotz dieser Isolation war Yuzuki in ihren Leistungen zweifelsohne eine der Besten. Ihre Noten waren nahezu makellos, aber eben nur nahezu, und sie erbrachte immer wieder herausragende Leistungen. Doch obwohl sie sich selbst ständig übertraf, fühlte sie sich nie wirklich "genügend". Denn ihre Eltern – und besonders ihr Vater – gaben ihr nie die Anerkennung, nach der sie sich sehnte. Statt "gut gemacht" gab es nur eine stille Unzufriedenheit, wenn sie nicht die höchste Punktzahl in jeder Klausur erreicht hatte. So blieb ihre Leistung immer nur "akzeptabel", aber nie das, was ihre Eltern zumindest in ihrer Gegenwart für "gut genug" hielten. In ihren eigenen Augen war der einzige Weg, sich ihren Eltern wirklich zu beweisen, eine makellose Leistung. Ein Volltreffer in jeder einzelnen Klausur, eine absolute Perfektion in allen Aufgaben. Die psychische Belastung wuchs immer weiter, doch sie konnte nicht anders. Ihr Ehrgeiz trieb sie weiter, getrieben von dem unaufhörlichen Wunsch, endlich ein Maß an Respekt zu verdienen.
Neben den Anforderungen ihrer Eltern musste sie sich auch den sozialen Dynamiken der Akademie stellen, die sie zunehmend an den Rand drängten. Ihre Mitschüler begannen, sie als die Streberin zu sehen, die immer nur mit sich selbst beschäftigt war und nie an den sozialen Aktivitäten der anderen teilnahm. Ihre ständige Abwesenheit bei Freizeitaktivitäten und ihre unerschütterliche Disziplin führten dazu, dass sie immer mehr ausgegrenzt wurde. Diese Ausgrenzung machte ihr zu schaffen, doch sie war so sehr auf ihre Ziele fokussiert, dass sie nie wirklich Zeit hatte, über die sozialen Dynamiken nachzudenken. Ihre Reaktion darauf war, dass sie sich weiter von anderen entfernte, in dem Glauben, dass ihr Ziel allein wichtiger war als soziale Bindungen. Und dann gab es Rivalitäten. In einer Akademie, in der der Wettbewerb die Grundlage jeder Interaktion bildete, war es fast unvermeidlich, dass es Mitschüler gab, die versuchten, Yuzukis hart erarbeitete Position herauszufordern. Ein Mitschüler, der immer wieder versuchte, sie bei den Prüfungen zu überbieten, weckte ihren Ehrgeiz und trieb sie zu noch härterem Training an. Diese Rivalitäten setzten ihr psychisch zu. Sie war zwar unnahbar nach außen, doch in Momenten, in denen ihre Leistungen in Frage gestellt wurden, war sie tief getroffen. Und trotz dieser Rivalitäten, in denen sie sich immer wieder behaupten wollte, war sie innerlich von Zweifeln geplagt, ob sie jemals wirklich genug war.
Ein weiterer Konflikt, mit dem Yuzuki konfrontiert war, war ihre mangelnde Teamfähigkeit. Ihre Eltern hatten sie darauf trainiert, als Einzelkämpferin zu agieren, sie sollte herausragend sein, nicht Teil eines Teams. Doch in der Akademie war Teamarbeit gefragt, und Yuzuki fiel es schwer, sich auf diese Zusammenarbeit einzulassen. Sie konnte den Wert von Teamarbeit verstehen, doch emotional hatte sie wenig Geduld dafür. In Übungen, in denen Zusammenarbeit erforderlich war, zeigte sie sich als eher zurückhaltend und fokussiert auf ihre ihr eigenes Ergebnis. Sie überließ anderen gerne die Führung und zog sich, wenn möglich, aus der Verantwortung zurück. Sie hatte keine Lust, sich in den Mittelpunkt zu stellen oder andere zu leiten, denn sie fühlte sich schon genug von den Erwartungen ihrer Eltern erdrückt. Die Abschlussprüfungen standen schließlich bevor, und für Yuzuki war dies der Moment, an dem sie alles geben musste. Doch wenn sie nicht in jeder Klausur die Höchstpunktzahl erreichte, wusste sie, dass dies für ihre Eltern nicht genug sein würde. So verstrickte sie sich weiter in ihren eigenen Druck, getrieben von der Hoffnung, endlich die Anerkennung zu erhalten, die sie so verzweifelt suchte. Doch der Kampf um Diese und die Frage nach ihrer eigenen Identität würden in den kommenden Jahren weiterhin ihr Leben prägen.
Charakterbild


Schreibprobe
Für die meisten Akademisten war die Pause eine willkommene Abwechslung vom langweiligen, zuweilen auch anstrengenden Lernzwang. Der Tag war sonnig, die Temperaturen gemäßigt, ein idealer Tag um sie mit Freunden zu verbringen. Die meisten Ninjaschüler taten genau das, aber in einer stillen Ecke des Pausenhofes, ganz für sich saß Kazama Yuzuki - ihre Ninjaausrüstung auf einer kleinen Decke vor sich ausgebreitet, kniete sie auf dem harten Steinboden. Nebst einem winzigen Öltuch und einer kleinen Flasche Waffenöls begutachtete sie jede ihrer Ninjawaffen genauestens - sie mussten perfekt sein, wenn sie nach Hause zurückkehrte. Die Luft um sie herum roch metallisch mit einer milden Note Lösungsmittel. Vor einigen Jahren hatte sie den Geruch ihres Öls gehasst, aber inzwischen war er nur noch eine der vielen Unbequemlichkeiten ihres Lebens geworden.
Wenn auch nur ein einziges Kunai oder eine einzige Wurfnadel einen Schmutzfleck oder eine Stelle hatte, die einzuölen sie vergessen hatte, würde das schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen, sobald sie zu Hause zur Tür hereinkam. Insbesondere auf die Verbindung zwischen dem Griff und der scharfen Klinge musste sie genauestens achten. Dieser Teil wurde von den meisten ihrer Mitschüler grundsätzlich übersehen oder ignoriert, weil er schwierig zu erreichen war, aber mit einem einfachen Trick wurde es plötzlich viel einfacher: Routiniert griff Yuzuki nach ihrem Öltuch. Es war kühl und noch feucht genug, sie musste noch nicht nachölen. Mit wieder und wieder eingeübten Bewegungen wickelte sie eine einzige Lage des Öltuchs der Länge nach um ein Stück Draht, mit dem sie die widerborstige Stelle einfach erreichen konnte. Vor der Pause hatte Kunai Wurftraining auf dem Plan gestanden. Drei hatte sie benutzt, aber um sicherzugehen, reinigte die Jugendliche gleich alle, die sie bei sich trug - minus jenen, die in ihrer Kleidung versteckt waren, versteht sich.
Gelegentlich sah sich das junge Ding unauffällig um, deshalb entging ihr nicht, dass die meisten ihrer Klassenkameraden in der Gegend herum rannten und Ninja spielten. 'Ninjas, die Ninja spielen', ein Gedanke, der widersprüchlich in ihr widerhallte. Amüsement mischte sich mit Abscheu, Neid und auch mit Neugier. Einen kurzen Moment fragte sich die junge Kazama, wie die Reaktionen wohl ausfallen würden. Sie könnte jetzt einfach aufstehen und mitmachen, würde sie überhaupt angenommen werden? Wahrscheinlich nicht. Ihr Herz sank bei der Erkenntnis, während sie äußerlich gleichmütig fortfuhr, ihre Waffen zu säubern. Im Laufe der letzten zwei Jahre konnte sie sich nicht nur als Klassenstreberin, sondern auch als waschechte Außenseiterin etablieren. Sie wurde im besten Fall ignoriert - und das taten die meisten ihrer Klassenkameraden. In allen schlechteren Fällen wurde ihr Einzelgängertum als Schwäche interpretiert und wie Kinder und Jugendliche eben sind, waren Versuche, Yuzuki nach allen Regeln der Kunst zu ärgern gerade am Anfang ihrer Akademiekarriere an der Tagesordnung.
Jetzt, Wochen vor der Abschlussprüfung, war die Anzahl der Versuche ihr gegenüber übergriffig zu werden, auf einem Tiefstand. Nicht nur hatte sie dank ihrer Hingabe und Disziplin einen Ruf unter ihren Mitschülern erworben, sie wusste sich auch zu verteidigen. Insgesamt waren ihre Fähigkeiten nicht legendär, aber durchaus respektabel, ihr Alter und ihren Ausbildungsstand berücksichtigt. Ihre intellektuellen Leistungen verdankte sie dem gnadenlosen Leistungsdruck, den sie von Elternhaus aus ausgesetzt war, aber körperlich wäre sie unter normalen Umständen bestenfalls Mittelmaß. Yuzuki war gewiss nicht der sportlichste Mensch, aber es gab zwei Faktoren, die im Angesicht eines Konflikts für sie sprachen: Gnadenloses, endloses Training und ihre Motivation. Für die meisten ihrer Kameraden war die Akademiezeit nicht mehr als ein weiteres Spiel – für Yuzuki hingegen eine blutige Arena. Hier musste sie sich beweisen, um endlich ein wenig elterliche Anerkennung zu verdienen. Während ihre Mitschüler nur ungern schlecht abschnitten, sah sie das Training als eine Hürde auf dem Weg zu dem Leben, das sie sich wünschte. Verlieren war keine Option. Sie ging immer bis ans Äußerste.
Deshalb, und nur deshalb waren auch ihre physischen Leistungen ansehnlich, aber einige Akademisten schreckte dieser Umstand nicht ab. So wie Takigawa Kaito, den sie soeben im Augenwinkel ausmachte. Yuzuki spannte ihre Beine an, um schnell aufzustehen, wenn nötig. Er kam langsam auf sie zu. Doch die Art, wie er sich bewegte, zeigte ihr, dass er noch glaubte, unbemerkt geblieben zu sein. Vier Meter war er noch entfernt und Sekunden später waren es noch drei. Ihre Hand umklammerte das Kunai, das sie eben noch gereinigt hatte: "Takigawa." Ihr Ton verriet nichts von dem Misstrauen, das sie ihm gegenüber hegte. Die Kazama wollte ihn bloß darauf hinweisen, dass sie ihn bemerkt hatte. Und das Kunai würde sie natürlich nicht gegen ihn einsetzen, aber das wusste er ja nicht. Aus dem Augenwinkel sah sie ihn erstarren und einen kurzen Moment schien Kaito innezuhalten. 'Wägt er seine Chancen ab?' Yuzuki ahnte, dass der Störenfried es auf ihre offen herumliegende Ausrüstung abgesehen hatte. Ihr Hang zur Ordnung war Akademieweit bekannt und so ziemlich das Gegenteil dessen, wie er seine Dinge handhabte. Wenn er ihre Sachen durcheinanderbrachte, würde sie das gewiss die ganze Pause kosten. Alles wieder zusammensuchen und arrangieren ... zum Reinigen blieb dann keine Zeit mehr. Und dabei war sie jetzt fast fertig. Anstatt also ihre Arbeit einfach normal zu beenden, begann sie, ihre Ausrüstung sorgsam einzupacken, während Kaito nach Worten rang: ""Hab sofort gewusst, dass du schon wieder am Streben bist, Lehrerliebling." Die Entscheidung, ihm keine Antwort zu geben, erfolgte Prompt. Von außen betrachtet, packte sie ihre Rauchbomben, Wurfnadeln und Kunais in aller Ruhe in ihre Ausrüstungstasche. Innerlich war Yuzuki jedoch zum Bersten gespannt. Lange würde es bei Takigawa nicht bei Worten bleiben, er war ein Mensch, dem man regelmäßig die Grenzen aufzeigen musste. Ihre mangelnde Reaktion auf seine Provokation brachte ihr ein wenig Zeit, ihre Waffen zu ordnen und das Meiste hatte sie bereits weggepackt. Aber natürlich war ihr Zeitfenster nicht ewig offen. Bis auf eine kleine Handvoll Wurfsterne und dem einen Kunai, das sie als Abschreckung noch immer festhielt, war alles sicher verstaut, als der Junge zwei weitere Schritte auf sie - und ihre Ninjawaffen zu kam. "Ignorier mich nicht! Sonst mach ich dich alle!", drohte er dabei.
Ignorieren war nicht länger eine Option. Wenn er einen weiteren Schritt tat, wäre er in Reichweite ihres Eigentums. Also federte Yuzuki in den Stand und schob sich geistesgegenwärtig zwischen Kaito und ihre kleine Decke. Und keinen Augenblick zu früh: Nur Momente später hätte er sein Ziel erreicht, aber jetzt stand sie ihm im Weg. Weniger als eine halbe Armlänge trennte die beiden von einander. "Geh." Ihre Stimme war monoton – keine Spur von Aggression oder Nervosität, obwohl ihr Herz bis zum Hals schlug. Die ganze Situation war ein Glücksspiel, und fast alle ihre Karten waren Verliererhände. Alles hing davon ab, ob Kaito sich einschüchtern ließ oder einfach schwieg.
Wenn nicht…
Sollten ihre Eltern erfahren, dass sie sich geprügelt hatte, würde sie zu Hause sicher noch eine Auseinandersetzung erwarten. Nicht, weil sie gekämpft hatte, sondern weil sie ihre Probleme nicht auf die Art eines wahren Ninjas gelöst hatte: heimlich, still und vor allem unbemerkt. Yuzuki hielt seinem Blick stand – ruhig, aber unnachgiebig. Wenn dieser Hitzkopf auch nur ein Wort über diese Konfrontation verlor, konnte sie den Kampf vielleicht gewinnen, aber ihr Tag wäre trotzdem ruiniert. Takigawa gehörte zu den körperlich besten, aber er war nicht der Hellste. An einem Guten Tag konnte sie mit ihm mithalten, aber nur weil sie den blanken Terror ihrer Eltern im Nacken hatte, der sie dazu brachte, wirklich restlos alles zu geben. Hätte Kaito auch nur annähernd ernsthafte Ambitionen dabei ihr Schaden zuzufügen, sähe es wahrscheinlich grauenhaft für sie aus.
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